Schwarze Zahlen für Thiam, rote für die CS

30 Millionen soll der gescheiterte CEO der Grossbank als Weggeld kassieren. Goldener Fallschirm: Wofür nur?

Das Medianeinkommen beträgt in der Schweiz rund 6’500 Franken im Monat. Das bedeutet, dass die Hälfte der Schweizer mehr verdient, die andere Hälfte weniger.

Wenn man annimmt, dass der Median-Schweizer 44 Jahre lang werkelt, hat er in seinem gesamten Arbeitsleben 3,5 Millionen Franken verdient. Brutto.

Normalerweise kann man davon ausgehen, dass der Schweizer dafür etwas getan hat, also eine Wertschöpfung bewerkstelligte. Sonst wäre er ja sein Gehalt nicht wert gewesen.

Dabei kann es ihm egal sein, ob seine Firma Gewinn oder Verlust macht. Das ist ja das Risiko des Unternehmers, des Firmenbesitzers. Oder der Firmenbesitzer, wenn es eine AG ist.

Aber bei starken Verlusten muss der Arbeitnehmer natürlich befürchten, dass er auf die Strasse gestellt wird. Also im Sozialstaat Schweiz aufs RAV geht und Arbeitslosengeld bekommt, bis er eine neue Stelle gefunden hat.

Nun zitieren wir doch ein paar Schlagzeilen über das Einkommen des scheidenden CEOs der Credit Suisse: „Millionengehalt trotz Milliardenverlust“ (Blick“ vom 24.3.2017). „Credit Suisse: Tidjane Thiam bekommt mehr Gehalt“ (Handelsblatt“, 22.3.2019).

Erster Satz des Artikels: „Die Credit Suisse musste einen Aktieneinbruch verkraften.“ Und eine letzte Meldung von der Aargauer Zeitung vom April 2019: „CEO-Gehalt erregt Unmut: CS-Aktionäre lehnen Vergütung ab.“

Von welchem Einkommen sprechen wir da? Nun, es ging um 12,7 Millionen Franken, die Thiam im Jahr 2018 kassierte. 2017 waren es 9,7 Millionen, 2016 10,2 Millionen. Ohne Fringe-Benefits.

Also üppiges Spesenkonto, Firmenjet, was ein Bankenlenker halt so braucht. War das alles?

Aber nein, im Jahr 2015 trat Thiam seinen Dienst bei der CS an. Noch vor dem ersten „Bonjour, hello“ kassierte er schon mal 14,3 Millionen, der Golden Handshake im Bankerslang.

Reibbach im Kleingedruckten (CS, Geschäftsbericht 2015)

Ach, das war ja nur das Begrüssungsgeschenk. Hinzu kamen 2015 nochmal 4,6 Millionen für das erste halbe Jahr.

Insgesamt hat Thiam also für sein nicht mal fünfjähriges Wirken über 60 Millionen Franken verdient. Logisch, dass man diese Zahl mit einem Abschiedsgeschenk auf gegen 100 Millionen aufrundet.

Das sind, Moment, das ist ein Einkommen, für das 28,6 Median-Schweizer ihr ganzes Leben lang krüppeln.

Nun, das hört sich natürlich schwer nach Sozialneid an, denn diese Verantwortung, dieses Risiko, diese unternehmerische Belastung von Herrn Thiam.

Öhm, nein, Herr Thiam war oder ist, genau wie alle anderen Mitglieder der Geschäftsleitung, genau wie alle Verwaltungsräte der CS, genau wie alle sogenannten „Key Risk Takers“, wie alle Managing Directors, die sich die Bonustöpfe teilen – ein einfacher Angestellter.

Mit Arbeitsvertrag, Ferienanspruch und ordentlicher Kündigungsfrist. Sein persönliches Risiko lag bei … haargenau null.

Also gut, aber er war doch sicher dieses Geld wert, sonst hätte man es ihm doch nicht bezahlt. Wenn der Median-Schweizer seinem Arbeitgeber nicht mindestens sein Gehalt erwirtschaftet, dann wird es doch recht schnell recht eng.

Also hat Thiam für die 100 Millionen mindestens einen gleich hohen Gegenwert geschaffen, nicht? Der hätte sich dann in einem Nettogewinn seiner fünfjährigen Amtszeit und sicher auch in einem steigenden Aktienkurs niedergeschlagen.

