Swiss Nationalbank: Zurück zum Start?

Dollar steigt, Euro sinkt gegenüber Franken – Braucht Nationalbank bald wieder Bazooka?

Das Finanzjahr 2019 ist das verblüffendste seit der Finanzkrise. Wer hätte 2017 oder 2018 gedacht, dass 2019 nicht nur keine Normalisierung des Zinsniveaus eintreten würde, sondern plötzlich alle Zentralbankenchefs, von Powell über Draghi bis Jordan, von Zinssenkungen sprechen?

Der Markt hat diese Zinssenkungen längst eingepreist: US-Treasuries sind auf Rekordkurs. Interessanterweise ist Gold ziemlich stark und – jetzt wird’s spannend – der Franken scheinbar wieder attraktiv wie schon lange nicht.

Und zwar exakt auf seinem fairen Marktwert. Zwei Charts stützen meine These und geben, wenns so weitergeht, jenen recht, die langfristig den Nationalbanken wenig wirklichen Einfluss zuordnen.

Aus US-Dollar-Sicht hat der Franken in den letzten 5 Jahren kontinuierlich und regelmässig an Wert verloren. Das „Depegging“ (Aufheben des EURCHF 1.2-Kurses) von 2015 liest sich wie ein kleiner Kratzer – ähnlich wie die Delle um das Brexit-Votum.

Und was ist diese Woche passiert? Der USDCHF-Kurs hat gerade die 5-Jahreskurve touchiert.

Noch verblüffender ist die EURCHF-Kurve der letzen 5 Jahre. Der Euro ist 2014 dem Schweizer Franken gegenüber gesunken, bis die SNB im Januar 2015 die Waffen streckte, um dann im Einzelsprung massiv Euro zu kaufen.

Mitte 2017 war der Schock vorbei, es kam kurzfristig Euphorie auf. Ab Anfang 2018 ging es wieder nur noch bergab: im exakt gleichem Tempo wie vor 5 Jahren.

Jetzt „muss“ es wieder mit dem Euro bergauf gehen, sonst sind wir im „Uncharted Territory“ (eine Situation mit vielen Unbekannten).

Was bedeutet das für die Märkte? Vielleicht gar nichts. Wir haben einfach nach inverser Zinskurve, Rekordbilanzen, hohen Aktienkursen, möglicher Immobilienblase, rückläufigem Wachstum, Handelskriegen einen weiteren Risikofaktor im Spiel.

Oder anders ausgedrückt: Die geringe Wahrscheinlichkeit eines „Black Swan“-Events in diesem Jahr ist wieder etwas gestiegen.

(Extrakt für Inside-Paradeplatz-Leser; Originalartikel mit Kommentar „Longterm-Investor“ und weitere Investmentsdetails, siehe Longterm-Investor.)

Kommentare

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  1. Also man kann nicht gleichzeitig „langfristig den Nationalbanken wenig wirklichen Einfluss zuordnen“ und andererseits wie Hans Geiger von einer Zerstörung der Freien Marktwirtschaft durch die Zentralbanken reden. Wir befinden uns mitten in einem gigantischen, weltweiten geldpolitischen Experiment, in dem die Zentralbanken die Hauptrolle spielen, und dessen Ausgang völlig ungewiss ist. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass das Experiment nicht gut ausgehen kann. Bislang hat man aber immer die Krisen der Geldschwemme mit noch mehr Geldschwemme erfolgreich bekämpft. Der Versuch der FED aus diesem Experiment auszusteigen, ist gescheitert, und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das der letzte Ausstiegsversuch überhaupt war. Die Ahnunglosesten der Ahnungslosen, unsere angeblichen Wirtschaftswissenschaftler, sagen wie immer „weiter so“ und die Politiker hoffen, dass das Kartenhaus nicht schon in ihrer Amtszeit zusammenbricht. Genießen wir also das Leben, solange es noch so lustig ist. Das kann noch lange dauern.

  2. Herr Bischof
    unsere Nationalbank ist nicht Swiss. Sie firmiert in vier Landessprachen, nicht in einer fünften. Basuka? In unseren Friedenszeiten brauchen wir keine Panzerabwehrgranaten (Bazooka, Basuka). Woher diese militärische Ausdrucksweise?

