CS bebt: Crash im Trading, Kunden aufgebracht

Im Dezember erlitt Nummer 2 im Handel riesige Rückschläge – Bekannte Frau im Anlage-Spitzengremium: Adios.

Anja Hochberg ist Doktor. Sie hat eine Dissertation und ist ein bekanntes Aushängeschild der Credit Suisse, wenn es darum geht, die Meinung der Bank zur Welt und den Börsen kundzutun.

Nun ist Doktor Hochberg weg. Aus dem entscheidenden Gremium entfernt, in dem die zentralen Anlageentscheide für die globale CS-Kundschaft gefällt werden. Laut einem Insider hat eine andere CS-Frau übernommen.

Die CS will das nicht bestätigen. Die Managerin, die von der in der Schweizer Öffentlichkeit bekannten Anja Hochberg übernommen haben soll, habe immer noch den gleichen Aufgabenbereich.

„Seit der Gründung im September 2017 wird die Abteilung Impact Advisory & Finance von Marisa Drew als CEO geleitet. Marisa Drew hat keine zusätzlichen Aufgaben übernommen.“

Auf Nachfrage, was mit Anja Hochberg passiert sei, folgt tiefes Schweigen. Keine Antwort, weder ein Dementi noch eine Bestätigung. Also muss davon ausgegangen werden, dass Hochberg ihre alte Funktion weit oben im Anlagebereich der CS nicht mehr innehat.

Hintergrund sind Wirbel im sogenannten Chief Investment Office; das ist eben jener Bereich, wo die Bank ihre gescheitesten Leute beschäftigt, welche in die Finanz-Glaskugel schauen und die Zukunft vorhersagen.

Dort soll die CS-Truppe nur noch ein Häufchen Elend sein, sagt eine Auskunftsperson. Angeführt wird das Chief Investment Office von Michael Strobaek, einem intelligenten, bescheiden auftretenden Typ.

Vor Jahresfrist durfte Strobaek noch am WEF in Davos im CS-Pavillon auf der Bühne stehen mit den bekanntesten Ökonomen der Welt wie Professor Stiglitz und Ken Rogoff.

Strobaek überzeugte mit viel Wissen und verständlichen Aussagen – und auch, indem er nicht danach lechzte, die Stars neben ihm in den Schatten zu stellen.

12 Monate und ein WEF später herrscht um Strobaek dicke Luft. Anja Hochbergs Abgang ist dafür nur das äussere Zeichen. In Strobaeks Chief Investment Office wurden 2018 Anlageempfehlungen abgegeben, die sich nicht bezahlt gemacht hatten.

Im Gegenteil, die Kunden, deren Vermögen die CS-Berater aufgrund von Strobaeks Vorhersagen investiert hatten, müssen auf den nun ins Hause flatternden Depotauszügen erkennen, was aus ihrem Geld geworden ist.

Was sie sehen, ist verheerend. Tiefrot ist ihr Portefeuille. Die CS hat es im 2018 geschafft, ihr Geld nicht zu vermehren oder wenigstens stabil zu halten, sondern Teile davon zu vernichten. Minus, und zwar happig.

Die CS sagt dazu Interessantes: „2018 war für die meisten Banken und Investoren ein herausforderndes Jahr. Die Credit Suisse House View hat über einen Zeitraum von 3 und 5 Jahren zu einer Outperformance gegenüber Mitbewerbern geführt.“

Will heissen: Ja, wir hatten letztes Jahr grosse Probleme und lagen kreuzfalsch mit unseren Empfehlungen. Aber hey, über die Zeit, seit wir einen neuen CEO ganz zuoberst haben, lässt sich unsere Anlage-Performance sehen. Also … ähhh … zumindest relativ.

„Gegenüber Mitbewerbern“, nennt das die CS. Derweil toben die Kunden. Und sie werden noch weniger „amused“ sein, wenn sie erfahren, wie sich die Minus-Performance von 2018 im Geldbeutel der obersten Verantwortlichen niederschlägt.

Nämlich gar nicht. Die Boni für CEO Tidjane Thiam und seine Kollegen in der Geschäftsleitung sowie jene für Präsident Urs Rohner und die übrigen VR-Mitglieder dürften in etwa auf dem gleichen Level bleiben wie für das Jahr 2017. Sprich: Jeder erhält einen Millionen-Regen.

