Thiam+Rohner sehen sich auf Stufe von Jamie Dimon

CEO der riesigen JP Morgan gehört zur Bonus-Vergleichsgruppe der CS-Chefs – Dadurch steigt deren Bonus immer höher.

Die CS-Chefs Tidjane Thiam und Urs Rohner sorgen dafür, dass die Linke im Land den Kapitalismus endgültig überwinden könnte.

Gestern Sonntag wurde via Presse eine nächste Regulierung angekündigt. Wenn die Banken bald auch beim Lohn staatlich kontrolliert sind, dann ist das die Folge der Gier zuoberst.

Diese kontrastiert mit der Leistung. CS-Chef Thiam hatte drei grosse Ziele: die CS Schweiz an die Börse bringen, die CS in Asien zur führenden Kraft machen, die CS Investmentbank nachhaltig rentabel machen.

Bei allem ist Thiam gescheitert. Die CS Schweiz ist ein Bereich, keine Börsenfirma. Die CS verliert in Asien an Boden. Und die CS Investmentbank schreibt rote Zahlen.

Umgekehrt kassiert Thiam 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit fast 13 Millionen Franken liegen nur Sergio Ermotti von der UBS und ein Big Pharma-Chef vor dem CS-Boss.

Im Kielwasser Thiams erhält CS-Chairman Urs Rohner ebenfalls eine satte Lohnerhöhung. Statt 4,3 Millionen sind es neu 4,7 Millionen.

Wie geht das? Ganz einfach, die CS-Chefs vergleichen sich mit den Weltbesten der Branche. Wenn es um ihren eigenen Bonus geht, dann kommen Jamie Dimon und die Bosse von Goldman Sachs ins Spiel.

Sie und weitere Weltbanker, die Top-Resultate erbringen, liefern den Vergleichsmassstab für die exorbitanten Löhne und Boni der CS-Chefs.

„The assessment of the economic and competitive environment is an important element of the compensation process as the Group strives for market-informed, competitive compensation levels“, steht dazu im Vergütungsbericht der CS von letztem Freitag.

Betonung auf „competitive“: CS-Vergleich mit JP Morgan & Co (CS)

Dann kommts: „The peers considered for the purposes of Group peer benchmarking are Bank of America, Barclays, Citigroup, Deutsche Bank, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley and UBS.“

Jamie Dimon und die Chefs der grössten US-Geldhäuser sind andere Kaliber als Thiam und Rohner. Sie operieren in Sphären, welche die CS-Chefs nur vom Hörensagen her kennen.

Dimon ist seit über einem Jahrzehnt Chef der US-Bank JP Morgan, hinter den China-Riesen die Welt-Nummer 1. JP Morgan macht Dutzende von Milliarden Jahresgewinn, ihr Wert an der Börse ist ein X-Faches der CS.

Jamie Dimon verdient entsprechend viel, regelmässig über 20 Millionen Dollar im Jahr. 2018 waren es gar 31 Millionen.

Im Vergleich zu seinem Erfolg ist das Ok; JP Morgan Chase erzielte 2018 fast 33 Milliarden Dollar Gewinn. Die Aktionäre winken nach zwischenzeitlichem Murren die hohe Vergütungen für ihren CEO durch.

Die CS machte unter Thiam und Rohner die letzten Jahre statt riesige Gewinne Milliardenverluste: 2015 2,9 Milliarden, 2016 2,7 Milliarden, 2017 1 Milliarde.

Im letzten Jahr, also 2018, waren es dann 2 Milliarden Gewinn. Ergibt einen Totalverlust in der Ära von CEO Thiam von 4,6 Milliarden Franken.

Die CS hat also enorme Summer verspielt. Im Vergleich zu dieser Leistung ist der Bonus des CS-Führungsgespanns ein Hohn.

Die grossen Profiteure in der CS neben den Obersten in der Hierarchie sind die gut 1’000 „Material Risk Takers and Controllers„, die allesamt eine Million oder mehr im Jahr 2018 verdienten und deshalb im Vergütungsreport offengelegt werden.

Im 2018 gab es genau 1’030 solche Risikoleute und hochbezahlten Spezialisten. Im Total erhielten sie eine Milliarde und 552 Millionen Franken Bonus und Fixsalär.

