Credit Spy: Ende gut, alles gut?

Ist mit dem Abschied von CEO Tidjane Thiam die Credit Suisse wieder eine vertrauenswürdige Schweizer Bank?

Was ist es, was uns im Falle des Überwachungsskandals der CS so stark verstört hat? Mir fallen drei Punkte auf.

Erstens die Tatsache, dass die Schweizer Grossbank offensichtlich einen eigenen internen geheimen Überwachungsdienst unterhält, der Arbeitnehmer auch ausserhalb des Arbeitsplatzes und ihrer Arbeitszeiten überwacht respektive bespitzelt.

Zweitens ist es verstörend, dass sich der betreffende verdeckte Überwachungsmann, der einen Badge der CS hatte, das Leben genommen hat, kurz nachdem sein Name bekanntwurde.

Drittens wurde uns deutlich vor Augen geführt, welchen Druck ausländische Grossaktionäre auf unsere Grossbanken ausüben. Moral und Ethik sind egal.

Der ehemalige, in der Zwischenzeit verstorbene Bundesrat Kurt Furgler wollte einmal eine Bundespolizei einführen. Der Grund war die Bekämpfung von mörderischen Terroristen vor allem aus Deutschland (Rote Armee Fraktion, RAF).

Seine Absicht wurde von den Stimmbürgern durchkreuzt. Die Schweizer wollen keine zentrale Polizeimacht, bei uns haben die Kantone die Polizeimacht mit der Kantonspolizei.

Die Güterabwägung des Volkes war klar. Wir fürchten uns eher vor einer zentralen Bundespolizei als vor den RAF-Terroristen. Das ist die Schweiz.

Vor diesem Hintergrund ist es beängstigend, dass eine Schweizer Grossbank einen eigenen, verdeckten Sicherheitsdienst mit ehemaligen Polizisten betreibt.

Dass dieser geheime Dienst die Arbeitnehmer zudem noch ausserhalb des Arbeitsplatzes und ausserhalb der Arbeitszeit überwacht ist unakzeptabel. Das passt in keiner Weise zur Schweiz.

Nun hat der scheidende Präsident der CS-Generaldirektion mehrmals beteuert, er habe von der Überwachung ehemaliger Generaldirektoren der CS nichts gewusst.

Das macht die Geschichte nicht harmloser – im Gegenteil. Er dürfte zumindest gewusst haben, dass es einen internen Überwachungsdienst gibt.

Wie auch immer: Es geht nicht an, dass ein Unternehmen einen geheimen Überwachungsdienst unterhält mit Ausspionierung und Einschüchterung seiner eigenen Arbeitnehmer und entsprechenden Konsequenzen (über das Anstellungsverhältnis).

Wenn die Arbeitnehmer nur schon vermuten, dass sie geheim überwacht werden, so führt das zu Verunsicherung und Einschüchterung.

Die CS muss der Schweizer Öffentlichkeit und vor allem ihren Arbeitnehmern klaren Wein einschenken: Betreibt sie einen internen, geheimen Überwachungsdienst? Weiss der Verwaltungsrat davon?

Es ist kaum anzunehmen, dass zwei oder drei Franzosen in die Schweiz kamen und hier auf eigene Faust einen internen Geheimdienst bei der Bank installierten.

Falls die CS ihre Angestellten geheim überwacht, so hat sie das diesen gegenüber offen zu kommunizieren. Ob das dann auch noch mit den Freiheitsrechten in der Schweiz zu vereinbaren ist, müsste abgeklärt werden.

Ganz heikel wird es, wenn es um den Selbstmord des Sicherheitsmannes geht. Weshalb hat er sich das Leben genommen, kurz nachdem seine Identität aufflog? Konnte er seinen ehemaligen Arbeitskollegen nicht mehr in die Augen schauen, weil er ein Spitzel war?

Diesbezügliche Fragen bleiben unbeantwortet – auch nach dem Abgang Thiams. Isabel Villalon hat in diesem Zusammenhang hier auf IP berechtigte Fragen gestellt.

Die Öffentlichkeit und die angestellten der CS haben ein Recht, dies zu erfahren. War er der einzige geheime Sicherheitsmann in der CS? Oder wie viele solcher geheimen Sicherheitsleute unterhält die CS?

Sicherheitsleute, welche notabene nicht Terroristen abwehren, sondern das arbeitsrechtliche Verhalten ihrer Mitarbeiter überwachen?

In diesem Zusammenhang stellt sich unweigerlich die Frage, ob die andere Grossbank, die UBS, auch einen geheimen Sicherheitsdienst unterhält.

Und wie steht es bei anderen Arbeitnehmern, beispielsweise bei der SNB? Wie ist die Aussage eines bekannten Ökonomen zu werten, wonach bei der SNB sogar stalinistische Verhältnisse herrschen sollen?

Der Vergleich mit Stalin ist immer ein „No-go“. Trotzdem verstört diese Aussage, auch wenn sie auf Druck eines NB-Bankrates wieder zurückgenommen wurde.

Ich selber arbeitete sowohl für die SKA (heute CS) als auch für die SBG (heute UBS). Schon damals herrschte ein Klima der Einschüchterung am Paradeplatz und an der Bahnhofstrasse.

Bei der SKA absolvierte ich das Studium für Hochschulabsolventen und arbeitete dann ein Jahr am Paradeplatz.

Nach der langen Ausbildungszeit wollte ich mir etwas Besonderes leisten: einen Jaguar E. Mein damaliges Salär von 3’600 reichte nicht weit. Also wechselte ich zur Citicorp Investment Bank in Genf.

Am Tag meiner Kündigung wurde mir umgehend der Badge abgenommen; ich wurde zur Türe begleitet. Ein „Adieu-sagen“ an meine Kolleginnen und Kollegen war nicht mehr möglich. Man behandelte mich wie einen Schwerverbrecher.

Bei der SBG war ich bereits zehn Jahre Markt-Stratege. Unter Androhung von „grossen Schwierigkeiten“ wurde mir verboten, als Privatmann die Geldtheorie, Basis der SNB-Geldpolitik, zu hinterfragen. Als verantwortungsbewusster Volkswirtschaftler musste ich es dennoch tun.

Nach einem Vortrag vor dem Verband akademischer Volkswirtschafter in Zürich titelte der Tages-Anzeiger: „Ein Kopernikus der Geldtheorie?“. Am selben Tag wurde ich von meinen Chefs vorgeladen, ich müsse die SBG innerhalb von drei Tagen verlassen.

