Rentner auf Barrikaden

Minuszins zerstört Vorsorge – Alte+Sparer schluckens – Kriechen SNB und Export auf Leim: Es gebe null Alternative – Wirklich?

Wäre die Schweizerische Nationalbank ein Pharma-Konzern und hätte eine Pille entwickelt, die gegen zwei spezifische Krankheiten wirkt, aber dafür von allen geschluckt werden muss, wobei die Nebenwirkungen für wohl 99 Prozent der Bevölkerung äusserst schädlich wären:

Würden wir dann der zwangsweisen Abgabe dieser Pille zustimmen?

Wohl eher nicht. Nur: Wir alle müssen eine solche Pille schlucken. Aber mitzubestimmen haben wir nichts.

Dabei sind die Nebenwirkungen fatal. Für alle Sparer, Rentenanwärter und zukünftige Rentner. Für einen heute 30-Jährigen ist diese Pille eigentlich tödlich, was seine Altersversorgung durch AHV und Pensionskasse betrifft.

Warum schlucken wir sie dann? Still, uns ins Schicksal fügend, wie Lämmer, die zur Schlachtbank geführt werden. Um welche Pille geht es, wer verabreicht sie, und warum wehren wir uns nicht?

Immer, wenn zu befürchten steht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins noch weiter absenken wird, gar noch mehr Schuldpapiere, wenn noch welche übrig sind, in ihrer Währung aufkaufen wird, geht in der Schweiz das Gejammer los.

Swissmem, die Lobby-Truppe der Schweizer Maschinenindustrie, sieht mal wieder „Anlass zur Sorge“. Auftragsrückgang, man wolle keine Subventionen, aber Schutz, her mit dem Rahmenvertrag, und denkt an die Arbeitsplätze. Mit beiden Händen greift der Verband in die Jammer-Harfe.

Und im Diskant meldet sich die nächste Lobby zu Wort. Schweiz Tourismus warnt auch laut, allerdings vor vielem. Vor Burka-Verboten, Over-Tourismus und gleichzeitig vor weniger Tourismus. Diese Kakophonie schrillt in den Ohren – und wird in Bern gehört.

Fröhlich lächelnd stellt SNB-Präsident Thomas Jordan die neue Hunderternote vor, weist auf ihre einfach erkennbaren Sicherheitsmerkmale hin und möchte weise nicht ausschliessen, dass es dereinst auch eine weitere, neue Serie geben könnte.

Aber bei all diesem Gewese um den Abschluss einer neuen Banknotenserie geht wieder einmal vergessen, dass die Schweizer mit ihrer SNB ein ganz anderes Problem haben. Nämlich das Problem, dass die Aufbewahrung von Vermögen in Form von Bargeld gewinnbringender ist als seine Anlage.

Dieser absurde Zustand existiert seit 5 Jahren, seit der schlagartigen Aufgabe der Untergrenze zum Euro und der gleichzeitigen Einführung des Negativzinses von 0,75 Prozent. Und so kommt alles Schlechte zusammen.

Die Untergrenze war eingeführt worden, weil alles andere noch viel schlimmer gewesen wäre. Die Negativzinsen wurden eingeführt, weil alles andere noch viel schlimmer gewesen wäre. Deshalb sind die Negativzinsen alternativlos. Sagt Jordan.

Wachstumseinbruch, noch tiefere Inflation, höhere Arbeitslosigkeit wäre die Alternative zum Negativzins, wird Jordan nicht müde zu betonen. Globales Umfeld, Kredite werden billiger, Konjunktur, Zinsdifferenz zum Euro als wichtigstem Exportwährungsraum, sagt Jordan. Also alles alternativlos, alles gut?

Nichts ist gut. Nicht einmal die behauptete tiefe Inflation. Denn die wird mit einem absurden Warenkorb gemessen, der gewaltige Ausgabenblöcke wie Krankenkassenprämien oder Immobilienpreise nicht enthält. Das Thema kann man also zumindest vergessen. Und die Schweiz als Exportnation, überlebenswichtig abhängig davon?

Da singt das Duo Maschinenindustrie und Tourismus aus voller Kehle, wie furchtbar ein Wertzuwachs des Frankens im Vergleich zum Euro wäre. Und alle exportorientierten Unternehmen applaudieren, denn wieso Hilfe zurückweisen. Auch das unterliegt einem Grundlagenirrtum

Nicht der Franken tendiert nach oben, der Euro geht nach unten. Das ist kein semantischer, sondern ein fundamentaler Unterschied. Denn die kleine SNB kann den Kampf mit der grossen EZB und dem noch grösseren US-FED, wer kriegt seine Währung schneller runter, niemals gewinnen.

Die Warnungen vor schlimmen Folgen und Untergang bei einer Frankenaufwertung sind zudem schlichtweg falsch. Die Schweiz eilt von einem Leistungsbilanzüberschuss zum nächsten. Seit Jahren. In Relation zur Wirtschaftskraft gesetzt ist die Schweiz auch da Weltmeister, nicht etwa Deutschland.

Sie ist es auch, wenn wieder lautstark vor der Gefahr einer Frankenaufwertung gewarnt wird. Lautstark? Von allen Exporteuren, von allen Unternehmen, die an der Wertschöpfung, an der Steigerung des BIP beteiligt sind?

Nein, jammern tut die Maschinenindustrie, die laut eigenen Angaben einen Anteil von 7,3 Prozent am BIP hat. Jammern tut auch Schweiz Tourismus, mit einem Anteil von 2,6 Prozent am BIP, wobei unter den ersten vier Touristengruppen auf Platz eins Schweizer stehen, wenn man die Logiernächte als Basis nimmt, gefolgt von Euro-Deutschen und dann Chinesen und Briten. Also ist der Anteil von Euro-Touristen sehr überschaubar.

Nicht nichts. Also gilt: Hätte deren Heimatschutz durch eine künstliche Niedrigbewertung des Frankens durch die SNB keine negativen Auswirkungen, könnte man sie weiterhin Devisengebirge bis zur Billionengrenze anhäufen und Negativzinsen bis zum zweistelligen Bereich beschliessen lassen.

In Wirklichkeit ist es aber so: Weil diese beiden Gruppen von Partikulärinteressen effiziente, gut geölte und finanziell wohlbestückte Lobbytruppen haben, die bei Parlamentariern, dem Bundesrat, in allen Vorzimmern der Macht, in den Medien das Lied vom Tod spielen, sollte der Franken steigen, singt selbst SNB-Präsident Jordan mit.

Und in der Öffentlichkeit hat sich in die Hirne eingebrannt: Negativzins schlecht, aber alles andere noch viel schlechter, und ein Wertzuwachs des Frankens ganz, ganz schlecht, böse, pfui, schrecklich.

Aber wie sollen denn unter diesen Bedingungen die AHV mit ihrem Umlageverfahren und die Pensionskassen mit ihrem Kapitalansparverfahren weiter funktionieren? Darauf lautet die Antwort, gerne auch verklausuliert und verkompliziert: Öhm. Dann: Hoffentlich sind wir dann schon alle tot.

Sind wir aber nicht, dank zunehmender Lebenserwartung. Also liegen die Fakten auf dem Tisch: Mit einer Heimatschutzmassnahme für zwei Partikularinteressen werden faktisch alle Schweizer geschädigt. Massiv beim Sparen und bei der Altersvorsorge, von weiteren schädlichen Nebenwirkungen des Negativzinses ganz zu schweigen.

Wäre alles andere wirklich noch schlimmer, dieser Schaden daher alternativlos? Da herrscht der Konjunktiv. Wir wissen es nicht.

Aber man kann Vermutungen anstellen. Man kann als gesicherte Tatsache festhalten, dass seit der Aufhebung der festen Wechselkurse und seit der Existenz der Fehlgeburt Euro beide Währungen im Vergleich zum Franken gewaltig an Wert verloren haben. Aber trotz allen Unkenrufen geht es der Schweiz weiterhin blendend.

Es gibt andere Länder in kleinen Währungsräumen, die stabil und vertrauenswürdig sind – aber keinen Negativzins kennen. Wäre also die Abkoppelung des Schweizer Zinsniveaus vom verbrecherisch tiefen im Euroraum ein Weltuntergang?

Sicher nicht. Sicher würde die Schweizer Maschinenindustrie quietschen und knirschen. Aber war es nicht immer so, in der jüngeren Vergangenheit, dass traditionelle Industriezweige in der Schweiz, unter Heulen und Zähneklappern, aber notwendigerweise entweder verschwanden oder sich neue Nischen suchten, wie die Textilindustrie?

Natürlich ist es für die Betroffenen immer bitter, wenn ein Industriezweig die Schraube macht. Aber die Abfederung dieser Auswirkungen, diese These sei gewagt, würde garantiert weniger Schaden anrichten als der Negativzins und das drittgrösste Devisenpolster weltweit.

Wenn wir uns bis hierher einig sind, kommen wir zur einleitenden Frage zurück: Warum vertreten Sparer und Rentner und Rentenanwärter ihre Interessen nicht so offensiv wie andere Lobbygruppen?

Grund für Rentnerrandale gäbe es genug, auch für zivilisiertere Formen des Protests. Wie soll der Rentner auf die Barrikaden steigen, fragte ein Kommentator. Gute Frage. Gute Antwort: keine Ahnung. Bessere Antwort: so wie bei allen anderen Protestbewegungen auch. Wie bei den Gelbwesten, der 5-Sterne-Bewegung, der République en Marche.

Zuerst war da nichts. Dann war grosses Gelächter bei den etablierten Kräften und ihren Helfershelfern.

Und dann begann das Heulen und Zähneklappern bei den Lobbygruppen, die bislang das Feld der Entscheidungen beherrschten. Ist also machbar, Herr Nachbar. Alle Räder stehen still, wenn es der Rentner will. Nicht nur „Rent a Rentner“, sondern auch „Rentner für Randale“. Oder so.

Kommentare

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  1. Guter Artikel.

    Es geht natürlich nicht „nur“ um die Partikularinteressen von zwei Grosslobbyisten – nein, es geht hinter den Kulissen bei Banken und Zentralbanken um die Hinauszögerung des Kollapses des Fiat-Geldsystems aller wichtigen Weltwährungen – autsch!

    Gefragt sind reale Werte – raus aus allen Fiat-Währungen, auch CHF.

    Eine Möglichkeit ist die private Energiewende:
    https://de.climatestrike.ch/wiki/Call_to_action

    • @Paolo

      Ihr zitierter Artikel ist leider voller Fehler. Ich hatte mir mal die Mühe gemacht, ein paar Korrekturen anzubringen, welche aber sofort wieder rückgängig gemacht wurden.

      Der Steuersatz hängt vom Kanton und von der zu entnehmenden Geldbetrag ab.

      Eine Rendite von 60% wäre der Hammer.

      Wer so etwas hinbekommt, muss keine Artikel schreiben, sondern liegt in der Hängematte und trinkt den ganzen Tag Campari-O!

      Hier mal die Textstelle:

      So wird’s gemacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
      Entnehme im Rahmen einer Eigenheim-Renovation oder Heizungs-Erneuerung mit Hilfe der erlaubten, privaten Wohneigentumsförderung (WEF) Kapital aus der mit ca. 40% steuerlich privilegierten Pensionskasse (Säule 2, Pensionskasse, PK) oder der privaten Vorsorge (Säule 3a).
      Dieses Kapital muss zu einem reduzierten Steuersatz von ca. 7% versteuert werden.
      Den real erzielten Gewinn anschliessend einsetzen für anstehende sinnvolle Investitionen, wie z.B. für eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach, Solarthermie, Erd- oder Luft-Wärmepumpe, Verbesserung der Gebäude-Dämmung oder Gebäude-Ausbau bis Minergie-Standard A.
      Diese Investitionen sind erneut als Renovationen in einer selbstbewohnten Liegenschaft steuerlich privilegiert abzugsberechtigt.
      Die dabei realisierte Gesamt-Rendite beträgt innert zwei Jahren schnell über 60% !

