Blatter sieht Fifa als fehlgeleitete Geldmaschine

Ex-Fussball-Präsident überlegt sich, auf geschuldete Löhne zu klagen. Wichtiger sind die Strafbehörden: Sie schlafen.

„Wir wünschen uns Sepp Blatter zurück“, haben deutsche Sportredaktionen geschrieben, die in keiner Art und Weise zufrieden sind mit dem, was jetzt in der Fifa geschieht. Dort wird, zulasten der grossen europäischen Fussballklubs, der Weltfussball zu einer Geldmaschine aufgeblasen.

„Sie hat fast nichts mehr mit dem zu tun, was Joao Havelange und ich uns vorgestellt haben“, sagt Sepp Blatter (für den ich lange gearbeitet habe).

Man sieht Blatter jetzt wieder häufiger als früher durch Zürich spazieren, ein eleganter älterer Herr, der fortwährend von Schweizer und internationalen Fans für ein Selfie vor die Kamera gebeten wird.

Eine lebende Legende.

Nach vier Jahren und zwei Monaten hat die Bundesanwaltschaft das Verfahren gegen den suspendierten Fifa-Präsidenten immer noch ungelöst am Hals.

Grund: 2011 liess Sepp Blatter zusammen mit den Fifa-Oberen eine Rechnung für geleistete Dienste von Michel Platini über 2 Millionen Franken begleichen.

2015 kam es zu einer Fifa-Palastintrige. Spitzenmanager des Fussballverbands wollten Generalsekretär Jérôme Valcke, einen Franzosen, gegen Sepp Blatter als neuen Präsidenten aufbauen.

Sie schnitten Blatter vom Informationsfluss ab und lieferten ihn der Bundesanwaltschaft und der Ethikkommission aus.

Michel Platini wurde im Spätsommer in der Causa Blatter/Platini von der gleichen Ethikkommission freigesprochen. Jetzt wartet Sepp Blatter darauf, dass auch die Bundesanwaltschaft diesen Entscheid nachvollzieht.

„Was soll sie sonst tun?“ fragt er. Jedoch hat dort ein neuer Bundesanwalt den Fall übernommen, sodass weitere Monate vergehen können.

Blatter kann derweil wieder alle Fussballspiele, die ihm gefallen, besuchen. Einer seiner ersten Gastgeber war ein alter Freund, der ungarische Präsident Viktor Orban.

Ob er von der Fifa eine Millionenentschädigung verlangen wird, wie es Michel Platini tut, weiss Blatter noch nicht.

Offen sind auch seine Salär- und Pensionsforderungen, war er doch immer nur suspendiert. Clubmanager und Trainer, denen Gleiches geschieht, werden bei einer Suspendierung weiter bezahlt. Der Fall ist hängig.

Die Fifa, von Havelange aufgebaut und von Blatter global vollendet, der Afrika, Asien und den Frauenfussball in die fussballerische Expansion miteinbezog, wird nun ökonomisch bis zum Letzten ausgequetscht. Kein Wunder, dass die Europäer revoltieren.

Die Mannschaften und die einzelnen Fussballer werden durch immer mehr Spiele einem enormen Stress ausgesetzt, den nur die Härtesten und Glücklichsten gesund überleben.

Aus der Fussball-Ethik ist die globale Fussball-Monethik geworden.

Derweil geht es am Fifa-Hauptsitz in Zürich zu wie im Vatikan. Neben dem amtierenden Fussball-Papst Gianni Infantino wohnt am Zürichberg, nur eine kurze Instanz entfernt, der weiterhin global angesehene und noch suspendierte Alt-Papst Sepp Blatter.

Infantino kämpft, Blatter schmunzelt und die Bundesanwaltschaft schläft.

