Nach Black Monday: Wie viele Jobs fallen?

UBS 70’000 Mitarbeiter, Aktie crasht – CS 50’000, Aktie unten – Bär, Vontobel: Same same – EU-Kunden gehen, jetzt Jobaxt?

Die UBS geht voraus. Sie kündigte soeben Minuszinsen für Kunden mit 7stelligem Cash bei ihr an. Zuvor führte der Multi eine 2-Franken-Schalterstrafe ein. Und die Bank verlangt 300 Franken pro Hypo-Erneuerung.

Gebühren-Zitrone auspressen, nennt man das. Bald hilft das nicht weiter. Es droht, ans Eingemachte zu gehen: an die Jobs – Big time.

Der gestrige kleine Black Monday könnte ein Auslöser sein. Die Aktien taumelten weltweit, allen voran liessen bisherige „Superstars“ wie Nestlé und Lafarge Federn.

Die Titel der Finanzhäuser hielten sich vergleichsweise gut. Doch auch sie verloren an Terrain. Damit setzt sich bei ihnen das fort, was bei anderen gestern erst einsetzte: ein Kurszerfall.

Vom Platzhirsch zum Sorgenkind: UBS (Swissquote)

UBS-Aktie im 12-Monats-Vergleich: minus 32 Prozent. CS minus 27. Bär: -26, Vontobel -29.

Die rote Spur nach unten ist zunächst die Folge der Börsen. Die erklimmten zwar immer neue Höchststände, doch sie zitterten auch zwischendurch; so Ende des letzten Jahres, so jetzt wieder.

Von 70 auf 50 Franken: Sturzflug sogar beim Highflyer (Swissquote)

Während aber viele Industriefirmen in den Boomphasen mit phantastisch steigenden Aktien aufwarteten, hielten die Banken nicht Schritt – oder verloren gar weiter an Terrain, so wie die UBS.

Das führt zur entscheidenden Frage: Was nun?

Die Antwort verspricht wenig Gutes. Jobs könnten nun drankommen. Und zwar zu Tausenden.

Die grossen Finanzhäuser der Schweiz mit Aktien an der Börse – und damit am meisten unter Erfolgsdruck – weisen beim Personal Höchststände aus; Ebbe in der Erfolgsrechnung hin oder her.

Die UBS beschäftigt weltweit gegen 70’000 Leute. Damit beträgt der Personalbestand wieder deutlich mehr als was CEO Sergio Ermotti einst angekündigt hatte. Er sprach von einem Abbau runter auf rund 55’000.

70’000 liegt zwar unter den 84’000 in der Ära von Marcel Ospel und Peter Wuffli in den Nullerjahren. Doch die Zahl ist weiterhin stolz angesichts eines Gewinns, der die Anleger nicht berauscht, und angesichts von Risiken wie dem Prozess in Paris, der die Investoren verängstigt.

Auch die CS hat immer noch fast gleich viele Angestellte wie zur Zeit, als Investmentbanker Brady Dougan am operativen Steuer stand: zwischen 45’000 und 50’000.

Bei den beiden grossen kotierten Privatbanken Julius Bär und Vontobel zeigten die Zahlen gar stets nach oben. Die Bär-Bank weist inzwischen rund 6’000 Mitarbeiter weltweit aus, bei der Vontobel sind es 2’000.

Die Zahlen zeigen: Es kam nie zum grossen Stellenabbau. Für den Einzelnen will das nichts heissen. Vor allem die Platzhirsche UBS und CS entliessen Salami-mässig Leute.

Doch insgesamt blieben die Jobzahlen stolz, gerade auch in der Schweiz. Die UBS beschäftigt weiterhin rund 20’000 Leute hierzulande, bei der CS sind es gegen 17’000.

Nun aber passiert, was lange befürchtet wurde. Die reichen Ausländer, insbesondere aus dem EU-Raum, ziehen ihre Vermögen ab. Lieber zu Hause anlegen oder sich etwas leisten, lautet deren Motto.

Schweizer Bankkonto? Nein danke. Zu teuer, zu unsicher. Falls mal etwas ist, landen die Daten sowieso beim Staat.

Der kontinuierliche Vermögensabfluss wird überdeckt durch börsengetriebene Assetbestände sowie Neugelder, die oft von spezifischen Einzelkunden stammen: institutionellen Anlegern, Family Offices.

Die breite Masse der historischen Offshore-Kundschaft aber, die vermögenden Privatkunden aus dem Ausland und da insbesondere aus dem europäischen Raum, verhält sich umgekehrt.

Sie kehrt dem Schweizer Finanzplatz den Rücken. Das heisst, was es in solchen Fällen für jede Industrie heisst: Anpassen der Kapazitäten. Sprich: Abbau.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Wer nichts kann und vom Banking nichts versteht, dem ergeht es eben so wie der UBS.
    Geschieht dieser Bank Recht. Hoffentlich greift der Staat nicht ein 2. Mal ein!

