Im Paradies der Hyperreichen steigt die Spannung

Schweiz steht bei Global-Elite hoch im Kurs: Pauschalsteuern sei Dank – Immer mehr Arme im Land haben das Nachsehen.

Was Angst vor Armut bedeutet, erfuhr ich ausgerechnet an der Universität St.Gallen, der vom Industriellen Max Schmidheiny gestifteten HSG. Dort lehrte ich einige Zeit „Kapitalismus und Kommunikation“ in einem Post Graduate-Kurs.

Als ich vor etwa sechzig hoch ambitionierten MBA-Studenten der Schweizer Finanzwirtschaft sagte: „Sie werden es künftig schwer haben, die grossen Saläre ihrer Vorgänger zu erhalten“, sprang ein Zürcher aus seiner Bank hoch und schrie: „Warum mache ich diesen Scheiss? Nach dem Kurs will ich eine halbe Kiste verdienen.“

Ich denke, daran hat sich seither nichts geändert. Die Schweiz ist ein Land der Hyperreichen, wo jemand, dessen Vermögen unter einer Milliarde liegt, zu den „armen Reichen“ zählt.

Über Jorge Paulo Lemann, 70, Sohn eines Käsehändlers aus Langnau im Emmental, heute der zweitreichste Brasilianer und einer der reichsten Schweizer, liesse sich ein Krimi schreiben. Er wusste alle über den Tisch zu ziehen: Rainer E. Gut, dem er eine brasilianische Privatbank verkaufte, Präsident Lula, welcher der Fusion des grössten brasilianischen Bierkonzerns zuzustimmen glaubte, während Lemann Ambev an die belgische Interbrew verkaufte.

Sogar der berühmteste Investor der Welt, Warren Buffett, verlor wegen eines Geschäfts mit Jorge Lemann 15 Milliarden Dollar. Lemann, wie wir sehen, ist ein Schweizer der globalen Extraklasse.

Er, der von allen als sehr nett, leise und mit vorzüglichen Manieren ausgestattet beschrieben wird, wohnt seit einigen Jahren am Zürichseeufer, in Kempraten bei Rapperswil. In Kürze wird neben ihm Superstar Roger Federer seine Supervilla bauen.

Er kennt Jorge Lemann schon lange vom gemeinsamen Tennisspiel. Nur wenige hundert Meter höher wohnt (mindestens seine Frau samt Kindern) Michail Chodorkowski, der Milliardär, der Wladimir Putin herausfordert.

Während Federer, der als halber Südafrikaner den Körperbau eines Baumstamms hat, sich sein Vermögen Schlag um Schlag aufgebaut hat, sich der Öffentlichkeit zeigen muss, um als „Influencer“ für Rolex, Jura und ein Dutzend weiterer Weltmarken die Trommel zu schlagen, lebt Jorge Lemann abgetaucht in der Welt der Hypermilliardäre.

Nicht weniger als Jacob J. Safra, der von den Sarasins in Basel die gleichnamige Bank übernommen hat. Er ist der reichste Brasilianer und fühlt sich wohl in der Schweiz, Cum-ex-Geschäfte einmal ausgeschlossen.

Der Kleinstaat Schweiz tut alles, um den Reichsten der Welt rote Teppiche auszubreiten. Offiziell leben gut 5’000 sehr reiche Ausländer in der Schweiz, die mit tiefen Vorzugssteuern angelockt wurden.

Wie wenig den Zahlen der Kantone zu trauen ist, hat die Eidgenössische Steuerverwaltung bewiesen, welche die Kantone seit 25 Jahren schriftlich ermahnt, die korrekten Steuern zu erheben. Weil die Kantone einen korrekten Vollzug still verweigern, leben die reichsten Fluchtgriechen in Gstaad, Genf und in Graubünden.

Der Rennstall-Zwerg mit der Riesenfrau, Bernie Ecclestone, wird in Gstaad geschützt, superreiche Franzosen, die ihrer eigenen Regierung nicht mehr trauen, leben spottbillig in der ganzen Westschweiz.

Für total rund 800 Millionen Franken jährlicher Steuereinnahmen, vor allem in der Westschweiz und im Tessin, verschenkt die Schweiz das Prinzip der Steuergerechtigkeit. Für die begünstigten Kantone, darunter auch Zug, Luzern und der Kanton Schwyz, ist dies eine Form der inneren Entwicklungshilfe.

Es freuen sich das Baugewerbe, die Automobilhändler und Betreiber von Kleinflughäfen. Nicht selten auch die Escort-Girls.

Unter dem Druck der kantonalen Regierungen und ihres relativ kleinen schlechten Gewissens, mussten die ausländischen Steuerprofiteure Stiftungen einrichten, um Gutes zu tun. Deshalb hat einer der zehn reichsten Deutschen, Klaus-Michel Kühne, der seine Geschäfte von Schindellegi/SZ aus betreibt, die St. Meinrads-Kapelle oberhalb des Zürichsees für einen Millionenbetrag sanieren lassen.

Einsiedelns Abt, Martin Werlen, der heute zurückgezogen lebt, hat diesen Deal abgeschlossen. Kühne, der gewohnt ist, jedes Jahr Hunderte von Millionen für private Zwecke auszugeben, hat einen Schweizer Leistungsnachweis erbracht. Gut so.

Für Hyperreiche gibt es kein Gesetz, nicht in Brasilien und nicht in der Schweiz. Sie dürfen bauen, wo es einem Normalschweizer verwehrt bleibt. Sie zahlen weniger Steuern als gut verdienende Schweizer, und davon gibt es eine ganze Menge.

Sie erhalten sogar eine eigene Autobahn von Rapperswil zum Flughafen Zürich, die während Jahrzehnten im Zürcher Oberland nicht gebaut werden durfte, weil eine wertvolle Moorlandschaft im Wege stand.

Meine Schwiegermutter, Agnes Bitschin-Vogel selig, eine erfolgreiche Unternehmerin, Walserin, deren Stammbaum bis auf das Jahr 1160 zurückgeht, sagte mir früh: „Hinter jedem kleinen Vermögen steckt ein kleines Verbrechen, hinter jedem, grossen Vermögen ein …“ Den Satz liess sie jeden für sich fertigstellen.

Das Schweizer Volk, dessen Steuer-, Verwaltungskosten- und Krankenkassen-Lasten seit Jahren ansteigen, sieht keine Möglichkeit, sich dem Trend zur globalen Elitenförderung in den Weg zu stellen. Die CVP betreibt das Geschäft mit den Milliardären im Wallis, die Freisinnigen tun das Gleiche im Kanton Waadt und in Zug. Die SVP, mit eigenen Milliardären und hundertfachen Millionären gut ausgestattet, hat noch nie gegen die schwachen Steuerleistungen der Hyperreichen protestiert.

Wo Christoph Blocher samt Tochter Magdalena, mit einem Familienvermögen von über 14 Milliarden Franken zu den Reichsten der Welt gehörend, sich eine eigene Partei, die SVP, als Hobby und zur Verteidigung eigener Wirtschaftsinteressen leisten, ist politisch Hopfen und Malz verloren.

Sie sind gegen eine Annäherung an die Europäische Union (EU), weil der Finanzchef der SVP, Walter Frey, ebenfalls Milliardär, als Autoimporteur von der Abseitsstellung der Schweiz profitiert. Und Thomas Matter, hundertfacher Millionär und Bankier, lässt sich in diesem Kreis nicht lumpen. Dies alles geschieht hinter dem Banner einer imaginären Schweiz, die nie wirklich unabhängig gewesen ist.

„Auch ich kann nur ein Steak am Tag essen“, sagen Milliardäre gerne, fragt man sie nach dem Mehrwert, den sie aus ihrem Geld beziehen.

Das ist weniger als ein Prozent der Wahrheit.

Schon der obere Mittelstand kann sich ein Schlösschen in Frankreich leisten, muss es aber meist noch sanieren, aber nur ein Milliardär leistet sich eine Hublot „Big Bang Unico Paraiba“ von Jean-Claude Biver. Sie kostet 220’000 Franken. Dazu der passende Ferrari GTC4Lusso, der weitere 270’000 Euro kostet, was aber noch lange kein „Serious money“ ist.

Wer sich am Sultan von Brunei messen will, muss mindestens 300 Ferraris und Tausende anderer Autos in der Garage haben. Diese immer zu fahren, dürfte nicht einfach sein. Es erinnert mich an die späten Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts, wo es hiess: „Wer zweimal mit der Gleichen pennt, gehört schon zum Establishment.“

Urs Schwarzenbach, der Besitzer des „Dolder“ in Zürich und vieler anderer Schweizer Immobilien, von der Steuerverwaltung als Kunstschmuggler tief gedemütigt, dürfte doch ein Zwischenhändler des Sultans sein, der nicht nur seine Schweizer Frau, sondern „Swiss Connections“ liebt.

In der Schweiz kann sich schon ein mittlerer Unternehmer, wie Theo Kipfer aus Kägiswil über 200 Oldtimer samt Garage leisten. Wer rechnet, kommt auf eine Investition von 8 bis 9 Millionen Franken.

Das sind lachhafte Beträge angesichts eines jungen Marcel Ospel, der sich früh für eine Million Franken eine Luxuskarosse bauen liess, die zuerst in einer Bündner Garage versauerte, um dann auf Zuraten von Freunden still verkauft zu werden. Die Schweizer lieben den Bluff nicht, aber sie hätten früh erkennen können, welche Risiken in dem aufstrebenden Basler Banker steckten.

In der Schweiz leben heute 99 Milliardäre. Jorge Paulo Lemann führt mit über 20 Milliarden Franken, denn einiges hat auch er jüngst verloren.

Wir sind gleichzeitig zur Absteige saudischer, ägyptischer, katarischer, kasachischer und pakistanischer Milliardäre geworden, die in der Schweiz und von der Schweiz aus ihre Geschäfte betreiben.

Ist das gut für unser Land? Ich meine ja, denn von armen Leuten lässt sich nicht leben. Die Brosamen, die von den Tischen der Hyperreichen fallen, dienen Zehntausenden von Menschen, die in der Schweiz leben, als notwendige Lebensgrundlage.

Die vom Schweizer Staat gewährte Protektion für eine ultrareiche Minderheit hat, was nicht gerne zugestanden wird, auf Zehntausende gebildeter und durchaus wohlhabender Schweizerinnen und Schweizer jedoch eine Auswirkung, die Volk und Staat weniger gut bekommt: Es entwickelt sich eine eigenartige Lähmung, die zu einer geistigen wie ökonomischen Passivität führt.

Auch mit bester Aus- und Weiterbildung und doppelter Promotion hat ein Schweizer keine Chance mehr, den sozialen Status dieser internationalen Geldelite zu erreichen. Politisch geht auch die Legitimation verloren, gegen die Ungleichheit, sei es in der Schweiz oder irgendwo in der Welt, anzukämpfen. Diese Entmutigung als Folge einer zu einseitigen Minderheitenpolitik zerstört den Kern der Schweiz.

Eine Tendenz zur inneren Emigration kann festgestellt werden. Die Grossgeister des letzten Jahrhunderts leben nur noch als Grossväter fort. Deren Enkel, wie Lukas Bärfuss, haben die Wirkung von Blendgranaten. Sie sind ohne Risiko für das Establishment. Beliebt sind Intellektuelle, die süssen Wohlduft verbreiten, wie Rolf Dobelli und Martin Suter.

Ohne Samih Sawiris wäre Andermatt eine Wüste. Ohne die katarischen Prinzen gäbe es keinen neuen Bürgenstock und andere Hotels in der Schweiz. Ohne einige reiche Russen gäbe es manche Schweizer Firma nicht mehr. Längst sind die indischen Milliardäre mit ihren „Operations“ im Land. So hat die Familie Tata die zweitälteste Schweizer Uhrenmarke gerettet, Favre-Leuba.

Und doch stimmt etwas nicht: Die normalen Schweizer, obwohl zu den reichsten Menschen der Welt zählend, werden immer ärmer. Die Hälfte aller Schweizer hat kein Vermögen.

Der Chef der Schweizer Jesuiten, Christian Rutishauser, sagte mir auf einer Israel-Reise im letzten Jahr: „Geht es so weiter, haben wir in zehn Jahren eine Revolution.“ Auch für Ray Dalio,den Gründer des weltgrössten Hedge Funds, Bridgewater, ist die Schere zwischen Arm und Reich zu gross geworden. Er warnt vor einer Revolution.

Michael Strobaek, Global Chief Investment Officer der Credit Suisse, warnte zu Beginn dieses Jahres: „Die Mittelschicht, vor allem in der westlichen Welt, hat, relativ gesehen, verloren. „Eine der wichtigsten Massnahmen bleibt die Existenzsicherung“ schreibt er im „Bulletin“ seiner Bank.

Höre ich richtig? Will man nur noch unsere Existenz sichern? Nicht mehr unseren bescheidenen Wohlstand erhalten und unsere individuelle Kultur?

Sogar die sonst ruhige Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung ist alarmiert. Sie schreibt zu den Salären: „Doch ganz oben ging die Post ab.“ Sie empfiehlt ihren Normal-Lesern: „Normalbürger sollten die grössten Statuskämpfer auf den Chefetagen nicht mit Neid, sondern mit Erbarmen betrachten.“ Topmanager sollten mehr zum Psychiater gehen, als höhere Saläre zu verlangen.

Zürich hat ohnehin eine Geheimwaffe zur Verteidigung der derzeitigen wirtschaftlichen Praxis. Es ist der Glücksforscher Bruno S. Frey, der schon einige Zeit auf den Nobelpreis wartet. Er lehrt, dass Glück wichtiger als Einkommen ist. Man solle das Glück anstreben und weniger das (hohe) Einkommen.

Angesichts einer Welt, wo viele Menschen Angst vor dem Heute wie der Zukunft haben, hat der „Economist“ in der Ausgabe vom 6. April 2019 festgehalten: „Wo die Superreichen und die Reichen zusammen leben, wird weniger Geld für die Armen zur Verfügung gestellt als in jenen Gebieten, wo die Ärmeren leben.“

Wir sollten uns daher keine Illusionen machen. Wer reich oder superreich ist, wird seinen Besitz unter allen Umständen verteidigen. Es sei denn, die eigenen Erben würden ihn verspielen oder verdummen.

Die Schweiz lebt vom Ehrgeiz ihrer jungen Eliten, die oft „altes Geld“ erben. Mehr denn je sind die jungen Eliten Ausländer aus aller Welt, die nach den Prinzipien des Beuteverhaltens hier reiche Ernte finden.

Die Schweizer Bevölkerung, die in Genf nur noch 60% des Volkes ausmacht, spürt diesen Druck. Ihre Regierenden dienen den Hyperreichen, vom eigenen Volk, ausser Steuern und Abgaben, nicht zu viel erwartend.

Wir sind „The rich man’s world“. Einige Frauen sind auch dabei.

Das bedeutet eine goldene Gegenwart und Zukunft für wenige, aber viele Fragezeichen für den Rest. Das sind wir.

Kommentare

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  1. Einer der gravierendsten Faktoren, der im Artikel überhaupt nicht erwähnt wird, dennoch ein Hauptgrund des sinkenden Schiffes names Schweiz ausmacht, inkl Wohlstand etc, ist die Überflutung der CH mit Pseudo-Asylanten. Unter dem Strich kostet jeder davon mehr, als er jemals ins Kollektiv einbezahlen wird (sollte er jemals einzahlen) was schlussendlich der arbeitende Steuerzahler finanzieren muss. Ein weiterer Faktor ist, dass die ganze Personenfreizügigkeit zu einem Lohndumping führt, egal was linke Parteien, die sich frenetisch pro Personenfreizügigkeit einsetzen, auch immer unternehmen wollen, um Lohndumping nicht zustande kommen zu lassen – wie maximal naiv muss man sein, zu glauben, dass die Personenfreizügigkeit inkl allen gesetzlichen Übungen nicht zu Lohndumping führen wird?! Dasselbe gilt, wenn ich beobachte, wie das Schweizer Volk in seiner Wohlstandsdekadenz suizidal abstimmt – man muss schon sehr wohlstandsdegeneriert sein, wenn man die global einzige (direkte) Demokratie freiwillig zu Grabe trägt. All dies hat Konsequenzen – auch auf den Wohlstand des Schweizers. Nun, ich habe die Schweiz aufgegeben – wer an der Urne direkt indirekt seinen eigenen Untergang befürwortet, soll halt die Konsequenzen tragen!

  2. Für mich sind die Schweizer die größten Heuchler aller Zeiten. Haben durch die Vermögen der Diktatoren, nebst dem NAZI Geld ein gutes Leben. Dieser Blödsinn für die Deppen mit dem „Neutralen“ Scheixx, können sie nur den Verblödeten erzählen. Keiner wird jemals erfahren wieviel Milliarden und Aber Milliarden der NAZIs da verschwunden sind. Man sieht es auch am Land selber, die Politiker haben es durch Musel verkommen lassen!

  3. Wer in diesem Kontext nicht über die hirnverbrannte uneingeschränkte PFZ und die kranke Ausgestaltung der EU schreibt bzw. analysiert ist nicht lesenswert.

    Mit der uneingeschränkten PFZ kann in der Schweiz gar nichts vernünftig geplant werden. Von der vielleicht unumkehrbaren unterschwellige Gehirnwäsche nicht zu sprechen.

