Warum funktioniert die 4. Gewalt nicht mehr?

NZZ, Tamedia, Blick: Die Grossen erfüllen die Aufgabe immer weniger, Kleine bleiben klein – Was tun? Times abonnieren.

Nicht selten bin ich wütend, was ich von unseren Edelverlagen für mein Geld erhalte. Zwei NZZ-Abonnements und zwei Abos der „NZZ am Sonntag“ kosten mich jährlich 2’140 Franken, dazu Einzelexemplare am Kiosk, bin ich unterwegs.

Dafür erhalte ich am 9. Mai auf der Titelseite der NZZ die Information „Iran geht auf Kollisionskurs“. Am gleichen Tag schreibt der Inlandchef des „Tages-Anzeigers“, Christof Münger, auf Seite 2: „Der Rückzug (Anm. des Iran) ist eine Folge der US-Provokationen“.

Dafür zahle ich an die Tamedia-Gruppe für zwei Abos des „Tagi“ und der „Sonntagszeitung“ zusammen jährlich 1480 Franken.

In meinen Augen sind es die USA unter Donald Trump, die vor einem Jahr auf Kollisionskurs gegangen sind, aber in der traditionell US-freundlichen NZZ kommen Standpunkte aus Washington D.C. immer besser weg als andernorts.

Natürlich ärgere ich mich nicht selten auch an linksgrüner Politik ausgerichteter Berichterstattung, die von Tamedia über das ganze Land gestreut wird. Kein Wort darüber, wie teuer uns das als zahlende Bürger zu stehen kommen kann, denn die armen Schweizer werden so wenig zahlen wie die sehr reichen Schweizer.

Ich denke, dem fleissigen Mittelstand fehlt einfach eine starke Stimme. „Freunde gibt es nicht nur unter den NATO-Staaten, und Linksgrün ist nicht finanzierbar. Traumpolitik à la Doris Leuthard schon gar nicht.“

Journalismus ist ein wunderbarer Beruf, wie es wenige gibt. Es ist kein Beruf für Feiglinge, sondern für jene brillanten Köpfe, die, von Neugier getrieben, die Welt besser verstehen und sie beschreiben können. Deshalb sind die besten Journalisten immer einsam, „lonely wolfs“, die auf der Leiter der öffentlichen Anerkennung meist weit unten stehen.

Wo man von Politikern und Topmanagern Schweigen von ihnen verlangt, schon um seinen Frauen oder männlichen Partnern keine Erklärung abgeben zu müssen, schreien sie schreibend und kommentierend unser Fehlverhalten hinaus. Darüber sind Politiker, Wirtschaftsführer und Kardinäle gestürzt.

Die besten von ihnen haben den aufklärerischen Begriff der 4. Gewalt im Staat formuliert und ihn zur Wirklichkeit gemacht. Wo die Legislative, das Parlament, die Exekutive, die Regierung, die Judikative und die Rechtsprechung, sich zu sicher fühlten, traf sie die öffentliche Anklage durch die Medien.

Die Verleger, Herausgeber und TV-Direktoren liessen derlei, oft unter schlimmen Verrenkungen gegenüber ihren Werbekunden, solange zu, wie die Auflagen und die Zahl der Zuschauer stiegen. Sie hatten damit einen Grund, ihre besten Redaktoren und Journalisten zu feiern.

„Verleger trinken ihren Champagner aus den Hirnschalen ihrer Redaktoren“, sagte vor 70 Jahren Paul Sethe, ein deutscher Grossjournalist der besonderen Art.

Im besten Fall sammelten sie Villen und die dazu passenden Gespielinnen (Rudolf Augstein), andere Kunst (Michael Ringier), dem es gelang, aus Erotik(-Inseraten) Kunst zu machen und auch sonst viel Überflüssiges und oft Überteuertes, zum Beispiel eigene Druckereien.

Zwei Faktoren sind es, die den Spielraum der grossen Journalisten in der Schweiz bedeutend eingeschränkt haben:

Aus stolzen Verlegern, die vor 50 Jahren noch ihren „Bannwald der Schweizer Demokratie“ verteidigen liessen, darunter auch mit Hilfe des Autors dieser Zeilen, wurden verängstigte Medienunternehmer, die ihren Verlag in ein Einkaufszentrum verwandelten.

Dies um des heiligen positiven Cashflows willen. Die alten Verleger, von der „Südostschweiz“ über die „Neue Zürcher Zeitung“ bis zum „Walliser Bote“, sahen sich zuerst als Drucker mit dem oft ärgerlichen Nebenjob des Verlegers. Ziemlich rasch starben die echten Verleger aus oder wurden von ihrer Trägerschaft („Basler Liberale Nachrichten“, „Journal de Genève“) aufgegeben.

Deshalb verpassten sie auch den Aufstieg der „Social Media“.

Der Schweizerische Verlegerverband verwandelte sich in eine Partyorganisation und verlor, jedes Jahr mehr an Reputation und Bedeutung. Zuletzt bettelte er den Bundesrat um einige Millionen an, die der Verleger Leben erleichtern sollten.

Sie erhielten auch etwas Kleingeld und sind seither still geworden. Ganz nach Motto: „Man muss die Hunde füttern, ehe sie beissen.“

Wer ernsthaft in die Branche blickt, sieht, dass man auch mit „alten Medien“ noch sehr viel Geld verdienen kann. Bestes Beispiel dafür ist der Walliser Jungverleger Fredy Bayard, der in Visp den im Oberwallis dominierenden, aber de facto sich der Pleite annähernden Mengis-Verlag („Walliser Bote“) übernahm und innerhalb von nur sechs Monaten sanierte.

Er kaufte sogar eine zweite Druckerei und bietet jetzt „Druckleistungen zu EU-Preisen“ an. Es funktioniert, wenn man sein Gewerbe beherrscht. Die meisten Verleger beherrschten es nicht, gaben auf, verkauften oder schlossen sich mit In- und Ausländern zusammen.

Derweil ging die 4. Gewalt nahezu unter.

Nein, nicht ganz, denn der „Blick“ entsann sich nach Jahren des Grauens, wo ein personeller Fehlentscheid auf den anderen folgte, wieder seiner Medienmacht und griff die Berner Institutionen an. Chefredaktor Christian Dorer spürt am Griff seines Colts wieder viele Kerben, und die Lust an mehr ist ihm nicht vergangen.

Tamedia, der grösste Schweizer Verlag, das Haus der Gutmenschen und feministischen Musterfrauen, machte sich unter Führung eines McKinsey-Managers, Pietro Supino, auf, die NZZ in ihrer Kernkompetenz des brillanten Journalismus anzugreifen.

Vieles ist ihm und seinem Ober-Chefredaktor Arthur Rutishauser gelungen. Auf den „Tagi“ aus politischen Gründen zu verzichten, ist deshalb leichtfertig. Supino selber pflegt eine Kunst, die schon Machiavelli gelehrt hat: die der sanften Rede und der eisernen Faust im weichen Handschuh.

Obwohl ich morgens immer noch zuerst die NZZ lese, um die Meinung unseres bürgerlichen Establishments zu erfahren, greife ich dann sofort zum „Tagi“, weil ich dort mehr „strong news“, Überraschungen und besondere Ansichten, erwarte.

Aber ist der „Tagi“ Vierte Gewalt? Ich bezweifle es. Die Redaktion unterstützt linksgrünes Denken und Handeln eine Spur mehr, als es andere tun. Gut, sie hat auch mehr Leser in den Sektoren Kreation und Verwaltung. Aber ist dies Mediengewalt?

Wohl eher plätschert die Zürcher Stadtredaktion über die Ereignisse berichtend hinweg, denn nach einem Jahr linksgrüner Zürcher Regierung mit gleichgeschaltetem Parlament ist in der Stadt selber wenig geschehen.

Nur aus einer grösseren Perspektive lässt sich dies beurteilen.

Von international erfahrenen Schweizern und gebildeten ausländischen Beobachtern des Landes hört man nur eine Meinung: „Die Regierung in Bern samt den Spitzen der Parteien haben den Zug verpasst, die reiche Schweiz des 20. Jahrhunderts zu retten.“

Sie verspielten den Finanzplatz und retteten die Konzerne der Exportindustrie nur um den Preis einer Nationalbank-Politik, die grosse Teile des Volkes in den Niedergang und die Armut treibt.

Die grossen Schweizer Medien, die kleinen schon gar nicht, haben uns dieses täglich deutlicher heraustretende Bild nicht oder nur am äussersten Rand vermittelt.

Staatstreue, wie sie in Nordkorea, Israel und der Türkei verlangt wird, bringt keinen grossen Journalismus hervor. Die 4. Gewalt wird zerstört oder zerstört sich selber. Die Verleger verkaufen lieber, als sich ihrer Haut zu wehren.

Dabei wäre die Schweiz ein grossartiges Land für grossartigen Journalismus. Noch haben wir eine gebildete Minderheit, die freie Medien und Demokratie verteidigen. Doch unter dem Druck der „Social Media“ und der kantonalen Kulturbürokratien lösen sich die Primar- und Sekundarschulen als echte Bildungsträger auf. Das demokratische Fundament schwindet.

Einige ausgezeichnete Journalisten lehnen sich dagegen auf, weil sie das berufliche Ideal, wie es vielfach nur als Schemen existiert, nicht aufgeben wollen:

Urs P. Gasche behauptet sich mit seinem www.infosperber.ch. Aber er ist auf Spenden angewiesen.

www.republik.ch hat den Start gewagt, aber mit zu vielen Edelfedern den Brei fast verdorben.

Roger Köppel, ein zeitgenössischer „Hans im Glück“, erhielt von einem weisen Tessiner, Tito Tettamanti, die „Weltwoche“ für einen Vorzugspreis. Jetzt muss er beweisen, dass man gleichzeitig ein SVP-Propagandablatt und ein Weltmagazin sein kann. Es ist der schwierigste Spagat in der Schweizer Medienlandschaft.

Und Lukas Hässig, ausgezeichneter Spitzenjournalist, der mit minimalem Aufwand bei maximalen Risiken www.insideparadeplatz.ch täglich alimentiert, ohne sein Credo aufzugeben.

Hässig am meisten, aber die anderen auch ein wenig, erinnern mich an Seymour Hersh, der durch seine medialen Attacken in den USA den Ruf der 4. Gewalt dort nochmals rettete. Nixon und Kissinger waren ihm nicht dankbar dafür.

Die NZZ wäre berufen, dem Begriff der 4. Gewalt in der Schweiz wieder Gewicht zu verleihen, aber Chefredaktor Eric Gujer ist zu klug, den eigenen Stall zu verdrecken.

Deshalb ist er auf Deutschland ausgewichen.

Im Übermut des aufrechten Schweizers, der in Berlin Einfluss gewinnen will, hat er sich mit einem durchaus fragwürdigen deutschen Ex-Journalisten und Medienberater zusammen getan, um wenigstens „Angie“ Merkel zu stürzen, was aber zu nichts führte. Experiment missglückt.

Jetzt wurde in der NZZ sogar Steve Bannon sehr höflich vorgestellt, der aus der EU Gurkensalat machen möchte und in Brüssel schon ein neues Stalingrad sieht. Braucht die NZZ derlei?

Hat derlei Vorgehen Klasse?

Aus der Einsicht, man könne in der Schweiz politisch als Medium kaum etwas erreichen und kommentiere daher besser, was in Budapest, Tripolis und London vorgeht, sind die sekundarlehrerhaften Kommentare entstanden, die täglich die Spalten auch der kleinsten Redaktionen füllen.

