Die Mär vom überbewerteten Franken

Allen Schwätzern zum Trotz: Franken nicht überbewertet – Starke Währung, starkes Land – Abwertung? Nur für Schwache.

Bei den Quartalsberichten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und auch dazwischen gibt es ein Mantra, einen Rosenkranz, der unablässig vorgebetet wird: Der Franken ist überbewertet. Der Franken darf ja nicht weiter im Wert steigen. Der Franken müsste eigentlich auf 1.30 zum Euro sinken.

Wenn der Franken wieder Parität zum Euro erreicht, ist der Untergang nahe. Wenn der Franken Parität zum US-Dollar hat, ist der Untergang – hops, der Franken ist auf eins zu eins mit dem Dollar.

Wenn etwas nur gebetsmühlenartig häufig genug wiederholt wird, dann wird es geglaubt. Wird es dadurch richtig? Keinesfalls. Die Mär vom überbewerteten Franken ist ein Mythos, der nicht viel mehr Wahrheitsgehalt hat als der Apfelschuss von Wilhelm Tell. Nur ist der Tell-Mythos wenigstens identitätsstiftend, die Mär vom überbewerteten Franken ist schlichtweg falsch.

Genauso falsch wie der Versuch, eine Untergrenze festzulegen und anzukündigen, dass die mit allen Mitteln verteidigt werde. Da nahm sich die SNB ein Beispiel an der EZB und dem Draghi-Spruch, dass er den Euro verteidigen werde, „what ever it takes“.

Ob das eine gute Idee war, sei dahingestellt. Seit der Abschaffung der Golddeckung und fester Wechselkurse gilt: Jede Währung hat im Vergleich mit anderen den Wert, den der Markt ihr zumisst. Da der Devisenmarkt der mit Abstand grösste der Welt ist, mit täglichen Billionenumsätzen, kann man schwerlich dirigistisch eingreifen. Man kann höchstens die eigene Währung schwächen, wie das beim US-Dollar und beim Euro vorexerziert wird.

Die Chinesen können das aber auch. Gerade haben sie eine Abwertung des Yuan bekannt gegeben; eine Reaktion auf die Ankündigung neuer Strafzölle durch den US-Präsidenten Trump. Ein idiotisches Spiel, wo es nur Verlierer gibt. Durch Zusatzzölle werden chinesische Produkte teurer. Durch die Abwertung der Währung werden sie billiger.

Absurd. Aber noch absurder, wenn sich das steigern liesse, ist die Behauptung, der Franken sei überbewertet. Alleine die Logik steht dem im Wege. Denn das würde ja bedeuten, dass jemand weiss, wie die korrekte Bewertung des Frankens aussähe. Gibt es den, bitte melden. Der nächste Wirtschaftsnobelpreis ist ihm sicher. Oder ihr. Aber bitte nicht mit realen Falschbewertungen, Kaufkraftparitäten oder dem Big-Mac-Index kommen.

Der Versuch, den Franken künstlich tief zu halten, führte zu einem Devisenberg in der SNB von 800 Milliarden Franken. Und seither fragt sich der Fachmann und der Laie wundert sich, wie unsere Notenbank von diesem Berg jemals wieder hinuntersteigen will. Ein Berg, der beim Versuch entstanden ist, den Wasserpegel des Bodensees mit einem Kaffeelöffel zu regeln.

Aber da Märkte immer zu einem grossen Teil psychologischen Faktoren gehorchen, machte die SNB Spekulanten und Hedge Fonds genügend Angst, dass die nicht auf einen steigenden Franken wetteten. Jedenfalls nicht mit einer Energie wie weiland Soros gegen die Bank von England.

Zunächst wird in der Schweiz immer die Tourismusindustrie angeführt, wenn es darum geht, den Franken als zu stark zu bezeichnen, wenn es darum geht, vor einer weiteren Wertsteigerung gegenüber dem Euro zu warnen. Sinkt der Wert des Euros, wird das Angebot des Schweizer Tourismus teurer, dann kommen weniger Touristen, furchtbar.

Für Hotels, die altmodische Ausstattung, schlechten Service und schlechte Küche mit hohen Preisen verbinden, wäre das tatsächlich schlecht. Na und? Ist es nicht so, dass im Kapitalismus schlechte Angebote nicht geschützt, sondern aus dem Markt entfernt werden müssen?

Wäre eine Delle oder gar ein Niedergang des Tourismus in der Schweiz ein Weltuntergang? Zunächst einmal verbringt ein Drittel aller Schweizer die Ferien – in der Schweiz.

Schweizer buchen mehr Logiernächte in der Schweiz als alle europäischen Touristen zusammen. Nach dem traditionellen Spitzenreiter Deutschland kommen die meisten Touristen aus den USA, Grossbritannien und China. Drei Länder notabene, die keine Euro verwenden.

Kommt hinzu, dass Helvetiens Tourismus soeben Rekordzahlen fürs erste Halbjahr gemeldet hat.

Damit schrumpft die Bedeutung des Euro-Frankenkurses für die Tourismus-Industrie schon mal bedeutend. Und welchen Anteil hat sie denn am Schweizer BIP? Grosszügig gerechnet 2,6 Prozent. Wenn also ein erstarkender Franken einen Rückgang von kühn gerechnet 5 Prozent bewirken würde, sprächen wir von 0,13 Prozent Schrumpfung. Ist nicht nichts, aber weit von einem Weltuntergang entfernt.

Das zweite Argument ist, dass die Schweiz eine Exportwirtschaft hat und somit in Probleme geriete, wenn durch eine Wertsteigerung des Frankens Exporte teurer würden. Auch diese Behauptung hält einer näheren Betrachtung nicht stand. Mit weitem Abstand aufs nächste und einem Drittel am Gesamtkuchen ist Pharma das Hauptexportprodukt der Schweiz. Da hier nicht Aspirin, sondern modernste Wirkstoffe hergestellt werden, ist eine leichte Verteuerung unerheblich für die Nachfrage.

Ausserdem importiert die Schweiz zum Beispiel aus dem Euroraum mehr, als sie in ihn exportiert. Eine Wertsteigerung des Frankens führt zu einer Verbilligung der Importe. Aber das wichtigste Argument ist: Ein Land, das ständig von einem Handelsbilanzüberschuss zum nächsten eilt, 2018 sagenhafte 15 Prozent, hat keine zu starke Währung. Wer also von einem zu starken Franken schwatzt, vertritt die Partikularinteressen der Tourismus- und der Pharmaindustrie.

Die Handelsbilanz ist nur ein Teil der Leistungsbilanz; und auch da eilt die Schweiz von einem Rekord zum nächsten. 2018 betrug der Überschuss hier 71 Milliarden Franken – und lag damit um 26 Milliarden höher als im Jahr 2017.

Es ist eigentlich schon fast unerhört, wie die Schweiz Jahr für Jahr beweist, dass der Franken wenn schon zu hoch, keinesfalls zu niedrig bewertet ist. Es ist allerdings auch unerhört, wie seit 1992, seit dem Nein zu einer engeren Bindung an die EU, der nahende Untergang prophezeit wird. Kürzlich die drohende Krise im Handel mit Schweizer Aktien und für die Schweizer Börse, weil die Eurokraten ihr kindisch die Äquivalenz entzogen hatten.