    Was ohne PFZ vernünftig ist, vernünftig war oder sein könnte, wird mit PFZ bei den speziellen Schweizer Strukturen und Institutionen zum überlebensbedrohenden Risiko auf ganz verschiedenen Ebenen.

    • @repetita iuvant

      Ihre Einwände sind mehr als sehr berechtigt und zutreffend – aber – die Länder in der EU haben sich besser entwickelt als die Schweiz. Nur wollen dies die Medien und die Politik hier nicht wahrhaben. Der ganze diffamierende Diskurs gewisser Kreise in der Schweiz gegen die EU und ihre Derivate hat sich zu einer schwer heilbaren Kopfkrankheit entwickelt. Der EWR war eine sehr gute Chance. Aber die Schweiz hat mit den bilateralen Verträgen eine zweite bekommen: Diese Verträge sind und werden uns noch sehr sehr teurer zu stehen kommen. Neben bei bemerkt: Als EU-Mitglied muss man nicht von Dritten bestimmtes Recht übernehmen, sondern kann mitentscheiden. Und wenn „Unternehmer und Politiker“ von der Schweiz schwärmen und es als „Paradies“ apostrophieren meinen sie ihren eigenen Garten. Ich habe noch nicht einen ernstzunehmenden Entwurf eines Rahmenabkommens gesehen. Wir diskutieren über Phantome, welche die SVP an die Wand malt und von den Medien einfach übernommen werden. Das ist ein Skandal und einer Demokratie unwürdig.

  4. Unsere Vorväter fielen auf die Knie und beteten, dann vertrieben sie todesmutig die fremden Vögte aus unserem Land.
    Heute werden wir beherrscht von „fremden Vögten“ und beten sie an !

  5. @Pla(nk)ton und @Alle(hopp)grina

    Gähn. Ihr tötet diese Kommentarspalte noch gänzlich ab, mit Eurem pseudo-elitären Möchtegern-Gelaber.

    Nix zu tun im Leben? Kauft Euch ein Haustier oder geht Fischen.

    Bei watson.ch kommentiert ihr doch viel kürzer und Löpfe-konform (Plankton) und den Stuss dieser Allegrina kann sowieso niemand lesen. So ein verdrehter S….ss.

    Grüsse aus Venezuela, Paradies des Sozialismus. Ihr 2 seid willkommen hier.

    • @Swisscowboy

      Die Mutter der Dummen ist immer schwanger. Wenn der TROLL derart auf die Barrikaden geht – dann ist das doch BESTÄTIGUNG IN REIN-KULTUR – für SCIENCE & LOGIK!

      Also DANKE!

    • @Swisscowboy, der „smarte“ Schweizer Kuhjunge

      Poverino, dass Sie immer wieder Ihr gleichlautender Kommentar zu Themen und Statements schreiben „müssen“, die Sie eigentlich gar nicht interesserieren und Sie entsprechend nicht verstehen – ein eindeutiges Indiz dafür, dass Sie als Schweizer Kuhjunge Unmengen an Zeit haben, denn sonst würden Sie diese nicht mit Ihren regelmässigen Gähn-Kommentaren verschwenden.

      Kaufen Sie sich mehr Kühe, damit Sie von Ihrer Profession als Schweizer Kuhjunge voll ausgefüllt und ausgelastet sind, dann geht es allen besser, insbesondere Ihnen.

  6. @Allegrina

    ich kann die Beweggründe eines Herrn Stöhlkers und Sohn (Website) weder beurteilen, noch sonst wie einordnen. Ihr Misstrauen ist legitim und steht Ihnen zu. Zu Recht, hinterfragen Sie kritisch frühere Aussagen und stellen Sie in Relation zu den gegenwärtigen Stellungnahmen. Ich stütze mich vollumfänglich auf diesen Artikel und unterstellen dem Autor nicht er verfolge eine – „vom Saulus zum Paulus Strategie“. Das bringt uns nicht weiter und die Zeit drängt. Begriffe wie: „Schweiz A und Schweiz B oder „Die überwiegende Anzahl Schweizer weiss nicht was im eigenen Land los ist“- stammen aus der Feder von Herrn Stöhlker. Er steht mit seinem Namen und Gesicht zu dem was er schreibt. Ich rechne Ihm hoch an, dass er gestanden hat das die „Bürgerliche“ Politik die Verwerfungen die uns (ALLE) treffen werden (in vielen Fällen sind sie schon längst im Gange) verursacht haben.

    Liebe@Allegrina, wenn man als Regelmacher die Regeln so macht, dass derjenige der Schulden macht gewinnt, dann gewinnen die, die Schulden vergeben. Es genügt heute also nicht die Märkte zu beurteilen, sondern man muss die Regelmacher beurteilen. Was haben sie vor? Wie Sie vielleicht wissen habe ich zahlreiche Beiträge in der Kolumne des Herrn Dr. Marc Meyer geschrieben.

    Heute titelt die kapitalabhängigen Presse Zitat:
    „Die Schweizerische Nationalbank hat im ersten Quartal dank der guten Entwicklung an den Kapitalmärkten einen Gewinn von 30,7 Milliarden Franken erzielt.“
    Ende Zitat
    Quelle:
    https://www.cash.ch/news/top-news/notenbank-boersenerholung-bringt-snb-hohen-gewinn-1321693

    Darin liegt die Tragödie.

    Heute publiziert Herr Lukas Hässig diesen Artikel:
    https://insideparadeplatz.ch/2019/04/25/crazy-snb-mit-31-mrd-gewinn-in-90-tagen/

    Natürlich ist so eine Manipulation nicht leicht, aber wenn man genügend Kapital hat, wie es Hedgefonds und ähnliches haben, und man es schafft auf der einen Seite viel Angst zu erzeugen, und auf der gewünschten Seite viel Vertrauen schafft, dann laufen die Schafe vom Hundegebell aufgescheucht dem mit frischem Gras lockenden Hirten ins Gehege. Dann werden ein paar der Schafe dem Schlachter verkauft, und das Leben geht weiter. Sie könnten sich als Regelmacher aber auch über das QE mit genügend Liquidität versorgt haben, mit einem Teil davon die Aktienmärkte ankurbeln damit möglichst viele mit hinein gehen, mit einem anderen Teil, sich in die strategisch wichtigen Realwirtschaften einkaufen, und dann mit einem schwarzen Schwan die komplette Währung crashen lassen und die Bargeldlosigkeit zur neuen Regel proklamieren. Die Realwerte steigen dadurch plötzlich ins Unermessliche, und welch wunder, dass sie gerade gut positioniert sind, und die Anderen nicht. Die ehemaligen Guthaben werden dann in einem Verhältnis von was auch immer in die neue Währung umgetauscht, sodass der Verlust der Masse ihr Gewinn sein wird. Dann können sie ihre Realwerte in die neue bargeldlose Währung überschreiben, und allen Sagen was sie von nun an tun sollen, wenn sie einen Kredit bei ihnen wollen. Und bei einem Bargeldverbot wird man wollen müssen. Die Aufhebung des Goldstandards hat die Finanzindustrie dahin gebracht, dass der Markt nicht mehr durch die Marktteilnehmer bestimmt wird, sondern durch die Finanzindustrie. Durch das Kreditgeld kam die Realwirtschaft wie auch Realpolitik quasi in den Zugzwang das umzusetzen was die Finanzindustrie wollte, oder die Kredite wurden gesperrt. Schafft es die Finanzindustrie nun ein Bargeldverbot plausibel durchzusetzen, dann braucht die Finanzindustrie nur noch zu denken was sie gerne hätte, und die Realwirtschaft mit ihren Sklaven kann nur noch wählen das umzusetzen was von dort gefordert wird, oder an keinerlei Marktgeschehen mehr teilnehmen. Genau das steht uns hier bevor. Einführung des Euros zu einem miserablen Wechselkurs und der EU werden wir beigetreten, so wie damals dem IWF. Wir sind mit unserer „Privaten Vorsorge und Verschuldung der Privaten-Haushalte“ sehr verwundbar und diesen Politik wird der arbeitenden Bevölkerung in der Schweiz das Genick brechen. Das spüren auch sehr viele Menschen – haben aber nicht die Kraft aufzustehen und zu kämpfen!

    Es sind sehr viele Initiativen unterwegs die es sich lohnt genau zu prüfen und zu unterstützen:

    Ja zur Prämien-Entlastungs-Initiative!

    Ja zur Mikrosteuer-Volksinitiative-Kapital-statt-Arbeit-besteuern!

    Ja zur AHV-13 Monatsrente!

    • @Platon

      Merci bien für Ihre Rückmeldung und Ihre aufschlussreichen Ausführungen zur aktuellen Geldpolitik der SNB, die mir einige neue Denkanstösse geben.

      Noch ein Wort zu Herrn Stöhlker:
      Es ist richtig, dass die „A-Schweiz“ und „B-Schweiz“ aus seiner Feder stammt – er verschweigt aber tunlichst, dass er über Jahrzehnte als Unternehmensberater für „Oeffentlichkeitsbildung“ just zur Entstehung dieser zwei „Schweizen“ einen grossen Beitrag geleistet und sehr gut davon gelebt hat und dies auch immer noch tut. Er stiehlt sich wie ganz viele PR-Menschen aus jeglicher Verantwortung für sein Tun, auch wenn er nun „gesteht“, dass die bürgerliche Politik die nun uns alle treffenden Verwerfungen verursacht hat.
      Wie viele andere WasserträgerInnen und auch VerantwortsträgerInnen der aktuellen Situation spielt er auf Zeit – Zeit des Vergessens, was frau oder mann früher sagte und tat – und als Unternehmensberater kann man sich noch leichter aus der Verantwortung für sein früheres Handeln stehlen, da man ja „nur“ beraten hat, die Entscheidungen treffen schlussendlich die AuftraggeberInnen.

      Und mit Verlaub, die Feststellung: „Die überwiegende Anzahl SchweizerInnen weiss nicht, was im eigenen Land los ist“, ist nun wahrlich keine Meisterleistung und vor allem kein spezifisch schweizerisches Phänomen.

      Meine Kritik an und mein Misstrauen gegenüber Herrn Stöhlker richtet sich an ihn als Repräsentant einer Gruppe von Personen, die klandestin, aber sehr wirkungsvoll, die „Mainstreams“ herstellen oder zumindest entscheidend beeinflussen. Und wenn dann unkontrollierbare Verwerfungen auftreten und man an der Wand steht, gesteht man ganz nach PR-Lehrbuch Fehler ein. Solche Personen halte ich für ebenso gefährlich und verantwortungslos wie DemagogInnen à la Blocher + Co.

      Sehr gut, dass Sie gerade hier auf die vielen unterstützungswürdigen Initiativen hinweisen, die mir alle bekannt sind und die ich bereits unterschrieben habe resp unterschreiben werde.
      Es ist interessant, dass wieder eine Initiative zum Thema Kapital-statt-Arbeit besteuern ergriffen wurde. Zu diesem Thema gab es schon einige Initiativen, so z.B. diejenige für eine Kapitalgewinnsteuer im 2001, für die ich wochenlang Unterschriften sammelte. Sie wurde dann mit 2/3-Mehrheit abgelehnt…. oder die Initiative für eine soziale Einheitskrankenkasse im 2007, die mit gut 70% abgelehnt wurde…..oder die Reform der Erbschaftssteuer im 2015, die ebenfalls mit gut 70% abgelehnt wurde…….alles Beispiele, wie sich „das Volk“ mit Angstmacherei ins Bockshorn jagen liess und gegen seine eigenen Interessen abstimmte.

      Ich hoffe sehr, dass „das Volk“ – insbesondere der „Mittelstand“ – endlich aus „seiner Lethargie erwacht“ – wie es hier ein Kommentator formuliert – und sich für seine Interessen einsetzt, heisst: Initiativen unterschreiben UND an der Urne annehmen!

    • CHAPEAU@Allegrina

      Dem ist zuzustimmen. Alles aus der Sicht der freiheitlichen Perspektive richtig. Sie sind bestimmt eine Top PR „Insiderin“ – sagt man das so? Danke für den Hinweis, ich bin dabei.

  7. Es muss leider angemerkt werden, dass wenn immer die Schweizer in den letzten Jahren an die Urne gerufen wurden, stimmten sie (die Schweizer) für höhere indirekte oder direkte Steuern und Abgaben die sie selbst treffen. Immer. Ganz im Interesse des Linken Mainstreams aus Bern und den Medien.

    • @ Muttle

      Und dies auch ganz im Interesse des rechtsbürgerlichen mainstreams, der dazu Hand geboten hat.

      Also: halten Sie sich an die Fakten und nicht an Ideologien.

  8. Das Problem sind aber nicht die Reichen, die gibt es überall und in der Welt wird es immer geben. Ein Ungleichgewicht wird im Kapitalismus immer vorhanden sein und gehört leider zum Plan.
    Vielmehr stört mich unsere Politik, die dies toleriert und akzeptiert. Wir verkaufen unser Land an den Meistbietenden und sind dann auch noch stolz auf unsere nicht vorhandene „Neutralität“. Wir bezahlen heute die Zeche für viele „Deals“ und haben am Schluss vielleicht auch bereits unsere Seele verkauft. Für was steht heute unsere liebe Schweiz noch? Ich weiss es nicht!
    Der Mittelstand schwindet und wer es nicht mehr mit allen Mitteln nach Oben schafft, wird sich im vermehrt im Niemandsland wiederfinden. Wir Schweizer definieren leider «Glück» immer noch mit Geld, Ansehen und Reichtum. Nun geschieht in der Schweiz das Unvermeidliche – Mit 50 gehören die meisten bereits zum alten Eisen und die Jobsuche wird zum Spiessrutenlauf. Vermehrt führt der Weg vom Arbeitsamt zum Sozialamt (Hauptsache weg aus irgendeiner unschönen Statistik). Was die Konsequenz ist, wenn ich in einem reichen Land Geld, Ansehen und Reichtum verliere, schildert „B Schweizer“ im Kommentar sehr gut. Als Armer unter lauter Reichen – auch wenn die meisten Schweizer eigentlich nur auf «Pump» leben und kaum wirkliches Vermögen haben (das Auto ist geleast, das Haus gehört der Bank, und die Steuern werden auf Raten bezahlt…) meist doch nicht mehr erstrebenswert. Ein Freund von mir hat sich vor einigen Jahren in seinem Geschäft erhängt. Stadtbekannt, angesehen und mit einem vermeintlich guten sozialen Umfeld, war in der letzten Stunde doch ganz alleine. Auch hier hat niemand hingesehen, denn auch Suizid ist nicht wirklich Swisslike – wo bleibt denn da die Würde?

    Wann sehen wir hin und wann tun wir etwas – Wann stehen wir auf und wann siegt der Mut für sich und seine Prinzipien einzustehen. Wann hat unsere Politik das Wohl der Gesellschaft im Fokus und wann regiert nicht mehr das EGO unsere Schweiz?
    Martin H.

  9. @Allegrina

    Herrn Stöhlker kenne ich nicht. Habe mich weder mit seiner Vergangenheit, noch mit seinen politischen Präferenzen auseinandergesetzt. Der Klassiker für Antagonismus-Analysen ist bekanntlich der oben und unten beim Lebensstandard, links und rechts in der Politik. Wir müssen davon „schnell“ Abschied nehmen. Der Neoliberalismus ist das Gegenteil von Sozialismus. Hatten wir jemals den Sozialismus? Nein. Wir hatten die Diktatur des Proletariats. Der entscheidende Faktor ist die Omnipotenz der Parteien im Gesetzgebungsverfahren. Wer die Mehrheit hat, setzt die Interessen der entsprechenden Förderer durch. Das Wichtigste ist m.E. eine Definition, was Eigentum und Besitz eigentlich sind, um der Ursache heutiger Praxis auf den Grund gehen zu können. Dabei spielt das römische Recht das sich seit dem 2.Jahrhundert v.Chr. entwickelte und die damaligen Verhältnisse, eine dominierende Rolle. Was haben wir heute? Analysieren Sie die Kommentare. Es werden immer nur Versatzstücke des rasanten Niedergangs belichtet, nie das Ganze oder gar die Genialität der „Bürgerlichen“ in Zweifel gezogen – alle Wähler wählen die, die uns in diese Situation geritten haben, fleissig weiter – seltsame, aber nicht überraschende an Dummheit grenzende, Treue. @Berggänger hat es blendend zusammengefasst.

    • @Platon

      Besten Dank für Ihre Rückmeldung.
      Justement, exakt aus der Analyse der Kommentare (nicht nur dieses IP-Beitrags) komme ich zum selben Schluss wie Sie, dass leider sehr viele KommentatorInnen nur aus dem komplexen Ganzen gerissene Einzelaspekte unreflektiert anprangern und somit „es weiterhin vorziehen, die unbequeme Realität auszublenden“, wie es @Berggänger treffend formuliert.

      Was Klaus Stöhlker betrifft, kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie ihn als medienwirksamen, Tacheles redenden, streitbaren PR-Altmeister sowie sich mit seiner Wahlheimat Schweiz unbestrittenermassen eingehend auseinandersetzenden gebürtigen Deutschen nicht kennen.

      Anyway – mich machen solche Personen wie Klaus Stöhlker sehr misstrauisch, wenn er einerseits – mit den träfen Worten des @Berggängers – in die „Wunde sticht, an der wir als Nation nicht leiden wollen“, andererseits aber seine nicht unbescheidene oekonomische Existenz mit seinen Dienstleistungen zum überwiegenden Teil just für diese einschlägigen Kreise, welche von dieser immer weiter auseinander klaffenden Wunde zu ihren Gunsten ablenken, aufgebaut hat und sie nach wie vor sichert, wie ich dies in meinem untenstehenden Kommentar veranschaulichte.