Kunden im Roten, Thiam&Co. im Schwarzen – das Verdikt birgt Zündstoff. Denn die CS insgesamt hat ein katastrophales viertes Quartal hinter sich, welches sie in wenigen Wochen der Öffentlichkeit vorlegen muss.

Kofi Annan-Style, doch Probleme bleiben: CS-Chef Thiam, WEF (Bloomberg)

Laut einem Insider erlitt insbesondere der Bereich Global Markets, also das immer noch riesige Trading der CS mit 11’000 Mitarbeitern, im Dezember einen schweren Absturz. Es droht ein erneuter Verlust in der Division Global Markets, dem zweiten in einer Reihe nach jenem im 3. Quartal.

Laufen wenigstens die Vorzeige-Divisionen Schweiz, Internationales Wealth Management und Asien auf Hochtouren? Mitnichten. Dort sei der Neugeldzufluss in einigen Regionen zum Erliegen gekommen. Kein Wunder, sprach Thiam in Davos von einer schweren Zeit.

Kommentare

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  1. Wir können es drehen und wenden wie wir wollen. Fakt ist: Das Bankensystem in dieser Form hat keine Zukunft. Es wird reorganisiert werden müssen. Ergo hohe Kosten was sich trotz Aktienrückkaufprogrammen dennoch negativ auf den Kurs auswirken wird. Wer also heute in Banktitel investiert muss einen ganz ganz ganz langen Schnauf haben….

  2. Anja Hochberg wurde in der CS als Zinskurven Gabi bekannt. Das sagt doch hoffentlich alles. Sie ist Varnholt viel zu ahnlich. Deswegen musste sie weg (war in dem Moment wo Varnholt kam absehbar)

  3. Wenn ich dieses abscheuliche Täuschungsspiel-Konstrukt, dieser sogenannten Systemrelevanten Grossbanken nachlese, sehne ich mich als ‚kleiner‘ KMU nach dem Tag, dass diese fluchreiche Hochstaplerei in einem weltweiten Finanzcrash endlich nachhaltig sein Ende finden wird. Und die KMU’s der Real-Wirtschaft mit kleineren verlässlichen Banken von dieser ‚To BiG To Fail‘-Lüge befreit werden!

  4. CS VV Mandate kosten zwischen 1% und 1.5%.
    Während 2017-18-19 wurden im Bereich Asset Allocation sämtliche (lächerliche) Anpassungen / Adjustierungen in der Größenordung von 1-2-3% durchgeführt. Die Geschichte ist seit Jahren immer gleich: Theorien, Seminare, Global Visions und … keine Umsetzung weil Benchmark Schatten König ist !
    Ein Zauberlehring ist ständig am Ruder, um Trends zu identifizieren. In der Vergangenheit war er leider oft falsch oder hat zur falschen Zeit gewechselt.
    Wird weiter fortsetzen, die Ausreden werden immer schlechter sein, Kunden haben die Nase voll !
    Hey CS ! Es ist zu heiss !

    • You dream, Du! Das ist nur der angeschriebene Preis. Die Total Expense Ratio ist bestimmt höher, wenn man noch die Kosten der eingesetzten Produkte dazu nimmt. Dazu kommen noch die Spreads bei den Devisentransaktionen, welche die CS auch einsackt. Vielleicht auch noch andere separat verrechnete Kosten, die ich nicht kenne. Das war schon immer das Problem der Mandate bei der CS: man startet schon mal mit einer Hypothek von 150-200 Bp. Das läppert sich über die Jahre in einer satten Underperformance zusammen. Allerdings sind die Kundenberater hier etwas heuchlerisch wenn sie über das „lausige Resultat“ lästern, denn die meisten Erträge (= Kosten für die Kunden = Unterperformance) werden ihnen ja gutgeschrieben.

  5. Die Credit Suisse leistet sich aber trotzdem 1070 gewöhnliche Angestellte, die pro Jahr 1.55 Millionen Franken „verdienen“. Entweder geht es dieser Bank so hervorragend, oder sie wird erleichtert bis zum Letzten. Gleichzeitig werden an der Basis immer noch Arbeiter rausgeworfen. Für diese Einkommensmillionäre.

