Plötzlich sorgen sich die Schwiegereltern um die Liebsten in der Schweiz

Junger Schweizer in China schildert zähe Rückkehr zum Alltag: weniger Neuansteckungen, dafür Heim-Quarantäne.

Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, doch ihre Analyse für ihr jeweiliges Land ist praktisch deckungsgleich:

Der chinesische Präsident Xi Jinping spricht am 23. Februar während einer Videokonferenz mit ranghohen Beamten von der „grössten Gesundheitskrise seit der Gründung der Volksrepublik“ (South China Morning Post).

Der Schweizer Epidemienforscher Christian Althaus kommt drei Tage später zu Wort und beschreibt das Coronavirus als „grösste gesundheitliche Notlage in der jüngeren Geschichte der Schweiz“ (Neue Zürcher Zeitung).

Vor zwei Wochen wurden meine Frau Xiameng und ich von zahlreichen Freunden, Bekannten und Verwandten kontaktiert, nachdem sie den Augenzeugen-Bericht vom 15. Februar gelesen hatten.

Doch vor zwei Wochen war die Sachlage noch anders: Meine Familie in der Schweiz sorgte sich um die Situation in China und erkundigte sich tagtäglich via WeChat über unser Wohlbefinden.

Dann aber hat sich das Augenmerk von China langsam Richtung Westen verschoben: zuerst auf die Diamond Princess vor Yokohama, dann auf die südkoreanische Halbinsel, von dort auf die ersten Fälle im Nahen Osten, weiter auf den Ausbruch in Norditalien und schliesslich auf den ersten Schweizer Fall im Süd-Kanton der Eidgenossenschaft.

Zeitgleich haben auch wir hier in China unseren Fokus verschoben. Zwar verfolgen wir immer noch täglich das Geschehen im Inland, doch vermehrt beobachten wir – neugierig und beunruhigt zugleich –, was sich jenseits der chinesischen Grenzen abspielt.

Nun sind Xiameng und ihre Eltern diejenigen, die sich um das Wohl meiner Eltern und Schwester in der Schweiz Sorgen machen. Plötzlich sind es Letztere, welche mich täglich fragen, wie die Situation vor Ort sei und welche Vorkehrungen die Schweizer Regierung getroffen habe.

Wie ein Live-Ticker halte ich sie auf dem Laufenden, und wenn es mir zu viel wird, verweise ich sie auf die Webseite Swissinfo.ch, die auch regelmässig Artikel auf Chinesisch publiziert. 

Ebenfalls vor mehr als zwei Wochen hatten wir uns noch um unseren Vorrat an Atemschutzmasken gesorgt. In der Folge wurde uns – bevor die Schweizer Post ihren Dienst nach China eingestellt hatte – von mehreren grosszügigen Personen angeboten, die heissbegehrten Hygieneartikel nach China zu schicken.

In der Zwischenzeit sind die zuvor ausverkauften Masken vielerorts wieder im Regal zu finden. Natürlich haben wir gleich 20 Exemplare mit jeweils vier auswechselbaren Filtern für 20 RMB (etwa 2.78 Franken) pro Stück erworben.

Anders scheint es nun in der Schweiz auszusehen. Laut Nachforschungen meiner Mutter sind Mundschutzmasken in allen Apotheken der Umgebung ausverkauft. Von Freunden, die in Spitälern und Altersheimen arbeiten, habe ich vernommen, dass die Masken rationiert würden und man sich nicht mehr einfach bedienen könne.

Hätte ich Xiameng nicht davon abgehalten, wäre heute schon ein Paket Atemschutzmasken Richtung Zürcher Oberland unterwegs.

Was die aktuelle Lage hier in China betrifft, so hat sich in den letzten zwei Wochen einiges getan, und die strengen Vorkehrungen haben ihre Wirkung gezeigt.

Die Zahl der Infizierten in Pingdingshan ist seit 12 Tagen nicht mehr angestiegen. Von den insgesamt 58 bestätigten Covid-19-Fällen befinden sich nur noch 13 unter ärztlicher Beaufsichtigung.

44 durften nach ihrer Genesung und einer anschliessenden Quarantäne von 14 Tagen das Spital wieder verlassen. Leider ist jedoch eine 69-jährige Person an den Folgen des Virus verstorben. 

Die Lage in der 5-Millionen-Stadt widerspiegelt die Situation in der gesamten Volksrepublik ziemlich gut. Mit Ausnahme der Provinz Hubei und dem Epizentrum Wuhan sind in den meisten chinesischen Provinzen seit Montag dieser Woche keine neuen Fälle mehr bestätigt worden.

Aber auch in Hubei und deren Provinzhauptstadt Wuhan zeichnet sich eine Tendenz sinkender Neuansteckungen ab.

