SNB-Aktie: Goldgrube oder Fettnäpfchen?

Chef Jordan sieht „Luft, um die Zinsen noch weiter zu drücken“ – Parallel dazu kauft er Euro à gogo – Wahnsinn ohne Ende.

Das Bundesgesetz über die Nationalbank (Nationalbankgesetz, NBG) besagt in Artikel 25: „Das Aktienkapital der Nationalbank beträgt 25 Millionen Franken. Es ist eingeteilt in 100’000 Namenaktien mit einem Nennwert von je 250 Franken. Die Aktien sind vollständig liberiert.“

Und in Artikel 31 Absatz 1 steht: „Vom Bilanzgewinn wird eine Dividende von höchstens 6 Prozent des Aktienkapitals ausgerichtet.“

Schliesslich folgt in Artikel 32, Absatz 2: „Wird die Nationalbank liquidiert, so erhalten die Aktionärinnen und Aktionäre den Nominalwert ihrer Aktien sowie einen angemessenen Zins für den Zeitraum nach dem Inkrafttreten des Auflösungsbeschlusses ausbezahlt. Weitere Rechte am Vermögen der Nationalbank stehen ihnen nicht zu. Das übrige Vermögen geht in das Eigentum der neuen Nationalbank über.“

Gibt es da noch irgendwelchen Interpretations-Spielraum? Kaum.

Vielleicht könnte man noch argumentieren: Falls die SNB ihre Aktionäre auszahlen möchte, wäre das im Gesetz nicht geregelt und nicht mit den Bestimmungen im Falle einer Liquidation gleichzusetzen.

Heute pendelt die SNB-Aktie zwischen 5’000 und 6’000 Franken, nachdem sie vor einem Jahr noch bei über 8’000 Franken notierte.

Wie kommen solche Phantasiekurse zustande? Mir wurde schon mehrmals von SNB-Aktionärsseite her nahegelegt, hier auf Inside Paradeplatz doch bitte einen Artikel zu schreiben, worin ich erkläre, dass die Aktie der SNB masslos unterbewertet sei.

Begründung: Das Vermögen der SNB belaufe sich auf rund 800 Milliarden Franken. Teilt man dieses Vermögen durch 100’000 (die Anzahl an SNB-Aktien), so resultiere daraus ein innerer Wert pro Titel von 8 Millionen Franken.

Die SNB behauptet ja, sie müsse an die Banken deren Guthaben auf ihren Girokonten seit Abschaffung der Golddeckung nicht zurückzahlen. Das jedenfalls meinte SNB-Chef Thomas Jordan (siehe sein Referat vor der volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich weiter unten).

Vom SNB-Vermögen von über 800 Milliarden Franken müssten somit keine Schulden im Betrag von fast 700 Milliarden Franken abgezogen werden. Dem Geldmonopol sei Dank. Die SNB müsse nichts zurückzahlen, ihr emittiertes Geld nicht zurückkaufen.

Dieses Geld sei angeblich selber das gesetzliches Zahlungsmittel für die SNB. Mit der Geld-Emission habe die SNB alle ihre Schulden endgültig beglichen.

Schön wär’s und träumen darf man ja. Wie SNB-Direktorium und SNB-Bankrat träumen offenbar auch noch viele SNB-Aktionäre.

Die Kantone Bern und Zürich beispielsweise hielten Aktien mit einem inneren Wert von über 50 respektive 40 Milliarden Franken; während andere Kantone nichts hätten. Auch der deutsche Professor Theo Siegert hielte Aktien im Wert von über 40 Milliarden Franken aufgrund einer Investition von wenigen Millionen.

Realistisch? Nein. Es ist kaum anzunehmen, dass jene Kantone, die leer ausgehen würden, oder die gesamte Schweizer Bevölkerung, damit einverstanden wären.

Ebenfalls nicht damit einverstanden wären die Banken. Sie könnten ihre Guthaben von Hunderten von Milliarden bei der SNB nicht mehr zurückfordern. Das exorbitante Vermögen der SNB gehörte ja vollumfänglich den Eigenkapitalgebern, sprich den SNB-Aktionären, während die Fremdkapitalgeber, die Banken, keinen Anspruch darauf hätten.

Das jedenfalls sagt SNB-Präsident Jordan: „Da es sich … bei den Noten und den Giroguthaben um gesetzliche Zahlungsmittel handelt, sind diese Verbindlichkeiten auch nicht … einforderbar.“ (In: Braucht die Schweizerische Nationalbank Eigenkapital? Vortrag vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft, Basel, S. 6)

Der Traum vom hohen inneren Wert der SNB-Aktie ist absurd. Dieser Irrwitz geht auf die Irrlehre des SNB-Chefs selbst zurück.

Einzig die UBS wäre wahrscheinlich damit einverstanden. Deren Präsident Axel Weber, vormals Präsident der Deutschen Bundesbank, behauptet ebenfalls, die Zentralbank müsse ihre Schulden nicht mehr an die Geschäftsbanken zurückzahlen.

Er gibt damit zu verstehen, dass er das Bankgeschäft genauso wenig versteht, und gerät in einen Interessenkonflikt zwischen seiner UBS und der SNB. Er fällt zwischen Stuhl und Bank – zwischen UBS und SNB.

Die UBS will 100 Milliarden zurück, die SNB gibt 100 Milliarden nicht zurück. Es ist das Problem der UBS, wenn deren Präsident links und rechts der Bilanz verwechselt. Im Falle der SNB wird dies aber zum Problem der ganzen Schweiz.

Der Schüler von Axel Weber, Bundesbankpräsident Jens Weidmann, möglicher Nachfolger von EZB-Präsident Mario Draghi, verwechselt ebenfalls Schulden und Vermögen der Zentralbankbilanz. Siehe dessen Schulmädchen-Interviews auf Youtube. Gute Nacht Euro, gute Nacht Europa mit solchen Zentralbankpräsidenten.

Als die BIZ (Bank der Zentralbanken) im Jahre 2000 ihre Privataktionäre auszahlte, offerierte sie diesen einen Kurs pro Aktie von 16’000 Franken. Insofern besitzt die SNB-Aktie also doch noch etwas an Phantasie. Dies ist möglicherweise auch der Grund, weshalb sich der deutsche Professor Siegert so stark in SNB-Aktien engagiert.

Auf der anderen Seite steht den SNB-Aktionären ein immenses Risiko gegenüber, das die Notenbank hartnäckig leugnet. SNB-Chef Jordan meint, die SNB könne ihre Schulden tilgen durch das Drucken von Geld.

Unser Notenbankpräsident verwechselt wie schon mehrfach dargelegt Verpflichtungen und Forderungen der SNB im gleichen Atemzug – und niemand merkt‘s. Die ausstehenden Forderungen begleichen? Merkwürdig: Ausstehende Verbindlichkeiten begleicht man, aber nicht ausstehende Forderungen.

Alle nicken artig den Kopf – vom SNB-Bankrat, über die Finma und das Parlament bis hin zum Bundesrat. Wehe aber, einer merkt’s. Dann ist das der Schelm. Der Nestbeschmutzer. Der Bösewicht. Weg mit ihm.

Mit Gelddrucken kann die SNB niemals ihren Verpflichtungen nachkommen, weil das gedruckte Geld selber eine Verpflichtung der SNB darstellt.

Man kann nicht die rechte Seite der Bilanz verkürzen, indem man diese rechte Seite verlängert. Punkt. Jordan, Weber, Weidmann, Draghi, Powell und Konsorten hin oder her.

Zudem geht es nicht um die naive Transaktion, ein Kunde wolle seine Banknote am SNB-Schalter gegen Gold eintauschen. Nein. Es geht darum, dass die SNB die Zahlungsaufträge ihrer Kunden (Geschäftsbanken) mit deren gesetzlichen Zahlungsmitteln bei der SNB jederzeit ausführen kann.

Dazu benötigt die SNB über genügend entsprechendes Vermögen. Andernfalls ist die SNB zahlungsunfähig und konkurs. Oder sie handelt gesetzeswidrig; druckt „Geld aus dem Nichts“.

Notenbankgeld ist eben Zahlungsmittel für die Banken – nicht für die SNB. Nur aktives Vermögen kann Zahlungsmittel sein. Passiven können unmöglich Zahlungsmittel sein, wie man sich im Märchenschloss am Bürkliplatz und in den Luftschlössern anderer Zentralbanken erzählt und Mut zuredet.

Aufgrund dieses lapidaren Irrtums hat die SNB Volksschulden im Betrag von über 700 Milliarden aufgetürmt. Naiv ist nun zu meinen, wie SNB und Bundesrat das tun, die SNB könne nicht konkurs gehen.

Sie besitze das Geldmonopol und könne somit ihre eigenen Schulden immer mit selbst gedrucktem Geld bezahlen. Ebenso naiv ist es von den SNB-Aktionären, dem SNB-Präsidenten zu folgen (wie das der Bundesrat tut) und daraus zu phantasieren, die SNB-Aktien hätten einen inneren Wert von 8’000’000 Franken.

Man argumentiert mit: Der Markt hat immer Recht. Bezüglich der SNB-Aktie ist der Markt völlig konfus. Das erkennt man an den erratischen Ausschlägen der SNB-Aktie. Diese Kursausschläge haben jedoch Gesichter: Thomas Jordan, Axel Weber, Jens Weidmann.

Tatsache ist und bleibt: Aufgrund der Stützungskäufe ihres eigenen Portfolios ist das Vermögen der SNB zu hoch bewertet. Schätzungsweise 10 Prozent zu hoch. (Fragt man in einer Runde, wie hoch der Euro notieren würde ohne SNB-Interventionen, so bekommt man fast durchwegs die Antwort: 10 Prozent tiefer.)

Die SNB besitzt korrekt bewertet gar nicht 800 Milliarden Vermögen. Zehn Prozent muss man allein wegen falscher Bewertung ihres Devisenportefeuilles wertberichtigen. Die SNB besitzt „negative“ stille Reserven oder „stille Verluste“ von gegen hundert Milliarden.

Falls der Franken nur um zehn Prozent steigt, die Aktienmärkte etwas stärker korrigieren, die Zinsen leicht steigen oder ein EU-Mitglied zahlungsunfähig werden sollte, so ist die SNB schneller konkurs als man denkt.

Das Eigenkapital der SNB kann dann nämlich im Nu weg sein. Und so wird die SNB ihre Bilanz deponieren müssen, wenn sie die Schweiz nicht noch mehr schädigen will.

Wer werden die Ersten sein, die bluten? Die Aktionäre. Ihre Aktien werden in solch einem Fall in Kürze auf null fallen.

Nach ihnen sind die kreditgebenden Banken an der Reihe: Grossbanken, Kantonalbanken, Postfinance und wie sie alle heissen. Am Ende, wie immer, die Steuerzahler – obwohl das SNB-Jordan abstreitet.

Banken gehen dann womöglich anstelle der SNB – wegen der SNB – konkurs.

Es wird höchste Zeit, dass Thomas Jordan der Öffentlichkeit und seinen SNB-Aktionären reinen Wein einschenkt. Ob er das an der kommenden Generalversammlung der Aktionäre seiner Zentralbank in 11 Tagen im Casino von Bern wagen wird?

Kommentare

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  1. Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Da von meiner Seite zu diesem Diskussionsbeitrag alles gesagt ist möchte ich mich gerne hier aus der Diskussion abmelden.

    Danke fürs Mitmachen und frohe Ostern

    Marc Meyer

  2. Nachtrag V

    Wie entstehen gesetzliche Zahlungsmittel?

    Es gibt zwei Möglichkeiten, wie beispielsweise die UBS zu einem Guthaben bei der SNB kommen kann:

    Erstens
    Die UBS verkauft der SNB beispielsweise 10 Milliarden Euros zu 1.20. Die SNB schreibt der UBS 12 Milliarden Franken gut. Dieses Guthaben ist nun gesetzliches Zahlungsmittel für die UBS.

    Zweitens
    Die UBS kauft von der CS 10 Milliarden Euros und bezahlt mit ihren gesetzlichen Zahlungsmittel bei der SNB.

    Dazu gibt sie der SNB eine Zahlungsanweisung, sie solle ihr Guthaben von 12 Milliarden Franken an die CS überweisen.

    Wie geschieht das?

    Die SNB löscht das Guthaben an die UBS. Dieses geht unter.

    Dafür schreibt sie der CS 12 Milliarden Franken gut. Die SNB kann das, weil sie ja von der UBS 10 Milliarden hat.

    Wir sehen:Ein Guthaben bei der SNB kann entstehen durch Einzahlung eines Vermögenswertes zugunsten des eigenen Kontos (Fall UBS).

    Ein Guthaben bei der SNB kann aber auch entstehen durch einen Zahlungsauftrag einer anderen Bank,welche schon ein Guthaben bei der SNB besitzt. (Fall CS).

    Ein Priblem entsteht, wenn der Wert des Euros zwischenzeitlich z.B. vin 1.20 auf 1:1 fällt.

    Die UBS zahlte 10 Milliarden Euro ein und erhielt 12 Milliarden Franken gutgeschrieben.

    Beim Kurs von 1:1 will sie die 12 Milliarden Franken in 12 Milliarden Euros von der CS wechseln.

    Sie gibt der SNB also den Auftrag, ihr Guthaben von 12 Milliarden Franken der CS gutzuschreiben.

    Die SNB löscht nun das Guthaben der UBS.

    Sie will nun der CS 12 Milliarden gutschreiben. Dazu benötigt sie 12 Milliarden Euros von der UBS. Sie hat aber nur 10.

    Die SNB ist Konkurs.

    Wenn die SNB also behauptet, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld tauschbar, so übersieht sie, dass Notenbankgeld eine Funktion als gesetzl7ches Zahlungsmittel hat und somit gelöscht werden kann.

    Dazu benötigt die SNB entsprechendes Vermögen. Ist dieses nicht mehr vorhanden, so ist die SNB konkurs.

    Marc Meyer

  3. @Marc Dreyer
    mensch meyer
    oton meyer
    ihr dreht euch endlos im kreis mühsam !
    ihre beurteilung trifft den hagel auf den kropf und auf ihren artikel 100%
    zu.zurück zum start und nochmals versuchen nationalökokomischer zu verfassen.
    bittee…

    • Habe aber Verständnis

      Hinter den grauen Mauern der SNB mit ihrer Scheinwelt muss man sich ja betrinken.

      Marc Meyer

  4. Nachtrag IV

    Was bedeutet „gesetzliches Zahlungsmittel“

    Die gesetzlichen Zahlungsmittel bestehen aus Banknoten und den Giroguthaben der Banken bei der SNB (Notenbankgeldmenge).

    Ein Bank darf jederzeit eine Banknote gegen Giroguthaben einfordern.

    Mit den Giroguthaben bei der SNB dürfen die Banken jederzeit Zahlungen bei der SNB un Auftrag geben.

    Wie funktioniert dies?

    Wenn eine Bank (z.B. UBS) einen Vermögenswert bei der SNB einzahlt ( z.B. Euro) so wird der UBS der Gegenwert in
    Franken gutgeschrieben. Es entsteht ein Guthaben für die UBS.

    Will die UBS nun damit eine Zahlung tätigen, so gibt sie der SNB den Auftrag, ihr Guthaben zu löschen und einer anderen Bank z.B. CS) gutzuschreiben.

    Das Guthaben der UBS erlischt ( geht unter) und es entsteht ein neues Guthaben der CS bei der SNB.

    Die SNB darf der CS aber nur ein Guthaben als Zahlung der UBS gutschreiben, wenn see Wert des von der UBS eingezahlten Vermögenswert mit der Gutschrift an die CS übereinstimmt.

    Die Behauptung der SNB (Jordan), wonach Banknoten nur gegen Giroguthaben eintauschbar seien und umgekehrt trifft somit nicht zu.

    Notenbankgeld kann und darf als gesetzliches Zahlungsmittel verwendet werden. Das bedeutet, dass der Inhaber des Guthabens die Löschung desselben der SNB befehlen darf. Die SNB ist dann verpflichtet, der Empfängerbank ein Gurhaben gutzuschreiben.

    Hat die UBS seinerzeit 10 Milliarden Franken eingezahlt, so musste die SMB ihr 12 Milliarden Franken gutschreiben beim Kurs 1.2 zu 1.

    Ist der Euro zwischenzeitlich auf 1:1 gefallen und die UBS will von der CS 12 Milliarden Euro kaufen, so kann sie der SNB einen Zahlungsauftrag geben:

    Löschung des UBS Guthabens und Gutschrift von 12 Milliarden Franken auf Konto CS.

    Dazu braucht die SNB aber 12 Milliarden Euro. Sie hat nur 10 und ist somit zahlungsunfähig.

    Die Behauptung von SNB-Jordan, Notenbank werde nur gegen Notenbankgeld eingetauscht übersieht,dass eine Löschung zwecks Zahlungsauftrag möglich ist.

    Dazu benötigt die SNB das eingezahlte Vermögen.

    Soll zudem eine Zahlung an eine Korrespondenbank erfolgen, so muss die SNB Vermögen dorthin liefern ( Bilanzverkürzung).

    Bei negativem Eigenkapital der SNB ist diese somit zahlungsunfähig.

    Die Argumentarion Jordan, Notenbankgeld sei nur gegeneinander austauschbar, ist somit falsch.

    Dies würde bedeuten, dass das gesetzliche Zahlungsmittel verweigert wird.

    Marc Meyer

  5. Thomas Jordan macht einen sehr guten „Job“. Period. Er hat die Aufgabe die Volkswirtschaft einigermassen über Wasser zu halten. Keine leichte Aufgabe wenn eine Währung einem Goldstandard ähnelt. Der CHF ist mit einem „Commodity“ zu vergleichen und wird überproportional zu Absicherungen und Spekulationen gesucht u/o missbraucht. Solches kann der Währungshüter nicht hinnehmen und muss versuchen Gegensteuer zu geben um die Volkswirtschaft kompetitiv zu halten und Arbeitsplätze zu schützen.
    Mit den angedienten Fremdwährungen muss er versuchen etwas Gescheites zu machen. Bei den überteuerten Obligations- und Aktienmärkten nicht ganz so einfach. Dort können wirklich Verluste entstehen, die muss er aber in Kauf nehmen. Ansonsten hat sich immer wieder gezeigt, dass die erworbenen CHF auch wieder abgestossen werden, da die Käufer aus Spekulations- oder Absicherungsmotiven handelten. Also was macht Herr Jordan: er wartet bis ihm die Franken wieder angedient werden. Er wird auf seinen Fremdwährungspositionen keine Verluste erleiden und die Kantone werden sich dann freuen können jährliche Bonuszahlungen zur Budgetaufbesserung einstreichen zu können.

    Übrigens die Politiker und Wirtschaftsweisen, welche für die grossartigen Goldverkäufe bei ca. USD 250 eingestanden waren, möchte man heute noch gratulieren. Wenn schon eine Empfehlung an Herrn Jordan: bei jetzigen Preisen Gold kaufen und bei Schwächephasen des Goldpreises nochmals zünftig zuzugreifen. Jede angediente Fremdwährung in Gold umzutauschen, das wäre doch noch eine Idee – gäll.

    • @FYI

      Danke

      Von einem Notenbankpräsidenten sollte man erwarten dürfem, dass er zwischen Guthaben und Verbindlichkeiten unterscheiden kann.

      Das kann SNB-Jorden nicht.Er verwechselt beides.

      Und er hat uns immer noch nicht erklärt, wie die SNB mit dem Kauf von US-Hanfaktien Arbeitsplätze in der Schweiz schafft.

      Er hat jetzt bald 700 Milliarden Volksschulden gemacht. Für jeden Schweizer 100’000.

      Das ist gar nicht gut.

      Period.

      MfG

      Marc Meyer

  6. Herr Dr. Marc Meyer
    Sie sind scheinbar orthodox Ökonom, darum können Sie das Geldsystem nicht verstehen.
    Die Geschäftsbanken insgesamt haben nur deshalb Guthaben, weil die Zentralbank, das gesetzliche Buchgeldzahlungsmittel, mittels Einmischung im Geldspielwarenmarkt (Kapitalmarkt) schöpfen. Diese Eigengeschäfte sind für mich verfassungswidrig, weil das Vorteilsrecht, weder rechtlich noch ökonomisch zu begründen ist. Diese Liquidität oder Manövriermasse ist völlig unnötig; denn eine Schöpfung aus dem Nichts, braucht keine Reserven! Zudem ist das Geldsystem nicht im Sinn und Zweck der Geldschöpfung für die Wirtschaft, organisiert. Es dient der Spielwiese der Fakultät Ökonomie und Regierungen!

