Credit Suisse – Schrecken ohne Ende?

Angst vor Medien haben nur die, die etwas zu verbergen haben. Wer seine „Wahrheit“ auf Instagram bringt, hat nichts verstanden.

Kaum ein Tag vergeht, an dem die Credit Suisse nicht mit neuen spannenden Inhalten die Zeitungen beehren. Die Medien lassen einfach nicht locker, und die Chefetage muss die never ending Bad News über sich ergehen lassen, duckt sich und hofft, dass bald wieder Sonnenschein herrscht.

Es gibt einen langweiligen und alten Spruch, der aber immer noch zu stimmen scheint: Wer nicht kommuniziert, über den wird kommuniziert. Langweilig ist das sicher, trifft aber im Fall der CS gerade ins Schwarze.

Der Finanz-Tanker mit seinem Headoffice am Paradeplatz thront über Zürich, während die Stuhlbeine der Chefetage immer morscher wirken und zu bersten drohen. Die Kapitäne sind angezählt, und das Publikum wartet nur noch auf den entscheidenden K.O.-Schlag.

Die Journalisten sind hier nicht das Problem – im Gegenteil. Gäbe es keine Journalisten würde so vieles nicht an die Öffentlichkeit gelangen, was gesellschaftlich relevant ist, und die Kunden der Finanzinstitute würden von internen Machenschaften nichts erfahren.

In einer Zeit der schnellen digitalen Informationsflüsse ist die Vertuschung viel schwieriger geworden, und dieses Tempo nimmt weiter zu; der absolute Horror für alle Chefs, die möglicherweise etwas zu verbergen haben. Krisenkommunikation gewinnt zunehmend an Flughöhe, was in vielen Cockpits noch nicht angekommen ist.

Dass Kommunikation in jedem Unternehmen Chefsache sein müsste, ist vielen Verantwortlichen inzwischen klar – noch lange aber nicht allen. In der Praxis schieben unsichere und schwache Lenker diese Verantwortung zu oft ab, weil sie glauben, unter dem Radar fliegen können.

Dies ist genau der Moment, in welchem sich Journalisten mit irgendeinem Firmensprecher abmühen müssen, der vorformulierte Floskeln von sich gibt. Bei unseren Banken scheinen überdurchschnittlich viele Chefs Angst vor den Medien zu haben. Faktisch müssen nur diejenigen Ängste haben, die etwas zu verbergen haben und dafür keine Worte finden.

Bei der CS scheint der mediale Ärger eine never ending story zu werden. Die Bespitzelungsgeschichte wurde aufgedeckt und musste zugegeben werden. Die Bank versucht seit Wochen und Monaten, diesem medialen Tsunami Herr zu werden. Bisher völlig erfolglos. Diese Welle der Enthüllungen hat die CS im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt erwischt.

Sogar Thiam-freundliche Financial Times schüttelt den Kopf (FT)

Die grosse Kommunikationsabteilung und die englische PR-Agentur der Grossbank verharren im Schützengraben und wissen nicht weiter, weil auch sie mindestens einen Streifschuss fürchten. Offensichtlich kam irgendjemand auf eine grossartige Idee: Tidjane Thiam muss Instagram näher kennen lernen. TikTok war noch keine Option, aber wer weiss, was denen noch einfällt.

Weltpromis und gewisse Politiker nutzen den Insta-Kanal gerne für ihre Selbstinszenierung. Im konkreten Fall waren wohl die Kommunikationsaktivitäten des US-Präsidenten, der Instagram für the greatest communications tool ever erkannt hat, ausschlaggebend.

Bevor man in bildlastigen Medien kommuniziert, sollte man genau wissen, womit man sich an wen wenden will. Wer zudem die Kommentarfunktionen beim Posten generell ausschaltet, zeigt kein Vertrauen in seine Follower, Fans oder wie man sie nennen will. Wer auch immer Thiam diesen Insta-Tipp gegeben hat, müsste jetzt auf Jobsuche sein.