Diese positive Entwicklung ist wohl mithin ein Grund, weswegen Xiameng am Wochenende von ihrem Vorgesetzten aufgefordert wurde, nach Chongqing zurückzukehren.

Zwar wurde der offizielle Beginn des Frühlingssemesters an der Southwest University noch nicht kommuniziert, jedoch möchte der Arbeitgeber sicherstellen, dass, wenn es dann wirklich wieder losgeht, alle Angestellten auch tatsächlich vom verlängerten Chinesisch-Neujahrs-Urlaub zurückgekehrt sind.

Mein neuer Arbeitgeber hat mir mitgeteilt, dass aufgrund der anhaltenden Beschränkungen für Reisende aus China das ursprünglich vereinbarte zweiwöchige Training in Hong Kong auf später verschoben werden müsse.

Stattdessen soll ich meine Stelle im Rep Office in Chongqing antreten, sobald meine Arbeitserlaubnis genehmigt worden sei.

Nachdem wir also während 35 Tagen unseren Stadtteil in Pingdingshan nicht mehr verlassen konnten und uns während 20 Tagen einzig zum Lebensmittel-Einkaufen vor das Eingangstor unserer Siedlung gewagt hatten, machten wir uns gestern auf den Nachhauseweg nach Chongqing.

Da uns zudem Xiamengs pensionierte Eltern begleiteten, fühlte sich die Reise Richtung Südwesten wie ein Familienausflug in die zurückgewonnene Freiheit an.

Um die Menschenmassen an den Flughäfen und Schnellzug-Bahnhöfen zu vermeiden, haben wir eine 15-stündige Autofahrt auf uns genommen.

Zwar würde die kürzeste Route von Pingdingshan nach Chongqing die Fahrtzeit um zwei Stunden verkürzen, doch verläuft sie mitten durch die Provinz Hubei. Da wir nicht sicher waren, ob uns nach dem Durchqueren dieser Provinz die Einfahrt nach Chongqing erlaubt sein würde, entschlossen wir uns, auf Nummer sicher zu gehen und die Provinz grosszügig zu umfahren.

So führte uns die Reise zuerst Richtung Westen nach Xian (dort, wo die Terrakotta-Armee ausgebuddelt wurde), dann südlich durch die Provinz Sichuan (dort wo die Pandas leben) bis nach Chongqing.

Glücklicherweise ist sich die chinesische Regierung bewusst, dass unter den aktuellen Umständen viele Personen auf ihrer Rückreise an ihren Arbeits- und Wohnort die Fahrt im eigenen Personenwagen den öffentlichen Verkehrsmitteln vorziehen.

Um dem dadurch verursachten Verkehrsaufkommen Herr zu werden, hat sie entschieden, den Autolenkern an den Zahlstellen gratis Durchfahrt zu gewähren.

Nebst weniger Stau macht sich diese Massnahme auch im Portemonnaie bemerkbar. In unserem Fall beläuft sich die Einsparung auf 600 Renminbi (83 Franken).

Bereits vor unserer Ankunft in Chongqing wussten wir, dass die wiedergewonnene Freiheit nur von kurzer Dauer sein würde. Deswegen hatten wir uns zuvor mit Vorräten eingedeckt.

Tatsächlich befinden wir uns seit unserer Ankunft vorgestern Abend unter Quarantäne. Unmissverständlich prangt seit gestern Nachmittag eine A4-Mitteilung mit der folgenden Überschrift in roten Schriftzeichen an unserer Haustür: 居家隔离观察户.

Die Mitteilung, dessen Überschrift in etwa als „Heim-Selbstquarantäne“ übersetzt werden kann, soll Nachbarn und Kuriere davor warnen, dass hier Personen wohnen, welche soeben aus einer anderen Provinz zurückgekehrt sind.

Zusätzlich zur Selbstquarantäne wurde uns angeordnet, jeweils zweimal täglich unsere Körpertemperatur zu messen und diese dem zuständigen Arzt via WeChat mitzuteilen.

Es manifestiert sich ganz klar, dass die lokale Bezirksverwaltung, welche sich damit rühmt, dass seit dem Beginn des Ausbruchs kein einziger Coronavirus-Test positiv ausgefallen ist, den guten Ruf verteidigen möchte.

Nachdem wir die vorherige Isolation überstanden haben, wird uns auch diese – hoffentlich letzte Quarantäne – nichts anhaben können. Wie bereits zuvor fehlt es ausser an Auslauf an Nichts. Sollten uns die Lebensmittelvorräte ausgehen, gäbe es da immer noch Lieferdienste.

