Sie wollten die Demokratie retten

Das mögliche Aus des Online-Magazins „Republik“ verstärkt den Ruf nach Staatsmedien. Die Story ist anders: Träumer am Werk.

Zwei Mal schrieb der Journalist für die „Republik“, das gross angekündigte und mit 7 Millionen vor dem Start überhäufte Zürcher Online-Medium. Zwei Mal beste Unterstützung, tolle Zusammenarbeit, faires Entgelt.

Und sonst? Die „Republik“ steht vor dem finanziellen Kollaps. Ende März sei Schluss, wenn nicht sofort neue Abonnenten ins Haus flattern.

Wie kann das sein: 7 Millionen geschenkt, bevor der erste Artikel erscheint, nach einem Jahr eine weitere Million gesucht? Und jetzt, nach 2 Jahren, Ende Schluss Aus?

Die „Republik“-Chefs werden sagen: Wenn nicht einmal wir es schaffen, dann hat der Qualitäts-Journalismus keine Chance ohne Staatsgelder. Dann geht die Demokratie unter.

Wirklich? Muss der Bürger mit seinem Steuerfranken dafür sorgen, dass die Schweiz weiss, was im Land passiert?

Die „Republik“-Macher denken so. Genau daran scheitern sie. Sie haben Leistung, Nachfrage, Erfolg ausgeblendet und stattdessen das zur Staatsräson erhoben, was ihnen wichtig ist: extrem lange Artikel, irgendwann publiziert, abgestimmt auf ein urbanes Regenbogen-Publikum.

Ja keinen Clash mit den „Verlegern“, wie die „Republik“-Leute ihre Abonnenten nennen. Wenn’s doch mal krachte, folgten tagelange Retraiten.

Welt retten – aus Chreis Cheib (Google)

Sie hatten ihre Erfolge: Bündner Bau-Kartell, ETH-Mobbing, Zuger Medien-Züchtiger. Für 2 Jahre Arbeit mit Millionen Franken und 50 Leuten zu wenig.

Gescheitert sind die Macher, die das Gute predigten, an Grossmachts-Allüren. Sie bauten für Millionen eine eigene Informatik. Ein WordPress mit etwas Programmierung für 5’000 Franken hätte genügt.

Die IT-Crew der „Republik“ bestand aus einem halben Dutzend Leuten. Informatik First.

Ein Programmierer sass in Uruguay und arbeitete von dort aus. Er erhielt das genau gleiche Salär wie alle. Rund 8’000 Franken im Monat.

In Uruguay sind das Millionen.

Alle sprachen von der „Republik“, als es sie noch nicht gab. Kaum war sie online, sprach niemand mehr von ihr. Zuletzt versuchte man es mit Plakaten in den Züri-Trams. Offline.

Ein Thema war die „Republik“ immer nun dann, wenn ihr das Geld ausging. Das anti-kapitalistische Medium mit dem Anspruch, den guten Journalismus zu erhalten, schrieb Schlagzeilen mit dem Mammon.

Wer trägt die Schuld? Wie immer die Obersten. Unter ihnen ein paar bekannte Gesichter des Schweizer Journalismus. Sie erzählten uns eine Grimm-Story, die viele glaubten.

Nun droht die Fortsetzung. Bei Medienministerin Simonetta Sommaruga finden alle Medienmacher eine offene Tür, die den Journalismus retten wollen.

Ohne Steuergelder geht das Land unter, so der Tenor. Niemand fragt, was der Leser will.

Kommentare

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  1. läßt sich 1 zu 1 auf Deutschland übertragen. schrottblätter wie Spiegel,Zeit, WElt, FAZ etc. verlieren erdrutschartig abonennten und werbegelder. merkel erwägt jetzt die steuerfinanzierung ihrer maroden sprachrohre, d.h., der steuerzahler darf bezahlen, was er gar nicht lesen will.

  2. Der Autor hat offenbar keine Ahnung von IT-Projekten und hat sich auch nicht erkundigt. Mag sein, dass da zu viel ausgegeben wurde. Aber 5000.- als Budgetvorschlag für die Website? Das ist lächerlich.

    Es grüsst ein Webentwickler

    • Maßgeschneidert sollten die Inhalte sein, nicht die Seite selber.ps: googeln sie doch Mal WordPress…

  3. Republik sagt also:

    Wenn jetzt nicht massenhaft nen Abo abschließen, dann sind im roten Haus im März die Lichter aus.

    Besser kann man marketing-mäßig ja nicht de-motivieren, nen Abo abzuschließen.

    Geldeinsatz im März ziemlich sicher eh weg.