  3. @ Wilhelm Tell

    Ihr Kommentar ist ein weiterer Beweis dafuer, dass diese Parlamentarier
    /-.innen im Bundeshaus leider groesstenteils fehlgeschult, unwissend, schulisch gehirngewaschen, und tatsaechlich unfaehig sind die Bevoelkerung wirklich zu vertreten.
    Es ist gar eine regelrechte Schande, wie diese verfilzten Lobbysten Politik gegen die Bevoelkerung betreiben.

  4. @ Luegisland

    Die Steuerzahler haben mit der spezialgesetzlichen AG, die sich als schweizerische Nationalbank bezeichnet nie einen Vertrag unterzeichnet, dass sie fuer diese haften wuerden. Auch steht nirgendwo in einem Gesetz, dass die Politik, die Steuerzahler fuer die Uebernahme der Verluste einer spezialgesetzlichen AG verantwortlich machen kann.
    Die Bevoelkerung muss bereits jetzt, im Voraus jegliche Haftung ablehnen!!!!!!
    LESEN SIE DIE GESETZE UEBER DIE SNB, Aufloesung der SNB usw… !! Nationalbankgesetzalles, leicht zu finden.

    • Im IP wird durch ein oder mehrere Trolle immer versucht, alle kritischen Beiträge über die SNB zu sabotieren. Ich möchte mich da wirklich nicht engagieren…

      Trotzdem eine kurze Replik an Torpedo:
      Sind Sie wirklich so naiv und glauben an die Gesetze von gestern? Wer macht denn Gesetze? Welche Gesetze werden durchgesetzt und welche nicht. Und werden nicht ständig neue gemacht? Und kommen Sie mir nicht mit dem Volk, zu Verordnungen hat es nichts zu sagen. Und dann gibt es noch Notrecht…

      In der Schweiz dürfen Sie über jede Turnhalle abstimmen, haben aber nichts zu sagen, wenn die SNB mit über CHF 100’000 pro Kopf der Bevölkerung mit Fremdwährungen spekuliert.

      Studieren Sie bitte die Geschichte, z.B. über die grosse Depression in den dreissiger Jahren, und wie die verschiedenen Regierungen ihre Gesetze in der Not angepasst haben.

  5. Seit fünf Jahren hält die SNB das Verhältnis von USD und Schweizer Franken bei 1:1.
    Seit fünf Jahren schreibt Herr Dr. Meyer, daß sich die SNB nicht wirkungsvoll gegen den Markt stellen kann. Schon 2014 hat er geschrieben, daß der Franken gegenüber dem Dollar spürbar stärker werden muß und damit das Portfolio der SNB kollabiert.
    Ist nicht passiert.
    Damit ist für mich der Beweis erbracht, daß der Nationalökonom Meyer über die Feststellung einer Buchungsungenauigkeit nicht hinausgekommen ist.
    Somit sind die Kräfte, die die Stabilität im System erzeugen, stärker als Betrachtungen aus der Vergangenheit.
    Sollte die Finanzwelt 2008 einen Paradigmenwechsel erfahren haben, so sind langfristige rückwärts gerichtete Analysen und Betrachtungen gegenstandlos.
    Zu vernachlässigen wäre dann auch ein ehemaliges Wechselkursverhältnis von USD/CHF von 4,30.
    Es läßt keine Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung zu.
    Charts vor 2008 oder Buchungsuneinigkeiten sind keine Maßstäbe für die Prognose von Kursentwicklungen.
    Das Portfolio der SNB ist deshalb weit weniger Risiken unterworfen, als es hier von den Apologeten vorhergesagt wird.
    Man kann den Finanzmarkt 2019 nicht mit den Maßstäben messen, die 1944 (Bretton-Woods), 1971 (Aufhebung des Goldstandards) oder 2015 (Aufhebung der EUR/CHF Kursgrenze bei 1,20) gegolten haben.
    Insbesondere, wenn heute Finanzwirtschaft dem Katholizismus immer näherrückt: wenn Starke im Glauben fest zusammenstehen, wird es für einzelne schwer, selbst wenn Sie die Wahrheit kennen.
    Ein „Martin Luther der Finanzwelt“ ist nicht in Sicht.
    Thomas Jordan hat somit auch eine spirituelle Aufgabe, die er bislang glänzend erfüllt.

    • Willi Tell…….

      Blödsinn…… hätten sie auch die DeutschenFachleute zum Thema mitgelesen, wüssten sie was die dazu sagen.
      Dr. Willhelm Hankel, Dr. Karl Albrecht, Dr. Werner Sinn, Dr. Daniel Stelter und viele mehr haben das Thema bearbeitet.
      Die sind im Metier bewandert und sind zu einem vernichtenden Urteil gelangt.
      das es zum Crash kommt wird als gegeben erachtet, aber wann der kommt ?