Bezüglich der 4. Gewalt dürfen wir auch von den SRF-Sendern gleich auf gar nichts hoffen, denn SRG-Präsident Jean-Michel Cina, aufgestellt von CVP-Parteifreundin Doris Leuthard, ist derart handzahm, dass wir von seinen Kadern nicht viel mehr erwarten dürfen.

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand lebt hinter einer Wand des Schweigens, SRF-Direktorin Nathalie Wappler kann sich dies weniger leisten. Wunder sind in einem absterbenden System sehr selten, und man beisst nicht die Hand, die einen so gut füttert.

Die meistgefürchteten „Social Media“ sind bisher auf keinen Fall eine Vierte Gewalt. Einzig Donald Trump ist es gelungen, daraus eine Waffe zu schmieden, welche die Welt und deren Börsenplätze zu erschüttern vermag.

Die Medien als 4. Gewalt sind wohl ein liberaler Traum aus der Vergangenheit. Längst sind sie abgelöst von einer echten 4. Gewalt, den Verbänden und deren Lobbyisten.

In der Lobby des Bundeshauses wird nur darum gekämpft, wer die Spesen für einen unaufhaltsam wachsenden Staat zu bezahlen hat. Die wirklich Reichen (sicher nicht), die wirklich Armen (sicher auch nicht), bleibt der Mittelstand.

Er hat die schlechtesten Fürsprecher. In den Medien, von der „Schweizerischen Gewerbezeitung“ einmal abgesehen, schon gar nicht.

Der stark gestiegene Anteil engagierter weiblicher Journalisten bis hin zu Feministinnen hat die 4. Gewalt nicht wirklich gestärkt. Christine Neuhaus von der Inlandredaktion der NZZ hat, wie andere Frauen und Männer auch, ihre Lieblingspolitikerinnen, die ihren Ansprüchen entsprechen.

Dies ist jedoch weniger ein Zeichen der Macht, sondern eher zu vergleichen mit dem Einzug von Jesus Christus am Palmsonntag in Jerusalem, wo die Jünger ihm den Weg ebneten.

Wo ohnehin seit fast 20 Jahren viele der besseren Journalisten vorzugsweise als Kommunikationschefs zur Öffentlichen Verwaltung überwechseln und noch mehr darauf warten, endlich nach Bern oder mindestens in eine kantonale Hauptstadt berufen zu werden, kann von der Macht der Medien nicht mehr die Rede sein.

Wenn schon die Verleger den Käse auf der Brotscheibe aus Bern beziehen, warum sollen ihre Journalisten sich nicht auch danach strecken? Wie man sieht, sind die Sitten verroht.

Gibt es doch noch eine Möglichkeit, die 4. Gewalt wieder zu beleben? Was in der Schweizer Provinz nicht möglich ist, kann auf jeden Fall global von Bedeutung sein.

Die Medienkriege zwischen den Grossmächten, wo die USA, Russland und China global um die Meinungshoheit kämpfen, sind ein Hinweis darauf, dass sich ohne geneigte Medien grosse Schlachten nur schlecht gewinnen lassen.

Mit welcher brachialen Unverfrorenheit die USA dies seit 150 Jahren getan haben, wissen wir nicht erst seit Bekanntwerden der Untaten von Henry Kissinger. Die Russen haben ihren Teil geleistet, um nicht mehr alleine den „Schwarzen Peter“ zu tragen.

Die Chinesen sind im Begriff, den „Freien Westen“ medial an die Wand zu fahren. Wer glaubt nicht, dass Peking besser organisiert ist als Moskau, Washington D.C. oder Brüssel?

Und wir in der Schweiz, sind wir besser informiert, um in einer der weltbesten Demokratien Politik zu machen?

Ich glaube es nicht mehr und hole daher täglich mein Wissen aus der „Financial Times“, dem „Le Monde“, der „Frankfurter Allgemeinen“, der „New York Times“ und vielen anderen tollen Printmedien.

Die 4. Gewalt ist nicht tot, aber in der Schweiz ist sie sehr viel schwächer geworden.

Kommentare

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  1. Sie werden es schon an den Kommentaren bemerkt haben, Herr Stöhlker, es gibt einen hohen Prozentsatz an Schweizern, für die die Pressewelt in Ordnung ist.

    Ich habe zur Stützung Ihrer These eine kleine Sammlung von deutschen Tageszeitungen parat, allerdings von Mitte September 2015, wo es um die Flüchtlingsfrage ging, da lauteten die Schlagzeilen von „WELT“, „HAMBURGER MORGENPOST“, „FAZ“, „ZEIT“, „SÜDDEUTSCHE ZEITUNG“, „SPIEGEL ONLINE“, „FOCUS ONLINE“ unisono:

    „Merkel: Wir schaffen das“

    Inhaltlich:
    – Die Zuwanderer sind mehrheitlich gut ausgebildet
    – Die Zuwanderer bringen den Ehrgeiz mit, sich gesellschaftlich einzubringen
    – Durch Familienzuzug wird unser Rentensystem gerettet
    – Die Kultureinflüsse werden sich positiv auf das Leben in Deutschland auswirken
    – Industrie und Handel können bei bestehendem Fachkräftemangel von einem erweiterten Arbeitsmarkt profitieren.

    Nach drei Jahren muß ich feststellen, daß alles erstunken und erlogen war:

    – Von rund 110.000 Irakern sind 77.000 auch nach drei Jahren noch von Hartz IV abhängig
    – Von 1,76 Millionen Einwanderern sind nach Erhebung des Statistischen Bundesamtes 330.000 ohne jeglichen Schulbesuch und 905.000 ohne jede Ausbildung.
    – In vielen Städten haben sich Ghettos gebildet (Duisburg-Marxloh, Köln-Mülheim, etc.pp)
    – Die Imame in den Moscheen predigen Abgrenzung gegenüber dem Christentum
    – Erdogan mahnt zum Erhalt der türkischen Kultur ohne Abstriche mitten in Deutschland (Rede in Köln 2014)
    – Der Zufluss von Migranten besteht zu über 70% aus jungen Männern zwischen 17 und 28 Jahren

    Die deutsche Presse hat eine tatsächliche Invasion von kulturfremden und bildungsfernen Migranten begleitet und dem Arbeitsvolk schmackhaft gemacht.

    Im Jahre 2018 hat Deutschland für diese Menschen 23 Milliarden Euro aufgewendet.

    Für die vollständige Beseitigung der kalten Progression im Einkommensteuerbereich und der Entlastung von Familien durch kostenlose Kita-Plätze war jedoch kein Geld da.

    Bei Rekordsteuereinnahmen des Bundes keine Entlastung für Angestellte und Arbeiter.

    Dafür werden neue Steuerarten konzipiert, eine Neufassung der Grundsteuer und eine CO2-Steuer sind bereits ausgemachte Sache.

    Und die deutschen Medien schweigen dazu.

    Das kann kein Zufall sein.

  2. So gut wie alle Medien sind heutzutage Feindpropaganda.
    Seiten wie IP sind eine sehr kleine Ausnahme.

    Nur die meisten haben nicht mal erkannt wer der Feind der Menschen ist und lesen daher munter weiter:(

  3. Liebes IP-Team, Herr Stöhlker

    Es ist zwar schön und dazu sehr nett, dass Sie über CHF 2000 alleine fü Printmedien ausgeben und damit Arbeitsplätze unterstützen. Danke!
    Auch für die öffentlich-rechtlichen Zwangsmedien dürfte nochmals ein schöner Batzen draufgehen. Sehr schade!
    Denn Ihr Artikel zeigt geradezu exemplarisch, dass man sich ganz offensichtlich auch mit beachtlichen Geldsummen alleine nicht unabhängig informieren kann. Es braucht also noch etwas mehr. Zum Beispiel Informationen über die Informationen die man konsumiert oder einfach vorgesetzt bekommt. Ein wissenschaftlicher Medienspiegel tut genau dies:
    https://swprs.org/medienspiegel/
    Daraus können Sie schliesslich erkennen, dass Sie sich mit Ihrer Wahl, plus den öffentlich-rechtlichen Zwangsmedien, lediglich in einer transatlantischen Info-Blase befinden. Also Pustekuchen von wegen 4. Gewalt und unabhängige Informationen. Daran kann auch die unnötige Erhebung des Blick zur einer Zeitung nichts ändern. Was wir als Ihre Leser sowieso eher als einen unnötigen Angriff auf unseren Intellekt wahrnehmen.

    Bleiben Sie mit IP einen dringend nötigen informellen Farbtupfer in der Schweiz. Aber vermeiden Sie unbedingt in der transatlantischen Brühe unterzugehen.

    Danke an Sie alle!

  4. Klaus „J.“ Stöhlker kann mit seinen Feststellungen sowieso nur provozieren. Genau das ist sein Problem. Auch diesmal hat er, wie immer, provoziert. Der gute Klaus kommt mir wie ein ergrauter Schlagerstar, welcher auf seiner letzten Tourné ist, vor. Nur hat er extrem Mühe, von der Bühne abzutreten.

  5. Lieber Herr Klaus Jürgen Stöhlker: Dass Sie aus dem grossen Kanton kommen merkt man nicht nur an Ihrem selbstgefälligen Schreibstil sondern auch an Ihrer mangelnden Kenntnis der Schweizer Presselandschaft. Oder ganz einfach an der typisch Deutschen Ignoranz.

    Im Welschland haben wir die 1950 gegründete einzige Tageszeitung der Schweiz, welche sich exclusiv wirtschaftlichen und finanziellen Themen widmet(e). Unter der Leitung von François Schaller, dem Sohn des gleichnamigen bekannten (Ihnen wohl unbekannten) Schweizer Oekonomen François Schaller, war das Agefi cutting-edge. Der Inhalt war um einiges fundierter als der Wirtschaftsteil der NZZ. Auch war die Berichterstattung schneller als diejenige des „Les Echos“. Super war die Abhandlung von Abschlüssen Schweizer Firmen, gepaart mit Branchen- / Peerbenchmarks sowie jeweils der Empfehlung eines Finanzanalysten. Auch die Kommentare des Chefredaktors (François Schaller) waren extrem intelligent (wie die Person selber). François Schaller übrigens war einer der wenigen prominenten Romands, die gegen den EWR-Beitritt waren.

    Auch die praktischen täglich erschienen Artikel von Bruno Bertez, dem vormaligen Besitzer beider Agefis (es gibt auch in Frankreich ein Agefi, jedoch nur Online), waren sehr interessant.

    Leider wurde François Schaller per 1.5.2017 durch den schönsten Nationalrat (er wird nicht mehr kandidieren, wurde letztes Mal aber auch nicht gewählt, sondern ist lediglich nachgerutscht), Bureau F.-Intimus und Innovationsfetischisten ersetzt. Danach erschienen auch die Artikel von Bruno Bertez nicht mehr. Nach knapp einem Jahr wurde M. Derder „hinausgestuhlt“, das Agefi an die Wand gefahren (Inhaltlich, Redaktionell) und die bezahlte Auflage um ca. 70 % reduziert. Heute kann man es an Kiosken in Genf suchen. In der Deutschschweiz ist es schon gar nicht mehr erhältlich. Ein Scherbenhaufen, m.a.W. Der neue Chefredaktor ist der Stellvertreter von F.D.; eine gesichtslose Person, von der ich Online noch nie einen Kommentar gesehen habe. Einer, der wenigstens schweigt, wenn er nichts zu sagen hat…

    Damit bleibt als Alternative, falls man sich über Schweizer Unternehmen informieren möchte, nur noch die NZZ.

