Berufliche Fitness (22): Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung „ohne Wenn und Aber“ gibt es in der realen Welt nicht

Küsschen-Freund, Lügner, Eurokrat, Abzocker, SP-Sonnenfrau, Exil-Euro Turbo, Autoritätsgläubige, Verblocherter, Dauerbesoffener, Defätist, Pfeife, Schachtel, Halbschuh, Sozi-Verbrecher, Idiot: Wir sind kreativ, wenn es um das Disqualifizieren andersdenkender Miteidgenossen geht.

Einen Schritt weiter in Diskussionen, Verhandlungen oder zu einem Erkenntnisgewinn kommt man damit natürlich nicht. Dazu wären Anstrengungen nötig, auf die ich in meinen Standpunkten immer wieder mit praktischen und konkreten Tipps hinweise, mit dem Ziel, dass einige sie zu ihrem persönlichen beruflichen und privaten Nutzen anwenden mögen.

Viele dieser Anregungen sind im öffentlichen wie im privaten Leben praktikabel, so etwa die in diesem Beitrag im Zentrum stehenden Überlegungen zum Kompromiss. CVP-Präsident Gerhard Pfister dazu: „Sie (die Parteien) sind immer seltener bereit, echte Kompromisse zu machen. Damit meine ich die Bereitschaft zu einer Konzession, die weh tut. … Man muss etwas geben, was man eigentlich nicht geben will.“ (NZZ, 2.10.18).

Der Mann ist nicht zu beneiden; so recht er damit auch hat, so wenig ist damit ein Blumentopf zu gewinnen, denn die verbalen Keulen (siehe oben) sind heute leider populärer als die Bereitschaft zu Kompromissen, und auch „rote Linien“ sind sehr en vogue.

Kompromiss tönt auch weniger sexy als „Deal“; jedoch: Ein guter Deal ist in der Regel nichts Anderes als ein guter Win-win-Kompromiss.

Das Verhältnis Schweiz-EU ist von Alternativen und Kompromissen geprägt. Die Bilateralen sind eine Alternative zum EWR und zum EU-Beitritt und ihrerseits ein Kompromiss. Das Rahmenabkommen wiederum ist ein Kompromiss zur Weiterentwicklung der Bilateralen, erforderlich durch die fortwährenden Veränderungen in Politik und Wirtschaft.

Einen Kompromiss eingehen heisst ja nicht einfach „überall nachgeben“ oder sich einem Diktat unterziehen; das wäre unbefriedigend und trägt die Gefahr unvorhersehbarer Reaktionen in sich (siehe Versailler Vertrag).

Einen guten Kompromiss bei Unsicherheit (was ja die Regel ist) erreicht man, indem man bekannte Techniken anwendet, die wir hier alle schon beschrieben haben: konkretes Bild der Gegenwart und realistische Idee der Zukunft; Plan zur Zielerreichung; Analyse-, Verhandlungs- und Entscheidtechniken (SWOT, DSDS-konkret, Harvard – das mit der Orange -, Jiu Jitsu Prinzip); faktenbasierter Entscheid; dauernde Überprüfung. Gefühle? Spielen in jeder Phase auch eine Rolle.

Eine kompromisslose Haltung kann man einnehmen, wenn man die Macht dazu hat; die USA demonstrieren dies gegenüber den meisten Ländern (ausser China und Russland; bin gespannt, wie es mit den Saudis weitergeht). Ob das auf die Dauer sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

Bei jedem Weg zum Kompromiss spielt die Risikofähigkeit eine wichtige Rolle. Kann Grossbritannien besser mit dem Risiko eines No-Deals leben als es die Schweiz mit dem Wegfall der Bilateralen könnte?