Das war aber ein Schuss ins eigene Knie, denn innerhalb und ausserhalb der EU wird weiter fröhlich mit Schweizer Aktien gehandelt, nur nicht mehr an EU-Börsen, dafür in der Schweiz. Daher konzentrieren sich die Schwarzmaler wieder auf den Rahmenvertrag; werde der nicht demnächst unterzeichnet, drohen, Überraschung, schwere wirtschaftliche Nachteile für die Schweiz. In Wirklichkeit, keine Überraschung, wird die Schweiz auch ohne Rahmenvertrag weiter erfolgreich sein, wie seit 1992 und auch davor.

Alle Unken, die den Franken für überbewertet halten und schwarz malen, sollte er so bleiben oder gar noch an Wert zulegen, müssten auch einmal erklären, was eigentlich an einer starken Währung auszusetzen ist. Sie müssten auch erklären, wieso sie immer vom starken Franken sprechen und nicht davon, dass wichtige Währungen wie der US-Dollar und der Euro ständig schwächer werden.

Das ist kein semantischer Unterschied, sondern ein entscheidender. Nicht der Franken wird stärker, diese Währungen werden absichtlich und künstlich geschwächt, in einem schädlichen Wettbewerb. Beim Euro kommen noch hausgemachte Probleme dieser Fehlkonstruktion dazu.

Blicken wir zum Schluss in die Vergangenheit, denn das kann manchmal helfen, die Zukunft besser zu verstehen. Es ist noch nicht Generationen her, dass der US-Dollar bei rund 4,3 Franken festgezurrt war. Es ist nicht mal sieben Jahre her, dass der Dollar bei 0,73 lag. Es ist eine Tatsache, dass der Dollar, abgesehen von einem kurzen Zwischenhoch in den 80er-Jahren, immer nur eine Richtung kannte: nach unten.

Ein Wertverlust von 77 Prozent; dabei oszillierte der Dollar um über 500 Prozent. Desgleichen der Euro. Alleine in den letzten zehn Jahren kletterte er von 1,53 auf 0,98 hinunter. Im Vergleich zu heute ein Verlust von fast 30 Prozent, eine Fluktuation um über 50 Prozent des Wertes.

Hat dieser stetige Niedergang der beiden für die Schweizer Exportwirtschaft immer noch wichtigsten Währungen Heulen und Zähneklappern ausgelöst? In der Tat; bei Industriezweigen und Dienstleistungen, die im Ausland billiger wirtschaften, wo die Schweiz mit Me-Too-Produkten, einfach zu teuer, nicht mehr konkurrenzfähig war.

Dafür hat aber dieses wahre Stahlbad dafür gesorgt, dass die Schweiz wie kaum ein anderes Land auf der Welt alte Industrien durch moderne, neue, innovative ersetzt hat.

Wer verbissen weiter Stoffe webte, obwohl das nicht nur in China immer besser und vor allem billiger möglich wurde, ging unter. Wer sich auf Spitzenprodukte, nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes, konzentrierte, wer die Webtechnik beispielsweise für präziseste Filtergewebe benützt, prosperiert bis heute.

Die Stahl- und Turbinenindustrie ist verschwunden, die Stahlöfen längst erkaltet und selbst eingeschmolzen. Aber musste die Schweiz deswegen zur Subsistenzwirtschaft zurückkehren, mussten wir wieder ein fröhliches Volk von Sennen und Hirten werden?

War es eine gute Idee, einen Devisenberg anzuhäufen, der höher ist als das BIP der Schweiz? Wohl eher nicht. Was ist von all den Analysten und Finanzkoryphäen zu halten, die den Franken als deutlich überbewertet bezeichnen, ein Kursziel von 1.30 zum Euro für sinnvoll, ebenso alle Massnahmen inklusive Negativzinsen als unvermeidlich bezeichnen? Gerne auch mit dem Argument, dass alles andere schlimm, noch schlimmer wäre, daher sei all das alternativlos und richtig?

Es ist das Gleiche von all diesen Schwätzern zu halten wie von den Eurokraten und EU-Politikern, die auch immer gerne das, was sie tun, als alternativlos bezeichnen. Da es immer Alternativen gibt, niemals nur eine richtige Massnahme, ist von all dem alternativlos – überhaupt nichts zu halten.

Kommentare

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  1. Herr Zeyer hat recht. Der Franken ist nicht überbewertet. Eine kontinuierlicher Aufwertungspfad des CHF wäre angebracht.
    Er spricht aber die 2 Hauptprobleme der CH-Währungspolitik nicht an:
    1. In der CH wird rund 10% des BIP über das hinaus gespart, was man sinnvollerweise im Inland investieren kann. Wie dafür sorgen, dass dieser Kapitalstrom (wieder, d.h. wie vor der Krise) sinnvoll im Ausland angelegt wird? Nota bene macht eine kontinuierliche Aufwertung des CHF dieses Ziel eher noch schwieriger zu erreichen.
    2. Die Brutto-Auslandguthaben der Schweiz betragen rund 5’000 Mrd., ein Teil davon liquide. In Krisenzeiten kommen dann schon mal kurzfristig ein paar 100 Mrd. in die sichere Heimat zurück. Was ist die Alternative dazu, dass die SNB solche Verschiebungen wie gehabt sozusagen in einem Stausee puffert?
    Fazit: es braucht im Minimum gemeinsame Anstrengungen des Landes, seine Kapitalflut sinnvoll im Ausland anzulegen (z.B. eine Art norwegischer Oelfonds gespiesen durch die Schweizer PKs). Das im Ausland Gesparte bei Regen einfach bei Mama SNB abzugeben und sich dann lauthals über die Verwahrungs- und Risikogebühr (den Negativzins) zu beschweren, ist kindliches Verhalten.

  2. Der Franken ist als SAVE-HAVEN Währung gefragt.
    Würde diese Komponente wegfallen, dann wäre der Franken billiger.

    Wegen dieser Save-Haven Funktion ist der Franken für die
    Export-Industrie überbewertet.

  3. Guter Artikel, macht viel Sinn.
    Anpassen muss jede Entity bei Rueckgang der Konjunktur, was jetzt der Fall sein mag. Ausblick ist trueb. Die Schweiz muss anpassungs-faehig sein und bleiben, das ist unsere Staerke.
    Bester Gruss
    P J Fischer
    London

  4. störend, dass Herr Hildebrands „Black Rock“ Berater der SNB ist. Dies natürlich neben vielen weiteren Mandaten. Da muss man sich nicht wirklich wundern, dass alle dasselbe machen.

    und der grösste Asset Manager profitiert davon.

    Vielleicht sollten die Herren mal wieder selber denken und nicht Berater dazu engagieren!

