Abtauchen, weisse Weste betrachten, Filme schauen

Präsident Urs Rohner hat als Oberhaupt zugelassen, dass seine Credit Suisse in schwere Not gerät – Wegen eines Hahnenkampfs.

Immer, wenn man denkt, dass sich die Banker nicht nach unten steigern können, beweisen sie: Schlimmer geht immer. Sie mussten sich schon wohlverdient als gierig, dumm, inkompetent, abgehoben beschimpfen lassen. Sie sehen bis heute nicht ein, dass Millionengehälter für Milliardenverluste einfach nicht gehen.

Aber all das verblasst vor dem neusten Tiefpunkt des Schweizer Banking. Zwei überbezahlte Manager sind nicht in der Lage, einen Nachbarschaftsstreit anders zu lösen, als dass sie ihre Bank, Zürich, den ganzen Finanzplatz Schweiz der Lächerlichkeit preisgeben.

Wer mehrere tausend Franken verdient – pro Stunde –, sollte doch in der Lage sein, seine Zeit Wichtigem zu widmen. Zum Beispiel, wie man seine Bank wieder auf Kurs bringt. Wie man den Börsenkurs der Bank aus dem Keller holt. Wie man zukünftig Milliardenbussen vermeidet. Wie man sich so aufstellt, dass man als systemrelevante Bank keine Gefahr läuft, vom Steuerzahler gerettet zu werden.

Und schliesslich, indem man sich an das Führungsprinzip Nummer eins erinnert: durchs eigene Beispiel führen. Nichts motiviert einen Mitarbeiter mehr, als wenn der Vorgesetzte all das lebt, was Arbeit und Leistung zur Kür macht, nicht zur Pflicht. Wenn der Vorgesetzte, neben seinen fachlichen Fähigkeiten, menschlich integer, anständig, offen, nicht intrigant ist.

Keine dieser Eigenschaften trifft auf das Trio Infernale zu, das nicht nur die Credit Suisse, sondern auch die internationalen Schlagzeilen beherrscht. Als Lachnummer. Financial Times, Wall Street Journal, kein bedeutendes Organ der Welt kann der Versuchung widerstehen, von den Jagdszenen im biederen Zürich zu berichten.

Von testosterongeschwängerten und alkoholseligen Partys, von zwei Bäumen, von Baulärm. Kein Organ kann verstehen, wie sich Bankenlenker mit Inbrunst solchen Themen widmen. Informationen an die Schweizer Presse durchstechen, sich selbst in ein besseres Licht, den anderen in ein schales stellen wollen.

Was darauf bereits für Zeit verbraten wurde, geht auf keine Kuhhaut. Und entspricht sicherlich dem Jahreseinkommen eines Dutzend Durchschnittverdienern. Nun könnte man meinen, wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Das mag hier so sein, aber auch der Dritte ist ein Versager.

Inzwischen hat sich herausgestellt, wie der „SonntagsBlick“ enthüllte, dass der den Fall untersuchende externe Anwalt mit seiner Lebensgefährtin drei Kinder hat. Na und? Nun, sie ist seit vielen Jahren im Verwaltungsrat der – UBS. Ups. Ist das fatal, sittenwidrig?

Nein, aber gibt es bei der Riesenkanzlei Homburger wirklich keinen Anwalt, der in jeder Beziehung als neutral gelten kann? Und wieso hat Anwalt Rohner da nicht sein Veto eingelegt?

Es sind nun ganze 10 Tage vergangen, seit hier die Jagdszenen von Zürich enthüllt worden sind. Und was in wenigen Stunden hätte bereinigt werden können, wächst sich zu einer Bedrohung für den Finanzplatz Schweiz aus.

Weil niemand Einhalt gebietet. Obwohl der mit der Untersuchung beauftrage Homburger-Anwalt Flavio Romerio schon im Steuerstreit mit den USA ein gefragter Fachmann war – und für seinen wertvollen Ratschlag 1000 Franken veranschlagt haben soll. Pro Stunde, versteht sich. Wollen wir wissen, wie viel eine ganze Woche Romerio kostet?