Öhm, nein, schon nach einem Jahr Thiam am Gerät machte der „Blick“ die dramatische Talfahrt der Aktie auf unter zehn Franken mit einem Vergleich augenfällig: Sie kostete weniger als zwei Schweinskoteletts bei der Migros.

Oder in absoluten Zahlen: 2015 betrug der Börsenwert der Bank 42,5 Milliarden Franken. Aktuell liegt er bei nur noch bei 28,7 Milliarden.

Oder als Aktienkurs ausgedrückt: Von etwas über 22 Franken fiel der Wert einer Aktie auf etwas über 11 Franken.

Die Aktionäre konnten sich also die Hälfte ihres Einsatzes ans Bein streichen, während Thiam alle drei Monate das Lebensgehalt eines durchschnittlichen Angestellten kassierte.

Nun wird da gerne von Bankern angeführt, dass man das im Marktumfeld sehen müsse, im Gesamtzusammenhang, und eine Bank, die noch schlechter abschnitt, findet sich immer. Denken wir nur an die Deutsche Bank.

Aber auch Banken, vor allem in den USA, die beim genau gleichen internationalen Finanzumfeld, in dem sich die CS bewegt, ihre Aktienkurse mehr als verdoppelten.

So kassierte der CEO von JPMorgan letztes Jahr stolze 30 Millionen Franken. Also noch mehr als Thiam.

Aber dafür schoss auch der Aktienkurs im vergangenen Jahr von etwas über 100 auf aktuell 137 Dollar.

In den letzten fünf Jahren konnten sich die Aktionäre von JPMorgan über eine Kurssteigerung von über 150 Prozent freuen. Der Reingewinn schoss regelmässig jedes Jahr um bis über 30 Prozent nach oben.

Damit sich CS-Aktionäre nicht von der Brücke stürzen, verzichten wir auf die Bekanntgabe des Nettoverlusts der CS im gleichen Zeitraum.

Und dabei haben wir noch gar nicht die diversen Baustellen und potenziellen Tretminen erwähnt, Stichwort Milliardenkredit an Mosambik, Stichwort Rechtshändel an vielen Orten, und es geht dabei nie um Peanuts.

Selbst in den wilden Zeiten des Gier-Bankings konnte man, auch bei der CS, die einfache Rechnung aufmachen, dass die Höhe des Jahresverlusts ungefähr der Höhe des ausgeschütteten Bonus entspricht.

Thiam hat da allerdings neue Massstäbe gesetzt. Einkommen in dreistelliger Millionenhöhe, Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe. Bravo.

Deswegen muss er nun auch gehen, richtig? Öhm, nein, eigentlich nicht. Der Verwaltungsrat der Bank, der gnädig seine Kündigung entgegennahm, überschüttete ihn zum Abschied mit Lob.

Er habe herausragende Arbeit geleistet, es sei „sein Verdienst, dass die Credit Suisse heute wieder als grundsolide Bank dasteht“.

Auch Thiam verteilt für seine Ex-Mitarbeiter reichlich Blumen, sie könnten „weiterhin auf meine vollste Unterstützung zählen“. Nur diese blöde Beschattungsgeschichte, von der er wirklich nichts wusste, hätte „nie passieren dürfen“.

So, wie sich hier Verwaltungsrat und CEO in den Armen liegen und sich gegenseitig die Tränen abwischen, muss man sich wirklich fragen: Ja wenn Thiam ein so toller Hecht ist, wieso wird er dann gefeuert, Pardon, warum tritt er dann zurück?

Ihm kann’s ja dann egal sein, aber was meint denn der eigentliche Besitzer der Bank, der Aktionär, zu diesen Verlautbarungen? Erfüllen die ihn mit ihrer eklatanten Realitätsferne mit Vertrauen, dass es nun aber wirklich aufwärts geht?

Sagen wir mal so: Immerhin spart die CS ab nächstes Jahr etwas mehr als 11 Millionen ein, die sie vorher aus dem Fenster geworfen hat. Aber das ist ja nun wirklich nur ein kleiner Tropfen auf einen grossen Stein. Einen glutroten Stein.

Kommentare

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  1. Ja das Problem ist seit Jahren der VR Präsident Rohner. Solange er an der Spitze der CS ist, wird sich dort nichts änder!!

    Hallo Pensionskassen etc. ihr habt es in den Händen das ganze Debakel endlich zu beenden!

    Von mir hat Herr Rohner schon seit Jahren keine Stimme mehr erhalten.

