Vincenz+Gisel: 500-Mio-Avaloq als Tischvorlage

Raiffeisen-Chefs hatten IT-Projekt 2014 nicht traktandiert, in VR-Sitzung hingelegt – VR-Luxus-Reisen nach Zermatt und Stresa.

In einer Woche wählen die 164 Raiffeisen-Delegierten ihren neuen Präsidenten. Der heisst Guy Lachappelle und muss aufräumen.

Helfen soll Bruno Gehrig, ein HSG-Professor und Ex-Nationalbank-Chef, der seit Wochen die 100 Übernahmen in der Ära von Pierin Vincenz auf Rechtschaffenheit überprüft.

Es geht um ein Investitionsvolumen von 1,2 Milliarden – finanziert von den 250 Raiffeisen-Banken im Land. Deren Delegierte wollen nun wissen, ob die Beschlüsse für die Ausgaben korrekt waren.

Zwei Grossdeals prägen die Ära Vincenz: der Kauf der Bank Wegelin, die dann zur Notenstein Privatbank wurde, sowie der Entscheid für den Bau eines Joint-Ventures mit der IT-Firma Avaloq.

Notenstein, da sei nix, meinte Bruno Gehrig schon im Juni an der ordentlichen Delegierten-Versammlung der Raiffeisen Schweiz. Er habe Tausende von Mails geprüft und gesehen: alles i.O.

Nun steht der zweite Brocken im Fokus, der Entscheid für ein neues Avaloq-System im Rahmen einer gemeinsamen Tochtergesellschaft namens Arizon.

Das Projekt sprengt gleich wie der Notenstein-Deal alle einstigen Raiffeisen-Dimensionen. 500 Millionen waren vorgesehen für das Geschäft.

Entsprechend der Summe würde die Entscheidfindung seriös, stufengerecht und mit Bedacht vollzogen, würde man annehmen.

Immerhin ging es um eine halbe Milliarde Franken. 500’000’000.00.

Nun zeigt sich, dass der Beschluss, so viel Geld für einen neuen Computer auszugeben – inzwischen sind es sogar 100 Millionen mehr – ganz anders zustande gekommen ist.

Als Tischvorlage.

Gemeint ist, dass die zuständige operative Geschäftsleitung, die den Avaloq-Vorschlag vor 4 Jahren ausgearbeitet hatte, die Unterlagen mit allen Berechnungen, Budgets, Zeitplänen und Manpower, nicht im Voraus dem Verwaltungsrat aushändigte.

Damit sich die Damen und Herren des obersten Gremiums der Raiffeisen Schweiz eingehend und ohne Druck eine eigene Meinung bilden und wichtige Fragen zu allfälligen Ungereimtheiten hätten aufstellen können.

Nichts davon. Die Führungscrew unter CEO Vincenz und seinem Deputy Patrik Gisel legten ihren 500-Millionen-Avaloq-Deal nicht vor der entscheidenden Sitzung den Verwaltungsräten vor.

Sondern sie taten dies erst mitten in der Sitzung. Ach übrigens, hier hätten wir noch was Kleines.

Da kauft die Raiffeisen mit dem Vermögen ihrer Banken im Land eine Informatik der Luxusklasse für eine halbe Milliarde Franken, und die Verantwortlichen winken das Geschäft nach ein paar Minuten Diskussion durch.

Geschehen ist das am 14. Juni 2014 in Zermatt. Es war der Tag der grossen, jährlichen Delegiertenversammlung der Raiffeisen Schweiz. Damals brauchte es noch keine ausserordentlichen Treffen wie heute.

Tout Raiffeisen war dort, allen voran die Verwaltungsräte. Sie logierten standesgemäss in einem Luxustempel – gemäss dem ihrigen Stand, nicht jenem der Gründer der Raiffeisen vor 200 Jahren.

Eine Sprecherin der Raiffeisen Schweiz wollte nicht auf konkrete Fragen eingehen. „Die im Rahmen von Verwaltungsratssitzungen behandelten Traktanden und Vorlagen sind nicht öffentlich.“

Freudenanlässe wie in Zermatt im Sommer 2014, an denen quasi im Vorbeigehen noch schnell über zentrale Projekte beschlossen wurde, waren Usus, nicht Ausnahme.