Der Chef der SBG-Schweiz sagte mir noch, falls ich es wagen sollte, aufs Arbeitsgericht zu gehen, würde man sich dort mit allen Mitteln zur Wehr setzen.

Die Kultur von Misstrauen und Einschüchterung treibt ihre giftigen Blüten also schon lange am Paradeplatz. Das ist nicht neu – und nicht erst seit Thiam.

Dass die Aktienkurse der betreffenden Banken seither auf einen Bruchteil gefallen sind, zeigt, dass ich bei den Grossbanken nichts Gescheites verpasst habe. Es verdeutlicht vielmehr das verfehlte Führungsverhalten dort.

Und nun möchte ich noch kurz auf das Verhalten der ausländischen Grossaktionäre eingehen. Es wurde einmal mehr deutlich, dass die Ausländer am Paradeplatz verstärkt das Sagen haben. Nur in letzter Minute konnte hier nun ein Angriff abgewehrt werden.

Wir haben deutlich gesehen: Verkauft ist verkauft. Wird eine Grossbank ans Ausland verkauft, so werden damit auch die Arbeitsplätze verkauft. Ausländer kündigen dann die Schweizer – je schneller, desto besser.

Es muss also gut überlegt sein, ob man ein Unternehmen ans Ausland verkauft. Es stellt sich auch die Frage, weshalb die CS keine vinkulierten, stimmrechtsbeschränkten Namenaktien besitzt.

Diese könnten die Schweizer Grossunternehmen vor feindlichen Übernahmen aus dem Ausland schützen (siehe Basler Grosschemie).

Beim jüngsten Kampf um die Vorherrschaft bei der CS ging es nicht einmal mehr um die Gewinnmaximierung und die Frage, wer hat die besseren Geschäftsideen?

Vielmehr wurde versucht, ein Führungsgremium zu etablieren, welches aus den Schweizer Banken hinaus ausländischen Staaten zudient. In diesem Fall was es wahrscheinlich Frankreich.

Dieser Versuch wurde nun offensichtlich vereitelt. Für wie lange?

Der jüngste Fall verdeutlicht aber auch eine unglaubliche Liederlichkeit und Gleichgültigkeit der Schweizer Grossaktionäre. Deren Stimme ging vollkommen unter. Das „Sprachrohr“ der CS-Auslandaktionäre erhob Anspruch auf gerade mal acht Prozent der CS-Aktien.

Wo waren die Schweizer Grossaktionäre? Weshalb gibt es bei der CS keine vinkulierten stimmrechtsbeschränkten Namenaktien? Die wären bei der CS nun sehr nützlich.

Das Aktienrecht muss dringend angepasst werden. Die Grossaktionäre, darunter die Pensionskassen, müssen gesetzlich dazu verpflichtet werden, dass sie im Sinne ihrer Versicherten abstimmen.

Diesen Willen müssen und können sie eruieren. Das wäre den Aufwand wert.

Depotstimmen, im Sinne des Verwaltungsrates abzustimmen, müssen verboten werden. Wieviel Unheil haben solche „Gefälligkeitsstimmen“ im Sinne des Verwaltungsrates in unserem Lande bereits angerichtet?

Man denke an die übermässigen Boni, welche Grossbanken schon an den Rand des Ruins gebracht haben, weil die Manager hochriskante Geschäfte eingingen in der Hoffnung auf einen fetten Bonus.

Bei Verlusten rennen sie dann nach Bern, und das Schweizervolk darf bluten.

Ich bin überzeugt, dass die grosse Mehrheit der Pensionäre, welche ein Leben lang in ihre Pensionskassen einzahlten, nicht einverstanden sind mit dieser Art der Führung, wie sie nun bei der CS praktiziert wurde oder immer noch wird.

An der GV dürfte dem Verwaltungsrat jedoch wiederum Décharge erteilt werden; auch mit den Depot-Stimmen der Pensionskassen, gegen den Willen der Pensionäre im Saal.

Das ist Zweckentfremdung des Stimmrechts.

Kommentare

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  1. Die SNB geht nicht Konkurs. Eine weiter Lüge von Meyer. In den dreissiger Jahren haben die Zentralbanken genau das Gegenteil gemacht, deshalb gab es eine Weltwirtschaftkrise. Meyer weicht immer aus und postet falsche Beispiel als Beweis seiner Argumentation die nachweislich falsch ist.

  2. BaPe, bitte aufhören. Wir kennen Ihre Argumentation zur Genüge! Allein uns fehlt der Glaube!

    Herr Jordan ist doch immer noch CEO der SNB und für die Politik der SNB direkt verantwortlich?

  3. Die SNB muss nicht Schulden zurückzahlen oder steht das in der Bibel? Die Bilanz der SNB besteht aus Aktiven und Passiven. Aktiven sind Vermögenswerte. Das habe ich bereits geschrieben. Der Autor hat das weder gelesen noch verstanden. Die Bilanz der SNB wird veröffentlicht und dort kann man sehen, dass Eigenkapital vorhanden ist und nicht wie vom Autor ständig wiederholt Negativ sein soll. Was Thomas Jordan behauptet haben soll ist nicht von Bedeutung. Wahrscheinlich hat Marc Meyer ihn absichtlich falsch zitiert und verstanden. Es ist viel wichtiger was die SNB effektiv macht. Nämlich eine hervorragende Geldpolitik. Der Autor hat die Bilanz nicht gelesen. Er wirft mir aber vor, ich hätte seine Lügen nicht gelesen. Seine Lügen habe ich gelesen und eine Antwort geschrieben. Er hat jedoch keine einzige logische Erklärung darauf gegeben. Er verdreht alles selber und wirft mir vor, ich würde alles verdrehen.

    • @PaBe

      Ich sage:

      Bei negativem Eigenkapital ist die SNB konkurs, weil sie dann nicht einfach ihre Schulden zurückzahlen bzw. ihr Eigenkapital wieder auftocken kann durch drucken von Geld, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

      Bitte richtig lesen und meine Aussagen nicht verdrehen.

      Danke

      Marc Meyer

    • …aber sicher geht die SNB Konkurs, bzw. muss zu Lasten der Steuerzahler rekapitalisiert werden!

      Als Beispiel, lieber BaPe, nehmen Sie die Zentralbanken in der Wirtschaftskrise der dreissiger Jahre. Schon vergessen?

  4. Am Schluss von Dr. Marc Meyer’s Beiträgen kommt dann jeweils immer noch PaBe um die Person von Dr. Marc Meyer persönlich zu diffamieren.

