Big-Bang Vontobel: Studer weg, Trading zerlegt

Radikal-Umbau: Traditions-Handel geht an Staatsbank ZKB, Strukis nur noch mini, Bigboss Studer von Bord. Trumpf ist Geld-Anlegen.

Die Vontobel ist mit Vollgas an die Wand gerast. Nun reisst ihr Chef Zeno Staub das Steuer radikal herum. Er befiehlt den grössten Umbau aller Zeiten der Zürcher Traditionsbank.

Zentrales Opfer ist Roger Studer. Dieser galt bis vor wenigen Monaten als unangreifbarer Herrscher über die Strukturierten Produkte und das ganze Trading.

Nun ist Studer Geschichte. Er geht von Bord, bleibt nur noch lose mit der Bank verbunden. Sein stolzer Trading-Laden wird wie eine Weihnachts-Gans ausgenommen und auf andere Bereiche aufgeteilt.

Ein Erdbeben der Stärke 7 am Bleicherweg, wo Studers Reich war. Der grosse Sieger heisst Axel Schwarzer. Der Chef des Assetmanagements hat Studer den Rang als Gewinnkönig abgelaufen.

Nun übernimmt Schwarzer zentrale Teile von Studers altem Trading. 300 Banker von London bis New York und Zürich bis Singapur stehen neu unter Schwarzers Kommando.

Schau mir in die Augen (Schwarzer)

Die Einzelteile des bisherigen Studer-Ladens bilden keinen eigenen Bereich mehr, sondern werden gebündelt und neu angeschrieben, und zwar mit „Center of Excellence“.

Die Idee: Die neuen „Exzellenz“-Abteilungen sollen die Vontobel Bank dank flacher Hierarchie mit wenigen Chefs schnell und wendig machen.

„Unser Ziel ist es, jedem Kunden Zugang zu dem Besten, was wir in Bezug auf Investitionsmöglichkeiten, Technologie und Dienstleistungen haben, zu geben“, schreibt Vontobel heute früh. „Hierfür stellt sich Vontobel neu auf.“

Der Umbau läuft unter dem Namen „Trading-Aus“. Nicht nur ist Roger Studer, der 35 Jahre lang für die Vontobel gearbeitet hat und damit alle anderen Spitzenleute überragt, per sofort weg.

So long, Guys (Twitter)

Sondern die Vontobel nimmt sich als zentrale Börsenbank aus dem Rennen. Die Zürcher wollen nicht länger Börsengänge finanzieren und Firmen mit Investoren und deren Geld zusammenbringen.

Man werde das „Kapitalmarktgeschäft aufgeben“, hält die Vontobel dazu fest. „Die Zürcher Kantonalbank beabsichtigt derzeit die vollständige Übernahme der Aktien-Brokerage-Tätigkeiten sowie der betroffenen Mitarbeitenden der Bank Vontobel Europe AG in London.“

Das ist historisch. Die Vontobel wurde gross als alte Börsenbank. In ihrem Zentrum stand stets das Trading, das Dealen. Sie brachte Firmen an die Börse, verschaffte ihnen Geld.

Vontobel, das war die erste, bekannteste und renommierteste Tradingbank von Zürich.

Nun schmeissen die Chefs all das über Bord. Sie übergeben das gesamte klassische Handelsgeschäft der Zürcher Kantonalbank.

Ausgerechnet jene Bank, die vom Steuerzahler finanziert wird, mutiert zum grossen Dealhaus. In einigen Bereichen hat die ZKB bereits die UBS und die CS überholt. Big Trading mit Bürger-Garantie, lautet dort das Motto.

Keine Zeit (0 Tweets)

Vom grossen, stolzen Investment Banking bleiben bei der Vontobel nur noch die Strukturierten Produkte übrig – als Mini-Abteilung.

Das neue Eldorado ist das Geldanlegen für die Kunden. Und zwar für Profis wie die Pensionskassen und Private mit dem nötigen Kleingeld zum Investieren.

Alles rund ums Geld-Vermehren für unsere Kunden, so die Losung der Zürcher.

Davon profitiert Axel Schwarzer; der Deutsche schwingt das Zepter im vergrösserten Asset Management. Dort hat die Vontobel zuletzt am meisten Geld verdient.

Schwarzer gegenüber sitzt Georg Schubiger, der für die privaten Kunden möglichst viel verdienen muss.