  2. Die Prioritäten sind in folgender Reihenfolge:

    1) Ein Mensch ist gestorben
    2) Bilanzpositionen der CS mit Haftung Schweizer Bevölkerung
    3) Sämtliche Transaktionen seit Amtsantritt
    4) Börsenwert
    5) Entschädigungen

    Namen sind nicht wichtig!

  3. oberflächen geschreibsel in reinkultur….

    wer rennt die show, wer bestückt die wallstreet lendingkader mit diesem
    seelenlosen abfall ceo’s, herr zeyer.
    ein wenig mehr tiefenanalyse wäre mehr…..in dieser ‚konstruktiv‘ vor sich hin lallenden ‚blackrock‘ dummhalte show.

    das geld stinkt ist ja nicht erst seit gestern bekannt lieber herr autor*!*

  4. 100 Mio. müssen es schon sein für Thiam. Ist immerhin für 5 Jahre, come on.
    (Dougan hat 89 Mio. in einem Jahr verdient)

    Mitarbeiter, verlasst diese verkommene Bank. Denkt daran, wenn ihr heute das Bonus Couvert erhält.
    Macht keinen Finger mehr krumm für diese Bank.

  5. Was sagt SR Thomas Minder zum Fall TT? Und bald VRP UR Abgang m/o Entschädigung? Viele Zocker unterwegs und Minder „sehr ruhig“ …

  6. Gratuliere endlich spricht wieder jemand was noch Recht und Andtand ist aus.
    Sie sprechen mir aus dem Herzen.
    Schön wenn man damit real die Verantwortlichen zur Handels-umkehr bewegen könnte, dem Volk zurück zu geben was ihm real auch gehört..

  7. wie macht man ein kleines Vermoegen? Man investiert ein grosses Vermoegen in UBS, CS, DB, .. und laesst ein paar Schweizer Banker und ein paar internationale Hot Shots einfach mal machen.

  8. Ich würd’s mal so sagen:
    Die Clowns TT und Rohner vernichteten gemeinsam in der Zeit von TT CHF 13.8 Mrd.

    Alles weitere ist Nebensache!

  9. Was die CS nur schon an Kosten für die Leibwächter, Gepanzerte Limusine (24 Std zur Verfügung, Helikopter Flüge, Bewachung seines Hause (24 Std / 365 Tage) usw spart …. gewaltig !!!

  10. Sauber und, wie gewohnt, wortgewandt auf den Punkt gebracht. – Was mich jedoch stark stört: Alle hier bellen und heulen mit, und nach der Heulerei geht es im gewohnten Stil weiter, der nächste Feudalherr kassiert mehr, auch wenn man sich für eine CS-Aktie nur noch einen Kaffee wird kaufen können. Es wird sich also nichts ändern.
    Da empfehle ich den Artikel von Dr. Marc Meyer, ganz am Schluss: Zweckentfremdung des Stimmrechts. Das ist ein steiniges, durch die Finanzindustrie vermintes Gebiet. SR Minder hat sich dereinst mit Rückendeckung des Volkes auf dieses Gebiet gewagt. Nun, er und das Volk sind gescheitert, weil die Banken die Minen schon vorher gelegt hatten. Die Grenzen der Demokratie. Weiter heulen oder etwas machen?

    • Klaus Marte: Ich steuere auf diesem Gebiet im Rahmen meiner Möglichkeiten gegen die Banken-Oligarchie so gut es geht. Für meine Umgebung empfinde ich meine Einflussmöglichkeiten als nicht unbedeutend (die Banken sind ja VV-scharf auf grössere Summen), es ist mir aber bewusst, dass ich im Unversum der Finanz-Oligarchie gegen Windmühlen kämpfe wie Don Quijotte. Da kriegt selbst meine Rocinante einen Lachanfall.
      Benny Fuchs hat zum Artikel von Dr. Marc Meyer folgenden Kommentar zu diesem Problemkreis abgegeben:
      „Ich selbst bin zu alt für neue Forschungen. Aber ein junger motivierter Nationalökonom könnte doch im Rahmen seiner Dissertation oder Habilitation die Thematik des Aktienrechts erforschen. Die heutige Aktionärstheorie ist überholt, das zeigt die Praxis.“
      Dem kann ich mich anschliessen. Nur: Arnold Winkelried liegt heute gar nicht im Trend. Prof. Chesney kriegt das tagtäglich zu spüren.