  2. Ich würde vom Bund min. 70% Swissness und im Management VR 100% verlangen. Ansonsten Swiss im Firmennamen rausfliegt. UBS und CS sind keine Schweizerbanken mehr. ES sind Banken die 80% ausländische Interessen verfolgen und keine schweizerischen Interessen reflektieren sondern nur die schweizer. Gesetze, welche zu 80% durch Druck auch natürlich vom Ausland dank kuschenden BR und Finma entstanden.
    Hätten die Banken das Vertrauen der CH Bürger nicht mit Grössenwahn verspielt, hätten sie heute weniger Probleme. Vor allem das US Geschäft hätte man schon lange aufgeben müssen. Ist unter dem Strich schon lange nur Verlustgeschäft.
    Das Mgm meint man müsse überall dabei sein, aus Angst etwas zu verpassen.

    Hört mal zu wenn das Mgm von Veränderungen spricht, ich höre meist: …wir glauben…, aber nie …wir wissen…!

    Grosse Geldverdampfer sind:
    -Sparübungen kosten erst immer viel. Einsparungen wo! Und immer Leute entlassen denn das Mgm hat keinerlei professionelles Wissen wie man das wirklich macht. Ich behaupte, es werden schon die falschen Leute eingestellt. Wenn es die richtigen wären, müsste man sie nicht entlassen sondern machen lassen, aber davor hat das Mgm Angst.
    -Die IT , die Fehlentscheide des Mgm, die NICHT sachlichen , sondern die politischen, bewussten! absichtlichen Entscheide. Das Mgm hat gar nicht wirklich den Willen, die IT zu verschlanken und Qualität zu verbessern, denn sonst wäre es so.

  3. Wenn die Politik gegen die Banken ist und mit minuszinsen bestraft, wunderts mich das überhaupt noch jemand wichtiges ne CH bank will. Mit dem geheimniss nimmt mans ja auch immer lockerer. Aber verpennen tuen unsere konzerne natürlich auch viel…

  4. Ich kann es echt nicht mehr hören. Ich hoffe wirklich die UBS geht zu Grunde, eine CH Bank ist sie schon lange nicht mehr, seit damals als sie die Swissair zu Grunde gehen liess. Den grössten Fehler, welchen man gemacht hat, ist diese Bank gerettet zu haben. Jetzt Jahre danach wird erst vieles aufgedeckt mit welchen schmutzigen Mitteln sie ihr Business betrieben haben. Sie haben den den Finanzplatz Schweiz ‚beschmutzt‘. Wenn diese Bank auseinander fällt, gönne ich mir ein Gläschen Champagner.

  5. Auf management-ebene gibt es ausreichend Potenzial zum Abbau. Habe mal als externer dort gearbeitet so viel unfähige und arrogante Manager habe ich noch nie erlebt. Aussage Manager , als Chef arbeitet man nicht, sondern bekommt Bonus und die Deppen unten die schlechten Noten. Diese Herrn sollten mal kapieren, dass ohne die Basis nichts läuft, nur dann hauen sie schnell ab.

  6. Es sollte jetzt nicht gejammert werden. Mit dem Wegfall des Bankkundengeheimnisses auf Druck der SP, Grünen und BDP unter alt-Bundesrätin Widmer-Schlumpf war allen in der Branche klar, dass bei Banken, Treuhändern, Anwaltsbüros usw. zehntausende von Stellen wegfallen würden. Die Linken wollten das so und dies schon seit Jahren. Wer SP und Grüne wählt muss mit so etwas umgehen können !

    • ueli, leider (für Grossbankenfans) war es umgekehrt (und für die, die es immer noch nicht kapiert haben oder kapieren wollen): Die beiden Grossbanken haben den Bundesrat unter Druck gesetzt, damit sie Kunden und Angestellte verraten durften, um ihre Weissen Westen samt Boni zu retten.
      Wenn immer was Falsches behauptet wird – ich weiss, auf einmal beginnen viele das zu glauben….

  7. Wir wollen sein ein einig Volk von Gewinnoptimierern: Ich, Ich, Ich lautet das tägliche dem Zeitgeist angepasste Vaterunser der hiesigen Bänkeler. Mein Bonus, mein (der Hypobank gehörendes) Haus, meine Ferienwohnung in Valbella oder anderswo, mein wöchentliches Rindsfilet, meine PK, mein Wille geschehe 😉
    Viel Glück

    • Allgemeine Volkswirtschaftslehre, Kapitel 1, Seite 1: Der Mensch ist ein Opportunist. Das ist generell so, früher oder später schaut jeder nur für sich. Manche früher, andere später – nur das unterscheidet und. Das ist nicht bankenspezifisch, sondern generell. Dafür gibt im täglichen Leben zig anschauliche Beispiele: Wenn‘s um den letzten Sitzplatz geht im Bus, dem letzten Brot beim Bäcker, dem letzten Hemd, das gerade mit 50% Rabatt angeboten wird – für all diese Bagatellen werden manche von uns zu Raubtieren, eben: ich, ich und nur ich.