    Online kann man die täglichen Depeschen von Bruno Bertez abonnieren oder auf seiner Website lesen. Dies sollte, als Zusatz zur NZZ und um sich eine Meinung bilden zu können, mehr als genügen. Die FT ist ein wenig linkslastig (früher auf jeden Fall). By default würde man das WSJ, welches täglich als PDF bezogen werden kann, lesen.

    Nachdem ich Ihnen jetzt Insiderinformation gegeben habe, könnten Sie mir, als Doktor Allwissend, noch den perfekten E-Reader vorschlagen. Den bei Anwälten so beliebten Sony gibt es leider nur in den U.S.A. (weil in manchen Staaten Gerichtsdokumente elektronisch übermittelt werden müssen). Für einen 10″ oder 13″ aus Rotchina möchte ich keine $500 riskieren.

    • Lieber Herr Kummer,

      danke, mir geht es ausgezeichnet. Ihr Angriff gegen meine Staatsangehörigkeit geht an der Sache vorbei, bin ich doch seit über 30 Jhren ein sehr guter Schweizer (Steuerzahler) ohne einen anderen Pass. Und sonst?

      a) Sie schreiben immer von Dingen, die einst waren. Und heute?
      b) In der Westschweiz ist die Vierte Gewalt völlig zusammen gebrochen. Die Deutschschweizer Medien zuehen aus der Politik in der Westschweiz vorzugsweise die Skanndale heraus.
      c) Westschweizer Intellektuelle haben eigentlich keine nennenswerten Foren mehr.

  6. Seit dem 11.9.2001, lese ich praktisch keine Zeitung mehr. Ich hasse, wenn man uns für dumm verkauft.
    Diese grob inszenierte Anschläge, die leider echte unschuldige Opfer gefordert haben, und die Berichterstattung danach haben mich die Augen geöffnet.
    Die große Medien lügen, vertuschen und berichten fast immer tendenziös.
    Sie schützen die Mächtigen. Praktisch alle Journalisten sind links orientiert. Dann werden die Redaktionen von Geheimdienstler infiltriert. Und die Firmen kaufen sich ein gutes Image mit Werbung. Ein großer Teil des Inhalts kommt von PR-Firmen, Lobbies.
    Die Fakten verschwinden und werden durch Meinungsmache und Propaganda ersetzt.
    Am Ende gibt es nichts mehr zu lesen.

  7. Unsere Printmedien sind tatsächlich unterirdisch schwach. Manipulationen bei Abstimmungen, fehlende oder unkritische Analyse von dämlichen Studien und Statistiken, verschweigen von wichtigen Missständen in der CH usf. Jüngste Beispiele?
    a) Bei der Billag-Vorlage wurde praktisch nur über die Gebühren und Leistungen von SRF geschrieben. Tatsächlich ging es aber der FDP/SVP um die Abschaffung des moderat kritischen öffentlichen TVs, damit Blocher und Cie. die Meinungshoheit hätten übernehmen können.
    b)Bei der USR III Abstimmung wurde eine Mogelpackung befürwortet deren Zweck jedoch nur den Unternehmungen nützte. Der AHV Anteil wird ja hauptsächlich vom Mittelstand berappt, hatte nichts mit den Steuern zu tun. Dieser Fakt wurde jedoch als Geschenk für die AHV verkauft.
    c) Beim Waffengesetzt tat man so, als ob es um die EU ginge. Der Inhalt war wohl weniger wichtig.
    d) Bei Krawallen wird nie untersucht, wie sich die Hooligan-Szene zusammensetzt. Es wird nur berichtet aber nie nachgeforscht. Angst vor Tatsachen?
    e) Die Arbeitslosen-Statistik wird systematisch schöngeredet. Fake-News vom Feinsten.
    f) Der Tourismus wird gehätschelt. Wem dient das? Asiaten werden in die Schweiz geflogen, die Hotelketten gehören ausländischen Investoren, der ÖV für die Kunden wird vom Steuerzahler subventioniert, die die MWSt zu Unrecht tief gehalten. Zusätzlich wird da noch auf unserem Buckel der CHF geschwächt. Fragt sich nur noch, was für Jobs geschaffen werden? Sicher nichts Nachhaltiges, da diese Einkommen im Alter zu Armut führen.
    g) Feminismus, Homosexualität, Genderspinnereien werden gehätschelt, Unangenehmes verschwiegen. Die NR-Selektion der SP Zürich ist kaum ein Thema. Auf Platz 1 und 9 sind Homosexuelle (sind m.E. okay)., auf Platz 2 bis 6 Frauen. Aber ist diese SP eine repräsentative Partei für Arbeitnehmer, Büetzer oder für mich? Never.
    h) Genug, könnte noch lange schreiben …. Höchstens noch ein Dankeschön alle IP-Schreiber.

  8. Was für ein wirrer Artikel: Kein roter Faden, viele Brüche. Von Ihnen hätte ich mehr erwartet, Herr Stöhlker.

  9. Wenn wir mit Herrn Stöhlker immer einer Meinung wären – oder immer dagegen – kämen wir der Gleichschaltung erschreckend nahe. Jeder Auftritt eine erfrischende Bereicherung, die für Zündstoff sorgt. Und hier trifft er wieder einmal voll ins Schwarze. Herzlichen Dank!

  10. Eine gute Zeitung lesen heisst fuer mich vier Stunden Leseerlebnis mit spannenden Berichten sowie Informationen zu Wirtschaft und Politik und all das auf einem neutralen Niveau. Das gab es noch vor ein paar Jahrzehnten mit der alten Weltwoche, heute kaufe ich die Zeit oder die Times obwohl der Preis im Verhaeltnis zum Umfang des jeweiligen Blattes massiv gestiegen ist. Ich moechte ja niemanden nerven, aber mit dem Nein zu NoBillag haben sich die Schweizer Verleger das eigene Bein abgehackt. Man kann doch nicht eine private Sendeanstalt mit 2 Milliarden subventionieren zulasten der Buerger und Buergerinnen (weil irgendein Parlamentarier die Schweiz zu einem neuen Hollywood machen will (sicher mit stinklangweiligen Problemfilmen), aber die Printmedien haben das ja unterstuetzt! Klar koennen die nur noch auf der Ebene ‚Seilschaften‘ existieren, ob rechts oder links gerichtet. Gut sichtbar besonders waehrend Volksabstimmungen. Waere die NoBillag angenommen worden, haette sich diese Destabilisierung nicht noch weiter verstaerkt. Fuer solche Blaetter gebe ich kein Geld aus.

  11. Das unglaubliche Versagen der vierten Gewalt, gesamtschweizerisch, wenn es darauf ankommt, etwas zu vertuschen oder „Interessen zu wahren“, seien es parteipolitische, die eigene Karriere, oder die von Freunden oder Amigos.

    Mitbeeinflusser gerade diese Wochen wegen anderem Fehlverhalten in den Medien: der Oberwalliser SRG-Präsident Jean-Michel Cina und der Oberwalliser Oberstaatsanwalt Rinaldo Arnold (Fifa-Amigo-Affaire)

    1. Die Jagd nach mir mit einer bewaffneten, über 20 Mann starken Sondereinsatztruppe, 15 Tage Haft und das Verstummen der nationalen Medien

    https://therightcolleagues.blogspot.com/2018/03/der-tag-dem-die-nationalen-medien.html

    2. Der Tag an dem die nationalen Medien verstummten

    https://therightcolleagues.blogspot.com/2018/03/der-tag-dem-die-nationalen-medien.html

  12. Sehr geehrter Herr Stöhlker

    Es gibt digitale online-Versionen dieser Abos. Die können Sie unterwegs auf dem Smartphone lesen.

    Bei bei haben iPad pro (dasjenige im A4-Format) und PDFs alle normalen Bücher ersetzt.

    Ich lese viel, aber nichts Gedrucktes.

    Bald fängt das 3. Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts an …

    • Lieber Herr Müller,

      wenn ich, derzeit in den Ferien, in einer Stunde an die Kioske gehe, um die wichtigsten Zeitungen zu kaufen, finde ich darin viele wichtige Artikel und Kommentare. Nur ein Beispiel: Die „grossen“ Feuilletons sind heute oft besser als die „politischen“ -Seiten. Ich lasse mich gerne überraschen und mich dies etwas kosten.
      NATÜRLICH GEHE ICH ZUVOR auch über einige Internet-Seiten.

    • @Daniel Müller:
      Sie haben inhaltlich überhaupt nicht erfasst um was es eigentlich geht!

  13. Übrigens…..

    Zitat :
    Die Chinesen sind im Begriff, den „Freien Westen“ medial an die Wand zu fahren. Wer glaubt nicht, dass Peking besser organisiert ist als Moskau, Washington D.C. oder Brüssel?
    ————————–

    Nein, besser organisiert sind sie sicher nicht, aber sie ordnen von oben her an und das Volk muss gehorchen.
    Die Staatsgewalt unter diesem verbrecherischen Regime ist extrem repressiv.
    Das Chinesische „Sozial-Kredit-System“ ist wohl der umfassendste Unterdrückungsapparat der jemals irgendwo eingeführt wurde. Die Stasi in der DDR oder der neue Gesinnungsstaat in der BRD sind dagegen wahre Sanatorien.
    Aber auch in China wird das zum Ende der Unterdrückung führen, und es wird ein äusserst gewaltsames Ende werden.

  14. Tja, lieber Klaus. Auch früher war es nicht besser in Europa. Eine 4. Gewalt, wie es die Amerikaner kennen, gab es hier nie (mit Ausnahme von Grossbritannien, vielleicht). Im Unterschied zu früher hat man heute Zugang zu viel mehr Informationen und Quellen und kann auch schon mal „direkt zur Quelle“ gehen. Mit Sozialen Medien und Blogs wurde das Informationsmonopol der Grossen gebrochen. Es macht die Informationssuche zunächst schwieriger, aber wenn man lernt damit umzugehen, dann ist man am Ende besser informiert als früher.
    Man merkt auch, dass nur die Leitmedien zu lesen eigentlich schon immer falsch war und wundert sich, wie oft man wohl früher den ‚fake news‘ der Leitmedien aufgesessen ist, weil man sie für seriös hielt.

  15. Die vierte Gewalt in der Schweiz
    repräsentiert durch

    BLICK
    im Bett mit Tamy Glauser

    Künftige Nationalrätin der SP ?

    ab 6.23:
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=20&v=ZLY_w96X02c

    Zwei hässliche Frauen im Bett, die eine geliftet, die andere bis auf ihren persönlichen Eigenextremismus geistig limitiert, beide erheben Anspruch auf die Darstellung einer neuen Schweiz, geben sich progressiv, gelangweilt dominierend, avantgardistisch, beide unsägliche Frauensnobs vor dem Herrn.

    Ein unbarmherziges, dumpfes Dauergeschnatter zwischen Kameras und Champagnergläsern, und fürs Volk die Botschaft, dümmer geht’s immer.

    Ich schwöre Euch, der Rechnung für diese spätrömische Alpendekadenz ist noch keiner entgangen, entweder steht Euch als Folge der bewaffnete Westgote ins Haus, oder der Wegfall der Altersversorgung, wenn ihr Schlafschafe diese gruseligen Gestalten noch weiter politisch hochkultiviert.

    Wenn sich die Bevölkerung von diesen beschränkten Modegören den politischen Weg vorgeben lässt, dann weine ich der Schweiz keine Träne nach.

    Wie hohl in der Birne muß man sein, um dieses abartige Gefasel ernst nehmen zu können ?

    Wieviel Demokratie steckt in einem Stimmvolk, das Wilhelm Tell für eine überkommene Alpensaga hält und in dem runtergewirtschafteten Europa seine politische Zukunft sieht ?