Umgelegt ergibt das eine Million und 507 Tausend Franken pro Material Key Risk Taker. Ein Jahr zuvor, also im 2017, lag diese Zahl bei einer Million und 502 Tausend Franken. Plus 5’000 pro Kopf. Immerhin.

„Inside Paradeplatz schreibt, die CS-Investmentbank schreibe rote Zahlen“, hielt die CS nach Publikation dieses Artikels fest. „Das ist falsch. Sowohl der Bereich ‚Global Markets‘ als auch der Bereich ‚Investment Banking & Capital Market‘ waren im vergangenen Jahr profitabel.“

„Weiter schreibt Inside Paradeplatz, CS-Chef Thiam hätte drei grosse Ziele gehabt: die CS Schweiz an die Börse bringen, die CS in Asien zur führenden Kraft machen, die CS Investmentbank nachhaltig rentabel machen. Auch dies ist so nicht korrekt.“

„Als wir Ende 2015 mit der Restrukturierung begannen, hatten wir drei Hauptziele: 1) dringende Probleme in Bezug auf unsere Kapitalbasis, unsere absolute Risikoposition und unsere hohe Fixkostenbasis lösen;

„2) eine Strategie für nachhaltiges, regelkonformes und profitables Wachstum definieren und umzusetzen und

„3) Investitionen tätigen, um unsere Risiko- und Compliance-Kontrollen zu verbessern und unsere Unternehmenskultur zu stärken. Wir haben diese Ziele weitgehend erreicht.“

Kommentare

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  1. Schon noch interessant, bei den normalen Angestellten wird der Lohn dann gedrückt, obwohl der Schnitt der Peer Gruppe höher liegt. Zu sich selber grosszügig und bei den Anderen knausrig. Sind die beiden Herren in Sachen Leistung oder Resiltat auch Perr-würdig oder doch nur Provinz?

  2. Mit vielen Sparmassnahmen am falschen Ort werden willige Berater gehemmt. Durchlaufzeiten von mehreren Wochen auch bei einfachsten Produkten. Alles muss fotokopiert und überprüft werden. Auf Prozesse ist kein Verlass. Service excellence? Der Imageschaden bei Kunden und Beratern ist imens. Wer führt hier Bilanz? Wie rechnet sich der Bonus für diese Unleistung, welche sich erst nach und nach in den Zajlen niederschlägt. Wirdinteressant, wie diese Hürde übersprungen odernur todgeschwiegen wird. Kann sich CS die beiden überhauptnoch leisten?

  3. Mir hatte mal ein Russe gesagt der es wissen muss „ihm mache das Angst, was ihm die Leute nicht sagen“…

  4. Wenn Leistung zählen würde…Bei Businessplänen heisst es doch, Bilanz nach drei Jahren. Mit diesem Massstab gemessen müsste man hier nicht mehr über die Löhne von Thiam und Rohner schreiben, dann wären die nicht mehr bei der CS.

  5. Mit dem folgenden Kommentar werde ich mich nicht beliebt machen aber es muss trotzdem mal gesagt warden – ja UR ist nicht kompetent, ja TT ist völlig überbezahlt – aber die CS ist ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen. Es gibt kein öffentliches Referundumsrecht auf deren Vergütung. Das einzig wirklich konsequente Handeln ist seine Konten zu schliessen und der Bank das Geschäft zu entziehen oder im grossen Stil Aktien zu kaufen und seine andere Gesinnung bei der Generalversammlung einzubringen. Das letztere ist jedoch ziemlich sinnlos da die Grossaktionäre den Ausgang der GVs bestimmen.

    Jetzt wird der Einwand kommen dass die Banken too big to fail sind und somit die Oeffentlichkeit ein indirektes Mitspracherecht hat. Wenn dem so ist, dann müsste die Finanzmarktaufsicht eingreifen, was sie jedoch nicht tut.

    Deshalb soll jeder sich überlegen ob er CS und UBS weiterhin alimentiert oder ob die Leserbriefschreiber selber konsquent sind und diesem System die Grundlange entziehen.

    • Wenn das Thema zwei Personen, also UR und TT alleine betreffen würde, dann wäre mein Entscheid anders.