  5. „Was ist von all den Analysten und Finanzkoryphäen zu halten, die den Franken als deutlich überbewertet bezeichnen,…“
    Meine Erklärung: Die gehen mit Familie samstags nach Konstanz und sagen begeistert, sehr euch das an, wie alles billig ist! Der Franken ist eindeutig überbewertet.
    Super, Herr Zeier! Auch Ihr Artikel über die Straf- äh Negativzinsen. Sie halten den Finger auf Themen, welche von der Mainstreampresse nicht kritisch hinterfragt werden.

  6. Zwei Sätze aus dem Artikel:

    „Aber noch absurder, wenn sich das steigern liesse, ist die Behauptung, der Franken sei überbewertet.“

    „Es ist eigentlich schon fast unerhört, wie die Schweiz Jahr für Jahr beweist, dass der Franken wenn schon zu hoch, keinesfalls zu niedrig bewertet ist“

    In meinen Augen widersprechen sich diese beide Aussagen.

    • Eigentlich nicht. Ein massiver Handelsüberschuss und eine ebensolche Leistungsbilanz sind Indikatoren dafür. Damit will ich verkürzt sagen, dass es valablere Argumente für eine Überbewertung als für eine Unterbewertung gibt. Ich spreche aber ausdrücklich von Indikatoren, da auch ich leider nicht den Wirtschaftsnobelpreis kriegen werde, indem ich endlich eine Methode vorstelle, mit der man den wahren Wert einer Währung messen kann.
      Man muss sich doch einfach den Begriff «reale Falschbewertung» auf der Zunge zergehen lassen. Ich hab’s nicht erfunden, das gibt’s wirklich. Also ich sage: Der Franken ist unterbewertet. Warum? Nun, weil meine Wechselkurstheorie das so sieht. Aha, gibt es dafür vielleicht auch so etwas wie einen Beweis? So in der Art wie bei der Gravitationstheorie? Nun, sage ich da, natürlich, der Beweis ist, dass der Franken unterbewertet ist. Absurd, aber real.

    • Die Überschrift des Artikels lautet: «Die Mär vom überbewerteten Franken»

      Die Aussage des ersten Satzes ist inhaltlich ganz auf der Linie der Überschrift. Der zweite Satz ist aber zumindest missverständlich. Nachdem die Leistungsbilanzüberschüsse erörtert werden, folgt der Satz, dass die Schweiz Jahr für Jahr beweise, dass der Franken keinesfalls zu niedrig bewertet (also eher überbewertet) ist. Hier wird nicht klar, was mit dem Begriff Schweiz gemeint ist; die «offizielle Schweiz» in den Verlautbarungen der SNB oder die Schweiz der Leistungsüberschüsse? Ist inhaltlich letzteres gemeint, dann steht der zweite Satz klar im Widerspruch zum ersten Satz und zum Titel. Korrekt ist natürlich, dass massive Leistungsbilanzüberschüsse von Ökonomen grundsätzlich als Zeichen einer unterbewerteten Währung angesehen werden.

      Daher irritiert Ihre Antwort, dass massive Leistungsbilanzüberschüsse ein valabler Indikator für eine Überbewertung seien. Dass es valablere Argumente gibt, die für eine (zumindest leichte) Überbewertung sprechen, entspricht im Übrigen der Sicht der meisten Ökonomen.

  7. Im Artikel wird das voll richtig dargelegt.
    Nur eben mit einer Konsequenten und damit
    soliden Wirtschafts und Währungspolitik hätte
    sich die Schweiz nicht die aktuellen Brutto-
    Wirtschafts-Volumina anfressen hmmm können.
    Zb. das aufstocken der Bevölkerung auf
    innzwischen über 8 Millionen.
    Natürlich auch hier wirken div. Faktoren
    mit und hinein Zb.das Sytem der ,,Ewigen,,
    Hypoteken usw.Solange die Innovationen und die Produktivität das alles einigermassen
    tragen können geht das auf.
    Auch solange der Weltmarkt die Exporte aufnimmt und kann.
    Eine solidere Wirtschaftspolitik hätte
    nun einmal ein deutliches mehr an Strukturwandel
    gevordert,das wiederum war in der Praxis nur
    schwehr durch und umsetzbar.
    Die Schweiz hat sich längst in Sache
    Brutto- Volumina- Wirtschaftstätigkeit
    massiev Überfressen. Die 10 Millionen-Schweiz
    ist das Ziel getreu der Deppenstudie Kneschaureck.
    Irgendwann wird Billanziert, der zu Zahlende
    Preis für die Nation Schweiz wird absehbar
    verheerend ausfallen.
    Na ja solange die Weltwirtschaft noch mehr
    schlecht den recht ,,brummt,, passiert da nicht soo viel, danach wird das zappenduster.
    Mit einem EU Beitritt auch mit diesem Rahmenabkommen
    geht es der Schweiz sehr schnell ans Eingemachte,
    Eine Angleichung an die Pro-Kopf Produktivität und
    damit Einkommensstruktur des EU Raumes macht
    eine der aufwendigsten privaten und öffentlichen
    Invrastrukturen Weltweit schlicht unbezahlbar.
    Nach einem EU-Beitritt auch mit diesem Rahmenabkommen,
    wird die Schweiz schleichend zum Megasanierungsfall.
    Soll sich Brüssel oder die Schweiz selbst
    DAS aufhalsen???

  8. Werter Herr Zeyer;
    Autor, Sprecher, sprachgewandt. Selber mal Unternehmer und Steuerzahler gewesen und vom Export gelebt? Den schönen Druck gespürt, wenn der Euro in den Keller rasselt? Natürlich nicht. Aber hier die Welt erklären, wer was wie zu tun hat.

    Apropos den Chinesen: Die verlagern Zehntausende Arbeitsplätze nach Miamar, Kambodscha und Vietnam, weil die Produktionskosten (Löhne!) massiv gestiegen sind und sie in manuellen Tätigkeiten preislich nicht mehr kompetitiv sind. Soviel zum Thema billig Weben in China. Hat m. E. weniger mit der Währung zu tun, als mit steigenden Kosten für Infrastruktur, Soziales und – vor allem – Erwartungen hinsichtlich Gehälter der Arbeitnehmer. Und das auch zurecht.

    • Geschätzter Herr Andrist
      Höflich gestellte Fragen sind zu beantworten. Unternehmer bis heute, Steuerzahler ebenfalls. Vom Export gelebt? Nein. Aber eher unter Import gelitten. Als es diese Welle gab, dass man kommunikative Dienstleistungen doch viel billiger in den neuen deutschen Bundesländern, wieso nicht gleich in Polen, oder Litauen, oder Indien kriegen könne.
      Und mit Verlaub: Ich sage niemandem, wie er was zu tun habe. Ich eigne mich überhaupt nicht zum «mir nach, dann kommt alles gut». Ich bin bescheiden Diagnostiker und biete meine Diagnosen feil. Immer gerne bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen. Aber Therapien? Nein, danke, sind nicht im Angebot.