  4. Die Zwangsgebühren für SF reichen. Dort sind einzig die Verkehrsdurchsagen eingermassen objektiv. Staatsjournalismus braucht’s nicht. „wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ – wo das hinführt, machen ARD und ZDF täglich vor. Hofberichterstattung nennt man das.
    „Der Qualitäts-Journalismus hat keine Chance“. Logo, gemäss Pisa sieht’s mit dem Textverständnis immer übler aus. So schliesst sich der Kreis: der von links forcierte Umbau des Bildungswesens fordert überall seinen Tribut.

    • Wenn von „Staatsjournalismus“ die Rede ist, und dann AR, ZDF – und SRF – genannt werden. Bitte mal einen ganz kleinen Moment nachdenken: Mir fallen da eher andere ein. Manche Leute suchen sich immer Zwerge als Gegner aus, dann wundern sie sich, dass keiner applaudiert, wenn sie den Zwerg besiegt haben (meist sowieso nur nach Punkten)😂.

    • @Rampass:
      Vielen Dank für diese Objektive Beurteilung! Es gibt doch noch Menschen die selbständig denken können :-).

      Inhaltlich sucht man leider auch bei nicht staatsfinanzierten Journaillen Wahrheit und Objektivität vergebens. Die Mainstreammedien sind eine Lügenmafia, via CIA, Atlantikbrücke, Rive-Reine, Bilderberger, CFR, NAC, Reuters, AP u.a. kontro- und instrumentalisiert.

      Geld gibt’s entweder aus staatlich verordneter Zwangsfinanzierung oder vom Inseratebezahler – über den natürlich stehts objektiv berichtet wird (… kleiner Scherz am Rande..). Denn ein Abo für ein 12-monatiges Rundumlügenpaket zahlt ja wohl heute keiner mehr der noch bei Trost ist, resp. unabhängig und objetiv informiert werden möchte…!

    • Die Orientierung an Deutschland, welche heutzutage in vielerlei Hinsicht stattfindet, zerfrisst unser Land vom Innersten. Deutschland hat immer wieder gezeigt, dass es nicht als Vorbild taugen kann und über kein gutes Sensorium verfügt, sondern immer wieder gesellschaftliche Fehlentwicklungen einleitet.

  5. Die “Republik” war ein Start-Up, wie jedes andere auch. Wieviele Gratis-Zeitungen, Privatfernsehkanäle und andere privat finanzierte Medien wurden lanciert und sind über kurz oder lang von der Bildfläche wieder verschwunden? Ich finde es mutig, wenn Leute etwas wagen. Die Kapitalgeber wissen ja auf was sie sich einlassen. Dieses rechts-links Denken ist doch irgendwie kleinkariert …

  6. Anti-kapitalischtische Medien gibt es in unserem Land genug ! Zeitungen, Radios und Fernsehen sind zu 90 zig % in dieser Kategorie vertreten.
    Seit 3 Jahren höre oder lese meine Informationen aus dem Internet.
    Ich kann die Nachrichten aus dem Blick, Tagi, BAZ, SRF, Ringier, Tamedia, etc nicht mehr ertragen und bin nicht mehr der Einzige. Auch will ich keine vom Staat bezahlten Jounalisten.

    • Sandra. Im Vergleich zum aktuellen Wähleranteil von rund 30% – 35% (nur Grüne + SP) sind die sog. linken Medien in der Schweiz untervertreten. Weil halt die reichen Mäzene fehlen.

  7. In Rolf Dobellis letztem Buch „Die Kunst des digitalen Lebens“ gibt es ein ganzes Kapitel zur Anmassung „Ohne uns Journalisten geht die Demokratie unter“. Tja, an den Geburtsstätten von Demokratie und Parlamentarismus (Griechenland, Island, Grossbritannien, Gründerstaaten der USA) waren noch keine Medien anwesend und die ersten Tages- und Wochenzeitungen waren rein kommerzielle Projekte. – Wenn schon für idealistische Medienprojekte spenden, dann lieber für Wikipedia.

  8. Typisch Linke. Produzieren an den Bedürfnissen der Kunden vorbei und sind dann noch erstaunt, wenn sie pleite gehen. Ganze Länder im Kommunismus sind pleite gegangen weill sie planwirtschaftlich an den Konsumenten vorbei produziert haben. Linke Denkweisen führen in der Konsequnez immer in die Pleite. Linke Denkweisen gehen davon aus, dass immer die anderen bezahlen sollen.

