Porsche-Huber: Ab in den Honeymoon

Raiffeisen-CEO verreist nach Blitz-Hochzeit – Intern türmen sich Sanierungs- und Personal-Pendenzen – Huber liebts gemütlich.

Der Chef der Raiffeisen Heinz Huber hat laut Informationen soeben geheiratet. Nun soll er in die Flitterwochen gefahren sein. Die Raiffeisen will sich nicht zu Persönlichem äussern.

Trifft die Information zu, ist sie wichtig für die Nummer 3 des Landes mit ihren 11’000 Mitarbeitern. Nach dem Fall Vincenz steckt die Bank in einem entscheidenden Umbau.

CEO Huber hat Beraterin Roland Berger ins Haus geholt, um 200 Stellen abzubauen. In seiner Geschäftsleitung sind weiterhin zentrale Positionen unbesetzt. Und über die Stadtniederlassungen der Raiffeisen wird gestritten.

Weiter unter St.Gallen? Stadtfiliale in Zürich (IP)

Zudem bleibt die wichtige Frage der Aufgabenteilung zwischen den 250 Raiffeisen-Banken im Land und der Zentrale mit ihrem Wasserkopf in St.Gallen ungelöst.

Umgekehrt vergeudet die Spitze wertvolle Zeit mit Feel-Good-Workshops.

Die Kernfrage lautet: Wird die Raiffeisen Schweiz zum untergeordneten Servicecenter für die einzelnen, rechtlich unabhängigen Raiffeisen-Banken? Oder bleibt sie ein Headquarter der Gruppe wie in der Ära Vincenz-Gisel?

Huber wäre also gefordert. Er braust nun aber fürs Erste in den Honeymoon.

Auch sonst soll er eher ein CEO der Sorte Martin Scholl sein. Der ZKB-Chef ist bekannt für seinen Nine-to-Five-Einsatz.

Bei Scholl hat sich das bisher nicht gerächt. Die ZKB steht gut da. Allerdings ist das als Platzhirsch mit einzigartiger Ausfall-Garantie durch den Kanton keine so grosse Kunst.

Bei Huber und der Raiffeisen liegt der Fall anders. Die Genossenschaftsbank muss die richtigen Leute für die Zukunft auswählen und Fett abschneiden.

Ferien und Honeymoon des Frontmanns sind natürlich schön und gut. Doch als Zeichen nach innen vielleicht nicht geeignet. Die Botschaft „Bin dann mal weg“ fällt in eine Zeit, in welcher der Kapitän auf der Brücke sein sollte.

Kommentare

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  1. Statt mit dem Porsche in die Ferien zu fahren, dürfen sich 200 Mitarbeiter am Platz St. Gallen beim RAV anstellen. Das nennt sich dann wohl genossenschaftliche Solidarität.

    Schöne Ferien Herr Huber.

    • Herr Huber setzt um, was von den Eigentümern (Raiffeisenbanken und deren Genossenschafter) verlangt wird. Wo Fett angesetzt wurde, müssen Leute eingespart werden, wenn es diese nicht benötigt.

      Freundliche Grüsse

      Ein Eigentümer und Genossenschafter

  2. Diese Nine-to-Five Chef(innen) sind heute eigentlich nicht mehr gefragt, sind eher Belastungen und gehören abgelöst.

  3. Raiffeisen gewinnt BILANZ-Rating 2019: Beste Anlagebank in der Kategorie «national»

    Das Wirtschaftsmagazin BILANZ zeichnet Raiffeisen als beste Bank für Anlagekunden in der Kategorie «national» aus. Dieser erste Rang bestätigt die Beratungs- und Anlagekompetenz und stellt Raiffeisen als starke Bankpartnerin dar.

    «Besonders überzeugt hat Raiffeisen mit dem ganzheitlichen Ansatz der vorgeschlagenen Anlagelösung.»

    Das Wirtschaftsmagazin BILANZ hat zum elften Mal die Dienstleistungen insbesondere im Anlagebereich von Schweizer Banken verdeckt getestet. Im Namen eines echten Kunden suchte die BILANZ eine Bank, die für sein Vermögen und seine Lebenssituation eine passende Anlagelösung unterbreitet. Neben einem umfassenden Anlagevorschlag galt es, dem Kunden hinsichtlich Immobilien, Finanzplanung und Vorsorgeleistungen zu beraten. Gut getarnt wurden so im Auftrag von BILANZ knapp 100 Banken angeschrieben. Unter den Finalisten wurde Raiffeisen am Ende durch eine hochkarätige Jury als beste Bank «national» ausgezeichnet.