8 Jahre vorher gab es schon einen ähnlichen Vorfall. Und auch da ging es um eine teure Informatik-Geschichte.

Es lud der damalige VR-Präsident der Raiffeisen Schweiz, der Ex-Schwyzer Finanzdirektor Franz Marty, zum Stelldichein ins norditalienische Stresa am Lago Maggiore; an jenen See, wo Vincenz ein Häuschen hat.

Man schrieb den 28. April 2006, Treffpunkt: Hotel Villa Aminta an der Via Sempione Nord. Das Protokoll der VR-Sitzung führt schön säuberlich alle hohen Entscheidungsträger auf: Marty, die übrigen VR-Mitglieder, darunter ein damaliges Mitglied der Eidgenössischen Bankenkommission, der heutigen Finma.

Daneben sassen die operativen Chefs der St.Galler Raiffeisen-Zentrale, angeführt von Vincenz himself, gefolgt von seinem Stellvertreter Patrik Gisel und seinem damaligen Finanzchef Barend Fruithof, der 2008 zur CS wechselte.

Der oberste Inspektor und der Generalsekretär durften nicht fehlen. Kurt Zobrist, Leiter des Raiffeisen-Inspektorats, und Pius Horner, Generalsekretär, sollten kraft ihrer Funktionen sicherstellen, dass alles die richtige Gattung machte.

Das Ambiente im Hotel verleitete zu frühlingshafter Stimmung im Sitzungssaal. Man gönnt sich ja sonst nichts. Zwischen sozialem Rahmenprogramm mit üppigen Essen unter schwülstigen Lüstern vor eindrücklicher Italianita winkten die Raiffeisen-Bosse Schwerwiegendes im Eilzugstempo durch.

Die „Übertragung der Geschäftsbereiche ‚Applikationen‘, ‚Betrieb‘ sowie ‚Technologie & Projekte‘ der Raiffeisen Informatik AG an den SVRB“, und zwar „rückwirkend per 1. Januar“.

SVRB, Schweizer Verband der Raiffeisenbanken: So hiess die heutige Nummer 3 des Finanzplatzes in der damaligen Zeit noch. Der hatte einen „Vorsitzenden der Geschäftsleitung“. Bis dieser, also Vincenz, sich zum CEO erhob, den Namen „Verband“ auf dem Abfallberg der Geschichte ablud und die Raiffeisen-Gruppe mit ihrem feuerroten Logo aus der Taufe hob.

Das rauschende Stresa-Meeting der obersten Führung vor 12 Jahren an den Gestaden des Maggiore markierte einen Tiefpunkt im Never-ending Drama der Raiffeisen-Informatik.

Die „Übertragung“, wie die damalige Operation schönfärberisch hiess, war nichts Anderes als das Eingeständnis einer ersten Grosspleite rund um die IT. Der Versuch mit einer Tochter namens Raiffeisen Informatik AG war gescheitert.

Wenige Jahre später sollten mit einem IBM-Projekt, das im Rechtsstreit endete, und mit Zermatt und Avaloq die Fortsetzungen folgen.

Was für ein Wirrwarr in der Raiffeisen-IT schon in Stresa herrschte, zeigt die damalige Auflistung der zurück in die Zentrale geführten Applikationen. Allein die damaligen Lotus-Programme, das waren Vorläufer von Kalender und Emails, umfassten eine A4-Seite mit über 50 Einträgen.