  9. Nun ja, der Kapitalismus ist mindestens aus der Sicht einzelner Edelfedern überwunden, das Klima wird auch bald gerettet….
    Aber die Firma ist (bald) pleite und die Arbeitsplätze vernichtet…
    Wieviel überzeugte Ideologie und Naivität muss sich denn da aufgestaut haben?
    Die Leute, die versucht haben, den Journalismus neu zu erfinden, können einem Leid tun.

    Aber vielleicht können ja nun die „Hauptsponsoren“ des Projekts, die Gebrüder Meili, die gestrandeten Protagonisten nun zu einem nächsten, kapitalintensiven Abenteuer ermuntern. Z.B. zu einer täglich erscheinenden Klimazeitung „Gretastroika“. Der Erfolg sei ihnen gewiss! Nur wären die Abonnenten da nicht Verleger sonder Klimatiker.

  10. First of all, „In Uruguay that’s millions“? „Millions“ what? Do you know what’s the cost of living in Uruguay? I spent ~100USD filling my tank, or ~50USD every time I go for a drink, but you didn’t know that, didn’t you?

    I’m tired sick of that thinking like we are a second or third class country, and therefore everything must be so cheap.

    I personally know the developer you are talking about and he’s one of the most talented developers I ever met, and I mean globally. I’m sure you didn’t know that either.

    Next time you are going to offend and entire country just to make your article more juicy, do your research.

    Kind regards,

    REC (Another not-cheap developer, sorry)

  11. Tja, hier zeigt sich der real praktizierte Sozialismus:

    – Wir produzieren etwas, was die Leute nicht wollen
    – Die Macht liegt “bei allen”, jedoch bei einigen viel mehr
    – Gewinn – der natürlich ausbleibt – ist nicht etwa ein Erfolgszeichen, sondern anrüchig
    – Bei nicht-Funktionieren wird die Allgemeinheit zur Kasse gebeten

    Der Treppenwitz hierbei ist, dass sich die Republik hinter einem Geflecht juristischer Konstrukte verbirgt, die jedem windigen Hedgefund würdig wären.

    Mal schauen, ob sich die Sponsoren der Cüpli-Fraktion nochmals zusammenraufen oder sich nun ganz im Feuilletonlesen ergehen…

  12. Im Unterschied zwischen IP und Republik spiegelt sich der Unterschied zwischen abgeklärter Marktfähigkeit und selbstreferentieller Abgehobenheit wieder.

    Konsequentes und mutiges Profil, Ausrichtung am Leserinteresse und schlanke Strukturen hier, teure Einbildung und Traumtänzer, ohne Netz und Boden, dort.

    Aber grundsätzlich gilt, probieren, reüssieren, scheitern, alles courant normal der Wirtschaft, zu der auch die Medien gehören, was soll das Gejammer?

    Nur Lämmer lassen sich in das obrigkeitshörige Medienbild der Leuthards und Sommarugas pressen.

    Wer erziehen will, soll Lehrer werden, nicht Journalist!

  13. Republik war eine reine Insider-Geschichte. Als Nicht-„Verleger“ hatte man kaum je etwas davon gehört. Vielleicht hätte man sich ein bisschen mehr um Marketing kümmern sollen? Und wie wäre es, mittels Leserforschung herauszufinden, was bei der Leserschaft wirklich ankommt? Inhalte bringen, die auch dann wertvoll sind, wenn man sie nicht auf einen XXL-Longread aufbläst?
    Mehr Herz+Hirn, weniger Ego+Dogmen…

  14. War ja nicht anders zu erwarten. Obligat bei solchen gutgemeinten aber «unterfinanzierten» Projekten ist dann auch der neid- und hasserfüllte Blick der Akteure nach rechts: «Die haben leicht reden, mit ihrem Milliardär!»

    Das Problem ist nur, dass das Juste-Milieu von falschen Voraussetzungen ausgeht. Der besagte Milliardär spendet nämlich nichts, nada – er vergibt nur Darlehen. Und das auch erst, wenn ein wasserdichter Businessplan vorliegt, der ausgiebig «tüüchlet» wird.

    Mit einem Darlehen ist man im Gegensatz zur bei den «Linken» so beliebten unverbindlichen S(ti)penderei zum Erfolg verdammt, denn der Darlehensgeber will eines baldigen Tages schlicht sein Geld zurück. Da gibt es also nichts zu verjubeln.

    Und ganz nebenher wird damit nicht nur gesagt, weshalb sich eine bekannte andere Publikation trotz widriger Bedingungen halten kann. Sondern auch, warum der Milliardär eben Milliardär ist. Ganz einfach, weil er sein Geld nicht verschenkt.