    Wenn die SNB, ihre Aktivposten verkauft, haben einzelne Geschäftsbanken sogar Schulden gegenüber der Zentralbank! Die jeweiligen Salden widerspiegeln das Resultat des Zahlungsverkehrs (Kunden- Guthaben Wanderungen).

    Warum man der Zentralbank die Rechtsnatur Kapitalgesellschaft zugelassen hat, muss am Verständnis des Geldsystems zu tun haben. Man schöpft das Geld selbst, kann der Logik des Systems folgend, gesetzlich nicht bankrottgehen, gibt aber einzelnen Privatparasiten die Möglichkeit in Teilen am Gewinn zu partizipieren. Völlige Idiotie der Fakultät Ökonomie und Judikative!

    Wieso soll eine Zentralbank aufgelöst werden? Das Geld als Zahlungsmittel nicht mehr vorhanden?

    Ihre sonstigen Fantasien dienen Ihrem Ego, sind für mich, sachlich nicht begründet!

  7. @Roman Günter

    „Notenbankgeld ist Zahlungsmittel, für jeden, der über solches verfügt. Banknoten werden als Inhaberpapier direkt physisch übertragen. Girokontoguthaben werden per Auftrag an die Nationalbank übertragen…“

    Zunächst einmal vielen Dank dafür, daß Sie darauf hinweisen, daß Notenbankgeld keine einheitliche Menge ist, sondern aus unterschiedlichen Dingen besteht.

    Banknoten werden durch Einigung und Übergabe transferiert und sind damit den Inhaberpapieren gleichgestellt!, sind selbst aber keine Inhaberpapiere. Ein Inhaberpapier muß einen Forderungsinhalt haben und dieser existiert bei Bargeld nicht. Bargeld hat nur eine Funktion, nämlich daß dessen Übertragung fähig ist, eine Geldschuld zu tilgen. (Deswegen ist der „Wert“ von Geld auch nur eine emotional-intrinsische Attribuierung, die geldtheoretisch sofort auf eine falsche Fährte führt…)

    Auf eine falsche Fährte wird man auch dann geführt, wenn es um das Verfahren der Überweisung geht, denn wie Sie schreiben, sollen ja „Girokontenguthaben … per Auftrag an die Nationalbank übertragen…“ werden können. Sie suggerieren dabei, daß es die Giroguthaben sind, die übertragen werden, so als wären diese eine übertragbare Sache. Aber das stimmt nicht, denn Giroguthaben sind Teil eines Schuldverhältnisses im Rahmen eines Zahlungsdienstleisterarrangements (auch bekannt unter Girovertrag) und als solche an die beteiligten Vertragsparteien gebunden. Man kann aber mit diesen Guthaben die Bank (SNB) veranlassen (anweisen im Sinne von befehlen) einen Geldtransfer durchzuführen.

    Und das geschieht so:

    Die Bank bucht wie bei einer normalen Auszahlung:
    Giroguthaben UBS an Kasse
    Giroguthaben im Soll, was bei Passivkonten eine Abnahme bedeutet und
    Kasse im Haben, was bei Aktivkonten eine Abnahme bedeutet.
    D.h. es handelt sich hierbei um eine simple Bilanzverkürzung, genau wie bei einer Auszahlung am Geldautomaten.

    Dann folgt die „Überweisungsbuchung“:
    Kasse an Giroguthaben CS
    Kasse im Soll, was bei einem Aktivkonto einen Zugang bedeutet und
    Giroguthaben im Haben, was bei Passivkonten einen Zugang bedeutet.
    D.h. es handelt sich hierbei um eine simple Bilanzverlängerung, genau wie bei einer Einzahlung auf der Bank.

    Heißt: der eigentliche Geldtransfer besteht aus einer buchungsmäßigen Auszahlung sowie einer gleichhohen Einzahlung, wobei das Guthaben des Zahlungspflichtigen in diesem Umfang gestrichen wird und damit untergeht, während es im gleichen Moment bei dem Zahlungseingangsberechtigten in demselben Umfang neu entsteht und sein Kontostand sich damit erhöht. Den Untergang von Guthaben einerseits und die Neuentstehung von Guthaben andererseits als eine „Übertragung … von Guthaben“ zu bezeichnen unterschlägt somit, daß die eigentliche Zahlungsabwicklung sich wie es sich gehört auf der Aktivseite abspielt, obwohl es nach Saldierung so aussieht, als hätte sich auf der Aktivseite nichts getan.

    Und selbst Herr Meyer bestätigt ja, daß ein Zahlungsmittel nur ein Aktivum sein kann…

    • @Renee Menendez

      Sehr geehrter Herr Menendez

      Vielen Dank.

      Was Sie schreiben ist eminent:

      Nur ein Guthaben kann Zahlungsmittel sein.

      Eine Verbindlichkeit kann nie und nimmer Zahlungsmittel sein. Weder buchhalterisch noch rechtlich.

      SNB-Jordan und Roman Günter verwechseln Verbindlichkeiten und Guthaben.

      Einfach unglaublich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Renee Menendez

      Noch etwas.

      Es ist genau so bei einer Zahlung von UBS an die CS:

      Das Guthaben der UBS (zahlende Bank) bei der SNB geht unter bzw. wird gelöscht und es entsteht ein neues Guthaben der CS bei der SNB (begünstigte Bank).

      Die SNB hat den Zahlungsauftrag der UBS auszuführen. Sie muss.

      Die SNB kann der CS aber nur gutschreiben, wenn sie über genügend Vermögen verfügt, das die zahlende Bank (UBS) bei der SNB eingezahlt hat.

      Hat dies in der Zwischenzeit an Wert eingebüsst, weil beispielsweise die eingebrachten Euros an Wert verloren haben, so ist die SNB konkurs.

      Sie kann den Zahlungssuftrag der UBS an die CS nicht ausführen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • „Und selbst Herr Meyer bestätigt ja, daß ein Zahlungsmittel nur ein Aktivum sein kann…“

      Wenn der Herr Dr. Marc Meyer etwas bestätigt, dann muss es wohl stimmen? Auch wenn die Bankpraxis sowie auch die einschlägigen Bank-Fachbücher etwas ganz anderes aussagen. Halt schlecht für die Praxis, wenn die Theorie etwas ganz anderes besagt?

      Konkret:
      Eine Überweisung innerhalb einer Bank erfolgt durch eine Buchung:
      „Kunden KK an Kunden KK“
      So auch nachzulesen in der Bankbuchführung von Grill/Perczynski, 13. überarbeitete Auflage, Seite 101 und 102.
      Die Zahlung erfolgt hier durch „Übertragung einer Forderung“.
      Aber an solchen Lappalien brauchen sich weder Herr Menéndez noch Herr Meyer zu stören.
      Sie erwarten doch wohl nicht, dass jemand Ihre Wunschwelt noch ernst nimmt.

      LG
      Rudi Müller

    • @Renee Menendez

      Sorry – noch etwas

      In einem Punkt bin ich mit Ihnen nicht ganz einverstanden:

      Banknoten sind sehr wohl ein Forderungspapier. Eine Bank kann damit Giroguthaben bei der SNB einfordern und die Giroguthaben ihrerseits dienen als gesetzliche Zahlungsmittel.

      D.h. die Geschäftsbank darf damit einen Zahlungsauftrag an die SNB eeteilen. Die SNB muss ausführen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  8. @Roman Günter

    Danke

    „funny“ ist,dass Sie hier mitdiskutieren ohne fachliches Argument.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Bitte hören Sie auf, sich als fachlich omnipotent zu inszenieren. Immerhin schaffen Sie es, privatwirtschaftliche „Unternehmen“ mit dem „System“ SNB zu verwechseln.

    • @Mutti

      Bringen Sie ein fachliches Argument oder lassen Sie es sein.

      Es muss nun einfach einmal richtiggestellt werden, dass Verbindlichkeiten nicht Guthaben sind – selbst wenn unser Notenbankchef dies verwechselt.

      Es ist kein Platz mehr für billige Polemik.

      Die SNB soll sich hier doch einmal selber zu Wort melden snstatt unter doofen Pseudonymen wie Ihres.

      MfG

  9. @Roman Günter

    Danke Herr Günter

    Nochmals.

    Gemäss Nationalbankgesetz sind Giroguthaben gesetzliche Zahlungsmittelmittel.

    Die SNB besitzt nicht Giroguthaben bzw. Sichtguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten.

    Sichtverbindlichkeiten sind von gesetzeswegen keine Zahlungsmittel und können es buchhalterisch / logisch auch gar nicht sein.

    SNB-Jordan verwechselt Verbindlichkeiten und Guthaben.

    Notenbankgeld wird rechts in der SNB-Bilanz verbucht. Liuide Mittel der SNB links.

    Sie und SNB-Jordan verwechseln also links und rechts der SNB-Bilanz bzw. Guthaben und Verbindlichkeiten.

    Ihr dreht Euch endlos im Kreis.

    Mühsam.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer
      Mühsam ist es, wenn Ökonomen und Bankverantwortliche, wie Jordan, Ermotti und Finanzminister U. Maurer das Geldsystem nicht verstehen. Die Banken konnten seit jeher, keine Kundenguthaben für ihre Aktivgeschäfte verwenden. Sie schöpfen das Geld mit Aktivgeschäften!
      Die Vollgeldinitiative müsste wiederholt werden, würde die Judikative, nicht in verordneter Agonie verharren!

      Sie haben noch nicht kapiert, dass nur die Zentralbank, Zentralbankgeld schöpfen kann. Dieser Vorgang ist nicht durchlässig; denn die Geschäftsbanken, können kein von ihnen selbst geschöpftes Buchgeld auf ihr Girokonto bei der Zentralbank übertragen. Wie soll es gehen? Die inländischen Banken haben ihr Konto im Hause Zentralbank (Ziffern in den Bankbuchhaltungen)!

  10. Guten Tag, Herr Meyer

    In der Schweiz ist die gesetzliche Währung über das entsprechende Bundesgesetz geregelt. Die gesetzliche Währung muss in der Schweizr zwingend zur Begleichung von Geldschulden in Schweizer Franken vom Gläubiger akzeptiert werden.

    Notenbankgeld ist Zahlungsmittel, für jeden, der über solches verfügt. Banknoten werden als Inhaberpapier direkt physisch übertragen. Girokontoguthaben werden per Auftrag an die Nationalbank übertragen, ob eine Geschäftsbank über die Nationalbank oder die Nationalbank direkt eine solche Gutschrift veranlasst, ist dabei nicht massgebend. Der Empfänger muss eine solche Gutschrift als Zahlungsmittel (in gesetzlicher Währung) akzeptieren.

    Nochmals:
    Zur Begleichung einer Geldschuld in Schweizer Franken genügt:
    – Aushändigung von Schweizer Münzen (max. 100 Stück)
    – Aushändigung von Schweizer Banknoten (unbeschränkt)
    – Gutschrift auf das Girokonto bei der Nationalbank (unbeschränkt)

    Konkurs ist, wer keine liquiden Mittel mehr zur Verfügung hat, geforderte Geldschulden zeitgerecht zu liefern. Die Nationalbank kann dies im Prinzip unbeschränkt und wird damit gesetzlich nie illiquide.

    Der Marktwert des Schweizer Frankens innerhalb der Schweiz wird durch den Austausch von Waren und Dienstleistungen in der Schweiz ermittelt. Im Aussenverhältnis wird der Marktwert im Austausch mit anderen Währungen ermittelt. Nominal ist 1 Schweizer Franken in der Schweiz immer und ausschliesslich 1 Schweizer Franken. (Lassen wir einfach mal Kaufkraftparitäten und andere Spezialitäten unbeachtet.)

    Der Einfluss der Devisenreserven erschöpft sich in der Möglichkeit der Nationalbank, zur Stützung des Schweizer Frankens gegenüber anderen Fremdwährungen, die Menge der gesetzlichen Währung zu verringern. Dies wird durch Rückkauf von Schweizer Franken erreicht, dafür werden Devisenreserven veräussert. Das geschieht aber nur, wenn der Aussenwert des Schweizer Frankens geschwächt wird – heute ist das Gegenteil der Fall. Deutschland, Argentinien, Bank of England, und wer auch sonst noch immer wieder ins Feld geworfen wird, hatten eben keine Devisen- oder Goldreserven zu einer solche Stützung zur Verfügung.

    Sie führen aus, dass der Wert des Schweizer Frankens unmittelbar über den Wert der Devisenreserven ermittelt wird. Das ist falsch und führt zu Ihrer irrigen Meinung, dass bei einer Wertberichtigung der Devisensreserven der Nationalbank automatisch eine Wertberichtigung auf Seite der Geschäftsbanken stattfinden müsse.

    Noch einmal: nur die Schweizerische Eidgenossenschaft darf gesetzliche Währung in Schweizer Franken bestimmen und dafür hat sie die Schweizerische Nationalbank beauftragt, im Namen der Schweizerischen Eidgenossenschaft Banknoten und elektronisches Geld (Girokonti der inländischen Banken) herzustellen.

    Die Bilanz dient zur möglichst nachvollziehbaren Darstellung der ökonomischen Sachverhalte, der Realität. Sie gehen den umgekehrten Weg, Sie versuchen die Realität über Bilanzpositionen zu definieren. Darum laufen Ihre Ausführungen meist ins Leere.

    Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Danke

      Sie sagen, die Billanz, der Spiegel, ist nicht die Realität. Der Spiegel zeigt aber die Realität.

      Richtig.

      Der Spiegel lügt nicht.

      Und wenn der Spiegel sagt, Sichtguthaben sind gesetzliche Zahlungsmittel – die Sichtverbindlichkeiten der SNB sind keine Zahlungsmittel, so entspricht das der Realität.

      Sie und SNB-Jordan irren, wenn Sie behaupten, die Sichtverbindlichkeiten der SNB seien gesetzliche Zahlungsmittel für die SNB.

      Nein. Die Sichtguthaben sind gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken.

      Sie und SNB-Jordan verwechseln in einer Endlosschleife Verbindlichkeiten mit Guthaben.

      Das zeigt die SNB-Bilanz – der SNB-Spiegel.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  11. Mutti fragt:

    „@Meyer – sehen Sie den Zirkelschluss?“

    Klare Antwort: Nein

    Kann er gar nicht.

    Frohe Ostern!

  12. Ich kann den Argumenten von Meyer folgen, bin jedoch anderer Meinung. Ich denke, dass die Abwertung oder Abschreibung auf Wertschriften in ausländischer Währungen in der Bilanz der SNB nicht schön aussehen, aber für die Schweizer, resp. CHF keine Konsequenzen haben werden.

    Das ist quasi zusätzliches Wasser in einem anderen, nicht Schweizer Schwimmbecken.

    Die Darlehen an Dritte hybrid oder nicht, sind ein Instrument der SNB und darum mit privatwirtschaftlichen Darlehen Anteilen von Privatunternehmen nicht zu vergleichen.

    • @Wasser …

      Devisenverluste der SNB wrden realwirtschaftliche Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft haben.

      Es fliesst Wasser in die Wasserbecken des Auslandes.

      MfG

      Marc Meyer

    • Käufe und Verkäufe, resp. Nachfrage von Währungen beeinflusst das „Wasser in anderen Becken“

      – bei einer reinen formellen Abwertung der ausländischen Wertschriften der SNB passiert gar nichts in der CH Wirtschaft solange die Nachfrage nach CHF bestehen bleibt.

    • @Wasser

      Die Auslandinvestitionen der SNB führen zu einem Kapitalabluss aus der Schweiz ins Ausland.

      MfG

  13. Nachtrag III

    Geldtheorie einfach erklärt

    Es gibt so viele Missverständnisse in der Geldtheorie, dass ich hier gerne einmal ganz einfach erklären möchte, wie diese korrekt funktioniert:

    Angenommen in einer Schulklasse gebe es 12 Schülerinnen und Schüler (SuS). An der Seitenwand stehe eine IKEA-Wand mit 12 Fächlein. Jedes für einen SuS, das mit dessen Namen angeschrieben ist.

    Jeder SuS lege 10 Goldstücklein (oder Silberstücklein) in sein Fächlein. Will nun Peter an Maria eine Zahlung tätigen, so sagt er dem Lehrer, er solle doch bitte ein Goldstücklein von seinem Fächlein in jenes von Maria legen usw.

    Es ist nicht der Lehrer, welcher jedem SuS 10 Goldstücklein schenkt und ins Fächlein legt, sondern die SuS zahlen diese selber ein. Sie gehören deshalb ihnen.

    Es wäre auch denkbar, dass jeder SuS dem Lehrer (der Bank) etwas verkauft und es wird der Gegenwert in Franken seinem Fächlein gutgeschrieben.

    Nun gehen wir eine Stufe höher:

    Jede Klasse hat unten im Schulhaus in einer IKEA-Wand ebenfalls ein Fächlein. Das ist die Zentralbank. Darin werden die Mindestreserven eingezahlt. Also werden von jeder Klasse 5 Prozent oder 10 Prozent der Goldstücklein in das Klassenfächlein gelegt. Will nun Peter der Anna eine Zahlung überweisen, welche in einer anderen Klasse ist, so legt der Lehrer ein Goldstücklein von Peter ins Klassenfächlein der Klasse von Anna.

    Der Rektor nimmt nun das Goldstücklein aus dem Fächlein von Peters Klasse und legt es in das Fächlein von Annas Klasse. Der Lehrer von Annas Klasse nimmt es und legt es ins Fächlein von Anna.

    Auch haben die Schulen untereinander Fächlein UKorrespondenzbanken) . So können Zahlungen innerhalb der Schülerschaft der Stadt getätigt werden usw.

    Wichtig ist nun vor allem eines: Die Goldstücklein oder die gutgeschriebenen Beträge gehören den SuS, welche diese eingezahlt haben. Es ist keinesfalls, so, dass die Zentralbank den SuS Goldstücklein gegeben oder entsprechende Werte gutgeschrieben hat. Das gilt auch für den Fall, dass den SuS die Beträge in Franken gutgeschrieben worden sind.

    Will nun ein SuS sein Geld zurück, so muss die Bank bzw. die Zentralbank ihm das zurückgeben.

    Die Geldtheorie hat nun über hunderte Jahre Geldtheorie falsch erklärt: Es wurde behauptet, die Zentralbank schöpfe „Geld aus dem Nichts“ und gebe es den Banken als Kredit (lender of last resort). Die Banken ihrerseits würden nun das Geld im vielfachen Betrag (Multiplikator) an die Wirtschaftssubjekte weitergeben.

    So funktioniere Geldschöpfung. Daraus folge auch, dass die Privaten oder die Banken nie etwas von der Zentralban zurückfordern dürften. Und deshalb könne die Zentralbank auch nicht Konkurs gehen, weil das Geld ja von ihnen komme.

    Diese irrige Geldtheorie ist die Grundlage der Geldpolitik der Zentralbanken weltweit und in der Schweiz die Grundlage des Mindestkurses und der Stützungskäufe. Die SNB behauptet, sie könne „unbeschränkt“ Geld drucken und damit unbeschränkt Euros kaufen. Dafür werde sie die Wirtschaft mit Geld versorgen.

    Wie das einfache Beispiel mit der IKEA-Wand zeigt, ist das keinesfalls so. Das Geld kommt von den SuS und diese dürfen es auch jederzeit wieder zurückfordern.

    Es wird Zeit, dass man sich bei der SNB einmal von der veralteten irrigen Geltheorie löst.

    Marc Meyer

    • Gugus.

      Selbstverständlich bekommen die Schülerlein ihre Batzen vom Lehrer (SNB).

      Die SNB kauft die Euro/Dollars/wasauchimmer über die Geschäftsbanken und schreibt ihnen den entsprecheden Betrag auf ihren CHF-Sichtguthaben gut.

      That’s it.

    • @Ponzi

      Danke

      Richtig

      SNB-Jordan behauptet sie bekämen es nicht mehr zurück.