In Schubigers Bereich gibt es Probleme, weil die Vontobel für 700 Millionen Franken von der Raiffeisen die Notenstein Privatbank erworben hat.

Ein Investment, das sich bisher nicht bezahlt gemacht hat. Die Vontobel ist zwar präsent an Orten wie Winterthur, Olten und Chur – nur hat dort niemand auf die Zürcher Bank gewartet.

Vontobel muss also sanieren und Leute entlassen. Das tut sie, indem sie eine interne „Challenger“ Bank lanciert.

„Mit ‚Digital Investing‘ lanciert Vontobel (…) eine explizite Challenger-Einheit, welche die Kompetenzen von Vontobel direkt oder über Ecosysteme an breitere Bedarfsgruppen bringen wird.“

Zudem wolle man neue Privat-Kunden gewinnen. Dazu nutze man „deritrade, EAMnet oder die proprietäre Robo-Technologie“.

All die Namen und Vorhaben laufen beim obersten Chef zusammen. CEO Zeno Staub hat sich diese Vorhaben unter den Nagel gerissen. Bei New Vontobel hat jeder ein operatives Einsatzgebiet, auch der Steuermann.

Das Ganze zeigt: Die Vontobel wird zu einer gigantischen Baustelle. Der bisherige König Studer ist Geschichte, sein Reich tot.

Alle stürzen sich auf die Einzelteile von Studers Big Investment Banking, sogar CEO Staub schnappt sich etwas von der Beute. Eine Bank erfindet sich neu – mitten im Dezember-Nebel.

Kommentare

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  1. Wahnsinn, sich auf Kosten der Kunden (und Ausbau kleiner Supporterfunktionen) so viele Frühstücksdirektoren zu leisten. Felix von IT-Nullahnung,
    L. Webr von EAM Dsk, Studi von IB-Hotwheel, od. Von Wattewyl froms Singapore (mit Lizenz nach 6 Monaten, aber ohne jegliche Regulations Kenntnisse vor Ort), od. (Non Exposer & Legal Counselor) Fritzl (als neues GL-Mitglied) ect.
    All jene Non-burner (lame ducks) Kosten die Kunden rund eine Kiste pro Jahr.
    Dafür hätte man viele Stellen schaffen können und gleichzeitig Rozesse automatisieren können.
    You know Xeno, just don’t worry, as long you take a seat into the Driver’s-Place, I can assist you, as I know how to park a Ferrari (like a narcist) on the behinderten parking-space.
    All will come fine and the puppets will shake for us t(w)o(o).
    In der Zwichenzeit konnte sich Herr Gescheidt wiedermal im Cash-Talk sonnen, denn sich präsentieren, und jede 50 Franken Spesen kassieren, macht der deut. Schaumschläger am liebsten.

  2. Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass das Trio Staub/Sieg/Schwarzer den Studer loswerden wollte. Warum lassen sie Studer nach nur 1-2 schwachen Quartalen fallen, aber der Schubiger bringt nix auf die Reihe, darf aber munter weiter murksen? Versteh ich nicht.

    • Warum sollten sie denn den Studer nicht fallen-lassen?

      Wegen seinem Ferrari?

      Wegen seinen Partys?

      Wegen…

  3. Nun scheinen sich die grossen Investitionen der Zürcher Kantonalbank, der letzten 10 Jahre, in den Handel (Front & Back End), die Anlageabwicklung und das Portfolio Management bezahlt zu machen und mit der offenen und Modularen Infrastruktur und in Form der Applikationsverbundes in Form von Dienstleistungen für Dritte bezahlt zu machen. Die Strategie von Isele/Deplazes/Schneider/Haag/Blattner/Treichler/Egli & Co und die jahrelange interne Applikationskonsolidierung und Serviceerweiterung mit vielen Hürden zahlt sich nun langsam aus. Auch wenn die einige der geistigen Köpfe dieser ZKB Strategie die Bank verlassen haben, so haben sie einen stabile Serviceplattform erstellt, welche es der ZKB heute erlaubt diese Wachstumsweg mit kleinem Risiko und Aufwand als Dienstleistung für Dritte anzubieten.

  4. Die ZKB hat schon vor 20 Jahren ein erstklassigen Tradingfloor gehabt, ohne großmäulige Angelsachsen. Deswegen wundert es mich etwas, was man da den abgeben kann, was die ZKB nicht selber kann, das Personal brauchen sie sicher nicht und die Technik erst recht nicht. Und zum hundertsten Mal, eine Bank ist kein Broker.

