Das US-Einknicken der Postfinance ist erbärmlich

Die Probleme Kubas sind hausgemacht. Dass sich aber keine Bank mehr traut, legale Transfers zu tätigen, zeigt Angsthasen-Kultur.

Schlechte Nachrichten für alle Schweizer, die mit Kuba zu tun haben. Die staatliche Postfinance war die letzte Bank in der Schweiz, die – völlig legale – Überweisungen nach Kuba ausführte.

Alle übrigen Finanzhäuser waren bereits vor dem Druck der USA auf die Knie gegangen, führen schon lange keine Geldtransfers mehr aus, warfen Schweizer Hilfsorganisationen raus und verweigern sogar Überweisungen innerhalb der Schweiz, wenn im Betreff das Wort Kuba vorkommt.

Alles aus Schiss, dass das US-Imperium böse wird, wenn auch ausserhalb der Gültigkeit seiner Gesetze Befehle nicht befolgt werden.

Seit September hat auch die Postfinance diese Dienstleistung eingestellt. Nun können NGOs ihre Tätigkeiten auf Kuba nicht mehr bezahlen, auf Kuba lebende Schweizer können keine Zahlungen, beispielsweise der AHV, mehr empfangen.

Und die wenigen Schweizer Firmen, die auf der letzten Insel des Sozialismus korrekt Geschäfte betreiben, geraten damit in existenzielle Schwierigkeiten.

Das kubanische Regime ist an den meisten Schwierigkeiten schuld, mit denen sich die Kubaner rumschlagen müssen. Aber an der Feigheit Schweizer Banken, die sich dem Druck der Trump-Regierung beugen und eine Dienstleistung einstellen, die – ausser in US-Dollar – legal war und ist, daran sind Schweizer schuld.

Besonders betroffen sind natürlich auch Reiseveranstalter oder die Airline Edelweiss, die Direktflüge nach Kuba anbietet. Während Privatpersonen kubanische Netzwerke benützen können, wo gegen üblicherweise 10 Prozent Kommission in der Schweiz Geld übergeben wird, das dann sofort in Havanna von einem avisierten Vertrauensmann bezogen werden kann, ist das bei höheren Beträgen natürlich nicht möglich.

So um die 30’000 Schweizer Touristen sonnen sich jährlich in Kuba. Wenn man pro Person und Aufenthalt mit bescheidenen 350 Franken rechnet, die den kubanischen Dienstleistern bezahlt werden müssen, sind wir schon bei über 10 Millionen Franken, die zu überweisen sind.

Hotelplan, TUI und andere teilen auf Anfrage mit, dass ihre Kuba-Angebote von diesem Entscheid nicht tangiert seien. Etwas bedeckt halten sie sich allerdings bei der Frage, wie sie denn Geld nach Kuba kriegen.

Es handle sich „um eine interne Information“, blockt Hotelplan ab. Kuoni weist darauf hin, dass spanische Hotelketten, die auf Kuba ein wichtiger Player sind, in Spanien Konten haben; und als Bestandteil des deutschen DER-Konzerns kann Kuoni Zahlungen an ihn delegieren. Die Fluglinie Edelweiss hat sich eine Sonderbewilligung bei Postfinance erkämpft.

„Geschäftspolitischer Entscheid“, sagt Postfinance, „Risiko, Rückmeldungen von Fachexperten“. Und überhaupt: Das „Geschäftsmodell“ sei „auf den Schweizer Markt ausgelegt“. Und es bestehe die Gefahr, vom Dollar-Handel abgeschnitten zu werden.

Das sieht nicht nur der FDP-Nationalrat Hans-Peter Portmann entschieden anders. In einer Interpellation fragt er den Bundesrat, wie die Schweiz den Zahlungsverkehr mit Kuba sicherstellen will, da von dem Einknicken der Staatsbank nicht nur Schweizer betroffen sind, sondern auch die kubanische Botschaft in Bern.

Viele Banken auf der Welt, in Europa, in Lateinamerika, in Asien, selbst im nördlichen Nachbarland der USA, in Kanada, lassen sich von US-Drohungen nicht beeindrucken und tun weiterhin das, was ausserhalb der USA null Verstoss ist.