      „nicht einforderbar“

      Jordan irrt – er soll doch dazu stehen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @C. Ponzi

      Und noch etwas:

      Wenn der Lehrer mit den Batzen der Schüler spielt und sich verspekuliert, so kann er sie den Schülern nicht mehr zurückgeben.

      Die SNB ist dann konkurs.

      MfG

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Das ist ein schon sehr antiquiertes Bild, welches Sie hier für die Geldtheorie zeichnen, noch restriktiver als der Goldstandard. Um in Ihr Lehrer-Beispiel also noch ein wenig Realität einfliessen zu lassen, müssen Ihre Ausführungen etwas angepasst werden.

      Der Lehrer steckt die Goldstücke der Schüler in die Tasche (Devisenreserven) und legt zehn selbstgebastelte IKEA-Taler (IT) ins Fach der SuS und erklärt, dass an dieser Schule von nun an nur IT als Tauschwährung gelten und diese zwingend angenommen werden müssen.

      Er schaut dabei, dass immer soviel IT im Umlauf sind, wie für die Transaktionen an der Schule benötigt werden (Preisstabilität – ohne Berücksichtigung des Austauschs mit anderen Schulen).

      Sind mehr IT im Umlauf als Waren oder Dienstleistungen angeboten werden, sinkt der Wert der IT, das heisst die Preise in IT steigen (Der SuS Günter wird mehr IT verlangen, damit er die Hausaufgaben von SuS Meyer macht). In diesem Fall wird der Lehrer in seine Tasche greifen und den SuS wieder Goldstücke gegen IT verkaufen, um die Menge IT wieder zu reduzieren.

      Werden mehr Waren und Dienstleistungen angeboten als IT im Umlauf sind (viele SuS haben keine IT mehr im Fach), müssen entweder die Preise gesenkt werden oder der Lehrer verkauft mehr IT gegen Goldstücke, die er wieder in die Tasche steckt.

      Für Garten- oder Putzarbeiten für die Schule kann der SuS auch IT erwerben. Der Lehrer kann dafür praktisch unbegrenzt selbstgebastelte IT dem jeweiligen SuS ins Fach legen.

      Die SuS haben kein Recht, die Goldstücke in eigenem Ermessen zurückzufordern. Sollte sich der Lehrer nun mit den Goldstücken aus dem Staub machen (Totalausfall der Devisenreserven), haben die SuS immer noch ihre IT im Fach und können diese untereinander weiterhin austauschen. Die Menge der sich im Umlauf befindenden IT kann aber nicht mehr reduziert werden, die Preisstabilitätsmassnahmen sind also eingeschränkt. usw. usf.

      Best

    • @Roman Günter

      Der Schüler Roman Günter schafft leider die Abschluss-Prüfung im Fach Buchhaltung nicht, weil er unfähig ist, zwischen Guthaben und Verbindlichkeiten zu unterscheiden.

      Schade.

      Marc Meyer

  14. Die SNB könnte im Notfall folgendes tun:

    1.
    Sie erhält ein Mandat von der Europäischen Zentralbank
    2.
    Sie führt den Euro in der Schweiz als gültiges Zahlungsmittel ein.
    3.
    Sie bestimmt, daß bis in sechs Wochen alle Franken in Euro umgetauscht werden müssen, Sichtguthaben werden automatisch umgestellt, für den Notenumtausch gilt EUR/CHF 1,20.
    4.
    Die SNB bilanziert zukünftig in Euro.
    5.
    Die Schweiz erweitert den EU-Rahmenvertrag um einen Abschnitt, der den Beitritt der Schweiz zum europäischen Wirtschaftsraum festlegt.
    6.
    Schweizer Banknoten verlieren zum 1.6.2020 ihre Gültigkeit

    In der Folge wäre die SNB saniert, da ihre assets in Euro lauten und die verbliebenen Franken preisgünstig aufgekauft werden.
    Die Exportindustrie wäre hochzufrieden, da das Währungsrisiko entfällt.
    Die Tourismus-Industrie kann alle Leistungen in Euro anbieten.
    Die Immobilienpreise werden auf hohem Niveau stabilisiert, zumal der EU-Rahmenvertrag Immobilienkäufern aus Europa steuerliche Vorteile offeriert.

    In der Folge auftretende Abstriche im Lebensstandard, was Löhne und Renten angeht, nimmt der Schweizer klaglos hin.

    Er hat sich ja noch nie um „financials“ gekümmert.

    In vielen Grenzbezirke ( Kreuzlingen, Basel, Tessin ) ist der Euro ohnehin schon Zweitwährung.

    Aufkommender Widerspruch, wie bei den Novemberaufständen 1918 in Zuerich, würde in 72 Stunden niedergeschlagen, zumal das Volk bis dahin seine Waffen per Volksentscheid aufgegeben hat.

    Härtefälle bezüglich Devisenbewertungen und Waffeneinsatz werden kommissarisch von den Altbundesrätinnen Sommaruga und Widmer-Schlumpf im Schnellverfahren entschieden.

    Im ersten Interview sagte Frau Sommaruga, sie freue sich auf die EU und die damit verbundenen Rechte und Pflichten.
    Nebenbei setzte sie das Kontingent der Schweiz für die Aufnahme von Flüchtlingen von 45.000 auf 135.000 hoch.

    Bern, den 18. April 2020

    • @Glückwunsch Switzerland

      Danke.

      Dürfen das drei Leute im Direktorium der SNB entscheiden und riskieren – wobei einer nota bane das Sagen hat, der nachweislich links und rechts der Notenbankbilanz miteinander verwechselt?

      Die Entscheide sind leider bereits gefallen ( Frankenrütli) und entsprechend ist die Einführung des Euro aufgegleist.

      Das ist nicht aus Absicht so geschehen, sondern aus sachlichem Unverständnis, um nicht zu sagen aus Dummheit.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  15. Herr Meyer,
    Sie haben ja grundsätzlich Recht.

    Nach heutigem Bilanzrecht wäre die SNB dann konkurs.
    Die EU/USA haben aber die eigenen Bilanzregeln nach 2008 gebrochen und sehr kreativ verändert für ihre „Bad Banks“ und „Bad“-Kontos.

    So wie die CS zu 10 Millarden Eigenkapital kam durch ihren eigenen Kredit, wird die Politik und die Finanzelite im Ministerium für Wahrheit und Bilanzschönheit das Bilanzrecht so ändern dass die SNB die Devisenverluste nicht in der Bilanz aufzeigen muss.

    Es gibt dann auch bei der SNB die Möglichkeit diese „toxischen“ „Wertpapiere“ auf ein „Bad“ -Konto zu buchen für bis zum jüngsten Gericht. Die „Not“ heiligt heute ausnamslos alle Mittel.

    Dann können wieder alle gemütlich vor dem Fehrnseher sitzen bleiben und Dschungelcamp schauen.

    • @Roman Günter

      Danke

      Auch Notenbankgeld hat einen Preis. Dieser kann fallen. Noch nie was von Inflation gehört?

      Und übrigens:

      Der Frage, ob Notenbankgeld Zahlungsmittel für die SNB sei, wie Thomas Jordan behauptet, oder gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken, weichen Sie aus.

      Und übrigens: Ich finde es schön, dass Sie mir nach jedem Kommentar „frohe Ostern“ wünschen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  16. Frage an Meyer?
    Sie unterstellen der SNB eine Überbewertung der Wertschriften von 10% – wie kommen Sie darauf?

    Der Wert der SNB, resp. der Anlagen der SNB richtet sich nach der Geldmenge, resp. der Nachfrage nach CHF. Die Bewertung der einzelnen ausländischen Wertschriften ist dagegen „Pipifax“. Wenn die SNB ausländische Wertschriften in ausländischer Währung verkauft, dann steigert sie damit gleichzeitig die Nachfrage nach CHF, aber leider auch die Inflationsgefahr im Inland.

    Generell bin ich der Meinung, dass der Verkauf von Anteilen der SNB an Private nicht, resp. nicht mehr statt finden sollte, weil „Unding“.

    PS: sorry, habe leider nicht alles gelesen

    P.S. sorry, habe nicht alles gelesen

  17. Nachtrag II

    Wie muss man sich eine Wertberichtigung der Giroguthaben der Banken bei der SNB vorstellen?

    Angenommen, die SNB besitze eine Bilanzsumme von 1 Billion Franken, wobei die Giroguthaben der Banken bei der SNB ebenfalls 1 Billion betragen (kein Eigenkapital der Einfachheit halber).

    Die SNB habe ihr sämtliches Vermögen in Euro angelegt.

    Nun falle der Euro um 20 Prozent. Das Vermögen der SNB falle deshalb auf 800 Milliarden Franken. Auf der Passivseite der Bilanz ist aufgeführt, wie das Vermögen auf die Gläubiger aufgeteilt wird. Bei einem Vermögen von 800 Milliarden können nur 800 Milliarden auf die Gläubiger aufgeteilt werden – nicht eine Billion. Die Banken müssen somit ihre Guthaben um 200 Milliarden wertberichtigen.

    Mit anderen Worten, der Verlust von 200 Milliarden Franken geht auf die Banken über.

    Hätte die SNB nur Banknoten emittiert anstatt Giroguthaben gutgeschrieben, so stünde auf den Banknoten weiterhin deren Nominalwert (beispielsweise auf 10 Milliarden Hunderter-Noten 100 Franken). Da die Banknoten dazu da sind, Güter zu bezahlen, hätte dies zur Folge, dass es zu einer starken Inflation käme. Der wertmässige Schaden wäre 200 Milliarden (hinzu käme der immense Schaden aufgrund des Umstandes, dass der Zahlungsverkehr ohne Buchgeld vollkommen zusammenbrechen würde: Dieser Schaden wäre wahrscheinlich um ein Vielfaches noch grösser).

    Wie verhält es sich nun mit den Giroguthaben der Banken?

    Angenommen, eine Bank wollte z.B. für 100 000 Franken eine Obligation von Nestlé bezahlen mit Giroguthaben bei der SNB.

    Wird die Verkäuferbanken für die 100‘000 Franken Nestlé-Obligationen Giroguthaben im Wert von 100‘000 akzeptieren?

    Nein. Wird sie nicht.

    Warum nicht?

    Die Bank weiss, dass die Giroguthaben der SNB nur noch zu 80 Prozent gedeckt sind.

    Genauso wie bei den Banknoten eine Inflation in Güterpreisen stattfindet, genauso ist eine Inflation, d.h. ein Kaufkraftverlust, bei den Giroguthaben bezüglich Finanzwerten zu erwarten.

    Es sind zwei Szenarien denkbar:

    a) Entweder der Kurs der Nestlé-Obligation wird auf 120 Prozent des Nominalwertes steigen
    Oder
    b) Die Giroguthaben der Banken müssen auf 80 Prozent ihres Nominalwertes wertberichtigt werden.

    Es ist anzunehmen, dass Letzteres eintrifft. Warum?

    Nestlé-Obligationen besitzen Preisrelationen zu anderen Obligationen weltweit. Ein Anstieg der Nestlé-Obligation um 20 Prozent würde bedeuten, dass die Nestlé-Obligation nicht nur in Relation zu den Giroguthaben der Banken bei der SNB um 20 Prozent steigen, sondern zudem in Relation zu sämtlichen Kapitalmärkten weltweit. Das wird nicht geschehen aufgrund der schieren Grösse dieser Märkte.

    Da die Nestlé-Obligation nur gegenüber den Giroguthaben der Banken bei der SNB um 20 Prozent steigt, ist vielmehr davon auszugehen, dass diese Giroguthaben der Banken bei der SNB um 20 Prozent nach unten wertberichtigt werden müssen.

    Daraus folgt: Der Verkäufer von Nestlé-Obligationen wird 100‘000 Giroguthaben bei der SNB nur noch zu 0.8 bewerten und an Zahlung nehmen und deshalb 120‘000 Franken in Giroguthaben fordern für eine Nestlé-Obligation von 100‘000 Franken.

    Inflation und Hyperinflation bedeutet, dass der Wert von Notenbankgeld fällt – sowohl jener von Banknoten als auch jener der Giroguthaben der Banken bei der SNB.

    Daraus folgt: Bei Negativem Eigenkapital der SNB müssen die Banken ihre Giroguthaben bei der SNB wertberichtigen und können somit anstelle der SNB Konkurs gehen, sofern diese nicht rechtzeitig ihre Bilanz deponiert, so dass die Verluste nicht weiterfallen.

    Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Sie fragen; „Wird die Verkäuferbanken für die 100‘000 Franken Nestlé-Obligationen Giroguthaben im Wert von 100‘000 akzeptieren?“

      Nein? Oder doch eher ja? Sie sollten eigentlich wissen, dass das es einen Annahmezwang für die gesetzliche Währung gibt, zum Nominalwert. Bezüglich Wertberichtigungen scheitern alle Ihre Beispiele an der Realität.

      Frohe Ostern

    • Was dazu führt, dass die Banken oder die SNB rekapitalisiert werden müssen und das durch den Steuerzahler zu erfolgen hat. Die SNB trägt ihre Geldpolitik also keinesfalls mit eigenem Geld, sondern dem Geld der Steuerzahler. Ein schönes Osterei.

    • „Inflation und Hyperinflation bedeutet, dass der Wert von Notenbankgeld fällt – sowohl jener von Banknoten als auch jener der Giroguthaben der Banken bei der SNB.“

      …und kann man erst mal dem Nennwert der Banknote nicht mehr trauen, lässt auch die Teuerung nicht lange auf sich warten.
      Herr Meyer, Ihre Welt der Ökonomie ist alles andere als langweilig – anything goes, as long it’s funny

    • @Roman Günter

      Danke

      Auch Notenbankgeld hat einen Preis. Dieser kann fallen. Noch nie was von Inflation gehört?

      Und übrigens:

      Der Frage, ob Notenbankgeld Zahlungsmittel für die SNB sei, wie Thomas Jordan behauptet, oder gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken, weichen Sie aus.

      Und übrigens: Ich finde es schön, dass Sie mir nach jedem Kommentar „frohe Ostern“ wünschen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Roman Günter

      Danke

      „funny“ ist,dass Sie hier mitdiskutieren ohne fachliches Argument.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  18. @Meyer

    „Notenbankgeld ist nicht gesetzliches Zahlungsmittel, wie SNB-Jordan immer wieder behauptet. Notenbankgeld ist Zahlungsmittel für die Banken. Bitte um Kenntnisnahme.“
    Das können Sie so oft wiederholen, wie Sie wollen, Herr Meyer, es wird nicht wahrer.

    Das Bundesgesetz ist da eindeutig und lässt keinen Interpretationsspielraum offen.
    WGZ Art. 2 Gesetzliche Zahlungsmittel
    Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten:
    c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.

    Man darf in der Schweiz an den Osterhasen und den Weihnachtsmann glauben, aber Wertberichtigungen auf Giroguthaben in Schweizer Franken bei der Nationalbank sprengten wohl alle Toleranzgrenzen jedes Buchhalters.
    Vielleicht fragen Sie mal einen, Herr Meyer.

    Best

    • @Roman Günter

      Danke

      Nachmals:

      Notenbankgeld (Giroguthaben der Banken bei der SNB und Banknoten) sind kein gesetzliches Zahlungsmittel für die SNB, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

      Notenbankgeld ist gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken.

      Also für die Banken gesetzliches Zahlungsmittel – für die SNB nicht.

      Richtig. Das Gesetz lässt da keinen Interpretationsspielraum:

      WGZ Art. 2 Gesetzliche Zahlungsmittel
      Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten:
      c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.

      Sichtguthaben sind Zahlungsmittel – Die Banken besitzen Sichtguthaben bei der SNB.

      Die SNB besitzt Sichtverbindlichkeiten.

      Verbindlichkeiten sind weder per Gesetz Zahlungsmittel, schon gar nicht gesetzliche und können es buchhalterisch und logisch auch gar nicht sein.

      Die SNB verwechselt Verbindlichkeiten mit Guthaben. Endlos. Immer wieder. Auch hier wieder.

      Sichtverbindlichkeiten sind keine gesetzlichen Zahlungsmittel – nur Guthaben.

      Verstehen Sie den Unterschied?

      Wäre schön, auch SNB-Chef Jordan würde bald einmal einsehen, dass Guthaben und Verbindlichkeiten nicht dasselbe sind.

      Ist das so schwer verständlich?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Roman Günter

      Interessant wäre noch, wenn Sie mal Ihre Verbindung zur Nationalbank hier offen legten.

      MfG

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Meine Verbindung zur Nationalbank? Ich bin Inhaber einiger Inhaberpapiere, welche vom Präsidenten des Bankrats und einem Mitglied des Direktoriums unterschrieben wurden.
      Mehr ist da leider nicht.

      Beste Grüsse und frohe Ostern

    • @Roman Günter

      Danke

      Bitte seien Sie doch so freundlich und weichen Sie fachlich nicht aus.

      So billig kommen Sie nicht weg.

      Sie und SNB-Chef Jordan behaupten, Notenbankgeld sei gesetzliches Zahlungsmittel für die SNB. Und Sie liefern noch den Gesetzesartikel nach, Sichtguthaben seien gesetzliches Zahlungsmittel.

      Also nochmals:

      Ich halte Ihnen und SNB-Jordan entgegen, dass die Giroguthaben der Banken gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken sind – nicht für die SNB. Und zudem sind laut Gesetz Sichtguthaben Zahlungsmittel – die SNB besitzt aber keine Sichtguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten.

      Und Sichtverbindlichkeiten sind keine gesetzlichen Zahlungsmittel und können es auch nicht sein.

      Sie und Jordan verwechseln Guthaben und Verbindlichkeiten.

      ALso bitte nehmen Sie doch dazu Stellung.

      Die Behauptung des SNB-Chefs Jordan, wonach die Sichtverbindlichkeiten der Banken bei der SNB gesetzliche Zahlungsmittel für die SNB seien und dass die Banken dafür nichts erhalten ausser gesetzliche Zahlungsmittel (also dass dies keine Zahlungsmittel seien) ist dermassen abstrus, dass es schon verwundert, warum Sie hier noch der letzte sind, der die Irrlehre von SNB-Jordan nicht als solche erkennt.

      Da könnte man schon auf den Gedanken kommen, Sie steckten mit Jordan unter einer Decke.

      So was von fachlichem Unvermögen muss man ja schon weit suchen.

      Also bitte eine fachliche Stellungnahme.

      Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • einverstanden

      Es wäre absurd, resp. systemwidrig wenn CH Unternehmen auf Aktiven in CHF, konkret Anlagen bei der SNB, Abschreibungen / Rückstellungen / Wertberichtigungen machen würden.

      @Meyer – sehen Sie den Zirkelschluss?

    • Ihr Kommentar hat werder Hand noch Fuss.

      Ist mir zu langweilig, darauf einzugehen.

      Keine Zeit

      MfG

  19. Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Anbei poste ich nochmals einen Kommentar an Herrn Roman Günther weiter unten, der den Kern des Irrtums der SNB verdeutlicht.

    Die Diskussion bezieht sich auf Nachtrag I.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    @Roman Günter

    Guten Morgen Herr Günter

    Nein. Girokontenbestände werden nicht übertragen wie Banknoten. Banknoten gehören ins Konto „Notenumlauf“. Wechselt eine Banknote ihren Besitzer, so hat das aus dem Konto „Notenumlauf“ nicht ersichtlich.

    Die Girokonten sind ihren Inhabern zugeschrieben. Sie zeigen die Schuld der SNB gegenüber den einzelnen Banken.Es findet eine Umbuchung SNB-bankintern statt.

    Will eine Bank eine Zahlung ausführen lassen von ihrem Konto bei der SNB, so führt das zu einer entsprechenden Löschung oder Reduktion ihre Guthabens bei der SNB.

    Um einer Bank ein Guthaben gutschreiben zu können, benötigt die SNB einen Vermögenswert, der in Franken bewertet der Gutschrift entspricht. Die SNB darf gegen Euro im Wert von 10 Milliarden Franken nicht 12 Milliarden Franken gutschreiben, genauso wenig wie sie einer Bank einfach 2 Milliarden schenken darf.