    • @Rückbauer

      Ja, im Privaten lässt sich ein wenig machen.

      Ich würde gerne mit anderen für etwas Sinnvolles kooperieren , aber auch das ist alles andere als einfach.

      Ich selbst schliesse mich da als durchaus „schwierig“ mit ein.

      Falls Sie ein gutes Projekt hätten, könnte ich versuchen, Ihnen mein Adressbuch zur Verfügung stellen.

      klaus.marte@short.ch/076-383 1789

  11. ,Die Aktie auch einer CS kann ja mal 1-2 Jahre fallen zusammen mit dem globalen Trend. Wir überschauen aber jetzt eine Thiam-Periode von mehr als 4 1/2 Jahren. Der heutige Wert der CS ist eklatant tiefer als Mitte 2015. Es dürfte um etliche Milliarden Wertverlust gehen. Die Tätigkeit von Herrn Thiam, mit gegen 100 Millionen vergütet, hat die Investorengemeinde nicht überzeugt. Und das ausgerechnet zu einer Zeit wo jeder nach rentablen Investitionen lechzt. Das Ganze ist einmal mehr obszön, unanständig, ohne jedes Mass. Der einzige, der den Reibach gemacht hat, ist der der jetzt gehen muss.

  12. Ja ja brutal für den Durchschnitt eines Lohnes in der Schweiz wieso bewilligt der Verwaltungsrat solche SaläRe?
    Wieso sagt ein Cio nicht die Wahrheit?

    • W. Wirth: Die erste Frage lässt sich beantworten. Der VR solcher Grossfirmen besteht u.a. aus US-Mitgliedern. Für die gibt es keine Salärgrenze gegen oben. Die Abzockerseuche kommt ja von dort. Dann gibt es in solchen VR noch CEOs anderer Grossfirmen, die ebensolche Saläre abkassieren. Die werden sich hüten, eine Politik der Lohnmässigung zu lancieren. Motto: Endlich ganz oben, jetzt aber zugreifen !

  13. Herr Zeyer, einfach nur oberste Sahne, Ihr Artikel.
    Sie haben die Werte-und leistungspyramide wieder auf den Kopf gestellt.
    Danke!

    • ..Herr Zeyer, auf die Füsse gestellt, haben Sie die Pyramide natürlich!
      Bitte für das Versehen um Entschuldigung.

      Nemesis

  14. Einverstanden mit dem Artikel.

    Die Definition „Medianlohn“ ist verfänglich. Am linken Seeufer sehe ich – in der kantonalen Statistik nachgeschaut – keine einzige Gemeinde, die den genannten Wert von CHF 6’500 erreicht (allenfalls einige, wenn man Bruttolöhne schätzen würde), sondern dort liegt der Median aufgrund der angegebenen Werte für einzelne Gemeinden bei geschätzten CHF 5’000 im Schnitt. Z.B. Zumikon und Meilen schlagen demgegenüber oben hinaus, und weisen fast doppelt so hohe Einkommensdurchschnitte aus. Dort wohnen ja aber sicher nicht gleichviele erwerbstätige Personen, wie in sämtlichen anderen Gemeinden zusammen, die im Median weit unter CHF 6’500 liegen? –

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, errechnet der Bund den Medianlohn aufgrund von Umfragen (brutto oder netto?), der Kanton aufgrund konkreter Steuerausweise. Die Kantonszahlen sind – meines Wissens – deshalb genauer und ergeben andere Einkommenswerte (= „steuerbares Einkommen“). (Ich habe jetzt dazu nicht alle Zahlen aller Gemeinden des Kantons Zürich einzeln herausgeschrieben und mit Einwohnerzahlen / Erwerbstätigenzahlen usw. verglichen.)

    Kann das jemand konkretisieren?

    • @bürofrölein, wie wäre es wenn sie einfach nachforschen ob die von ihnen aufgestellte theorie der berechnung des median so stimmt..

  15. Herr Thyam darf ja noch eine Abschiedsrede halten. Für sein Image habe ich einen Gratistipp: „Nehmen Sie das Geld nicht an“ !

