Alles in Aktien – ein No-Brainer*

Neun gute Gründe, die für Aktien sprechen. Ein (kleiner) dagegen: Hitliste der Propheten, die die Herde ins Risiko treiben.

1. TINA There Is No Alternative

Es gibt grundsätzlich keine Alternative zu Aktien: Auf Bargeld müssen bald schon alle Negativzinsen zahlen, und für Anleihen gibt es praktisch keinen Coupon mehr. Private Equity und Rohstoffe sind risky und Immobilien in einer Blase. Ergo: Aktien sind das einzig wahre Investment.

2. The Trend Is Your Friend

Aktien gehen seit März 2009, also seit fast genau 11 Jahren, hoch, da muss man einfach blind sein oder dämlich, wenn man einen solch eindeutigen Trend nicht erkennt und mitreitet. Diese Fakten können von den Bären nicht mehr länger ignoriert werden.

Aktien gehen langfristig immer hoch – sieht man doch (Quelle: Investing.com)

3. Die US Federal Reserve, Jerome Powell und der Repo-Markt

Seit September stellt die amerikanische Federal Reserve über Nacht und auf Zeit grosszügig billigen Repo-Cash zur Verfügung, da die Märkte das „richtige“ (niedrige) Zinsniveau nicht mehr von alleine finden konnten.

Gestern wurden 94 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Die Gegenparteien wollten zwar noch für 29 Milliarden Dollar mehr Papiere deponieren und Cash dafür haben (17 Milliarden MBS, 12 Milliarden Treasuries), aber das Limit war erreicht.

Sorry, das Leben kein Wunschkonzert. Die 94 Milliarden Cash sollten aber fürs Erste reichen, um ein wenig gehebelt im Aktienmarkt zu zocken. Und spätestens morgen, am 6. Februar, gibts ja wieder mehr Term-Repo Spielgeld.

Für uns Retailinvestoren ist das der Wink mit einem riesigen Zaunpfahl: Rein in Aktien.

4. Leuchtturmaktien wie beispielsweise Tesla

Tesla zeigt uns den Weg: Es ist ein neues Zeitalter angebrochen, und wir dürfen live mit dabei sein. Die Aktie der Wunderfirma ist vorgestern um 20% gestiegen, gestern nochmal 14%.

Seit Jahresbeginn hat sich das Papier mehr als verdoppelt. Ohne grossen Newsflow.

Tesla hat es zwar geschafft, hauptsächlich mit dem Verkauf von „Regulatory Credits“, also Umweltzertifikaten, zwei Quartale hintereinander keine Verluste zu schreiben, und ein gewisser Gary Black, ein zum Elektroautospezialist mutierter ehemaliger bekannter Analyst von Tabakfirmen, verkündete sein Price Target auf 1’000 Dollar zum Jahresende.

Aber das kanns nicht gewesen sein. Offensichtlich war die Aktie vorher einfach völlig falsch bepreist, und das korrigiert sich jetzt. An Tesla sehen wir, dass man mit Aktien unendlich reich werden kann.

Bei dieser Firma scheint es kein Limit nach oben zu geben. Das Geld liegt auf der Strasse, man muss es eigentlich nur aufheben.

5. Schulden und Niedrigzinsen als Raketentreibstoff

Viele haben einfach immer noch nicht verstanden, dass Schulden machen und billiges Geld kein Problem sind, sondern uns nur helfen. „Schulden ist Geld, das wir uns selber schulden“, sagte schon Nobelpreisträger Paul Krugman.

Mehr Schulden heisst am Ende des Tages mehr Geld und mehr Hebel bei Aktieninvestments.

Das gilt sowohl für Retail Investoren (sprechen Sie Ihren Kundenberater am besten noch heute auf Lombardkredite an), Firmen (je mehr Aktienrückkäufe auf Pump, desto besser) und Staaten (einfach Gründe finden, Konjunkturprogramme aufzulegen, für die man sich mehr verschulden muss, Stichwort: Klimawandel. Das hilft dann auch den Märkten).

Negative Folgen haben Schulden gemäss neuestem Research (Modern Monetary Theory – MMT) nicht. Schulden sind einfach nur gut. Besonders für Aktien.