  9. Der starke Franken ist eine Folge der starken Wirtschaft und nichts weiter. Man kann ihn schon nachhaltig schwächen: Durch unkontrollierte Inflation und durch die Zerstörung der Schweizer Wirtschaft – zum Beispiel in dem man das Rahmenabkommen unterschreibt. Gedient ist damit nur der EU, aber sicher keinem einzigen CH-Inländer…
    Lustig auch, wie die Schreckensszenarien von Arbeitsplatzverlust ununterbrochen gemalt werden, falls der Franken stark bleibt. Da heisst es: Oh,… es drohen 15’000 Arbeitsplätze in der Exportindustrie verloren zu gehen… Uhu… wie schlimm… bloss: das entspricht der Zuwanderung in weniger als zwei (!) läppischen Monaten (!)!! Einfach mal das Hirn einschalten.

  10. Während des Lesens des Artikels musste ich feststellen, dass René Zeyer nicht wirklich eine Ahnung hat. Und wieder vertritt ein Deutscher so eine haltlose These. Hat wohl System. Kümmern sie sich um die Deutsche Finanzpolitik. Kläre sie gerne auf.

    • Liebe Frau Schneider (wenn das wirklich Ihr Name ist)
      Wer sich nur in Wikipedia schlau macht, bleibt dumm. Ich bin auch Schweizer. Mit Pass und allem. Und auf weitere «Aufklärung» von Ihnen kann ich gerne verzichten. Ausser haltlosen Dummschwätzereien haben Sie offenbar nichts zu bieten. Aber keiner zu klein, Troll zu sein.

    • Aber die Tabea Schneider hat den Durchblick. Darum erklärt sie sich auch ausführlich in ihrem Kommentar.

  11. Ich bin einer dieser Schwätzer, der findet der SFr ist überbewertet oder sagen wir es anders. Der SFr kann aus Sicht der Leistungsbilanz wohl nicht überbewertet sein, ist es aber aus Sicht unserer Industrie und dies ist bei uns die Exportindustrie, Herr Zeyer! Sie sorgt für die Beschäftigung und auch für die Gewinnkraft dieser Industrie. Wir konkurrieren da mit Baden-Württemberg, Korea und Japan. Wollen Sie unsere Hidden Champions zugunsten von derer von Deutschland opfern? Haben wir einen Handelsbilanzüberschuss im Maschinenbau und in der Elektronik? Wir haben einen Handelsbilanzüberschuss in der Pharma, aber dieser ist im Segment Blutplasma grösser als in den Medikamenten und das Geschäft mit Blutplasma ist nicht gerade von Kritik frei.
    Ebenso ist die Uhrenbranche zum grössten Teil Luxusware und diese ist sehr Konjunktur anfällig und war eine Zeit lang in China verpönt wegen der Korruptionsbekämpfung von Herrn Xi.
    Ich leugne nicht die von Ihnen erwähnten volkswirtschaftlichen Zahlen, aber den Big-Mac-Index einfach derart als nicht relevant zu erklären, ist nicht seriös.
    Wie verkaufte ich an Amerikaner bei meiner US-Reise die teure Schweiz als Touristen-Destination? Mit dem öffentlichen Verkehr hier bei uns, der ist unschlagbar weltweit, trotz einigen Fehlern. Abgesehen davon ist heute die USA ein sehr teures Reisepflaster, ich würde behaupten gleich wie die Schweiz oder noch teurer.
    Überlegen Sie sich mal, Herr Zeyer, was die Wirkung einer Reserve-Währung ist. Der Schweizerfranken ist eine Reserve-Währung ohne Schulden und dies ist volkswirtschaftlich ein Unsinn. Wir sind eine „Schatzkästli-Währung“ wie Gold mit Tausenderfranken-Notenausgabe, die frei gehortet werden können. Das Negativzinsen-Regime der SNB ist ineffektiv, im Gegensatz zu den gleichen Massnahmen unter SNB-Präsident Leutwiler 1978. Und was passiert, wenn wir unsere Exportindustrie ruiniert haben und die Leistungsbilanz stark abfällt (1 Euro = 75 Rappen)? Kein Leistungsbilanz-Überschuss mehr da und das „Hot Money“ verlässt noch zu guten Kursen den SFr und die SNB kann mit der Abwertung des SFr keinen Gewinn auf ihre €-Bestände machen, weil sie diese zu hohen SFr-Kursen gegenüber dem € vorher verpulvert hat. In der ganzen Sache muss man um die Ecken denken sowie die verschieden Phänomene richtig einteilen und dies auch auf der Zeitachse.

    • Ich pflichte Ihnen bei: Wenn Sie den Thurgauer Maschinenbauer neben seinen Schwarzwälder Konkurrenten stellen, ist der CHF überbewertet. Wenn Sie den Thurgauer aber neben den Lombarden stellen, hat der Lombarde gegenüber früher ein Problem. Wir sprechen über sektorielle und regionale Ungleichgewichte, erstere infolge Strukturwandels und letztere, weil der EUR den ganzen Kontinent über einen Leisten schlägt.
      Herr Zeyers Argument bleibt aber bestehen: Währungsrelationen sind über vielfältigen Handel zustande gekommene Durchschnitte. Den Franken als zu hoch zu bewerten, ist schon eher mutig. Besonders, nachdem die SNB ja das Mögliche versucht hat, um ihn zu schwächen. Im Gegenteil ist in Zukunft mit einem weiteren Erstarken zu rechnen. Die Industrie tut gut daran, sich darauf einzustellen und nicht auf die Verlautbarungen der SNB zu vertrauen (die nämlich an andere Adressaten gerichtet sind).

  12. Richtig

    Es ist eine Mär, der Franken sei überbewertet.

    Die SNB behauptet das aufgrund der sogenannten „Kaufkraftparitäten-Theorie“ bzw. „Big-Mac-Index“.

    Diese Theorie basiert auf einem Vergleich von identischen Produkten weltweit in Dollar bewertet.

    Ist also z.B. ein Big-Mac in der Schweiz 20 Prozent teurer als in den USA, so folgert diese Theorie, dass der Franken um 20 Prozent zu hoch wertet sei und entsprechend an Wert verlieren wird.

    Diese Theorie ist aber eine Irrlehre. Warum?

    Wenn der Franken um 20 Prozent fällt, so haben wir folgendes Resultat:

    A) Der Big Mac wird in der Schweiz um 20 Prozent teurer (Geldentwertung)

    B) Der Wechselkurs des Frankens zum Dollar fällt ebenfalls um 20 Prozent.

    Resultat: Der Big Mac in Dollar kostet nach der Abwertung des Frankens gleich viel wie vorher.

    Ein US-Amerikaner, der Dollars hat, bezahlt jetzt 20 Prozent weniger für den Franken, dafür aber einen um 20 Prozent höheren Preis für den Big Mac in Franken.

    Das gleicht sich aus.

    Und aufgrund eines solch lapidaren Irrtums hat die SNB für über 700 Milliarden Franken Devisen gekauft, um den Franken zu schwächen.

    Eine Massnahme, die rein logisch nichts bringen kann – ausser Staatsschulden (SNB-Schulden sind Staatsschulden).

    Marc Meyer

    P.S.

    Zudem: Man erkennt den Baum an seinen Früchten. Eine starke Schweizer Wirtschaft führt zu einem starken Franken. Den Franken schwächen heisst, die Schweizer Wirtschaft schwächen.

