Die Public Affairs-Krise der Credit Suisse als Exempel

Die hohe Schule der Kommunikation will erlernt sein – CS machte alles falsch – Neues Credo: „Gewinn mit Sinn“.

Wie Iqbal Khan die Credit Suisse mit CEO Tidjane Thiam und VR-Präsident Urs Rohner gebodigt hat, ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Public Affairs, die höchste Form der Kommunikation, über den Erfolg von Konzernen und ihrer Chefs entscheiden.

Khan, wie in einem Boxkampf, ging auf die kurze Distanz, während Urs Rohner und Tidjane Thiam Abstand zu wahren suchten – und verloren.

Die Kunst der Public Affairs, als höchste Form der Kommunikation, ist in der Schweiz weitgehend unbekannt. Sie bedeutet, einem Unternehmen Nähe zur Gesellschaft zu vermitteln auch dann, wenn es ganz andere Ziele verfolgt.

Die Credit Suisse ist jetzt eine Grossbank, die, von Ausländern geführt, eine Praxis verfolgt, die unschweizerischer nicht sein könnte. „Dabei“, so sagte mir ein Mitglied der Generaldirektion der CS, „haben wir Urs Rohner doch als Schweizer an die Spitze gestellt.“

Rohner ist für die internationalen Aktionäre das Feigenblatt an der Spitze der zweitgrössten Schweizer Bank. Er wird dafür, als Anwalt der sonst wenig Spuren hinterlassen hat, fürstlich honoriert.

Die asiatisch-arabisch-amerikanischen Hintermänner, denen die Bank eigentlich gehört, haben „No Swiss feeling“, das heisst, der „Swiss finish“ ist ihnen unbekannt, mindestens ungewohnt.

Khan ist der Aufsteiger, aus den Vororten Zürichs kommend, talentiert für den Erfolg. Ein „Performer“ erster Klasse.

Jetzt steckt die Credit Suisse in der Public Affairs-Falle als Verliererin. Die UBS hat die Chance, sich als Gewinnerin zu zeigen. Kann sie das?

Zweifel sind angebracht, denn schon zeigen sich Konkurrenten, die den neuen Star demontieren möchten. Das ist Marktwirtschaft auf höchstem Niveau.

Public Affairs-Krisen erleben auch andere.

SBB-Chef Andreas Meyer, der aus seinem Abschied eine Erfolgsgeschichte machen wollte, hat 100 Millionen Franken für ein sauberes Image investiert.

Die PR-Aktivitäten der Staatsbahn nutzten ihm wenig, denn deren Marketing ist verwirrend, das Corporate Image katastrophal und die Public Affairs sind eher chaotisch. Deshalb sind die Millionen vertan und der Ruf ist ruiniert.

Unsere sieben Bundesräte wenden jährlich über 80 Millionen auf, um dem Schweizer Volk ihre Politik zu verkaufen. Doris Leuthard hat uns damit eine Energiepolitik verkauft, die nicht funktioniert. Sie hat uns eine Verkehrspolitik verkauft, die uns nur Staus und CO2-Schäden durch die Luftfahrt gebracht haben.

Das VBS selber hat mehr kommuniziert als geliefert. Ob die Schweiz im Ernstfall verteidigt werden kann, glaubt kein Mensch.

Wie die Pestizide-Hersteller, Syngenta an der Spitze, ihre fragwürdige Praxis in Bern verteidigen oder der Innerschweizer Flugzeughersteller Pilatus seine Lieferungen nach Saudi Arabien, sind Public Affairs auf höchster Ebene.

Bundes-, National- und Ständeräte müssen dazu gebracht werden, Einzelinteressen gegen die Mehrheit des Volkes durchzusetzen. Das ist Staatskunst.

Was tut die Industrie?