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60 Kommentare zu “Vincenz+Gisel: 500-Mio-Avaloq als Tischvorlage

  1. Als Kunde der Raiffeisen interessiert mich folgendes:
    In der SOZ steht heute, Sonntag 4.11.2018:
    Die Delegierten der 246 Raiffeisen Genossenschaften können gar nicht anders als Ihn zu wählen… (gemeint ist Guy Lachapelle)

    1. Wer wählt die Delegierten? , 2. Wie viele sind das? Sind es Verwaltungsräte oder Bankleiter der Genossenschaften? VR haben strategische, BL eher taktische Ausrichtung? Sind beide vertreten?
    Warum stellen die Genossenschaften keine mögliche VRPs zur Wahl vor? Banale Fragen, aber wer weiss darüber Bescheid? Ich als Kunde nicht!
    Danke für klärende Antworten

  2. Diese gottlosen Gesellen sollte zur Strafe einen Monat lang auf Knien den Raiffeisen-Rundgang abgehen.
    http://www.bichelsee-balterswil.ch/documents/bichelsee-rundgang.pdf
    Pfarrer Traber hat zusammen mit seinen Gründungsgenossen unter Risiko (persönliche Haftung!) Raiffeisen gegründet! Und ein Leben lang in Bescheidenheit gelebt.
    Während seine Nachfolger auf Spesen zuschlagen und es sich auf Kosten der Genossenschafter in Luxushotels gut gehen lassen!
    Und der Gisel fährt Porsche! Fliegt mit einem Privatflugzeug herum! Der neue Verwaltungsratspräsident ist verbunden mit einem Anlageschwindel!
    Das riecht nach Pech, das riecht nach Schwefel! Belphegor reckt sein Haupt!
    Meine Forderung:
    1) Keine Löhne über 200`000 Franken bei Raiffeisen!
    2) Sofortige Abschaffung von Dienstwagen (die sollen entweder ÖV nehmen, zu Fuss gehen oder 60 Rappen pro Kilometer abrechnen)
    3) Abschaffung von Bonuszahlungen, Prämien aller Art (Pfarrer Traber hat in seinem Leben nie Bonuszahlungen erhalten und 1`000 mehr erreicht und geschaffen als Vincenz, Gisel und Co. zusammen!)

  3. Offensichtlich gibt es in dieser Geschichte keine Verantwortlichen. Und strafber scheint sich niemand zu machen. In der Raiffeisen Topetage herrschen paradiesische Zustände, so genannte Traumjobs! Die lieben Kunden sind sehr bemüht es ihren obersten Geldgebern recht zu machen, ist doch cool. Bodenständigkeit wird immer belohnt, das ist ein Naturgesetz und die Raiffeisenchefs fahren diese Strategie mit grossem Eigennutz. Selbst wenn ihnen jemand die Augen öffnet bleibt alles beim alten. Das hat System…

  4. An der IT der ESTV wird ja auch seit Jahren herumgebastelt, nur weiss man nicht was das bis jetzt gekostet hat. Dort bezahlt es das Volk.

  5. …“Herr Gehrig sagte im Juni schon, an der Sache Notenstein (ex Wegelin) da ist nichts dran…“ Musste er auch sagen. Pflegt(e) sehr gute Kontakte zu zwei Seniorpartner von Wegelin: HUM – sehr gut bekannt mit ihm. TOL – Gehrig war sein Doktorvater… Bitte nichts Böses denken nur zur Kenntnis nehmen, danke.

  6. 15 Minuten Tischvorlage für eine Entscheidung über 500 + Millionen. Und der CVP-Professor sieht wieder mal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Oder will ihn nicht sehen.

  7. „Die „Übertragung“, wie die damalige Operation schönfärberisch hiess, war nichts Anderes als das Eingeständnis einer ersten Grosspleite rund um die IT. Der Versuch mit einer Tochter namens Raiffeisen Informatik AG war gescheitert.“

    Grosspleite? Weiss der Verfasser, um was es bei der Übertragung ging? Im Handelsregister kann folgendes nachgelesen werden:

    Vermögensübertragung:
    Die Gesellschaft überträgt gemäss Vertrag vom 28.04.2006/12.05.2006 Aktiven von CHF 77’605’580.– und Passiven (Fremdkapital) von CHF 66’036’135.– auf den Schweizer Verband der Raiffeisenbanken SVRB, in St. Gallen (CH-320.5.002.226-0).
    Gegenleistung: CHF 11’569’445.–.

    Inwiefern soll es sich bei einer internen Umstrukturierung 2006 um eine Grosspleite handeln??? Die Firma hat am Schluss zu 100 % dem SVRB gehört. Deshalb wurde die Firma in den SVRB integriert.

