Sind Negativzinsen alternativlos?

778 Mrd. Devisen-Anlagen, 157 Mrd. Eigenkapital. Plus Negativzinsen – SNB: Wir müssen reden.

Zunächst die Packungsbeilage: Nein, Negativzinsen sind in der Schweiz nichts Neues oder Einmaliges. Es gab sie schon in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Nur hiessen sie damals „Kommission“ und wurden auf vom Ausland in die Schweiz fliessendes Geld erhoben.

Diesmal aber nimmt die Sache neue Dimensionen an. Während die SNB allen Sparern Geld abknipst, hat sie auch im zweiten Quartal 2019 Gewinn gemacht. Insgesamt dieses Jahr stolze 38,5 Milliarden. Dazu trugen auch 1,1 Milliarden bei, die aus Frankenpositionen sprudelten. Also im Wesentlichen aus Negativzinsen.

Das Problem: Was Negativzinsen laut Theorie bewirken sollen, bewirken sie nicht. Aber dafür anderes. Zunächst ist der Zins eine Allokationshilfe. Er dient zur Orientierung, wie risikohaft eine Geldausleihe oder eine Kreditaufnahme ist.

Bei einem normalen, aus der Geschichte ableitbaren Zinsniveau von 3 bis 5 Prozent, inflationsbereinigt, wissen alle Marktteilnehmer, woran sie sind. Der Geldgeber kann sein Risiko skalieren, mehr als 5 Prozent Zins ist gewagt, mehr als 10 ist Casino, mehr als 15 ist Lotterie.

Der Kreditnehmer wird von Überschuldung abgehalten, indem er sich fragen muss, ob er auch in der Lage sein wird, das geliehene Geld samt Zinsen zu amortisieren. Und wenn er 10 Prozent zahlen muss, wissen alle Beteiligten, dass dieses Kreditgeschäft überdurchschnittlich risikohaft ist.

Diese Allokation fällt bei Negativzinsen weg. Der Geldgeber bekommt keinen adäquaten Zins für sein Risiko. Will er dennoch Ertrag, muss er schon für kleine Zinsen ein überproportional hohes Risiko eingehen.

Und der Kreditnehmer muss keinen Ertrag erwirtschaften, da er keine Zinsen zahlen muss. Zur völligen Pervertierung führt das, wenn der Schuldner sogar Geld dafür bekommt, dass er Schulden macht.

Das kommt inzwischen in der Erlebniswelt des Schweizer Bürgers an. Bislang musste er nur zur Kenntnis nehmen, dass seine Spareinlagen keinen Ertrag mehr abwerfen. Nun wird er mit der Nachricht erschreckt, dass auch für Hypotheken unter bestimmten Voraussetzungen keine Zinsen mehr verlangt werden.

Ja sogar draufgelegt wird. Was ja zumindest logisch ist. Wenn ein Finanzinstitut bei der SNB 0,75 Prozent Zinsen dafür zahlen muss, dort Geld bunkern zu dürfen, ist es doch besser, 0,25 Prozent auf eine Hypothek draufzulegen.

Damit spart die Bank immerhin 0,5 Prozent. Macht bei einer Million nicht wirklich viel, aber bei einer Milliarde Hypothekenvolumen sind das schon 5 Millionen Franken.

Aber die Aufhebung der Schwerkraft im Geldhaushalt hat noch gravierendere Auswirkungen. Da bekanntlich Boden überhaupt nicht und Immobilien nur beschränkt vermehrbar sind, führt dieses Zinsniveau zu einer Preisexplosion, zu einer Immobilienblase. Die so garantiert platzen wird wie alle Blasen immer schon geplatzt sind.

Aber damit nicht genug, es geht noch schlimmer. Es werden nicht nur Sparbücher nicht mehr verzinst. Sondern auch alle Rentenanwartschaften, die nach dem Kapitalbildungsprinzip erworben werden. Also in der Schweiz alle Pensionskassenguthaben und alle Privatvorsorge.

Wenn wir von einem gerundeten PK-Vermögen von 800 Milliarden Franken ausgehen, nicht einmal die demographischen Entwicklungen einberechnen, dann wird es jedem klar, ohne dass er einen Taschenrechner zu Hilfe nehmen muss, dass die Negativzinsen allen Schweizer Sparern Milliarden abhobeln.

Aber eben nicht jetzt sofort, sondern erst wirklich spürbar in einigen Jahren. Und, so ist die Natur des Menschen, was ihm nicht jetzt im Portemonnaie fehlt, das kratzt ihn nicht wirklich.

Interessant ist zudem, dass der Neubau jedes Schulhauses Diskussionen auslöst, sogar manchmal eine Abstimmung, bei der das Projekt auch ohne Weiteres bachab geschickt werden kann. Aber dass hier durch eine Entscheidung der SNB allen Schweizern Milliarden abgenommen werden, das gibt kaum zu Diskussionen Anlass.

Natürlich wird gelegentlich darüber sinniert, dass es weder mit der AHV noch mit den Pensionskassen so weitergehen könne, dass da dringend Handlungsbedarf bestehe. Aber diese Debatten enden regelmässig in der Frage, was es denn zum Abendessen gebe, und ob man den Grill anwerfen solle bei der Hitze.

Dass gleichzeitig Milliarden wegschmelzen, das ist zu virtuell und abstrakt. Aber dennoch Realität.

Es handelt sich hier genauer betrachtet um eine Zwangsabgabe, die unvergleichlich höher ist als die Summe, die für das Schweizer Fernsehen ausgegeben werden muss. Und man erinnert sich noch an das Getobe um diesen vergleichsweise läppischen Betrag.

Der Negativzins ist eine Entscheidung der SNB-Führung, die weder dem Parlament, noch dem Bundesrat und schon gar nicht der Schweizer Bevölkerung Rechenschaft ablegen muss. Dass Milliarden in der Altersversorgung verdampft werden, das beschliesst die SNB in geradezu absolutistischer Selbstherrlichkeit

Ob die Begründung stimmt, dass nur so eine weitere Aufwertung des Frankens verhindert werden könne, die Behauptung, dass das eine schädliche Auswirkung auf das „Gesamtinteresse“ des Landes habe?

Auf jeden Fall ist eines sicher: Das ist eine, aber sicher nicht die einzige Sichtweise und kann keinesfalls den Anspruch erheben, amtlich und fraglos richtig zu sein.

Jordan begründet diesen negativen Leitzins immer wieder damit, dass er unerlässlich sei, um Preisstabilität zu garantieren und die Konjunktur nicht abzuwürgen. Seine Aufhebung würde der Schweizer Wirtschaft heftig zusetzen, die Arbeitslosigkeit erhöhen, gar zu einer Deflation führen, das wiederum zu Rückschlägen an der Börse, also „unter dem Strich würde sich die Lage von Sparern, Pensionskassen, Lebensversicherungen und Banken kaum wesentlich verbessern“.

Kann man so sehen, muss man nicht so sehen. Ohne sich hier in Detailproblemen zu verlaufen: Die Ausrufung einer Untergrenze hat die SNB zu einem Bilanzvolumen geführt, das das BIP der Schweiz deutlich übersteigt.

Die Negativzinsen haben verheerende Auswirkungen auf die Allokation von Krediten, pumpen eine Immobilienblase auf (die im Warenkorb, der zur Messung der Inflation verwendet wird, nicht enthalten sind), verschärfen die Probleme der Altersversorgung und beruhen auf einer behaupteten, angeblich die Gesamtwirtschaft stark schädigenden sonst drohenden Wertsteigerung des Frankens.

Wenn Staatsorgane eine Fehlentscheidung treffen, und sie sind schliesslich nicht unfehlbar, hat normalerweise der Souverän ein Mitspracherecht. Ganz einfach deswegen, weil er immer die Zeche zahlen muss. Weder der Bundesrat, noch das Parlament, noch die Verwaltung tun das. Der Steuerzahler tut’s.

Also darf er wählen, abstimmen, Referendum und Initiative ergreifen. Lokal, kantonal, eidgenössisch. Er kann auch über komplexe Sachverhalte wie eine Neugestaltung der Unternehmenssteuern abstimmen. Mit ja oder nein. So ist das in einer partizipativen Demokratie.

Aber zu den Entscheidungen der SNB mit solcher Tragweite hat weder das Volk, noch seine Volksvertreter etwas zu sagen? Kann das richtig sein?

Nein, um das naheliegende Gegenargument abzutischen: Hier soll nicht einer Volksabstimmung über die Verteilung der 150 Milliarden Eigenkapital der SNB das Wort geredet werden. Es macht auch durchaus Sinn, dass die Notenbank unabhängig von Politik und Regierung gestaltet wurde.

Um Begehrlichkeiten der Politiker zu bremsen. Um das Verlangen jeder Regierung, vor Wahlen möglichst gute wirtschaftliche Stimmung haben zu wollen, in die Schranken zu weisen.

Das ist alles richtig und gut so. Aber: Wie sich an der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigt, und nicht nur bei ihr, haben die Notenbanken schon längst diese Unschuld der völligen Unabhängigkeit verloren.

Wenn die EZB im Billionenbereich Staatsschuldpapiere aufkauft, ist sie längst zum Komplizen der Euro-Regierungen geworden. Und hat sich in deren Geiselhaft begeben, indem sie den Leitzins nicht mehr nach eigenem Ermessen festlegen kann.

Die SNB hat dieses „Verbrechen“, denn nichts anderes als ein übler Taschenspielertrick ist dieser Aufkauf von Staatspapieren in der eigenen Währung, nicht mitgemacht. Bravo.

Aber wie man es wenden und drehen mag: Die SNB war eine Notenbank, die stinklangweilig die Währungs- und Geldpolitik der Schweiz führte, sich dabei von einem „Gesamtinteresse“ des Landes leiten lassen soll, als vorrangiges Ziel die Preisstabilität garantieren und auch der konjunkturellen Entwicklung Rechnung tragen, indem sie die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft setzt.

Dabei blieb sie viele Jahre lang fast unsichtbar, kaum einer kannte die Namen ihres Führungspersonals; Mitglied ihres Aufsichtsorgans zu sein, war in erster Linie ein Prestigeposten. Das war so, das ist nicht mehr so.

Die Bilanz der SNB stellt im besten Fall eine Chance, im schlechtesten Fall ein Risiko für die Schweiz dar. Das Festhalten an einem negativen Leitzins mag positive Auswirkungen haben, es hat aber unbestreitbar auch negative.

