Müssen wir ärmer werden, um nicht zu verarmen?

Konsum, Koks, Maserati: Die Schweiz ist beim Vollkonsum zuvorderst dabei – Wie lange noch? Zeit umzukehren.

Wir werden es nicht schaffen, die armen Menschen im eigenen Land, etwa eine knappe Million, und die armen Menschen in Europa, etwa hundert Millionen, sowie die zwei Milliarden armer Menschen in der ganzen Welt reicher zu machen.

Es gibt auf Dauer nur einen Ausweg: Wir müssen ärmer werden, wollen wir nicht soziale Auseinandersetzungen in der Schweiz, in Europa und der Welt als Dauerzustand akzeptieren. Wo fangen wir an?

Wenn im reichen Zollikon eine Witwe nach ihrem Ableben der Gemeinde eine Million Franken vermacht, ist dies keine Seltenheit. Es liegen Milliarden Franken in den Tresoren wohlhabender Schweizer Bürger; Geld, das in den meisten Fällen nicht produktiv ist.

Es ist parkiert in Immobilien, Kunstobjekten oder Goldbarren, die darauf warten, in einer Krise aktiviert zu werden. Weil gerade die Schweiz solche Krisen seit Jahrhunderten höchstens am Rande erlebt hat, ist viel Wohlstand museal geworden – was höchstens die Auktionshäuser erfreut.

Der, gemessen an den Standards der Weltbevölkerung, Luxuskonsum unserer Bevölkerung dehnt sich über alle Gesellschaftsschichten bis hin zu den Neugeborenen aus; die dann als Kinder bereits in eine Konsumwelt hineinwachsen, derer sie eigentlich nicht bedürfen.

Sie wachsen in eine konsumgesteuerte Welt hinein, die schon im frühen Alter elektronisch bestimmt und dann in eine Wunschwelt verwandelt wird, wo Flugreisen ins Ausland und ein modisch-exzentrischer Auftritt das Sein bestimmen.

Niemand will mehr Metzger oder Réceptionistin eines Hotels werden, sondern die neuen Modeberufe heissen Influencerin und Fitnesstrainer.

Kein Wunder, dass bei einer steigenden Konsumerwartung die Verschuldung vieler Menschen dramatisch zunimmt. Wir nehmen es schon als fast normal hin, dass die Steuern unpünktlich oder gleich gar nicht mehr bezahlt werden.

Die neuen Radio- und Fernsehgebühren, die höchsten in Europa, werden das gleiche Schicksal erleben. Bereits ein Viertel der Bevölkerung behauptet, die Gebühren der Krankenkassen nicht mehr zahlen zu können.

Die öffentliche Hand, Telekomfirmen, Kreditgeber und viele Gewerbetreibende können ein Lied davon singen, wie es immer mühsamer wird, zu seinem Geld zu kommen. Viele anderen, von Vermietern bis zu Energielieferanten, geht es nicht besser. Ihre Kunden haben sich übernommen.

Gerade in der Schweiz ist die Kunst der überhöhten Preise zu einer Kulthandlung geworden. Wir fühlen uns gegenüber den armen Deutschen oder noch ärmeren Franzosen und Italienern als besser gestellt, wenn wir für einen Café crème fast sechs Franken bezahlen – und auch sonst ein Vielfaches mehr als im benachbarten Ausland.

Dieser Konsumstress artet vielerorts zu einem Sozialstress aus, der die Zahl der Erkrankungen ansteigen lässt. Wer über Jahre und Jahrzehnte hinweg immer eine grenzwertige Belastung ertragen muss, sei es am Arbeitsort oder in der Familie, wird krank. Der Mensch bricht immer an seiner schwächsten Stelle: sei es der Rücken, die Lunge oder gleich das Herz.

Das zunehmende und vielfach staatlich geförderte Suchtverhalten ist die andere Seite des Mondes. Wer nach harten Arbeitstagen, die zunehmend von Unsicherheit und Frustrationen geprägt sind, am Wochenende ausgehen will, braucht den „kick“, um in Schwung zu kommen.

Oft braucht er ihn auch dann, wenn er Montagmorgens nach langen Staus wieder perfekt und pünktlich am Arbeitsort antreten soll.

Unfälle im Strassenverkehr und in der Freizeit sind Kostenfaktoren, die nicht zuletzt auf soziale Zwänge zurück zu führen sind. Kein Mensch muss auf engen und vereisten Strassen in die Berge fahren, um sich dort auf der Piste die Beine und mehr zu brechen.

Der gleiche Druck liegt auf Paaren jeglichen Alters, jungen aber ganz besonders, wo unerfüllte Erwartungen und Hoffnungen zu Trennungen, Scheidungen und Tod führen. Alles kostet viel Geld, und eine Scheidung ist nicht selten der erste Schritt in die Verarmung.

Wäre es nicht einfacher, weniger zu konsumieren, um all dem zu entgehen?

So einfach ist es nicht, denn auch die fünf reichsten Kantone der Schweiz haben sich verpflichtet, die armen Schweizer Kantone finanziell so lange zu unterstützen, bis sie 84% des Schweizer Lebensstandards erreichen.

Das sind nicht nur die armen Bergkantone, die jedes Jahr Milliarden erhalten, sondern auch Kantone wie der Aargau und St. Gallen. Der Aargau hat, gemessen an seinen Bedürfnissen, zu wenig gute Steuerzahler, und der Kanton St. Gallen hat – in einem Anfall von Grössenwahn – überinvestiert und sitzt nun auf einem Berg von Folgekosten.

Es fällt kaum auf, dass die Stadt Olten regelmässig pleite ist. Weil dies auch für viele andere Gemeinden gilt, hat der Zwang zur Fusion in den letzten Jahren zugenommen.

Wir leben also nicht nur privat zu aufwändig, sondern auch die meisten öffentlichen Hände leisten sich Luxusausgaben, die zur Gewohnheit geworden sind und daher irgendwie finanziert werden müssen. Schon jetzt wird erkennbar, dass in vielen Kantonen Steuererhöhungen nicht weit entfernt sind.

Im Kanton Waadt, wo man die Unternehmenssteuern schon seit einiger Zeit gesenkt hat, um neue Firmen anzuziehen, warnen auch grössere Städte, beispielsweise Nyon, vor Löchern im Budget.

Das ist ein innerschweizerisches und in den meisten Kantonen, die nach ähnlichen Spielregeln den Finanzausgleich eingeführt haben, kantonales Problem.

Die Schweiz ist aber keine Insel, wie sich Island und Grossbritannien mehr oder weniger glücklich schätzen, sondern als Importland von Arbeitnehmern und Touristen sowie als Exportland von Chemie-, Pharma-, Maschinen-, Metallbau-, Zigaretten- und Schokoladeprodukten von der Europäischen Union (EU), den USA und vielen anderen Staaten abhängig.

Sie betrachten uns als „reiche Tante“, wo viel Cash abgeholt werden kann. 1,3 Milliarden für die EU, 2,5 Milliarden für die Entwicklungshilfe und demnächst eine Milliarde für ausländische Arbeitnehmer in der Schweiz, die bei Arbeitslosigkeit ihre Unterstützung nicht mehr in ihrer Heimat, sondern in der Schweiz beziehen sollen.

Wie viel Substanz uns die Tributzahlungen an die US-Steuerbehörden gekostet haben, zeigen täglich unsere beiden am Stock gehenden Grossbanken, die längst den Anschluss an die Weltelite ihrer Branche verloren haben. Sie haben Fehler gemacht, aber auch derart viel Geld abliefern müssen, dass es Jahre dauern wird bis es wieder in den Kassen ist.

Doch wir sind reich, und die Welt um uns ist arm. Sie wird teilweise sogar immer ärmer, ziehen wir die von Kriegen verwüsteten Staaten zwischen Afghanistan und dem Jemen mit in Betracht.

