Gespickter Bär-Chef Hodler wird vergoldet

Bis 2020 Berater seines Nachfolgers bei Privatbank – Vielleicht macht er sogar noch länger – 2017 bis heute: 15 Mio. kassiert.

Are They Nuts? Die Julius Bär behält ihren abgesetzten CEO Bernhard Hodler noch lange auf ihrer Payroll.

Es sei möglich, das Hodler über 2020 hinaus bei der Bär-Bank eine Aufgabe erfüllen würde, berichtet heute der Tages-Anzeiger.

Eine Sprecherin der Bär dementiert. Hodler arbeite einfach während seiner halbjährigen Kündigungszeit weiter.

Immer, wenn man denkt, verrückter gehts nicht mehr, folgt der nächste Knaller. Hier bei Hodler.

Der Mann hat jahrelang weggeschaut, als seine Julius Bär fragwürdige Kunden zuhauf geholt hat.

Er stellte auch keine Fragen, als er als CEO das Steuer übernahm, nachdem Sonnenkönig Boris Collardi aufs nächste Schiff gesprungen war.

Nicht einmal zwei Jahre später wird Hodler das CEO-Steuer schon wieder aus der Hand genommen.

Doch statt nun endlich durchzugreifen und jemanden in die Verantwortung zu nehmen, vergolden die Kapitäne der Zürcher Bank ihren Chef.

Hodler bleibt, möglicherweise noch lange. In dieser Zeit kassiert er weiter ein horrend hohes Salär.

Hodler forever? Tagi

Noch besser ist, was Hodler in seiner rekordkurzen Zeit als operatives Aushängeschild der Bären eingenommen hat.

Das waren zunächst mal 4,8 Millionen für 2017 – das Jahr, als Hodler genau einen Monat lang Chef der Bank war.

Dann kamen 6,2 Millionen im 2018 hinzu. Macht total 11 Millionen. Für 13 Monate CEO-Zeit.

Dann wäre noch 2019. Hodler bleibt bis Ende August CEO, erst danach übernimmt der Neue, Philipp Rickenbacher.

Nimmt man Hodlers 2018er Entschädigung, macht das für 2019 weitere 4 Millionen.

Damit landet man bereits bei 15 Millionen, welche Bernhard Hodler in einer Zeit von 21 Monaten als CEO eingenommen hat. Für eine Firma mit 6’000 Mitarbeitern.

Bei UBS-Chef Sergio Ermotti sprechen wir von gegen 70’000 Mitarbeitern, die er führt. CS-CEO Tidjane Thiam ist oberster Chef von fast 50’000 Angestellten.

Ein Wahnsinn. Und der dauert nun noch an. Hodler wird ab 1. September dieses Jahres immer noch viel verdienen – nun einfach als Berater.

Leistungslohn à la Bär (Swissquote)

Die Bär-Aktie hat unter Hodler Haare gelassen. Der Titel sank in Hodlers Ära um einen Fünftel.

Aktie im Fall, CEO und seine Kollegen im Hoch: Die Rechnung geht auf – für jene, die am Drücker sind.

Diese Zeitspanne kann wie im Fall von Bernhard Hodler kurz sein. Macht nichts, 15 Millionen für 21 Monate CEO ergibt 700’000 Franken – pro Monat.

Kommentare

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  1. Both of them are known to me. Some could not like the way Boris managed but from inside we had a boss recognised as such with charism. Probabely the best years ever in the history. Exclude the 80th until the baer’s left.
    Bernie is a good guy but has certainly not the profile to run a private bank. Philippe is very intelligent and has showed a lot of good things. Julius Baer needs a leader. I’am sorry, stil not the case. My holding is Sold.

  2. Hodler soll beratend zur Seite stehen? – Lachhaft! Dieser wurde gefeuert und dann noch eine goldene Nase! Die Bank Bär stinkt wie eh und jeh!

  3. Gestern wird Gian Rossi eine Flasche Champagner geöffnet haben!! Dank seinem Buddy Rickenbacher wird er bleiben dürfen. Wäre ein externer CEO geworden hätte Rossi am 1. September seinen Badge abgeben müssen. Nun herrscht in der Geschäftsleitung Champagnerlaune. Bezahlt von Kunden und Aktionären. Bernie kommt auch noch kurz vorbei und stosst auf ein paar Millionen bis 2020 an… das nennt sich Sparprogramm….

  4. kippt endlich diesen fake von roger federer raus ansonsten ich diese „ unseriöse“ zeitung rausschmeisse !!!!

  5. Es tut weh: aber auch mit dem dümmsten Geschichtlis und verdrehtesten Fakten, also Fakenews schafft Hässig nicht Fr 700’000 im Monat mit Clicks zu verdienen. Die Welt ist halt ungerecht… oder doch nicht?

  6. Ich wünschte, es wurde endlich mal jemand all die Leichen ausgraben, die Collardi im Keller hat. Er ist es, dank dem die Bär in der Krise steckt, nicht Bernie. Der war zwar, wie viele andere, Erfüllungsgehilfe, und jetzt Sündenbock, mit Maulkorb natürlich, gegen der er sich hätte wehren müssen, so wie gegen seinen Big Boss. Aber Verursacher war schon immer ein anderer.

  7. Mensch Romeo!: Das geht doch gar nicht! Mit solchen Entscheiden verliert auch der neue VRP seine Glaubwürdigkeit. Nun wird offensichtlich: Wer Mist auf Management-Ebene Mist baut, der wird vergoldet. Wer auf Ebene Normalo nicht performt, wird fallen gelassen. All animal are equal, but some animals are more equal than others.

    • Seit Collardi ist Bär keine Bank mehr, nur noch ein Schmierentheater.