Selbst wenn die Trump-Regierung so offen imperialistisch werden würde und der Postfinance Dollargeschäfte verböte: Das ist eine Schweizer Staatsbank. Nichts spräche dagegen, dass die Schweizerische Nationalbank unter Wahrnehmung ihrer Aufgabe, sich vom Gesamtinteresse des Landes leiten zu lassen, fronten würde.

Also den Gegenpart bei Dollar-Geschäften der Postfinance übernähme. Das wäre keine Subventionierung oder Finanzierung, das wäre eine reine Geschäftsbeziehung.

Und ob sich Trump wirklich mit unserer Notenbank anlegen wollte, die nicht zuletzt einer der grössten Einzelinvestoren in den USA ist, das darf doch stark bezweifelt werden.

Damit würde die Schweiz zudem endlich mal ein Zeichen setzen, dass sie bereit ist, ihre Rechtssouveränität, das wichtigste Gut eines Kleinstaats, zu verteidigen. Anstatt zu zeigen, dass selbst eine Staatsbank, die etwas völlig Legales machte, schon einknickt, wenn der US-Botschafter mal die Stirn runzelt. Das ist unwürdig und erbärmlich.

Kommentare

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  1. Seit Jahrzehnten knickt nicht nur die Schweiz, sondern ganz Europa und die halbe Welt vor den USA ein. Jede von der USA beschlossene Sanktion wird sofort auch in Ländern umgesetzt/mitgetragen, die mir der Sache eigentlich gar nichts zu tun haben. Beispiele dafür gäbe es dutzendweise.

  2. Kommentare dieser Art (wenn man nur schon den Titel liest) stammen von Leuten, denen praktische Business Erfahrung in entscheidenden Bereichen abgeht (etwa so wie wenn 1’000 Blick-Leser meinen, sie müssten dem Nati Coach die Zusammenstellung des Teams vorschreiben). Stop it, Zeyer.

  3. Ohne Nuklearstreitmacht hat man nichts zu melden und muss kuschen. Das checken hier viele nicht, rum stämpfelen und motzen bringt nichts. Entweder wir rüsten auf oder es geht so weiter und jeder quatsch muss übernommen werden (entweder auf Druck der USA oder der EUSSR bzw. NATO). Es geht hier nicht ums wollen sondern ums können, in der jetzigen Situation geht es nicht anders.

  4. Ja das mit den USA Zahlungen via SNB war schon anno 2011 die Idee von Hummler um die Wegelin zu retten. Kam leider nicht gut an😵

  5. Sehr geehrter Herr René Zeyer

    „Aber an der Feigheit Schweizer Banken, die sich dem Druck der Trump-Regierung beugen und eine Dienstleistung einstellen, die – ausser in US-Dollar – legal war und ist, daran sind Schweizer schuld.“

    Das fällt nachweisbar einem immer größer werdenden Teil unserer Gesellschaft zunehmend schwer, was auf wachsende Regression im Bildungswesen und auch auf zunehmende Beinflussung ihrer Realitätswahrnehmung hindeutet, gepaart mit einem ebenfalls profunden historischen Nichtwissen.

    Ja, die Probleme Kubas sind hausgemacht aber nicht ALLE. Es ist wahr, dass Kuba mit einigen ernsten Versorgungsproblemen konfrontiert ist, nicht zuletzt dank des Embargos der grössten Demokratie des Planeten mit einem auf Chancengleichhait basierendes Wirtschafts,- und Justizsystems – USA. Ich teile Ihren Beitrag, insbesondere weil Sie uns warnen wollen – bitte korrigieren sie mich wenn ich falsch liege – wir als Schweiz könnten in vielerlei Hinsicht – das nächsten KUBA werden.

    Wollen wir eine Herde von Schafen unter einer künstlich geschaffenen $-Weltwährung werden, die wenigen dienen? Oder wollen wir uns von diesem Sklaventum befreien?

    „Damit würde die Schweiz zudem endlich mal ein Zeichen setzen, dass sie bereit ist, ihre Rechtssouveränität, das wichtigste Gut eines Kleinstaats, zu verteidigen.“

    Seien wir mutig und denken das Unmögliche über uns Schweizern: Aufstehen und Kämpfen!

    Herzliche Grüsse und frohes Fest!

  6. Für den Moment scheinen die Araber, Perser, Türken, Inder, Chinesen und Russen die einzigen zu sein, die keine Lust haben, das zu tun, was die Amis wollen.
    Um 1776 wurde Amerika unabhängig von Europa.
    Wann erklären wir die Unabhängigkeit von Amerika?