    Ich hoffe sehr, dass der Rest etwas weniger konstruiert, aufgeblasen und reisserisch ist als dieser Teil. Alte Vorgänge ausgraben und Behauptungen dazu aufstellen… Hauptsache „Bashing“ gegen Raiffeisen scheint das Motto zu sein… Daumen runter!

    • Es müsste geklärt werden, ob die übertragenen Aktiven inkl. aktivierter IT später amortisiert / abgeschrieben / ausgebucht wurden.

      Weiss hier jemand genauer Bescheid?

    • Erschütternde Realität ist, dass bisher jegliche Transparenz über die traurigen Vorgänge in der Raiffeisen Zentrale fehlt. Der einzige, der etwas ermittelt und zu dem ich irgendein Vertrauen habe ist Lukas Hässig, den man mit Klagen fertig machen will.
      Ich glaube der Raiffeisen Zentrale gar nichts mehr. Zumindest nicht, solange die gesamte Gewchäftsleitung ausgetauscht ist. Und ASE-Lachappelle oder dem CVP-Gehrig trau ich auch nicht über den Weg!

    • @Raiffeisenkunde: Dann können Sie uns bestimmt auch den tieferen Sinn erklären, warum sechs Jahre zuvor der SVRB die gesamte Informatik/Telekommunikation in die Basoft AG, Dietikon (2003 umgetauft in Raiffeisen Informatik AG) eingebracht hat? Warum das Hin und Her? Gibt es eine stringente strategische Planung/Kalkulation dazu, oder wurde das auch wieder mal salopp am Tisch entschieden? Es wäre auch interessant zu erfahren, was die damaligen Minderheitsaktionäre einkassiert haben, als Raiffeisen den Laden in Dietikon zu 100 Prozent übernahm.

    • Und wieder schreibt die PR. Und macht gleich noch ein paar „Fake-Clicks“. Mit der Zeit riecht man die PR 10 Meilen gegen den Wind.
      Bitte, machen sie es in Zukunft wenigsten etwas smarter: „Raiffeisenkunde“ ist bei dieser technischen, offensichtlich internen Argumentation etwa der dümmste Decknahme, den man wählen kann.
      So beleidigen Sie unsere Intelligenz.
      Legen Sie lieber endlich mal die Hintergründe zu der Transaktion offen: Wer hat unterschrieben? Wer war der Berater? Wie waren die Entscheidungswege? Wer hat wieviel abkassiert?

  8. Informativ: Es wurden erst 453 Millionen für das neue Kernbankrnsystem ausgegeben.
    Ausserdem ist Avaloq State of tbe art – oder was wäre die bessere Alternative für Raiffeisen gewesen?
    Solche Räubergeschichten wie diese interessiert niemanden wirklich!
    Jedes KMU macht reisen nach Mallorca, London und Co. – jeder Finanzchef wurde schon eingeladen. Oder man denke an die SFS, bei welcher das Management mit Spezialkonditionen an gewisse Banken gebunden wird.

    • Reminder

      Das Raiffeisenmanagement funktioniert wie ein exklusiver Club auf allen Ebenen also auch in den Regionen.

      Die Millionen von Eigentümern / Genossenschafter der Regionalbanken haben praktisch keine Möglichkeit der Einflussnahme. Die Delegierten für Raiffeisen Schweiz werden von überregionalen Verbandsmitgliedern gewählt.

      Der echte Skandal für mich ist die Tatsache, dass sich auch nach den Skandalen im demokratischen System nichts geändert hat.

    • @Fresdobar
      Wir wollen doch bei der Wahrheit bleiben. Poerschke und Co. haben die ausgewiesenen Kosten über Creative Accounting niedrig gehalten. Stichworte: Überstunden-Verbuchung, Testressourcen, Räumlichkeiten, Verbuchung von Externen usw. auch hat man einen Teil auf Notenstein gebucht.
      Da läuft eine grossangelegte Intransparenzaktion zwecks Bonussicherung.
      Meine Schätzung: Die effektiven Kosten sind näher bei einer Milliarde als bei 453 Millionen!
      Poerschke spielt sein Spiel weiter wie unter Vincenz.
      Den muss man noch vor Auer und Schaub entfernen!

