Boni hat er nie erhalten, aber Weltmarken geschaffen: Die Story von Jean-Claude Biver

Hommage an einen der aussergewöhnlichsten Manager der Schweiz, der mit Hayek die Uhrenindustrie rettete.

Gott schuf Jean-Claude Biver.

Und dieser die Renaissance der mechanischen Schweizer Uhr, die heute als globales Luxusgut zum Wohlstand von Millionen Menschen weltweit beiträgt. Besonders auch zum Wohlstand der Schweiz.

Sie ist zum grössten Gewinnbringer der Schweizer Uhrenindustrie aufgestiegen, während die von Nicolas G. Hayek in die Welt getragene Swatch nach dessen Tod keinen „Bumm“ mehr geschafft hat.

Der Skandal: Das Schweizer Fernsehen hat am 7. März eine Reportage über die Rettung der Schweizer Uhrenindustrie zur besten Sendezeit gebracht. Dort sind der gewitzte Libanese Hayek, ein ehrgeiziger Ingenieur, und Jean-Claude Biver, ein einstiger Hippie mit Talent, die grossen Stars.

Nicht mit einem Wort werden die Erben Hayeks erwähnt, die Vertreter des 8,4 Milliarden-Uhrenkonzerns, die mehr als Rebellen und Pferdezüchter bekannt wurden denn als Unternehmer in der kreativen Tradition ihres Vaters. Sie haben den väterlichen Drive nicht mehr, der die Schweizer Uhrenbranche vor vierzig Jahren rettete.

Jean-Claude Biver, heute 69, ist jünger und lebendiger denn je. Nach 50jähriger Karriere in der Uhrenindustrie hat er sich in Zürich an der „Swiss Start-up Factory Group“ beteiligt, die Jungunternehmer finanziell, im Management und bei der Suche nach Partnern unterstützt.

Seine aquamarin-blauen Augen leuchten, wenn er von den Erfolgen von Hublot, Zenith und TAG-Heuer spricht, die er in die Hände von Stéphane Bianchi gelegt hat, der heute im französischen LVMH-Konzern von Bernard Arnault das „Haus der Uhren“ führt. Biver steht Arnault, dem reichsten europäischen Unternehmer, bis zum Jahresende persönlich zur Verfügung.

Derweil reist Biver um die Welt und lehrt in Harvard, Singapur und Paris in drei Sprachen kreatives Management. In der Schweiz sucht er die Jugend, die sein Werk weiterführen kann.

„Ich bleibe in der Uhrenbranche“, versichert Biver; aber bis zum Jahresende 2019 ist er noch an den französischen Konzern gebunden. Après, c’est à voir!

Was ist von Biver zu lernen,

Während Nicolas G. Hayek, mit dem er zehn Jahre eng zusammen arbeitete, alle Stars in seiner Umgebung zur Seite schob, lebte Biver nach der Regel „Offenheit und Liebe“, ganz wie die Hippies der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Als noch niemand davon sprach, verwirklichte er die Führungsphilosophie des Teilens, wie sie heute von Warren Buffett und Dutzenden anderer Unternehmer weltweit angewandt wird.

Von Biver, der als kreativer Unternehmer mit Peter Spuhler (Bahnen) und Christoph Blocher (Chemie, Finanzen) vergleichbar ist, kann viel gelernt werden:

Jean-Claude Biver hat nie Marktforschung betrieben, denn er lebte in seinen Marken. Wie er den Weltfussball als Träger für Luxusmarken entdeckte, weil andere Kanäle schon besetzt waren, fand er früh den Weg zum Product Placement in Hollywood-Filmen. Cindy Crawford, mit der sich Vater Hayek gerne schmückte, war eine Biver-Entdeckung.

Fritz Ammann und Max Imgrüth entdeckten für die Swatch die Mode. Plötzlich war es chic, eine Swatch zu tragen. Kinder, die zuvor nie eine Uhr erhalten oder getragen hatten, rissen sich um die Swatch.

Biver, der Golduhren mit Kautschukarmbändern herstellen liess, entdeckte – ohne Philosophie – die Dekonstruktion als modischen Faktor, verband Technologie mit Tradition und brachte alle traditionellen Schweizer Uhrmacher durcheinander mit einem Chaos, das zum Welterfolg wurde.

Was sind die Wurzeln solcher Leistungen?

Woher kommt der Instinkt?