  2. Das Problem ist der Kapitalismus selbst. Geld ist eine Illusion. Zinsen sogar noch mehr. Das Ganze wirkt wie eine massive Umverteilungsmaschine von umten nach oben. Das ging solange gut wie Arbeit gut entlöhnt war (in der Schweiz ist sie es noch, global betrachtet allerdings… ) denn mit der Arbeit hatte auch der Mittellose etwas in der Tasche. Nun da Arbeit nichts mehr wert ist (ich sprwche von global, nicht national) ist die Umverteilung mehrheitlich abgeschlossen umd die Oberschicht steht vor dem Problem von dem schon Marx und Kant wussten: Haben die Armen nichts mehr, haben die Reichen keine Kunden mehr. Bisher konnten wir dieses Dilemma mit steigender Staatsverschuldung (global) ausgleichen. Jetzt wo diese Methode dem Ende nahe ist fängt der Kapitalismus an zu bröckeln. 60% der Amerikaner können sich keine angemessene Gesundheitsversorgung leisten und wären folglich mit dem Sozialismus besser gefahren. Dabei haben wir das Thema Altenpflege noch gar nicht angesprochen. Ich wundere mich wie es weiter geht. Wird die Oberschicht Barmherzigkeit zeigen und einen globalen Schuldenschnitt durchführen, durch ein BGE alles lösen, werden wir uns weiter durchwursteln oder kommt ein neues Finanzsystem?

  3. Der Kardinalsfehler ist, die helvetische Altersvorsorge den internationalen Finanzmärkten auszuliefern.

    Die aktuelle Situation ist der schlagende Beweis dafür, dass die 2. Säule eine Fehlkonstruktion ist. Und nein, die Lage wird sich nicht wieder „normalisieren“, was auch immer bislang „normal“ gewesen sein soll, es ist es nicht mehr.

    Je schneller wir also die Umstände akzeptieren und das Problem grundsätzlich anpacken desto besser. Die Jammerei über die phöse phöse Nationalbank ist langweilig und genauso so phantasielos wie die ständige Erhöhung der AHV- und BVG-Beiträge, weil man darüberhinaus keinerlei Idee hat. Pretend and extend. Mehr desselben, irgendwann wird’s hoffentlich wieder wie früher.

    Nein, wird es nicht.

    Der Bund soll der SNB 100-jährige Bonds verkaufen und damit die Altersvorsorge finanzieren. Macht meinetwegen eine dritte Spalte in der Buchhaltung, schreibt „Inert“ drüber, und kein Mensch wird’s je interessieren, solange die Teuerung einigermassen in Schach gehalten wird.

    Jawohl, Renten aus der Notenpresse – zumindest teilweise. Das wäre echtes „trickle down“ und der Franken würde ebenfalls geschwächt.

    Mit dem Unterschied, dass alle etwas davon hätten – die Binnenwirtschaft, die Exporteure und der Tourismus.

    Denn in einem Punkt hat der grundverwirrte Dokter recht: Dass die SNB die Milliarden ins Ausland trägt, ist hanebüchen.

  4. Jedes Export orientierte Land möchte eine schwache Währung haben. Nur? Ist eine schwache Währung ein Zeichen für Stärke? Wenn ausländische Investoren Schweizer Staatsanleihen kaufen bei minus 1 Prozent Rendite ist der Beweggrund nicht die Rendite, sondern die Sicherheit. Sind wir doch stolz, dass unsere Währung so gefragt ist und das wir als kleines, wirtschaftlich unbedeutendes Land trotzdem so viel Vertrauen geniessen. Bezüglich EZB teile ich die Meinung von Herr Zeyer. Sie hat das Schlamassel ausgelöst und alle mit in den Dreck gezogen. Ein Retour wird es kaum geben und da die globale Wirtschaft sich in einer Deflation befindet, wird alles nur noch schlimmer. Deflation ist das grösste Übel. Sie lässt die Schulden steigen, vernichtet Arbeitsplätze und wird am Ende für grosse Unruhen bis hin zu Krieg führen. Das sind die Auswüchse der unkontrollierten Globalisierung. Die Preise werden wohl noch weiter fallen und die Probleme weiter verschärfen. Siehe Amazon, Alibaba und Co. Das ist ein Giftcocktail hoch drei.

  5. Gerade habe ich den Artikel in der NZZ zum Thema die Schweiz und der Holocaust gelesen. Ich mag mich an ein Bild aus dem Geschichtsunterricht erinnern, wo ein schweizer Seniorenpaar voellig veramt am Tisch bei einer Heimarbeit sitzt um damit ein paar Rappen zu verdienen. Das Bild wurde vor rund hundert Jahren gemacht. Dann kam der 2 Weltkrieg und die Schweizer profitierten von Kriegsverbrechern und der in grosser Not Verfolgten. Ein neues Geschaeftsmodell eroeffnete sich fuer die Schweiz, mit Nummernkonten prostituierte sich die Schweiz an Diktatoren, Kriegsverbrechern etc. Die meisten Schweizer und Schweizerinnen haben das mitgemacht! Ist doch keine Frage, warum diese ausgesogen werden? Hatte Jordan doch mal einen groesseren Trade geplant und seiner Frau noch schell einen Tipp gegeben, sie machte dann schnell mal irgendwelche 100k+ Gewinn, das wurde zwar in der Presse diskutiert, Konsequenzen aber Fehlanzeige, da sagt doch niemand etwas. Die Krankenkassengebuehren sind horrend, damit werden sogar Luxuskliniken und deren Luxuspatienten finanziert. Mit der Zwangsabgabe fuer Radio und TV wird das gesamte SRG finanziert, nicht nur die wichtigen Informationen zu Politik, Wirtschaft und Zusammenleben, sondern voellig verbloedete Sendungen in Kindergartensprache und dies auf ca. 17 Sendern! Ebenso z.B. die Uebertragungsrechte fuer eine Oscar-Uebertragung von rund 1.2 Mio Franken. Das finden die Schweizer toll! Es sind Zahler! Logisch schleppt Mme Ex BR Calmy eine Mio. Franken in den Nahen Osten Loesegeld. Das Problem der Verantwortlichen Schweizer Politik und Wirtschaft ist aber, dass sie nicht erkennen, dass diese am Volk keine Wirtschaftseinnahmen sind, die Schweiz saugt sich naemlich selber aus, und ich persoenlich glaube, dass, wie sich die Geschichte wiederholt, bald auch wieder solche Bilder wie dieses des verarmten schweizer Ehepaars wiederholen werden.

    • Meiner Treu, Jordan mit Hildebrand verwechseln, nicht mitgekriegt, dass dieser zurücktreten musste, aber sonst alles schwer im Griff haben und hier halsen.

  6. Eine Bank verdiente früher im Kreditgeschäft an der Aktivmarge (Kreditzins > Leitzins) und im Einlagengeschäft an der Passivmarge (Einlagenzins < Leitzins).

    Da heute der Leitzins im Eurosystem des wirtschaftlichen Niedergangs langjährig und wohl zukünftig bei 0% liegt und die Bank die Einlagen ihrer Kunden mit 0% verzinsen (bei Minuszinsen würden die meisten ihre Guthaben abziehen) kann eine Bank heute kaum noch an der Passivmarge verdienen und wird ihrerseits von der EZB mit Negativzinsen belastet, wenn sie dort Einlagen unterhält.

    Insofern weisen europäische Bankaktien während der vergangenen 10 Jahre vielfach Wertverluste von 90% und mehr auf, während Bankaktien in Staaten mit positiven Leitzinsen, die auch nicht von der amerikanischen Hypothekenkrise betroffen waren wie in Kanada und Australien (sehen Sie selbst nach sowie nach den Konditionen für Einlagen bei den Banken dort) durchwegs über ihren im Jahr 2007 erreichten vorläufigen Höchstständen notieren.

    Dies alles betrifft die Jungen mehr als die Alten, da die junge Generation von Anfang an im Gegensatz zur älteren Generation auf deren Altersversorgung keine Guthabenzinsen mehr erhält, die Älteren ihre Immobilien heute zu Blasenhöchstpreisen an Jüngere verkaufen und wirtschaftliche Probleme von Banken aufgrund allem Vorgenannten zu Lebzeiten der heute jungen Generation eintreten werden, während die Verursacher der Null- und Niedrigzinspolitik dann nicht mehr unter den Lebenden weilen.

  7. Eine persönliche Frage an den Autor: In welchem Alter gedenken Sie in Rente zu gehen?
    Herr Zeyer wird bald seinen 64. Geburtstag feiern. Es wäre interessant zu wissen wie sich Herr Zeyers Meinung zum Thema nach seiner Pensionierung verändern wird.

    Die SNB agiert nach altbekanntem Motto: „Geteiltes Leid ist halt immer noch halbes Leid“. Die SNB hat aber immer grössere Mühe überhaupt noch Devisenverkäufer zu finden, die ihr für das Guthaben auf dem Girokonto der SNB auch noch einen immer grösser werdenden Negativzins zahlen. Die grösste Devisenverkäuferin der SNB – die UBS vertreten durch die Herren Ermotti und Weber machen da nicht mehr mit.
    Die SNB kann nicht mehr von ihrem Kurs (Devisenmarktinterventionen und Negativzins) abweichen da sie sonst ihre Glaubwürdigkeit verlieren würde. Die SNB wäre dann operationell in ihren Handlungen eingeschränkt. Die SNB hat das aber schon selber erkannt (siehe dazu die Frage Antwort Sektion auf ihrer Website). Die SNB leistet in diesem Spiel den höchsten Wetteinsatz: das Vertrauen in den Schweizer Franken.

    Im Schlucken sind die Schweizer Weltmeister. Da wird sich kaum ein künftiger Rentner erheben und protestieren. Das gehört sich hier nicht. Schon gar nicht wird ein bestehender Rentner aufstehen. Denn noch immer gilt das Motto „man ist sich selbst der Nächste“ und „nach mir die Sintflut“. Ob sich das jemals ändern wird? Ich kann es Ihnen sagen sobald ich an der Reihe bin.

    • Persönliche Antwort: Keine Ahnung, aber sicher nicht mit 65. Als Selbstständiger kann ich das glücklicherweise selber bestimmen.

  8. Guter Artikel. Auch endlich mal jemand, der die Inflationsmessung mit dem Stuss-Warenkorb vorführt. – Wir haben in Tat und Wahrheit eine gehörige Inflation… – Hilfe, die Löhne müssten bei korrekter/sinnvoller Messung angepasst werden…! (= noch mehr Inflation).

  9. Sehr guter Artikel, Herr Zeyer.

    Bei einem starken Franken können die exportierenden Firmen in der Schweiz die zur Herstellung benötigten Güter und Rohwaren im Ausland dafür günstiger einkaufen.

    Etwas verstehe ich nicht:
    Weshalb legen die Banken deren überschüssige Liquidität über Nacht bei der SNB mit Negativzinsen an? Warum können die Banken die Liquidität nicht bei sich selber halten, anstatt bei der SNB noch dafür Negativzinsen zahlen? Gibt es ein Gesetz dafür?
    Danke für eine fachliche Antwort.