Oswald Grübel, der selbst gezeigt hat, dass es Situationen gibt, in denen man in wenigen Minuten entscheiden muss, dass Verantwortung bedeutet, sie zu übernehmen und zurückzutreten, sagt völlig zu recht, dass man die Hintergründe des Skandals in wenigen Stunden eruieren könnte. Da braucht es garantiert nicht eine wochenlange „Untersuchung“ einer Riesen-Kanzlei, die sich über das Schreiben saftiger Honorarnoten für Pipifax freut.

Seit zehn Tagen macht der oberste Verantwortliche der Credit Suisse wieder das, was er offenbar am besten kann: nichts. Abtauchen, die weisse Weste betrachten, vielleicht Filme schauen, als Anwalt durchspielen, wer hier gegen wen ist, wessen Kopf rollen sollte, wessen nicht, und vor allem: Wie kann man die Situation für sich selbst ausnützen? Das treibt alle Drei an, nichts anderes. Wie kann ich dem anderen schaden, wie kann ich selbst den Kopf aus der Schlinge ziehen.

Die Bank, die Reputation, der Flurschaden für den Finanzplatz, Lächerlichkeit, die tötet? Darauf wird kein Gedanke verschwendet. Es wird kein Gedanke darauf verschwendet, dass das internationale Kapital heutzutage wie ein scheues Reh ist.

Es zuckt schnell zusammen, wittert sofort Gefahr – und ergreift die Flucht. Das nächste Bankkonto, irgendwo, ist nur einen Klick entfernt. Und was hat die Schweiz denn mehr zu bieten als Seriosität, Sicherheit, Stabilität? Und weitgehend Humorlosigkeit im Banking?

Ist das alles schlimm, ist das schon das Schlimmste? Nein, es geht noch schlimmer. Was diese drei Herren aufführen, kann nicht qualifiziert werden, ohne dass der Anwalt droht.

Aber noch schlimmer ist: Man lässt sie. Zum Mäusemelken ist, dass man sie lässt. Denn alle Drei sind oder waren keinesfalls die Eigentümer der Bank. Sondern bloss Angestellte. Mit Arbeitsvertrag, Kündigungsfristen, Ferienanspruch und Lohnabrechnung. Sie sind nichts weiter als Angestellte, die über die Stränge schlagen. Oder eben dem Nichtstun frönen.

Wer lässt sie? Die Besitzer der Bank natürlich. Die Besitzer der Bank lassen sie schalten und walten und toben und kleinkriegen und sich benehmen wie Halbstarke. Ohne einzugreifen, ohne durchzugreifen. Ohne ein Machtwort zu sprechen. Wie sollte das gehen? Das Aktionariat ist doch zersplittert, es gibt nicht einen oder wenige Besitzer, sondern viele, sehr viele. Na und?

Die Zahl der Besitzer ist doch nicht entscheidend bei der Frage, ob der Besitzer einfach zuschauen soll, wenn sein Besitz der Lächerlichkeit preisgegeben wird.

Als Tiefpunkt einer Entwicklung, wo der Aktienkurs nur den Weg nach unten kennt, bei gleichbleibend turmhohen Gehältern. Wo der amtierende CEO seit Antritt Multimilliarden an kumulierten Verlusten eingefahren hat und den Aktienkurs, vorher schon auf bescheidenem Niveau, nochmal halbierte. Während der für die Strategie und Ausrichtung und Zukunftsfähigkeit der Bank zuständige VR-Präsident noch nie auch nur in einem Wort erkennen liess, dass er so etwas wie eine Strategie hätte.

Was könnten denn die Besitzer tun? Sie könnten diesem Trauerspiel, das nur für die Konkurrenz im Ausland ein Lustspiel ist, weiter zuschauen. Oder aber, sie könnten eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, die gesamte Führungscrew zum Teufel jagen und einen Neustart versuchen. Das wäre unerhört, risikohaft, noch nie dagewesen?

Das stimmt. Aber das Theater, das die CS aktuell aufführt, das ist auch noch nie dagewesen. Würde man sie auswechseln, gälte immerhin: Kein Anschluss mehr unter dieser Lachnummer.