    «Die Guten» derweil machen die hohle Hand, sehr gerne und vor allem beim Staat. Ob bei der UVEK, dem BAK oder der Pro Helvetia. Nicht zu vergessen die kantonalen und städtischen «Anlaufstellen», wo ehemalige Studien-Buddies die Dossiers bearbeiten.

    Der Gang zum Staat folgt spätestens dann, wenn man die Facebook-«Freunde» (die sie auf der Strasse im Vorbeigehen gar nicht erkennen wollen…) über Gebühr schon um etliche Bitti-Bätti-Spenden mit den üblichen Opfer-Stories abgemolken hat und diese angesichts ausbleibender Erfolge (und freundschaftsüblicher Hois und Salis in «real life»… 😘) nichts mehr beisteuern wollen.

    Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Verlassen der Komfortzone? Ein Business auf Pump aufbauen, wie das bei praktisch jedem Start-up üblich ist, statt von Almosen zu leben? Besteht etwa die Angst, dass so manch sozialistischer Traum an der Realität zerschellen könnte und die eigene Geisteshaltung umstandsbedingt den gefürchteten «Rechtsschwenker» macht?

  15. Bei den Texten der Republik hat man den Eindruck, dass die Autoren nach Zeilen bezahlt werden. Wer will denn heute noch solche ultra-langen Artikel lesen? Ausser vielleicht pensionierte Journalisten und Literaturkritiker?

    • Pensionierte Lehrer, Sozialpädagogen, Beamte (Staatsangestellte) mit zuviel Zeit usw. usf.

      Und trotz der Millionen, die durch diese Kasten reinkommen, fahren die das Ding mit Karacho gegen die Wand.

  16. Wie schrieb doch Olivia Kühni in der Republik am 17.4.2018 – zwar im Zusammenhang mit Postauto, aber mit Anspruch auf Allgemeingültigkeit:
    „Das führt vor allem dazu, dass sie staatliche Gelder dazu verwenden, privaten Anbietern [..] Marktanteile abzujagen.“
    Genau diese staatliche Ermächtigung verlangen die Republik-Macher heute. Wiederum mit Kühni (a.a.O.) ist darauf zu antworten:
    „Der Alibi-Wettbewerb bringt niemandem etwas – ausser Heerscharen von Beraterinnen und Bürokraten.“ Nur private Medien vermögen die Demokratie zu retten. Selbst wenn man einen service public in der Grundversorgung mit Information begrüsst, geht es nicht ohne das unerbittliche Hinschauen von als Medienunternehmern tätigen citoyens! Auch als Kontrolle über die mit Staatsgeldern verdorbene Konkurrenz!

  17. > Ohne Steuergelder geht das Land unter, so der Tenor. Niemand fragt, was der Leser will.

    Wir fragen es. Und stehen in einem sehr aktiven Austausch mit unseren Leserinnen und Leser. Selbst über Features kann man bei uns abstimmen:
    https://www.republik.ch/2019/10/11/umfrage-komfortfunktionen
    https://www.republik.ch/2019/11/29/was-wir-als-naechstes-bauen-und-umbauen

    Unsere Strategie ist nicht auf Steuergelder zu warten sondern selbständig ein Mitgliedschaftsmodell aufzubauen was uns langfristig unabhängig macht. Deshalb fragen wir Sie – die Öffentlichkeit – um freiwillige Unterstützung.

    > Sie bauten für Millionen eine eigene Informatik. Ein WordPress mit etwas Programmierung für 5’000 Franken hätte genügt.

    IT & Design kostet aktuell 855000 pro Jahr:
    https://www.republik.ch/vote/juli19#budget

    Darin enthalten sind rund 5 Vollzeitstellen. Unsere Entwicklungsteam richtig sich stark nach den inhaltlichen Bedürfnissen der Mitglieder und entwickelt auch Geschichten mit. Zwei Beispiele:
    https://www.republik.ch/2019/09/27/welche-partei-sind-sie
    https://www.republik.ch/2019/05/13/die-europaeischen-parteien-im-zeitraffer

    WordPress haben wir 2017 evaluiert und sind zum Schluss gekommen dass es nicht die richtige Lösung für uns ist:
    https://github.com/orbiting/docs/blob/master/concept/cms/existing-solutions.md#existing-opensource-solutions

    > Die IT-Crew der „Republik“ bestand aus fast 10 Leuten. Ein Fünftel der ganzen Mannschaft. Informatik First.

    Kaufmänisch gerundet werden aus 6 Personen 10 und aus zwei Freelance-Projekten Millionen in Uruguay.

