Oh My Erlenbach: Banker-Villa wurde verscherbelt

Anwesen von Ex-Vontobels Bachmann für 4 Mio. unter Hypokredit verkauft – Banken mit Abschreiber – Gisel-Penthouse: Ladenhüter.

Hans-Peter Bachmann konnte seine „Hütte“ längst nicht mehr finanzieren. Also riefen die Behörden seiner Gemeinde, des Zürcher Goldküstenortes Erlenbach, zur öffentlichen Versteigerung. Es blieb beim Versuch: Niemand war gewillt, den Mindestpreis zu bieten.

Der wurde bei 17 Millionen festgesetzt – so hoch war das Gründstück mit der mondänen Liegenschaft mit Hypo-Krediten und Darlehen belehnt. Bis unters Dach – im wahrsten Sinn des Wortes.

Abendglühen vom Betonpalast aus: Bachmann-Villa (Bild: Homegate)

Was nun? Die Verantwortlichen schalteten teure Inserate in englischsprachigen Wirtschafts- und Finanzzeitungen wie der Financial Times. Das Foto von Bachmanns Villa ging um die Welt.

Swiss Property sucht Multi-Millionarios (Quelle: Financial Times)

Und siehe da: Es tauchte ein Käufer auf. Aber nicht aus Übersee, sondern aus dem Land. Eine Atlantik Immobilien AG mit Sitz im Engadin erwarb das Haus von Bachmann, der vor 20 Jahren über Helikopterflüge und Jachten gestolpert war.

(Die Bilanz schrieb am 31.12.2001: „Ins grosse Tuch ging der Kauf eines Helikopters für gut fünf Millionen. Ja die Bank wäre um ein Haar Besitzerin eines Jets für den Preis von weit über zehn Millionen Franken geworden; der Kaufvertrag war bereits unterzeichnet.“)

Der Deal wurde am 28. August des letzten Jahres im Grundbuch eingetragen. Bereits 4 Tage zuvor machte die Atlantik Immobilien eine Bauausschreibung publik. Es ging um Investitionen wie: „neues Vordach, Überdachung Pergola, Änderungen Fassadenöffnungen, neue Umgebungsmauer“.

„Flugzeugträger“ am Erlenbacher Goldhügel: Bachmann-Villa (Bild: Google Maps)

Was die Atlantik Firma für die Bachmann-Immobilie in der steuergünstigen Goldküsten-Gemeinde hoch über dem Zürichsee auf den Tisch blätterte, verrät das Grundbuchamt nicht. Doch der Betrag macht in diesen Tagen die Runde in Bankerkreisen.

Der Kaufpreis betrage 13 Millionen Franken, sagt ein Gesprächspartner. Er bezieht sich auf eine Quelle mit Insiderwissen. Sollte die Summe zutreffen, so müssten sich die Banken 4 Millionen Kredite ans Bein streichen.

Das Beispiel von Bachmann und seinem finanziellen Niedergang führt die Risiken im Geschäft mit Luxusbauten vor Augen. Schon seit längerem hört man, dass Anwesen in der Preisregion von 10 und mehr Millionen in der Boomregion Zürich nicht mehr sehr einfach über den Ladentisch gehen.


Schnäppchen? Gisels Attika-Flat im Banker-Paradies (Quelle: Homegate)

Erlenbach, das Banker-Paradies des Zürcher Finanzplatzes, liefert dafür besten Anschauungsunterricht. So ist die Eigentumswohnung von Ex-Raiffeisen-Chef Patrik Gisel auch nach wochenlanger Insertion auf Homegate immer noch nicht verkauft.

Das Penthouse mit der grossen Terrasse und Sicht auf den See ist weiterhin zu haben; offenbar ist noch kein Investor bereit, dafür die von Raiffeisen-Insidern geschätzten 5 Millionen aufzuwerfen.

In Erlenbach hausen weitere Zürcher Finanzgrössen mit durchzogenem Leistungsausweis. Lukas Mühlemann lebt im Ort mit dem klangvollen Namen. Der einstige Berater steuerte als damals wichtiges VR-Mitglied die Swissair-Gruppe an den Abgrund, und auch bei der CS lief es unter Mühlemanns Führung alles andere als rund.

Mühlemanns Mitstreiter bei der CS, Thomas Wellauer, konnte sich nach einer Zusatzschlaufe in Basel bei der Novartis wieder ganz oben bei einem Zürcher Finanzmulti etablieren. Auch er wie sein einstiger Chef ein Ex-McKinsey-Berater, schaffte es Wellauer vor einigen Jahren ins operative Spitzengremium der Swiss Re. Und auch Wellauer hat sein Domizil in Erlenbach am glänzenden See, gut 15 Fahrminuten der Stadt Zürich entfernt.