      Betroffen sind jedoch auch tausende Arbeitsplätze in der Schweiz sowie der Ruf der Schweiz, resp. Schweizer Finanzdienstleister.

      Darum im kleinen und grossen Stil: CS Aktien kaufen & Abstimmen!

    • Bin absolut bei Ihnen, dass es keine staatlichen Zwangsmassnahmen geben sollte. Es handelt sich um eine Angelegenheit zwischen privaten Akteuren – dritte kommen soweit nicht zu Schaden. Niemand zwingt die CS diese Löhne zu bezahlen und diejenigen die es verhindern könnten (die Aktionäre), denen scheint es in der Mehrzahl egal.

      Auch wenn es keine Handhabe für staatliche Massnahmen gibt, so bleibt das ganze aber dennoch unverschämt, dreist und gierig. Die „Spitzenmanager“ haben jeglichen moralischen Kompass verloren (auch wenn ihr PR-Gefasel was anderes suggerieren will, ausser den PR Deppen weis wohl jeder, dass „Corporate Social Responsibility“ und „Sustainability“ hauptsächlich nett gemeinte Marketingtools sind) und merken nicht, wie abgehoben sie eigentlich sind.

    • “dritte kommen soweit nicht zu Schaden”… und was aber ist mit den Tausenden von MA, die inzwischen entsorgt sind, weil sie zu teuer waren?

    • @Schweiz. Entsorgungsanstalt

      Deshalb „soweit“. In der Schweiz gibt es ein flexibles Arbeitsrecht, das – gefällt einem das jetzt oder nicht – solche Entscheidungen legal ermöglicht. Grundsätzlich eine sinnvolle Sache, vergleicht man das mit Ländern mit rigiden Systemen. Aber auch hier kann man sich natürlich über die moralisch-ethische Verantwortung unterhalten. Längst nicht alles das legal ist, ist richtig – und das bezieht diese „Optimierungsentlassungen“ mit ein (insbesondere wenn die Angestellten, welche die eigentliche Wertschöpfung generieren immer mehr unter Druck gesetzt werden, während irgendwelche Frühstücks- und Meetingdirektoren – deren verhältnismässige Häufigkeit zunimmt, je weiter man sich nach oben begibt – die Suppe nicht auslöffeln müssen).

    • Was Sie aber nicht berücksichtigen ist die Tatsachen, dass alle Bürger gezwungen werden in die PK einzuzahlen und wir Aktionäre der Grossbanken sind ohne Mitspracherecht. Diese Exzesse wären gar nicht möglich ohne dieses korrupte System. Darum ist die Einmischung gerechtfertigt.

  6. Lieber Herr Hässig, bitte nicht zensurieren !
    Wir leben eben in einem von Psychopathen geschaffenen System der Pathokratie. Psychopathen fehlt ein genetischer Sinn für Reue oder Einfühlungsvermögen, sie kennen keinerleei Beschränkungen in ihrem Tun um an die Spitze zu gelangen. Dieses Defizit lässt sich durch einen Gehirnscan nachweisen. Ist genetisch bedingt .Da nützen noch so viele Psychologen, wütende Aktionäre oder Staatliche Regelungen so was von gar nichts. Die nächsten Abkasierer stehen schon bereit. Solange man nicht bereit ist diese Leute auszusortieren, wird sich gar nichts ändern.
    Weiterführende Literatur
    -Political Ponerology von A. Lobaczewski, herausgegeben von Laura Knight-Jadczyk und Henry See.
    Artikel: -Twilight of the psychopaths
    -The trick of Psychopath`s Trade: make us believe that evil comes from others

    • @Isaac

      Wen auch immer Sie meinen: UR & TT sind sicher keine Psychopathen – schauen Sie sich mal Interviews von denen an: beherrscht aber nicht nur aufgesetzt.

  7. The two big banks in Switzerland are doomed. Neither UBS nor CS have the chance of going back to being good financial institutions. Much less profitable except for their managers. The future of Swiss banking lies in the Pictet size banks and smaller. The question is whether JB will find it’s soul or it will go the way of the two big ones.

  8. Die Kunden bezahlen die übertriebenen Gebühren der CS und somit auch deren Bussen und die Millionensaläre des CEO’s und des VR-P.