Manchmal hilft schon nur das Schweigen, denn LafargeHolcim und die Luftfahrtbranche sind neben der IT-Zentren in der Schweiz die grössten Umweltverschmutzer. Sie berufen sich auf den Kundennutzen und Verbesserungen irgendwann.

Weil das Corporate Image nicht mehr stimmt, sind längst vier Fünftel aller Marken in der Schweiz in der Krise. Dann hilft das beste Marketing nicht mehr.

Diese Krise wurde global erkannt. Die weltbeste Finanzzeitung, die „Financial Times“, hat im September 2019 „Profit with purpose“ ausgerufen. Der Profit muss einem gesellschaftlichen Anliegen dienen.

Das sind beste Public Affairs – in Theorie.

Und in der Praxis?

Am jüngsten UNO-Klimagipfel durften 28 Weltkonzerne teilnehmen, von Unilever bis Vodafone, um sich als klimafreundlich zu zeigen. Gleichzeitig wurde eine „Allianz für verantwortliches Banking“ ausgerufen.

Hohe Worte oder die hohe Kunst der Public Affairs?

Wir leben im Kapitalismus der Rentiers; die Katari und andere wollen via Dividenden von der Credit Suisse sichere Einkünfte beziehen.

Diese Rentiers, von denen wir in der Schweiz viele haben, sind keine Unternehmer mehr, sondern Renten- und Dividendenbezieher. Sie wollen vor allem eines: Ruhe und regelmässige Einkünfte.

Dazu müssen die Public Affairs jener Unternehmen stimmen, in welche sie investiert sind. Die Credit Suisse zählt derzeit nicht mehr dazu.

Kommentare

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  1. Die CS mit ihrem arabisch/amerikanisch/Hedge Fund-dominierten Aktionariat agiert etwa so geschickt wie ein Sushi-Restaurant in Osaka, das von einem Deutschen geleitet wird, der am Bahnhof Zoo eine Currywurst-Bude geführt hat!
    Und da wundern sich gewisse Leute über die Fehltritte…!

  2. Huuch, was für ein Rundumschlag …

    Fakten zu den 100 SBB Mio:

    50/a für Vermarktung GA, Halbtax, Jugendsortiment und nationale Freizeitvermarktung mit Railaway. 50% im Dienst gesamte Bahnbranche.

    50/a für SBBweite KOM ext/int(33t MA), Zusammenarbeit Bundesstellen und Politik, Markenführung, Konzernstatistik, Hochschulzusammenarbeit.

  3. Stoehlker schreibt : „Das sei Marktwirtschaft auf hoechstem Niveau“

    Her Stoehlker, sind sie wirklich derart nach alter Schule verkalkt, desinformiert und gehirngewaschen, dass Sie einen solchen Unsinn schreiben?

    Entschuldigung Herr Steohlker, aber eine groessere Luege gibt es ja wohl kaum.

    Das Kreditschneeball-Finanzsystem, welches Notenbanken, Banken, IWF, Biz-Bank und Weltbank betreiben, laesst Maerkte gar nicht zu!

    In einer Marktwirtschaft muss Geld zuerst mal durch Arbeit und Leistung erwirtschaftet werden, bevor man es dann als Kredit verleihen kann.

    Durch ihre Monopolstellung verleiht das Bankenkartell aber Kredite, fuer die sie selbst nie Geld angespart haben.
    Die obigen Akteure betreiben ein wettbewerbswidriges System, weil denen das Geld fuer die Kreditvergabe fehlt. Sie betreiben sie ein System mit nie endenden Systematischen Bankbilanzverlaengerungen. Wer Seine Bilanzen staendig verlaengert betreibt Konkursverschleppung, mittels immer groesseren Schuldenbergen.

    Von Marktwirtschaft ist nichts zu sehen, aber von Betrug schon eher.

    Was Frau Leuthard betrifft koennen wir zustimmen. Eigentlich sollte dieser Dame gleich mal die Bundesratsrente gestrichen werden.