Neben der Natur sprechen fiskalische Konditionen für den Nobelvorort. Der Steuerfuss von Erlenbach ist zwar nicht mehr rekordtief, aber immer noch hoch attraktiv. Mit einem Gemeindesatz von 79 gilt der Goldküstenort als konkurrenzfähig im Wettbewerb um die Topverdiener, die von überall her nach Zürich ziehen.

Somit alles paletti? Der Millionen-Abschreiber auf die Bachmann-Villa signalisiert Anderes. An Orten wie Erlenbach, wo die Preise für „Property“ jahrzehntelang immer nur eine Richtung kannten – nach oben -, herrscht heute Katerstimmung. Die Villen sind leer, die Preise purzeln.

Kommentare

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  1. Schade dass sich diese Plattform zum Treffen der anonymen Neider entwickelt. Alternative Fakten und populistische Statements verdrehen jegliche Realität… Offensichtlich tuts hier aber Einigen gut, über alle zu lästern, die es zu was gebracht haben.. Chef-Neider Hässler inklusive

  2. Lieber Herr Hässig
    Schade, dass Sie mit Ihrer Geschichte das schöne Erlenbach generell in ein schlechtes Licht rücken.
    Sind Sie nun auch noch Immobilien- und Standorte-Spezialist?
    Beste Grüsse.

  3. Öffentlich einsehbar bei SHAB. Der neue Besitzer in Samedan ein Dr. Gian Lüthi – seines Zeichens ein Anwalt mit mindestens 43!! Mandaten in St. Moritz, Lugano,Samedan,S-chanf,Pontresina etc. Immer mit Einzelunterschrift – meistens als Verwaltungsrat-Präsident.
    Wann geraten endlich solche Anwaltsmandatsträger in den Einzugsbereich der Finma??

  4. Ist der Ruf mal ruiniert
    Lebt’s sich gänzlich ungeniert
    jetzt hockt er in der Motta Hütte
    und tut sich mit viel Wy zueschütte
    es dänkt de HPB: „Ihr sind alles Affe“
    mit Schwarzgäld uf Bahamas muesch nümme schaffe!

  5. Die Situation ist echt ironisch!!

    Ist es nicht Gisel, der dazu geführt hat, dass die Raiffeisen immer mehr Hypotheken vergibt?

    Also er ist mitverantwortlich für die Schaffung einer enormen Immoblase in der Schweiz und jetzt kann er seine eigene Hütte nicht verkaufen!!

  6. Blender benötigen um den Schein zu wahren, solche Vorzeigeobjekte mit Atombunker-Charme. Jede Bank doof, die hier an die maximale Belehnungsgrenze oder darüber hinaus geht. Dreht der Markt hin zu einem Käufermarkt, wird eben nicht mehr alles gezahlt. Dumm gelaufen!

  7. Die Heinis aus der Finanzbranche haben die besten Zeiten längst hinter sich. EWS hat ihnen das Wasser abgegraben. Unser Finanzplatz wird wohl noch weiter runterfallen. Dafür geht es andern im Ausland besser.

    • Marco vergisst dabei aber die Tatsache, dass sich die Heinis aus der Finanzbranche über Jahrzehnte aus den Honigtöpfen bedient haben und bis zum Lebensende davon laben können. Denen ist es doch egal was andere darüber denken, Hauptsache „mir“ gehts gut!

  8. Immer noch viel zu viel für dieses scheussliche Objekt. Die Gläubiger können heilfroh sein, dass sie jemanden gefunden haben, welcher ihnen diese architektonische Meisterleistung abkauft. Wie man diese Immobilie derart überbelehnen konnte ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich kannte man sich und wollte B. einen Gefallen tun. Hier haben einige involvierte Personen ihre Hausaufgaben nicht gemacht.

  9. Monopoly Spielen: Man erhöht die Spielgeldmenge (Geldmenge M3 2000 bis 2018 data.snb.ch) um mehr als das Doppelte und dann verdoppeln sich auch die Assetpreise. Und weil alle SNB Banker auch Immobilienbesitzer sind, können deren Preise mit Geldmenge und Zinssatz gesteuert werden.Ich würde mir mehr Sorgen machen, hätte ich Cash.