  8. Lukas macht es Spass den 120’000 Mitarbeitern der UBS/CS ständig angst um ihren Job zu machen? Vor nicht allzu langer Zeit hast Du in Deinem „Blog“ darüber berichtet, wie viele Stellen die Banken abgebaut haben. Jetzt sollen bisher keine Stellen weggefallen sein? Alles reine Spekulation basierend auf einem schlechten Börsentag (die CS/UBS Aktien waren schon um mehr als 10% tiefer als jetzt). Alles nur um die Klickzahlen hier zu pushen, die brutal zurück gegangen sind. Immer dieselben 10-15 Schäfchen, die Deine Beiträge kommentieren – wann baust Du (Deine) Stellen ab?

  9. Aha, erneutes UBS-Bashing nach peinlichem Hochgejubel der CS.

    In Wahrheit heisst das Sorgenkind C S ! Nach wie vor sehr (zu)knappes EK, letzten Stresstest vor wenigen Wochen N I C H T bestanden (!!) Vorsteuergewinn künstlich aufgebläht, usw. usw. Alles schon „vergessen“? Oder diktiert hier etwa doch ein afrikanischer Sonnenkönig Texte durch?

    Die paar Rappen Kursdifferenz sind doch Peanuts, nicht die Rede wert.

  10. Effektiv hat UBS viel mehr Workforce. Contractors machen ca. 45% der Workforce aus.Dieser Anteil ist stehtig geschtiegen. Abgebautes Personal wurde mit Externen ersetzt. Ermotti hat also mehr als 120’000 Workforce anstelle von 55’000.

  11. Hört auf, Euch die Köpfe darüber zu zerbrechen, wie die Grossbanken wieder auf die Beine kommen könnten. Den Oberen ist völlig egal, ob die Bank floriert und kundenfreundlich ist oder nicht, solange die massiv überrissenen Boni und anderen Entschädigungen weiter fliessen. Und die fliessen unabhängig davon, ob die Bank gut aufgestellt ist und den Kunden einen Nutzen bringt. Je schlechter es geht, desto höher die Boni. Warum sollen die Banker da etwas ändern. Und ist der Ruf mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

  12. Wäre gut, wenn es ein paar Job-Cuts gibt in der Finanzbranche. Es wird langsam eng am Morgen in der S-Bahn und auf der Autobahn, wir brauchen wieder Platz.

  13. Die Banken wären viel erfolgreicher, wenn sie ihren Mitarbeitern nicht so exorbitant hohe Löhne und Boni zahlen würden. Eine Sekretärin mit Jahresgehalt von chf 120’000.–, das ist doch irre oder nicht?! Oder müssen die dafür noch mehr leisten, was nicht im Vertrag steht?

    • Zu meiner Zeit als HR wurde den besonders „guten“ Assistentinnen im CSPB ein Bonus in gleicher Höhe ausbezahlt. Als ich gesagt habe, dass ich beim Lohn von 120 000 (um einiges höher als der eines HRM) eine absolut super Leistung erwarten würde, waren meine Tage bei der CS gezählt. Es war ein Selbstbedienungsladen fürs Management schon damals.

  14. Wenn der Schweizer Bevölkerung und den Bundeshausinsassen klar wird dass in der Schweiz der Immobilienmarkt durch einen Hypothekenbetrug komplett hochgehebelt ist, wirds noch düsterer werden.
    Die Hypothekarkreditverträge sind grossteils seitens des Bankenkartells nicht mit Geld gedeckt!
    Die Immobilienpreise sind nur durch virtuelle Bank-Zahlen hochgehebelt. Aber für diese Zahlen fehlt den Banken das Geld!
    Für die vereinbarten Kreditsummen fehlt den Banken grösstenteils das Geld. Es bestehen nur Zahlen-Buchungen mittels Bilanzverlängerungen.
    Deshalb stellt sich die Frage an die Banken : Wo ist das angebliche Geld gelagert das in den Kreditverträgen jeweils vereinbart wurde, und für das die Kreditnehmer quartalsweise Zinsen bezahlen?
    Finden sie es richtig, dass Kreditnehmer Zinsen bezahlen für angeblich geliehenes Geld das gar nicht existiert?
    Zinszahlungen kassieren für heisse Luft??
    Die Kreditnehmer sollen Zinsen bezahlen für Geld das nie erarbeitet wurde, sondern nur auf dem Papier (Kreditvertrag der Bank) mittels Zahleneinträgen erschwindelt wurde, durch Trickbetrügerei.