    Also…bist Du Kunde der CS und Du findest dies in Ordnung, dann bleib Kunde. Findest Du es nicht in Ordnung, dann wechsle gefälligst die Bank.

  9. Rohner ist für mich das primäre Problem.

    Thiam war bereits gut bezahlt beim vorherigen Arbeitgeber und wäre wohl ohne Gehaltsversprechen nicht gewechselt.

  10. Im anglo-amerikanischen (in meinen Augen „betrügerischen“) Finanz-System – in dem nicht nur der Westen, sondern die ganze Welt gefangen ist – können diese Herren quasi machen, was sie wollen. Ihre Devise lautet: «Nehmen soviel nur geht, bevor alles zusammenbricht». Einschränkende Gesetze zu diesem Handeln scheint es nicht zu geben.

    Die eurasischen Mächte und Kräfte – wie Russland, China, Iran, Indien usw. – versuchen sich vor dem Finanz-Zusammenbruch zu retten, dies über immense Goldzukäufe und indem sie neuerdings in den eigenen Währungen ihren gegenseitigen Handel und ihre Gesamtwirtschaften stützen und stärken und vor allem in ungesättigten Märkten Wirtschaftsaufbau betreiben. Ihre neuen finanzpolitischen Wege gehen unübersehbar in Richtung Ent-Dollarisierung, das den Westen zunehmend schwächt.

    Folglich heisst es in einem interessanten Artikel: „Die FED kapituliert. Die Rückkehr zu einer seriösen Geldpolitik würde umgehend eine schwere Krise auslösen. Darum schmieden IWF und Zentralbanken Geheimpläne.“

    „Deshalb arbeiten der IWF und die Zentralbanken im Hintergrund längst fieberhaft an „Lösungen“, mit denen es ihnen ermöglicht werden soll, vor allem Sparer zu enteignen. Das ist der „einfachste“ Weg, der eingeschlagen werden soll.»

    Das wird ja eh schon seit längerem mit einer Null-Zins-Politik und mit der Minus-Zins-Gebühr bei den Zentralbanken durchgeführt. Was soll denn da noch kommen??? Die Fantasie zur Enteignung der Bevölkerungen scheint ja keine Grenzen zu haben. Und die Herren in den oberen Rängen der Banken und Konzerne zocken weiter ungehindert ab. Wer kann das noch fassen? Diese Abzocker-Herrschaften gehörten schon längst hinausgeworfen und ihre Einnahmen massgeblich gestrichen, dies samt der Führung der FINMA

  11. Nicht zu fassen: Der ewig Gescheiterte Rohner mit seinem Abzocker Thiam haben auch noch die Frechheit (nebst dem Abzocken ihre grosse Kompetenz), sich mit internationalen Koryphäen auf gleiche Stufe zu stellen! Unappetitlch, Unanständig.
    Zum wiederholten Mal bekleckern sie das Image der Schweiz!
    Unsagbar!

  12. Es wird nichts passieren solange die Sesselfurzer im Bundeshaus nichts unternehmen. Ich bin für die sofortige Einführung, dass man mit 50 nur mit einer Saftigen Abfindung pro Dienstjahr mit CHF 20’000.00 entlassen werden darf.

  13. Thiam und Rohner sollten sofort den Stuhl räumen und 80 % des verdienten Geldes von den letzten 3 1/2 Jahren an die Bank zurückzahlen. Mit dem Geld dann die alten +50 wieder einstellen, den diese Leute haben den Lohn verdient und nicht die Kündigung. Dieser Wissensverlusst wird die Bank zusätzlich in Zukunft noch viel kosten. Der Personalmangel macht sich jetzt schon massiv beim schlechten Service der Bank bemerkbar.

  14. Im Namen der tausenden Mitarbeiter, bei denen es auch dieses Jahr hiess „nichts geht mehr“, wenn es darum ging den Lohn zumindest der Teuerung anzugleichen, möchte ich der Führungsetage zu den stattlichen Lohnerhöhungen gratulieren. Die Mitarbeiter, welche seit mehreren Jahrzehnten sich für die Firma aufopfern gehen wieder mehrheitlich leer aus, so dass sich der Reallohn Jahr für Jahr kleiner wird. Inzwischen zahlt nicht nur die Pharma Branche, sondern auch Versicherungen und sogar Behörden bessere Saläre.