  10. Wenn das unsere führenden Bankmanager und Wirtschaftsführer sein sollen, die solche privaten Fehlentscheidungen zu verantworten haben, dann frage ich mich, welcher Sachverstand dann im Tagesgeschäft vorliegt.
    So dumm kann doch keiner sein, daß er für diese zugegeben großzügige Penthouse-Behausung 5 Millionen hinlegt, wie es wohl Herr Gisel getan hat.
    Sollte Gisel hier 40% abschreiben, wären das 2 Mio Verlust.
    Wie so einer federführend bei der drittgrössten Bank der Schweiz arbeiten kann, ist mir schleierhaft.
    Selbst dem grössten Dummkopf dämmerte es schon 2015, daß es mit den Immobilienpreisen nicht immer steil aufwärts gehen kann.
    Eine Erklärung wäre, daß diese Objekte wohl durch eine Tochterfirma der Raiffeisen portfolioschonend aufgenommen worden wäre, hätte Lukas Hässig den Selbstbedienungsladen nicht auffliegen lassen.
    Eine echte Anregung für unseren Meisterdetektiv: finden Sie heraus, ob neben den narrensicheren Front-running-Geschäften auch noch eine betriebsinterne Auffanggesellschaft für privatwirtschaftliche Immobilienkatastrophen bestanden hat.
    „Generalversicherung Arbeitgeberin“: Der Arbeitgeber als „Rundum-Sorglos-Paket“, das Zukunftsmodell unserer Eliten, oder anders ausgedrückt, die Verschiebung der eigenen Risiken in Gänze zu Lasten der Allgemeinheit.

    • Mitglieder der „Finanzelite“ machen sogar krasse Fehlentscheide mit ihrem eigenen Geld, siehe Andrea Orcel….Wie sollen sie noch für uns Geld machen?

  11. Herr Hässig, schalten Sie bitte einen Gang runter. Die besagte Wohnung ist seit Ende November auf dem Markt. Keine Zeitraum für den Verkauf einer Immobilie, selbst dann nicht, wenn die Immobilie in der unteren Preisklassse wäre. Und es ist auch nicht so, dass an der Goldküste Villen en masse leer stehen. Mir erscheint, dieser Artikel ist geschrieben von einem Neidgenossen.

  12. Ein furchtbares Objekt, vermutlich ist das Wertvollste noch das Grundstück.
    Das Gisel-Objekt wird über den Tisch gehen. Maximal für 3 Millionen.

    • Gisel-Objekt:
      Dachschrägen sind der Horror. Sieht nach viel Platz aus, ist aber nix. Fensterflächen sind schmal und damit nicht mehr zeitgemäss (grosse beinahe rahmenlose Fensterfronten).
      In diesem Preissegment ein NO GO. Die individuellen „Verschönerungen“ sind eher wertvermindernd (z.B. Parkettboden: Mischformen bis zum Abwinken, Retro Küchenfronten).
      Nein Danke, auch nicht für 2,5 Mio.

    • Für so einen Mist, den Gisel hier anbietet, würde ich nicht mal 1 Mio zahlen, das ist ja bedrückend wie der wohnen musste.

  13. Die Zinsen sinken nicht mehr, also ist die Luft draussen aus dem Immobilienmarkt. Wenn das Rahmenabkommen fällt und längerfristig die PFZ, geht auch gleich der zweite Preistreiber für Immobilien flöten. Die Korrektur (im Hochpreissegment) und Konsolidierung (der Massenware) hat schon begonnen.

    • Daran sieht man nur,
      was übrig bleibt,
      wenn eine Immobilie
      nur ihren eigentlichen Zweck
      als Behausung erfüllt
      und nicht spekulative Wertanlage ist.

  14. Ein Beispiel für den Immosumpf.
    Der Immospekulant ist mal wieder pleite und benötigt dringend Stutz. Am einfachsten geht dies über eine Aufstockung der Hypothek. Dumm nur, dass seine Hütten bereits alle bis unter das Dach belehnt sind – ich dachte immer 80% sei das Maximum aber interessanterweise gibt es verbreitet schon über 90%. Was macht der schlaue Kerl, er beauftragt einen Schätzerkollegen (Befangenheit zählt in diesem Bisiness anscheinend nicht) mit der Neuschätzung seiner Immobilien. Gegen ein fürstliches Schmierge…. ääääh Honorar geschieht das Wunder – der Wert der Hütten hat sich mir nichts dir nichts über Nacht verdoppelt. Mit der neuen Schätzung rennt der Immospekulant zu seiner Hausbank. Damit die Bank nicht zu genau hinguckt hockt dort oft noch ein Cüpplikumpel mit einer „stillen Beteiligung“ an der Vergabestelle. Schon regnet es wieder Millionen in Form einer aufgestockten Hypothek und der Immspekulant kann weiter wursteln.