    BaPe schreibt seine Diffamierungen im IP nur bei Beiträgen von Dr. Marc Meyer. Es ist anzunehmen, dass es sich bei BaPe um einen Troll der SNB handelt. PaBe, ein armseliger Wicht..

    • @PaBe

      Danke

      Ja. Ein verzweifelter Wicht.

      Er widerspiegelt die verzweifelte SNB.

      Die kommt aus ihrer Devisenfalle nicht mehr heraus.

      Und alles nur wegen gekränktem Stolz.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  5. Der Autor schreibt diesen Artikel über die CS und erwähnt persönliche Erfahrungen mit der UBS.
    Richtig ist, dass der Überwachungsskandal der CS eine Aufklärung erfordert.
    Nachdem Marc Meyer über 50 Lügen über die SNB in seinen Artikeln verbreitet hat. Er stellt eine Querverbindung zur SNB her, obwohl er keine Beweise hat. Dass dort stalinistische Verhältnisse bestehen. Was hat Stalin mit der SNB zu tun? Die Antwort lautet nichts. Damit beleidigt er die SNB. Wer sich über die Sowjetunion informiert hat, weiss was dort unter Stalin passiert ist. Marc Meyer weiss wohl nichts darüber, denn ansonsten hätte er das nicht zitiert.
    Ich habe bei 50 Lügen aufgehört zu zählen, da er immer wieder die gleichen Lügen verbreitet. Er soll damit aufhören.

    • @PaBe

      Guten Morgen

      Richtig. Das mit den stalinistischen Verhältnissen bei der SNB ist ein Zitat eines bekannten Oekonomen am Schweizer Fernsehen. Dieses wurde von mir als „No-Go“ bezeichnet, was Sie unterschlagen.

      Trotzdem gibt es zu denken. Wie kommt der bekannte Oekonom dazu, dies am Fernsehen zu sagen. Was meint er damit? Was steckt dahinter?

      Die Frage bleibt unbeantwortet, ob auch die SNB einen geheimen Sicherheitsdienst hat.

      Sodann ist es richtig, dass ich über eine persönliche Episode bei der UBS schreibe, hinter welcher die SNB steckt.
      Ich schreibe aber auch über meine Erfahrung mit der CS, was Sie ebenfalls unterschlagen.

      Halbwahrheiten sind eben auch Lügen.

      Und wenn Sie schon das Wort „Lügen“ hier gebrauchen:

      Es ist eine Lüge der SNB, wenn ihr Chef behauptet, die SNB könne ihre Schulden mit selbst gedrucktem Geld bezahlen.

      Diese Lüge gefährdet die Schweizer Wirtschaft systemrelevant.

      MfG

      Marc Meyer

    • @PaBe

      Die Soviets gehorchten Stalin ohne Widerrede. Widerspruch war nicht gedultet. Neue oder eine andere Sichtweise oder Denkschule waren nicht gedultet. Dahingehend argumentiert der Autor. Bevor Sie Herr Meyer der 50igfacher Lüge bezichtigen, sollten Sie daher überlegen ob Ihre Zeilen zielführend sind.

    • Lieber Herr Meyer

      Nur betreutes Denken möchte freiwillig weiter an die SNB und an andere Illusionen festhalten, weiss offensichtlich nichts mit sich anzufangen und möchte lieber den Status Quo – der in seinen Illusionen wohlgemerkt. Sehen Sie, Halbwahrheiten sind schlimmer als Lügen, weil der Lügenanteil gerade verschleiert ist, kann es wie bei „Buchverlusten“ ins unermessliche steigen soweit die Lage in einer grösseren Schieflage hinein schlittert. Derzeit kommt der EURO nicht vom Fleck. Argumente gibt es zur Genüge was „LOS“ sein wird in unseren 26 Kantonen sofern der EURO weiterhin an Wert gegenüber dem CHF verliert.

      Wenn ich die Menschen auf der Strasse mit ihren Händy’s und Köpfhörer beobachte wie sie sich freiwillig dieser Dauerberisselung unterziehen, mache ich mir um unser kleines und uberbevölkertes Land grosse Sorgen.

      Sie sind ein Volkswirt. Ist das ein Erfolgs-Modell wenn: Die AHV schon heute 1.12 Mio Renten in das Ausland überweist (ohne Babyboomer)?. Die Schweiz importiert 40% der Lebensmittel um ihren Bedarf zu decken. Einkaufstourismus, stagnierende und fallende Reallöhne, Leerstand, sinkende Pensionskassenrenten und nicht mehr zu bezahlenden Gesundheitskosten für Viele Schweizer – sieht so der medial so gefeierte Schweizer Erfolgsmodell aus?. Die Trasse Basel-Zürich und viele Andere auch – sind zu „Vorort Agglomerate“ verkommen und die Bio-Vielfallt nimmt überall rapide ab. Man darf sich deswegen aber nicht beklagen – uns geht es noch gut. Alle wollen schliesslich hier zu uns. Es wird Zeit mit diesen Halbwahrheiten, Lügen und Manpulationen aufzuräumen, sonst wartet am Ende einer langen Nacht ein böses Erwachen.
      Herzlich

    • @Illusionen platzen…

      Vielen Dank.

      Ja richtig. Nur „betreutes Denken“ hält weiterhin an den von der SNB verbreiteten Irrlehren fest.

      Dass viele sich im Alter die Schweiz nicht mehr leisten können gibt zu denken.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lüge Nr. 50 bis 54 folgen im Kommentar vom Autor. Er unterschlägt im Artikel, dass es für ihn nicht geht. Es ist bewusst so geschrieben, dass man die Wahrheit nach seiner Meinung auslegen kann. Die Lüge ist, dass man den Vergleich mit Stalin zitiert.
      Wenn sie denken, dann können sie doch den bekannten Oekonom direkt Fragen, der im Fernsehen diese Aussage gemacht haben soll. 1. Stalin brauchte keine Oekonomen und der Oekonom hätte keine Freiheit gehabt seine Meinung zu äussern und Kritik anzubringen. 2. der bekannte Oekonom kennt niemand, da er ja nicht erwähnt ist.
      Dann schreibt er die Frage sei unbeantwortet, ob die SNB einen geheimen Sicherheitsdienst hat. Wozu die Frage? Der Autor leidet an Paranoia. Womöglich stecke die SNB dahinter, dass er bei der SBG entlassen wurde. Eine weitere Lüge, da hier ebenfalls Beweise fehlen.
      Die Letzte Lüge ist, dass ich seine Erfahrung mit der CS unterschlage. Das hat der Autor bereits im Artikel geschrieben. Wozu muss ich das nochmals wiederholen?
      Man hätte ihm den Badge am Tag der Kündigung abgenommen. Er hat ja selber gekündigt, da er angeblich nur 3600 verdient hat. Sind das Schweizer Franken? Er sollte doch schreiben, dass sein Salär in Schweizer Franken sei. Man hätte ihn wie einen Schwerverbrechen behandelt, da er nicht Adieu sagen konnte. Er gibt als Grund an, er wollte sich einen Jaguar E leisten. Da ist aber kein Beweis, dass man ihn als Schwerverbrecher behandelt. Er hätte ja bei der Credit Suisse bleiben können und einen Jaguar E sich ansparen können oder verzichten können.
      Dann folgt seine grösste Lüge über die SNB, welche er immer wieder wiederholt. Seine Logik ist, dass die SNB nur Schulden hat und kein Vermögen hat. Die SNB hat Aktiven und Passiven, welche in der Bilanz aufgeführt. Das Eigenkapital ist ebenfalls dort aufgeführt. Er behauptet immer wieder, die SNB sei Pleite oder kurz davor.