    Bleiben wohl die Kunden, die auf eine IB Platform zugreifen wollen. Jedoch werden sich die Hönneß dieser Welt bei der ZKB damit schwer tun.

    Ansonsten kann ich Ayshat Desheriv‘ Kommentar nur zustimmen und wenn es nun zur Unternehmenssteuerreform der OECD kommt fällt die CH in die Zeit vor dem Krieg zurück und ich meine vor 1914.

    • Sali Samichlaus! Snächste joohr bringt kein dialäkt meh schriftlich wo muehsam isch zum läse und: wänn du mueh häsch im schriftliche, dänn gibts gueti kurse.

      Ciao Samichlaus !

  5. „Die Kundenbedürfnisse von morgen antizipieren und die Organisation darauf ausrichten.“ Diese Dinge tönen am Anfang immer gut. Laufen tun sie in der Regel weniger gut, weil sich die Kundenbedürfnisse nicht wunschgemäss verändern. Die Nachfolger reden die Übung dann schlecht, damit man eine neue Reorg anstossen kann mit der gleichen Begründung….

  6. Typisch Hässig, zuerst wird Studer von ihm verteufelt und äusserst unfair kritisiert und unmöglich gemacht, dann wenn Vontobel zu recht und zeitig „den Laden umkrempelt“ und gewisse notwendige Aktionen, auch personeller Art, durchführt, wird dies von Hässig laienhaft kritisiert und zu einem weiteren seiner berühmten Rundumschläge gegen Vontobel und sein Management verwendet. Vontobel macht nur, was andere Banken schon lange machen sollten und dies zu Recht, in Anbetracht der veränderten Ausgangslage. Ein Tip an Vontobel, klagt doch den Hässig endlich ein wegen Rufschädigung und unwahren Behauptungen. Er soll dann vom Gericht gebüsst werden, bis ihm das Liegen wehtut. Hässig, ein widerlicher Kerl!

    • a) Studer von Hässig „umöglich gemacht“?

      Nee. Dafür braucht Studer keinen Hässig. Das kriegt er glänzend alleine hin.

      b) „Widerlich“ sind zudem nicht die, die über widerliche Zustände berichten. Sondern die, die sie hervorrufen.

      c) Und mit dem „Hässig-einklagen“ sind schon andere (zurecht) gescheitert.

      Raiffeisen (Vincenz und seine Garde), UBS (Ermotti), CS … usw. usf.

      d) Hässig schreibt mit spitzer Feder und und das ist auch gut so.

      Denn er schreibt nicht so wie die Marionetten-„Journalisten“ in den Großmedien, die fette Werbegelder von Raiffeisen-UBS-CS-usw. kriegen und daher gar nicht mit spitzer Feder schreiben können / dürfen.

      Von manchmal freilich vorkommenden Ausnahmen einmal abgesehen.

      Ein Vergleich zwischen FINews (liebe Feder) und IS (spitze Feder):
      https://trends.google.com/trends/explore?date=all&geo=CH&q=Finews,Inside%20Paradeplatz

      Abgesehen mal von dieser eindrücklichen „Abstimmung mit den Füßen“ bzw. „mit den Mausklicks“:

      e) Immerhin hat Hässig auch schon mehrere Medienpreise erhalten, u. a. „Journalist des Jahres“ und dann noch den nur selten und äußerst unregelmäßig verliehenen Ringier-Journalistenpreis gleich noch dazu:

      https://www.persoenlich.com/medien/michael-ringier-kritisiert-die-wahl-von-lukas-hassig

      (manche Kritik ist eben – je nachdem von wem sie kommt – auch eine dicke Auszeichnung.
      Besonders, wenn die Herausgeberschaft des Blick (sic!) Hässig Boulevard-Journalismus vorwirft ist das schon fast mehr als ein Medienpreis)

    • Ich staune echt über diese Worte. Man kann Ihrer Meinung sein oder nicht. Ich frage mich jedoch, warum Sie den Blog überhaupt lesen. Das verstehe ich echt nicht. Und bitte bedenken Sie: jemanden als „widerlichen Kerl“ zu bezeichnen ist in höchstem Masse rufschädigend. Die Frage ist demnach, wer hier wen vor Gericht zerren müsste.