    Was für Aktionäre sind das, die so einen Vergütungsbericht an der GV durchwinken und selber auf 1.7 Milliarden Fr. verzichten?

    Man müsste halt mal den Finger rausnehmen und den Vergütungsbericht an der GV auch ablehnen.

    Infos zum Club:
    https://insideparadeplatz.ch/2018/12/31/1070-cs-risktakers-kosten-1655-millionen/#comments

    • Sie haben recht. Das Problem sind die institutionell Anleger wie Zentralbanken Pensionskassen, Fonds die Indizes investieren, ETF’s, etc. Allein der EZB gehört schon 20% aller europäischen Unternehmensanteile. In Japan gehört der Zentralbank 75% aller börsennotierten Unternehmen.
      Diese „Aktionäre“ halten die Zombies am Leben und haben kein Interesse an einer GV aufzutreten. Die Marktwirtschaft ist 2008 gestorben. Lang lebe die Marktwirtschaft!

  6. lassen sich von einer Bank beraten, die USD 2’000 Mio in Mosambik versenkte!

    Wie kann man als CS-Kunde von schlechter Beratung/Vermögensverwaltung seitens der CS „überrascht“ sein, wenn seit über 2 Jahren sogar der FINMA bekannt ist, dass die Credit Suisse USD 2 Mia „versehentlich“ vor allem nach Libyen (an einen Waffenhändler) überwies, statt nach Maputo, dessen Rating zwar auch nicht überzeugte!

    PS: Zeit, dass die Herren Rohner und Branson endlich den Hut nehmen!!

  7. Diese Topshot’s werden massiv überbewertet sind eher die Trudi Gerster’s der Anlagewelt.
    Es wird sowieso nur das empfohlen was der Bank am meisten bringt. Man würde selber besser gleich „hölzlä“. Das Risiko trägt ja der Anleger und aus dem Risikoprofil das der Kunde unterzeichnen muss kann sich die Bank sowieso immer geschickt herausschwatzen.

    • Ich nehme das jetzt nicht persönlich…

      Nochmal: es wird keiner mit vorgehaltener Pistole gezwungen, bei dem Laden Kunde zu sein! Also kasteien die sich alle freiwillig.
      Irgendwo müssen die ganzen Dschungelcamp-Watcher und CO2-Phobiker ja ihr Geld auch haben…

  8. Es ist davon auszugehen, dass Frau Doktor gerne ihr Arbeitspensum von derzeit 80% auf neu 60% reduzieren wollte um mehr Zeit für ihre Familie und ihre Hobbies zu verbringen. Selbstverständlich wollte sie in der gleichen Funktion wie auch im gleichen Rang verbleiben. Gehe einmal davon aus, dass die CS ihrem Anliegen nicht entsprochen hat.

  9. Nicht nur bei CS ist es tiefrot am Jahresende, auch bei Kantonalbanken. Ziemlich düster. Alle in Ferien während des Crashes.

  10. Im Directnet sind die neusten News 6Monate alt! Verkommt zu einem Historie Nachschlagewerk? aber es soll ja alles viel besser sein beim neuen DN wie gestern gar kein login. Möglicherweise entsteht bei der CS die Outperf. durch nichts tun!

  11. Hallo Tidjane,

    Don’t waste your time with Angela Merkel and others at the WEF. Plenty of powder snow, magnificent sun today in Davos.
    Enjoy long runs at Jakobshorn, Madrisa, Parsenn. I am sure that the local Credit Suisse staff would be happy to share
    the winter pleasures with their CEO.
    Kiki

  12. Die werden so lange bei CS weitermachen, bis sie keine Indianer/Krieger mehr in ihren Reihen haben. Allerspätestens dann sollte den Häuptlingen ein Licht aufgehen, dass man so nichts gewinnen kann. Würde moch jedoch nicht überraschen, wenn sie, die Häuptlinge, die Schuldigen für das Desaster sonst irgendwo ausfindig machen würden – ausser in den eigenen Reihen! Neben dem diesjährigen Boni sollten sie, in der obersten Etage, zudem noch Spiegel erhalten, von wegen Selbstreflexion. Könnte ja sein, dass diese hochintelligenten Wesen den Wink mit dem Zaunpfahl verstehen.