Von einem CEO, der früher bei McKinsey als Berater tätig war und heute eine der Schweizer Grossbanken lenkt, sollte man erwarten dürfen, dass er weiss, dass strategische Kommunikation immer Chefsache sein muss. Nach seiner Instagram-Rechtfertigung haben die Medien gejubelt und verständlicherweise eine Geschichte daraus gemacht, über die sogar jugendliche Instagramer lachen mussten.

Spiele in anderer Liga: Thiam über Thiam – auf Instagram

Instagram darf nie als seriöses Konzern-Kommunikationstool genutzt werden, ausser man verkauft ein physisches Produkt für die Massen.

Tidjane Thiam kann sich glücklich schätzen, dass sich CS-Präsident Urs Rohner bisher schützend vor ihn gestellt hat. Trotzdem dürfte es Urs Rohner inzwischen nicht mehr ganz wohl sein.

Nach Massnahmen zur Schadensbegrenzung scheint man im CS-Headquarter immer noch verzweifelt zu suchen. Sicher könnte die Kommunikationsabteilung komplett ausgetauscht werden. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir aber, dass diese Abteilung wenig bis nichts zu sagen hat und auch keine Lösung zur Schadensbegrenzung entwickeln kann.

Chefkommunikation, wenn sie falsch verstanden wird, führt dazu, dass der Chef seine Meinung konstruiert und die Mitarbeiter nachfolgend daraus etwas entwickeln müssen, was kommuniziert werden kann. Gute Chefkommunikation bedeutet, der CEO setzt sich mit dem Präsidenten und einem Kommunikationsexperten zusammen und erarbeitet eine Kommunikationsstrategie, die proaktiv sein sollte.

Externe Kommunikationsberater können helfen, weil sie unabhängig sind und im schlimmsten Fall nur das Mandat verlieren. Mitarbeitern droht Schlimmeres: die Kündigung. An einem gesunden Dialog mit den Medien führt kein Weg vorbei und es ist immer besser, wenn bei Unklarheiten der klärende Kurs eingeschlagen wird. Wer sich nur noch hinter Anwälten versteckt, hat verloren und befeuert einen Schrecken ohne Ende.

Kommentare

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  1. Was wissen die Stöhlkers (wohl mit dem deutschen Nachrichtendienst verbandelt und von Deutschland bezahlt für ihre EU-Propaganda) über Hässig?

  2. Super! Danke vielmals! Bevor ich diesen sehr lehrreichen Artikel gelesen habe, hatte ich keine Ahnung über die immense Wichtigkeit von PR Beratern. War mir auch nicht bewusst, dass IP zur Eigenwerbung genutzt werden kann. Vielleicht versuche ich es auch mal auf diesem Kanal.
    Der Artikel von Fidel inhaltlich? What’s new?

  3. v.a. sollte man sich nicht mit Verbindungen bruesten, wenn man nur in der dritten Reihe steht. Xi wird ihn nicht beachtet haben, und wenn, dann denkt beim Namen Thiam wohl eher an einen Dumpling…

  4. Interessant, dass es hier Leute gibt die tatsächlich glauben, dass sich Stöhlker damit bei der cs bewirbt. So naiv kann doch niemand sein. Er trifft den Nagel auf den Kopf aber das wird am Verhalten von Rohner oder Thiam, der sowieso bald weg ist, nichts ändern.

  5. Ich habe vor dieser Truppe Trump, Thiam usw. Achtung und Respekt verloren. Gilt auch für einige Stände- und Nationalräte. Hatte früher die Illusion, dass Personen die in solche Ämter gewählt werden integer sind und spezielle Fähigkeiten haben.

    • Was hat der US Präsident damit zu tun?? Wieder mal der Übliche Bot, nehme ich an.

  6. Diese ungeschönten Darstellungen von Fidel Stöhlker zur Kommunikationskrise bei der CS treffen den Kern voll und ganz. Wer als CEO einer Grossbank auf Insta oder TikTok seinen Content posten muss, hat nicht ganz verstanden, wer sein Zielpublikum in der Sache ist. So schafft man für sich kein Vetrauen und beflügelt nur das Theater, das um einen geistlosen Akt reicher wird. Gut, einer CS kann die Meinung der Schweiz egal sein. Die Grosskunden und -Aktionäre sitzen in anderen Weltregionen, wo andere Spielregeln gelten. Der Kindergarten ist auch für „Erwachsene“ offen!

