Schwarze Schäfli im Crypto-Paradies

In mehreren Kantonen gabs Razzien, drei Krypto-Verdächtige sitzen hinter Gittern. Schockwelle in Swiss Digital-Szene.

Der grosse Raid in fünf Kantonen mit Zugriff in Zug war wohl nur für die drei festgesetzten Schweizer selbst eine Überraschung.

Sonst hätten sie sich schon abgesetzt. Und zwar weiter als bis nach Graubünden, St.Gallen, Tessin und Zug.

Hier klopfte vor 3 Tagen die Polizei an. Ein Geldwäsche-Ring hatte Geld aus Crypto Exchanges wieder in Umlauf gebracht und teure Immobilien sowie Luxus-Karren angehäuft.

Am Dienstag war Schicht im Schacht – 3 wurden festgenommen. Immobilien und Karren beschlagnahmt. Es hat sich ausgeLAMBOt.

My Lambo: Lieblings-Karre der Krypto-Jungs (Steemit)

In Krypto-Kreisen wusste man dagegen schon seit Wochen, dass internationale Government Agencies aus Dänemark, UK, USA und Schweden (Interpol, FBI) in den States bei Coinbase und Kraken Druck machten.

Beides sind Exchanges aus den USA und dem dortigen Recht unterworfen.

Über Subpoenas, gerichtliche Beschlüsse unter Ausschluss der Öffentlichkeit, erwirkten sie die Herausgabe von acht Wallet-Adressen. Die gehashte Version des Public key.

Diese waren mit physischen Adressen in Zug verknüpft. Vielleicht ein Zusammenhang?

Das ist ja das Praktische an den Bitcoin Wallets. Der Public key ist ein 16-stelliger Code aus Zahlen und Nummern, keine Klarnamen und Adressen. (Noch) keine Travel rule.

Jede(r) Crypto Head weiss, dass man Krypto und Schwarzgeld nicht mischen soll. Deshalb hatte auch niemand der Normalen in Krypto in Zug etwas zu befürchten.

Solange man sauber bleibt und sich an Tokens erfreut, braucht man auch keine Banken mehr.

Bye CS, hallo Wallet. Die schwarzen Schafe sind hinter Gitter. Der Rest macht munter weiter.

Kommentare

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  1. Was soll’s? Solange in Zug fast jede Firma Crypto im Namen trägt, ist doch alles in Ordnung. Who cares in 50 years?

  2. Wie sagte Waren Buffet so schön betreffend Bitcoin: „Rattengift im Quadrat“. Intrinsischer Wert ist unter Null, da noch gleichzeitig riesige Mengen Energie beim Schürfen vernichtet werden. Und nein, Kryptowährungen erfüllen nicht ein einziges Merkmal einer Währung. Wäre schön wenn die Regierung des Kantons Zug mal noch etwas nachsitzen würde zum Thema – bevor sie dann einsitzen muss…

  3. Ich warte nur noch auf den Augenblick, an welchem den Zuger Politikern die Crypto Valley Blase um die Ohren fliegt. Bleibt nur zu hoffen, dass keine Schadenersatzansprüche aus den USA folgen. Man sollte sich nur auf Dinge einlassen die man auch versteht.

  4. Toujours les mêmes histoires de ce canton. C’est un peu désespérant. Les polices et la justice suisses ne font rien. Puis, les grands garçons de l’étranger disent: „Ca suffit!“.

  5. „grössere illegal erlangte Geldbeträge“ – bitte bleibe dran, mich interessiert vor allem wie diese Geldbeträge „illegal“ von Coinbase und Kraken abgezogen werden konnten ohne dass diese es bemerkt hatten (trotzt KYC & AML Zwang durch die US-Regulierung) – wurden die etwa von den Verdächtigen gehackt?

  6. Irgendwelche Leute werden verhaftet weil sie irgendwelche illegalen Sachen mit Geld gemacht haben. Bitcoin Börsen liefern die Kundendaten dazu.
    Alles funktioniert also, mindestens so gut wie bei Banken.
    No news.

    • Die news ist: Wir haben 2020 und es geht weiter mit den Swiss financial intermediaries wie seit den besten tagen.

  7. Zug ist selber schuld mit seinem Verhalten gegenüber dem Bitchcoin. Aber die haben ja genug Geld für diese Verbrechen. Man muss diese nutzlosen Firmen schliessen.

  8. Warum heisst das wohl Crypto und nicht Transparenzo? Und wieder müssen ausländische Dienste Regeln setzen und durchsetzen. Same as it ever was, nun im „Swiss bank account 2.0“