Alter 55, 10 Jahre Bär, 0 Abfindung: So läuft das

Private Banker wird bei Privatbank wenige Wochen vor grossem Abbauprogramm entlassen – Bank spart 150’000 Franken.

Der Fall ist einer von vielen. Aber er zeigt, wie die Lasten von oben nach unten gedrückt werden. Ein Mitte 50-Jähriger Kundenberater der Julius Bär verliert seine Stelle Ende Januar.

20 Minuten dauert die Exekution. Kurz darauf startet die führende Schweizer Privatbank ein Abbauprogramm, 150 Stellen gehen verloren.

Die Sozialpartnerin namens Bankpersonalverband verhält sich ruhig, denn es gibt 1 Monatslohn pro Arbeitsjahr bei Bär – dies zusätzlich zur ordentlichen Kündigungsfrist.

Für den gekündigten Private Banker, der reiche Kunden betreut, kommt der Plan zu spät. Ihm bleiben die 6 Monate Kündigungsfrist, danach heisst es Arbeitsamt – ausser er findet sonst etwas.

Hätte sein Chef mit der Entlassung ein paar Tage zugewartet, dann sähe die Rechnung aus Sicht des Betroffenen anders aus. Besser.

Er wäre in den Genuss von 10 zusätzlichen Monatslöhnen gekommen; einen pro Jahr, das er im Dienste der Julius Bär verbracht hat.

Bei 15’000 Franken Monatssalär macht das einen Unterschied. Zu den 90’000 Franken ordentlichem Kündigungsgeld kämen 150’000 Franken Extra-Support im Rahmen des Abbaus.

Total also 240’000 Franken. So aber sind es „nur“ 90’000. Gut ein Drittel.

Man kann sagen: Klagen auf hohem Niveau. Wer hat schon ein halbes Jahr Kündigungsfrist, und dies erst noch bei brutto 15’000 im Monat?

Geschenke gibts nur im Obergeschoss: Bär-Sitz (IP)

Alles ist relativ. Für den Private Banker der Julius Bär ist der Zeitpunkt der Entlassung nach 10 Jahren jedenfalls einschneidend.

Man könnte so weit gehen und sagen, er wurde geopfert, kurz bevor die Spitze der Bär-Bank ihre Sparübung startete.

Wer könnte ein derartiges Interesse haben? Seine Vorgesetzten, Stupid. Die haben eine eigene Erfolgsrechnung für ihren Bereich und werden an ihrem „selbst“ erzielten Gewinn gemessen.

Sprich: Ihr eigener Bonus ist abhängig von den Erträgen und den Kosten in dem Reich, das sie befehligen.

Der Anreiz ist somit gesetzt. Je mehr Kosten ich rausschneide, desto mehr Bonus kriege ich.

Also husch-husch noch ein paar Alte ausmustern. Die kosten mich mit ihren gewachsenen Ansprüchen und PK-Prämien nämlich besonders viel.

Die Bank lässt das zu. Statt im konkreten Fall den 50+ nachträglich ins Programm zu nehmen, bleibt der allein zurück mit seiner Kündigungsfrist ohne Extra. No mercy an der Bahnhofstrasse.

Wer zuletzt zahlt, ist der Steuerzahler. Aufs Arbeitsamt folgt immer öfters die soziale Unterstützung. Die berappt der Fiskus.

Kommentare

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  1. In der Schweiz heisst das „RAV“, nicht „Arbeitsamt“. Sie lassen sich offenbar gern & viel von Ihrem deutschen (EU) Fernsehkonsum beeinflussen (wie kleine Kinder) und auch vereinnahmen; Schweizer Typologien gehen dabei unter. Dann können Sie ja gleich im EU hineintreten

  2. Ging mir auch so, mit Mitte 50 ausgemustert. Bär entlässt in einer Salamitaktik viele ältere MA. Wer nicht geht wird mit perfiden Spielen rausgeekelt – die Führung kümmerts nicht.

  3. Wenn dieser Banker wirklich so gut wäre wie sein Lohn, dann würde er einfach zur nächsten Bank wechseln und seine Kunden dorthin mitnehmen.

    • Wenn der Lohn proportional zum können der Banker ist,
      warum stehen stehen die beiden Grossbanken so „bescheiden“ da?

  4. Genau, das ist grausam unmenschlich. Die Massnahme aber ist einfach: Wenn alles an den Staat ausgelagert wird, tuts wohl eine ordentliche Steuererhöhung!

  5. Wer im Alter von 50 Jahren nach einer Bankkariere noch auf Almosen von seinem Arbeitgeber angewiesen ist, hat definitiv etwas falsch gemacht. Der gestandene Banker geht mit 50 Jahren freiwillig in den wohlverdienten Ruhestand und macht den Jüngeren Platz. Diese Usanz hat sich in den letzten Jahren im Raum Zürich und Genf durchaus bewährt und zwar nicht nur in der Teppichetage.

    • So ein Unsinn, er bildet jüngere aus. Auf welchem Planeten bist Du aufgewachsen ?

    • Ihr Kommentar ist an Arroganz und Dummheit nicht mehr zu übertreffen. Bitte verlassen Sie RASCHMOEGLICHST die Schweiz und bitte kehren Sie NIEMALS mehr zurück!