  7. Wann hören wir endlich auf uns dieser US-Dollar-Scheisse und Bevormundung durch das US Imperium zu beugen. Etwas Selbstbewustsein und Eigenverantwortung wäre angesagt.
    Oder hat unsere Regierung, die FINMA und die NB die Schweizerische Souveränität auch schon lange der US Diktatur geopfert?
    Neben CHF gibt’s noch gut 40 andere – gute Währungen und Geldsysteme – inkl. Cryptowährungen um OHNE USD Geschäfte zu machen!

  8. „Selbst wenn die Trump-Regierung so offen imperialistisch werden würde…“
    Sie ist es schon: North Stream 2, Allseas. Die Feigheit „der Europäer“ ist unsäglich.

  9. Die US-Sanktionspolitik sollte ein Warnzeichen für das VBS und die Kampfjetevaluation sein: Keinen US-Kampfjet ! Kaum passt den USA etwas nicht an unserer Politik, könnte es zu einem Boykott kommen, wichtige updates, Waffenlieferungen wären in Gefahr, unsere Luftwaffe lahmgelegt. Bei so einem wichtigen und teuren Geschäft braucht es einen verlässlichen Partner. Das scheinen die USA nicht mehr zu sein, oder sie waren es nie wirklich.

    • Trump ist kein Poltiker sondern ein – knallharter – business man!
      Also kann man ihn wohl auch unter Druck setzen, wenn man ihm mitteilt dass der amerikanische fighter für uns nicht in Frage komme, solange die US uns bezüglich Kuba und insbesondere auch wegen der zweiten Gasleitung in der Ostsee in Bedrängnis bringe.

    • P.V. Brunner: Ja, Trump versteht sicher eine klare Sprache. Und ein Business-Man ist er auch. Aber: Wer spricht hierzulande eine klare Sprache ? Der Bundesrat ? Fehlanzeige, dort muss man kollegial sein, es gilt der kleinste gemeinsame Nenner weshalb die Schweiz aussenpolitisch so schwach ist. Die PostFinance ? Weshalb soll ausgerechnet sie die USA unter Druck setzen wollen nachdem alle reihenweise eingeknickt sind: Das EFD unter Widmer Schlumpf, die UBS, die CS, alle anderen Banken auf Anraten der Finma unter Raaflaub (vor etwa 6 Jahren), usw., usw.. Die PoFi will sicher nicht den Helden spielen und macht das was alle machten: Einknicken.

  10. Die Postfinance ist eine Schande!

    Bei der Berichtersttung in den Medien über Kuba verhält es sich wie bei Putin-Russland – fast alles ist hetzerische US-Propaganda aus der untersten Schublade. Yep, Kuba ist keine Demokratie nach Schweizer Standarts, aber ist das Deutschland, Frankreich oder gar die EU? Kuba muss seinen eigenen Weg gehen.

    Das beste Bild erhält wer selber nach Kuba reist – vorher empfehle ich aber noch einen Abstecher nach Jamaika, Haiti, Gutamala, Honduras, El Salvador usw, damit Ihr einen Vergleichswert habt. Kuba wird Euch geradezu paradiesisch erscheinen. Kubanerinnen und Kubaner lästern und fluchen übrigens bei jeder Gelegenheit über ihre Regierung – von wegen Todesangst vor Überwachung. Einzig direkt zu einem Regierungssturz aufrufen sollte man nicht (auch in Spanien werden Saparatisten zu lebenslang Gefängnis verurteilt). Aber wäre die Kubanische Bevölkerung im Grossen und Ganzen nicht zufrieden, hätte es in den letzten sechzig Jahren schon längst geknallt – so heissblütig wie die sind.