      Will Klaus Stöhlker in dieser wichtigen Frage wirklich etwas zur „Oeffentlichkeitsbildung“ beitragen, dann würde er einmal konkret ausdeutschen, wie denn die von ihm in diversen Publikationen und Interviews – zu Recht -postulierte Steuergerechtigkeit zu erreichen wäre. Hierzu hab ich noch nie etwas nur ansatzweise Brauchbares von ihm gelesen, auch in diesem Beitrag nicht, der in seiner vorliegenden Form vielmehr der Beschreibung @Ruedi Hammer entspricht.

      Mein Misstrauen gegenüber Klaus Stöhlkers Lauterkeit gründet noch auf weiteren Fakten. Ich bin wahrlich keine Freundin der weitverbreiteten „Political Correctness“, aber wenn Klaus Stöhlker als Kommunikationsfachmann mit seinen „pointierten“ Kommentaren die Menschenwürde derart verletzt, wie er dies auf der Webseite seiner PR-Agentur im Kontext zum Attentat auf das Zuger Parlament tat und dies als „Literatur“ verteidigt, und obendrauf zulässt, dass sein geschäftsführender Sohn auf derselben Webseite die Kosovaren pauschal als «Pack» und «niederes Volk» bezeichnet, dann verlieren seine kritischen Thesen jegliche Glaubwürdigkeit. Denn ein Vorgehen à la „Der Zweck heiligt die Mittel“ hat noch nie nachhaltig gewirkt.
      Die genannten Aussagen der Familie Stöhlker kann nachgelesen werden unter: https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Familie-Stoehlker-auf-dem-PR-Glatteis-15260864

      Vielleicht könnte Klaus Stöhlker seinem Anspruch, zur „Oeffentlichkeitsbildung“ beizutragen, gerecht werden, indem er anstelle die „Grossgeister des letzten Jahrhunderts, nicht bloss „als “nur“-Grossväter fortlebend“ erwähnt, sondern sich die Neuerfindung des Rads erspart und diese Grossgeister mit Zitaten in Erinnerung ruft und dort wo nötig, ergänzt und allenfalls aktualisiert.
      Denn wie der von @Marc aufgeführte Auszug aus Max Frischs Rede und Friedrich Dürrenmatts Rede auf Vaclav Havel aufzeigen, sind deren Analyse und Beobachtungen zur Schweiz aktueller denn je – leider, muss man fast sagen.

      Ich stimme Ihrer These zu, dass eine Definition, was Eigentum und Besitz eigentlich sind, zur Ursachenklärung heutiger Praxis – insbesondere angesichts der Globalisierung und Digitalisierung – wichtig ist. M.E. ist eine solche Definition aber noch nicht hinreichend. Weiter braucht es neue Ideen, wie die direkte Demokratie und der Föderalismus zukünftig wirksam gelebt werden kann.
      Hierzu hat der von Stöhlker ziemlich abschätzig erwähnte Oekonom Bruno S. Frey als Vordenker der neuen politischen Oekonomie schon viel interdisziplinäre Denk- und Forschungsarbeit geleistet. Ich kenne Prof. Frey aus meiner Studienzeit und stimme manchen seiner Thesen nicht zu. Dennoch rechne ich es ihm hoch an, dass er einer der wenigen Profs ist, der aus den Erkenntnissen seiner Forschungsarbeit praktische Umsetzungsmöglichkeiten formuliert und dass er die Oekonomie als Sozialwissenschaft behandelt und nicht als „exakte“ Wissenschaft, die immer noch auf der Basis des überholten Menschenbilds „homo oeconomicus“ nur noch in komplizierten Modellrechnungen, die aber dennoch nicht ohne die ceteris-paribus-Klausel auskommt, Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung anstellt. Dementsprechend kritisiert er auch zu Recht seine eigene Gilde, dass sie sich in ihrer akademischen Arbeit viel zuwenig um real existierende Probleme in der Gesellschaft kümmert.

      Ich bin zuversichtlich, dass diese verstärkt interdisziplinäre Forschungsarbeit auch zu vertieften Erkenntnissen führen wird, warum solch paradoxes Verhalten – also „alle Wähler diejenigen fleissig weiter wählen, die uns in diese Situation geritten haben“, wie Sie es formulieren – entsteht und sich hartnäckig hält.
      Hierbei gebe ich zu bedenken, dass es keinesfalls „alle“ WählerInnen sind, sondern diejenigen, die sich von „denjenigen, die uns in diese Situation geritten haben“, mobilisieren lassen. Und an diesem Punkt bin ich wieder nahe bei Ihnen, dass dieses Verhalten einer „seltsamen, aber nicht überraschende, an Dummheit grenzende Treue entspringt.
      Angesichts vieler der hier publizierten Kommentare würde ich dies allerdings nicht primär einer Dummheit zuschreiben, sondern einer massiv unterentwickelten Reflektionsfähigkeit, welche ein Beitrag à la Stöhlker leider auch nicht fördert.

      N.B. Auch ich stimme @Berggängers Kommentar voll und ganz zu und finde ihn um Längen aussagekräftiger und gehaltvoller als der Stöhlker‘sche Artikel, dessen einzig herausragender Verdienst darin liegt, diesen exzellenten Kommentar @Berggängers ausgelöst zu haben.

  10. Granatensaumässig Herr Stöhlker
    Kann man Irre Ghost-Reiter auch mieten.
    Ich danke Ihnen von Herzen dass Sie sich für die einzigartige Arche Noah Schweiz und deren Gebären so aufopfern und uns Träumern so fadegrad ins Gesicht schreien was unsere nicht ganz Hundert mit welchen Gebrechen so schwindelekelerregend bereichert hat.
    Ich liebe Ihre zitierende Schwiegermutter und ihrem Steilpass.

    Hinter jedem kleinen Vermögen steckt ein kleines Verbrechen…

    Im Vergleich dazu war also das Gold-Raub nur ein kleines Vorspiel ?
    Alle wissen woran ich nicht mal zu denken wage und das Gegessene sich Freiheit wünscht !
    GELD STINKT NICHT ?

  11. Wer in diesem Kontext nicht über die hirnverbrannte uneingeschränkte PFZ und die kranke Ausgestaltung der EU schreibt bzw. analysiert ist nicht lesenswert.

    Mit der uneingeschränkten PFZ kann in der Schweiz gar nichts vernünftig geplant werden. Von der vielleicht unumkehrbaren unterschwellige Gehirnwäsche nicht zu sprechen.

    Was ohne PFZ vernünftig ist, vernünftig war oder sein könnte, wird mit PFZ bei den speziellen Schweizer Strukturen und Institutionen zum überlebensbedrohenden Risiko auf ganz verschiedenen Ebenen.

  12. Guter Kommentar Herr Stöhlker, als Bürger mit offenen Augen kann man dem nur beipflichten. Leider bevorzugen es, wie die publizierten Bemerkungen zeigen, die meisten, weiterhin die unbequeme Realität auszublenden – wohl in der Hoffnung, irgendwann auch im Dunstkreis der Reichen zu profitieren; oder dann macht man es sich so einfach, einmal mehr auf den Immerschuldigen (den Ausländern, Immigranten) rumzuhacken, um die Misère zu begründen. Tatsache ist, dass die „Steuergerechtigkeit“ längst nicht mehr das Papier wert ist, auf dem sie steht. Der Mittelstand zahlt die Zeche und verteidigt dennoch ungemein naiv und hartnäckig die Privilegien der Begüterten, die volkswirtschaftlich wenig Rückfluss in die Gesellschaft ermöglichen; an diesem im Verhältnis zum unbeschreiblichen Reichtum bescheidenen Rückfluss (in Form von weit weniger überbordenden Konsum) ändern auch die 200 Ferraris in der Garage nichts… Herr Stöhlker sticht in die Wunde, an der wir als Nation NICHT LEIDEN WOLLEN (womit es sie nicht geben DARF), die sich dennoch immer weiter öffnen wird. Die Wunde verdeutlicht, dass längst die „freie Wirtschaft“ das Diktat über den Staat übernommen hat (wer glaubt denn – zum Beispiel, noch an den Zynismus des „Leistungslohns“ aus dem Mund von Boni-Bankern oder Boni-Rohstoffmanagern – in Zug lebend und von der Mehrheit der blauäugigen, manipulierbaren, einfachen Aber- und Überdummen verteidigt?). „Freiheit“ der Wirtschaftselite über alles ist die Devise im Egoisten-Zeitalter, und wenn jemand an dem zweifelt, wird er bestimmt mit dem Argument des „Verlusts von Arbeitsplätzen durch Abwanderung“ oder des „Verlusts von Steuersubstrats“ mundtot gemacht. Weiter so, unabhängiges und freies Schweizervolk ohne Kohle auf dem Konto, Du bist auf dem richtigen Weg! Verteidige Deine Reichen, sie lohnen es Dir.

    • @Berggaenger

      Danke für Ihre klare Worte und erbarmungslose Analyse. Zum Glück gibt es noch Menschen wie Sie in unserem Land. Weiter unten habe ich versucht zwei hartnäckige Mythen und Legenden (Falschdarstellungen) bloszustellen.

    • Platon und Berggänger…..

      Neoliberalismus hat nichts mit Liberal zu tun, ihnen Platon muss ich das eigentlich nicht extra sagen.
      Neoliberalismus ist das was im Sozi-Treibhausklima gedeiht, den echte Liberalität und damit Marktwirtschaft kann es dort nicht geben.

      Wer je in der Geschichte versuchte die „Reichen“ gerecht zu besteuern, der scheiterte und machte dabei immer die ganze Gesellschaft arm.
      Und dabei sind es die unteren 90% die am meisten verlieren.
      Niemand kann den Menschen wirklich verändern, der Eigennutz ist uns gegeben, steckt in unseren Genen.
      Er macht den Menschen aus, treibt ihn an, erzeugt dessen gewaltige Leistungen.

      Es wird nahezu ständig nach dem Geld der anderen geschielt, am Reichtum der anderen herumgemäkelt.

      Aber es wird nie sauber aufgezeigt und diskutiert ob pauschalbesteuerte wirklich zu wenig Steuern bezahlen, sie sogar Steuern hinterziehen.
      Das die Vermögenden das System nutzen so gut es geht, das ist ihr Recht, gehört zur Freiheit dazu, zu dem bisschen was wir noch haben………
      Ebenso wie wir es ertragen das illegale unseren Sozialstaat ausnutzen, darf auch die Gegenseite das tun.

      Man kann darauf regalieren und Gesetze machen…. aber in jedem Fall sind genau die Länder am Wohlhabendsten die viele reiche Mitbürger haben, denn man kann es wenden wie man will, diese Reichen bezahlen den grössten Teil unseres Steueraufkommens.

    • @ Walter Roth

      bevor Sie schreiben, sollten Sie überlegen.

      Dies gilt insbesondere für Ihre andauernde Ideologisierung sämtlicher Meinungen hier, wo Sie sich als Hansdampf in allen Gassen outen und zu allem und jedem so tun als ob nur Sie die Faktenlage wüssten. Sie spielen sich auf als Kommentarpolizist.

      Menschen, die wie Sie immer für sich in Anspruch nehmen, alle Fakten zu kennen und alle andern Meinungen seien Blödsinn, qualifizieren sich selbst. Dazu braucht es Ihre Schreibe nicht.

      Sie finden für Alles und Jedes einen Schuldigen, der – selbstredend – auf der andern Seite Ihrer unverkennbar politischen Ausrichtung liegt.

      Dies Platte ist mittlerweile so abgefackt, dass auch die Länge Ihrer Elaborate den widersinnigen Inhalt nicht mehr zu kompensieren vermag.

  13. In Richterswil soll der wunderschöne See-Uferweg direkt am See renaturiert werden mit Schilf, weil am Zürichsee ein Schilf-Manko bestehe. Der romantische Seeuferweg wird verlegt an den Rand der Bahngeleise und alle Bäume werden gefällt.
    Wäre doch schön, wenn die Herren Lemann und Federer (Schweizer des Jahres!) etwas fürs Volk tun würden und einen Seeuferweg für die Allgemeinheit öffnen würden….ev. teilweise mit Schilf…
    Freier Zugang zum See wurde ja vor einigen Jahren vom Volk beschlossen…

  14. Die einzelnen Zutaten sind wahr, das zusammengekochte Potpourri dann aber wie immer schal und flach im Abgang. Die Schweiz ist und war schon immer einiges komplizierter! Ja und es stimmt auch, dass bei uns sogar Mieter und Lohnarbeiter Lebensversicherungen und Aktien kaufen und die Parteien wählen, die ihnen die Sozialhilfe streicht…

    • @Ruedi Hammer

      Hammer, Ihr Kommentar! Ich bin in meinem Kommentar @Platon zum gleichen Fazit gekommen, nur etwas länger in der Herleitung 😉 – Kompliment 👌🏽

    • @ luap amoht

      Besten Dank für Ihre Antwort.

      Gemäss meiner Rechnung bezahlen Sie als Alleinstehender (=Grundtarif, bzw. alleinstehender Tarif) z.B. in Zollikon bei 1 Mio. steuerbarem Einkommen z.B. 223000 + direkte Bundessteuer 115000. Ergibt eine Steuerbelastung in Zollikon von 338’000. Mit Wohnsitz Stadt Zürich wären es 263’000 (plus 115000),bzw.total. 378’000. Ergibt in Zollikon einen Steuersatz von 33,8%, bzw. 37.8% in Stadt Zürich. Soweit einverstanden.

      Die AHV, inkl. des nicht rentenbildenden Teils, ist m.E. keine Steuer, sondern ein Solidaritätsbeitrag im Umlageverfahren, den Sie wie eine Steuer dazurechnen. Machen Sie dies auch in Ihrer Buchhaltung so??

      Ist noch anzumerken, dass ich als selbständiger wesentlich mehr Abzüge machen kann als ein Angestellter, sodass mein steuerbares Einkommen tatsächlich auch entsprechend höher ist.
      Die Frage ist allerdings, ob Sie sich zum Mittelstand, bzw. höheren Mittelstand zählen wie dies offenbar Herr Stöhlker so meint.
      Jetzt machen Sie bitte die Rechnung noch mit einem Vermögen von 100 Mio.; null Einkommen z.B. in Zug. Und vergleichen Sie das Ergebnis mit einem Einkommen von 1000000 und Vermögen Null.

  15. Lieber Herr Stöhlker, Ihre Lästerei ist unnötig – wie schon vor Jahren; ein selbständig Erwerbender mit Wohnsitz in Zürich und einem Einkommen von CHF 1 Mio. bezahlt inkl. nicht rentenbildendem Teil der AHV CHF 471’000 an den Staat, d.h. er geht fast 6 Monate für den Vogt arbeiten. Im weiteren bezahlen 20% der Steuerzahler 80% der Steuern, 20% bezahlen nichts und 60% bezahlen 20%. Darum sollten wir den guten Steuerzahlern Sorge tragen.

    • @luap amoht

      Stimmt so nicht, denn Sie müssen die Relationen auch beziffern, dann sieht die Rechnung für den Einzelnen anders aus als in der aggregierten Zahl. Und dann müssen Sie noch die Verteilung berücksichtigen.
      Dass Sie bei 1 Mio., 471’000 an die AHV zahlen trifft nicht zu. Können Sie dies noch weiter erklären?

    • Luap amoht:

      Sie vergleichen Äpfel mit Birnen! Ihr Vergleich ist Unsinn.

      Sie verwechseln Transferzahlungen im Umlageverfahren (AHV) mit Steuern.

      Zudem: AHV Einzahlungen führen zum Rückfluss in Form von Renten. Steuern dagegen sind einseitige Zahlungen ohne Rückfluss.

    • Selbständiger Herr, die Steuern für einen Allein-stehenden, mit Wohnsitz Zch, sind für DBST und StG-Steuer CHF 379’000, dann die AHV auf 1 Mio mit CHF 101’000 (inkl. Verw.Geb.), wovon ganze 8’460 für die eigene Rente sind, Rest geht in den Topf für alle, die weniger zahlen, somit ergeben sich die 379 + 101 – 9 = 471’000.

    • Besten Dank für Ihre Antwort.

      Gemäss meiner Rechnung bezahlen Sie als Alleinstehender (=Grundtarif, bzw. alleinstehender Tarif) z.B. in Zollikon bei 1 Mio. steuerbarem Einkommen z.B. 223000 + direkte Bundessteuer 115000. Ergibt eine Steuerbelastung in Zollikon von 338’000. Mit Wohnsitz Stadt Zürich wären es 263’000 (plus 115000),bzw.total. 378’000. Ergibt in Zollikon einen Steuersatz von 33,8%, bzw. 37.8% in Stadt Zürich. Soweit einverstanden.

      Die AHV, inkl. des nicht rentenbildenden Teils, ist m.E. keine Steuer, sondern ein Solidaritätsbeitrag im Umlageverfahren, den Sie wie eine Steuer dazurechnen. Machen Sie dies auch in Ihrer Buchhaltung so??

      Ist noch anzumerken, dass ich als selbständiger wesentlich mehr Abzüge machen kann als ein Angestellter.