Bei Biver ist es die Verbindung mit der Natur. Der Besitzer eines Berghofs mit eigener Käseproduktion weiss um die Kräfte der Natur. Er hat sie mit seinen Uhren umgesetzt. Für Hublot hat er das Licht der Sonne mit dem Gold der irdischen Unterwelt in einem „Big Bang“ verwirklicht, der legendär wurde. Wie der Urknall des Weltalls läuft er mit Hublot heute noch und macht Milliardenumsätze.

Aus dem in Uhrwerke verliebten Hippie ist ein Schlossbesitzer am Genfer See geworden. Er hat mit den Grössten seiner Branche gearbeitet, sie alle reicher gemacht:

Hayek Père wie Bernard Arnault, beide Mathematiker, beurteilt er als beeindruckend, unglaublich kreativ, von extrem schnellem Verstand, ebenso Finanzgenies wie Künstler, die Weltkonzerne aufbauten. Hayek als Industrieller, Arnault als globaler Business Tycoon.

Beide schätzten, ja liebten Jean-Claude Biver, dessen schöpferischer Geist sich bis heute jeder Erstarrung widersetzt. „Heute“, sagt er, „brauche ich kein Ego mehr. Ich hatte schon sehr viel davon.“

Weil er seine Grenzen kannte, zählt er zu den grossen Überlebenden zweier Generationen von Uhrenunternehmern.

Jetzt bricht er auf zu neuen Ufern, „denn wer die Jugend nicht versteht, ist alt geworden“, sagt Biver.

Geld hat ihn nie interessiert, nie motiviert. Boni hat er während seiner Karriere nie erhalten. An künftige Paradiese glaubt er nicht. „Im Paradies sind wir tot“, meint Biver, der von Gott geschaffen wurde, um zusammen mit Nicolas G. Hayek die Schweizer Uhrenindustrie zu retten.

Kommentare

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  1. Er ist kein Schweizer Manager, sondern Luxembourger!

    Er hat lediglich Schweizer Firmen gekauft, gerettet, aufgebaut…..

  2. Habe einen Beitrag geschrieben der nun ohne Angabe von Gründen nicht veröffentlicht wird.
    Was ist hier eure Policy Herr Journalist

    • Zensur, bzw. nicht veröffentlichen, war bei mir hier auf IP auch schon der Fall. Bislang meinte ich, dies gelte nur für die Ringier-Presse, die NZZ und 20 Minuten. Offenbar habe ich mich getäuscht.

      Anderseits werden auf IP Standpunkt-Autoren zugelassen, die teilweise in der untersten Schublade argumentieren (siehe z.B. „Arschloch“-Artikel mit entsprechendem Weihnachtsgruss von Isabel Villalon, am 18.12.18 auf IP veröffentlicht oder das penetrante SNB-Bashing von Herrn Marc Meyer, um nur einige zu nennen.)

      Herr Hässig, stellen Sie doch bitte einfach Ihre detaillierte Netiquette hier ins Netz, damit wir wissen, wo Sie die rote Linie ziehen. Dies sollte dann allerdings auch für die Standpunkt-Schreiber und Video-Botschafter gelten.

      Vielen Dank.

  3. Wunderbarer Bericht. Gegen Herrn Biver sind unsere Banken- und Staatsmanager etwa so wie wenn man einen Sack Reis mit einem Tornado vergleicht. Darum alle staatliche Unterstützung per Gesetz abziehen und dann abwickeln so lange noch Geld übrig ist. Bonis rückfordern oder enteignen.

  4. Biver ist definitiv gesegnet mit Gaben von man wahrscheinlich nur träumen kann. Blitzgescheit, Charisma, Leadertyp etc. Er hätte sicherlich alles werden können was auch immer er gewollt hätte. Luxusuhren… Hmm, keine (grosse) Erfindung oder sonst ein Beitrag zur Menschheit, Leute operiert, gepflegt, oder was weiss ich, wenigsten ein Velo repariert. Nein? Mit Luxusuhren können reiche Leute ihr Ego aufpolieren und sich besser fühlen als andere – und natürlich auch mit antiquierter Technologie die Zeit am Handgelenk ablesen. Geil! Danke Jean-Claude, dass du uns die Luxusuhr gegeben hast, wie würde mein Leben nur ohne sie aussehen. Biver wurde von Gott geschickt und mit Talenten gesegnet, damit er diese auf so göttlich sinnlose Art verschwendet. Stöhlker echt jetzt?!

