Venezuela-Geldwäsche erfasst Bank Vontobel

Israel-Unternehmer mit Schweiz-Ablegern ist laut Wall Street Journal tief in Fall verwickelt – Kunde bei Zürcher Familienbank.

Ein Name, der in den kommenden Tagen auf dem Finanzplatz Zürich zu reden geben könnte.

Der Israeli, den die meisten kurz Z. nennen, ist ein bekannter Finanzmann. Medien lassen ihn gern über die Märkte zu Wort kommen. Zuletzt investierte er gross in Immobilien.

Nun soll Z. ins Visier der US-Behörden geraten sein. Spanischsprachige Zeitungen berichten mit Bezug auf das Wall Street Journal, dass Z. in Bälde als neues Ziel der US-Behörden bekannt würde.

Z., der in der Schweiz in einer aktiven Genfer Finanzfirma sitzt, soll für Venezuelas Präsident Nicolas Maduro aus Argentinien heraus im grossen Stil Geld versteckt haben. Sprich: Ihm wird Geldwäsche vorgeworfen.

Ein schweres Delikt. Für die USA. Und der Fall Venezuela ist riesig. Er hat bereits die Bank Bär erfasst.

Mit Z. gerät die nächste Privatbank auf dem Platz Zürich in den Venezuela-Strudel. Es ist Vontobel.

Despot? Who cares (Twitter)

Die „gute“ Bank im Besitz der gleichnamigen Familie hat Z. als Kunden bei sich aufgenommen. Der Unternehmer kam im Schlepptau mit einer Beraterin.

Die war vor 3 Jahren zusammen mit ihrem Team von der UBS, bei der sie 10 Jahre gewesen war, zur Vontobel gekommen.

Laut einer Quelle soll die Bankerin im Rang eines Executive Directors für ihren „heissen“ Kunden Z. über 100 Millionen Dollar Vermögen betreuen.

Entsprechend hoch sollen die jährlichen Einnahmen für die Vontobel sein, welche die Bank mit ihrem Venezuela-Kunden generiere. Dessen „Power“ zum Investieren würde Vontobel mit viel Kredit zusätzlich verstärken.

Das Problem für Vontobel ist, dass die Bank mit Z. in einen der grössten und abstossendsten Geldwäscherei-Fälle der Neuzeit geraten könnte – mit viel Negativ-Werbung. Sie kennt das von der Affäre Hoeness.

Hier verstärkt. In Venezuela hat das Volk nichts mehr zu essen. Gleichzeitig schwelgt das Regime unter Maduro im Reichtum – und sitzt auf Milliarden, welche die Maduro-Clique via Helfer ausser Landes gebracht hatte.

Z. soll einer jener Helfer gewesen sein, wie die Medien in diesen Tagen berichten. Für Vontobel und die Julius Bär, wo der Mann ebenfalls Kunde sein soll, sind das schlechte Nachrichten.

Ein Sprecher der Vontobel wollte sich nicht äussern. Man sage nie etwas zu tatsächlichen oder möglichen Kunden. Das „verbietet uns das Schweizer Gesetz“, meinte der Vontobel-Mann gestern Abend per Email-Antwort.

Bei der Julius Bär hat es bisher keine Stellungnahme gegeben. Gegen die grosse Privatbank hat die Finanzmarktaufsicht ein sogenanntes Enforcement-Verfahren eröffnet.

Grund: 700 Konten bei Bär für Venezuela-Kunden, viele mit Bezug zu PDVSA, die staatliche Ölfirma des Südamerika-Lands.

Ein Ex-Bär-Berater, Matthias Krull, wurde letzten Herbst wegen Geldwäsche fürs Venezuela-Regime zu 10 Jahren Haft verurteilt. Er dürfte mit den USA kooperieren, um die Strafe zu reduzieren.

Die Amerikaner treiben die Venezuela-Ermittlungen offenbar mit voller Kraft voran, wie die aktuellen Berichte aus Übersee nahelegen. Für die Schweizer Banken bedeutet das Alarmstufe Rot.

Mit Vontobel gerät bereits die zweite Traditionsbank auf dem Platz Zürich in den Venezuela-Strudel. Die Affäre weitet sich damit entscheidend aus.

Die Chefs der Vontobel und der Julius Bär hatten es verpasst, bei Venezuela-Geldern genau hinzuschauen – gleich wie sie und andere Banken bei Petrobras, Fifa und 1MDB lange wegsahen. Plus in vielen Fällen mehr.

