Job-Wunder Schweiz basiert auf billigem Statistik-Trick

Dramatischer Anstieg von Temporär- und Teilzeit-Stellen hat Banking längst erfasst – Getürkte Statistik soll geplagte Mittelschicht beruhigen.

„So viele Jobs wie noch nie“, „Alle sind so reich wie nie“, „Allen geht’s so gut wie nie“. Frohe Botschaften. Die Realität zeigt: Das Gegenteil trifft zu.

Es existieren zwar so viele Jobs wie noch nie, dies aber lediglich in lausig bezahlten Teilzeit- und Temporär-Jobs.

Teilzeit bedeutet Lohneinbussen, somit sind mehrere Jobs nötig, um den gleichen „Lifestyle“ aufrecht zu erhalten, wenn überhaupt.

Die Konsequenz der Verschiebung hin zu mehreren Jobs pro Stellensuchendem: eine blühende Stellenstatistik von Unternehmen und Staat.

Friede, Freude, Eierkuchen (20min.ch)

20 Minuten, die grösste Zeitung des Landes machts vor und verkündet: „So viele Jobs wie noch nie“.

Die Halbwertszeit der Headlines sinkt dann allerdings dramatisch. 20 Minuten titelt nur wenige Wochen später: „Schweizer finden fast nur noch befristete Stellen“.

So viele Jobs wie noch nie bedeutet also einen Tsunami an befristeten Jobs, dies zu Lasten von Qualität, Einkommen, Sicherheit und Sozialleistungen.

Die Entwicklung betrifft alle Sektoren – und selbst den Staat. Wirft man einen Blick auf den Finanzsektor, ist der Trend seit längerem eindeutig: Teilzeit explodiert, Vollzeit implodiert.

Sichere, ewige Banking-Jobs? (SNB)

Schlagzeilen zu rekordhoher Beschäftigung sind demnach definitiv „Fake News“. Woher aber stammt der Trend von Voll- zu Teilzeit-Anstellungen?

Kosten sind zunächst der zentrale Treiber. Günstiger, effizienter und flexibler für Unternehmen – so das Motto. Bei temporär und Teilzeit gibts zudem weniger Abgaben, die Gesetze sind lockerer, oft inexistent.

Konfrontiert man die Personalabteilungen der entsprechenden Unternehmen, versichern diese aber stets, es handle sich um Win-Win. Mitarbeiter und Unternehmen würden von mehr Flexibilität und somit Freizeit für sich und die Familie profitieren.

Die ganze Volkswirtschaft sei Siegerin.

Auch hier sieht die Realität anders aus. Gewinner sind die Unternehmen, sie sparen mit neuen Anstellungsmodellen viel Geld und entledigen sich dem Behördenwahn.

Die Verlierer: die Arbeitnehmer, sie befinden sich im rechtlichen Niemandsland mit zunehmend desolaten finanziellen Konditionen.

Die Entsorgung von Vollzeitjobs wird sich in Zukunft weiter beschleunigen. Ideen wie langer Vaterschaftsurlaub werden befristete Anstellungen befeuern.

Firmen können die Risiken eines Vaterschaftsurlaubes und dessen finanzielle Ausfälle mit Teilzeitanstellungen eliminieren.

Das Stellenwunder Schweiz – ein einfacher Statistik-Trick von Staat und Wirtschaft.

Das Muster ist bekannt: Je tiefer die Mittelschicht fällt, desto wohlklingender fallen die Statistiken der Regierungen aus. Armut und Kriminalität sind plötzlich kein Thema mehr, man spricht dort von Jahrhundert-Tiefstständen.

Das Schönreden und die „Manipulation“ von Statistiken hat eine lange Tradition und wird sich weiter intensiveren. Bis die Bürger auf die Strasse gehen – Frankreich, Portugal und Hong Kong sind Vorboten.

Die wachsenden Anzeichen einer wirtschaftlichen Abkühlung geben Teilzeit-Arbeitsmodellen weiter Auftrieb, die Statistik wird dann von noch mehr „Jobwunder“ reden.

Die Tricks von Staat und Unternehmen, um die Stellenstatistik zu schönen, sind schon heute „faszinierend“.

Grossunternehmen heben gerne die stabilen Mitarbeiterzahlen in der Schweiz hervor. Wer genauer hinschaut, stellt fest, dass die Zahl der „Headcounts“ sich ausschliesslich da stabil zeigt, wo getrickst wurde:

In dem 50+ Arbeitnehmer zu Gunsten von Jungen und Günstigen aus dem Ausland entlassen werden; oder wo Angestellte in der Schweiz entlassen werden zu Gunsten eines Outsourcings ins Ausland.

Wir haben es mit einem eigentlichen Statistik-Raubbau zu tun, der es CEOs und Spitzenpolitikern erlaubt, die Schweiz als Wirtschafts-Wundernation hochleben zu lassen. Ein gewaltiger Trugschluss, zum Leid der desillusionierten Mittelschicht.

Kommentare

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  1. Temporärjob-Anstellungen und Personalverleih sind ebenfalls stark gestiegen.

    Und dies nicht nur in klassichen Branchen wie Bau usw.
    Sondern auch bei Banken:
    https://insideparadeplatz.ch/2016/08/03/banken-stellen-immer-mehr-nur-noch-temporaer-an/

    Es erscheint eine Amerikanisierung der Verhältnisse zu geben.

    In den USA kommen viele Leute nur mit Zweit oder gar Drittjobs über die Runden.

    Ein Bekannter erzählte mir jüngst, er hangelt sich seit fast 2 Jahren nur noch von Temporär- zu Temporärjob via Jobvermittlern.

    Auch wenn es die Schweiz im Vergleich mit EU-Ländern oder gar den USA auf hohem Niveau trifft ist die Entwicklung sehr unschön.

    Und besorgnis-erregend in punkto Demokratieverständnis ist, wenn auch hierzulande die Regierung Statistiken einfach schön-fälscht.

    In Deutschland gibt es ja – wenn man den offiziellen Statistiken glaubt – ein Jobwunder nach dem anderen.

    Nur, wer durch Deutschland fährt, sieht von Jahr zu Jahr mehr Elend.

    Die Statistiken passen nicht mehr zusammen:
    http://schweizerzeitung.ch/deutschland-jeder-100-der-einem-auf-der-strasse-begegnet-obdachlos/

  2. Gibt’s hier jemanden, der nicht versteht, dass ich froh bin, 63-jährig und bald „draussen“ zu sein? Diese Analyse deckt zu 100% meine Erfahrungen und Beobachtungen.

