EU-Raufbold haut sich mit Börse selbst in die Weichteile

Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert die Börse, oder bleibt, wie sie ist. Alte Börsenäquivalenzregel, neu interpretiert.

Diese Regel wurde gerade aktualisiert. Durch den EU-Kommissar Johannes Hahn, der der ungezogenen Schweiz eine Lektion erteilen will. Aus Frustration darüber, dass er als für die Verhandlungen mit der Schweiz zuständige Eurokrat den Abschluss eines Abkommens wohl nicht mehr im Amt erleben wird.

Da weder die EU noch Österreich über die dazu nötigen militärischen Mittel verfügen, macht die EU auf seinen Vorschlag etwas, was man nun mit Verlaub als kindisch bezeichnen muss.

Damit Aktien sowohl an den EU-Börsen wie auch an Schweizer Börsen gehandelt werden können, und das von Händlern, die in der EU oder der Schweiz sitzen, gibt es die sogenannte Börsenäquivalenz. Diese gegenseitige Anerkennung ist ungefähr so inhaltsschwer wie die gegenseitige Akzeptanz, dass in der Schweiz die Autobahnbeschilderung grün und in der BRD blau ist.

Eigentlich Pipifax, wenn man nicht auf das Niveau eines Raufbolds sinken will, dem jeder Vorwand recht ist, eine Schlägerei anzufangen. Also hat die EU diese Gleichwertigkeit Ende 2018 nur für ein halbes Jahr verlängert. In der Hoffnung, dass man damit die Schweiz zur Eile bei der Unterzeichnung des Rahmenabkommens bewegen könne.

Nun hat die EU-Kommission den Zeitpunkt verstreichen lassen, an dem sie die Anerkennung der Schweizer Börse SIX zur Verlängerung vorschlagen müsste. Das bedeutet, dass diese Börsenäquivalenz am kommenden 1. Juli auslaufen dürfte. Das bedeutet konkret, dass Banken und sonstige Finanzhändler aus der EU nicht mehr an der Schweizer Börse handeln dürfen. Bedeutet das irgendwas?

Das bedeutet nichts Gutes, aber für die EU. Letztes Jahr hatte alleine die SIX ein Handelsvolumen von 1361,3 Milliarden Franken. Nach Marktkapitalisierung ist die Schweizer Börse nach der deutschen die Nummer vier in Europa. Was passiert also, wenn diese gegenseitige Anerkennung einseitig von der EU aufgekündigt wird? Ganz einfach: der SIX könnte ein hübsches Stück ihres Handelsgeschäfts wegfallen. Wäre das schlimm? Nicht wirklich, denn für einmal hat der Bundesrat für den EU-Raufbold auch einen Knüppel in der Tasche zur Selbstverteidigung.

Er hat als vorsorgliche Massnahmen bereits beschlossen, dass in diesem Fall – wie du mir, so ich dir – den EU-Börsen der Handel mit Schweizer Aktien untersagt wird. Was bedeuten würde, dass die Schweizer Börse sogar mehr Volumen anziehen würde als vorher. Und da der Handel oder der Kauf an der Schweizer Börse in aller Regel auch noch günstiger ist als in der EU, hätte sich der Raufbold sozusagen selber in die Weichteile gehauen. Paris, Frankfurt und auch London würden an Volumen verlieren.

Das sind die technischen Auswirkungen. Aber viel schlimmer noch für die EU ist der Flurschaden, den sie damit bei der Schweizer Bevölkerung anrichtet. Denn wenn der Eidgenosse etwas nicht verträgt, ist es eine im schnarrenden Tonfall vorgetragene Einschätzung, dass die Schweiz „einen Schuss vor den Bug“ brauche, weil der „politische Wille“ fehle, das Rahmenabkommen noch vor Ablauf der Amtszeit des Hahns abzuschliessen.

Ausserdem ist die Drohung natürlich auch nach London gerichtet, um den Briten klarzumachen, dass die EU nicht vernünftig auf den Brexit reagieren will, sondern wie ein verschmähter Liebhaber. Abgerundet wird dieses jämmerliche Bild durch den anhaltend zerrütteten Zustand des Euro, Krisenherde allenthalben, und dem Zustand der Europäischen Zentralbank, die fast den gesamten Markt von einigermassen werthaltigen Schuldpapieren aufgekauft hat. Nach dem Prinzip „linke Hosentasche, rechte Hosentasche“ in der eigenen Währung.

Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Schweiz ihrer eigenen Notenbank Sorge trägt. Die ist zwar auch aufgebläht, aber nicht, indem sie Schuldanleihen in Franken gekauft hätte, sondern indem sie Aktiva in Euro, Dollar und Gold hält. Und nicht zu vergessen ihr Eigenkapital von rund 150 Milliarden.

Immerhin hat die Schweizer Regierung auch beschlossen, dass angesichts eines solch unfreundlichen und kindischen Akts auch die Auszahlung der zweiten Kohäsionsmilliarde auf Eis gelegt wird. Denn obwohl es zeitweise den Anschein hat, ist der Bundesrat offenbar doch nicht eine Versammlung von Masochisten, die noch viel dafür zahlen, dass sie gequält werden. Immerhin.