    • @Torpedo

      Für eine Marktwirtschaft braucht’s einen Markt. Welche und wessen Arbeit oder Leistung dahintersteckt, interessiert in diesem Zusammenhang erst in zweiter Linie. Ihr Einwand entspricht und entspringt dem mittelalterlichen, gottgefälligen Leistungsgedanken, der in der heutigen Zeit kaum mehr anwendbar ist.

    • Ihre Zusammenfassung der aktuellen, weltweiten Geldpolitik sowie der übrigen „Finanzplatzakteure“ finde ich sehr treffend!
      Die Probleme werden aktuell sehr erfolgreich vor sich her geschoben. Die Gefahr ist sehr gross, dass Sie sich, sobald genügend auf-potenziert, auf einen Schlag entladen. Damit wird unsere bis anhin gekannte Finanzordnung wohl irgendwann in näherer Zukunft implodieren.
      Die Hoffnung, dass ich falsch liege, stirbt zuletzt!

  4. Public Affairs ist analog Fox News für Trump.

    Professionelles Zurechtbiegen der Fakten mit medialen Mitteln für Menschen, die nicht draus kommen. Also für den Mob.

    Dabei spielt es keine Rolle, ob gelogen wird. Denn nur Nicht- Kommunizieren ist falsch; gleich was der Inhalt ist.

    Nur: intelligente und kritische Menschen werden durch solche Kampagnen nicht erreicht. Daher sind diese Konzepte nicht nachhaltig, weil früher oder später die Wahrheit rauskommt.

  5. Die Dilettante der C“S“ hätten „Retten, was noch zu retten ist, Desasterkommunikation“ von Valentin Landsmann beherzigen müssen!
    Geballte Unfähigkeit, mit Millionen honoriert!

  6. „Der weise Mann bis zum Ende hält sich nicht für groß, damit er seine eigene Größe erkennen kann!“
    Laotse

    „Wir leben im Kapitalismus der Rentiers; die Katari und andere wollen via Dividenden von der Credit Suisse sichere Einkünfte beziehen.“

    Aber lasst uns das Ganze relativieren und unter den Investoren, die „Dividenden“ verlangen, haben wir immer mehr junge Erben oder die in naher Zukunft Erben sein werden. Diese wollen, dass Dividenden ihrem eigenen Luxus und manchmal sogar Exzessen entsprechen. Aber ich bin nicht von Natur aus eifersüchtig, noch will ich diese Menschen in ein schlechtes Licht rücken, sogar nette und gut ausgebildete.
    Aber kommen wir zu den Fakten: Die Katharer sind sehr reich und entgegen den Prognosen, haben eine große WM der Leichtathletik organisiert und der ganzen Welt gezeigt, dass sie in der Lage sind, auch eine WM des Fußballs zu organisieren sind, ohne Probleme und großen Sport brillieren lassen…. so könnten auch sie und ihr Image heute ein wenig von ihrer Dividende für eine stabilere Zukunft aufgeben. Das nennt man echten Kapitalismus, oder wer am Anfang in Apple oder Bershire Hathway investiert hat, weiß genau, was es bedeutet…. und wird heute mehr als belohnt! Die goldige pensionierte oder diejenigen, die eine gute Karriere, vielleicht sogar ein guten Leben hatten und in der Lage waren zu verdienen und zu sparen, sollten mehr als glücklich und dankbar dafür sein, vielleicht wird es die „letzte Generation sein“, die dies tut, und sogar die erste…. und dann ein wenig Solidarität zeigen und eine kleine „Dividende für eine stabile und nachhaltige Zukunft“ aufgeben. Schließlich sollten die „neuen Reichen“ (erblich oder innovativ….) auch gerne ein wenig auf die „Dividenden“ für eine stabile und nachhaltige Zukunft verzichten und ihr Studium und ihr luxuriöses Leben finanzieren können….. also ein Gewinn für alle. Aber versteht es jeder? Ich bezweifle es, aber ich bin weiterhin optimistisch…..