Da kann man entweder auf dem Standpunkt stehen: Das Volk darf zwar die Zeche zahlen, sollte sich da aber raushalten; das ist nur etwas für Fachleute. Oder man steht auf dem Standpunkt: SNB, wir müssen reden.

Nein, nicht bestimmen. Aber mitbestimmen. So wie es, das kann man auch rund oder eckig, aber nicht aus der Welt diskutieren, so wie es bei der Gründung der SNB vorgesehen war.

Deshalb ist die SNB eine AG, zwar eine spezialgesetzliche, aber eine an der Börse gehandelte AG. Nicht nur deshalb ist die SNB eine Volksbank, also eine Bank der Schweizer Bevölkerung. Also liegt in ihr Volksvermögen.

Aber wissen viele Schweizer überhaupt, was die SNB ist, was sie macht, wieso genau sie keine Zinsen auf Sparanlagen bekommen?

Die Antwort ist nein, nein und nein. Wie kann man das ändern? Eigentlich ganz einfach: mit einem Aktiensplit. Mit einer aktiven Volksbeteiligung an der SNB.

Nein, nicht, um mitzubestimmen. Und auch nicht aus Profitstreben. Aber weil es doch immer ganz einfach ist: Nur Besitz bewirkt Interesse. Nur Interesse bewirkt Beschäftigung. Nur Beschäftigung bewirkt Erkenntnis.

Und, wird damit der Negativzins aufgehoben, klettert die SNB so von ihren Devisenbergen? Natürlich nicht. Aber es wäre mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Kommentare

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  1. leute 2020 kommt der knall. blase da blase dort….! schaut mal die leehre Wohnungen an. hier ein Monat gratis wohnen, dort drei Monate gratis wohnen usw. der knall muss nicht bei uns detonieren, sondern im raume eu. dann wünsche ich uns ein tschau lui

  2. Ein sehr unvollständiger Artikel.
    Kein Wort darüber, dass der zwanzigfache durchschnittliche Mindestreservesatz der Geschäftsbanken bei der SNB von den Negativzinsen ausgenommen sind.
    Das sind bei 17 Mrd dann rund 340 Mrd oder gut 70% der 477 Mrd Giroguthaben der CH Geschäftsbanken.
    .
    Darum ist es etwas unsinnig zu schreiben, dass alle Kleinsparer von den Negativzinsen betroffen seien. Die bekommen einfach nix, aber müssen keine Negativzinsen bezahlen.
    Das gäbe ja einen Volchsaufstand und Bankenruns, wenn jeder Kleinsparer Negativzinsen abgezwickt bekäme.
    Jordan wollte das mit dieser Regelung vermutlich bewusst ausschliessen und so gibt es bei den meisten Banken erst ab 0.5 bis 2 Mio Negativzinsabzüge.
    .
    Das relativiert doch das Negativzinsgespenst wieder zumindest partiell. Man hat sich glaub auch schon überlegt diese Freigrenze auf das 25x der Mindestreserveeinlage zu erhöhen.
    Der Negativzinssatz soll ja vor allem auch eine abschreckende Wirkung auf ausländische Kapitalzuflüsse haben. Wenn die Grossbanken jetzt konsequent Kontoinhaber die im Ausland Wohnsitz haben, mit Negativzinsen auf Kontoguthaben belasten, dann wäre das ein gar nicht mal so impotentes FX-Kapitalverkehrinstrument

    • Ein sehr unvollständiger Kommentar. Sinnlose Zahlenspiele, um von den verheerenden Folgen der Minuszinsen abzulenken. Und damit von der Notwendigkeit einer aktiven Volksbeteiligung, denn nur durch Wissen und Beteiligung entsteht Verantwortung. Und die verantwortliche Frage ist doch: Sind diese Negativzinsen wirklich alternativlos?
      So werden allen Anlegern dieses Jahr wohl mehr als 2 Mia. abgezwackt; das sind 2’000 Millionen, und das ist verdammt viel Geld. Ausser natürlich für Relativierer und Wegschwatzer, für die wohl auch keine Immobilienblase existiert.

    • Im Artikel war die Rede von 1.1 Mrd CHF eingezogenen Negativzinsen (was der Realität näher kommen dürfte). Geteilt durch 8.4 Mio Einwohner also bloss 119 CHF pro Kopf und Jahr.

    • Zeyer: Nein es macht einen Unterschied ob die Negativzinsen auf 340 Mrd mehr oder weniger gelten, denn das betrifft das Volk direkt.
      Wenn die SNB sich bei ausländischem Fluchtkapital bedient soll es mir recht sein. Gemäss der International Investment Position der Schweiz ist gut 600 Mrd Fluchtkapital in diesem Jahrzehnt in die CH gekommen und hat den Franken aufgewertet und die SNB hat mit ihren FX Käufen und seit 2015 mit Negativzinsen versucht dies zu bekämpfen. Wenn der russische Oligarch mit Negativzinsen bluten muss, da sag ich nur DANKE!
      Ja die Immobilien in der Schweiz sind sportlich bewertet, aber immerhin gibts ja noch die 5% Hürde, die nicht alle schaffen und die Preise nicht noch weiter nach oben treiben.
      Gut die PK’s mit ihren Geisterstädten in Solothurn etc. sind sicherlich ein Aergernis und ich ignoriere die keineswegs (stamme ich doch aus einer Familie, die 1992 Mio Beträge an Betonblut verloren hat), aber auch dort werden die Marktkräfte sich langsam aber sicher durchsetzen und viele zur Erkenntnis gelangen, dass man schlechte und nicht marktfähige Projekte auch mit Billigstgeld nicht wirklich viel besser machen kann!

  3. Nur das „nur“, im zweitletzten Absatz, letzter Satz, würde ich weglassen, alles Übrige stehen lassen. H.W.

  4. kann sich jemand erinnern, dass die SNB jemals (ex ante) eine verbindliche exitstrategie (aus ihren akkumulierten beständen) dargelegt hat? ja…….ich weiss, dass darf sie nicht, da dann der “markt” dagegen hält. aber hat denn herr TJ & cons. eine exitstrategie oder hat sie das bereits schon den herren blackrock, JPM etc. überlassen? die 246 kostgänger zu bern, die sie liebe foristen wieder wählen werdet, kümmert das einen feuchten kehricht, der 20. oktober ist nah, und dann haben sie 4 jahre ruhe. TJ weiss das, er hält sich denn bauch jetzt schon vor lachen.

  5. Diese Negativzinsen sehen ja blenden aus für unsere Altersvorsorge, AHV undPKs.Ich frage mich nur wann dieser Nat Bank endlich ein Riegel geschoben wird und das Risiko dieses zokkens trägt der Steuerzahler auch noch

    • paulx……….

      Am 20. Oktober können sie das tun.

      Nicht direkt, aber eben doch wirksam.

      Wählen sie Grün, Grünliberal, Sozis, FDP und sie werden ein entsprechendes Resultat, eine Kehrtwende bekommen ….(((-:

      Bei den Sozisparteien, also Grün und Links, werden sie eine Kehrtwende bekommen, eine zu rationierten Flügen, rationierten Autos, rationierter Natur, rationierten Nationalparks für Windkraftanlagen, rationiertem Fleischverzehr…..usw.
      Nur die Steuern und Fahrradwege werden nicht rationiert….. dafür bekommen sie ab 75 ein E-Velo zum einkaufen geschenkt, sollten sie dann nicht mehr so gut zu Fuss sein.

      Bei der FDP……
      Phillip Müller ist ja der Spezialist für Kehrtwenden…….. also seien Sie versichert, die schaffen das, wir wissen noch nicht was und wohin da gewendet werden wird, aber Hauptsache mitgegangen, mitgehangen….((-:

      Gibt’s noch Fragen ?

  6. Pensionskassen Lobby

    Die letzten Jahre mit Revisionsansätzen des Pensionskassensystems haben gezeigt, dass die Lobby der Pensionskassen sehr gut organisiert und schlagkräftig ist.

    Die Pensionskassen funktionieren „teuer“ und träge, weil sie praktisch jedes Risiko an ihre Kunden abwälzen können. Die Kundenelastizität ist tief, Pensionskassenwechsel finden relativ wenige statt.

    Gleichzeitig sind die mehrheitlich 50+ Politiker anscheinend vor allem daran interessiert ihre eigenen eigentlich überhöhten Pensionskassenansprüche (Lebenserwartung, Zinsniveau, viel jüngere Ehefrauen) noch schnell abzusichern.

    Eine Sonderlösung für Pensionskassen wäre eine unsinnige „Pflästerli-Politik“.

    Das Schweizer Pensionskassensystem sollte seitens der Politik gründlich revidiert werden sowie seitens des PK-Mangements um Vetterlis (von Vetter), respektive Fetterlis (von Fett) bereinigt werden.

  7. Sehr guter Beitrag Herr Zeyer
    Dazu kommt die Tatsache, dass die Banken mehr und mehr an einer Zinskorrosion leiden, die das normale Tagesgeschäft, nämlich die Zinsgewinne durch Kredit, längerfristig unmöglich macht. Wenn Banken durch Kredite kaum mehr Zinserträge erwirtschaften können, versuchen sie es durch hochspekulative Massnahmen. Dieser Sachverhalt macht mir noch mehr Sorgen.

  8. Die Einnahmen aus den Negativzinsen der AHV auszahlen! Somit würde der Raub am Sparer wenigstens wieder an die Bevölkerung zurück gegeben.

  9. Sie thematisieren ein schon längst akutes Problem. Bravo!
    Die perverse Summe von ca 800 Milliarden Fremdwährungen ist surrealistisch. Entstanden ist das Ganze durch die unsinnige Stützung des CHF. Die Parität zum Euro ist, wie man heute sieht, nur eine Trump hat bekanntlich das Ziel den Dollar abzuwerten. Dagegen wird unsere SNB nichts unternehmen können.
    Wie Sie richtigerweise schreiben: die Zeche bezahlen wird der Plebs.
    Ich mache folgenden Vorschlag: bringt die Devisen in ein Staatsfond (wie Norwegen) und unterstellt diesen den Regeln der direkten Demokratie. Der Ertrag, d. h. 38 Milliarden im ersten halben Jahr 2019 sind direkt dem Gesundheitswesen, der AHV/IV und der Finanzierung der Unterhaltskosten unserer teuren Infrastruktur zuzuweisen. Damit wird die SNB wieder eine, wie Sie schreiben, stinklangweilige Bank mit Nonames im Mgt und VR. Jordan wäre da bestens aufgehoben. Für einen Hiltebrand hätte es aber kein Platz mehr..
    Dami

    • Corrigendum
      …Euro ist, wie man heute sieht, nur Wunschdenken, eine „mission impossible“ Trump hat bekanntlich auch das Ziel den Dollar abzuwerten.