    • @Lisa

      Keine der politischen Parteien und der Grossteil der Bevölkerung hat den Mut, sich den realen Herausforderungen zu stellen. Dabei liegen sie meterhoch vor unseren Augen. Doch wer die Augen verschließt, mag sich auch die Nase zuhalten, selbst wenn ihm dann bald die Hände für eine vernünftige Arbeit fehlen. Ironie und Widersprüche: Das Modell Schweiz funktioniert nur noch durch Einwanderung. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird nämlich ein großer Teil der Einwanderer nach der Pensionierung in die Heimat zurückkehren (Viele CH-Ausgesteuerte 50 Plus und CH Neurentner wandern aus) und so die Kaufkraft der Rente deutlich erhöhen. Die Schweiz aber ist auf die Nachfrage der Rentner dringend angewiesen. Die Verschuldung der Schweizer Privatenhaushalte liegt bei nahezu 130%!!! Sehen Sie wohin die Reise geht? Lassen Sie es sich gut gehen im wohlverdienten Ruhestand und noch viel Gesundheit….

  3. Die Zeiten ändern sich eben. Diese Entwicklung wurde von Experten vorausgesagt. Überrascht nicht wirklich. Der Wettbewerb ist hart und Flexibilität ist gefragt. Nur so kann die Hochpreisinsel Schweiz überleben. Und ja, was der Autor verschweigt. Wir haben lange, zu lange über unsere Verhältnisse gelebt. Ist normal und auch gut, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen. Wir haben die Bodenhaftung verloren.

    • „Wir“ müssen den „Gürtel enger schnallen“.

      Hört man im EU-Ausland schon seit Jahrzehnten.

      Nur auch dort schnallen komischerweise nie diejenigen, die das Gürtel-enger-schnallen predigen, den Gürtel enger.

      Sondern weiter.

      Politiker und Bänker etc. „verdienen“ immmer mehr.

      Die breite Bevölkerung immer weniger.

      Es sollten die Thiams, die Ermottis, die Vincenzes, die Gisels, die Rohners, die Kurers usw. usf. damit mal anfangen.

      Anstatt-dessen trotz Abzocker-Initiative einen Lohn- und Boni-Exzeß nach dem anderen.

      Apropos:
      Kriegt eigentlich Vincenz von der Raiffeisen-Gruppe auch noch eine dicke Rente ausbezahlt?

  4. Wenn durch Produktionsteigerungen, Technisierung und Digitalisierung Arbeit wegfällt, wäre es in einer gerechten Welt logisch, die Arbeitszeiten stark zu reduzieren und zwar weiter mit vollen Löhnen, weil ja die Wertsteigerung nicht sinkt.

    Unsere gekauften Gewerkschaften mit ihren eingebildeten Vertretern durchschauen das Spiel anschienend nicht, und „kämpfen“ stattdessen um mehr Arbeitsplätze und staatliche Eingriffe.

    Natürlich übersehen auch unsere Parteipolitiker geflissentlich alle Probleme, denn die Gewinne sollen ja in die Taschen der Eliten fliessen, denen Sie ja in Wirklichkeit dienen. Und die Underdogs, zu denen wir eigentlich fast alle gehören, sollen ja weiter malochen, möglichst bis zu unserem Tod. Sonst hätten wir ja Zeit zum Nachdenken über den Irrsinn, dem wir jeden Tag ausgesetzt sind.

    • Rafael…

      Zitat:
      Wenn durch Produktionssteigerungen, Technisierung und Digitalisierung Arbeit wegfällt, wäre es in einer gerechten Welt logisch, die Arbeitszeiten stark zu reduzieren und zwar weiter mit vollen Löhnen, weil ja die Wertsteigerung nicht sinkt.
      ———————————-

      Das ist Sozialistische Theorie.
      Undurchführbar…. denn es bräuchte einen riesigen Staatsapparat und es würde jede Tüchtigkeit absterben lassen.

  5. Was zudem auch nicht berücksichtigt wird, dass viele Stellen nur noch im Stundenlohn und sehr oft mit sogenannt „flexiblen“ Einsätzen zum Tragen kommen

  6. Wir müssen keine Angst vor der Zukunft haben, sondern uns auf unsere Stärken besinnen und wieder anfangen selber zu denken. „Up your Game“, wie die Amerikaner so schön sagen. Vor allem sollten wir endlich aufhören, zu glauben, der Staat werde sich dann schon um uns kümmern. Der Staat ist eine riesige korrupte, überwachende, geld-eintreibende Administrations-Maschine. Nichts weiter. Er kümmert sich nicht um Sie und mich als Individuen. Er ist ein Gebilde aus Einheiten, die Interessengruppen dienen oder ihre eigenen Interessen im Fokus haben. Je aufgeblähter der Staatsapparat, umso schlimmer wird der Nepotismus und umso weniger Freiheit kommt dem Individuum zu. Wenn wir dem Staat die Verantwortung zumessen, unser Leben zu bestimmen, dann wird er dies auch tun. Es geht um Macht. Was würden Sie tun, wenn Sie beispielsweise ein Politiker wären? Die Wahrheit sagen? Niemand würde Sie wählen wollen. Freiheit geht nur Hand in Hand mit Eigenverantwortung übernehmen. Solange wir nicht gewillt sind, diese Verantwortung selber zu übernehmen, hat der Staat eine Macht über unser Leben, die ihm niemals zusteht. Er ist ja nicht GOtt. Sie können in der Geschichte der Zivilisation nachlesen, was passiert, wenn’s hart auf hart kommt.

    Nun denn, die Menge der Jobs im Bankensektor schrumpft. Ja, wen wundert’s? Wir haben uns von den allmächtigen Amerikanern erpressen lassen und das Bankgeheimnis abgeschafft. Leider sind wir Höseler. Da sich die Verkleinerung des Bankensektors schon seit Längerem abzeichnet, müssten folglich die Leute mit den Bank-Jobs auch schon seit Längerem dabei sein, an Alternativen zu denken für ihre Zukunft. Beispielsweise an eine Weiterbildung zu denken oder daran, sich ein zweites Standbein aufzubauen. Die Möglichkeit, mit weniger Geld auszukommen, könnte ebenfalls ins Auge gefasst werden. Vielleicht haben wir auch zu lange wie die Maden im Speck gelebt und müssen wieder lernen, uns über andere Dinge zu definieren als über unser Geld. Wir sind nicht unser Geld oder unser Job. Wenn Sie sich vor Arbeitslosigkeit fürchten, bedenken Sie bitte auch, dass die arbeitende Bevölkerung in der Schweiz mittelfristig schrumpft (Stichwort Babyboomer gehen in Rente). Ich denke, es ist ein Mythos, dass wir alle in der Zukunft arbeitslos sein sollten. Es wird immer genug zu tun geben.