  13. Unsereins versucht, Monat für Monat über die Runden zu kommen. Ich mag den Investoren die Verluste und dem Management die Presse gönnen.

    • Mögen Sie es auch Ihrer Pensionskasse, Ihrer AHV, Ihrem Arbeitgeber, etc… gönnen? Einfach naiv zu glaub dass nur die anderen betroffen sind. In den guten Jahren machten die CH-Banken rund 1/5 des CH-BIP… und bezahlten immense Summen an Steuern (wovon die Schweiz – und damit auch jeder Schweizer – profitierte)!

    • Wer um 10:14 Uhr darüber klagen und kommentieren kann, wie schlecht es einem geht, und wie man anderen doch die Verluste gönnt, der wird es auch morgen nicht besser haben.

    • Bonjour ma petite lapine,

      De mauvais humeur, aujourd’hui? Ca ira mieux damain.
      Kiki

  14. Vor 10 Jahren….haben wir noch gedacht, dass durch eine „Schöpferische Zerstörung“ à la Schumpeters, sollte sich die Swiss Banking GB besser nach einiger Zeit (hochsten 10 Jahren) gehen, aber wir haben uns getäuscht!
    Erhlicherweise eigentlich nicht, aber die Umstände, die Umsetzung war nicht so schnell als wir uns „realistisch“ gedacht haben…und jetzt sehen wir die Resultate…zwar seien nicht schlimm, aber wenn nur eine kleine „Perturbation“ die Leute so erschrecken lassen, kann man sich vorstellen, was eigentlich passieren kann, wenn das “ crash“ wieder kommt…und das ist keine Frage es gibt nur Time Lags….so meine Damen und Herren ich bin sehr, sehr, sehr entäuscht…trotzdem sehr glücklich, Frei und mit viele Optionen…was für anderen nicht gerade sagen kann…ich hoffe trotzdem, dass Kunden und Bevölkerung nicht unnötigerweise leiden soll…aber Inkopetenz kann sehr Gefährlich sein, wir haben wieder und wieder gesehen…😭😭😨

    • Das bezweifelt niemand. Sie ist wahrscheinliche immer noch klug. Aber soll man um der „Frauenquote“ gerecht werden, Verluste oder Fehler tolerieren? Definitiv NEIN!

  15. Die CS befindet sich mit ihrem PM in bester Gesellschaft. Die ganze Bahnhofstrasse hat big time versagt. Seien das JB, UBS, UBP oder eben die CS. Alle investieren in etwa gleich und schliessen somit gleich schlecht ab. Hat den Vorteil, dass man vs. peer group in line ist… Der träge Kunde wird zwar schimpfen und dem RM shit geben, nur handeln wird er kaum.
    Es ist wohl Zeit mal bei bei Klaus Wellershoff’s Truppe vorbeizuschauen um einen fähigen Vermögensverwalter zu finden. Die meisten Banken können es schlicht und ergreifend nicht. Die haben zu viele Eigeninteressen, die denjenigen des Kunden zuwiderlaufen.

    • @LH: Wieviel kostet es im Kommentar Schleichwerbung für einen unabhängigen Vermögensverwalter zu machen?
      Wer weiss, wie gut Klaus im Dezember war?

    • Uff, wie kommen Sie auf Klaus? Der ist mit Anja in guter Gesellschaft. Schöne, gescheite Kommentare, schlüssige Aussichten, schöne Grafiken. Mit Performance hat das nichts zu tun. Und es ist einfacher, via ZweiWealth die Vermögensverwalter zu analysieren und zu qualifizieren, als selbst das Alpha zu generieren.

    • @Peter Müller
      Klaus verwaltet nicht selber, Klaus sammelt Daten hiesiger Vermögensverwalter ein und bietet seinen Kunden eine Analyse ihrer Portfolioperformance vs. peers und den involvierten Kosten. Nicht selten sind diese Portfolios seit Jahren ein Desaster und werden deshalb zur Verwaltung ausgeschrieben. Der Kunde kann sich dann den besten Bewerber als neuen Vermögensverwalter aussuchen. Kostet etwas, bringt aber viel Transparenz, tiefere laufende Kosten und höher Erträge.