    • Bevor wir einen Staatsfond gründen wollen für die Devisen, sollten die Devisen korrekt bewertet werden (etwa EUR/CHF: 1:0.9; USD/CHF: 1:0.8). Wenn Sie dann das Fremdkapital der SNB noch abziehen, werden Sie merken, dass gar nichts übrig bleibt für einen Staatsfond und wir eigentlich bei Bund und Kantonen noch Gewinnausschüttungen zurückfordern sollten.

      Die SNB soll lieber die Zinsen erhöhen, damit die ganzen Marktverzerrungen aufhören und wir aufhören, das Kapitel an den falschen Orten zu investieren (z.B. in leere Wohnungen und Zombie-Firmen). Eine leistungsfähige Wirtschaft hilft einem Land ohne natürliche Ressourcen langfristig am meisten.

  10. Vielen Dank für diesen Artikel, der schon längst überfällig war und es verdient, so breit wie möglich gestreut zu werden!

    • Wir sind im Krieg gegen vagabundierende Milliardenfinanzströme, die jederzeit Märkte aus dem Gleichgewicht werfen können. Ohne Aufgabe des liberalen internationalen Geldmarktes ist bis zum Kollaps kein Werkzeug vorhanden. Die Folge ist eine Vermögensumverteilung nach oben, was angestrebt wird.

  11. Die Nationalbank wird mit ihren Fremdwährungen grosse Verluste machen, wenn sie diese Fremdwährungen wieder zurücktauscht. Gewinner werden diejenigen sein, die der Nationalbank ihre Dollars und Euros jetzt zu einem künstlich überhöhten Kurs andrehen. Verluste bei der Nationalbank – Gewinne bei den ausländischen Spekulanten. Es ist wie immer – Geld ist nie verloren, es wechselt einfach die Hand.

  12. Die Nationalbank hat Fremdwährungen für ca 800 Milliarden in den Büchern. Wäre der Wechselkurs frei, wäre der Franken wohl 20% höher. Das heisst der Dollar auf 80 Rappen und der Euro auf 90 Rappen. Die Nationalbank hat also ehrlicherweise einen Verlust von 20% auf den 800 Milliarden. Das heisst ihr Verlust ist etwa 160 Milliarden. Ausgewiesen wird aber ein Gewinn und davon werden den Kantonen sogar Milliarden ausbezahlt. Das grenzt an Betrug.

    • Das sehe ich genau so. Dies ist der HAUPTGRUND, warum die SNB heute die Wechselkurse manipuliert: damit die Bilanzfälschung nicht auffliegt.

    • Gaby…

      ………….genau das ist es ja.

      Warum ein Herr Zeyer da von
      Gewinnen schreiben kann ist mir schleierhaft.
      Und unsere Politiker, die freuen sich über Gewinne und zeigen damit lediglich, das sie von Geld NULL Ahnung haben

      Und noch schlimmer, es sind nur „Bewertungsgewinne“, sie wurden nicht realisiert, sind nicht physisch vorhanden. Wären sie das, man müsste diese Gewinne auf die hohe Kante legen um das Risiko der faulen Staatsanleihen in Euros abzudecken.

      Aber für diese Gewinne muss es heissen….
      „wie gewonnen so zeronnen“.

  13. Unsere Nationalbank hält den Franken künstlich tief, weil damit die Exportindustrie besser exportieren kann und unsere Tourismusindustrie für die Touristen nicht zu teuer wird. Im Gegenzug muss jeder Konsument für alle Importe mehr bezahlen weil der Frankenkurs eben künstlich zu tief gehalten wird. Wir alle subventionieren somit die Exportindustrie und die Toursimusindustrie. Viele Betriebe die im freien Wechselkursmarkt keine Chance mehr hätten, werden so künstlich am Leben erhalten.
    Früher mussten diese Betriebe sich ständig verbessern um überleben zu können. Ein Dollar kostete 1970 noch um die 4 Franken. Heute 1 Franken. Unsere Betriebe mussten damit fertig werden, schlanker und produktiver werden um zu überleben. Heute ist das nicht mehr nötig. Wie das weiter geht weiss wohl niemand.

    • Danke.

      Dies Thema interessiert mich auch sehr.

      Die Fehlkonstruktion der EU sowie ökonomische Verwerfungen wegen dessen Einführung sind bekannt (Zinsen sowie Währungswert können nicht mehr den individuellen Gegebenheiten angepasst werden etc.). Gleichzeitig assimiliert (quasi „imitiert“) die SNB die Schweizer Währung mit dem Euro – macht also genau das Gleiche also ob sie keine Wahl hätte.

      Dadurch hat die CH Wirtschaft meiner Meinung nach auch eine riesen Chance verpasst. Natürlich hätte der Strukturwandel auch Verlierer generiert. Eine leichte Erhöhung des CHF würde vermutlich nicht viel bringen, aber eine Verdreifachung des Wertes würde ganz andere Möglichkeiten eröffnen. Es bringt nichts, die Schweiz mit den Massenproduktionsländern DE oder FR zu vergleichen. Mich interessieren Wirtschaftsmodelle wie Singapur, Investitionen in High-Tech-Produktionsmittel sowie Innovationen und Forschung. Gerne würde ich zu diesem Thema mehr fundierte Beiträge sowie Ideen und Anregungen lesen.

  14. Stehe mit meinem Crypto Portfolio in den Startlöchern und kann es kaum noch erwarten, bis der grosse Knall kommt 😊

    • Tja Miner……

      dann werden sie genauso alles verlieren wie die Euro-Besitzer auch.
      Für mich immer wieder erstaunlich wie Leute aus der Luftnummer Euro in die Luftnummer Bits gehen können.

      Schauen Sie, nur Physisch vorhandenes ist wirklich sicher, denn nur dann bestimmen Sie selber zu 100% was damit geschieht……. bei allen anderen Modellen sind es „die anderen“ die über Sie bestimmen.

    • Wenn Sie den Euro und die Cryptos gleichsetzen, können Sie auch sagen, dass eine Pferdekutsche und ein Porsche 911 der gleiche Mist ist 😊

      Nur physisch Vorhandenes ist sicher? Geben Sie doch mal «Zwangshypothek» bei Google ein. Oder bringen Sie mal 1 Mio. CHF in Gold (22 kg) nach Neuseeland in Sicherheit. So sehen übrigens 10 Mio. CHF (220 kg Gold) in Bitcoin aus: 1uU9y4LSM3vKrD4R2iQqhMa1kW6d3kKUk 😊

  15. Eine Notenbank hat Zeit und warum soll die Bilanz nicht weiter aufgebläht werden?
    Dass hiermit eine ganze Generation mit 0% Zinsen aufwächst ist ja wohl klar.
    Ob das gut oder schlecht ist, kann ich nicht beantworten. Aber was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass das Geld auf dem Sparkonto keine Zinsen mehr abwirft und man somit andere Anlagemöglichkeiten suchen muss.

  16. Ich frage mich ob man nicht den Negativzins abschaffen soll damit der Schuldenberg besser abgetragen werden kann

  17. Ich habe mich schon gefragt,ü ob es nicht eine gewollte Umverteilung von
    den Habenden Sparerer, Pk Besitzer usw. zu den Nichtshabenden ist. Alle verlieren, aber die Alten mehr und freiwillig würden sie unseren Sozialismus nicht alimentieren !

    • Nein. Es ist eine Umverteilung von denen die ein wenig haben (Cash, Pk, …) an Reiche (mit grossen Aktien- und Immobilienbesitz) und Spekulanten aller Art. Sowie, wenn man noch ander Zentralbanken miteinbezieht, an überschuldete Zombiefirmen und -Länder. Zumindest bis die Blase platzt.

  18. Hervorragend nachgedacht und geschrieben. Das grosse Übel ist tatsächlich die Selbstverständlichkeit, mit welcher diese Zinspolitik betrieben bzw. mit „copy paste“ von der EZB übernommen wird. Das ist wenig souverän. Ich staune ebenfalls ob des weitgehenden Desinteresses und Hinnehmens dieser Situation durch die Parlamentarier. Ein Viertel profitiert, die Hälfte versteht die Zusammenhänge und Auswirkungen nicht richtig und der verbleibende Viertel verfolgt gerade andere Prioritäten.

    • Schon gut was Sie meinen, aber (a) die Zinspolitik kann die CH niemals nur für sich alleine festsetzen ohne vom Einfluss von Wirtschaft/Wechselkursen/Zinsen im Ausland abhängig zu sein; das ist ja eben das Resultat der Negativzinsen der SNB;
      (b) Parlamentarier?????

    • @thomas berger: Das wäre die Katastrophe wenn die Politik das Sagen bei unserer
      SNB/ oder auch bei jeder anderen Notenbank hätte.

    • @hans-im-glück

      Korrekt, die Politik darf in Notenbanken-Angelegenheiten nicht das Sagen haben. Mein Kommentar ging dahin, dass Notenbanken-Aktivitäten starke Auswirkungen auf die Wirtschaft, Verschuldung, Rentensysteme etc. haben. Dies sind alles Belange, welche Politiker sehr wohl interessieren sollten. In diesem Sinne sind sie auch in der Verantwortung, weil eben substantielle Zusammenhänge und Abhängigkeiten bestehen, dafür besorgt zu sein, dass zumindest eine geeignete Debatte darüber geführt wird, was die SNB tut. Und eben auch dafür zu sorgen, dass Alternativen diskutiert werden.

  19. Der Negativzins soll den CHF schwächen, die Exportwirtschaft stärken oder mindestens schützen. Dies heisst: Das Ausland, die Ausländer sollen davon abgehalten werden CHF zu kaufen und dadurch zu stärken. Dies heisst: Der CHF soll nicht gegen uns Schweizer verteidigt werden, sondern gegen das Ausland. Das heisst: Der Negativzins ist so falsch.
    Es scheint, dass Herrn Jordan und seinen Kollegen und Mitarbeitern die Kreativität einfach abgeht das richtige Mittel zu finden, und so leidet die Schweiz und der Schweizer, der versucht zu sparen und seine Schulden tief zu halten, so wie er es von seinen Eltern gelernt hat, darunter! „Inside Paradeplatz“ hat recht, ist aber der SNB gegenüber noch viel zu anständig und brav.