    • Ja, gibt es. Und ja, müssen sie. Das sind die sogenannten Sichtguthaben und Bestandteil der Banklizenz. Ist pro Bank unterschiedlich viel.

  10. Ich finde den Artikel gut und richtig. Weshalb haben wir eine eigene Währung, wenn uns diese im Inland zum Spielball von Partikularintressen und im Ausland zu Banta-Futter macht?

    Ein hoher Schweizerfranken würde die Importe und damit unser aller Lebenskosten stark senken. Ein hoher Schweizerfranken würde Anlagen in unserer Währung lukrativ und renditestärker machen. Das brauchen wir für AHV und das Schneeballsystem BVG.

    • Wusste gar nicht, das es das Schneeballsystem BVG gibt! Ich bekomme meine zu einem grossen Teil mitfinanzierte Rente jedenfalls pünktlich, von Schneeballsystem keine Rede!

    • Lieber René,

      ich gratuliere auf diesem Wege, da ich sonst keinen Zugang finde. Recht haben, heisst nicht recht bekommen. Eine alte Regel. Sicher werden nun die Minuszinsen nochmals gesteigert. Als Aktionär freut mich das, als Bürger mit sozialer Verantwortung finde ich richtig, was Du beschreibst.
      Auch Dein NZZ-Artikel vom letzten Samstag ist Klasse. Vielleicht bist Du ein wenig aus der Zeit gefallen,aber das geschieht vielen.

  11. Als Rentner mit Immobilie und kleinem Vermögen zahle ich 35% Steuern.Ich gehöre zu den 9%, die ihre eigene AHV dank hohem Einkommen selbst finanziert haben.Plus die AHV der Eltern. Wer gut verdient zahlt in die AHV soviel oder mehr, wie ein einzelner Rentner als Rente erhält.Also müssen die Beiträge (auch die Mindestbeiträge) für alle hinauf und die Deckelung muss abgeschafft werden.Die Deckelung gibt es nur in der Schweiz.Darüber also über den realen Kommunismus hier, wird beharrlich geschwiegen.Die Kaderverbände sind eben auch rot und täuschen ihre eigenen Mitglieder.Und die lassen sich das bieten.

    • Was denken Sie denn woher der Name „Sozialversicherung“ kommt? Gutverdiener sollen ruhig in die Pflicht genommen werden, nicht jeder hat die Chance sich auf Kosten seiner Angestellten zu bereichern. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Risiko….

    • Immerhin haben Sie damit die Gewissheit in der Schweiz keine greisen Obdachlose in den Strassen vorzufinden, wie es im sozialen Frankreich und in London vorkommt und in den US-Großstädten üblich ist. Diese könnte leicht auch in der Schweiz geschehen mit unserer sehr unterschiedlichen Vermögensverteilung und bei den Einkommen ist es auch nicht soviel besser.

    • Das stimmt nicht, da durch Einzahlung in die PK mit Steuerabzüge von 25% der Löhne bis 850’000 Franken, fast die gesamten AHV-Beiträge kompensiert werden.

      In Deutschland zahlen die Reiche höhere Beiträge in die Krankenkassen.

    • @groeg

      Wow. Sie haben ein stolzes Einkommen. Sie bezahlen fast den maximalen Steuersatz (40%) & den AHV-Beitrag von 10%* & 1%* ALV haben in Ihrem Fall ebenfalls Steuercharakter**:46% Abgaben. Das ist echt viel.

      Wir müssen aufpassen, dass wir unser Solidaritätssystem nicht noch mehr strapazieren mit Steuern und Abgaben. Die Steuerzahler sind mobil, die Sozialhilfeempfänger – eher weniger.

      (*Arbeitgeber rechnen mit Lohnvollkosten (Arbeitgeberbeiträge + Bruttolohn), Sozialabgaben werden also grundsätzlich vom Arbeitnehmer bezahlt, weil ansonsten der Bruttolohn höher wäre.
      ** Abgabe proportional zum Lohn ohne Gegenleistung, weil die AHV eben nach oben gedeckelt ist)

    • Quantitative easing bedeutet die Zentralbank druckt Geld gegen die in der betreffenden Region bestehenden Wirtschaftsmisere.
      Diese Misere existiert in der Schweiz nicht.
      Deshalb betreibt die SNB ein sehr spezielles QE: sie verwendet die Produktion von harten Franken zur Unterstützung notleidender US-Aktienkurse oder heruntergekommener Eurostaaten.
      Das schweizerische QE ist mit dem der USA oder der Eurozone nicht vergleichbar.
      Thomas Jordan ist eher der Bauer, der fortwährend die Felder anderer Bauern düngt und wässert, damit die auf seinem eigenen Feld gedeihenden Kartoffeln auf dem Weltmarkt nicht zu teuer werden.
      Sollten Sie Unstimmigkeiten in dieser Beschreibung vorfinden, die sind gewollt.
      Es wäre ja noch schöner, wenn die Früchte einer jahrzehntelangen soliden Wirtschaftspolitik in den Händen derer landen würden, die dafür gearbeitet haben.
      Vor vierzig Jahren konnte ich mit 100 Franken in Bangkok die Puppen tanzen lassen, heute zahle ich für ein australisches Fosters Bier am Flughafen 8 Franken fünfzig.

    • @Roth & Co.

      „..Produktion von harten Franken zur Unterstützung.. “
      Jurisprudenz meint dies ironisch.

      Ich teile seinen Frust. Ich shoppe auch gerne im Ausland, z.B. ganze Unternehmen und Produktionsstätten.

  12. Ganz einfach, die meisten heutigen Rentner geht es Sau gut, und diejenigen denen das Geld kaum reicht, schämen sich und suchen den Fehler bei sich. Angehende Rentner hoffen es reicht noch irgendwie, und kommende jüngere denken, es wird schon gut. Zudem arbeiten alle sehr hart und sind froh den Tag zu überleben und geniessen den Feierabend. Es tut also NOCH niemandem weh. Viel schlimmer ist die Situation in 10-15 Jahren, wenn die goldenager weg sterben und die neuen Rentner mit 40% weniger Rente leben müssen. Weniger 1. Klasse GA, Ausflüge, Restaurant besuche, neuwagen Käufe, usw. Zudem viele werden ihre Immobilie verkaufen wollen, weniger Menschen mit Löhnen die das Zahlen können und zivile Objekte. Welcher Ökonom betrachtet mal was auf dies Schweiz diesbezüglich zukommen wird? Gute Nacht

  13. (…)Dass die Mittelschicht immer weiter erodiert, ist nicht nur hierzulande ein Phänomen, sondern europaweit.(…)

    Können Sie Mittelschicht genau definieren? Kann das überhaupt jemand korrekt quantifizieren?

    In Wahrheit dürfte diese „Mittelschicht“ viel dünner sein als gedacht. Jeder meint er wäre Mittelschicht, jedoch handelt es sich hier eher um „mittlere / obere Unterschicht“.

    Es ist doch eher so: Oberschicht = Hat macht, untersteht nicht den Gesetzen, Unterschicht = alle anderen.

    Mittelschicht = Illusion von Macht damit man gegen Unten tritt. Eine nette Fata Morgana.

  14. Bei allem Respekt für die real existierenden Probleme: Dieser Artikel führt diese auf, verquickt sie aber zu einem populistischen Rundumschlag gegen die SNB die Ursache aller Probleme sein soll was völlig absurd, ökonomisch und politisch unhaltbar und unrichtig ist; im weiteren wiederspricht sich der Autor selbst mehrmals; es fällt somit schwer, auf alle Punkte einzugehen, trotzdem ein Versuch:

    1. Dass die Negativzinsen schädlich ist für die Pensionierten: Nein, diejenigen die bereits pensioniert sind und Rente anstelle Kapitalbezug gewählt haben, haben diese auf sicher, unabhängig davon dass diese Rentner von der aktiven Beitragsgeneration zwangsweise in der PK quersubventionert werden müssen weil sie im Durchschnitt länger leben als ursprünglich angenommen.
    Schädlich sind sie aber für die zukünftigen Rentner, die laufende Senkung der Umwandlungssätze zeigt dies klar.
    Auch der Sparer und Anleger legt drauf, bekommt keinen Zins mehr auf dem Sparkonto und die Zinsen für Obligationen sind im Keller.

    2.Ist für diese Entwicklung die SNB verantwortlich? Nein, eben nicht. Es war die EZB welche nach der Finanzkrise die Märkte mit neu gedrucktem Geld geflutet hat und den EURO abgewertet hat in der Hoffnung, marode Länder wie Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Irland etc. zu helfen; Staatsverschuldung reduzieren, lokale Wirtschaft anzukurbeln. Ist dies nun passiert? Leider nur sehr ungenügend, die Wirtschaft in diesen Ländern ist kaum gestärkt worden, die Staatsverschuldung ist nach wie vor da und es besteht für diese Länder auch kaum ein Anreiz weil sie sich nun zu sehr tiefen Zinsen neu verschulden können bis zum Sankt Nimmerleinstag.

    3. Fakt ist, dass nicht nur die EU den EURO abwertet sondern nun auch die USA den gleichen Weg beschreiten will – jedenfalls Trump der nur seine nächste Wiederwahl zum Ziel hat und mit Zinssenkungen noch ein Strohfeuer anzünden will damit die Wirtschaft kurzfristig noch wächst. Daneben auch China, auch diese wollen die Währung tiefer haben.

    4. Der Artikel suggeriert dass die einzigen Nutzniesser die böse SNB sei und daneben die Maschinenindustrie und der Tourismus sowie 1% der Schweizer/innen – leider völlig falsch! Starke gegenüber Schwache Währung, Tiefe gegenüber Hohe Zinsen: dies ergibt immer neben Verlierern auch Gewinner; hier ein paar welche vom Autor völlig unterschlagen werden:
    40% der Schweizer besitzen Wohneigentum: Wie hat sich hier der Hypozins entwickelt? – ja eben, die Zinsen sind auf Rekordtief – entlastet die Haushalte und die Hypozinsen befeuern auch nicht die Mietpreise – wenn allerdings der Autor die SNB für die anderen Gründe zur Mietpreisentwicklung verantwortlich machen will, na denn.
    Teuerung in der Schweiz praktisch bei Null: Ausnahme die Krankenkassenprämien als Spiegelbild der galoppierenden Kranken- und Heilungskosten – das ist echt ein Problem, dafür die SNB verantwortlich zu machen wäre aber unredlich.
    Schweizer profitieren im Ausland von tiefen Einkaufspreisen und von billigen Ferien, das merkt jeder Einzelne. P.S.: Das zu hohe Preisniveau der SNB anzulasten wäre auch nicht OK, weil sie weder das Problem erzeugt hat noch für dessen Behebung legitimiert ist.
    Last but not least: Wohin gehen nun die Rekordgewinne der SNB? Ach ja, richtig, Ausschüttung an Bund und Kantone, in welchem Kanton wohnt der Autor? dann kann ich auch grad noch schreiben aufgrund der Einwohnerzahl, wieviel es pro Jahr für den Autor ausmacht – neben uns allen notabene.

    5.Rein rechnerisch ist der Autor mit der 1% zu 99% Rechnung komplett von der Rolle: Wenn er nun gleichzeitig schreibt, dass Tourismusindustrie 7.3 % ausmacht und der Tourismus 2.6%, dann sind wir schon bei rund 10%. Beizufügen ist dass alle exportorientierten Branchen von den Interventionen der SNB profitiert haben, Chemie und Pharma, Uhrenindustrie etc.und somit bestehende Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen haben, also viel mehr als die 1%, die Aussage Herr Zeiers dass mit Heimatschutzmassnahmen für 2 Partikularinteressen alle anderen geschädigt werden, ist somit völlig absurd.