    Wenn also die SNB der CS im Auftrag der UBS 12 Milliarden Franken gutschreiben will, so benötigt sie dazu Euros im Gegenwert von 12 Milliarden Franken. Besitzt die SNB nur Euros im Gegenwert von 10 Milliarden Franken, so kann sie der CS nicht 12 Milliarden Franken gutschreiben.

    Es gibt auch ganz einfache weitere Überlegungen, welche zeigen, dass Ihre Argumentation nicht korrekt sein kann.

    Erstens:
    Aus Ihrer Argumentation (und aus deren von SNB-Chef Jordan) ginge hervor, dass die SNB wohl Gewinne erzielen kann, dass aber Verluste unterhalb von null Eigenkapital nicht mehr möglich sind, weil das Fremdkapital der SNB nie an Wert verlieren würde. Die SNB könnte also wohl Gewinne erzielen aber keine Verluste. Die SNB wäre das perfekte perpetuum mobile.

    Zweitens:
    Die Passivseite (rechte Seite) zeigt, wem das Vermögen auf der Aktivseite gehört. Die rechte Seite kann somit nicht länger sein als die linke (gilt bei allen Bilanzen; auch bei der SNB). Es kann nicht mehr Kapital den Investoren zugeschrieben werden, als vorhanden ist. Das ist einfachste Logik.

    Wenn also das Eigenkapital der SNB weg ist und das Eigenkapital negativ wird, so muss das Fremdkapital entsprechend wertberichtigt werden. Die Verluste der SNB übertragen sich eins zu eins auf die Banken.

    Sie können beispielsweise auf der Passivseite nicht 12 schreiben, wenn die Aktivseite nur 10 beträgt. Auch das ist einfachste Logik.

    Oder nochmals anders formuliert: Die Banken können ihre Guthaben bei der SNB nicht mit 12 bewerten, wenn die SNB nur 10 Vermögen hat.

    Es freut mich allerdings, dass Sie nun auch einsehen, dass Notenbankgeld (die Giroguthaben der Banken bei der SNB) das gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken darstellt und nicht gesetzliches Zahlungsmittel für die SNB.

    SNB-Chef Jordan behauptet ja, die Giroguthaben der Banken bei der SNB seien gesetzliches Zahlungsmittel für die SNB. Sie könne damit alle ihre Schulden jederzeit immer bezahlen.

    Einfach unglaublich, was er da behauptet.

    Schön, dass Sie mir nun in diesem Punkt auch Recht geben.

    Danke und freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    P.S.

    Ich werde mir erlauben, diese Antwort an Sie nochmals ganz oben zu platzieren, da sie den Kern der Diskussion trifft.

  20. Nachtrag I:

    Offizialdelikte durch die SNB-Direktion?

    a) Muss die SNB ihre Schulden zurückzahlen?
    b) Warum ist die SNB bei negativem Eigenkapital zahlungsunfähig.

    Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Gerne möchte ich hier zwei noch zwei gängige Missverständnisse richtigstellen:

    A) Muss die SNB ihre Schulden zurückzahlen?

    Die Zentralbanken behaupten ja, sie müssten seit der Aufhebung des Goldstandards nichts gegen Geld hergeben.

    Es kann also kein Kunde mehr an den Schalter der SNB kommen mit einer Banknote und den entsprechenden Wert an Gold herausfordern. Das ist korrekt. Nicht korrekt ist hingegen, daraus zu schliessen, dass die Zentralbanken ihren Kunden, den Banken, deren Guthaben nicht zurückzahlen müssten.

    Zuerst einmal muss festgehalten werden, dass es nicht darum geht, dass die SNB etwas zurückzahlt, sondern dass die Banken mit ihren Guthaben bei der SNB Zahlungen vornehmen können.

    Was heisst: Zurückzahlen?

    Bei den Guthaben der Banken bei der SNB handelt sich um gesetzliche Zahlungsmittel der Banken. D.h. die Banken haben von Gesetzes wegen das Recht, mit ihren Zahlungsmitteln bei der SNB in Form von Giroguthaben etwas zu bezahlen.

    Angenommen, die UBS verkaufe der SNB 10 Milliarden Euros zum Kurs von 1.20. Die
    UBS erhält somit von der SNB auf ihrem Konto bei der SNB 12 Milliarden Franken gutgeschrieben.

    Die UBS hat nun von Gesetzes wegen das Recht, mit diesen 12 Milliarden Franken Zahlungen vorzunehmen. Die SNB darf das nicht verweigern.

    Es geht also gar nicht unbedingt darum, dass die SNB der UBS die 12 Milliarden Franken zurückgibt (bzw. die 10 Milliarden Euro). Es geht aber darum, dass die UBS damit etwas anderes bezahlen kann – also etwas anderes erhält als Franken-Giroguthaben bei der SNB (Notenbankgeld).

    Nun falle der Euro auf eins zu eins.

    Die UBS wolle ihre Gewinne auf dem Franken realisieren und verkaufe die 12 Milliarden Franken der CS gegen 12 Milliarden Euro.

    Die UBS erteilt also der SNB den Auftrag, 12 Milliarden Franken von ihrem Konto auf das Konto der CS bei der SNB zu überweisen.

    Wir sehen: Die UBS muss nicht von der SNB 12 Milliarden Euro zurückverlangen. Täte sie das, so hätte die SNB nur 10 Milliarden Euros und wäre zahlungsunfähig. Die UBS kann jedoch 12 Milliarden Euros von der CS erhalten und deshalb lässt sie 12 Milliarden Franken auf das Konto der CS bei der SNB überweisen.

    Von der SNB zurückfordern heisst, das Guthaben bei der SNB, welches gesetzliches Zahlungsmittel ist, an eine andere Bank zu transferieren, zwecks Bezahlung einer Schuld.

    Und nun zu b)

    B) Warum ist die SNB bei negativem Eigenkapital zahlungsunfähig?

    Fahren wir fort mit obigem Beispiel:

    Die SNB hat nun von der UBS den Auftrag, 12 Milliarden Franken vom Konto der UBS auf das Konto der CS zu transferieren.

    Dieser Geldtransfer von der UBS zu CS ist nicht vergleichbar mit der Übergabe einer Banknote. Warum nicht? Bei der Banknote handelt es sich um ein Inhaberpapier (kein Passivtausch in der Bilanz der SNB; das Konto Notenumlauf bei der SNB verändert sich nicht), bei den Guthaben der Banken bei der SNB handelt es sich um Namenpapiere.

    Das Guthaben bei der SNB lautend auf den Namen UBS wird um 12 Milliarden verringert, jenes der CS um 12 Milliarden vergrössert. Es findet eine Umbuchung in der Bilanz der SNB statt.

    Als die UBS der SNB am Anfang des obigen Beispiels 10 Milliarden Euros übertrug, schrieb die SNB der UBS den Betrag von 12 Milliarden Franken gut. Das war eine Geldschöpfung gegenüber der UBS von 12 Milliarden Franken als Gegenwert für die 10 Milliarden Euros.

    Man kann sich diese Geldschöpfung vorstellen wie ein Lämpchen, das jetzt brennt und der UBS 12 Milliarden Guthaben darstellt.

    Will nun die UBS, dass diese 12 Milliarden Franken dem Konto der CS gutgeschrieben werden, so wird das Guthaben der UBS bei der SNB gelöscht. Das Lämpchen erlöscht jetzt bzw. das Guthaben der UBS bei der SNB erlischt.

    Nun muss die SNB im Auftrag der UBS der CS 12 Milliarden Franken gutschreiben.

    Die SNB darf nur Geld emittieren, wenn ein entsprechender Gegenwert vorhanden ist. Sie erhält dieses Geld entweder von der Bank, der sie gutschreibt oder von einer anderen Bank, welche eine Zahlung zu überweisen hat.

    Eine Banknote im Keller der SNB ist nichts wert. Erst bei Emission wird die Banknote im Gegenzug zu einem Vermögenswert emittiert, der in der Bilanz der SNB auf der Aktivseite erscheint.

    SNB-Chef Jordan darf nicht durch die Bahnhofstrasse gehen und Banknoten verteilen ohne einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten. D.h. er darf die Banknote nicht verschenken.

    Genauso bei den Giroguthaben der Banken bei der SNB: Die SNB darf den Banken nicht einfach Guthaben gutschreiben, ohne nicht einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten.

    Für eine solche Gutschrift erhält die SNB entweder

    a) Vermögen von jener Bank, der sie gutschreibt
    oder
    b) Vermögen von einem anderen Konto, das reduziert wird (weil diese Bank eine Zahlung zu tätigen hat an jene Bank, welche das Guthaben erhält)

    Um der CS 12 Milliarden Franken gutschreiben zu können, benötigt die SNB Vermögenswerte im Wert von 12 Milliarden Franken.

    In obigem Beispiel besitzt die SNB 10 Milliarden Euros von der UBS. Das ist zu wenig. Um 12 Milliarden Franken gutschreiben zu können, benötigt sie nach neuem Wechselkurs jetzt 12 Milliarden Euros.

    Die SNB kann und darf also der CS nicht 12 Milliarden Franken gutschreiben, wenn sie nur Euros im Gegenwert von 10 Milliarden Franken besitzt.

    Welche Möglichkeiten könnten jetzt in Betracht gezogen werden? Es gibt deren drei:

    Erste Möglichkeit:

    Die SNB verlangt von der UBS weitere 2 Milliarden Euros. Dann hätte die SNB 12 Milliarden Euros. Das würde reichen, um der CS 12 Milliarden Franken gutzuschreiben.

    Was wird geschehen? Die UBS wird sich weigern und darauf hinweisen, dass sie der SNB damals 10 Milliarden Euros überwiesen hat, was damals einem Wert von 12 Milliarden Franken entsprach. Die UBS hat jetzt ein Anrecht auf 12 Milliarden Euros und will das mit ihren 12 Milliarden Franken bezahlen. Die 2 Milliarden Gewinn will sie nicht der SNB schenken.

    Es wird zum Gerichtsfall kommen.

    Zweite Möglichkeit:

    Die SNB überweist der CS lediglich 10 Milliarden Franken. Das kann sie aufgrund des Vermögens von 10 Milliarden Franken, das sie seinerzeit von der UBS erhalten hat.

    Was wird geschehen? Die CS wird sich weigern, nur 10 Milliarden Franken gutgeschrieben zu erhalten. Für die 12 Milliarden Euros, die sie der UBS verkauft hat, will sie 12 Milliarden Franken.

    Es wird zum Gerichtsfall kommen.

    Dritte Möglichkeit:

    Die SNB schreibt der CS einfach 12 Milliarden Franken gut, obwohl sie nur 10 Milliarden Euros von der UBS hat, welche 10 Milliarden Franken entsprechen.

    Das darf sie nicht. Warum nicht?

    Um Geld emittieren zu können benötigt die SNB einen gleichwertigen Vermögenswert, den sie in ihrer Bilanz verbuchen kann. In diesem Fall hat sie 10 Milliarden Euros von der UBS erhalten. Basierend auf diesen 10 Milliarden Euros darf sie nur noch 10 Milliarden Franken gutschreiben. Es fehlen 2 Milliarden.

    Würde die SNB 12 Milliarden gutschreiben für die 10 Milliarden Euros (Wert 10 Milliarden Franken), so würde sie 2 Milliarden Franken „aus dem Nichts“ gutschreiben. D.h. die SNB würde 2 Milliarden Franken Geld emittieren (schöpfen) ohne entsprechenden Gegenwert.

    Das wäre vergleichbar, als würde Herr Jordan durch die Bahnhofstrasse gehen und Banknoten verteilen ohne Gegenwert. Wer würde klagen? Die Konsumenten. Zu Recht. Der Wert von Banknoten würde so verwässert und sie hätten einen Schaden. Die SNB würde handeln wie ein Geldfälscher. Das wäre ein Offizialdelikt.

    Genauso wenn die SNB Giroguthaben emittiert ohne entsprechenden Gegenwert. Die anderen Banken würden zu Recht klagen, weil ihre Guthaben bei der SNB – ihr gesetzliches Zahlungsmittel – so verwässert würden.

    Die SNB würde ein Offizialdelikt begehen. Auch die SNB darf nicht Geld fälschen.

    Man kann es wenden und drehen wie man will: Bei negativem Eigenkapital der SNB ist diese zahlungsunfähig und wäre Konkurs.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Sie meinen vermutlich Gläubigerbevorzugung.

      Ihrer blumigen und fantasievollen Interpretation fehlen aber die rechtlichen und ökonomischen Grundlagen.

      Da wird auch nichts vernichtet und neu emittiert, nur übertragen. Und gerade weil die Nationalbank nur Intermediär des Bundes ist, ist die Lieferung von gesetzlichen Zahlungsmittel somit jederzeit gewährleistet.

      Best

    • @Roman Günter

      Danke

      Erstens:
      Die rechtliche Grundlage ist klar. Notenbankgeld, d.h. die Guthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken. Sie dürfen damit bezahlen, d.h. diese in einen anderen Vermögenswert umwandeln. Wenn SNB-Jordan behauptet, die Banken dürften das nicht (Geld nur gegen Geld), so widerspricht er damit dem Gesetz.

      Zweitens:

      Die Geldtheorie wurde jahrzehntelang falsch interpretiert. Kredit der Zentralbank an die Banken, Multiplikator usw.
      Ich habe hier in meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ erklärt, wie Geldschöpfung funktioniert und die Bank of England hat fünft Monate nach mir dasselbe übernommen (leider ohne Zitat und die SNB hat ihre falsche Geldtheorie klammheimlich von ihrer Home Page genommen).

      Ich erkläre Ihnen hier gerne nochmals, wie Geldschöpfung funktioniert:

      Die Bank schreibt einen Gegenwert auf ihrem Konto gut für die Hereinnahme eines Aktivums. So entsteht Geld. Eine Zahlung geschieht, indem dieses Guthaben gegenüber dem Kunden gelöscht wird. Das Guthaben wird dann der Empfängerbank gutgeschrieben – aber dies ist nur rechtens, wenn genügend Aktiva vorhanden sind. Bei negativem Eigenkapital der SNB ist das nicht der Fall. Die SNB ist in diesem Fall zahlungsunfähig.

      Doch korrekt: Um der Empfängerbank ein Guthaben gutschreiben zu können, wird neues Geld im Form eines Namenpapiers emittiert. Das alte Guthaben gegenüber der zahlenden Bank wird gelöscht.

      Ich habe Ihnen schon einmal erklärt, dass Sie Inhaber und Namenpapiere miteinander verwechseln.

      Drittens:

      Die SNB ist nicht nur Intermediär des Bundes. Sie ist Intermediär zwischen den Geschäftsbanken.

      Viertens:

      Notenbankgeld ist nicht gesetzliches Zahlungsmittel, wie SNB-Jorfdan immer wieder behauptet. Notenbankgeld ist Zahlungsmittel für die Banken. Bitte um Kenntnisnahme.

      Fünftens:

      Die SNB kann der Empfängerbank keinen Betrag gutschreiben ohne entsprechendes Vermögen auf der Aktivseite. Ansonsten ist sie Falschmünzerin und handelt gesetzeswidrig.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Hätten Sie und SNB-Jordan Recht, so wäre Geld Eigenkapital der SNB. Das ist es aber nicht. Es ist Fremdkapital, das die Banken wieder von der SNB abziehen können, genauso wie sie es der SNB ausgeliehen haben.

      Werden Sie realistisch.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Morgen, Herr Roman Günter

      Ihr letzter Beitrag offenbart zum wiederholten Male, wie hier Geld als Schuld der SNB sich einzugestehen aber Geld dennoch als Eigenkapital zu interpretieren, das nicht zurückgezahlt werden muss. Man versucht glaubhaft zu machen, dass es sich Bilanztechnisch um eine Schuld und rechtlich um Eigenkapital handele.

      Die SNB ist nicht die Ursache des Übels aber durch ihre geldpolitische unverantwortlichen Entscheidungen hat sie wie ein Sog die Schweiz in einer sehr gefährlichen Situation gebracht. Die Wurzel und der Auslöser der Verwerfungen sind die Finanzmärkte bzw. die Akteure die darin operieren und angesiedelt sind, insbesondere die Vermengung zwischen Investment, – Geschäftsbanken und die sogenannten „Finanzinnovationen“ – „Interbankenmarkt“.

      Die SNB hat sich aber aufgrund ihrer FK-finanzierten Devisenzockerei längst in eine Sackgasse manövriert aus der sie nicht mehr herausfindet. Dieses Dilemma ist mitverantwortet durch viele Einzel-Interessen durch die politische und wirtschaftliche Landschaft (Franken-Rüttli) einer Demokratie unwürdig. Sollte die Bilanz der SNB in naher Zukunft implodieren, was angesichts der Hebelverhältnisse kein unrealistisches Szenario ist, wird das Establishment behaupten, wir haben es ja immer gesagt. War es das Wert? Auslandüberschüsse die verrotten und sich entwerten und in naher Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit abgeschrieben werden müssen. Die Exportwirtschaft die in den letzten 15 Jahren netto 14% der Arbeitsstellen abgebaut hat (SECO, BFS).

      Ich wünsche Ihnen frohe Ostern

    • Roman Günter….. der ewige Sklave.

      Brauchen sie eigentlich für alles ein Gesetz ?

      Wo ist ihr eigene Kopf geblieben ?
      Haben sie den an das OR abgegeben ?
      Ist das ihre Bibel der sie um jeden Preis glauben ?
      Und verkörpert die SNB Führung das Göttliche für Sie ?
      ———-
      Ich brauche dazu kein Gesetz, ich weiss was „mein“ und „dein“ ist, was Schulden sind und das die zurückbezahlt werden müssen.
      So einfach ist das…… für normale Menschen.

      Nur Sklaven die Sklaven sein wollen, die brauchen immer jemanden der ihnen sagt was sie zu denken haben.
      Und nur bei solchen wird aus einer Schuld etwas was nicht mehr geschuldet wird.

    • Guten Tag, Herr Roth

      Immerhin macht das Gesetz aus einem bedruckten Papier Geld, welches Sie uneingeschränkt in der Schweiz verwenden dürfen.
      So schlecht sind die Gesetze also auch für Sie nicht.

      Schöne Ostern

    • @Platon

      Danke

      Genau so ist es: Die SNB bezeichnet nun Geld neuerdings auch als Schuld der SNB: aber begriffen hat sie es immer noch nicht.

      Die SNB ist wie ein Schüler, der abschreibt: Er schreibt es richtig, aber begriffen hat er es immer noch nicht und fällt immer wieder in das alte fehlerhafte Raster.

      Die SNB meint immer noch, Notenbankgeld sei Eigenkapital der SNB, obwohl sie mittlerweile Geld als auch Schuld der SNB bezeichnet.

      Danke nochmals und freundliche Grüsse und ebenfalls frohe Ostern.

      Marc Meyer

    • @stiller Beobachter (Original) (ja verstehe: der „Urs Abderhalden“ alias „Walt Rother“ usw., SNB-Troll, bedient sich ja von Zeit zu Zeit u.a. auch dieses Pseudonyms; siehe z.B. „Ueli Maurer ist der erste, der einsieht, dass sich die SNB vollkommen verrant hat“)

      Danke

      Habe diese Schlagzeile der NZZ auch gesehen.

      Ein typisches Ablenkungsmanöver, um vom Wesentlichen abzulenken.

      Freundliche Grüsse und Danke

      Marc Meyer

  21. Nehmen wir an, die SNB muss die Devisenreserven auf einen Schlag von rund 800 Mrd auf Null als wertlos abschreiben.
    Was ändert sich für die Realwirtschaft? Vielleicht gar nichts?
    Die SNB hat einfach eine Null in den Büchern und kann wieder neues
    Geld „drucken“.

    • @Prometheus

      Danke

      Ihre Theorie ist dieselbe wie die der SNB.

      Was Sie und SNB-Chef Jordan übersehen ist folgendes:

      Die SNB hat ihr Vermögen von 800 Milliarden mit Fremdkapital im Betrag von rund 700 Milliarden finanziert. Fällt der Wert des Vermögens der SNB auf Null, so kann die SNB ihr Fremdkapital nicht zurückzahlen.

      Die Banken müssen dann ihre 700 Milliarden Franken bei der SNb abschreiben und gehen Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  22. Besitzer von SNB Aktien, so sie denn frei agieren dürfen, sollten die Aktien sofort verkaufen, hätten sie schon bei 8000 Franken veräussern sollen… aber die meisten machen wohl auch bei 60000 noch Gewinn.