  16. Höchste Zeit, dass Thiam den Uli Hoeness als Chef-Anlagestrategen einfliegen lässt. Der Uli lag seinerzeit immer richtig und schaffte deshalb >60 % pro Jahr, und das während 5 Jahren, mit der Bank Vontobel als Abrechnungsstelle. Danach hatten alle den Bauch voll ….

    Wenn der Uli den Performance-Turnaround bei der CS nicht schafft, wer dann? Vielleicht Margarita?

  17. Oh, die Prognose vom Wahrsager der CS war genau so zutreffend wie der Wetterbericht der Muotathaler…
    Kommt nun sehr überraschend. Heute werden die Wahrsager ja „Charttechniker“ genannt. Das bringt viel mehr Lohn ein und schont die Hasenpfoten und Krähenfüsse.

    Liebe CS, ruft doch besser das Original an. Ihr spart viel Geld. Ein Gespräch mit Mike Shiva kostet nur 4.5 CHF/Min.

  18. Ein einziges Aergernis: Jahrein – Jahraus!
    Mich schüttelt es, es ist reinster Graus.
    Von diesem Laden kommen Hiobs-Botschaften;
    während sich die Oberen mehr Boni rafften.

    Das letzte Jahr ist nun wieder Geschichte,
    im Neuen beschäftigt die Bank nur Gerichte.
    Die Mitarbeiterzahl wird kräftig gestutzt;
    zu Anlagen werden noch mehr Roboter benutzt.

    Was dem Aktionär schliesslich noch übrig bleibt,
    die Hoffnung, dass der Laden wird einverleibt:
    Nur die Rechnung nach dem Goodwill-Abschreiber,
    ergibt pro Aktie maximal fünf Franken, leider!

    ORF

  19. Tja, selber schuld, wenn man solch hoch-studierte Hoch-Tief-Von-Zu-Auf-und davon -Bergs einstellt.
    Urli Tscgamueli kennt die Auswirkungen des Wetters, er weiss auch, dass er seine Schulden nicht mit neuen zudecken kann (auf dem Rücken seiner Kinder) … aber dieser kann ja niemals bei einer Bank Direktor werden, da er zu wenig in der schulischen Gehirnwäsche ge-deppt wurde und weil er 1+1 zusammen zählen kann!

  20. – Betrug gehört zum Business –
    Diese Schlagzeile wurde einmal als Zitat von Herrn Grübel publiziert (als er die CS auf Kurs brachte) und sie hat wohl Allgemeingültigkeit im Bankwesen. Was ich nicht verstehe, ist die Naivität der Anleger, die immer noch glauben, dass bei den Banken die unheimliche Geldvermehrung ohne jegliches Risiko stattfindet. Und so kommt man zur Schlussfolgerung, dass die geldgierigen Banker das Spielgeld ebenso geldgieriger Anleger verzocken – mein Mitleid hält sich in Grenzen.
    Wenn bei den Anlegern wirklich ein Sinneswandel anstünde, würden Sie die Abzocker mit Millionen-Boni in die Wüste schicken. Aber das tun sie nicht.
    Ich habe die Grossbanken bereits vor Jahren verlassen und bin zur Alternativen Bank gegangen.
    Es ist ein Skandal, dass die vielen Head’s, Direktoren und CEO’s bei Zugeständnissen zu kriminellen Machenschaften IMMER ungeschoren davonkommen. Und wozu es eine FINMA gibt, versteht auch kein Bürger mehr!
    – Willkommen im Banken- und Bananenstaat, wo der Filz und verdeckte Korruption herrschen. –

    • Sie haben recht Frau Meier,
      das Problem sind aber „passive“ Investoren wie Pensionskassen, Zentralbanken, Fonds und ETF’s.
      Viel Geld geht in breit gestreute Indizes.

