FC Zürich-Sponsor: Undurchsichtiges Geschäft

AntePay-Logo auf Shirts nach Sieg gegen Erzrivalen aus Basel auf allen Bildern – Bei Anruf alles unklar – Unbekannte Partner.

Der FCZ hat sich aufgerappelt. Für alte Fans ein kaum mehr erwartetes Highlight. Am Wochenende schlugen die Zürcher die Gegner vom FC Basel mit 3 zu 2.

Der Sieg bringt Publicity. Genau das will die AntePay. Es handelt sich um den Leibchen-Sponsor des Zürcher Traditionsvereins.

Seit dieser Saison zahlt AntePay eine unbekannte Summe dafür, dass ihr Logo auf der Brust der Fussballer des FCZ prangt. Ein kostspieliges Marketing, das sich nur grosse Firmen mit gutem Geschäftsgang leisten können.

Novartis gegen AntePay: Pharma-Riese gegen … was genau? (FCZ)

Denkt man. Doch wenn man bei AntePay auf die Webseite geht, wird man nicht richtig schlau. Es geht darum, Prepaid-Kreditkarten zu kaufen. Damit liesse sich im Zeitalter der totalen Überwachung diskret im Netz einkaufen.

Es braucht allerdings ausgewählte Partnerfirmen dafür. Nur bei diesen lassen sich die im Voraus mit Cash aufgefüllten Kreditkarten zur Bezahlung nutzen.

Bei diesen Partnern handelt es sich um kaum bekannte Firmen, von denen die wenigsten je etwas gehört haben dürften.

E-Brush: Etwas für die Zähne (AntePay)

Bei Klick gibts schon mal Fehlermeldungen. So bei E-Brush, einer Firma mit Zahnpflege-Produkten.

Ups, sorry

Wo man die AntePay-Karte beziehen kann, ist unbekannt. Man soll dafür eine Telefonnummer wählen, dann würde man dies erfahren.

Bei Anruf meldet sich eine Art Callcenter. Dort verweist man auf die Webseite. Die Katze beisst sich in den Schwanz.

Erst auf Nachfrage heisst es, man würde sich melden mit jenen Kiosken, an denen man die AntePay-Karten beziehen könne.

Angesprochen darauf verweist AntePay-Chef Giancarlo Tottoli auf die Mängel der Webseite. Man sei daran, diese auf den neuesten Stand zu bringen.

Das war seine Aussage im Sommer. Seither kommt die AntePay-Seite tatsächlich in frischerem Kleid daher.

Doch die Anzahl der Partnerfirmen ist nicht stark gestiegen. Derzeit sind es 8, die auf der Homepage des FCZ-Sponsors aufgeführt sind. Bei der Ankündigung des Sponsorings im Sommer waren es leicht weniger.

Der Deal zwischen Fussball-Klub und Karten-Firma kam dank InfrontRingier zustande. Es handelt sich nach eigenen Angaben um „das führende Sportmarketing-Unternehmen der Schweiz“.

Ringier als grosses Medienhaus will Stars aus Sport und Unterhaltung gross machen und dabei mitverdienen. Mit AntePay besorgte InfrontRingier dem FC Zürich einen Sponsor, der weiterhin Fragen aufwirft.

Kommentare

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  1. Geht doch einfach mal in einen türkischen laden, kauft euch eine Antepay Karte und besucht dann eine illegale Wettseite. Dort kann man dann diese Wertkarte einlösen und Sportwetten machen. Die Auszahlung, Gewinn vorausgesetzt, wird dann wieder an diesem Standort getätigt. Wo diese Auszahlung dann ersichtlich ist?

  2. Falcon 5, GPG Holding AG – die zocken mit Fussballwetten und das Kundenkapital wird wohl auf das Firmenkonto einbezahlt ?!?…, und die FINMA schaut einfach zu. DSCnet AG mit lediglich 1 VR – der Typ besitzt gute Kontakte nach Italien. Wie finanziert der das?

  3. Der Begriff „ante pay“ stammt ganz klar aus der Welt der Online-Casinos und Sportwetten-Anbieter. Damit ist auch klar, wozu diese anonymisierte Prepaid-Karte, welche man am Kiosk auflädt, in erster Linie gedacht ist: Für Spielangebote, die in der Schweiz nicht bewilligt sind und gesetzlich gesperrt sind (was sich technisch sehr einfach umgehen lässt). Alles reichlich peinlich für den FCZ, aber irgendwie passend zum Präsidentenpärchen.

    • Man kann dem Presidenten-Prächen nicht unterstellen, sie hätten gewusst wofür „ante pay“ steht. Ihnen fehlen schlicht die Voraussetzungen, sich solche Information anzueignen. Und die „rote“ Linie zur Peinlichkeit haben Mini & Zora längst überschritten. Abgesehen davon steht der FCZ zurzeit an 6. Stelle mit 15 Punkten. Grad mal 5 Punkte Vorsprung auf den zweitletzten Tabellenplatz (gemäss FCZ Webpage). Also alles beim „Alten“. Es geht im gewohnten Gange weiter – da brauchen wir kein neues Fussballstadion.