    Gewinne muss man Realisieren…..

    Wer sie jetzt ……bei deren gigantischer Überschuldung noch hält, ist selber Schuld.
    Überschuldung und hoher Aktienkurs…????

    Eben, man muss ja erst mal erkennen das eine Überschuldung vorliegt, das aber würden vermutlich 99% der Aktieninhaber bestreiten, denn schliesslich ist die Aktie ja gestiegen, für Investoren „eigentlich“ Anzeichen einer gesunden Firma.

    Boah….(((-:

  23. @ Marc Meyer

    Eine Bank bezahlt in der CH mit ihrem Guthaben bei der SNB. Dann bekommt eine andere Bank in der CH die Reserven zugeschoben. Was im Bankmarkt CH nichts ändert. Die Zahlungsmittel bestehen weiter. Wie sieht es international aus?

    • Bei negativem Eigenkapital kann die SNB die Zahlung nicht ausführen.

      MfG

    • @ MfG….

      das ist richtig, solange nur Bankenintern umgebucht wird, also von einem Konto auf ein anderes bei der SNB, funktioniert das System sehr gut.

      Aber was wenn da mal 100 Milliarden abgehoben werden und woanders hin wandern, also aus den Büchern der SNB verschwinden?

    • WAS UM HIMMELS WILLEN SOLL ABGEHOBEN WERDEN VON EINEM GIROKONTO!!!!!!!!
      DAS GIROKONTI IST SCHWEIZER FRANKEN
      DIE BANKNOTE IST SCHWEIZER FRANKEN
      DIE SCHWEIZER MÜNZEN SIND SCHWEIZER FRANKEN

      ALLE DREI KÖNNEN FREI AUSGETAUSCHT WERDEN – IMMER – ENDLOS

      WIESO GEHT EINE SO SIMPLE TATSACHE NICHT IN EURE HIRNE????
      WHAT’S WRONG WITH YOU???!!!!

      (einfach mal um es nicht unerwähnt bleiben zu lassen)

    • @ Walt Rother & Marc Meyer

      Und wo sollen die Reserven hinwandern? Reserven können nur von Banken gehalten werden. Und falls ein Auslandstransfer bei neg. EK ein Problem ist, meines Wissens waren schon andere Notenbanken mit negativem EK operativ. z.B. Zentralbank Tschechiens? Es soll Anfang der 70er Jahre auch bei der Dt. BuBa der Fall gewesen sein. Bitte um Präzisierung. Danke.

    • @MFG, @Walter Roth

      Die SNB kann nur Geld gutschreiben gegen einen entsprechenden Vermögenswert.

      Bei negativem Eigenkapital der SNB kann sie das nicht mehr und ist zahlungsunfähig.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Marc Meyer

      Das beantwortet jetzt aber nicht meine Frage. Wieso können ZBen mit negativem EK wie in der Vergangenheit passiert operativ bleiben. Ihre Aussage zur Zahlungsunfähigkeit würde doch dies ummöglich machen. Oder hat Tschechien den Handel für die Zeit des neg. EK eingestellt? Es geht mir keineswegs um Provokation, ich möchte es nur verstehen. Danke.

    • @Roman Günter

      Danke

      Einfach mal ganz ruhig durchatmen und überlegen:

      Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken – nicht für die SNB.

      Wenn also die UBS z.B. mit ihren Franken Euros kaufen möchte, so darf sie das.

      Und sie darf auch mit ihren gesetzlichen Zahlungsmitteln bei der SNB in Franken bezahlen.

      Wo liegt das Problem? Ganz einfach.

      Lesen Sie doch einfach meinen Nachtrag I. Dort ist alles Schritt für Schritt einfach erklärt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @MFG

      Danke

      Den Fall mit der tschechischen Notenbank habe ich hier schon einige Male erklärt:

      Erstens:
      Dort ging es m.E. um ca. 1 Milliarde – nicht um 700 Milliarden.

      Zweitens:
      Die Tschechische Notenbank investierte auch in Euros. Diese aber stiegen gegen die tschechische Krone. Die erwirtschafteten also Gewinne und nicht Verluste auf ihren Devisen wie die SNB.

      Drittens:
      Und das ist der wichtigste Punkt von allen: Bei der SNB ist das Problem, dass sie an der Börse kotierte Banken als Kreditgeber hat. Bei negativem Eigenkapital der SNB müssen diese das negative Eigenkapital der SNB auf ihren Guthaben wertberichtigen. Das kann bis zum Konkurs von Banken führen.

      Bei der Tschechischen Notenbank war der Kreditgeber m.E. der tschechische Staat, welcher Steuereinnahmen hat nicht in Konkurs geht wegen 1 Milliarde. Deshalb konnte die tschechische Notenbank weiteroperieren.

      Kommt hinzu: Der Tschechische Staat war damals auch in der Lage, verstaatlichte Güter aus der kommunistischen Zeit forlaufend zu veräussern, was laufend zu Deviseneinnahmen führte (die Devisen waren also m.W. weniger mit Schulden finanziert).

      Das Beispiel der Tschechischen Notenbank kann nie und nimmer als Rechtfertigung für die 700 Milliarden Schulden der SNB bei börsenkotierten Banken herangezogen werden.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag, Herr Meyer

      Die Grossbuchstaben sind dem Effekt geschuldet, nicht der Gemütslage 😉

      Die UBS kann Euro kaufen und dafür mit ihren Schweizer Franken bezahlen, darin sind wir uns durchaus einig. Die UBS wird dazu einfach die Schweizer Franken auf das Girkonto des Käufers übertragen lassen und auf dem EUR-Korrespondenzbankenkonto die Euro erhalten. Bei der Nationalbank ändert sich nichts auf der Passivseite. Die Euro werden vom Käufer geliefert, nicht von der SNB.

      Die Girokontobestände können wie Bargeld getauscht werden, aber so wie die Banknote nicht bei jeder Transaktion vernichtet wird, so bleibt auch das elektronische Geld (das Girokontoguthaben) weiter bestehen, nur der Inhaber wechselt.

      Das wäre ja eigentlich nicht so schwer zu verstehen und damit lässt sich auch einfach nachvollziehen, dass elektronische Zahlungen über SIC unabhängig von den Devisenreserven abgewickelt werden können. Die SNB ist für die Bewirtschaftung der gesetzlichen Währung nur Intermediär der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Wertberichtigungsbedarf für Girokonti gibt es nicht, solange diese gesetzliche Währung sind.

      Beste Grüsse

    • @Roman Günter

      Guten Morgen Herr Günter

      Nein. Girokontenbestände werden nicht übertragen wie Banknoten. Banknoten gehören ins Konto „Notenumlauf“. Wechselt eine Banknote ihren Besitzer, so hat das aus dem Konto „Notenumlauf“ nicht ersichtlich.

      Die Girokonten sind ihren Inhabern zugeschrieben. Sie zeigen die Schuld der SNB gegenüber den einzelnen Banken.

      Will eine Bank eine Zahlung ausführen lassen von ihrem Konto bei der SNB, so führt das zu einer entsprechenden Löschung oder Reduktion ihre Guthabens bei der SNB.

      Um einer Bank ein Guthaben gutschreiben zu können, benötigt die SNB einen Vermögenswert, der in Franken bewertet der Gutschrift entspricht. Die SNB darf gegen Euro im Wert von 10 Milliarden Franken nicht 12 Milliarden Franken gutschreiben, genauso wenig wie sie einer Bank einfach 2 Milliarden schenken darf.

      Wenn also die SNB der CS im Auftrag der UBS 12 Milliarden Franken gutschreiben will, so benötigt sie dazu Euros im Gegenwert von 12 Milliarden Franken. Besitzt die SNB nur Euros im Gegenwert von 10 Milliarden Franken, so kann sie der CS nicht 12 Milliarden Franken gutschreiben.

      Ees gibt auch ganz einfache weitere Überlegungen, welche zeigen, dass Ihre Argumentation nicht korrekt sein kann.

      Erstens:
      Aus Ihrer Argumentation (und aus deren von SNB-Chef Jordan) ginge hervor, dass die SNB wohl Gewinne erzielen kann, dass aber Verluste unterhalb von null Eigenkapital nicht mehr möglich sind, weil das Fremdkapital der SNB nie an Wert verlieren würde. Die SNB könnte also wohl Gewinne erzielen aber keine Verluste. Sie wäre das perfekte perpetuum mobile.

      Zweitens:
      Die Passivseite (rechte Seite) zeigt, wem das Vermögen auf der Aktivseite gehört. Die rechte Seite kann somit nicht länger sein als die linke. Es kann nicht mehr Kapital auf die Investoren zugeschrieben werden, als vorhanden ist. Das ist einfachste Logik.

      Wenn also das Eigenkapital der SNB weg ist und das Eigenkapital negativ wird, so muss das Fremdkapital entsprechend wertberichtigt werden.

      Sie können beispielsweise auf der Passivseite nicht 12 schreiben, wenn die Aktivseite nur 10 beträgt. Auch das ist einfachste Logik.

      Oder nochmals anders formuliert: Die Banken können ihre Guthaben bei der SNB nicht mit 12 bewerten, wenn die SNB nur 10 Vermögen hat.

      Es freut mich allerdings, dass Sie nun auch einsehen, dass Notenbankgeld (die Giroguthaben der Banken bei der SNB) das gesetzliche Zahlungsmittel für die Banken darstellt und nicht gesetzliches Zahlungsmittel für die SNB, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S.

      Ich werde mir erlauben, diese Antwort an Sie nochmals ganz oben zu platzieren, da sie den Kern der Diskussion trifft.

    • Schon wieder ein Günther…

      Und extra Grossgeschrieben….(((-:

      Es spielt keine Rolle wo und in welcher Form das Geld verbucht ist….. wenn es jemand anderem gehört, kann er damit tun und lassen was er will.
      Girokonto usw. alles egal, es ist Vermögen welches einem anderen gehört und darum kann er es abheben, überweisen in Bar umtauschen….. etc. & pp.
      Auch aus dem Vermögen auf einem Girokonto kann Bargeld werden, jederzeit….. Wäre dem nicht so, niemand würde je mehr so etwas benutzen…

      Günter, sie sind wie unsere Politiker, sie können nicht mehr normal denken…..

      Was mir gehört, gehört mir ….auch wenns bei der SNB liegt.
      Wenn mir etwas gehört, es also mein Eigentum / Guthaben ist, kann ich grundsätzlich damit tun was ich will.
      Ausser natürlich es gibt Vereinbarungen die ich vorher kenne und akzeptiere.
      Niemals aber kann es darauf hinauslaufen das ich mein Eigentum nicht mehr zurückverlangen kann.
      Es gibt im Gesetz ( ihrem Gott ) eine Grenze was das abschliessen von Verträgen angeht…. „Sittenwidriges“ ist Untersagt.
      Aus Eigentum kann also nie etwas werden was mir nicht mehr gehört, es sein denn ich stimme dem zu und es verstösst eben nicht gegen die sogenannte Sittenwidrigkeit.

    • @Walter Roth

      Jawohl.

      Würde die SNB den Banken verweigern, dass sie mit ihren gesetzlichen Zahlungsmitteln etwas anderes als gesetzliche Zahlungsmittel kaufen können (Behauptung von SNB-Chef Jordan), so wäre das eine Enteignung der Banken durch die SNB.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  24. Howard Beale, ein Nachrichtensprecher aus New York im Jahre 1976, hatte ähnliche Ansichten wie Sie, Herr Dr. Meyer.

    Howard Beale war der Ansicht, daß sich auch der einzelne Bürger, kraft seiner ihm eigenen demokratischen Legitimation in das Spiel großer Finanz- und Wirtschaftskräfte einmischen durfte.

    Dann wurde ihm eine Lehrstunde erteilt, eine Lehrstunde, die ich Ihnen wärmstens empfehlen kann.

    https://www.youtube.com/watch?v=qwFtewGd5d0

    oder falls der Link nicht funktioniert auf YouTube:

    Howard Beale erhält Demokratie Lehrstunde (Network 1976) – NWO

    Das ganze Stück dauert nur 6 Minuten 50 Sekunden.

    Die Schweizer Nationalbank wird nicht explizit erwähnt, ihr Verhalten aber schon.

    • @Wilhelm Tell

      Danke

      Hab’s gesehen.

      amüsant.

      Freundliche Grüsse.

      Marc Meyer

  25. Sehr geehrter Herr Dr.Marc Meyer
    Bitte, was geschieht wenn SNB-Jordan seine hauseigene Gelddruckmaschine Orell Füssli anweist palettenweise CHF-Tausender-Noten-Papier herzustellen.
    Am nächsten Tag fährt er die Tausender-Paletten mit Hubstaplern zu den
    Banken und verkündet denen:
    “Hier habt ihr unser frisch gedrucktes zwar wertloses, aber gesetzliches Zahlunsmittel, unsere Schulden bei euch sind damit beglichen, bitte bestätigen sie uns das, und bucht unsere Schuld bei euch aus, damit auch wir euer Guthaben bei uns ausbuchen können. Damit ist die Angelegenheit zwischen uns erledigt, auf Wiedersehen!“
    Fazit die Buchungsgelder sind gestrichen. Wo verbleibt noch ein Problem? Verbleibt noch irgedwo eine Buchung?
    Weshalb Herr Meyer sollte das nicht möglich sein?
    Danke für eine Antwort.

    • @Torpedo

      Danke

      Per Gesetz dürfen die Banken nicht benötigte Banknoten jederzeit an die SNB zurückgeben.

      Denken Sie, die Banken wollen 700 Milliarden Franken in Banknoten? Sie werden die Banknoten von Herrn Jordan also gar nicht annehmen.

      Es ist der Auftrag der SNB, den Zahlungsverkehr sicherzustellen.

      Wenn die Banken kein Buchgeld mehr bei der SNB haben, so sind auch keine Zahlungen mehr unter Banken möglich.

      Ihren Lohn müssten Sie dann bei Ihrer Bank abholen und beispielsweise ihrem Vermieter bringen.

      Es würde das vollkommene Chaos in der Schweizer Wirtschaft ausbrechen. Hyperinflation wäre das Resultat. Bei Giroguthaben müssen die Banken ihre SNB-Guthaben wertberichtigen bei negativem Eigenkapital der SNB.

      Gesetzliches Zahlungsmittel bedeutet zudem, dass der Inhaber dieses Zahlungsmittels dieses in etwas anderes tauschen und damit zahlen darf.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Benjamin

      Danke.

      Können Sie darüber ausführlicher berichten?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Benjamin meint damit vermutlich die Banque de France, welche eine Quasi-Nationalbankfunktion für die Schweiz erfüllte. Das hat aber für die heutige Situation der SNB keine Bedeutung.

    • @Roman Güntee

      Danke

      Bei negativem Eigenkspital ist die SNB zahlungsunfähig.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  26. Da die SNB doch ein so grosser Weltmeister im Bilanzverlängerungsgeschäft ist, muss man sich doch die Frage stellen :
    Weshalb hat die SNB im Jahr 2008 die UBS nicht selbst gerettet, über eigene SNB-Bilänzverlängerung ???
    Das Bankenkartell arbeitet doch sonst auch immer so gut zusammen, oder nicht?
    Weshalb sollen die Steuerzahler Verantwortung für Banken übernehmen, wo wir Bürger mit diesen Bankern und den Politikern doch nie Verträge abgeschlossen haben, dass wir für Banken mit Milliardensummen bürgen würden.
    Eine nochmalige Rettung einer Bank darf es nie mehr geben, es wäre Betrug!
    Dazu kommt noch das damals die UBS-Kunden für ihre eigenen UBS-Konten, als Steuerzahler die Haftung übernehmen sollten, und Diejenigen, die gar kein Konto bei der UBS hatten für Diejenigen, die bei der UBS ein Konto hatten, Mitbürgen sollten.
    Ein Armutszeugnis für das ganze Bankenkartell, aber auch für die Politik, welche die Bevölkerung übergangen haben.

    • @Torpedo

      Danke

      Die Rettung der UBS ist nur gelungen, weil die US-Notenbank ihre Auslandanlagen repatriiert hat und im US-Immobilienmarkt investiert hat, so dass dieser wieder gestiegen ist.

      Ohne diese Aktion der FED wäre die SNB bös auf die Nase gefallen.

      Diese „Rettung der UBS durch die SNB“ war der erste grosse Sündenfall des Duos Hildebrand / Jordan. Danach kam die „Rettung des Euro“ . Und die ist gründlich misslungen. Man ist bei 1.45 mit 200 Milliarden eingestiegen und seither gabs nur Verluste.Ein Ausstieg wird immer unwahrscheinlicher. Wo führt das hin?

      Entweder zu grossen Verlusten früher oder später oder Einführung des Euro (ev. Beitritt zur EU).

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  27. Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer

    Darf ich Ihnen auch eine Frage stellen?

    Die SNB hat 700 Mrd. Franken (oder so) Aktiven. Nehmen wir an, sie überführt Fr. 300 Mrd. in einen Fonds und verkauft diesen der Eidgenossenschaft, zinsfrei. Buchung:
    Soll Guthaben Eidgenossenschaft Haben Aktiven
    Die Eidgenossenschaft investiert dann diese Mittel für 50 Jahre in den Index S&P500 und zahlt dann die Fr. 300 Mrd. an die SNB zurück.
    Was würde passieren, ausser dass die Eidgenossen (wir) stink reich würden und das AHV Problem gelöst hätten?

    Oder eine andere Idee, die Eidgenossenschaft investiert für jeden in der Schweiz geborenen Schweizer (es sind rund 100,000 Geburten pro Jahr) Fr. 10,000 in S&P500 für 65 Jahre (bis zur Pensionierung) und zahlt ihm dann statt der AHV-Rente dieses Kapital aus. Wäre dann das AHV-Problem gelöst?

    Ich denke schon, denn die SNB (=die Schweiz) hat etwas was andere nicht so haben: Vertrauen! Es gäbe einen Aufschrei in den USA und in Europa und dann wäre es vergessen und die Maschine läuft und läuft und läuft.

    Ich freue mich auf Ihre Würdigung.

    • @André Gosteli

      Sehr geehrter Herr Gosteli

      Danke.

      Die Eidgenossenschaft müsste zur Übernahme eines Fonds-Anteils von der SNB im Betrag von 300 Milliarden Franken soviel Kredit aufnehmen. Das geht schon nicht wegen der Verschuldungslimite.

      Bislang haben die Banken der SNB Kapital geliehen zur Finanzierung ihres Portefeuilles. Weshalb soll nur der Steuerzahler dieses Risiko voll übernehmen, ohne vorher noch die Banken in der Pflicht zu haben?

      Deshalb möchten ja die Banken, insbesondere die UBS, diesen Staatsfonds. Dann wären sie das SNB-Risiko elegant los.

      Nicht die SNB hat Vertrauen – die Schweiz hat Vertrauen – der Schweizer d.h. die Schweizer Steuerzahlerinnen und -zahler haben Vertrauen.

      Warum soll die Eidgenossenschaft für jeden Bürger 100’000 Franken Schulden machen, um ein Guthaben für ihn anzulegen?

      Die SNB hat bereits für jeden Bürger 100’000 Schulden gemacht, um Euros zu kaufen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sorry, wenn ich jetzt wirklich lachen muss. Was würde denn passieren, ausser… Der SNB würden eben die 300 Mrd. in der Bilanz fehlen und diese müssten, um sie wieder auszugleichen, zuerst einmal einbezahlt werden; vermutlich auch wieder von den „stinkreichen“ Schweizern, wie das im Kommentar so gedankenlos kommentiert wird.

    • Vielen Dank für die Antworten.

      @Supermario
      Es würden keine Aktiven in der Bilanz fehlen, denn die SNB hätte ein Guthaben gegen die Eidgenossenschaft. Es gibt hier nichts zu lachen. Natürlich würde dieses Guthaben nicht verzinst. Das Geld wurde bereits geschaffen, weil die ganze Welt Vertrauen in die SNB hat, sonst hätte man ja die Divisen nicht gegen ein Girokonto-Guthaben bei der SNB getauscht.