Kommentare

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  1. Sehr guter Artikel. Aus historischer Sicht ist die EU die friedliche Implementierung des Reichsdeutschen Septemberprogramms von 1914 als Kriegsziel des ersten Weltkriegs (https://de.wikipedia.org/wiki/Septemberprogramm) –

    «Es ist zu erreichen die Gründung eines mitteleuropäischen Wirtschaftsverbandes durch gemeinsame Zollabmachungen, unter Einschluß von Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark, Österreich-Ungarn, Polen und eventuell Italien, Schweden und Norwegen. Dieser Verband, wohl ohne gemeinsame konstitutionelle Spitze, unter äußerlicher Gleichberechtigung seiner Mitglieder, aber tatsächlich unter deutscher Führung, muß die wirtschaftliche Vorherrschaft Deutschlands über Mitteleuropa stabilisieren.»

    Münkler, Herfried. Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918 (German Edition) (Kindle Locations 3942-3945). Rowohlt E-Book. Kindle Edition.

    Das gegenwärtige Geheule um die Nachfolge Junckers and der Kommissionspitze ist ein deutliches Zeichen des deutschen Anspruches. Die EU betreibt nichts anderes als Imperialpolitik – wie Rom vor 2000 Jahren.

    „Since around 200 BC, most humans have lived in empires. It seems likely that in the future, too, most humans will live in one. But this time the empire will be truly global. The imperial vision of dominion over the entire world could be imminent.

    Harari, Yuval Noah. Sapiens: A Brief History of Humankind (p. 207). HarperCollins. Kindle Edition. “

    Die Geschichte zeigt, das Kooperation immer wichtiger wird und deshalb ist die Annäherung an eines der Imperien (oder die Gründung eines eigenen) die einzige Möglichkeit für die Schweiz auch in Zukunft zu bestehen.

    „The global empire being forged before our eyes is not governed by any particular state or ethnic group. Much like the Late Roman Empire, it is ruled by a multi-ethnic elite, and is held together by a common culture and common interests. Throughout the world, more and more entrepreneurs, engineers, experts, scholars, lawyers and managers are called to join the empire. They must ponder whether to answer the imperial call or to remain loyal to their state and their people. More and more choose the empire.“

    Harari, Yuval Noah. Sapiens: A Brief History of Humankind (p. 208). HarperCollins. Kindle Edition.

    Leider fehlen uns (und allen anderen) die visionären Politiker die so etwas Umsetzen könnten. Stattdessen wird in unseren Amtsstuben rege der status quo verwaltet.

  2. Mit gefällt nicht nur der Inhalt dieses Beitrages, sondern auch die klare Sprache Zeyers. SO sollte man mit diesen EU- Leuten reden. Täten wir dies, herrschte nicht dieses beschämende Chaos. Was haben wir eigentlich für eine Regierung???

  3. FDP und SP halten nur wegen den Wahlen die Kohäsionsmilliarde zurück.
    FDP und SP haben sich mit der Überbrückungsrente längst geeinigt und werden nach den Wahlen, alles unterschreiben was die EU sich wünscht.
    Natürlich war die „Klärung“ ein Erfolg.

  4. …nicht sicher dass es so gut kommt.
    Wahrscheinlich trennen sich die handelsstarken Bluechips UBS, CS, ABB, Nestlé & co vom Schweizer Handel. Sie werden schon jetzt an einigen anderen Standorten gehandelt. Denkt ihr wirklich, dass sie exklusiv an der SIX gehandelt werden wollen?
    Mal sehen wie die Börse das verkraften wird…

  5. Wir brauchen keinen Zugang zu den europäischen Börsen. Kluge Investoren kaufen Schweizer Aktien und profitieren nebst einem möglichen Kursgewinn noch von der weltweit einzigen wirklich stabilen Währung. Mit fast gararantierten zusätzlichem Währungsgewinn.
    Grundsätzlich gilt für freundnachbarschaftliche Beziehungen Reziprozität.
    Jucker soll in Brüssel weiterhin seine Lampe füllen.
    Wir sollten uns mehr auf unsere Tradition berufen. Da gab es mal einer der hiess Wilhelm Tell.. noch Fragen?

    • …und wer hat die Sage von Wilhelm Tell geschrieben?
      Natürlich es war ein Deutscher mit dem Namen SCHILLER!

  6. Sehr geehrter Herr Zeyer

    Noch steht der Richtungskampf innerhalb der EU auf der Kippe. Die Betonung liegt dabei auf temporär. Wir sollten m.E. ungeachtet des Rahmenabkommen, der eine Entmenschlichung mit sich bringen würde, ob die Schweiz durch tiefere Steuereinahmen nicht Sektoren die Arbeitsplätze geschaffen haben nachhaltig einen Schaden zufügt – wie Gesundheit, Bildung und Umweltschutz. Denn genau dies sind die Sektoren, die in den vergangenen Jahrzehnten per Saldo Arbeitsplätze geschaffen haben. In den klassischen Exportindustrien haben wir hingegen Stellen verloren. Was nicht verwundert, denn in der Industrie oder auch bei den Finanzdienstleistungen ist das Rationalisierungspotential besonders hoch und wir stehen erst am Anfang einer radikalen Entwicklung.