    So blöd kann keiner sein, denkt man.

    Erst wenn nur noch Transvestiten im Bundesrat residieren und sich alle Nationalräte zum Kokskonsum in der Berner Gendertoilette treffen , werdet ihr erkennen, daß das Modell Platzspitz auf die gesamte Schweiz ausgedehnt werden soll.

    Und dann wird es zu spät sein.

    • Eine weitere Feministin (Gret Haller) lässt heute die Katze ganz aus dem Sack:
      Interview NZZ im Wortlaut
      Gret Haller, wann waren Sie das letzte Mal in Brüssel?
      „Oh, das kann ich Ihnen nicht sagen.“
      Ist es schon so lange her? Sie sind überzeugte Europäerin, da müsste Ihnen doch auch das Machtzentrum der EU bestens vertraut sein.
      „Ich habe derzeit weder in der EU noch in der Schweiz eine Funktion, die mich nach Brüssel führen würde. Aber vielleicht habe ich bald einen Anlass dazu, wieder mehr in Europa herumzureisen.“
      Warum?
      „Ich bin Teil einer neuen Gruppe, die am Dienstag erstmals an die Öffentlichkeit tritt. An einer Veranstaltung im Bahnhofbuffet in Olten diskutieren die Schriftsteller Jonas Lüscher und Lukas Bärfuss darüber, wie es wäre, wenn die Schweiz bereits in der EU wäre. Denn unsere Gruppe befürwortet den EU-Beitritt.“
      Hat Ihre Gruppe schon einen Namen?
      „Sie hat sich im Rahmen der Sozialdemokratischen Partei konstituiert, als «Sektion EU».“

      Zitat Ende (NZZ)

      Da haben sich die düstersten Ahnungen einiger IP-Kommentatoren bewahrheitet.

      Die nächsten Schlagzeilen lauten dann so:

      „EU zur Übernahme bereit“
      „Schweiz als Auslaufmodell streckt die Waffen“
      „SNB-Jordan: Freue mich auf den Euro“
      „Sommaruga bucht Engadiner Ferienhotels für Jemen-Flüchtlinge“
      „Entlastung für Michael Lauber – EU: Bundesanwalt schon jetzt eurokonform“
      „Mehrwertsteuererhöhung verursacht immer höhere Inflation“
      „Grösste Pensionskasse der Schweiz fusioniert mit der Allianz AG“
      „EU-Abgabe trifft soziale Schichten gleichermassen hart“
      „Keller-Sutter: Misch-Ehen verdienen finanzielle Unterstützung“
      „Bundesräte billigen europäischen Förderfonds in Milliardenhöhe“
      und exklusiv im Blick:
      „Nach Penis-Transplantation: Tamy Glauser kritisiert Operationsteam („Eindeutig zu kurz!“)

  16. Grüezi Dr. Stoehlker. Sind Sie von der Generation, die nach Zeilen anstatt nach Relevanz bezahlt wurde ? In Ihrem Alter sollte man gelernt haben, sich kurz zu fassen. Oder sind Sie auf dem Ast, wo es wieder in die andere Richtung geht und man meint, man hätte soviel Erfahrung, dass man es allen anderen mehrfach der Länge nach wiederkauen muss ? Und inhaltlich ist bei Ihnen nichts Neues. Sie können aufhören. Märssi.

    • ja, dasselbe müsste Stöhlker viel kürzer fassen können!
      Er und seine PR-Leute haben doch früher mit kurz-prägnanten Denkanstössen gearbeitet, um gehört zu werden. Heute hat er offenbar Nachholbedürfnisse und ergiesst sich in ellenlange Elaborate.
      Möchte er sich ev. auch noch in die Ahnenreihe der „elder Statesmen“ einreihen…

  17. Bekam heute zufällig eine Sonntagszeitung in die Hand. Kaufen würde ich so ein linkes Kampfblatt nicht. Tendenziös praktisch von der ersten bis zur letzten Zeile. Die Leser werden auch am Sonntag mit gezielter, zum Teil unterschwelliger, Indoktrination bearbeitet. Vermutlich nach dem Handbuch der ARD oder anderen Anleitungen wie man die Menschen einer Gehirnwäsche unterzieht. Gemäss Umfrage der Sonntagszeitung steht also fest, dass das Volk den Vertrag mit der EU will, ihn bloss in einigen Punkten, zu denen die Übernahme der EU Gesetze nicht gehört, dagegen, wen wundert, eine Reihe gewerkschaftlicher Anliegen, nochmals verhandeln möchte. Wahrscheinlich wurde die Umfrage, der Aufforderung Levrats folgend, unter den Anhängern der Linken durchgeführt. Ich bin jedenfalls nicht befragt worden. Levrats skandalöse Aufforderung zur Beeinflussung von Umfragen wird zwar in einer kurzen Meldung erwähnt, zugleich aber erwähnt, dass die Rechten ohnehin jede Befragung beeinflussten, sodass Levrat recht habe. Den Linken geht es darum den ersehnten Rahmenvertrag, der die lästige Schweizer Demokratie endlich aushebelt und den Weg für den Anschluss der Schweiz an eine sozialistische EU durch die Hintertüre öffnet, erst nach den Wahlen zur Abstimmung zu bringen. Der EU, die im letzten Jahr auf Ersuchen der Linken und der FDP bereitwillig immer wieder Drohungen an die Adresse der Schweizer Stimmbürger ausstiess, pressiert es plötzlich nicht mehr. Die Medien kommen ihrer Aufgabe zu objektiver ausgeglichener Berichterstattung, ohne die die Demokratie zur Farce wird, je länger je weniger nach. An Stelle von Information ist die gezielte Masssenindoktrination getreten. Rechte Anliegen haben wegen der flächendeckenden gleichgeschalteten linken Propaganda der Mainstreammedien keine Chance mehr. Besonders schwer wiegt die einseitige Berichterstattung der öffentlichrechtlichen Sender, die, Leuenberger sei Dank, vom Steuerzahler mit Zwangsgebühren finanziert werden und immer hemmungsloser gegen die Konzessionsbestimmungen verstossen. Aber wo kein Kläger ist, da gibt es auch keinen Richter. Dass die FDP, die in den letzten Jahren immer mehr zur Partei der Grossunternehmer geworden ist, denen die Maximierung ihrer Profite wichtiger ist, als die Demokratie und die Unabhängigkeit der Schweiz, eine unheilige Allianz mit Sozialisten eingegangen ist, ist dem Grossteil der FDP Wähler nicht bewusst. Fast unglaublich ist, dass Keller Sutter, vor der Wahl offiziell Gegnerin der Masseneinwanderung, bereits mit den Linken kooperiert und alles tut, um die Beschränkungsinitiative, die die Umsetzung der vom Volk angenommenen MEI bezweckt, mit allen Mitteln zu bekämpfen und tatsächlich den Rahmenvertrag mit der EU unterzeichnen will. Die Interessen von Economiesuisse sind ihr plötzlich wichtiger, als die Demokratie. Dass von der Masseneinwanderung, ausser der SP und ein paar Grossunternehmer, niemand profitiert, das Volk aber die Lasten der Masseneinwanderung, die von den Medien konsequent ignoriert werden, zu tragen hat, ist dieser BR egal. Der Jubel der Medien ist ihr dafür gewiss. Selbst der Artikel in der Sonntagszeitung, der sich auf den ersten Blick gegen die Linken richtet, die Attacke gegen Tamy Glauser, erweist sich als Schützenhilfe für Kandidaten der SP, die von Glauser verdrängt werden könnten. Dabei wäre Glauser als Frau, Lesbe, Esoterikerin und Heimkind fast die ideale SP Vertreterin. Einzig, dass sie offenbar einer Arbeit nachgeht und nicht an der Uni ist oder sonst wie dem Steuerzahler auf der Tasche liegt, macht sie für die SP unwählbar.

  18. Das finde ich aber jetzt durchaus köstlich.
    IP zähle ich auch zu der 4. Gewalt und ein paar Artikel weiter unten schreibt eine Autorin: „Nur die Russen hätten im Zweiten Weltkrieg vergewaltigt“.

    Und ihr stellt wirklich noch Fragen dazu?

    Wirklich?

    • Falsch, Sie sind ein Exempel der Fake News Verbreitung – und Sie zählen nicht mal zur 4. Gewalt, sondern sind ein einfacher Kommentarschreiber, sogar unter einem einfachen Vornamen (getrauen sich nicht einmal den vollen Vor- und Nachnamen zu nennen).

      Die Autorin, erinnert sich davon gehört zu haben, von den systematischen Vergewaltigungen der russischen Roten Armee während ihres Vormarsches in Deutschland. Wobei die Autorin sich recht erinnert.

      Die Autorin schreibt nirgends, die Russen seien die einzigen gewesen, welche Frauen vergewaltigt hätten.
      Das sagen Sie.

      Sie schreckliche Systematik der Russen in der massenhaften Vergewaltigung von deutschen Zivilisten, insbesondere Mädchen, Frauen, jeden Alters, bis zum Greisenalter, ist jedoch eine historisch relevante Tatsache.

      Die Russen wurden auch nicht vor ein Kriegsgericht gestellt, wie dies bei den Allierten und sogar bei der Wehrmacht geschah. Nein, die Russen wurden dafür prämiert und gelobt.

    • Ich zitiere den Artikel:
      „Etwa die systematische Massenvergewaltigungen von deutschen Mädchen und Frauen durch die russischen Soldaten der Roten Armee anlässlich ihres Vormarsches durch Deutschland im Zweiten Weltkrieg.“

      Zu Ihrem „getrauen sich nicht einmal den vollen Vor- und Nachnamen zu nennen“, können wohl alle hier nur noch lachen.

      Dass ich mich als 4. Gewalt sehe, habe ich nirgends geschrieben. Schon wieder muss ich lachen.

      „die Russen wurden dafür prämiert und gelobt“
      Sind sind ernsthaft krank.

  19. Na na na …….

    Herr Stöhlker, sie haben sie verrannt.
    nun ja, das ist nicht weiter schlimm, das passiert halt eben manchmal, gerade auch denen die sich sehr stark mit den Tagesthemen beschäftigen.

    Zitat :
    In meinen Augen sind es die USA unter Donald Trump, die vor einem Jahr auf Kollisionskurs gegangen sind, aber in der traditionell US-freundlichen NZZ kommen Standpunkte aus Washington D.C. immer besser weg als andernorts.
    ——————————–

    Ganz falsch, die USA sind nur bereit endlich klar zu sehen und die Konsequenzen zu ziehen die der Westen schon vor 30 Jahren hätte ziehen sollen.

    Der Iran ist seit dem Sturz des Schahs auf Kriegsfuss mit dem Westen, mit Israel und mit der aufgeklärten Zivilisation.
    Und es ist sein Ziel dieses System zu exportieren.
    Er unterdrückt in seinem Land die Kurden, die Christen, die Sunniten und viele andere Minderheiten.
    Er hängt Homosexuelle, Kinder ( Stichwort Atefeh ) und in seinen Gefängnissen sind Folter und die Vergewaltigung weiblicher Häftlinge der Normalfall.
    Dieses Land kann das alles tun, solange es uns damit nicht bedroht. Aber genau das tut es, ( La Belle und vieles andere ) und sie bauen an der Atombombe samt Trägerraketen.

    Wir sollten den Iran endlich entwaffnen bevor er sich nicht mehr entwaffnen lässt und Israel gezwungen wird einen atomaren Krieg auszufechten.