      @Dr. Marc Meyer
      Die Nettoverschuldung der Eidgenossenschaft wäre die gleiche: Verbindlichkeit gegen SNB und der Fonds auf der Aktivseite. Das mit der Kreditaufnahme habe ich nicht ganz durchgedacht, aber ich dachte eher an eine unverzinsliche Verbindlichkeit (reiner buchhalterischer Akt) ohne Finanzierung am Kapitalmarkt, die Eidgenossenschaft bleibt dieser Betrag der SNB einfach schuldig. Nach 40 Jahren wäre dieser Betrag wahrscheinlich bis zu 15 x mehr (1.07^40). 300 Mrd. zusätzliche Brutto-Schulden in Bezug aufs BIP wäre immer noch tief. Ich hätte dieses Geld lieber zum Wohl des Volkes investiert als es auf der SNB herum liegen zu lassen. Es wird sowieso nie mehr zurückbezahlt. Es ist einfach eine Bilanzverlängerung in der SNB.

    • @Andre Gosteli

      Danke

      Das Geld liegt nicht bei der SNB herum. Es ist angelegt z.B. in US-Hanfaktien.

      Was sich die SNB dabei denkt? Sie will so die Schweizer Wirtschaft ankurbeln?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  28. Sorry, aber das ist jetzt echt nichts neues, oder? Ich hab hier schon beim kurs um 8000 pro Aktie geschrieben was Sache ist. Und alle die nach Argumenten schreien sollten sich an die Statuten der SNB halten. Ausschüttung gedeckelt, überschüsse nur an Kantone/ Bern. Investmens in die SNB sind hochrisikoanlagen (Rendite homöopatisch, Kurssprünge riesig).

    Ich bin nur ein Laie, aber was hier Sache ist sollte jeder verstehen können!

    Die SNB taugt nicht mal als sicherer Hafen!, geschweige denn als Anlage.

    • @Sascha

      Danke

      Es verstehen es eben doch nicht alle. Aber fast alle.

      Man muss sich nicht wundern, wenn der SNB-Präsident selbst behauptet, die SNB könne ihre Schulden mit selbst gedrucktem Geld bezahlen.

      Da meinen eben viele, vom Vermögen der SNB müssten keine Schulden abgezogen werden.

      SNB-Chef JOrdan behauptet ja selbst, die SNB müsse nichts hergeben. Also kann man es den Aktionären nicht einmal übel nehmen.

      Und weil es die SNB selber nicht versteht, schreibe ich es eben hier. Alle verstehen es, ausser die SNB und ihre Trolls und einige Aktionäre, die SNB-Chef Jordan glauben möchten, weil sie dadurch reich würden.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  29. @Dr. Meyer:
    „Seither hat die Bank of England meine Theorie übernommen (natürlich ohne Zitat-Angabe und die SNB hat ihre falsche Geldtheorie klammheimlich von ihrer Home Page genommen (die Zentralbanken wollen ihr Gesicht nicht verlieren).“

    ich meine, dass auf den englischen Banknoten schon vor langer Zeit der Text „I promise to pay the bearer on demand the sum of …“ Die scheinen sich also schon im Klaren gewesen zu sein, dass es sich um die Begleichung einer Schuld handelt. Nach Aufhebung der Konversion in Gold gibt es aber wohl heute nur andere Noten im gleichen Betrag.

    • @will williamson

      Danke

      Auf der Dollar-Note steht auch „In God we trust“ und trotzdem tun das nicht alle Menschen oder zuwenig.

      Banknoten werden auch richtig verbucht – als Schuld.

      Trotzdem behaupten die Zentralbankpräsidenten, sie müssten ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen.

      Das ist eben der ganz grosse Irrtum.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  30. @Meyer

    Wie macht man mittels zwei Buchungssätzen 10 Milliarden Eigenkapital aus dem nichts?

    Hier der Auszug und Link zum Artikel von Makroskop:

    „Wie die Financial Times bereits vor etwa vier Jahren berichtete, hatte die Credit Suisse mit ausdrücklicher Erlaubnis der Regulierungsbehörden auch tatsächlich einen
    solchen Weg gefunden. Sie hatten an einen Investor in Qatar einen Kredit vergeben, der dann dazu benutzt wurde, um die von ihr emittierten Vorzugsaktien zu erwerben.

    Als Sicherheit für den Kredit dienten praktischer Weise die Vorzugsaktien selbst.
    Die Credit Suisse konnte also ihr kleines Eigenkapitalproblem in Höhe von 10 Milliarden Schweizer Franken durch zwei Buchungssätze lösen:

    l Per Forderungen aus Kredit an Girokonto Qatar
    l Per Girokonto Qatar an Kernkapital

    Mit einer solchen Peitsche hätten noch nicht einmal Masochisten ihren Spaß.“

    https://makroskop.eu/2017/01/macht-basel-banken-sicherer/
    Copyright © 2017 Makroskop – 4 / 5 – 02.02.2017

    @Meyer
    Sie haben die Vollgeldinitiative ja hart bekämpft.
    Solche kranken Exzesse des heutigen Geldsystems lassen sich aber leider nur noch durch eine radikale Reform verhindern.
    Was sind den Ihre Vorschläge um diese Korruption einzudämmen?

    • @Büezer

      Danke

      Erstens CS / Qatar

      Kürzt man Girokonto Qatar aus den beiden Buchungssätzen heraus, so ensteht der Buchungssatz

      Kredit an Qatar / Eigenkapital

      Damit hat die CS a) Einen entsprechenden Kredit an Qatar gewährt und b) eine Eigenkapitalaufnahme erreicht.

      Dadurch wird das Portefeuille der CS um den Kredit an Qatar erweitert und entscheidend ist, dass das ein bonitätsmässig guter Kredit ist. Andernfalls wäre das eine Verschlechterung der Bonität des SNB-Portefeuilles bzw. der CS selbst.

      Ist er das, so gibt es nicht viel einzuwenden dagegen. Qatar hat anstatt Geld Aktien.

      Man kann auch sagen, die CS hat ihr Fremdkapital an Qatar in Eigenkapital umgewandelt. Dies wird mit allen CS-Einlagen geschehen, sollte die CS einmal in Schieflage geraten.

      So etwas tut man allerdings eben nur, wenn man in Schieflage gerät. Es wirft deshalb nicht ein besonders gutes Licht auf die CS.

      Zweitens Vollgeld-Initiative

      Gemäss dieser Initiative entstünde bei einer Geldemission durch die SNB eine Seigniorage entsprechend dem emittierten Geld; d.h. es entstünde ein Gewinn bzw. Eigenkapital. Vollgeld wäre somit Vermögen bzw. ein Aktivum der SNB. Das geht auch aus der Behauptung hervor, Vollgeld würde „schuldfrei“ emittiert – also als Aktivum.

      Es wurde aber gleichzeitig behauptet, heutige Banknoten seien bereits Vollgeld. Banknoten sind aber SNB-Passivum.

      Sehen Sie den Widerspruch?

      Vollgeld wird einmal als Aktivum und dann als Passivum der SNB bezeichnet.

      Die Vollgeld-Initianten verwechseln also ebenfalls links und rechts der SNB-Bilanz wie die Jordan & Co.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  31. Danke für diese doch sehr klare Betrachtungsweise.
    Könnten Sie diese aber nicht so beschreiben und darstellen, dass es auch jeder Schweizer Bürger verstehen könnte, auch einer mit einem IQ U-100 und ohne Buchhaltungs-Kenntnisse?
    Ich würde mich dann auf den Aufschrei und den Zorn des Volkes echt freuen… es wäre längst fällig. Liebe Grüsse, T. Gysin.

    • @Thomas Gysin

      Guten Morgen und Danke für Ihre Frage.

      Gerne beantworte ich die:

      Können Sie oder ich sagen:

      „Es werde Brot“

      Und dann liegt ein Brot da?

      Solche göttlichen Fähigkeiten masst sich die SNB an, wenn sie behauptet, sie könne „unbeschränkt“ Geld „aus dem Nichts“ schaffen und sie sei für die „Ewigkeit“.

      Diese Überheblichkeit führt die SNB in den Abgrund.

      Das Bankgeschäft funktioniert so:

      Die Kunden verkaufen der Bank einen Vermögenswert oder verpfänden ein Haus.
      Dafür erhalten sie ein Guthaben auf ihrem Konto bei der entsprechenden Bank.

      Damit können sie Zahlungen tätigen untereinander.

      Die Kunden können damit ihre Schulden begleichen – nicht die Bank kann damit ihre Schulden begleichen.

      Verspielt die Bank das Geld der Kunden, so ist sie zahlungsunfähig und konkurs.

      Bei einer Zentralbank funktioniert es genau gleich:

      Der einzige Unterschied ist, dass dort nicht Privatpersonen die Kunden sind, sondern die Banken sind die Kunden der Zentralbank.

      Verspielt die SNB das Geld der Banken, so ist sie konkurs.

      Sie kann es nicht einfach nachdrucken, wie die Zentralbankchefs weltweit behaupten.

      Buchhalterisch ausgedrückt:

      Wenn die Zentralbanken Geld drucken, so ist das nicht Vermögen links in der Bilanz, sondern es ist Schuld rechts in der Bilanz.

      Diese Schuld muss die Zentralbank an die Bank zurückzahlen, wenn diese will. Oder sie muss das Geld als Zahlung an eine andere Bank überweisen.

      Wenn Sie, Herr Gysin, ein Guthaben bei der UBS haben, so muss ihnen die UBS diesen Betrag zurückgeben, wenn Sie wollen oder sie können den Betrag an jemanden überweisen lassen als Zahlung.

      Genau so die SNB. Sie muss den Banken deren Guthaben auszahlen oder an einen anderen Kunden als Zahlung überweisen, wenn Sie das wollen.

      Genau so die SNB.

      SNB-Chef Jordan behauptet nun, die SNB müsse den Banken deren Guthaben nicht mehr zurückgeben. Die Banken könnten somit mit ihren gesetzlichen Zahlungsmitteln bei der SNB keine Zahlungen mehr tätigen.

      Er begründet das mit der Aufhebung des Goldstandards.

      Damit liegt er falsch.

      Er behauptet also, die SNB müsse ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen.

      Und daraus folgern die SNB-Aktionäre, der innere Wert der SNB-Aktien entspräche dem Vermögen der SNB ohne Abzzg der Schulden.

      Aus dem Irrtum Jordan gibt es für die Schweiz aber ein noch viel grösseres Problem.

      Fällt der Euro und das Eigenkapital der SNB ist negativ, so ist die SNB zahlungsunfähig und Konkurs.

      Sie kann dann nicht einfach Geld drucken wie Jordan behauptet.

      Sie kann nicht sagen:
      Es werde Brot

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Marc Meyer

      Wieso soll die UBS das Guthaben bei der SNB zurückgeben? Kann die SNB dies verhindern? Sich weigern. Ich verstehe ihre Argumentation mit der rechten Seite der Bilanz. Aber welche Motivation sollte die UBS haben die Glaubwürdigkeit det SNB anzuzweifeln. Sitzen da nicht 2 im gleichen Boot? Danke für Ihre Einschätzung.

    • Guten Tag Herr Meier,

      Angenommen X (in diesem Fall die SNB) nimmt Schulden auf mit der Vertragsklausel, diese nie zurückzahlen zu müssen (siehe Behauptung SNB), und Y (in diesem Fall die Banken) gewährt die entsprechenden Kredite (ganz freiwillig nicht, siehe Mindestreservepflichten). Sind das noch Schulden oder Kredite im herkömmlichen Sinne? Sind das nicht eher notleidende Kredite, die in den Bilanzen der Banken berücksichtigt werden sollten? Interessanterweise ist die Aktivseite der SNB vergleichbar; sie ist auch mit Krediten gefüllt, die wahrscheinlich nie zurückgezahlt werden (z.B. US-Staatsanleihen).

    • @MFG

      Danke

      Es geht darum, dass die Banken mit ihren gesetzlichen Zahlungsmitteln bei der SNB etwas bezahlen können. D.h. sie dürfen jederzeit einen Zahlungsauftrag an die SNB erteilen, diese solle ihr Vermögen an eine andere Bankt transferieren.

      Deshalb halten ja die Banken liquide Mittel, damit sie damit etwas bezahlen können.

      Bei negativem Eigenkapital der SNB kann diese die Zahlungsaufträge ihre Banken nicht mehr ausführen. Sie ist zahlungsunfähig und Konkurs und muss ihre Bilanz deponieren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Rolf

      Danke

      Bei den Guthaben der Banken bei der SNB handelt es sich um gesetzliche Zahlungsmittel der Banken. Damit dürfen sie jederzeit etwas bezahlen. D.h. es geht um eine Überweisung an einen Dritten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag Herr Meyer,

      Sie schreiben in Ihrem Beitrag: „Die UBS will 100 Milliarden zurück, die SNB gibt 100 Milliarden nicht zurück.“

      An mich schreiben Sie: „D.h. es geht um eine Überweisung an einen Dritten.“

      Also ist es für Sie doch ok, wenn die SNB den Kredit nicht zurückzahlt?

    • @ Marc Meyer

      Eine Bank bezahlt in der CH. Dann bekommt eine andere Bank in der CH die Reserven zugeschoben. Was im Bankmarkt CH nichts ändert. Die Zahlungsmittel bestehen weiter. Wie sieht es international aus? Danke für Ihre Effort alles Fragen zu beantworten.

    • @Rolf

      Danke

      Bei den Guthaben der Banken bei der SNB handelt es sich um gesetzliche Zahlungsmittel. Die Banken haben ein Recht darauf, diese als Zahlungsmittel zu benützen.

      Es geht nicht um den naiven Fall von SNB-Chef Jordan, dass jemand an den Schalter der SNB geht und dort eine Banknote gegen Gold eintauschen will.

      Es geht doch vielmehr um die realistische Transaktion, dass beispielsweise die UBS eine Zahlung mit ihrem Geld bei der SNB tätigen möchte. Zu diesem Zweck gibt sie der SNB einen Zahlungsauftrag, ihr Guthaben bei ihr zu vermindern und dafür einer anderen Bank ein Guthaben gutzuschreiben – jener Bank, welcher die UBS zu zahlen hat für den Kauf von irgendetwas.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Rolf

      Eine Überweisung an einen Dritten ist genauso eine Rückzahlung.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Guten Tag Herr Meier,

      Im von Ihnen genannten Standardfall, in welchem die UBS ihre Sichteinlagen bei einer anderen Bank gutschreiben lässt, bleibt der Gesamtumfang der Sichteinlagen bei der SNB unverändert. Woran stören Sie sich, wenn Sie schreiben, „Die UBS will 100 Milliarden zurück, die SNB gibt 100 Milliarden nicht zurück.“? Was fordern Sie konkret?

    • @Rolf

      Die SNB darf nicht Sichtguthaben gutschreiben ohne entsprechenden Gegenwert.

      Oder darf SNB-Chef Jordan durch die Bahnhofstrasse gehen und Banknoten verschenken?

      Banknoten der SNB natürlich.

      MfG

  32. Tja….. 10% tiefer würde der Euro notieren?

    Und dafür setzen wir unser Land aufs Spiel.
    Dafür verheizt und diese Truppe.

    Niederschmetternd die Dummheit unserer SNB und der sie befeuernden Politik.
    Die 10% hätte unsere Wirtschaft verkraftet.
    Ich denke der Euro hätte ohne die SNB zeitweise weniger als 1 Franken gekostet, sich aber wieder eingependelt.
    Und wir Schweizer hätten dabei ein paar schöne kleine Einkäufe rausgeschlagen….. so einen neuen Wagen usw.

    Unsere Pensionskassen wären in einem viel besseren Zustand, die Immoblase viel kleiner….. usf.
    Aber für 10% haben wir das alles aufs Spiel gesetzt und dafür erst noch …NUR… den Exportsektor gestützt….
    Gohts denä eigentlich no…?

    • @Walter Roth

      Danke

      Die 10 Prozent sind eine Hypothese. Es lässt sich nicht beweisen.

      Die Relation Franken / Dollar korreliert stark mit der Relation Euro / Dollar.

      Im Dollar werden pro Tag 4 Billionen umgesetzt.

      Die SNB hat da langfristig keinen Einfluss; höchstens kurzfristig psychologisch.

      Es könnten weniger als 5 Prozent sein. Dann muss man sich fragen, was die ganzen Interventionen sollen. Die Schweizer Wirtschaft aufs Spiel setzen für das?

      Oder 20 Prozent. Dann müsste man das Portefeuille der SNB 20 Prozent tiefer bewerten und die SNB wäre heute schon konkurs.

      So oder so: ein vollkommener Unfug, was die SNB da angerichtet hat.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Meyer….

      ich habe das damals sehr Zeitnah mitverfolgt.
      Damals als der Euro mal für ca. 3 Tage bei nur gerade 97 oder 99 Rappen stand.
      Ich kannte jemanden der dannzumahl sofort 50ooo Franken in Euros getauscht hat.
      Die UBS gewährte ab 50ooo nahezu einen 1:1 Kurs faktisch ohne Wechselgebühren.

      Das war ein sehr gutes Geschäft, er kaufte damit später in Deutschland überaus günstig ein.

    • @Walter Roth

      Danke

      Ja ich mag mich auch noch ganz genau erinnern.

      Es ist damit zu rechnen, dass diese Kurse irgendwann wieder einmal kommen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  33. Sehr geehrter Herr Meyer

    Werden Sie an der nächsten GV der SNB dabei sein? Und wenn ja, dürfen Sie dort überhaupt noch sprechen oder entzieht man Ihnen Ihr Rederecht, weil man unangenehme Fragen bzw. Wahrheiten nicht hören möchte?

    Ich hoffe zwar, dass Sie mit Ihren Ansichten hier auf IP unrecht haben und uns die SNB nie um die Ohren fliegen wird. Allerdings befürchte ich, dass Sie irgendwann Recht erhalten werden und uns die Geldpolitik von Hildebrandt und Jordan ein Risendebakel hinterlässt.

    • @Steve

      Guten Morgen

      Das erste Mal vor der GV der SNB sprach ich im Jahre 1996. Lassen Sie mich zählen: Das was also vor 23 Jahren. Wir reden also von fast einem Viertel Jahrhundert!

      Seither habe ich mich schätzungsweise sechs mal an der SNB-GV zu Worte gemeldet.

      Und die SNB hat’s immer noch nicht begriffen!

      Damals erklärte ich der SNB, dass ihre Geldpolitik auf einer irrigen Geldtheorie basiert: Sie verwechsle links und rechts in ihrer Bilanz.

      Seither hat die Bank of England meine Theorie übernommen (natürlich ohne Zitat-Angabe und die SNB hat ihre falsche Geldtheorie klammheimlich von ihrer Home Page genommen (die Zentralbanken wollen ihr Gesicht nicht verlieren).

      Es ist ja auch blamabel, wenn ein Aussenstehender den Zentralbankpräsidenten erklären muss, wie Zentralbankpolitik funktioniert.

      Trotzdem hat die SNB immer noch nicht begriffen, dass Geld eine Schuld der Zentralbank ist, die sie jederzeit zurückzahlen muss. Jordan behauptet immer noch standhaft das Gegenteil, die SNB müsse ihre Schulden nicht zurückzahlen bzw. könne diese zurückzahlen mit selbst gedrucktem Geld (was sich zudem widerspricht; nicht zurückzahlen und trotzdem zurückzahlen).

      Anstatt ihre Auslandinvestitionen zu reduzieren, wie ich damals vor der GV 1996 erklärte, hat die SNB genau das Gegenteil getan und ihre Auslandinvestitionen rund verdreissigfacht.

      Damit kurbelt sie die ausländischen Volkswirtschaften an auf Kosten der Schweiz. Und das Devisenrisiko ist gefährlich (plus Schuldnerrisiko, Zinsrisiko)

      Damals konnte ich wenigstens noch rund 10 Minuten sprechen. Heute kann ich noch 90 Sekunden sprechen. Und wenn die SNB ein Viertel Jahrhundert lang nicht begriffen hat, so wird sie auch diesmal nicht in 90 Sekunden begreifen. Es muss zuerst ihr Eigenkapital negativ werden, bevor sie es begreift. Dann wird es aber zu spät sein.