    • and were is the news in diesem zustands beschreibsel….

      läuft doch schon ewig und ein paar tage so, hier jetzt wegen einem der eher einem affen gleicht gross zublöcken grenzt ja schon an ‚fremdenfeindliches‘ gehabe))))seit wann stinkt geld denn nicht mehr, herr zeyer.
      befassen sie sich doch eher mit den hintergründen des big games als hier in blickmanier und oberflächen liturgie beim versierten pöbel zu punkten *!*

  16. hoffe der abgang von tt ist nur der anfang für eine neue Kultur, es ist zeit die bank aufzuräumen.. und zwar tiefgreifend. raus mit diesen profiteuren die zum ziel haben die bank bis zuletzt auszunutzen. kann mir vorstellen, dass tt rumtobt.

  17. Eine Frechheit und ein Hohn!
    Es ist und bleibt unverständlich, warum diese sog. Manager Profit am Kapital einer Firma in Permanenz begehen können.
    Und ja: Rohner bleibt am Sessel kleben. Als Mitverantwortlicher.

    Ganz normal wäre doch:
    Bei Gewinn und steigenden Aktienkursen: Bonus
    Bei Verlust und sinkenden Aktienkursen: Malus.
    Es ist einfach unfassbar, zumal man sich vorstellen muss, dass sich in den unteren Managementlevels Leute befinden, die solch einen Job viel besser und billiger machen würden!

    • corrigenda:
      Eine Frechheit und ein Hohn!
      Es ist und bleibt unverständlich, warum diese Manager das Kapital einer Firma durch ihre „Leistungen“ vernichten können…
      Und der VRP weiterhin am Sessel kleben darf. Als Mitverantwortlicher.

      Ganz normal wäre doch:
      Bei Gewinn und steigenden Aktienkursen: Bonus
      Bei Verlust und sinkenden Aktienkursen: Malus.
      Es ist einfach unfassbar, zumal man sich vorstellen muss, dass sich in den unteren Managementlevels Leute befinden, die solch einen Job viel besser und billiger machen würden!

  18. Wenigstens sind die Steuerverwaltung im Ausland und sogar in den USA, trotz Steuerreduktionen der Trump-Administration, hinter solchen riesigen goldenen „Handshakes“ her und besteuern sie. In der Schweiz habe ich da so meine Zweifel!

  19. Tidjane Thiam hat
    – das System Dougan gestoppt,
    – sich damit den Hass der Douganistas geholt,
    – steigende Verluste gestoppt,
    – die CS wieder auf die Beine gestellt,
    – CS wieder in die Gewinne geführt.

    Für die Kursentwicklung der Aktie im ersten Halbjahr bei der CS kann Tidjane Thiam unmöglich verantwortlich gemacht werden. Vergleicht man die Kursentwicklung ab Anfang 2016 mit jener der UBS, so sieht man, dass sich der CS-Kurs viel besser entwickelte. Zudem: über der CS hängt nicht das Damoklesschwert des Prozesses in Frankreich wie bei der UBS.

    • Ach hör doch auf mit deinem blöden Geschwafel von Aktienkursentwicklung! Es geht hier um sozialen Sprengstoff! Das Auseinanderkläffen der Schweiz durch diese Abzockerbanden auf den Teppichetagen, das ist das Problem, nicht der Aktienkurs.

    • tt hat:
      seine engsten mitarbeitenden überwachen und beschatten lassen (sie glauben doch nicht das er nichts davon wusste.. und wenn dann müsste man ihm vorwerfen er hat den laden -immerhin war er ceo- nicht im griff
      den aktienwert um die hälfte reduziert (nicht wie Konkurrenten verdoppelt, gerade in amiland!)
      es hilft nichts, gut das er geht… das system tt hat sich auch nicht bewährt.

    • Vielleicht sollten Sie sich Gedanken darüber machen jetzt aus dem A… zu kriechen, in dem Sie stecken. It’s about time!

    • …sie sind dann der glattgeschliffene pressesprecher des Herrn scheidenden Abzockconsultant ähh Elitesöhnchens

  20. Wenn die Bank nun tatsächlich in einer guten Verfassung für die Zukunft wäre….
    Leider wurde sie unter Thiam kaputt gespart. Und mit dem neuen CEO werden zu Beginn wohl gleich noch einmal riesige Restrukturierungskosten anfallen. Als Aussenstehender hat man den Eindruck, die wissen schon lange nicht mehr, was sie tun.

  21. Das ganze Unternehmen CS mit VR, Top-Management und vielen verblödeten, weltfremden Aktionären ist einfach nur noch zum Kotzen und für die Schweiz eine volkswirtschaftliche Zeitbombe! ohne jegliche Netto-Wertschöpfung.