    Noch ein Erlebnis von mir. Vor zwanzig Jahren reiste ich jeweils mit Swiss Bankers Traveller Cheques. Als ich sie in der Schweiz wieder umtauschen wollte, hiess es, die gehören jetzt zu American Express – müsse mich bei denen melden. Dort wurde ich freundlich nach Personalien, Passnumer usw gefragt. Kaum hatten sie die Daten wurde ich nicht mehr so freundlich angeklagt, ich sei in Kuba gewesen, das sei ein schweres Vergehen gegen die USA, sie werden es melden und ich werde hart bestraft usw. Habe dann den Rücktausch abgebrochen und bin auch niemehr in die USA gereist. War eh vorher ein paar mal dort und fand die Mentalität jedesmal zum Ko…..
    P.S: Vor ein Jahren grub ich die Cheques wieder aus und bin mit ihnen auf eine Bank gegangen. Die am Schalter hatten keine Ahnung worum es sich handelt. Mit wechselweise Süssholzraspeln und eine Szene machen schaffte ich es doch tatsächlich, dass sie mir die Cheques eintauschten;-).

    P.S.2: In Kuba habe wurde ich schon zu Santerías eingeladen, kenne also mehr vom Land als nur den Hotelkomplex Guardalavaca.

  11. Uncle Sam schnippt mit dem kleinen Finger … und die braven Hirtenknaben aus dem Heidiland spuren gehorsamst ! Wie feige ! Wie würdelos ! Ohne auch nur einen Funken Selbstachtung und Stolz ! Peinliches Hosenscheissertum ! Widerlich und beschämend !

    • @His Master’s Voice

      Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und zeigen etwas Mut!

      Schreiben Sie unter Ihrem richtigen Namen!

      Wie soll man so etwas erreichen, was ist Ihr Vorschlag?

      Meiner wäre eine Vernetzung, ob in einer Partei oder anderswo spielt keine Rolle.

      Freundliche Grüsse, Klaus Marte
      klaus.marte@short.ch
      076-383 1789

  12. Der Zahlungsverkehr Kubas läuft über Madrid und das europäische Zahlungssystem in Paris, also ausserhalb des SWIFT. Die Schweiz kuscht vor den USA, der EU und allen, die laut und deutlich werden. Die SNB hält per 30.10.19 Devisenreserven in Euro und USD von über 600 Mia. Dazu kommen Bluechip-Aktien in den USA. Es wäre mal an der Zeit, wenn die Schweiz (Regierung und Parlament) vielleicht einmal die Interessen der Schweizer Bürger vertreten würde.

    • Wie kommt eigentlich die Schweizerische Nationalbank dazu, hunderte von Milliarden in US Schuldpapieren zu halten? Wer entscheidet eigentlich so etwas? Warum findet hierüber keine Diskussion statt? Was ist den unsere hochgelobte Demokratie wert wenn über unsere Köpfe hinweg solch irrsinnige „Investitionen“ getätigt werden können? Mit jedem Franken der in US Treasury Bonds verlocht wird finanzieren wir doch nichts anderes als den imperialen Kriegswahnsinn gewissenloser Eliten und stützen dabei auch das schändliche Lügengebäude das mit ihm einhergeht.

  13. Das machen die CH-Finanzinstitute so, vorausseilendes Kuscheln und Gehorsam bis zum geht nicht mehr – die Story erinnert mich ans das Sperren der Kreditkarten von Herr Vekselberg durch die Grossbanken.

  14. Trump nachgeben ist eine schlechte Idee, das ist einer der schlimmsten Politiker Welt, es würde mich nicht erstaunen wenn er nach dem Impeachement von der CS als VR Präsident angefragt würde.

    • Herr Zeyer

      Der einäugige unter Blinden? es scheint eine empfindliche Stelle zu sein. Ich wünsche Ihnen und Ihrer „Erfahrung“ frohe Weihnachten. Vielleicht wäre es ratsam, sich etwad breiter mit geopolitischen Entwicklungen auseinanderzusetzen statt nur mit dem Land selbst.

      Und nehmen Sie nächstes mal einen Kugelschreiber und Glasperlen oder Seife mit. Darüber freuen sich die Kubaner sicher sehr, mit ihren hausgemachten Problemen.

    • @Schweizer

      Zählen Sie sich eigentlich selbst dazu?

      Falls nein, schreiben Sie doch unter Ihrem richtigen Namen.

  15. ‚Gread and Fear‘, kann man da nur wieder einmal mehr sagen… zuerst Geschaefte im Graubereich anbieten, dann abstreiten und spaeter das Kind mit dem Bade ausschuetten… Das fing mit den Judengeldern an und trieb die Spitze, dass die Schweiz die UBS mit 60! Milliarden stuetzte und nicht nur dass Bankgeheimnis aufhob, sondern die UBS noch seine eigenen Mitarbeiter verriet! Wenn alle Staaten die selben Informationen einfordern wuerde, wie es die USA tut, dann gaebe es wohl kein Handel mehr. Zu sehr waere man mit Administration beschaeftigt. Es waere Zeit, dass sich Europa dagegen wehrt!!!