    Die EU wird implodieren. Es sei hier erwähnt, dass rund ein Viertel (Tendenz steigend!) der deutschen Arbeitsbevölkerung heute am Rande oder unter dem Existenzminimum lebt mit gigantischen Altersarmut „Projektionen“. Die Lebenserwartung dieser Unterschicht liegt etwa 8 Jahre unter der des reichsten Viertels. Und dabei reden wir hier vom wirtschaftspolitischen Musterland der EU, von einem Sieger im Standortwettbewerb!

    Wollen wir das? Fazit: die Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit wird überschätzt und das Potential einer Politik unterschätzt!

    • Ja, der Herr de Wattewille.
      Fährt als Verhandler den Karren an die Wand und als Lösung aus dem Schlamassel empfiehlt er „weiter so“. Lange hat er allerdings nicht in seinem Argumentarium suchen müssen, es sind ja keine anderen Argumente dort zu finden. Es ist schon möglich, dass er sein Bestes gegeben hat – für seinesgleichen.

  7. Die Flavia Kleiner von der Operation Libero würde noch so gerne den Bückling vor den Herren Hahn und Ischias Juncker machen wie man heute in der Jugendzeitung watson lesen konnte.

    • Ach die Flavia,
      Wer weiss, ob Sie es bald der Funicello nachmachen und sich outen wird. Würde ihre Aggressivität erklären. Was sie wohl zur Boersenequivalenz zu sagen hat?

    • Wenn der Preis stimmt, kann man alles verkaufen, auch die dir. Demokratie der CH.

  8. Absoluter Blödsinn, die Schweiz verbietet den Handel von Schweizer Aktien an EU Börsen.
    Seit wann gilt denn Schweizer Recht in der EU?
    Die europäischen Börsen werden auch weiterhin Schweizer Aktien handeln.

    • Oh je, auch einer, der zuerst schreibt und dann versucht, das Gehirn einzuschalten. Schon mal das Wort «Anerkennungspflicht» gehört? Das würde laut Bundesratsbeschluss in Kraft treten und automatisch erteilt. Ausser an EU-Börsen. Oder glauben Sie, nur EU-Recht gelte weltweit?

    • Lieber Herr Zeyer,
      ich hatte geschrieben, dass in der EU und nicht weltweit EU Recht gilt und in der Schweiz, Schweizer Recht.

    • Noch was Herr Zeyer,
      kann sein, dass Sie etwas falsch verstanden haben.
      Anerkennungspflicht, schön und gut, es darf nicht mehr in der Schweiz von EU Seite Handel betrieben werden mit Schweizer Aktien aber doch wohl in der EU. Denn in der EU gilt NICHT Schweizer Recht.

    • Lieber Herr/Frau Bielang

      Ich will wirklich nicht rechthaberisch erscheinen, aber umgekehrt wird ein Schuh draus. Natürlich kann der Bundesrat per Notrecht den Handel von Schweizer Aktien an EU-Börsen verbieten. Dafür hat er bereits die Grundlage geschaffen, mit der «Verordnung über die Anerkennung ausländischer Handelsplätze über den Handel mit Beteiligungspapieren von Gesellschaften mit Sitz in der Schweiz». Damit schlägt der Bundesrat, wirklich für ein Mal clever, sogar zwei Fliegen mit einer Klappe. Zunächst wird er sofort allen Börsen der Welt diese Anerkennung erteilen – ausser den EU-Börsen natürlich. Damit können dort wirklich und echt keine solchen Wertpapiere mehr gehandelt werden; it’s the law. Und als Sahnehäubchen ist es noch so, dass das bei richtiger Auslegung von EU-Börsenbestimmungen bedeutet, dass EU-Börsenhändler weiterhin in der Schweiz geschäften dürfen. Und schliesslich und endlich machten Händler aus der EU rund die Hälfte des Jahresumsatzes von 1,3 Billionen Franken der SIX aus. Während Schweizer Aktien vor allem in London gehandelt werden. Also ein Tritt in die eigenen Weichteile, ein Schuss ins Knie, in den Ofen, wie Sie wollen. Und ein Letztes: Wenn die Börse, was ja alle Börsianer behaupten, einigermassen rational funktioniert und der Kurs die zukünftigen Erwartungen eingepreist hat, müsste ja die SIX-Aktie im rasanten Sinkflug sein. Öhm.