      Freundliche Grüsse
      Pensionist vom Bodensee, 72 Jahre

  6. Leute, ein paar Tipps aus der Praxis:
    Ehener Grundsatz: IHR WERDET BEI EINER GROSS- oder PRIVATBANK DIE PENSIONIERUNG NICHT ERLEBEN.
    Das kann man sich schönreden, den Kopf in den Sand stecken, sich einreden „mein Chef/meine Kunden mögen mich“ oder „ich weiss zuviel“. Alles Unsinn: Du fliegst raus. Garantiert.
    Ergo muss man dafür planen. Und zwar frühzeitig.
    Was hab ich gemacht? Ab 2006 (mit 45) war mir klar, was Sache ist. Seither habe ich mich konsequent auf die Stunde O vorbereitet:
    – konsequent 20 Prozent meines Fixlohns gespart plus 100 Prozent meines Bonus
    – Diversifiziert, meine Frau ist schrittweise in den Beruf eingestiegen, mit dem zusätzlichen Einkommen haben wir die Hypo fast vollständig abbezahlt (Kollegen haben mich dafür für verrückt erklärt)
    – Gezielt Selbstständigkeit vorbereitet (jeder gute KUBE weiss, wie man dies tut)
    Als dann vor 2 Jahren mit 54 der Hammer kam. Nicht rumjammern, keine Zeit mit Bewerbungen vertrödeln. Sofort „Plan B“ starten, da drängt nämlich die Zeit. Am Tag nach der Kündigung muss man damit beginnen, das neue Gefäss aufzubauen und spätestens nach 2 Monaten geht die Knochentour los (nicht abschrecken lassen von den Drohungen und dem Gefassel des ehemaligen Arbeitgebers, ich kann auch während der Freistellung mit meinen Freunden Essen gehen, auch wenn dies meine ehemaligen Kunden sind).
    Rückblickend kann ich sagen: 35 Prozent der Assets habe ich mitnehmen plus ein bisschen neue Assets reinholen können, davon kann ich sehr gut leben. Und besonders freut mich, dass mein ehemaliger Arbeitgeber auf die übrigen Assets zur Kundenbindung massive Discounts geben musste, so dass das Portfolio nun wenig wert ist (ein paar der guten Accounts hole ich mir dieses Jahr).
    So geht das.
    PS: Wenn man zu IP geht, dann doch nicht mit so einer Jammer Story. Als langjähriger KUBE weiss man hoffentlich genug, um damit ein paar MDs zu erledigen, so man dies will. So gewissermassen als „Abschiedsgeschenk“.

    • Du bist ein „geiler Siech“, aber nicht jeder, der in der Finanzindustrie arbeitet ist ein KUBE. Aber vielen Dank für die Selbstbeweihräucherung

    • Sehr gut!
      So macht man es richtig.
      Die Hypothek abzubezahlen ist sehr gut. Bei der riesigen Immobilienblase in der Schweiz ist es definitiv empfehlenswert, auch wenn man dadurch mehr Steuern zahlt.
      Bravo!

    • Gut gebrüllt Löwe… äh nein, die gibt es ja schon lange nicht mehr. 😉 Gut gebrüllt Bär, meine ich natürlich. 🙂

  7. Hoi Lukas

    Vielleicht kann der arme mit dem neuen CRO (Chief (former UBS) Rehiring Officer) einen neuen Job finden.

    Aktuelle Beispiele (Neue Empty Suits sind immer Gut (für sich selbst):
    RR: Wir deutschen wissen alles besser, Schweizer Hasser, ich?
    MS: Wie kann ich meine Persönlichkeit finden? Wer bin ich? was bin ich?

    Vielleicht ist es Zeit, Lukas, auch den BJB „Atlas“ Fall zu untersuchen (die Bedrängung von BJB internen Projektmanagers usw. die Millionen die auf ein scheiterndes Projekt verschwenden wurden usw.)

    • The arithmetic is very simple:

      1. If you make up fake, false positions for employing your friends from older positions (and give them management positions), who do not really do anything productive, you end up with firing employees who do the work and bring money or really protect the bank. It is as simple as that.

      2. If you spend tens of millions, just to pay your friends, or external providers, for failing, fake cover-up projects, you end up with firing employees who do the work and bring money/really protect the bank. It is as simple as that.

      3. If you continue to employ failed managers without any QA and ignore continuing failures, just because you are weak and incompetent, you end up with firing employees who do the work and bring money/really protect the bank. It is as simple as that.

      4. If you continue to employ very expensive external employees and ignore your competent loyal employees, in order to cover up your failures and incompetencies, you end up with firing employees who do the work and bring money/really protect the bank. And you will have disastrous data leaks, as a bonus. It is as simple as that.

      5. If you continue to do all of that, at a certain point you will have (former) employees who serve time in jail in the US and eventually in other places.

      6. If you continue to do all of that, you will lose not only your employees, but also your credibility, reputation, clients, and your pants.

    • Jup…da spielt wohl der Berater aus der EliasCanetti wieder eine Rolle…..und der Schiffsvermieter von damals 😂

      Da existieren noch andere Geschichten! Atlas ahoi…..

  8. Die Allianz-Suisse entlässt seit jeher so, dass man keinen Sozialplan erstellen muss. Geschweige denn Abfindung. Als Betroffener habe ich immer den Verdacht gehehlt, dass die Teppichetage den gesparten Sozialplan für sich unter den Nagel gerissen hat. Vergangenheit und Gegenwart. Ich habe zu viel gesehen dort. In der grossen, weiten Allianz Welt ist es sicherlich generell so. Wieso sollte es bei Julius Bär anders sein?

    • Die Allianz wäre keine deutsche Firma wäre sie nicht weltweit und einheitlich extrem straff organisiert. Bei absolutem Obrigkeitsdenken und deren Fokussierung auf das eigene Wohlwollen. Andere Meinungen sind nicht erwünscht. Wenn deinem Vorgesetzten deine Nase nicht passt oder wenn du jemand bist der mal «aber hallo» sagen könnte bei all ihrem Tun und Lassen, bist du entlassen. In der Schweiz brachial (Umstrukturierung, Restrukturierung), weil es keinen Kündigungsschutz gibt. Ü40 und ü50 werden bevorzugt entlassen, Allianz üblich ohne Sozialplan und unter dem Radar der Öffentlichkeit (gestaffelt). Allianz heisst pure Macht, die gnadenlos ausgespielt wird. Und wenn man dabei nur über Schutt und Asche geht. Wieso sollte das bei angelsächsisch geführten Firmen anders sein?

  9. Und täglich strömen sie weiterhin in die Schweiz. In unser gelobtes Land, das auf diesem alten kranken Kontinent noch nicht vollständig niedergewirtschaftet wurde. Die jungen, billigen und willigen „Fachkräfte“ aus nah und fern.

    Mit 50 Jahre ist fertig lustig für die schon länger dagewesenen. Richtet euch darauf ein und spart. Das wird sich so schnell auch nicht ändern. Personenfreizügigkeit sei dank!

    • Schon so. Und mit dem Konzept: Arbeiten bis 70 enteignen sie einem nochmals in der PK

  10. Ich bin knapp über 50, arbeite wie mein Mann auch. Und ich habe ziemlich viel geerbt. Traurig weil ich meine Eltern verlor, aber das Erbe bringt Sicherheit.
    Und ich habe lieber ältere Anlageberater als junge, welcher jünger als unsere Söhne sind. Ich setze auf Weisheit und Erfahrung und Aufschwatzen lasse ich mir eh nichts.
    Und genauso ergeht es vielen in meinem Alter. Also braucht es überall auch ältere Mitarbeiter.