  7. Interessanter Artikel, der einen Trend beschreibt, der mit Swissair begann…. vielleicht zuerst in den 90er Jahren mit „dem Genie der Finanzen“ Werner K. Rey… und dann mit „dem Scheitern von Ubs“ und nun mit guter Verzögerung mit der CS. Natürlich gab es noch viele andere….. aber ich zitiere die sensationellsten und bedeutendsten. All diese Beispiele, aber nicht zu vergessen die politischen in Genf zum Beispiel, die noch nicht gelöst sind, oder die der Staatsanwälte Roschacher und der heutige……das erste hat schwerwiegende Folgen erlitten, das zweite überlebt noch…….
    Dies sind keine „Symptome der Dekadenz“. sondern vielmehr klare und unwiderlegbare „Fakten“.
    Waren bis zum Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrhunderts alle „Heimspieler“ für diese Verschlechterung verantwortlich, so geschieht nun ein neues Phänomen: die Secondos tragen negativ dazu bei. Ich bin nicht rassistisch und unterstütze die Sache der Einwanderer, aber das ist neu…. während die Emigranten bis in die siebziger Jahre hinein Träger von Reichtum waren, haben sie unsere Infrastruktur, die Schweiz, die wir kennen, praktisch aufgebaut, verdienten wenig und kehrten in ihre Herkunftsländer zurück, nicht reicher als sie es waren…… Jetzt verdienen die „Secondos“ „Millionen“, erhalten einen „Willkommensbonus“ und können auch CEO werden….. vielleicht bald sogar BR….. wer weiß. Nun, das sollte uns dazu bringen, über die Migrationspolitik nachzudenken, oder wir beleidigen die armen Arbeiter und Vergolden, diejenigen, die nicht nur unsere Traditionen, sondern auch unsere Unternehmen zerstören! Ich werde sie nicht benennen, um Himmels willen…….
    Dann gibt es noch den anderen Widerspruch: Gestern haben zwei Schweizer den Nobel oder die Hälfte davon für humanitäre Arbeit verdient, Tag und Nacht hart gearbeitet und wenig verdient…. fast um zu zeigen, dass diejenigen, die „gut“ tun, bestraft werden und diejenigen, die „böse“ tun, belohnt werden…. jetzt, ohne Kontroverse aus Respekt, denken wir ein wenig darüber… Danke!

  8. Bei der CS genügt eben ein Schweizer VR-Präsident allein nicht um die Bank als „schweizerisch“ darzustellen. Nach dem US-Amerikanischen Abkassierer B. Dougan haben wir jetzt schon wieder einen kulturfremden CEO. Bei uns zirkuliert sogar der Bundespräsident per Velo und ohne Bodyguards, dieser CS-CEO findet es aber für nötig, das nur mit zu tun (gem. Medienberichten). Eine Attitude aus anderen Ländern, wo die Promis schon wissen weshalb sie Bodyguards brauchen. Aber wenigstens macht man Werbung mit einem Schweizer Tennisbölleliartisten. Immerhin.

  9. Die CS Führung hat nichts mehr im Griff ausser die eigenen Saläre. Der jüngste Fall Iqbal Khan und der Fall Mocambique lassen grüssen!

  10. Experten sind Leute,
    die andere daran hindern,
    ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen.

    Hannes Messemer
    * 17. Mai 1924 † 2. November 1991

  11. Lieber Herr Stöhlker
    Anstatt nur zu kritisieren: was hätten Sie denn anderst gemacht in der Affäre um Herrn Khan? Das Verhalten der CS, sprich Kommunikation auf ein Minimum zu reduzieren, war taktisch sinnvoll und nachvollziehbar. Die Bank hat Zeit gewonnen und der CEO musste (zumindest vorerst) nicht geopfert werden. In so einer Angelegenheit kann man eigentlich nur verlieren. Das Vorgehen war die beste aller verfügbaren (wenn auch „schlechten“) Optionen.