    • Geh halt einfach….ich werde wohl mein Konto zur ZKB transferieren…und besser jetzt als in ein paar Monaten, das wird nix mehr mit der CS, denn wenn Thiam weg ist, wird das für die CS übler als für die Deutsche Bank nach Ackermann

    • Ganz simpel und einfach. SWchon lange bekannt, aber nioemand setzt sich für die einzig korrektive Massnahme ein! Solange die Depotstimmen an der GV zugelassen sind, kommt ALLES was der VR vorschlägt durch. Das einzige was sinnvoll wäre ist: Abschaffung des Depotstimmrechts. Noch besser wie bei Raiffeisen, nur die anwesenden können gültig eine Stimme abgeben.

    • …weil die im Aktionariat bestimmenden Kataris in die siechende Bank mit grossen Darlehen eingestiegen sind, die sich fürstlich verzinsen lassen!

    • Die Antwort ist nun einmal relativ einfach; weil es DEN Aktionär schlicht nicht mehr gibt. Von den grössten 20 Aktienholdern engagieren sich vielleicht noch max. zwei aktiv. Alle anderen werden auch heute noch (beschämenderweise) schlicht und einfach zustimmend zu allen abstrusen Anträgen nicken. Würde jeder Schweizer sich mit CHF 1’767 (155 Aktien) engagieren, wäre auch an ein Ausmisten zu denken. Mit leeren Kommentarschreibereien passiert hingegen noch einige Zeit (irgendwann tendiert auch eine CS kursmässig gegen Null) leider nichts.

    • Weil die Kleinaktionäre nichts zu bestellen haben. Die Grossen geben den Ton an mit ihren Aktienpaketen und die stimmen meistens im Sinne der CS. Darum ist eine GV eigentlich eine Farce.

    • Die Aktionäre lassen dies zu, weil die Grossaktionäre sowie die Depotstimmen meist genügen alles durchzuwinken was eigentlich verboten wäre… das ist das Traurige am ganzen System.
      Die Voten der vielen Kleinaktionäre an den GV‘s entsprechen meist der Wahrheit, wenn auch zum Teil sehr theatralisch vorgetragen, aber das interessiert niemanden in der obersten Etage.
      Die GV‘s und Abstimmungen mutieren somit meist zu einer Farce, weil das oberste Management im Voraus schon weiss, dass alles durchgewinkt wird.
      Es gibt ganz wenige Ausnahmen, welche z.B. sie Stiftung Ethos bewirkt, wenn sie ein Grossaktionär ist.

  15. Man vergleiche:

    Aktienentwicklung der letzten 3 Jahre:
    JP +33%
    CS -50%

    Kumulierter Gewinn der letzten 3 Jahre
    JP +80 Mia. US$
    CS -1.6 Mia. CHF

    CEO Gehalt
    JP 33 Mio. US$
    CS 13 Mio. CHF

    Man finde den Fehler (kleiner Tipp, es fehlt nur ein Minus).

  16. Leider sehen sich noch viele andere MD’s bei der CS ebenfalls völlig abgehoben in einer falschen Liga !! Ein Beispiel von vielen. Hatte kürzlich ein Meeting mit dem COO des Handels Der hat keine Ahnung was er tut, (da war sein Vorgänger WB einiges besser, mit dem konnte man konstruktive Lösungen finden) aber der jetztige COO hat eine Meinung und nur diese gilt, auch wenn offensichtlich falsch. Und diese garnieren horende Saläre ….. aber halt Juristen Kollegen von UR.

  17. Was für Competitor man hat, spielt keine Rolle…
    schuauen wir Roger Federer als Beispiel, Samstag Abend: er hat sehr schlecht oder nur schlecht gespielt, aber am Ende er hat gewonnen und das zählt….der Rest ist Makulatur, Dreaming….
    So alles ist relativ, aber in eine veränderbare Welt, zählt nur Resultate, jetzt wissen auch die Wähler in Zürich eigentlich….
    Es wäre zu sagen, ich bin auch ein „Champion“, da ich 100 Meter laufen mit die besten kann, obwohl ich immer den letzten bin (Zeit ist absolut vergesslich hier…) deswegen sollte ich auch honoriert sein?
    Dazu sollte man auch die Relationen erkennen können und andere Metrikern benützen. Aber für uns normal sterblichen spielt keine Rolle: wir müssen täglich unsere Brot verdienen und morgen wird nicht besser sein….
    Was für eine Kompetition hat der einzelne dann? Miliarden Menschen? Ist das der richtigen Masstab? vielleicht in Zukunft ja….