  15. Da baute sich der Hampi eine fünfstöckige Terrassensiedlung in den Boden hinein, und meinte, das sei nun das Grösste. Ist es nicht: jede Menge gefangene Räume, da es in den Berg hinein keine Fenster gibt.

    Und dann will er sie nicht mehr und kann er sie nicht mehr. Und dann kommt ein Treuhänder und kauft sie unter dem Wert der Hypotheken. Und dann muss Hampi die Schulden trotzdem bezahlen. Und das ist dann gar nicht mehr lustig.

    Lustig ist nur, wessen Treuhänder die Terrassensiedlung kaufte.

    • Wahrlich verwunderlich ist, daß ein Mann mit einer Expertise wie Hans-Peter Bachmann die wirtschaftlichen Chancen der Jahre 2003, 2009, 2011 und 2016 an den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten nicht besser zur eigenen Vermögensbildung zu nutzen wußte.

      Immerhin gab es in den letzten 15 Jahren einige Werte – am bekanntesten Apple und Amazon – die sich mehr als verhundertfacht haben.

      Den Gegenwert der Villa dort um das Jahr 2003 investiert, wäre Hans-Peter Bachmann heute Milliardär.

      ____________________________________________________________

      Arm ist nicht,
      wer wenig hat,
      sondern wer viel braucht.

      Peter Rosegger
      * 31. Juli 1843 † 26. Juni 1918

    • Ehrlich gesagt, tenbagger, bin ich nicht so sicher, ob Hampi wirklich ein Finanzgenie war, wenn ich daran denke, was für ein Chaos er anfangs des Jahrtausends mit Private Equity Holding und Thinktools anrichtete.

  16. Jedermann ist befugt, eine Strafanzeige zu lancieren, wenn genügend Gründe für eine wissentliche Schädigung vorliegen. Im Falle Raiffeisen kann deshalb jeder Noch-Kunde sofort tätig werden . Die Beweislage ist offensichtlich und bedarf keiner vorausgehenden Untersuchung durch die Behörden, welche im Falle Erlenbach sowieso nicht von sich aus tätig werden. Für Fragen kann jeder Polizeiposten Auskunft geben.

  17. Aktien der Atlantik Immobilien AG?
    Bei einem Osteuopäer?
    Im Schmuddel-Tresor eines Anwalts?
    Bei einem „nahöstlichen“ Investor?

    • das steueramt des honorablen dr. lüthi, samedan, weiss da sicher mehr, nur, die steinböcke, als grosser NFA zupfer kanton sind da schweigsam, der honorige herr tokter (treuhänderischer ab- und herkunft) macht ja nichts anderes als schweigen, von berufes wegen, gegen fürstliches trinkgeld, versteht sich, am liebsten……ja wie denn wohl: nur bares ist w…..

  18. Gemeinderat Weckherlin hat bestimmt noch ein paar Franken übrig aus dem Deal mit der RB, vielleicht kauft er die Eigentumswohnung von Patrick Gysel, da könnte er als Exekutivpolitiker über „seine“ Gemeinde schauen und neue Deals aushecken!

    • Weckherlin? Ist der Mann noch tragbar? Er sägt m.W. Am eigenen Ast. Nach dem Maudet-Debakel in Genf ist das kleine Erlenbach und seine FDP gut beraten, die Vergangenheit des CEAMS – Aktionärs Weckherling zu durchleuchten. Dieser „Deal“ ist um einiges brisanter als eine Einladung durch Scheichs vom arab. Golf. Falls Maudet Kneifen muss, muss Gössi erst recht handeln.

  19. Da haben sie ein schönes Beispiel erwähnt, Herr Hässig. Man kann sich nun ausmahlen, wie es am Schweizer Immobilienmarkt aussehen könnte, wenn die Preise ins Rutschen geraten: bei einer gesamt Summe von 1 Billion Hypothekarbelastung. Vielleicht dämmert es doch allmählich, dass ein altmodischer aber bewährter Lebensstil eben doch am längsten währt: leben ohne Schulden. Und wenn der Staat hier eine Aufgabe hat, so wäre dies, die Menschen zu einem solchen Leben zu animieren und nicht zum Gegenteil.

    • Wohneigentum ohne Schulden? Zeigen Sie mir bitte mal auf, wie das für den Normalo-Schweizer gehen soll.