  7. Fidel – lass gut sein hier.
    Dies war ein sales-pitch (nice try) und etwa derselbe Knieschuss wie Thiam auf Instagramm (peinlich obwohl gut geschrieben).
    Aber das weisst Du selber, mein Lieber.

  8. Thiam kann weder kommunizieren, noch führen und schon gar nicht „bänken“. Seine Kompetenz liegt im überwachen, einschüchtern und „chassen“. Ich hoffe, dass er wenigstens nicht noch über das Pensionsalter hinaus bleibt.

  9. Treffender kann man das nicht formulieren!
    F. Stöhlker, der für seinen lächerlichen Vornamen nichts kann, bringt das Problem auf den Punkt, das fehlende Verantwortungsbewusstsein von Chefs.
    Für das miese Bild, dass die CS bietet, ist niemand anderes verantwortlich, als der VR und der CEO, Punkt!

    • Genau. Perfekt zusammengefasst. Bester Post zur CS und dem ganzen Theater seit langem… TT raus und UR raus hatten wir schon zur Genüge..

  10. Ja, ist verständlicherweise Horror für jeden PR-Agenten und Journalisten, wenn Persönlichkeiten wie Donald Trump Ihre Message jeweils direkt, unverfälscht und unmanipuliert über Social Media Tools verbreiten, da bleibt halt keine Möglichkeit für Falschdarstellung und Framing mehr! So’n Scheiss aber auch…

    Im übrigen erscheint mir Ihre systemkonforme Darstellung, die die Wurzel des Übels mit üblichen PR-Floskeln umschifft, wie ein Rezept für Latte Macchiato: viel warme Luft und wenig Substanz.

  11. Fidel Stöhlker ist PR-Berater und Delegierter des Verwaltungsrates der Stöhlker AG, Zollikon und lässt uns die unendliche Ehre und Gnade seinen Beitrag lesen zu dürfen.

    WOW Delegierter des Verwaltungsrates dieser gigantischen Firma, nun bin ich aber beeindruckt. Nömmä nüt hä?

    • Vor Ospels, Wellauers, Thiams, Kielholzs etc. würden Sie schon eher geistig strammstehen, haben wir das richtig verstanden?
      Ihre Verachtung für Selbständige und Kleinfirmen sagt über Sie mehr aus, als über den fidelen Stöhlker, der wohl nicht wie Sie, als überbezahlter Lohnbezüger und geistig Ewigsubalterner, Grösse statt Klasse bewundert.

    • @Nemesis,

      MESSAGE NICHT VERSTANDEN !! Fidel Stöhlker und Papa aber sicher.

      Nur NEMESIS nicht, egal

  12. https://de.wikipedia.org/wiki/Tidjane_Thiam
    „Tidjane Thiam ist ein Nachkomme von Yamousso, einer Herrscherin der Baule, nach der die ivorische Hauptstadt Yamoussoukro benannt ist. Seine Mutter Marietou Thiam ist eine Nichte von Félix Houphouët-Boigny, dem ersten Staatspräsidenten der Elfenbeinküste. Sein Vater Amadou Thiam ist ein aus dem Senegal emigrierter Journalist und Grand Officier der Legion d’Honneur. Thiams Onkel Habib war über zehn Jahre Premierminister von Senegal…“

    Herr Thiam hat durch seine Herkunft die Macht in den Genen. Er beherrscht das Machtspiel und wohl auch die Intrige – im Gegensatz zu den Zürcher-Ländler-Zünfte-Bänker.
    Gunther Kropp, Basel