    ———————–

    Liest man heute den Unsinn unserer Sozis, so wäre für die ja Sonnenklar das man ein Land welches andere bedroht, sofort entwaffnen müsste…
    Der Iran erfüllt da alle Anforderungen gewissenhaft, da aber gegen die Sozis hin, ( Calmy Tötschli Ray ) ziehen Kopftuch über und nehmen dessen Vernichtungsdrohungen gegen Israel einfach nicht zur Kenntnis.

    ———————–

    Alle Punkte kann ich hier nicht aufzählen.

    Nur noch den.
    Bevor sie US Zeitungen abonnieren sollten sie vielleicht die Weltwoche ins Auge fassen.
    In den US Zeitungen wird nämlich gelogen das sich die Balken biegen, was den Innlandsteil angeht. Das Ausland ist da vielleicht noch etwas weniger betroffen.
    Aber wie kann man die als Referenz nehmen wenn sie bei allem was ihren Präsidenten angeht, derart lügen?

    Aber klar, sie haben eine Aversion gegen Blocher, da kommt ihnen die Weltwoche wohl nicht gerade gelegen.

    In Deutschland glauben viele das wenn man saubere Infos zur EU lesen möchte, man besser die NZZ abonniere.
    Ich kläre die dann meist auf das die NZZ auch nur Systemmedium sei, im Zweifelsfalle gegen SVP und für Links schreibe.

    Ach ja der Tagi……. gibt es noch ein Linksverblödeteres Blatt wie den ?
    Der Tagi ist das Kampfblatt der Sozis eben…..
    Und wann sagen uns Sozis den je die Wahrheit ?

    • Ihre Geschichtskenntnisse beginnen offensichtlich mit dem Ende des von den USA inthronisierten Schas. Falsch. Die Menschheitsgeschichte hat schon früher begonnen.
      Das erklärt dann auch den Rest vom Mist, den Sie erzählen.

    • Herr Roth,
      Wie lange waren Sie im Iran?
      Wenn sie die Geschichte eines Landes nicht kennen, sollten sie nicht nachplappern was sie aus Dritter Hand gehört haben.
      Ein Blick auf Wikipedia würde Ihnen zeigen, dass die USA eine demokratisch gewählte iranische Regierung gestürzt haben um den Diktator „Schah“ einzusetzen. Die NZZ hatte vor ein paar Monate eine grosse Reportage über den Iran und diesen Teil der Geschichte bestens auszublenden gewusst. Ein super Beispiel wie Meinungen mittels selektiver Informationen beeinflusst werden können.
      PS: verlassen Sie sich nicht auf die NZZ.

    • Roth gegen Stölker
      26. Mai 2019 / 19:58

      Sie scheint ziemlich gestört zu haben was ich schrieb, das ist gut so.
      Hingegen scheinen Argumente kaum vorhanden, ausser das sie mich gerne ein wenig beleidigen möchten …. das haben andere schon viel energischer versucht….(((-:

      Ich kann mich an die zeit der Schahs von Persien noch gut erinnern.
      Natürlich war der Iran auch damals ein Muslimisches Land und hatte also kaum Menschenrechte und schon gar nie eine Demokratie.
      In keinem Islamischen Land gibt es diese beiden Dinge, der Islam verunmöglicht Menschenrechte und Demokratie, ja er verachtet sie.

      Viele Iraner möchten etwas von den kleinen Freiheiten haben, ohne Kopftuch, ohne Willkür, Musik und Ausgang in gemischten Gruppen….. aber was machen unsre Sozis für diese Grundfreiheiten eines jeden Menschen……….. Die deutsche Claudia Roth geht mit Kopftuch in den Iran und begrüsst dort die Unterdrücker mit einem Hi-5 wie Kollegen.
      Und was tat unser Tötschli Ray…… auch mit Kopftusch und schön artig gekuscht.

      Dire Menscheitsgeschichte begann lange vor den Schah, aber der Teil in Persien vorher war besser wie der nach ihm.

      Es gibt übrigens einige Blogs die den Iran aus den Diaspora behandeln, auch sie sind sehr aufschlussreich.
      Wer suchet der findet.

    • Nomen est omen: Rot(h).
      Geht vielleicht darum rechts neben Ihnen nichts mehr?
      Und alles was Sie als links ansehen ist des Teufels?
      Seehr eigenartig – sind Sie in einem demokratischen Land aufgewachsen?

  20. Bezüglich Nahost kann ich jedem und jeder nur die Bücher und Vorträge auf Youtube von Michael Lüders empfehlen. Auch wir im Westen sind bedenklich brain-washed.

  21. Knackig geschrieben, inhaltlich leider völliger Gugus.

    Noch nie war das Angebot an Information und Meinung so gross und für die Masse so leicht zugänglich wie heute.

    Im Vergleich zur heutigen medialen Vielfalt war früher die totale Ödnis. Ein paar Verleger und elitäre Redaktionen verwalteten über Jahrzehnte die Informations- und Deutungshoheit. Und nein, „neutral“ waren die sowenig wie die Medien heute. Es waren bräsige Meinungsmonopol-Betriebe. Heute kann ein 17jähriger Youtuber mehr bewegen als eine 80köpfige Redaktion und treibt sie gelegentlich gar vor sich hin.

    Medien waren schon immer ein Business. Nur ist es wesentlich härter geworden. Man kann nicht „Wettbewerb! Wettbewerb!“ schreien und sich dann wundern, wenn er tatsächlich stattfindet und es die eigenen Lieblinge trifft.

    Dass viele damit Mühe haben, die eigene Meinung nicht mehr täglich im Abo serviert zu bekommen, ist verständlich. Es ist ein bisschen anstrengender geworden, sich in der medialen Beliebigkeit zurechtzufinden. Aber interessanter allemal. Selber denken war übrigens schon früher eine Möglichkeit, nur war man sich dessen weniger bewusst. Da gab’s noch den bösen Sowjet.

    Und wir alle hätten vor kurzem nicht den Hauch einer Chance gehabt, unsere Meinung zu veröffentlichen, wie wir es z.B. hier auf IP tun. Die Redaktionssekretärin hätte unseren „Leserbrief“ schon nach zwei Sätzen in den Papierkorb gefeuert.

    Aber früher war ja bekanntlich alles besser.

    Vermutlich sogar die Zukunft.

    • Autsch Ponzi…..

      Ich haben den Spiegel vor 40 Jahren zu lesen begonnen, ich war noch Schüler der Primar.
      Ich las dann auch die zeit, NZZ, die damals noch sehr umfangreiche Weltwoche, die Taz, Faz usw.
      Alle habe ich vor ca. 10 Jahren aufgegeben.
      Ich habe in 30 Jahren sehr genau mitverfolgen können wie sich diese Blätter veränderten.
      Waren zum Beispiel im Spiegel früher einmal die Fakten sakrosankt, sind die heute nur noch „Empfehlungen“ und werden ausgelegt, mit der linken Brille gesiebt und Notfall auch einfach weggelassen.

      In nahezu allen Deutschen Blättern ist das so. Ausnahmen sind Erzeugnisse wie die WiWo, DWN usw.

      Wahrheiten und Recherchen findet man fast nur noch in den Blogs des Netzes.

      Es gab da mal eine Affaire Strauss, ich bin ein Fan vom Franz Josef, aber damals waren die Medeien noch voll um Schuss.
      Sie beobachteten die Politiker, deren Regierungen und deckten Skandale auf.
      Heute verteidigen sie die Links-Ideologie dieser Regierenden und verschweigen dazu auch gerne mal entscheidendes.
      Das ist es was Stöhlker meint und worin er auch recht hat.
      Nur leider sieht Stöhlker wegen seiner eigenen Ideologiesiertheit nicht ….das wir hier eine Zeitung haben die ihre Aufgabe noch wahrnimmt….. die Weltwoche.

      Natürlich finden wir auch in der Schweiz gute Medien, IP, Novo und andere. Aber es wäre auch die Aufgabe der Zeitungen die ja genauso Medium sind, ihre Arbeit kritisch zu betreiben.
      Doe Sonntagszeitung und der Tagi sind unerträgliche linke Kampfblätter, die NZZ soll FDP sein, neigt im Zweifelsfalle aber oft gen Links.
      Das dürften sie auch ……wären sie wenigstens ehrlich dabei.

      Deutschland ist mittlerweile ein Gesinnungsstaat, er wird langsam zu einer DDR-2.0.
      Die Schweiz entwickelt sich mit Verzögerung leider auch dorthin…..
      Personen wie Laura Zimmermann von Operation Libero mit ihrer unerträgliche Grosskotzigkeit, ja solche Leute bringen und dorthin wo Deutschland gerade ankommt, im Gesinnungsstaat der andere Meinungen unterdrückt.

  22. Auch schon herausgefunden.
    Ich habe diese Abos schon lange gekündigt und ein IPad zugelegt.
    Viel schneller und neutralere Berichterstattung von Anderen.

  23. Welch ein fulminanter Artikel, ein wichtiger staatspolitischer Beitrag, welcher zeigt, wie die CH-Medien versagen (insbesondere die aus NZZ und AZmedia hervorgegangene Gruppe, welche an Qualität und Biss verlor.)
    Aber auch andere – eigentlich alle – haben verloren. Meine Regionalzeitung kommt unterdessen noch 1-bündig daher, mit über 70% Werbung und Agenturmeldungen.

    Dass Dorer beim Blick aufblühte kann ich nicht beurteilen, kenne ihn nur von den AZmedien – wo er nie souverän wirkte. Nur anbiedernd.

    Ich denke, dass wir in der Deutschweiz nur drei führende Köpfe haben:
    1: Lukas Hässig – er macht einen grandiosen Job
    2: Arthur Rutishauser, TAgruppe – ein sehr gescheiter Schreiber
    3: WOZ – eine kleine Zeitung mit zu kleiner Reichweite, aber wertvolle Bereicherung der Gesamtumschau

    Kompliment, Herr Stöhlker, dass ich gerade von Ihnen einen solchen Beitrag lesen würde, hätte ich nicht erwartet. Chapeau. Vieles wird mit dem Alter besser. Wie Ihre kritischen, fast schon subversiven Beiträge. Ich freue mich auf den Nächsten.

    • TA Media (und Rutishauser) ist nun gerade ein Beispiel, wie die Medienqualität abgesoffen ist.
      Was hat TA Media denn in den letzten 2 Jahren am Finanzplatz brauchbares fabriziert? Gab es da auch nur einen einzigen Primeur?
      Der Höhepunkt war da der „EY Case“. Aber sogar da hat die Binswanger (nicht mal aus der Wirtschaftsredaktion!) im Kern die Artikel von Hässig zusammengefasst und mit einer kleinen Zusatzrecherche ergänzt.

  24. Wie wird man heute Journalist/-in in der Schweiz? Am MAZ oder in der Ringier-Journalistenschule. Die Aufnahme ist niederschwellig. Dort wird der Nachwuchs berufsbegleitend von ehemaligen oder aktiven Tagi-, Ringier- und SRG-Kadern auf Links“liberal“ getrimmt, sodass einer Karriere bei den Systemmedien nichts im Wege steht. Wie jemand für TA- oder Ringier-Medien Geld ausgeben kann, bleibt für mich rätselhaft. Ihr Geschäft ist die Verleumdung Andersdenkender, also Nicht-Rotgrüner. Bei SRG besteht Zwang – neben der Energiewende der dümmste Entscheid der Stimmbürger in den letzten Jahrzehnten. Aber eben, wie Herr Stöhlker zutreffend schreibt, 60% sind wohlstandssediert. Que faire?

  25. In anderen Ländern ist eine anständige und neutralere Zeitung als TA und NZZ schon für die hälfte des Preises zu bekommen. Diese einseitigen Sprachrohre werde ich sicher nicht abonieren denn lesen.