    Und wie sieht’s aus mit den Kundenguthaben?
    Nicht viel anders: Das Geld für die Kontoguthaben der Kunden fehlt allergrösstenteils. Es sind nur Zahleneinträge, für welche den Banken grösstenteils das Geld fehlt.
    Und bald sollen auch noch für dieses fehlende Geld, seitens der Bankkunden Negativzinsen bezahlt werden. Das ist Diebstahl.

    Wo sind die Bargeldreserven der Banken? Man sucht sie sozusagen vergeblich!
    Die Bankkassen sind so gut wie leer!!!! Sie reden von Geld, haben aber keines.

    Die Banken schreiben grosse Zahlen in ihren Bilanzen, aber das Geld für diese Zahlen, haben sie grösstenteils gar nicht. Reiner “Bluff“!

    Spar & Leihkasse Thun ging pleite, Berner Kantonalbank und UBS wurden gerettet. Die Luft bei den Banken ist sehr dünn! Beim nächsten Finanzcrash wird klar werden, dass die Banken Häuser finanzierten, aber kein Geld für die Finanzierung hatten.
    Das Blutbad wird unweigerlich kommen. Dann wird es Banken regelrecht zerreissen.

    Die Politik unternimmt nichts dagegen. Die interessieren sich nur noch für CO2-Steuern, und Kampfjets, etc.
    Die Bedrohung für die Bevölkerung kommt nicht vom Himmel, sondern durch die Banken und deren nächstem Finanzcrash!
    Wenn die Bevölkerung ausgenommen wird stört das nicht im Bundeshaus.

    • Kein Kredit ist mit echtem Geld gedeckt…nur der Zins ist echtes, erarbeitetes Geld. Bei allem Leid was die Allesblase verursachen wird, es ist gut so.

    • Sie wollen doch wohl nicht unser heiliges System des Fractional reserve banking anzweifeln?

    • Sie sprechen gerne von den Naivlingen im Bundeshaus. Leider haben wir es aber mit einem naiven Volk zu tun. Nicht viele kennen die Problematik des fractional banking oder die Grenzen des Wachstums. Und noch weniger wollen sich nach einem stumpfsinnigen Arbeitstag beim Feierabendbier darüber unterhalten oder aktiv für Veränderung einsetzen. Die Institütler und Manager freuts, und schon bald drehen Ihre Kinder im selben Rad weiter.

    • So ist das im Schuld-Geldsystem eben. Doch fragt man das Volk ob es ein anderes, z.B. ein Vollgeld möchte, dann ist die Antwort nein und dies obwohl der grosse Teil das System weder kennt noch versteht. Das System um was sich das ganze Leben dreht und trotzdem hinterfragen und verstehen es nur wenige. Es ist der wohl grösste Betrug in der Geschichte der Menschheit.

    • Das Schweizervolk hat die Vollgeldinitiative abgelehnt. Zwar nur weil der Bundesrat und die Banken, einschliesslich die Nationalbank, uns einredeten, dass das heutige System gut und Vollgeld gefährlich ist. Was daran gut ist, dass die Banken, einschliesslich die Nationalbanken, Geld schöpfen „what ever it takes“, und damit unsere Ersparnisse, einschliesslich unsere Renten, weginflationieren, damit Herr Spuhler mit seinen Zügen Milliarden verdienen kann, die Millionen von EU Einwanderer in der Schweiz alle schön Arbeit haben, die Hoteliers ein paar mehr ausländische Gäste haben um ihre ausländischen Mitarbeiter besser auslasten zu können, hat uns niemand gesagt, weil die Mainstreammedien es nicht wissen, geschweige dem Stimmvolk sagen wollten.

  15. Google machte 5x mehr Reingewinn als die UBS in 2018 mit 121k MA. UBS hat 70k MA. Reingewinn pro MA bei Google: 258K. Bei UBS: 86K.

    Et voila.

    • Wow, danke für diesen hervorragenden Kommentar.

      Sie arbeiten sicher als Lehrling bei einer Bank und beschweren sich, dass sie nicht so viel verdienen wie ein MD. Dieser Vergleich hinkt etwa so sehr wie ihrer zwischen Google und CS.

  16. Die ubs und die cs sind vorbei! Strategisch, rentabilitätsmässig, führungsmässig und kulturell am Ende, überall Geschwüre – es sind kranke Dinosaurier! Es gibt kein Narrativ mehr, keinen Geist – Zombies. Die Zukunft liegt in der digitalen Bank für die Masse und in der feinen Privatbank für die Vermögenden, werteorientiert, professionell und langfristig. Grösse ist in diesem Business sekundär, ja gar schädlich. Im Retailgeschäft zählt Grösse dagegen schon.