Die Schweizer Demokratie – wie auch unser persönlicher Alltag – ist geprägt von Kompromissen; sie sind sogar ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Dies funktioniert aber nicht, wenn wir uns Schlagwörter und Verunglimpfungen an den Kopf werfen. Hier ein paar praktische Tipps, wie man damit umgehen kann:

1. „Hintergrundrauschen erkennen und einordnen“ – Wenn man sich zahlreiche Standpunkte und die Kommentare dazu auf IP anschaut, dann sind diese in der Regel negativ bezüglich EU; ebenso negativ bezüglich Schweizer Politik und Politikern; positiv verklärt hinsichtlich unserer Vergangenheit (von 1291 bis ?); positiv überhöht bezüglich der Begriffe (nicht: Inhalte) Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

Was folgt daraus? Selbst wenn, um ein Beispiel zu nehmen, die EU tatsächlich ein hoffnungsloser Fall wäre: Unsere Beziehungen zu ihr müssen wir so oder so regeln, im eigenen Interesse, und mit einem realistischen Bild der Situation lässt sich erfolgsversprechender verhandeln.

2. „Hinter die Fassade schauen“ – Vereinfachungen, Pauschalisierungen, Schlagwörter können auf den ersten Blick zu einer stimmigen Mischung führen: Wer wollte schon gegen Selbstbestimmung, für fremde Richter sein?

Wer ist nicht auch davon überzeugt, dass Politiker, Beamte und Professoren, Bundesrat, die anderen politischen Parteien, das Bundesgericht, die Classe politique, die Elite in Bundesbern uns schleichend in die EU führen wollen? Zum Glück gehen die aufgezählten Personengruppen nicht alle abstimmen, sonst wären wir schon lange in der EU.

3. „Konkrete Zusammenhänge erkennen“ – Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung seien die Basis für Wohlstand, wirtschaftlichen Erfolg, Investitionen und Arbeitsplätze, so die SVP. Sehen Unternehmer das wirklich so?

Peter Spuhler im Vorwort zu „Wirtschaftswunder Schweiz„: „Das Erfolgsmodell Schweiz wurde durch eigenständige, innovative Persönlichkeiten geprägt …“. Wettbewerb, Selbstverantwortung, Privatinitiative, Sozialpartnerschaft, Kompetenzen, guten Rahmenbedingungen, Forschungszusammenarbeit, internationalen Abkommen, Produktivität; alles weitere Gründe, warum die Schweiz so reich ist.

4. „Mikado spielen“ – Es gelingt heute nur noch selten, ein wertvolles Stäbchen herauszuziehen, ohne dass nicht etwas wackelt, so vernetzt ist heute vieles. Genau dies versuchen aber viele Initiativen, indem sie wegen eines bestimmten Themas das grössere Ganze gefährden – ob bewusst in Kauf genommen, gewollt oder nicht, sei dahingestellt.

Ein erfolgreiches Referendum zur Änderung des Waffenrechts würde höchstwahrscheinlich Schengen killen, und zwar nicht nur, weil „Brüssel“ es so will, sondern weil auch die EU-Bevölkerung kein Rosinenpicken mehr goutiert. („Warum sollen die Briten Vorteile erhalten, die wir nicht haben?“ liest man überwiegend in Foren zum Brexit, während Bürger = Wähler)-Kommentare sonst zu Brüssel sehr kritisch sind.)

5. „Konkrete Beispiele“ – Diese praktische Ebene fehlt leider häufig; sie müsste Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken gegenüberstellen und zur Diskussion stellen. Das kann und muss man immer einfordern, das braucht etwas Mut, man muss nachhaken, weil die ersten Antworten in der Regel schwammig sind. Hier sind auch unsere Unternehmer gefordert, denn die geniessen noch einiges an Vertrauen und können die praktischen Beispiele liefern, die es zur Entscheidfindung braucht.

Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung „ohne Wenn und Aber“ gibt es in der realen Welt nicht. Geradezu exemplarisch zeigt dies das SVP-geführte Finanzdepartement: „Maurer stellt Ansprüche der USA über Schweizer Recht“.

Was mich hier beschäftigt ist nicht die Frage, ob Maurer ein guter, ein halber oder ein schlechter Bundesrat ist, sondern die Ungewissheit und das Risiko für zahlreiche Schweizer, deren Namen nicht geschwärzt werden – wie passt das zu „Schweizer Recht statt fremde Richter“?