    • @PaBe

      Guten Morgen

      Danke

      Bleiben wir beim Kern:

      SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne ihre Schulden bezahlen mit selbst gedrucktem Geld.

      Dabei übersieht er, dass die Schulden der SNB eben genau aus diesem von ihr emittierten Geld bestehen.

      Aber um das zu verstehen braucht es ein Minimum an IQ.

      Konklusion:

      Bei negativem EK der SNB ist diese Konkurs – die SNB kann dann nicht einfach Geld drucken und so ihre Schulden bezahlen.

      Die Schweizer Steuerzahler müssen dann die Schulden der SNB bezahlen oder den Euro einführen.

      Capito?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @PaBe

      Jeder, der Kinder oder sogar Enkelkinder hat, sollte wenigstens einmal darüber nachdenken, was er denen damit bereits heute an Volksvermögen hinterlassen hat (Bilanz SNB). Und sich dann wenigstens einmal fragen, ob das auf Dauer wirklich gut gehen wird? Und sich dann fragen, ob das dadurch besser wird, dass man Menschen die auf mögliche Misstände hinweisen als Lügner und Paranoid diffamiert und sich in der Anonymität eines Pseudonym versteckt. Ob eine anhaltende Deckung mit Euro-Schuldscheinen gutzuheissen ist, muss hinterfragt werden. Es wird Zeit, dass ursächliche Fakten auf dem Tisch kommen (SNB Geldpolitik, 2. Säule, Folgen EWR Nein, Überbevölkerung der Schweiz, Rückbau Atommeiler und die Kosten? usw. Inzwischen hat der Euro den Tiefstand seit Sommer 2015 erreicht.

  6. Bis hin zum letzten Satz wird der Leser mit diesem Artikel auf wichtige Punkte des gegenwärtigen Aktionärskonstrukts hingewiesen. Das geht letztlich jeden Schweizer Bürger sehr viel an. Hier werden wichtige Knackpunkte eines betrieblichen Wirtschaftskonstrukts dargestellt – insbesondere die Zweckentfremdung des Stimmrechts, mit dem ein Land langsam aber sicher seit Jahren ausgeplündert wird. Und das ist nur eine Ausplünderungs-Schiene von mehreren anderen in anderen Branchen.

    Was ich hier lese, lässt nur einen Schluss zu, das ganze AG-Konstrukt müsste revidiert werden, und zwar so, dass die Firmen und Konzerne nicht einfach von Finanz-Invasoren (nicht -Investoren) nach deren Guster und Machtgelüste beherrscht werden können, während die landeseigene Bevölkerung abgezockt wird.

    So wird berechtigt die Frage gestellt: «Wo waren die Schweizer Grossaktionäre? Weshalb gibt es bei der CS keine vinkulierten stimmrechtsbeschränkten Namenaktien? Die wären bei der CS nun sehr nützlich.»

    Auf die Regierung und die Bankenaufsicht ist in diesen Dingen kein Verlass, erstens durchschaut die Regierung offensichtlich nicht diese wirtschaftlichen Machenschaften (andernfalls müsste ich ihr Bösartigkeit gegenüber dem eigenen Land zuordnen) und zweitens hat sie sich – es ist einfach nicht zu übersehen – zu den mächtigen Gewinnern dieses üblen Systems geschlagen. Patriotismus ade! Da gibt es tatsächlich viel zu tun!

    • Liebe@Elisa

      Mal Hand aufs Herz. Seit über einem Jahrzehnt ist die Reform des Aktienrechts in den politischen Gremien der Schweiz unterwegs. Glauben Sie das sei Zufall? Der Spielraum dem man in dieser „Pseudo-Reform“ dem Verwaltungsrat gibt ist enorm, bzw. grosszügig und stärken keineswegs die Mittel und Rechte der „Angestellten und Kleinaktionäre“! Es würde den Rahmen sprengen, nur soviel:

      Ich habe in den letzten Jahren das Ganze unwürdige Gezerre verfolgt. So wurde u.a. auf die ausdrückliche Nennung eines Liquiditätsplanes (drohende Zahlungsunfähigkeit) sowohl vom National – als auch vom Ständerat, entgegen dem Vorschlag des Bundesrates, verzichtet. Ebenfalls wurde auf die vom Nationalrat vorgeschlagene Verpflichtung des Verwaltungsrates, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft nicht nur zu überwachen, sondern auch zu gewährleisten verzichtet! Wenn eine Gesellschaft überschuldet ist, muss das Gericht benachrichtigt werden. Nach der Praxis ist es jedoch zulässig, die Benachrichtigung aufzuschieben, um Erfolg versprechende Sanierungshandlungen zu ermöglichen. Die Dauer des Aufschubs ist – wie der Aufschub selbst – nicht gesetzlich geregelt!!!! und die Reform tut dem keinen Abstrich.

      Das lässt tief blicken, oder? Wenn das keine Plutokratie nicht. Die Systembetreiber in unserem Land wissen ganz genau wohin die Reise geht….in einem der zahlreichen und wertvollen Beiträgen des Autor habe ich seine Prophezeiung im Zusammenhang mit der Geldpolitik der SNB gelesen:

      „Einführung des EUROS und Beitritt in der EU“.