  11. JB ist meines Erachtens der schlechteste Arbeitgeber bei Banken. Man muss ab der Rolle sein um dort ein Job angebot anzunehmen als RM.

    • Waren Sie bereits bei anderen Banken?
      Es grüsst Sie ein Ex-CSler- dort war es um einiges schlimmer!

  12. Wenn er einigermassen prominent und im SVP-Netzwerk verankert ist, bietet sich da eine Chance. Letzte Woche war die Stelle als Parteisekretär SVP ZH ausgeschrieben. Aufgrund vieler Beispiele kann man schliessen, dass zur Moderation von potentiellen gesellschaftlichen Friktionen die SVP-Promis, die in der Wirtschaft nicht vermittelbar sind, i.a. einen Job im SVP-Netzwerk erhalten; es gibt dazu gut 2 Dutzend Beispiele. Märssi.

  13. Eine Abfindung in dieser Höhe für einen Verkäufer bei einer Bank? Lese ich richtig?
    Frage: Wieviel betragen die Abfindung bei Industrieunternehmen, wenn nicht in der Geschäftsleitung tätiges Personal entlassen wird?

    • Ermotti stellt nicht das Problem dar ,sondern die 675 so-genannten „risk taker“.
      Diese Asymmetrie geht mir nicht in den Kopf, dass einfache Angestellte (auch Ermotti ist nur angestellt) derart klassifiziert werden. Keiner von denen, die durchschnittlich 1.85mn CHF verdienen trägt auch nur irgendein Risiko und wie es die wirtschaftliche Erfahrung zeigt: jeder ist ersetzbar

      Somit sind diese CHF 1.25 Mrd. rausgeworfenes Geld. Und um diese Management-Aristokraten und deren Hofstaat (dessen Kosten kommen als dekadentes Sahnehäubchen noch oben drauf) zu bezahlen werden alle anderen Mitarbeiter deklassifiziert, de-positioniert und dezimiert. Noch hübsch die Leistungsbeurteilung 2 (Unterdurchschnittlich) als das neue „Gut“ ausloben und schon sinkt die Kompensation und die Umverteilung nach oben kann seinen Lauf nehmen.

  14. Bei 15’000 CHF pro Monat sind diese Leute massiv überbezahlt, besonders für wenig ausgebildete Leute wie Kube. Ich bin also völlig mit der Bär einverstanden in diesem Fall. Diese Entlassung müsste eigentlich schon lange gemacht werden. Die Bank hat schon jeden Rappen bei der IT. Und so viel beim Putzpersonal gespart, dass die Böden der Büros des Back Office sichtbar dreckig sind…

  15. Die Zeiten der Rücksichtnahme sind in den Banken endgültig vorbei. Das sollte eigentlich jeder Banker schon lange geschnallt haben.
    Heutzutage zählt nur noch das Beziehungsnetz und nicht die Leistung der Person.
    Das demonstriert ganz oben in der Hierarchie schon die absolute Unvernunft der Geldbezüge im Verhältnis zum Versagen (von Leistung wage ich da (wegen den zahlreichen bekannten Missleistungs-Abzocker-Fällen) schon gar nicht mehr zu schreiben).

    Fazit:
    Ein schwaches Beziehungsnetz (bzw. Filz) führt halt zu keiner Abgangsentschädigung. Man sollte sich halt nicht mit dem Job beschäftigen sondern zur Hauptsache die Beziehungen pflegen.
    Die Bankkunden werden das früher oder später am Service bemerken. Aber das ist ja auch egal. Die Kohle rollt auch so nach oben.

    PS. Allfällig festgestellter Sarkasmus wäre rein zufällig.

  16. Ich mache mir Sorgen, dass die Publikation, resp. der Pranger betr. systematischer Entlassung von 50+ Mitarbeitern, keinen Disziplinierungseffekt seitens der Banken haben wird, sondern das Gegenteil: Normalität.

    – und somit eine Intensivierung dieser Praxis (wenn Du als Manager die 50+ nicht loswirst, dann wirst Du wohlmöglich als blöd angesehen), weil das ja angeblich alle so machen.

    Eine Lösung ist eher politisch möglich: Einführung altersunabhängige Sozialbeiträge für Arbeitgeber. Streichung des fünf Wochen Ferienprivilegs (sorry Leute).

    Eben, ich glaube der Pranger bringts nicht.

    • Das ist heute völlig normal, Hauptsache die Teppichetage muss nicht darben. Was unsere Politiker plus Bevölkerung überhaupt nicht realisieren was da an Altersarmut auf die Gesellschaft zukommt! Die Arbeitslosenzahlen kann man auch nicht ernst nehmen;

  17. Warum arbeitet der Mann mit 55 erst 10 Jahre bei Baer? Hat er allenfalls seinen Lohn etwas optimiert? Wenn er wirklich Privatebanker mit einem Weissgeldportfolio ist, findet er wieder eine Stelle; notfalls bei einem Vermögensverwalter. Einfach so wurde er sicher nicht entlassen, mir ist nicht bekannt, dass die Digitalisierung (da stecken wir noch in der Kreidezeit) und der AIA, das Fidleg schon alle Kundenberater wegrationalisiert hätte. Die Abfindung nach Diensthahren nähme ich allerdings ohne Wimpernzucken, ich hätte genügend Hobbies und Enkel😉

  18. Naja … natürlich ist die Entlassung eine Zäsur. Nur ist’s tatsächlich ein Jammern auf sehr hohem Niveau: 15k-Salär muss einen entsprechenden Umsatz mit sich bringen. Es wird interessant zu beobachten sein, ob diese Spitzenbanker auch Leistung (und Salär) erbringen können ohne unter einem grossen Namen segeln zu können.
    Ich habe genügend Erfahrung mit solch‘ Spitzenleuten, welche uns Normalos und Kunden vorne herum be-charmen und hintenherum belächeln.

  19. Das Management verdient vielmals effektiv zu viel. Doch gibt es eine Heerschar von kleinen und mittleren Bank Angestellten welche einen ganz normalen Lohn haben. Es sind meistens diese, welche die Stelle verlieren. Auch von Banken von denen man hier nichts liest, zB JP Morgen etc. Auch bei den Grossverteilern wird entlassen.

    Also viele dieser bösen Kommentare gefallen mir gar nicht. Sie sind geschrieben von Leuten die gar nicht merken was auf sie zukommt. Die Entlassungswelle, welche im Gang ist, hat zur Folge, dass die Kaufkraft stark sinken wird. Dann werden auch die Grossmäuler hier unten an die Kasse kommen. Bitte überlegen, vor dem Schreiben.