      Und wenn Sie jetzt empfehlen, doch bei der Mietwohnung zu bleiben, dann rechnen Sie bitte mal zusammen, was Sie Ihrem Vermieter in den letzten 10-15-20 Jahren bezahlt haben, und welche Wertsteigerung der Vermieter im Gegenzug in dieser Zeit ins Haus gesteckt hat. Ich bin auch „bloss“ ein Mieter, und es tut weh die Zahlen zu sehen, die sich über die Jahre so summieren.

    • @ mitleser:

      Verdoppelung des Immobilienwertes innerhalb von zwei Dekaden zzgl. der Mieteinnahmen abzüglich Steuern, Gebühren, Kosten und Instandhaltung.

      Jedoch Verdoppelung des amerikanischen Nasdaq – Index von 2003 bis 2007 und Versechsfachung zwischen 2009 und 2018:

      https://www.boerse.de/etf/ISHARES-NASDAQ-100-DE/DE000A0F5UF5

      Bzw. Verdreifachung und Vervierfachung beim deutschen MDAX – Index:

      https://www.boerse.de/etf/ISHARES-MDAX-DE/DE0005933923

      Wer natürlich nur Miete gezahlt und auf dem Sparbuch gespart hat, wird heute evtl. neidisch sein.

    • @Peter Meier:
      Der Staat arbeitet eher für die Banken als für die schuldenfreien Büezer!

    • -> malen nicht „mahlen“: der/die lehrer/in hat peter meier bestimmt einmal rechtschreibung beigebracht

  20. Von den 14 Kisten müssen dann nochmals gut und gerne eine Halbe Kiste abgezogen werden für Vermarktung und Makler. Dann ist wohl in den 3-4 Jahren des Leerstandes nochmals ein hübsches Sümmchen für Gärtner, Reparaturen, Sicherheit, Anschlüsse, Verwaltung usw. ausgegeben worden sowie die Transaktionskosten.
    Am Ende kommen dann noch bei den Gläubigern 13 Mio. an.

  21. Neokapitalismus, Neokonservativismus, Neofeudalismus…. geht ja alles schön auf, logisch.
    Nur dass die früheren Feudalisten bis zur französischen Revolution mehr Stil und Geschmack hatten (wohl auch im übertragenen Sinne)als die heutigen…. äh, sag ich einfach mal Abendlöcher.

  22. Beleihung über Wert!!

    Alle Achtung…..aber das ist nur der Anfang! Bei den höherpreisigen Immobilien fängt es an und wird auch bald auf die anderen übergreifen:

    Das wird ein sehr schweizerisches Problem werden, der die lokalen Banken aus den Socken hauen wird.

    Mit sehendem Auge gegen die Wand!!

    • Die lokalen Banken finanzieren nicht solche Luxusobjekte. Das sind Privatbanken die zu Akquisitionzweck eine (Alibi-)Hypothekenabteilung betreiben.

  23. In den vergangenen 20 Jahren ist in Deutschland das Durchschnittsentgelt um etwas mehr als 30% gestiegen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittsentgelt

    Ähnlich wohl auch in der Schweiz – teilweise wohl bedeutend weniger in Südeuropa.

    Wo soll angesichts dieser wirtschaftlichen Ausgangslage Raum für deutlich steigende Immobilienpreise sein?

    Die finanzielle Machttechnik, mit der die großen Notenbanken international diesen Wohlstandsverlust bisher kaschiert hatten lautet ERSCHWINGLICHKEIT.

    Man zahlt einen höheren Kaufpreis bzw. kann diesen finanzieren, weil die Zinsen verglichen mit früheren Zeiten niederer sind.

    Aber letztlich ist dies nur ein Trick: alle, die hierfür empfänglich waren sind allmählich abgegrast.

    Vergleichbar im Bereich der Zinshäuser, wo man mit Kaufpreisvielfachen von teilweise 50 – das entspricht 2% Bruttomietrendite – und dem angesichts der jüngeren Vergangenheit wohl auch zukünftig niederen Mieterhöhungsmöglichkeiten ein Zinshaus mittefristig nicht mehr wird in Stand halten können.

    Gerade die vielen oftmals noch leerstehenden Neubauten der Pensionskassen in der Schweiz mit umfangreicher, rasch verschleißender Haustechnik sowie vergammelnden Fassaden mangels Dachüberstand.

    Eine ähnliche Entwicklung eben auch im Bereich der Luxusimmobilien: Warum heute sFr 17 Mio. für eine im Grunde veraltete bezahlen zzgl. Kosten und Renovierungsaufwand, wenn an den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten demnächst viel glücklichere Gewinne winken?