    • Der Verrat an den eigenen Bürgern war der Punkt, wo sich einige innerlich vom sogenannten Vaterland verabschiedet haben.

  16. Sehr einseitiger Artikel. Ob man Cuba als Hort von Sun and Fun und Frauen sieht oder als im kommunistischen System gefangenes Volk ist Geschmacksache. Tatsache bleibt, dass viele vor allem in den USA lebende Exilkubaner enteignet wurden und den Druck auf Cuba aufrechterhalten wollen. Der cubanischen Regierung scheint dies egal zu sein, und das Volk scheint sich arrangiert zu haben. Jedenfalls sind die Sanktionen nicht ohne Grund verhängt.

    • Wenn im Minimum zwei Parteien opportunistisch handeln, lässt sich per se keine „Schuldfrage“ mehr stellen. Kuba ist zum Spielball geworden. Doch wie es halt ist, auf dem Schulhof: Das stärkere Trüppli hebt den moralischen Finger. – Verlierer sind die die davon nass werden.

  17. Nur die kubanische Regierung ist seit über 50 Jahre Schuld an deren wirtschaftlichen Misere. Jeder Sozialismus und Kommunismus führt zur Armut von 98 % der Bevölkerung. Wieso versteht das die kubanische Regierung nicht?

    Hoffentlich werden bald alle Ferienflieger dorthin verboten. Erst dann wird sich dieses Inselgefängnis hoffentlich marktwirtschaftlich und frei öffnen.
    Man sollte gar keine Zahlungen dorthin erlauben, bis das Diktatorenregime die Freiheit für seine Bevölkerung zu lässt.

    • @Kurt:
      Ihr Zitat: „Jeder Sozialismus und Kommunismus führt zur Armut von 98 % der Bevölkerung. Wieso versteht das die kubanische Regierung nicht?“.

      Ja, da haben Sie wohl recht. Und wo ist jetzt genau der Unterschied zu einem kapitalistischen System, das genauso zur Verarmung von 98% der Bevölkerung führt?

      Bitte Leute, wacht auf. Kommunismus (=Staatskapitalismus) und Kapitalismus sind exakt das selbe, genauso wie Links und Rechts – diese Ideologien dienen ausschliesslich dem Teile-und-Herrsche-System und werden IMMER auf Kosten der Allgemeinheit implementiert und „gelebt“.

      Die Post(Finance) spielt dabei ein mieses Spiel und zeigt mit ihrem Verhalten deutlich, dass sie nicht dazu da ist der Allgemeinheit zu dienen und jedem einen Zugang zu weltweiten Transaktionen zu ermöglichen, sondern lediglich dazu, das Ausbeutungssystem auch in der Schweiz aufrecht zu erhalten und Kunden sowie Mitarbeiter abzuzocken, mit Subventionen zu Bescheissen und dabei den Kunden vorsätzlich im Regen stehen zu lassen!!! Dies bedeutet wiederum nicht dass andere Finanzinstitute besser wären, nein, es ist eben am Schluss alles Hans wie Heiri. Wir haben die Wahl zwischen Scheisse in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen – that’s it!

    • Marktwirtschaft öffnen heisst hier wohl die wichtigen und lukrativen Bereiche (Wasserversorgung, Bodenschätze Immobilien und Landwirtschaft) in private Hände zu geben die daraus den maximalen Gewinn rausholen. Für die Bevölkerung wird es meistens nur schlimmer da die Grundversorgung damit erlischt. Aktuell kann man als Kubaner gut aber nicht luxuriös leben.