Kommentare

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  1. @weisse weste

    Sie werfen korrupte Sportfunktionäre und Viktor Orban in einem Topf. Orban ist der Meinung, dass er mit einem zu hohen Anteil an unkontrollierter Zuwanderung sein ihm anvertrautes Land destabilisiert. Gute Gründe hat er ja. Könnten Sie die Handlungen von Orban konkretisieren die daran antidemokratisch sind, wenn er deutlich macht, dass er für die Interessen des ungarischen Volks agiert, statt für zentralisierte Organe, fernab der schönen Hauptstadt Budapest? Wurde er für Wallstreet, Brüssel, internationale Finanz-Eliten oder als Vertreter seines Volkes gewählt? Schliesslich wählen Ungarn eine ungarische Regierung, damit diese die ungarischen Interessen vertreten. So wie dumme Deutsche, eine deutsche Regierung wählen und nicht wissen, dass diese fremde Interessen vertreten. Was ist daran ungewöhnlich? Und das eine Regierung den Machtansprüchen Rechnung trägt, in dem alles (legale) unternommen wird, die Macht nicht abgeben zu müssen; was ist daran ungewöhnlich? Untersuchen Sie wie Orban Banken und die Troika behandelt hat und vergleichen Sie es mit anderen Ländern.

  2. es ist schwer die Realität, ob im Fall Blatter, oder Vinzenz zu schlucken. Stöhlker hat recht.Wir sind das Land der Champignonzucht:Kopf raus, Kopf ab., ausser man gehört der Mehtheit der Nomenklatur der Mittelmässigkeit an.

  3. Ach ja, hab noch was vergessen.

    Blatter konnte bis jetzt nichts beweisen werden….

    Von Blatter hörte man Monatelang in vielen Artikeln.
    Fussball mag ich persönlich überhaupt nicht, habe ihn auch mir auch nie im Fernsehen oder sonstwo angesehen, aber die sache Blatter hat noch eine ganz andere Reichweite, gerade für unser land un die Art wie man es im Ausland wahrnimmt.

    So nun aber zu einer ganz anderen sache die auch seit vielen Monaten schwelt.
    Es ist der Konflikt um as Palästinenser „Hilfswerk“ UNWRA.
    Das dieses Terroristen unterstützt, mittlerweile tief in den Kampf gegen Israel involviert ist, ja das einzige „Hilfswerk“ ist welches Flüchtlinge mit Flüchtlings-Erbstatus verwaltet, ja daran haben wir uns ja gehwöhnt.

    Das der Oberste Chef der UNWRA ein Schweizer ist und Jürg Krähenbühl heisst, sollte dem aufmerksameren Leser bekannt sein.
    Nun ist er Zurückgetreten.
    Ein interner UNO Bericht über Krähenbühl wirft ihm Günstlingswirtschaft, Korruption, Betrug und anderes vor.

    Und wie stehts mit der medeinberichterstattung dazu ?

    Zu einem Schweizer in UNO Diensten der gegen Israel arbeitete und dazu noch in ganz palästinensischer Manier im Amt Korrupt war.

    Ich bin froh das der endlich weg ist, besseres wird aber trotzdem nicht kommen.

    Aber wie stehts um unsere Presse zu dem Fall…..

    Und fällt such ein Unterschied zu Krähenbühl und Blatter auf….???

    • Grossartige Beobachtung Walter Roth. Chapeau.

      Die (armseligen) Schweizer Medien haben alles unter den Teppich gewischt.

  4. Der aktuelle FIFA-Präsident,ein Mann neben dem Sepp Blatter distinguiert und vertrauenswürdig wirkt, macht das was ein Federer an Gutem für den Ruf der Schweiz macht, wieder zunichte.
    Liebe Walliser, nehmt euren ordinären Geldbeschaffungs-Conférencier bitte wieder zurück!

  5. Wer Blatter gut kennt weiss, er würde nie einen Franken zahlen für solche Beiträge aber er liest sie gerne, wenn er gelobt wird und es ihn nichts kostet.

    Infantino ist allerdings unendlich viel schamloser als Blatter. Blatter hat aufgebaut, Infantino ist nur noch Verwalter.

  6. Tja, in den Kommentaren die üblichen Verurteilungen ohne Hand und Fuss.

    Blatter ist nun also seit über 4 Jahren „freigestellt“, aber weder verurteilt noch gekündigt oder sind gar harte Beweise aufgetaucht.
    Nein alles Fehlanzeige…..