  20. Ich kenne Leute, die haben 12000.- Netto und sind Ende Monat bei Minus 6000.-
    Und zwar jeden Monat. Unglaublich aber wahr.

    • Vielleicht waren sie Anfang Monat bei minus 12’000.–, damit hätten sie den halben Nettolohn gespart, was ein sehr beachtliche Leistung darstellt.

    • „Parkinson’s law is the adage that „work expands so as to fill the time available for its completion“. It is sometimes applied to the growth of bureaucracy in an organization.“
      Gilt auch fürs Geld: die Ausgaben passen sich den Einnahmen an. Am Schluss bleibt genauso soviel wie gewöhnlich.

  21. Die Schweinerei ist die Unfähigkeit und Faulheit des Managements bei Julius Bär. Die Teamleiter und Niederlassungsleiter kriegen selber nichts hin, keinen rinzigen Kunden können sie selber akquirieren, aber die RM wöchentlich unter Druck setzen. Das ist ihre einzige Leistung. Erbärmlich. Dort sollte der neue VR mal hinsehen….
    Apropos… das Formula e Rennen in Bern absagen hätte die meisten Arbeitsplätze bei Bär gesichert. Egomanen im Management.

  22. Die Schweiz braucht keine neuen Kampfflieger … der „Feind“ lauert in den eigenen Reihen, im Firmen-Organigramm mindestens eine Hierarchiestufe höher.

  23. Ich nerve mich in diesem Fall über die wie bei den meisten Firmen nicht funktionierende HR Abteilung. Ein derartiger Fall, wenn er wirklich nicht Performance-getrieben ist, darf einfach nicht passieren. Aber vermutlich ist es wie bei den allermeisten Firmen: HR hat nix, aber gar nix zu sagen, sondern ist in der Kopfnicker Funktion. Hingegen geben sich die Global Head Human Resources und wie sie sich sonst noch grossspurig nennen, immer als omnipräsent, geschäftig und überlastet, aufgrund von Projekten, Themen, Management Meetings, one to ones, und und und….

    • HR:

      Während der Anstellungszeit = immer „freundlich“ und zuvorkommend zu dir…

      Ab der Kündigung = dein Todfeind und versucht dich, wo es immer nur geht, kaputt zu machen…

  24. Auch hier haben wir die Lösung parat: man sollte die sogenannte “ Delitto d’onore“ einführen, was in Italien für Ehe gilt, sollte in der Schweiz für Angestellte gellten…die unbestrafte Delikt, frei übersetzt, oder als alternative eine “ Russische Roulette“, das wäre etwas innovativ und zukunft gerichtet in der Schweizer Landschaft…und ein zeichen für die Menschen – Gleichheit…wieviele Top – Manager werden überleben, hängt vonn ihre Sensibilität, Intelligenz und Sinnahftigkeit zusammen…

  25. Sorry – pech gehabt!
    Was hat der Kundenberater tatsächlich an Wertschöpfung geleistet um sich einer solche Lohnbasis gerecht zu werden? Wer so viel verdient, muss Fähigkeiten haben die weiter auf dem Arbeitsmarkt gesucht sind! Oder wie funktioniert das Konzept mit Angebot/Nachfrage?!

  26. Nur unsere Landwirtschaft produziert noch weniger für mehr!
    Zeit, dass die Bänker mal zeigen, was sie sonst noch so drauf
    haben, für viel weniger.

    • Fritz Meier….
      Blödsinn was Sie da schreiben.
      Warum enthalten sie sich bei Themen von denen sie NULL Ahnung haben nicht einfach.
      Unsere Landwirtschaft ist Massgeblich dafür verantwortlich das unser Land so schön ist.
      Dafür das die Schweiz aus den Schweizer Bauern eines der höchst regulierten Gewerbe Europas machte, erhalten sie Subventionen.
      Will man diese Gelder einsparen ….nur zu, aber dann muss die Schweiz deren Erb und Landrecht aufgeben.
      Das führt dann aber dazu das diese Bauern sofort zu Multimillionären aufsteigen, das Land dann aber nicht mehr frei zugänglich sein wird, ihr Hund nicht mehr in die Wiese des Bauern scheissen darf und dessen Kühe den Mist auch noch fressen dürfen.
      Spazieren können Sie dann ja in der Stadt….. (((-:

      Denken Sie nach …..bevor Sie solchen Unsinn formulieren.

  27. Sorry, aber wenn er wirklich gut ist und noch ein nettes Kundenbuch vorweisen kann, dann bekommt er sicherlich auch in diesem Alter noch einen guten Job. Dazu hat er ein halbes Jahr Zeit – wer hat das schon.

    Zudem sind Banken Banken und keine Sozialstationen – dementsprechend muss der Manager Entscheidungen treffen.

    Wie war die Performance des Beraters über die letzten Jahre? Hat er sein Gehalt eingeholt? Das sind Fragen, die gestellt werden müssen und entsprechend meiner Erfahrung basierend auf P&L Analysen von Beratern verschiedenster Banken, muss ich sagen – viele machen es in der Schweiz nicht.

    Wenn er bei JB die zehn Jahre recht gut und ruhig gesessen hatte, dann wäre er z.b. bei der EFG mit dem Kompensationssystem der Beteiligung am Umsatz gehörig unter Druck gekommen.

  28. Mit allem Respekt, die meisten MA bei den Banken verdienen es nicht einen Bonus zu bekommen, ins besonders da sie für das hin und herschieben von Dossiers und da Ueberwachen von Untergebenen viel zu hoch dotierte Löhne haben. Auch muss man sich fragen, warum Frontleute, die Assets auf sich umgeschlüsselt haben und Kundendepots mit Strukies und derivativen Produkten abspitzen, leisten bei Gott keine grandiosen Leistungen. Auch sind die Frontleute bei den EAM Abteilungen mit Salären von 150 000 bis 300 000 viel zu hoch bezahlt, für dass das diese Dreiwettertaft MA lediglich Dokumente kontrollieren und Mäppchen von links nach rechts herumschieben – diese Menschen sind nichts anderes als das vorgelagerte Back Office der Compliance.