  22. Das langjährie Debakel, noch zu zahlen 30 Mio geht langsam dem Ende zu. Dumm nur dass der Verursacher des Debakel, Teflonurs, immer noch im Sattel sitzt. Auch nur dumm dass ein Vasalle von Thiam, Gottstein nachrückt!

  23. Hervorragend zusammengefasst!

    Nachdem unsere lieben Mitbürger entschieden haben, nun auch Homosexuelle per Gesetz vor Hass zu schützen (wieso eigentlich nur diese und nicht auch Transen, Queer, Dicke, Linkshänder, Kleine, Rothaarige, Magersüchtige, Schielende, SP- oder SVP-Wähler, Nichtschwimmer oder Flugangstleidende???), sollte man vielleicht eine 1:12-Abstimmung nochmal in Erwägung ziehen – ich zweifle als keineswegs Linker daran, dass auch nur eine Firma einen Topshot wie Thiam nicht anwerben könnte. Und wenn, würde das dem Aktienkurs wohl eher gut tun…!

  24. Lieber Herr René Zeyer,

    fulminant geschrieben! Danke.

    Wenn man der Sozialhilfekonferenz (Skos) nahe stehenden Experten fragt wie vermehrt Lebensrealitäten im 2020 in der Schweiz aussehen, könnten Ihre Worte:

    „Aber das ist ja nun wirklich nur ein kleiner Tropfen auf einen grossen Stein. Einen glutroten Stein“….nicht besser gewählt worden sein…Bravo!

    Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren, wie alle SVP-geführten Gemeinden eine konzertierte Überprüfungsaktion aller Sozialhilfebezüger durchführen, um die durch die Steuersenkungen entstanden Löcher zu kompensieren. Können 500’000 Sozialhilfebezügern im Schnitt 50 CHF.- pro Monat entnommen werden, hat man nahezu 300 Mio. pro Jahr, um Ultrareichen und Konzernen Steuerermässigungen zu gewähren. Der Multipikatoreffekt machts. So funktioniert das Spiel.

    Weiterso Herr Zeyer…Herzlich

    • Sonst sind es halt die Ausländer oder jemand anderes.
      Wichtig ist: nach vorne bücken und sich dabei entspannen. Dann passt das schon…

      Trickle Down Economics funktioniert. Bald tropft der Reichtum auf den Pöbel! Nur Geduld, irgendwann ist die Waage so im ungleichen, dann kippt sie bestimmt.

  25. 100 Millionen total – das hat Vorgänger Brady Dougan in seinen besten Tagen beinahe in einem Kalenderjahr kassiert.

    • I sold my CS Shares when Brady Dougan received a USD 90m bonus at a time when the share was worth much more than now. Remaining shareholders should vote with their feet.

  26. Aber das war doch klar oder wundert sich hier jemand ernsthaft?

    Die CS ist die am schlechtesten geführte Bank in der Schweiz und die kleinen Mitarbeiter halten brav die Füsse still, damit sie ihre ordentlich bezahlten, meist überbezahlten, Jobs behalten dürfen.

    Wenn mich die Bank als ihre WErbeagentur jetzt rauswirft, kriege ich dann auch 1 Mio Entschädigung, weil ich rausgeworfen wurde?

    • natürlich wird ip am paradeplatz regelmässig gelesen, ich weiss aus einem (topshot, sie weiss sofort um was es geht, wenn sie dies liest) büro bei der cs das diese sogar versuchen einfluss auf kommentare zu nehmen.

    • Dieser Gefälligkeitsartikel von Patrick Müller, CH-Media, nur noch peinlich.

      Dieser Herr Chefredaktor würde viel eher die Frage aufwerfen, weshalb die CH-Banken in einem immensem Ausmass den Anschluss an die US-Banken verloren haben. Kaum zu fassen, weshalb dieses Faktum in keinem CH-Presseteil schonungslos thematisiert wird. Selbszensur vom Feinsten!

      2010 war der Bankenplatz Zürich auf Platz 5 und heute nach hinten gereicht auf etwa Platz 20.