    • kurz und bündig, also die besten Voraussetzungen um den Aktienkurs auf heute CHF 12.215 zu bringen und nicht zu vergessen die paar tausend Angestellte die er auf die Strasse stellte, sowie das von ihm selbst zugegebene Spielchentreiben betreffend Informationen streuen um heraus zu finden wer was gegen ihn hat oder Infos weiter gibt. Naja, ich kann Ihnen versichern, die Schweizer Banken sind genau NICHT mit solchen Spielchen gross geworden, erst als die Amis und Konsorten ein zogen hat sich die Lage massivst verschlechtert. Aber ja vielleicht bin ich halt auch einfach nur ein alter Knochen ders noch nicht gecheckt hat dass es heute anders läuft. Die Möchtegerne-Macht (welche in der Schweiz halt einfach nicht funktioniert) in den Genen eines verwöhnten Goofes, bringen genau diesen kurz oder später vom hohen Ross zu Fall noch bevor er am Sächsilüütä dörf mit rietä

    • @wer in Europa braucht diese Macht?
      Mit anderen Worten: Ein Kleinstaat mit vielen globalen Grosskonzernen hat den Status einer Kolonie erhalten. Die Grossmanager, in New York, Berlin, Yamoussoukro und Peking senden Kolonialbeamte nach Zürich, Genf oder Basel und übernehmen die Verwaltung des Landes und den Export der Kohle. Die Einheimischen sind willig, fleissig und gehorsam. Das ist die neue Stabilität der Schweiz.

    • Dann ist Thiam also Entwicklungshilfe mal umgekehrt, oder der ROI für Billonen Dollar Richtung Afrika?

    • Erstaunlich, dass Sie am Rheinknie wohnen, nicht in Abidjan oder Yamoussoukro, sosehr dringt Ihre Bewunderung für blanke Machtausübung des yvorischen Kummerbuben durch, der glaubt mit Mitarbeitern hier so umgehen zu können, wie seine solventen und gutbewaffneten Vorfahren und Verwandten mit Unbotmässigen in der ehemaligen französischen Kolonie.

    • @Peter Weber
      Möglich, dass es in der Schweiz noch Zeitgenossen geben könnte, die es intellektuell noch nicht erfasst haben, dass neuerdings der „Return on Investment“ nicht für das Unternehmen berechnet wird, sondern ist Messlatte der Grossboni-Manager wie viel in eigenen Kanäle geleitet werden konnte: in die Heimathäfen in Afrika, Asien, Europa oder Amerika.

    • @Nemesis
      „Thiam spart sich neue Sparpläne
      Die Credit Suisse will die Gewinne kräftig steigern, ohne weitere gross angelegte Kürzungspläne aufzusetzen. Aktionären stellt der Chef Sonderdividenden und Aktienrückkäufe in Aussicht…“ https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/thiam-spart-sich-neue-sparplaene/story/26478132

      Herr Thiam wurde von Urs Rohner und seinem Umfeld ausgesucht, weil er die neue Geldmaschine der Credit Suisse werden sollte. Verständlich, dass nun sehr viele muffig sind, dass er die Erwartungen nicht erfüllt und stattdessen lieber machtpolitische Spiele betreibt, denen die Ländler-Zünfte-Bänker nicht folgen, mitspielen, erfassen und stoppen können.

  13. Sorry, aber der Beitrag ist an Trivialität kaum zu überbieten. Solch naheliegenden und offensichtlichen Gedankengänge sind einfach nur peinlich und disqualifizieren jeden PR-Berater – und solche, die es gerne wären.

    • Heisse Luft haben Sie gerade ausgesondert.
      Das Richtige ist oft naheliegend und einfach auf den Punkt zu bringen, genauso wie es F. Stöhlker gemacht hat.
      Ist Ihnen wohl nicht süffig oder komplex genug?
      Wie hätten Sies denn gerne gehabt?
      Ist Ihnen die Erkenntnis, dass das Problem alleine bei den Chefs liegt, zu banal.
      Was banal ist, guter Mann, ist nur das was man schon erkannt hat.
      Das ist bei der Mehrheit der schweizer Wirtschaftsjournalisten, die vor Hierarchiegläubigkeit vor Spitzenverdienern mit publizistischen Bücklingen glänzen, noch nicht angekommen, geschweige denn bei der CS-Spitze.