  20. Die SNB und die Grossbanken (als wohl grösste Kreditgeber der SNB) haben sich verrannt und weil es ihnen der Kopf nicht zulässt, das einzugestehen, bezahlen nun alle die Rechnung dafür. Wie wir aus dieser Situation wieder rausfinden, ist schwierig auszudenken. Eine breite Diskussion darüber kann aber sicher nicht schaden. Ein Aktiensplitt ist eine spannende Diskussionsgrundlage, wenn zum Beispiel alle StimmbürgerInnen gratis eine Aktie der SNB erhalten würden. Das könnte aber auch sehr kompliziert werden und vor allem auf sehr viel Widerstand stossen.

    Aus meiner Sicht wäre es besser, mit einer sauberen Kommunikation und einer Forward-Guidance die Zinsen langsam auf das Teuerungsniveau der Schweiz zu erhöhen, auch wenn die anderen Notenbanken die Zinsen nicht erhöhen. Der CHF würde wohl gegenüber anderen Währungen langsam leicht zulegen, das müssen wir als robuste Volkswirtschaft aber verkraften können. Die SNB müsste ein paar lange fällige Abschreiber vornehmen auf ihren EUR bei 1.45, 1.40, 1.35 usw., dann könnte Herr Jordan erklären, wie er diese Abschreiber nun mit der Notenpresse decken will. Das wäre eine sehr interessante Pressekonferenz. Dann könnten wir wieder unbeschwerter in die Zukunft blicken.

    Ich denke zwar nicht, dass es so kommen wird, da die SNB und die Grossbanken ihre eigenen Interessen verfolgen und diesen Schritt nie wagen werden, da sie als Verursacher des Problems auch einen grossen Teil der Rechnung bezahlen müssten. Die Rechnung über viele Jahre auf alle zu verteilen ist viel eleganter. Falls sich der öffentliche Druck nicht massiv erhöht und die SNB dazu motiviert werden kann, die Zinsen zu erhöhen, müssen wir uns auf ein jahrelanges Japan-Szenario vorbereiten. Ich wünsche allen viel Glück!

  21. Herr Zeyer trifft es wieder haargenau. Schon sein Buch „Bank, Banker, Bankrott“ und die Geschichten darin bringen mich heute noch zum Schmunzeln. Genau so lief es mit Philipp Kuster ab im Private Banking 🙂

    Das die SNB mit Ihrer Politik die Exportwirtschaft pusht ist schon einzigartig und hat mit Preisstabilität nichts zu tun. Denke jedes Unternehmen muss mit geänderten Marktbedingungen umgehen können und kann auch Währungs-
    Absicherungen tätigen. Es gibt zudem ja immer zwei Seiten der Medaille. Das bei einem tiefen Euro oder Dollar dann auch Halb- oder Fertigfabrikate oder Rohstoffe eingekauft werden können vergisst man völlig. Also ist es nicht Aufgabe der SNB die Preiskalkulation der Exportunternehmen
    mitzugestalten und so Wettbewerbs-Vorteile zu verschaffen, während andere Branchen kämpfen müssen und alles noch zu Lasten einer serbelnden Altersvorsorge.

    Die SNB investiert in den Euroraum mit Unsummen an Devisenkäufen. Faktisch bankrotte Mitgliedsstaaten geben Anleihen um Anleihen heraus, welche die EZB grosszügig mit neu gedrucktem Geld aufkauft. De facto bezahlt die EZB oder die EU gleich auch die Rechnung für die in diese Staaten
    exportierten Güter. Super Wirtschaftsboom nicht? Alles nur auf Pump erkauft und man verschafft sich einfach nur Zeit um Zeit den grossen Knall herauszuschieben.

    Dito USA. die Schuldenobergrenze wächst und wächst.
    Käme noch irgendwo ein Krieg dazu müsste dieser finanziert werden und wie es dann aussieht wissen wir ja auch der Geschichte.

    Die SNB präsentiert stolz ihre Buchgewinne. Realisiert sind sie nicht bzw. kann man sich auch nicht wirklich. Auch hier einfach den fragilen Turm nicht zum Einstürzen bringen.
    Die EUR Devisenbestände hat man in Aktien usw. investiert.
    Sind solche Papiere wirklich sicher wenn wir dieses globale
    Bild anschauen?

    Es gäbe noch viel zu schreiben aber das Wichtige ist gesagt.

  22. Danke für die Erklärungen, um mich wieder ins Bild zu setzen. Der Modus Operandi ist jedoch offensichtlich und es passt bestens in die globale Situation. Finanzwirtschaftlich und andere Probleme werden nicht grundsätzlich angegangen, sondern in die Zukunft verschoben z.B. explosionsartiges Anwachsen der Verschuldung der USA etc. und da ist die SNB in bester Gesellschaft. Es stimmt mich bedenklich, wohin das noch führen soll! Nein, es ist eigentlich klar: zum Kollaps des Finanzsystem und der Wirtschaft sowie ein unabtragbarer Schuldberg für die Zivilgesellschaft. Damit werde ich besser Bauer, dann habe ich mindestens Kartoffeln zum Essen und nicht wertlose Geldscheine!

  23. Sehr gut auf den Punkt gebracht, insbesondere der kausale Zusammenhang mit der Immobilienblase in der Schweiz. Es ist halt wie im echten Leben – durchaus vergleichbar mit einer Erektion: alles was hochgeht, kommt auch wieder runter.

  24. Quatsch. Das sind doch einfach die Marktkräfte. Vielzuviel zwangsgespartes Kapital sucht Anlagen. Und viel zuwenig Junge brauchen das Kapital, um sich was aufzubauen. Kein Wunder, drehen die Zinsen immer weiter ins Minus. Also liebe Nationalbank, statt die Zinsschraube, dreh mal ein paar Regelschrauben für die Alterspyramide! Dass man sich wieder Kinder leisten kann statt nur Konsumgüter! Wenn keine Kinder mehr da sind welche einmal die Wirtschaft in Schwung halten, nützt das ganze gesparte Kapital auch nix. Oder es wird wie man sieht, durch die Marktkräfte, mit Minuszinsen vernichtet. Logisch oder?

  25. Tief- und Negativzinsumfeld heisst auch es gibt keinen sicheren Platz mehr für Geld. Wer sein Geld vermehren will muss Risiko nehmen – wenn nicht vermehrt sich das Geld auch nicht. Das Geld muss arbeiten gehen und erfolgreich sein wie die Arbeits Kraft. Man mag zur Schlussfolgerung Kapital und Arbeits Kraft begegnen sich auf Augenhöhe.
    Die Dummen sind die Zwangssparer und deren Verwalter müssen sich etwas einfallen lassen – risikolos geht nicht mehr.

  26. Auch Unternehmen bekommen Kredite viel zu günstig (relativ zu ihrer Bonität) und verschulden sich tendenziell zu hoch. Eigentlich am Markt nicht mehr überlebensfähige Unternehmen überleben de facto künstlich und werden nicht aussortiert. Die Negativzinspolitik schiebt diese Risiken auf die Bilanzen der Geschäftsbanken. Bei einem Kollaps wird nicht nur die Realwirtschaft (Unternehmen, Immobilien, Private etc.) sondern auch das Bankensystem in den Abgrund gerissen. Die nächste Finanzkrise wird letztlich auch zu einer gesellschaftliche Krise werden.

  27. Nationalbank soll sich überlegen, die Einnahmen aus Negativzinsen dem AHV-Fonds zu überweisen. Der politische Druck würde hiermit entschärft.

    • Damit wir die Negativzinsen sicher nie mehr loswerden? Retten wir doch gleich die AHV mit -3% Leitzins für die nächsten 10 Jahre. Dann zahlt einfach sonst niemand mehr in die AHV ein, wenn wir keine funktionierende Wirtschaft mehr haben.

      Im Ernst, ich glaube sogar für die AHV wäre es besser, wenn wir wieder positive Zinsen hätten, sogar wenn sie von den Negativzinsen profitieren würde. Man könnte jedoch diskutieren, den AHV Fonds von den Negativzinsen zu befreien.

    • Felix Zurbriggen…..

      Das wäre keine Lösung, ja sogar eine Strafaktion eggen die SNB, aber es wäre ein Anfang vom Wandel…..

      Die NB macht keine Gewinne aus den Devisen, meist sind das lediglich bewertungsgewinne, also Luftnummern.
      Müsste sie also diese „Gewinne“ in einen AHV Fonds überweisen, müsste sie physische Gewinne daraus machen.
      Die physischen, also realisierten Gewinne, sollte die SNB besser verwenden um das Risiko zu mindern. Aber sie zahlt den Kantonen noch Gewinne aus und vergrössert es damit weiter…..

      Wahnsinn……

      Aber der Wahnsinn hat in der Schweiz neuerdings Methode.
      Mit der WEA-Armeeabschaffung, der Masseninvasion, den Frauenquoten usw.

  28. Der Unterschied zum ‚Negativzins‘ in den 70er Jahren kann nicht genug herausgestrichen werden.
    Das Motiv ist heute wie damals dasselbe: Die Überbewertung des Franken wegen seiner Attraktivität als Sicherheitsinsel wird bekämpft.
    Aber damals war dieser Kampf sehr zielgerichtet: Die Banken waren angewiesen, den Negativzins (die Kommission) direkt bei zusätzlichen Guthaben von Ausländern zu erheben. Heute schädigt die Nationalbank den Markt im Inland, indem sie selbst Negativzinsen auf allen Guthaben erhebt. Der ganze Markt im Inland ist betroffen, nicht bloss aus dem Ausland zufliessende Gelder, die den Frankenkurs in die Höhe treiben. Zudem kastriert sich die SNB selbst – sobald es gilt, eine Rezession im Inland zu bekämpfen, hat sie bereits aus Wechselkursgründen im Inland ihren Speilraum eingeschränkt und zu tiefe, ja sogar negative Zinsen geschaffen. Genau was sie bräuchte, um eine Rezession zu bekämpfen.
    Es wird Zeit zu erkennen, dass eine allgemeine Zinspolitik im Inland unterhalb einer minimalen Grenze völlig ungeeignet ist, einen weiteren Anstieg der Währung zu bekämpfen. Dazu braucht es gezielte Massnahmen, die den Inlandmarkt und die Sparer im Inland nicht in den negativen Strudel mit hinein reissen. Und zudem sollte sich die SNB rechtzeitig für eine kommende Rezession wappnen.