      Die Frage ist allerdings, ob Sie sich zum Mittelstand, bzw. höheren Mittelstand zählen wie dies offenbar Herr Stöhlker so meint.

      Jetzt machen Sie bitte die Rechnung noch mit einem Vermögen von 100 Mio.; null Einkommen z.B. in Zug. Und vergleichen Sie das Ergebnis mit einem Einkommen von 1000000 und Vermögen Null.

  16. SVP FDP und teilweise CVP sei Dank, wählt einfach weiterhin diese Parteien und jammert nicht, wenn euch Normalverdienern auch noch das letzte Hemd ausgezogen wird.

  17. Die Schweiz entwickelt sich langsam zu einem „Metropolis“. Aber ist das nicht die zwangsläufige Entwicklung und der Endzustand einer kapitalistischen Gesellschaft? Auch der Kapitalismus hat eben seine Grenzen und Abgründe…

  18. Lieber 100 pauschalbesteuerte Milliardäre
    als Zehntausende Immigranten, die ganz oder
    teilweise von der Sozialhilfe leben.

  19. Milliardäre sind für stöhlker eine Nummer zu gross. Er wäre gerne dort aber mit seiner selbstverliebten Art kommt das bei diesen Leuten nicht so gut an. Man muss die Sprache seines Gegenübers verstehen können, annehmen und sonst wird das nichts.

    • Herr Stöhlker hats eben nur zum Multimillionär gebracht, trotz Tagesansätzen von 5000 Fr. aufwärts. Das wurmt einfach, denn schliesslich will man als Zugewanderter zum Geldadel gehören. Kommt hinzu, dass die Familie Blocher seine Dienste nicht in Anspruch genommen hat. Viel Platz für Neid und Frust.

  20. Gut geschrieben: Kompliment Herrn Stöhlker…
    Ich bin noch Provokativer: die neue Hyper-Super-Mega Reiche sind Intelligente Leute mit gefühl für Mitmenschen und ein Sinn für Werte und Zukunft…der Rest ist einfach ein ‚Residum‘ eben, Aktienkapital. Ohne Wert…aufpassen in diese neue Kategorie zählt man auch Super – Reiche nach ihre Definition, aber die sind selten, sehr selten…ab- und zu überasschen trotzdem….mit meine Tradition in diesen Europa- Teil unter verschiedene Imperien, sind wir mindestens seit 3’000 Jahre zu finden, vorher waren wir in Sumerien, Uruk, Assirien und Babylonien unter Hammurabi, wo wir auch den Code gelernt haben…was wir sehen ist eben “ eine Seele – Spirituelle“ Verarmung und diese ist der Masstab für die Zukunft und unter diese Umstände ist die neue Schweiz Arm, sogar sehr arm geworden….eben Geld kann auch verarmen…oder könnten sie mir ein heutige Euler, Bernoullis oder Einstein erwähnen? Nein, nicht in Sicht…deswegen haben wir auch ein Mouvement lanciert, der die Steuern bei Null herabsetzen will: für alle! Eine solche Idee sollte auch sich schnell weltweit verbreiten, da die neue Spirituellen Superreiche nicht konsumieren, nicht Jeten und verwschwenden, sind nicht Krank und brauchen keine traditionelle Medizin, brauchen keine Armee, Polizei, da sie nicht zu furchten haben und auch keine Autobahn…so am ende wer leidet mehr darunter: der arme Kerl, der in seine vier Wände lebt, oder der super – Reiche der immer Jettet und viel- Protection braucht? Das ist zukunft, darüber hinaus sind die spirituelle Superreiche noch Digital – nerds…was auch nicht mindestens direkt gegen Umwelt ist…

  21. Guten Tag Herr Klaus Stöhlker

    Ein exzellenter Artikel der unmissverständlich zeigt, dass sich die Schweiz im Standortwettbewerb zu Tode siegt und den eigenen Wohlstand gefährdet. Unter dem Strich bleiben Milliarden-Verluste für die grosse Mehrheit der Schweizer und unerwünschten Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Lösungen? Modell-SUVA für die Krankenkassen und AHV-Volkspension. Darüber hinaus sind seit den 90er in den klassischen Exportindustrien (Pharma, Uhren, Maschinen, Finanzdienstleistungen) netto Arbeitsplätze abgebaut worden. Gemessen an der Bevölkerung ist die Beschäftigung in diesen Sektoren um 15 % geschrumpft. Auch da sollte man sich überlegen, wo die Gegenwart und Zukunft liegt. Derzeit dominiert die Geriatrie in den Schaltzentralen – und – damit ist nicht die Politik gemeint. Dafür brauchen wir keine Visionen sondern Präzision. Ein 10 Jahre „weiterso“ und das Land könnte auseinanderdriften. Eine verheerende Entwicklung (sehr stark zugenommen) ist der Wegzug ins Ausland von Ehepaarrentner mit einem Einkommen p.a. von 65000.- plus….

    • @Platon

      Ich habe Ihre bisherigen Kommentare als sehr fundiert, reflektiert und differenziert kennen gelernt und hab mich mit diesen in „guter Gesellschaft“ gefühlt, wenn Sie wie ich die diesem Blog nicht würdigen effekthascherisch-populistischen Beiträge von bestimmten GastautorInnen unermüdlich kritisierten und den bestenfalls darin enthaltenen Halbwahrheiten fundiertes Faktenwissen entgegenstellten.

      Angesichts des von Ihnen zu diesem Artikel verleihten Prädikats „exzellenter Artikel“ vermisse ich nun Ihre gewohnte sorgfältige Leseweise und Ihre Reflektiertheit.

      Ich stimme zu, dass Herr Stöhlker ein brisantes Thema für einmal nicht mit einer rein „schwarz-weiss“-Optik angeht. Er hat sich bemüht, die wirtschaftspolitischen Entwicklungen und deren Folgen auf die CH-Gesellschaft differenzierter als gewohnt festzuhalten und zieht in diesem Kontext zum Teil zutreffende Schlussfolgerungen – mit Betonung auf „zum Teil“.

      Ich traue Herrn Stöhlker nicht über den Weg, denn:

      – Er ist selber ein Immigrant und hat sich mit der „Unternehmensberatung und Oeffentlichkeitsbildung“ seiner Klientel aus rechtsbürgerlichen Unternehmens- und Polit-Kreisen eine goldige Nase verdient – seine Agentur befindet sich ja nicht von ungefähr an der Goldküste….

      Ein Bilanz-Artikel aus dem Jahre 1999 (sic!) belegt dies deutlich: „Bekannt wurde der Workaholic Klaus Stöhlker Anfang der Achtzigerjahre mit der damals für die SVP erarbeiteten «Wahlkampf-Fibel von A bis Z». Da er darin Politiker zum Vertuschen anleitete, wurde er von der Schweizerischen Public Relations Gesellschaft (SPRG) ausgeschlossen. Den heutigen Erfolg der SVP führt Stöhlker nicht unbescheiden darauf zurück, dass sich Christoph Blocher & Co. peinlich genau an die Regeln des 1997 neu redigierten Buches gehalten haben.“ Zitat Ende
      Und jetzt hält er fest, dass „wo Christoph Blocher samt Tochter Magdalena, mit einem Familienvermögen von über 14 Milliarden Franken zu den Reichsten der Welt gehörend, sich eine eigene Partei, die SVP, als Hobby und zur Verteidigung eigener Wirtschaftsinteressen leisten, politisch Hopfen und Malz verloren“ sei. Wie wenn Christoph Blocher seine eigenen Wirtschaftsinteressen erst seit gestern mittels SVP verteidigen würde…………………………….

      – Mit seiner jahrzehntelangen PR-Arbeit für diese Klientel ist er just einer der grossen Wegbereiter hin zur aktuellen Lage, indem er u.a. stets das neoliberale Credo der Deregulierung propagierte. Dies tut er im Prinzip immer noch, was er in diesem seinem Beitrag mit seiner Meinung, dass die Investitionen der ausländischen MilliardärInnen aufgrund des trickle-down-Effekts „gut für unser Land seien“.

      – Und warauf ist es zurückzuführen, dass der „Kleinstaat Schweiz alles tut, um den Reichsten der Welt rote Teppiche auszubreiten?“ Eben, der über Jahre wirkende neoliberale Lobby-Filz, welcher sich für die Pauschalbesteuerung ausländischer Superreichen, für das Bankgeheimnis, für die Abschaffung der Erbschaftssteuer, für den Steuerwettbewerb zwischen den 26 Kantönlis unter dem Deckmantel der Bewahrung des Föderalismus, etc. erfolgreich stark machten und machen – dies von Anfang an nicht primär auf Kosten der „Armen“ – denn bei ihnen ist kaum etwas zu holen – sondern eben auf Kosten des Mittelstands.

      Und nun, wo diese „Politik“ nach über 25 Jahren nicht mehr „nur“ den unteren Mittelstand tangiert, sondern in wachsendem Ausmass auch den oberen, kommt ein Herr Stöhlker und beklagt die Folgen „die vom Schweizer Staat gewährte Protektion für eine ultrareiche Minderheit“ – wie glaubwürdig ist DAS denn? Und nein, ich glaube nicht daran, dass Herr Stöhlker sich plötzlich vom Saulus zum Paulus wandelt. Hierfür hat er zu viel und zu lange für die nun von ihm kritisierten Kreise getan und von ihnen profitiert. Und obendrauf versucht er seine Kritik mit den Schuldzuweisungen an den „Schweizer Staat“ zu vertuschen.

      Ihren Lösungsvorschlägen (Modell SUVA für Krankenkassen, AHV-Volkspension) stimme ich voll und ganz zu, die notabene nicht neu sind. Und ein Herr Stöhlker hat solche Vorschläge noch vor wenigen Jahren als „unnötige Staatseingriffe“ abgetan – wenn nicht direkt, so sicher indirekt.

      Dementsprechend verdient dieser Artikel bestenfalls das Prädikat „weitgehend opportunistisch mit ein paar wenigen richtigen Feststellungen“, keinesfalls „exzellent“.

    • @Allegrina

      Billigstes aufgeblasenes Pamphlet.
      Schade um den Platz hier. As usual.
      Kommentieren sie in der WOZ oder bei ihrem Genossen Löpfe, der neulich hier so perfekt seziert wurde, von ihrer Lieblingsautorin Villalon.

    • @ Allegrina🤣
      Wieder einmal einverstanden…
      Wir analysieren, sammeln Daten, noch vor Google, Facebook & co. , und wissen auch wie die Welt funktioniert…
      Tja, Steve Banner selber hat bestätigt, dass die schweizer svp waren ihren Sinn und Zweck Inspiration. In Tat und Wahrheit Tramp hat die gleiche Politik als die Sweizer vor ihnen gemacht: gewählt durch die “ arme und vergessene“, aber macht die gleiche Politik wie hier: nur wenige profitieren am ende…
      Ich bin nicht gegen svp oder blochersche Vision, ich unterstütze sogar bei einige gute Vorlagen, aber ich bin sicher, dass in 20 Jahren werden die Nachfahren dann auch sagen: “ alles kaputt, die Schweiz gibt nur auf die topographische Karten, wir waren so stolz und Wertvoll, jetzt sind wir nur noch Super Reichen, aber trotzdem sehr arm! Wer hätte schon gedacht?“ Tja, jede Völker geht irgendwann unten…es kann auch sehr schnell passieren, da in der Schweiz, mit unterstüzung der Mittelstand und sogar Linke, hat man schon zu viele Fehler gemacht…5 nach 12, sozusagen…Gott Geld ubd Gier sei dank…aber diese überleben nicht! Ich bin nur ein Futurist, sei nicht böse mit mir, wenn ich “ die Geschichte der Zukunft“ sage und schreibe…wer weiss, vielleicht am Ende stimmt doch…
      P.S: ich war in meinen Leben immer wieder 9 über 10 Mal richtig…

    • @ Heinz Doria

      Sie armes Opfer der Rattenfängerei, wie Ihr as-usual-Pauschalkommentar einmal mehr beweist. Und mit solchen Opfern der Rattenfängerei wie Ihnen ist politisch tatsächlich Hopfen und Malz verloren, wie Herr Stöhlker zu Recht festhält.

      Mir steht die Meinungsäusserungsfreiheit hier auf diesem Blog gleichermassen wie Ihnen zu. In diesem Sinn freu ich mich auf eine fundierte Diskussion, wenn Sie es dann einmal schaffen, anstelle zu lafern auf Augenhöhe zu liefern.

  22. Interessanterweise lautet die Abkürzung von Sultan of Brunei SOB und hat rein gar nichts mit der Südostbahn zu tun.

    • Das sind Deine Probleme, das ist die Schweiz. Wie wäre es mit einem Beitrag zu dem Beitrag. Brösmeli

  23. Einen Zusammenhang kreieren zwischen Geldelite und höheren Steuern, irrwitzigen KK-Prämien und sonstigen steigenden Abgaben („fürs Klima“ etc.) – darauf muss man erst kommen. Chapeau, Herr Stöhlker, Sie haben den ultimativen Durchblick. Die Linken und die EU-Freunde von FDP und Economiesuisse sind Ihnen dankbar für jede Ablenkung von den wirklichen Problemen.

  24. Womit auch klar ist, weshalb die SVP auf Talfahrt gehen wird. Deren Spiel wird zunehmend durchschaut. Das Problem ist nur, dass es seit dem Niedergang der SK keine rechte Alternative mehr gibt.

  25. … aber zackig!
    Reinste abzocke am Volk. Bitte krankenkasse grundversicherung verstaatlichen und direkt am lohn belasten/oder via steuern einfordern.
    Dänn hören auch die krummen policen-geschäfte und KK-grundversicherung-betrug auf. Wenn sie wüssten, wer sich hier bereichert, wäre der teufel los.

  26. Guten Morgen Herr Stöhlker. Da legen Sie ja heftig Ihren Daumen auf uns Schweizer. Besonders gefällt mir u.a. Ihre Passage über die SVP – Parteienfinanzierung via Familie Blocher. Im nicht nur von mir seit Jahren herbeigesehnten Abwärtstrend dieser sog. politischen Bewegung werden die Gelder noch üppiger fliessen. Empfänger sind K(l)öppel und Konsorten, die auf unsere Kosten den Hintern flach sitzen. So sieht es leider aus.

  27. Gut erkannt und richtige Analyse. Die Parteien hofieren die Elite und den Geldadel, haben jedoch nicht gemerkt, dass das Vertrauen der Wähler schwindet. Eine Revolution wird es vermutlich nicht geben, die Gefahr einer Umwälzung jedoch schon. Leider haben es der Geldadel und die Elite nicht begriffen, auch auf die finanziell Schwächeren und Schwächen zu achten. Warum auch werden sich diese Kreise sagen, die haben ja keine Lobby. Nur, der finanzielle Supergau betrifft nicht nur den Obdachlosen, sondern auch den Mittelstand. Jobverlust, ü50, Aussteuerung und weg ist man, der Staat als Lobbyist der Eliten lässt diese Leute im Stich. Wen werden diese Leute und ihr Umfeld wählen? Vermutlich nicht die Parteien die dem Establishment zudienen?!

  28. Klar-Sicht von Herrn Stöhlker. Besten Dank für diese Analyse. Die Antworten dazu erhalten wir jeden Tag über gewisse Medien aufge-tischt.

    Die einseitig „vorteilhaften“ Steuer-Belastungen bei den hunderten von Milliardären sind das eine, was unappetitlich daher kommt, sind die katastrophalen Verhältnisse zwischen Lobbyisten und den Räten, wo der Bürger und die Bürgerin täglich an der Nase herumgeführt wird. (Blocher und Konsorten).

    Dank der Sendung „Kassensturz“ erfuhren wir u.A. unlängst wie sich Professoren, Aerzte und zugewandte Orte in den Kliniken (Hirslanden) bereichern. Zum Nachteil der Krankenkassen und ihren Versicherten werden z.T. Millionen-Summen jährlich verrechnet, welche bis das 20-fache einer gleichartigen Behandlung in einem Kantonsspital erreichen. Diese maliziöse Abzocke im Gesundheits-Wesen der Schweiz durch hunderte von Kriminellen in weissen Kitteln würde in jedem anderen Land geahndet. In der Schweiz eher noch gefördert. (Pharma / Aerzte / Krankenkassen – Kungelei.

    Herr Stöhlker, es ist ein Segen für die Leserinnen und Leser von IP, um von Ihnen die Augen (und Ohren) geöffnet zu bekommen. Jeder Beitrag ist ein Schuss ins Schwarze.

    Mit freundlichen Oster-Grüssen
    Passepartout Federale

  29. Gar so arm ist der Schweizer Mittelstand nicht. Klar machen ihm die Krankenkassenprämien zu schaffen; dieser ist aber auch einem weltweit einmalig hohen Niveau der Gesundheitsversorgung geschuldet. Was nicht verwundern kann, wenn da jeder homöopathische Unsinn (von „Zuckerkügelchen“ bis zur TCM-Behandlung) bezahlt werden soll. Tatsache ist aber, dass bereits der Barwert einer einfachen maximalen AHV-Rente für eine 64-Jährige bzw. einen 65-Jährigen rund 0,7 bis 1 Mio. Franken beträgt. Bereits jeder kleine Zürcher Schulmeister hat mit 65 ein Vorsorgekapital von mindestens einer Mio. Franken auf dem Vorsorgeausweis. Und dieses Vermögen ist nicht einmal zu versteuern (und damit zählen diese Bedauernswerten nach Stöhlkers Rechnung wiederum zu den Armen …).