Gut, Afghanistan und die Länder des Mittleren Ostens wurden von den US-Amerikanern angegriffen und zerstört. Ihre europäischen wie aussereuropäischen Hilfstruppen müssen nun sehen, dass ihre freiwillige Mitwirkung rasch vergessen wird.

Fakt ist, dass zwischen den gut 500 Millionen Europäerinnen und Europäern und den demnächst 2,5 und mehr Milliarden zählenden Afrikanern nur die Badewanne Mittelmeer liegt. Wie sich schon jetzt zeigt, wird dies auf Dauer kein Schutz vor noch grösseren Märschen nach Norden sein.

Die südliche Küste Europas ist durch Schutzwälle nicht abzuriegeln. Schon unsere frühesten Vorfahren sind aus Afrika über den Kaukasus nach Westen gezogen, wo wir jetzt unser Erstgeburtsrecht in Anspruch nehmen.

Schon heute droht die EU an ihren eigenen Aufnahmerichtlinien zu zerbrechen, weil sich deren Mitglieder nicht an die EU-Spielregeln halten wollen. Und morgen, wenn es noch ernster wird?

Wie die Scheidung eines Paares für eine Familie, ist der Krieg das höchste Risiko für eine Völkergemeinschaft. Wer diese Kosten vermeiden möchte, muss konsequent für den Frieden sein – oder mindestens die bewaffnete Neutralität.

So wenig wie die Schweiz ein funktionsfähiges Heer hat, ist die deutsche Armee einsatzbereit. Geben die Amerikaner die NATO auf, die gerade ihren 70sten Geburtstag feiert, soll eine EU-Armee die US-Investitionen in Europa wie unsere eigenen verteidigen. Dies aufzubauen, wird bei günstigem Wind mehr als ein Jahrzehnt dauern. Wer glaubt daran?

Neben künftigen inneren und äusseren Auseinandersetzungen droht die Klimakatastrophe. Wir essen zu viel und zu gut, wir trinken zu viel und zu gut, wir fliegen zu viel und leisten uns Wohnungen, Häuser, Autos, eigene Schiffe und Flugzeuge, dazu eine in vielem ineffiziente Verwaltung, die sich auch als Luxusverwaltung interpretieren lassen könnte.

Wollen wir diese kommenden internen Aufstände, wie wir sie in Italien und Frankreich schon erleben? Oder wollen wir unseren Konsum um mindestens dreissig Prozent zurück fahren, um in edler Bescheidenheit, aber nicht ärmlich, uns, andere Menschen und die Welt zu retten?

Die Grünen, Grünliberalen, die Vegetarier und Veganer werden dieses Problem nicht lösen. Sie sind, ganzheitlich betrachtet, Luxusformationen, die ein neues Paradies anstreben, das sie nicht erreichen werden.

Nur die konservativen Kapitaleigner und jene, die den Konsum zur innerweltlichen Religion gemacht haben, können die Schweiz, Europa und die Welt vor diesen drohenden Zerstörungen retten.

Sie werden abends wieder früher ins Bett gehen, um Energie zu sparen. Sie werden nur noch einmal im Jahr vierzehn Tage Ferien im Ausland machen, wie dies in den USA, Japan und China schon heute die Regel ist. Sie werden auf Zweit- und Drittwohnungen und -häuser verzichten und sich, samt Familien, bescheidener kleiden und geben.

Für die obersten Post- und Bankenkader gibt es keine Luxusfeste im In- und Ausland mehr. Der Bundesrat wird auf eine aktive Aussenpolitik mit persönlicher Präsenz in allen Hauptstädten verzichten. Das World Economic Forum (WEF) braucht es auch nicht mehr, um den Energieverbrauch der Gemeinde Davos zu senken.

„Seid Ihr denn verrückt geworden? Lieber greifen wir zu den Waffen“, werden jetzt viele antworten. Vielleicht wird es so sein. Ganz unvermeidlich.

Kommentare

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  1. Vielen Dank für das wohltuende Statement.
    VeganerInnen und Menschen mit ähnlichem, einsichtigen Verhalten, sind jedoch von Ihnen falsch eingeschätzt. Von ihnen können Sie noch etwas dazu lernen.
    Ich würde gerne von Ihnen erklärt bekommen, warum Sie denken:
    „Nur die konservativen Kapitaleigner und jene, die den Konsum zur innerweltlichen Religion gemacht haben, können die Schweiz, Europa und die Welt vor diesen drohenden Zerstörungen retten.“

  2. Die Welt wird gewiss nicht immer ärmer, Herr Stöhlker! Gegenargumentationen braucht es nicht, nur Zahlen. Die kann man auf http://www.gapminder.org grafisch gut aufbereitet einsehen.

    Europa im Allgemeinen und die Schweiz im Speziellen kranken an mangelndem Zuwachs der Produktivität. Fast alle politischen Prozesse sind sehr ineffizient bei: Verkehr, Gesundheit, Bildung und Militär.

    In der Schweiz sind auch die Landwirtschaft (im Vergleich zu den Niederlanden), das Gesundheitswesen (sehr teuer ohne substanziell besser zu sein als die meisten entwickelten Länder), Verkehr (öffentlich und privat inkl. Strassenbau), der Detailhandel und last but not least auch das Finanzwesen (völlig überteuerte Vermögensverwaltung und Altervorsorge (man Vergleiche die meisten Anlagefonds mit Vanguard oder die Kreditkarten mit Revolut oder selbst die günstigsten Banken mit Degiro und die Kosten der Pensionskassen mit dem norwegischen Staatsfonds – 0,04%) ausgesprochen ineffizient.

    Die Schweiz ist durchsetzt von mutwillig herbeigeführten Interessenkonflikten. Einfluss der Kantone im Spitalwesen, das irre Festhalten an der Wehrpflicht, eine SBB, die wie ein Metronetz das ganze Land bedienen will. Das Bauwesen wird auch von sehr vielen Auflagen, Umweltverbänden und sonstigen Power Groups gefesselt. Und alles ist ein Tabu!

    Man will weiterhin Märkte abschotten – fast alle wollen das. Den heiligen Service Public – mit dem mehr oder minder versteckten Hintergedanken „die Anderen bezahlen“ unüberlegt unangetastet lassen oder gar ausbauen.

    Weite Teile der Bevölkerung im Land sind auch gegen Anpassungen ans moderne Leben. Sichtbar bei Poststellen. Wechselfaulheit selbst bei bescheidenen Marktöffnungen.

    Aber all diese „Sünden“ werden irgendwann in der Summe unvermeidlich ihre Wirkung entfalten. Viele spüren dies einfach. Vorerst wird der Kapitalstock angezapft und langsam aufgezehrt. Das potemkinsche Dorf von Frau Villalon ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

    • Noch denken Sie: Wachstum ist die Lösung.
      In meinen Augen ist dies nicht nur ein ungeeigneter Ansatz, sondern gar eine der kräftigsten Wurzel des Übels selbst.
      Wir leben auf einer Weltkugel mit bekannter Limitierung der Ressourcen. Das „Phänomen“ Erde gibts in Reichweite kein zweites Mal. Schade!
      Unsere Enkel und folgende werden uns dankbar sein, wenn wir unser Bestreben das Leben immer noch einfach zu machen, endlich stoppen und Weitblick und Umsichtigkeit üben. Weitblick ist zeitlich gemeint und Umsichtigkeit auf unseren Planeten bezogen.

  3. Gut geschrieben, Herr Stöhlker, nach dem letzten quarterly report die Sintflut, wir befinden uns auf einem Weg ohne Lösung, nur kosmetische Ansätze die etwas
    an der Symptomatik der Probleme kratzen. Weder HSG noch Harvard haben ein neues Rezept dazu, business as usual und noch mehr verdienen bis es mal kracht und einem die angehäufte Kohle auch nicht mehr weiter hilft; sic.