    Ich bin Stolz darauf dass wir Diego aus Uruguay für zwei Projekte engagieren konnten. Er ist ein Spitzenentwickler. Unser Einheitslohn ist auf dem Weltmarkt für spezialisierte Entwickler eher tief.

    • Zusammengefassung gefällig?

      Wir haben 7.000.000 Franken verbraten, uns dabei jedoch selbstbeweihräuchert bis zur Ohnmacht.

      So geht man stilvoll unter,
      Gladiatoren Roms.

    • Fast 1 Mio für do ne Seite wie die Republik.ch.

      Nen Gratis-Theme von WordPress mit Anpassungen für 5.000 Fr. hätte vollkommen gereicht.

  18. Was die gemacht haben war ja kein Journalismus, sondern Politik.

    Braucht / wünscht das Schweizer Lesepublikum sich eine zweite WOZ?

    Spätestens als Linksaußen-Leute wie Carlos Hanimann oder der in sich selbst verliebte Narziß Daniel Binswanger dort auftauchten, wurde das Projekt langweilig.

    Denn ab da war klar, es geht nicht um guten Journalismus oder auch nur mittelmäßigen.
    Sondern um politische Schreiberei.

    Und wenn IT-Heinis in Uruguay 8.000 Lohn bekommen, was sind dann die Vergütungen der als „Journalisten“ auftretenden Moralapostel?

    Auch darum dürfte das Projekt auf Leute wie WOZ-Schreiber wie ein Magnet gewirkt haben.

    Schön weiter Ideologie-Schreibe machen und dann noch schöne Patte in der Tasche.

    • Die Republik zahlt nen Einheitslohn für alle, 8000 für ein Vollpensum. Angestellt sind alle mit 80% oder weniger. Man rechne.

  19. Schlechtes Marketing (nämlich gar keines), lausige Präsenz auf sozialen Medien, keine wirklich guten Artikel für die es sich lohnen würde zu bezahlen.
    7 Mio in 2 Jahren verheizt – vermutlich das meiste für Büroinfrastruktur – Resultat Pleite „wenn man ihnen nicht Geld nachwirft“
    Start-Ups brauchen Zeit – manchmal mehrere Jahre rote Zahlen bevor was daraus wird.
    Das braucht Ideen, vollen Einsatz und Durchhaltevermögen.
    Man kann heutzutage übrigens mit unter 200’000 eine Webpublikation mit wenigen Angestellten und Multimediaangebot aufziehen, wenn man Ideen hat.
    Haben die aber nicht, also wollen sie einem zwingen für ihren Mist zu zahlen.
    NEIN, NEIN und nochmals NEIN!

  20. Womit einmal mehr bestätigt wäre, weshalb Linke vorwiegend im konjukturunabhängigen Staats-, Verwaltungs- und Sozialbereich anzutreffen sind: der freie Markt ist halt trotz üppiger Startfinanzierung kein Ponyhof oder eine Reitschule, wo der Steuerzahler jede erdenkliche Utopie von linken Träumern und Realitätsverweigerern zu finanzieren hat.
    Adios, Repu-Blick!

    • Tolles Märchen à la trumpistan: Das wir seit 1848 bürgerlich regiert werden und daher die meisten Staatsstellen von CVP, FDP, SVP geführt und ausgeführt werden haben wir per zuuuufall vergessen. Zuppiger, Heer, Glarner, Schwander, Köppel, Mörgeli und konsorten allesamt extreeeem erfolgreiche Unternehmer gället si.

    • @Michael:
      Nun, ich weiss, dass weder Zuppiger noch Heer noch Glarner noch Schwander auf fremdes Geld angewiesen sind, um wirtschaftlich zu überleben.
      Köppel ist sogar im exakt selben Bereich unterwegs wie die Republik und scheint dies wirtschaftlich durchaus erfolgreich zu tun – wieso wohl?
      Was möchten Sie uns mit Ihrem kindischen Geschreibsel also sagen, ausser, dass (zwei s!) Sie offenbar keine Ahnung haben von Amts- und Staatsstellen?

  21. Vielleicht hätten sich die Journalisten von der Republik etwas von ihren Deutschen Kollegen abschauen können?

    http://www.rubikon.news

    Im Gegensatz lohnt es sich dort auch die langen Artikel fertig zu lesen! Aber Vorsicht! Systemtreue Schläfer finden dort natürlich nur Fake-News von gebrandmarkten Verschwörungstheoretikern…

    • @SUV zwecks Cityschotter: Rubikon News?? Da sind wir bei den Aluhüten wie Daniele Ganser angelangt. Nein danke!

