PwC schiebt Khans Bruder weit weg von Client CS

Yousuf Khan war als externer Berater für die Ex-Firma seines berühmten Angehörigen aktiv. Nun landet er bei PwC Asien.

Der Fall Khan zieht Kreise. Der Bruder von Iqbal Khan, Yousef Khan, erhält ein neues Operationsgebiet: weit weg von Zürich.

Der Partner der Beratungsfirma PwC arbeitet in nächster Zeit in der Region Asien. Zuvor war er in Zürich aktiv und von da aus unter anderem für die Bank seines Bruders tätig.

Ein Sprecher der PwC bestätigt die Entsendung von Partner Yousef Khan. „Es ist Teil seiner Karriereplanung und seiner Entwicklung zum GRP (Global Relationship Partner) für internationale PwC-Kunden.

„Im Rahmen dieser Karriereplanung ist darüber hinaus vorgesehen, dass Herr Khan im Anschluss an seine aktuelle Tätigkeit ein weiteres Secondment in einem angelsächsischen Land durchführt.“

Hingegen hätte der neue Einsatzort von Bruder Khan weit weg vom Pardeplatz nichts mit der ehemaligen Tätigkeit von Iqbal Khan zuoberst in der CS zu tun.

Insbesondere gebe es keinen Zusammenhang mit der Tatsache, dass die PwC Ende 2018 den Zuschlag der Credit Suisse als neue Revisorin erhalten habe.

„Wir können Ihnen mitteilen, dass Herr Khans Asien-Secondment nicht in Zusammenhang mit dem Gewinn des Credit Suisse-Mandats steht“, meint der PwC-Sprecher gestern dazu.

„Das Secondment ist unabhängig und zeitlich vorab geplant worden.“

Der kleine Khan (PwC)

Für die PwC war der Zuschlag ein historischer Moment. Bis dahin hatte die Nummer 1 unter den Beratungs-und Revisionsfirmen in der Schweiz keine der beiden Grossbanken als Audit-Kunden.

Nur die SNB und die Raiffeisen-Gruppe liessen ihre Bücher von der PwC testieren.

Die UBS hingegen war seit Jahr und Tag bei EY – notabende kümmerte sich Iqbal Khan bis zu seinem Seitenwechsel im 2013 als Leitender Revisor bei EY um das UBS-Mandat.

Die CS hatte den Auftrag der KPMG vergeben, ebenfalls seit Jahren. Die CS schrieb dann das Mandat aus, und es bewarben sich PwC und Deloitte darum.

PwC machte schliesslich das Rennen – was umso wichtiger war, als sich schon damals abzeichnete, dass die Beraterin bei der Raiffeisen „rausfliegen“ würde. Was inzwischen auch passiert ist.

Dort dürfte nun KPMG versuchen unterzukommen – neben der ewigen Kandidatin Deloitte. Und auch die EY ist die Hosen gestiegen und lässt nichts unversucht, um zum Handkuss zu kommen.

Yousef Khan, der Bruder von Iqbal, hatte für die CS als PwC-Berater gearbeitet. Worum es bei seinen CS-Projekten ging, ist nicht klar.

Auf eine entsprechende Frage meinte der PwC-Sprecher gestern: „Aus Independence-Gründen war Herr Khan nicht involviert bei unserer CS-Audit-Offerte.“

Sprich: Als sich die PwC im Sommer und Herbst 2018 intensiv um den Zuschlag fürs Audit-Mandat bei der CS kümmerte und Iqbal Khan immer noch der grosse Chef des Internationalen Wealth Managements gewesen war mit wohl entsprechenden Einflussmöglichkeiten, soll Yousef Khan nichts damit zu tun gehabt haben.

Chinese Walls, so dick wie einstmals die Berliner Mauer. So die Version der PwC. Ein bisschen unsere Beziehungen nutzen? Wir doch nicht.

Und jetzt ab nach Asien, weit weg vom Schuss, nachdem Bruder Iqbal zur Persona non grata im CS-Headoffice geworden ist: Auch alles nur Zufall und schon lange so geplant. Zeitliche Koinzidenz? Purer Zufall.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Big 3 Partner?? Menschen ohne Gewissen und nur auf sich selbst bedacht. Cash fliesst auf Kosten des unnützen Pöbels!

  2. Hat nicht Cerruti seine Frau bei der CS platziert?
    TT seinen Sohn bei Homburger?
    UR seine Partnerin mit CS-Geld bei den Zürcher Filmfestivals alimentiert?
    Gängige Praxis und offensichtlich im Einklang mit dem Ethik-Codex für das CS – Topmanagement.

    FÜR CS-Mitarbeiter gelten selbstverständlich andere Standards und werden entsprechend schärfsten sanktioniert.