    • Verantwortung übernehmen heisst in Ihren Augen wohl jeden Blödsinn widerstandslos zu akzeptieren. Na dann weiter so, Sie werden zu den Verlierern gehören. Verantwortung zu übernehmen könnte auch heissen, aktiv daran arbeiten, dass Arbeit sinnvoll, einigermassen anständig bezahlt ist und der Alltag auf menschliche Art und Weise bewältigt werden kann.

  7. Nun, das Fälschen, Frisieren und Umdeuten von Statistiken gibt es schon so lange wie es Statistiken eben selbst schon gibt.

    Neu ist hingegen, dass nicht nur manipuliert, sondern ganz klar bewusst und willentlich betrogen wird!

    Was haben bspw.(mutmasslich geschätzte!) Umsätze aus mafiösen Strukturen (Drogen- und Medikamentenhandel, Organhandel, illegales Glücksspiel, Prostitution, Diebstahl, etc.) im BIP zu suchen? Alle Regierungen weltweit wenden dieses Buebätrickli inzwischen an, um die prozentuale Verschuldung gemessen am BIP zu schönen – also übertragen genau gleich wie bei den Arbeitslosenstatistiken.

    Das prominenteste Beispiel einer gefälschten Statistik ist wohl die Hockeyschläger-Kurve von Dr. Mann, der die dieser Welt-Temperaturkurve zu Grunde liegenden Daten auch nach 20 Jahren nicht preisgeben will! Nun, die Regierungen und speziell die links und grün ideologisierten Gesellschaftsausbeuter freut’s, da kann man so richtig Punkten bei Wahlen, und die Menschen auf eine Art und Weise abzocken, wie es mit der füdliblutten Wahrheit eben niemals möglich wäre.

    Man könnte auch Impfstatistiken, Chemotherapie-Statistiken oder viele Andere als Beispiel heranziehen…

    Im Falle der gefälschten Arbeitslosenstatistik stellen die manipulierten Zahlen lediglich eine Beruhigungspille dar, damit das dumme, unmündige Volk das Gefühl hat, dass die Wirtschaft bestens läuft, die Regierung ihr Möglichstes dafür tut, und dass jemand, der keinen Job finden kann, dies eindeutig selbst zu verantworten hat!

    Und alle Systemmedien spielen bei diesem Spiel mit, resp. sind Teil dieses Spiels! Hört endlich auf diesen bunten Blumenstrauss aus Lügen, Lücken, Manipulationen und Falschdarstellungen zu konsumieren, Euer Bewusstsein wird es Euch danken…

    • Der Abbau von Arbeitsplätzen findet subtil statt. Z.B indem Mitarbeiter welche in Pension gehen nicht mehr ersetzt werden. Oder Mitarbeiter zwar nicht entlassen werden wenn z.B wegen Automatisierung oder Auslagerung ihre bisherige Arbeit wegfällt und in anderen Tätigkeiten weiter beschäftigt werden. Wobei aber verschwiegen wird, dass es für dieses anderen Tätigkeiten kein zusätzliches Personal mehr braucht. Wird z.B die Kassierin durch Self Scan ersetzt und zum Gestelle auffüllen gebraucht wird fällt trotzdem eine Stelle weg.
      Als Indikator lässt sich die AHV nehmen, wo ja beklagt wird, dass angeblich immer mehr Rentner durch immer weniger Arbeitnehmer „finanziert“ werden müssen.
      Würden aber alle Pensionierten durch neue Arbeitnehmer ersetzt könnte es der Logik halber dieses Problem ja nicht geben.
      So bleibt nur das Fazit zu, dass eben doch versteckt Arbeitsplätze abgebaut werden. Aber diese erscheinen natürlich nicht in der Arbeitslosenstatistik.

  8. Das erinnert mich an die pfefferscharfen Massnahmen von Herrn Müller. In unserem heutigen Stellenmarkt liegt einiges im Argen. Ich wohne in der Region Genf, diese Stadt ist heute gegenüber dem letzten Jahrhundert nicht wieder erkennbar, eine Multi-Kulti Einwohnerschaft (oder sind es nur Durchreisende?) wie man das noch selten erlebt hat. Klar, Genf liegt an der Grenze zu Frankreich und damit die Franzosen in Zukunft en masse nach Genf strömen können eröffnen die SBB im Dezember den Léman-Express. An und für sich eine gute Idee aber diese milliardenteure Investition nützt nur den Franzosen, wir Schweizer haben bezahlt und wohl kaum ein Eidgenosse geht nach Frankreich zur Arbeit! Ein im Marketing tätiger Schweizer erzählte mir kürzlich, dass er in Genf in einem 130-Mann Betrieb arbeitet, 90% der Angestellten sind Franzosen und rekrutiert wird ausschliesslich in Frankreich nach französischen Prinzipien. Früher boomte der Banken- und Finanzmarkt in Genf, Grenzgänger wurden nur vereinzelt und vor allem in niedrigen Funktionen angestellt, ohne eine Ausbildung im KV/HEC/HSG/HWV keine Chance. Das war nicht nur eine Frage des Bankgeheimnisses, man setzte auf Qualität und auf unser Ausbildungssystem. Gibt es überhaupt noch Schweizer mit Schweizerideen in wichtigen Positionen? Kaum, wir verserbeln alles an Ausländer und keiner merkt es, Hauptsache die Statistiken stimmen. Mein Kommentar hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, ich habe selbst mehrere Jahre in internationalen Firmen gearbeitet und diese Mischung von Schweizern zusammen mit einer mehr oder weniger vorgeschriebenen Anzahl „international staff“ war definitiv eine Bereicherung. Es herrschte aber keine Massenzuwanderung, die Situation war ganz einfach unter Kontrolle was man heute nicht mehr behaupten kann. In Bern scheint das niemanden zu stören und das Schweizer Volk jammert und flucht und wählt stramm was uns die Wirtschaft vorgaukelt. Die Politiker scheinen von den realen Zuständen in unserem Land nur wenig Ahnung zu haben.