  29. Es ist höchste Zeit, dass der Bundesrat und das Parlament handeln.Die Handlungen der Nationalbank mit den Negativzinsen sind Betrug am eigenen Volk.

    • Die Politik wird das nicht tun.
      Ein Politiker beurteilt die Sache nur nach dem Nutzen für seine ganz persönlichen politischen Ziele.

      Also warten wir bis es Crasht und machen dann selber Tabula-Rasa.

      Wetten ?

  30. Warum wäre den eine Volksbeteiligung am Aktienkapital ein Schritt in die richtige Richtung? Und inbesondere WAS würde ein Aktiensplitt den überhaupt ändern? Das es für jeden eine Aktie gibt? Oder was ist die Idee dahinter? Das aufbewahren dieser einen Aktie dürfte nicht rentabel sein.

    Wer will kann sich ja heute schon Beteiligen, wema zu teuer ist kann eine Aktie zu 5 oder zu 10 im Miteingentum erwerben.

    Die Beteiligung am AK führt doch nicht zu mehr Volksinteresse….schliesslich schlagen die Ergebnisse ja doch nicht auf dem Wert durch…also in der Quitessenz kann ich Ihnen nicht folgen.

    Festhalten müssen wir doch auch das im 2015 der Aufschrei riesig war als man nichts mehr tat, Gewerkschaften und Exporteure liefen Sturm….ich höre heute noch Lampart vom SGB wie er behauptet auch 1.40 sei für die SNB kein Problem, seien wir froh sind hier nicht die Gewerkschaften am Drücker.

    Mitreden können wir auch, wie können mittels Initiative das Nationalbankengesetzt ändern ohne weiteres.

    Wir konntem unlängst auch gerade mit der Vollgeld initiative Mitreden, die Vollgeld Abstimmung hätte diese Exzesse durchaus unterbunden, das wollten wir nicht, wir wollten explizit unbegrenzte Geldschöpfung.

    Das wir mit der Schuldenbremse keine eigenen Staatsanleihen aufkaufen mussten ist nun auch kein Husarenstück, die bestehenden sind seit Jahren negativ verzinst, und sind entsprechend begehrt.

    Die Situation mit dem Starken Franken schliesst aus das wir eigene Anleihen aufkaufen müssen, würden wir das müssen wäre der Franken nicht stark, beides its UNMÖGLICH zusammen. Entweder starker Franken oder Staatsanleihen aufkaufen.

    Unter Umständen ist die SNB aber gar nicht so dumm wie sie aussieht.

    Was sind den die Szenarien? Hyperinflation irgenwann oder das man den Tritt erwischt und die Geldmenge wieder reduziert.

    Die SNB hat den grossteil der Devisesanlagen in Aktien, was auf der einen Seite Problematisch da Marktverzerrend ist, könnte sich jedoch im Falle einer Hyperinflation als Husarenstück erweisen, zwar verlieren die Aktien auch Wert aber Sie werden nicht komplett wertlos wie Nominalwerte, wie Bargeld, Staatsanleihen etc.

    Zwischenzeitlich hält die SNB 0.25% der Weltmärkte.

    Obwohl wir nur 0.001% der Weltbevölkerung sind haben wir mit Franken die wir kostenlos hergestellt haben, 0.25% aller Weltfirmen gekauft.

    Damit hat die SnB einen Gegenwert, auch wenn alle Währungen zusammenbrechen.
    Gold hat Sie auch schon länger keins mehr verkauft obwohl man dies einmal gänzlich abbauen wollte.

    Das Problem ist Natürlich das alle Notenbanken zusammen zwischenzeitlich einen solchen Anteil am den Märkten halten das diese gar nie mehr Aussteigen können ohne riesige Verwerfungen…

    Es ist eine Sackgasse aus welcher es wohl keike vernüftige Auswege mehr gibt.

    Wobei gerade Thomas Meyer eine sehr interessante idee hatte zu Digitalisierung des Euro, wobei die Staatsschulden als Underlaying der neuen Währungen dienen und nicht mehr bedient werden müssten, bei uns wären es dann halt die Aktienexposures welche als underlaying dienen….

    • Zu Ihrer Frage, was ein Aktiensplit und eine aktivere Beteiligung der Bevölkerung bringen sollte: Viel. Schauen wir doch aus unserer Filterblase. Wenn Sie zehn einigermassen intelligent aussehende Passanten fragen, was die SNB ist, was die macht, was für eine Bilanz die hat, was für ein EK, ob es da Risiken oder Chancen gebe, welche Antworten erwarten Sie? Eben.
      Dabei geht die SNB doch wirklich jeden etwas an, der spart oder älter wird. Eine breite Diskussion über die Sinnhaftigkeit eines Aktiensplits fördert schon mal das Interesse. Wer etwas besitzt, interessiert sich sowieso dafür. Wer sich interessiert, will auch verstehen. Wer versteht, will auch mitbestimmen.
      Wird das funktionieren? Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Aber der Versuch muss unbedingt gewagt werden.
      Oder ganz einfach formuliert: Über jeden Kleinfurz wird hierzulande debattiert, abgestimmt, hat der Souverän die Möglichkeit, reinzuhusten. Was auch richtig ist, weil er ja die Suppe immer auslöffeln muss. Aber ein wichtiger Player in der Schweiz kann einfach so beschliessen, dass es nötig ist, allen Milliarden abzuknipsen? Und keiner, nicht der Bundesrat, nicht das Parlament, nicht der Souverän kann da auch nur mitreden? Also gerade am 1. August muss man doch sagen: Das kann wohl nicht sein. Das muss sich dringend ändern.

    • Ja Herr Zeyer……

      Wenn Aktienbesitz dazu führen würde das die Menschen sich mit der SNB Geldpolitik beschäftigen würden, ich wäre begeisterter Anhänger ihrer Idee.

      Das wäre wunderbar.

      Alleine es würde nicht helfen….. die Schlafschafe sind nicht zu wecken, ausser eben das Futter bleibt aus.
      Es sind nur Interessierte die sich eh gerne mit Politik beschäftigen die sich informiert halten.

      Ich habe seitdem ich mit 18 das erste mal durfte, nie einen Urnengang verpasst.
      Vor 40 Jahren gabs für solche Stimmbürger in mancher Gemeinde noch den Ehrenbürgertitel.
      Alleine ich war oft bei ganz klaren Dingen auf der Verliererseite.
      Bildung ist durch nichts zu ersetzen…….. obwohl mir als Sohn eines Bauern so mancher …..jede „Bildung“ abspricht.
      Das Gefühl für Tradition wäre wichtig, das Wissen um Volksrechte, Demokratie und nun eben auch Geld, wäre unglaublich nützlich, ist aber leider kaum vorhanden.

      In Deutschland werden die Kinder in der schule nun politisch geschult, aber eben nur Linksdrehend, mit Propaganda für Multikulti, Migration und Gendewahnsinn.
      Tja, der Schule darf man das also auch nicht aufbürden….. man muss es faktisch dem Individuum überlassen….. wer zum Staatsbürger wird und wer Schaf bleibt.

  31. einstmals machten Zentralbanken Tarifpolitik. Die angeblich zu hohenLohn-Abschlüsse wurden durch die Zentralbank entwertet. In Deutschland wurde so die Tarif-Autonomie aufgehoben.

    Heute gilt die gleiche Logik: Das Geld muss entwertet werden (durch neg. Zins), weil sonst „der Franken zu stark“ würde. Ich hatte eigentlich nie ein Problem damit, wenn mein Geld „stark“ war. Dann konnte man was dafür kaufen.

    Und ja, notfalls müssen die Nominal-Löhne zurückgehen. Entscheidend ist doch nicht die Zahl auf dem Lohnzettel, sondern was ich dafür kaufen kann.

    Meine Hoffnung ist allerdings nicht sehr gross, dass die Menschen „die Entnationalisiserung des Geldes“ fordern. Schade.

    • Doch, die Zahl auf dem Lohnzettel spielt auch eine Rolle, eine wichtige sogar:
      je höher sie nämlich ist, desto grösser ist der Steuerbetrag, der abgezwackt wird, garniert mit fiktivem Einkommen, genannt Eigenmietwert.
      Merke: der Profiteur ist in jedem Fall der Staat!
      Und nicht zu vergessen: am Ende, wenn ein Gewinn bleibt (auch wenn er nur auf dem Papier besteht), kassiert wiederum der Staat die Gewinnsteuer!

    • Oekonom………….

      ich habe Bücher zur Geld-Geschichte gelesen….. in den letzten 3000 Jahren ….. also seit es Staatswesen mit einer Geldpolitik gibt, scheiterte nie ein Staat wegen einer starken Währung.

      Aber ca. 200 mal scheiterten sie wegen einer schwachen Währung.

      Hier inn der Schweiz hat man das Gefühl das nur der Export eine Wirtschaft sei….alles andere wird einfach ignoriert.

      Natürlich, die Schweiz ist Exportweltmeister aller Klassen, wir sind Proportional viel stärker wie Deutschland.
      Aber nun schaffen wir die Grundlage für Altersarmut indem wir meinen, nur den Export stützen zu sollen und alles andere mit Negativzinsen abwürgen.

      Ein gigantischer Unsinn……

      Der Euro sollte bei 70 Rappen stehen, das wäre die Wahrheit.
      Aber unsere SNB kann von ihrem Kurs nicht mehr abrücken, denn dabei stünde ihr Konkurs zur Disposition.
      Wenn sie zulässt das der Franken so stark wird wie er eigentlich wäre, macht sie ungeheure Defizite mit ihren faulen Staatsanleihen in Euro und Dollar.

      Also wird die SNB weitermachen bis zum bitteren Ende, oder einer „Gesundung“ des Euros…… aber seien wir ehrlich, die wird niemals eintreten.

      Übrigens, für all jene die noch zu jung sind die Zeiten von früher zu kennen, hier was interessantes zum lesen.

      https://www.nzz.ch/gesellschaft/konstanz-kreuzlingen-eine-geschichte-von-valuta-fieber-nudelsonntagen-spielhoellen-ld.1348768

      Die Schweiz hatte solche Zeiten schon öfters und sie bravourös überstanden.
      Aber eben, Jordan ist ein Linker……. er versucht auf dem Rücken seiner SNB Dinge zu begünstigen die den Sozis nahestehen.