  4. Wieso nicht bei einem schlanken Staat anfangen, die Steuern massiv senken und konstant in den Fortschritt der Wirtschaft und sozialen Struktur investieren. Es wäre einer liberalen Politik würdig. Tatsache ist leider, wie es Hr Stöhlker beschreibt, ein immer fetter werdender Sozi-Staat, immer fetter werdende Nanny- und Memmen-Bürger und Bürgerinnen mit höchster Anspruchshaltung an den Staat, abnehmende Produktivität, wenig Wertschöpfung, null Wachstum. Ja wir verlieren. Und am Schluss ist sich immer jeder selber am nächsten. Zu Beginn sind alle nett, wenns viel zu verteilen gibt; wenns enger wird gilt nur noch das Messer in den Rücken des anderen.

  5. Übrigens Herr Stöhlker……..

    nach dem Crash werden wir wieder klarer sehen können.

    Dann werden wir den Ballast abwerfen, illegale remigrieren, Sozialleistungen vom Beitrag an unsere Gesellschaft abhängig machen, die Sozis werden verschwunden sein, die Grenzen bewacht und die Armee samt allgemeiner Wehrpflicht wieder erschaffen, die Nationalbank womöglich abgeschafft haben.

    Und dann steht unserem Spitzenplatz in der Welt weiterhin nichts entgegen. Denn wir werden dann immer noch sehr viele Spitzenleute haben, viele Patente anmelden, ohne können.

    Werfen wir die unsägliche politische Korrektheit über Bord, schicken wir den Genderwahnsinn gleich mit ihr ins tiefste Wasser, streichen wir den so
    zialismus aus unserem Vokabular und den Feminismus gleich mit.

    Alles zutiefst schädliche Dinge die rein ideologisch motiviert sind und für unsere Gesellschaft keinerlei Nutzen haben. Faren die tüchtig sind, brauchen weder Quoten noch eine Bevorzugungsideologie.

    Wenn wir all den Unsinn begraben, werden wir ein sehr tüchtiges und gutes Land sein.

    • Eher unwahrscheinlich, dass der Staat wie wie ihr ihn kennen, einen Crash überleben wird. Es wird was neues an seine Stellen treten welches sich weniger für Demokratie und Menschenrechte interessiert und sich auch nicht um diesen Kantönligeist kümmern wird, weil der ist im Zeitalter der Globalisierung sowieso nicht zu rechtfertigen.

    • Was soll den gut sein wenn sozial denkende Menschen verschwinden? Bundesrat und Parlament sind bürgerlich dominiert und haben die Entscheide in den letzten Jahrzehnten gefällt. Wenn jemand für etwas verantwortlich ist dann sie.
      Der Crash wird die Reichen nur reicher machen und Menschen wie Sie machen aus Frust wieder Jagd auf die Schwächsten.

      Die SNB zeigt ja genau wo das Problem ist. Die grossen Exportfirmen machen Durck auf FDP/CVP/SVP diese machen Druck auf die SNB und schon werden einzelne globale Konzerne subventioniert auf Kosten der ganzen Bevölkerung.
      Das ist neoliberale Ideologie.

      Unsere Armee hat 7 Jahre gebraucht um nur 2 Kampfjets startklar zu haben für Einsätze. Sie mussten über 100 Personen zusätzlich anstellen. Zum Vergleich, der 2te Weltkrieg hat 6 Jahre gedauert.
      Die Ausgaben für Rüstung ist das sinnloseste was man mit Steuergelder machen kann.

      Ich kann Ihnen versichern, dass die Frauen nicht das Problem sind. Es sind alte Männer wie Sie die sich nach dem kalten Krieg zurücksehen wo es noch klare Feinde gab, die einem Halt geben.

    • In meinen Ohre tönen diese Gedanken wie ein Text, geschrieben von einem Hochschulabsolvent aus St Gallen vor 50 Jahren, der alles weiss, was dort gelehrt wird, aber damit hat es sich. Die Zukunft verlangt nach neuenKonzepten.

  6. Gute und z.T. Fantasievolle Ideen, Herr Stöhlker, nur…

    Eigentlich hat die angesprochene Wechselwirkung Mani Matter in seinem Lied „Dene wos guet geit“ vor ca. 50 Jahren bereits vollumfänglich transportiert. Falls Sie es nicht kennen, unbedingt mal reinhöhren, ein hübsches, einfaches bärner Liedli mit nett verpackten Wahrheiten drin…

    Viele der von Ihnen präsentierten Lösungsansätze sind grundsätzlich in ihrem Kern gut, nur wird keine einzige davon etwas Umfangreiches bewirken können, da sie allesamt nur Symtombekämpfungen darstellen.

    Ich sehe die Problematik und somit auch die Lösungsansätze in unserem bewusst so konstruierten Finanzsystem, das gewollt den Kapitaltransfer von fleissig nach reich sicherstellt, das die Wirtschaft dazu zwingt, ständig wachsen zu müssen um nicht zu kollabieren, und das uns deshalb in einen Konsumwahn drängt, um selbst so lange wie möglich funktionieren zu können. Wir leiden inzwischen jedoch schon an derart ausgeprägter Konsumsucht, viel mehr geht einfach nicht mehr. Wir produzieren bereits heute Güter in Massen, die kein Mensch jemals braucht. Es gibt bspw. von der Automobilindustrie Parkplatzflächen so gross wie duzende Fussballfelder, mit zehntausenden (!) von Autos, die direkt vom Förderband auf die Abstellhalde zur weiteren Verrottung deponiert werden. Schlichtweg ein ökonomischer wie ökologischer Blödsinn, nein, eigentlich ein Verbrechen an unserer Mutter Erde.

    Das System wäre bereits kollabiert, würde es nicht pausenlos an allen Ecken und Enden künstlich am Leben erhalten werden. Ich nenne nur zwei, drei Beispiele: Niedrigzins-Politik, Rettungsschirme, Masseneinwanderung, etc.

    Trotz all dieser Notbeatmungs- und Herzmassageverordnungen wird’s der Patient dennoch nicht mehr lange machen, denn bei Fleissig gibt’s für Reich nicht mehr allzu viel zu holen und die Konsumsucht hat – wie bereits erwähnt – ihren Zenit erreicht, oder schon überschritten.

    Diejenigen die die Macht hätten, das System zu ändern, hin zu einem Geldsystem das der Allgemeinheit dient, sie also nicht ausbeutet, unterjocht und in Abhängigkeit treibt, wollen – so lange der Honig noch fliesst – selbstverständlich nichts daran ändern, da sie selbst gleichzeitig die Profiteure sind.

  7. @stöhlker, wieder mal ins schwarze getroffen. aber sind nicht genau sie ein typ aus der vergangenheit aber das sie die jugend so unterschätzen.. hätte ich nicht gedacht. vielleicht sollten sie bei ihren junioren mal hinhören oder auch hinsehen.

  8. Der Mensch sieht die Gefahr einfach nicht. Der Konsum bzw. was ich mir alles leisten kann vernebelt die Sicht.

    Etwas zum nachdenken.
    Ein Mann, 37, obere Mittelschicht kauft ein Eigenheim verschuldet sich mit CHF 800’000.00. Wo ist das Problem bei einem Prozent Zins auf 10 Jahre und was in zehn oder nach Jahren mal ist sehen wir dann.

    Dieser Mann geht irgendwann in Pension und äuffnet dabei
    vielleicht ein Alterskapital von CHF 800’000.00 bei einem
    Umwandlungssatz von irgendwo 4 %. Es kann durchaus sein,
    dass bei Pension dann der Hypothekarzins auch auf 4 % zu liegen kommen kann. Und dann frisst der Hypozins die ganze BVG Rente und ob er dann noch AHV bekommt ist ebenso eine grosse Frage.