  18. Ich finde die Bezeichnung „Material Risk Takers“ putzig. Was für „Material Risks“ nehmen diese Leute denn auf sich? Eigentlich doch nur das Risiko ihren hochbezahlten Job zu verlieren. Das ist aber ein Risiko, dass im Grunde jeder Angestellte zu jeder Zeit hat. Wer am Ende die „Risks“ die dieser erlauchte Kreis eingeht „nimmt“, dürfte seit 2008 wohl auch dem Hinterletzten klar sein – zuerst die Aktionäre, dann allenfalls die Depositäre und ganz am Schluss der Steuerzahler. Die „Risk Takers“ werden aber kaum einen Rappen ihrer Saläre zurückgeben müssen und können sich längst auf ihrem Geldpolster ausruhen (sofern sie vernünftig damit umgegangen sind).

    Einmal mehr zeigt sich, dass man in diesen hohen Sphären wohl den Bezug zur Realität total eingebüsst hat. Nassim Taleb würde kotzen.

  19. Der Vergleich mit JP Morgan ist an Überheblichkeit und Selbstüberschätzung kaum zu überbieten. Peinlich und unverschämt, was die beiden TT und UR abliefern, beziehungsweise im Gegenzug für ihre unterirdische Performance abkassieren. Es stellt sich überdies die Frage, ob der Vergütungsauschauss im VR noch tragbar ist – zumindest reputationsschädigend ist er allemal.

  20. Zum Ausnehmen der Weihnachtsgans CS braucht es zwei: Ausführende (Rohner und Thiam)und Zulassende (Aktionäre), solange letztere nichts dagegen tun, dreht sich die Platte weiter – knapp über dem Abgrund.

    • Wie weiter oben bereits erwähnt. Ausschliesslich die Abschaffung des Depotstimmrechts könnte was ändern. Aber niemand, weder Aktionäre noch Politik haben sich für das eingesetzt.

  21. Mich würde mal interessieren, wie viele von diesen MRTC der Credit SUISSE noch Schweizer Staatsbürger sind. Weiss das jemand?

    • Wäre ja noch schöner, wenn diese „Spesen“ auch noch in der Eidgenossenschaft verbleiben würden 🙂

  22. Es wäre wirklich sehr zu hoffen, dass den Herren an der GV dieses Jahr der Marsch geblasen wird und ihnen endlich und unwiderruflich die rote Karte gezeigt wird. So darf es einfach nicht weiter gehen mit den CH Banken.
    Auch die Politik muss endlich aus ihrem Dämmerschlaf erwachen und der Bankenlobby gehörig Kontra geben.

  23. Kopie Post Blaupistenfahrer
    22. März 2019 / 23:04

    Alle rufe dumme Aktionäre…bin ich der Einzige, der das System erblickt? Die Coco-Bonds der Araber bezahlen 9.5% jährlich, was CHF 500 Millionen Gewinn jedes Jahr entspricht. Seit 2011: 8×500= CHF 4 Milliarden, plus Dividende. Wo gibt’s sonst so eine Rendite? Die sind hochzufrieden! Die Aktionäre sind mit dem CS Management unter einer Decke und haben die Bank systematisch ausgenommen. Das Management überweist die exorbitanten Zinsen den Arabern, diese wiederum lassen dem CS Management dafür die exorbitanten Saläre zu. LH, please, können Sie das mal in einem Artikel klar machen? PS: sobald die Cocos weg sind, machen sich auch Thiam und der Rohner aus dem Staub. Mission erfüllt.

    https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/credit-suisse-gibt-coco-bonds-im-umfang-von-6-mrd-franken-heraus

    Meine Ergänzung:
    9.5% Cash Einnahmen
    0% Risiko, da systemrelevante Bank

    Das einzige Risiko (rudimentär) ist die Umwandlung in EK ohne feste Verzinsung.