    • Guten Tag @Erich Angst

      Ihre Zeilen sind an Unwissenheit kaum zu überbieten. Das nachplappern scheint zum Nationalsport geworden zu sein. Das dürfte den Geld,- Eliten nicht entgangen sein. Auch Blocher als Bauer (Schlau) und promovierte Jurist dürfte darüber im Bilde sein.

      Sie schreiben Zitat:
      „Klar machen ihm die Krankenkassenprämien zu schaffen; dieser ist aber auch einem weltweit einmalig hohen Niveau der Gesundheitsversorgung geschuldet.“
      Ende Zitat.

      Das ist auch das Mantra der Berichte der OECD zum schweizerischen Gesundheitswesen bis heute. In diesen Berichten wird dem Gesundheitswesen jeweils im Vergleich zu den Kosten eine hohe Leistungsfähigkeit bescheinigt. Am Schluss folgt dann jedoch stets dieselbe Empfehlung: Mehr Privatisierung, mehr Markt, mehr Wettbewerb. Das Absurde an dieser Argumentation ist, dass ausgerechnet das Gesundheitswesen, das am stärksten nach diesen Rezepten funktioniert, dasjenige der USA nämlich, am teuersten ist und auch die grösste jährliche Kostensteigerung seit den 1980er Jahren aufweist.

      Während bei der AHV die Verwaltungskosten knapp 1 Prozent der Rentensumme ausmachen, sind es bei der 2.Säule rund 15%.Sinkende Umwandlungssätze sind heute auf der Tagesordnung der meisten Kassen. Um die daraus folgenden Rentensenkungen abzufedern, müssen viele Versicherte mehr ansparen, indem sie mehr oder länger einzahlen müssen. Gleichzeitig bleibt die 2. Säule für Lebensversicherungen und Banken immer noch ein lukratives Geschäft.

      Sie schreiben Zitat:
      „Bereits jeder kleine Zürcher Schulmeister hat mit 65 ein Vorsorgekapital von mindestens einer Mio. Franken auf dem Vorsorgeausweis.“
      Ende Zitat.

      Bitte belegen Sie diese Aussage.

    • Werter Platon. Gerne belege ich meine Aussage. Ein Primarlehrer startet im Kanton Zürich mit einem Jahressalär von Fr. 91’208. Er beendet seine Karriere mit einem max. Salär von Fr. 140’680. Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/lehrer-wollen-besser-verdienen/story/29040898

      Damit beträgt der versicherte Lohn bei der BVK (= Pensionskasse des Kantons Zürich) gegen Erwerbsende max. ca. Fr. 116’000. Da das Rentenziel im Alter von 63 Jahren 60 % des versicherten Lohnes beträgt (und auch erreicht wird!), sind bei einem Umwandlungssatz von 4,57 % max. ca. 1,5 Mio. auf seinem Vorsorgekonto. Jetzt erreichen in der Tat nicht alle Primarlehrer das Lohnmaximum, wenn sie aber ununterbrochen im Schuldienst standen, sind sie nicht allzu weit davon entfernt. Aber Sie werden keinen Primarlehrer im Kanton Zürich finden, der nach seinen 40 Jahren im Schuldienst (mit einem Beschäftigungsgrad von 100 %) weniger als 1 Mio. auf seinem PK-Konto hat. Und nein: Das soll wirklich kein Lehrer-Bashing sein, sondern nur aufzeigen, dass es vielen besser geht, als sie meinen bzw. Stöhlker meint.

    • Gewissensfrage des Unwissenden an den allwissenden Yoda, sorry, Platon: Stellen Sie sich vor, Sie seien ein durchschnittlicher Mittelständler und erleiden einen leichten Schlaganfall, eine schwere Nierenkolik, einen Verkehrsunfall oder Sie haben einen Kabelbrand im Herzschrittmacher. Wo wären Sie (mit dem dortzulande üblichen Versicherungsschutz für den Mittelstand) gerne zu Hause und würden da in das örtliche Spital eingeliefert. Johannesburg? Bremen? Bombay? Indianapolis? Palermo? Wladiwostok? Lima? Ouagadougou? Oder doch vielleicht Zürich?!?

  30. Lieber Herr Stölker
    Ich mag Sie an für sich. Doch jetzt sind Sie vom Affen gebissen worden.
    Etwas mehr Pragmatismus bitte: Die von Ihnen geschmähte Superreichen zahlen ganz happig Bundes- und kantonale Vermögenssteuern, sofern sie den Wohnsitz in der CH haben. Sonderregelungen gibt es fast keine mehr. St. Gallen kündigt sogar bestehende Steuerdeals.
    Man hat genug Ausweichmöglichkeiten: Italien 100’000 Euro, Liechtenstein 200’000 Franken, Monaco sowieso, auch Österreich bietet günstige Möglichkeiten, daneben sogar Dänemark und die Niederlande. Auch London hat Superdiscountpreise. Für Reiche mit Viel Vermögen und wenig Einkommen ist Deutschland viel günstiger als die Schweiz.
    „Das Kapital“ neu aufzulegen bringt nichts. Nur Neid und Missgunst.

    • Nein Herr Meister es ist nicht neid und missgunst. Sie glauben auch an den Käse der Ihnen von den Politikern Tag für Tag aufgetischen wird Sie essen ihn auch noch.Das ist das Übel in diesem Lande. Die Steuerspar Milliardäre wirds freuen weiterhin privilegiert hier im Land zu hocken und die Bürger mit dem Steuerausweis werden weiterhin Rappen für Rappen versteuern und die Zeche bezahlen ohne wenn und aber.

    • @P.Meister

      von den CH-Steuergesetze profitieren die ca. 4000 super/reichen Ausländer, die in der Schweiz leben. Hier ersetzt die Besteuerung nach dem Aufwand die ordentliche Einkommens- oder Vermögenssteuern. Sie steht natürlichen Personen offen, die erstmals oder nach einer Abwesenheit von mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz oder Aufenthalt nehmen und hier keine Erwerbstätigkeit ausüben. In den meisten Fällen wird sie zwischen dem Steuerpflichtigen und den Behörden ausgehandelt. Die Schweiz hat im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern vergleichsweise hohe direkte Steuern für die EIGENEN Bürger. Zwar gilt nach wie vor der Grundsatz der Steuergerechtigkeit, doch Kantone und sogar Gemeinden haben unterschiedliche Steuerregeln, somit gibt es erhebliche Steuer-Unterschiede im Land. Wollen Sie weiterhin mit Neid und Missgunst argumentieren? Wo sind wir denn hier gelandet? Selbstgefällige Ignoranz.

  31. Hier noch eine InsiderInfo live vom Paradeplatz zu Jorge Leemanm: vom 20 Milliarden Lemann Topf essen auch einige von uns Investmentbankern mit – vor jedem Deal den Leeman mit seiner Beteiligungsgesellschaft 3G Capital macht, decken sich eine Truppe von Bankern mit Aktien und Optionsscheinen ein. Die gehören alle hinter Gitter, deshalb schmiert die Schweiz auch bald ab, weil die Schweizer zu dumm sind eigene gute Firmen aufzubauen und nur von den grossen Milliardären unrechtmässig mitprofitieren wollen.

  32. Max Frisch
    Die Schweiz ais Heimat?
    Aus der Rede zur Verleihung des Großen Schillerpreises, 1974

    Es scheint, daß die jüngeren Landsleute weitaus gelassener sind, nicht unkritisch, aber gelassener. Die Schweiz, die sie erfahren, ist die Schweiz nach dem Zweien Weltkrieg, das heißt: sie fühlen sich weniger, als es für uns viele Jahre lang der Fall gewesen ist, auf dieses Land angewiesen. Wo wir uns aus Erinnerung ereifern, zucken sie die Achsel. Was beheimatet sie? Auch wenn sie im Land bleiben, leben sie im Bewußtsein, daß Vokabeln wie Föderalismus, Neutralität, Unabhängigkeit eine Illusion bezeichnen in einer Epoche der Herrschaft multinationaler Konzerne. Sie
    sehen, daß von ihrem Land nicht viel ausgeht; die Maulhelden aus dem Kalten Krieg haben ihre Karriere gemacht, sei es als Bankier oder in der Kultur-Politik oder beides zusammen. Was sie, unsere jüngeren Landsleute;, politisch beheimaten könnte, ein konstruktiver Beitrag zur Europa-Politik, davon ist wenig zu sehen. Was hingegen zu sehen ist: LAW AND ORDER, und nach außen: eine Schweiz, die sich ausschweigt im Interesse privater Wirtschaftsbeziehungen, verglichen mit andern Kleinstaaten wie Schweden oder Dänemark mehr als zurückhaltend mit offizieller Willenskundgebung, die zwar das Weltgeschehen nicht ändern
    könnte – immerhin könnte sie unsere moralische Partizipation am Weltgeschehen entprivatisieren, und das wäre schon etwas: wir könnten uns mit der Schweiz solidarisieren.

    (Unglaublich, nach so vielen Jahren scheint sich nicht viel geändert zu haben)

    • @Marc

      Toll, dass Ihnen in diesem Kontext Max Frisch einfällt, besten Dank für Ihren wertvollen Beitrag!

      Max Frisch ist einer der von Klaus Stöhlker erwähnten „Grossgeister des letzten Jahrhunderts“, die „“nur“ noch als Grossväter fortleben“.

      Wie Sie sehr treffend festhalten, dass sich in diesen vielen Jahren in den helvetischen Haltungs- und Denk-Gefilden nicht viel geändert hat, macht deutlich, dass diese Grossgeister aktueller denn je sind und es weit wirksamer wäre, deren Beobachtungen und Analysen zur Schweiz der „inneren Emigration“ entgegenzusetzen, anstatt ihnen bloss ein „Fortleben als “nur“-Grossväter zu attestieren….

      Wie Max Frisch hat auch Friedrich Dürrenmatt in seiner Rede auf Vaclav Havel zur Verleihung des Gottlieb-Duttweilers- Preises am 22. November 1990 zur „Lage der Nation Schweiz“ im Vergleich zur Entwicklung in der Tschechoslowakei Stellung genommen, die an Aktualität nichts eingebüsst hat.

      Aus dieser Rede mit dem Titel „Die Schweiz – ein Gefängnis“:

      Das spättotalitäre System stützt sich auf so raffinierte, komplexe und mächtige Manipulationsinstrumente, dass es Mörder und Ermordete nicht nötig hat. Um so weniger benötigt es eifernde Erbauer von Utopien, die mit ihren Träumen von einer besseren Zukunft Unruhe stiften. Der Begriff „real existierender Sozialismus“, den sich diese Ära für sich selbst ausgedacht hat, deutet an, für wen darin kein Platz ist: für Träumer.
      Und wenn Sie, Vaclav Havel, nun als Staatspräsident in Ihrer Neujahrsansprache 1990 auf den Inhalt Ihrer Träume näher eingingen und ausführten: Vielleicht werden Sie fragen, von welcher Republik ich träume. Ich antworte Ihnen: von einer selbständigen, freien, demokratischen, wirtschaftlich prosperierenden und zugleich sozial gerechten Republik, kurz gesagt von einer menschlichen Republik, die dem Menschen dient und deshalb die Hoffnung hat, dass der Mensch auch ihr dienen wird. Von einer Republik allseitig gebildeter Menschen, weil ohne sie keines unserer Probleme gelöst werden kann, sei es menschlich, ökonomisch, ökologisch, sozial oder politisch, so träumen viele Schweizer, dass sie in einer solchen Republik leben, gewissermassen im Traum, den Sie, Vaclav Havel, träumen.
      Doch die Wirklichkeit, in der die Schweizer träumen, ist anders. Als Dramatiker, lieber Vaclav Havel, haben Sie die Wirklichkeit, in der Sie gelebt haben, bevor der politische Dogmatismus zusammenbrach, in Bühnenstücken dargestellt, die viele Kritiker zum absurden Theater zählen. Für mich sind diese Stücke nicht absurd, nicht sinnlos, sondern tragische Grotesken, ist doch das Groteske der Ausdruck der Paradoxie, der Widersinnigkeit, die entsteht, wenn eine an und für sich vernünftige Idee, wie sie der Kommunismus darstellt – lässt sich eine gerechtere Gesellschaftsordnung denken? -, in die Wirklichkeit verpflanzt wird – auch das Urchristentum war schliesslich kommunistisch, und was ist aus dem Christentum geworden?
      Durch den Menschen wird alles paradox, verwandelt sich der Sinn in Widersinn, Gerechtigkeit in Ungerechtigkeit, Freiheit in Unfreiheit, weil der Mensch selber ein Paradoxon ist, eine irrationale Rationalität. So lässt sich Ihren tragischen Grotesken auch die Schweiz als Groteske gegenüberstellen: als ein Gefängnis, als ein freilich ziemlich anderes, als es die Gefängnisse waren, in die Sie geworfen wurden, lieber Havel, als ein Gefängnis, wohinein sich die Schweizer geflüchtet haben.
      Weil alles ausserhalb des Gefängnisses übereinander herfiel und weil sie nur im Gefängnis sicher sind, nicht überfallen zu werden, fühlen sich die Schweizer frei, freier als alle andern Menschen, frei als Gefangene im Gefängnis ihrer Neutralität. Es gibt nur eine Schwierigkeit für dieses Gefängnis, nämlich die, zu beweisen, dass es kein Gefängnis ist, sondern ein Hort der Freiheit, ist doch, von aussen gesehen, ein Gefängnis ein Gefängnis und seine Insassen Gefangene, und wer gefangen ist, ist nicht frei: Als frei gelten für die Aussenwelt nur die Wärter, denn wären diese nicht frei, wären sie ja Gefangene. Um diesen Widerspruch zu lösen, führten die Gefangenen die allgemeine Wärterpflicht ein: Jeder Gefangene beweist, indem er sein eigener Wärter ist, seine Freiheit. Der Schweizer hat damit den dialektischen Vorteil, dass er gleichzeitig frei, Gefangener und Wärter ist. Das Gefängnis braucht keine Mauern, weil seine Gefangenen Wärter sind und sich selber bewachen, und weil die Wärter freie Menschen sind, machen sie auch unter sich und mit der ganzen Welt Geschäfte, und wie! und weil sie wiederum Gefangene sind, können sie nicht der UNO beitreten, und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft bereitet ihnen Sorgen. Wer dialektisch lebt, kommt in psychologische Schwierigkeiten. Weil auch die Wärter Gefangene sind, kann unter ihnen der Verdacht aufkommen, sie seien Gefangene und nicht Wärter
      oder gar frei, weshalb die Gefängnisverwaltung Akten von jedem anlegen liess, von dem sie vermutete, er fühle sich gefangen und nicht frei, und weil sie das bei vielen vermutete, legte sie einen Aktenberg an, der sich, je weiter man forschte, als ein ganzes Aktengebirge erwies, hinter jedem Aktenberg tauchte ein neuer auf.

      Gewiss, wir rühmen uns unserer direkten Demokratie, gewiss, wir haben die Alters- und Hinterbliebenenversicherung und sogar das Frauenstimmrecht zur Verwunderung der Welt doch noch eingeführt, und privat sind wir versichert gegen Tod, Krankheit, Unfall, Einbruch und Brand: wohl dem, dessen Haus abbrennt. Die Politik hat sich auch bei uns aus der Ideologie in die Wirtschaft verzogen, ihre Fragen sind wirtschaftliche Fragen. Wo darf der Staat eingreifen, wo nicht, wo subventionieren, wo nicht, was besteuern, was nicht? Die Löhne, die Freizeit werden durch Verhandlungen bestimmt. Der Friede droht gefährlicher zu werden als der Krieg. Ein grausamer, aber kein zynischer Satz. Unsere Strassen sind Schlachtfelder, unsere Atmosphäre den Giftgasen ausgesetzt, unsere Ozeane Ölpfützen, unsere Äcker von Pestiziden verseucht, die Dritte Welt geplündert schlimmer noch als einst das Morgenland von den Kreuzrittern, kein Wunder, dass es uns jetzt erpresst.
      Nicht der Krieg, der Friede ist der Vater aller Dinge, der Krieg entsteht aus dem nicht bewältigten Frieden. Der Friede ist das Problem, das wir zu lösen haben. Der Friede hat die fatale Eigenschaft, dass er den Krieg integriert. Die Antriebskraft der freien Marktwirtschaft ist der Konkurrenzkampf, der Wirtschaftskrieg, der Krieg um Absatzmärkte. Die Menschheit explodiert wie das Weltall, worin wir leben, wir wissen nicht, wie es sein wird, wenn zehn Milliarden Menschen die Erde bewohnen. Die freie Marktwirtschaft funktioniert unter dem Primat der Freiheit, vielleicht wird dann die Planwirtschaft unter dem Primat der Gerechtigkeit funktionieren. Vielleicht kam das Experiment Marxismus zu früh.

      Die Gesellschaft kann nie gerecht, frei, sozial sein, sondern nur gerechter, freier, sozialer werden. Was der Einzelne fordern darf und nicht nur darf, sondern auch muss, ist das, was Sie gefordert haben, Vaclav Havel, die Menschenrechte, das tägliche Brot für jeden, die Gleichheit vor dem Gesetz, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Transparenz, die Abschaffung der Folter usw., all das sind keine Utopien, sondern Selbstverständlichkeiten, Attribute des Menschen, Zeichen seiner Würde, Rechte, die den Einzelnen nicht vergewaltigen, sondern sein Zusammenleben mit den andern Einzelnen ermöglichen, Rechte als Ausdruck der Toleranz, Verkehrsregeln, um es grob zu sagen. Allein die Menschenrechte sind existentielle Rechte, jede ideologische Revolution zielt auf deren Abschaffung und fordert einen neuen Menschen. Wer hat ihn nicht schon gefordert.