Oder aber, wie der erste montierte Fonds-Investor bereits zu Protokoll gibt: Ist durchaus verständlich, dass Massnahmen ergriffen werden, um die Bank vor Schaden zu schützen. Da kann man nur sagen: Solche Besitzer verdienen wirklich nichts Besseres als solche Manager.

Kommentare

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  1. TRIO Infernale
    Gratulation an Hr. Zeyer, besser kann man es nicht schreiben.
    Gratulation an Frau Heinvirta, hats auf den Punkt gebracht. Besser als diese zwei Begündungen geht’s nicht.
    Wie lange dauert es eigentlich bis in diesen Etagen etwas geschieht. Das Benehmen ist unakzeptabel und sehr verantwortungslos.
    Soviel zu corporate governance and integrity. Für was haben wir eigentlich diese Instrumente wenn sie nicht umgesetzt und gelebt werden. Freundliche Grüsse

  2. Hervorragend geschrieben, so wie es eben auch ist. Es ist höchste Zeit dass man die Augen nicht mehr von den verschliesst, was heute so passiert, sondern es publik macht. Wir brauchen keine Angst mehr von der Klimakatastrophe zu haben, wir vernichten uns selber, in dem wir einfach verblöden.

  3. Mich erstaunt das Geblöke hier über Leute wie Rohner, Thiam & Co., auf die nun alle hier und anderswo eindreschen. Es krankt das gesamte System und zum „System“ gehören mehr als die Konzernspitze der Credit Suisse:

    Da wären noch…

    Die Aktionäre der CS: Stossen sie ihre Aktien ab? Nein, weil das Geld halt doch mehr Gewicht hat, als die Moral.

    Die Mitarbeiter der CS: Kündigen sie ihren Job oder lehnen sie überrissenen Bonuszahlungen ab, weil sie nicht für einen korrupten Laden arbeiten wollen? Nein, weil’s dann doch an den eigenen Bart ginge.

    Die Kunden der CS: Ziehen sie ihr Geld ab, weil sie diese Machenschaften nicht auch noch mitfinanzieren wollen? Nein, weil ihnen der Aufwand zu gross ist, zu einer anderen Bank zu wechseln, in der keine mafiösen Zustände herrschen.

    Die Anwälte von CS: Lehnen die ein Mandat ab oder sind sie an einer raschen Aufklärung des Falls interessiert? Nein, weil die umso mehr verdienen, je länger eine Untersuchung dauert.

    Die Sponsoring-Partner von CS: Kündigen diese ihre Zusammenarbeit mit CS? Nein, weil die Einnahmen aus Werbeverträgen eben doch zu lukrativ sind und die Ferien auf den Cayman Islands inkl. Golfausrüstung ja auch irgendwer bezahlen muss.

    Die Zulieferer von CS: Lehnen es diese ab, CS mit ihren Produkten und Services zu beliefern? Nein, denn dann würde ethisches Verhalten ja etwas kosten.

    Die Finma: Schreitet sie ein? Nein! Weil dieser Haufen überwiegend aus Bankern besteht. Und da hackt eine Krähe der anderen bekanntlich niemals ein Auge aus.

    Last but not least…Die Politik: Interveniert sie? Nein, weil die eben letztlich auch zu den Handlangern der Wirtschaft gehören, wie die letzte Finanzkrise gezeigt hat und weil die Grossbanken „global systemrelevant“ sind, was unbegrenzte Narrenfreiheit offensichtlich einschliesst.

    Beschweren wir uns also nicht über die bösen, bösen Banken und die ach so korrupten Banker, solange niemand wirklich willens ist, nur eine der zahlreichen möglichen Konsequenzen zu ziehen. Da verhält es sich ganz ähnlich wie mit der Klima-Debatte: Alle monieren die unsäglichen Zustände, aber keiner will sich exponieren und wirklich etwas tun in der Sache.

    Journalisten wie Herr R. Zeyer und Herr L. Hässig gehören zu den wenigen, die den Finger in die Wunde halten und nicht wegsehen. Meinen Respekt!
    Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sie damit etwas bewirken in den Köpfen der Leute, die in ihrer trägen und pseudo-toleranten „Ist-doch-alles-nicht-so-schlimm-und-geht-mich-auch-nichts-an“-Manier nur allzu gern darüber hinwegsehen.