6. Coronavirus scheint letztlich doch ziemlich harmlos

Das neuartige Coronavirus breitet sich zwar derzeit noch queerbeet in ganz China aus, die Regierung handelt aber sehr streng und hart, was das Virus sicher eindämmen wird.

Das wird auch von der WHO gelobt, die betont, man solle doch bitte nicht gleich in Panik ausbrechen. Ausserdem sterben ja viel mehr Leute an der normalen Grippe, also was soll die ganze Aufregung.

Coronavirus ist nur in China weit verbreitet und gemäss WHO nicht mal eine Pandemie. No panic, pls (BNO News)

7. Verwaiste Städte in China gut für Amerika und Aktien

Die Strassen der Millionenmetropolen wie Shanghai sind leergefegt. Das ist gut, so können die überarbeiteten und hektischen Chinesen mal eine Pause einlegen.

Selbst die Casinos in Macau wurden für mindestens 2 Wochen geschlossen. So verlieren Millionen von Spielsüchtigen weniger Geld an die Mafia. Letzlich werden sie infolgedessen vielleicht sogar in die Aktienmärkte investieren statt in Roulette und Black Jack.

Der Stillstand in China hilft auch, Jobs wieder nach Amerika zu bringen – meinte zumindest Wilbur Ross, der amerikanische Handelsminister. Die Chinesen fanden diese Aussage zwar nicht witzig, aber warum tun die schon wieder so schwierig?

Geht es Amerika gut, gehen die Aktien hoch, und der Welt gehts gut.

8. Der Regulator und die Chinesische Zentralbank habens im Griff

Nur um sicherzugehen: Falls das Virus doch irgendwelche negativen Folgen auf die Märkte haben sollte, hat der Regulator zunächst verboten, Aktien zu shorten, und die Futures Märkte wurden ausgesetzt.

Weiter pumpt die Chinesische Zentralbank die Märkte auch noch mit Geld voll, dass es nur so kracht. Gestern alleine mit 71 Milliarden Dollar. Das kann für uns nur eins heissen: Ruhe bewahren und Aktien kaufen. Es kann uns nichts passieren.

9. Bären als Contraindikatoren

Für Aktieninvestments spricht auch, dass einen Crash-Dummies, Verschwörungstheoretiker oder einfach von Grund auf negative Menschen ständig warnen. Auf solche Leute sollte man nicht hören. Was wissen die denn schon besser als die langjährigen Experten oder Bankberater, die eher zum Aktien-Kauf raten? Gar nichts.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Bären auch einfach nur noch frustriert und neidisch auf die, die investiert sind. Und dann sind da noch die Goldbullen. Die sind ja sowas von peinlich und altmodisch.

Gold kann man weder essen noch trinken. Das hat unsere SNB bereits vor 20 Jahren geschnallt und in weiser Voraussicht einen grossen Teil des gelben Metalls schnell abgestossen, bevor die Preise zu hoch gestiegen wären.

Der einzige Grund, der eventuell gegen Aktien spricht

Es könnte sein, dass irgendwann eines Tages Aktienkurse doch wieder fallen und man gerade dann das Geld braucht und den Ausstieg nicht rechtzeitig geschafft hat. Dann – und nur dann – würde man wohl Verluste realisieren müssen.

Aber das ist schon sehr unwahrscheinlich, denn die Zentralbanken haben uns ja noch immer gerettet. Man warte dann einfach, bis sich die Kurse wieder vollständig erholt haben. Eigentlich ein No-Brainer.

Fazit: Neun gewichtige Gründe dafür, ein unwahrscheinlicher dagegen. Wers jetzt immer noch nicht kapiert hat, dass man in Aktien rein muss, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

In diesem Sinne: Shut up and invest in stocks.

Got it?

*Disclaimer: Dieser Beitrag ist keinesfalls als Kaufempfehlung für Aktien zu verstehen, sondern soll auf die überzogenen Bewertungen am Aktienmarkt sowie die gefährliche Gleichgültigkeit der Investoren gegenüber den allgegenwärtigen Risiken der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken sowie neuen Risiken wie dem Coronavirus aufmerksam machen.