      Wir alle haben keine Glaskugel. Wie Sie doch aus den Kommentaren ersehen können, haben über 90% der Bevölkerung weder die Zusammenhänge noch den Ernst der Lage erkannt.
      Herzlich

    • Genau, es fehlt der politische Wille. Die Lobby der Finanzindustrie ist übermächtig, das Volk ist überfordert und die Lehre weiss, dass mit diesem Thema kein Blumentopf zu gewinnen ist. Und so etabliert sich ein Neo-Feudalismus. Das Volk macht seinem Aerger Luft mit Füssen und Fäusten, gerade auch hier.
      Man muss das realistisch sehen: Das sind die Grenzen der Demokratie. Ein Zusammenbruch (mit allen „sozialen Verwerfungen“), ein Krieg oder eine Revolution oder alles zusammen werden „es“ wieder richten. Solange es Kuchen und Spiele für die Massen gibt, wird nichts Substantielles passieren.

  7. Vielleicht noch etwas Positives:

    Eine Bank besteht aus einer Lizenz, ein paar Zeilen Software, Mitarbeitern und vor allem Kunden.

    Eine Kontoauflösung und eine Übertrag an eine andere Bank dauert nur ein paar Tage.

    Nur, erstens gibt es niemanden hier bei den IP-Lesern, der/die eine wirkliche Alternative anbietet

    und

    zweitens gibt es wohl auch nicht genügend wechselbereite Kunden.

    Solange dies so ist, haben die Zustände auch nur Unterhaltungswert.

  8. Ein wertvoller Artikel zu einem Thema, das zu vertiefen sich lohnte.

    Vor allem, wenn der Fokus auf den seit Jahrzehnten missbrauchten Depotstimmen liegt, die den PK-Teilhabern, sprich: den Arbeitnehmern! gehören, deren Stimmen diese jedoch nicht ausüben können!

    Es kann nicht sein, dass sich Politik und Behörden diesem wichtigen Thema verschliessen, weil dies technisch nur sehr schwierig zu bewerkstelligen sei, mir Google maps aber minutengenau anzeigt, wo ich einen Stau erwarten darf!!!
    Nur wäre es vorteilhaft, diese wichtige Aufgabe keinem Bundes-IT-Beamten, der seine Erfahrungen v.a. im Projekt Insieme gemacht hat, zu übergeben.

    • Die PK’s sind m.E. die falsche Adresse für solche complaints. Die stimmen meines Wissens zumeist ziemlich eigenverantwortlich ab. Solche Pfeile sollten eigentlich vielmehr auf das Fonds-Gesocks abgefeuert werden, welche vermutlich für VR-gerechtes Abstimmungsgebaren sogar noch entschädigt werden.

    • @Harry Hasler

      Danke

      Der Vergleich mit Google ist hervorragend.

      Ja es wäre doch überhaupt kein Problem das Stimmverhalten der Pensionskassen-Versicherten zu eruieren. Die Stimme der Pensionskassen gehören den Versicherten und dürfen nicht als depotstimmen missbraucht werden.

      Missbräuche wie übermässige Boni, interne Geheimdienste und dergleichen könnten auf diese Weise wirksam unterbunden werden.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  9. Lieber Herr Meyer…sehr gut und pointiert dargestellt.Ich befürchte, dass man diesen Zug nicht mehr anhalten kann. Die Schweiz befindet sich auf einer Reise in sehr tiefen Sozialismus. Trotz der `“Direkten Demokratie“ werden stets die gleichen Parteien und Parlamentarier gewählt und der Stimmürger ist sehr träge geworden. Die Staatsquote in Bern ist fleissig am wachsen und alles was noch wertvoll ist, wird noch schnell an den Mann gebracht. Die Sozialwerke werden geplündert und somit auch die Zukunft unserer Jugend. Die Politik verlangt nach einem Rahmenabkommen für die Schweiz. Es werden alle Register gezogen besonderes die Angstmacherei. Der Durchschnittsbürger hat diese Politik noch nicht durchschaut und glaubt nach wie vor an diese selbsternannte Landeselite. Das späte Erwachen wird es in sich haben. Entweder wird man in Armut oder einer Diktatur landen. Man muss die Zusammenhänge zwischen der Wirtschaft und Politik verfolgen bzw. wer vom wem bezahlt wird und wer etwas und zu wessen Gunsten verändern kann. In der Geschichte der Menschheit hat sich noch nie etwas geändert Deshalb sind bereits ganze Imperien zerfallen, verschwunden und der Wohlstand ist in neuen Regionen entstanden. Die Schweiz wird sich diesem Trend nicht entziehen können da die Karten bereits verteilt sind.

    • @Kassandra

      informieren Sie sich wieviele Milliarden im Konto Schuldenbremse bis heute angehäuft worden sind, einschliesslich des MwSt.% der der AHV seit 1999 abgezweigt wurde.

      Sozialismus? Staatsquote? Nein. Faschistoide Züge!

      Schauen Sie sich „Ueli Maurer’s Werk SV17 an“. Diese dürfte zu Steuerausfällen von über einer Milliarde CHF.- füren, und ersten mir zugespielten Informationen bekommt man es auf Geimeindes Ebene schon voll zu spühren. Aber es reicht noch nicht für die rechtsbürgerlichen Finanzpolitiker, diese wollen nämlich zwei weitere Projekte ins Trockene bringen: die Abschaffung der Stempelsteuer, die auf Aktienausgaben erhoben wird und eine von SVP-Nationalrat Thomas Aeschi agressiv vorangetriebenen Änderung im Aktienrecht, die es Aktionäre erlauben würde, Steuern auf ihren Dividenden zu sparen. Beides zusammen würde zu weiteren Ausfällen in Milliarden Höhe führen, Schätzungen zufolge die ich noch nicht bestätigen kann, geht man von 5 Mrd.! CHF aus. Vielleicht sind wir tasächlich eine sterbende liberale Demokratie, wo die Menschen aus anerzogene Bravheit und daraus folgende Trägheit, (Feigheit? Sind wir überhaupt ein Volk?) bald ein böses Erwachen erleben werden. Arme Menschen (1 Mio. in der Schweiz SKOS, CARITAS,) sind schon heute nicht frei. Wer Schulden hat übrigens auch nicht! Freunde im Ausland fragen mich, ob die Schweiz ein Erfolgsmodell sei? Meine Antwort ist einfach: Ein Land die auf Grund ihres Wirtschafts-Modell überbevölkert wurde und deshalb 40% ihrer Lebensmittel importieren muss kann nicht als Gewinner (die darin lebenden Menschen) bezeichnet werden. Die Nebenwirkungen lasse ich unerwähnt.
      Herzlich

    • Man sollte jede, aber auch wirklich jeden Gelegenheit nutzen um dem Staat das Steuersubstart zu kürzen.