    • Bin ganz Ihrer Meinung. Aber nicht nur inhaltlich ganz schwach. Auch die Form lässt zu wünschen übrig. Sprachlich an der Grenze des Ertragbaren.

    • Vielleicht. Aber die CS scheint Beratung auf diesem Niveau zu benötigen.
      Geben Sie einem 5-jährigen „Faust“ zu lesen? Nein, da beginnt man mal mit Pingu und seinen Freunden.

  14. Voilà, würde sehr gerne für die CS die Kommunikation betreuen, doch leider lesen deren Recruiter IP nicht und wissen auch nicht, wie sie über IP mit mir in Kontakt treten können. Mes meilleures salutations.

    • ich frage mich, ist dieses versagen der pr und der komminikationsabteilung absicht? hat tt die rechnungen nicht zahlen lassen?

    • Vielleicht sollten Sie schon mal damit beginnen, sich eines Decknamens zu bedienen der nicht für Unvermögen und jämmerliches Versagen steht, Crossair natürlich!

  15. Gefällt mir sehr gut dieser Bericht und es erinnert mich an die Sentenz:

    Man kann nicht nicht kommunizieren (Paul Watzlawick)

    Und somit beweist TT/UR und die CS insgesamt, dass nur jemand nicht kommuniziert, wenn er etwas zu verdecken hat oder er ist ganz einfach überfordert……. Wahrscheinlich Beides. Dass sich die Medien, als auch die Bevölkerung, nun spekulieren, schreiben, analysieren und „weiss dä Gugge nowas“ ist eben das Verschulden der nicht Kommunikation, die eben doch eine Kommunikation ist. Das Ende naht, in dieser unsäglichen Tragikomödie/Soap Opera, das ist so klar wie das Amen in der Kirche !

  16. Externe Kommunikationsberater können ein Mandat verlieren. Richtig, aber das kann für ein Kommunikationsunternehmen genau so problematisch sein. Insbesondere dann, wenn es nicht breit genug aufgestellt ist und nur von wenigen Grosskunden lebt. Und wer nur ein einziges Mandat hat, wird den Teufel tun, seinem Mandanten ernsthaft zu widersprechen. Ebenso wie die eigene Kommunikationsabteilung.

    Eine Kommunikationsabteilung aber kann nur dann wirklich gute Arbeit leisten, wenn der Mandant in der Lage und willens ist, zuzuhören. Sich die Fehler schonungslos aufzeigen lässt und genug Selbstreflexion besitzt, diese auch zu akzeptieren, die Verantwortung dafür zu übernehmen und die Massnahmen konsequent umzusetzen. Da habe ich meine Zweifel.

    Die Menschen der Konzernspitze leben abgeschottet in ihrer Welt. Von Heuchlern, Karrieristen und Opportunisten umgeben. Etikette ist alles, sonst ist man draussen aus dem Kreis der Erlauchten. Die Familie hat mitzuspielen. Mit allen Vor- und Nachteilen. Die Kommunikation ist eine Einbahnstrasse. Die Entourage hat zu folgen. Wer aber immer nur das Sagen hat, dem fehlt es mit den Jahren schwer, andere Meinungen anzunehmen und fühlt sich als der Wichtigste.

    Kommunikation ist ein Kanal nach draussen. In die Welt, zu allen Bürgern. Nicht nur zum erlauchten Kreis von Eingeweihten. Wenn gute Kommunikation gelingen soll, dann ist die Spitze eines Konzerns mehr als jeder andere in einem Unternehmen gefordert, sich auch zum einfachen Volk zu begeben. Anstelle Kronenhalle auch mal eine Kneipe im Kreis Cheib. Und statt Bentley auch mal eine Strassenbahn. Den Einkauf nicht nur im Globus sondern auch einmal im Denner. Freiwillige Tätigkeit in der Feuerwehr oder im Fussballclub. Was auch immer. Die Chance, einmal wirklich eine ehrliche Meinung zu erhalten ist weitaus grösser und sie hilft, auch einmal aus dem Hamsterrad auszubrechen. Je stärker die Abschottung umso grösser der Realitätsverlust.