Kommentare

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  1. Der Kauf eines Pennystocks (UBS, CS, Swatch, …) für ein jährliches Gratisessen inklusive Wein scheint mir aktuell der beste Anlagetipp.

  2. Der Betrug fängt bei den Aktienrückkäufen an, irgendwann werden auch diese versiegen und dann fehlt ein Nachfrager da die Aktien in der Bilanz sind müssen Sie dann abgeschrieben werden mit den kleinen aber geilen Folgen aufs Eigenkapital besonders wenn über Buchwert gekauft wurde….MC Donalds Eigenkapital ist zwischenzwitlich negativ….who Cares….gutes Video das verständlich erklärt was läuft gibts hier:
    https://finanzmarktwelt.de/aktienrueckkaeufe-sorgen-fuer-verlorenes-jahrzehnt-an-aktienmaerkten-156173/

  3. How ever, aber nach 11 Jahren steigender Aktienkurse (dank 100 Milliarden Nationalbank Micky-Mouse-Money), werde ich mich hüten jetzt noch auch nur ein Fränkli in Aktien zu investieren! Die grosse Korrektur wird kommen. Ob in 1 oder 5 Jahren ist mir egal. Ich bin nicht super reich, habe aber ein EFH und mit CHF 500’000 genügend auf der Seite. Was soll ich mit CHF 1 Mio. oder gar CHF 2 Mio.? Meinen Kindern vererben? Ich werd’s nicht ausgeben.

  4. Die Indizes steigen seit Jahren nur dank der Zentralbanken-Geldschwemme.
    Der Sohn eines Kollegen (31) arbeitet seit 10 Jahren bei einer Grossbank. Sein Credo: Aktien können nur steigen. Er hat all sein Vermögen in Aktien und massive Buchgewinne… Sollte eine Krise kommen (Chancen sind gross), werden die Aktien jedoch fallen und Edelmetalle profitieren. Ich hab mich gut positioniert. Den nötigen Hebeleffekt bieten kleine Explorer mit guten Projekten. An der kanadischen Heimatbörse (TSX-V) z. Bsp. SSE oder CBI. Aktuell bei ca 0.05… aber nach der letzten Krise stiegen sie mit Silber massivst. SSE und CBI standen bei ca. gleicher Anzahl Aktien bei 2-3 $. (Silber stand nur 3x höher…). Viel Glück uns allen.

  5. Wunderbar, humorvolle Satire! Obwohl an sich ätzende für die ätzende Finanzindustrie besser wäre.
    Und, Leute, glaubt mir: Früher kamen die Zusammenbrüche immer zur Unzeit, gerade dann, wenn niemand daran gedacht hatte, hat’s gebumst.
    Und heute? Ja, dieses Mal, aber nur dieses, ist alles anders! Es wird nicht mehr bumsen. Diesmal wachsen die Bäume in den Himmel, es können farbige Papierchen gedruckt werden und Sternengeld „aus dem Nichts“ geschaffen werden. Es wird immer rauf gehen, das Universum ist grenzenlos.
    Oh, da kommt mir Einstein in den Sinn: „Zwei Dinge sind unendlich. Das Universum und die menschliche Dummheit….“

  6. Jedesmal wenn ich mich von meinem U..-Banker beraten lassen habe und Aktien gekauft habe, ging es in die Hosen. Seit neun Jahren mache ich mein Ding selber – einfach aus dem Bauch heraus und siehe da…der Rubel rollt – mit wenigen Missgriffen.

  7. Herrlicher Beitrag! Bravo! Neben den Goldbullen müsste man noch die Crpyto Hodlers erwähnen: keinesfalls in das Schneeball- / Pyramiden- / Ponzi- / Drogengeld- / Schwarzgeld- / Darknetzahlungs-System von Kryptowährungen investieren!!! 😉

  8. Warum ist diese Erkenntnis noch nicht in der Vorsorge angekommen? Die in den letzten Jahren erzielbaren Gewinne wurden durch Festhalten am „sicheren Zinssatz“ – und damit verbundener falscher Anlagevorgaben – verpasst. Um die Revision der 2. Säule wird politisiert und gestritten, am Grundsatz der Versicherungsmathematik mit den falsch gefütterten Risikomodellen aber ändert sich nichts. Dabei hätte man mit den verpassten Gewinnen allein schon die notwendigen Reserven bilden können, die die nicht im behaupteten Ausmass entstehende Überalterung decken könnten – und man müsste nicht immer vom verlogenen Rentenklau reden

  9. Ach je Tulpenblase und Herbst 1929.
    Rechtschreibung perfekt, Substanz Schwachsinn,
    mehr zu kommentieren ist sinnlos.