  29. Anlageberater / Private Banker / RM ist kein interessantes Job mehr. Zum Überleben sind derzeit Struki Plazierungen die einzige Möglichkeit mit 1.5 / 2% Retro upfront (Kunden sehen nichts davon). 50.% des Dossier mit Struki füllen (völlig irrelevant wie sie sind), 50% Vermögensverwaltung (sehr teuer, Rendite gegen null).
    Wer gute Kunden hatte, hat bereits in 2010 die Grossbanken verlassen.

  30. Also wenn er 10 Jahre im Privatbanking tätig war, so soll er sich selbständig machen. Das Vertrauen der Kunde wird er sich wohl nach so vielen Jahren geholt haben. Der kann locker 50 Million mitnehmen. (Als Privatbanker betreut man ca. 200-300 Millionen) Wenn er auf diesen Betrag 0.75 % Verwaltungshonorar berechnet (üblich sind 1-1,5 %) so verdient er brutto Fr. 375.000.- . Wenn das nicht reicht, so verstehe ich die Welt nicht mehr. Mehr Mut bitte!!!

    • Ja Benno, wenn 375.000.- Umsatz nicht reichen für einen super Gewinn…. Bin seit 20 Jahren Vermögensverwalter und habe keine 375.000.- Umsatz, habe bis jetzt auch überlebt.
      Aber die Snobs in ZH brauchen natürlich ein Büro für 5000.- im Monat, super Computeranlage und ein Porsche usw.
      Ach ja eine Sekretärin muss man auch noch haben, man ist sich ja zu schön , Administrative Aufgaben selber zu erledigen. Wenn 100.000.- Unkosten anfallen, bleiben immer noch über 200.000.- Gewinn. Aber man muss ja im Luxus anfangen…..

  31. Ich verstehe die Sauerei an der Sache sehr gut…..

    ….trotzdem muss ich fragen, warum kommt jemand der 15ooo im Monat verdiente deswegen in eine Zwickmühle ?
    Diese Leute haben uns Handwerker oft belächelt, uns gesagt wir hätten eben den falschen Weg eingeschlagen.

    Wieso kann man so einem die persönliche Vorsorge für den Gau am Arbeitsplatz nicht zumuten?
    Der Mann hat ja nicht erst diese 10 Jahre so schöne 15ooo bekommen, sondern er hat vermutlich auch in den 25 Jahren vorher nicht schlecht abgeschnitten.
    Und seine Frau was hat sie nach Hause gebracht?

    Ich kann seine missliche Lage, die Kränkung gut verstehen, trotzdem….

    Ist es hierzulande nicht möglich das Gut-Verdiener sich für den Fall der Fälle absichern… selber absichern?
    Müssen die sich derart grosse Häuser bauen das sie bis 65 noch abzahlen…?
    Hätte es ein kleines Häuschen und ein schönes Polster auf der Bank nicht auch getan ?

    Unsereins überlegt sich 3 Jahre vorher was für ein Auto es sein wird, was zu tun ist wenn die Frau ihre Stelle verliert, das man etwas zur Seite legt um gerüstet zu sein….
    Und es gibt keinen Blog der sich für uns dann ins Zeug legt.

    Das alles ändert nichts daran, das die „Oben“ nur Saukerle sind, die auch auf Kosten von solchen Entlassungen ihre Bilanzen verschönern, das ist mir bewusst.

    • Ausgezeichnet notiert, meine Hochachtung!

      Das Handwerk hatte, hat und wird immer goldenen Boden besitzen weil, die Handwerker sind nie zu ersetzen! Bänkler je längers je mehr- die fetten Jahre sind schon lange vorbei….
      Bänkler haben sich über Jahrhunderte auf Kosten Dritter voll gefressen und daher auch im Besondere blind für Änderungen- global betrachtet!
      Der genaue Beobachter muss dezidiert schon 1999 zur Überzeugung gelangt sein, dass sich die Bankenwelt dramatisch, ganz dramatisch verändern wird. Was sie dann auch tat und weiter tut.

      Handwerker, die Medalie hat sich längst gedreht! Bänkler fliegen am laufenden Band raus weil es von den überbezahlten, 0 Risiko nehmenden Protzheinis und Tussen viel zu viele gibt.

      Seit geraumer Zeit lasse ich ein Teil meiner Mittel im Hochfrequenzhandel ihre Kräfte entfalten. Da und dort, kein Furz eines Bänklers der mir dann noch erzählen könnte, sie seien darauf speziaisiert zu Tiefstkursen zu kaufen und zu Höchstkursen zu verkaufen….

      Handwerker, bleibt Eurer Tätigkeit Treu, es wird immer gutes Geld dafür geben…. 2 gesunde Hände bringen am langen Ende des Tages schlicht einfach immer mehr als lackierte Affen, alle wie sie da oben sitzen.

      Bedauerlich ist hingegen, dass es oft ausgezeichnete, fachkundige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der einen oder an deren Bank gibt bzw. gab, die von Bländern, Lügnern, Hochstabler und Dummschwätzern aus dem Jop gedrückt werden, Punkt!

      Solche Geigen bzw. Nieten im Anzug könnte man hier dutzende von vollständigen Namen notieren, das würde dann von IP zensiert- was wir ja nicht wollen. Daher, macht die Augen zu und ihr sieht sie alle, alle!

  32. 80 Prozent der Löhne sind übertrieben. 80 Prozent des Personals überflüssig
    Beispiel : Chef Vermögensverwalter(in), STV Verwalter(in), mehrere Verwalter(in), Stagiaire, Chef Assistent(in) ….. Assitent(in) ; der oder die , die den Job erledigen und am wenigsten verdienen.
    Die können ja dann alle am 1. Mai mit einem Riesenplakat für demonstrieren. Wär doch was, Bänkler(15000.-) neben Büezern (3500.-).

  33. könnte der geschasste arbeitnehmer nicht plötzlich krank werden? dann würde sich die kündigungsfrist nach hinten verschieben. eventuell auch der rechtsanspruch für die zusätzlichen 10 monatsgehälter könnten dann ‚plötzlich’ geltend gemacht werden. wer weiss es?

    • Sehr geehrter Herr Schmied

      Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie mit Ihrem Vorschlag auf bewusste Weise zu einem Versicherungs-Betrug aufrufen?

      Da kann ich nur einwenden: „Herr Schmied, Sie müssen sich abgrundtief schämen.“ Lohnt es sich wirklich, wegen eines solchen Betrages die (hoffentlich) eigenen, hochstehenden Moral-Vorstellungen über Bord zu werfen?

      Zu solch einem Verhalten würde ich NIEMALS Hand bieten!