Alles, auch die direkte Demokratie, hat ihre Grenzen. Was machen wir mit dem Atommüll, wenn alle Standorte für dessen Lagerung auf direktdemokratischem Weg abgelehnt werden?

Zurück zum Rahmenabkommen: Was kann die Schweiz nicht akzeptieren? Leider fokussieren wir auf Details (8 Tage) und zerfleischen uns intern deswegen. Statt den Kompromiss einmal zu schliessen und ihn dann dem Volk vorzulegen. Dann muss man alles erklären, konkret, wie oben beschrieben. Mühsam zwar, aber das ist unser Schweizer Weg, und der ist richtig.

Fazit: Das ist alles so schwierig und komplex, voller Zielkonflikte, nicht völlig zu durchschauen und von Unsicherheit geprägt, unbefriedigend. Man könnte ob des negativen Hintergrundrauschens tatsächlich komplett pessimistisch sein und jedwelchen populistischen Heilsversprechen folgen.

Und doch: Mein Leben ist so viel besser als dasjenige meiner Grosseltern und Eltern; keine Kriege an den Grenzen, keine Wirtschaftskrisen mit Massenarbeitslosigkeit und Hyperinflation, gewisses soziales Auffangnetz, Pampers anstelle von Stoffwindeln.

Die Freiheit, sein Leben so zu gestalten wie man will, ohne Sanktionen wegen durchbrochener Konventionen zu befürchten, war noch nie so gross.

Prüfe das doch jeder und jede ehrlich auch für sich selber, bevor sie oder er sich in Schwarzmalerei ergehen.

Und zum Schluss noch zum Offside: Auch ohne Ausnahmeregelung können wir das Beste daraus machen, indem wir die Abseitsfalle zum eigenen Vorteil nutzen. Dazu braucht es Taktik, Spielwitz, Schnelligkeit, Spielintelligenz, Training, Teamgeist, Anpassungsfähigkeit, Zusammenspiel, Voraussicht, Vertrauen. Wer seine Mitspieler nur kritisiert und anschreit, hat meist schon verloren.

Das sollten wir im Beruf, in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik doch auch zustande bringen.

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8 Kommentare zu “Berufliche Fitness (22): Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung „ohne Wenn und Aber“ gibt es in der realen Welt nicht

  1. Zur Thematik der BRUCHSTELLEN (siehe Kommentar Energieberaterin)

    Hochinteressant, auch wenn ich es anders sehe.

    1) Ja, die Aufgabe des Bankgeheimnisses ist ein solcher Wendepunkt. Allerdings einer, dem das Volk heute zustimmen würde, davon bin ich überzeugt. Der Gedanke, dass die Schweiz beispielsweise reichen Griechen dabei hilft, nichts zu versteuern, während das griechische Volk darbt, ist unerträglich. Und dass die damit erzielten Gewinne primär in die Taschen unfähiger Bankmanager fliessen, ist noch unerträglicher – wobei über Steuererträge der Banken und über gute Anstellungsbedingungen in der Finanzbranche auch Sie und ich davon profitiert haben.
    Leider musste der Druck von aussen kommen, die Schweizer Warner – etwa der Bankier Hans J. Bär – wurden damals medial und kollegial niedergemacht.

    Haben die Banken aus dieser neuen Ausgangslage etwas Positives gemacht, dies als Chance wahrgenommen? Der Aktienkurs von UBS und CS deuten nicht darauf hin, und die Ausreden der „Top Manager“ erst recht nicht. Warum sind wir im Asset Management nicht an der Weltspitze? Die Finanzbranche ist einfach nicht gut genug darin, mit neuen Situation umzugehen (mal abgesehen vielleicht vom Kostensparen und e-Banking), lieber lamentieren wir.

    2) Schengen: dass die Polizei grenzüberschreitend zusammenarbeitet ist doch keine Einschränkung von Souveränität, kein Wendepunkt, sondern dient unserer Sicherheit. Das wir in einzelnen Fragen nicht mehr ohne Wenn und Aber frei sind, ist richtig, siehe Waffenrecht. Das ist auf direkt-demokratischem Weg (Referendum) zu lösen. Und da sollten, wie bei jeder Entscheidung, meine Ausführungen zum Kompromiss und die 5 Punkte meines Beitrages mithelfen, zu einem im Interesse der Schweiz liegenden Ergebnis zu kommen.