    Eigentlich müsste man in der Schweiz wie in Frankreich die
    Leute zum Sparen zwingen und Annuitäten Hypotheken einführen. Nur der Eigenmietwert verleitet zum Schulden machen und die Banken hätten auch keine Freude an einer
    Annuitätenregelung wobei diese wie gesagt gerade bei diesem Zinsniveau für den Hausbesitzer gut verkraftbar wäre.

    Freiwillig wird der Hausbesitzer sonst seine Schulden nicht reduzieren zu verlockend sind das Leasing eines teuren
    Auto, Ferien und sonstiger Konsum auf Pump. Irgendwann laufen wir hier in den Hammer, denn die aktuelle Situation ist bald mit einer allgemein gültigen ökonomischen Theorie mehr erklärbar.

  9. Lieber Herr Stöhler, um das Klima brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Nicht einmal das PIK glaubt an eine Klima-Katastrophe. Bei einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes in der Luft steigt die Temperatur um 1 ° C. Bis zu einer Verdoppelung dauert es – bei aktuellem Ausstoss – rund 200 Jahre. Das 2 ° – Ziel von Paris ist demnach kompletter Unsinn.

  10. Herr Stöhlker, gern würde ich Ihnen ein Beratungsgespräch 078 766 78 81 anbieten und folgende Themen besprechen: Digitalisierung, China und die Zukunft der Menschheit. Nein, wir werden nicht ärmer, sondern die globale Wirtschaft wechselt vom Pferd auf Traktor. China hat bereits auf Traktor gewechselt, Europa träumt von schnelleren Pferden.

    • Sehr geehrte Frau Zivota

      Wenn Sie sich bzgl. Digitalisierung / Ind.4.0 gut auskennen, würde ich das Angebot das Sie Herr Stöhlkerr gemacht haben gerne für mich in Anspruch nehmen.
      Ich hätte da ein paar Fragen, auf die ich keine Antwort gefunden habe.

      Mit freundlichen Grüßen

      Urs Schumacher

    • Herr Schumacher und jeder, der sich interessiert, einfach anrufen 078 766 78 81 und wir können einen Termin vereinbaren.
      Freundlicher Gruss Zivota (männlich) Todorovic

  11. Herr Stöhlker,
    Bitte fassen Sie nicht zusammen was sie diesem Monat in der 20 Minuten gelesen haben.
    Auf Infosperber finden Sie gute Themen mit sachlichen Recherchen. Dies sollte Ihnen helfen einen Artikel zu schreiben der gut aufgebaut und inhaltlich einen Mehrwert liefert.

    https://www.infosperber.ch/

    • Er war einmal Deutscher.
      Dann machte er rüber.
      Seit vielen Jahren ist er nun mit Leib und Seele Schweizer.

    • Dem Bundesrat Maurer hätte ich auch die Uniform und Ordonanzwaffe vor die Füsse geschmissen als er öffentlich die Loyalität von Schweizer Soldaten Kosovarischer Herkunft bezweifelte.
      Schweizer sind Schweizer. Punkt.
      Was soll der Blödsinn? Meine Urgrosseltern emigrierten aus dem Oberwallis nach Argentinien und niemand hat uns dies jemals in Argentinien vorgeworfen. Niemals.

    • Doch, ein bisschen Zurückhaltung kann nicht schaden. Den Pass kriegt man schnell.

      Die meisten Deutschen/Deutschstämmigen die mit ihrem Leib und der Seele ihres Steuerberaters Schweizer sind (bei einigen verhält es wohl andersherum), beachtej dieses Gebot.

      Grossen Dank an die wenigen aber stark verhaltensauffälligen Landsleute hier die scheinbar nicht in der Lage sind, auf lokale Gepflogenheiten Rücksicht zu nehmen. Zu diesen gehört nach meiner Wahrnehmung jedenfalls in diesem Teil der Schweiz eine gewisse Zurückhaltung in Wortwahl und Lautstärke. Dies ist einer derjenigen Wesenszüge, welche die gens de la montagne auch in benachbarten Gemeinwesen deutlich von den Städtern unterscheiden. Hier ist dieser Zug eben besonders verbreitet. Einfach mal ausprobieren, es fühlt sich wirklich gut an!

    • Naja, Wilhelm Tell wurde schliesslich auch von einem Deutschen geschrieben 😉

  12. @ Herr Stöhlker

    (…)Es gibt auf Dauer nur einen Ausweg: Wir müssen ärmer werden, wollen wir nicht soziale Auseinandersetzungen in der Schweiz, in Europa und der Welt als Dauerzustand akzeptieren.(…)

    Denke ich nicht. In dieser Existenz ist die (Eigentums-) Dynamik alles. Ein „ärmer“ werden wird die Dynamik rauben wie ein Fischteich ohne Wasser austrocknet.

    Das Problem ist eher die Handlungsmotivation des Menschen welche auf Zwang beruht.

    Ich werde geboren, muss Steuern zahlen. Ich habe nicht mal eine ordentliche Leistungsvereinbarung mit dem Staat, wie das heute überall gang und gäbe ist. Nein, der göttliche, unfehlbare Staat wirds schon richten. Dafür darf ich aber nicht aufmucken.

    Kleines Problem: Ohne Staat kein Eigentum.

    Wir sollten nicht ärmer werden, sondern die Macht anders teilen, bzw. eine andere Form des Zusammenlebens finden.

    „Oh meine Seele, ich gab dir Alles, und alle meine
    Hände sind an dich leer geworden: — und nun! Nun
    sagst du mir lächelnd und voll Schwermuth: „Wer
    von uns hat zu danken? —“

    I gave you everything I had, still you were empty.

    Nietzsche, Zarathustra

    Der Staat kann nicht gerettet werden da er immer, immer Gewalt anwenden muss um vorfinanziert zu werden.

    Die moralische Rechtfertigung dafür können Sie unter „Religion“ suchen.

  13. Sehr geehrter Herr Stöhlker

    Für einmal kann ich jede Zeile Ihrer Analyse vollständig nachvollziehen. An dem von Ihnen skizzierten Weg führt nichts vorbei. Ich hege jedoch Zweifel ob wir dies aus Vernunft und Einsicht umsetzten werden. Vielmehr befürchte ich, dass vorläufig nichts von alldem geschehen wird, und wir erst schmerzvolle Erfahrungen machen müssen.

  14. Noch was…..

    Herr Stöhlker, sehen sie sich die Deutsche Bundeswehr an …..zu nichts mehr zu gebrauchen.

    Und sehen sie sich an was aus der Schweizer Armee geworden ist …..zu nichts mehr zu gebrauchen.

    Und sehen sie sich die Jungen an die als Rekruten in die Armee eingezogen werden, von denn sind 50% zu nichts mehr zu gebrauchen…. nebst denen die schon gar nicht mehr eingezogen werden können.

    Wenns früher in der Schule ne Schulreise gab, hiess das vor allem wandern, jeden Tag sicher 20 km. und am Abend ein Feuer machen, Suppe kochen und eine Wurst grillen
    Heute muss die Schulreise zB. nach Basel gehen wo was los ist, wo aber nach 3 km laufen zum mindesten ein Imbisswagen als Ziel steht, denn sonst ist schon jede Motivation verflogen und die Kids können nicht mehr, sind Physisch und Psychisch erschöpft.
    Wir liefen den Dauerlauf in unserer Schulzeit über die normalen Strassen in der Umgebung unserer Schule….. ohne Turnschuhe…. Barfuss. das war ganz normal… keine hatte Nikis dabei.
    Ich ging zur Barfuss zur Schule bis der erste Schnee lag und an dem Tag auch noch. nach ein paar Km im Schnee hat man keine kalten, sondern warme Füsse.