    Die SNB arbeitet gegen die eigene Volkswirtschaft.

    • Ein bekannter Professor hat schon vor Jahren gesagt: „dann kaufen wir halt die ganze Welt für 1 Franken“.

    • Wie schon seit Jahren gepredigt:Herr Jordan soll an den Bürkliplatz gehen und versuchen den Zürisee auszutrinken… und sollten wir ja unendlich CHF drucken, könnten wir ja gleich alle Aktiven dieser Welt kaufen. SNB vor Weltherrschaft! Nicht jedes Märchen geht positiv aus. Wir werden hart auf die Schnauze fallen..

  13. Sehr guter Kommentar und auf den Punkt gebracht ! Die EURO Turbos GLP, BDP, FDP sowie Economiesuisse und Operation Libero gehören zu diesen Schwarzmalern und Schwätzern. Sie reden die Schweiz seit 1992 in den Abgrund dabei steht die Schweiz heute besser da als die allermeisten Länder auf dieser Welt. Wer heute noch der EU beitreten oder diesen Rahmenvertrag unterschreiben will ist wirklich nicht ganz bei Sinnen.

  14. Sehr guter Artikel. Unverblümte Meinung, wahrer m.E. als das Gejammere der Politik (FDP und Linke, ist ja kaum mehr Unterschied) und das ökonomische Unvermögen der SNB. Der EURO ist eine fehlerhafte Konstruktion, die nur an Wert verlieren kann, daher dürfen wir nicht den CHF an diese hoch-politische, politisch manipulierte Schwachwährung binden! Es reicht, wenn die Deutschen wieder mal ihr Geld verlieren – wir sollten es ihnen nicht nachmachen. Der Starke ist auch stark allein. Aber stark sein will man auf der Linken ja gar nicht…

  15. Sie haben als einziger Währung und Nationalökonomie verstanden. Alle anderen sind Schwätzer.

    Und niemand merkt es und hört auf Sie.

  16. Benötigte Anpassungszeit seit 1973: 46 Jahre!
    ( CHF/$ 1973: 4.30).

    Strukturwandel kommt nicht von heute auf morgen.

    Dies wird oft vernachlässigt: der Anpassungszeitraum.

  17. Ha…..

    Herr Zeyer….. bravo, das ist wahrlich ein guter Artikel.

    Es ist das was ich seit vielen Jahren sage wenn es um das Thema geht.
    Richtig, der jetzige Frankenkurs begünstigt nur einen Teil unserer Wirtschaft überproportional, dabei ist der Teil der kleinere….

    Und richtig, es gibt kleinen Grund die EU, oder einen starken Franken zu fürchten.
    Eine starke Währung ist immer ein Indiz für eine gesunde Wirtschaft, ein starkes Land.

    Was wir aber müssen, den Irrsinn beenden solange das noch möglich ist.
    Wir leisten uns immer wieder fehlentscheide die unser Land langfristig schwächen.

    Umsetzungsinitiative abgelehnt, Masseneinwanderungsinitiative nicht umgesetzt, EU- Waffengesetz angenommen…. wir liefern uns langsam den Bankrottieren in Brüssel aus.

    Der Defätismus ist unser Problem.

    • Herr Roth

      Dieser „kleine Teil“ ist 50% des BIP.
      Nicht eingerechnet die KMU-Zulieferer.
      Wieviele leben zusätzlich vom Tourismus – was schätzen Sie?

      Meinen Sie die seien alle unabhängig vom Frankenkurs?

    • @CH-Exportquote ist 50%!
      Und dass fast alle Rohstoffe unserer Exportindustrie erst im Ausland beschafft werden müssen, damit sie dann in Form fertiger oder halbfertiger Produkte exportiert werden können, ist für Sie wohl bereits um eine Ecke herum zu viel gedacht!

      Und interessanterweise hat unsere Tourismusbranche grade eine riesen Umsatzwelle auf der sie reiten kann, obwohl der Franken noch nie so teuer war gegenüber EUR und US$!

      Sie liegen also erwiesenermassen komplett falsch, wie alle anderen auch die die Lügengeschichten der Mainstream-Medien für bare Münze halten…

    • @ CH-Exportquote ist 50%!….

      Tja, ich habe 7 Jahre in einer Firma gearbeitet die vom Export abhängig war.
      Bevor exportiert werden konnte, muss erst mal einiges Importiert werden.
      Da die Schweiz kaum Rohstoffe hat, ist der Anteil immer erheblich.
      Hierzulande wird oft nur noch veredelt, alles Arbeitsintensive kommt aus den Ausland.
      Und genau darum würde ein starker Franken unsere Güter zwar verteuern, aber eben nicht so sehr wie uns immer angedroht wird.
      Die „Hälfte“ die wir einkaufen müssen, die würde sehr viel günstiger, was auch von Vorteil ist.

      Ich selber kannte jemanden, der beim Euro-Kurs von 98 Rappen alle seine Franken in Euros tauschte, ab 50ooo gabs 1:1 bei der UBS …….und sich in Deutschland ein Haus bestellt hat.
      Das finde ich nicht so toll, aber klever war es jedenfalls.
      Sein Haus kostete ihn schlussendlich nur 40% der hiesigen Angebote und der Bau klappte reibungslos.

  18. @Visionär

    (…)Werden die Währungen jedoch am Goldpreis oder an ihrer Kaufkraft gemessen, kann nun wirklich jeder erkennen, dass sich alle Währungen seit Jahrzehnten im Sinkflug befinden – der CHF im Vergleich einfach etwas langsamer als andere Währungen.(…)

    Ist das eigentlich nicht ein Zeichen dafür dass der Emittent der Währung (bzw. die Substanz von der er zehrt) sich abnützt wie eine Maschine welche ihren Grenznutzen erreicht? Jeder Staat ist eine Maschine und er hat dazu immer die Tendenz gegen unbezahlbar / unwartbar zuzusteuern.

    (…)Es wird deutlich, dass eine substanzlose Währung, die weder eine Gold- noch eine andere reale Deckung hat, eben nichts wert ist.(…)

    Hmmm…sind nicht die vergebenen Kontrakte der Geschäftsbanken eine Art „Deckung“ für FIAT-Geld? Wozu gibts dann die Notenbanken?

    • Aufhören von „ungedecktem“ Fiat-Geld zu phantasieren. Natürlich ist jedes von der SNB ausgegebene/gedruckte Fränkli (eine Schuld auf der Passivseite der SNB-Bilanz) mit einer Aktivposition gedeckt (Devisen, Obligationen, Aktien, Gold). Die Fränkli werden gedruckt gegen Hereinnahme eines Assets respektive entstehen erst durch das angekaufte Asset! Die Frage, die sich bloss stellen könnte: Wie wertbeständig sind diese Aktiven über die Zeit? Bleiben die Aktivpositionen gleich viel wert, werden sie mehr wert oder verlieren sie an wert. That’s it.