    «Im Zentrum der Lösung stand ein Vermögensverwaltungsmandat.»

    Raiffeisen analysierte die Vermögenswerte sowie die Gesamtsituation des Kunden und erarbeitete – basierend auf einer Einschätzung der Ausgangslage sowie einer Risikoanalyse des Kunden – einen ganzheitlichen Lösungsvorschlag.

    Mehr zu Vermögensverwaltung 

    «Dabei konnte Raiffeisen Ihre Anlagekompetenz und starke Kundenorientierung unter Beweis stellen.»

    Die BILANZ hat damit Raiffeisen in einem aufwendigen Test zu einer der führenden Anlagebanken der Schweiz ausgezeichnet. Diese Auszeichnung unterstreicht die überzeugende Leistung von Raiffeisen in der gesamtheitlichen Beratung und in der Ausarbeitung von Anlagelösungen.

    Interessiert? Sprechen Sie mit Ihrem Berater über eine Anlagelösung 

    Der aufwändige BILANZ-Test kurz erklärt

    Im Herbst 2018 wählte die hochkarätige Jury rund 100 Banken aus. Um nicht entdeckt zu werden, hat die BILANZ dieses Jahr ValueWorks, ein Multi-Family Office, zwischengeschaltet; dieses holt für Kunden regelmässig Angebote ein. Die Situation und die Wünsche des Testkunden wurden dargelegt und um eine Offerte inklusive eines detaillierten Vorschlages angefragt bei den Banken. Die gemäss Jury-Wertung besten 17 Anlagevorschläge wurden durch das Institut für Vermögensaufbau (IVA) in München anhand von rund 60 Kriterien analysiert.

    Punkte gab es unter anderem für das Bemühen, die Gesamtsituation des Kunden zu verstehen, für die Transparenz der Produktumsetzung, das Risikoprofil, die Risikoaufklärung und die Kosten. Auf Basis dieser Analyse selektierte die Jury unter Leitung von Finanzprofessor Thorsten Hens die auszeichnungswürdigen Banken und die Besten der vier Kategorien Banken national, Banken regional, Privatbanken und Auslandbanken.

    • Sicher nicht; heute hat ja jeder einen Porsche. Und haben Sie schon mal einen Banker führen gesehen, wie es jetzt von Nöten wäre; da braucht es eben etwas mehr als die Differenz zwischen Soll- und Habenzins ausrechnen.

    • nein ein Tesla zeugt von Geschmack. Sicherer, viel schneller, guenstiger, sauberer und viel nachhaltiger

  4. Bedächtiges Handeln ist zielführender
    Hier bei IP herrscht immer noch die überholte Ansicht vor, dass 18-Stunden-Tage und aktivistisches “Entscheidungen-Treffen” Erfolgs versprechend seien. Gerade in Extrem-Situationen ist durchatmen und Abstand nehmen sinnvoll, aber dies passt natürlich nicht zu den hyperaktiven Paradeplatz-Showmans.

  5. So what! Mit der Minderwertigkeitskomplexkompensiermaschine respektive 2. Frühlingstatussymbol kann kein Defizit gegen aussen Vertuscht werden. Vielleicht hilft es dem Ego und den ehelichen Aktivitäten. Frauen stehen auf Pferde(stärken).

    • Ihnen gefallen als Porsches nicht? Mir schon, tolle, sportliche Autos!!

  6. Sehr geehrter Herr Hässig

    Wir gehen jetzt mal davon aus, dass sich die Bankbilanzen der Raiffeisen, auch ohne Huber verlängern werden, und die Hypothekarschulden der Eidgenössischen “Privatschulden-Weltmeister“ weiter erhöhen werden.

    Die Raiffeisen wurde ja von der spez.-gesetzlichen AG, die sich als Schweizerische Nationalbank bezeichnet, für “systemrelevant“ erklärt.
    Die SNB-Bilanz kann ja schliesslich auch noch “problemlos“ verlängert werden für Bankenrettungen.