    • Ich denke Temenos hätte eine gute Lösung zur Verfügung stellen können. Ein Kernbankensystem, dass nicht nur im Private Banking funktioniert sondern in allen Verticals..

      Außerdem sind falsche Zins Berechnungen State of the art?

  9. IBM-Projekt/Rechtsstreit…?
    Bamir Dogdan, damaliger Head IT lässt grüssen! Der ‚Vater‘ des DIALBA Reengineering Vorhabens, von uralt auf Java…
    Ist ebenfalls in der Versenkung verschwunden. Weitere werden mit Avaloq-Projekt folgen.
    Jettet nun als Digital Consultant zwischen Silicon Valley und Schweiz hin und her 🙂

    • Ja, das war der Projektleiter Kudolf Rurtz 😂😂😂.
      Nach diesem Erfolg wurde er zum Master of Special Tasks für Gisel „befördert“. 😂

    • Gerüchten zufolge soll B während seiner Amtszeit die Verträge mit IBM auf eigene Initiative nachverhandelt haben. Schlussendlich kam er mit noch höheren Verträgen in die Zentrale zurück… 😂

  10. Ach lasst doch den armen Bären Winn(zanz)ie The Pooh in Rooh – äh, Ruh.
    Dass dieser Bündner Oberländer Bär ein wenig zu stark in den Raiffeis’schen Honigtöpfen geleckt hat, ist nachgerade bekannt.

    Nebenbei: Schon John Fogerty, ehemaliger Frontman der Band Creedence Clearwater Revival (CCR), hat einen Song mit dem Titel (Win)Zanz Can’t Dance geschrieben.
    (Er musste den Titel nach einer Klage ändern, Datum heisst der Song „Vanz Can’t Dance“.)

  11. FINMA Verteter sassen im VR der Raiffeisen? Das ist ja skandalös!
    Heute sich den Bauch vollfressen, und das VR Honorar kassieren.
    Und morgen zurück im Büro überwachen, was man einen Tag davor entschieden hatte (oder die Kollegen überzeugen, dass die Entscheide, die man traf, schon in Ordnung sind).
    Nun erstaunt auch nicht mehr, warum der oberste Aufpasser blind ist wenn es um die Raiffeisen geht.

    • …wenn es um Raiffeisen geht? Totlach 🙂
      Der Skandal ist doch, dass es die FINMA in der heutigen Art überhaupt noch gibt. Mindestens eine Reorganisation ist seit Jahren überfällig – noch besser wäre die Abschaffung.

  12. Eric Syz war wenigstens so clever, und hat nach ca. 12 Mio. Kosten das Projekt Avaloq beerdigt und die Reissleine gezogen. Aber er ist auch Unternehmer und nicht abzockender Manager.

    • vielleicht bereitet herr syz ja auch seinen absprung vor. warum sonst die auslagerung an lombar odier?

  13. Bei der Raiffeisenspitze ist das Wertesystem schon lange abhanden gekommen. Jegliche Bodenhaftung ist verloren gegangen. Die Verantwortlichen für das Vergütungssystem (Regionalpräsidenten) tragen das ihre dazu bei.
    Die Vernunft und Bescheidenheit bleibt abermals auf der Strecke. Ich wünsche euch allen fröhliches gelingen. Die Mitarbeiter sind Stolz, unter solchen Koryphäen zu dienen.

    • Im VR RCH und in der GL RCH sowie unter den Reginalfürsten gibt es etliche „übergrosse“ Selbstdarsteller; Raiffeisenwerte sind für die ein Fremdwort – ausser sie können sich damit in Szene setzen.
      Die Herren Raiffeisen und Traber sehen mit Bestimmtheit in der ABS in Olten ihr grosses Erbe umgesetzt; Raiffeisen kann von diesen beiden Herren gar nicht mehr (als ihr Werk) erkannt werden.
      Quo vadis Raiffeisen?