  22. Viele Texte waren willkürlich gestreckt. Weil „long reads“ gefragt waren. Aber der Leser verzweifelt, wenn geschwafelt, abgeschweift, ausgefranst wird. Bei 99% der Artikel fehlte die Relevanz. Narzissten wie Binswanger, die sich zuallerst einmal toll finden und dann lange nichts mehr, sind für das Publikum tödlich.

    • Wie richtig. Der eitle Daniel Binswanger fand/findet sich selber am Tollsten.

      Dachte oftmals bei ihm, dass er aus (finanziell) bestem Elternhaus stammen muss ohne grosse Sorgen.

    • Lieber Herr Brunner
      In Ihrem Kommentar haben Sie die Person S.G. aus der Republik-Redaktion fachlich kritisiert – ob zu Recht oder nicht, das müssen wahrscheinlich andere sagen. Nun wurde diese Passage entfernt, und dies ohne Kennzeichnung. Auch ein Kommentar, der auf ihren geantwortet hat, wurde redigiert. Hingegen greifen Sie nach wie vor Herrn Binswanger an, und zwar ausschliesslich auf einer persönlichen Ebene, wie dies auch der Kommentator nach Ihnen anscheinend noch tun darf. Können Sie mir, oder vielleicht Herr Hässig selber, erklären, wieso fachliche Kritik in diesem Blog wegzensuriert, persönliche jedoch geduldet wird? Grüsse, Robert Mächler

  23. Vergleich man den Kosten-Nutzen-Effekt der „Republik“ mit „Inside Paradeplatz“ so kommt man zum Schluss, dass es sich von OPM gut leben lässt, aber der Impact vom persönlichen Engagement eines Unternehmers abhängt und nicht von den Wunschvorstellungen darüber, wie der perfekt Journalismus sein sollte.

    • Gerücht oder Tatsache?
      Ich vermute, der Mulitmedia-Mac für jeden kostet halt auch viel Geld…

  24. Nach einigen Tagen des Enthusiasmus (Bündner Bau Kartell) war ich kurz vor dem Abo. Dann realisierte ich, dass pro Tag gefühlt etwa 3 Artikel neu erscheinen. Zu dünn.

  25. „Das anti-kapitalistische Medium mit dem Anspruch, den guten Journalismus zu erhalten, schrieb Schlagzeilen mit dem Mammon.“

    Das ist nun wirklich nichts neues. (Pseudokapitalismus) gegen (Monetarismus) beides kein Kapitalismus. Kapitalismus ist im Kern eine Wirtschaftsform, in der freie Konkurrenz, auch Arbeitsplatzkonkurrenz und der Privatbesitz an den Produktionsmitteln im Vordergrund steht. Also etwas, dass es in der reinen Form so noch nie gab.

  26. Treffend geschrieben.
    Aber das Volk hat zuletzt bereits mit der Billag Abstimmung ja zu Staatsmedien gesagt. Besonders brisant: Sogar der Unterhaltungssektor ist da eingeschlossen.

    Nun wird wohl tx-group (tamedia) bald auf der Matte stehen und auch Subventionen für diesen Geschäftsbereich beanspruchen.
    Das übrigens zurecht. Sonst bleibt nur die baldige Schliessung der zukünftig defizitären Tageszeitungen.

    • Defizitäre Tageszeitungen schliessen?

      Wow, das wäre ja voll die Katastrophe.

      Man hat ja gesehen, was passierte, als Kaffeesatzlesen, Hieroglyphen, Orakel von Delphi, Pergament, Feuertürme, Indianer-Rauchzeichen und Morsen nicht mehr staatlich gefördert wurden.

      Nach alt-BR Leuthard wird sich, zu unserem aller Glück und mit unserem Geld, auch BR Sommaruga mit aller Kraft dagegenstemmen.

  27. Linke können nun mal nicht wirtschaften, wie Beispiel klar und deutlich zeigt. Karl Marx oder den Pikhetty zu lesen reicht nun mal nicht. Ich vergiesse diesem linksradikalen Medium keine Träne.

  28. War ja klar dass dieses linksextreme Projekt kein Erfolg haben wird.
    Und war auch klar dass alle andere Schuld sein werden.

    Wie immer wenn Linke mit Geld ausserhalb einer staatlich geschützten Werkstätte umgehen müssen. Aber hey: wenigstens konnte man sich dieselben fürstliche Abzocker-Löhne bezahlen wie beim Staat!