      Lieber Vaclav Havel, Ihre Aufgabe als Staatspräsident fällt mit der Aufgabe Vaclav Havels als Dissident zusammen. Sehr geehrter Herr Staatspräsident, Sie sind hier unter Schweizern, Schweizer haben Sie begrüsst, der schweizerische Bundespräsident hat Sie empfangen, ein schweizerischer Alt-Bundesrat die Laudatio gehalten, und ich, ein Schweizer, habe auch geredet, denn man redet viel in der Schweiz. Was sind wir Schweizer für Menschen? Vom Schicksal verschont zu werden ist weder Schande noch Ruhm, aber es ist ein Menetekel. Platon erzählt gegen Ende seiner Politeia, dass nach dem Tode die Seele eines jeden das Los zu einem neue Leben wählen müsse: Zufällig aber habe die Seele des Odysseus das allerletzte Los erhalten und sei nun herangetreten, um zu wählen. Da sie aber in Erinnerung an ihre früheren Mühsale allen Ehrgeiz aufgegeben hatte, sei sie lange Zeit herumgegangen und habe das Leben eines zurückgezogenen, geruhsamen Mannes gesucht und gerade noch irgendwo eines gefunden, das die anderen unbeachtet hatten liegenlassen. Und als sie dies entdeckt hatte, habe sie gesagt, sie würde ebenso gehandelt haben, wenn sie das erste Los bekommen hätte, und habe es mit Freude gewählt. Ich bin sicher, Odysseus wählte das Los, ein Schweizer zu sein.

  33. @ Stöhlker……..

    was haben sie bloss gegen die Milliardäre?

    Ok, es gibt unter ihnen sicher genauso viele Arschlöcher wie unter den „gewöhnlichen“ die ich im Strassenverkehr tagtäglich so erlebe.
    Aber müssen die Milliardäre auch sympathisch sein, wenn ich das als „Habenichts“ nicht sein muss…..?

    Und ……….es ist sehr gut das es Leute gibt die eine Hublot für 220ooo Franken kaufen, denn hinter diesen Uhren stehen Handwerker erster Güte die etwas grossartiges ….auch mit Leidenschaft, erschaffen.
    Damit erhalten wir uns und der Schweiz eine Handwerkskultur die unserem Land sehr gut zu Gesicht steht.
    Leider waren diese exquisiten Dinge schon immer den Königen, Kaisern oder „Superreichen“ vorbehalten…. das ist nunmal unabänderlich, kann nicht anders sein.
    Trotzdem wird damit Handwerkskunst / Kultur zu höchster Blüte gebracht und erhalten.

    Klar, wenn Muslime Kirchen anzünden gibt’s auch Arbeit….. sehr gute für Steinmetze usw.

    Sie vermitteln den Eindruck das diese Milliardäre hier Steuern hinterziehen.
    Aber ist dem So?
    Das tun sie meiner Meinung nach nicht, denn deren Firmen sind meist irgendwo domiziliert wo sie auch an den Staat abliefern. Sollte das zu wenig sein, ….deren Problem.

    Hier aber leben sie und das ist für unser Land auch ein gutes Zeichen, weil es hier sicher und schön ist, während in Deutschland die Millionäre zu tausenden abwandern. Wäre das besser ?

    Nein, die leben hier und versteuern einen Teil ihres Lebensaufwandes pauschal, geben aber sonst viel Geld bei uns aus. Mehrwertsteuer usw. das alles macht da keinen Unterschied.
    300 Autos bedeuten Umsätze die irgendjemand gemacht hat…. und der gibt dem Automech seinen Lohn.
    Deren Häuser werden von Arbeitern gebaut, die damit Löhne verdienen ….und die sind am Bau gar nicht schlecht.

    Störend würde das werden, wenn sie Sonderrechte geniessen die über das Mass hinausgingen welches Vermögende nunmal kraft ihres Geldes sowieso geniessen dürfen.
    Aber das ist dann unser Schweizer-Gesetzgeber-Problem.

    Warum sollen wir „Reiche“ verscheuchen wenn sie uns Nutzen bringen?
    Die wohnen hier, generieren aber kaum Einkommen, denn sie haben sich das schon in ihrer Heimat erschaffen und dort auch versteuert.

    Probleme aber kann auch das ganz sicher geben.

    Wenn also die Schweiz abdriftet, ihre Grenzen zu Europa abschafft, EU Mitglied wird, dann dürften sich bestimmt verstärkt negative Symptome zeigen die wir Schweizer nicht tolerieren sollten. Mehrwertsteuer rauf 19-21% wäre eine der Folgen des unseligen Rahmenvertrages…
    Milliardäre werden vielleicht wieder abwandern, was würde uns das nützen?

    Wenn Schweizer nicht mehr zu ihrem Eigenheim kommen weil das Land derart knapp wird, wenn alle guten Lagen von ausländischen Millionären bevölkert sind, kann es sein das es unerträglich wird.

    Auch darum sollte man Grenzen haben, die Zuwanderung steuern, den Globalismus im Zaum halten.
    Das gilt auch für Milliardäre. Obwohl ich nicht annehme das deren plötzlich zehntausende kommen, so wie bei den illegalen aus Arabien und Afrika.

    Übrigens in Rorschach am Bodensee sind die Schweizer nicht mal mehr zu 50% zu finden….. nur leider bewirkten das nicht die zugezogenen Millionäre,
    denn diese wären soweit sozialisiert das wir deren Problem leicht in den Griff bekommen würden…((((-:

    Also, wenn diese „Zugezogenen“ auch uns „Armen“ einen Nutzen bringen, sollte man das ästimieren. Nutzen ist eben immer auch Geld.
    Wenn nicht, dürfen wir ohne weiteres Konsequenzen ziehen.
    Wir Schweizer müssten das dann an der Urne bestimmen.

    Wenn die sogenannte „Schere“ zwischen Arm und Reich sich ins unermessliche weitet, kann es eine Revolution geben.
    Deutschland würde uns da wohl vorangehen, Frankreich tut das bereits seit ca. 20 Wochen.

    Ich werde dann mit dabei sein wenn das Volk sich seine Macht sichert.
    Es gäbe allerhand Dreck auszumisten…. aber nicht wegen der Milliardäre, sofern sie sich hier aus der Politik raushalten.
    Milliardäre die hier unerwünscht sind, das wäre z.B. ein Gorge Sorros, so er seine Dreckspielchen von hier aus planen würde.

    • Herr Roth:

      Es gibt Milliardäre, die haben mehrere Steuerwohnsitze und evtl. den Hauptwohnsitz z.B. in Zug. Die haben z.B. dort einen Briefkasten und eine Bürofirma leert diesen täglich. Diese Milliardäre residieren grossmehrheitlich an verschiedenen Orten der Welt; sie kaufen dort ein, wo es am günstigsten ist und sie verlagern Ihre Anlagegelder dorthin, wo sie die grösste Rendite erzielen; dies global und ohne Bindung an irgend ein Land. Ihre Investitionen tätigen sie nicht in der Schweiz. Und falls sie noch eine pro forma Villa hier haben, beschäftigen sie einen Gärtner und die Securitas. That’s it.
      Diese Milliardäre, die keine Wertschöpfung hier tätigen und auch keine Arbeitsplätze hier schaffen, suhlen sich höchstens in den Rahmenbedingungen der Schweiz, von denen Sie massiv profitieren. Nicht berücksichtigt den Reputationsschaden, den sie der Schweiz verpassen. Unter dem Strich für die Schweiz kein Vorteil. Diese Oligarchen sind reine Börsenspieler und der Added Value für die Schweiz ist bescheiden, um so mehr als sie Firmen aufkaufen via Aktien oder gar Optionen (ZKB/Sulzer/Veckselberg). Dann haben wir wieder eine Firma mehr, die in Auslandsbesitz ist. Wollen Sie das?

      Dann gibt es jene Millionäre oder Milliardäre, die wie z.B. Stadler Rail hier Arbeitsplätze schaffen und das Gütesiegel Schweiz in die Welt hinaustragen. Diese Milliardäre sind für uns wichtig; denn Sie bringen die Schweiz weiter. Sie erzielen Wertschöpfung durch Leistung und Arbeit.

    • @ FH…..

      Also wenn die nur einen Briefkasten hier haben und trotzdem Steuern bezahlen, sehr gut!
      Den „Rahmen“ für einen Briefkasten nutzen, das tut uns nicht weh.

      Milliardäre sind Globalisten, das ist richtig…. wenn auch nicht sonderlich gut.
      Aber so ist das eben, wenn man Geld hat.

      Pauschalbesteuerte haben hier oft keine Firma, sie leben hier und verbrauchen Geld welches sie irgendwo verdient haben. Einen Reputationsschaden sehe ich da nicht.
      Und es hat auch nicht ursächlich etwas damit zu tun das wir denen gegenüber unseren Neid pflegen.

      Aber klar, es gibt allerlei Konstrukte die weniger gut sind, das aber können wir dann regeln.

      Im obigen Artikel geht es nicht darum, sondern da geht es um die Steuern die solche „Milliardäre“ hier abliefern.

      Und da ist mir ein Milliardär lieber wie ein illegaler aus Afrika oder Eritrea der uns nur Geld kostet.

      Vom attraktiven „Rahmen“ den die Schweiz „noch“ bietet, profitieren wir kleinen Schweizer immer noch sehr gut.

      Aber wir müssen gut aufpassen das dem auch so bleibt…. mit in dem Rahmenvertrag ist das sehr sehr zweifelhaft.
      Milliardäre sind da vergleichsweise gar kein Problem.

    • @ „Experte und Berater“ Walter Roth

      Mehrfach-Wohnsitz-Milliardäre unterliegen einer internationalen Steuerausscheidung mit mehreren Ländern und teilen ihre steuerlast so auf, dass die Progression massiv gebrochen wird.Die zahlen hier einen Bruchteil, der nicht höher ist als beim Mittelständler.

      Sie erzählen hier einen völligen Unsinn. Studieren Sie doch das internationale Steuerrecht, bevor Sie hier so einen populistischen Käse daherschreiben. (Dies gilt auch für Ihre anderen „Beiträge“, wo die Grenze zwischen vorgegebenem Fachwissen und Roth-Fake fliessend ist.)

    • @ Walter Roth

      werden Sie selber schlau aus Ihrem seitenlangen Elaborat, das Sie hier zur Lektüre anbieten?

  34. Sehr geehrter Herr Stöhlker

    Ihre Beurteilung und Analyse trifft hier in diesem Artikel ins Schwarze.

    Die sog. B-Schweizer, in der SBB würde man von 2. Klasse – Fahrern sprechen, sehen sich zusehends vereinnahmt und abgezockt. Dies ist nicht nur eine Wahrnehmung, sondern eine Tatsache.

    Die Schweiz wurde reich durch das Arbeitsethos des Mittelstandes.

    Wir erleben heute die Demontierung dieser staatstragenden Gesellschaftsschicht. Es formieren sich immer mehr Parteieliten, denen es in erster Linie NICHT um das Gemeinwohl, sondern um das Wohl ihres engeren eigenen Kreises geht.

    Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass viele dieser Elite-Exponenten ihr grosses erstes Geld entweder durch Insidergeschäfte, durch überbewertete IPO’s oder durch Vererbung erlangt haben. Sie nehmen heute für sich in Anspruch für die Schweiz zu sprechen und verantwortlich zu sein. Nur wegen des Geldes zu dem sie easy, d.h. ohne grosse Arbeitsleistung, gekommen sind.

    Leider ist unser Mittelstand viel zu lethargisch, um hier – auch politisch – endlich Gegensteuer zu geben.

    Menschen, die erzogen wurden im Geiste von ora et labora, zu Anstand und Mässigung, werden heute belächelt und ausgenützt. Dies durch eine Elite, die keine Moral mehr kennt und nur in der Maximierung Ihrer Inputs den Sinn des Lebens sieht. Und vorgibt, im Namen des Volkes zu sprechen.

    Der Mittelstand muss endlich aus seiner Lethargie heraustreten und sich politisch dort engagieren, wo seinesgleichen vorzufinden ist.

    Dies sind nicht mehr die etablierten Parteien, sondern jene Bewegungen, die abseits von verlogenen Parteieliten für die Schweiz nach wie vor das beste wollen.

    Freundliche Grüsse
    F.H.

    • „Der Mittelstand muss endlich aus seiner Lethargie heraustreten und sich politisch dort engagieren, wo seinesgleichen vorzufinden ist.“
      das wird er nie und nimmer machen, viel zu faul. es geht dem CH mittelstand (ich bleibe ihnen, meiner unwissenheit geschuldet, die definition des begriffes zahlenmässig schuldig)sehr gut. ständiges gejammer gehört dazu, da genau diese leute ja ihre vertreter zu bern wählen. und es sind ja weniger als die hälfte, die überhaupt den hintern zur urne bewegen, da ja die anderen mehr als zufrieden sind. deshalb, ja deshalb, muss der sog. Mittelstand gemolken werden, es gibt noch viel zu holen.der wecker ist aber gestellt, auch das wissen die NICHT-volksvertreter zu bern bestens.

  35. Sehr geehrter Herr Stöhlker

    Wir erfahren von Ihnen also, dass es in der SVP 2 Milliardäre und einen Multi-Millionär gibt, was wir eigentlich schon wussten.

    Bitte teilen Sie uns nun aber auch noch mit, wie viele und welche Milliardäre und Multi-Millionäre es in der FDP gibt, respektive welche superreichen Gönner und Unterstützer diese Partei sonst noch hat. Und dass die meisten von diesen die Schweiz – im Gegensatz zur SVP – in die EU führen wollen, sollten Sie dabei auch noch erwähnen. Ich vermute mal, das würde Ihnen sowieso gefallen?

    Seien Sie ein bisschen ehrlicher. Ich bin gespannt auf Ihre Liste.

  36. Etwas Neues?….Hat er eigentlich nicht erzählt,schade für die Zeitverschwendung. Uebrigens, es heisst 800 Millionen oder nichts, und ich versichere wir können sie sehr gut gebrauchen.

    Und nächstes Mal vielleicht wirklich was echt Neues, Danke.

  37. Sehr richtig Herr Stöhlker. Diese Speichelleckerei an den Milliardären dieser Welt ist einer richtigen Nation unwürdig!

  38. Leider wird bei Insideparadeplatz nur die eigne Wahrheit veröffentlicht.
    Die Geldschöpfung erfolgt seit jeher ausschliesslich aus dem Nichts mittels Kreditvergaben und Eigengeschäften (verfassungswidrig)!
    Die Banken können kein Kundenguthaben verwenden; denn aus der Geldschöpfung entsteht keine Liquidität, sondern nur Ziffern in den Bankbuchhaltungen.
    Ohne Schulden kein Geld keine Gewinne, keine Ersparnisse. Bei einem Stopp der Gelschöpfung würden Gewinne und Ersparnisse nur bei Passivgeldumlage (eine mehr der andere weniger) möglich.
    Diese Geldwahrheit kann man nicht falsch verstehen, wenn man nicht betrügen will!

  39. Auch Schweizer im Niedriglohnsektor leisten sich jährlich Reisen nach Neuseeland oder Kanada. Teilzeit-Arbeit ist heute sehr vielen wichtiger als Millionen auf dem Konto. Minderheit geht mit 65 in die Pension, Schweiz ein Land von Frührentnern. Digitalisierung relativiert die Bedeutung von Milliarden. Youtube ist vom Alter her ein Teenie und mehr Wert als UBS. Facebook kaufte Whatsapp für 19 Milliarden Dollar. Eine App. Mehr Wert als CS. bis 2035, sehr konservativ berechnet, spielen Milliarden auf dem Schweizer Konto keine Rolle mehr. Sie sind wie de CD-Laden, der schliessen muss. Wer kauft noch CDs?

    • @ Todorovic…..

      natürlich, Herr und Frau Schweizer haben sich allerhand Luxus angewöhnt und können ohne den gar nicht mehr.

      Die Härte fehlt ihnen ganz klar, die Tüchtigkeit geht zurück.
      Den Milliardären auf die Finger zu sehen lenkt davon sehr schön ab und zudem ist es unseren Sozis eine lieben Angewohnheit immer nach dem Geld der „anderen“ zu schielen.

      Herr und Frau Schweizer haben es in der Hand wie das ausgeht, wenn sie aber schlafen und nur die Lethargie pflegen…. kommt es eben schlecht.

  40. Herr Klaus J. Stölcker

    Sie beschreiben die Symptome der bewusst falsch kreierten Preisumlage der Gemeinwohl-und Sozialaufgaben über das Erwerbseinkommen. Einzig das Geldvermögen gilt es betreffend Vernichtung der faul gewordenen Geldschöpfung, zusätzlich zu belasten!