  9. Interessanter Bericht, vielen Dank Herr Zeyer.

    Ich hoffe dieser 2. Pfeil liegt auch tatsächlich im Köcher bereit, und nicht dass dies einfach eine Beruhigungspille unserer Polit-Marionetten adressiert an die profane Bevölkerung darstellt…

  10. Diese Kommentarspalte steht exemplarisch für die Einstellung zuvieler Schweizer. Als Schweizer schäme ich mich zutiefst für all die beleidigenden Äusserungen meiner Mitschweizer gegenüber meinen europäischen Mitbürgern.
    (Wobei: In der Schweiz werde ich von diesen Mitschweizern genauso abwertend behandelt; so à propos „wir“ Schweizer.)
    Solche Töne, nach 30 Jahren Engelsgeduld mit der Schweiz, sprechen eine deutliche Sprache … und bedingen ebenso deutliche Konsequenzen: Ja nicht sich so einen „Partner“ ins Boot holen.
    Die Schweiz will diktatorisch, dass 27 europäische Staaten nach ihrer Pfeife tanzen. Sorry.
    Sehe nur einen Weg: „duresüüche“.
    Die Schweiz soll den Alleingang gehen, bis auch der hinterletzte Schweizer persönlich erlebt hat, was dieser Alleingang ist.
    Denn vorher macht all das sich bemühen um die Schweiz, Geduld, Sonderling, „braucht mehr Zeit“, keinen Sinn für die EU.
    Es kommen nur Beleidigungen und verdrehte Tatsachen.
    EU-Kooperation mit der Schweiz: NEIN !
    Bleibt zu Hause im Tal, jodeln, jassen und Vereinsmeierei … und topmoderne Jäger, die über den Alpen Dogfight üben; „man weiss ja nie“…

    • Selten so einen Quatsch gelesen! Dann sind sie also in dem Fall nicht dafür, dass man normale Handelsbeziehungen haben kann, ohne dass man dafür der EU beitreten muss? Und was heisst hier Engelsgeduld?? Wir sind ein souveräner Staat und brauchen uns nicht anzupassen, wenn wir nicht wollen. Es würde keinem der EU-Erpresser auch nur im Traum in den Sinn kommen, solche Töne gegenüber den USA oder China anzuschlagen, weil diese schlicht zu stark dafür sind und die EU in diesen Fällen eher ein Bittsteller. Darin zeigt sich ja schon, dass man nur auf vermeintlich Schwächere einprügeln kann.

    • @Georg Stauffer:
      Nun ja, die Tatsachenverdrehungen kommen eigentlich von Ihrer Seite, denn ein privater Verein ungewählter EU-Funktionäre will sich in die Innenpolitik von „souveränen“ Staaten mit demokratisch gewählter Regierung einmischen, und ihnen ein fremdes und eigennütziges Rechtssystem aufzwingen! Diktatorisch ist alleine die EU, die überhaupt keine rechtliche und demokratische Grundlage für Ihr Wirken besitzt!

      Fragen Sie mal bspw. die Menschen in Italien, Ungarn oder anderswo, wie sie über die Einmischung in die eigene Innenpolitik durch die EU und deren auferlegten Zwänge denkt?

      Die EU folgt einem grösseren, totalitären Plan, den Sie offenbar noch nicht durchschaut haben…

    • Wsrum wandern Sie nicht in Ihre Super EU aus? Würde auch dem Dichtestress hier helfen..

    • Gegen unsere europäischen Brüder habe ich nicht das geringste. – Ich schäme mich allerdings nicht, zuzugeben, dass ich die Eurokraten aus tiefstem herzen verachte und verabscheue. Eine Auffassung, die jeder Bürger eines EU-Staates, den ich kenne, teilt. – Mit diesem Hähnchen würde ich mich ganz gerne einmal im MMA-Oktagon treffen…

      Das einzige, was ich von der EU verlange, ist, in Ruhe gelassen zu werden. Ich habe nicht die geringste Absicht, Untertan des geplanten EUdSSR-Einheitsstaates zu werden. Zum Glück wird dieser Verein beim nächsten richtigen Crash aller Voraussicht nach auf dem Müllhaufen der Geschichte landen, wo er hingehört.

    • Lieber Georg Stauffer

      Sie sind gopel kein richtiger Schweizer – Fremdschämen nennt man das glaube ich.

      Es gibt in der EU wunderschöne Plätzchen zum Verweilen und Nachdenken. Das kann ich Ihnen nur empfehlen.

      Und wenn Sie dann genügend Erfahrungen in der EU gesammelt haben, ja dann kommen Sie vielleicht gerne ’nach Hause‘, in die Heimat Ihres Herzens. Und freuen sich, dass es in der Schweiz so ist wie es eben ist.

      Anpassertum ist dem Schweizerbürger zum grossen Glück nicht angeboren, sondern ‚anerzogen‘.

    • @Stauffer

      Der Rahmenvertrag hebelt die demokratischen Rechte der Schweizer aus, zudem in für Schweizer wesentlichen Fragen u.a. Zuwanderung.

      Wenn es sich um normale Handels- oder Zusammenarbeitsverträge handeln würde, mit ausgeglichenen zweiseitigen Rechten, dann wären die Verträge vermutlich schon lange abgeschlossen.

      Einem solchen einseitigen Rahmenvertrag, der nur die technischen Handelshemmnisse betrifft würde ich sofort zustimmen.

    • „Wir sind ein souveräner Staat und brauchen uns nicht anzupassen, wenn wir nicht wollen.“
      Eben, fragt sich nur ob das für die Schweiz ein sinnvoller Weg ist. Ich wage das zu bezweifeln.

  11. Spot on. Gut geschrieben. Die meisten EU Funktionäre sind schlicht grössenwahnsinnige, arrogante Mimosen.
    Leider haben sie meist leichtes Spiel mit dem Bundesrat. Bei Maurer sind sie jetzt aber endlich mal an den Falschen geraten.