    Und die rot-grünen Gutmenschen beweisen einmal mehr wie „sozial“ und „solidarisch“ sie mit ihren überrissenen Löhnen gegenüber ihren „weltoffenen“, „toleranten“ und „liberalen“ Genossinnen in Wirklichkeit sind.

  29. WordPress und für etwas zusätzliche 5’000 Franken – das mag für IP stimmen. Sonst aber eher auf der sehr knappen Seite.

    Aber in allem anderen gebe ich LH voll und ganz Recht: Die Republik ist grandios gescheitert. Grosse Klappe («Demokratie retten» und solchen Gugus) und nur mässig was dahinter. Der Mehrwert der Republik gegenüber anderen Medien war inexistent. Ich werde mein Abo garantiert nicht mehr erneuern. Und so wird die Republik halt untergehen. Vermissen wird sie niemand.

    • Man muss schon ziemlich gross, gut-besucht sein und sehr spezielle Anforderungen haben, dass sich eine Eigenentwicklung und on-premises hosting lohnt. Am besten WordPress in der Cloud hosten und dann Kapazität dazukaufen, wenn es nötig wird. Finanzierung durch Werbung, Spenden und allenfalls Micro-Abos (d.h CHF 5/Monat).
      Das A & O ist die Qualität der Beiträge, die muss stimmen, das braucht neugierige Leute, die wissen was Beweise sind und wie man gut recherchiert.

    • Am besten nimmst du dir mal ne Woche Zeit, oder beauftragst einen Webentwickler, um mit diesen 5000.- die Republik-Seite inklusive Diskussionsforum und Redaktionssystem funktional nachzubauen. Dann bist du im April in der Pole Position wenn es darum geht, ein erfolgreicheres Nachfolgeprodukt zu lancieren. Ist ja dann ne simple Sache…

  30. Niemanden will die Wahrheit hören…deswegen überlebt auch Ip, welche halbe – Wahrheiten verbreiten.
    Irgendwie, der heutige Mensch ist mit Träume, Ungerechtigkeiten und Virtualität zufrieden…fast wie die Religion in Mittelalter macht diesen System die Leute Dumm und Abhängig, aber wir leben in die besten der Welten…😭

    • Na, Starphilosoph, der aus seinem Alter Deutungshoheit ableitet, erzählen Sie uns doch ma, was die Wahrheit ist.

      Wann immer einer auftaucht, der behauptet, die Wahrheit zu kennen, sollte man in Deckung gehen, oder dagegenhalten.

      Das Mindeste nach bald dreihundert Jahren Aufklärung, oder?

  31. Sehr gut….. so soll es auch sein.

    Ich hab sie nie gelesen……. die „Republick“.

    Am Markt überleben ist schwer….. es braucht Ausdauer und viel Realismus. In der heutigen Veränderung der Medienlandschaft noch mehr.
    Wir haben eine Weltwoche ……. das genügt mir persönlich.
    Die Zeiten als ich 5-6-7 Magazine las sind vorbei, es wurde einfach unerträglich, diese ständigen Umerziehungsversuche gewisser Zeitungen wie der Zeit, dem Spiegel, Tagi usw.
    Linksdrehend sind schon 90%……….

    • „Sehr gut….. so soll es auch sein.
      Sehr gut. Und ich hab sie nie gelesen……. die „Republick“.“
      Und ich habe jetzt die Gewissheit, das Walter Roth sich äussert, ohne die Informationen, um die es geht, zumindest zur Kenntnis genommen zu haben, aber gleichwohl mit seiner Meinung auf Starkdeutsch nicht hinter den Berg hält.

  32. In den 70er-Jahren gab es eine Menge von Genossenschaft-Beizen vom Thurgau bis in die Romandie. Kaum mehr eine existiert heute noch. Auch ich selber hatte seinerzeit ordentlich Geld verbrannt an Anteilscheinen in solchen (träumerisch-ideellen) Projekten. In einem Lokal mussten wir gar zwei Geschäftsführer gleichzeitig zu einem formidablen Salär finanzieren…..

    Bloss das „Kreuz“ in Solothurn existiert noch halbwegs in seiner alten Struktur. Basisdemokratie gibt es allerdings keine mehr dort. Wer jahrelange Erfahrung in der Küche hat, hat auch mehr zu sagen als ein neuer Jungkoch. Auch dort muss das Geld konstant mit guter, gar bester Arbeit verdient werden. Eine bloss „Du-Kultur“ reicht nicht als Erfolgsprädikat.