    • Von wegen antiquierter Technologie:
      Mechanische Uhren sind Kunstwerke mit Persönlichkeit und Seele.
      Sie halten mehrere Generationen.
      Die komplizierten Smart Watches mit vielen Funktionen, die nur
      wenige brauchen, sind hingegen Wegwerfprodukte.

    • Luxusuhren sind das Beste für die Reichen. Braucht wenig Rohstoffe in der Produktion, viel Handarbeit (Wertschöpfung…) und eine grosse Marge. Das perfekte Produkt. Ist mir allemal lieber, als die teueren Luxusautos.

  5. Bravo Herr Stöhlker! JCB habe ich als extrem offenherzigen Menschen kennengelernt, bei ihm wird absolut jeder Mensch respektiert. Und das ist ein wichtiger Faktor, weshalb er so erfolgreich unterwegs ist. Zu ihm geht man als Erster, wenn man eine gute Idee hat und er weiss diese innerhalb von Sekundenbruchteile zu würdigen und spätestens nach zwei Minuten aufzugleisen. Wo andere fragen „Gibt es dazu Zahlen?“ handelt er und bedankt sich. Gerne möchte ich an dieser Stelle allen CEOs zurufen: Seid respektvoll mit euren Mitarbeitern! Demotivation ist das schlimmste Gift, welches je nach dem sehr schnell wirkt. Und alle grossen Wirtschaftsführer, die denken „Wir bedienen uns oben schamlos und lassen die Kleinen bluten“, werden zusehen müssen, wie sich das rächt.

  6. Boni hat er nie kassiert. Aber er war immer so clever, sich an den Firmen zu beteiligen, zu sanieren und schlussendlich (völlig verdient) abzukassieren. Gut gemacht.

    • @Michael Görlitz:
      Eben genau nicht…
      „Biver hat Geld nie interessiert“ – haben Sie diese Passage extra ausgeblendet, oder können das Menschen, die im Finance-Umfeld tätig sind, aufgrund Ihrer Konditionierung gar nicht verstehen oder nachvollziehen?

      Wer für seine Ideen, Visionen und Pläne einsteht im Leben, und diese mit Enthusiasmus und Freude vetritt, und auch andere daran teilhaben lässt, der muss sich nie wirklich Sorgen um seine Existenz machen. Ein ganz simples Naturgesetzt sorgt nämlich dafür, dass demjenigen der gibt, auch gegeben werden wird. Es ist eine ganz einfache und wahre Wechselwirkung.

      Geld ist und bleibt ein Nebenschauplatz, nice to have, jedoch niemals die Hauptmotivation um morgens früh aufzustehen. Wenn ich mir die Kommentare so angucke, so scheinen 3/4 der Verfasser diese Phylosophie nicht mal im Ansatz verstanden zu haben!

      Wer Geldschöpfen als Hauptmotivation im Leben ansieht, hat den tieferen Sinn der Existenz nicht verstanden, und der finanzielle Erfolg wird auch nicht von langer dauer sein…

    • @Visionär,

      Sehe ich auch so. Es stellt sich in unserer Zeit des Umbruchs die Frage, ob es weitere Philosophen als Mischungen aus Karl Marx und Karl Popper braucht, um die Missstände zu beschreiben. Was wir brauchen, angesichts der Zerstörung des Planeten sind Lösungen, kein Aufzeigen von Wirkungen und endlich ein realistisches Menschenbild, um uns hierfür Regeln zu geben, die der Natur der Dinge entsprechen.

  7. Darum glaube ich auch nicht das nur Boni zu guten Leistungen und super mega Boni zu extrem Leistungen beitragen. Im Gegenteil es werden unnötige Risiken eingegangen wenn es gut geht = Volle Bonikasse wenn es daneben geht springt die SNB ein und rettet die UBS! Was Hayek und Biver geleistet haben, das kriegen unsere super Banken CEO nie hin