  9. Leider nehmen die Schweizer ihre Eigenverantwortung nicht wahr. Sie lassen sich lieber falsche Zahlen unterjubeln anstatt sich unter http://www.admin.ch schlau zu machen. Dann wuesste man, dass die Erwerbslosen absichtlich nicht zu den Arbeitslosen gezaehlt werden, d.h. in der juengsten Veroeffentlichung sanken die AL-Zahlen, weil die der Erwerbslosen anstieg. So elegant schummelt die Schweiz mit ihren Wirtschaftsdaten. So in etwa schummelt der Bund auch bei den Abstimmungen!

  10. Sehr geehrter Herr Baltensweiler

    Grossartig auf den Punkt gebracht. Das Schönreden und die „Manipulation“ von Statistiken (und anderen Fakten) hat eine lange Tradition und wird sich weiter intensiveren. Wie z.B. die „Immobilienkrise“ der 90-iger Jahre = Waren und sind bis heute auch 100%-ige „Fake News“ ! Weiter so …. ! Liebe SchweizerInnen, wacht endlich auf !

    Mfg Giuliano Wildhaber
    https://www.gsw-global-consult.com/ = Thema: Der Schweizer „Jahrhundert-Betrug“.

  11. Zu diesem Thema habe ich auch mehrere Artikel in einer australischen Zeitung gelesen. Es gibt auch dort immer mehr Underemployed Arbeitnehmer oder die nur temporär angestellt werden. In Mode kommen auch immer mehr befristete Arbeitsverträge. Der Trend geht weltweit genau in diese Richtung. Unternehmen wie Uber machen das vor, indem sie Aufträge an Scheinselbständige vermitteln, aber keine Sozialabgaben etc bezahlen müssen. Auch werden junge Akademiker nach der Uni in schlecht bezahlten Praktikumstellen ausgenützt. Eine heile Arbeitswelt in Form einer geschützten Werkstatt findet man nur noch in den praktisch unkündbaren Stellen beim Staat/Kanton, die auch noch tolle Löhne bezahlen.

  12. Das läuft schon seit Jahren so: Aneinandetreihung von befristeten Verträgen, wobei manche Unternehmen beim anstehenden dritten Mal, welches wegen des Kettenarbeitsvetragsverbots, das die Uminterpretation in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bedeuten könnte, einfach neue Mitarbeiter einstellen oder von den Zeitarbeitsfirmen – aus ganz Europa beschafft – verlangen. Tja und dann schaut man, dass die Einsätze nur solange dauern, bis BVG-Beiträge bezahlt werden müssen. Um nur zwei der Umgehungstricks zu nennen. Die Zunahme der prekären Arbeitsverhältnisse auch bei Grossunternehmen ist die Basis für ein Desaster spätestens im Alter. Man kann ja auch kaum mehr vorsorgen, weil man immer wieder unerwartete Lüxken ohne Arbeit absecken muss, wenn die ALV nicht mehr greift. Ein trauriges Kapitel, wie unsere Politiker den Mittelstand im Stich lässt. Eine Überbrückungsrente löst das Problem nicht.

    • Zeigt eben das Problem der Altersvorsorge über Löhne „finanziert“ an. Würde die Altersvorsorge direkt ab dem Produktpreis abgeführt, wo sie ja sowieso mit allem anderen wie auch die Löhne selbst etc. enthalten ist wären solche Spielchen nicht mehr so leicht machbar.

  13. Habe vor Jahren in Kanada und den USA gearbeitet. Dort was es an der Tagesordnung einen zweiten, manchmal einen dritten Job zu haben. Eine Woche Küngigunsfrist, zwei Wochen Ferien und eine Masse von Imigranten jedes Jahr. Es ist noch heute so.
    Als Präsident einer paritärischen Kommission habe ich die Gewerkschaften, Unia vorallem, immer vor einem freien Personen Verkehr gewarnt. Die Letzteren haben mich nur ausgelacht. Heute sind wir in einer Situation für viele, nicht für alle, in welcher ein einziger Lohn nicht mehr ausreicht. Dazu, wie damals in Kanada werden die 50+ ausgegliedert und durch Junge mit kleinen Löhnen ersetzt. Das freut die grossen Bonus Empfänger ! Ich bin von der Arbeitsgeber Seite und nicht ein Linker. Auch ist ganz klar, die Grünen und die Roten haben auch sehr viel zu dieser Situation beigetragen. Sie werden es jetzt noch mehr tun.

  14. Danke vielmals. Ein Bericht, der die Wahrheit aufzeigt. Anstatt sich sich um diese „Zeitbombe“ zu kümmern, die einen rechten Anteil der arbeitenden Bevölkerung direkt betrifft, bejubelt sich die neu gewählte grüne Politikerkaste in Bern und ist in der Vorsorge, ihre eigenen Pfründe zu sichern und nicht vordringliche Gebühren durchzupeitschen – etwa die geplante CO2 Abgabe, die erhöhten Benzinpreise etc. etc. Bis anhin war ich, mittlerweile 60jährig und gut ausgebildet, immer zuversichtlich in Bezug auf die Arbeitsqualität und Innovationskraft der Schweiz. Nach den letzten Wahlen und der sich abzeichnenden weltweiten Rezession, ist diese Zuversicht am Schwinden.

  15. … und täglich propagieren die Staatsmedien und Mainstream Zeitungen, dass wir in der CH einen Fachkräftemangel haben. Während CH Arbeitnehmer in Massen auf dem RAV landen. Kann diese Fake News nicht mehr hören.

    • Ohne Ausbildung ist schwierig geworden. Aber wir müssen wohl Umdenken. Ohne Fleiss kein Preis!

  16. Lieber Herr Jan Baltensweiler,

    Besten Dank für Ihren Artikel. Es macht MUT!

    Man muss sich das immer wieder in Erinnerung rufen, denn die reale Situation ist erschreckend, vor allem Frauen sind sehr stark benachteiligt, da bis zur Einführung des neuen Eherechts 1988 und des Rentensplittings, das erst 1997 (!) eingeführt wurde, das Familienoberhaupt das Verfügungsrecht über die ganze Rente hatte. Eine Bananenrepublik, insbesondere auch hinsichtlich Statistiken. Zugegeben, die „Anderen“ tun das auch, immerhin gibt es bei den „Anderen-Ausland“ einen öffentlichen Diskurs das diese Manipulationen anprangert. Frauen wurden gleich doppelt betrogen! Aktuell sind vor allem Frauen (aber nicht nur Tendenz exponentiell – grosses Schweigen der Medien) davon betroffen, EL beantragen zu müssen, obwohl sie werktätig waren und auch AHV bezahlt haben. Ein Skandal. Mit der Einführung des Pensionskassenobligatoriums wurde von den Bürgerlichen (Versicherungen, Banken, Hohe Beamten, Medien) behauptet, das Existenzminimum sei ohnehin von der AHV abgesichert. Da wurde (und wird) also ein sogenannter Koordinationsabzug von heute 24‘885 Franken im Jahr zum sogenannten Freibetrag erklärt. Der müsse nicht zwingend von den Pensionskassen versichert werden. Das jedoch wirkt/e sich für all jene – vorwiegend für Frauen, die als Zuverdienerinnen oft Hausarbeit oder familiäre Pflegeleistungen erbrachten – verheerend aus. Lösungen? Debatte? JA – und wie! AHV-Plus abgelehnt! Einheitskasse abgelehnt! BGE abgelehnt! Es sieht nicht gut aus.