    • Man hätte es nur zugeben müssen, dass man im Interesse der CS den Khan bespitzelt habe. Schliesslich hausiert jeder Bankmanager mit seinen Kundenbeziehungen. Es hätte etwas Kritik gegeben, aber es wäre im Sand verlaufen. Die Wahrheit ist immer die beste Lüge.

    • @PM: ..damit haette man aber ein Fehlverhalten eingestanden, noch bevor die Sache intern aufgearbeitet wurde. Der VR hatte keine andere Wahl als das Ergebnis der Homburger Untersuchung abzuwarten. An die Medien zu gehen, bevor die Sache geklaert ist waere eine riskante Taktik.

  12. «Die Credit Suisse ist jetzt eine Grossbank, die, von Ausländern geführt, eine Praxis verfolgt, die unschweizerischer nicht sein könnte.»

    Seit wann ist das was Neues? Da muss man doch nur auf die Grossinvestoren der Banken schauen, dann ist alles klar – und das seit Jahren. Die Schweizer haben über ihre Grossbanken schon lange nicht mehr das Heft in der Hand, auch wenn man ihnen das per TV-Report der GVs weismachen möchte. Auch dieser Pfeiler gehört zur hohen Kunst der Kommunikation! Da lässt man jeden Kleinaktionär herumpupen gegen die bankeigenen und rendite-orientierten Ungepflogenheiten dieser ausländisch geführten Finanzinstitute, so dass die Bürger in ihrer Stube meinen, sie hätten in diesem Land noch etwas zu sagen, schliesslich herrscht hier Direkte Demokratie. Dabei ist in Tat und Wahrheit hintenherum von den ausländischen Grossaktionären alles Strategische bereits abgemacht. Auch das gehört zur höchsten Form der Kommunikation.

    Die Schweizer Unternehmen beherrschen diese hohe Kunst der Kommunikation recht gut. Nur, sind viele davon 1. schon lange nicht mehr wirklich schweizerisch (man beachte die Grossaktionäre!) und 2. Werden diese miesen Spiele der Kommunikation unterdessen von immer mehr Menschen durchschaut.

    • Bei allem nicht vorhandenen Respekt aber das kann nur ein absoluter Laie behaupten, von denen es hier sehr viele gibt.

      Sie sollten nur über Themen schreiben, von denen Sie auch etwas verstehen.

      Es gibt viele ehrliche Firmen die PR-Berater engagiert haben und absolut transparent sind. Die PR-Berater verdrehen nicht. Sie informieren Journalisten darüber, was sie nicht wissen oder worüber sie zuwenig wissen. In den meisten Fällen sind sie sehr viel wertvoller als die Kommunikationsangestellten der Firmen.

  13. «Die Kunst der Public Affairs, als höchste Form der Kommunikation, ist in der Schweiz weitgehend unbekannt. Sie bedeutet, einem Unternehmen Nähe zur Gesellschaft zu vermitteln auch dann, wenn es ganz andere Ziele verfolgt.»

    Was heisst denn das? Das ist in meinen Augen die hohe Kunst des Schwindelns, die hohe Kunst, die Bürger «glaubwürdig» anzulügen und in die Irre zu führen, die hohe Kunst der Mächtigen, den «dummen und ohnmächtigen» Bürger dorthin zu bringen, dass er das nachplappert und tut, was ihm die «ach so glaubwürdigen» oberen Posten-Besetzer indoktrinieren. In Tat und Wahrheit verfolgen letztere nichts anderes als ihre eigenen Partikular-Interessen, die den Interessen der Bevölkerung diametral entgegenstehen – «die höchste Form der Kommunikation»! Das merke ich mir gut. Herr Stöhlker, jetzt haben Sie sich selbst verraten.