    • Auch Deutscher wie Hartmann? Bleibt doch bitte in Castrop-Rauxel oder Gera und lasst uns bitte in Ruhe.

    • @ Hartung

      Bauchatmung hilft in vielen Situationen.

      Traubenzucker lindert schnell bei Unterzuckerung.

      Lockeres Joggen im Wald bewirkt oft Wunder.

      Bitte schauen Sie zu sich.

    • @ Robert Hugelshofer

      Das mit Ihrem Vornamen ist dann aber doch ziemlich schlecht gelaufen bei der Einstellung.

      Würd ich ändern.

      Röbi.

      Klingt schweizerischer 🙂

      Am Nachnamen ließe sich allenfalls auch noch was machen.

      Vorschläge?

  7. alex schwarzer? da war doch mal was… zieht man diese geschichte hinzu (https://insideparadeplatz.ch/2017/04/21/sexuelle-belaestigung-vontobel-schaut-weg/) stellt sich mir die frage, ob a) diese komplett falsch war oder b) die führung von vontobel eine erinnnerungs-halbwertszeit von einem glas wasser haben. ich tendiere ja zu b). dh in einem halben jahr haben sie bereits wieder vergessen, weshalb sie kein trading mehr haben und bauen es wieder auf…

  8. Etwa 2002 vernahmen wir, dass Vontobel faule Gesellschaften (z.B. Think Tools) an die Börse gebracht und bei anderen eine faule Kapitalerhöhung (z.B. Private Equity Holding) und – um Letzteres zu verschleiern – den Jahres-Schlusskurs 10% in die Höhe manipuliert hatte. Später hörten wir von einer Strafuntersuchung.

    Im März 2008 vernahmen wir dann, dass Vontobel der Uni Zürich zwei Lehrstühle sponsere. Dann hiess es, dass Vontobel sich gegen den erpresserischen Staatsanwalt wehre. Dann gab es Freisprüche und für den Justizdirektor, der während der Untersuchung wegen der Lehrstühle verhandelt hatte, einen Ehrendoktor der Uni Zürich.

    Frage: wenn Vontobel das Investmentbanking aufgibt, zahlen sie dann die beiden Lehrstühle weiterhin?

  9. Für all jene, die durch das Management bla bla ihrer Sklaventreiber zu sehr geblendet sind, hier die Übersetzung des Artikels: der Vontobel gehts wie allen Banken in der Schweiz grottenschlecht. Die Vontobel hat nicht ein neues Eldorado gefunden, sondern kapituliert. Private Banking Kunden der neuen Ohne-Bankgeheimnis Schweiz sind schon lange über alle Berge, Asset Mangement im Nullzinsumfeld ist ein Witz und kann elektronisch automatisiert abgewickelt werden. Die Bank hat wie andere schlicht kein Geschäftsmodell mehr, die Einnahmen brechen ein und die Kosten schiessen durch die Decke. Bald realisiert auch noch der letzte Business Support Compliance Fuzzi oder Managernulpe, dass sein Job eigentlich von den Kundenberatern und einem kompetitiven Finanzplatz abhing. Goodbye!

  10. Es war davon auszugehen, dass Vontobel von den Umstrukturierungen und dem Rebalancing der Bankenbranche nicht ungeschoren davonkommen würde. Zuviele falsche Weichen wurden gestellt, das Risiko bei den Strukis ist für Vontobel einfach zu gross geworden. Aber Vorsicht, das Asset Management wirft nur schmale Erträge ab und das Private Banking ist lange nicht das, was es hätte sein sollen! Dies sagt ein Insider, der bei Vontobel tätig war, als Roger Studer als Junior noch gar nicht aufgefallen war.

    • Der „unbrauchbare“ Dueggelin bewirft den Arbeitgeber, welcher ihm damals eine Chance gab, mit Dreck und dies nicht zum ersten Mal. Er war kein „Kirchenlicht“ (ich arbeitete damals auch dort) und kein „Schwein“ weinte ihm eine Traene nach bei seinem Exodus. Wie richtig dies war, zeigt sich jetzt und offenbart seine latenten Charakterschwaechen.