  12. Alain Berset und seine Diplomaten sollten ihren Lohn und die Pensionskasse sofort zurück zahlen für diese miese Leistung.
    Diplomaten sollten sowieso nur im stehen verhandeln dürfen. Zudem sind die Spesen aus eigener Tasche zu bezahlen.
    Das würde endlich brauchbare Ergebnisse liefern.

  13. Reminders

    Es handelt sich die Beurteilung eines MITGLIEDs der EU-Kommission! Also des WICHTIGSTES GREMIUM der EU.

    Die Argumente, welche die „Strafe“ für die Schweiz begründen sollen sind willkürlich und emotional, jedenfalls RECHTLICH NICHT FUNDIERT. Die Schweiz hat kein Gesetz oder Vertrag gebrochen, darum ist die Begründung unlauter.

    Der allgemeine Trend und nach der Finanzkrise sogar quasi Legitimität Banken, insesondere die SCHWEIZER BANKEN, ZU MELKEN , ist ordinär und eines RECHTSSTAATES sowie der EU NICHT würdig.

    PS:

  14. Solange man Macht hat wird sie brutal ausgenutzt. Ist es dann aus mit der Macht, gibt man sich scheinheilig als geläutert und vor allem als nichtwissend. Österreich hatte damals 1938 die Hitler-Truppen mit Blumen und Jubel empfangen und 1945 nach der totalen Niederlage von Grossdeutschland die Parole herausgegeben: Wir wurden befreit.

    Mit dieser Parole wird suggeriert, dass man 1938 gegen den Willen ins Nazireich integriert worden ist. Man sei in jeder Hinsicht unschuldig, oder, wenn es zum schuldhaften Verhalten gekommen ist, dann nur in Ausübung aus der Verpflichtung zur treuen Aufgabenerledigung. Und das sei doch nicht strafbar, denn alles sei gesetzlich verankert gewesen.
    Österreich wurde wohl 1945 durch Truppen der Allierten besetzt und damit im klassischen Sinn befreit, aber Österreich hat sich nie von seiner Donaumonarchie- und Vergangenheit befreit. Österreich ist und bleibt ein Klientel-Staat, der die Mächtigen schützt und um keinen Unwillen zu erregen, sein Volk mit staatlichen Geschenken ruhig hält. Es ist auch zu verstehen, dass sich die österreichische Botschafterin in der Schweiz erlaubt, die Schweiz als Staat mit seinen eigenen Vorstellungen über staatliche Organisation auf das Übelste zu beschimpfen. Nicht aber verstanden werden kann, dass unser Bundesrat diese Beschimpfung akzeptiert hat. Wo sind wir gelandet? Sicher wird der Bundesrat dann Hahns Anmassungen akzeptieren, um nicht noch weiteren Unwillen zu erzeugen bei der EU über dieses „geostrategische Unding in Europa“ (EU-Kommissionspräsiddent Juncker zur Schweiz).

  15. Wenn sich Länder zusammentun, heisst das noch lange nicht, dass dabei wirklich Synergien freiwerden. Da hilft Brüssel eben gelegentlich mit Drohungen nach, um die Illusion aufrechtzuerhalten, es wäre doch so…

  16. ​Nur nicht ins Bockshorn jagen lassen. Die Brüsseler Rüpel verlieren zusehends die Nerven und schlagen wild um sich aus reinem Frust, dass partout nichts gelingen will, was sie anpacken (das Nachfolge-Ghetto Juncker wie auch der Brexit-Prozess lassen grüssen).

    Wo ist eigentlich der „Frische Wind“, den die Moloch-Funktionäre und ihre Chefs in Berlin und Paris permanent verkünden?

  17. Danke Herr Zeyer
    Die Schweizer brauchen dringend die ganze Liste der Gründe warum es immer noch nicht so weit ist, dass man auf das ganze resignierte, manipulierte Übergabegelaber hören muss.
    Ständig wird man mit den üblichen Argumenten (Luftnummern wie die Börsenäquivalenz u.a.) zugequatscht, die bei näherem Hinsehen keinen Bestand haben.
    Wir sind noch lange nicht soweit uns wie unterwürfige Hündchen auf den Rücken zu legen.
    Apropos Hunde: Bei Hunden ist nicht die Grösse massgebend sondern das Selbstbewusstsein! Deshalb kann man erleben, wie der kleinste Pinscher eine Dogge in die Büsche jagt.
    Die CH ist in unserem Fall der Pinscher (mit dem grösseren Knochen und den „richtigen Argumenten“ in wirkungsvoll zu verteidigen.

  18. Die Herren Junker & Hahn
    sollten sich eigentlich schämen, als Diktatoren gegenüber unserem Land, der Schweiz aufzutreten.

    Wir sind eine der ältesten Demokratien der Welt, dafür sollten Sie endlich Verständnis aufbringen bzw.unser System begreifen.

    Bei uns hat das Volk das letzte Wort. Sind sie blöd oder tun sie nur so?

    Wir sind ein souveräner und Drittstadt und hoffentlich nie EU-Miglied von einer Brüsseler-Diktatur!