  17. Also wer diesen gefälschten Statistiken glaubt ist ein Riesendepp! Der Arbeitsmarkt für die Schweizer Mittelschicht (im Bankenbereich) ist total zerstört!

  18. Richtig…..es geht seit 15 Jahren abwärts.

    Und nur die Masseninvasion erlaubt es das noch irgendwie anders hinzubiegen.
    Einige wenige Branchen boomen, gerade auch wegen der niedrigen Zinsen.
    Leasings kann man für unter 1% abschliessen, auch das fördert, aber es fördert eben ein ungesundes verschulden, genauso wie beim Hausbau.

    Ich war 2003 mal Arbeitslos, 8 Monate.
    Damals kamen Bewerbungen zurück, immerhin kamen sie noch zurück, aber wenn ich mir das im Sichtmäppchen ansah konnte man den Durchdruck vom Postit Zettel noch lesen…..

    Da stand dann „zu Alt“.

    Also mit kaum über 40-ig …..zu Alt.
    Da hat wohl irgendeine Stiftin vorsortiert und alles über 40 separiert….. zu Alt.

    Nun ist das schon 15 Jahre her und es wurde schlimmer nicht besser, das Problem wird ignoriert, schöngeredet wenns den sein muss.
    Um nur ja die EU nicht zu verstimmen möchte man nun eine „Überbrückungsrente“ einführen, anstatt das Problem zu lösen.
    Nur werden diejenigen die so eine beziehen, vermutlich trotzdem die besten Beitragsjahre zur Pension verlieren.

    Altersarmut wird irgendwann auch hier die Regel werden.

    Man besehe sich nur mal wie es in Deutschland zu und her geht. Durchschnittsrente 760 Euro, also viele Rentner die mit weit weniger Leben müssen, also faktisch mit 500 Euro.
    Wie lebt es sich hier mit 2000 Franken ?

    Wird der Staat dann 70 % der Rentner unterstützen und oder …..wird man mit 65 sein Haus verkaufen müssen um zu überleben ?

    Wird das zum Standard hier, nur weil wir den Sozis folgen und Brüssel nicht ärgern dürfen ?

    Kommen noch die Wahnsinnsausgaben für die Energie und Klimawende hinzu.
    Für etwas was wir gar nicht brauchen, denn die Eisbären vermehren sich prächtig, die Natur gedeiht bei 3-4ooo ppm CO2 viel besser.
    Heute haben wir 380 ppm CO2.

    C3 und C4 Pflanzen benötigen für eine 100%-ige Photosynthese ca. 500 ppm Co2, gedeihen aber bei weit mehr noch besser.
    Nur die 100 % Photosynthese erreichen sie bei ca. 500 ppm CO2. Bei 3000 ppm CO2 werden die Bäume bis zu 3 mal grösser.

    Tja, wir leisten uns ideologisch motivierte Wahnsinnsausgaben, bis ein grosser Teil der Bevölkerung darunter zu leiden hat und eine andere Politik wählt.

    Dann jedoch werden wir Strassenschlachten auskämpfen müssen, denn Links wird sich ihre neu errungene Welt nicht nehmen lassen.
    Sehen sie sich an was in den USA abgeht.
    Trump wurde in einer freien Wahl gewählt, soll aber um jeden Preis gestützt werden.

    Genau so etwas werden wir auch erleben, wenn die Bürger die Versuche der Grün-Roten Sozis beenden wollen.

    Wir werden Diktatur oder Krieg erleben, denn unter Sozialisten gabs noch nie eine freie Demokratie.

    • @ Walter Roth: Sehr gut beobachtet Herr Roth. Leider gehören Menschen wie Sie zu der Minderheit in der Schweiz. Die Mehrheit der Wähler ist der Classe Politique auf den Leim gekrochen und glaubt vermutlich, die künftige Krise mit geschlossenen Augen meistern zu können. Das böse Erwachen wird folgen.

    • Ihrem Text nach zu urteilen waren die Absagen kaum wegem Ihrem Alter, sondern weil Sie eine tickende Zeitbombe zu scheinen sind.
      Zum Wohle der Personen um Sie herum, holen Sie Hilfe.

    • Viele Leute glauben immer diese Staaten und Politiker könnten und müssten alles regeln, ordnen und bestimmen. Sie sind dazu gar, nicht fähig. Alle Staaten sind verschuldet, und das Geld fehlt, um die vielen sozialen Versprechungen bezahlen zu können.
      Wegen all diesen unfähigen Staaten können sich die Menschen nur mit Reisepass, Visa, Gebühren, Bewilligungen, Impfausweisen und Impfpflichten auf dieser Erdkugel bewegen. Immer geht es bei all diesen Staaten ums kassieren.
      Die Menschen sollen sich gegenüber diesen Staaten an Zollkontrollen ausweisen müssen, und Waren verzollen. All diese Staaten sind aber nicht die Schöpfer der Erde. Sie haben diese Erdkugel nicht erschaffen auf der wir uns bewegen und leben wollen /müssen.
      Und deshalb haben diese Erpresser-Staaten allesamt kein Recht uns Vorschriften und Gesetze aufzuerlegen, sowie uns ständig abzukassieren und zu bestrafen.

      Staaten in dieser Form dürfen keine Existenzberechtigung haben. Sie belügen uns nur mit gefälschten Statistiken, CO2-Lügen, ungerechtfertigten Steuern und Abgaben usw…
      Den Menschen muss die Freiheit zurückgegeben werden.

      All diese Sozialstaaten sind nachweisbar finanziell gar nicht überlebensfähig, und werden ihre Versprechungen nicht bezahlen können. Deshalb müssen sie zurückgedrängt werden.