    In der Armee dachte man nun Jokertage an, also Tage die sie einfach wählen und „frei“ machen können…. ist das eine Armee ?

    Es ist nur noch von Montag bis Freitag Ausbildung angesagt.
    Früher musste man am Sonntag um 22°° in der Kaserne sein, und es war Betrieb bis Samstags um 16°°. War man aus St. Gallen herkommend, in der Schiessverlegung gerade in Welschenrohr einquartiert, dauerte es noch 3 Stunden bis man zu Hause ankam. Dann vielleicht noch ins Kino, Morgens ein gutes Sonntagsfrühstück und schon musste man sich wieder auf den Weg machen. Immerhin gabs schon verbilligte Zugbilette für 5 Franken, was wir als Luxus ansahen.

    Ich finde, der Zustand unserer Armee zeigt sehr schön wohin die Reise geht….. sie wird den Umständen von Heute gerecht, also weich weich weich ….und noch weicher.

    Weniger ist in der Tat mehr, vor allem für Jugendliche.
    Für sie ist es nicht gesund alles sofort zu haben.
    Ich wartete auf mein erstes Fahrrad bis ich 11 Jahre alt war obwohl ich 3.5 km Schulweg hatte und den meist pro Tag 4 mal ging.
    Handys gabs keine, PC auch nicht, dafür Wald. Und da wir noch viel weniger Bevölkerung hatten war der Wald zum Spielen nahezu frei. Ich baute Baumhäuser und zäunte sie sogar ein. Fällte Bäume weil man über die ins Baumhaus hätte klettern können, und grub sogar mal eine Fallgrube für ungebetene Besuche. Nun ja, ich hatte viele Abenteuerbücher gelesen und lebte das nach, aus….
    Ich bin nun kein linkesverblödeter Naturtäumer, ich komme vom Bauernhof, aber ich lebte mit und in der Natur ….. nur einfach ohne Spielsachen wie Handy, Erlebnisbäder, Snowboard, Auslandsferien, Flugreisen. Wenn ich was haben wollte, musste ich mir überlegen wie man das machen könnte.
    Und gerade der Umstand hat mir im Leben sehr geholfen.

    Als ich ein Kind war gab die ersten Migros-Restaurants und die hatten am Sonntag offen…. Selbstbedienung, für uns Kinder ein Erlebnis.
    Weniger kann in der Tat mehr sein….. aber angesichts unserer Übervölkerung glaube ich nicht das es nochmals so wie früher sein könnte. Wer im Wald ein Baumhaus baut bekommt ne Anzeige…. so ist das Heutzutage.

    Darum würde mir ein zurückfahren des Standards keine grossen Sorgen machen. So lange ich eine Kiste mit Werkzeugen habe, was zum beissen da ist und ich nicht in der Wohnung frieren muss… kein Problem.

    Es droht der Schweiz ja kraft Nationalbank und Eurowahnsinn eine Krise ungeahnten Ausmasses.
    Etwas was niemand haben will… und ich mache mir auch keinerlei Illusionen über sowas…. trotzdem halte ich das mittlerweile für eine gute Sache.

    Seitdem ich 12 war habe ich die Politik intensiv mitverfolgt, dabei gerade auch die Deutsche und sehe wie sich der Über-Wohlstand sehr negativ auf die Gesellschaft, die Demokratie und das Individuum auswirkt.
    Heute sind sehr viele Köpfe derart unterbeschäftigt, das sie allerhand Wahnsinn ausbrüten.

    Angesichts dessen komme ich zu einem sehr unangenehmen Schluss…..
    ——————————————
    ….. die Menschen brauchen eine fulminate Krise oder einen Krieg um den Zähler zwischendurch mal wieder auf Null zu stellen und neu zu beginnen.
    ——————————————
    Die Wohlstandskrankheiten müssen weg um den Kopf frei zu machen, das wesentliche zu erkennen, wieder zu den Werten zurückkehren zu können die uns Europäer einmal gross gemacht haben.
    Damit die Menschen aber wirklich beginnen nachzudenken, ist eine Krise oder ein Krieg, ein Kampf ums Existentielle ……das Medikament.
    Nur dann werden wir diese Wohlstandideologien wie das Waldsterben eine war und die Klimaerwärmung gerade ist, realistisch betrachten und die Spreu vom Weizen trennen.

    • „….. die Menschen brauchen eine fulminate Krise oder einen Krieg um den Zähler zwischendurch mal wieder auf Null zu stellen und neu zu beginnen.“

      Ich stimme zu.
      Aber nach dem nächsten Krieg in Europa wird keine Europa, wie wir sie jetzt kennen, mehr geben. Afrika und Nahost (= Islam) werden Europa übernehmen.

    • @ Sergio….

      …nein, Europa wird dann den Ballast abwerfen und wieder aufsteigen.
      Afrika schneidet bei IQ-Tests mit Durchschnittlich 70 ab, Europa mit 100 Asien oft mit 102.
      Und das bei IQ Tests die den Nachteil Afrikas durchaus berücksichtigen.

      Wenn wir uns allerdings überfluten lassen, ja dann sind wir Idioten und auch noch selber Schuld.

    • „Ein wahrer Kriegshelp dessertiert rechtzeitig, oder geht gar nicht in den Krieg.“

      Sagte jemand, den ich überhaupt nicht mag, aber hier Recht hat.

    • @D.Müller:
      Kriegshelp? Sie meinen Bush? Assad? Oder wie?

      Ich dessertiere auch zwischendurch, meist nach einem guten, aber nicht zu üppigen Essen. Sehe aber den Zusammenhang grad nicht so…?

  15. Sehr geehrter Herr Klaus Stöhlker,

    Ich weiss, ehrlich gesagt, nicht, was Ihnen durch den Kopf geht, wenn sie Geldvermögensabbau der Haushalte fordern. Damit möchte ich nicht sagen, dass Ihre Gedanken nicht originell sind, aber sie stellen sich gegen das Prinzip der freien Preiskalkulation der Unternehmen. Vielleicht nehmen sie diese Kritik als das auf, was sie sein soll: ein Nachdenken über die Prinzipien des Kapitalismus. Man kann nicht nur ein bisschen schwanger sein.

    PS. Sollten Sie eine neue Gesellschaft wünschen, ich bin dabei!.-)

  16. „Um in edler Bescheidenheit leben“, das ist ja schon meine Lösung: je ne mange que les confitures de Maman.
    Kiki

    “La simplicité est la forme de la vraie grandeur.”
    Francesco de Sanctis

  17. „There’s no such thing as self – made man or woman. No fortune is made without extraordinary advantages of luck and opportunity.“
    Adam Grant

    Kompliment Herrn Stöhlker! Klarer kann man nicht sagen und schreiben….tja der Mensch lernt nicht oder sehr langsam….
    Ich erwarte noch das Moment, dass wir ein Kaffe in Zürich für 2 oder 3 Sfr. Trinken kann ( dazu noch gut…).
    Wenn die Politik nach wirtschaftlichen Druck so weiter macht, denn werde ich noch in 5 Jahre vielleicht 10 Jahre erleben…
    Na, die Sonne scheint noch für die nächsten 7 Miliarden Jahre, was soll ich noch für sorgen haben?
    C’est la vie und noch schreibt Ionesco in la cantatrice chauve weiter: „Nous avons bien mangé, ce soir. C’est parce que nous habitons dans les environs de Londres et que notre nom est Smith…“🤣

  18. Und vor noch nicht mal einer Woche hat Herr Stöhlker noch grosse Worte verbreitet, „Die Schweiz schwimmt im Geld. Es fehlt der Wille, es auszugeben“. Und nun, 5 Tage später, diese Konsumverzicht Sonntagspredigt.