    • Grins. Jaja die Aktiven. Solange die SNB stützt, kann ja nichts passieren. Münchhausen hat sich ja auch an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen…

    • @Informatiker:
      Ja klar, der Währungszerfall und Inflation seit Jahrzehnten sind Resultat der Abnützung der Geldmaschine!!! Man kann auch alles schönreden…

      Ein FIAT Schuldgeldsystem, wie es heute global betrieben wird, ohne reale Werte dahinter, ist nun mal ein Schneeballsystem und muss zwingend in sich selbst implodieren, so wie das für jedes andere existierende Schneeballsystem ebenfalls gilt. Es ist lediglich noch nicht implodiert, weil es immer noch genügend Systemgläubige – wie bsp. Mr. Orkus – gibt, die an diesem Ausbeutungsprogramm festhalten, obwohl es auch gegen sie selbst gerichtet ist. Die Verarschung und Manipulation ist schier grenzenlos…

      @Mr. Orkus:
      Wenn dem so wäre wie sie selbstsicher behaupten, dann erklären Sie mir doch bitte, weshalb die CH den Grossteil ihrer Goldreserven als Eintrittsbedingung zum Weltverbrechergrüppli namens IWF, abstossen musste? Hat sich durch diesen Vorgang die Geldmenge etwa massiv reduziert in der CH? Sie glauben an diesen Buchhaltungsschwindel wie auch Herr Dr. Meyer. Anstatt diese unsägliche Theorie immer wieder herunterzubeten wäre es hilfreicher, mal die Vergangenheit anzuschauen und zu erruieren, weshalb ein ungedecktes Geldsystem alle 50 – 80 Jahre zwingend kollabieren muss. Beispiele dazu gibt es wie Sand am Meer…

      Warum glaubt heute die Masse der Menschen an irgend welche von der Politik, der Wirtschaft, der Forschung oder der Medizin erfundenen, nicht bewiesenen Theorien, statt einfach mal der eigenen Wahrnehmung und Erfahrung zu vertrauen? Ach nee, wir lassen uns lieber von sog. (gekauften) Experten das Leben erklären. Man muss auch bspw. Chemtrails nicht erklären, denn es reicht wenn man mit offenen Augen den Himmel betrachtet und die auffällig hohen Aluminium- und Bariumwerte aus Bodenproben hinterfragt – die man genau aus diesem Grund meistens bei den Messungen auslässt! Doch wenn die MS-Medien dies alles einstimmig als Verschwörungstheorie taxieren, ja dann muss es wohl auch eine sein!!! Oder erfahren wir in den Medien irgend etwas über die hundertausenden von Impfschäden? Das System, das aufgrund seiner gewollten Fehlkonstruktion auf stetes Wachstum angewiesen ist, zieht inzwischen alle Register um sich selbst am Leben zu erhalten. Sobald wir es nicht mehr mit unserer eigenen Energie mitversorgen, kommt die Implosion…

      Wer jetzt immer noch nicht aufgewacht ist, wird es wohl nimmer…

    • Tja Visionär……..

      Sie habens erfasst, Bravo.

      Damals, Ende der 90igerjahre, erlag die Schweiz den ersten grossen Erpressungen welche sie in die EU und in internationale Gremien einbinden sollte.
      Die Judengold-Affaire und die Sache mir den ominösen Nachrichtenlosen Vermögen waren inszenierte Empörungen auf die unsere Politik mit nachgeben reagierte.
      Da wurde der Grundstein für unseren Niedergang gelegt.

  19. Ausgezeichneter, interessanter Artikel. Spannend auch die Rückschau, was aus prophezeiten Entwicklungen tatsächlich geworden ist.

  20. Ich würde einmal gerne wissen, mit wem sich Herr Jordan so tagtäglich trifft und unterhält. Ist es in erster Linie sein Fan Club, der all seine Finanzmanipulationen schulterklopfend super findet (Economiesuisse und unsere topbezahlten Staatsbeamten sprich Tourismusförderer etc), sowie die Hayeks, die Angst haben, dass sie ein paar der eh überteuerten Ührlis weniger verkaufen. Politiker wohl eher nicht, weil sie sich in erster Linie um ihre Wiederwahl kümmern müssen (aktuelle Gewissensfrage: Sollte ich doch wieder vermehrt grüne Krawatten tragen oder reichen grüne Socken als politisches Statement?)

  21. Ich würde einmal gerne wissen, mit wem sich Herr Jordan so tagtäglich trifft und unterhält. Ist es in erster Linie sein Fan Club, der all seine Finanzmanipulationen schulterklopfend super findet (Economiesuisse und unsere topbezahlten Staatsbeamten sprich Tourismusförderer etc), sowie die Hayeks, die Angst haben, dass sie ein paar der eh überteuerten Ührlis weniger verkaufen. Politiker wohl eher nicht, weil sie sich in erster Linie um ihre Wiederwahl kümmern müssen (aktuelle Gewissensfrage: Sollte ich dich wieder vermehrt grüne Krawatten tragen oder reichen grüne Socken als politisches Statement?)

  22. Die Stahlindustrie ist in der Schweiz noch nicht verschwunden. Im Stahlwerk in Gerlafingen werden jährlich ca. 750.000 Tonnen produziert. Der Besitzer kommt aus Italien. Früher gehörte es einmal der Von Roll AG.
    Von 1984 bis 1997 war ich technischer Leiter des Stahlbereiches der Von Roll AG. 1984 produzierte Gerlafingen ca. 220.000 t/Jahr. Ein weiteres Stahlwerk der Von Roll AG, Bodio im Tessin, erzeugte ca 230.000 t/Jahr. In den folgenden Jahren wurde in beiden Werken wurde die Stahlproduktion erhöht. 1996 wurde letztendlich im Stahlwerk Gerlafingen ein neues Stahlofensystem installiert wodurch die Produktion auf 750.000 t/Jahr angehoben wurde. Das Werk Bodio wurde geschlossen.
    Nur Dank dieses modernen und produktiven Stahlerzeugungsverfahrens wird in der Schweiz immer noch Stahl produziert.

    • Danke für die Präzisierung. Möglicherweise meinte der Autor die Hochöfen zur Eisengewinnung, die ja wirklich schon lange stillgelegt wurden. Vom Roheisen bis zum Stahl sind ja noch weitere Prozesse nötig. Gut für die Schweiz, dass in Gerlafingen noch eine Stahlindustrie existiert.

    • Man glaubt es quasi nicht. Bei der Firma TRISA in Triengen LU werden Zahnbürsten für den Weltmarkt produziert; teilweise auch unter dem Label anderer Firmen.

      Roboter-gesteuerte Maschinen machen es möglich konkurrenzfähig und qualitativ gut zu produzieren.