    In unserem Land aber ist niemand schuldig ohne das er Beweiskräftig verurteilt wurde.
    Es gibt Personen die man sehr kritisch betrachten sollte, denn diese handeln gegen unser land, aber nicht gegen unsere Gesetze. Bundesrätin Sommaruga zum Beispiel.

    In etwa ist Blatters Situation so ……wie man das vor 25-30 Jahren in Japan zu tun pflegte.
    Mitarbeiter wurden nicht entlassen, sondern in ein leeres Büro gesetzt wo sie nichts aber auch gar nichts zu tun hatten.
    Allerdings, lassen sie dann während der Arbeitszeit eine Zeitung, war das dann ein negativer Vorfall und somit der Kündigungsgrund…… der dann zu lasten des Arbeitnehmers abgefasst werden konnte.

    Blatter bekommt aber, trotzdem man ihm nicht gekündigt hat, keinen Lohn.
    Wie in Japan denkt Infantilo offenbar das Blatter sich irgendwann einfach selber in Luft auflöst.

    Ach ja…….
    Und die private Uhrensammlung Blatters, hat man ihm wenigstens die mal zurückerstattet?

    Blatter braucht sicher kaum das Geld, aber Gesetze gelten auch für ihn, Bundesanwaltschaft hin oder her.
    Die Schweiz sollte ja nun nicht wie „Ferkels“ Deutschland werden wo das Grundgesetz nur noch als eine Art von Ratgeber betrachtet wird……. und das auch meist nur gegen die Opposition, selber missachtet man es nach Kräften.

    Und, was ist eigentlich aus den Plänen Infantilos geworden die FIFA nach paris zu verlegen ?

    • Wie recht Sie haben. In unserem Land wird alles verschleppt, bis es sicher verjährt ist!

    • Das wäre dann aber ein Problem der Bundesanwaltschaft und der FIFA die offenbar etwas vom Zaun brachen ohne Beweise zu haben und nun die sache nicht beenden können.

      Würden sie das tun…… Blatter könnte womöglich im Triumph zur FIFA zurückkehren.
      Denn bei den Mitgliedern steht er nach wie vor im Ansehen.

    • @Walter Roth. Blatters Glueck war, das Trump zum Praesidenten gewaehlt wurde, er entfernte Loretta Lynch -diejenige Person die die Sache ins Rollen brachte. Viele im Dunstkreis Blatters hatten schlicht und einfach Schwein gehabt. Interessant koennte es wieder werden, wenn Trump seinen Posten raeumen muesste.

  7. Ich mache mir Sorgen um K. J. Stöhlker: Wir sollten ihm einen besseren Job geben und nicht über die FIFA und ihre Schutzmaßnahmen sprechen….. wo sind meine reichen Kollegen?

  8. Toll: Ja, wenn ich zwischen Belzebub und Belzebub wählen müsste:
    dann doch lieber der „arme, falsch verstandene“ Sepp mit seinen Schmierenkomödien!
    Was er an Image-Last für die Schweiz tat, hat dann Roger F. wieder aufgehoben.
    Leider verlängert der Infantino die Bilanz wieder ins Negative!
    Und ach ja:
    Der Viktor Orban als guter Freund von Sepp?!
    Wer solche Freunde hat, braucht keine Gegner mehr –
    höchstens den alternden Klaus Stöhlker als Berater!
    Eben!

    • @weisse Weste, was passt Ihnen an Orban nicht?
      Er ist der einzige Politiker in Europa, der sich noch an die EU-Migrationsgesetze hält und zudem ein unterwandernder NGOS von George Soros raus warf. Würde ich auch so machen.
      Das sieht man den Unterschied zu unseren Politikern, die nicht mehr fürs eigene Volk Politik machen.

  9. @LH und @KS: Sie sehen ja, was in den Kommentaren geschieht. Ein Einzeiler als Disclaimer am Ende, und Sie nehmen allen Verdächtigungen der mandatierten PR Schreibe den Wind aus den Segeln. Wenn man denn einen Disclaimer de facto schreiben könnte in der spezifischen Situation..