      Diese Spezialisten sagten schon 2009, das sich der betrug am Euro und dem Markt vielleicht 20 Jahre wird betreiben lassen, aber je länger desto grösser wird am Ende der Knall sein.

      So lange sich alle Jongleure im System einig sind, solange kann man weiter Betrügen.
      Nur lösen lässt sich damit nichts, nur aufschieben….

      Darum ist es bei weitem nicht Herr Meier der falsch liegt, sondern das Problem ist nach wie vor so Virulent wie 2008-9, aber es wurde unter dem Bruch jeder Regel, jeden Gesetzes und jeden Anstandes einfach mit Billionen zugeschüttet.

      In Deutschland wurde mehrere male gegen diese Politik, gegen den EZB, gegen die Eurorettung geklagt.
      Aber die Karlsruher Richter sind politisch ausgewählt und stellen sich in wichtigen Fragen nicht gegen die Deutsche Regierung, nicht gegen die Verbrechen Merkels und auch nicht gegen die EU.

      Ja die Karlsruher Richter treten bei unliebsamen Klagen oft einfach nicht mehr auf diese ein.
      Beispiel die Klage der AfD in Sachen Finanzierung der parteinahen Desiderius-Erasmus-Stiftung die genauso ein Anrecht auf Zuschüsse hat wie die anderen Stiftungen von SPD, CDU, Grünen, Linken usw.

      Karlsruhe verweigerte ganz einfach die Annahme der Klage…….
      Tja, ich dachte als ich das hörte an einen Juden der 30iger Jahre …..wie es jenem wohl ergangen wäre, hätte er sich damals in Sachen Arisierung an ein Deutsches Gericht gewandt.

      Also, wer glaubt weil ein Crash noch nicht eingetroffen ist, das Problem sei gelöst….

      …. bitte den „BTO Blog“ von Daniel Stelter mitverfolgen.

    • Ich bin von Ihren religiösen Vergleichen begeistert und denke auch dass der verantwortliche SNB Präsident die Schweizer noch über den Jordan führen wird…
      Eine Perversion des Finanzsystems: Für Schulden gibt’s Geld, Spekukation bald in Billionenhöhe und eine Inflation, die nienand misst! Aber wie haben Sie so schön geschrieben, Glauben ist nicht Wissen!
      Let’s face it: Jordan ist ein Gefangener seiner Politik, die SNB kommt aus eigener Kraft nie mehr aus ihrem selbst angerichtetem Schlamassel. Die USA lassen die Schweit, da zu unbedeutend und noch hilfreich, leben. Also wird der Kollaps des EURO, Mitgliedschaft der Schweiz hin oder her, der SNB das Genick brechen.Der Steuerzahler darf dann die Schulden der SNB via Zwangsmassnahmen begleichen.
      Und Wilhelm Tell: Es geht immer länger als man denkt…

    • @ Walter Roth

      Sie werden lachen, mir sind die Vorträge von Professor Sinn im Audimax der Münchner Maximilians-Universität wohlbekannt. Prof. Sinn hat vielfach darauf hingewiesen, daß der Euro als Einheitswährung in Europa nicht funktionieren kann, weil die wirtschaftlichen und fiskalischen Grundvoraussetzungen dafür nicht vorliegen. Für Deutschland, Österreich und die Niederlande ist der Euro zu niedrig, für Italien, Griechenland und selbst für Frankreich ist er zu hoch bewertet.

      Allerdings setzt in diesem Augenblick der Target-2 Modus ein. Auch ein Thema des verstorbenen Prof. Hankel. Mit einfachen Mitteln werden hier Differenzen im Import- und Exportbereich der europäischen Nationen ausgeglichen. Man erschafft ein Konto, wo arme Euroländer bei reichen anschreiben lassen können. Wie Sie vielleicht wissen, gibt es mittlerweile einen Saldo von rund einer Billion Euro, eigentlich Geld, das zwischen den Staaten fließen müsste, aber auf einen Saldo verschoben wird.

      Merken Sie etwas ?