    • Selma Hagedorn, dieser Name ist wohl ein Fake-Name! Auf jeden Fall eine Unbekannte, die nichts von der Sache versteht und nur Leute anschwärzen kann. Unterste Schublade. Bitte nicht kommentieren, wenn man zu feige ist, mit dem eigenen Namen einzustehen. Immerhin war ich mehrere Jahre einer der besten Kommissions-Produzenten der Bank Vontobel, aber die grossen Boni bekamen andere. Hohe Umsätze, gute Performance, unbrauchbar??

    • @ Selma Hagedorn

      Das, was Düggelin äußerst, ist eine harmlose Meinung.

      Und wie auch immer man zur Person und zu der geäußerten Meinung stehen mag:

      Immerhin schreibt er sie ja unter seinem Namen.
      Und macht sich dadurch angreifbar, siehe Ihren Kommentar.

  11. Auf den ersten Blick ein sinnvoller Move seitens der VT, und auf den zweiten Blick deutlich weniger einschneidend als vielerorts angenommen. Die Übernahme des Brokerage durch die ZKB wird auch heisser gekocht, als gegessen, und hat definitiv nichts mit dem hier stipulierten De-risking zu tun… Immer locker bleiben.

  12. Hat der stockbiedere Zeno Staub wohl richtig gemacht.

    So wie Studer das Ansehen der alten Privatbank beschädigt hat, wäre es der Untergang der Bank gewesen.

    Weil alles Gebaren und vor allen Dingen alles Gehabe Studers den uralten immer nach außen getragen Gestus der Bank elementar widersprochen wurde.

    Ein Ansehens-Schaden, der eigentlich kaum wieder gut zu machen ist, durch kaum ein Geld der Welt.

    Obwohl, vielleicht ist Party-Studer mit seinem Ferrari nur ein Symptom.

    Denn:
    Man weiß ja nicht, ob das Zeug, das auf der Startseite von Vontobel steht (z. B. „Weibliche Selbstbestimmung durch Wrestling in Bolivien“) auch auf Studer zurückzuführen ist.

    Oder es sich dort um ein viel tieferes Problem handelt.

    Auf jeden Fall muß jemand, der solche „Image“-Kampagnen für eine ehemals seriöse alte Schweizer Bank entwickelt entweder irgendwas geraucht oder zu sich genommen haben oder er muß derart durch-ideodeoligisiert sein, daß er (oder sie?) nichtmal merkt, daß so ne Reklame nicht ausgerechnet zu Vontobel paßt.

  13. ZKB, das Gondelbahn-Unternehmen, lacht und kracht sich immer schneller und häufiger in den Derivatehimmel.

    Eine Wagnis-Politik , welche neuer Drahtseile bedarf. Jetzt wird auch klar warum das „Gondel – Geschenk„ in fünf Jahren rückgebaut werden soll.

    Seiltänzer, meldet Euch!

    • Die ZKB ist kein Gondelbahn-Unternehmen!! Viele freuen sich auf die Bahn, Lästerer wie Sie offenbar nicht!

    • Also für mich ist das Gondel-Geschenk nicht nachhaltig. Sollte man streichen auch der Umwelt zu Liebe. Hat da die Stadt Zürich nicht den Umweltnotstand ausgerufen?

    • Ganz tolle Leistung, Zeno. Der Kundenfokus ist ja auch wirklich mal was ganz Neues. Im Rückschluss stand der Kunde bei Vontobel bis dato offenbar nicht so im Zentrum.

  14. Copy & Paste in 3-9 Monaten bei der Julie Bär?!
    Hochriskant, man bedenke die Tradingverluste, weil Händler nicht mehr 200%-motiviert sind.
    Happy trading allerseits – buy the rumour & sell the news?

  15. Grüezi Herr Hässig. Sie benutzen in Ihrem Artikel den Term „Studer-Banker.“ Bitte erläutern Sie die genaue Bedeutung dieses Ausdrucks; handelt es sich dabei um Bankangestellte mit einer besonderen Qualifikation (Diplom) oder einer herausragenden Stellung ? Vielen Dank für Ihre Bemühungen !

    • Natürlich hat ein Studer-Bänker eine besondere Qualifikation sich erarbeitet.

      Richard Gere läßt grüßen.

  16. Der Vontobel-CEO muss sehr verzweifelt sein. Umfang und Timing der Neuausrichtung erscheinen etwas überstürzt. Das alte Lied vom Kundenfokus ist ebenfalls ein ziemlich ausgelutschtes Argument.