  10. Ziemlich paradox finde ich Ihren Bericht. Aehnlich wie kuerzlich im Blick, wo man sich darueber echauffiert, dass Reiche die Privatjets in der Schweiz buchen die PilotInnen vom Bund bezahlt bekommen. Genannt wurden allerdings nur Nichtschweizer, nicht genannt wurde z.B. die Familie Ringier, welche mit dem Rolls vorfaehrt. Aber die sind ja wichtig fuer die BundesraetInnen…

  11. Weil es beim “Fussball“ hauptsächlich um mediales Affentheather mit Werbung für Konzerne, Verträge, Vermarktung, Finanzen, Rechtsanwälten, Gerichten, Schlägereien, Zerstörung und primitives, egoistisches Gehabe, und dummes, primitives,
    TV-Medien-Geschwätz, aber weniger um Sport und Freude geht, schauen wir gar nicht mehr hin!

    In vielen anderen Sportarten verläufts ähnlich. Alles wird medial komplett “aufgebauscht“ und verkommerzialisiert.

    • @Walter Roth:

      Inhaltlich haben Sie absolut recht.
      „Kreuziget ihn!-„Rufer, hin oder her.

      Allerdings müssen Sie noch an Ihrem Komparativpronomen arbeiten.

      Es heisst nicht
      „Blatter steht in meinen Augen also Heute besser da wie jemals vorher.“ sondern
      „……………..also heute besser da ALS jemals zuvor.“

    • Nemesis……..

      Die Art wie ich formuliere, die hat schon so mancher bemängelt.
      „Altmodisch“ist oft noch der nettere Titel dabei.

      Aber ich mag es eben gerade so und nicht anders.
      Ich mag Lyrik sehr gerne. Und sie wissen vermutlich das dort so allerhand erlaubt, ja eine Tugend ist, was eigentlich nicht so richtig passt, aber eben doch anregend zu lesen ist.
      Darum kommt da manchmal was eher ungewohntes dabei raus.

      Das „vorher“ hätte ich aber sicher mit „zuvor“ ersetzt, würde ich meine Kommentare denn Korrekturlesen….(((-:
      Und, die ganzen Regeln, ja die habe ich schon vor langem vergessen.

      Zur Unterhaltung.
      Heinrich Heine
      https://www.youtube.com/watch?v=HCacN3bAjSc

  12. Nun ja, ich glaubte damals auch das ein Teil der vielen Geschichten um Abzocke und Bestechung wahr sind.
    Aber bislang wurde nichts aber auch gar nichts bewiesen.
    Blatter steht in meinen Augen also Heute besser da wie jemals vorher.

    Das es eine Palastintrige war was da abging, jedem musste das klar sein. Die wollten an die Futtertröge, nichts weiter.
    Also wäre ich Blatter, ich würde jeden Rappen einfordern.
    Die Saubande um Infantino samt unserer Bundesanwaltschaft sind offenbar weder fähig Beweise für irgendwas zu finden, noch den Prozess innert nützlicher Frist zu durchzuziehen.

    Klar, sie haben offenbar nichts gefunden….. von den ewigen dummen Nörglern die seit Jahren nur von Korruption sprachen, ist nichts belastbares geliefert worden.

    ——————————————–

    Vergessen wir nicht.
    Die FIFA ist nur der Dachverband dem die einzelnen Landesverbände angeschlossen sind.
    Die FIFA hat aber keine Befugnisse in die grundlegenden Abläufe der Landesverbände einzugreifen, denn die unterstehen den jeweiligen Landesgesetzen.
    Die FIFA kann diesen Verbänden zureden und sie notfalls aus dem Dachverband werfen….. das ist alles was ihr bleibt.
    Aber auf die Gesetzgebungen in den Ländern ihrer Mitglieder kann sie keinen Einfluss ausüben.
    Und die FIFA kann auch die Korruption in den Ländern nicht bekämpfen, denn das ist Sache der Länder und ihrer Justizbehörden, so die das denn überhaupt wollen.
    Da aber 90% der Mitglieder der FIFA in Ländern beheimatet sind, in denen Korruption die Gesellschaft prägt, was soll man da tun…….. einfach 90% der Mitglieder ausschliessen

    Brasilien, eine grosse Fussballnation…. ausschliessen ?
    Argentinien ….ausschliessen ?
    Arrabien….ausschliessen ?