  10. Soviele Aktien gibt es gar nicht, wenn wirklich jeder hauptsächlich nur noch Akien halten soll! Das heisst: Die bestehenden Titel blasen sich immer mehr auf und Firmen, die nichts als heisse Luft produzieren, emitieren auch sehr gerne mehr ihrer absolut wertlosen „Wertpapiere“. Es wird interessant, wie die Zentralbanken den Crash – für den sie selbst verantwortlich sind – verhindern wollen.

    • Einen Kurssturz am Aktienmarkt zu verhindern ist einem Teil der Zentralbanken der westlichen Welt gar nicht mehr möglich, siehe dazu beispielhaft die Bank of Japan in den wirtschaftlichen Krisen von 1997 bis 1998 (Asienkrise), von 2000 bis 2003 (Dot-Com-Bubble)und von 2007 bis 2009 (Finanz- und Wirtschaftskrise).

      Europa ist durch die schädliche Einheitswährung Euro und das desaströse Wirken von Mario Draghi nun zentralbankseitig in einer vergleichbaren Lage wie Japan bereits seit über 25 Jahren:

      https://de.global-rates.com/zinssatze/zentralbanken/zentralbank-japan/boj-zinssatz.aspx

  11. Ja der Coronavirus lähmt die Chinesische Wirtschaft unglaublich stark, das kann ja für die Amerikaner recht und gut sein. China war schon seit längerer Zeit den Amerikanern ein Dorn im Auge. Frage mich immer wieder, es gibt doch auch Vieren die gezüchtet werden. Mehr dazu möchte ich nicht sagen.

    • Ohjeee … ich habe nur noch 3 UHR … mit denen kann ich Party machen an der jährlichen GV und dem Gratis-Wein …. und grossen Fressen im Zelt …. und mich immer wieder lustig mit der „Hayek“-Familiy unterhalten.
      Die anderen 1000 hab ich schon vor git 5 oder 6 Jahren verkauft – das war ein sehr guter Entscheid!

  12. Den Disclaimer finde ich lustig: Wers nicht selber gemerkt hat, worums in dieser „Glosse“ ging, ist selber schuld und soll halt unbedacht investieren. Und vielleicht hat er ja Glück … aber am Ende dann nicht den anderen die Schuld geben, wenn schief gegangen ist und man sich verzockt hat! In dem Sinn: Häppi investing … oder so!

  13. Disclaimer…..

    Ok, ich dachte beim lesen …..das ist Satire….. naja ist es ja auch((-:

    Tesla wird vom Markt verschwinden sobald die wirklichen Autobauer wie VW, BMW und andere den Markt aufrollen.
    Die können Autos bauen, Tesla nicht, der verspricht nur immer was er nicht halten kann.
    BMW macht gerade Werbung für 11 E-Mobile…. Tesla hat wie viele Modelle ?
    Tesla zeigt aber wie die Welt heute funktioniert, beziehungsweise wie all die erbärmlichen Defätisten unserer Zeit sich einer Ideologie unterwerfen.

    Die Firma ist eine einzige Blase, sonst nichts.
    Deren Wert besteht eher aus den gesammelten Daten der vernetzten Tesla Fahrzeuge, denn aus einer Fabrik die wirklich Autos bauen kann.
    Auf diese Daten sind sie alle scharf, aber bald werden die 11 E-BMW das selber tun, der Vorsprung von Tesla bei dem einen Gebiet beträgt nur gerade 2 Jahre und er schmilzt.