      Dasselbe macht die SNB mit ihrem Portfolio. Sie nutzt die hereinkommende Liquidität aus Einlagen bei Schweizer Banken und Exportgeschäften zu Investitionen im Ausland. Was Deutschland und die Schweiz zuviel erwirtschaften, wird unverzüglich dorthin geschafft, wo es brenzlig aussieht, also z.B. bei italienischen Staatsanleihen oder bei Schwächephasen der apple-Aktie.

      Eine Umverteilung.

      Vor allem lässt man es nicht mehr zu überbordernden Handelsbilanzprofiten kommen. Was früher zu einem Anstieg der Währung geführt hat, nämlich ein positiver Saldo im Außenhandelsbilanzbereich, das wird heute schon vorab durch eine Kapitalausfuhr devisentechnisch abgegolten. Eine in diesem System ungleiche Konkurrenzsituation der Märkte wird durch eine zeitweilig vorauseilende Kapitalbewegung ausgeglichen. Und das ist die neue Aufgabe der Zentralbanken: Ausgleich um jeden Preis, Erhalt der schwachen Märkte zu Lasten der starken, um Großkonzernen ihre Investitionen global abzusichern.

      In Falle Italien, Herr Roth, muß ich Ihnen allerdings Recht geben. Der einzige Aufkäufer von ital. Staatsanleihen ist mittlerweile die EZB. Was im übertragenen Sinne nichts anderes bedeutet, als das der in Mailand gekaufte Mercedes zwar an Daimler bezahlt wird, das Geld dafür jedoch nicht vom italienischen Käufer kommt, sondern aus dem deutschen Staatssäckel. Die Gelderschaffung für Europas Armenhaus funktioniert, indem man den reichen Staatsgebilden eine Rechnung aufsummiert, die diese heute noch nicht realisieren können (oder wollen).

      Eine europäische Planwirtschaft eben.

      Die Schweiz, mitten in Europa, hilft als reiche Nation mit.
      Natürlich mit denselben Hypotheken und Risiken. Aber wann diese greifen und wirksam werden, weiß keiner. Zuerst gilt es immer noch, die schwachen Boote über Wasser zu halten, koste was es wolle (Draghi:“whatever it takes…..“).

      Ich will nicht sagen, daß es bei diesem System jede Menge Sand im Getrieb gibt. Die Erträge der Banken erodieren, die Pensionskassen erwirtschaften zweifelhafte Buchgewinne auf Immobilienspekulationen, der kleine Mann kann ohne Zins nur noch aus seiner Substanz konsumieren, keine Rücklagen bilden.

      Aber für 99% der Schweizer ist die Welt in Ordnung. Sie kümmern sich nicht um diese Überlegungen. Klimawandel ist viel wichtiger.
      Die Medien halten den Schweizer mit Randthemen bei Laune, und solange Konsumwünsche erfüllt werden, ficht selbst den Bundesrat das SNB-Portfolio nicht an.

      Ich habe einmal eine Nachbarin, die Nationalrätin ist, auf diese Problematik angesprochen (siehe oben). Ich will ihr nichts böses, aber sie hatte nicht den blassesten Schimmer von dem, was wir hier täglich bei Inside Paradeplatz besprechen. Ihr Thema war, daß bei einer Sekundarschule im Hinterland mehrere Lehrkörper gleichzeitig zurückgetreten waren.

      So macht man Politik heute.

  6. Die Realität wäre eigentlich das der Euro unter 1 Franken stehen sollte.

    Angesichts der 800 Milliarden Devisen unserer SNB, von denen wohl ca. 3-400 Milliarden in Euro lauten, würde das unserer SNB aber das Genick brechen.

    Trotzdem ist eine starke Währung langfristig immer Vorteilhaft. Kein Staat ist an so einer jemals zugrunde gegangen.

    Ich freue mich auf eine Franken Euro-Parität….. und hoffe das der Euro noch weiter an wert verliert.
    Die Schweiz besteht nicht nur aus den Exporteuren.
    Und unsere Pensionskassen … denen tut der starke Franken ebenfalls sehr gut.

  7. Was genau ist interessant daran, dass Gold bei kollabierenden Zinsen relative Stärke zeigt? Wenn es so weiter geht wird das Edelmetall zum High Yield Investment aufsteigen. Spätestens wenn die Fed eine NIRP einführt, ist es vorbei mit dem Fiatgeldsystem. Gold & Bitcoin ftw.