    Preis Gemeinwohl- und Sozialaufgaben

    Würde die Umlage der anteiligen Gelschöpfung für den Preis der Gemeinwohl- und Sozialaufgaben zur Abdeckung der Bedürfnisse der Menschen, nicht über das Erwerbseinkommen (Betrug), sondern im Sinne der Auswirkung Geldkreislaufs, über den Umsatz an den End- Verbraucher oder Nutzer, vorgenommen, braucht es für die finanzielle Grundsicherung, keine Sozialinstitutionen. Es sind Arbeitsplätze und Politikgeschwafel, darum werden die Spiele veranstaltet und die Regeln ständig geändert! Idiotie PUR!

    Um diese Fakten verstehen zu können, müsste man ein Preis kalkulieren und den dazugehörenden Geldfluss begreifen, können! Beides wäre einfach, wenn man wüsste, dass in den Personalkosten, das verlogene Spiel der Sozialpartnerschaft zelebriert wird.

    MMT modern Money Theory, der heterodox Ökonomen, erklärt die korrekte Lehrmeinung. Dazulernen und nicht glauben! Es würde die Politik und Gesellschaft merklich verändern!

    Schopenhauerprinzip der Obrigkeitshörigen: Zuerst die Wahrheit lächerlich machen, dann bekämpfen und erst dann als evident akzeptieren.

    • es führt dahin dass die Mittelschicht mittelfristig verarmt und wenn dann die Gemeinden auf Knien rutschend versucht von den Reichen ganz wenig mehr Steuern verlangt die reiche Klientel sich abmeldet nach Monaco, so wird es aussehen und wir die Mittelschicht sowie die wenig Verdienenden sowie Rentner in die Röhre gucken.

  41. Solange den Banken von den Politikern, den politischen Parteien, (den Gesetzgebern!) die Krediterzeugung mittels systematischer Bilanzverlaengerung ermoeglicht wird, aendert sich nichts an der Situation, wie sie ist!
    Es wuerde sich erst dann etwas aendern, wenn die Giralgeldschoepfung der Banken sofort beendet wuerde.
    Beim jetzigen Finanzsystem koennen die Banken Kreditvertraege abschliessen, ohne das sie selbst ueber die Gelder verfuegen, welche in den jeweiligen Kreditvertraegen vereinbart werden!
    Durch diese leistungslos erzeugten Kreditgelder (Kreditschwemme) werden praktisch saemtliche Vermoegenspreise (fuer Bauland/Immobilen, Unternehmen/ Aktien/Boersen/Finanzwerte….etc.) immer hoeher getrieben.
    Diejenigen, die nicht dabei sind verarmen auf dieser Welt, und die Anderen werden immer reicher aufgrund dieser hochfinanzierten Kreditschwemme.
    Wie kann man die Situation aendern?
    Zuerst muesste mal ein Schuldenschnitt durch die Politik durchgefuehrt werden, und die Kredite der Banken groesstenteils gestrichen werden (keine Kreditschwemme ohne Geld!). So bringt man die Vermoegenswerte wieder runter, auf ein realwirtschaftliches Niveau.
    Viele Banken haben auf ungerechtfertigte Weise jahrzehntelang regelrecht die Realwirtschaft ausgesaugt und werden natuerlich zuerst mal verschwinden muessen. Deren Kreditblasen-Monopolstellung muss endlich beendet werden. Schuldenberge erzeugen Armut, und Scheinwohlstand auf „Pump“.
    Die jetzigen Politparteien werden dazu wohl kaum die Hand bieten – neue Parteien der Freiheit werden deshalb bitter noetig. Die jetzigen verkrusteten Betonkoepfe und korrupten Lobbysten muessen zuerst verschwinden.
    Auch in der UDSSR und DDR sind die Betonkoepfe ploetzlich verschwunden. In der EUDSSR, Schweiz, …etc. wirds anscheinend auch noetig.
    Gelder fuer Kohaessionsmilliarden, Schutzgebuehren, Entwicklungshilfe etc. werden in der Schweiz selbst benoetigt.
    Zuerst muss im Inland aufgeraumt werden.
    Sozis, Linke, Gruene, Gruen-Liberale, EVP, CVP, FDP, BDP, SVP wollen das Alles nicht. Nur komplett neue Politik und neue Parteien werden etwas aendern koennen. Das Bundeshaus muesste regelrecht ausgemistet werden.

    • Werter Torpedo
      Die Geldschöpfung wird seit jeher aus dem Nichts geschöpft. Die Banken können das von ihnen geschöpfte Geld nicht mehr verwenden, weil man Geld, selbst nur einmal ausgeben kann.
      Das Geldsystem ist nicht nach dem Sinn und Geist der Geldschöpfung organisiert, sondern soll den Spielformen der Fakultät Ökonomie (Sekte der Elite)dienen. Die Gelschöpfung mittels Teilnahme am Geldspielwarengeschäft sollte strikte verboten werden; denn sie ist nicht verfassungskonform!

      Würden die Banken die Gelschöpfung mittels Kreditvergaben schöpfen, wäre über kurz oder lang, keine Gewinne oder Lohnersparnisse mehr möglich!
      Ohne Schulden kein Geld, es liegt nicht am Geld, sondern an dessen Verteilung!
      Es ist keine Milchbüchlirechnung!

  42. Untersucht werden sollte einmal die Verteilung des Immobilienbesitzes in der Schweiz. Wir tun immer so, als ob jeder Schweizer ein Häuschen hätte. Dem ist nicht so. Nur 5% der Schweizer besitzen ein Eigenheim ohne Schuldbelastungen, 60% der Schweizer wohnen zur Miete ohne Aussicht auf die Bildung von Rücklagen zum Immobilienerwerb, und rund 30% wähnen sich als „Eigentümer“, obwohl ihr Hypothekarkredit bei mindestens 80% des Immobilienwerts liegt.

    In unserem Dorf (230 Einwohner) ist eine komplett auf Sozialhilfe basierende Familie aus Eritrea (5-köpfig) nach zweieinhalb Jahren auf spektakuläre Art und Weise ausgezogen. Sie verkauften die Möbel und ihre gesamte Habe in einer Nacht- und Nebelaktion und hinterliessen das zur Verfügung gestellte neu bezogene Reihenhaus in reparaturbedürftigem Zustand. Die Gemeinde bilanziert jetzt die Kosten:

    Reihenhaus (140qm Wohnfläche) – CHF 655.000.-
    Monatliche Zuwendungen außerhalb von Sonderanträgen pauschal im Monat – CHF 2.777.- X 30 = CHF 83.310.-
    Sonderzuwendungen für den Besuch von Sprachschulen, Führerschein, Kennenlern-Programm der Schweiz = CHF 16.099.-
    Reisezuschuss für Heimaturlaub in Asmara für fünf Personen = CHF 7.956.-
    Übernahme außerordentlicher Zahnbehandlungskosten = CHF 24.556.-
    Ausquartierung des ältesten Sohnes für einen Berufsvorbereitungskursus als Landschaftsgärtner in Chur = CHF 17.554.-
    Wiederherstellung des Reihenhauses in einen bezugsfertigen Zustand = CHF 30.000.-
    Entsorgungskosten PKW, Waschmaschinen, Trockner = CHF 1.000.-

    Die Familie hat offenbar sparsam gelebt und mit den schweizerischen Ersparnissen in Assab einen kleinen Kiosk erworben. Mein Sohn erhielt eine Fotoserie auf seinem Handy von einem Mitschüler, der mit der Tochter des Hauses befreundet war. Man leistet sich eine gehobene Wohnung in einer sicheren Gegend und gehört jetzt zur arrivierten Bürgerschicht. Die drei Kinder wurden nachträglich vom einjährigen Militärdienst befreit und die Tochter aufgrund ihrer Fremdsprachenkenntnisse von einer Containerschiffahrtsgesellschaft (Maersk) angeworben.

    Die Familie ist also von einem besitzlosen, zunächst politisch verfolgten und bei einzelnen Familienmitgliedern gesundheitlich höchst bedenklichen Status emporgestiegen zu einem Mitglied der eritreischen gehobenen Bürgerschicht.

    Das die kleine hiesige Gemeinde circa eine Million dafür aufgewendet hat, kann man nicht ganz außer Acht lassen, denn für viele schweizerische Familien haben sich im selben Zeitraum die Stromkosten enorm erhöht, genauso wie die Krankenkassenbeiträge und die Lebenshaltungskosten.

    Hätte man die somit für Eritrea aufgewendete Entwicklungshilfe in Höhe von rund einer Million für bedürftige schweizerische Familien im Ort verwendet, hätte man dem unteren Drittel der Bevölkerung (62 Personen) die Stromkosten und die Krankenkassenbeiträge für das ganze Jahr aus Gemeindemitteln bezahlen können.

    So sympathisch und fotogen unsere eritreische Familie rübergekommen ist, es nützt alles nichts, diese Art von Umverteilung ist weder vom Volk abgesegnet noch besitzt irgendeine ökonomische Daseinsberechtigung.

    Man kann nicht dem schweizerischen Jungbauern den 600.000 Frankenkredit kündigen, weil der den Preis von Schweinehälften überschätzt hat, sodaß sich der Vater von zwei Kindern auf dem Dachboden aufhängt und dann irgendwelchen „politisch verfolgten“ Afrikanern eine Million rüberschieben, die sich dann mit Teilen der Summe aus dem Staub machen.

    Wer meint, er müsse allen Bedürftigen dieser Welt Gutes tun und vergisst dabei die Menschen, die schon länger hier leben, der macht die Schweiz damit auf längere Sicht völlig kaputt.

    • Ich verneige mich, vor Ihrem Kommentar. In meiner Nachbarschaft erhängte sich ein (Schweizer) Nachbar. Über 50jährig, ausgesteuert. 2 Kinder.
      Ein herzensguter Mensch. Ich habe lange daran gelitten – kein Mensch hat dieser Familie geholfen. Ich Naivling mit Mathematik Nachhilfestunden für die Kinder und grossen Zvieris, dabei war die Not ganz woanders.
      Auch in meiner Wohngemeinde bezahlen sie mehreren, sogenannten Flüchtlingsfamilien, ein angenehmes Leben. Nur kommen diese Familien aus keinem Land, in dem Krieg herrscht.
      Dann wundern sich Politiker, warum AfD, Vox, RN und Lega Nord in Europa plötzlich so einen Aufwind kriegen.

    • Die meisten Kämpfer und Siegertypen
      kommen aus hungrigen Bevölkerungsschichten,
      nicht aus den satten.

      Armin Hary

    • Wie recht Sie haben, Frau Müller!
      Die Hunde bellen, und die Polit-Karawane zieht weiter, phrasendreschend,Wasser predigend, natürlich Wein trinkend.
      Anscheinend kann die gelobte Wirtschaftszukunft ausschliesslich in Brüssel liegen… anstatt sowohl als auch auf allen Kontinenten!

      Den Mittelstand in der Schweiz solange ignorieren, bis sich politisch Vieles verschieben wird… Leider!

      H.Wiedmer

    • @working poor

      Meinen Sie damit, daß in ihrem Heimatland unterprivilegierte Migranten einen Sieg davon getragen haben oder einen wie auch immer gearteten Kampf für sich entschieden haben, wenn diese ein völlig aus dem Gleichgewicht geratenes Verteilungssystem in ihrem Zielland (Schweiz) für sich in Anspruch nehmen und davon profitieren ?

      Ist das ein Zeichen von menschlicher Qualität oder Streben nach Vollkommenheit, wenn man in der Schweiz ohne zu arbeiten absahnt, Reserven für die alte Heimat schafft, das System bis zum letzten auspresst und nach kurzer Zeit verbrannte Erde hinterlässt ?

      Finden Sie die eritreische Familie hat einen fairen Sieg errungen ?

      In welcher Disziplin ?

      Oder ist ihr Beitrag einfach hirnverbrannt dumm ?

      Selbst Armin Hary würde sich schämen, in einem solchen Zusammenhang rezitiert zu werden.

      Gerade Armin Hary war Ziel des deutschen Finanzamtes, der Sportfunktionäre, des Leichtatlethikverbandes und der falschen Freunde. Dem letzten deutschen Sprintweltmeister hat man das Leben nach Rom 1960 so versauert, daß der völlig verarmte AHV-ler im vergangenen Jahr seinen letzten Besitz (Pokal und Goldmedallien) auf eBay versteigern ließ.

      So denkt Deutschland an seine Sieger von einst.

      Ungefähr wie die Schweiz an die Bürger, die schon länger da sind.

    • Werte Frau Müller, ich finde Ihre Aufstellung und Ihre Empörung vorbildlich. Schicken Sie doch das Ganze an Frau BR Sommaruga (sie ist ja damals dafür zuständig gewesen). Generell glaube ich aber, dass solche Beiträge sicher die Stimmung in der Bevölkerung in die richtige Richtung lenken, aber zu einem grösseren Umschwung, denke ich ist es noch zu früh. Herr u. Frau Schweizer haben die Situation noch nicht begriffen – wie heisst es doch so schön von der Kartoffel: die Augen gehen erst auf, wenn sie im Dreck steckt, das dürfte irgendwann auch für uns zutreffend sein.

    • @ Frau Müller…

      Richtig, genau das ist eins unserer grundlegenden Probleme und wird von den Sozis verursacht.
      Nicht die Milliardäre sind das Problem, sondern das von ihnen beschriebene.
      Milliardäre sind weniger, die anderen Hunderttausende.
      Die Schweiz hat eine Zuwanderung an Vermögenden, Deutschland aine massive Abwanderung von mehreren tausend Millionären innert 2-3 Jahren, Frankreich ebenso.
      Was ist besser…..? (((-:

      Irgendwann werden die uns mit Repressionen überziehen und in die EU zwingen wollen …. wenn denen alle Vermögenden abhanden gekommen sind.
      Nur ihre eigenen Fehler werden die nicht beheben…. die Idioten wie Syrkosy, Macron und Merkel.

      Darum sollten wir auch unsere Armee wieder aufrüsten.

    • Anche i comuni ticinesi hanno difficoltà a presentare queste spese.
      Non siamo stati in grado di rendere conto di tutte queste spese in „servizi sociali di asilo“ nell’estratto conto. Sarebbe stato un aumento del 43%. Poi abbiamo prenotato i frigoriferi e le lavatrici per le spese tecniche.
      Le nuove biciclette BMX sono passate sotto la protezione dei minori, le indennità di viaggio sul conto 6810 „cura, il resto“.
      In termini di sicurezza sociale, avevamo distribuito 80.000 franchi in quattro sottoconti.
      L’autorità cantonale ha accettato di pagare i sussidi pro rata anche se le spese non sono indicate sul conto designato a tale scopo.
      Il vecchio presidente della congregazione ci avrebbe cacciato fuori dalla porta per lo scambio.

      Oggi gli orologi sono diversi.

    • Nun ja, andere versuchen es mit Romance Scam, Nigeria Connection, Schmuggel, Ex- oder Import von Gütern aller Art, u.s.w.

      Das Ausnutzen von Regulierungsversagen im Bereich des Asyl- und Sozialrechts gehört heutzutage eben auch mit dazu.

      Auch wenn die Gutmenschen hier das nicht begreifen (wollen).

    • Leider müsste ihr lesenswerter Artikel mehr Details aufweisen. Von welcher (gemolkenen) Gemeinde sprechen sie da?

      Jeder investigative Journalist würde diese Geschichte von a bis z gerne aufgreifen. Vom 230 Seelen-Dorf bis zur Stadt Assab, an der Küste von Eritrea.

      Unbedingt nachliefern Frau Susi Müller.

    • Warum haben Sie 655 000 Fr. dazugerechnet? Hat die Familie das Haus geschenkt bekommen und es danach verkauft? Oder hat sie nur zur Miete dort gewohnt? Dann kann ist Ihre Berechnung nicht ganz korrekt.

    • Diese 230-Seelengemeinde hat einen beispielhaften Beitrag zur direkten Entwicklungshilfe geleistet. Pro nicht integriertem Zuwanderer fallen über die Lebenszeit gerechnet Kosten von durchschnittlich 1 Million Franken an, macht für eine 5-köpfige Familie also total rund 5 Millionen. Hier wurde 1 Million bezahlt und die Flüchtlinge sind freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt. Dort haben sie u.a. dank der in der Schweiz genossenen Ausbildung erfolgsversprechende Chancen für die Zukunft. Der Gemeinde gebührt ein Dankeschön der Nation.

    • @Susi Müller

      Sie zitieren da aus einem Fall, der auch politisch einiges auf dem Kerbholz hat.
      War da nicht eine Gemeindeversammlung, wo erörtert wurde, den Zinsfuss wegen hoher Sonderausgaben anzuheben ?
      War da nicht eine Gemeindepräsidentin, die Druck von der Kantonalbehörde in Winterthur bekam, die Sache tiefer zu hängen ?
      Waren da nicht (einige wenige) Bürger, die während der Gemeindeversammlung aufstanden und keinen Rappen zusteuern wollten ?
      War da nicht eine bürgerliche Partei, die ihr eigenes Mitglied, nämlich die Gemeindepräsidentin, soweit massregelten, daß Sie zur Sache bis heute nichts mehr gesagt hat ?
      Kam dann nicht die Kantonalbehörde urplötzlich mit Sonderzuwendungen auf eben diese Gemeinde zu ?
      Hat dort nicht eine Gemeindesekretärin im Steueramt aufgehört, weil sie die „Mistwirtschaft“ nicht mehr unterschreiben wollte ?
      Hatte der Alt-Gemeindepräsident nicht schon nach 3 Monaten gesagt, daß es nicht unbedingt eine Waschmaschine von Miele braucht, weil „die so alt bei uns nicht werden“ ?