    Nur wer sich selbst als kleines und ersetzbares Glühwürmchen auf der Erde sieht, wird die Chancen, die gute Kommunikation bietet, nutzen können zum Erfolg des Unternehmens.

  17. Ich denke, Urs Rohner ist es schon lange nicht mehr wohl. Sein CEO muss irgend etwas gegen ihn in der Hand haben, sonst hätte er ihn längst auswechseln müssen. Aber je länger er damit zuwartet, desto sicherer wird er mit ihm zusammen fallen.
    Es reicht heute einfach nicht mehr, hinzustehen und immer wieder irgendwelchen Mitarbeitern die Verantwortung für die eigene Führungsschwäche aufzubürden. So viel „Nichtwissen“ darf es an der Spitze einer Schweizer Grossbank einfach nicht geben.

  18. Das Problem bei der CS kann man nicht lösen, indem man die Kommunikationsabteilung auswechselt. Das wäre reine Symptombekämpfung.

    Um der Situation nachhaltig Herr zu werden, muss man das Übel an der Wurzel (TT) packen, und diese entfernen.

  19. Nun, diese besserwisserischen Kommentare zu einer Geschichte wie der CS, wo die gröbsten KommunikationsGaus vollbracht werden, erinnert doch stark ans SchweizBashing des Senior Stöhlker. Fidel (?) belehrt uns hier mit seinen Hochglanzsätzen aus der eigenen Firmenbroschüre. Ich finde es bedauerlich, dass Inside Paradeplatz diesen beiden Schwadronierern und Oberlehrern regelmässig unbezahlte Werbefläche zur Verfügung stellt. Es verwässert die sonstig gut recherchierten Artikel von LH unnötig.

    • Ich finde beide Schreiber interessant, bin teilweise anderer Meinung, diesmal trifft Fidel den Nagel jedoch auf dem Kopf.

      Über Fachkenntnisse von öffentlicher Meinung wissen die Stöhlkers sehr gut Bescheid.

    • Inhaltlich hat der kleine Stöhlker recht aber seine Werbebotschaft ist mehr als peinlich.

  20. Fantastischer Beitrag von Herr Fidel Stöhlker. Sollten die HH CEO und VRP dessen Einschätzung lesen und sich entsprechend „danach ausrichten“, könnten sich diese zwei Herren sich eventuell wieder etwas aus der Schusslinie nehmen! Nur das werden sie nicht schaffen, da deren Charakter (oder wie man das auch immer nennen will!) eine solche „Grösse“ schlicht nicht zulässt!

  21. Kommt noch immer niemand – bei FNMA, FSA, SEC, ESMA – auf die Idee, Thiam’s Qualifikation als Banker zu hinterfragen? Jeder Elektriker, Arzt, Architekt, muss einschlägige Ausbildung haben. SCHLAFEN DIE ALLE? Selbst der ruehrige Herr Haessig scheint diesen Kernpunkt zu übersehen.

  22. Sorry, selten so einen falschen Kommentar gelesen. Der Autor ist von der alten Schule und hat von Social media nichts verstanden.

  23. Thiam bringt die Schweiz auf das Niveau eines Entwicklungslandes. Der Ruf ist schon dahin, eine Schande sonderngleichen.

  24. Es ist nie eine gute Sache, wenn ein Unternehmen der Öffentlichkeit nur durch interne Skandale und Querelen denn durch günstige und nützliche Produkte bekannt ist.

    Vergleichbar wie Ginni Rometty sollte Tidjane Thiam nun zurücktreten, um die Credit Suisse Group AG von dem mit seiner Person verbundenen Skandal zu entlasten und den Weg für einen Neuanfang freizumachen.

  25. schrecken ohne ende auch hier unterm merkel regime,
    den schweizern zur mahnung, riesige naturverbrechen duch windkraft schon 30 000 WINDGIGANTEN und uns sind weitere 90 000 versprochen.
    zum anschauen, horibilis inferis, uckermark
    youtube ronny niebach
    bilder des wahnsinns

    den schweizern zur mahnung

    • Sehe das genau so und frage mich wie kommt der von mir geschätzte LH dazu die Worthülsen vom Stöhlker Fidel zu publizieren. Der alte Stöhlker war phasenweise noch witzig, der junge Stöhlker ist sowas von Gähn und abgedroschen, nur ein Plagiat vom Alten!