    Und müssen wir die Menschenrechtslage dort nicht auch berücksichtigen, beziehungsweise wird man das der FIFA nicht auch noch irgendwann vorwerfen ?

    Nein, seien wir ehrlich, die FIFA kann gar nicht anders als mit genau diesen Mitgliedern zu leben.

    Zudem, Sport sollte doch einst a-politisch sein, Völkerverbindend ohne von der Politik vereinnahmt zu werden.

    Das klappte nie wirklich, aber das immerhin konnte man versuchen, Blatter hat das auch irgendwie hingekriegt.

    Wenn die Menschen vor dem Fernsehen sassen, spielte die Politik oft keine Rolle mehr. Das war doch auch was ?

    Nun, wer also nur ständig das Mantra von der FIFA Korruption wiederholt, der ist ein dummer Schwätzer.

    • @Walter Roth

      So recht haben sie.

      Vielleicht genügen bloss etwa 20 Länder den Kriterien um echt FIFA-tauglich zu sein. Die Schweiz würde allenfalls knapp dazugehören……..

      Alle Mitglieder im FIFA-Ausschuss müsste man zudem in einem Kloster einsperren,weil Korruption lauert überall. Internetzugang, Telefon und Bank-accounts müssten strengstens kontrolliert werden. Die Ethikkommission war leider kaum funktionstüchtig in dieser noblen Aufgabe; auch bei Infantino nicht.

  13. Sportfunktionäre sind ja so eine Gilde nicht? Blatter verstand es die Strippen zu ziehen und die Machtspielchen zu spielen wie kein anderer. Aber er tat es mit Intelligenz,Charme und Witz.Deshalb hatte ich auch nie ein Problem mit Ihm.Er war auch nicht das Problem, wie ich immer wusste. Alles läuft weiter, einfach ohne Charme und Witz und nur noch auf Macht und Geld fokussiert.Auf den Sport oder die Sportler wird keine Rücksicht mehr genommen? Infantino eben?

  14. Habe ich aber nich so in Erinnerung. Mit Blatter war die FIFA nicht gewinnorientiert. Das kam erst nach ihm? Blotter ist wohl sauer, dass er nicht mehr an der Geldquelle sitzt..

  15. Man weiss bei Stöhlker nie, für wen er schreibt und was seine eigene Meinung ist. Money makes the world go round!

  16. Batter hat Jahrzehnte Monatslöhbe von über 1 Mio sprich mer als 100Mio aus der Fifa abgezockt. So einer soll Opfer sein?
    Und zum „eleganten Herrn“ – desorientierter kleiner Greis wäre passender….

  17. Als Blatter noch da war, gab es das nicht, da war die FIFA ein kleiner, gemeinnütizger Verein. Das sahen auch die Züricher Steuerbehörden auch so.
    Nun nach Blatter ist alles anders, sagt Blatter, aber die Zürcher Steuerbhörden sehen die FIFA immer noch als kleinen gemeinnützigen Verein.
    Irgendwie stimmt mit Blatters Wahrnehmung etwas nicht…