    • Sehr geehrte Frau Susi Müller
      Ihr Kommentar ist einfach Spitze und ganz sicher wahr.Auch ich kenne solche Beispiele zur genüge und wenn du dich an die Presse wendest sind nur Schlappschwänze da die keine Courage haben.Sie könnten ja die Finger verbrennen. Gute Nacht.

    • Susi Müller; Das sind Entscheidungen unserer allseits beliebten SP Bundesrätin S. Sommaruga. Wer diese Missstände nicht mehr will darf im Oktober auf keinen Fall SP und Grüne nach Bern wählen. Die Stimmbürger in diesem Land haben es in der Hand.

    • @ B-Schweizerin

      Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung.
      Im Bibelkreis der hiesigen Gemeinde musste ich unlängst erfahren, daß drei Familien beim Steueramt um Stundung gebeten hatten, wegen exorbitant gestiegener Strom- und Krankenkassenrechnungen in 2018.
      Auch für Arbeitnehmer 50+ wird die Existenz immer brenzliger.
      Gerne lösen sich Arbeitgeber von dieser Altersgruppe.
      Der Gesetzgeber steht daneben und lässt es zu, daß sich Härtefälle bilden.
      Die Leute haben teilweise 30, 35 Jahre geackert.
      Und jetzt ab in den bedeutungslosen Status des Arbeitslosen.
      Ich weiß nicht, warum ellelange Erörterungen in Bern über schweizfremde Themen stattfinden, aber verdiente Schweizer 50+ gesellschaftlich ausrangiert werden.
      Wie blind kann man als Bundesrat sein ?
      Frau Sommaruga will sogar AHV-Bezüger über Detektive überwachen lassen.
      Gleichzeitig alimentiert sie Drogendealer im Zürcher Quartier 4 Langstrasse mit vollen Händen.
      Das kanns nicht sein.
      P.S.:
      Unsere Gemeinde lässt das verlassene Reihenhaus unrepariert.
      Die Fassade und die Fenster sind gereinigt, äußerlich sieht es fast bewohnt aus, aber innen ist alles leer.
      Auf Anfrage heisst es, wir könnten wegen organisatorischer Gründe keine weiteren „Betroffenen“ aufnehmen.
      Die Kantonalbehörde hat akzeptiert.
      Damit ist der Fall schön unter den Teppich gekehrt.

    • Wer ist für genau solche Zustände verantwortlich? -Jeder, der Mitte-Links wählt. Leider gibt es in der Schweiz noch viel zu viele wohlstandsdegenerierte Mitte-Links-Anhänger, die maximal Weltfremd sind, Null Menschenkenntnisse haben und alles durch eine gänzlich utopische Gutmenschen-Ideologie betrachten. Es scheint, dass in der Natur folgendes Gesetz wirkt: Schwierige Zeiten bringen starke, wache Menschen hervor – starke, wache Menschen bringen gute Zeiten hervor – gute Zeiten bringen schwache, naive Menschen hervor – schwache, naive Menschen bringen schlechte Zeiten hervor… – macht euch (und ganz Europa) auf sehr schlechte Zeiten gefasst!

  43. Kompletter Blödsinn was da geschrieben ist. Mit so etwas kann man die Linken wirklich unterstützen und aufwiegeln. Pfui!

    • Als Kleinstaat ohne nenneswerte Standortvorteile und Ressourcen sind wir auf die Wertschöfpung aus Dienstleistungen angewiesen. Der Ertrag aus Pauschalsteuern, aus Holdingsteuern und aus dem Shopping-Geld der paar hundert Global Citizens sichert tausende von Arbeitsplätzen. Da braucht es keinen Neid, keine Furcht und keine Empörung. Wer glaubt es ginge uns besser wenn diese Dienstleistung nur noch in Monaco, Dubai oder London erbracht wird, hat einiges nicht verstanden.

  44. Kann ja nicht so schlimm sein:Sternstunde Philosophie Peter Slotterdijk: Das erste mal in der Weltgeschichte sind die Reichen schlank und die Armen dick….😜

  45. Herr Stöhlker, ich teile Ihre Analyse:

    „Wo Christoph Blocher … sich eine eigene Partei, die SVP, als Hobby und zur Verteidigung eigener Wirtschaftsinteressen leisten, ist politisch Hopfen und Malz verloren.
    Sie sind gegen eine Annäherung an die Europäische Union (EU), weil der Finanzchef der SVP, Walter Frey, ebenfalls Milliardär, als Autoimporteur von der Abseitsstellung der Schweiz profitiert. Und Thomas Matter, hundertfacher Millionär und Bankier, lässt sich in diesem Kreis nicht lumpen. Dies alles geschieht hinter dem Banner einer imaginären Schweiz, die nie wirklich unabhängig gewesen ist.“

    Wann endlich merken die Wähler, dass sich die Parteieliten primär für die eigenen Interessen interessieren und nicht für die Interessen des Mittelstandes. Wo ist denn der Neoliberalismus zu finden, wenn nicht in solchen Parteileitungen?

    Wer vertritt die Interessen des Mittelstandes (Krankenkassenprämien, Steuerbelastung der Rentner und des Mittelstandes, bezahlbaren Wohnraum, Geld für Infrastruktur etc.)?

    Ein Milliardär zahlt hier im Verhältnis weit weniger Steuern als ein Mittelständler. Mit der Begründung, der Mittelständler könne sich von den Brosamen der reichen Elite dafür ernähren. Sonst drohe Verarmung. So argumentieren auch gewisse Bundesräte.

    Soweit und so schräg haben sich die Werthaltungen gewisser Parteien entwickelt.

    Anderseits wird meiner berufstätigen Tochter der Fahrspesen-Abzug für Mittagessenzubereitung zuhause um ein paar Franken gekürzt, mit der Begründung, es genüge der Morgen für Hinfahrt und der Abend für Rückfahrt. Dafür beschäftigen wir Geldeintreiber-Schergen, die bei den ganz Fetten wegschauen, da zu kompliziert und zu viele Anwälte und dafür den Mittelstand abzocken und demütigen; notabene mit dem Geld des Steuerzahlers und in der Willkür der Ermessensspielräume.

    Übrigens: Herr Regierungsrat Stocker, SVP, findet, dass die Steuerbelastung des Mittelstandes verhältnismässig sei:

    https://fd.zh.ch/internet/finanzdirektion/de/themen/steuern/steuerbelastungsmonitor/_jcr_content/contentPar/downloadlist/downloaditems/2883_1548691344978.spooler.download.1548690943251.pdf/MM+FD+Steuerbelastungsmonitor+2018.pdf

    Liebe Mittelständler:
    Überlegen Sie sich im Herbst sehr genau, wen Sie wählen. Denn nur Naivlinge wählen Ihre Henker selbst!

  46. Wie soll sich den die von Ch. Rutishauser (Kath.Priester und höchster Jesuit)die von ihm prognostizierte Revolution abspielen?Den die Schere zwischen arm und reich wird sich weiter öffnen.

    • M. Meier: K. Stöhlker liefert eine Analyse, die Schlussfolgerungen kann jeder selbst ziehen. Interessant ist der Vermerk, dass hinter jedem kleinen oder grossen Vermögen ein entsprechendes Verbrechen steckt. Wir reden da kaum über Mord oder Raubüberfälle, aber vielleicht über Übervorteilung, Abzocke, Nepp. Nur ein Beispiel: Wenn B. Gates schon mit 40 zu den reichsten Menschen der Welt gehört (damals), dann waren vielleicht seine Programme und Lizenzen zu teuer ? Diese Zeche haben hunderte von Millionen Leute wie Sie und ich bezahlt. Das kann man als Abzocke oder Übervorteilung bezeichnen.

  47. Gut so! Nach den VSA und ihrem Vasallen EUdSSR nun auch die Schweiz! Sie beginnen von innen zu bröckeln. Gibt es ein Niedergang- oder Chaos-Szenario! Militärführer sind gegangen. Neue sollen folgen! Dekadenz überall! Immer noch werden Leistungsträger belastet und Schmarotzer bevorzugt! Was braucht es damit wieder Vernunft einkehrt?

  48. Machen wir einfach den Schweden/Schweiz-Vergleich: Steuerhölle vs Steuerparadies (aus Sicht der Superreichen), Gnomen vs Greta (aus Sicht der Linken). Was sicher ist: Es wird keine Revolution geben in der Schweiz und es wird auch keine rote Fahne an der Goldküste knattern. Aber der Druck aus dem Ausland (wo ja die Milliarden herstammen) wird anhalten und die Kette der Skandale und Debakel wird zuverlässig für rote Köpfe sorgen und auch für eine grosse Schar von Lesern und Schreibern auf Inside Paradeplatz. Frohe Ostern allerseits!

    • @Sozialdetektiv: Ich würde Ihre Aussage nicht unterschreiben. In der Anlaufphase mögen Sie wohl recht behalten aber später wenn der Mensch nichts mehr zu verlieren hat, wird er auf die Barrikaden steigen. So war es immer im Laufe der Geschichte. Wir sollten keine lineare Entwicklung erwarten sondern einen dynamischen Ablauf mit Schmetterlingseffekt.

  49. Nicht zum ersten Mal kann ich die Meinung von Ihnen fast vollumfänglich teilen: Das surreale Verhältnis zu Geld, der Verlust der tragenden Idee „Schweiz“ und das Vorgaukeln von falschen Realitäten (Glückssuche, Inflation, Rechtsstaat).
    Dazu liessen sich mehrere Bücher schreiben oder sind schon viele geschrieben worden, um dies nicht nur zu kommentieren, sondern auch zu belegen.
    Wo ich eher skeptisch bin, ist die Meinung, dass in zehn Jahren eine Revolution ansteht: Alle bisherigen totalitären Regimes versagten wegen der fehlenden Kontrolle über die Individuen- der digitale Umbruch verhindert genau das. Zwischenzeitlich nimmt diese Technologie dem Individuum das Denken ab, was gewisse wissenschaftliche Studien aber nicht als Denkfähigkeitsverlust zu belegen glauben.
    Meine Erfahrung ist, dass dies doch passiert und die Vorstellung von sich anbahnenden Szenarien verloren geht- und erst recht, was dagegen unternommen werden kann.
    Wenn fehlender Hunger wegen eines weiterhin- im globalen Vergleich- weiter bestehenden (unverdienten?) Wohlstands unter diesen Bedingungen zu einem geistigen Topor führt, folgt in der Regel ein Zusammenbruch und Überrolltwerden durch andere Kulturen.

  50. Eine Big Bang Unico Paraiba zu besitzen zeigt dass Geld besitzen nicht zwangsläufig bedeutet auch Geschmack zu haben, sie ist grottenhässlich! Passend dazu dass Lukas Bärfuss mit seiner einfachen Schreibe langsam im Mittelstand ankommt, dank Zürcher Nettzwerk und den Gähnsendungen von SRF!

  51. Oh, Mann, Stöhlker. Wieder so ein grottenschlechter Artikel von Ihnen. Sie scheinen zunehmend wirrer zu werden, und/oder unfähig, ihre Gedanken schlüssig zu Papier zu bringen. Jeder, den Sie kennen oder von dem Sie mal gehört haben, bekommt sein Fett weg. Aber – was wollen Sie uns eigentlich sagen??

    • Nichts. Es musste einfach ein Artikel her. Den ich jetzt an meinem freien Tag gelesen habe. Ist doch gut so.

    • „In der Schweiz leben heute 99 Milliardäre.“ Frustriert, dass er nicht der hundertste ist.

  52. Entweder Sie erben oder Sie haben verloren. So sieht es leider heute in der CH aus. Harte Arbeit führt nicht mehr zum sozialen Aufstieg.

    • Ist doch einfach, sie machen die PH werden Lehrer und heiraten eine Lehrerin Fr. 300‘000 auf sicher, wo ist das Problem

    • @ Leser……

      Das muss es auch nicht.

      Allerdings sollte der „Rahmen“ in unserem Land so gut sein das ein jeder etwas vom Wohlstand abbekommt.

      Nur eben, Herr und Frau Schweizer legen beim Rahmen eine sehr hohe Messlatte an.

      Ich nehme an es wird über kurz oder lang einen Eurocrash geben, nach dem werden wir das alles neu betrachten, auch die Masstäbe der Schweizer was den Wohlstand angeht.

    • Oder noch einfacher, Studium schmeissen, Berufsnationalrat werden und ebensolche Nationalrätin heiraten, siehe Ehepaar B.G.-M.L.M.

  53. Mein Traum ist, dass die paar hundert Superreichen, ob pauschalbesteuert oder nicht, inkl. Familie Blocher, eines Tages die Schweiz verlassen. Die Grünen, Linken und Halblinken dürfen dann Steuererhöhungen FÜR ALLE, NICHT FÜR WENIGE fordern. Und zwar massive. Reichenbasher verdienen nichts Besseres. Ich bin dann subito in Portugal, Rente steuerfrei.

  54. Ist Herr Stöhlker jetzt Grossvater der Juso geworden, also ein Also? Da steht so viel Unsinn und Reichen-Bashing. – „Die Schweiz war nie unabhängig“ – das kann nur ein zugewanderter Europhiler schreiben. Logischerweise ist ein kleines Land wirtschaftlich nicht unabhängig, wirtschaftlich! – Ginge es den Armen (wer gehört dazu?) besser ohne Superreiche? Im Gegenteil. Es ist die falsche Einwanderungspolitik, es kommen Lohndrücker in den Niedriglohnsektor (bald so gross wie in DE), häufig mit grossen Familien (ein Schulkind kostet 12-15 Tsd./Jahr), die praktisch keine Steuern bezahlen. Sozialhilfekosten steigen rasant (4-5 Tsd./Monat/Familie). Dazu brauchts neue Schulhäuser u.a. Infrastruktur. Staatsdiener (inkl. Kanton) kassieren 10’000 im Durchschnitt! Inkl. Sozialleistungen sind das 150’000/Jahr. Und es gibt jährlich Tausende Bürokraten mehr. Es ist Staatsversagen, damit ist Bundesbern gemeint! Hinzu kommt die desaströse Null-/Negativzinspolitik der Nationalbank, die Sparer und Rentner faktisch enteignet und im Gegenzug die Exportindustrie subventioniert – verteidigt von Economiesuisse, FDP, allen, die das Rahmenabkommen wollen, also inkl. SP-Internationalisten. Einzig die SVP ist dagegen. Dazu kommt die Klimahysterie, die die Kleinen nochmals ärmer macht. Die gelben Westen liegen bereit, dann gehts gegen das Mitte-links-Kartell.

  55. Dieser von Neid triefender Artikel schreibt ausgerechnet einer der seit Jahren sehr gut lebt von all diesen „armen“ sehr reichen Leuten. Schäm Di!

  56. Der „normale“ Schweizer wird nicht immer ärmer, weil immer mehr Superreiche das Land bevölkern, sondern weil immer mehr Arme aus aller Herren Länder in unseren Sozialstaat einwandern, und die kosten. Die 10% Reichen zahlen zwar nach wie vor über 70% der Steuern, aber auch der „normale“ Steuerzahler, von dem es immer weniger gibt, muss mehr abgeben zugunsten von Bezügern, die immer mehr und immer bedürftiger werden. Politisch offensichtlich so gewollt und vom Stimm- und Wahlvolk so gutgeheissen.

    • Das ist so! Und wir CH-Staatsbürger sollen weiterhin nicht selbst bestimmen können, wer in unser Land einreisen und hier bleiben darf.

      Politiker, nicht nur SP, Grüne, GLP, lavieren, eine 10-12
      Millionen Einwohner zählende Schweiz sei unausweichlich…
      und gar nicht so schlimm… Der dafür nötige Infrastruktur-Ausbau wird unser Land überfordern, unsere bis anhin recht gute Lebensqualität stark tangieren!

      H.Wiedmer

  57. Her Stöhlker, Sie bashen was sich grad zu bashen anbietet, was grad in Mode ist. Da gab doch mal sowas wie einen Kodex der Journalisten. Sie machen leider auch bloss Rundumschlag.

  58. Soso, ein Kürsli an der HSG machen und dann direkt danach auf der Bank mindestens eine halbe Million kassieren wollen. – Schwachkopf! Den könnte man gleich aussortieren. – Wobei, „verdienen“ und abkassieren bzw. „Compensation“ nachgeschmissen erhalten als Angestellter in etablierten Unternehmen hat selten wirklich etwas mit echter Leistung zu tun. (Studiert und hinterfragt auch mal den CV von z.B. Voser, der sich gerne in der Jubel- und Heldenlegenden-Presse (Bilanz und andere) als grosser Macker darstellen lässt oder von Richemont-Lambert (was hätten andere, echte „Reisser“, aus Marken wie Jaeger-LeCoultre und Montblanc gemacht? Meine Fresse! – Die Liste kann beliebig verlängert werden.)
    Die echten Leistungsträger in Unternehmen werden oft von karrieregeilen, Politik machenden Psychopaten behindert und fies ausgespielt, da die Leistungsträger in der Regel keine Zeit für Spielchen, Schleimen und grossartiges Schauspielern haben und in der Regel anpacken und eher nicht in sicheren Stabs- oder Finanzchef-Positionen ihre Grundkarriere absolvieren (hilft natürlich, weil täglich in der Nähe des obersten Chefs herumgescharwänzelt und wichtig getan werden kann).

    Genug für heute.
    Grüsse aus der Ferne von einem HSG Dr. Weiter so, Herr Stöhlker.