  26. An sich guter Artikel, aber die haben eben alle sehr viel zu verbergen, darum können sie gar nicht kommunizieren und ein McKins. Kann sowieso nur Folien

  27. Nachvollziehbar und auf den Punkt gebracht. Dem ist schwer noch weiteres, Geistreicheres mehr hinzuzufügen.
    Chapeau.

  28. Kommunikation ist das Eine, Firmenkultur das Andere! Die CS Kultur ist seit Jahren vergiftet. Herr Thiam macht da keinen Unterschied, da hilft auch keine externe Kommunikation (mehr).

    Befraft die Mitarbeiter und Kunden, welche Ds und MDs Mehrwert generrieren. Mit viel Transparenz und Meritocracy stimmt dann auch die Kultur wieder.

  29. Und warum kommuniziert unsere Nationalbank nicht?

    Mit 700 Milliarden Schulden und den sich imner weiter ins Wirtschaftssystem einfressendn Zinsen wäre das doch angezeigt.

    Richtig Herr Stöhlker: Wer nicht kommuniziert, über den wird kommuniziert.

    Marc Meyer

  30. A clown with a crown ist still a clown!

    Alle Achtung, TT mit seinem schlechten Kommunikations- und Führungsstil und seinem elitären Gehabe ist permanent in den Schlagzeilen!
    Während sich in der Schweiz wichtige Leute frei bewegen können, beansprucht dieser Typ auch noch permanenten Personenschutz!
    Mann, muss der ein schlechtes Gewissen haben!!!

  31. Ich glaube kaum, dass sich Präsident Xi noch an diesen Mann im blauen Anzug in der (nur)dritten Reihe erinnern mag.

    „I would like to personally express my support to him…“
    Peinlicher geht dies ja wohl kaum.
    Ich denke nicht, dass irgendjemand in China auf die Unterstützung eines abgehalfterten Bankangestellten aus der Schweiz angewiesen ist. Sich selbst eine zu grosse Wichtigkeit geben, führt immer ins Elend.

    Und noch was zu Herrn Stöhlker: Trump sprach nicht von IG, sondern von Twitter

  32. Was ist passiert? Die oberste Management Stufe hat sich gegenseitig beschattet und Machtspiele werden ausgetragen – nochmals: was ist passiert? Der einzige, welcher wirklich (und das ist sehr tragisch) zu Schaden gekommen ist, ist der Wachmann, der Suizid begangen hat. Wer daran Schuld hat (wir wissen bspw. nichts über den Inhalt und die Person des Journalisten, welcher den fatalen Telefonanruf getätigt hat) und was die genaueren Umstände dahinter sind, ist derzeit wilde Spekulation.
    Ja die CS äussert sich nicht zu jedem Möchtegern Journalisten Blogbeitrag – es handelt sich aber um ein laufendes Verfahren, bei dem dies mehr als angebrachz ist. Wer hat das Recht auf sofortige und ständige Kommunikation in solchen Angelgenheiten erfunden? Richtig es sind die abertausenden von „Journis“ die sich tagtäglich vom Leid und Versagen anderer Leute ernähren und ergötzen. Mit null Respekt, null Anstand und null Weitblick. Am Ende feiern sie sich gegenseitig als Hüter der einzigen Wahrheit und Richter über moralische Grundsätze. Pfui

  33. Der übliche Denkfehler. Firmenchefs von in der Schweiz ansässigen Multis kommunizieren nicht fürs einheimische Publikum. Ihre Kommunikation richtet sich an internationale Finanz- und Wirtschaftskreise und die interessiert das Thema nicht. Ebensowenig interessiert diese die Meinung der Schwizerlis.
    Harte Realität. Die Schweiz mag zwar manchmal verglichen zu ihrer Grösse überproportionalen Einfluss haben, ist aber im Grossen und Ganzen ein unbedeutender Zwerg.