      Freundiche Grüsse
      Pensionist vom Bodensee

  34. Ist das ein germanisches Portal ? Oder schleichen sich beim Nachplappern und als Resultat des deutschen TV-Konsums einfach immer mehr Germanismen ein (so wie beim 20Min. etc) – „… mehr Bonus kriege ich“ ?

    • Guten Morgen
      Ich würde nicht so viele englische Medien konsumieren.
      Was sind wohl die Allemannen? Inder?
      Guten Tag ins Tal der Ahnungslosen

    • Falsch: Der Steuerzahler zahlt sehr wohl. Durch Finanztransaktionen durch Strukis und ähnlichen Konstruktionen wird Geld generiert. Speziell wenn leer spekuliert wird. Es werden absolut keine Mehrwerte geschaffen. Es wird nur aufgepumpt. Das parasitäre dieser Branche ist sehr fraglich. Wehe, wenn die Mehrheit des Volkes einmal erkennt, dass unsere Geld von dieser Sparte so „verdünnt“ wird, bis es gar nichts mehr Wert ist.

      Diese kranke Branche kann den eigenen kranken Zustand nicht erkennen, weil sie gefangen in ihrem Hamsterrad und Denkschlauch ist.

  35. Die Politik der Liquidation der über 50-Jährigen geht seit drei Jahren weiter….Zürich Genf Lugano…ein Massaker zugunsten einer Verwaltung arroganter junger Menschen, oft Ausländer, die keinen moralischen Wert haben. Nun, ich hoffe, dass selbst wohlhabende Kunden über fünfzig JB verlassen werden, um bessere Berater mit höheren moralischen Werten zu wählen!

    • Jammern, jammern, jammern.
      I call your BS!

      Die „arrogante“ junge Menschen, oft Ausländer, verdienen einen Bruchteil davon was 55-Jährige jahrzehntelang, weil es noch Swiss Banking Secrecy, verdient haben, und die 55-Jährige haben SEHR gut in the 80er-90er verdient, die Immobilien waren damals auch billig und die Sparzinsen waren auch 5+%.

      Die „arrogante“ junge Menschen verdienen also VIEL weniger, UND sind gleichzeitig viel höheren Regulation-Risiken ausgesetzt.
      Sparen können sie nicht weil Zinsen null oder negativ sind, und eine (Investment)Immobilie kaufen können sie auch nicht weil die Preise sind einfach verrückt.

      Und niedrigen moralischen Werten…Entschuldigung, diese sind von Management (55+ Jährige) sozusagen angestiftet!
      Moral, Loyalität, das ist alles passé in den höheren Etagen, warum sollte Fussvolk sich anders benehmen?

    • Als ehemaliger JB-Kunde bestätige ich den Abwärtstrend. Junge und arrogante Berater, die keine Ahnung haben, wie sie ihr eigenes Erbe aufbauen können. Nur ihre Verkaufsstatistik zählt, auch wenn sie oft nur minderwertige Produkte anbieten. Ich habe die erfahrenen Berater und Banken in unserer Region, die alle Generationen der Arbeit respektieren.

    • Nun ja, der moralische Wert der Schweizer ü50er Generation wird ja gerade aufgearbeitet. Zwischenbilanz sind Bussen im zweistelligen Milliardenbereich.
      Übrigens waren es die Schweizer die viele Expats einstellten und nun von diesen entlassen werden.
      Die ü50er haben uns vorgelebt, dass man ohne Moral weiterkommt.

    • Die Schuld liegt wie immer beim Stimmvolk. Der Bürger hatte die falschen Verträter in die Aemter gehievt und der Personenfreizügigkeit zugestimmt. Das Resultat ist unsere Gegenwart.

    • Bezeifle, dass die alten schweizer Bänker mehr Moral haben sollen,
      als die jungen ausländischen.
      Denke, Moral in den Banken ist sowenig verbreitet, die im Vatikan.

    • @Tell: Die Bank wählt die Produkte, die von den Kube verkauft werden müssen. Die Tatsache, dass die Kube „jung“ sind, ändert nichts die Qualität der Produkte.
      Die Produkte sind wahrscheinlich „minderwertig“, weil die Zinsen bei 0% sind.

    • Na ja, hier spart man verkocht aber gleichzeitig Millionen für Ideen au farbigen PowerPoint Präsentationen von irgendwelchen No-Brainern.

  36. alle wollen weiss-geld strategie…mifid2 etc…das sind die konsequenzen. verlagerung und abbau von arbeitsplätzen. wer das nicht kommen sieht, ist wohl zu einem grossen teil selber schuld.

  37. Sorry aber mit solchen Typen habe ich nun mal null Mitleid. Die haben sich ihre Taschen lange genug gefüllt und wenn er jetzt nichts auf der Kante hat um dies paar Jährchen zu überbrücken dann hat er in seinem Leben doch so einiges falsch gemacht.

  38. Das sind doch Zahlen, bei welchen jedem normalen Büezer schwindlig wird.
    Ich hoffe schon, er konnte in den 10 Jahren fürstlich bezahlter Tätigkeit in seinem dunklen Anzug mit gepflegten Fingern etwas Kapital beiseite legen….

    • Tja, so ist es.

      Ich habe einst eine Stelle verloren weil die Firma einen Umsatzeinbruch von 40% verbuchte.

      Damals bekam ich die Kündigung weil ich recht jung, ohne Haus und ohne Familie war.
      Ich verstand das, es war für mich OK…… und ich bekam 9000 Franken Entschädigung nebst den 3 Monaten Kündigungsfrist die ich nicht mehr abarbeiten musste.

      Ha, diese 9000 waren für mich damals ein schönes Geschenk.
      Ich betrachtete es als Geschenk…… denn eine Firma muss rechnen wenn sie in Not ist.
      Ich bin der Firma auch nie böse gewesen…..

      Hätte ich je in meinem Arbeitsleben 15ooo im Monat verdient…… Die Massstäbe sind in den guten Zeiten nach 1945 in der Schweiz ungesund hoch geschraubt worden, in der Teppichetage ganz extrem, anderswo aber auch.

    • Genau, das meine ich auch!
      Alles war sehr einfacher damals, Sparzinsen 5%, Immobilien billig, Swiss Banking Secrecy, wenig Regulation-Risiko…einfach EASY MONEY.