    Das aktuelle Mgmt hat nicht die Kraft und den Willen zur Veränderung – sie haben Angst und retten, was noch zu retten ist – aber nur für sich, geld und nochmals geld – ein klassischer literarischer Stoff von Aufstieg und Fall. Am Ende wird nichts mehr sein.

    • Ihr werdet nicht müde immer und immer wieder den Niedergang der Banken herbeizuschreiben. Das geht seit 2001 so….habt ihr euch schon mal überlegt, was das für die Schweizer Wirtschaft bedeuten würde? Woher nehmen dann all die KMUs ihre Kredite? Wie würde der Steuerausfall kompensiert? Anstatt Häme, Neid und Missgunst wäre etwas Weitsicht wünschenswert…

  17. black mondy ??? hab ich was verpasst….
    die cs und ubs sind nicht auf dem schlechtesten weg… stellenabbau (rohner und co.) sollte aber dringend noch folgen.

  18. Die angeschlagenen Banken, wie UBS, müssten den Aufwand für die Vergütung um mind. total 60% reduzieren. Bei UBS pro Jahr rund 3 Mrd. Das hiesse bspw. 20% der Leute entlassen und beim Rest die Vergütung um 50% kürzen. Da variable Komponente einen hohen Anteil haben, hiesse dies bspw. die Boni (v.a. der Spitzenmanager) um 80% reduzieren. Weiter muss die PK Vergütung umgehend und drastisch auf das Minimum gekürzt werden. Durch diese Massnahmen alleine müssten nicht einmal gross die Fixlöhne angepasst werden und die Kostenbasis ist um über 50% tiefer! Bei UBS bedeutet das innerhalb 3 Jahre 10 Mrd. ZUSÄTZLICH freier Cash-flow möglich. Hätte UBS das vor 10 Jahren bereits so gemacht wären das 35 Mrd. mehr in der Kasse, fast soviel wie die UBS heute wert ist. Bei CS nicht anders. Konsequenzen für diese unternehmerischen Verfehlungen?

  19. Die Industrialisierung 4.0 macht nun auch nicht vor den Banken halt. Was braucht es noch einen persönlichen Berater, wenn es genug Software auf dem Markt gibt, die ähnliches leisten können ? Zudem zeigt der neuste Trend der Smartphone Bank auf, das es auch mit einem Minimum an Personal geht. Speziell ohne eine extrem kostenintensive, aufgeblähte Teppichetage. Back to the roots, wenn man bedenkt, woher der name Bank für Geldinstitute seine Quelle hat…

  20. Die UBS insbesonderde hat riesiges Sparpotential: Bussen und die damit verbundenen Rechtskosten zu vermeiden! Hier muss endlich mal aufgeräumt werden und dazu ist der CEO + VR verantwortlich und auch fürstlich bezahlt!

    • Ermotti kriegt auch Bonus auf der Bussensumme drum ist er so fleissig.

    • @trauriges K….: Das wäre ein Novum – habe ich das richtig verstanden und welche
      Quelle sagt dies? Bitte antworten – ansonst wäre Ihr Statement ganz einfach
      „Trash“

  21. Sobald sich weltweit rumspricht wie die Banken und die Schweiz mit den Kundendaten umgehen, wird der Finanzplatz CH aussterben. Wie viele offshore Kunden wissen wie viele MROS Meldungen täglich stattfinden? Wie viele wissen dass ein blockiertes Konto jahrelang blockiert bleiben kann weil die Rechtssicherheit in diesem Land nicht mehr gewährleistet ist? Wie viele Kunden wissen dass die CH auf Verlangen aus dem Ausland alle Daten weiterleitet? Ich behaupte, dass es noch sehr wenige sind. Über Kosten gar nicht zu sprechen, ich glaube kein junger und intelligenter Mensch wird in Zukunft weiterhin bereit sein, soviel Geld für ein Konto in der CH zu bezahlen. Für was nur? Die meisten Kunden aus dem Ausland (sicher über 80% sind 0815 Kunden und brauchen keine massgeschneiderte Dienstleistungen). Die CH-er Finanzbranche kann nur noch auf Krieg hoffen.