    • Das Wort Wertesystem® ist im Schweizer Banking zu einem störenden Fremdkörper mutiert.

      Oh FINMA® segne diese noblen Werte – oder brauchts dort gar einen strengen, unerschrockenen Barofsky?

    • Im VR RCH und in der GL RCH sowie unter den Regionalfürsten gibt es etliche überhebliche Selbstdarsteller. Die Raiffeisenwerte (sofern sie diese kennen) sind ihnen Fremdworte.

      Die verstorbenen Herren Raiffeisen und Traber werden mit Freude und Befriedigung auf die ABS in Olten schauen; dort werden Werte gelebt. Raiffeisen erkennen diese beiden Gründerväter nicht mehr!

      Quo vadis Raiffeisen?

  14. Zit. „Da kauft die Raiffeisen mit dem Vermögen ihrer Banken im Land eine Informatik der Luxusklasse für eine halbe Milliarde Franken, und die Verantwortlichen winken das Geschäft nach ein paar Minuten Diskussion durch. …“
    Das ist einfach nur noch zum ko…. ! Ich bin Unternehmensberater, Informatiker und Ökonom und versuche, bei meinen Kunden grosse digitale Projekte mit Kompetenz und Seriosität auf einen nachhaltigen Weg zu bringen. Eine Idee lässt sich gerne mal in 5 Minuten auf einem Blatt Papier aufzeichnen – die qualifizierte Ausarbeitung eines Projektes und Investitionsvorhabens benötigt viel, viel mehr!

    Das Resultat dieser selbstherrlichen, arroganten Truppe bei der RB in St. Gallen sehen wir heute mit aller Deutlichkeit: Geldverschwendung ohne Ende zu Lasten der Genossenschaften und allen Kunden orchestriert durch einen Imperator als CEO mit seinem IT Assistenten …

    • Wenn das Projekt schon ausgearbeitet ist, die Unterlagen professionell und entscheidungsbereit aufbereitet sind, die GL dahintersteht, der CEO/Antragssteller seine Zukunft darauf verwettet, alle Experten dem Vorhaben zustimmen, ein dringender Handlungsbedarf besteht, gleichzeitig keine guten Alternativen vorliegen bzw. schon gescheitert sind, wieviel Zeit sollte Ihrer Meinung nach der VR darauf verwenden?

  15. Das ist dann noch halbwegs professionell im Vergleich zu wie Kuckis und Andreades bei der CS an das T24 Projekt kamen. Gruebel mit einem seiner Schnellschuesse.

  16. Die Raiffeisen ist wie ein alter Feudalstaat: oben wird gevöllert und unten kriegen sie ein paar Brosamen ab – und freuen sich noch darüber! Die Genossenschafter in den Regionen halten bekanntlich ja immer noch an ihrer Illusion einer „Genossenschaft für alle“ fest. Dabei könnte man Raiffeisen auch als mauscheliges Netzwerk bezeichnen. Kein Wunder haben Vinzenz und Gisel immer die „Genossenschaft“ als DAS Differenzierungsmerkmal der Raiffeisen herausgehoben. Die Form der Genossenschaft ist die perfekte Camouflage.

  17. Bei so wichtigen Finanzen Geschäfte sollte der Raum nüchtern und mit wenig Ablenkung sein und am Eingang einen Alkohol und Drogen test gemacht werden.Beim Autofahren gelten solche Vorschriften.

    • @Brigitta: Mit Verlaub, Sie sind eine Spassbremse! Warum so frugal, wenn es genügend Kohle der Kontoinhaber gibt? Askese is‘ nich‘.
      Und nun freuen wir uns auf den Herrn Lachapelle, der tatkräftig und kompetent von den Herren Gantenbein und Gisel unzerstützt wird.

      Zudem: Wie ich höre sollte der gute Herr Wellauer auch schon bald verfügbar sein.

    • Die Banken verwenden keine Guthaben der Kunden, weil diese aus nicht getilgten Krediten bestehen! Geldschöpfung verstehen, heisst nicht blöd daher zu reden.
      Die Banken schöpfen das für sie notwendige Geld:
      Buchung: Eigengeschäfte an Kundenguthaben!
      Das Gesetz schreibt vor, dass x% der Investitionen mit Eigenkapital (Verbriefung mit Aktiven) vorhanden sein müssen. Neben dem Liquiditätsspiel welches von der ZB geleitet wird, ein weiterer unschuldiger Betrug!