Als Nächstes könnte der Danske-Fall auf Zürich überschwappen. Dort hat der Sturm rund um die dänische Grossbank bereits die Deutsche Bank erfasst.

Es rächt sich, dass die Schweizer Behörden nie einen hohen Chef einer wichtigen Schweizer Bank zur Rechenschaft rund um Geldwäscherei gezogen hat.

Einzig Unbekannte wie der ehemalige CEO der Zürcher Falcon Privatbank müssen sich gegenüber den Strafbehörden rund um Geldwäsche verantworten.

Oder dann kommen Subalterne zur Kasse. Die Big Bosses von UBS, CS, Bär, Vontobel bleiben hingegen unangetastet. Für die Finma sind sie heilig.

Kommentare

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  1. Ein Bank-Run, und das Problem Vontubel erledigt sich von selbst.
    “Bail-in? Nein Danke, darauf kann man verzichten. Deshalb runter mit den Guthaben vom Konto, solange es noch möglich ist!
    Nur Bares ist Wahres.

  2. Ach ja, Ethik und Moral ist bei Vontobel spätestens seit Höhness nur noch Makulatur. Eine Bank wie die Andere. Im Volksmund nennt man das anders. Und toll, wie sich Vontobel hinter dem Bankgeheimnis versteckt. Schön, gilt das ja nur noch für Inländer. Oder habe ich da was übersehen? Aber Hauptsache, Scheidt präsidiert den Bankenlobbistenverein und Zeno hat die schlechteste Frisur aller Bankmänätschär ever. Wie die Frisur, so der Charakter. Wäre doch ein toller Werbespruch für ein Frisörgeschäft. Der gute alte Herr Vontobel rotiert sicher in seinem Grab. So viel negativ Schlagzeilen wie in den letzten 12 Jahren (seit Scheidt und Staub) hatte VT in den vorherigen Dekaden nie. Dann warten wir doch alle mal ab, was den Libor Branson von der Finma so alles herausfindet. Ich nehme an nichts. Ansonsten bin ich nicht wirklich ein Ami Fan. Aber immerhin gehen die gegen solche Banken vor. Halt auch nur nicht Ami Banken, aber immerhin. Ist ja ein Armutszeugnis für die Finma, dass die erst ein Verfahren einleiten, wenn die Amis schon längst am Ermitteln sind. Warum wohl? Sind bei VT, Baer etc die Schreddermaschinen am rattern? Man weiss es nicht, aber seit dem Fall Meili durchaus möglich.

  3. Venezuela hat das Recht,die Sanktionen der USA,welche eindeutig gegen das internationale Recht verstossen,zu umgehen.Ich hoffe,dass die Behörden der Schweiz diesmal gegenüber den USA nicht nachgeben und sich mit Hilfe anderer Staaten gegen die asymmetrische Erpressung zur Wehr setzen.

    • Gäll, wir Schweizer stehen voll hinter Maduros Regime. Gäll, wir Schweizer lieben es, wenn andere Völker verhungern. Gäll, wir Schweizer waschen lieber Gelder von Diktatoren, Mördern und Drogenbossen als das wir Moral und Ethik hervorheben. Gäll, wir Schweizer sind halt ach so sauber. Das denken die mit Schweizer HGs in die Luft gesprengten Jemeniten sicher auch. Ach ist das herrlich, einem so moralisch hochstehendem Vouch wie den Schweizern anzugehören. Wie immer schon. Siehe Naziregime und Judenverfolgung. Wir Schweizer, die absolute Krönung der Menschheit, fast schon eine Ausgeburt an Moral. Gäll, Sie sind gerne ein solcher Schweizer. Ich nicht. Auf eine solche Schweiz kann man eigentlich nur noch pfeiffen. (Ein anderes Verb würde sicher zensiert) Es wird Zeit, dass sich in der Schweiz eine andere Ethik durchzusetzen beginnt. Denn es kann nicht sein, dass Banken welche Bussen zu zahlen haben, die sie aufgrund ihrer illegalen Geschäfte eingehandelt haben, dem Steuerzahler aufs Auge drücken. Dafür aber Milliarden an nicht verdienten Boni absacken. Feudalherrschaftliches Verhalten nenn ich das. Und als freier Schweizer beug ich mich nicht vor dem neuen Gessler Hut der Banken. Sie sich offenbar schon. Momoll, dem sagt man Rückgrad….