    6. Der Autor schreibt „Es gibt Länder in kleinen Wirtschafträumen die stabil und vertrauenswürdig sind – aber keinen Negativzins kennen“. Nun denn, Herr Zeier – welche sind diese nun denn? Ist Ihnen bekannt dass mehr und mehr Länder Negativ-Zinsen einführen (müssen), ist Ihnen bekannt dass die Schweiz wirtschaftlich global vernetzt ist und die von Ihnen vorgeschlagene Abschottung nur sehr bedingt möglich ist? Kennen Sie die Kriterien der internationalen Anleger bezüglich CHF-Anlagen? – Wohl kaum, sonst wäre Ihnen klar, dass eben gerade in diesen Zeiten die Kriterien Stabilität und Vertrauenswürdigkeit auf die Schweiz zutreffen und folglich die Anleger CHF-Obli kaufen, CHF-Aktien kaufen, Schweizer Immobilien aufkaufen etc. Bei Bundesobligationen auch trotz Negativzinsen (inzwischen haben alle Laufzeiten Negativ-Zins)Wieso wohl? Ja, eben, weil die Anleger aus US und EURO Raum Sicherheit wollen und sie befürchten, dass sich ihre USD und EURO’s während der Laufzeit noch mehr gegenüber dem CHF abwerten.

    7. Die klassenkämpferischen Parolen von Gelbwesten sind nicht zielführend; überhaupt enthält der Artikel nicht einen einzigen konkreten Lösungsvorschlag ausser Randale und auf die Barrikaden zu gehen. So ist aber das Leben nicht – dort kann man auch nicht nur lamentieren was man alles nicht will und was alles schlecht ist, sondern muss einmal sagen für was man einsteht und womit man leben kann.

    8. Abschliessend daher ein paar Lösungsansätze:

    Pensionskasse und AHV: Pensionierungsalter flexibilisieren, höhere Einzahlungsmöglichkeiten schaffen und damit Eigenverantwortung stärken.

    Stufenweise Teil-Pensionierungen anstreben.

    Schrittweise die Beitragssätze verändern; Jüngere höhere (damit mehr angespart werden kann) %, Aeltere tiefere % (damit diese bessere Chancen haben, bis zur Pensionierung einen Job zu haben).

    Da ein höheres Pensionsierungsalter zurzeit in der Schweiz ein No-Go ist; die Beitragssätze für Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhöhen.

    Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sollen endlich einen vernünftigen und tragbare Lösung für 1. und 2. Säule ausarbeiten, dies schliesst auch eine Erhöhung der AHV-Beitragssätze nicht aus: Der Bevölkerung klarmachen – auch wenn dies bitter aber ehrlich wäre, dass die Finanzierung aufgrund durchschnittlich höherer Lebenserwartung (dies ist nämlich der Haupttreiber des PK-Problems und nicht die Negativzinsen)auf neue Beine gestellt werden muss und auch so dass wir nicht weiterhin ungedeckte Schecks zulasten der jungen Arbeitsgeneration ausstellen.

    Die SNB sollte schrittweise mittels 2-3% Aufwertung des CHF’s beginnen, sich von der EZB abzukoppeln. Wenn dies eine klare Ansage ist, haben die Entscheidungstrager der Wirtschaft Planungssicherheit und können sich step-by-step auf diese Entwicklung einstellen.

    Die Schweizer Wirtschaft sollte ihr Arbeitsrecht überdenken: Hire- and Fire einerseits aber die Forderung nach höherem Rentenalter gleichzeitig geht nicht. Arbeitsfähige und -willige Senioren sollten einen Platz im Arbeitsleben haben.
    Im weiteren die Zeichen der Zeit erkennen: Der sich bereits eskalierende Handelskrieg USA – CHINA zeigt klar auf, dass globale Fertigungsketten so extrem gefährdet sein können – daher überlegen, welche hochwertige Arbeitsketten in der Schweiz bleiben und ausgebaut werden können und somit auch die Arbeitsplätze in der Schweiz erhalten bleiben können.

    • Stark anfangen, und dann stark nachlassen. Also alles Quatsch, was ich geschrieben habe. Dumm nur, wenn dann die vermeintlichen Richtigstellungen falsch sind. Natürlich ist die EZB die Quelle des Übels. Aber für die Negativzinsen in der Schweiz ist sie nicht verantwortlich. Sondern die SNB. Da die Schweiz aus dem Euro-Raum mehr importiert als in ihn exportiert, hätte ein aufgewerteter Franken welche Auswirkungen? Ach so. Wohin gehen die Rekordgewinne der SNB? Werden ausgeschüttet? Was für ein Unsinn. Statt solchen zu erzählen, sollte sich der Kritikaster einfach mal informieren; die SNB hat ein wirklich sehr gutes Q&A zu fast allem.
      Dann noch der müde Trick, mir zuerst Sachen zu unterstellen, die ich gar nicht behauptet habe (zum Beispiel, dass die SNB an den steigenden KK-Prämien schuld habe), um dann triumphierend zu sagen: So ein Quatsch.
      Um dann indirekt mir mit allem recht zu geben: Es macht keinen Sinn, den CHF künstlich zu drücken; gegen FED und EZB (und die chinesische Notenbank) hat er sowieso keine Chance. Und dann noch halbgare und zögerliche „Lösungsansätze“ feilbieten, die der Dimension der Probleme nicht gerecht werden.
      Dabei geht es doch, neben den verheerenden Auswirkungen des Negativzinses und seiner fragwürdigen Begründung, um die Beantwortung zweier einfacher Fragen: Wie kommt die SNB aus der Nummer drittgrösste Devisenreserven der Welt plus Negativzinsen wieder raus? Wieso sagt man der Bevölkerung, dass sie bloss die Finger vom Volksvermögen in der SNB lassen soll?
      Es ist auch einer der ältesten (und übelsten) Tricks, mit grosser Geste Wortwolken zu produzieren, damit den Kern des Problems verschwinden zu lassen, und am Schluss schwirrt allen der Kopf.
      Dabei ist es doch einfach: Die Schwächung des Frankens bedient Partikularinteressen und hat flächendeckend schädliche Auswirkungen.

    • @René Zeyer: Sie wollen die Antworten ja gar nicht hören und beharren einfach auf Ihrer Meinung und repetieren mantramässig was Sie bereits geschrieben haben – auch ein Ansatz, allerdings nicht der Richtige.

      P.S. Obwohl Sie meine Lösungsvorschläge als halbgar und zögerlich abtun – Bei Ihnen fehlen nach wie vor jedwelche Lösungsvorschläge, aber das fällt Ihnen ja nicht auf. Somit kann es nur eines geben: René Zeyer for President – dann wird alles gut. Ein letztes noch: Ich werde nicht mehr auf weitere Blogs von Ihnen reagieren da dies reine Zeitverschwendung wäre. Wünsche Ihnen trotzdem noch ein schönes Wochenende.

    • In der Schweizer Wirtschaftsgeschichte war es immer der Multiplikator-Effekt vom Export-Sektor und dem Tourismus sowie den Dienstleistungen des Finanzsektors, die die Schweizer Konjunktur angekurbelt haben. Sehr wenig hat der Staat zu Belebung der Konjunktur beigetragen. Immerhin sollten Sie, Herr Zeyer, wissen, dass in der Schweizer Textilindustrie im großen ganzen der Arbeitsplatz von Frau Molinari, Frau Brankovic und Herr Demirel verloren ging. Wir hatten ja das Glück, dass die Italiener beim ersten Zusammenbruch der Textilindustrie in den 70er Jahren in ihre Heimat zurückkehrten. Beim erneuten Aufschwung in den 80er Jahren haben wir auf Jugos und Türken gesetzt. Die sind nicht so leicht zurückgekehrt beim den folgenden Konjunktureinbrüche wie die Italiener.
      Die erste Welle des Zusammenbruchs der Maschinenindustrie haben wir bereits erlebt, wie die Beispiele Dubied, Paillard und auch Sulzer zeigte, wo ihre renommierteste Säule Dieselmotoren in Rauch aufging, aber nicht bei MAN Deutschland und den Finnen.
      Wenn es Zusammenbrüche in der Maschinen- und Elektroindustrie gibt, ist der Name der Arbeitslosen Bühler, Brunner, Müller und Meier und nicht Oztürk und so. Unsere Arbeitslosenstatistik ist sowieso verlogen im Gegensatz zu der deutschen. Die Arbeitslosigkeit ist im gesamten Deutschland tiefer als bei uns, trotz dem geerbten Schrotthaufen DDR.

    • @Enigmabear

      Reminder
      Ihr Beitrag ist wichtig. Sie schreiben für 6000 Leser welche sich ihre eigene Meinung bilden wollen.

      Zeyer hat viel zu emotional und unangemessen patzig reagiert (Gruss an Zeyer).

      Bitte unterschätzen Sie die Leser nicht meine Damen und Herren.

  15. Warum wird nirgends in den Medien erwähnt, dass die Pensionskassengelder der Beamten von den negativen Zinsen ausgeschlossen sind?

  16. Ich danke Ihnen für Ihre Ausdauer, Herr Zeyer, die akuten Missstände im Lande anzuprangern. Schön zu sehen, dass sich doch noch jemand aufregt.

    Nun ja, leider glauben wir alles, was sie uns erzählen. Sobald es in der NZZ abgedruckt wird, muss es ja stimmen. Kritisches Denken ist ja relativ anstrengend und würde uns zu arg aus unserer Komfortzone heraus reissen.

    Mein Marketing-Dozent hat immer gesagt, nur die Story muss gut sein, dann verkauft sich das Ding.

    Aus lauter Angst, die Wirtschafts-Prognosen könnten sich verschlechtern, hören wir nur ihre Story. Doch wir sehen nicht, was sie tun. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

    Ich bin mittlerweile überzeugt, wir Bürger werden nicht merken, was genau läuft und welchen immensen Schaden es uns bringt, bis es bereits zu spät ist. Mir schwant, es geht hier um die gezielte und erfolgreiche Schwächung des Mittelstandes. Dass die Mittelschicht immer weiter erodiert, ist nicht nur hierzulande ein Phänomen, sondern europaweit. Dies ist gesteuert von den Machthabern, denn das Pendel soll wohl noch weiter in Richtung Sozialismus ausschlagen. Der Staat soll an Macht gewinnen, die Bürger abhängiger und höriger werden, es ist immer die gleiche Geschichte.

    Ich sage es Ihnen ehrlich. Ich bin so unglaublich froh, dass meine Eltern von einem NOCH anständigen Umwandlungssatz profitieren und zumindest teilweise aus dem Spiel raus sind. Solange es ihnen gut geht, geht es mir auch gut. Ich selber sage mir, dass ich später schon irgendwie zurechtkommen werde. Wir werden künftig unsere grauen Hirnzellen etwas intensiver anstrengen müssen. Ich erwarte nicht, dass der Staat eines Tages für mich schaut. Ich habe leider NULL Vertrauen mehr in den Staat.

  17. @René Zeyer

    „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“

    * 22. April 1724 in Königsberg, Preußen; † 12. Februar 1804 Ebenda

    Immanuel Kant

    Anders als bei der AHV wird die Rente der zweiten Säule nicht obligatorisch der Teuerung und der Lohnentwicklung angepasst. Die Rente verliert deshalb auch in diesem Zusammenhang jedes Jahr an Wert.