    Rom ging so unter….

  3. Das YK aus dem Proposal rausgehalten wurde ist Standard und wurde sicherlich so praktiziert. Hier kann man sich heute nicht den Hauch einer möglichen Verbandelung erlauben.

    Die Verstrickungen zur Beförderung als Director und den darauf folgenden Beratungsmandaten bei der CS sind da doch um einiges spannender… aber das ist alles kalter Kaffee 🙂

    Spannender ist doch wer die Ausmarchung um die Raiffeisen! wer gewinnt? EY, KPMG? …

  4. Moralische Verwarlosung und Vetterliwirtschaft allenthalben. Das war in der Schweiz bisher versteckt unter der Oberfläche, heute wird es offen ausgelebt.

  5. Tststs…Herr Hässig 😔

    Der junge Khan will noch Karriere machen und muss nun Auslandserfahrung sammeln: Ein bisschen Asien, ein bisschen US oder UK und in spätestens 5 Jahren ist er zurück in Zürich. That’s it!

    Die Story ist ein kompletter Non-Valeur 👏🏾👏🏾👏🏾

    Wie wärs mit Stories über Missstände in der Kirche?! Oder bei der ETH?!! Es gäbe einiges. 😴😴😴

    • Werter Herr/Frau „Wahrheit“: Sie können ja mal mit gutem Beispiel vorausgehen und eine „Insidekirche“-Seite (oder so…) auf die Beine stellen… Oder „insidehochschule“….

  6. Solche Assignments im Ausland werden Lange vorweg geplant. Ausserdem ist dies oft ein riesen Karriereschritt für ein Partner,die Möglichkeit Mandate im Ausland zu führen. Ist also wahrscheinlicher dass es im Sinne von Y. Khan ist, dass er „weit weg“ geht, und zwar wegen einer steilen Karriere

  7. Jetzt wird es zu einer persönlichen Vendetta gegen die Blutlinie Khan Herr Hässig? Wollen Sie als nächstes noch den Migrationsprozess von Iqbals Vater erörtern? Spüre ich etwas Ausländerfeindlichkeit?

    Was macht eigentlich Lukas Hässigs Bruder?

    Möglichkeit 1) Er ist noch ein schlechterer Journalist wie sein Bruder

    Möglichkeit 2) LH hat keinen Bruder, wie auch keine Familie, keine Freunde, niemals Liebe erlebt und wurde dadurch zu dem komischen Menschen, der er nun ist.

    Bitte Artikel schreiben LH. Nimmt uns alle wunder!

    • @stefan, sehe das überhaupt nicht so wie sie. lh hat durchaus recht dies so zu publizieren. bin ja nicht ganz sicher ob sie sich bewusst sind, wer mit wem und weshalb (gut das wissen wir alle) an dieser strategie festhält und nicht diese wählt. der paradeplatz um das umland ist ein sumpf, ziemlich schmutzig und macht auf proper… gehören sie auch dazu?

    • @S. Hässig: Definitiv sind Sie schlechter als LH. Nur schon Ihr Satz, „Möglichkeit 1) Er ist noch ein schlechterer Journalist WIE sein Bruder“, ist ein absoluter Graus. Grammatikalischer Tiefflug auf der Stufe eines Kindergartenkinds. Schauen Sie doch mal im Duden unter „als“ nach. Und zu Ihrer Möglichkeit 2, da ist definitiv Hopfen und Malz verloren. Wie beim „Leiterlispiel“ empfehle ich Ihnen, zurück auf Feld 1 (Anfang bzw Anfänger) zu gehen, und nochmals von vorne zu beginnen!

    • LH wurde zum fünften mal Vater und hat eine viel jüngere Frau.

      Was die erlebt hat wegen dem Fall Vincenz wollen wir hier nicht schreiben. Wäre aber auh einen Artikel wert.

    • Wow, so sieht Substanz aus. Voll auf den Mann. Hoffentlich gehts Ihnen jetzt besser. Sonst fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    • Aud den Punkt gebracht. Irgendwo in einem Stammbaum findet LH immer ein wo möglich kritisches Korn womit er ein IP Story nachen kann.
      LH könnte ja wieder mal bei Ospel, Wufli etc nachhaken.
      Wichtig für LH immer nur alles schlecht verkaufen.

    • Nur weil Sie, Stefan Hässig, erfolglos unterwegs sind, müssen Sie nicht Ihren Frust am außerordentlich erfolgreichen Lukas Hässig auslassen. Ja, LH hat in der Medienbranche neue Massstäbe gesetzt. Bravo!

    • LH ist ein mittelprächtiger Blogger und und verdient mit Sicherheit nicht die Bezeichnung Journalist – er verfügt ja auch nicht über einen entsprechenden Hochschulabschluss!