    • Lieber M.R.
      Was nun wenn so ein „neues Stahlofensystem“ oder gar das „revolutionäre Super-Stahlofensystem 2022“ in einem Niedrigpreis-Standort eingebaut wird. Der Preisvorteil je Tonne für das Commodity „Stahl“ vollumfänglich an den Kunden/den Markt weitergegeben wird. Fazit: der Vorteil und USP-Vorsprung für Swiss Made darf nicht nur im „neuen Ofen“ liegen, da muss noch die Extrameile (Added Value) dazu kommen. Gerade die MEM-Unternehmen (B2B garantiert) produzieren zu viel Durchschnitt am CH- Hochlohnstandort für den Export. VonRoll ist seit Jahren schräg unterwegs. Die Autozulieferer ebenso. Und als „case“ können Sie das Trauerspiel der Boillat (SWISSMETAL) seit 2003 bis aktuell verfolgen …

  23. Selbstverständlich ist der CHF nicht überbewertet – auf so einen Unsinn kann man nur kommen, wenn man die namhaften Währungen einander gegenüberstellt. Werden die Währungen jedoch am Goldpreis oder an ihrer Kaufkraft gemessen, kann nun wirklich jeder erkennen, dass sich alle Währungen seit Jahrzehnten im Sinkflug befinden – der CHF im Vergleich einfach etwas langsamer als andere Währungen.

    Es wird deutlich, dass eine substanzlose Währung, die weder eine Gold- noch eine andere reale Deckung hat, eben nichts wert ist. Wir werden alle abgezockt und verarscht, und Experten von Links bis Rechts erfinden Lügengeschichten, weshalb dies so sein muss und dass der CHF überbewertet sei. Es gibt eine ganze Gilde von sog. Analisten und „Experten“, die davon Leben, uns diese Lügengeschichten aufzutischen. Leben wir nicht in einer kranken Welt?

  24. Guter Artikel. Die „Schwätzer“ könnte man auch beim Namen nennen: Economiesuisse (also FDP) und Linke. Komischerweise dieselben, die eine grüne Wirtschaft wollen und damit Industriearbeitsplätze lieber im Ausland. Wenn wir Zement und Stahl importieren sollen, ist doch ein starker Franken von Vorteil. Mit andern Worten: Das Volk wird von der Nationalbank und ihrem Fanclub so richtig vera….t und finanziert dieses traurige Schauspiel mit Null- und Negativzinsen. Und mit Steuermillionen für die Förderung des Tourismus (man schaue sich mal an, wer im Vorstand von Schweiz Tourismus sitzt: grosso modo dieselben Subventionsjäger und Pöschtlisammler wie bei der SRG).

    • Liebe Frau Caroline,
      Ich habe grosse Freude an Ihrem Artikel. Die Economiesuisse ist eine Schwatzbude und zu nichts tauglich. Auch die FDP schwenkt dauernd nach links. Sie will sogar den Rahmenvertrag.
      Es tut gut, wenn man Antworten von vernünftigen Leuten lesen darf und nicht auf die Lügenpresse angewiesen ist.
      Machen Sie weiter so.
      Liebe Grüsse, Hubert Schmid

    • war wird in Zukunft noch Zement (Baububble) und Stahl (in welchen Branchen und grösseren Mengen) benötigen? Sicherlich finden Sie die Antwort in der WW (Anschlussabo schon bezahlt?)

  25. Das Mantra «der Euro ist unterbewertet» wird von den EU Turbos und EU Gläubigen gebetet. Die SNB gehört dazu. Ohne deren Kursmanipulationen wüssten wir, wo der Wert liegt, bei 0.80 oder eher bei 0.70? Jetzt kann die SNB die Wechselkurse nicht mehr freigeben, sonst schmilzt der 800 Mrd. Berg auf 500 Mrd. und sie ist hops… Noch mehr Negativzinsen? Geht auch nicht, sonst kommt es zum Bank(omaten)run… Der Feuerlöscher der SNB ist leer, einen zweiten haben sie nicht, wir gehen auf interessante Zeiten zu.

    • Kurz und bündig auf den Punkt gebracht. – Jordan wird sich noch am Stock verschlucken, den er im Ar… hat.

    • Stimmt, mehrheitlich Geschwätz der Politiker. Ein Grossschwätzer in dieser gezeigten Arena ist der der FDP ZH zugehörige SR Noser. An einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung in Luzern, an der u.a. auch Noser teilgenommen hat, wurde es wieder bestätigt. Was er von sich gab, waren Beschimpfung der Gegner des InstA, dann die Behauptung, eigentlich wolle die Schweiz das InstA, sodann die Behauptung, das InstA biete der Schweiz Rechtssicherheit – was ja stimmt, aber nicht im Noser’schen Sinn, denn die EU allein gibt den Tarif durch – und, man höre und staune, die Bilateralen würden fortgesetzt werden können trotz InstA. Was bei einer Realisierung des InstA geschieht, wurde vorher gesagt. Noch einfältiger hat sich der Direktor der AVEIR SUISSE in Szene gesetzt, indem er alle Befürchtungen zum Souveränitäts-Verlust, die bei einem Eingehen auf das InstA zu recht bestehen, als Narratologie (Erzähltheroie) abtat. Man müsste ihn daran erinnern, dass sogar das FDP-Organ NZZ damals nach dem Ja zur Personenfreizügigkeit geschrieben hat, es sei ein teilweiser Souveränitäts-Verlust. Und der Mann trägt den Titel Dr.oec.

      Es ist wieder am Platz, dem Inside Paradeplatz zu danken, dass immer wieder in wichtigen Angelgenheiten offen diskutiert werden kann.

  26. „Jede Währung hat im Vergleich mit anderen den Wert, den der Markt ihr zumisst.“
    Wer ist denn dieser ominöse Herr Markt? Ihre Annahme ist eine Idealannahme theoretischer Ökonomie mit einem überhöhten Marktbegriff. In realiter sind es Menschen mit Interessen, und die manipulieren Währungen – sei es für ihre Regierung (Schlagzeile heute USA -CHina) oder einzelne Investoren (Siehe GBP und Soros dazumal).

    • Das Vertrauen der Menschen in eine Währung lässt diese steigen oder auch fallen. Langfristig kann man den Trend nicht ändern oder manipulieren und keine einzige Währung darf man isoliert betrachten. Es gibt gut erkennbare Trends, die aufzeigen können in welchem Modus sich die jeweilige Währung befindet.

  27. Herr Zeyer ist lernfähig und kann beneidenswert gut und verständlich formulieren.

    Mit diesem Artikel, hat schliesslich jeder verstanden, warum uns die Anbindung an den EUR nicht nur wegen der Devisenrisiken Geld kostet.

    Was Innovationen betrifft sowie die Investition in Produktionstechnologien, so ist hat die Schweiz meiner Meinung nach weiterhin einen Aufholbedarf. Hier bedarf es auch der Banken, welche Ihre Kredite auch an KMU’s ausweiten dürfen (!!) sollten.

    • Hatte gerade ein meeting mit einem Postfinance-Berater. Einfach lächerlich, wie sich die Banken (einschliesslich Psotfinance) Ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung im Zusammenhang mit KMU’s verhalten.

  28. Herr Zeyer

    Ihre Artikel werden tatsächlich besser. Dass wir mit einem schwachen Franken nötige Strukturveränderungen in unserer Wirtschaft aufhalten, sehe ich auch so. Das ist vielleicht noch gefährlicher als der potentielle Abschreiber von 20% auf den Devisen der SNB. Was Sie aus meiner Sicht etwas zu wenig erwähnt haben ist die Metallindustrie und die Uhren- und Luxusindustrie, welche auch stark von einem schwachen Franken profitieren. Diese Lobbies und die Abmachungen mit den Freunden von Gerzensee sollte man etwas genauer untersuchen.