  32. Geht nicht mehr lange und der ganze SNB Zauber fliegt uns um die Ohren.

    Muster gefällig? US Zinsen runter, Dollar hoch, Börsen runter. Genau das Gegenteil von dem, was sich die Fed ausgemalt hatte.

    Wie weit will die SNB die Zinsen ins Minus drücken bis sie es schafft, den CHF so kapputt zu drücken wie der marode EUR?

    Fangfrage, denn dies ist ein unmögliches Unterfangen.

    Heute Abend hat die spanische Regierung zugegeben, dass ihr Defizit im letzten Quartal um 27 % zugenommen hat. Die von Madrid in Brüssel eingereichten Defizitprognosen waren natürlich wieder einmal nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt waren.

    Die Altersrenten, übrigens, werden seit Monaten direkt über die Aussenverschuldung (sprich Verkauf von neuen ESP-Staatsanleihen an die EZB) finanziert.

    Die Lage in Italien und Griechenland kenne ich nicht im Detail, dürfte jedoch ähnlich wie in Spanien sein.

    Signor Draghi hat demzufolge keine echten Optionen zur Auswahl und Frau Lagarde ist nicht nur äusserlich ein Klon Draghi’s.

    Diese Geschichte wird wohl wie die Lateinische Münzunion enden. Die Schweiz war damals nicht nur am Rande dabei, sondern voll im Schlamassel.

    Wer die Geschichte nicht kennt, wiederholt halt die selben Fehler.

    • Frau Villalon

      Der Franken kann nicht „kaputt gedrückt werden“, der Export jedoch schon.
      Ohne Negativzinsen gegenüber dem EURO wäre ein EURO für einen Franken zu haben oder darunter.
      Die Konsequenzen für den Export und den Import können kennen Sie ja wohl: Export wird „kaput gedrückt“ und Import (inkl. Einkaufstourismus) hoch katapultiert.

      Gesucht sind Alternativlösungen. Haben Sie eine parat?

    • Klaus J. Möhlke….

      Ich denke das Szenario bei einem SNB-Unfall dürfte wirklich zur Option werden.
      Wolfgang Schäuble, über Jahre Deutscher Finanzminister beschrieb das einmal. Er sagte frei aus meinem Gedächtnis, „das es nur einen ganz scharfe Krise braucht, …eine die so unangenehm ist, das die Menschen allem zustimmen werden nur um diese zu beenden“.
      Schäuble ist ein Vertreter der NWO, jener imaginären „neuen Weltwordnung“ die faktisch einen Einheits-Weltstaat samt Einheits-Weltregierung möchte.
      Aber nur wenn der Crash nicht eintritt.
      In Deutschland sieht man das dem zugearbeitet wird. Massenmigration gehört dazu und die Abschaffung der Nationalstaatsgefühle der Landesbürger ebenso….. George Sorros ist einer der Prominentesten Vertreter der NWO.
      Aber eines garantiere ich ihnen, so wird es nicht ablaufen.
      Nur, ich darf hier gar nicht schreiben was ich dazu denke…..

    • Frau Villalon…

      Spanien wird vom wem regiert…..?

      Und die meisten Städte werden auch vom wem regiert…?

      Richtig, von Sozis…… wen wundert da eine Erhöhung des Defizite um 27% noch ?

      Auch in Spanien werden die Bürger den Hebel herumreissen müssen, tun sie es nicht, werden sie untergehen.
      Und was haben die Spanier bei den letzten Wahlen getan ?

      Sie haben Sozis gewählt.

      Es ist wie in Ungarn, dort hat Orban mit seinen Mannen das Defizit und das taumelnde Land von 1998 – 2002 in den Griff bekommen, wurde aber abgewählt.
      Die Menschen fanden damals die Härten von Orbans Politik zu gross und wählten wieder Links.

      Die Sozis kamen wieder ans Ruder und die Defizite explodierten sofort.
      Dann kam Orban 2010 erneut an die Macht und regiert seitdem mit breiter Mehrheit.
      Nun wird Ungarn zu einem Land welches wir uns als Vorbild nehmen können, wer hätte das einst gedacht.

    • @ Walter Roth

      Wenn Sie sich ungarische Zustände wünschen, schiessen Sie wahrscheinlich ein wenig übers Ziel hinaus. Ungarn beutet alle Ungaren aus, welche nicht zur Partei gehören und dient als Anbieter billiger Arbeitskräfte für Westeuropa. Wenn Sie das wollen, steht es Ihnen frei, nach Ungarn auszuwandern.

      Das heisst übrigens nicht, dass ich ausufernde Budgetdefizite befürworte. Es gibt aber immer einen sinnvollen Mittelweg, die Welt ist nicht Schwarz-Weiss. Diesen Mittelweg suchen wir in der Schweiz und ich finde, dass es uns zumindest besser gelingt als Ungarn.

    • Rechner…..

      ich kenne mehrere Ungarn und weiss ein wenig wovon ich rede. Es gibt hier in St.Gallen etliche Szabos alias Schneider usw.

      Also bitte lassen sie den Linksmotivierten Propagandaschmarren einfach sein.

      Glauben sie wir sind alles Idioten hier ?

      Natürlich steht die Schweiz noch besser da.
      Wir hatten auch keine Monarchie, keine 2 Weltkriege und auch keinen Kommunismus zu überwinden.

      Bedenke ich was die durchmachten, so muss ich die Ungarn sogar noch mehr bewundern.
      Und übrigens, Ungarn ist mittlerweile ein Einwanderungsland, vor allem von Pensionären aus Deutschland.

      Und wenn wir schon dabei sind, auch die Russen muss ich bewundern. 1990 dachte man noch, dass die es in 100 Jahren nicht schaffen würden.
      Heute aber sind sie in einigen Bereichen sogar mit an der Weltspitze.
      Z.B. bei der Kernkrafttechnik mit den Flüssigsalzreaktoren. ( Bn-800 gurgeln )
      Rheinmetal schafte es nicht eine 14 cm Kanone in den Leopard Nachfolger einzubauen, Russland hat sie schon.
      bei den Raketen haben sie mutmasslich sogar eine deutlichen Überlegenheit. ( Hyperschall )

      Das Land ist noch wenig Industrialisiert, dafür mit allen Bodenschätzen gesegnet die wir gerne hätten.

      Und nach 1000 Jahren der Zarenherrschaften und nach 70 Jahren der Kommunistenverbrecher …….haben sie nun mit Putin nicht DEN Superdemokraten, aber doch das beste was sie bislang erleben durften.
      Noch nie war die Freiheit des Individuums in Russland so gross wie Heute.

      In Ungarn ebenso. Das Land hat sich ungeheuer gut gemacht, hat den Kommunismus bravourös überwunden.
      Und natürlich ist die Demokratie dort keine perfekte, aber das beste was die nach 2000 Jahren Rom, Stammesfürsten, Monarchie und Kommunismus je erlebt haben.

    • Leider tummeln sich hier immer mehr Kommentarschreiber, die keine blasse Ahnung der Finanzwirtschaft haben und sich dennoch als Experten aufspielen.

  33. Wenn die SNB den Karren an die Wand fährt, dann wird als einzige Lösung der EU Beitritt und die Einführung des Euros propagiert…

  34. Die Negativzinsen sollen die Geldumlaufgeschwindigkeit verschnellern, die m.E. zu tief ist. Das Geld wird gehortet. Wenn dies nicht gelingt, liegt dies daran, dass das billige Geld nicht mehr zu den Menschen gelangt, die es ausgeben. Die Konzerne stellen mit dem billigen Geld nichts sinnvolles an, dass der Wirtschaft wirklich dient. Die Kritik betrifft also nicht nur die Nationalbank, sondern die ganze Kette.

    • Bald kriegt man für eine Hypothek noch eine Jahresprämie und muss keine Zinsen mehr zahlen…

      …und Investoren investieren Baukredite zum Nulltarif in Betongold..