      Keiner davon interessiert sich was die Unternehmen konkret machen und wie sie geführt werden.
      Das ist eine Win-Win Situation für die Führung der Banken.
      Sie müssen sich nicht mit lästigen Fragen der Aktionäre auseinander setzten und können sich trotzdem Geld auszahlen bis der Laden pleite ist.

      Unterstützt wird dass alles durch eine kreativen Buchhaltung wo schon mal ein paar Milliönchen „Goodwill“ zuviel dargestellt wird, die bei genauerem hinsehen so schnell weg sind wie die verantwortlichen Verwaltungsräte.
      Aus meiner Sicht ist das nichts anderes als Betrug.

    • Sie sagen es Frau Meier, die Banker kommen immer ungeschoren davon, ganz im Gegensatz zu Hugo Portmann, der eine Bank überfallen und dafür 25 Jahre im Knast geschmort hat. Er hätte lieber eine Bank gegründet, er wäre heute ganz legal ein reicher Mann. Sogar wenn seine Bank wegen Misswirtschaft pleite gegangen wäre, hätte er nichts zu befürchten, wir leben ja in der Schweiz.

    • @Buezer & Diana Meier: Zuerst Diana – 100% Ihrer Meinung. Dann Buezer: Sie haben teilweise recht, aber es bleiben eine Mega-Menge von privaten Investoren, welche keine oder wenig Interesse oder zu faul sind ihre Vermögen selbst zu verwalten und erteilen Verwaltungsauftrag. Daran verdienen die Banken eine goldene Nase. Aber diese Privatpersonen welche keine Ahnung von Finanzen haben, kann man auch darum nicht an den Pranger stellen. Und so fressen sich die Banker weiter voll. Leider.

  21. „Das Vertrauen der Kunden ist das grösste Kapital“.

    So hat es früher geheissen.

    Ich lernte jedoch:
    – Bank bekommt ihre Marge
    – Kundenportfolio kann noch so im Minus sein. Der Kunde soll auf bessere Zeiten warten. Die Bank zockt weiter ab.

    Schon früher war eine Kassenobligation von 2% besser als 99% der Managed Fonds der Bank.

    Zumindest sollte das Vermögen eines Kunden nicht (mehr) sinken, als wenn er es auf dem Konto beliesse.

    Aber eben: die Bankster machen weiter in diesem Gangstas Paradise!

    Nebenbei: ein Zins von weit unter 1% bei Pensionskassen führt ebenfalls zu deren Anschaffung.

    • @Daniel Müller: Nicht gerade sehr differenziert. Warum soll jedes Jahr das Konto im Plus sein? Warum ist +20% in Jahr 1 und -4% in Jahr 2 schlechter als +0.1% in Jahr 1 und +0.0% in Jahr 2. Wie erklärt sich dies ein IT „Experte“ in einer Bank?

  22. Alle wissen’s, alle sehen’s und die Kunden spüren’s – aber keiner macht was! Und so kann die Truppe von Selbstdarstellern, Egomanen und Abkassierern die Kunden und die Aktionäre nutzen bis die ein stolze, erfolgreiche Credit Suisse ausgeblutet ist. Und sollte ein (Gross)aktionär doch mal aufmucken, schiebt man ihm einfach auch etwas Tafelsilber zu. Aktionäre und Kunden, packt eure gelben Vesten aus!

  23. #CreditSuisse

    Nun es ist doch ein offenes Geheimnis, dass sich die @CreditSuisse schwer tut damit, wenn es um die Machenschaften / kriminellen Machenschaften geht, worin die Grossbank involviert ist, diese ‚aufzuarbeiten‘. Da schweigt man lieber und versucht diese Machenschaften zu vertuschen und zu leugnen… hilfreich dabei immer wieder, man kann sich auf das Bankkundengeheimnis beziehen und hat parallel mit der #FINMA noch einen Unterstützer im Boot…

  24. Nur um die Ausgangslage erläutern zu wollen:

    Wenn man einen nicht trainierten Schimpanse mit Anlageentscheidungen beauftragen würden, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die daraufhin erfolgte Investition zu einem Erfolg führt bei 50%.

    Der Schimpanse verlangt zudem keinen Massanzug und macht mit einigen wenigen Bananen einen sehr zufriedenen Eindruck.