      Nur so könnte der sich endlich wieder auf seine Kernaufgaben besinnen und zum Nutzen der Bürger arbeiten, anstatt nur sich selber zu Mästen.

      Die Zürcher habens letztes Wochenende nicht verstanden.
      Nun ja, vielleicht sind die Linken Zürcher ja auch einfach der Meinung das eh genug da sei. Links lebt ja immer nur vom Geld der anderen….. so gesehen haben die kein Interesse etwas zu verbessern.
      Auch der NFA sollte beendet werden, denn er mästet die untauglichen und belastet die Tüchtigen.

      Unser Steuerregime ist bereits stark Sozialistisch, darum sollte man alle Vorlagen der SVP annehmen.
      Diese Partei ist die einzige Kraft im Land die den Wahnsinn in Grenzen zu halten versucht.
      Wenn die kein Geld mehr haben, können sie es auch nicht gen Afrika aus dem Fenster werfen, sogenannte Flüchtlinge damit mästen und auch keine „Entwicklungshilfe“ samt Kohäsionsmilliarden auszahlen.

      Nehmt ihnen das Geld und sie fangen an zu Arbeiten….. die faulen Säcke ich Bern.

  10. Vorschlag an alle hier Schreibenden Mitarbeiter/innen der UBS, CS, und anderen nicht beliebten Banken.
    Nehmt nun euren Boni und kündet eure Arbeit bei diesen aus eurer Sicht „sch….“ Banken. Seid konsequent und sucht euch eine andere Firma die eurem so sauberen Image Ethos entspricht.
    Ihr alle fordert von TT etc. moralische und ehrliche Einstellung.
    Und, was macht ihr, das Geld nehmen und bei IP das Maul aufreissen.
    OK, es hat was gutes, LH mit IP haben tägliche Storys.

    • @Runi

      Finden Sie es gut, wenn Aktionärsstimmen missbraucht werden für hohe Boni und absurde Führungsmethoden?

      Denken Sie nach.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  11. Lieber Herr Dr. Marc Meyer,

    Klasse! Es scheint, dass der altbekannte Spruch „Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing“ aktueller ist denn je. Wie sagte doch Einstein: „Zwei Dinge sind unendlich..“ Daher bin ich mir nicht so sicher, denn die Obrigkeits-, Medien- und Professorengläubigkeit – oder einfach das Desinteresse – ist in diesem Land sehr tief verwurzelt. Ihnen wird immer wieder vorgeworfen Sie würden „Buchhaltungslastig“ argumentieren. Dabei würde ein bisschen Nachdenken selbst ohne Buchhaltungskenntnisse ja eigentlich genügen, um das heutige CH-System-Modell zu verstehen. Sehen Sie, Herr Dr. Meyer, die Bankenstrukturen sind unbelehrbar und die Fehlleistungen der SNB tun dem keinerlei Abbruch – vom Anerkennen der Realität und der Fakten ganz zu schweigen! Für die B-Schweiz wird das Erwachen zum Platzen der Illusionen führen. Viele Menschen müssen schon heute verbittert feststellen, dass sie ihres Arbeitsvermögen betrogen wurden.
    Herzlich

  12. Aktien kauft man, um Geld zu verdienen. Und die Aufgabe der Kleinen ist es, ausgenommen zu werden. Alles andere ist Märchenstunde, pardon Wirtschaftstheorie!

    • @Ruedi Hammer

      Die „kleinen“ müssen sich halt auch wehren.

      Das gilt sowohl für die Angestellten als auch für die Kleinaktionäre.

      Sie zusammen „schmeissen den Laden“.

      Ich denke unser Milizsystem sollte überdenkt werden: Es übervorteilt einzelne Interessengruppen auf Kosten der Allgemeinheit.

      So werden Aktionärs-Stimmrechte missbraucht.

      Marc Meyer

  13. Nun ja, heute Morgen las ich irgendwo das Thiam mit 30 Millionen Abfindung von dannen geht.

    Tja, das wird die Arbeitenden an der Basis sicher motivieren.

    • Lieber Herr Roth

      Das muss so sein, damit sich die Leute auf Thiam konzentrieren.

      So funktionieren Machtsysteme nun einmal.

    • Warum sollten diese denn mehr Loyalität an den Tag legen, wenn diese im VR und der GL fehlt; notabene bei 150x grösseren Bezügen? Genau dort liegt das Grundübel begraben und sicherlich nicht in einer verschärften Abzockerinitiative.

    • @Walther Roth

      Antrittsbonus – Abtrittsgeschenk.

      Das ist nur möglich aufgrund des gängigen Missbrauchs von Aktien-Stimmrechten.

      Marc Meyer

  14. Zum letzten Satz, wie richtig: Die Minder-Initiative war schon ausgehebelt, bevor sie durch das Volk grossmehrheitlich angenommen wurde. Deshalb wurde sie auch nicht bekämpft.
    Der ganze Problemkreis der Aktionärsdemokratie wurde durch Heerscharen von Juristen, Oekonomen, ICTler etc. bis ins kleinste Detail untersucht und im Sinne der Finanzindustrie schon vor der Abstimmung aufgegleist und „gelöst“. Dazu Stichworte: Securities Lending, Stimmrechte für einen Tag, Funds (of Funds!) völlig intransparent, Stimmrechtsausübung nicht möglich, unabhängiger Aktionärsvertreter administriert durch die Bude selbst, 2. Säule paritätisch, obwohl das Kapital den Arbeitnehmenden gehört (wer erhebt schon die Stimme gegen seinen Chef?), und für 3a Sammelstiftungen mit Freipass, Kapitalstiftungen auf der Schlachtbank der Banken (inst. Funds -ohne TER!?- mit Stimmrechtsausübung vs. teure Direktanlagen ohne) etc.etc. Dazu kommen noch schwache -unabhängige?- Institutionen, welche die Interessen der Aktionäre vertreten (ASIP, Ethos, Actares etc.), im Gegensatz zu den angelnden Sachsen GB/USA.
    Alles in allem: Freie Bahn für die Krähen, die sich gegenseitig nicht die Augen aushacken. Beispiel GV: Vier schwarz gewandete Herren in der zweiten Reihe und hinten ein paar Tausend Kleinaktionäre. Resultat der -konsultativen- Abstimmung über die Verfügungen an VR und GL: 90% für die Vergütungen. Der Pöbel hinten grölt. Es hat auch nichts genützt, dass einer von ihnen am Rednerpult mit zwei Cervelats hantiert hat und so den CEO vor Hunger bewahren wollte.
    Also: Alles höchst kompliziert, aber alles gut eingefädelt zu Gunsten der Finanzindustrie.
    Silberstreifen: Minder hat aufgegeben, dafür scheinen die grossen, unabhängigen PK im Zusammenhang mit nachhaltigen Anlagen aus dem Busch zu kommen. Der WWF hat ein Rating publiziert für PK und Banken.
    Diesbezügliche Frage: Wer soll eigentlich bestimmen, welche Anlagen nachhaltig sind? Oekologen oder Bankökonomen? – Wenn es etwas n i c h t Nachhaltiges gibt, dann sind es die (Gross-)Banken, deshalb ja auch TBTF (und zB in Bezug auf Ueberwacher TT & Co. auch TBTJ).
    Dr. Marc Meyer spricht hier ein steiniges Thema an, welches ein Engagement nötig hätte, wie er es in Bezug auf die SNB an den Tag legt. Von der Politik, die am Gängelband der Lobby hängt und überfordert ist, ist nichts zu erwarten. Vielleicht einmal mit SR Minder kurzschliessen? Ich glaube, das Volk hat die Schnauze voll vom sich etablierenden Neo-Feudalismus.