  8. Das ist einmal e gfröte Artikel. Es tut gut zu hören,dass es auch zwägi Menschen in diesen Branchen gibt.

  9. Wir hatten JCB einmal (mit Fidel) beim Montagabend Teffen des Gentlemen Clubs im Carlton und ich kann nur bestätigen, dass seine Karriere die er mit der Marke Blancpain und seiner Selbständigkeit startete grandios war, als er morgens um fünf beim Bürgermeister in Lausanne vorsprach, um Subventionen für seine Uhrmacher zu ergattern. Doch die Quintessenz war, dass er an diesem morgen sehr früh aufgestanden war und ihm der oberste Lausanner damit einen Gefallen tat, ihm vor Augen zu führen, dass er an diesem Tag drei Stunden vor seiner Konkurrenz angefangen hatte zu arbeiten und er somit alleine 27.5 Tage Vorsprung hatte. Das nahm er sich zu Herzen und beschloss mit seinen Co-foundern bereits um drei Uhr morgens anzufangen, somit hatte sie dann zu dritt 1,5 Monate Zeitvorsprung.
    Die andere Episode war, als er sage und schreibe neun Termine für einen Sponsoring Termin für den James Bond 007 jagt Dr. No Movie absagte und sichbei der zehnten Anfrage auf einen Termin einliess, aber nicht das angebotenen 10‘000 Franken-Paket annahm, sondern gleich das gesamte Sponsoring kaufte und die Omega Uhr danach weltberühmt wurde.

    • Ich kann Ihnen versichern, die Geschichte mit James Bond stimmt SO nicht, eigentlich glatt gelogen. Aber ist eine gute Story. – Das schreibt derjenige, der bei EON, MGM, Fred Spector von CAA war. 😉

    • An: Ach wie gut, dass niemand weiss….
      Das hat uns JCB so 1:1 vor ca. 25 Männern erzählt.

  10. Boni hat er nie erhalten. Was machte ihn dann zum Schlossbesitzer am Genfersee? Muss ja irgendeine Form der Erfolgsbeteiligung gewesen sein, die ihn vom Hippie dorthin brachte.

  11. Der Herr Biver ist ein Manager von altem Schrott ,wie es leider gerade nur noch ein paar gibt.Ich sehe immer noch den CH-SFR-Film über ihn, wo er die pensionierten Unrenmacher bat ihr Wissen an die Jungen weiter zu geben.Sie können so lange arbeiten wie sie wollen hat er diesen Fachleuten versprochen bei vollem Lohn.“BRAVO Herr Biver“.
    Da könnten sich die Schmalspur-Manager von der Avenier-Suisse noch viele Scheiben abschneiden;aber dazu muss man die Ärmel hochkrempeln und arbeiten.Ob sie das könnten?
    Herr Biver hoffentlich sind ihre Ideen noch lange nicht erschöpft und sie werden weiter hin erfolgreich sein.Danke.

  12. Glauben Sie mir, Herr Stöhlker, auch JCB hat ein paar Leichen im Keller und Nepotismus war ihm eine Zeit lang auch nicht fremd. Der Erfolg hilft der überhöhenden Legendenbildung. Unter dem Strich ist die Bilanz aber sicher und ganz offensichtlich positiv. JCB ist als intensiver Leitwolf seines Rudels, der sich fast Tag und Nacht bis zur Erschöpfung selbst operativ angepackt und nass gemacht hat (und gleichzeitig der erste kreative Produktentwickler, Promoter und Verkäufer seiner Marken war), Lichtjahre von den weitestgehend leistungslosen, Massanzug tragenden, angestellten Verwaltern bzw. simplen Bonizuschiebern in den KL und VR der Banken und anderer Grosskonzerne entfernt.

    • oje; kleine Anfrage = kleiner Schweizer.

      Um über diese Herren zu schreiben braucht es kein Mandat. Wer je die Chance hatte Herr Biver persönlich zu treffen, weiss vonwas ich spreche!! Soviel Optimismus, Energie und Charisma ist einzigartig. Seit 2008 habe ich mir mehrere Hublot Uhren gekauft. Ein billiges Uhrwerk und nicht für die Ewigkeit. Aber diese positive Energie die ich darin spührte sie zu tragen, war nur durch das exzellente Marketing von Super Biver möglich!! Schweizer sollten lernen sich an solchen Grössen zu orientieren und Optimismus, Leidenschaft, Kreativität zu leben und Positiv und Neugierig zu sein!!! Halte die Schweiz schon lange nicht mehr aus! Ein wunderschöner Fleck Land aber mehrheitlich geprägt von kleingeistigen, eiversüchtigen Nörgelern mit Wandblick.

      — und hey, die Firma Swatch verdient auch unter neuer Führung Respekt!! Nick und Nayla machen einen hervorragenden Job!!