    Dass Schengen wie auch wir alle in der Flüchtlingsproblematik überfordert sind, ist nicht zu leugnen. Ohne Schengen wären wir in der Lage, das Militär an die Grenze zu stellen. Mögen Sie sich noch daran erinnern, dass E. Mühlemann diesen Vorschlag einmal gemacht hat – und an den Wirbel, den das ausgelöst hat? (Ich weiss nicht mehr genau, in welchem Zusammenhang, Google lässt mich hier im Stich.)

    3) Personenfreizügigkeit: Diese ist tatsächlich ein zweischneidiges Schwert. Hier gilt leider meine „Mikado“-Theorie: Man kann die PFZ nicht herausziehen, ohne das ganze – die Bilateralen – zu gefährden oder zu killen. Schauen wir mal, was die Briten hier erreichen.

    Das Verrückte ist ja, dass die von mir immer so hochgelobten Unternehmer es in der Hand hätten, das Problem zu entschärfen, indem sie Ü50 nicht lediglich aus Kostengründen durch jüngere und billigere Ausländer ersetzen. Alle meine „Standpunkte“ wollen ja mithelfen, auch ältere Mitarbeitende für Unternehmer und Arbeitsmarkt attraktiv zu erhalten, so dass diese wenigstens von den Kompetenzen her keine Nachteile haben.

  2. Zur Thematik FREMDE RICHTER

    Auch in der Rechtsprechung gibt es kein „ohne Wenn und Aber“. Die Vorstellung, eigene oder fremde Richter würden „unabhängig“ urteilen, ist nicht realistisch. Das Theater um die Besetzung eines Bundesrichters in den USA hat gezeigt, wie wichtig offensichtlich die Parteizugehörigkeit ist.

    Und in der Schweiz? Nehmen wir den Fall R. Elmer: das Urteil fällt mit 3 zu 2 Stimmen zugunsten des Angeklagten aus. Warum nicht 5 zu 0? Die Fakten und die gesetzlichen Grundlagen sind doch für alle Richter gleichermassen vorhanden!

    Allerdings: auch Richter bedenken vor dem Entscheid, was für Konsequenzen ihr Urteil haben könnte. Die Auslegung von Gesetzestexten und verschiedene Blickwinkel auf Fakten erlauben häufig einen grossen Spielraum, ohne dass man von Willkür sprechen kann. Was also, könnte man sich fragen, waren die Interessen
    der 3 Richter auf der einen und der 2 Richter auf der anderen Seite? War es die Parteizugehörigkeit, die letztlich ausschlaggebend war?

    Schliesslich: was hat das mit der SBI zu tun? Die Frage fremde oder eigene Richter hat für mich im Rahmen der bekannten Anwendungen keinen matchentscheidenden Einfluss auf die direkte Demokratie, die es in der realen Welt eben auch nicht ohne Wenn und Aber gibt. Zudem werden in der Schweiz so viele unverständliche Gerichtsurteile gefällt, dass mein Vertrauen in die Schweizer Richter auch nicht grenzenlos ist.

    Wenn ich all das berücksichtige, überwiegen für mich bei der SBI die wirtschaftlichen Aspekte gegenüber demjenigen der fremden Richter. Diese persönliche Gewichtung transparent zu machen, ist mir wichtig.

    Georg Weidmann

  3. Pampers anstelle von Stoffwindeln das bringt es auf den Punkt.

    Die Menschen agieren als Kinder und unterwerfen sich über die Person dem sozialistischem System.
    Man überlässt die Verantwortung dem Staat.

    Vor langer Zeit waren die Männer verantwortlich und man unterstützte sich im Stamm oder Gemeinschaft.
    Letztere wurden konsequent über die letzten Jahrzehnte bekämpft.