    Ein anderes Problem: Könnten die Schuldner die Hypotheken denn überhaupt im grösseren Stil zurückzahlen? Es ist steuerlich geradezu sinnvoll, Schuldner zu sein. Immobilien sind keine Investitionen , sondern Verbindlichkeiten! Weil sie sich abnutzen und Kosten verursachen werden sie immer wertloser, wenn man sie nicht ständig instand setzt und investiert. Insofern verbrennen selbstbewohnte Immobilien Vermögen…und Viele stolze „Eigentümer“ werden auf Grund von sinkenden Pk-Renten gezwungen sein, „ihre Immobilie“ zu verkaufen….

  18. SNB Tycoon Jordan nimmt über 2 Mrd. an Negativzinsen ein und schüttet dann grosszügig an die Kantone aus, die damit teilweise den ganzen Sozialsystem Schlamassel der Sozis ausfinanzieren können. Die Politik verzeiht wohlwollend.

    Gleichzeitig mahnt derselbe, dass sich eine Immobilienblase entwickle, beteiligt sich sogar selber daran indem infolge Negativzinsen Pensionskassen und andere nach Anlage-alternativen im Immobilienbereich suchen und die Nachfrage damit stetig weiter anheizen. Neu nehmen die PK’s und auch noch Hypotheken zu Billigstkonditionen von provisionsge-triebenen Fintech’s wie Moneypark usw.auf ihre Bücher meist im völligen Unwissen, welche Risiken sie damit verbunden eingehen. Die notwendige Risikoprämie wird bei diesen Zinssätzen nicht mehr ausreichend entschädigt.

    Bei Rezession oder gerät das Finanz-System ins Wanken dann heiliger Bimbam. Das Volk dämmert vor sich hin im momentanen Konsumrausch des billigen Geldes.

  19. Sind die meisten der bisherigen Kommentatoren von der PK-/Versicherungslobby „angestellt“? Oder wieso soll das BVG Schuld an der Misere sein? Hat das BVG die Negativzinsen gemacht?
    Googelt man nach der langjährigen Performance der PKs, sieht man sehr schnell, dass es ihnen gar nicht so schlecht geht, wie man uns weismachen will.
    In meiner beruflichen Laufbahn habe ich viele Fehlentscheide von Führungskräften erlebt, welche auf biegen und brechen die ehemaligen Entscheide verteidigten nur um ihr Gesicht nicht zu verlieren und einen Fehler zugeben zu müssen (siehe auch den Manager, der kürzlich mit Ausreden den Missbrauch der Rettungsgasse verteidigte). Leider können heute fast keine Menschen mehr zu ihren Fehlern stehen. Immer braucht es einen anderen Schuldigen, damit man „cover my ass“ durchsetzen kann.
    Erst als die Führungskräfte ersetzt oder VERsetzt wurden, gab es „Anpassungen“ der früheren (Fehl-)Entscheide. Wann erleben wir diese Entwicklung bei den Zentralbanken?

  20. Trifft den Nagel auf den Kopf. Die meisten Parteien kümmern sich aber im Moment lieber um das Klima und leider glauben dann auch noch viele, dass diese Leute sie retten werden. Fakt ist: Wir leben in einer Wohlstandblase, die niemals Bestand haben wird und nun wollen wir noch diejenigen an die Macht bringen, die diese noch schneller zum Platzen bringen wird. Abgesehen davon hätte man die Negativzinsen niemals einführen dürfen. Ich bin mir sicher, dass der volkswirtschaftliche Schaden der hier produziert wurde und wird, wesentlich höher ist, als das was passiert wäre, wenn der CHF stärker geblieben wäre gegenüber Euro. Die studierten und gescheiten Köpfe waren aber der Meinung, es müsste anders laufen. Was uns das beschert hat wird und noch viel Bauchweh bereiten. Auf die Barrikaden wird niemand steigen. Gewählt wird aber mit den Füssen. So denke ich, dass nach einem leichten grün-rot Rutsch in einigen Wochen in 1 oder 2 Jahren Europa wie auch die Schweiz komplett nach rechts rutschen will. Ob man das will oder nicht. Trump wird dann auch noch etwas mithelfen und Europa wie auch die Schweiz wird zwischen USA, China und Afrika aufgerieben. Ein Brösmeli. Der Franken übrigens wird dann massiv schwächer werden…..Ich denke, das ist im Sinne der SNB und auch der übergeordnete Plan. Es gibt immer einen Plan….und das ist die einzige Möglichkeit für die SNB sich aus dem Schlammassel zu befreien. Schauen wir mal…..

  21. Was unser Rentensystem betrifft, wissen wir alle, dass es sogar ohne die gegenwärtigen Probleme der Schweizer Volkswirtschaft, nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Wir wollten dieses System, weil wir eine Altersvorsorge wie in Schweden als Kommunismus betrachten, wo übrigens 64 % der Haushalte Wohneigentum haben. Die Schweden war nur noch dümmer als wir, Immigration aus außereuropäischen Zivilisationen zu erlauben, was nur gut war für die einheimische Literatur von Kriminalromanen.
    Was Leistungsbilanz-Überschüsse gemessen zum Volkseinkommen betrifft, hat die Schweiz einen solches von 10 %, die Niederlande in €-Zone aber einen solches von 11 % (!), Deutschland übrigens 7 % und ganz Euroland von 3 %. Die USA haben ein Minus von 2.4 %. Diese ständige Platte, dass der Euro eine Fehlkonstruktion ist, ermüdet langsam.
    Das gegenwärtige Negativzins Regime der SNB belastest wohl den inländischen Sparer, der wie immer in SFr spart, aber nicht die „Hot Money“ Akteure, die den SFr als Gold-Ersatz benützen. Die lachen nur darüber, im Gegensatz zu 1978, wo Leutwiler als SNB-Chef wirkungsvoll innerhalb kurzer Zeit diese „Hot Money“ Akteure in die Flucht trieb.

    • Gehen Sie ein Jahr nach Spanien und eines nach Deutschland und hören und sehen Sie sich um. Und Sie werden konstatieren, dass der Euro eine Fehlkonstruktion ist. Eine politisch gewollte Fehlgeburt, damit die Wiedervereinigung erfolgen durfte.
      Tschüss Deutschland und Adiòs España! Aber der Euro in der heutigen Form treibt alle Teilnehmer in die Armut. Ausgenommen die Luxemburger. Dank Juncker gegen Juncker….

  22. Nochmals……

    Herr Zeyer… die 5 Sterne Bewegung hat sich in den letzten Tagen gerade ins Nirwana befördert ……indem sie mit ihrem einstigen „Erzfeind“ der PD koaliert.
    Tja, die süsse der Macht…. hat die schnell eingeholt.
    Aber ja, die Cinque Stelle waren schon immer Wirrköpfe……..

    Die „République en Marche“ ist eine Fake-Bewegung, nur gegründet auf Geld um Einfluss zu sichern und Macron ist ihre Puppe.

    Die Gelbwesten, ja die nehme ich ernst, auch wenn sie ziemlich ziellos und auch eher Links beheimatet sind.
    Aber die müssen begrifen das „Friedlich“ nicht zum Ziel führt, da muss viel mehr Druck kommen.

    In Deutschland wird es sowas nicht geben, denn die Deutschen Politiker werden einen Repressionsapparat errichten, sollte die AfD nicht in kürze Landesweit nochmals erheblich zulegen können.
    Man sagt, gegen 70% der Deutschen lehnen die AfD ab.
    Deutschland ist gebrochen….. die deutsche Politische Klasse das mieseste was ich weitherum sehen kann.

    ——————

    Im übrigen… richtig, der Euro sackt ab und der Franken folgt ihm.
    Da der Franken durch die SNB faktisch an den Euro gebunden wird, taucht der mit dem Euro ab….. logisch.

    Eine der Folgen…. wenn ich Thai-Baht kaufe, bekam ich vor Jahren einmal gegen 39 Baht für 1 Franken, heute sind es ca. 31 / 32 Baht für einen Franken.
    Das zeigt, der Franken ist schwächer geworden, nicht der Baht stärker, denn jenes Land hat nichts vorzuweisen was deren Währung stärken könnte, im Gegenteil, seit dort Generäle regieren geht’s bergab.
    Thailand macht es wie die SNB, es bindet seinen Baht inoffiziell an den Dollarkurs. Der Dollar war mal um die 70 Rappen, nun ca. 1 Franken.
    Also auch der Tourismus leidet schwer, ich meine aber den Schweizer Tourismus ins Ausland.

    Überhaupt wären viele Dinge für den Konsumenten sehr viel günstiger, wäre der Franken stark. Dabei würden die Detailhändler auch profitieren, nicht alle würden deswegen nach Konstanz fahren. Ich mache das auch nicht.

    Will man den Detailhandel schützen, wäre es besser die Gratis-Post auch China abzuschaffen.
    Jetzt kann man eine Winterjacke aus China kaufen für 15 Franken, der Versand kostet nichts, oder je nach Händler 1 Franken. Schicke ich etwas nach Thailand, kostet 1 Kilogramm 37 Franken.
    Ist die Jacke dann nicht passend, einfach noch eine bestellen, kostet ja fast nichts.
    Die Folge, in der Innenstadt von St. Gallen findet man etliche leere Ladenlokale. Die Mieten sind zu hoch, ja, aber eine leere Innenstadt ist auch nichts schönes.

    • Völlig absurd auch die Tatsache, dass Länder wie China und Singapur bei der WTO (World Trade Organisation) immer noch den Status von Schwellenländer innehaben.

      Zu Recht möchte die Administration Trump dies umgehend ändern.

    • Dass die Pakete aus China so günstig sind wird wenn ich mich nich irre im Weltpostverein geregelt. Dieser hat seinen Sitz in Bern. Die Schweiz könnte die Anpassung des Status von China sicher auch ein wenig beeinflussen. Tut das der Schweizer Vertreter?

      Gemäss gerüchten macht der Schweizer Vertreter hier nichts, da dieser die Interessen der Schweizer Post vertritt. Diese verarbeitet gerne viele Pakete aus China, ohne dafür aus China bezahlt zu werden. Das rechtfertigt Jobs und entsprechende Führungspositionen und ist gut für die Statistik, wo die Anzahl verarbeiteter Pakete immer steigt und Investitionen rechtfertigt. Auch hier werden Partikulärinteressen verfolgt. Etwas investigativer Journalismus würde auch hier nicht schaden.

  23. Nicht die Rentner müssen auf die Barrikaden, den diese haben ihr Schäfchen im Trockenen! Hauptsächlich betroffen sind jene, die in den kommenden Jahren in Rente gehen. Sinkende Umwandlungssätze und steigendes AHV-Alter nur als zwei Gründe. Die Klammern sich aber ängstlich an ihre Arbeitsplätze (sprich 50+ und keine Chance auf Neuanstellung). SNB und Lobbys reiben sich die Hände!

  24. Sehr guter Artikel! Das Hauptproblem liegt also beim BVG. 1985 gab es warnende Stimmen, aber eine unheilige Allianz von Links («wir tun Gutes für die kleinen Leute»), Finanzwirtschaft («DAS Jahrhundert Business») und Politik/Bundesrat («was kümmert mich dies in 30 Jahren?») verhalfen dem BVG zur Einführung. Dem Bürger wurde vorgegaukelt, es sei «sein» Kapital, das hier angespart werde.

    Solange man nicht 100% Verfügungsgewalt über sein Geld hat (Inhaber Assets wie Bargeld, physisches Gold oder selbstverwaltete Kryptos) kann der Staat auf unzählige Arten darauf zugreifen: Senkung Umwandlungssatz, Erhöhung Steuern auf 3. Säule Auszahlungen, Verbot des Kapitalbezuges, Zwangshypotheken auf Immobilien und mehr. Das Vorgehen der SNB mit Devisenkäufen und Minuszins ist eine weitere Methode, den Bürger zu bescheissen.