    • lieber Postillion,

      „20 Minuten“ kenne und lese ich seit dem ersten Tag. Gegenüber unseren Büros in Zollikon steht „Kasten 1“ zum Dank dafür, dass „20 Minuten“ von mir in der Schweiz eingeführt wurde. Es geriet dann einige Male in falsche (Investoren-)Hände, um dann von tamedia richtig verankert zu werden, Michael Ringier wagte dies nicht, weil er Angst um den „Blick“ hatte, den er nicht kannibalisieren wollte.

  26. Ich war Staatsangestellter im im weitesten Sinne sozialen Bereich :-). Als ich vor 20 Jahren in eine Kaderposition rutschte, absolvierte ich einen Abendschulkurs „PR für Nonprofit-Organisationen“.

    Zu Beginn der ersten Lektion musste man sich vorstellen. Ich wusste, die anderen würden sich über mich wundern; aber am meisten wunderte ich mich: Von den ca. 20 Teilnehmern arbeiteten etwa 7 bei Organisatinen wie Tierschutz oder Greenpeace etc. Wie erwartet war ich der Bunte Hund im Verein. Aber der grösste Teil der Teilnehmer waren Journalisten bzw. Redaktoren, die sich ein zweites Standbein im PR suchten. Ist das nicht peinlich?

    Und genau so kam es dann ja auch heraus.

  27. Ich halte mich seit Jahren von Schweizer Politik und Medien fern. Die Geldgier, Scheinheiligkeit und Rückgratslosigkeit führen bei aufgeklärten Menschen oft nur noch zu Kopfschütteln und Fremdschämen.

  28. Wieso ist Linksgrün nicht finanzierbar? Oder die Traumpolitik à la Doris Leuthard ? Wir brauchen einfach einen Bundesrats Lohn und wir
    können uns dies leisten, inkl. einen Tesla als Dienstfahrzeug!

  29. Es sind ja gerade Leute wie Sie als „Unternehmens­berater für Öffentlichkeits­bildung“ welche den heutigen Zustand zu verantworten haben.

    Sie werden ja bezahlt um die öffentliche Meinung nach dem Gusto Ihrer Geldgeber zu beinflussen. Ihr Artikel zu Sepp Blatter ist da ein gutes Beispiel.

    Der politisch apathische Bürger musste erst mit viel Geld erschaffen werden. Es werden nur völlig irrelevante Themen diskutiert wie z.B. Klimaschutz und Gender-zeugs, anstelle sich mal mit dem korrupten Geld- und Wirtschafstsystem zu befassen.

  30. Der Beitrag nimmt viele Punkte zu recht auf wenn ich auch die Punkte zur NZZ nicht teile. Der Tagi ist für den Journalismus verloren. Das Prinzip nur Velo-Fahrer grün-links sind gute Menschen ist halt äusserst fragwürdig wenn sich das ganze Weltbild daran orientiert. Online rettet die Sonntagszeitung die Tagi-Reputation. Watson ist nur noch Blogerismus wobei der Jeweilige Autor sein Weltbild in den Mittelpunkt stellt und selbstverständlich nur er recht hat.

    Enttäuschend entwickelt sich die Republik. Das Weltbild (man vermutet immer mehr feministisch-links) verhindert den Blick auf die Welt. Die Erfindung oder gar Rettung des Journalismus ist verschoben. Man steigert soch in sinnlose Händel mit der ETH und freut sich schon auf den vermutlich schon zugesicherten Zürcher Medienpreis.Innerlich habe ich das Abo nächstes Jahr schon gekündigt. Das die Republik gut abdeckt sind die juristischen Themen. Für das Geld kaufe ich lieber ein Abo von weblaw…

    • Wahrscheinlich ist der erste Kardinalfehler der REPUBLIK, dass sie mit ihrem Anspruch als Recherche und Reportageblatt keine zusätzliche Printausgabe hat. Das wäre m. E. der Seriösität geschuldet. Der zweite Fehler ist wohl, dass sie als linkes Blatt eher zu viel Startkapital hat. Aber vielleicht ist auch Constantin Seibt der falsche Mann für den Chefposten. – Fakt ist, dass ein investierter Franken bei Hässigs IP hundert bis tausend mal mehr bringt als bei Republik, Weltwoche und Watson.

  31. Wenn man schon einige Zeit auf diesem Planeten und mit Presseerzeugnissen verbracht hat, dann hat man zwangsläufig einige Erfahrung mit dem kuz bevorstehenden „Weltuntergang“:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Weltuntergang

    In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts folgten auf den mittelalterlichen Ablaßhandel und zwei Weltkriegen der Club of Rome mit „The Limits to Growth“ oder die Grenzen des Wachstums:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums

    In den 80ern weiter mit „Global 2000“ einer Umweltstudie aus den USA von 1980, die düsterste Prognosen für die Jahrtausendwende beinhaltete:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Global_2000_(Studie)

    Danach kam das „Waldsterben“, das uns einige Zeit in Atem hielt, immerhin drohte die Erde akut zu verwüsten, aber der saure Regen wurde besiegt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Waldsterben

    Fast nahtlos ging das Waldsterben in das „Ozonloch“ über – uns drohte der Strahlentod, aber FCKW wurde verboten, also haben wir es nochmals knapp geschafft:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ozonloch

    Zwischendurch hatten die Weltuntergangspropheten noch eine echte Hochzeit, einfach wegen der Jahrtausendwende – „Millennium-Bug“:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Jahr-2000-Problem

    Selbstverständlich waren wir parallel bis zur Perestroika Gorbatschows ständig von der atomaren Auslöschung bedroht, daran war man gewöhnt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kalter_Krieg

    Und jetzt soll uns auf einmal der Klimawandel bedrohen, den es schon immer gab, lange vor der Industrialisierung?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Klimawandel

    Also – nein. Nicht mehr mit mir.

    • kann Sie verstehen – was kommt nach „Friday for future“?
      Aber zunächst:
      lassen wir uns doch mal überraschen, wie sich der Billig-Flug-Tourismus entwickelt…

  32. „Journalismus ist ein wunderbarer Beruf, wie es wenige gibt.“ Aber nicht, wenn er im Bünzliland Schweiz betrieben wird – allen voran beim Tamedia-Konzern – dessen Misere hat vor Jahren begonnen als unter dem „Sohn von Beruf“ ein Drittel der kritischen Schreiberlinge entlassen wurden – und es geht bei diesem „Konzern“ munter weiter unter dem „Schwiegersohn von Beruf“ – die Qualität der Tamedia-Erzeugnisse kann gar nicht mehr sinken, weil sie den absoluten Tiefstand erreicht hat. Bei den anderen Presse-Erzeignissen ist dasselbe der Fall – Ringier, CH-Media, NZZ überbieten sich jede Woche mit der Tiefststand-Qualität – man sollte denen die Papierzufuhr abstellen!

  33. Möglich, dass es noch Zeitgenossen geben könnte, die noch erkannt haben: die neue 4. Gewalt der Schweiz sind die mutigen Leserkommentar-Schreiber, denen es gelungen ist von Bundesbern und in den Konzernzentralen beachtet und gefürchtet zu werden.

  34. Der Schlusssatz sollte heissen richtig heissen: wegen Platz (Wort) -Beschränkung.:

    Alle CH-Medien, inkl. SRF, befeuern die absurden Religionen!

  35. Die Mainstream-Medien nehmen Ihre Aufgabe sehr wohl wahr – allerdings nicht im Sinne einer 4. Gewalt, wie uns das so schön und romantisch erzählt, und von uns nicht hinterfragt wird, nein, sondern eindeutig als Sprachrohr des Systems, das uns so gerne kontrolliert, überwacht, ausbeutet, und gerne die Funktion eines alleingültigen Masstabs für die Bemessung von was richtig und was falsch, was wahr und was unwahr, was eine echte Lüge und was eine Verschwörungstheorie ist, ausübt.

    Ein Grossteil der Berichterstattung erweist sich im Nachhinein jeweils als gigantisches Lügenkonstrukt, gezielte Manipulation oder bewusst lückenhafte Darstellung, anhand denen das (Ein)Verständnis der Allgemeinheit über das Lostreten von Kriegen, über die Zerstörung von ganzen Ethnien, über wissenschaftlichen oder medizinischen Unsinn etc. eingeholt wird.

    Leider ist der Mensch sehr unreflektiert, oberflächlich und vergesslich, sonst wäre diese Art von Businessmodell schon längst obsolete. So lange für diesen Schund jedoch weiterhin freiwillig Abo-Gebüren abgedrückt werden, wird sich daran nichts so schnell ändern. Wir möchten es offenbar gerne so, immer schön die Verantwortung abgeben, ja nicht selber nachdenken, ja nicht den Kopf zu hoch hinausstecken und ja nicht auffallen und anecken, denn das kann vernichtend sein in unserem System…

  36. Bei Religionen handelt es sich um kindliche Indoktrinationen in eine Glaubensgemeinschaft, der die Eltern angehören. Dies je nach Kultur u Land, in das man zufällig hineingeboren wird Also keine Religions-
    freiheit, sondern unfreiwillige Religionsübernahme im Babyalter (Taufe, Beschneidung). Wären wir als Baby vertauscht worden, so wären wir heute ein Moslem. Einfach so, ohne Reflektion! Ca. eine halbe Mio. Götter u Gurus die sich praktisch in nahezu allen Glaubensinhalten widersprechen. Alle CH-Medien befeuern die Christen-Ostergeschichte!

    • Man könnte die Religionen sämtlicher Couleur auch mal wegen Verstosses gegen ihre eigenen AGBs oder wegen Nichterfüllung von Verträgen verklagen. Sie versprechen, dass Gott/Götter etc. Gebete erhören und falls nicht in diesem, so doch in einem nebulösen zweiten Leben alles gut komme. A) woher wissen die das und B) wo sind die Beweise?

  37. Abo kündigen, dafür die – kostenlose – internationale Internetpresse, ggf. mit Hilfe beispielsweise des Google – Übersetzers, benutzen.

    Erweitert den eigenen Horizont ungenmein!

  38. Leider stimmt da so manches im Artikel.
    Der Lobartikel (bezahlt?) über NewsGuard in der NZZ ist bezeichnend. Kein Hinterfragen, kein Checken was diese Organisation so macht. Beispielsweise wird der Russian Hoax in Mainstreammedien immer noch als verifiziert geführt. Kurze Research des Journalisten und schon müsste er sich Fragen stellen.

  39. Lieber Herr Stöhlker, schon nur der Titel lädt zum Weiterschlafen an, danke trotzdem für den Versuch…zzz

    • @L. Conti:
      Ja, und wer in der sog. Demokratie schläft, erwacht in der Diktatur wieder. Weiterhin schöne Träume…

  40. Grundsätzlich selten angetan von literarischen Ergüssen von Unternehmensberatern, aka Berufs-Besserwissern, deren Leistungsausweise stets im Dunkeln verbleiben. Und wer sich zudem freiwillig mit HSG-Feudalherrensöhnchen in sauglatten Workshops abgibt, ist vermutlich auch Teil des Establishments.
    Die Thematik dieses Artikels ist im heutigen Kontext jedoch wichtiger denn je, darum als gelungen zu betrachten.
    Enttäuscht bin ich jedoch über die sprachlichen Fähigkeiten von Herr Stöhlker. Doch eine sehr holprige und zuweilen semantisch verwirrende Ausdrucksweise. Neunmalkluger alleine macht halt noch keinen anständigen Germanisten.