    Und wenn man sich einem Konstrukt wie dem Staat in unserer Zeit unterwirft, hat man keine wirkliche Freiheit und Unabhängigkeit.

  4. Die Frage ist eigentlich: bist du ein echter Demokrat oder nicht?

    Wer sich heute für die EU einsetzt, ist das eigentlich nicht – der ist eher ein Anhänger einer „gelenkten“ Demokratie (bitte dann nicht Putin kritisieren).
    Das war nicht immer so, aber die EU hat sich halt leider in die völlig falsche Richtung entwickelt.

    Beispiel:
    https://www.epochtimes.de/politik/europa/mit-eigenen-polizeieinheiten-gegen-den-neofaschismus-europaparlament-verabschiedet-resolution-mit-ddr-aroma-a2690080.html

    Die Schweiz verpasst mit Ablehnung der Selbstbestimmungsinitiative praktisch die letzte Chance zur Wahrung der direkten Demokratie, obwohl das Parlament mit Nichtumsetzung mehrerer Initiativen natürlich schon kräftig vorgespurt hat.

  5. Für mich selber habe ich die Inflexionspunkte, die Bruchstellen in der ausserordentlich erfolgreichen Schweizer Wirtschaftsentwicklung, dem «swiss economic exceptionalism» gesucht – vielleicht auch gefunden :

    1.) Ratifizierung des Schengener Abkommens, Einführung der Personenfreizügigkeit

    2.) Abschaffung des Bankkundengeheimnisses

    Sobald die Schweiz als Resultat von externem Druck an ihrer souveränen gesetzlichen Struktur Änderungen vorgenommen hat, haben wir dies mit Verlust von Wohlstand, Arbeitsplätzen und Wettbewerbsfähigkeit teuer bezahlen müssen.

    Das Leben wurde sicher nicht besser, als der Arbeitsmarkt von billigen EU Arbeitskräften überflutet wurde und plötzlich gestandene über 50. jährige Inländer auf der Strasse standen. Es wurde auch nicht besser als der hiesigen Finanzindustrie der einzig wichtige komparative Vorteil genommen wurde – einen Salamitod bewirkend (man lese den heutigen Beitrag über die CS hier auf IP).

    Und nun, was wollen wir denn ? Supranationales Recht vor Schweizer Recht stellen ?

    Ohne patetisch klingen zu wollen, man vergisst oft und gerne, dass die Schweiz eine Insel der echten direkten Demokratie in einem Meer von postfeudalen pseudo Demokratien ist. Was sind denn die heutigen politischen Mitsprach- und Gestaltungsmöglichkeiten eines Deutschen, Franzosen oder Spaniers ? Ich nehme Ihnen gerne die Antwort vorweg – reichlich wenige.

    Wir dürfen uns nicht unter dem Druck von Aussen ducken, uns anbiedern und verstellen.

    Was wäre gewesen, wenn ein General Guisan – inbegriff der militärischen Eleganz und des Savoir-Faire, dem unglaublichen psychologischen Druck der damaligen Achse Rom-Berlin nachgegeben hätte ?

    Wir leben in gefährlichen Zeiten. Noch ein bis zwei weitere Inflexionspunkte, Bruchstellen – und wir wären auf der Höhe von Österreich oder Norditalien. Wollen wir dies ?

    Die Zeit der faulen Kompromisse, der Weicheier im Bundesrat, sollte endlich aufhören. Wir haben es in der Hand.

  6. Sie werfen da ziemlich viele Themen in einen Mixer, um dann zum Schluss zu kommen, dass die SBI nicht gut sei – ohne dabei den Kern der SBI zu erwähnen.

    Was ist in der Normhierarchie höher: Landes Recht oder Internationales Recht? Wer hat das letzte Wort?

    Jedes Land stellt die eigene Verfassung über das Internationale Recht. In der Schweiz ist die Verfassung durch die Direkte Demokratie legitimiert, es entspricht dem Willen der Mehrheit der Wähler und der Stände. Die Völkerrechtlichen Verträge werden von einer kleinen, korrumpierteren Gruppe ausgehandelt und die Rechtssprechung am EGMR und EUGH erfolgt überwiegend durch Fremden Richter.