    • „The truth is still the truth, even if no one believes it!
      A lie is still a lie, even if everyone believes it!“

    • Hättest Du den 2011 der CS einen einzigen Franken Risikokapital zur Verfügung gestellt? NB Haben Coco-Halter m.W. kein Stimmrecht; deswegen müsste an Deinem System doch wohl einiges angepasst und richtig adressiert werden!
      Die meisten Kommentatoren sehen das schon richtig; ein TT welcher sich mit Dimon messen will, gehört wirklich weg.

    • ja, das Hybridkapital hat kein Stimmrecht. In diesem Falle sind die Kapitalgeber aber Grossaktionäre.

      Solches Hybridkapital hätte ich zum Zeitpunkt der Vergabe gekauft aus genannten Gründen.

      Thema sind jedoch die Stimmrechte, resp. die Akzeptanz der Löhne von TT und UR.

  24. Viel kassieren und nichts leisten. Die Herren sollten einmal den Aktienkursverlauf von JP Morgan mit CS vergleichen! Die Herren muss man in die Wüste stellen!

    • Die Aktien verkaufen und Thiam zurück schicken, das ist ja echt unfassbar, was der sich leistet.

    • Null Chancen. Mit den Depotstimmrechten können die Chefs alles was sie wollen durchwinken! Dämmerst langsam.
      Obiges ist EINZIGE Lösung! Aber niemand setzt sich dafür ein.

    • Wird nicht passieren. Grossaktionäre und Depotstimmen gewinnen zu 99%!!!
      Traurig aber war.

  25. Das Ganze ist einfach nur noch degoutant und darüber hinaus eher peinlich. Wenn es ums Abkassieren geht, vergleicht man sich mit den Besten der Branche, aber wenn’s ums Liefern geht, hat man endlos viele Ausreden, warum man sich nicht mit denen messen kann. Selektive Sicht auf die Welt, um den eigenen Geldsäckel schamlos zu füllen, während Aktionäre, Mitarbeiter und alle übrigen Stakeholder weiterhin unten durch müssen. Einfach stillos.

    • Korr:

      Kleiner Hinweis zur Hebung der Stimmung an der GV:
      Die anwesenden Aktionäre sollten doch mal ein Pfeifkonzert veranstalten: je nach den Voten von Rohner und Thiam. Das würde doch ein tolles mediales Echo auslösen! Ihr „Leistungen“ sind beschämender als diejenigen eines Neymar – und ihre Bezüge sind dennoch in ähnlicher Höhe…

  26. Es wird im grossen Stil abkassiert – ohne Respekt vor der Einhaltung gegebener Zusagen.

    60 Mio wurden bereits kassiert. Jetzt sollen 2 Millarden für Aktienrückkäufe verbraten werden – zur Erhaltung dieses Managements.
    CS sollte ihr überschüssiges Geld besser in die langfristige Weiterentwicklung des operativen Geschäfts investieren, statt die Aktienentwicklung künstlich zu stützen und die Vergütung der CS Top-Manager die mit der Kursentwicklung verknüpft ist abzusichern.

    Wie naiv sind die Aktionäre? Warum gibt es überhaupt eine HV?

    Muss eine CS erst in den Grund gefahren. Hoffe das hier ein Stopp der von den Aktionären gesetzt wird. Die Sonne geht langsam unter. Aber Vorsicht: Bei Sonnenuntergang werfen auch Zwerge grosse Schatten.

  27. Lustig: Wenn man so nachschaut, wer alles das Wort „Après moi le déluge“ verwendet hat, so findet man das folgende Zitat von Marx: „Après moi le déluge! ist der Wahlruf jedes Kapitalisten und jeder Kapitalistennation.“

    Ich bin sicher kein Marx-Fan und schon gar kein Sozialist.

    Nur werden sich die kurzfristigen Selbstbereicherer als Geburtshelfer genau dieses Sozialismus erweisen.

    Systeme werden immer von Idioten an die Wand gefahren.

  28. Eine Diagnosestellung:

    „Die narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) zeichnet sich durch einen Mangel an Empathie, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und gesteigertes Verlangen nach Anerkennung aus.“

    Aufruf an alle Pensionskassenvertreter, die (noch) Aktien besitzen sollten: Nehmen sie endlich ihre Verantwortung wahr mit mutigen Vorstössen an den kommenden Generalversammlungen.