  18. immerhin waren wir beim ersten Raiffeisen-Deal so um 2006 alle ein langes Wochenende auf Mallorca. Die angekündigten 96 Mio von Raiffeisen waren für Franz Grund genug, grosszügig zu sein. Danke liebe Genossen, war eine geile Party!

    • Wart Ihr am Lallermann Strand? Würde so passen bei Eurem Prassen.
      Andererseits müsste es auf den Konti der Genossenschafter ja genug geben, um eine 10-jährige Party zu schmeissen!

  19. Bye bye not competitive Arizon. Welcome back inefficient, ancient Raiffeisen IT. Hello in your financial disaster of the future, dear little banks out there in the country.

  20. Man sagt doch: Nobel geht die Welt zugrunde. In diesem Falle wohl die alte Raiffeisen-Welt des Pierin Vincenz. Unglaublich, wie sich wohl die halbe CH von diesem Blender täuschen liess. Wenn man die Liste anschaut: Viele Männer mit Ausnahme des Quotenfraueli (?). Zeit, mal richtig auszumisten. Die Raiffeisenbank sollte wieder etwas mehr den Genossenschaftsgedanken leben und weg vom Mackertum.

    • Ist eben genau nicht so: man hat sich nicht blenden lassen – nein, man hat sich EINLULLEN lassen. Dummheit ist das eine, Gier das andere. In Kombination ist es der RF VR.

  21. diese Story zeigt wie unfähig der VR war…. ich würde auf das Geschäft nicht eintreten und zurückweisen. Möchte nicht wissen was sonst noch so durchgewunken wurde.

  22. wir sollten nicht mehr ausgelutsche drops wie vincenz und gisel „durchackern“; das ist vergangenheit. unverständnis und kopfweh löst die zukunft mit lachapelle und der verbleib der alten geschäftsleitung aus. der imageschaden ist riesig, die geschäftspolitik weitab von den genossenschaftern und ihrem gedankengut. das strohfeuer der verwaltungsräte und bankleiter ist erloschen. alles wie gehabt. grosses theater und wichtigtuerei; modus normalfall ist bereits wieder aktiviert. schade 🙂

  23. Was dem Luki entgangenen ist: die Sitzung dauerte genau 15 Minuten (gemäss Protokoll, 1145 – 1200). Das nenne ich Effizienz!

    • „Effizienz“…………..

      Das Resultat sieht man nun…………inklusive riesigem finanziellen Schadenposten plus Reputationsverlust.

      Schönreden kennt keine Grenzen bei PR-Strategen.

    • Purer Sarkasmus – oder eine Wortmeldung aus dem „operation room“ der Raiffeisen?

    • Länger als 15 Minuten wären sowieso Zeitverschwendung gewesen. Von den Anwesenden hat sicher kaum jemand eine Ahnung gehabt, worum es überhaupt ging. Oder waren zufälligerweise etwa Projektleiter oder Informatiker anwesend?

    • @David Fehlmann: Um 12:00 war das Mittagessen! Da müsste die Sitzung vorbei sein! Aber egal, die Teilnehmer hatten sowieso keine Ahnung von der Materie!

  24. Und das Schlimme: Diese Personen zumeist noch im Amt (wenn auch nicht mehr in Würden)!
    Pfarrer Traber wäre ob dieser Verschwendungssucht, Völlerei und Trunksucht entsetzt!
    Wann wird endlich die gesamte Vincenz-Geschäftsleitung zum Teufel gejagt?!

    • Pfarrer Traber weilt schon länger nicht mehr unter uns und die Welt hat sich weiter gedreht. Ich bitte um Kenntnisnahme.

    • Johan Traber, Alfred Escher, und viele mehr… alle würden sich im Grab umdrehen wenn sie wüssten was aus ihrem Lebenswerken gemacht wurde!!!