    Da spielt es doch keine Rolle, wenn unwichtige Boniabzocker abwesend sind.

    n.b.
    Sollte eine, oder mehrere dieser “Systembanken“ pleite gehen, würde das sowieso keine Rolle spielen, denn das würde den, von der SNB und der Exportwirtschaft langersehnten CHF-Abschwung einleiten; und zugleich wäre die SNB groteskerweise der grosse Gewinner, mit ihren vielen ausländischen Aktienkäufen auf “Pump“ und Bilanzverlängerung.

    n.b.
    Was würde geschehen, wenn die Bankkunden und Steuerzahler bei einer “Systemrelevanten“ einen Bank-Run vornehmen würden, und diese in die Pleite schicken würden?
    -Die CH-Immobilien wären sofort billiger zu haben!
    -Der CHF-Abschwung würde eingeleitet, und die Exportwirtschaft würde
    aufblühen, die Arbeitsplätze wären gesichert!

    Was wäre daran so schlecht, wenn Banken endlich pleite gingen????

    • @Torpedo..Der Abschwung wird so oder so folgen. Das Bankwesen war in der Vergangenheit einer der wichtigsten Grundsteinen der Schweizer Wirtschaft. Die Politik war hier anderer Meinung und entschied sich ohne jeglichen Ersatz, die Branche zu amputieren. Es fehlen bereits heute Miliarden an möglichen Steuereinnahmen und es wird noch schlimmer kommen da ausländische Kundenvermögen am schwinden sind. Der in etlichen Regionen überhitzter Immobilienmarkt wird ebenfalls nach unten korrigieren. Es ist nicht die Frage ob eher wann.

  7. Eine Hochzeitsreise finde ich total okay. Auf alle Fälle besser als das Machogehabe/Rotlichtmillieu… unter PV und seinen Vasallen.

  8. Wie bitte???????????? Huber soll keine Flitterwochen machen dürfen!?

    Ich glaube Sie überschätzen die Aufgabe von Raiffeisen Schweiz.

  9. Der Porsche-Huber kommt ja von der etwas angestaubten, verschlafenen Thurgauer KB (TKB). Dort lernt man diesen verschlafenen „Trott“ von der Pike auf…

    • Darf ich davon ausgehen, dass Sie fundierte Kentnisse ueber die TKB haben? Oder ist Ihre Aussage von „hören und sagen, bzw. Gerüchten aufgebaut?

  10. mein Lieber, es gibt doch nichts Naheliegenderes!

    Endlich einen Super-Job mit Lohn, Bonus und Public Relation en masse. Da Liäsons, Heiraten, Scheiden und Fremdgehen seit Jahren zur Raiffeisen-Diversity gehört, gönne ich dem Huber den Honeymoon.

    Der noch fehlende Fussabtritt wird viel später gemessen -:)

  11. Als ich früher noch gearbeitet hatte, waren Ferien innerhalb der Probezeit ein absolutes No-Go. Ist die Probezeit von Huber denn schon vorbei?

  12. „Porsche-Huber“? Blitzhochzeit? Herr Hässig, der Stil erreicht immer mehr das Niveau von „Blick“… Gönnen Sie diesem Mann doch seinen Porsche und die Flitterwochen.

    • Niveau von „Blick“ – wurde längstens schon von den meisten Medien kopiert. Ich würde allerdings nicht von Niveau sprechen, sondern von „Boulevard“. Und es gibt durchaus auch guten Boulevard. So wie z.B. bei „Insideparadeplatz“.

  13. Beide, wie sie da stehen sind reine Lufthülsen. Minimalste Leistung und maximale Bezüge. Von wegen Risktaker, einpacken könnten diese Pausenclowns in der Realwirtschaft- Überlebensrate sehr nahe bei der Null!

  14. denke, in der teppichetage werden alle automatisch
    arrogant, verblöden und werden schamlos.
    hh vom biederen hinterbänkler zum mini vincenz
    mutiert, in rekordzeit.

    • Hauptsache Bashing!! Raiffeisen ist die solideste Bank der Schweiz mit einem einzigartigen Geschäftsmodell. Da ist klar, dass Neid aufkommt.