  27. Einfach traurig – er kreiert einen massiven Reputationsschaden der CS und wird dafür mit 30 Mio belohnt. Die Aktie dümpelt vor sich hin. Jeder Schweizer ist ein Verlierer, denn in jeder PK ist dieser schwache Titel mit Verlust. Und wie viele Ü50 hätten ganz regular bis zur Pensionierung arbeiten können für diesen Betrag. Sehr viele. Und TT ist so greedy, er wird noch mehr verlangen. Jetzt kann man nur hoffen, dass er der Schweiz den Rücken dreht und in einem andern Land seine Spuren hinterlässt. Bye Bye Mr TT

  28. Scheinbar ist die Zeit der goldenen Fallschirme nicht vorbei. Eine absolute Sauerei. Zuerst Antritts-Gage, dann Austritts-Gage. Wofür weiss niemand.

  29. Das gibt viele Brunnen für Afrika, Monsieur T.? Mais non, lieber noch eine schöne Villa an einem schönen Strand. Stattdessen fliessen Steuern der Dummschweizerlis weiterhin auf den schwarzen Kontinent. Oder direkt ins System des Asylparadieses.

  30. Öhhm, herrlich geschrieben. Ich würde sagen dass nennt man Bedienung bei der Firma und ist die Totalverarschung aller Mitarbeiter. Im gekündigten Verhältnis gibt es keine Kohle mehr ausser die 6 Monate Fixlohn. Und selbst den hätte man als Mann mit Eiern einfach abgelehnt und waere gegangen. Peinlich lieber TT.

    • Ja genau, Sie Heiliger hätten das Geld abgelehnt. Sie sind ja ein richtiger Mann, mit echten Eiern wohlverstanden. Gott möge Ihre selige schützen. Amen.

  31. 30 Millionen…. „Abgangsenschädigung“…. für Versager CEO… 45+ arbeitslose Schweizer… Outsourcing von Schweizer Arbeitsplätzen… Insourcing von Billigarbeitern (u.a. aus Polen und Indien)… über 1’000 Einkommensmillinäre bei der CS… unfähiger VR und unfähige GL…

    Mir wird übel… Das Wort zum Sonntag…

    • Wenn Sie wollen, dass sich an der Lage nichts ändert, Ihnen auch weiterhin immer wieder übel wird, geben Sie wie 70% der Schweizer auch weiterhin Ihre Stimme vertrauensvoll den Linksparteien von FDP über die CVP bis zu SP.
      Fragen? Fragen!

    • @ Nemesis

      Diesen Parteien habe ich noch nie meine Stimme gegeben. Aber der SVP auch nicht, die vertritt den Geldadel…

  32. Öhm der hatte seine 5 Minuten „Ruhm“ auf diesem Hobbyblog zum Thema CS doch schon – darf nun jeder zweimal? Oder ist das wieder Überkompensation à la Hässig, weil er nach wochen-/jahrelangem prophezeihen des Abgangs genau am Tag X verschlafen und als Letzter berichtet hat?

    Die ausgepresste Story nochmals bis aufs allerletzte Tröpfchen ausschlachten, darum gibts den Meyer auch noch mit dazu. Lukas ist halt selbst dem Sommerloch voraus.

    • Soso, „es reicht langsam“, meinen Sie.

      Ihr Kommentar zeigt, dass Ihnen die reinigende Wirkung, die von Publikationen wie IP ausgeht, gegen den Strich geht.

      Man macht sich dann so seine Gedanken.

      Ist der Enervierte auch ein Ertappter von IP?

      Ist der Sarkastische ganz einfach nur neidisch auf den Erfolg von LH?

      Ist der Verärgerte ein Sympathisant des ehemaligen Raiffeisen-Chefs oder gar TT’s?

      Hat der Kommentator des Artikels nicht ganz verstanden, dass erst mit Abgang und Entschädigungsthema, das Thema weitestgehend abgeschlossen werden kann?

      Viele Möglichkeiten.

      Ich tippe auf einen neidischen Kollegen, möglicherweise aus einer grossen Redaktion, der es partout nicht verwinden kann, dass LH mit beschränkten Mitteln ein Maximum an positiver Wirkung entfaltet.

  33. 2013:
    Die öffentliche Empörung über seine Entschädigung hat Daniel Vasella zur Kehrtwende bewogen: Der abtretende Verwaltungsratspräsident von Novartis nimmt die 72 Millionen Franken-Zahlung nicht an.

    2020:
    Thiam ging es nie um das Wohl der CS, eine Schlagzeile wie 2013 wird es demnach nicht mehr geben!

    • Erinnern wir uns doch auch wieder einmal an Percy Barnevik, CEO und späterer Präsident von ABB. Dem „Vater aller Abzocker“.