    • @Kurt
      Realsozialismus versus Kapitalismus.
      Der bald ,,Ewige,, Ideologiekrieg seit rund 150 Jahren.
      Wie wärs denn mal mit deutlich mehr nüchternem Rationalismus. Einfach ganz nüchtern und analytisch lösungsorientiert, anstelle von dumpfem Daueridelogiekrieg?
      Der begriff Neoliberalismus ist für die Linke längst zum undiverenzierten ,,Kampfbegriff,, verkommen.
      Das was heute teilweise abgeht, hat mit dem Liberalen Weltbild kaum noch etwas am Hut.
      Das driftet schon lange in Richtung Neoabsolutismus.
      Innzwischen gibt ein eher kleiner Kreis von Elitten,
      mit Rechthaberei, überzogenem Sendungsbewussseitsein bis gar nicht sooo selten, rechthaberischer Arroganz
      den Takt vor. Tja woooo ist sie gebliben, die in einer ersten Phase ergebnisoffene Debate die pragmatische Suche nach möglichst schlüssigen, bestmöglichen Lösungen? Dogmatismus und Absolutismus führen praktisch immer in zu oft ,,tödliche,, Sackgassen.
      NUR das Liberale Weltbild, sicher sehr sehr anspruchsvoll, bringt ein grösstmögliches Mass an segensreich wirkenden Korrekturen hervor.
      Der Realsozialistische Absolutismus, der agierte ohne wenn und aber Absolutistisch ist bekanntlich jämmerlich gescheitert.Abglöst wurde das durch den Globalisten-Absolutismus.Der Setzt sich aus 2 tödlich wirkenden Ideologien zusammen und ergeben unübersehbar reinstes toxisches Arsen.Das sind das Linke Weltbild
      und das grenzenlos deregulierte Kapital.
      So nebenbei Kapital ist simpel einfach gespartes Geld,
      das man vernünftigerweise produktiev zum segen des Gemeinwohles investieren sollte, und mit solider Mengenregulierung im ,,Wert,, erhalten sollte.
      Hmmmm haben die Linken da immer sooooo solide und vernünftig, im Interesse des Gemeinwohles agiert???
      Das mit den möglichst unabhängigen Zentralbanken
      ist ohne wenn und aber ein Kind des Liberalen Weltbildes. Sinnigerweise haben die Raubritter-Kapitalisten und die Linken mit unterschiedlichen Striken am gleichen Ding gezogen an der sog. Globalisierung.
      Die Raubritter träumten vom grenzenlosen Kapital, die Linken von der verbrüderung der Menschheit. Und eben die Mischung, wird sich noch offen zeigen ergibt Arsen. Sog. Kapitalismus ja, aber SOLIDE , das ist eine Frage der rationeln Vernunft, zum Segen des Gemeinwohles. Das soll sein, nicht alle gleich, sondern auch der Schwächste sollte in Würde und grössmöglicher Freiheit sein Leben, leben können.
      Wünsche besinnliche ruhige Festtage.

    • Visionär.
      Aus Mitleid und Gutmütigkeit vor Weihnachten kann man Ihren schmalzlosen Kommentar lesen.
      Nicht einmal als Aufpasser von Kuhpfosten im Heidiland reicht Ihre Intelligenz als Visionär. Besuchen Sie doch bitte den Arzt oder die Bibliothek zwecks Weiterbildung, bevor Sie weiterhin Dummheiten mit dem Smartphone anstellen.

    • @Kurt:
      Es gibt Menschen bei denen kann eine gasförmige Illusionsblase direkt neben ihrem Kopf explodieren und sie erwachen dabei trotzdem nicht! Da ist dann wohl alles hoffnungslos…

    • Man hat es immer schön, wenn man nicht in Mittelpunkt steht. Ich bin Kubanerin und mir gefällt es auch nicht wie die Regierung ist. Aber die Leute die da wohnen, die keine Wahl haben, haben ja nicht damit zutun. Du kannst nicht sagen dass alles was mit Kuba zutun hat verboten werden soll. Würde es dir gefallen wenn Mann das gleiche mit dir und deine Land machen würde?. Du solltest am besten ganz gut überlegen bevor du etwas sagst.

  18. Herr Zeyer
    einen selten so unüberlegten Satz gelesen: „Das kubanische Regime ist an den meisten Schwierigkeiten schuld“

    Ich glaube kaum, dass nun aufgrund des Gesinnungswandels externer Kräfte, plötzlich wieder die Kubaner selbst schuld sind, dass sie nicht mal Benzin haben.

    Quatsch.