    • Die Schweiz und eine Demokratie?
      Wir leben nicht im gleichen Land! In der Schweiz die ich kenne werden die angenommen Abstimmungen von der Politik ignoriert, selbst wenn diese in der Verfassung stehen.
      Die Verfassungswidrige Abstimmung der AHV/Steuervorlage ist nur das letzte Beispiel.
      Die Schweiz ist eine Oligarchie wie die EU.

    • Das letzte Wort hat der Wähler.

      Das Generieren von Unsicherheit unter der Bevölkerung hat, bereits bei der Durchsetzungsinitiative (betr. Masseneinwanderungsinitative) bestens funktioniert.

      Die Schweizer Bevölkerung muss künftig besser informiert werden und einer gezielten strategischen Verunsicherung der Brüger ist entschieden entgegen zu treten.

    • Lieber Herr Mateo

      Ich weiss, die Schweiz spart viel Geld bei der Bildung ihrer Bürger. Deshalb wende ich mich auch so verständnisvoll an Sie.

      Also:
      1. Die Schweiz ist NICHT die älteste Demokratie der Welt.
      Die demokratische Schweiz existiert erst seit 1948. Davor waren wir ein paar schweizer Patrizier und viele schweizer Untertanen. Während dem 2. WK war die Demokratie sogar ganz abgeschafft (und wurde vom Volk nur mit Mühe wiedererlangt).

      2. Unser System: Direkte Demokratie. Habe in meinem Leben unzählige Male miterlebt, wie gute, notwendige, zukunftsgerichtete Vorlagen direktdemokratisch abgelehnt wurden, auch z.T. mithilfe bewusster Lügen. 1 Beispiel: in 2003 gab’s eine Abstimmung zur Abschaltung der AKW’s in frühestens 25 Jahren. Etliche Parlamentarier haben da Inserate geschaltet mit der Aussage: „Bei der aktuellen Wirtschaftslage die AKW’s abzuschalten wäre fahrlässig“. Eine ganz klare Verfälschung der Vorlage: Nationalräte die gedruckt das Volk belügen. So „geht“ direkte Demokratie in der Schweiz.

      3. Die EU ist KEINE Diktatur. – Es tönt zwar schön und man kann es leicht nachplappern, aber es ist falsch.
      Souveränen Mitgliedsstaaten haben gemeinsam die EU gegründet und dieser Union einen klar abgegrenzten Kompetenzrahmen zugeteilt. Die Macht haben aber nach wie vor die 27 Mitgliedsstaaten und nicht „die EU“ oder „Brüssel“.

      Ihr Kommentar, Don Matteo, zeigt in Bezug auf diese drei Aspekte, dass Sie gar nicht auf der Höhe des Dossiers sind.
      Wie denn, frage ich, wollen Sie bei soviel Ignoranz mündig am demokratischen Entscheidungsprozess teilnehmen?

  19. Man kann sich vorstellen, wie aggressiv die EU agieren würde, wenn sie es könnte wie die USA. Schön, mal wieder etwas Wehrhaftigkeit der Schweiz zu sehen, sage ich als Deutscher.

    • Als Schweizer Bürger mit keiner Lust an einem EU-Beitritt sage ich danke, Roy.

    • Bravo, die Schweiz sollte sich von diesen arroganten Apparatchiks aus Bruessel, Berlin oder Paris nichts vordiktieren lassen. Klasse, dass Bern einmal gegenhaelt, sage ich als Deutscher!

  20. Es taget langsam auch den dümmsten EU-Fans,
    mit Erpressern sollte man nicht zu stark kooperieren und sich schon gar nicht unterordnen !

    • Und was sind die Alternativen zur EU? Die USA (gegen Trump ist die EU ein Waisenknabe) oder gar China?

      Die Schweiz ist selber Schuld (und ich schreiben das als Schweizer), einmal mehr haben wir durch unseren Hang es jedem in diesem Land rechtmachen zu wollen die Zeit für eine Entscheidung verpasst. Wir Schweizer sind Weltmeister wenn es darum geht Entscheidungen im politischen Prozess zu verzögern: Im Herbst sind Wahlen – vorher ist keine Entscheidung möglich, dann folgt die Kündigungsinitiative der SVP – auch die wollen wir noch abwarten und und. Merke: Den richtigen Zeitpunkt gibts es nicht, aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

  21. Sehr interessanter und gut geschriebener Artikel, vielen Dank! Es zeigt sich je länger je mehr die Hilflosigkeit der EU, indem immer mehr nicht mehr anständig diskutiert, sondern nur noch gedroht wird und völlig sachfremde Themen miteinander verknüpft werden. Die EU-Politiker verkommen immer mehr zu aufgeblasenen Selbstdarstellern, die inhaltlich aber wenig bis nichts zu bieten haben.