      Sowie viele andere Unternehmer auch welche Jobs und Mehrwert für die Gesellschaft schaffen und sich unermüdlich für den Fortbestand Ihrer Unternehmen einsetzen.

      Mich freut es wird IP auch genutzt um Persönlichkeiten zu ehren!

      liebe Grüsse aus dem Ausland

    • Es spielt doch keine Rolle, ob Stoehlker ein Mandat hat oder nicht. Die erwähnten Unternehmer haben riesige Erfolge eingefahren und Arbeitsplätze geschaffen. Im Gegensatz zu den internationalen Managern, die nur abkassieren und Leute entlassen. Die CH muss wieder schweizerischer werden und sich selbstbewusst von Unterjochungsverträgen und höfischer Anbiederung an internationale Organisationen verabschieden. Die CH steht nicht umsonst besser da ohne diese Bürokraten und Politiker !

    • Die Fakten und zahlen sprechen sich von selbst…
      De facto unterstützen die Staaten, Zentralbanken und weitere Istitutionen welweit ‚System relevanten Institute‘ die dann die Lage ausnützen um noch mehr zu kassieren, am ende zahlt doch ( rettet ) der Staat oder besser di “ brave Steuerzahler“…wärenddessen “ gute Firmen“ von selbst sich entwickeln und runter gehen ( das ist eigentlich Kapitalismus…). Und somit ist schon alles gesagt: man wollte den Finanzsystem retten und stärken machen, aber man hat nur “ ein verwöhnte Kind“ kreirt, der gar nicht mehr laufen kann…

    • @ausland schweizer. es geht weniger darum, über wen, sondern VON WEM. Und wie die Signatur berichtet, haben wir es mit einem PR Berater zu tun. Ist ja auch verständlich, wo Swatch ganz unsolidarisch der Basler Messe ferngeblieben ist. Da tut etwas Heldenambrosia ganz gut. (war bei Stöhlkers Blatter Text hier auf IP von der Leseperspektive genauso)

    • @Ausland Schweizer: Alles gesagt und wunderbar auf den Punkt gebracht. Beim Lesen Ihrer Antwort dachte ich mir nur: same here! Schweizer sehen oft nur den Garten, nicht aber den Spaten.

    • Niemand; manchmal schreibe ich nur aus Vergnügen, wenn mir die Story gefällt.
      Zuletzt habe ich die Omega Constellation zusammen mit Paul Peter eingeführt. Heute arbeiten wir für Favre-Leuba, die zweitälteste Schweizer Uhrenmarke, die vom indischen Tata-Konzern gekauft worden ist.

    • Da ich es weiss, „kleine Anfrage“, kein Auftrag, sondern purer Spass am Schreiben. Also, öffnen Sie Ihren Geist und lassen Sie den traurigen Neid mal weg. Neidische Menschen werden selten erfolgreich.

    • @Ausland Schweizer:

      So ist es. Die Schweiz hat eine hervorragende Ausgangslage. So einfach wie eine Tonne Stahl kaufen und ein paar Grenzgänger dran rumwerkeln lassen wird es nicht, aber es gibt auch viel mehr qualifizierte Ingenieure als früher. Wo in Europa lockt eine solche Landschaft, und ein so geschmeidig funktionierender Staat??? Diese Wankerei vom Untergang des weissen Mannes und die Wahnvorstellung vom Rückzug ins Réduit: das bringt doch alles nix.

    • @Ausland Schweizer
      Sie haben grundsätzlich recht.
      Die Frage eines Gefälligkeitsartikels darf aber gestellt werden. Das Loblied auf Sepp Blatter ist uns immer noch in den Ohren. Herr Stoehlker lebt(e) von diesen Mandaten und ist vieles- nur kein unabhängiger Journalist.

    • @AuslandScheizer

      Nix kleiner Schweizer – kleiner und sehr strebsamer Luxembourger

  13. Es tut gut zu lesen, dass auch einer der stillen
    im Lande, der aber für den Gesamterfolg entscheidend
    ist, vorgestellt wird. Der Artikel gefällt mir sehr.

    • Die angegraute Weste muss bestimmt nicht gefärbt werden, weil ohnehin bös von Motten zerfressen. Schlechtes Karma als Fingerzeig.

      Nehmen wir folgedessen dem Urs gleich alle Kleider weg. Nackte Könige werden meistens doch noch vernünftig………