  22. Ob das jetzt der Anfang vom Ende ist?
    Na ja könnte sein, muss jedoch NOCH NICHT.
    Auf dem Gebiet der Ökonomie inkl. des
    Geldwesens gibt es KEINE Exakt-Entwiklungs und Ablauf-Faktoren.
    ALLES spielt innerhalb von Bandbreiten, das macht die
    Sache auch so anspruchsvoll.
    Die Ursache der Hintergrund sollte klar sein, die Wirkung der Gelpumpe vor 10 jahren voll aufgedreht,
    verliert zunehmend an Wirkung. Das Meiste das die grossen Medien verzapfen ist der Blanke Unsinn von
    wegen Handelsstreit usw. Insbesondere die Kapitalmärkte haben sich in den letzten Jahrzehnten
    so etwas von nicht mehr um die Politik gekümmert.
    Die führten schon fast ein Eigenleben abgehoben vom
    Geschehen in den Niederungen der Welt und Politik.
    Bis auf weiteres, besteht zumindest NOCH kein Grund für Panik. Innzwischen sind die Notenbanken der wichtigsten Industriestaaten ausser Russland und China, sehr eng vernetzt und in stetigem Kontakt.
    Da wurde und wird solange das noch wirkt und wirken
    kann durch die ,,Hintertüre,, interviniert.
    Wie und auf welchen Wegen, grins Logo, wird NICHT an die grosse Glocke gehängt.
    Das Spiel kann man seit rund 30 Jahren beobachten, sobald eine Bandbreite X an Kursverfall eintritt, wendet sich das Blatt auf wundersame weise, die Kurse steigen wieder und das Vertrauen ist zurück.
    Wie Lange das noch funktioniert und kann, steht in den Sternen. Jedoch davon kann man ausgehen und sich darauf verlassen, das Rezept, wird bis zum absoluten geht nicht mehr ausgeschöpft.
    Das Wunschziel, bestreben hinter den Fassaden ist klar, ein 1929 soll abgewendet werden.
    Die Notenbanken geben sicher alles innerhalb ihrer Möglichkeiten und Kompetenzen.
    Erheblich bedenklicher läuft das auf der Ebene der Politik UND ganz klar auch in der breiten Wirtschaft,
    da werden laufend Dummheiten draufgesattelt, das im fatalen IRRGLAUBEN das könne bis zum St.- Nimmerleinstag sooooo weiterlaufen.
    Na ja Poltitiker und Ökonomie, vor allem die eher Linken? Bei den eher rechten Bürgerlichen,die
    Betriebsökonomie haben die ganz gut im Griff, viele
    sind ja auch direkt involviert. Mit der National oder gar Globalökonomie, na ja da gibt es halt teilweise recht umfangreiche Defizite.
    Das ganze ergänzt und übelagert von teilweise oft gegensätzlichen Lehr und Denkrichtungen.
    An den Hochschulen und teilweise auch privaten
    sog. Denk-,,Fabriken,,.

  23. Solange das Cost-Income-Ratio deutlich über 50% liegt und die Personalkosten mehr als 65% der Gesamtkosten ausmachen, MUSS man an diesem Stellrad drehen. Aber bitte zuoberst anfangen. Es kann mir niemand erzählen, dass jemand derart viel Verantwortung hat, derart viel Kann und derart gut ist, dass sich eine Total Compensation von über 2 bis 3 Mio. rechtfertigen lässt. Das ewig repetierte und ausgeleierte Argument des internationalen (Lohn-)Vergleichs hat noch kaum ein CH-Manager tatsächlich erbringen müssen.

  24. Zur Erinnerung:
    Mit dem Beinahe-Kollaps der UBS ging viel Vertrauen in den
    Finanzplatz Schweiz verloren.
    Dazu kam der Steuerkrieg mit den USA, ausgelöst durch UBS-Deppen.
    Die aktuelle Situation ist die Nachwirkung dieser Ereignisse.

    • Gehören da nicht auch noch “Bundeshaus-Deppen“ dazu?

      Wird man in der Schweiz schon bald wieder lernen, wie man Kartoffeln anpflanzen muss?

  25. Die Schweizer Banken haben es sehr weit gebracht.
    Lasst die Finger von diesen Banken, kein Bankgeheimnis, keine Sicherheit, zu teuer, arrogant und miserabler Service.

  26. Die Schweizer Banken, verjagen seit Jahren, vermögende EU-Kunden mit diskrimminierenden Massnahmen. Dabei stellt sich oft die Frage, was heisst schon Vermögen? Das Vermögen in der Schweiz und im EU-Raum, oder sonstwo? Der Schweizer Banker kann immer nur einen kleinen Ausschnitt sichten. Was oft, als nicht so vermögend angesehen wird, ist in Wahrheit äusserst vermögend – aber da, schaltet oft das Kleinhirn vieler Schweizer Banker aus. Nachdem nahezu alle,Schweiz-Anleger aus der EU ihrem Wohnsitzfinanzamt bekannt sind, wurden diese auch aktiver und damit mündiger. Jetzt hat die Banken-Welt der Schweiz, ein ernstes Steuerehrlichkeits-Problem.