  17. Gerüchte über eine Namensänderung von bisher Vontobel in neu „InsTobel“ entbehren jeglicher Grundlage. 😎

    • Mate, let’s just wait a bit before we jump the shark. They are still keeping (too much of) it and MP is not exactly the pinnacle of leadership or transparency AFAIK.

    • see the point perhpas…, in EM and EMD they have strong products that prob would have buy ratings if they didnt have the intwrest conflict with their inv bank

  18. In kluger Entscheid von Vontobel ! Aber was um Himmels Willen sucht
    die ZKB im Investment Banking und in Strukies ? Passt nicht in eine Staatsbank, weder kulturell noch strategisch !

  19. ZKB hat schon vor 20 Jahren begonnen und davor, sich Richtung Zockbude zu entwickeln.

    Stichwort Optionshandel.

    Für eine den Zürchern gehörende Staatsbank ist das falsch.

    • Blöde Frage: Soll sie denn nur Sparhefte, Kassenobligationen und Hypotheken anbieten???

    • @Supermario

      Gibt’s bei der ZKB noch Sparhefte ? Dachte die Hefte wurden schon längstens durch Konti abgelöst oder liege ich da falsch.

    • @Supermario:

      Ist so ne Sache.

      Bzw. ist die gleiche Frage, ob es richtig ist, wenn die Post auch Gummibärchen anbietet oder wenn ich was bei Postfinance einzahle, mich dann die Dame anspricht, daß der Lottopott grad sehr hoch sei, ob ich nicht Lotto spielen wolle (das ist kein Scherz / keine Satire).

      Man kann natürlich auch hier fragen:

      Ja was? Soll denn die Postfinance nur Sparhefte, Kassenoblikationen und Hypotheken anbieten?

      Also ganz ehrlich gesagt:
      Ich sehe sie eher dort als bei Gummibärli und Lotto und was sonst noch alles an Ramsch und Zock angeboten wird.

      (die kriegen anscheinend sogar Provision für den Verkauf von Kreditkarten – auch das wurde mir schon bei der PostFinance am Schalter ungefragt angeboten)

      Tja, was sind nun die Kernprodukte einer Staatsbank?

      Lotto und Gummibärchen, weltweite Optionen und Derivate?

  20. MIFID2 grüsst. Regulierung grassiert und legt alles flach. Leiden wird der Kapitalmarkt. Die Informationstransparenz an der Börse ist um einen Teilnehmer ärmer geworden. Dominieren werden nur noch die ganz Grossen = Zerlegung des KMU-Werkplatzes Schweiz.

    • Und die anderen werden die entsprechenden Kosten tragen (müssen); ich bin jetzt schon gespannt auf die diesbezüglichen Flachballmedienkommentare, wenn die „Gebühren“ auf die Kunden überwälzt werden. Aber sinnigerweise gibt es wohl immer noch Träumer, welche das Gefühl haben, dass es ohne Konkurrenz und staatsgesteuert billiger wäre.

    • Wozu braucht es überhaupt noch Mitbürger???
      Bitte zuerst zu Ende denken; falls du eine bessere Methode anbieten kannst, um deine Geldgeschäfte umfassend abzuwickeln, lasse ich mich diesbezüglich gern belehren!

    • @Supermario

      Die beste Methode, seine Geldgeschäfte zu tätigen, ist es, ohne diese „Mitbürger“ sie selbst zu tätigen.

      Diese „Mitbürger“ braucht es dafür wahrlich nicht besonders.

      Daher sprießen ja auch die Digitalbanken, die ohne diese „Mitbürger“ (oder besser „Mitesser“?) auskommen und die Leute selbst entscheiden lassen, wie Pilze aus dem Boden.

    • Ein bißchen Nachdenken und regelmäßige Kontrolle schadet niemand.

      Ansonsten gibt es viele schlank aufgestellte und preiswerte Internetbanken.

      Vgl. auch das Gehalt eines japanischen Vorstands einer Bank (max. ¥ 100 Mio. JPY) mit dem seiner erfolgloseren europäischen Kollegen.

  21. Sicher guter Entscheid die Teilen rechtzeitig an die Staatsbank auszulagern bevor es crasht. Damit wird es dann politisch einfacher zu bailouten…

    • Wir sind eine permanent wachsende überörtliche Steuersozietät und suchen für unser Büro zum nächst möglichen Zeitpunkt …