      Zudem: Ich bin nun in einem Alter, wo ich es mir nicht mehr gefallen lassen muss, mich von den jungen Schnösels, d.h. vom Präsidenten des Bankrates und vom Präsidenten des SNB-Direktoriums dort oben regelmässig runter machen zu lassen, ganz einfach, weil die es nicht begreifen und nicht bereit sind, zuzuhören.

      In diesem Sinne werde ich also nicht mehr an die GV kommen. Ich hoffe, Sie haben Verständnis.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  34. Guten Tag Herr Dr. Marc Meyer

    Die Anzeichen eines weltweiten Wirtschaftsabschwungs nehmen zu…und doch…

    UBS -Präsident Weber in CNBC-Interview:
    Zitat: „Europa-Wachstum ist ein Problem, aber eine Rezession scheint unwahrscheinlich.“

    Prof. Thomas Jordan:
    Zitat: „Schweizer Franken weiter überbewertet! Noch mehr Platz für mögliche Interventionen. Schweizer Zins-Politik ist derzeit ok, aber wir könnten auch noch die Negativzinsen senken und/oder andere Massnahmen treffen falls nötig.“

    Diese Aussagen von Prof. Jordan sind beunruhigend und beängstigend zugleich. Diese Massnahmen bedrohen den Wohlstand ganz direkt, weil längst ein Punkt überschritten wurde von dem es keinen zurück gibt. Letzte Woche hat ein weiterer sehr bewährter Rezessions-Indikator ein wichtiges Signal gegeben: Die US-Zinsstruktur. Diese Aussagen, sind m.E. ein Indiz dafür die Fallhöhe noch ein letztes Mal zu erhöhen.

    So oder so..das würde mit massiven Vermögensverlusten einhergehen, was spiegelbildlich zur notwendigen Eindampfung der Überschuldung führt. Höhe? Unbekannt.

    • @Platon

      guten Abend Platon

      Danke

      Ja die Aussagen von SNB-Chef Jordan sind beunruhigend. Ich möchte dafür drei Gründe aufzeigen:

      Erstens:

      Warum soll der Franken zu hoch bewertet sein?

      Jordan’s Aussage basiert auf der sogenannten Theorie der Kaufkraftparität.
      Diese besagt Foldendes: Falls ein vergleichbares Gut in der einen Volkswirtschaft teurer ist als in einer anderen, so liegt der Grund in einer Überbewerteten Währung jenes Landes, in dem das Gut teurer ist.

      Wenn also die Güter in der Schweiz teurer sind als in anderen Ländern, so folge daraus, dass der Franken zu hoch bewertet ist.

      Mit dieser Theorie rechtfertigt die SNB ihre masslosen Devisenkäufe und meint, der Franken könne nur fallen und die SNB würde dann einen schönen Gewinn einstreichen.

      Auch bei dieser Theorie der SNB handelt es sich um eine Fatamorgana.

      Warum?

      Angenommen ein Big Mac kostet in der Schweiz doppelt so viel wie in den USA: Gemäss Kaufkraftparitätentheorie müsste nun der Franken um die Hälfte zum Dollar fallen bzw. der Dollar müsste sich um das Doppelte zum Franken aufwerten.

      Würde der Wert des Frankens sich halbieren, so würde das heissen (in einem vollkommenen Markt, ceteris paribus), dass der Preis eines Big Macs sich in der Schweiz halbiert (Innenwert des Frankens) und auch der Preis des Dollars (Aussenwert des Frankens. Folge: Der Amerikaner, der Dollar hat und in der Schweiz einen kaufen will, der muss jetzt nur noch die Hälfte für den Franken bezahlen, dafür das Doppelte für den Big Mac.

      Damit ist schlüssig bewiesen, dass die Theorie der Kaufkraftpartität ein Humbug ist.

      Man kann vom Wert eines Gutes in einer anderen Währung nicht auf den Wechselkurs schliessen.

      Kommt hinzu, dass eine schwache Währung zu hohen Preisen führt und nicht eine starke.

      Der Franken ist somit unterbewertet.

      Es ist unglaublich, dass eine Zentralbank basierend auf einem solch lapidaren Irrtum 700 Milliarden Schulden macht.

      Zweitens:

      Generell kann die SNB m.E. generell nichts dafür, dass die Zinsen ins negative fallen. Ihr Fehler ist jedoch der, dass sie die Negativzinsen viel mehr ins Negative drückt, als das notwendig wäre. Das tut sie, um einen Gewinn zu erwirtschaften. Sie will sich ein Polster anlegen für künftige Währungsverluste.

      Konkret bedeutet das: Was sie Bund und Kantone jährlich abliefern muss, holt sie über die Steuer „Negativzins“ wieder bei den Sparern. Das macht eine Zentralbank, die sich ehrlich um das Gesamtwohl der heimischen wirtschaft bemüht (Verfassungsauftrag) , nicht.

      Drittens:

      Mit ihren Deviseninterventionen exportiert die SNB Kapital von der Schweiz ins Ausland. Damit kurbelt sie die Wirtschaften im Ausland an auf Kosten der Schweiz. DAS ist nicht ihr Auftrag. Zudem macht es keinen Sinn. Sie verscherbelt den Franken zu Aktionspreisen und zieht damit ausländischen Kapital an, das sie dann wieder abführt – mit einen hohen Währungsrisiko, das niemandem nützt ausser Exportunternehmen, die nicht konkurrenzfähig sind.

      Marc Meyer

  35. @Jurist:

    Danke.

    Richtig. Wenn die SNB die Schweizer Wirtschaft unterstützen will, so muss sie in der Schweiz investieren und nicht im Ausland. Mit Investitionen in US-Hanfaktien kann die SNB die Schweizer Wirtschaft nicht ankurbeln. Über so viel Sachverstand sollte auch eine SNB verfügen.

    Ganz abgesehen davon kann es nicht die Aufgabe der Zentralbank sein, Strukturpolitik zu betreiben. Hätte die SNB seit ihrer Gründung 1907 versucht, die damalige Wirtschaftsstruktur zu erhalten, so wären wir heute ein verarmter Bauernstaat – vergleichbar mit Moldavien.

    Ja die Euro im Portefeuille der SNB werden noch zu einem grossen Problem werden. Die SNB sitzt in der Falle und wir mit ihr. Diese Euros sind unverkäuflich.

    @ Hans Meier

    Danke.

    Der tiefere Sinn?

    Aufgrund einer falschen Geldtheorie hat die SNB sich in ihrer Geldpolitik total verrannt. Ein Nebenprodukt dieser irrwitzigen Geldpolitik ist der Aktienkurs der SNB der erratisch in Phantasiehöhen herumgeistert.

    Es wird Zeit, dass SNB-Chef Jordan seinen Aktionären und der Öffentlichkeit klaren Wein einschenkt.

    @ Trudi

    Danke.

    Ja richtig. Die Pensionäre bluten schon jetzt für die irre Geldpolitik der SNB. Die SNB muss für ihre Verluste auf dem Euro die Sparer zur Kasse bitten. Das Geld, das sie an Bund und Kantone überweist finanziert sie über Steuern auf dem gesparten Kapital.

    @Giuseppe

    Danke

    Ja. Die SNB will die Schweizer Wirtschaft ankurbeln, indem sie verschuldete Staat finanziert und dort die Wirtschaft ankurbelt.

    @Benaphol Kampawan

    Danke.

    Ja – eine mögliche Lösung, um die erratischen Kurssprüngen der SNB-Aktien abzuschalten. Das übergeordnete Problem der SNB-Geldpolitik mit den masslosen Devisenreserven der SNB ist damit aber noch nicht gelöst.

    @ Unsere Arbeit dient dem Wohl der Menschen in Europa

    Danke.

    Ja. Die SNB meint, sie könne die Devisenkurse zu Euro und Dollar bestimmen und hat vergessen, dass die anderen Notenbanken auch zum gemeinsamen Wechselkurs auch noch etwas zu sagen haben und mächtiger sind als die SNB. Die SNB wirft gutes Geld der Schweizer Steuerzahler zum Fenster hinaus – für nichts.

    @G. Eigern

    Danke.

    Ja. Sie kauft Devisen a gogo. Ändert nichts. Sie kurbelt nicht nur die europäische Wirtschaft an auf Kosten der Schweiz, sondern auch die US-Wirtschaft.

    @Mark

    Danke.

    Doch: Erratisch.

    @L. Conti

    Danke.

    Wie sagte doch der heutige Bundespräsident Ueli Maurer als er noch Nationalrat war? «Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als Marc Meyer in die SNB».

    Karriere kann bei der SNB man nicht machen, wenn man es wagt, die herrschende Geldtheorie z u hinterfragen.

    @Büezer

    Danke

    Könnten Sie diese Buchungssätze der CS bitte noch etwas ausführen? Danke.

    @Donald Gans

    Danke

    Ja. Die Zentralbanker meinen, sie seien Donald Ducks und könnten Geld aus dem Nichts schaffen – und einige SNB-Aktionäre meinen das auch.

    @C. Ponzoi

    Danke

    Ja richtig. Es wird nicht wahrer, was SNB-Chef Jordan behauptet.

    Die SNB kann ihre Schulden nicht mit selbst gedrucktem Geld begleichen .Er kann das so oft wiederholen wie er will.

    Es wird nicht wahrer.

    @Giovanni

    Danke.

    Ja die SNB pulverisiert die Immobilienpreise. Sie drängt mit ihren Negativzinsen Kapital in den Immobilienmarkt.

    @sidious

    Dank

    Ja richtig: Zu behaupten, die SNB könne Geld drucken und damit ihre Verbindlichkeiten reduzieren ist Falschmünzerei. Man kann die Passivseite der Bilanz nicht verkürzen, indem man si verlängert.

    @Toni

    Danke

    «Urs Abderhalden» schreibt hier unter verschiedenen Pseudo als SNB-Troll. Man kann ihn nicht Ernst nehmen. Genauso kann man auch die SNB-Geschäftsleitung nicht Ernst nehmen, welche die Irrlehre von SNB-.Chef Jordan hier durch einen Troll vertreten lässt, der fachlich nichts beizutragen hat.

    «Urs Abderhallden»

    Leider kein fachliches Argument dabei, auf das ich eingehen könnte.

    Freundliche Grüsse an alle.

    Marc Meyer

  36. Tja, nähme man Jordans Worte für bare Münze, dann wären die Aktieninhaber der SNB beinahe Miteigentümer der Schweiz.

    Denn wir haften ja für unsere Nationalbank, egal was all die Finanzer dazu sagen, wir haften für sie.
    Hoffentlich nicht auch noch für die Aktionäre, oder werden die durch unsre Haftung auch noch mitgerettet ?
    Und werden wir „Retter“ dann wenigstens für die Zukunft mit SNB Aktien abgegolten?
    Immerhin wäre sie dann wirklich mal eine „National“-Bank.
    Nun, normalerweise werden diese Aktien einfach verfallen…. niemand wird für die mehr Geld hergeben.

    Aber wenn ich bedenke was unsere Bundesräte in Sachen EU alles daher lügen, so schwant mir bei einem SNB Franken-Crash schlimmes.

    Die werden das mit jeder Sicherheit auf uns abwälzen.
    Sie werden sagen, eine Nationalbank sei „Alternativlos“
    Wollen wir hoffen das das Volk dann auf die Barrikaden geht und zuallererst die SNB Führungsetage gepfändet wird, ja das es die Politik gnadenlos zur Verantwortung zieht.

    • @Walter Roth

      Danke

      Man sollte die SNB-Führung einfach nicht so Ernst nehmen. Die nehmen sich selber schon viel zu Ernst.

      Die SNB ist nicht alleine schuld an ihrem Devisendebakel: Mitverantwortlich sind auch alle die, welche der SNB blind glauben.

      Die kochen auch nur mit Wasser und haben nicht den Mut, ihren Irrtum endlich einmal einzugestehen. Das passt zueinander: Oberflächlich und dann nicht dazu stehen. Lieber die Schweizer Volkswirtschaft an die Wand fahren als einen Irrtum einzugestehen. Das Ganze zieht sich wie ein roter Faden durch die SNB-Geldpolitik. Seit Jahrzehnten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Seit Jahrzehnten geht die SNB morgen pleite.

      Sie hat in der Zeit zwar Dutzende Krisen bewältigt, die Kantone und Bund mit zig Milliarden alimentiert, Geschäftsbanken und Exportunternehmen gerettet, aber sie hat definitv keine Ahnung von Geld und Buchhaltung.

      Und das seit Jahrzehnten.

    • @C.Ponzi

      Danke

      Die SNB-Führung verwechselt links und rechts ihrer Bilanz.

      Auf dem Dollar hat sie seit Freigabe der Wechselkurs einen dreistelligen Milliardenbetrag verloren (von 4.30 auf 1).

      Beim Euro hat sie bei 1.45 investiert. Seit dann gings nur runter und die SNB hat immer dazugekauft. Hunderte Milliarden.

      Die SNB kurbelt ausländische Volkswirtschaften an auf Kosten der Schweiz.

      Sie hat alles mit Schulden finanziert und meint, mit selbst geschaffenem Geld.

      Stattdessen müssen die Steuerzahler für die SNB gerade stehen und jetzt bluten schon die Sparer für die SNB.

      Alles richtig gemacht?

      Zu UBS lesen Sie bitte meine Ausführungen oben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  37. Eines Tages wird Jordan (der Präsident der SNB) den Evangelisten Matthäus zitieren müssen: „Da habe ich wohl auf Sand gebaut.“

  38. Ohje, jetzt auch noch Aktientipps von Herrn Meyer.

    Naja, wenn er seine Märchen glauben würde, müsste er ja schon längst reich geworden sein mit seinem „Wissen“. Ist er aber nicht, sondern verzapft für IP weiter permanent Unsinn („clever“: auch daran verdient er nichts.)

  39. Die SNB schuldet dem Schweizer Steuerzahler/Volk all das Geld, das sie aus dem „Nichts“ erschafft. Definitiv! Wenn die SNB also sagt, sie schulde das Geld niemandem, so ist sie eine Falschmünzerei, die illegal tätig ist und man stilllegen sollte

    • @ Sidious….

      Die SNB erschafft ja gar kein Geld aus dem Nichts, das sollten sie mittlerweile erkannt haben….. sofern sie hier öfters mitlesen.
      Sie hat die 700 Milliarden Devisen mit den Sichtguthaben der Banken bei ihr gekauft.
      Die SNB schuldet also den Banken wie der UBS, CS usw. um die 700 Milliarden.
      Sichtguthaben heisst, diese Banken dürfen ihre Gelder die sie bei der SNB deponiert haben, innert 30 Tagen zurückfordern.

      Tut nur eine einzige Bank das, zum Beispiel die CS die vielleicht 100 Milliarden bei der SNB parkiert hat, ist die SNB zahlungsunfähig.
      Es sein denn, die CS nimmt dafür Devisen in Zahlung, was sie aber nicht muss.

      Die SNB hat nicht mal 100 Milliarden Eigenkapital und dieses zudem ebenfalls in Devisen investiert.
      Devisen die zudem als faule Papiere gelten müssen, denn es sind zu grossen Teilen Staatsanleihen.
      Diese Papiere werden auf einen Schlag völlig wertlos sein sollte im Euro oder Dollarraum ein Crash passieren.

      was wir dder Staat schweiz dann tun….

      Nun ja, er kann mal 100 Milliarden zur Rettung bereitstellen, so viel würde er wohl schaffen …. wenn er vieles andere auf Eis legt was allerdings massive Folgen für die Wirtschaft usw. haben wird.

      Das aber genügt nicht, er müsste also auf irgend eine Art Bürgen, dem Ausland und der Schweiz zusichern die Schulden zu begleichen. Aber wer kann dafür etwas bereitstellen…. Richtig, der Steuerzahler.

      Das alles ist aber nur denkbar wenn nur die SNB Crasht, ist ganz Europa mit dem Euro betroffen versinken wir eh im Chaos.
      Es gibt ja einige Finanzer und Ökonomen die andenken das weltweite Schuldenproblem durch die Streichung von einer oder mehreren Nullen zu lösen…

      Obs wirklich geht müsste aber praktisch versucht werden.
      Aber wenns nicht geht haben wir einen Crash….

      Keiner der Spezialisten kann mit Bestimmtheit sagen was da wirklich machbar ist und wie das äusserst komplexe Finanz-System reagiert.

    • @Walter Roth Zumindest Papiergeld kann eben sehr wohl aus dem „Nichts“, oder sagen wir aus Papier und Farbe, erschaffen werden. Das ist ein Wert, der grundsäztlich mal nur durch den Materialwert „gedeckt“ ist. Wenn dem nicht so wäre, wäre private Geldfälschung ja kein Problem.

    • @sidious

      Danke für Ihr Interesse.

      Es ist so, dass Papiergeld auf der Passivseite der SNB-Bilanz verbucht wird. Im Keller der SNB gelagert ist dieses gar nichts wert. Die SNB muss dieses Geld zuerst emittieren gegen einen Vermögenswert, den sie in ihrer Bilanz aufnimmt. Erst dann, wenn es verbucht ist, erhält es seinen Wert. Es ist dann gedeckt durch das Vermögen auf der Aktivseite der SNB-Bilanz.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Walter Roth

      Danke für Ihre Ausführungen.

      Darf ich eine Korrektur anbringen?

      Sollte die CS eine Zahlung von 100 Milliarden über die SNB veranlassen (mit deren gesetzlichen Zahlungsmitteln dort), so könnte das die SNB zum jetzigen Zeitpunkt mit positivem Eigenkapital noch bewerkstelligen.

      Falls das Eigenkapital der SNB aber negativ werden sollte, so wäre das nicht mehr möglich.

      Warum?

      Die SNB darf der Empfängerbank (die Bank an welche die CS zahlen möchte) nicht 100 Milliarden gutschreiben, wenn sie von der CS nicht über einen entsprechenden Gegenwert verfügt.

      Wohlverstanden: Die CS hat wohl einmal einen Vermögenswert im Wert von 100 Milliarden an die SNB übertragen und somit ihre Zahlungsmittel von der SNB erhalten . Aber in der Zwischenzeit ist das Vermögen der SNB gefallen und der seinerzeit von der CS übertragene Vermögenswert besitzt nicht mehr genügend Wert in Franken, um die Gutschrift auf dem Empfängerkonto zu rechtfertigen.

      Die CS müsste nachliefern, was sie nicht wird oder die SNB überweist der Empfängerbank einen geringeren Wert, was diese nicht will.

      Die SNB ist zahlungsunfähig.

      Würde die SNB der Empfängerbank trotzdem den entsprechenden Betrag gutschreiben, ohne dass sie entsprechendes Vermögen besitzt, so wäre das Geldfälschung durch die SNB und rechtswidrig.

      Es wäre genauso rechtswidrig, wie wenn Herr Jordan durch die Bahnhofstrasse ginge und Banknoten links und rechts gratis Banknoten verteilen würde ohne Hereinnahme eines Vermögenswertes.

      Die Konsumenten würden in diesem Falle gegen die SNB klagen, weil Bargeld an Wert verliert.

      Bei einer Übertragung von ungedecktem Buchgeld auf eine Geschäftsbank würde die übrigen Banken gegen die SNB zu Recht klagen, weil ihre Guthaben bei der SNB nicht mehr gedeckt sind und an Wert verlieren und wertberichtigt werden müssten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Sidious….

      lesen sie mal die Geschichte nach.
      Die Zeit um 1923 als Deutsche Arbeiter ihre Frauen schickten um ihren Lohn mit der Schubkarre abzuholen.
      Sie schickten die Frauen, weil wenn sie den Lohn am Mittag ausbezahlt bekamen, er Abends schon wieder weniger Wert war.
      Die Deutsche Reichbank war faktisch Konkurs denn sie musste für die Reparationen Gold, Silber und alles werthaltige in ungeheuren Mengen abführen.
      Sie erklärte den Konkurs nie, druckte aber einfach immer neues Geld.
      Der Konkurs hätte wohl die Besetzung ganz Deutschlands bewirkt.
      Zum Schluss der Inflation standen auf den Noten Milliardenbeträge… so lange die Note nur lang war.
      Das war die Folge der Gelddruckens…..
      Das funktioniert genau solange bis die Leute es merken….. dann setzt die Inflation ein.