  18. Im Vergleich zu diesem abgeschlagenen Anwalt Infantino war Blatter wirklich fast schon harmlos dagegen, er hat zwar auch ganz gut abgezockt, aber immerhin den Fussball abgesehen von nur finanzieller Expansion auch sonst vorwärts gebracht. Dieser glatzköpfige Dauergrinser Infantino ist nur noch an Geld und Macht interessiert, der Fussball verkommt dabei nur noch zu einem beliebig auswechselbaren Produkt!
    Man kann eigentlich der FIFA nur noch wünschen, dass die WM 2022 im Scheichenstaat Qatar zu einem veritablen Desaster wird und man Infantino spätenstens dann in die Wüste schickt! Der Mann ist wirklich eine Schande für die Schweiz und der Totengräber des Fussballs. Sportfunktionäre gehören leider zu der dreistesten Abzockergattungen weltweit, vor allem bei populären Sportarten.
    In der Schweiz haben wir rund 45 Weltsportverbände domiziliert inkl. dem IOC. Vielleicht müsste man denen von Bundesbern wirklich mal gewisse zumindest minimale Verhaltensstandards durchgeben oder ansonsten sollen sie sich davonmachen!
    Was unsere Justiz macht bei der ganzen Aufarbeitung des gekauften „Sommermärchens“ ist auch nur noch peinlich ebenso der Kaiser Franz mit seiner vermutlich vorgeschobenen Nichtvernehmensfähigkeit.
    Kein Wunder, da mischelt mit dem Bundesstaatsanwalt Lauber ja auch so ein Infantino-Spezi mit.
    Alles nur no gruuuusig!

    • Sepp Blatter war kein schlechter Mensch. Selbst sein Pathos als Präsident eines Grossstaates nahm man ihm gar mit einem Schmunzeln ab.

      Wo er scheiterte (wie bei vielen dieser Gattung) war seine Gier und das noch mehr, mehr und mehr……..Als gar noch falsche Freunde dazukamen, geriet die Sosse völlig ausser Kontrolle.

      Seine Bodenhaftung und Volksverbundenheit, beispielsweise bei einem Grümpelturnier in Ulrichen, waren halt wirklich zu wenig.

    • So ist es eben mit diesen Funtionären, Beamten und Politikern auf dieser Erde.
      Sie peilen ein Amt an, nicht um dem Amt zu dienen, sondern um im Amt “herumzuscharren“ und sich daraus persönliche Vorteile anzueignen.

      Von Bundesbern, oder auch der EU, muss man da gar nichts besseres erwarten, denn dort wird genau gleich herumgewurstelt wie in der FIFA!

  19. Gute Nacht. Lieber Herr Stöhlker. Da haben Sie sich ja wieder ein fettes Mandat an Land gezogen. So lässt es sich natürlich wunderbar argumentieren, dass Sie trotz Ihres fortgeschrittenen Alters noch nicht zur Ruhe setzen, sondern weiterhin weiterarbeiten. Besser für uns alle wäre es, Sie arbeiten EHRENamtlich und gratis. Sie sind alles andere als blöd. Genauso wie unser aller Sepp viel besser war als dieser geschniegelte Infantilo, für den ich mich als CH-Bürger fremdschäme. Blatter ist für mich für die Entwicklung des Weltfussballs ähnlich wichtig gewesen wie Uli Hoeneß für den FC Bayern München. Beide begnadete Kaufleute, die mehr Gutes als Schlechtes für den von uns aufrichtig geliebten Fußball getan haben. Leider hat beiden das (liebe) Geld regelmäßig die Sinne mehr als nur vernebelt und sie wurden zu Kriminellen. Und das im gesetzten Alter – durch Verlust der Bodenhaftung. Ich finde es voll daneben, dass Sie es gewagt haben, gestern einen solchen Artikel zu veröffentlichen. Sie sollten sich schämen. Wir normalen Menschen wissen zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Zum Glück.

    • Super Beginn, schwacher Abgang, ein schlechter Wein also. Die beiden direkt als kriminell zu bezeichnen ist straffällig und muss geahndet werden. Es braucht keine anschuldigenden Kommentare wie diese, denn der Einstieg war wirklich gut gedacht. Aber gut zu wissen, dass man zuerst bei sich selber aufräumen sollte bevor man andere bezichtigt. Vielleicht erst denken, dann tippen.