    Vermutlich ist sich die SNB dessen bewusst. Aber die langjährige EU/Euro Gläubigkeit («es kommt schon alles gut») führte zum 800 Mrd. Berg. Der kann nicht mehr abgebaut werden: Verkäufe von Devisen würde den Franken zusätzlich stärken, Verkäufe der Anlagen wie Apple Aktien würden den Kurs einbrechen lassen und ausländische Interventionen zur Folge haben. Eigentlich gibt es nur noch drei Szenarien, wie wir aus dem Schlamassel rauskommen:

    1. EU/USA Wirtschaft legt überproportional zur Schweiz zu
    2. Wohlstand der Schweiz sinkt auf EU/USA Niveau ab
    3. Schweiz tritt Euro/EU bei

    Ich tippe auf Szenario 3. mit automatischer Folge von Szenario 2.

    • (…)Ich tippe auf Szenario 3. mit automatischer Folge von Szenario 2.(…)

      Innerhalb von Wochen, wenn nicht Tagen.
      Bin gespannt wieviel Swissness dann noch übrig bleibt.

      BVG = (B)eschiss am (V)olk (G)enehmigt
      falsch
      BVG = (B)eschiss VOM (V)olk (G)enehmigt

  25. Sehr guter Artikel, der ins Schwarze trifft.
    Mir ist schon lange bewusst, dass der ungebremste Negativzins und das Wirken der SNB Ein Verbrechen an der Bevölkerung ist!
    Gibt es konkret eine Protestvereinigung an der ich mich beteiligen und mitmachen könnte?

  26. …. @ Zeyer…..

    Super, da muss ich nicht mal Pöbeln……

    Zitat :
    Die Warnungen vor schlimmen Folgen und Untergang bei einer Frankenaufwertung sind zudem schlichtweg falsch. Die Schweiz eilt von einem Leistungsbilanzüberschuss zum nächsten. Seit Jahren. In Relation zur Wirtschaftskraft gesetzt ist die Schweiz auch da Weltmeister, nicht etwa Deutschland.
    ————————–

    Das die Schweiz proportional zu ihrer Grösse Weltmeister aller Klassen ist, schreibe ich seit vielen Jahren.
    Noch sind wir es, aber wir setzen das gerade mit Dingen wie der Energiestrategie 2050 aufs Spiel, wir leben bereits von der Substanz. Alleine die Eritreer die bei uns leben und ihrer Lebtag von der Sozialhilfe abhängen werden, kosten pro Person 2.025 Millionen Franken. ( mit 20 hierhergekommen, mit 80 gestorben ) Das aber nur wenn keine speziellen Massnahmen erforderlich sind, denn dann kanns auch noch mal ne halbe Million mehr sein.
    Wir sprechen da von gut 100 Milliarden.

    —————————

    Trotzdem musste ich schmunzeln als ich den Teil las.

    Zitat :
    Wäre die Schweizerische Nationalbank ein Pharma-Konzern und hätte eine Pille entwickelt, die gegen zwei spezifische Krankheiten wirkt, aber dafür von allen geschluckt werden muss, wobei die Nebenwirkungen für wohl 99 Prozent der Bevölkerung äusserst schädlich wären:
    Würden wir dann der zwangsweisen Abgabe dieser Pille zustimmen?
    Wohl eher nicht. Nur: Wir alle müssen eine solche Pille schlucken. Aber mitzubestimmen haben wir nichts.
    —————————

    Diese Version ging mir dabei durch den Kopf :

    Wäre Deutschland ein Pharma-Konzern und hätte eine Pille entwickelt, die gegen zwei spezifische Krankheiten wirkt, aber dafür von allen geschluckt werden muss, wobei die Nebenwirkungen für wohl 99 Prozent der Bevölkerung äusserst schädlich wären:
    Sogar dann würden die Deutschen der zwangsweisen Abgabe dieser Pille zustimmen?
    Alle Deutschen müssen eine solche Pille schlucken, dank Merkel. Aber mitzubestimmen haben sie nichts.

    ———————

    Tja Herr Zeyer….. Deutschland macht der Schweiz vor was die Politik uns ebenfalls zugedacht hat.
    Und die Deutschen, sie wurden von der eigenen Politik mit der „ewigen Sünde“ derart weichgeklopft das sie nur noch Bücken. Wehren können die sich nicht mehr, weder gegen das auflösen ihrer Kultur, ihres Landes noch das sie Zahlmeister für Europa sind und bleiben müssen.

    Und wir sollen dem nun beitreten, mittels sogenanntem Rahmenvertrag.

    Und sind wir erst dabei, werden wir den ganzen Wahnsinn der EU mitmachen. Unsere Nationalbank wird dem Einfluss Brüssels unterliegen.
    Wir werden deren Kurs nie mehr selbständig beeinflussen können, denn für die EU ist unsere SNB wertvoller wie Gold, denn sie hilft der EU zu überleben.

    Jetzt allerdings müssten wir etwas tun.
    Aber wie oft habe ich gerade den Jüngeren erklärt was auf sie zukommt, das ihre Altersvorsorge entweder mickrig ausfallen, oder zu einer HERKULESAUFGABE werden dürfte wenn 1-2 Arbeiter für 1 Rentner einzahlen müssen.

    Aber ich ernte meist Desinteresse, das ist für die noch viel zu weit weg.
    Die Wahrheit ist, unsere Stimmbürger sind zu 70&% nicht fähig Demokratie zu leben, deren Möglichkeiten zu nutzen.

  27. Es ist Herrn René Zeyer hoch anzurechnen, dass er die Wichtigkeit dieser Thematik erkannt hat. Erstaunlich auch, dass die etablierte Presse die Brisanz (und Konsequenzen) dieser Minuszinsen nicht wirklich auf dem Radar hat. Mit Ausnahme von „Infosperber“ und „Inside Paradeplatz“ hat kaum jemand das Momentum gesehen, insbesondere im Zusammenhang mit der Rentenproblematik.

    Blicken wir zurück auf die kantonale Abstimmung in Zürich bezüglich Steuervorlage. Gerade einmal 27.8% haben an dieser bedeutsamen Abstimmung teilgenommen. Kann man da implizieren, dass sich eine grosse Mehrheit der Stimmberechtigten im Dämmerschlaf befinden? Uninteressiert und überfordert? Diese Gleichgültigkeit könnte unserem Staatsgefüge noch gefährlich werden.

    Unbegreiflich auch die Position der jusokratisch infizierten Sozialdemokraten. Nach dem Rücktritt der Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer hat die Partei keinen einzigen expliziten Wirtschaftssachverständigen mehr, der tagtäglich die Themen beackert. Selbst von Gewerkschaftsseite (Corrado Pardini) kommen keinerlei Impulse im Wochenrhythmus. Gender und Greta seid gegrüsst. Es fehlen heute klar die Willi Ritschard’s und Ernst „Aschi“ Leuenberger’s im Parlamentsbetrieb mit ihren geerdeten Ansichten.

    Es muss angenommen werden, dass sich die Linken von der Schweizer Nationalbank ködern liessen. Der Klub der (ungleichen) Jammer-Harfisten mit Schweiz Tourismus, Swissmem und den ruhiggestellten Arbeitnehmer- und Rentnervertreter werden sich sehr bald erklären müssen; spätestens bei Minuszinsen von minus 1%.

    Die Gesamtwohlfahrt unseres Landes muss über Partikularinteressen stehen – und diese Weichen wurden wohlwissend (und klar mit Absicht) vor Jahren nicht gestellt.

  28. Richtige Analyse. Der Negativzins ist Diebstahl am Vermögen aller Bürger. Diese neue Steuer wurde nie vom Wähler gewollt. Völlig undemokratisch! Eine teure Währung ist Ausdruck von Stärke. Die Industrie, sogar Swissmem, hatte genügend Zeit, sich zu adaptieren. Die negativen Folgen des Negativzinses sind zu gravierend und schädigen der Schweiz, Herr Jordan!

  29. Heute lese ich in 20min: das Online Shopping verursacht Millionen Lastwagen Kilometer. Die Gretas, Glättlis, Rutz & Co. schreien auf unser Klima, unser Klima seufz. Ohne Online Shopping gingen dann halt alle mit dem Auto in die Shopping Center oder mit dem Flugzeug irgendwo hin. Am besten liebe Frau Rutz wir bleiben alle zu Hause und bewegen uns nicht mehr das gibt wenig Co2.

    Da die meisten Parlamentarier wenig Ahnung von dem haben, worüber sie be- oder abstimmen, sind sie wie kleine Kinder denen die Lobbyisten alles ins Ohr flüstern können was ihnen dient.

    Wenn dann auf CHF 10’000.00 Negativzinsen belastet würden erst dann laufen die Rentner Sturm. Die heutigen Rentner leben meist komfortabel.

    Die Krone der Schöpfung merkt eben erst wenn der Sturm schon über ihm ist das es gefährlich ist. Das Tier dem Menschen Untertan merkt es schon Stunden zu vor. Ein Tier merkt sofort wenn der Mensch es täuschen will. Die Jungen interessiert ihre Rente(noch) nicht der Konsumtempel Schweiz mit billigem Geld vernebelt ihnen die Sinne zur Wahrheit dass wir uns eins vor zwölf vor dem Totalabsturz befinden.

  30. Frage an Experten betr. Exporte

    Wie hoch ist der Anteil Handel (also vorab importierte Waren), wie hoch ist der Anteil produktiver Personalaufwand (also ohne Teil Verwaltung)?

    Generelles
    Es ist relativ einfach, nur den einen Parameter Zinsen anzuschauen und die Nachteile zu sehen. Es ist etwas komplizierter die Effekte / Vorteile nachzuweisen.

    Die SNB darf nicht partikularinteressen von einzelnen sozialen oder politischen Gruppen berücksichtigen.

  31. Eine starke Währung bringt zwar Herausforderungen mit sich, alles andere bringt aber noch viel grössere Herausforderungen oder sogar gefährliche Probleme mit sich.

    Bis heute gab es noch nie ein Land, welches ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten hatte wegen einer zu starken Währung. Nur die nicht konkurrenzfähigen Unternehmen haben Mühe mit einer starken Währung. Deshalb ist eine starke Währung das beste Mittel, um unsere Unternehmen konkurrenzfähig zu behalten.

    Mit einer schwachen Währung fördern wir die „Grännis“, wie es Herr Latour sagen würde. Wollen wir in 10 nur noch Unternehmen, welche zwar nicht konkurrenzfähig sind, dafür besonders gut jammern können?

  32. Absolut richtig Herr Zeyer und wenn ich mich auch wiederhole die Forderung zum Protest müsste lauten: Die Vorsorgewerke (AHV/Pensionskassen/Vorsorgewerke der Säule 3a) sind rückwirkend vom Minuszins ausgenommen, die SNB entschädigt von ihrem Gewinn zukünftig diese Vorsorgewerke (Pflichteinlagen) bis zu einem Zins von 4%. Die Pensionskassen werden gesetzlich vom Prämienprimat auf das Leistungsprimat umgestellt (wurde früher von einigen Pensionskassen freiwillig angewendet und abgeschafft, als es den Unternehmungen zu teuer wurde). So geht das und jetzt auf die Strasse ihr Rentner und ihr zukünftigen Rentner – sprich Junge und Junggebliebene. So geht das!

    • @ Mockierer…..

      Die SNB khat gewaltige Schulden, keine Guthaben.