  39. Welcome in the real world liebe Banker. Ausser in der Finanzindustrie – wo der Rubel bis anhin gerollt ist ohne etwas zu tun – ist nun der Fight um Margen, EBIT etc. auch in diesen feinen Teppichetagen angekommen. Ich frage mich immer noch, aus welchen Gründen die Bankgebühren immer üppiger ausfallen, obwohl der Kunde am Computer alles selber erledigt. Solches Gebaren ist in der restlichen Privatwirtschaft gang und gäbe. Abgangsentschädigungen – wo denkste hin – werden in der verarbeitenden Industrie schon lange nicht mehr ausbezahlt. Die Finanzindustrie wird sich in den nächsten Jahren so oder so gewaltig wandeln.

  40. Bei so einer Kündigung gleich krank melden. Dann verschiebt sie sich um einen Monat… heisst „Kündigung zu Unzeit“. Geht einmal. Würde in dem Fall also CHF 150k bringen.

    • Falsch. Wenn er bei Uebergabe der Kündigung gesund und anwesend war, funktioniert das nicht. Und rückwirkend krankschreiben ist Betrug und der Arzt hängt mit! Und Kündigung zur Unzeit ist es auch nicht: das wäre während Abwesenheit bei Krankheit, Unfall, Militär, Mutterschaftsurlaub etc.

      Erst mal das Arbeitsgesetz lesen und dann solche tollen Ideen verbreiten!

    • Nun ja, liest man das Arbeitsrecht, so ist nicht mal klar ob man die Kündigung nicht auch mehrere Monate verzögern könnte, so man in der Kündigungsfrist mehrere Arztzeugnisse beibringt.

      Es wird gewohnheitsmässig so gehandhabt das man das nur mit einem Zeugnis und für 1 Monat tun kann.
      Das aber eigentlich nur, weil so einen Fall noch keiner bis vors Bundesgericht gezogen hat.

      Erst das würde die Rechtsprechung zwingen dazu klar Stellung zu beziehen und die entsprechenden Paragrafen im OR genauer auszuformulieren.

      Allerdings würde dieses „Verzögern“ nicht dazu führen das er in den Genuss der Entschädigung kommen würde, denn die Kündigung wäre da schon rechtskräftig.
      Nur ein Formfehler in der Kündigung hätte daran etwas geändert, denn damit könnte diese ungültig sein und müsste neu ausgesprochen werden.
      Ob dann aber die Entschädigung auch für ihn zwingend würde ???

    • Warum so giftig? Da hab ich wohl Glück gehabt. Wurde bei mir so angewendet. Im Jahre 2018 von Johnson Controls. 1 Tag blau gemacht ohne Arztzeugnis=1 Monat Kündigung nach hinten ohne Diskussionen= 1 Monatsgehalt mehr. HR habe ich daraufhin gebeten, mir noch 2 Tage zu geben, dann hätte ich 1 Jahr länger RAV bekommen. Die HR Dame hat gleich so gekräht wie Sie, Verehrtester: „Das ist ja Sozialbetrug!!“ Jetzt bin ich arme Sau (53 mit 15 Jahre nutzloser Finanzwelterfahrung) Freelancer und verdiene mehr denn je. Muss allerdings zur Abwechslung mal was tun.

    • Warum „auf Kosten des Steuerzahlers“ ? Bitte legen Sie Ihre Ueberlegungen dar. Märssi.

  41. Am Ende des Tages spielt es fast keine Rolle ob 6 oder 10 Monate… In diesem Alter ist es sehr schwierig einen neuen Job zu finden. Im Alter von 55 müssen noch 10 Jahre finanziert werden… Kenne das aus eigener Erfahrung; der Situation bewusst war ich bereit auch zu einem deutlich tieferen Lohn resp. auf einem anderen Level zu arbeiten. Hat leider auch nicht geholfen; HR war immer sehr skeptisch…..

    • Richtig…. meist wird in den letzten 10 Jahren das meiste in die Pensionskasse eingezahlt.
      Darum sind diese 10 Jahre besonders schmerzhaft …..

    • @accountant und @walter:
      Es spielt alles keine Rolle. Der gekündigte hat mehr als genug Geld.
      In der IT verdient man 2 bis 3 mal weniger, und dies für viel schwierige Jobs und mit vielen Überstunden.
      Mitleid für solche Leute ist wirklich komplett daneben.

  42. Wo ist der Psychiater der mir hilft, der arme Banker (hat ein Bruttogehalt von 15’000.- und wieviel Bonus?) verliert nun seinen Job. Statt zusätzlich nochmal 150’000.- Abfindung bekommt er nur 90’000.- während der Kündigungsfrist. Ok, ein normaler Büezer bekommt nicht mal soviel Jahresgehalt. Der arme Banker dann noch 2 Jahre 120’000.- Arbeitlosengeld, auch mehr als ein normaler Lohn, oh wie ich diese Banker beadaure.

    • Mit Ü-55 bekommt der meiner Kenntnis nach 520 Taggeldet, 5 pro Woche, somit also ca. 18 Monate lang Arbeitslosengeld.
      Und die dürften sich pro Monat auf ca. 8000 Franken Brutto belaufen.
      Also davon kann man erst mal gut Leben…. oder ?

    • @Walter:
      Mit 8000 pro Monat kann man füsterlich leben.
      Wenn ich solche Zahlen lese, müsste ich wirklich die IT aufhören.

  43. „1 Monatslohn pro Arbeitsjahr“ Abgangsentschädigung, und das bei horrenden Löhnen als Mitarbeiter ohne Kaderfunktion (Kundenberater), wo sonst als im Banking gibt es das? Klar, für den langjährigen Mitarbeiter ist das tragisch, aber in anderen Berufsfeldern wird man nach 3 Monaten ohne einen Rappen zu sehen auf die Strasse gestellt. Da kann man nur sagen, Willkommen in der Realwirtschaft.

    • Bedenken sie das der Mitarbeiter 10 Jahre lang die Golfschläger der „Kunden“ tragen musste.
      Auch die Leber leidet bei den vielen Aperos.
      Beim Frühstücken mit britischen Kunden erhöhen sich zudem die Cholesterin-Werte sehr stark.
      Hinzu kommt noch die Belastung des Gewissens als Steuerhinterziehungberater.

      Wir normalen Arbeiter können uns ja nicht ansatzweise vorstellen wie hoch diese Belastung wirklich ist.