    Aktien….. nun ja, wie viele Firmen erleben das Ende einer Krise jeweils nicht obwohl sie vorher gesund waren?
    Es sind einige, wie man aus den letzten Krisenzeiten sehen kann.
    Gold aber….. ja das verschwand nie, wirft aber auch keine Zinsen ab. Nur was wollen sie mit Zinspapierchen die ihren Wert ständig verlieren.
    Deutschland hat in den letzten 120 Jahren 4 mal eine neue Währung bekommen…. und jedes mal haben die Massen die grössten Verluste getragen. Das waren die Goldmark, Rentenmark, Reichsmark, D-Mark.
    ( die Not, Kriegs, Hilfswährungen nicht eingerechnet )

    • TSLA ist an der börse wertmässig kapitalisiert wie die 3 deutschen hersteller …zusammen. ergo, TSLA offeriert den aktionären VOW, DAI und BMW eine übernahmeofferte, im taus h mit aktien TSLA. wenns denen nicht reicht, dann wird mir dankbarer hilfe der repo-FED noch mehr gekurbelt. QED

  14. Ausnahmslos jede Blase platzt. So wird auch diese platzen. Das ist leider so sicher, wie das Amen in der Kirche. Das Timing zu bestimmen, leider unmöglich für uns kleinen Leute.

    Gefährlich dünkt mich vor allem, dass unser Vorsorgegeld nun auch in den Aktienmärkten ist. Wenn die Zinsen noch negativer werden (und das werden sie), wird noch mehr Vermögen in die Aktienmärkte gedrückt und entsprechenden Risiken ausgesetzt. Wie lange die Zentralbanken mit den massiven, noch NIE dagewesenen Ausweitungen ihrer Bilanzen (=Schulden) und Zinsmanipulationen die Blasen weiter aufblähen, bleibt abzuwarten.

    Was denken Sie, liebe IP-Leser, werden die das wohl ewig so weiter treiben? Können die das? Was ist das Ziel der Zentralbanken? Die Weltherrschaft zu übernehmen? Oder haben sie dieses Ziel bereits erreicht? Will man die Mittelschicht der verschiedenen Staaten komplett ausradieren (wie manche „Verschwörungs-Theoretiker“ behaupten)? Werden wir später einmal unbesorgt in Rente gehen können? Welche Tricks & Gags kommen noch?

    Ladies and Gentlemen, es bleibt spannend.

    • @bustabble
      das Timing werden die Systembetreiber bestimmen. Auszugehen ist, in dem Moment wo die Umverteilung ihren Zenit erreicht, wird dies vom Finanzsystem koordiniert und präzise eingeleitet, dafür braucht man i.d.R. einen Vorwand, muss aber nicht. Bis heute haben sich der Iran, Nord-Korea, China, Russland und der Coronavirus diesem perfiden Spiel nicht hingegeben. Aber Pearl Harbor, 9/11, Finanzbetrugskrise 2008, August 1971, Vietnam usw. lehren das die Verschwöhrungen oftmals (Jahrzehnte danach) doch ein Körnchen Wahrheit haben können. Aussenminister Mike Pompeo hat letzte Woche die in Chinesische Kommunistische Partei als „die zentrale Bedrohung unserer Zeit für westliche Prinzipien“ bezeichnet. Hintergrund sind keine Menschenrechtsverletzung, Nein, hintergrund ist Huawai. Wie ist es möglich das Land mit der NSA, CIA und DEA kritisiert eine Diktatur?

      Ja, jede Blase platzt ohne Ausnahme. Derzeit ist besonders zu beobachten, wie Rechtsbrüche unvermindert weiter gehen. Deshalb baut man immer wie mehr auf Statistiken und dafür mussten nahezu alle Medien vom grossem Kapital abhängig gemacht werden. Statistiken erwecken den Eindruck von Objektivität und Exaktheit, dabei lässt sich mit ihnen alles und zugleich das Gegenteil beweisen. Stellen Sie sich vor, einen SNB Marc Meyer würde die Möglichgkeit gegeben ausführlich und lange seine Sichtweise der Dinge zu geben. Fragen würden aufgeworfen werden und Dinge kritisch hinterfragt. Das wird das System (bei uns die A-Schweiz) niemals zulassen.