  22. Die Kohäsionszahlungen sind sowieso nur Schutzgelderpressung. Auf solch korrupte “Geschäfte“ würde eine seriöse Regierung gar nicht eingehen!
    Da der Bund selbst hohe Milliardenschulden hat, sollte er zuerst mal die erpresste schweizer Bevölkerung darüber abstimmen lassen, dann wäre Schluss mit diesen Korruptionsgebühren. Die AHV hätte diese Milliarden gut gebrauchen können. Wie wär’s wenn, die Bundeshausinsassen mal zuerst die Löcher im eigenen Land auffüllen, und sich um die eigene Bevölkerung kümmern würden??
    Die korrupten Damen und Herren sind doch nicht gewählt um Zahlungen an andere Völker vorzunehmen.
    Das ist eine Zweckendfremdung unserer Steuergelder!!
    Ein Betrug!!

    • „Tributzahlungen“ trifft es wohl eher. Es gibt keine Löcher im eigenen Land. Die Frage ist nur wem das Geld zugute kommt.
      Wir geben pro Jahr mehr Geld aus für eine sinnlose Armee und wollen für eine Luftverteidigung noch zusätzlich 8 Milliarden hinterher schmeissen.
      Wenn wir schon Tributzahlungen leisten oder per Rahmenabkommen der EU-beitreten, dann ist es doch totaler Blödsinn noch eine Armee zu unterhalten.

  23. Herr Zeyer, es würde mich interessieren, was Ihre Position wäre, nachdem man mit Ihnen über 10 Jahre Vertragsverhandlungen geführt hat, eine Vereinbarung unterschriftsbereit vorliegt und nun in wesentlichen Punkten kurz vor Unterzeichnung, nochmals angeblich neue wesentliche Punkte diskutieren will und dies mit dem Druckmittel, dass die vorliegende Vereinbarung vom „Schweizer Volk“ nicht unterzeichnet werde. Tatsache ist, dass unsere Politiker und Unterhändler kläglich versagt haben …..

    Uebrigens die Schweiz hat international den Ruf „World Champion of Delaying“ und es gilt auch hier „Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht“. Ich denke, der Krug bricht bald …bzw. muss brechen mit Blick auf die Geschehnisse mit dem BREXIT.

    Letztlich der kurzfristige Schaden für die EU ist klein, doch der langfristige Schaden für die Schweiz und das gilt auch für die UK im Falle eines BREXIT wird gewaltig! Ein bisschen Weitblick wäre damit am Platz!

    • Meine Position? Also ich würde sicher nicht mit kindischen Bestrafungen reagieren. Und schauen Sie, Verhandlungen dauern so lange, wie sie dauern. Bis beide Seiten mit einem Ergebnis einverstanden sind. Oder, wie Johnson richtig sagt, einer aufsteht und sagt: Schluss. Mag ja sein, dass sich die Schweizer Diplomatie hier nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Aber, vergleichen Sie nur mal die EZB mit SNB. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die EU exportiert mehr in die Schweiz als umgekehrt. Die Schweiz ist bekanntlich nicht Mitglied der EU und will es auch nicht werden. Die EU käme weder bei China noch bei den USA im Traum auf die Idee, den Marktzugang mit so viel Bedingungen zu pflastern. Bei der Schweiz traut sie sich, aber der Schaden wird auch hier in erster Linie die EU treffen, read my lips.

    • Wie ist denn der langfristige gewaltige Schaden für die Schweiz (und UK beim Brexit)? Da Sie offensichtlich so viel darüber wissen und die Materie im Detail kennen (also ein Experte sein müssen), wollen Sie nicht uns Unwissende aufklären und von Ihrem Wissen profitieren lassen? Was bin ich doch dankbar dafür, solche Kapazitäten unter uns zu wissen!! Ich danke schon im Voraus für Ihre Lehrstunde.

    • Lieber Herr Elmer

      Die EU wird in der gegenwärtigen Zusammensetzung vorher implodieren. Ein falsch konstruiertes künstliches Gebilde ist einfach nicht überlebensfähig. Zuerst kommt die Arroganz und Dekadenz und dann folgt der Fall. Die Geschichte der Menschheit kann diese Entwicklung ausnahmslos bestätigen.

    • Vielleicht dauerten die Verhandlungen so lange, weil die EU auf einem für die Schweiz nicht annehmbaren Vertrag beharrt hat?

      Vielleicht versucht die EU den Vertrag „noch schnell“ durchzusetzen, weil die Vertreter wissen, dass die Schweiz diese Konditionen nach dem richtigen BREXIT mit sicherlich besseren Konditionen, nicht mehr akzeptieren würde?

    • Nein. Die Wahrheit ist, dass die Unterhändler in Bundesbern und die übrigen Europhilen jahrelang den Schweizern diesen Vasallenvertrag als unabdingbar verkaufen wollten. Erst als er endlich auf dem Tisch lag, zeigte sich das Ausmass der Hinterzimmerverhandlungen zwischen Brüssel und unserer Elite. Und dann gingen den Bürgern die Augen auf. Hoffentlich noch rechtzeitig, aber sicher ist das nicht. FDP und Linksgrüne wollen die Unterwerfung.

    • Auf Zeit zu spielen ist die richtige Taktik.
      Die EU ist eh schon tot. Nur noch die EZB hält diesen Zombie noch am Leben.

      Die Schweizer sind übrigens nicht besser dran. Mit der höchsten privaten Verschuldung aller Länder dieser Welt und mit den Negativzinsen springen wir bald als erste über die Klippe.
      Wir werden bald dorthin zurück gehen wo wir gekommen sind- zu unseren Bauernhöfen.