  4. Dass Rohner ein ganz toller Hecht ist, beweisen auch seine kitschigen Armreifen auf der Foto von heute auf NZZ-Online (Artiker von Zoé Baches von 09:23). Wer weiss, was diese bedeuten?

  5. In Anlehnung an Zowie:

    Auf mich wirkt Herr Rohner eher wie ein netter alter Mann, der seinem Charakter nur deshalb nicht nachtrauert, weil er noch nie einen nennenswerten gehabt zu haben scheint. Er ist damit in guter Gesellschaft. Natuerlich ist so etwas wie Charakter eher hinderlich und koennte schnell mal mit Anstand verwechselt werden. So gesehen ist seine Haltung verstaendlich.

  6. Bravo Inside Paradeplatz! Endlich schreibt mal jemand über U. Rohner was Sache ist.
    Sein Track Record als VRP (seit April 2011):
    Aktienkurs: Minus 70%. Dividende: Minus 65%.
    Damit ist er ein gigantischer Kapitalvernichter und einer der schlechtesten VRPs der Schweiz.
    Offenbar sind die massgebenden Aktionäre damit zufrieden, was auch wieder tief blicken lässt.

  7. Ich hatte meine ehemaligen Kollegen bei der CS damals nach der Ernennung von TT zum CEO gefragt, ob sie das verstünden. Auf ihre Rückfrage, was ich denn meinte, sagte ich: „Hätte ich als RM Thiam als potential client zu akquirieren versucht, hätte mir mein Chef vermutlich ohne Vorwarnung die Kündigung ausgeprochen! Ein PEP? Really?!? Aber als CEO? Warum nicht…!

  8. Rohner ist Teil des Geschäftsmodells — wie also soll der VR den CEO unter diesen Aspekten los werden wenn dieser nur das macht, was der VR vorlegt?

    Khan seine „Mitleidsstory“ er fühlte sich an Leib und Leben bedroht ist doch etwas gar blauäugig, da ich kaum glauben kann, dass Khan diese Machenschaften bei der Credit Suisse unbekannt waren.

  9. Es bestätigt siche einmal mehr: Die sogenannt „Besten“ sind es nachweislich nicht! Was soll das ewige Geschwätz, die hohen Bezüge seien berechtigt, weil der Markt das verlange und diese Top-Schrotts grosse Verantwortung tragen. Bla, bla. Einzig Oswald Grübel hat Verantwortung getragen und ist nach dem Flop von UBS-Händler Abodoli von der Bühne abgetreten. Die Hauptverantwortung für solche personellen Pleiten trägt de VR. Bei grossen Publikumsgesellschaften sind das v.a. die VR aus dem „Compensation Committee“. Wenn diese etwas für die Aktionäre tun möchten, dann sollen sie unangemessene Saläre von Angestellten vermeiden. Ich gehe davon aus, dass es im CS Konzern mehrere mindestens so befähigte Personen gibt, welche den Job auch für 5 Mio. CHF machen würden. (Ist ja auch noch ein stolzes Sümmchen) Das ist aber nicht sehr interessant für die Head-Hunters, welche munter an der Salärschraube mitdrehen und ihre Provionen auf der Basis von möglichst hohen Jahreslöhnen einstreichen wollen. Zu guter Letzt, ist auch der VR in globo nicht an einem bescheidener honorierten CEO interessiert. Hinter dessen unappetitlich hohen Lohn, können sie sich bequem verstecken und ihre Bezüge ebenfalls optimieren. Wo bleibt der Anstand und der Wille, den sozialen Frieden in unserem Land zu bewahren? Dieser ist mir deutlich wichtiger als das Geplärre um zwei Bäume.

  10. Hmmm, muss gerade tief Luft holen. Lese gerade an der Sonne das Buch „Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs“ von Gerd Kommer. Da wird das ganze Anlagegeschäft ganz grundsätzlich eingedampft. Auf wissenschaftlicher und evidenzbasierter Basis.