  4. Was regt Ihr Euch auf ?

    Bank-Run’s würden all diese Probleme beenden!
    Würdet Ihr Eure Bankkonten sofort plündern, wären all diese Banken rasch entmachtet, Boniszahlungen mittels Eurer Gelder wären rasch beendet; und Ihr müsstet Euch über Lügner, Betrüger und das parasitäre Grosschmarotzertum nicht mehr aufregen!
    Also, worauf wartet Ihr noch? Holt die Kohlen von den Konten runter, hört auf mit Kreditkarten und Smartphones zu bezahlen, dann werdet Ihr besser leben. Dann müsst ihr Euch auch nicht mehr über eingeschleuste CIA-Agenten
    in Banken und FINMA aufregen, die alles zerstören.

    Realisiert Ihr nicht, die Schweiz muss runtergemacht werden von den Amiagenten!

    Gibts noch was hinzuzufügen?

    • genau – und dr Lohn bringt dir din Schef in Bar am 25. heim in d Stube… und jede Dubel-Iibrecher weiss das.. e tolle Alternative.
      willkome in dr Steinzeit.
      und de grad no alles in Feingoldstaub wechsle, damit in Krisezyt e Paket Nastüecher chasch in Gold zahle..

  5. Die Amis sollten zuerst mal vor der eigenen Haustüre kehren. Aber ist natürlich einfacher auf alle anderen loszugehen. Die usa hat die wirtschaftsmacht gegen jeden und alle vorzugehen. Leider wehrt sich niemand dagegen.

  6. Die Enthüllungen werden dank IP und Socialmedia

    Söldner / Geld

    Old swiss private banking / Geld

    Fifa / Geld

    Radsport / Geld

    usw.

  7. @ Blaupistenfahrer / @ GUGU

    Das ist wohl das Problem der FINMA: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“.

    Die Finma hat wenig Interesse daran, dass alle Banken „brav“ werden. Damit würde die FINMA ja überflüssig und könnte von der Bildfläche endgültig verschwinden. Und die 550 MA wären alle arbeitslos …

  8. die ganzo grossen schmutizen gelder sind alle in den USA und keiner berichtet ueber das. all die schweizer faelle landen in der presse. ein zufall?

    • @Fritz kein Zufall, die USA sind auch die grösste Steueroase weltweit im Bereich Offshore Firmen, der Weltpolizist USA macht die Geschäfte eben gerne selbst

    • Wenn es keine schmutzigen Fälle in der Schweiz gäbe würde auch nicht darüber berichtet. Alles andere sind billige Ablenkungen.

  9. „Ein schweres Delikt. Für die USA.“ Diese kleinen feinen Kurzsätze von LH sind Zucker! Sagt alles zum Thema.

  10. Hier muss es sich um ein grosses Missverständnis haben. Kommunisten wie Maduro, der auch Anhänger in der Schweiz hat (Herr Wermuth aus dem Aargau oder Herr Ziegler aus Genf oder Herr Molina aus Zürich), werden doch ihr Volk nie um Milliarden bestehlen. Leute aus dem linken politischen Lager wie Herr Maduro sind bescheidene Leute, die gerade eben nichts von reichen Leuten halten. Im Gegenteil diese Kreise wollen das Geld an andere Leute umverteilen. Nein es ist unmöglich, dass Regierungsmitglieder aus Venezuela viel Geld haben können in der Schweiz. Das geht schon rein wegen der linken Ideologie nicht. Also keine Sorgen um Vontobel und Bär machen.

    • @Ueli hätte Venezuela nicht so viel Öl im Boden, würde dies niemand interessieren. Wo es Öl gibt, sind die USA nicht weit. Ich hoffe in Venezuela passiert nicht das Gleiche wie in Libyen.

    • … und dann noch die ganzen Verschwörungstheorien wie z. B. die beiden Neffen (direkte Neffen von Frau Maduro) die im Präsdentenflugzeug 500 KG „kolumbianischen Kaffee“ ex Haiti nach NY fliegen wollten. Onkel Nico durfte sie nicht mal besuchen gehen als er letztes mal vor der UNO sprach.

      Noch ein VE-Bonmot: Jeder Depp in der Regierung kann 100 Mio USD klauen.