    • @Büezer. Bitte nicht so verächtlich. Ich habe auch 20 Jahre im PB gearbeitet. Glauben Sie mir, es ist ein Knochenjob und harte Arbeit! Ihre klischeebeladene Verächtlichkeit können Sie sich wirklich sparen. Mein Tätigkeit im PB hat immerhin viel Geld in die Bank und in die Schweiz gebracht, und nicht nur meiner sondern etliche weitere Arbeitsplätze hingen daran. Glauben Sie mir, das war harte Arbeit mit Kunden und potenziellen Kunden. Steuern habe ich auch viel bezahlt, zweifellos progressiv mehr als ein Büezer. Auch ich wurde von meinem Arbeitgeber Mitte 50 rausgeschmissen, auch bei mir waren es 10 Jahre engagierter Tätigkeit für die Bank. Alle Geschichten der Ü50 gleichen sich, ich wurde ersetzt durch eine junge Fachkraft aus dem grossen Kanton, und ja, ich werde zornig, wenn ich daran denke. Aber einen Fehler habe ich immerhin nie begangen, ich war mir immer bewusst, dass so ein Moment kommen würde, und ich habe daher systematisch Geld gespart. Das Resultat davon ist, dass ich auch nach meinem Rauswurf aus der Bank noch ein paar Jahre lang, trotz Arbeitslosigkeit und Aussteuerung, wohl höhere Steuern bezahlt habe als Sie als Büezer, keine Sozialgelder beanspruche, weiter Vermögenssteuer auf meinem Ersparten abliefere, und auch noch einige Jahre bis zur AHV ohne Hilfe überbrücken muss; ein qualifizierten Job in meiner Branche und meinem Alter bekomme ich sicher nicht mehr, soviel habe ich in den letzten Jahren erfahren, die Altersdiskriminierung ist real, sie kümmert aber Arbeitgeber und Politiker einen feuchten Dreck.

    • Büezer…..

      Ich hatte lange eine eigene Firma.

      Und dabei musste ich auch alles was ich herstellte ….erst mal selber verkaufen.

      Ich hatte durchaus Talent zum verkaufen…. aber verkaufen ist immer ein harter und intensiver Job.
      Wer leicht und viel verkaufen kann, wem das im Blut steckt, der wird immer einen guten Job haben, solche Leute sind gesucht wie Gold.
      Aber ich war eben auch Handwerker und das Handwerk war meine eigentliche Profession. Verkaufen ist eine ungeheuer intensive Sache, und wenn es um viel Geld geht, noch mehr.
      Ein falsches Wort kann über Flop oder Top entscheiden.
      Jedes Verkaufsgespräch erfordert höchste Konzentration, benötigt immer einen guten Teil an Psychologie, Humor, Gewitztheit.
      Darum denke ich das ein Kundenbetreuer zwar nicht körperlich streng arbeitet, sonst aber sicher gefordert ist.

  44. CHF 15’000.- im Monat. Genug für nichts tun.
    Viel für jemand der kein Mehrwert generiert.
    Sicherlich traurig, dass jemand mit 55 einen neuen Job suchen muss, aber mit CHF 15’000.- im Monat sollte dieser genug Reserve haben.
    Hat einige 55 jährige die die Stelle verloren haben mit ein deutlich tieferen Lohn.
    Viel Glück beim suchen und vor allem bei der Lohnverhandlung, bei solch ein Lohn.

    • Und vielleicht sollte man sich mal fragen, warum er entlassen wurde?? Das war mit Sicherheit nicht so geplant, dass 150k gespart werden. Das sind nämlich Peanuts im Vergleich! Vielleicht war er einfach nicht mehr tragbar. Es gibt- gerade in diesem Bereich – genug Diven, die immer noch denken, die Welt hat sich nicht geändert und sie könnten den Superbanker raushängen lassen! wenn ich Bemerkungen höre wie z.B.: „Ich habe ein Anrecht auf Bonus“. Dann könnte ich k…. mich schütteln! Willkommen im Leben!

    • Bankangestellte passen ihre Ausgaben vielfach, wenn nicht meistens, ihren Einnahmen an. Da bleibt in den meisten Fällen gar nichts hängen aber zu Arbeitszeiten hatten sie ein gutes Leben. Da muss man eben in die Zukunft denken, sonst gibts nur wenig Zukunft. Und auf die Endlöhne vor der Entlassung müssen sie auch verzichten, denn man bezahlt als Arbeitgeber nicht das Alter, sondern für den ausgeschriebenen Job. Verstehen die meisten NICHT. Und wenn das ein Junger so gut wie ein Alter macht und günstiger ist, ist ja logisch, was passiert.

  45. Bankpersonalverband? Beschäftigungsportal für wenige, kontrolliert von Hans Furer, Furer & Karrer Rechtsanwälte, der rapportiert direkt und zuverlässig an Swissbanking. Ein Verband ohne Zähne, ohne Biss, ohne Stimme, eine Vereinigung ohne Strategie, oberstes Motto der Mitglieder: Mich trifft es nicht!

    • Eine Bänklergewerkschaft ist ein Widerspruch in sich selbst, weil catch-as-catch-can herrscht und jeder zum Film will.

    • Dieser Interessen er and wäre stärker, wenn nicht fast nur Sachbearbeiter dabei wären.
      Aber jener Direktor war sich möglicherweise zu schade, um die 150 Sturz Jahres Eintrag, sonst hätte der SBPV davon gewusst, und für ihn nachverhandelt.
      Schade, aber dieser Beitrag sollte keinem Banker zu hoch sein. Betrachte es wie die Rega, wenn ich es nicht brauche, profitiert eine anderer, der vom Blitz getroffen wurde.
      Aber meist denkt jeder Banker nur n sich selber, also was soll er für andere zahlen? Es trifft ja eh immer nur die anderen, welche nicht so gut sind, denkt der Narzist im Narzisten-Schloss.

  46. Wir sind schon träge geworden. Als Selbständige(r) muss man innerhalb von ein paar Wochen neue Kunden werben können oder damit rechnen, dass einem von Heute auf Morgen Kunden wegbleiben und sich entsprechend anpassen können. Sechs Monate sollten problemlos sein, wenn man in den 10 Jahren bei der Bank sein Know-How a jour gehalten hat.

  47. Was hat der 55-jährige Kundenberater zuvor geleistet bzw. Erträgnisse für die Bank generiert, wenn die „Einsparung“ fast sein gesamtes Gehalt beträgt?

  48. Abfindung? Wofür? In allen anderen Unternehmen gibts auch keine Abfindungen, wenn jemand gehen muss. Also gewöhnt Euch an das reale Leben.