    Und nun die Banken? Die Vermögensverwaltungsbanken? Oh ja, ein Kapitel des äusserst lesenswerten Buches ist gerade dem Private Banking gewidmet. Ich kriege da keine Kickbacks – keine Angst. Fazit: ernüchternd!

    Das grosse Problem hier ist, dass ein einfacher „Halukenaustausch“ nicht die Lösung sein wird. Diese Gebilde sind leider veraltete Fehlkonstruktionen mit viel zu vielen fundamentalen und systemimmanenten Interessenkonflikten. Zulasten fast aller: der Kunden, der Eigentümer, der Allgemeinheit.

    Den ersten Schritt sollten die Kunden tun, den zweiten wohl die Aktionäre oder Leerverkäufer (suchen Sie es sich aus, ist formell identisch) und den Rest erledigen die „Hunde“.

    Ach ja, Schweizer Franken und Eidgenossen lassen sich auch anderswo kaufen und halten. Selbst in anderen ausländischen AAA-Jurisdiktionen und Rechtsstaaten.

    Die Schweiz ist besser als ihre Banken!

  11. „Z’Herrlichberg am Zürisee, da wachse jetzt wäg de Credit Suisse e paar Bäuli me ! Die hätte gscheiter a paar Aktie planzt, die chönnte wie d’Bäumli zuverlässig und stetig wachse Dank der liebe Sunne“

  12. Guter Artikel. Der einzige Grund für die „Untersuchung“ dürfte sein, Zeit zu gewinnen und die Sache auszusitzen. Die Fakten sind ja auf dem Tisch und der Ruf ist so oder so beschädigt. Es geht so einfach nicht mehr. Wie Ossi Grübel bereits gesagt hat, wäre jetzt im VR Führungsstärke gefragt und nicht eine teure und unnütze juristische „Untersuchung“.

  13. Na, das ist doch mal ein Wort! – Sitze als Unternehmer, der weltweit mit seinen 3 Partnern ca. 2500 MA (allerdings nur wenigen in der Schweiz) ein gutes Auskommen ermöglicht, in den Banken öfters auch irgendwelchen Massanzug tragenden Schauspielern und Faultieren gegenüber (nicht CS), die man am liebsten ohrfeigen möchte.

  14. Aktionariat der CS, „viele, sehr viele“? Nein, nein, man schaue sich die Liste der bedeutenden Aktionäre an. Die gehören auch zum Zirkel. Coco-Bonds?
    „Viele, sehr viele“ Kleinaktionäre? Jawohl, das sind jene, die zu Tausenden aus den hinteren Reihen über die fünf schwarzgekleideten Herren in der 2. Reihe hinweg aufs Podium grölen.
    Und dann das Resultat der Abstimmung: „Sie haben die Vergütungspolitik der Bank mit 85.4% gutgeheissen“.
    Die Minderinitiative war schon ausgehebelt, bevor sie durch das Volk angenommen wurde.

  15. Und wer sind die Besitzer ? Vor allem ausländische Investoren, auch und vorallem aus dem arabischen Raum, die die CS in der vergangenen Finanzkrise mit Megadarlehen und horrenden Zinsen „gerettet“ haben, die wollen weiter garnieren . Verantwortlich: Hürdenläufer und Filmfestivalhauptsponsor und Nichtbänker aber rückgradloser Jurist Urs der ewige Sesselkleber.

  16. Diejenigen, welche die anonym atomisierten Besitzer dieser Selbstbedienungsläden „vertreten“ und „Portfolios managen“ bzw. Unternehmen „analysieren“ sind eben selbst Teil einer konformistischen, mutlosen und einfallslosen Kaste, die zwar per MBA und CFA behauptet, sie sei qualifiziert hiefür, aber weder von Unternehmensführung noch von Unternehmenskontrolle wirklich etwas versteht. Oder von den Werten, die hierfür eine Grundlage bilden müssten.