  11. Habe erfahren, dass die Kundenberaterin M, eine Latina, regelmäßig nach Israel getravelt ist. Glaube nicht, dass VT in Israel eine Bank hat. Ist das nicht problematisch wegen Crossboarder rules???
    Wieder ein Fall, der von der FINMA unter den Tisch gekehrt wird?

    • Nimmt einer einfach meinen Namen an.
      Unverschämtheit !

      Der wahre Wilhelm Tell bin ich !

    • @Wilhelm Tell Was kehrt die FINMA nicht unter den Tisch? In anderen Ländern wird so ein Verhalten Korruption genannt.

  12. Die Big Bosse wissen nie etwas.
    Es gelingt ihnen immer, die Schuld auf Untergebene abzuschieben.
    Dabei sind sie die Spinne im Netz und ziehen die Fäden.

  13. Hierfür fehlt mir irgendwie das Verständnis.

    In vielen dieser Fälle kann sich keiner mehr dahinter verstecken, ‚Nichts gewusst zu haben‘.

    Maw: Sehenden Auges werden Verdächtige unterstützt, um einen schnellen Buck zu verdienen.

    Solchen Leuten ist zu wünschen, dass sie einmal in eine analoge Lage kommen, wie diejenigen, auf deren Buckel sie diesen Buck verdient haben.

    Sowas ist für den CH-Finanzplatz nur eines: Beschämend.

    • Schüchterne Frage eines kleinen, unbedeutenden Bankangestellten aus dem Maschinenraum: CH-Finanzplatz – gibt’s den tatsächlich noch? Und wo bitte liegt der?

  14. Das ist doch mal eine Lachnummer: der deutsche Pressesprecher einer Schweizer Privatbank mit Venezuela-Bezug verweist auf das Bankkundengeheimnis. Give me a break.

    • tja, so isses… er hats wohl verpasst, oder weiss es einfach nicht, da er gestern in die ch eingereist ist. 🙂

  15. Jetzt wird es richtig ungemütlich für Staub und Schubiger – die USA sind in Sachen Venezuela wenig nachsichtig. Mal sehen, wann die ersten Köpfe rollen.

  16. …und die FINMA schläft weiter!

    Kann mir mal jemand sagen, wozu diese „Behörde“ dient?!? Ernsthaft, ein geballter Haufen Inkompetenz, der -so sollte man meinen- mit Libor-Mark ja einen Head hat, der selber am besten weiss, wie tricksen geht…
    „It takes a thief to catch a thief“ hiess es mal. Die FINMA widerlegt selbst jahrhunderte alte Sprichwörter!!!

  17. Jetzt zeigt sich das wahre Gesicht der Bank Vontobel. Nix da mit ‚wir machen nur sauberer Geschäfte‘.

  18. Seien wir nachsichtig mit unseren Banken. Wir dürfen nicht vergessen, es gibt Schurkenstaaten, die sind wohlgelitten in Washington, und es gibt Schurkenstaaten, die generell von der westlichen Welt verurteilt werden und in jeder Hinsicht eine Katastrophe sind. Venezuela ist einer davon. Dieses Land ist ein rotes Tuch für Washington und die EU verabscheut die soziale Inkompetenz dieses Regimes. Nur Jean Ziegler verteidigt solche Staaten, aber er hat immer Freude daran, wenn ein Regime ihren Mittelstand mit Schimpf und Schande davonjagt und sich nachher wundert, dass es kein Wirtschaftswachstum mehr gibt. Kuba mag besser sein als Haiti, aber im gesamten war es mit dem Mittelstand 1959 wohlhabender.
    Es gibt zwar noch genügend Schurkenstaaten in dieser Welt, aber das Problem ist nur, dass Wall Street heute keinen
    Vermittler wie die Schweiz für ihre Kundschaft aus diesen Ländern wünscht.
    Mit dem Einzug des Euro hat Europa seine eigene Reservewährung geschaffen und den freien Kapitalverkehr als eine der 4 Freiheiten auf den Banner geheftet, also so viele
    Devisenvorschriften wie der Schweizerfranken, nämlich sehr wenige. Die europäische Kundschaft bei Schweizer Banken will deswegen niedrigste Preise, denn ihre Steuerhinterziehung funktioniert nicht mehr.
    Was sollen die Kundenberater bei Schweizer Banken in einem solchen Umfeld unternehmen? Kommt noch dazu, dass wir Brüssel als den Leibhaftigen betrachten und die EU nicht mehr gewillt ist, uns als Trittbrettfahrer ohne Verantwortung für die EU-Freiheiten zu akzeptieren. Die Tessiner Banken können davon ein Lied singen, deshalb auch die Wut der Tessiner auf die EU. Ferner sind wir naiv im Umgang mit den amerikanischen Brüllaffen, die können einfach besser verkaufen. Natürlich wird deren 2. Garnitur von unseren Banken angestllet und reiten uns dann völlig in den Sumpf. Ein schlagendes Beispiel ist Geschichte unserer beiden Grossbanken in den letzten 25 Jahren.
    Ein Ausweg wäre die Mitgliedschaft in der EU, aber da haben wir das Beispiel des Suppen-Kaspar im Struwwelpeter, lieber verhungern wir.