  27. Die UBS könnte sofort sehr viel Geld sparen, wenn sie endlich den US-Teil abstossen würden. Seit Jahren defizitär und Saläre in astronomischer Höhe.

    • Da können Sie noch lange warten. Es sind da noch erkleckliche Beträge von Goodwill in der UBS Bilanz vorhanden, die alle aus dem Erwerb ihrer miesen US-Finanzhäuser stammen. Dieser Goodwill müsste bei einem Verkauf des US-Geschäftes abgeschrieben werden. Kein gutes Zeichen für die Erfolgsrechnung der UBS und mit der jetzigen Börsenkrise ist der Wert dieses US-Geschäftes sowieso kleiner als vorher.
      Ein Ende mit Schrecken des US-Geschäfts der UBS findet erst nach der Auszahlung der erneuten Spitzen-Boni für 2019 von den obersten Herren der UBS statt und nicht vorher.
      Früher wurde von uns Laien hier in den Kommentar-Spalten der Verkauf des US-Geschäfts der UBS gefordert, solange die US-Börse gut läuft. Nichts ist geschehen seitens dieser superklugen UBS-Chefs. Darum müssen sie auch für ihre weise Voraussicht fürstlich bezahlt werden. Schweizer Banker haben alle das Ackermann-Syndrom, USA, USA, USA und nochmals USA.
      Dabei haben alle diese laienhaften Wiener Banker ins Geschäft der osteuropäischen EU-Länder investiert, was zuerst auch Verluste einbrachte, aber wenigstens langfristig hat es sich gelohnt. Und was machen diese für uns dämmlichen Italiener, wie die Unicredit. Sie quersubventionieren ihr hausgemachtes Italien-Geschäft mit ihrem Osteuropa-Geschäft!
      Wie erging es dem Ringier Verlag in den USA, enorme Verluste, aber wenigstens einen Teil haben sie in EU-Osteuropa wieder eingeholt. Aber es ist für uns Schweizer sicher wie das Amen in der Kirche. Die EU (und besonders EU-Osteuropa) ist eine Wüste und die USA ist das Schlaraffenland, man muss nur superteure Amerikaner anstellen, die bringen für uns enormen Gewinn im Schlaf.

  28. Soll keiner sagen Sie wurden nicht gewarnt. Ich hoffe das macht spätestens hier Klick und jeder hat a) ausreichend bei Seite gelegt, um sich bei Durststrecken über Wasser zu halten und b) seine Fixkosten nicht mit seinem Gehalt jährlich in die Höhe geschraubt.

  29. Als ehemaliger Private Banker ist mir der Wechsel ohne Positions- oder Lohneinbussen in einen anderen Bereich der Finanzbereich gelungen. Jedoch habe ich mir bereits im Jahr 2014! darüber Gedanken gemacht, denn dieses genaue Szenario des Stellenabbaus wahr nicht illusorisch sondern eine Tatsache die irgendwann mal kommen würde. Wer über all die Jahre sich nicht Gedanken gemacht hat was er/sie nach einer möglichen Kündigung machen wird, hat schlichtweg grobfahrlässig gehandelt. Es ist mir bewusst das nicht jeder denn Mut und die Kraft (und vielleicht auch nicht das Alter) dazu hat um sowas zu bewerkstellen. Aber ich bin auch ü40 mit Familie. Ich bin ein grosses Risiko eingengangen und hatte aber auch Glück. Insofern, für diejenigen die sich noch keine Gedanken gemacht haben, bitte jetzt aus der Komfortzone rauskommen und schauen wie man noch die nächsten 10 -20 Jahre meistern kann.

    • Danke für Ihren Beitrag. Das nächste Mal bitte ein bisschen mehr Sorgfalt bei der Rechtschreibung!

    • Das sind genau die Worte eines überheblichen Private Bankers der gar nichts begriffen hat. Die Position kann hier nicht wirklich hoch gewesen sein – bei dieser katastrophalen Rechtschreibung!

    • Entschuldigen Sie die fehlenden Kommas, und das „n“ zu viel bei „denn Mut“. Zu schnell geschrieben. Sollten Sie weitere Fehler gefunden haben, bin ich natürlich um jeden Hinweis sehr dankbar. Schliesslich hört man nie auf zu lernen.

    • An Ui ui ui eine weitere Frage: Was soll ich nicht begriffen haben? Und weshalb soll ich überheblich sein? Im Gegensatz zu Anderen in der Branche habe ich immer versucht bodenständig zu bleiben, um auch in schlechteren Zeiten gut da stehen zu können und weiterhin einen guten Lebenstil zu halten. Fahre keinen Porsche und verkehre nicht immer in der Möchtegern Schickeria und trotzdem wurde ich als Private Banker von meinen Kunden sehr geschätzt. Ich freue mich auf Ihre Erklärung.