    • „Bundes-, National- und Ständeräte müssen dazu gebracht werden, Einzelinteressen gegen die Mehrheit des Volkes durchzusetzen. Das ist Staatskunst.“

      Kommentar überflüssig

  14. Erste Priorität der Schweizer Bankchefs ist offenbar ihre Bezüge möglichst hochzuschrauben. Für das profane Alltagsgeschäft bleibt da nicht viel Zeit. Ein trauriger Abstiege der einst stolzen Branche.

  15. Stöhlker kommt wieder mal in der bekannten PR Art daher, die ihn schon in den Talkrunden der Vergangenheit bei Gilli auszeichnete: Besserwisserisch, oberlehrerhaft, mit völlig veralteten Konzepten wie CI oder Corp.Image aus der Mottenkiste der „Kommunikationsberater“.Was bei CS schiefgelaufen ist, ist schon lange bekannt und viel scharfsinniger analysiert worden.Dass er bei seinem bekannten Rundumschlag auch immer den BR und jetzt auch noch die SBB im Visier hat, was solls. Er ist zu einem „alten Schnorrer“ (im Sinne von Bukowski) mutiert. Er kann einem eigentlich nur noch leidtun. Vielleicht sollte er einen Sponsor suchen, der bereit ist, ihm eine Talksendung zu spendieren.Er könnte dann den berühmten „Roscher“ noch dazunehmen.Zwei wirkliche Kommunikationsprofis. Teleblocher steht bereit.

    • Ihre Darbietung erinnert an die Szene in „RED“, in der Botschaft, wo Malkovich die Klo’s „unbrauchbar“ macht … Wumm!
      Mr. PR aus Zollikon hat in der Schweiz eine „Berufstands Affair“ hochgezogen, zu einer Zeit wo Mann von ABB vie Swissair zu Zürich, nicht so genau wusste was damit gemeint war. Es war die Zeit als die Teppichetage noch vieles unter denselben wischte – vor oder nach dem KH-Lunch – und ausser Hansjörg Abt von der NZZ kein Journi komische Fragen stellte.
      Schön sind wir heute wenigstens ein paar Schritte weiter. Den Rest versuchen immer noch die Anwälte gerade zu biegen.

  16. „Die Kunst der Public Affairs, als höchste Form der Kommunikation, ist in der Schweiz weitgehend unbekannt.“??

    Das Lobbying ist der Hauptpfeiler von Public Affairs und wird in der Schweiz nun doch schon sehr sehr lange und ausgiebig praktiziert, es wurde einfach nicht Public Affairs genannt.

    • Lieber Rogue,

      sehen Sie, die Verwirrung der Begriffe ist gross:
      . Lobbying ist die gezielte Beziehungspflege zu Politikern.
      . Public Affairs sind der Aufbau einer Beziehung, eines Bildes oder eines Images in der Öffentlichkeit.
      Diese allgemeine Begriffsverwirrung ist beängstigend.

  17. Man möchte denken, es arbeiten Feld-Wald-und-Wiesen Hobbits in der Kommuikatios Abteilung der CS. Aber es sind gut bezahlte PR Profis mit Abschlüssen so lang wie das Haar von Rapunzel. Ich frag mich bloss lässt man die ihre Arbeit nicht verrichten oder sind sie nichts Wert.

    • diese pr leute sind einfach gut bezahlt, gut sind sie nicht, das haben sie bewiesen. und somit sollte jedem klar sein, finger weg von diesen jobhoppern. erstaunlich was die hr-zuständige a.p. der cs alles mit sich machen lässt, resp. sie so unter dem radar fliegen kann.

    • Antwort: beides, mit Schwergewicht beim zweiten.

  18. Die einfachste aller Fragen:

    Warum es nicht einmal mit der Wahrheit probieren?

    Wenn man schon alle diese versandeten MIO zusammenzählt liesse sich schon vieles mehr machen!