  20. Der frühere PR Berater von Sepp Blatter wurde gebeten, vermutlich als Freundesdienst zu beschreiben, wie fürchterlich der verarmte und nicht mehr anerkannte Sepp Blatter leidet…und doch zu Unrecht immer noch auf die Einstellung der Verfahrens der StA wartet. Lieber Seppli, du Aermster.Ich denke, es gibt durchaus andere Einschätzungen von Blatters Geldgier und seiner Günstlingswirtschaft. Infantino baut einfach das weiter aus, was er ererbt hat:eine kaputte Unternehmenskultur.Dass die Fifa als Milliardenunternehmen immer noch als Verein firmiert, auch das eine Konstruktion von Blatter.Und was für eine peinliche Reputationsschädigung die Fifa für die Schweiz darstellt.Der Unterhaltungswert ist etwas gefallen.Mit Hochgenuss erinnern wir uns noch an die Verhaftungsszene im Baur au Lac. Donna Leon lässt grüssen und hat jetzt das überschwemmte Venedig verlassen, um für IP in Zürich zu recherchieren.Nun: Stöhlkers plumper Versuch, Sepp Blatter als armes Opfer darzustellen…ein Fendant trinkender Walliser im bösen Zürich..ist doch etwas zu durchsichtig.Eine Empfehlung, Herr Stöhlker: Fluchen Sie doch lieber wieder über die Schweiz,die Schweizer und die Schweizer Politik.Das können Sie besser.Dieser Beitrag ist…auch für Sie…schwach. Also: ab in die Tasten.

    • Ohje das ist ein sehr peinlicher Versuch, Herrn Blatter über den Buckel von Herrn Stöhlker zu diskreditieren. Naja, die Wortwahl künstlich verdreht und zurecht gestutzt, dass sie irgendwie nicht in die Reihe, aber doch quer ins Auge kommt. Ein eher peinlicher und krankhafter Versuch also, die Worte mit Kraftausdrücken und wenig inhaltlichem Stoff zu ergänzen, nichts recherchiert, aber viel behauptet, letztendlich wie ein Politiker nichts gesagt. Super, oder? Vorschlag: Zuerst denken, dann handeln, und erst dann beleidigen, wenn man Fakten aufweisen kann. DANKE!

    • Wie peinlich, was für ein dümmlicher Kommentar. Erinnert mich an einen Troll…Digitale Verdummung….

  21. Wenn ein Mensch behauptet, mit Geld lasse sich alles erreichen, darf man sicher sein, daß er nie welches gehabt hat.

    Aristoteles Sokrates Onassis (1907-75), griech. Reeder

    • Doofes Zitat. Konnte einer, der dank unserer damals geltenden Gesetzgebung in Genf oder Gstaad pauschalbesteuert war, von sich geben. Und die Mehrheit der Griechen entschied sich, auch keine Steuern an Athen zu bezahlen.

    • Oje was für ein dümmlicher Troll…leidet offenbar an digitaler Verblödung….peinlich…peinlich …..peinlich….

  22. Blatter wurde zu Unrecht von den Medien fertig gemacht. Die FIFA kann ihm viel verdanken, dank Blatter wurde der Fussball weltweit gefördert und aufgebaut. Nun haben Leute übernommen, die nur möglichst viel für sich selber aus diesem Verein herausholen wollen. Schade, einmal mehr haben die Medien eine gute Sache kaputt gemacht.

    • Blatter ist tatsächlich immer nur der „General-Sekretär“ gewesen. Wer wann wie wo eine WM bekommt, wird doch schon längst in den Hinterzimmern der globalen Politik ausgehandelt.

      Und Blatter war der willfährige Executor: Er hat dann für die richtigen Abstimmungsergebnisse gesorgt. Klar, daß er sich jetzt von vielen verraten und verkauft fühlt, er war doch nur der Organisator von „demokratischen“ Mehrheiten. Und das konnte er wahrlich gut.

      Aber eines ist ihm sicher klar: Wenn er offenlegen würde, wie eine Gruppe von Staatslenkern eigentlich entscheidet, wer die WM bekommt und das ganze FIFA-Parlament nichts anderes ans eine bezahlte Truppe von Clacqueren darstellt, dann würde seine Tage ganz anders gezählt sein.

      Schließlich hat er ja auch Putins Russland die dringend nötige Image-Aufwertung nach Start der Ukraine-Krise ermöglicht. Oder Katar eine neue Image-Kampagne. Oder oder …

      Aber Infantino wieder absetzten? Geht doch gar nicht. Der kennt doch das System ebenso gut.