    Ziel: Es müssen die zeitmässig längsten GV in der Geschichte der Schweiz werden……..

    • Einen „filibuster“ machen an dieser GV wie im Amerikanischen Senat……..

  29. Rohner müsste man schon längst entlassen, unterirdisch die Performance der Aktie von Minus 70% seit Beginn seiner Amtsperiode als VRP, zudem davor als ehemaliger Leiter der Rechtsabteilung sowieso nicht glaubwürdig nach all den Rechtsfällen die auf die CS zukamen und Milliarden Summen kosteten. Thiam hat während seiner Amtszeit schlichtweg versagt, von den von ihm vorgegebenen Ertragszielen von 5 – 6 Mrd. ist man meilenweit entfernt, nicht einmal die Kosten hat er im Griff wie das viel zu hohe Kosten-Ertragsverhältnis von 82% deutlich aufzeigt. Der Bonuspool mit 3.2 Mrd. bei einem Gewinn von 2 Mrd. ist ein absoluter Witz, beschämend und nicht korrekt gegenüber den arg gebeutelten Aktionären, die während und nach der Finanzkrise die CS finanziell mit arg verwässernden Kapitalerhöhungen immer unterstützt haben.
    Man kann auch nicht konservativere Strategien einführen und weiter wie bisher abkassieren, denn weniger Risiko=weniger Ertrag=weniger Verdienst!

    • Machenschaften = weniger Mosambik = weniger Dolder/Urs E. Schwarzenbach = weniger Dakota Access = etc.

    • Rohner und thiam sind abzocker der einsamen klasse! Da kann man nur hoffen dass die aktionaere diese anwaehlt u entsorgt ohne golden parachutes

  30. Mitgliedern des Compensation Committees sollte die Entlastung verweigert werden. Im Compensation Committee Chapter steht ausdrücklich dass die Performance mit dem Markt verglichen werden soll. Würde gerne die Begründung hören warum mit dieser Performance soviel bezahlt wird. Droht T. und R. mit dem Abgang wie M. bei der SBB? Was könnte den Unternehmen besseres passieren?

  31. Kein Einziger dieser aufgeblasenen Salär-Bonus-Abzocker musste je den Beweis des „competitive environment“ antreten. Früher nicht und heute nicht. Wozu auch – die weitgehend unkritischen Aktionäre stimmen den Vergütungen kadavergehorsam zu.

  32. Grössenwahn über Grössenwahn!! Ich empfehle der CS demnächst einen Psychologen anzustellen. Es gibt viel zu tun in dieser Bank.

  33. Dear Mr. Thiam,

    I’m sure you spent a small portion of your weekend scrolling through the countless negative comments about yourself and your lacklustre performances. Once again I would like to remind you that a large amount of this economy, the economy which once strived as a small, but global leader, an economy which once was very proud of their banks, no longer believes in you and/or your strategy. Not just the foot soldiers, many national and international leaders no longer believe in you. Leave now, leave while you somewhat still have a face to show. Move on, please move on.

    Yours truly,
    A Concerned Swiss Citizen

  34. Genau diese „unabhängigen“ Consultants, die natürlich im nächsten Jahr nur wieder berücksichtigt werden, wenn sie „attraktive“ „Entschädigungsmodelle“ (was soll entschädigt bzw. kompensiert werden?) vorschlagen, sollten als erstes in die Tonne getreten werden. Zur Peer-Group, wenn sich die CS stark anstrengt, würde auch die Mitsubishi UFJ gehören, mit x-fachem Gewinn der CS. Total Compensation des CEO: ca. 1.4 Millionen Franken (also ca. 10% des erfolglosen Schauspielers TT). – Noch Fragen, Ihr Dummschwätzer im CS VR?

  35. Es erinnert an einen mässig erfolgreichen KMU Geschäftsführer (Thiam) der sich mit der EMS Chemie (Dimon) vergleicht.
    Oder einer fetten Hauskatze, die sich in einer Liga mit einem Löwen träumt.
    Wäre es nicht tragisch, es wäre zum Lachen.