    • @Elmer
      Erstens kommt es anders – und zweitens als man denkt.
      Und, reden ist Silber, Schweigen ist Gold!
      Waren Sie schon mal in Sibirien?

    • Werter Herr Elmer, ohne alte Kamellen aufwärmen zu wollen, aber wohin Sie Ihre Weitsicht gebracht hat, ist allenthalben bekannt.
      Denken Sie wirklich, sich hier zu einem solchen Thema verlauten lassen zu müssen? Sie sollten doch -aus eigener Erfahrung- über die selektive Berichterstattung in unseren Massenmedien bestens in Bild sein. Also erwarten Sie doch nicht, dass ein Tagi/NZZ den Bürgern klipp und klar sagt, dass wir auch ohne Börsenäquivalenz können, oder vom SRF/Blick, dass die Kohäsionsmilliarde nichts weiter als ein Bestechungsgeld auf Politikerebene ist.
      Auch wenn es die Wahrheit ist. Die interessiert zu Bern keinen.

    • Herr Zeyer,

      Sie sind die Überheblichkeit in person, schauen sich nur mal die Landkarte an. Ich halte auch nichts davon, wenn man kleineren Quasimitgliedern die Pistole auf die Brust setzt aber cherry picking geht auf Dauer auch nicht.
      Wer fordert und etwas erhält, muss auch was mit einbringen.

  24. Überaus treffende Einschätzung. Hoffen wir, dass der Bundesrat den Mut aufbringt, diesen Schritt auch wirklich zu gehen

  25. Tja, wer hätte gedacht, dass die Befreiung von den Habsburgern nach historisch so kurzer Zeit wieder gefährdet ist.
    Auf (Be-)Drohungen von auswärts hat die direkte Demokratie immer widerspenstig reagiert. Das kleine Stachelschwein….hat das die Zentrale der EUdSSR nicht kapiert oder will sie nicht kapieren?
    Amy: NoNoNo https://www.youtube.com/watch?v=fC77-Ml6a5o

  26. Sehr gut, Herr Zeyer, ich habe wohl die Macht der EU überschätzt und wir Schweizer können noch fast besser boxen
    als dieser beschränkte Hahn, der ja nur Habsburger-Untertanenblut in den Adern hat, anstatt Blut wie unsere Urschweizer als senkrechte Rebellen „Frei wie die Väter waren“.
    100 Mio. SFr. hat der deutsche Fabrikant bei der Privatbank V. in Zürich, davon sind nur 20 Mio. SFr. Schweizer Aktien.
    Was macht der betreffende Herr, er zieht für 80 Mio. Sfr. Aktien zurück, die nicht schweizerisch sind und transferiert sie an sein Bank in München, die ihm erst noch bessere Konditionen gewährt. 20 Mio. Sfr. CH-Aktien bleiben in der
    Schweiz, aber ob dies dann ein so ein tolles Geschäft ist für die Privatbank V., ist eine andere Frage. Wissen Sie, Herr Zeyer, die Welt kann sehr einfach gestrickt, wie dies beim unvergesslichen Fidel und seinem Chef-Propagandisten Jean Ziegler der Fall ist. Aber zu meinen, die EU-Bürokraten seien Hohlköpfe und wissen nicht sich gegen Retorsionsmassnahmen der Schweiz zu wehren, ist gelinde gesagt, naiv.
    Aber zugegeben, ich weiss so wenig wie Sie, wie es herauskommt. Sie könnten durchaus Recht haben und ich muss dann Ihre Logik anerkennen, aber bis es zu unseren Gunsten ausgeht, bin ich skeptisch.

    • Dann stricken wir die Welt doch etwas komplizierter und nehmen Ihr Beispiel. Der betreffende Herr hat ja wohl nicht aus Zufall eine Vermögensverwaltung in der Schweiz und in CHF. Nein, seit AIA nicht mehr aus steuerlichen Gründen. Aber ihm ist der stabile Franken wohl näher als der Krisen-Euro. So, und dann jammert ihm sein deutscher VV vor, dass es ihm leider nicht mehr erlaubt sei, mit Schweizer Aktien zu handeln, dabei hält der Herr auch Bluechips wie Nestlé oder Pharma. Ich vermute also zusammenfassend eher, dass er auch noch sein restliches Geld in die Schweiz transferiert, weil er sein Vermögen nicht einem Gebilde anvertrauen will, das sich aufführt wie ein Raufbold.

  27. Wenn der BR nun wirklich ganz klug hätte handeln wollen, hätte er die viel diskutierte Stempelsteuer/Umsatzabgabe abgeschafft. Dies hätte den Schweizer Handelsplatz noch attraktiver gemacht.

  28. Sehr geehrter Herr Zeyer
    Ich bedanke mich für diese Erklärungen die jeder/jedes verstehen kann.Diese Zusammenhänge sind wertvoll für mich,denn ich tappte dabei etwas im Dunkeln. Dankeschön.

    • Lieber Herr Kostas Bauer (Vlachos),
      Sie werden auch weiterhin im Dunkeln tappen