      Sie kann die Vorsorgewerke nicht mit Geld entschädigen und auch nicht mit irgendwelchen Papieren.
      Die SNB hat diese über 800 Milliarden an Devisen mit den „Sichtguthaben“ der Banken bei ihr gekauft.
      Nur wenig davon tätigte sie mit ihrem Eigenkapital, denn dafür wäre das viel zu gering.
      Also sie kaufte mit den Geldern die eine CS, UBS und viele andere bei ihr parkiert haben.
      Die SNB hat nur Eigenkapital für ca. 100 Milliarden.
      Sogar die Ausschüttungen an die Kantone sind reine Bewertungsgewinne. Also Buchgewinne die nicht realisiert werden, nicht Physisch vorhanden sind.
      ———————————-
      Aber sie hat das Gelder an die Kantone ausgeschüttet um die Politik nicht auf den Plan zu rufen.
      ———————————-

      Würden die Papiere ehrlich bewertet, gäbe es da nur Verluste.

      Darum kann es keinen Nationalfonds geben, denn die SNB muss irgendwann ihre Schulden ( Sichguthaben ) bei den Banken zurückzahlen.
      Nur mit was ?
      Selbst die 1050 Tonne Gold reichen dazu in keinster Weise aus.
      Diese faulen Euro-Staatsanleihen fallen sofort wenn
      man davon nur mal 20 Milliarden auf den Markt wirft.
      Die SNB wäre gezwungen ihre Devisen in der Buchhaltung im „Wert zu berichtigen“ = Ergo macht sie Verluste.

      Ab dem Tag hat die SNB Schulden und muss ihr Eigenkaptal dafür einsetzen ….so lange das möglich ist.
      Sollten die 800 Milliarden mehr wie 100 Milliarden im Wert sinken,( also um mehr wie 12.5% ) ist die SNB Bankrott.
      Und die brutale Wahrheit ist wohl, dass diese Devisen heute schon zu einem überhöhten Wert in den Bilanzen der SNB stehen, nämlich zum Einkaufswert.
      Wäre man ehrlich, müsste man die SNB schon heute als Bankrott einstufen, denn ihre Risiken sind viel zu gross.

  33. Sehr geehrter Herr Zeyer
    Vielen Dank für Ihren weiteren Beitrag.
    Sie treffen den Nagel voll auf den Kopf.

    Eigentlich muss es heissen „Mistgabeln raus“, ausgemistet muss werden. Dass die Volkspartei da auch aussen vor seht, ist doppelt widerlich.

    • @ Walter Roth

      Selbst die 1’050 Tonnen Gold reichen nicht aus, schreiben Sie.
      Nun, es sind 1’040 Tonnen.
      Rechnen Sie alle mal aus, wieviel der Betrag der ungedeckten Bilanz der SNB ist. Teilen Sie dann diesen Betrag durch die Anzahl kg-Gold der SNB. Sie erhalten dann den Goldpreis/ kg in CHF der nötig wäre um das Loch der SNB-Bilanz zu decken. Rechnen Sie selbst nach, Sie werden erstaunliches erfahren. Bei anderen Notenbanken sieht es ähnlich aus. Sie wissen ja das der Goldpreis und Silberpreis seit vielen Jahrzehnten nach unten manipuliert werden über den “Papierhandel“ der COMEX etc.. . Irgendwann wird das Geheimnis der wahren Edelmetallpreise auffliegen und Sie werden erkennen in welcher Weise das “Finanzierer-Dreckpack“ die Menschenwelt belogen hat.

    • @ Gerhard

      Herr Gerhard, mit Mistgabeln beträgt der Aktionsradius 2-3m bei hohem Energieverbrauch und geringer Kapazität.
      Eine Browning M1919 “reinigt“ viel schneller.

  34. Im Text geht es gar nicht um Rentern sondern um alle die die aktuell noch Sparen also die Erwerbstätigen und aufgerufen werden dann die Renter zur Randale? Warum? Randalieren müssten die die Betroffen sind. Die heutigen Rentener hatten Zinsen und damit wurde ihr Kapital geäuffnet und jetzt wird ihr grosse Kapital auch noch zu hoch Verrentet so das für alle Erwerbstätigen nun auch noch die Üaberschüsse wegfallen die aus den Aktienanlagen bestehen.

    Warum das dies nicht passiert, es geht uns noch zu gut. Das PK Kapital ist für 30-40
    Mehr oder Minder ein Abstraker Zwangswert, wenn sich da heute etwas verbessert ändert das gar nichts an Ihren heutigen Lebensumständen sondern erst in 25-35 Jahren und wer weiss heute schon was in 20-30 Jahren sein wird, warum soll ich also für eine höhere Zins demonstrieren wenn mir das heute nichts bringt, da demonstrieren die Leute lieber für tiefere KK Prämien, das spüren Sie heute im Portmonei.

    Tatsache ist das Volk lässt sich vieles gefallen, das kann man auf der ganzen Welt beobachten, aufbegehrt wird meistens erst dann wenn die Alltagsgüter die ich heute benötige so teuer werden das Sie zum Problem werden…

    Siehe Sudan 30 Jahre Diktatur hat man hingenommen, aber als der Brotpreis sich verdreifacht dann gehen die Leute auf die Strasse

    Siehe Deutschland, wenn die Mieten unbezahlbar werden dann gehen die Leute auf die Strasse

    Siehe Frankreich, wenn das Benzin zu teuer werden soll dann gehen die Leute auf die Strasse….

    Sie sehen, es sind alles Gründe die die Leute heute unmittelbar betreffen JETZT.

    Zwar ist das bei den Erwebstätigen teils auch so, aber es ist für Ihren heutigen Alltag nicht spürbar erst in vielen Jahren. Und die Rentner die sind gar nicht betroffen, ganz im Gegenteil….

    Daher demonstriert hier auch niemand es geht uns schlichtwegs noch zu gut, und die bis 40 Jährigen haben halt auch wenig Vermögen und desshalb trifft auch Sie da der Negativzins nur unbedeutend.

    Im Gegensatz zu den über 50 Jährigen die den Grossteil der Vermögen besitzen, daher wohl auch Ihr Aufruf der Rentner den die haben Vermögen und haben daher einen negativ Zins, da wir jungen die noch subventionieren fehlts halt an Solidarität….mit einer gesicherten AHV Rente bis 2043….(ein paar Jahre vor meiner Pension) muss ich heute schon viel Geld einzahlen wo heute in den Sternen steht obs dann wieder eine Finanzierung gibt die auch meine AHV sichern wird…

    • @ Bretton Baum………..

      Es ist so, den Menschen in der Schweiz geht es für einen Aufstand noch viel zu gut, wir stehen noch an der Spitze der „Nahrungskette“, haben also genügend Ausreden um nur ja nichts zu tun.

      Denn etwas zu tun, dass würde ja bedeuten ….Stellung zu nehmen und sich gegen das Establishment aufzulehnen.

      Beobachten wir die Wahlen im Herbst, Wetten …..wir werden alles verschlimmern.

      Nun ja, wählen sie unseren Kommentator Marte wenn sie können, ich hab das Heu nicht auf der selben Bühne, aber besser ihn wie Rote und Grüne Sozis, obwohl er auch eher Links tickt…… ( Frage : Rahmenabkomen dafür oder dagegen ? )
      Schaden kann es kaum ihn zu wählen.

      Denke ich da an Leute wie Kurt Fluri, Ruedi Noser, Angelina Moser, Wermut, Levrat, Nussbaumer und dergleichen….)))-:
      Ruedi Noser, das Paradebeispiel eines Wendehalses…. da bekomme ich Gänsehaut.

      Ansonsten Wählen sie SVP, denn nur die bewahren uns vor dem Moloch Brüssel. Stimmen an Unabhängige sind da leider weniger Hilfreich.
      Und dort ist die allergrösste Gefahr für unser Land, denn die werden das reichste Mitglied ausnehmen bis zum Ende.
      Sehen sie sich an wie es Deutschland geht, dort leben viele Rentner mit 500 Euro im Monat, vor allem alleinstehende Frauen. Die Durchschnittsrente beträgt 7-800 Euro.

      Und die Deutsche Regierung hat um die 600 Milliarden aus den Rentenkassen genommen um es für andere Aufgaben zu verwenden, glaubt hier jemand das die das Geld irgendwann wieder in die Renten-Kasse legen werden ?

    • Wer kein Vermögen hat, bezahlt auch keine Vermögenssteuern und nichts für die Vermögensverwaltung. Negativzinsen sind somit nichts anderes als kalte Enteignung – bis nichts mehr da ist. Und längst nicht alle haben eine 2. Säule – Selbständige und Hausfrauen haben meist keine oder nur eine sehr kleine. Für Rentner gibts auch nur wenige Abzugsmöglichkeiten beim Einkommen: keine Berufsauslagen mehr, keine Kinderabzüge etc. (1 Schulkind kostet 12-15K/Jahr, nicht viele Familien zahlen so hohe Steuern. Will heissen, dies wird von Kinderlosen und Rentnern finanziert.) Man muss schon das Gesamte sehen. Und wer glaubt, früher sei es einfach gewesen, zu sparen, täuscht sich. Es wurde auf vieles verzichtet, was heute selbstverständlich konsumiert wird. Jüngere haben null Ahnung vom Leben Mitte der 90er-Jahre.

    • Lieber Herr Roth

      Besten Dank für Ihre Fürsprache.

      Ich Weiss nicht, wer den Bauernhof Ihres Vaters (wo ist die Mutter?) aktuell bewirtschaftet, aber falls ich mal etwas zu sagen haben sollte, muss diese Person sich an den vollständigen Pestizidentzug gewöhnen egal ob das Essen dadurch teurer wird oder nicht.

      Ebenfalls werden Sie sich nicht nur an Tempo 30, sondern an komplett autofreie Gegenden in der Stadt, z.B. um Schulen herum gewöhnen müssen.

      Vielleicht werden Sie sogar wieder mit dem Pferd in die Stadt reiten.

  35. Es liegt in der Natur des Menschen, dass erst reagiert wird, wenn’s wirklich weh tut. Bis dahin ist man primär mit sich selbst beschäftigt, um all die Verpflichtungen des Alltags zu meistern und die Auswirkungen einer verfehlten Politik zu tragen.

  36. 1.Einwanderungsstopp.2.Eine Million Ausländer wieder abbauen.Methode: Für zwei die gehen darf nur noch einer einwandern.3.Ziel: 7,5 Mio.4.Alle Asylanten wegschicken, ausweisen an die Schengenbosse Deutschland etc.5.Wohnsitze in der Schweiz dem Meistbietenden versteigern. 5. Stopp Einbürgerungen für 10 Jahre.6.Die Multis zwingen die Vollkosten für Nichtschweizer zu zahlen (mind. 5 Mio pro Nase).7.Steuererleichterungen von 10-25% um die Werte des frei verfügbaren Einkommens zu erreichen wie Liechtenstein.

    • @ Groeg…..ganz genau.

      Stimme allem zu.

      Sie werden uns darob zum neuen „Bösen“ ernennen und nach 5 Jahren wieder zum Alltag übergehen.

      Als ich zur Schule ging hatten wir 6 Millionen Einwohner und trotzdem schon dei Initiativen von James Schwarzenbach.

      Heute ist die Unvernunft noch um Längen grösser, anstatt das wir auch nur ein Problem gelöst hätten.
      Laut Berechnungen werden uns die Eritreer, um nur eine Gruppe zu benennen, pro Person die mit 20 Zugewandert ist und mit 80 stirbt, in aller Regel 2.025 Millionen Franken kosten.
      Zeit diese reinen Wirtschaftsmigranten loszuwerden…. …………die alle unsere AHV samt deren Zusatzleistungen noch schwer belasten werden, ohne je darin eingezahlt zu haben.