    • @Der Rückbauer“

      Danke.

      Es ist tatsächlich so, dass die Kleinaktionäre andauernd über den Tisch gezogen werden, obwohl sie eigentlich die Investoren hinter dem Grossaktionären sind – aber nicht zu sagen haben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  15. logisch, dass eine Grossbank einen eigenen Sicherheitsdienst hat. Die Angestellten klauen doch sogar Klopapier!
    Uns wurde dazumal (2000) mitgeteilt, dass der gesamte 6.Stock (Brighton/UK) nur damit beschäftigt ist, Tastaturbewegungen der 5 anderen Etagen zu kontrollieren.
    Mich störte in 15 Jahren Finanzwelt (UK/CH) etwas ganz anderes:
    Ich kenne (nur namentlich, nicht pers) Banker, die ihr eigenes Netzwerk einsetzen, um missliebige Personen zu diffamieren und auszuspionieren bis hin in den privaten Bereich, unter dem Vorwand, gestalkt zu worden zu sein.
    Kommt ganz auf die Position an, das zu bewerkstelligen. Eine einfache Telefonistin schafft das nicht, wohl aber eine assitante eines ehem. MDir, die sich mithilfe ihrer Freunde langsam aber sicher die wenigen Sprossen der der internen Karriereleiter hochzieht. gegen solche Leute vorzugehen ist offiziell unmöglich

    • @Bernhard Schmid

      Danke

      Sie bevorzugen es auch „auf die Schnelle“? Melden Sie sich bei der CS. Sie haben Chance auf einen Direktionsposten dort.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  16. Sehr guter Artikel
    es ist klar, dass Thiam ein Verdreher war und ist. Von daher ist es für ihn besser, wenn er geht. Dass hier feindlich gesinnte Aktionäre wie die Franzosen oder die Katarer versuchen Einfluss zu nehmen, ist bedenklich. Bei der UBS ist dies natürlich gleich. Und wenn wir die ZKB anschauen, wo oben alles Opportunisten von CEOs Gnaden sitzen. Hier ist es wichtig, dass das Aktienrecht gründlich geändert wird. Die Pharmakonzerne sind hier viel besser aufgestellt.

  17. Gar nichts ist gut. Die 30 Mio nachgeschmissenes Geld für einen Versager, der den Aktienkurs auf tiefstem Niveau halbiert hat, sind ein weiterer Grund dass Rohner und der übrige VR gehen müssen. 30 Mio für nichts, nicht einmal eine Nullleistung, sondern noch einen riesigen Schaden. Dieser Skandal kann man nicht einmal Thiam zum Vorwurf machen, wir hätten das Geld wohl alle auch genommen, würde es uns nachgeworfen. Gleichzeitig werden verdiente Mitarbeiter entlassen. Das hat der VR zu verantworten. Es braucht wieder eine Abzockerinitiative, diesmal eine griffige. Sage ich als Banker.

  18. Eine sehr gute Analyse 👍🏻 Den Titel vom Tagi „Ein Kopernikus der Geldtheorie?“ würde ich positiv deuten, denn er lag mit seinem heliozentrisches Kosmos-Modell richtig, war einfach der Zeit voraus. Genauso mit seinen Beiträgen zur Geldtheorie, die später als wegweisend angesehen wurden. Als „Kopernikus“ bezeichnet zu werden ist ein grosses Kompliment.

  19. Danke für diesen hervorragenden Artikel, der tief blicken lässt und zentrale Punkte in der Führung nur zu berechtigt hinterfragt.

    • @Elisa

      Danke

      Ja. Es gibt einiges in diesem Fall zu hinterfragen.

      Ich hoffe, Isabel Villalon bleibt dran.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  20. Die Grossbanken der Schweiz sind sakrosankt.
    So lange genügend Parlamentarier Mandate von
    Banken und banknahen Institutionen haben, wird
    das auch so bleiben. FINMA — forget it.

    • @Reaktor

      Danke

      Das Milizsystem, auf das wir stolz sind, offenbart immer grössere Mängel – die Politiker werden im Wesentlichen nicht ausschliesslich von den Steuerzahlern entlöhnt, sondern von Interessengruppen, deren Partikular-Interessen sie dann vertreten.

      Das kommt nicht gut. Siehe z.B. Exportindustrie, deren Partikular-Interessen die SNB über alles erhebt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  21. Das ist nicht nur bei den Grossbanken so. Auch bei JB, EFG, HSBC und der ehemaligen BSI werden gekündigte Mitarbeiter unterschwellig bedroht sollten sie ihre Arbeitsrechte einfordern.

    • @Urs Meier

      Es ist ein Armutszeugnis, wenn Arbeitgeber solches tun.

      Aber schauen Sie nur die Aktienkurse an. Das Management sollte sich lieber auf sein Kerngeschäft konzentrieren anstatt ihre Angestellten geheim zu überwachen und versuchen einzuschüchtern.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  22. Den Überwachungsdienst gab es schon zu meinen Zeiten bei CS und UBS. Beim Welcome Day trat ein kleiner wichtiger Ex-Polizist auf und hat uns gleich mal was erzählt, wenn wir auf seinen Radar kommen! Die neuen Mitarbeiter waren eingeschüchtert und/oder angefressen. Toller Start beim neuen Arbeitgeber.

    • Danke.