      Die Menschen haben das Recht auf dieser Erdkugel frei zu leben, ohne durch einen Staat tyrannisiert, erpresst oder versklavt zu werden, wie es heute der Fall ist.
      Das sind unsere Menschenrechte und wir müssen dafür kämpfen, damit das “Politvasallenpack“ das endlich versteht und akzeptiert.

    • Wenn ich ihren Kommentar richtig interpretiere dann wollen also die pösen Linken und Netten in den USA den armen rechtmässig gewählten POTUS stürzen ohne jegliche Grundlage und nicht etwa weil POTUS und seine kriminellen Buddies den Rechtsstaat seit Day 1 (bzw. noch vorher aber das ist ein anderes Thema) mit Füssen treten? Verstanden.

    • @ Cerberus…. Danke.
      Ja leider verstehen viele nicht das die Politik das wichtigste Schlachtfeld von allen ist.
      Und in einer Demokratie müssen dort alle mitkämpfen, jeden Tag aufs neue.
      Wie sagte doch mal einer…..“Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“.

      ————————-

      @ Pippo….
      Ihr Nick sagt ja schon alles.
      Eines ist aber sicher, ich bin kein wehrloser Idiot der sich von ihresgleichen zum Metzger führen lässt wie das bekannte Kalb.

      ———————————

      @ Torpedo…..
      Richtig.
      Ich bin darum ein Libertär Konservativer.
      Ich finde eigenverantwortliche Gesellschaften sollten die Zukunft sein, aber in klar umrissenen und kontrollierten Grenzen der jeweiligen Staaten.
      Freiheit muss sich verdient werden…… gerade auch im Miteinander unter den verschiedenen Ländern.

      ——————————————-

      @ DonTheCon…..
      Zur ureigensten Pflicht eines Demokraten gehört auch, das er die Wahl die ihm nicht gefällt, akzeptiert.
      Der Mehrheitswille gilt…… und wird nur durch die Verfassung geregelt und eingehegt. Diese verfassung muss aber mit mehr als der einfachen Mehrheit legitimiert werden.
      Was in den USA geschieht, zeigt wie stark der Politiker und Beamtenstaat sich das Land zu Beute gemacht hat.
      Man konnte im Wahlkampf alles gegen Trump vorbringen.
      Er wurde gewählt nach den Gepflogenheiten die in den USA gelten.
      Und er hat gewonnen ….. mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

      Sie sind aber ein Sozi und darum ist klar das Sie den Volkswillen nur missbrauchen möchten….. bis sie am Ziel sind.
      Erdogan sagte dazu einmal….. „Demokratie ist nur der Zug auf den wir aufspringen…. bis wir am Ziel sind“

      Das Ende in seinem Sinne ist also die Diktatur oder Monarchie.
      Demokratie in ihrem Sinne ist also nur das was sie als Erstrebenswert erachten, wählt das Volk anders, soll es ignoriert werden.

      Also ein Demokrat sind Sie nicht.

  19. Vielleicht sollte man Teilzeit und Temporär noch voneinander unterscheiden. Teilzeit (z.B. 80 Prozent) wollen tatsächlich viele. Aber eine massive Verschiebung hin zu temporär wäre wirklich ein Problem – Ist aber was ganz anderes…
    Können Sie den Artikel diesbezüglich noch etwas konkretisieren? Vielen Dank!

    • Unser großes und ruhmreiches Meisterstück ist es, angemessen zu leben. Alles andere – zu herrschen, Schätze zu bewahren, aufzubauen – sind bestenfalls Anhängsel und Requisite.

      Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

  20. Gut, dass jemand die Wahrheit sagt. Danke für den wohltuenden Artikel, obwohl der Inhalt eher beängstigend als wohltuend ist.

  21. Warnhienweis:
    Empfindsame Zeitgenossen,bitte diese Ausführungen überspringen für seelische ,,beschädigungen,, kann keine Haftung übernommen werden.
    Kommentar zum Artikel:
    Das sind die ungeschminkten Fakten.
    Es gibt noch mehr so statistische Verzerrungen.
    Noch so eine Verzerrung, findet sich im jeweils ausgewiesenen Wirtschaftswachstum.
    Zwischen Realwirtschafts und Geldmengenwachstum,öffnet sich immer schneller eine Lücke.
    Zum errechnen des Realwirtschaftswachstums, müssten die in Geldeinheiten erfassten Daten, um die Menge des im Übermass geschöpften Geldes bereinigt werden.
    Der gesamte Dienstleistungssektor ist nur teilweise realproduktiev.
    Die Pro Kopf-Realproduktivität ist seit rund 30 Jahren pluss? Rückläufig.Der erheblich gewachsene Dienstleistungssektor,konnte das bis Dato Beschäftigungstechnisch auffangen, dieser ,,Sondereffekt,, verliert zunehmend an Wirkung, das manifestiert sich in den präkeren Arbeitsverhältnissen.
    Ein weiterer Faktor der seit der sog. Globalisierung wirkt ist das Faktum, das die Kosumgüterindustrie heute vor allem in China siedelt und zu Tiefpreisen liefern kann.Wir bezahlen diese Importe zumindest teilweise aus der Notenpresse.In letzter Zeit auch zunehmend mit dem Verkauf von Firmen und anderen Wertanlagen.
    In Wahrheit haben wir schon lange ein rückläufiges
    Realwirtschaftswachstum.
    Na ja sicher nicht so schön der ,,Dampfer,, driftet gegen ein Riff und kaum einer kann und will es offenbar schnallen.
    Zum einen weil das offenbar nur wenige schnallen können und wollen, zum anderen leben, wir mit einem Potemkischen Statistik-,,Dorf, schöne Fassade,dahinter türmt sich immer mehr Schrott.
    Tja, die Ökonomische Vorschung und Lehre hat schon längst überfällig, massiev Nachholbedarf.
    (Wer den Warnhinweis übersehen,hat selber schuld,
    somit KEIN Grund zum Motzen.)
    Grins. Freundliche Grüsse.

  22. YEP, aber die Dummschafe merken es noch nicht und machen lieber auf Klima- bzw. CO2-Hysterie, obwohl auch diese weitestgehend auf gefakten bzw. irgendwie dahergeschusterten Daten (sofern überhaupt) und noch viel mehr Propaganda basiert.

    • Ganz nach dem Motto, wenn schon die Mittelschicht bachab geht, brauchen wir zur Umwelt auch nicht Sorge zu tragen.
      Die „Dummschafe“ merken es schon, aber die relevanten Gesetze werden von den Bürgerlichen gemacht – am Laufmeter Bestimmungen, die nur den Reichen Geld in die Taschen schaufeln. Wie geht das mit dem Durchschnitt schon wieder…?