  30. Stellenabbau = leider ja. Bei UBS 10k. Bei CS 5k.
    Und vor allem in jenen Bereichen, wo Jahreskosten über 250k pro MA.
    Alternativ:
    Massive Boni Kürzungen und Salärreduktion um 20 %.

    • Bonus gehört abgeschafft! Was soll das eigentlich! Durch das Jahressalär erwarte ich von meinen Mitarbeitern eine super Leistung!

    • Ganz logisch … warum soll mann bei den Banken 2 * so viel gehalt bekommen als bei anderen Firmen ?
      Zuerst mal zeigen dass die Leistung geliefert wird.

    • Bonis sind im Private Banking überflüssig. Die werden vom zufriedenen Kunden bezahlt, wenn die Performance stimmt und der Service excellent ist. So ähnlich wie im Restaurant.

  31. Ich würde einmal versuchen die Teppichetage nach Indien auszulagern. Damit liesse sich schon mal ein enormer Batzen an Geld sparen. Dann könnte man mal versuchen mit „Weniger ist mehr“ auf allen Ebenen, auch da liesse sich viel Geld sparen. Dann kann man dann weiter sehen.

  32. In der Schweiz haben die Banken kräftig Personal abgebaut, diese dann teilweise mit Indern aufgefüllt. Zudem wurde in Polen und Indien Tausende Stellen geschaffen. Was haben diese Leute mit „Schweizer“ Banking zu tun? Nichts. Diese Sogenannten Manager sollte man alle zu Teufel jagen. Sie haben ihr Geschäft nicht im Griff. Das einzige was ihnen einfällt, sind Kosten sparen. Jeder der noch bei diesen Banken ein Konto hat, lässt sich abzocken. In den Banken gibt keinerlei Gedanken, wie eine Bank in Zukunft aussehen soll. Ein Gehaltskonto kann man auch bei Google, der Telefongesellschaft, der Kreditkartenfirma, oder bei einer Internetbank haben. Kredite erhalte ich kostengünstiger ausserhalb der Banken. Statt Kunden zu locken, werden diese mit unverschämten Gebühren verprellt.

    • Und genau wegen solchen Sachen bin ich den Schweizer Banken auch nicht mehr treu. Konto dort, wo es am günstigsten ist und die beste Gegenleistung gibt! „Schweizer Banken“ selber schuld!

  33. Wird sicherlicher nicht bei den immens wichtigen Risk Takern gespart.
    Schade um die ehemals tollen Schweizer Banken. Aber andere Länder machen heute vor wie Banking im 21. Jahrhundert geht. Weg vom Elitestatus und hin zum reinen Dienstleistungsbetrieb.

    • Ja, Elite-Job war einmal. In anderen Ländern sind Bankenjobs sogar Jobs mit schlechtem Image und mieser Bezahlung, so z. B. in Georgien oder Ukraine.

  34. Black Monday? Die Aktien Märkte in Europa haben gestern rund 2% nachgegeben. Leicht übertriebene Aussage. Wie ist die Schlagzeile, wenn die Märkte mal deutlich einbrechen? Weltuntergang??
    Wenn ich den Himmel grade anschaue, ist es übrigens eher ein Black Tuesday.

    • Mit einem Mehrjahrestief von CHF 10.60 war UBS auch heute wieder (temporärer) Träger der roten SMI-Laterne. Extrapoliert man den beschleunigten Kurszerfall seit dem Paris- und Bundesgerichtsurteil in die Zukunft, wird das Trio Weber, Ermotti und Diethelm das Rekordtief von CHF 8.57 vom 9. März 2009 in absehbarer Zeit vermutlich auch noch schaffen. Damals musste die Bank vom Steuerzahler gerettet werden. Was könnte morgen passieren?

  35. Ich dachte der grosse thiam hätte turnaround verkündet. Dabei sind ja diese Aktien effiziente und veritable Geldvernichtungsmaschinen. Gut, dass ich anders investiert habe, mein Portfolio liegt bei +20.23 Prozent, seit Anfang des Jahres (nach Abzug der Gebuehren und Steuern) . Im Vorjahr waren es immerhin 15.91 Prozent. Habe aber keine Ahnung ob das gut oder schlecht ist

    • @ Rutschbahn

      Für den Konkursverwalter dürfte es wahrscheinlich noch etwas zu früh sein.
      Vielleicht wird dann beim Kursstand von CHF 5.- eine Kapitalerhöhung beantragt werden, um wenigstens die Bonis der Pennystock-Geschäftsleitung nochmals abzusichern. Etwas später könnte dann vielleicht das “Bail-in-Fallbeil“ die Kontoguthaben abschleifen. Es kommen interessante Zeiten.
      Vielleicht mit “short“ in Deckung gehen!