    • Stöhlker eben…
      Er schwandroniert wieder im Zeug umher.

      Was er beschreibt ist Deflation durch Überproduktion.
      Wir produzieren viel mehr als wir brauchen, dadurch sinken die Preise. Die Konsumenten erleben zwar eine kurze Phase des Luxus, doch der Druck auf die Löhne und die Arbeitsplätze nimmt ständig zu. Zudem wird für das Marketing immer mehr Geld aufgewendet.

      Unsere Produktivität ist höher als der Konsum.
      Es gib nur einen Weg aus dieser Spirale. Weniger produzieren bzw. weniger Stunden Arbeiten und auf importierte Ware höhere Steuern.

      Was das mit grünen oder Vegetarier zu tun hat, bleibt sein Geheimnis. Arrogant und sozial ist das Mittelmeer als „Badewanne“ zu bezeichnen wo so viele Frauen und Kinder ertrunken sind.

    • @Büezer,

      bei Nominalzinsen von Null sind viele Laien geneigt, der Geldpolitik eine expansive Wirkung zuzuschreiben. Dies ist ein gefährlicher Irrtum und leider sehr verbreitet. Wer die Geldpolitik steuert, weiss das auch. Man weiss auch, dass das Publikum den Zusammenhang zwischen Deflation und hohem Realzins nicht sieht und nicht versteht. Daher wird in Zeiten der absichtlich verursachten Krisen mit allen Mitteln wie Sozialabbau und Deregulierung auf das Sinken der Löhne und Preise hingearbeitet. Bei uns kann man das bereits beobachten…durch das Steuersystem und Bankensystem hat der Schweizer Staat einen viel leichteren Zugriff sobald die Lage für das „System“ bedrohlich wird….Finstere Aussichten für die Schweiz B (Ausdruck Herrn Stöhlker).

      P.S. https://www.cash.ch/news/top-news/immobilien-hypothekarzinsen-fallen-erstmals-unter-wichtige-schwelle-1295530

    • Für Stöhlker gilt: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern morgen? Er hat eben noch die deutsche DNA, viel schwatzen wenig Ahnung. Im Artikel zu lesen wenn er über die Grünen und Grünliberalen herzieht! Einfach peinlich, einfach Stöhlker! Aber lassen wir dem Stöhlker seine Kolumne, sie hilft seine Alterspatina zu überdecken!

  19. Obwohl ich Ihre Beiträge hier sehr schätze, wollte ich Nachfolgendes nicht unerwidert lassen:

    „Weil gerade die Schweiz solche Krisen seit Jahrhunderten höchstens am Rande erlebt hat … “

    2018, 2016, 2011, 2009, 2003, 1998, 1994, 1990, 1987, 1981, 1977, 1973, 1969 …

    Ich hoffe für Sie und wünsche Ihnen, daß Sie wenigstens ein paar dieser vorstehend aufgeführten Chancen zu Ihrer eigenen Vermögensbildung genutzt haben.

    • Ich sehe das so:

      1973 – erste Ölkrise
      1980 – zweite Ölkrise
      1987 – Finanzkrise
      1994 – dito
      2001 – 9/11
      2008 – Finanzkrise
      2015 – Frankenschock
      2022 – ….
      2029 – ….

    • Was Sie aufzählen,sind keine Krisen, sondern kleine und mittlere Sdhwankungen. Seit 1960 hatten wir im deutschsprachigen Europa keine ernsthafte Krise mehr, aber in grossen Teilen Westeuropas einen schleichenden politischen und wirtschaftlichen Niedergang.

  20. Klaus St.: ……. all das wissen wir (der ip-leser). was zum teufel soll diese auflistung. gestern die gymi-prüfung im tagi nachgeholt?

  21. Tja, …. Herr Stöhlker.

    was St. Gallen angeht …ich bin ja nun einer, da gebe ich ihnen recht.

    Ich habe seit 13 Jahren alle teuren Investitionsvorhaben an der Urne grundsätzlich abgelehnt.
    Vor Jahren wollte der Kanton allen Kantonsangestellten den Lohn kürzen, man habe zuwenig Geld hiess es…. für mich Grund genug mal endlich zu sparen.
    Aber ich war immer der Verlierer bei diesen Abstimmungen. Gerade hier in der Stadt St. Gallen will man nicht bremsen, scheinen Ausgaben wie die in den neunen Bahnhofsplatz usw. eine Eigendynamik zu haben. Der Stimmbürger in der Stadt glaubt wohl das die anderen ja schon weiter für uns zahlen werden.
    Sparen ist offenbar heutzutage die grösstmögliche Strafe.
    Zu warten bis man genug Geld hat um etwas zu bauen, das schienen Methoden von gestern zu sein.

    Ich hätte absolut nichts dagegen den Finanzausgleich zu stoppen, zumindest für St. Gallen, das würde allen mal sehr gut tun, vor allen unseren Städtischen Wählern.

    ———————————-

    Sie tangieren in ihrem Kommentar das Bevölkerungswachstum der Welt.

    Das wäre das einzige was ich mit Geld unterstützen würde, die Geburtenkontrolle.
    Nur wer da mitmacht würde von mir weiter unterstützt.
    Zum Beispiel in Afrika, welches nach dem WK-2 nur gerade 220 Millionen Menschen zählte.
    2018 bereits 1.35 Milliarden, 2100 werden es 4 Milliarden sein.
    Bei 4 Milliarden werden wir Elefanten, Löwen, Nashörner, Gorillas vergessen müssen, die wird es in Afrika nicht mehr geben. Die Tiere sind die dann längst aufgefressen, der Wald und die Umwelt weitgehend zerstört, alles wird einem ungeheuren Bevölkerungsdruck zum Opfer fallen.
    Aber es ist das Land der Afrikaner…..

    In Asien gibt’s auch einen ungeheuren Druck, nur sind die Asiaten zivilisatorisch weit höher stehend, je oft auf gleicher Stufe wie wir. Die werden die Massen managen, Afrika wird in Hunger und Krieg übergehen.

    Was wir tun müssen….
    …..wir sollten unsere Armeen fit halten denn wir werden sie brauchen um unser Europa zu verteidigen.
    Den Islam und Islam-Afrika draussen halten wird unsere vornehmste Aufgabe sein. Das Mittelmeer ist zwar klein, aber wenn wir wollen …..wird keine Nussschale je die Überquerung schaffen.

    Wir können die Menschen nicht zur Vernunft zwingen, aber wir können Europa über Wasser halten.

    Dazu aber müssen wir die verlogenen Sozis konsequent abschaffen und die politische Korrektheit mit ihnen.

    • Vorallem solten wir nicht erpressbar werden Herr Walter Roth.

      Bei unserer unzeitgemässen Energieversorgung leider schnell möglich.

    • @ Roth
      „Asiaten zivilisatorisch weit höherstehend,
      sie werden die Massen managen“
      Von wegen:
      Luft/Wasser/Umweltverschmutzung ist in Asien eine Katastrophe.
      Die meisten Länder haben kaum Kläranlagen und Müllverbrennungs-
      Einrichtungen.
      Alles wird in Flüssen und Meer entsorgt.

      A

    • Die Luftverschmutzung in Asien eklatant. Von Medan (Sumatra), Phnom Penh über Manila und Beijing ist alles total versaut. Auch in Bangkok und Chiang Mai horrend. Schauen sie sich bei ihrer nächsten „Erholungsreise“ etwas genauer um in Thailand, Herr Walter Roth.

      Asien hat seine Hausaufgaben wirklich nicht gemacht. Poseidon sagt es ganz richtig mit seinen Infrastruktur-Beispielen.