  35. Vorerst kurz zu den Negativzinsen der 70 iger Jahre
    damals ging es darum den Zufluss von Ausländischem Kapital zu erschweren. Damals galt der Sfr. als die
    harte Fluchtwährung. Da jetzt alles aufzzeigen ginge
    recht weit. Möglicherweise haben da noch die älteren
    mit solideren Zeit und Wirtschfatskenntnissen entsprechende Erinnerungen der damaligen Lage.
    Dazu auch noch Ende der 70 iger anfang der 80 iger
    wurde ein Umbau der Wirtschaft eingeleitet.Logo kein Fundamentaler sondern, mal so ausgedrückt an den Gliedern und einigen Mechanismen.Flouting usw.
    Es begannen die Zeit der sogenanten Konjunkturprogramme,heisst mit zusätzlicher Liquidität die Realwirtschaft puschen mit Lombardgeld.
    (Zur Zeit der Renecans in der Lombardei eingeführt
    Kredite ohne Werthinterlage und Sicherheiten.)
    Ende der 80 iger drohte in den USA ein Börsenkollapps
    die Kurse sind im 2 Stelligen Bereich eingebrochen.
    Der US Innen-Geheimdienst musste die Kurse mit geschöpfter Liqudität massiev stützen. (Grins durch die Hintertüre der Weg wird bis heute unter Verschluss gehalten.) In den 90 iger Jahren begann vorsiert die sog. Globalisierung und Deregulierung auch der Kapitalmärkte. Danach gingen in einem wahren Goldgräber- Rausch alle Kurse regelrecht durch die Decke, der Markt generierte enorme Kapitalmengen grins
    aus dem Nichts.Die Notenbanken mussten hilflos zusehen
    es blieb nur noch die Vestsetzung der Leitzinsen.
    Die Aufteilung in Lombard und Discountgeld wurde in nur einem Zinssatz zusammengelegt.Das unvermeidliche
    wurde Realität die Geldblase drohte 2008 zu Platzen.
    Die Notenbanken wurden zurück auf den Plan gerufen zur Vermeidung eines Asturzes musste Liquidität ins System.Das konnte nicht mehr der Markt sondern nur noch die Notenbanken generieren.Nun das Spiel läuft bis heute. Ein Ausstieg faktisch nicht mehr möglich.
    Rechtlich gilt nun einmal sog. Marktwirtschaft die Notenbanken können nur die Kreditaufnahme schmakhaft machen, das geht nur mit niedrig Null oder letzter Schrei Negativzinsen. Die EZB geht noch weiter und kauft Marode Schuldverschreibungen auf. Wahnsinn was soll es, hauptsache die Bücher bleiben zum Abschluss schwarz. Warum ein Ausstieg nicht mehr geht, das würde den mal ganz lange und komplex.
    Warum dieses Vorgehen???
    Dafür muss man zurück ins 1929 in die USA. damals ein im prinzipp ähnliche Entwiklung. Ein Irrer Börsenmboom
    der Kollabierte, Geschichtskundige wissen bescheid, was danach über die Welt hereinbrach. Den Notenbanken waren die Hände gebunden, es galt der Goldstandart, heisst kein anwerfen der Gelddrucke. Na ja es volgte auf dem Fuss innert 6 Monaten der Globale Wirtschafts-ein und Zusammenbruch.
    Seit in Ansätzen bereits Ende der 80 iger. Im ganz grossen Stiel ab 2008 wird der gegenteilige Kurs gefahren nicht wie 1929 der Geldhahn zugedreht sondern
    voll aufgedreht.Das hat bis dato einen grossflächigen Zusammenbruch verhindert (Aufgeschoben).Das Problem heute die Massnahme verliert an Wirkung, heisst innzwischen muss Liquidität regelrech hineingedrückt weden, das geht nur mit Krediten schmackhaft machen.
    Wie lange das noch in etwa funktioniert, steht in den Sternen ewig mit absoluter Sicherheit nicht.
    Alternatieven nix real Umsetzbares verfügbar.
    Die verantwortlichen mit ihrem Latein am Ende Prinzip Hoffnung. Logo Ideen gibt es zuhauf mehr als Sand am
    Meer sehr viel Glaube nebst heisser Luft. Real umsatzbares glatt vergessen.
    Warum das ganze diese Misere? Auch eine kompexe Sache.
    der einfachheit halber nur der Kern der Sache.
    Die Fundamentalen Kerndaten der Realwirtschaft sind
    in einem in den Dimensionen noch nie dagewesen Ausmass
    total aus dem Loot gefahren, der Zug kann nur noch
    final aus den Geleisen springen. Wann ? Steht in den Sternen. Auf absolut sicher ist lediglich das wird heftig.Das ist sicher nicht etwas Neues, sicher sind
    lediglich, da sind Dimensionen zu erwarten, die, die Welt in dem Ausmass noch nie gesehen hat.
    Entschuldigung an die allfälligen Leser, damit das eingermassen verständlich rüberkommt, kürzer
    ging das leider nicht.
    Danke! und freundliche Grüsse.

    • Lombardkredit OHNE Sicherheiten??? Da hab ich wohl was verpasst aber danke für diese Info.
      Keine Lösung, alternativlos und so? Tja, dann befassen Sie sich doch mal mit der Bezeichnung „Währungsreform“.

      TJ könnte über Nacht einen e-Franken generieren und mit Unterstützung von Bundesbern gleich mal neue „Spielregeln“ etablieren. Kapitalverkehrskontrollen, Aussenfranken/Innenfranken, Zwangshypotheken, Haircuts ausl. Guthaben, Aufwertung der SNB-Aktiven aus dem Nichts resp. mit fadenscheiniger Begründung usw.usf.

      Der Superhyper-Giftschrank ist noch gar nicht geöffnet worden. Ein ganzes Arsenal an Medikation steht z.V.

      Schönen Nationalfeiertag! Hopp TJ!

      PS: „Even my best friends, they don’t know, that my job is turning lead into gold… When you hear that engine, when you hear that engine drone, I’m on the road again, searching for the philosopher’s stone“

      https://www.youtube.com/watch?v=dZu5O1qTln8

  36. @ Zeyer….

    der Beitrag ist besser wie ihre ANDEREN.

    Zitat :
    Während die SNB allen Sparern Geld abknipst, hat sie auch im zweiten Quartal 2019 Gewinn gemacht. Insgesamt dieses Jahr stolze 38,5 Milliarden.
    ————————-

    Nur, ……Gewinn hat sie nicht mehr gemacht.
    Seit der Euro-Stützungsaktion hat sie stattdessen ein Risiko aufgebaut, welches mit 40 Milliarden nicht im entferntesten abgedeckt werden könnte.
    Was sie da wirklich machte, sind kurzfristige Bewertungssprünge ihrer faulen Papiere.
    Bei dem Risiko überhaupt noch von „Gewinneen“ zu sprechen, ja solche an die Kantone auszuschütten, hat schon etwas Surreales.

    Und, wir müssen an der Organisationsform der SNB nicht wirklich etwa ändern, auch der Mitbesitz der Bürger bringt da nichts, denn Mitbesitzer des Landes Schweiz sind wir alle ja schon.
    Das ist theoretisches Gerede wie es Politiker auch öfters ablassen.

    Nein, die SNB muss einen neu begründeten Auftrag erhalten nach dem sie sich richten muss.

    Nach der Krise von 2008-9 sollte man die Dinge neu bewerten und der SNB Grenzen abstecken.
    Das müsste Diskutiert werden und daraus eine neue Richtschnur resultieren.
    Nur, mit welchem Volk wollen sie das Diskutieren ?
    sehen sie sich bei IP an wie viel Unsinn in den Köpfen der Schweizer Bürger herumgeistert wenn es um Geld geht.

    Alleine mit unseren Linken kann da nichts brauchbares entstehen.
    In Deutschland opfern die Politiker in ihrem Linkswahn sogar die eigene wirtschaftliche Grundlage, die Automobilindustrie, die Stahl und Aluminiumproduktion usw.
    Beim Sachverstand unserer Sozis kann daraus nicht gutes werden.

    Tja, guter Rat ist teuer.
    Eine Reform der SNB kann hur unter Ausschluss der Sozis einen Erfolg zeitigen, aber das ist nahezu nicht machbar.

    Zudem, es bräuchte auch eine klar geregelte Haftung für Leute wie Hildebrandt und Jordan.
    Wer korrupt ist gehört ins Gefängnis ……. wer die Schweiz schädigt ebenso. Gemessen an überaus wichtigen Positionen und der daraus resultierenden besonderen Stellung auch besonders lange.

    Aber seien wir uns dessen bewusst, es wird sich nichts ändern…….. bis es Crasht und oder die Pensionen viel mickriger ausfallen als gedacht.

    Nur dann…………….

  37. Negativzinsen sind in ihrer Höhe beschränkt. Sonst wird Bargeld gebunkert. Zwei grosse Versicherer planen dies trotz Bitti-Bätti eines Direktoriumsmitglieds unserer Nationalbank. Die Versicherer mögen dies unterlassen oder mindestens geheim halten, um Nachahmungstäter zu vermeiden. Dies obwohl keiner bei einer sicheren oder unsicheren Bank ein kleines oder grosses Vermögen anlegen muss. Auch nicht bei der Nationalbank, von etwa drei «Verkehrsbereichen» einmal abgesehen, die nichts mit Vermögensanlage zu tun haben.
    Das vom SNB-Präsidenten und einem Direktoriumsmitglied (vielleicht genau vom oben genannten Bitti-Bätti-Mann) unterzeichnete Nationalbankgeld gibt uns privat wie auch einem Versicherer oder anderen Geschäften eine gewisse Freiheit und Privatsphäre, in die der Staat – nicht nur die Steuerbehörden – nicht eindringt. Dies ist in nächster Nähe im €-Raum nicht der Fall. Banknoten sind in ihrer Zahlungskraft betraglich beschränkt. Ab einer gewissen Summe wird von beiden Geschäftspartnern ein Konto verlangt, über welche beiden die Zahlung kontrollierbar durch die Obrigkeit und andere abgewickelt werden muss.
    Unsere unterschriebenen Banknoten haben immer noch ihre Zahlkraft, sie sind gesetzliches Zahlungsmittel. Wie oben gesagt mehr oder weniger rechtskräftig von der Nationalbank unterschrieben.
    Interessanterweise ist allerdings für das Geld nicht der Druckauftrag der SNB massgeblich, sondern private Banken:
    Eine Bank hat nichts. Ich bringe ihr eine 100-er-Note. Wie der Blitz aus heiterem Himmel (oder eben doch nichts so überraschend aus dem trüberen Bankenhimmel) kreiert sich die Bank durch «Ausleihen» von Bankguthaben im Wert von CHF 1’000.—selbst Guthaben bei solchen Kunden. Da gibt es ja noch sogenannte Eigenkapitalvorschriften. Nur ist Eigenkapital ja etwas so kompliziertes, dass nicht die Hälfte der Bankangestellte, ja nicht ein mal 10% dieser Leute, eine Ahnung hat, was das ist. Verlangt sie von diesen Borgern das Geld zurück, und die bringen diese Bringschuld nach OR in Banknotenform, hat die Bank CHF 1’000. Bar. Verlange meine 100-er-Note ebenfalls zurück, die Leser ahnen es bereits, bleiben der Bank, die vorher nichts hatte, CHF 900.–. Rechtskräftig unterschrieben von der SNB.
    Alternativlos sind Negativzinsen keineswegs. Man könnte als Direktorium der SNB schon jetzt den Markt frei spielen lassen. Also genau gesagt: Zwei Mitglieder können das. (Als einmal einer der drei fehlte, hätte das ein einziger, nämlich der «Chef» der beiden Verbliebenen, tun können, hätte er nur gewollt.) Der freie Markt hat den Vorteil des dauernden ununterbrochenen Wertausgleichs ohne dass es später ein grosses Erdbeben gibt. Dessen Kraft ist dann zu gross, um vom SNB-Direktorium erfolgreich bekämpft zu werden. Er, der freie Markt, hat – ich kenne sie genau—auch ein paar Nachteile. Die sind meiner Meinung nach alle zusammengezählt kleiner als der Vorteil. Bankrat und erweitertes Direktorium, von der Politik bis zu den Technokraten, werden so hoffen sie alle, beim Erdbeben alle schon weg sein. Die Mitglieder des Direktoriums kann man als Sündenböcke nach dem Erdbeben, was sie selber verursacht haben, anprangern. Man hat die Schuldigen. Das reicht. Volk und Wirtschaft leiden allerdings insgesamt mehr als bei einem frei «schwimmenden» Geld- und Währungsmarkt. Plötzlich und sehr intensiv.
    Eine bessere Alternative zu Negativzinsen existiert. Sie hängt direkt mit einer freien Währung und dem freien Geldfluss zusammen. Nur ist sie vom Direktorium der SNB nicht gewünscht.
    Ganz sicher mache ich sowohl bei den 900 Franken, die die Bank oben plötzlich hat, als auch beim erwarteten Erdbeben, einige Denkfehler, die Sie in Ihren Kommentaren gleich aufdecken werden, zum ersten August sozusagen.
    Allen, insbesondere Lukas Hässig, einen schönen 1. August wünscht
    Charles

  38. In der nächsten wirtschaftlichen Krise sind Wertpapier – Lombardkredite so günstig wie noch niemals in der gesamten Kapitalmarktgeschichte zuvor.