    Es gibt zwei Arte wie man eine Gesellschaft organisieren kann: Von Oben nach Unten oder von Unten nach Oben. Die Schweiz ist ein Sonderfall, wir organisieren uns von Unten nach Oben. Das hat die Schweiz zu dem gemacht was es heute ist. Doch leider arbeiten viele daran, die Schweiz zu einem Befehlsempfänger zu degradieren, weil sie sich so mehr Macht versprechen, das dumme Volk mit seiner Direkten Demokratie ist ein störendes Element.

  7. Was vor allem Anderen fehlt ist Offenheit und Ehrlichkeit.

    Man sieht das oft an der Vorlagen der Abstimmungen. Diese werden so verschachtlt verklausuliert dass WählerIn nicht mehr weiss, was damit anzufangen. Warum bringt keine Partei es zustande, erst nur über Rentenalöter 65 abzustimmen. Punkt. Es ist gemeine Sache das eine solche Abstimmung angenommen werden würde.

    Warum ist die Energie ein derartiges Thema? Warum darf CO2 nicht verdoppelt, verdreifacht werden? Wir als Menschen würden dass nicht merken aber unsere Wälder würden doppelt so schnell wachsen. Wenn Mensch in 10 % suerstoffreduzierter Atmosphäre arbeiten kann, regt sich keiner auf. Aber 0,0000X % höherer CO2 Ausstoss ist apkalyptisch. Seid Ihr alle von Sinnen? Weshalb wird nicht einmal wieder Naturkunde in der Schule unterrichtet und Schüler zehnfache CO2 Werte geschnüffelt gelassen? Sie werden genau NIX riechen und auch NIX merken. Auch wenn sie es hundert mal wiederholen. Auch wenn sie in der Atmosphäre wohnen nicht. Warum wechselt die Schweiz nicht auf Verbrennung von Holz?

    Und warum tun Frau Leuthard oder Sammaruga den Wählern nicht reinen Wein einschenken und sagen klar dass der Verzicht auf eigene Atomkraftwerke die Schweiz an französischen Atomstrom bindet und dadurch die Schweiz gezwungen sein wird sich EU-Recht zu ergeben? Warum diese Lügen und keine Mainatreampresse NZZ, Tamedia, BAZ, Ringier et. al. sagen kein Flüstertönchen darüber?

    Warum wird vertuscht bis nichts mehr gehen wird – bis auf Merkel. Sie ist auch gegangen weil jahrelang vertuscht wurde und weiter vertuscht und zensiert wird. Ich lese seit Jahren Welt- Online um festzustellen was dort nicht publiziert wird im Vergleich zu online-Medien oder Sputnik.

    Warum diese Offensichtliche Lügnerei, Lückenhaftigkeit in der Pressemitteilung. Bis auch in der Schweiz ein Zensurgesetz nach EU bzw. Maasmännchen-Richtlinie eiongeführt werden muss.

    NEIN! Erst einmal die Selbstbestimmungsinitiative, dann ein klares NEIN zum Migrationspakt. Warum wird uns Wählern vorenhalten was Schawinsky und Martullo-Blocher nach Abstellen der Mikrofons noch miteinander besprachen?

    Her Schawinski Sie lesen hier mit: Warum ist Ihnen die Freiheit und Selbstbestimmung ein Graus? Warum treten Sie nicht frei und frank erst dafür ein und bauen dann darauf eineGesellschaft der freien Meinung auf.

    Es geht un so gut wie noch nie?! Warum um Himmelswillen sollen wir nicht ein wenig darauf verzichten und wieder Freiheit über unsere Heimat gewinnen. Sterben wird heutzutage keiner mehr an Hunger und wenn die Banken ein paar Miliarden weniger ergaunern geht uns auch kein Zacken ab.

    Was wir brauchen ist endlich wieder Selbstbewusstsein, ein gerütteltes Mass Ehre und Treue unserer Vorfahren zu gedenken.