  8. Man sollte sich zuerst von der falschen Theorien befreien und dem gesunden Menschenverstand folgen. Kann man bei dieser unheiligen Konstallation etwas anderes erwarten als einen stärkeren Dollar und schwächeren Euro? Wohl kaum. Jeder Mensch antizipiert die Erreignisse und wartet nicht bis es tatsächlich passiert. Wenn die US Staatsanleihen besser rentieren als alle EU-Anleihen zusammen, ist es auch kein Wunder, dass Investitionen in den Dollarraum fliessen. Eventuell kann man den nachfolgenden Satz von Will Rogers zur Hilfe ziehen: „I am more concerned with the return of my money than the return on my money.“ Für diese Festellung braucht man keinen Doktor Titel.

  9. Der Grund, warum die gebetsmühlenartig vorgetragene Zentralbank – Logik der angeblich wirtschaftsfördernden niederen Zinsen nicht stimmt ist die, daß das wirtschaftliche Wachstum in Europa im internationalen Vergleich niedrig und die Zukunftsaussichten durchwachsen sind.

    Es lohnte sich in einer Zeit, in der sich die Realeinkommen in einer Dekade verdoppelten eher, Investitionen vorzunehmen, die von diesem Wachstum profitierten.

    Beispielsweise der Bau eines Zinshauses.

    Heute baut man für Niedrigzinsen in einen Blasenmarkt bei geringen Anfangsrenditen, kann kaum auf ein Lohnwachstum hoffen, das man durch zukünftige Mieterhöhungen abschöpfen könnte und muß infolge des Blasenmarktes und latenten Überangebots mittelfristig eher mit Wertverlusten rechnen.

    Anders Unternehmen, welche ihre Produkte und Dienstleistungen international verkaufen und vom größeren wirtschaftlichen Wachstum dort profitieren.

    Nur sind jene in der Regel so profitabel, daß diese ein niederes Zinsniveau nicht benötigen.

    Durch die Senkung des allgemeinen Zinsniveaus hat man so etwas wie eine wirtschaftliche Scheinblüte erzeugt.

    Mehr nicht.

  10. Wenn es so einfach wäre mit ein paar Linien Wechselkurse vorherzusagen, wären wir alle Milliardäre und der Autor würde auf seiner Jacht in der Südsee liegen statt auf IP zu posten. Kurz gesagt, es bleibt dabei: Danke für die nette Geschichte, hinterher sind wir immer schlauer, doch was die Zukunft bringt, bleibt ungewiss 😊.

  11. „Wer hätte gedacht“. Als regelmässige Leserin von Zerohedge hat man das kommen sehen und zwar schon seit 2009. Aber für Ökonomen kommen Probleme immer überraschend, sie können nur Wachstum falsch vorhersagen, den Rest „hat niemand kommen sehen“…

  12. Guten Morgen

    Zentralbanken sind wie Hündchen, die ihrem Meister vorauseilen.

    Sie gehen dort durch, wo sie meinen, ihr Meister gehe durch.

    Geht er einen anderen Weg, so müssen sie schnell zurückrennen und ihren Meister, den Markt, wieder überholen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  13. Zum Glueck sind Investoren Lemminge und so kann charting als Instrument herhalten. Zeigt immer wieder wie zu viel Geld mit zu wenig Wissen gepaart ist…
    Koennen wir zukuenftig den Schwachsinn bitte auch entspechend Kennzeichnen?

  14. Man kann auch etwas länger zurückgehen. In meinen Schulbüchern war der USD bei Fr. 4.30 und das Pfund über 12 Franken. Die SNB kann den Trend nicht stoppen.

  15. Nachdem zuerst die Bank of Japan und nun auch die EZB die jeweiligen Anleihenmärkte in der entsprechenden Währung in eine Art tote Anlageklasse verwandelt haben sollte man sein Kapital eher dort investieren, wo Wirtschaft und Prosperität noch deutlich wachsen:

    https://www.bantleon.com/de/aktuelles/analysen/2019/2019-02-26-chinesische-Unternehmensanleihen-und-chinesische-Staatsanleihen

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/anleihen-im-reich-der-mitte-hoffnungswert-china-15033907.html

    Anschauung hat man daran, wie sich ein erfolgreicher japanischer Anleger seit über zwei Dekaden mit seinen Kapitalanlagen aufstellen mußte, um zu den Gewinnern zu zählen.

    In eine wirtschaftlich deutlich wachsenden Welt ( ~ 3,5 % p.a.) ist das alte Europa zu einer Art Wachstumsbremse ( ~ 0,4 % p.a.) und Sorgenkind mutiert.