    Machen Sie etwas daraus!

    Das ist vergleichbar, wie sich heute Unternehmen mit 20% Umsatzrendite, die dies wirtschaftlich gar nicht benötigen, zu Null- und Niedrigzinsen refinanzieren können.

  39. Die Kirsche auf der Zuckertorte?

    Die SNB schüttet einen Teil der aus dem Nix kreierten Milliarden an die Kantone aus, damit diese ihre trägen, fett gewordene Beamtenschar noch feisser mästen kann.

    Liberalismus, Made in Switzerland.

    • Das Geld geht ja an Bund an Kantone, diese haben diese jährlichen Bonuszahlungen fix budgetiert. Das macht schon Sinn, so ist garantiert, dass die Politik sicher keine kritischen Fragen stellt.

      Korruption, Made in Switzerland

    • Ja richtig Frau Villalon…..

      Die überfettete Beamtenschar…. erlebt man immer häufiger.
      Sie wissen ja was beim bauen alles möglich ist.
      Bei meinem Fall wars ein „Beamter“ mit Strickkäpchen und Pullover, wie wenn er Grönländischen Ursprungs wäre.
      Der also ging ums Projekt herum und verpflichtete uns hernach zu diversen Büschen und Bäumen.
      Ich als Sohn eines Bauern weis was da sinnvoll ist, was wo gut wächst, wie man es hernach pflegen sollte.
      Das spielte keine Rolle…. Hauptsache es war was da.
      Schliesslich hat er die Befugniss.

      Dieser alternative verbeamtete Umweltliebhaber, der richtete nur Kosten an, was da gepflanzt werden musste, ging bald wieder ein. Ich pflege die Umgebung und was da hingehört fühlt sich auch wohl an jenem Standort.
      Es war eigentlich alles paletti……. vorher.

      Tja, als wir letzten Winter viel Schnee hatten, wurde ein Weg blockiert der zu unserem Grundstück gehört aber öffentlich ist.
      Tja, wo sollte man mit dem Schnee auf die schnelle hin ?

      Es wurde „Anonym“ aufs Amt telefoniert und die schickten gleich den Ortspolizisten her…..

      Also Bagger auffahren und Schnee aufladen…… er wäre in 2 Wochen auch weggeschmolzen, der Schnee auf „unserem Weg“…..

      So ist das Heute….. die verfetteten Beamtenseelen feiern fröhliche Urständ.

  40. Schon wieder Zeyer. Unsäglich, auf wieviele Plattformen der Mann der Leserschaft seinen Senf „aufs Auge drückt“. Diese Besserwisserei scheint pathologisch zu sein.

    • @Robert Weingart

      Nörgeler Weingart, die Themen hier sind einfach zu hochstehend für dein einfaches Wesen. Bleib doch beim Blick.

  41. Die SNB schändet das Volksvermögen und damit unseren sozialen Frieden und unsere Unabhängigkeit. Over and out.

  42. Die Null- und Niedrigzinsen sind das Transfermittel, mit denen die ältere Generation die öffentliche Überschuldung aus den Wirtschaftsexzessen der 80er und 90er Jahre (Plaza – Abkommen, HOPE-Programm (H omeownershipand O pportunity for P eople E verywhere), Euro – Kovergenzphantasie) an die jüngere Generation weiterreicht.

    • Tönt gut und kompliziert. Hoffentlich wurden Sie nicht im Wald ausgesetzt.

    • Es ist nicht nur die Öffentkiche Verschuldung.
      Die Privatschulden sind noch erheblich gösser.
      Schulden sind und bleiben Schulden, egal in welcher
      Buchhaltung die stehen.Die wirken immer in der Realwirtschaft. Sei es in den Konsum oder
      den Investitions, Kapitalbereich.
      Nicht soooo schön die jungen müssen es Ausfressen.

    • Das Gejammere über die Negativzinsen ist doch albern: wer Zinsen auf Guthaben bezahlt, ist doch selber Schuld! Es würde genügen, dass Guthaben auf Null zu setzen und Schluss wäre es mit dem Zins. Statt jammern also konsumieren, das Leben geniessen, das ist die Antwort. Wer aber lieber spart, koste es, was es wolle, muss eben dafür zahlen.

    • Wer gehört denn nun zur älteren und wer zur jüngeren Generation. Den Scheiss der 80er Exzesse jedenfalls habe ich nicht verursacht mit meinen nun 62 Jahren. Das ist kein Generationenproblem sondern ein Charakterproblem für jung und alt.

    • @ Hiero Glyphus:

      Es ist gar nicht kompliziert.

      Stets jeweils eine Mischung aus „Wohlstand aus dem Nichts“ und „Dieses Mal ist alles anders“.

      _

      * Der japanische Konzern, der im Rahmen des Kaizen mit günstig über Optionsanleihen oder Warrant Bonds eingworbenen Fremdmitteln an der Börse, am Immobilien- oder Kunstmarkt spekulierte.

      * Amerikanische Verbraucher, die sich infolge steigender Preise und ohne persönliche Haftung ohne konkreten Bedarf mehrere Immobilien erwarben, um an den erhofften weiteren Preissteigerungen teilzuhaben.

      * Die vielen amerikanischen Konzerne mit infolge von Aktienrückkäufen rechnerisch negativem Eigenkapital.

      * Vergleichbar taten dies ihre spanischen Pendants, nur dort mit persönlicher Haftung.

      * Der Wahnsinn, einen wirtschaftlich völlig unterschiedlichen Kontinent, darunter einzelne Staaten gänzlich ohne Industrie von globaler Bedeutung unter einer Währung vereinigen zu müssen:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Lissabon-Strategie

    • @ Nostra Damus.
      Letzter Satz.
      Immer wieder interessant wie viel glauben,
      das währe geplant.
      Der zweitletzte Satz trifft das besser.
      Unwissenheit und Dummheit sind der grosse Brocken.
      Nun vieles sehr vieles, ist und kann auch
      von den Verantwortlichen nur bedingt im Griff
      gehalten werden, es gibt immer viele Mitspieler.
      Dann ist da noch eine Sache, da wirkt eine fatale
      Eigenschaft des Menschen, die Geistig intellektuelle
      Selbstüberschätzung.
      Darum ist das Liberale Kernkredo sooo wichtig.
      Meinungsfreiheit und Vielfalt wirken als Korrecktiev.
      Dumm ist wer andere Meinungen (wenn es nicht grad
      offensichtlich hanebüchen ist) NICHT Respektiert.
      Glauben muss man nix, immer prüfen.
      Respektiere selbstverständlich Ihre Meinung, das sei so geplant, nur, mir fehlt der Glaube.
      Freundliche Grüsse

  43. Die Schulden der Industriestaaten steigen, dass sie jemals wieder beglichen werden, ist wenig wahrscheinlich. Und so bleiben letztlich zwei Möglichkeiten, um die Staatskredite dauerhaft finanzieren zu können: der große Schuldenschnitt oder dauerhaft niedrige Zinsen. Oder anders formuliert: Wer den Euro möchte, braucht niedrige Zinsen. Nur dann können hoch verschuldete Länder wie etwa Italien ihre Haushalte finanzieren. Die ultraexpansive Geldpolitik des scheinbar ewigen Niedrigzinslandes Japan könnte also eine Art Blaupause für Europa sein:

    https://www.flossbachvonstorch.de/de/news/die-ewige-null-oder-was-europa-mit-japan-verbindet/

    https://www.focus.de/finanzen/experten/kampf-gegen-deflation-die-japanische-notenbank-haelt-inzwischen-vier-prozent-des-japanischen-aktienmarkts_id_9534022.html

    https://www.manager-magazin.de/finanzen/boerse/anleiherenditen-auf-rekordtief-ist-inflation-geschichte-a-1272739.html

    • Die Schweizer Banken werden spätestens im Jahr 2020 nicht mehr in der Lage sein, sich zu finanzieren. Die Banken-Pleiten sind vorprogrammiert. Dies hat seinen Grund in der Null-Zinspolitik der SNB. Durch die 0-Zinspolitik wurden „Zombie-Firmen“ künstlich am Leben erhalten und zig „Blasen“ befeuert. Wir Schweizer Bürger & Wähler bezahlen jetzt die „Zeche“ durch schleichende Enteignungen, Geldentwertung, Wegfall der Zinsen, Einbußen von Sparvermögen, Werten an Pensionskassen Guthaben und Lebensversicherungen. Als Dank dafür haften wir jetzt mit unserem Volks-Vermögen. Der globale Finanz-Crash ab 2020 passiert nicht aus Dummheit oder Unwissen. Er ist (wie immer) geplant !

    • Blaupause für Europa???
      Japan hat eine hoch modern Produktieve Realwirtschaft
      die können sich das bis auf weiters locker leisten.
      Dazu dank keine Imigration kein wesentliches Arbeitslosenproblem.Dort müssen nur die Rentner
      mitversorgt werden. Wenig bis keine Arbeitslosen
      oder gar eine Zuwanderelawine, na ja stetiger Zustrom.
      Darum entschuldigung eher witzig, das mit der Blaupause.

    • Noch etwas zum Schuldenschnitt.
      Woh bei wem sollte da abgeschniten
      Herausgeschnitten werden.
      Da sind immer auch Gläubiger.
      Grins Nullen Streichen bringt doch nix
      die proportionen bleiben einfach mit
      weniger Nullen, bringt bloss einfacheres
      Rechnen. Wurde schon soweit mir bekannt
      in Frankreich praktiziert.
      10 alte gegen einen neuen Schein.
      geht auch 100 alte gegen einen Neuen.