    • @ ins Toggenburg…

      Richtig… Als Beispiel, mit der Energiestrategie 2050 haben wir einen der grössten Fehlentscheide getroffen die es je gab.
      Das führt direkt in die Abhängigkeit und damit werden wir Erpressbar.
      ———————————-

      @ Poseidon….

      ich schrieb…..
      Zitat : In Asien gibt’s auch einen ungeheuren Druck, nur sind die Asiaten zivilisatorisch weit höher stehend, je oft auf gleicher Stufe wie wir.
      ja oft auf der gleichen Stufe wie wir, das schrieb ich eben weil es in Asien auch andere Länder gibt, nicht nur Hongkong, Singapur und Süd-Korea.
      Es gibt dort auch Thailand, und Muslimische Länder mit all en unschönen Dingen die man im Islam eben immer sieht.
      In Asien werden es einige Länder bestimmt schaffen, Japan zum Beispiel, Korea auch.
      Thailand ist gesellschaftlich gesund, aber politisch ein Drittweltland.
      ——————————–

      @ Steppenwolf…..

      Es geht mir nicht darum zu zeigen was jetzt ist, sondern ob die Veranlagungen da sind um die Zukunft zu meistern
      Und da sind die Asiaten die bei IQ-Tests mit durchschnittlich 102 Punkten abschneiden eben gut gerüstet.
      Die Europäer schneiden zurzeit mit 100 Punkten ab, die Afrikaner mit 70 und die Araber nur marginal höher.
      In Asien gibt’s aber auch muslimiche Länder, die haben keine guten Voraussetzungen.
      Intelligenz ist jedoch das entscheidende Element welches dazu führt das Probleme bewältigt werden können.
      Und sie ist es auch die dazu geführt hat, dass der Westen seit Jahrhunderten an der Spitze steht.
      Und es ist nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen eben nicht nur die Schule die Geistesgrössen schafft, sondern die Kultur, ja die Vererbung spielen eine nicht mindere Rolle dabei.

      Um den Faden aufzunehmen lesen sie bitte das hier.

      https://www.achgut.com/artikel/das_clan_system_des_nahen_ostens_2

      und das auch….
      http://www.freitum.de/2019/02/die-afrikanische-misere-und-die.html#more

      Natürlich haben wir hier auch viele Unterschiede.
      Deutschland sackt gerade in schnellem Tempo ab, die Schweiz hält sich noch.

  22. Lieber Herr Stöhlker, Sie beweisen mit diesem Blog wieder einmal mehr, dass sich die ‚Weisheit im Alter‘ nicht einfach automatisch einstellt. Dekadenz misst sich weder am Konsumverhalten noch daran, ob man früher oder später ins Bett geht. Die Dekadenz findet im Kopf statt. Die Dekadenz im Denken äussert sich häufig auch in pseudomoralischen Aufforderungen zur Rückbesinnung auf ein ‚einfacheres‘ Leben. Regelmässig von Menschen, die altershalber diese Erkenntnis gewonnen haben, ohne dass ihre Biographie übermässig von Askese geprägt war. Jeder Mensch geht den Weg des geringsten Widerstandes. Genuss und Verzicht sind ein untrennbares Begriffspaar! Lamentieren hilft wenig!

  23. Uih, uih, der Stöhlker hat wieder einmal Märlistunde. Gekonnt wird alles reingepackt, was man/frau letzte Woche in der Zeitung lesen konnte. Stöhlker’s Geschichtli hat wie immer weder Lösung noch Ende. Fortsetzung folgt. Und wenn sie nicht gestorben sind…

    PS: Die Schweizer sind auch bereit, Beratern ohne jeglichen Mehrwert horrende Summen zu bezahlen! Aber das ist eine amdere Geschichte.

    • Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen.
      Ich kenne auch so ein Unternehmerberater der auch in jedem Gespräch dem Kunden zustimmt und gegen alle anderen wettert von Veganer bis zu den Steuern.
      Solche Leute haben kein kohärentes Weltbild, keine eigene Identität und denken in Muster des kalten Krieges.
      Sie suchen verzweifelt ein Feindbild um sich daran aufzurichten, doch selbst die Russen sind nicht mehr zuverlässig. In einer komplexen Welt finden sie sich nicht mehr zurecht und was bleibt sind diffuse Ängste vor Veränderung.

  24. Ein wahrer, pessimistischer, Kommentar den ich weitgehend teile, abgesehen von den Einlassungen zur „Klimakatastrophe“, ein beliebig manipulierbares Vehikel für Politiker und zugewandte Orte. Richtig ist aber ohne jede Frage, dass wir bescheidener werden sollten. Eine Beobachtung dazu als Einwohner aus der Nordwestschweiz, also vom Land: Bin regelmässig in wohlhabenden Zürcher Vorortsgemeinden unterwegs und wundere mich über die mehr als zahlreichen SUV-Autos die dort herumkurven. Für was braucht es solche scheusslichen Monster-Vehikel ?? Sicher nicht wegen Schnee und Eis.

    • Wieder diese blöde SUV-bashing.

      SUVs verbrauchen nicht mehr als andere Autos, sie sind oft nicht länger oder breiter als zum Beispiel A4/A6. Höher sind sie, ja, darum auch praktischer.

      Oder sollen wir alle Smart fahren weil sie sich einen SUV nicht leisten können?

  25. Die Schweiz ist zu einem kleinen Völkchen von bücklingen und jammerlapis herangezüchtet worden. Das viele Geld hat hier die Menschen egoistisch und blind gemacht. Man gönnt einander nichts mehr. Zu sehr haben sich die Menschen hier von einander abgespalten. Man kennt den eigenen Nachbarn nicht, obschon man seit 40 Jahren nebeneinander lebt. In der Schweiz kennt man sowas wie Armut nicht und Aufstände wurden systematisch gesetzlich eliminiert. Wer traut sich den hier zu streiken ohne big sister „Justizia“? Eher haben wir einen 3. Weltkrieg als es zu illegalen Streiks kommt. Gerne wird darüber gesprochen, für mehr reicht es allerdings nicht.

    • Sie haben recht. Doch die Menschen hier wurden zur politischen Apathie erzogen worden.
      Die Diskussionen werden auf Scheinthemen wie Gender und Co2 gelenkt um vor politisch relevanten Themen abzulenken.

      Die Menschen merken es aber langsam, dass die Medien nicht die Informationen liefern um sich eine eigene Meinung zu bilden. Dafür braucht es aber keinen Krieg, sondern wenige, einfache Dinge.
      Fangen wir doch mal bei der Offenlegung der Parteispenden an. Wenn sie die Parteien wählen die ihre Spenden nicht offenlegen wollen wird sich auch am Filz nichts ändern.

    • @Büezer:
      Es freut mich, dass Sie die Weitsicht haben, zu erkennen, dass die Gender- und CO2-Debatte nichts weiter als purer Aktivismus („operative Hektik ersetzt geistige Windstille!“) ist.
      Beim Thema Parteispenden hingegen teile ich Ihre Meinung ganz und gar nicht. Oder unterstellen Sie der Mehrheit der Bevölkerung (inklusive Ihren selbst!!!) einen derart tiefen IQ, dass die sich durch Wahlplakate und Postflyer steuern lässt?
      Eine viel dringlichere Debatte in dieser Hinsicht wäre eine nur leicht andere: wer kann es sich heute leisten, Politiker zu sein und wer nicht? Leute wie Wermuth, Glättli, Molina oder Fumiciello haben bis anhin vermutlich kaum einen Franken für diese Volkswirtschaft erarbeitet – sehr wohl aber sehr viele solcher von anderen verdienten und als Steuer bezahlten Franken ausgegeben! Auch viele in unserer sogenannten Mittepartei CVP (die meist mit den Linken wählt) sehen ihr Amt meist als Türöffner für VR-Sitze, Firmen-Beiräte oder NGO-Präsidien, wohlgemerkt alle sehr erklecklich bezahlt!
      Ein Gesetz, das allen Parlamentariern verbietet, während dreier Jahre nach Beendigung der politischen Laufbahn ein solches Amt (ausser in der EIGENEN Unternehmung!) anzunehmen, würde den Lobbyismus mit Bestimmtheit eingrenzen und reduzieren!
      Was meinen Sie als Büezer dazu?