    Das Projekt „Republik“ ist wohl ähnlich gescheitert, wie damals all diese alternativen Beizen. Zuviel Selbstverliebtheit (beispielsweise mit extrem teurer IT), Dogmenreiterei und die endlosen Grundsatzdiskussionen werden dann oft durch die einst grossherzigen Sponsoren mit Liebes- und Geldentzug gestoppt.

  33. Auch ich war von Anfang von Anfang an „Verleger“ und erwartete gute Stories. Teilweise kamen sie. Aber zuviel philosophisches. Peinlich immer die vom Tagi-Magi bekannten Beiträge von Binswanger, wo er jeweils mindestens 3 Bücher die er gelesen hat zitierte! REPUBLIK ist/war eine Wellness-Oase für „über“akademisch gebildete JournalistenInnen, die schöne und lange Texte schreiben können aber nicht in der Realität angekommen sind. Das Rothaus an der Langstrasse ist nur Fiktion. Angemessener wäre der Zabriskie Point aus dem gleichnamigen Film, weit weg von der Zivilisation, rundherum karges Land und selten Menschen, ausser einigen Besuchern die 10 Minuten verharren, ins Auto steigen und weiterfahren.
    Erstaunlich bei so viel IT-Leuten, ein 1/2 Jahresabo ist nicht zu haben, für Einsteiger interessant, auch da weit weg von den Bedürfnissen/Verlager!

  34. Das Geschäftsmodell hatte von Anfang an kein Potential. Ich frage mich, gab es überhaupt einen Businessplan? Spätestens dann, hätten alle Beteiligten realisieren müssen, dass diesem Geschäftsmodell die Basis fehlt. Man hätte sehen müssen, dass sich so kein Geld verdienen lässt. Zumindest hätte man sich auch die Frage stellen müssen, weshalb Printmedien kaum mehr Geld verdienen. Journalisten sind eben nicht Business-tauglich. So lange es Sponsoren gibt, funktioniert das Modell. Aber nur so lange sie nichts hinterfragen und weiterzahlen. Vermutlich ist das jetzt das Ende der Fahnenstange.

  35. Riesiger Wulst ist am Bersten:
    Eventuell schon am kommenden 1.
    Pharisäische Gesundbeterei endet;
    Ultralinkes Fussvolk nicht spendet!
    Ballast abwerfen täte längstens Not;
    Lamentieren und Betteln: viel zu spot.
    In Frage stellen; Köpfe müssen rollen,
    Keine Nachfrage: was wollt ihr grillen?

    Die Anfangsbuchstaben beachten. K(l)eine Tages-Aktualität……

    ORF

  36. Nach dem Wechsel von Oliver Fuchs von der NZZ zum Online-Magazin «Republik» habe ich das Abo nicht mehr verlängert. Oliver Fuchs ist mit seinem vermessenen «NZZ-Verhalten» negativ aufgefallen; das wollte ich bei der Republik haben. Glaubwürdigkeit geht anders, Republik.

    • REPUBLIK ist mehrheitlich zum Sammelbecken von JournalistenInnen geworden die sich mehrheitlich überschätzen. Philosophie, Mahnfinger und Buchempfehlungen bis zum abwinken. Warum soll jemand noch ein Abo für ein Jahr abschliessen wenn Ende März im Rothaus die Lichter ausgehen. Die Leute sollten bei LH schauen was Arbeit ist. Jeden Arbeitstag mindestens 1 Artikel, manchmal genial, manchmal Schrott, aber immer spätestens um 0800 online. Das einzige was im Rothaus zu dieser Stunde „online“ ist, die Kaffeemaschine!

  37. Apokalyptische Rhetorik wirkt immer im links-urbanen Milieu: Klima- oder eben Demokratierettung. Und so werden auch diesmal wieder ein paar linke Zürcher Erb-Millionäre, die gar nicht wissen wollen, wie ihr Vermögen erwirtschaftet wurde, ihr Portemonnaie öffnen. Und zur Not gibts immer noch den reichen Onkel aus Amerika: ein paar Millionen, nichts als Peanuts für Soros oder Hansruedi Wyss. Zudem wird den Geldgebern der „Republik“ Anonymität garantiert, genau wie bei der Operation Liberallalla.

    • Ich nehme an der Herr Linkideologieverorter lebt schon eine Weile länger auf dieser Welt, hat es aber verpasst sich in den Grabenkämpfen zwischen Links und Rechts einen Sonnenplatz zu sichern. Und der Soros muss auch immer herhalten. Hast du einen Feind, dann hat der Tag Struktur. Mir fallen spontan auch mehr Zeitungen ein, wo bürgerlicher Millionäre Einfluss haben. So schlimm kann es ja nicht stehen, mit den Machtverhältnissen, oder?