      Dreck gehört nicht unter den Teppich gewischt, oder? Auch wenn viel Gras über Ungerechtigkeit wachsen mag – sie ist dennoch immer noch da, insbesondere hier bei uns. Sehen Sie selbst und schauen sich u.a. die Heuschrecke „Blackstone“ an…

      https://www.mieterverband.ch/mv-bs/news/2020/Credit-Suisse-Ihre-Massenkuendigungen-verletzen-internationales-Recht.html
      Herzlich

  15. Ein Grund wurde nicht genannt: It’s a new time ! Der kommt immer bevor es kracht ! Denke im Moment wissen die Notenbanken nicht mehr, wie sie die Geister die sie riefen – schadlos – loswerden.

    • Welch naive, schnusige Schäfchen wir doch sind. Da glauben wir doch allen ernstes, dass den Zentralbanken die Kontrolle entgleitet. Ich offeriere Ihnen eine andere Theorie: Die wissen genau, was sie tun.

      Ich glaube, wie auch der Staat, wollen die Zentralbanken ihre Macht ausweiten und mehr Kontrolle gewinnen, indem sie mehr von ihrem Produkt (ihrem einzigen Produkt) – Schulden – herausgeben. Glauben Sie nach wie vor an das Märchen, die hätten das Wohl des Bürgers im Sinn? Wieso denken Sie das, weil Sie es in der NZZ gelesen haben? Es existiert eine direkte Korrelation zwischen dem Aufblähen der Notenbank-Bilanzen und der Ausweitung ihrer Macht. Eigentlich logisch, oder? Wessen Schulden das im Endeffekt sind, fragen Sie – natürlich die der Bürger. Mazzal Tov!

  16. Spätestens beim Begriff „ein neues Zeitalter angebrochen“ verbiegen sich mir die Zehennägel und in meinem Kopf hämmert es „dot-bomb, dot-bomb, dot-bomb…“

  17. „Ruhe bewahren und Aktien kaufen.“ Gemacht beim Amtsantritt von Thiam, die Aktien hab ich noch, Ruhe und Vertrauen sind flöten gegangen.

    • Ich kaufe nur seriöse Schweizer Aktien und schaue auch auf den VR und CEO und deren Saläre. CS verkauft als ich hörte, dass TT kommt.

  18. Es gab auch in der letzten Krise ab 2007 wachsende Unternehmen beispielsweise in Form von Google / Alphabet, Apple und Amazon, die jeweils die Halbierung von 2008 bereits in 2009 wieder aufgeholt hatten und seither deutlich weiter gewachsen sind.

  19. Irgndwie muss ja all das überschüssige Geld eingesammelt werden. Hier enteignen sich die Leute gleich selbst. Besser als Kommunismus.

  20. Ein leidenschaftlicher Raucher, der immer wieder von der Bedeutung der Gefahr des Rauchens für seine Gesundheit liest, hört in den meisten Fällen auf – zu lesen.

    Sir Winston Leonard Spencer-Churchill KGOM CH PCc RA (* 30. November 1874 in Blenheim Palace, Oxfordshire; † 24. Januar 1965 in London) 

  21. Einer wenn nicht sogar der beste je auf IP erschienene Beitrag.
    Der aktuelle ZKB-Slogan „Anlegen ist das neue Sparen“ (als Contra-Indikator 🙂 ) könnte dem noch hinzugefügt werden.

  22. Es wird immer besser auf diesem Hobbyblog.

    – Immer mehr Berichte ohne Autor (schämt ihr euch?)
    – gestern wurden nur gerade am morgen ein paar Kommentare freigeschaltet, danach nix mehr (IT am Boden? Lukas tritt zurück!)
    – heute noch keine Bericht warum Thiam heute ganz sicher abgesetzt wird
    – Berichte basierend auf Fake News (es gab gestern keine VR Sitzung bei der CS)
    – immer dieselben langweiligen Kommentatoren (Benny, Fachmann für alles Fuchs, Falkensteif, der Typ der immer noch keine ä,ö,ü tippen kann)

    Fazit: *gähn*

  23. Zuviel Liquidität am Markt sorgte schon im Vorfeld 2008 für Probleme. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis – the big short- wieder zum Thema wird. In diesem Sinne, vollgas voraus in die Turbulenzen.