  37. Wieso sollen die Rentner auf die Barrikaden? Gemäss meinem Wissensstand sind das bis dato die grossen Profiteure, denn bei Ihnen hat weder eine Rentenkürzung noch eine Kürzung der AHV Bezüge stattgefunden. Auf die Barrikaden müssen alle die 55 oder weniger Lenze zählen, denn die wird es am härtesten treffen. Aber sind wir nicht auch selber schuld? Wir werden alle älter, aber eines wollen wir alle nicht Erhöhung des Rentenalter und höhere Beitragszahlungen. Dass diese Rechnung nicht aufgehen kann dazu braucht es keinen Abschluss einer Universität oder einer Fachschule sondern nur gesunden Menschenverstand. Wir sollten auch aufhören, die Schuld immer bei anderen zu suchen, denn jeder ist schlussendlich für sich selber verantwortlich!

    • AHV: Der k-tipp hat schon x-mal vorgerechnet, dass es vorläufig genug AHV Geld hat, dass eine zweite Baby-Boomer-Generation nach der viel genannten, heutigen Ü50-Generation folgt und dass mit zu langen Lebenserwartungen gerechnet wird.

      BVG: Sicher will „man“ kein Rentenalter erhöhen, solange es Pensionskassenvertreter gibt, die fair und umsichtig wirtschaften und deshalb vorläufig kein Problem in ihren BVG-Kassen und einem Umwandlungssatz von 6.8% sehen.

      Es ist auch denkwürdig, weshalb die einen PK lediglich ca. 5% Umwandlungssatz (überhaupt) zahlen (dürfen!) und andere das gesetzlich vorgesehene zahlen (können).

      Die Sache mit der Angleichung der BVG-Abgaben AG/AN ist immer noch pendent, wenigstens in Beratung – allerdings immer noch mit schiefer Zielbenennung.

      Kopfsteuer bei der AHV kann jeder jährlich einzahlen, weshalb nicht auch BVG-Rentenbeiträge?

      Es gibt keine befriedigende Antwort auf die Frage, weshalb eine Bevölkerung, welche seit Einführung des BVG fast um einen Drittel resp. um 2 Millionen Einwohner gewachsen ist, nicht genügend Rentengeld erwirtschaftet. Wenn schon, müsste man dann in der heutigen Diskussion mit künftiger Stagnation der Bevölkerung, statt mit künftig steigendem Rentner-Alter argumentieren.

      Was ist die positive Begründung dafür, die Tatsache hinzunehmen, dass das Rentenvolk künftig flächendeckend bei den Sozialkassen endet? Oder wie vereint sich diese Meinung z.B. mit dem Erhalt der inneren Ruhe und des inneren sozialen Friedens im Land?

      Leistungsprimate sind inzwischen AGBs gewichen, welche sich einseitig in für uns obligatorische Verträge eingeschlichen haben. Auch hier müsste dies der „man(n)“ am Hebel wieder rückgängig machen.

      „Man“ wäre sicher bereit, höhere Abgaben zu zahlen, wenn all dies mal transparent und fair wäre.

      Verantwortlich sein wollen und können sind unterschiedliche Dinge.

  38. Gratulation!
    Die heute erwerbstätige generation ist verarscht!!
    Pensionskassen braucht es bei Negativzinsen so nicht mehr. Zusammenlegen, in AHV integrieren und Umlageverfahren einführen. (Wem sichere anlagen -1% p.a. rentieren; jedoch per Gesetz die verwalteten Vermögen seiner Anleger mit minimum von +1% p.a. verzinsen muss – der wird scheitern).
    Das erinnert an die fatale Absolute Return Strategie der UBS.
    Die heutigen Rentner haben Glück – konnten ihr Vermögen mit Umwandlungssatz von über 6 in Renten festsetzen und heute gut davon leben.
    Alle zukünftigen Rentner sind die verarschten des systems. Tiefere Vermögen, querfinanzierung der bestehenden und zu hohen Renten und einiges tiefere Umwandlungssätze – führen wzwangsläufig zu tieferen Renten!!
    Wem sollte das wohlfahrtsystem ursprünglich dienen? Der Mittel- & Arbeiterklasse.
    Wo sind die wütenden arbeiter, welche ihrer finanzieller sicherheit beraubt werden? Wo ist die SP, wenn man sie einmal braucht?
    Wake up!!

    • @ noch nicht Rentner……

      „Wo ist die SP wenn man sie einmal braucht…?“

      Falsche Frage……

      Die Globalisierung, Masseninvasion, die Grenzenlosigkeit samt dem EURO – EU Projekt sind linke Kern-Anliegen.
      Das alles wird von Links betrieben.
      Links kann nicht dagegen auf die Strassen gehen, denn sie müssten gegen sich selber Protestieren.
      Das unsere SNB den Euro Stützt, ist eine Folge des Linksdenkens, das ist nicht nur dem Druck der Exportwirtschaft geschuldet.

      Natürlich nimmt die Exportwirtschaft das „Geschenk“ der Nationalbank gerne an.
      Aber Matchentscheidend war das nicht, denn in der SNB denkt man Mitte-Links und hält es für eine gute Idee den Euro zu stützen.
      Wenn das zufälligerweise gerade mit den Schutz der hiesigen Export-Wirtschaft erklärbar ist, umso besser, so fällt es den wenigsten auf ….was da wirklich abgeht.

      Wir helfen der EU und insbesondere Deutschland um die EU vor den Zusammenbruch zu bewahren.

      Die SNB betreibt eine Linkspolitik…. dagegen kann die SP nicht demonstrieren.
      Das dabei die Pensionen verloren gehen, nehmen sie zu Gunsten ihrer Ideologie gerne in kauf, denn das wird sie erst viel später Wählerstimmen kosten, sofern die Wähler denn endlich begreifen wer ihnen das wirklich eingebrockt hat.
      Und das ist nicht die SVP….. die könnte auf die Strasse gehen.

    • @ Walter Roth
      Richtig, wir nehmen in Kauf, dass unsere Wähler weniger in den Taschen haben werden. Bedenken Sie bitte, unsere Wähler können weit weniger gut rechnen & verstehen wirtschaftliche Zusammenhänge weit weniger gut als wir (ihre politiker).
      Daher unternehmen wir Nichts, um den Rentenraub aufzuhalten. Von unseren Wähler gibts keine unbequemen Fragen. Wirtschafts-idioten; wie wir.
      Mir doch egal; mein Ziel ist in 4 jahren der NR und Dann; money, money, money. Dafür brauche ich Stimmen von mathematischen analphabeten.
      Lassen Sie bitte die unbehelligten im Dunkeln.

    • Walter Roth: Globalisierung ein LINKS-Produkt! Was für ein Scheiss! Da muss sogar Ihr SVP GroMaDuSi grinsen und erfeut sich solcher Mitglieder.

  39. Herr Jordan und die SNB sind nicht das Problem. Das Problem ist, dass wir vor Jahrzehnten das Zwangssparen, BVG, einführten. Die Stärkung der AHV hätte sehr wahrscheinlich zu ähnlichen aber nicht so schlimmen Verwerfungen geführt.
    Das institutionalisierte Sparen endet dank der Regulationen in den gleichen Anlageklassen. Diese Anlageklassen sind dank den geltenden Anlagerichtlinien überteuert und führen mitunter auch zu der Notwendigkeit der Negativzinspolitik.
    Was am meisten aufstösst ist, dass John Doe mit seinen Beiträgen in seine Pensionskasse den Herren für Ihre Villen, Häuser, Eigentumswohnungen etc. gratis Hypotheken ermöglicht ohne je selber in den Besitz von Wohneigentum gelangen zu können und die Vermieter die Mieten bis zum geht nicht mehr in die Höhe treiben.
    Die Verfilzung, die zu heutigen Krankenversicherungsprämien führten nach Einführung des Obligatoriums – ebenfalls wieder dank Regulationen, sucht seines gleichen. Der Dumme – der Bürger.
    Hört auf mit Beschränkungen und Regulationen, welche entweder der Finanzwelt oder der Politik Hand in Hand schreitend zu unangemessenem Einfluss und Vorteilsnahme den Weg ebnet.

  40. Rechnet wirklich noch jemand, der in mehr als zehn Jahren Rentner wird, dass er oder sie eine Rente bekommt, die über ein Rinnsal hinausgeht?

    Die SNB oder besser der SNH ( H wie Hedgefonds ) wird sein Pokerspiel irgendwann in den nächsten zehn Jahren verlieren, mit massiver Verschuldung der Schweiz als Folge.

  41. Herr Zeyer – Besten Dank für Ihre wertvollen Hinweise.
    Sie haben eine enorme Fähigkeit – welche leider nur sehr wenige Menschen haben.
    Zudem besitzen Sie die Fähigkeit – diese Angelegenheiten – sehr verständlich zu formulieren.
    Die Tatsache, dass wir von Ihrem Durchblick profitieren ist – dass Sie noch viel tiefere Kenntnisse über die gesamte Angelegenheit haben.
    Berichten Sie doch bitte darüber – welche Gegebenheiten es sind, welche Herrn Jordan – und sein engerer Kreis beauftragen.

  42. Wieso sollen die Rentner auf die Barrikaden steigen, die jetzigen Rentner profitieren ja wie blöd von diesem System, Renten KÜRZUNGEN das wäre angesagt, aber dazu haben unsere Politiker ja kein Gehör

    • Ein Vertrag auf Lebzeiten wird und darf nicht angetastet werden, geschweige Renten kürzen.
      Meine Vorschläge zu einem Systemwechsel:
      – Minuszinsen asap abschaffen
      – Gründung Staatsfonds
      – Zusammenlegung AHV und Pensionkassen zu einer einheitlichen staatlichen Altersvorsorge
      – Einheitliche staatliche Krankenkasse, Punkt.

    • @ Rene Müller…..

      Also Sie wollen den Sozialismus.

      Sie wollen das Problem mit dem Medikament heilen welches die Krankheit hervorgerufen hat ?

      Ohne das Links-Projekt EU, ohne die Grenzenlosigkeit, die massenhafte Zuwanderung usw. hätten wir das Problem gar nicht ……das unsere SNB den Euro stützen würde und dafür unsere Pensionen mit Minuszinsen abwürgt.
      ———————————-
      Ich bin mir nicht sicher ob in Jordans Kopf wirklich die Schweizer Exportindustrie, oder nicht doch das stützen des EURO massgebend für seinen Kurs ist.
      ———————————

      Jordan war ein Intimus von EWS, und die hat zu Gunsten ihrer Karriere die eigene Partei verraten.
      Ist das ein gutes Zeichen für Charakter ?

    • @Roth

      Sie schreiben
      „Ich bin mir nicht sicher … das stützen des EURO massgebend für seinen Kurs ist.“

      Wenn Sie sich die mengenmässigen Relationen Total EUR mit Total CHF anschauen – dann sehen sie, dass diese Frage überflüssig ist. Zudem wurde der Wert des EURS seitens der Zentralbank ja bewusst gesenkt.

    • Nur die dümmsten Kühe wählen ihre Metzger selbst.
      Das wird auch am 20.Oktober wieder so sein, wie immer wird den Kandidaten blind vertraut. Diejenigen, die auch noch so naiv sind und politischen Parteien chronisch jährlich Mitgliederbeiträge abliefern, wählen sowieso blind aus Gewohnheit ihre eigenen Metzger immer wieder.
      Erst ein grosser “Knall“ wird sie wecken, und der kommt!