      Nach Meinungsverschiedenheiten über die weitere Entwicklung von ABB schied Barnevik 2002 aus dem Unternehmen aus und erhielt in diesem Zusammenhang eine steuerbegünstigte Zahlung in sein Pensionsguthaben von 148 Mio. Franken, was in der Öffentlichkeit stark kritisiert wurde. Nur Dank dieser öffentlichen Kampagne zahlte er schließlich 89 Mio. Franken zurück.

      Jetzt warten wir alle auf eine ähnliche Kampagne im Fall Tidjane Thiam. Leider wird sein nicht ruhmreicher Abgang vom CS-Verwaltungsrat als „Good Leaver“ bezeichnet.

      Ehrenvoll sieht doch definitiv anders aus………

      https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/percy-barnevik-der-vater-aller-abzocker-126109575

    • @Rory „easy going“ Steppenwolf

      Und im Nachgang dazu wurde das BVG-Gesetz angepasst.

      Seitdem kann man nur noch max 25% von maximal 850’000 CHF Jahresabkommen als Einzahlung in die Pensionskasse von der Steuer abziehen.

      Da gleichzeitig darauf AHV-Beiträge bezahlt werden müssen, ist es ein Nullsummenspiel zwischen Steuer und AHV.

      Je nach politischer Ausrichtung kann dann anders argumentiert werden.

    • @ Rory: Otto Normalverbraucher kennt TT gar nicht und die linken Systemmedien haben nur noch Klimaaktivismus und sonstiges Sektierertum im Kopf. Einen Aufschrei wie damals mit ABB wird es so wohl nicht geben…

  34. Den Herren Thiam, Rohner, Cerutti und Boccali wollte ich gern die Meinung ins Gesicht sagen. Eine Person ist gestorben, die erste unlogische Konsequenz ist eine (Chf 30 mio.) Vergütung zu Gunsten Herrn Thiam.
    Ich hoffe, diese Personen nicht mehr öffentlich zu sehen. Ave Caesare, morituri te salutant !

    • Es gibt keinen Grund, Herrn Thiam zu verteidigen, aber man sollte schon bei den Fakten bleiben.

      Herr Zeyer hantiert mit Zahlen, die so nicht stimmen. Was er als „golden handshake“ bezeichnet ist kein Willkommensgeschenk, sondern eine Entschädigung für den aufgeschobenen Bonus den Thiam von Prudential nicht mehr erhält, da er zur Credit Suisse gewechselt hat. Dies wird übrigends in Form von Aktien ausbezahlt.

      Mehr als die Hälfte der Bonuszahlungen, die er erhalten hat, werden in gesperrten Aktien ausgegeben, nicht in Cash.

      Und die 30 Millionen sind auch kein Abschiedsgeschenk, sondern die aufgeschobenen Boni der letzten Jahre.

    • Die Missmut hier zu Posaunen ist das eine. Versuchen Sie es auf eine zivilisierte Art und Weise, bei einer plötzlicher Begegnung unterwegs in der Stadt sind. Da getraut sich wohl keiner mehr etwas zu sagen… und dan fühlen sich diese Personen in ihrem Tun bestätigt.

    • @Lorenz Wyss: so, so, ich hantiere mit Zahlen, die „so“ nicht stimmten. Vielleicht erst das Hirn einschalten, dann halsen. Der golden handshake sei kein Geschenk gewesen, sondern eine „Entschädigung“?
      Aha.
      Mit diesem aufgeschobenen Bonus wollte Prudential Thiam an sich binden. Wenn der sich dennoch entscheidet, zur CS zu wechseln, wieso soll ihn die CS dafür entschädigen?
      Ach, weil er sonst nicht wegginge? Aber das ist doch seine Entscheidung, die CS hat ihn ja nicht dazu gezwungen.
      Genau das ist doch diese verquere Gierbankerlogik. Mein Bonus verfällt, wenn ich abhaue? Na, das soll mir dann aber der nächste Arbeitgeber ersetzen.
      Einfache Frage: warum eigentlich?

    • Lieber Herr Zeyer

      Warum diese Zahlungen, fragen Sie?

      Man kann mit „Honeytraps“ umschreiben.

      Es geht eben genau darum, die Aufmerksamkeit auf diese Zahlungen zu lenken und nicht auf die Aktivitäten, die im Hintergrund laufen.

      Nur so ergeben diese Zahlungen einen Sinn.

      Zumindest ist mir kein anderer eingefallen.