    • Nun, Herr anonymer Quatschkopf, ich beschäftige mich schon seit 30 Jahren mit der Insel, war lange Jahre der einzige deutschsprachige Korrespondent in Havanna. Deshalb gestatten Sie mir die Bemerkung: Noch nie ein dermassen inkompetentes, dummes und feiges Gequatsche gelesen. Mein Weihnachtswunsch für Sie: Herr, lass Hirn vom Himmel regnen. Und bitte, nicht wieder nur den ganz kleinen Löffel hinhalten.

    • und ein nebenkomnentar: Eine andere reaktion von jemandem der gross possaunt, dass die Armen die Reichen ruinieren, hätte ich nicht erwartet. Da brauch ich kein SP Wähler zu sein um die ganze einstellung befremdlich zu finden.

    • bin sehr gespannt wie lange LH ihre replik stehen lässt um likes zu sammeln. Es scheint nötig zu sein. Wie war das? Die Armen die uns Reichen ruinieren? – Eine Farce ihr Beitrag.

    • Professor Ignorant. Klar hat das kubanische Diktatorenregime die Hauptschuld an deren inkompetenten Gesetze und lebensfeindlichen Vorschriften. Seien Sie froh, dass sie dort nicht wohnen müssen.
      Benzin: Hunger haben die Leute auf dem Land. Nur ein Vollpfosten findet Benzin wichtig zum Leben.

      Herr Zeyer war jahrelange für die ‚alte Tante‘ in Havana und kennt die Verhältnisse bestens.

    • Kurt

      Nur weil jemand jahrelang für die NZZ in Kuba war (und im Gegensatz dazu ist die Zeitung ist gut), und eine Kubanerin heiratet, mach das Herrn
      zeyer nicht zur Koriphäe. Lesen Sie seine Publikationen und benötigen Sie das Hirn welches sich Herr Zeyer für mich wünscht. Er hat ja kein Sozialverständnis. Dafür bin ich übrigens dankbar. Wir sollten alle etwas kritischer mit sogenannten „Experten“ sein.

    • Die Reaktion(en) sprechen Bände über den Gemütszustand der Schreiber.

  19. Sicher im unserer sog.Globalisierten Weltwirtschaft, Freier Handel usw.ein eingeschränkter Zahlungsverkehr,passt nicht.
    Ob da von US-Seite interveniert wurde, kann sein mit einer vormellen ,,NOTE,, eher nein,möglicherweise eine mehr oder weniger beiläufige Bemerkung bei Kaffe und Kuchen, das dürfte denn doch zutreffend sein, oder das wurde in vorauseilendem Gehorsam umgestzt.
    Auf offenen Konfrontationskurs zu den USA gehen, ob das zumindest bis auf weiters so klug währe? Mutig sicher ja, ob auch zweckdienlich, nicht so sicher.
    Da agieren selbst grosse Brocken wie China und andere grosse, eher zurückhaltend und dosiert in kleinen Schritten.
    Was ist der Fundamentale Hintergrund?
    Das Globale Finanzsystem ist innzwische in einem hochfragielen Zustand.Logo alles innzwischen vernetz und hoch gegenseitig abhängig,da getraut sich kaum einer mal auf den Tisch zu hauen. Keiner will derjenige sein, der die Lunte als erster zündet.
    Da läuft ein gigantisches Schwarzpeterspiel, von sich aus und freiwillig springt keiner von der Plattvorm, gegen die USA schon gar nicht.Das kann bis auf weiteres vor allem die weltumsspannende US Flotte mit einem auch nur Augenzwinkern unterbinden.
    Die fundamentale Frage wie lange halten die angkratzten, angerissenen Füsse auf denen das Dollarbasierte Globale Finanzsystem ruht, noch durch.
    In welchem Umfang und wie lange können die Notenbanken das obermarode Sytem noch stützen, am leben halten?
    Sicher die werden auch noch die letzten Möglichkeiten ausschöpfen und anwenden, doch wie eben jede Fahnenstange hat auch die irgendwo ein Ende.
    Eher Pinatz das ganze mit diesem Zahlungsverkehr.
    Spannender währe die Frage, hat die Schweiz einen Notfallplan für den Fall eines Weltfinanzkollapses in der Schublade? Sicher die Schweizer SNB hat ( viel kritisiert.) noch etwas Fleisch am Knochen wie lange das für den Fall X reichen würde? Sehr wahrscheinlich deutlich weniger lange, als uns allen lieb sein kann.