    • Der bekannte Sozialist Zach hat ja immer die Erpressungen der CH-Banken beklatscht. Die Linken haben ja das Ausland immer ermuntert, den Finanzplatz CH zu schwächen. Jetzt, wo unser Bankplatz ruiniert ist und die Steuerbeiträge in Milliardenhöhe ausbleiben, beklagt sich der gleiche Zach auch wieder bitterlich. Als EU-Anbeter ist es ihm egal, was für schlimme Nachteile ein EU-Beitritt für die CH hätte. Er würde jeden Unterwerfungsvertrag unterzeichen, egal was die Konsequenzen für die CH wären. Es ist aber entsetzlich, dass sich die linken Staatsumbauer noch freuen über den finanziellen Niedergang der CH. Egal, man kann ja die fleissigen Steuerzahler enteignen !

    • Es ist ein Fakt, dass die Ablehnung des EWR 1992 uns langfristig schwer geschadet hat, die Bilateralen konnten für unsere Interessen nie die Günstigkeit des EWR wiederherstellen. Liechtenstein hat zum Beispiel keine Probleme mit der EU, nicht einmal der Finanzplatz.
      Wir hatten die Kanzler Kohl und Schröder, die waren uns gewogen und haben unsere Interessen in Brüssel auf den Vereinstisch gebracht und waren dort unsere Anwälte. Die Merkel ist dies nicht mehr. Für Merkel gibt es nur deutsche Interessen und es sind keine schweizerischen mehr dabei.
      Sie beschimpfen mich als Sozialisten. Ich bin damit voll einverstanden, da ich für die AHV bin, leider kann ich in diesem Sinne nicht mit Ihnen übereinstimmen als Gegner der AHV. Ich verstehe voll ganz Ihre Frust, wenn Sie als Vertreter Pensionskassen nicht mehr Verträge verkaufen können mit einem Gebührensatz von 2 % p.a..
      Was ich über Ziegler gesagt habe, haben sie wohlweislich nicht zur Kenntnis genommen.

  19. Wenns der eine nicht Hand reicht macht, dann macht es ein Andere. Solches Geld findet leider immer einen Weg, nur sollte man den USD weglassen. Finde die Scheinheiligkeit der USA echt beeindruckend, mit Ihren Hotspots wie Delaware und Miami. Legal ist (oder man schaut nicht genau hin), was dem US Fiskus und seinen geopolitischen Interessen hilft und wir alle Spielen dieses Spiel mit. Zum Thema Compliance (nicht persönlich gemeint): ein Witz, warum? fast jede Bank hatte schon eine oder mehrer Anzeige oder Verurteilungen und nun wollen genau diese den AML Check der neu Kunden durchführen? Fazit: Eine Struktur mit den nötigen/passenden Papieren, einen vorzeigbaren UBO und Ruhe ist.

  20. Die Zeiten der wahnwitzigen Asset – Zuwächse sind längstens vorbei. In den letzten Jahren bildeten sich diese ausnahmslos aus zweifelhaften Quellen, während stabile und gewachsene Vermögen wegen dem Bankgeheimnis-Verdikt abwanderten.

    Die kriminellen Zuträger, oft mit Herkunft Isreal, verdienten sich dabei eine goldene Nase, Schlupflöcher in der Schweiz zu finden:
    a) alle anderen Löcher waren zu und b) die Compliance – Abteilungen non existance, c) die Provisions-Prozente nirgends so hoch. Quasi ein Sport die CH-Banken gegeneinander auszuspielen.

    Der Krug ging zum Brunnen bis er brach…..

    • Die „kriminellen Zuträger, oft mit Herkunft Isreal“.