    All diese angeblich hochqualifizierten Herren, die qua „Ausbildung“ und den Gemeinplätzchen, die sie täglich backen, angeblich einem freien Kapitalismus und Unternehmertum huldigen, sind nichts anderes als analytisch überzüchtete Verwalter, Mandarine, die letztlich, ohne es zu wissen, mithelfen, den wirklich unternehmerischen Kapitalismus zu Grabe zu tragen.

    • Gute Schreibe besteht aus Sätzen mit 8-12 Worten. Verstehen und Begreifen sind zweierlei Dinge.

    • Herr Meyer, Sie sollten genauer lesen. Mein Vorname schreibt sich so: René. Und über die Nachkommenschaft von Rohner habe ich kein Wort verloren, sondern über die des Homburger-Anwalts.
      Ich hoffe, Sie arbeiten nicht in der Finanzbranche …

    • Berhard Meyer Sie sollten genauer lesen. Es geht um den Fall untersuchenden externen Anwalt von Homberger und nicht um Rohner.

  17. Schwachstelle 1): Rohner
    Schwachstelle 2): Medien

    „Das stimmt. Aber das Theater, das die CS aktuell aufführt, das ist auch noch nie dagewesen“

    Für das Theater sind die Medien zuständig, angeheizt durch den schwachen Rohner, resp. eine fehlende anständige Stellungnahme seitens der Führung.

    Vermutlich werden Thiam und Rohner in den nächsten zwei Jahren Gewinn ausweisen, den Kurs entsprechend etwas ansteigen lassen – und sich dann zum nächsten Arbeitgeber retten, wobei sich beide rühmen werden, ein Unternehmen saniert zu haben…

    So wie Thiam im ersten Jahr viel heikle Aktiven abgeschrieben hat, kann er auch wieder Positionen aufbauen, resp. auf Abschreibungen verzichten und so Gewinn ausweisen. Ein Spiel das leider funktioniert.

  18. Das Trio Infernale Thiam – Rohner – Iqbal fahren die CS mit Vollgas gegen die Wand.

    Sie machen die Schweiz – den Finanzplatz Schweiz und die CS zur Lachnummer der Nation.

    Die CS Kunden sind nicht dumm und werden mit den Füssen abstimmen und Ihre Vermögenswerte in Sicherheit bringen zu anderen Banken.

    • Ich habe keine Vermögenswerte dort. Die Kunden müssen i h r e Werte, nicht meine, in Sicherheit bringen!

  19. Finma und Politik müssen hier eingreifen.
    VR wird nichts machen.

    CS stellt eine Gefahr für den Finanzplatz Schweiz und fuer die schweiz. Volkswirtschaft dar.

    CS könnte uebernommen oder verstaatlicht werden um den Schaden zu begrenzen.

    • CS ist bald wertlos bei diesen traurigen „Unführungskräften“ eine Katastrophe.

    • Lieber Herr Frischknecht, darf ich fragen wie alt Sie sind? Oder ob Sie (wie ich vermute) definitiv nicht von Fach sind?

      Wann haben Sie es bitteschön erlebt, dass die FINMA (fürchterlich inkompetente Nullen mit Amtsstatus) etwas tat in solchen Fällen? Die Politik?!? Ich bitte Sie, in welcher Welt leben Sie?!?

      Da werden Sie vorher Trump erleben, wie er twittert: „I was so wrong and made a huge mistake!“

    • Die FINMA wird kaum etwas unternehmen, haftet doch an deren Chef noch der Stallgeruch der Grossbanken.

  20. und immer, immer wieder, die frage:
    wo sind eigentlich die aktionäre??
    ist es denen scheissegal, ob ihre
    firma den bach runter geht, bzw.
    dass solche loser so viel geld beziehen?
    werden sie von solchen leute ev. speziell betreut?

  21. Herr Rohner wirkt auf mich wie ein lieber, netter, älterer Herr der sich von den Rotzgoofen auf der Nase rumtanzen lässt. Ein „Grüss-Gott-August“ halt, der von den Grossaktionären auch nur dafür gebraucht wird.

    Ob es am Alter, dem fehlenden Wissen oder der eigenen Blindheit infolge der erreichten Position eines Sonnenkönigs liegt, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber Führungsstärke sieht definitiv anders aus.