      Dieser ist aber scheinbar offen aufgetreten. Gibt es auch eine geheime Überwachung bei der UBS?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  23. Zitat:
    „Nun hat der scheidende Präsident der CS-Generaldirektion mehrmals beteuert, er habe von der Überwachung ehemaliger Generaldirektoren der CS nichts gewußt.

    Das macht die Geschichte nicht harmloser – im Gegenteil. Er dürfte zumindest gewußt haben, daß es einen internen Überwachungsdienst gibt.“

    Kommentar:

    Absolut zutreffend, gut auf den Punkt.
    Thiam wird ja nicht noch erzählen wollen, daß er nicht wußte, daß es das gab / gibt.

    Apropos:
    Will Rohner das erzählen? Was ist mit Rohner?

    • Thiam hat nicht die Wahrheit gesagt. Nicht mehr und nicht weniger. Er war immerhin der CEO der französischen Interessen und deren Feudalsystem.

    • @Remo

      Danke.

      Ja. Herr Rohner sollte klaren Wein einschenken: Hat die CS einen geheimen internen Sicherheitsdienst? Ist es dessen Aufgabe, die Angestellten der CS in arbeitsrechtlichen Belangen zu überprüfen?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  24. Bravo Herr Meyer, wieder mal ein wunderbarer Artikel von Ihnen, welche den wahren Sachverhalt aufzeigt.

    Ich selbst bin zu alt für neue Forschungen. Aber ein junger motivierter Nationalökonom könnte doch im Rahmen seiner Dissertation oder Habilitation die Thematik des Aktienrechts erforschen. Die heutige Aktionärstheorie ist überholt, das zeigt die Praxis.

    Ach was sage ich, Schimpf und Schande, was hier in der Schweiz abgeht!

    • @Benny fuchs

      Danke.

      Ja eine solche Dissertation oder Habilitation wäre höchst interessant und hilfreich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  25. Herr Mayer……

    stimme ihnen zu.
    Der verkauf unserer Firmen, gerade neuerdings an Chinesen, sollte jedem Patrioten grosse Sorgen machen.

    ———————-

    Nun ja, die Sache mit Furgler und der RAF habe ich als Lehrling schon bewusst miterlebt und mitgelesen.
    Kurt Furgler der bei der VW-Cytigarage St.Gallen wohl sein Leben lang gratis tanken konnte, er war ja dort im Verwaltungsrat.

    Der noble Furgler, den sah ich 2-3 mal im Restaurant meiner Mutter.
    Der noble Herr war ein Obrigkeitlicher „meh besserer“ der das Volk regieren wollte. Er sah das als seine Aufgabe an, genau so.
    Und darum nutzte er die RAF, die einige ihrer Waffen in der Schweiz gekauft hatte ( HK-33 ), als Grund um ca. 1980 das Waffenrecht extrem zu verschärfen.
    Alle Halbautomaten wurden verboten und Kantonal Bewilligungspflichtig.

    Vielleicht hätte der noble Herr Furgler besser mal erklärt wer den jenen RAF Extremisten die Waffen hier im Laden gekauft hat….?
    Die Sozis hier sympathisierten nämlich breit mit der RAF, nur sagten die das nicht öffentlich, denn damals war der Geist der Schweizer mehrheitlich noch gesund.

    Diesem Furgler wollte niemand eine Bundespolizei zugestehen, denn daraus wäre ein Obrigkeitliches Machtinstrument geworden um auch das Schweizer Volk zu kujonieren.
    Die RAF war nur das Mittel zum Zweck für den Politiker.
    Unser Land bedrohte eine RAF nie in ihren Grundfesten, wenn sie auch eine ernste Gefahr war die es zu bekämpfen galt.

    Waffengesetze aber taugten dazu in keinster Weise.
    Dieses „Furglersche Gesetz“ wurde denn auch um 1988 ersatzlos aufgehoben, es war rechtswidrig.

    Wie wir aber nun wissen, haben unsere Politiker das nun in mehrfachen Etappen nachgeholt,1992, 1999, 2008, 2019.
    Seit 2019 bestimmt die EU über unser Waffengesetz.
    Nun ja, diese Politiker haben Angst vor ihrem Volk.
    Besieht man sich was gerade in Thüringen abgeht, ja wie Deutschland zur Diktatur wird, wundert das wohl niemanden mehr.

    • @Walter Roth

      Danke.

      Der Verkauf eines Unternehmens ans Ausland hat weitreichende Konsequenzen. Der Verkaufspreis ist lediglich eine Entschädigung für den entgangenen Gewinn des Eigentümers aber nicht für den entgangenen Lohn der Arbeitnehmer.

      Solche volkswirtschaftlichen Kosten sind noch gar nicht wissenschaftlich erforscht.

      Höchste Zeit, dies nachzuholen.

      Marc Meyer

    • Danke.

      Jeder Arbeitnehmern sollte seine Persönlichkeit schützen vor allfälligen Übergriffen durch den Arbeitgeber.

      Marc Meyer

  26. Naja, die Schweiz hat sehr wohl eine interne zentrale Spionageabteilung.

    Erinnert sei an die Fichenaffaire, an die P26 und an die aktuellen Bemühungen der zuständigen Bundesrätin Viola Amherd.

    Vielleicht ist der Name der Nachfolgeorganisation noch nicht allen bekannt.

    Also alles im normalen Bereich!

    • Und erst die hochillegale Kampftruppe Tigris der Bundespolizei mit Stützpunkt Militärareal Worblaufen – ein paramilitärischer Verband zum Einsatz im Innern gegen die Bevölkerung.
      Die Bundespolizei darf nur ermitteln. Bewaffnete Einheiten der Bundespolizei sind nicht nur bestenfalls heikel, wie Sys….presse und Politiker die Sache beschönigen, sondern ein Staatsstreich, wo mal wieder alle wegschauen. Nach Duden ist ein Staatsstreich ein Umsturz durchgeführt durch etablierte Träger hoher staatlicher Funktionen.

    • @Klaus Marte

      Danke

      Beängstigend ist, dass hier ein privates Unternehmen offensichtlich eine geheime Überwachung hat.

      Das widerspricht der Mentalität der Schweizer.

      Die CS soll offenlegen, ob sie einen internen Geheimdienst hat. Ja oder Nein.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Nun ja, die Tigris ist und bleibt ein Kleinstverband, der zudem noch wenig mit den Spezialisten in anderen Kantonen vernetzt ist.
      Eine Bundespolizei nach Furglerschem Zuschnitt wäre da was anderes geworden.