  23. Die Statistiken lügen dass die Bretter krachen!
    —————————————————————-

    Der Faktor Mensch ist seit Jahrzehnten ein Aufwandposten welcher, mit allen möglichen und unmöglichen Tricks, nachhaltig reduziert wird. Dabei bilden die „salonfähigen“ Aenderungs-Kündigungen ein tägliches Hilfsmittel um ArbeiternehmerInnen ins Abseits zu manöverieren.
    Fakt ist, dadurch weitet sich die Schere von Monat zu Monat weiter aus. Der dadurch entstehende Druck ergiesst sich in endlosen Sozial-Fällen welche dem Staat überstellt werden. Dieser ist gerade dabei wichtige Stolpersteine zu errichten, um die Massen-
    Anstürme möglichst frühzeitig fern zu halten.

    Die gesamten Medien lügen uns täglich ein geschöntes Bild vor, welches in Tat und Wahrheit durch die gewinnenden Wirtschafts-Kreise vorgegaukelt wird.

    Es ist unschwer zu erkennen, dass in nicht zu ferner Zukunft auch in der Schweiz Zustände wie in Chile, Hongkong, Libanon und vielen europäischen Schauplätzen Proteste gegen die verschworene Elite zur Tages-Ordnung gehören werden.

    Ueli Maurer spricht nicht umsonst von einem massiven Verlust an Steuer-Erträgen welche schon 2020 zu Buche schlagen werden. Die „gefühlte Einmaligkeit“ der Schweiz wird sehr bald der Vergangenheit angehören.

  24. Also den CEOs und Politikern die Verantwortung dafür zu geben, finde ich zu simpel. Angeblich ist dich die direkte Demokratie der CH DAS BESTE und allen anderen Ländern überlegen?! Man könnte es also ändern. Aber seit 2 Jahrzehnten kriegen die Bürgerlichen die meisten Stimmen und haben diese Praxis vorangetrieben. Einige Aspekte fehlen: Zum Beispiel das Herausdrängen von Müttern aus dem Arbeitsmarkt, da Fremdbetreuung von Kindern so teuer gemacht wird, dass es sich nicht lohnt zu arbeiten. Diese Frauen sind ebenfalls arbeitslos. Auch gewollt von den Bürgerlichen. Am Ende steht folgende Realität: Wer belogen werden will wird belogen.

    • Die „Bürgerlichen“ schauen genauso wenig zum Wohlergehen der Mittelschicht wie die „Linken“. Einzig die EDU vertritt unsere Werte, ist aber zu klein, um was zu unternehmen.

  25. Bei offenen Stellen, die via Stelleninserate erhoben wurden,
    hat es viele Mehrfachzählungen. Statt 190’000 sind höchstens
    60’000 effektiv frei.

    Banken suchen zwar auch mehr Personal, aber hauptsächlich
    Berater, die ihre Kundenportfolios mitbringen.
    Pro Saldo werden kaum neue Stellen geschaffen, es dreht sich
    nur das Personalkarussell.

    • Nebst neuen Geldern suchen die Banken auch junges und ausländisches Personal, damit sie die Schweizer ersetzen können.

  26. Ah….endlich die WAHRHEIT!
    Es gibt noch ehrliche Schweizer…das macht mich sogar optimist!
    Während Asien die harte Fakten bei USA kopiert hat, kopiert gerade die CH bei trickserei…Job Wunder von Tramp ist gerade basiert auf solche Statistik: Täuschung! Während ein viertel nicht mehr von eigene Einkommen ( zwei oder mehrere Jobs) leben können, die Job Wunder macht Politikern zufrieden….und das ist gar nicht Reality Show…

  27. … und die restlichen Jobangebote sind vielfach FAKE-Jobs. Beispiel: Firma will sich im guten Licht zeigen, oder man schaut mal unverbindlich, wer sich so alles meldet (vielleicht einer von der Konkurrenz), Stellenvermittler, die Dossies horten oder lausiges HR, das die Jobs einfach drin lässt.

    • Genau. Und wenn man dann mal zu einem Gespräch eingeladen wird (oder auch nicht) heisst es, die Stelle sei „intern“ besetzt worden. Mein Neffe, knapp 30, erlebt das auch schon seit knapp einem Jahr!

  28. Die Schweiz hätte es gar nicht nötig, sich selber derart hinters Licht zu führen. Willentlich. Wissentlich. Daraus entsteht lediglich Reformstau.

    Je länger desto mehr bin ich damit einverstanden, die Bilateralen, die Personenfreizügigkeit zu kündigen. Dann können wir nachdenken, was wir wirklich wollen, was für uns als Bevölkerung wichtig ist, was unsere Lebensqualität ausmacht.

    • Reformstau ist noch milde ausgedrückt. Es macht sich Wut und Misstrauen breit. Ueberall auf der Welt beginnen so kleine Feuerchen zu lodern. Der Wutstau macht sich bemerkbar.
      Wie beim LIK ex KPI: Man erkläre einmal einer 4-köpfigen Familie, weshalb die die Lebenskosten extrem treibenden KK-Prämien nicht im LIK enthalten sind. Um nur das krasseste Beispiel zu nennen, neben vielen anderen statistischen Ungereimtheiten. Der LIK bestimmt den Wohlstand, oder?

  29. Die Arbeit ist etwas Unnatürliches.

    Die Faulheit allein ist göttlich.

    Anatole France
    * 16. April 1844 † 12. Oktober 1924

    • „Die Arbeit ist etwas Unnatürliches.“

      Jein. Die Arbeit für ein von uns erschaffenes Monster (Tribut- und Abgabenzwang!, Zinsen!) ist Unnatürlich.

      Sobald wir übrigens diese Abgaben nicht mehr leisten können sind wir in den Augen des Monsters ERLEDIGT!

      Genau da ist auch Karl Marx (WISSENTLICH???) hängengeblieben.

      Die 3 grossen monotheistischen Religionen hängen übrigens an diesem Monster…und wie.

    • Der Mensch lebt von der Arbeit. Je besser er sie macht, um so besser wird er von ihr leben.