      Lesen sie es mal, es ist interessant und sie werden danach nie wieder behaupten man könne einfach Geld drucken….

      Ach ja, und in Venezuela können sie das selbe gerade in Echtzeit mitverfolgen.
      In Venezuela verdiente ein Arbeiter um 1990 mehr wie einer in den USA, heute liegt der Durchschnittslohn gerade noch bei ca. 8 Dollar am Tag.
      So weit haben es die Sozis um Maduro und Consorten gebracht. Sie haben einfach immer mehr Geld gedruckt.

    • Sichtguthaben bei der SNB sind nicht dasselbe wie Sichtguthaben bei einer Geschäftsbank. Das eine ist gsetzliches Zahlungsmittel, das andere nicht.

      Deshalb gibt’s nichts „auszuzahlen“. Es ist bereits ausbezahlt.

      Die Behauptung, dass die SNB auf Verlangen der GBs Gold oder Wertpapiere in Höhe der Sichtguthaben rausrücken muss, ist so amüsant wie falsch. Die Nationalbank stellt die Versorgung des Landes mit gesetzlichem Zahlungsmittel sicher. Das ist ihr Auftrag. Gold oder Wertpapiere sind keine gesetzlichen Zahlungsmittel. Die SNB ist kein Volg, wo man je nach Laune für sein Guthaben Brötli, WC-Reiniger oder einen Kasten Bier verlangen kann.

      Sollte die Bilanz der SNB negativ werden, hat das unmittelbar KEINE Folgen, da sie ihre Verpflichtungen gegenüber den Geschäftsbanken bereits erfüllt hat.

      Sie schuldet den GB’s, dem Volk oder wem auch immer NICHTS.

    • Ja Herr Mayer….

      Klar, aber meine Kommentare werden eh gerne zu lang.
      Natürlich kann die CS ihre Sichtguthaben auch zur Zahlung benutzen, also das Guthaben abtreten.

      —————————————–
      C. Ponci
      Die SNB muss der UBS also nichts „auf Verlangen auszahlen“. Da Sichtguthaben ja bereits gesetzliches Zahlungsmittel sind, gibt’s nichts auszuzahlen.
      …..
      Die Behauptung, dass die SNB auf Verlangen der GS Gold oder Wertpapiere in Höhe der Sichtguthaben rausrücken muss, ist so amüsant wie falsch.
      ————————————-

      C Ponci…. immer wieder amüsant wie manche Leute Geld und Schulden definieren.

      Glauben sie wirklich irgendeine Bank würde noch irgendeinen Betrag bei der SNB deponieren, wenn sie denselben nicht mehr erhalten würde?

      Würden Sie sowas tun…… ja dann geben sie mir bitte mal so einen Betrag, möglichst hoch natürlich….((((-:

      Also, wenn die SNB das Sichtguthaben…ich betone „Guthaben“ nicht auszahlen müsste, … dann müsste sie ja diese auch nicht zur Zahlung jener Bank an irgendjemanden zulassen.
      Was sind Guthaben wenn sie dem Besitzer nicht zur Verfügung stehen ?

      Gold muss die SNB im Gegenzug für die Guthaben nicht hergeben, Wertpapiere auch nicht, aber Franken sehr wohl. Auch eine SNB muss jederzeit ihre Schulden begleichen ……“können“ ….sonst ist sie Konkurs.
      Was sie im falle der Zahlungsunfähigkeit alles tun müsste ? Sie würde wohl von sich aus versuchen solche Zahlungsauforderungen mit etwas anderem abzugleichen.
      Da sonst der Konkurs droht, würde sie vermutlich auch Gold dazu benutzen.
      Allerdings sind die Schulden der SNB mittlerweile in Hohen gestiegen, das die 1150 Tonnen Gold nur noch einen Bruchteil des Risikos abdecken könnten.
      Nimmt deine Bank dann statt der 100 Milliarden keine Wertpapiere, ist die SNB zahlungsunfähig = Konkurs.

      Ponci….
      Es gibt keine Guthaben die nicht einforderbar sind, denn sonst sind es keine Guthaben.
      Und das „Sicht“ im Begriff Sichtguthaben müsste man in dem Falle ja sofort streichen…. wenn diese Guthaben nicht innert 30 Tagen eingefordert werden könnten.
      Beziehungsweise, natürlich kann die SNB diese Guthaben jederzeit für eine andere Leistung an diese Banken verrechnen…. was aber zum selben Resultat führt…. das Geld ist damit weg aus den Büchern der SNB.

      Wie man es auch wendet, Sichtguthaben sind Guthaben und also auch Zahlungsmittel, denn auch mit Noten verschiebt man ein Guthaben von A nach B.

    • @C. Ponzi

      Danke

      Bei den Sichtguthaben der Bankekn bei der SNB handelt es sich um gesetzliche Zahlungsmittel der Banken. Damit dürfen diese jederzeit etwas bezahlen – sprich der SNB einen Zahlungsauftrag geben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Walter Roth

      Nochmal zum Mitschreiben: Sichtguthaben bei der SNB SIND bereits gesetzliches Zahlungsmittel aka Geld. Sichtguthaben bei Geschäftsbanken sind es NICHT.

      Dieser Fakt (siehe WZG Art. 2) ist so simpel wie überaus relevant: Da das Sichtguthaben der CS bei der SNB bereits gesetzliches Zahlungsmittel ist, wird die SNB zu keinem Moment ein Problem damit haben, der CS das Guthaben gegen ein anderes gesetzliches Zahlungsmittel (Banknoten) einzutauschen, auch wenn es kompletter Unfug und ein logistischer Alptraum wäre. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt: Das ist, als ob Sie mit einer 20er-Note (gesetzliches Zahlungsmittel) in eine Bank gehen und gegen eine 20er-Note (gsetztliches Zahlungmittel) eintauschen. Geht, ist aber dämlich. Geschäftsbanken können von der SNB für ihre Guthaben einzig und allein gesetzliches Zahlungsmittel einfordern. Doch das sind die Guthaben bereits (WZG).

      Weshalb also sollte die SNB in Schwierigkeiten geraten, wenn die UBS am SNBankomat steht und aus welch hirnrissigen Gründen auch immer 50 Miliarden in bar will?

      Sichtguthaben bei Geschäftsbanken hingegen

  40. mag mich erinnern an den snb apero’s,
    wo die snb immer die gleiche platte
    abspielte, über es wird keine negativ
    zinsen geben und es gab sie dann doch.
    daselbe erleben wir jetzt wieder, mit platz
    nach unten.
    nach mir war und ist die snb nie unabhänig
    gewesen. immer gebunden an usd, dm
    und jetzt an euro.
    sollte die snb die negativ zinsen nochmals
    drücken wollen verblast es die sozial-
    versicherungen und die banken auch gleich.
    die hauspreise gehen weiter rauf und das
    nächste immo fiasko steht vor der tür.
    also, wieder eine drohung, wie don quijote
    gegen die windmühlen.

    • @ C. Ponzi
      Here we go again.
      Und es wird und wird und wird nicht wahrer:
      … Die SNB behauptet ja, sie müsse an die Banken deren Guthaben auf ihren Girokonten seit Abschaffung der Golddeckung nicht zurückzahlen. Das jedenfalls meinte SNB-Chef Thomas Jordan (siehe sein Referat vor der volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich weiter unten)…
      … Präsident Axel Weber, vormals Präsident der Deutschen Bundesbank, behauptet ebenfalls, die Zentralbank müsse ihre Schulden nicht mehr an die Geschäftsbanken zurückzahlen…
      … Bundesbankpräsident Jens Weidmann, möglicher Nachfolger von EZB-Präsident Mario Draghi, verwechselt ebenfalls Schulden und Vermögen der Zentralbankbilanz …

      Stimmt genau C. Ponzi
      was die drei Herren sagen wird und wird nicht wahrer!
      Dr. Meyer hat Recht! 😉

    • Sichtguthaben bei der Nationalbank SIND bereits gesetzliches Zahlungsmittel. Ich empfehle, statt Meyers Mantra das entsprechende Gesetz zu lesen:

      Art. 2 WZG

      „Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten:

      a.
      die vom Bund ausgegebenen Münzen;
      b.
      die von der Schweizerischen Nationalbank ausgegebenen Banknoten;
      c.
      auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.“

      Mehr Geld als ein Sichtguthaben bei der SNB geht nicht. Da gibt’s nichts mehr zu „fordern“. Ende der Fahnstenstange. Genausogut könnten Sie mit einem Hunderter in die Bank gehen und ihn gegen einen Hunderter tauschen. Geht zwar technisch, macht aber unter dem Strich wenig Sinn.

      Die SNB muss der UBS also nichts „auf Verlangen auszahlen“. Da Sichtguthaben ja bereits gesetzliches Zahlungsmittel sind, gibt’s nichts auszuzahlen.

      Anders verhält es sich mit Sichtguthaben bei Geschäftsbanken. Die sind KEIN gesetzliches Zahlungsmittel, sondern lediglich ein VERSPRECHEN der GB, auf Verlangen gesetzliches Zahlungsmittel in der entsprechenden Höhe zu liefern.

      Wer also mit Schadenvorfreude davon träumt, dass „Geschäftsbanken die Auszahlung ihrer SNB-Sichtguthaben“ verlangen und die SNB so in die Knie zwingen, hat Geld per se nicht kapiert.

    • @SirGalahad

      Danke.

      Je die Zentralbanker können ihre Irrlehre daherplaudern und daherplaudern und daherplaudern – diese wird doch nicht richtig.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  41. Jetzt interessiert sich auch Donald Duck selber für eine solche Istitution: so Reich, so schnell und ohne Risiko, geschweige denn Leistungen….nur bei Geld drücken und Investieren ist noch niemanden geworden…er selber auch nicht…somit er denkt: “ ein bisschen Konkurrenz für die SNB wäre doch gut“…. oder plötzlich wären die Oekonomen dagegen?

  42. Er wird natürlich keinen reinen Wein einschenken- die Party muss ja weitergehen.

    Die viel zitierten christlich-abendländischen Werte wurden schon lange das Klo heruntergespült.

    Früher war es unvorstellbar, dass ein Kaufmann gleichzeitig ein guter Christ sein kann.

    Die CS schöpfte auch 10 Milliarden aus dem Nichts mit einem Buchungsatz als Kredit an Qatar und mit dem zweiten Buchungsatz als Eigenkapital an die CS zurück. Für diesen Buchungsatz zählt die CS jährlich 500 Mio.

    Hans Geiger meinte dazu: „rechtens aber unelegant“

    Wer noch arbeitet ist wirklich dämlich..

    http://zeitpunkt.ch/eigenkapital-aus-heisser-luft

    • Falsch….

      Es gab Zeiten im Christentum da durfte ein guter Christ kein Banker sein….. ein guter Kaufmann war immer angesehen. das Bankergewerbe überliess man den Juden, die konnte man zudem bei erdrückenden Schulden auch mal „Pogromieren“ und somit ganze Städte auf einen Schlag sanieren.
      Zudem konnten sich Kaufleute bisweilen sogar den König „kaufen“ und notfalls auch etwas Ablass erstehen. Siehe die Fugger in Augsburg.

    • @Walter Roth

      Danke

      Kennen Sie das Gleichnis vom untreuen Diener? Der begrub sein einziges Talent im Boden und wurde von Jesus getadelt: Er sei ein fauler Diener. Er hätte sein Geld wenigstens auf die Bank bringen können, dann hätte es Zinsen abgeworfen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • „Als Jesus im Jerusalemer Tempel (gemeint ist der auch den Heiden zugängliche Vorhof) die Händler und die Geldwechsler sitzen sah, trieb er sie der Überlieferung des Johannesevangeliums zufolge mit einer Geißel aus Stricken aus dem Tempel, stieß Tische um und verschüttete das Geld der Wechsler mit den Worten: „Macht meines Vaters Haus nicht zum Kaufhaus!“

    • Ja Herr Meier….

      Es gibt in der Bibel eben auch das Vorkommnis vom Zöllner im Tempel…. da betet einer und ist froh nicht wie jener zu sein…..
      Solche und andere Aussagen vor allem im alten …. aber auch im neuen neuen Testament führten dazu das man das Zinserheben als unlauteres Geschäft betrachtete.

      Natürlich halte ich das für eine unangemessene Sichtweise, aber das waren eben Dinge die beim Glauben eben interpretiert werden…. je nach Jahrhundert auch sehr verschieden.

  43. Phantasiekurse ?
    Bei einem Tagesvolumen von 40 Aktien sind Kursschwankungen gross. Geben sie mal einen Auftrag 1000 Aktien zu kaufen, dann explodiert das Ding, und umgekehrt geht der Kurs in die Tiefe.
    Und hier noch ein wenig Konspiration :
    http://derwaechter.net/komplette-liste-von-banken-im-besitz-und-unter-kontrolle-der-rothschilds
    http://humansarefree.com/2015/04/tower-of-basel-secret-bank-that-runs.html
    http://www.adamlebor.com/books/tower_of_basel/

    • Jaaaa aber das sind doch Verschwöööööriggs- Theoriää
      Aber Aber
      hahahahahah

      Super links, man müsste JEDEN Schweizer (Bünzli) zwingen dies 10x
      hintereinander laut zu lesen !!

    • @ Mark….

      dachte zuerst das sei ein Link von einem Antisemitisch eingestellten Blog.
      Dort wurde ich gesperrt weil ich die Juden verteidigte und weil ich „Roth“ heisse, denn im Judentum gab es einen Stamm der Rot, weshalb die mich einfach zum Juden erklärten und die Sperrung auf dem Fuss folgte.
      Roth kommt in meinem Fall von lateinischen Rotha = Rad.
      Das ewige hinzufügen das die Rothschilds Juden seien ist Blödsinnig.
      Viel Plausibler wäre es ja zu sagen, dass nahezu die ganze westliche Welt in der Hand von Christen sei.
      Aber da wird nie geschrieben, warum eigentlich nicht ?

      Die Juden durften über Jahrhunderte kaum ehrbare Berufe ausüben und dort wo sie es durften sperrten sie die Zünfte aus so gut es ging.
      Das Bankgewerbe überliess man ihnen, denn es galt in der Bibel als unehrliches Gewerbe wegen dem Schuldzins.
      Juden durfte es darum ausüben.
      Das hatte wie gesagt auch den Vorteil, dass man sie bei Überschuldung auch ganz gut mal „Pogromisieren“ konnte.
      Dann fiel ihre Eigentum der Gemeinschaft anheim und die Schulden waren weg.
      Also alle profitierten davon. Hier in St. Gallen gabs auch ein Judengässlein… bis sie aufgrund von primitivsten Gerüchten alle ermordet wurden.
      Etliche wurden im Gerichtsweiher ertränkt.
      Als sich hernach alles als erfundene Anschuldigungen herausstellte, waren die Juden aber tot und man verwischte alle Spuren die auf Juden hindeuteten, sogar die Strassennahmen wurden geändert.
      Das schlechte Gewissen plagte die Stadt wohl doch…

      Die Juden waren sich der Gefahren immer bewusst, sie arbeiteten aus Zwang überaus Seriös….
      das Diamantengewerbe ist seit jeher in jüdischer Hand und dort wird per Handschlag gearbeitet.
      Jedes Verschulden konnte die um ihr Leben bringen.
      Nun ja, noch um 1820 konnte der Diebstahl eines Laibes Brot den Delinquenten sofort an den Galgen bringen, auch hier in der Schweiz.
      Haftstraffen kosteten die Allgemeinheit viel Geld und deswegen wurden diese nur selten verhängt.

      Also, es ist keineswegs verwunderlich das die Rothschilds so mächtige Banker wurden, es blieb ihnen kaum etwas anderes übrig. Im Frankreich der Dreifuss Ära auch noch nicht.

      Wenn sie die Rothschilds kritisieren wollen, dann ohne das „Judentum“ zu erwähnen, denn das ist latenter Antisemitismus.

  44. Herr Meyer, sie sollten Ihre Faktenlage überprüfen und aktualisieren, ansonsten ist der Titel Ihrer Story „kauf Euros à gogo“ nicht ernstzunehmen:
    Der Währungsmix der SNB hat sich seit der Euro-Krise 2011/2014 massgeblich geändert. Der EUroanteil sank zulasten des Dollars sowie weiterer Währungen, von Eurokäufen à gogo nichts zu sehen.

    • @ G Giger…..

      Und nun meinen Sie der höhere Dollaranteil sei besser?

      Der Dollar ist so krank wie der Euro, nur als „Weltreservewährung“… warum ist der eigentlich Weltreserve?…. hält er länger durch.
      Bricht der zusammen, gibt’s vermutlich Krieg, so wie England den ersten Weltkrieg dringend brauchte und ihn also auch beförderte.
      England war damals die Weltmacht, stand aber vor dem Konkurs denn dieses Weltreich an Kolonien warf keine Gewinne ab.
      Darum hatte England kein Interesse den Krieg zu verhindern. Man dachte eh das er nur kurz sein würde.

      Beim Dollar werden mächtige Kreise alles tun um ihn zu retten…. aber nicht für uns, sondern nur für sich.
      Ob die SNB nun Dollar oder Euros hält ist vermutlich eher nebensächlich, es ändert am Risiko wenig.

  45. Die SNB sollte akzeptieren, daß die EZB durch die hohen Staatsschulden Südeuropas letztlich den japanischen Weg gehen wird bzw. gehen muß.

    Der Euro ist letztlich eine Kaskade von wirtschaftlichen Fehlanreizen, verbunden mit politischem Kontrollverlust.

    Der Boom während den Jahren ab 1995 bis 2007 war letztlich sehr teuer erkauft.

    Durch Jahre der Null- und Niedrigzinsen, in denen viele veraltete und unrentable Unternehmen ihre Zinskosten nicht mehr verdienen mußten, ist inzwischen auch gar nichts anderes mehr möglich.

    Der Teufelskreis aus Stagnation und Niedergang könnte durch die Rückkehr zu eigenen Währungen durchbrochen werden.

    Nur wird dies nicht in der Schweiz entschieden.

  46. Die Aktien über den Markt zurückkaufen und an der Börse dekotieren! Schluss mit Fantasie – Schluss mit Träumerei. <–(Punkt – aus -Amen)

  47. Ich sag nur Mamma mia.
    Italien hat ein Wachstum von 0,2 % in diesem Jahr ( plus minus)
    Da wahr Griechenland nur ein Vorgeschmack. Lass die Spiele beginnen (Bella Vita) Da hat die SNB 0 Change falls der Stiefel Pleite geht.

  48. Irgendwann kan dann nicht mehr risikolos auf das Alter gespart werden. Bis jetzt war es doch so meine Einzahlungen plus ein Zins war mein Alterskapital, und wie soll es gehen wenn das Angesparte dauernd weniger wird weil es mit Negativzins „aufgefressen“ wird?

    • Das ist Enteignung auf kaltem Weg durch Institutionen, welchen die demokratische Legitimation dazu fehlt. Kommt dazu noch die (fragwürdig berechnete) Inflation, also nominelle wie materielle Enteignung. Unglaublich. Und doch: 1 Million Mark für ein Kilo Brot. Da haben ausser den Superreichen alle ihr Geld verloren. Hoffen wir….

  49. Was ist der tiefe Sinn dieses Artikels? Droht ein Konkurs, bricht der Wechselkurs des CHF ein und die SNB macht gigantische Kursgewinne…

    • Wenn diese Kursgewinne tatsächlich gemacht würden, würde dies den Franken sofort wieder stabilisieren. Eine „Konkursandrohung“ wäre wohl nicht mehr als ein Strohfeuer – ausser der Konkurs würde tatsächlich vollzogen. Und was kommt nach der SNB? Auch bei der SNB gibt es das ToBigToFail-Problem oder man könnte auch sagen „Narrenfreiheit“…

    • @Hans Meier,sidious

      die Gefahr beim Franken ist nicht, dass er abstürzt, sondern dass er nach oben ausbricht, weil der Euro abstürzt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  50. Wir sollten andere Werkzeige finden, unseren Export zu unterstützen. Bald haben wir soviel Euro, dass wir noch erpressbarer werden. Und bald ist die Differenz zwischen beeinflusstem Kurs und effektivem Kurs unüberwindbar gross. Was dann passiert, ist Geschichtschreibung.