  41. Unterschätzt hierbei werden die zahlreichen Statistiken die den Zeitungen zeigen wer, was, wie, wo online liest. Da der Keuchhusten der Nachbarskatze mehr angeschaut wird (da persönlich betroffen) als die tausenden Toten im Süden (kennt man ja).

    Es gibt nur zwei Möglichkeiten:
    1. Das Volk bezahlt eine unabhängige, kritische und transparente Medienaufsicht
    2. Die Reichen spenden für unabhängige Berichterstattung

    Beides bleiben Wunschträume. Eine Katze ist doch süss. Wen kümmern schon die Toten?

    • da 2): die Reichen spenden ja für die Berichterstattung (wie unabhängig sei dahingestellt): Tettamanti leistet sich die Weltwoche, die Gebrüder Meili die Republik und Blocher einer Strauss von Lokalblättern. Dann gibt es noch Aberdutzende von Titeln, die nicht selbsttragend sind und vom Prinzip Hoffnung leben.

  42. NZZ ist heute nur noch teuer, und liefert dafür Lobby-Content. Vielen Dank an die ganzen Ex-McKinseys die das einst angesehene Medium in den Boden gefahren haben.
    Irgendwie ist da sogar noch 20 Minuten ehrlicher, da weiss man, dass mit Geld fast alles platziert werden kann („in Kooperation mit…“).

  43. wollte einfach „Bravo“ rufen, bis ich am Ende vom „täglichen Wissen“ aus der FAZ gelesen habe. Mhh. Die NZZ wird in Deutschland gelesen, wie einst die Ossis Westfernsehen geschaut haben. Weil eben Deutschland schon gleichgeschaltet ist.

    In Opposition sind grelle Typen wie Elsässer, Lichtschlag oder Köppel. Was von dort kommt, braucht man so wenig glauben wie dem Mainstream, aber es eröffnet immerhin neue Perspektiven.

  44. Ja das ist in der Tat eine absolute Katastrophe, was aus den früher hochstehenden Schweizer-Medien geworden ist. Heute würde ich nicht mehr nur einen Franken in Abos oder Zeitungen unserer Medienhäuser investieren. Sie haben es schlicht nicht mehr verdient. Jammern über jährlich massiv sinkenden Leserzahlen und schlechte Zahlen. Dabei alles selber verschuldet. Und heute gönne ich jeder CH-Zeitung den wirtschaftlichen Untergang.

    Nehmen wir die NZZ. Früher eine Top-Zeitung, absolut lesenswert. Heute nichts mehr weiter wie ein verkommenes Nato-Transatlantisches PR Blättchen. Unter Guyer wurde es noch viel schlimmer. Muss einem aber nicht wundern. Ein Bilderberger, tief verwurzelt in transatlantischen Vereinen. Nachzulesen übrigens schön hier:
    https://swprs.org

    Besonders schlimm Journalist A. Eine absolut Schande. Kein Tag ohne ein Artikel mit Russland-Bashing. Dazu ruft er klar noch zu Gewalt (Syrien) auf, hätte am liebsten schon morgen den 3. WK gegen Russland. Hier kann man getrost nur noch von „Nato-Presse-Hure“ sprechen.. leider. Richtig abstossend. Schon beim lesen seiner Titel steigt die Wut auf.

    Dazu schreiben alle über Fakenews, Russen-Einmischung, Putin-Troll-Frabriken. Ja dann fragt man sich, was unsere Medien da machen. Die schlimmsten Fake-News-Schleudern, die man sich vorstellen kann. Eine objektive, sachliche Berichterstattung muss man sich von keinem einzige CH-Medium erwarten. Die schlimmste wie gesagt NZZ, dann folgen Tagi, Blick und auch SRF. Frage mich jeweils täglich, machen die das freiwillig oder müssen die das? Ja heute ist leider auch die Schweiz tief im transatlantischen Netzwerk verankert und keiner Weise mehr ein souveräner Staat. Das ist leider auch eine Tatsache.

    Heute ist es zum Glück so, dass man sich via Internet viel breiter informieren kann. Vor 20-30 Jahren war das leider unmöglich. Auch das ein Grund, dass man unsere Mainstream-Medien den Rücken kehr.

  45. „Was tun“, fragen Sie, Herr Stöhlker, und empfehlen „Times abonnieren“.

    Komplett falsch. Denn dann sind Sie selbst ein Teil des Problems:

    Der vielen Schweizer, die ihre Identität aufgeben, und der vielen bunten Neu-Schweizer, die die originäre Schweizer Identität überhaupt gar nicht mehr erworben haben bzw. erwerben konnten, weil die Schweiz der letzten Jahre immer identitätsloser geworden ist.

    Was soll das für eine Alternative zum dringenden Erfordernis einer identitätsstiftenden Schweizer Presse sein, auf Auslandszeitungen auszuweichen? Das ist dann angelsächsische oder deutsche Propaganda. Haben Sie niemals Bernays gelesen?!

    Wer hat denn zugelassen, dass die Schweizer nationale Identität durch unnötige Anbiederung an die EU immer mehr verwässert wird?

    Wer hat im Missverständnis von Gleichberechtigung unreife junge Menschen in die Politik gelassen, die ihre pubertären und weltfremden grünen und sozialistischen Wahnideen der Schweizer Gesellschaft aufzwingen wollen? Die Hirnforschung belegt, dass Menschen meist erst mit Ende 20 wirklich erwachsen und fähig sind, aus eigener Erfahrung vernünftig zu entscheiden. Bis dahin sind sie weitgehend ein Propagandaopfer – manchmal auch ihrer eigenen Wahnideen.

    Waren Sie daran nicht beteiligt, alle diese Fehlsteuerungen zuzulassen? Und nun empfehlen Sie die Times?

    • Warum empfiehlt Herr Stöhlker als „Berater für Öffentlichkeitsbildung“, wie er sich nennt, Propaganda-Gifte fremder (EU-) Mächte? Herr Hässig, dieser Beitrag täuscht in seiner Schilderung der desolaten Situation nur vor, Schweizer Werte zu vertreten. In der angebotenen Lösung, sich zum willfährigen Opfer deutscher und angelsächsischer Propaganda zu machen, verführt er allerdings erstaunlich klar zur weiteren Zerstörung der Schweiz. Gut erkannt Christophe. Herr Stöhlker, haben Sie ein U-Boot-Patent?

    • Bis jetzt 77 „Bewunderer“ für diesen nationalistischen „Seich“. Weiter so.

    • Diese identitätsstiftende Schweizer Presse ist genau was wir suchen. Sie soll so zeitnah berichten wie eine Schweizer Armbanduhr und Standpunkte jeder Couleur so scharf zerlegen wie ein Schweizer Taschenmesser. Dass sie die brennenden Fragen so zielsicher treffen soll wie – Achtung: Propaganda – Wilhelm Tell können sich alle selber denken.

      Leider ist die Schweizer Presse davon weit entfernt.

      Sie beschäftigt sich lieber mit Grabenkämpfen und versucht sich gegenseitig die journalistische Kompetenz abzusprechen statt die Eigene auszubauen.

      Der Tagi dürfte blass sein vor Neid, angesichts des durch verantwortungslose Unternehmen und Politik hervorgerufenen sozialen, wirtschaftlichen und psychischen Leids, wie es das investigativ hochkarätige WSJ regelmässig aufdeckt.

      Die NZZ verbreitet regelmässig mit fünftägiger Verspätung Old News, die zuvor schon in der FT zu lesen waren.

      Der Tagi versucht sich im Leserfang mit Clickbait, und die NZZ mit biblischen Texten, in denen sie und ihre Jünger sich in schlecht strukturierter Manier am eigenen Bildungsstand ergötzen.

      Sie betreibt lieber halb (Tagi) oder ganz (NZZ) zensierte Kommentarfunktionen, wo Heerscharen von Nörgelern ihrem Hobby fröhnen können (Tagi) bzw. konnten (NZZ).

      Das argumentative Abwägen vollkommen gegensätzlicher Standpunkte wie in der FAZ hat die Schweizer Presse auch noch nicht gelernt – der Blick ist da ein positives Lichtchen und überrascht immer wieder mit der am breitesten präsentierten Faktenlage – und kurz und bündig noch dazu. Chapeau!

      Eine identitätsstiftende Schweizer Presse soll auch Schweizer Qualität in die Welt hinaus tragen. Solange sie sich aber mit Grabenkämpfen beschäftigt und lieber Salven über Sihl, Schanzengraben und Limmat hin- und zurückschiesst, solange sie lieber ideologisch geprägte Propagandabllätter hervorbringt als der Schweiz ein breites Argumentarium in ansprechenden Stilformen zu präsentieren, solange wird sie weiterhin Leser an ihre erwachsenen Geschwister im Ausland verlieren.

      Schade!

  46. Guter Artikel, sehe ich auch so. Nur in der Financial Times usw. werden Sie sicher auch nicht mehr vierte Gewalt erhalten. Die Vierte Gewalt wird nur durch investigativen Journalismus erhalten und nicht durch Meinungsjournalismus. Inzwischen hat sich das hervorragende Buch gekaufte Journalisten von Ulf Ulfkotte als Wahrheit herausgestellt – es gab auch keine Klagen gegen das Buch.

    Zudem stört mich das bewusste Weglassen von wichtigen Themen. Das Geldsystem wird kaum behandelt, obwohl jeder täglich damit zu tun hat. Jeder politische Entscheid hat mit Geld zu tun. Aber über das falsch aufgebaute System redet man nicht.

    Auch sind Journalisten an Anlässen ganz heiß darauf die Stars zu fotografieren und irgendwelche unwichtige News zu erhalten. Wenn aber ein Bilderbergtreffen (gegründet vom Prinz Bernhard der Mann der belgischen Königin Juliana, der ein überzeugter Nazi war Mitglied der SS, NSDAP und für IG Farben arbeitete! Quelle Wikipedia) stattfindet. Wo Staatschefs, CH-Bundesräte, Parlamentarier meist EU-Turbos, Wirschaftsbosse, Nationalbanker, unter anderem der Chef der Schweizer Nationalbank, Militärs, Geheimdienste, Künstler usw. sich treffen. An dieser Veranstaltung werden geheime Absichtserklärungen rausgeben. Aber darüber wird nicht berichtet, obwohl Chefredaktoren und Zeitungsbesitzer anwesend sind. In den letzten Jahren gab es darüber einige vereinzelte Artikel, aber jetzt hört man wieder nichts mehr. Im Bilderbergtreffen wurde schon in den 60-er Jahren die Gründung des nicht funktionierenden Euros diskutiert und von da an politisch vorangetrieben.

    Dass Soziale Medien keine vierte Gewalt sind, sehe ich ganz anders. Nicht umsonst stellt Google (Alphabet Inc.) tausende Leute ein, um in YouTube politisch unerwünschte Filme löschen und ihre Suchalgorithmen werden für gewisse unerwünschte Themen gesperrt. George Orwell lässt grüßen.

    Nicht umsonst wurde Facebook von der EUDSSR und Deutschland (dass von einer Kommunistin regiert wird) gezwungen, gewisse unerwünschte Inhalte zu löschen – obwohl diese Praxis nicht Verfassungsgemäß ist. Diese Zensur kostet die Firmen Millionen und bringt wenig, weil die Leute die Filme auf ihre HD runterladen und dann einfach wieder hochstellen, wenn sie gelöscht werden. Und dann gibt es noch andere Anbieter. Natürlich wird in den Sozialen Medien auch sehr viel Blödsinn geschrieben und geteilt. Auch wird ehrverletzendes geschrieben, was ich nicht gut finde.