      Anatole France (1844 – 1924), eigentlich François Anatole Thibault, französischer Erzähler, Lyriker, Kritiker und Historiker, Nobelpreisträger für Literatur 1921

  30. Ist das „new normal“. Die Zeiten, in denen man eine Stelle über Jahre auf sicher hatte sind vorbei. Man managt sich von Job zu Job.
    Die beste Lösung in dieser Situation wäre ein „basic income guarantee“, das wäre wirklich win-win für Personen, Firmen und den Staat. Aber aus ideologischen Gründen nicht möglich. Also wursteln wir weiter.

    • Also nur so nebenbei: Eine „basic income guarantee“ gibt es schon lange. Keine Ahnung, weshalb vor drei Jahren solch ein Bohai um die Initiative „bedingungsloses Grundeinkommen“ gemacht wurde 🤔 Jeder der keine Kohle mehr hat erhält vom Kanton eine (wenn auch nicht gerade luxuriöse) Wohnung und knapp 1‘000 Stutz im Monat. Alles easy ✌🏻

    • @Jürg Mettler

      Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen prägen. Als Devisenhändler sollten Sie den Unterschied zwischen „basic income guarantee“ und „bedingungsloses Grundeinkommen“ nachvollziehen können, oder? Reich wird man in der Regel nicht durch Arbeit, sondern durch Realkapitalbesitz (Aktien, Immobilien, Rohstoffe) durch Erbschaft oder als Spekulant; sollte es schief gehen, auch kein Problem; der Steuerzahler, also wir alle, werden für das Zocken bezahlen „insured income“. Die Eigenschaft des BGE ist: Es ist bedingungslos. Die Reallöhne sinken und die Kaufkraft schwindet. Je nach Perspektive des halbvollen oder des halbleeren Glases kann festgestellt werden, dass das Arbeitseinkommen in der Schweiz einen grossen Anteil der Bevölkerung vor Armut nicht mehr schützt und dass die Sozial- und Steuerpolitik in Bezug auf Erwerbsarmut verbesserungsfähig ist.

      Quelle:
      (Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe, 2017).

  31. Endlich wieder mal einer, der unsere jahrelange Erfahrung und Ansicht vertritt.

    Danke Herr Baltensweiler!

    Danke IP!

  32. ich denke das teilzeit modell funktioniert gut für das outphasing bei baldiger pensionierung; aber definitiv nicht für Leute ohne Reserven die eine Familie ernähren müssen.
    Schlimm ist dass der Staat da bei der Manipulation der Stats involviert ist. Aber eben, bei der Zusammensetzung des Parlaments ist das nur normal.

  33. Das Lustige daran ist, dass es keiner merkt. Die Jungen sind darauf trainiert nichts mehr nachzuprüfen und zu vertiefen. Man glaubt dem Lobgesang und den Schlagzeilen. Tiefergehende Berichte und Recherchen sind im Zeitalter der Überinformation und Informationsflut nur hinderlich. So nehmen Sie nur das war, was Ihnen aufgetischt wird und posaunen es ungeprüft weiter. Das führt zur EU-Öffnung, zu Stromautos und liberalem Strommarkt und nicht zuletzt des Terror-Schutzes zu ständig schärferen Waffengesetzen. Irgendwie ist das wie in Deutschland 1940. Der / die oberen schreien etwas mit medialer Macht und das Volk glaubt es und ruft begeistert mit.

    • Nicht wirklich, alle meine Kollegen und ich (23 Jahre alt) glauben keiner dieser Manipulationen von Film, Radio, Fernsehen, Games usw.
      Wir werden alle gesteuert bis ins kleinste Detail, Konditionierung höchsten Grades – nur vielen ist es egal und die anderen tun nichts dagegen.

    • @ Marte
      Das Multitalent, Starkommentator (naja), neu auch Weinexperte. Erinnert an den deutschen Reformhaus Winzer, der glaubt, er würde Klasse produzieren, weil er ein Bio-Zertifikat aufs Etikett schreiben kann.
      Gute Artikel von Herrn Baltisweiler.

    • @ Marte
      Das Multitalent, Starkommentator (naja), neu auch Weinexperte. Erinnert an den deutschen Reformhaus Winzer, der glaubt, er würde Klasse produzieren, weil er ein Bio-Zertifikat aufs Etikett schreiben kann.
      Guter Artikel von Herrn Baltisweiler.

  34. @ Jan Baltensweiler
    Zitat aus Ihren Zeilen, „Getürkte Statistik soll geplagte Mittelschicht beruhigen“. Politisch korrekt ist das von Ihnen im Zitat erwähnte Wort sicher nicht, eventuell ist sogar eine weitere Linie überschritten. Aber aus Südostasien scheint Sie dies wohl nicht sonderlich zu interessieren!?

    • Leider ignoriert „political correctness“ hier aus purem Unwissen die Etymologie und gibt sich einmal mehr selber der Lächerlichkeit preis.
      „Der Ausdruck entstammt aus dem Jahre 1769. Damals baute der österreichisch-ungarische Hofrat Wolfgang von Kempelen den sogenannten „Schachtürken“. Diese Apparatur wurde als Roboter verkauft, der in der Lage ist, seine menschlichen Kontrahenten im Schachspiel zu bezwingen. Der Roboter war als Türke dargestellt.
      Doch was die staunenden Zuseher nicht wussten: In dem Apparat befand sich ein Schachmeister, der die Figuren mittels eines Magneten bewegte. Der Schwindel flog nur deshalb auf, da ein Zuschauer während einer Vorführung „Feuer, Feuer“ rief und der Spieler aus dem „Schachtürken“ heraussprang.“

    • @ Bernie: Die von Ihnen zitierte Version ist eine von vier, Details dazu unter https://de.wiktionary.org/wiki/einen_Türken_bauen

      Viel wichtiger ist jedoch das das Wort für fingieren, fälschen steht. Im Duden ist u.a. auch nachfolgendes zu entnehmen: „Auch wenn die Herkunft des Verbs türken unklar ist, verbindet es sich doch im Bewusstsein der meisten Menschen mit der entsprechenden Nationenbezeichnung. Es wird besonders von türkischstämmigen Mitbürger(inne)n als diskriminierend empfunden und sollte deshalb im öffentlichen Sprachgebrauch unbedingt vermieden werden.“

  35. Fake news? In der Tat. Die Grafik im Blog gibt den Eindruck, es gäbe jetzt mehr Teilzeit- als Vollzeitstellen. Das kleine Detail, dass die Vollzeit- und Teilzeitstellen auf zwei unterschiedlichen Achsen basieren (Teilzeit rechts, Vollzeit links) wurde „vergessen“. Aber eben: Argumente scheinen wichtiger als Tatsachen. Das ist klassisches Lügen mit Statistiken für Anfänger.