      Fundiert diese Aussage auf Recherchen und Statistiken oder ist das einfaches Stammtisch-Gepolter? Hier ein einzelnes Land als Primärquelle zu brandmarken, eignet sich vielleicht für ein einfaches Strickmuster politischer Prägung, vielleicht schiesst es aber in einer seriösen Diskussion aber doch am Ziel vorbei. Schade.

  21. Lieber Lukas
    Da machst Du Dir falsche Hoffnungen: Meinem Papi und auch der Bank Vontobel wird gar nichts passieren. Mein Kundenberater Herbie war schliesslich kürzlich mit seinem Freund Ueli auf einer «Chinese Steam Chatting Tour». Da war genügend Zeit, verschiedene Problemchen zu besprechen – ausser Protokoll natürlich.

    Herbie hat zudem Erfahrung mit schwierigen Fällen wie dem Devisentrickser Uli Hoeness und der «Rolle» der FINMA. Dort war ja neben Vontobel auch Bär dabei, und am Ende ist auch nichts aufgeflogen bei der inszenierten Show vor dem Münchner Gericht. Mark, Herbie, Zeno, Boris, Uli etc. – alle haben mitgespielt beim Prozessbetrug am OLG München. Weshalb sollte nun alles plötzlich anders laufen?

    Du siehst, in der Schweiz ist eben alles «Hans was Heiri», oder eben «Uli was Ueli» ….

  22. Unfassbar, da hat sich die Vontobel ein paar richtig faule Eier ins Nest gelegt! Natürlich versteckt sich jetzt der Vontobel Sprecher ängstlich hinter dem Schweizer „Gesetz“ statt offen und ehrlich die Wahrheit zu sagen, aber die Amis werden die Wahrheit schonungslos aufklären. Und eine unsägliche Vetternwirtschaft, dass die FINMA ihre schützende Hand über die Big Bosse von UBS, CS und Vontobel hält. Alle sind wegen zahlreicher Geldwäscherei Delikte zur Rechenschaft zu ziehen. Besonders die Vontobel Bosse, Geldwäsche für das Venezuela Regime ist ein absolutes NoGo welches die Amis sehr hart bestrafen werden.

    • Werter Hr Mühlheim, Sie schreiben: „…die Amis werden die Wahrheit schonungslos aufklären.“
      Ich weiss nicht, in welcher Welt Sie leben, aber Ihr Geschreibsel ist fast peinlicher als die intellektuellen Marianengrabentaucher von „The Bachelorette“!
      Die Amis machen genau eines, und das -so muss man zugeben- recht erfolgreich: sie betreiben Interessenpolitik! Dies kann mit der USS Nimitz sein oder auch mit dem USD-clearing für weltweite Banken!
      Und während an der Front und in den Headlines die Ikone aller Toupet-Vermeider und Guru aller Proll-Polterer die Schlagzeilen dank Twitter und anderer Social Media-Kanäle beherrscht, bauen die Amis seit Jahren ihr Schwarzgeldparadies. Dank dem unilateralen Meisterwurf FATCA, dem sich alle Vasallen-Staaten der Achse der Guten freiwillig unterwarfen, sind nicht Miami oder Delaware, sondern Wyoming, Kentucky und v.a. Reno/Nevada in den letzten Jahren massiv gewachsen und das Geld fliesst wie der Okavango nach der Regenzeit!
      Damit entschuldige ich das Verhalten unserer Banker keineswegs und diese gehören gehörig bestraft, aber bei den heutigen Checklisten à la FINMA und interner Compliance gilt: operative Hektik ersetzt intellektuelle Windstille!!!

      Darum: switchen Sie bitte wieder zur Glückspost oder Schweizer Illustrierten – da ist mehr drin für Sie!

    • Ja man fragt sich schon, für was wir die FINMA haben. von 50 MA auf 550 MA augestockt, und doch kommt nur Leerlauf, Wegschauen, Schlafen, Schönreden….Die 550 Gehälter für nichts bei der FINMA würde man auch besser in die AHV fliessen lassen und die FINMA schliessen…wäre allen gedient….

    • @blaupistenfahrer:
      Wo sagt GUGU sowas? Wohl ein paar Kafi Luz zuviel gehabt vor der Abfahrt und bei der selbigen mit dem Kopf einige Pfosten umgefräst…!

  23. Wer geglaubt hat, dass Vontobel über jeder Zweifel erhaben ist, dürfte spätestens jetzt eines besseren belehrt werden.