    Auch so manche Zeitungen haben auf die Kommentarfunktion verzichtet, nachdem sie feststellen mussten, dass die Leute den Journalisten nicht jeden Blödsinn abkaufen und so deren Deutungshoheit verloren ging.
    Wichtige Artikel kann man heute in sämtlichen Massenmedien nicht mehr kommentieren und oft wird ein kritischer Betrag gelöscht – anstatt man sich sachlich mit der Kritik auseinandersetzt. Was dazu führt, dass es im Volk halt mit der Zeit zu gären beginnt. Am Aufstieg rechter Parteien haben Medien eine große Mitschuld.

    Diese Zensur macht man nur aus dem Grund, weil die (Politik/Hochfinanz/Wirtschaft/Medien) die Deutungshoheit verloren haben, weil man gewisse Themen nicht mehr wie gewünscht lenken kann, so wie bisher. Weshalb ich behaupte, dass wir in einer Plutokratie leben, die von den Sozialen Medien den Spiegel vorgesetzt kriegt. Den Mächtigen passt dies natürlich nicht, weil dies gefährlich ist. Man könnte ja eines Tages für den ständigen Hochverrat und Korruption von einem wütenden Mob mit der Laternenmastjustiz gerichtet. Dies wird auch geschehen wenn sie so weitermachen.

    Nicht umsonst hat die EUDSSR ein neues Urheberrecht eingesetzt, dass es kleinen unabhängigen Medien praktisch unmöglich macht, eigene Berichte zu erstellen.
    Ich würde gerne eine neutrale Zeitung/Blog gründen, aktuell sehe ich wegen dem Urheberrecht davon ab. Ich hatte hier auch mal einen Aufruf gestartet und keine Antwort gekriegt. Anscheinend besteht kein Bedarf.

    Meines Erachtens ist der Journalismus spätestens seit 9/11 tot, wobei man sagen muss, dass er auch vorher nie wirklich lebte. George Orwell sagte: »Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations.« Genau dies wird nicht mehr getan. Meine Erfahrung mit den Medien ist ist: Wenn ich einen Artikel in der Zeitung haben will, schicke ich den mit Foto ein und er wird 1:1 gedruckt.

    • „Ich würde gerne eine neutrale Zeitung/Blog gründen, aktuell sehe ich wegen dem Urheberrecht davon ab. Ich hatte hier auch mal einen Aufruf gestartet und keine Antwort gekriegt. Anscheinend besteht kein Bedarf.“
      Ich hätte zumindest Interesse, darüber zu sprechen. Wie kann man Sie denn kontaktieren?

  47. Lieber Herr Stöhlker

    Da lesen Sie ja ganz schön viel Systemmedien.

    Ich würde diese eher meiden, denn die Informationen werden immer etwas verdreht, um die Menschen politisch in die falsche Richtung zu lenken. Ich glaube all diese Zeitungs-Abos, ebenso die TV-Medien, können sie vergessen, und sich sparen. Ein grosser Haufen Desinformation und Gehirnwäsche wird den sogenannten “Systemkonsumenten“ verabreicht, durch diese System-Medien.

    Die Mächtigen, die Systembetreiber beherrschen das Finanzsystem, Medien, Bildungssystem usw….,und die wollen möglichst keine wissenden Menschenmassen, sondern möglichst brave Schafe, welche in die Richtung marschieren, die den Systembetreibern genehm ist.
    Deshalb kann man von den Systemmedien nicht viel mehr erwarten wie, Desinformation, Zensur und Gehirnwäsche.
    Man sollte versuchen sich von denen möglichst nicht beeinflussen zu lassen,
    und seine Informationen selbst, in den systemunabhängigen Medien suchen, sowie Selbstschulung betreiben.

    Und wer eine grosse Anzahl Systemmedien abonniert, der stärkt diese noch mit jedem Franken, den er diesen bezahlt.
    Freiheit werden ihnen diese Medien nicht bringen, sondern das Gegenteil!

    Wer Freiheit will, sollte zuerst mal einen Bank-Run vornehmen, bevor der Bail-in, und die anstehenden Währungsreformen von den Systembetreibern durchgezogen werden, und die Menschen enteignet werden.

    Die Unterscheidung von Kapitalismus und Kommunismus, kann man vergessen, denn es sind nur zwei Seiten derselben Medaille, schlussendlich führen beide in die Schuldenberge, mit anschliessender Pleite. Beim erstgenannten dauerts nur etwas länger.

    Die von Ihnen aufgezählten System-Medien, ebenso die System-Finanzmedien,
    -(die ständig von Märkten sprechen, die in Wahrheit gar nicht wirklich existieren , weil das ganze Finanzsystem durch ein Kreditschneeballsystem und systematischen Bankbilanzverlängerungen der Notenbanken und Banken am Leben erhalten wird) – kann man vergessen.

    Grüsse, und Entschuldigung für die Störung.

    • Sie haben den Nagel auf dem Kopf getroffen! Unsere bürgerlich-mitte liegende Medienlandschaft und auch unsere Politiker sind finanziell abhängig von einer kleinen Elite, die sie bedienen müssen für den eigenen Wohlstand. Es gibt noch andere Wege ausser Bargeld (Parteispenden, Aufträge, besonders günstige Gelegenheiten, etc.). Unsere Demokratie wird immer mehr zu einer Farce, nicht nur in der Schweiz. Die Bürger wählen deshalb extremistische Parteien, die die Hoffnung auf mehr Bürgernähe ausstrahlen. Sie sind zumindest zu Beginn nicht gekauft.
      Wie die Parteimitglieder beachtet werden, habe ich als Mitglied der FDP 1984 erlebt bei der Abstimmung über den UNO-Beitritt. Eine FDP-Mitgliederbefragung ergab 72 % Nein. Parole der FDP „JA“, Abstimmungsergebnis 72 % Nein.

  48. hui, gutes thema und interessante ansätze in der auseinandersetzung damit, aber sorry, bei absatz 27 habe ich aufgegeben… wir haben heutzutage ne kurze aufmerksamsamskeitspanne…

    • Ich weiss leider. Musste den Artikel auch in zwei Anläufen lesen.
      ABER
      a) es lohnt sich
      b) es ist tragisch wenn wir diesen Test nicht in einem Zug lesen können
      c) es ist noch schlimmer, wenn ich sehe wie die Aufmerksamkeitsspanne bei meiner Tochter ist. Die Y- und Z-Generation werden den Artikel nicht lesen – zu lang. Fordernd, damit überfordernd.

      Ich versuche daran zu arbeiten, dass ich solche Artikel in einmal lesen kann. Wenn uns solche Texte überfordern, so sind wir genau da wo die demokratiefähige Basis schwindet. Stöhlker hat in seinem Text en passant sehr viele (brutale) Anspielungen eingebaut.

  49. Die Schweizer Medienschaffenden sind zu Speichelleckern und Vasallen der Politiker mutiert. Dieses Duo Infernale aus Journalisten und Politikern versucht uns „normale Bürger“ zu indoktrinieren oder direkter ausgedrückt, zu verarschen. Nicht finanzierbare Klimafantasien und -lügen, der tausendste Veganerstreik oder die hundertste metoo-Genderdebatte füllen die Spalten, während die angeblichen Volksvertreter die Schweiz und ihre Errungenschaften ohne Not vernichten – notabene mit tatkräftiger Vernebelungstaktik unserer ach so scharfzüngigen Presse. Generell mag ich keine Menschen, welche mich dauernd „influencen“, resp. manipulieren wollen – und schon gar keine, welche sich über ein eklatantes Bildungsdefizit in naturwissenschaftlichen Grundthemen profilieren – wie z.B. jene Politiker, welche nun gegen 5G wettern, ohne auch nur einen Hauch einer Ahnung bzgl. Wellenlehre zu haben. Journalisten und Politiker jedwelcher politischer Couleur bezeichne ich in meinem Umfeld nicht nur als die grössten Idioten in unserem Land, sondern vielmehr als Feinde der normalen, arbeitenden Bevölkerung. Umso mehr erstaunt es mich immer wieder, mit welcher Inbrunst die von gerade mal 30% der Stimmberechtigten ins Parlament gehievten Politiker sich selber als „Volksvertreter“ verstehen. Solange unsere Wirtschaft weiterhin derart brummt und noch immer zuwenig Armut und soziale Ausgrenzung herrscht, solange werden die 70% Nichtwähler die Füsse stillhalten. Wenn’s aber so weiter geht mit einer immer bildungsferneren und gutmenschlichen Journalisten- und Politkierguilde, dann wird der schlafende Riese dereinst durch laut schreiende Populisten geweckt. Mein Sohn fragte mich kürzlich, was ich beruflich nie werden wollte. Meine Antwort: Ich wollte nie ein schmieriger Journalist oder ein opportunistischer und verlogener Politiker werden. Und so war’s auch – ich wurde selbständiger Unternehmer und muss mich nun jeden Tag mit den Bremsern, Heuchlern und Bestmenschen herumschlagen, welche mich aus ihren Amtsstuben mit den von unseren „Volksvertretern“ gemachten bullshit-Gesetzen behindern – notabene wiederum zu Lasten meiner „normalen“ Angestellten, welchen ich so keine Perspektive bieten kann, sondern im Gegenteil diese irgendwann durch „Fachkräfte“ (= billiger, ausländischer Arbeitssklave) ersetzen muss. Helvetia quo vadis? Wenn’s so weiter geht, dann nicht mal um die nächste Ecke, wo bereits ein EU-Schiedsgericht mit schwingender Keule nur darauf wartet um uns platt zu machen.

  50. Na, wer Paul Sethe noch kennt, kann kein ganz schlechter Mensch sein. Obwohl Sethe selbst ziemlich angebräunt und nicht als guter Mensch aus dem tausendjährigen Reich herauskam. Aber den heutigen Kindersoldaten in vielen Newsrooms sagt der Name genauso wenig wie der von Karl Kraus, Ossjetzky, Tucholsky, Roth, Hiller, Mühsam, Polgar und wie sie alle hiessen.

    • Lieber Herr Zeyer,
      vor meiner recht grossen Bougainvillea sitzend, freue ich mich über Ihr Lebenszeichen; derlei ist wichtig. Was die jüngere Schweizer und europäische Generation betrifft, sehe ich über 90% ziemlich unwissend durch die Gegend taumeln. Motto: Ich weiss alles, weil ich so wenig weiss, was ich aber nicht weiss.
      Der intelligente Nachwuchs stirbt aber nicht aus, nur kommt er immer weniger aus Westeuropa. Neben mir liegt Andrea Böhms Buch „Das Ende der westlichen Weltordnung“. Ich denke, das trifft zu. Wir hatten unsere Chance.

    • Jede Generation wünscht sich, dass sie der Höhepunkt menschlicher Zivilisation ist und dass es nach ihr nur noch downhill geht.

      Also geht einmal mehr das Abendland unter. Jetzt aber wirklich. Garantiert! Also ehrlich!

      „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“
      (Aristoteles)

  51. Digitalisierung. go digital or go home. Sogar das Gratis-Blatt 20 Minuten wird immer weniger gelesen. Wie das Wissen im 21. Jahrhundert an die nächste Generation vermittelt wird, können Sie auf Youtube „kurzgesagt“ Kanal nachschauen. Gratis, schnell, komplexe Zusammenhänge werden in Sekundenbruchteilen vermittelt. Finanziert durch Bill Gates Foundation. Ein Foto auf Instagram ist News. Journalisten, Redaktoren haben eine sehr schlechte Zukunft. Der digitale Hai schwimmt mit Lichtgeschwindigkeit. Game Over.