    • Jaein…
      Für die Uhren- und Luxusindustrie spielt der Preis eine sehr geringe Rolle. Es handelt sich eben um Luxusgüter und Statussymbole, es MUSS also teuer sein.
      Wenn es allein darum ginge, die Uhr zu zeigen, wären alle Schweizer Uhrenmacher schon lange Pleite.

  29. Dieser Artikel müsste vorder Abstimmung in alle Haushalte verteilt werden.ehrlicher und korrekter kann man das Problem nicht erklären.

  30. Nur wenn man Kraut und Rüben wie in diesem Artikel vermischt, kann man zu so einem Stuss als Schlussfolgerung kommen.

  31. Die Schimäre einer fehlenden Börsengleichwertigkeit, wurde von den Märkten sofort ausgehebelt, die EU-Schwätzer laufen permanent ins Leere. Es gibt immer noch bilaterale Verträge die sich z.B. BW und Bayern von Brüssel nicht nehmen lassen werden, ansonsten gehen in Brüssel ganz schnell, die Lichter aus und die zu 80% vom deutschen Steuerzahler alimentierten Nichthafter in Brüssel, verlassen wie die Ratten, das sinkende Schiff. Der greise und immer etwas angeheiterte Juncker, lässt sich im November in seinen Zwergenstaat von einem Betreuer zurückbringen und dessen Nachfolgerin „Haubitzen Uschi“ möchte im fortgeschrittenen Alter, ebenfalls zielgerecht, ihre üppige Pension geniesen. Also – alles gut, liebe Schweizer.

  32. Endlich einmal eine fundierte Betrachtung von ausserhalb der Nationalbank. Sehr klar und glaubhaft. Wie lange geht es noch, bis die Mehrheit sieht, dass ein starker Franken unsere Leistungen spiegelt?

    • naja, warten wir den herbst resp. den abwind des in der ch parkierten geldes ab. automatische abwertung des chf und aufheulen der anderen seite.

  33. Nice, einfach auf den Punkt gebracht!!! Aber leider will das zur Zeit niemand hören. Wie soll man dem Ganzen gegensteuern… ?!? … so richtig will das ja niemand!!!

  34. Die SNB, wie alle Zentralbanken ist ein Kartell von Banken. Ihr Ziel ist, die Interesse der Banken zu verteidigen. Die Exportwirtschaft, die Hotellerie Branche, usw… sind der SNB Wurst. Diese Themen werden aber gerne zu Propagandazwecken verwendet.
    Hier ist die blanke Wahrheit. Schweizer Banken haben astronomische Geldmengen an Bürger aus Osteuropa geliehen. Diese haben praktisch den ganzen Immobilienmarkt finanziert. Immobilienpreise in Osteuropa haben sich häufig verzehnfacht! Eine riesige Blase ist entstanden.
    Sollte der CHF höher sein, würden viele „Eigentümer“ Pleite gehen und damit auch CH
    -Banken. In Österreich und andere Länder der Region haben häufig die Leute Kredite in CHF, weil die Zinsen tiefer sind.
    Die Abwertung des CHF ist ein riesiger Bailout der CH-Banken.
    Wer zahlt die Zeche?
    Antwort: Die Schweizer Bürger mit höheren Preise aller importierten Waren.
    Ein enormer Skandal, der mit Pseudo-Debatten über Exportindustrie und Hotellerie Kosten vertuscht wird.

    • Wer zahlt die Zeche? Ihre Antwort ist grundsätzlich richtig. Aber die Marketing-Manager und Verkaufsabteilungen richten sich vor allem nach der Einschätzung, wieviel der Käufer bereit ist, für ein Produkt zu bezahlen, das heisst, dass die Einkaufskosten nicht der Ausgangspunkt zur Preisfestlegung sind. Wirklich spielen würde der Markt erst, wenn uneingeschränkt Parallelimporte zugelassen würden.

  35. Herr Zeyer,

    bitte erklären Sie uns die Folgen für die CH-Volkswirtschaft, wenn z.B. 0.8 CHF = 1 EURO und 0.7 CHF = 1 $.

    Welches sind die Auswirkungen auf Export und auf Import?

    • Nun, ein Produkt im Export, das vorher 1.10 Euro oder 1 US-Dollar gekostet hat, wird entsprechend teurer. Gibt es auf dem Weltmarkt andere Anbieter, die das gleiche Produkt in gleicher Qualität und Zuverlässigkeit zu gleichbleibenden Preisen anbieten, hat die Schweizer Exportfirma ein Problem. Dem kann sie durch eine Preissenkung oder dem Vertrauen auf das Alleinstellungsmerkmal ihres Produkts begegnen. Oder im schlimmsten Fall damit, dass sie die Tore schliesst.
      Bei Importen passiert im Prinzip genau das Gegenteil. Was vorher 1.10 Franken oder 1 Franken kostete, kostet nun 80, bzw. 70 Rappen, in Ihrem Beispiel.
      Anschliessend wird’s etwas komplizierter, denn es kommt auch darauf an, ob es sich um Rohstoffe, Produktbestandteile oder ein fertiges Produkt handelt.
      Aber auch all das ist eigentlich müssig: Bei einem Devisenmarkt, auf dem täglich rund 6 Billionen Dollar umgesetzt werden, weder feste Wechselkurse noch Golddeckung existieren, ist der Kurs des Schweizerfrankens von x Faktoren abhängig, darunter so schwer messbare wie Vertrauen oder Flucht oder Besorgnis.
      Deshalb kann man den Wechselkurs beeinflussen, aber niemals nachhaltig, und wie das Beispiel SNB zeigt, sitzt man dann auf einem Devisenberg, der höher ist als das BIP. Mit den Negativzinsen, mit denen ein weiterer Wertzuwachs gebremst werden soll, enteignet die SNB gleichzeitig alle Sparer und Rentenanwärter; im Milliardenbereich. Und schliesslich pumpt sie damit eine Immobilienblase auf, die wie alle Blasen über kurz oder lang explodieren wird. Auch kein Weltuntergang, aber da werden dann die Milliarden im Multipack verröstet.
      Sehr bedenklich ist aber nicht mal all das. Die SNB stellt ja Neugeld im Multimilliardenbereich her. Das tut auch die Notenbank von Simbabwe. Oder von Venezuela. Unterschied? Genau. Nun hockt die SNB auf einem echten Eigenkapital von inzwischen 158 Mia. Und ausser «Finger weg, ist noch viel zu wenig, einfach in Ruhe ruhen lassen» fällt niemandem nix aus der Zunft der sogenannten Finanzwissenschaftler ein. Auch da gilt: gebetsmühlenartig Wiederholung …

    • Herr Zeyer,
      Ihre Worte:

      „Oder im schlimmsten Fall damit, dass sie die Tore schliesst.“

      Den wirtschaftlichen Folgen bei 50% Exportquote sind Sie sich ja sicher bewusst. Sie können diese Idee mal im Parlament vertreten..