    • @meingottwalter

      Was soll der Kommentar?
      1. hat das nichts mit AntePay zu tun
      2. hat das Stimmvolk entschieden, dass es ein neues Stadion gibt
      3. braucht die Stadt Zürich ein Fussballstadion, da es bislang noch gar keines gibt

  4. Hoch interessant der Ringier ist mit im Boot.
    Interessant insovern das die offenbar auch
    mit Buden Arbeiten, die kaum eine brauchbare
    Websit zustandebringen.Ist der Ringier innzwischen
    mit seiner Kasse sooooo schwach aufgestellt, das
    die auch mit speziellen Buden zusammenabeiten
    hmmm ,,müssen,,.
    Na ja kommt halt davon, wenn man auf dem Markt
    vorrangig mit zu oft dümmlichen Ideologie-und einseitgen Hetzerprodukten vertreten ist.
    Wer kauft denn noch so einen Sch.
    Was die ,,Ringianer,, in Sache Ökonomie und Wirtschaft noch drauf haben, grins,wissen die etwas älteren, CASH
    Leser.Da war nicht nur was mit diesem ,ach egal, da war auch noch der Ringier mit seinem CASH und der Lobhudelei in Sache Swissair und entsprechende Kunstruktion mit im Boot.Na die Aktionäre haben ,,geblutet,, einige nicht zu knapp.
    Logo die Pressefreiheit absolut null Zweifel, ist ein unveräusserliches Grundrecht und Gut.Dem steht natürlich auch die gleiche Freiheit des Verzichts
    auf Schrottmedien gegenüber.
    Na ja dann,ergibt sich das eben aus möglicher ,,verzweiflung,, heraus mit Buden mitmischen zu ,,müssen,,?
    Was glauben den diese ,,Ringianer,, die Kunden täglich mit Sch.,Hetze und CASH-Schwachsinn eindecken und der Kunde, Konsument soll dafür auch noch bezahlen???
    Na ja jedem seine Freiheit ob er das will,oder eben auch nicht.

  5. ist antepay (antecom / dscnet) noch einem selbstregulierer angeschlossen?

    liegen selbstregulierer polyreg, seco und finanzmarktaufsichtsbehörde konsumentenhinweise vor, dass antecom / dscnet die geltenden gesetzlichen anforderungen erfüllt?

  6. Sagt ja eigentlich alles, wenn sich der Club des Wirtschaftsmotors Zürich keinen anderen Sponsoren finden kann, als eine unbekannte prepay Bude (deren Idee: anonymes Zahlen, klingelt’s da bei der Finma, hat man diesen CEO Giancarlo Tottoli mal gescannt mit wem er sonst geschäftet?).

    • @Nebelbank.
      Das mit dem Anonym Zahlen ist sicher nicht eine Sache
      der Finma. Funktioniert ja wie das praktische Bargeld
      einfach schnell sicher, NULL Probleme.
      Das Problem ist da soll etwas verkauft werden das am Ende gar nicht so wie versprochen funktioniert resp.
      nichts anderes als eine zusätzliche Karte im eh schon überbordenden ,,Kärtlimarkt,, ist.Wenn das ganz dumm läuft, nicht ausgeschlossen, dann bleiben am Ende einige Kärtlivetischisten mit logo geladenen Kärtli, die kaum ein Verkäufer toll findet.Interessant ist das der Ringier mitmischt.Grins wenn das auf das Kärtlie Hochgeladene kaum einer will dann kann man möglicherweise damit noch irgendwelchen Ringierschrott bezahlen.

  7. Jetzt mischt sich Hässig noch in Sportbelange und deren Sponsoring ein! Es dürfte jedoch auch bei aller Unkenntnis dieser Materie auch Hässig klar sein, dass Leibchensponsoring ein total legales Geschäft ist, welches sich für den Sponsoren bei guten Leistungen entweder auszahlt oder aber bei schlechtem Abschneiden zu Verlusten führt. Hässig sucht dringend eine Schlagzeile für seine Klicks, findet aber offenbar keine und driftet immer mehr zur Witzfigur ab, ob soviel Unkenntnis.

    • Da geht es doch gar nicht ums Sponsoring, sondern
      um den Sponsor und für was da geworben wird.
      Na ja jedem sein gutes Recht welchen ,,Horizont,, er sich zulegt und entsprechend pflegt und allenfalls erweitert.

    • Tönt nach einer luschen Firmengruppe? Anonyme Zahlungen als Geschäftsmodell? Und die Erträge werden im Fussballgeschäft investiert? GwG-Konformität? Schade um den FCZ, müssen sie auf solche Geldquellen zurückgreifen.

    • Journalist des Jahres Lukas Hässig könnte auch im Verhältnis Banken zu Sport noch einen drauflegen ;-))
      Einfach mal die Banken zusammenzählen, welche im Chaoten-Pyros-Steuerzahler-zahlt-Polizeieinsätze – Fussballsport dabei sind. Wie viel Imagetransfer aus der Süd- oder West- oder oben und unten – Kurve da wirklich auf die „Target Groups“ runterprasseln. Und vor lauter Leibchen-Logo-Sponsoring sieht man den Banken-Wald nicht mehr! Oben rechts auf der Brust das R des Ligapartner und unterhalb dann die KBs mit dem Anspruch des „local hero“-Partner.
      SGKB bei FCSG. BCN bei NE Xamax. LUKB bei FCL als Co. Finanzler regelmässig beim FC Sion. Und unvergesslich VONTOBEL bei GCZ auf dem Trikot und via
      Bandenwerbung im Stadion „getunkt“ in eindrückliche Rauchschwaden der Hooligans …
      (Google hat die Bilder noch drauf.) Übrigens, ob die Formel 1 der UBS hilft ist ein Fragezeichen – genau so wie RF bei der CS.