  26. Super Artikel und vor allem der letzte Teil, „Seid ihr denn verrückt geworden? Lieber greifen wir zu den Waffen!
    Die Politik in Europa aber auch in der Schweiz führt direkt in den nächsten Krieg! Die Politik kocht ihr elite Süppchen in Berlin, Paris oder Bern und kümmert sich nicht um die echten Probleme seiner Bürger. Irgendwann, ich befürchte in näherer Zukunft als uns allen lieb ist, werden wir in good old Europe wieder Krieg haben. Es brodelt doch überall, die Klimakatastrophenprediger und alle die dem Thema nun hinterherrennen ist nur noch ein Windchen. Aber wenn der brav steuern zahlende Bürger plötzlich keine Jobs mehr hat, weil der Politiker nur eines im Sinn hat, das Auto zu verteufeln und in Europa plötzlich (13) millionen wegen Verbrennerverbot arbeitslos werden, dann wird es krachen,aber gewaltig. Ich hoffe zwar, dass ich spinne, aber ich glaube leider nicht.

    • Ein Krieg wird aller Wahrscheinlichkeit leider unausweichlich sein! Bereits Nostradamus, Baba Wanga und Alois Irlmaier haben in ihren Vorhersagen geschildert, wie erst die Russen nach einem aussgerwöhnlich warmen Frühling und der zweiten Ernte in Polen und Deutschland einfallen und dann von den amerikanischen Drohnen gestoppt werden…. Zuvor wird ein Führer im Nahen Osten umgebracht und auf mit Donald Trump wird es auch kein gutes Ende nehmen. Es gibt aber auch einige Vorhersehungen, dass ein Komet drei Tage oder Monate lang für Dunkelheit auf der Erde Sorgen wird und sich dann die Pole verschieben. Wer weiss das schon, aber es gibt nicht nur diese drei der Bekanntesten Seher, sondern nochmal ein paar Dutzend mehr, welche diese Szenarien auch unabhängig voneinander vorhergesagt haben.

    • Das die Autobranche ihre eigenen Abgasvorgaben einhalten muss soll zu einem europäischen Krieg führen?
      ..doch sie haben recht sie spinnen.

  27. Ohne diesen sinnlosen Konsum geht es nicht, denn mit diesem ’sinnlosen‘ Konsum sind hunderttausende Arbeitsplaetze verbunden, die es sonst nicht gaebe. Diese Jobs finden sich in Verwaltung, Gesundheits und Sozialwesen besonders haeufig.
    Man muesste also nicht nur den Konsum zurueckfahren, sondern auch die Auffassung, dass sich jeder sein Leben selbst verdienen und finanzieren muss.
    Dass diese Einsicht kommt glaube ich allerdings nicht.

    • Sie haben es verstanden.
      Dieser Konsument wurde erschaffen durch Milliarden von CHF/Euro/Dollar von Marketinggelder.

      Wegen Überproduktion haben wir ein Meer von Güter die an den Mann und die Frau gebracht werden müssen. Die Preise sinken. Der Marketingaufwand steigt. Die Unternehmen verdienen weniger und müssen immer effizenter sein und grössere Stückzahlen produzieren.

      Die Arbeiter verdienen weniger, müssen aber mit ihrem Lohn den Konsum bezahlen und zwar indirekt ihre Arbeitsplätze. Zur „Wirtschafstförderung“ haben die USA schon in den 70er die Kreditvergabe an private enorm ausgebaut was 90 und 08 zum Platzen von Blasen geführt hat.

      Ohne gigantisches Marketing gäbe es diesen hardcore-Konsument nicht. Der Westen ist in einer massiven Deflation und verzögert die Auswirkungen mit einer enormen Geldflut.

  28. Diese philosophisch anhafteten Gedanken in dieser satten Spassgesellschaft verdienen Beachtung.

    Da kann eine in den jungen Jahren eine hype, angesagte Influencerin sein in ihrer trivialen Traumwelt. In den späten Jahren ihres Lebenszykluses kann dieselbe Frau ein Opfer eines Enkelbetrügers (meistens sind ältere Frauen betroffen) werden.

    Die Einsamkeit und die konsumgetriebene Leere vielerorts in der Schweiz sind erdrückend. Insbesondere den Zürchern würde ein bisschen weniger Coolness gut stehen.

    • Diese vorgeschobene Coolness ist oftmals so widerlich – und aber auch sehr aufschlussreich.

      Geht mal in einen Pub in Irland. 80 jährige und 18 jährige Youngsters feiern GEMEINSAM den Abend singend. Kein angesagter Szene-bullshit im luftleeren Raum.

      Besser also schnell wieder stinknormal werden Zurigo.

  29. Alle systemischen Ungleichheiten drängen zum Ausgleich. Ist ein Naturgesetz. Dagegen kämpfen oder aufgeben? Die Schweiz hat sich entschieden. Sie befindet sich auf dem Abstieg. Links-grün phantasiert von einer gerechten und sicheren Welt. Internationale Konflikte werden von sozialen Unruhen abgelöst. Solidarität wandelt sich in Egoismus.
    Die Leistungsträger haben dies erkannt. Während die tumbe Masse in gelben Gilets den Aufstand probt, ziehen sie weiter an Orte, wo die Musik spielt. Vergesst die Schweiz. Das Glück gehört den unabhängigen, selbständigen, egoistischen und international ausgerichteten Arbeitsnomaden.

    • Abstieg….aber die Mieten steigen, alles wird teuerer. Steuer und Abgaben werden auf mittlere Sicht auch steigen.
      Schweiz – not a country for old men/women.

    • Welche Leistungsträger? Sie meinen doch nicht die Leute mit Krawatten? Es sind die Gelbwesten die Arbeiten und jeden Tag krüppeln für ihre Familien.

      Die sozialen Unruhen haben eine extreme Ungleichverteilung von Vermögen als Ursache. Zudem haben die USA sehr Freude an ihren Regimechanges. Ist ja ihr Geschäftsmodell. Müssen wir es auch aktzeptieren?
      Was ist falsch daran sich dagegen zu wehren und an einer gerechteren Welt zu arbeiten?
      Wer sitzt dann knietief in der Kloacke wenn die Nomaden der Krawattenräger mit Ihrer Erbschaft weiterzieht?
      Es sind die Gelbwesten die den Mist ihrer „Leistungsträger“ hinterher aufräumen muss.

  30. Finde ich gut Herr Stöhlker und Sie werden ab sofort Ihren Tagessatz von Fr. 5’000 bis 12’000 auf Fr. 1’500 senken, um als gutes Beispiel voran zu gehen.

  31. Etwas späte Midlife Crisis, Herr KJS?
    Nein… ich glaube das auch nicht.Jedoch ist weniger der von Individuen selbst aufgebaute Wohlstand das Problem sondern der vererbte Wohlstand, welcher zu Faulheit und anderen komischen Auswüchsen führt. So sind eben die meisten Influencer und Fitnesscoaches die sozialen Kinder von fleissigen Eltern, welche etwas selbst aufgebaut haben.
    Und jetzt suhlen sich diese Kid im Wohlstand der Alten. Das ist das Problem!

  32. Nur noch ein letztes: Ohne die Milliarden an für nichts verteilten Boni bei den Grossbanken, wären letztere schon lange wieder konkurrenzfähig. Da gehe ich jede Wette ein. Die falschen Leute wären dann nämlich auch nicht mehr bei der Bank.