Wie man meiner Beschreibung entnehmen kann, ist es für eine Rückkehr zur Normalität definitiv noch zu früh. Jedoch kann man nicht verneinen, dass man einen vorsichtigen Optimismus in der Bevölkerung ausmachen kann – sowohl zuvor in Pingdingshan als auch jetzt hier in Chongqing.

In Anbetracht der präzedenzlosen Bemühungen in und um Wuhan sind wir zudem zuversichtlich, dass auch dort die Ansteckungszahlen weiterhin sinken werden.

Was die Situation in der Schweiz angeht, so hoffen wir, dass Bund, Kantonen und Gemeinden der Balanceakt zwischen „Business as usual“ und Ausnahmezustand gelingen wird. Oder wie mein Schwiegervater zu sagen pflegt: „Wir müssen die Lage ernst nehmen, jedoch keine Panik schieben.“

Kommentare

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  1. Hallo Herr Zumsteg.

    Wäre es möglich, ein Update vor Ort in Ihrer Stadt aus China zu bekommen?

    – Gibt es Warteschlagen beim Einkaufen?
    – Welche Produkte sind meistens ausverkauft?
    – Wie gut sind die Restaurants besucht?
    – Wie ist der Strassenverkehr, Stau?
    – Fahren die öffentlichen Busse, Metro?
    – Gehen die Leute in Bars und Discos?
    – In einem Video aus Wuhan schreien die Leute aus den Wohnungen sobald es Nacht und dunkel wird (falls es kein Fake Video ist). Gibt es solche Szenen wirklich?
    – Gehen die meisten Leute arbeitensind die Schulen und Universitäten weiterhin geschlossen?
    – Waren Sie am Flughafen? Wie ist die Abflughalle besucht?
    – Laufen alle Personen nur mit Gesichtsmasken draussen herum?
    – Haben viele Personen ausserhalb der eigenen Wohnung Plastikhandschuhe an?
    – Wie gehen die Leute beim Einkaufen mit dem Wechselgeld um (Angst vor infiszierten Banknoten)?

    Danke im Voraus für Ihre Antworten.

    Bleiben Sie gesund und alles Gute.

  2. Lieber Herr Raphael Zumsteg

    Sie schildern Dinge die man in der Regel nur dann weiss, wenn man direkt damit zu tun hat. Die also ein Aussenstehender nicht wissen kann. Danke dafür. Bin mal gespannt, wann die WHO die offizielle Pandemie auslöst. Thematisch fehlt mir die Expertise. Es stellt sich allerdings (negativ) die Frage, cui bono??? Hierzu:

    http://новости-мира.ru-an.info/новости/китай-обманул-сша-и-европу-и-заработал-на-коронавирусе-триллионы/

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

    Zitat Anfang:
    „Wie die NASDAQ berichtet, wandte China interessante Wirtschaftstaktiken an, kreiste jeden um den Finger und verdiente in wenigen Tagen mehr als 20 Milliarden Dollar. Außerdem gab sie etwa 30% der Aktien ihrer eigenen Monopole zurück. Xi Jinping hat die EU und Amerika getäuscht, und wie schön! Vor der Welt spielte er alles wie eine Note aus.

    Früher befanden sich einige der Aktien von Technologieunternehmen im Besitz ausländischer Investoren, Amerikaner und Europäer – das bedeutet, dass fast die Hälfte der Einnahmen aus der Schwer- und Chemieindustrie nicht in die Staatskasse Chinas, sondern auf die Konten von “Finanzhaien” in Europa floss. Aufgrund der Situation in Wuhan begann der Yuan stark zu fallen, aber die Zentralbank unternahm nichts, um den Yuan-Kurs zu stützen. Es gab sogar Gerüchte, dass China einfach keine Masken zur Bekämpfung des Coronovirus habe.

    Diese Gerüchte und Erklärungen von Xi Jinping, dass er bereit sei und die Bevölkerung von Wuhan schützen werde, führten zu einem starken Kursrückgang der Aktien von Technologieunternehmen in China, und “Finanzhaie” begannen, Aktien zum Verkauf anzubieten, bis sie überhaupt nicht mehr wertgemindert sind.

    Xi Jinping wartete die ganze Woche und lächelte nur auf Pressekonferenzen, und als der Kurs unter den Sockel fiel, gab er den Befehl, Aktien von allen Europäern und Amerikanern gleichzeitig scharf zu kaufen.

    Bis diese “Finanzhaie” merkten, dass sie um ihre Finger gewickelt waren, war es zu spät: Die Aktien waren in chinesischen Händen. China verdiente heutzutage nicht nur mehr als 20 Milliarden Dollar, sondern gab auch die Aktien seiner Unternehmen an China zurück. Nun werden die Einnahmen aus Maschinen und Chemie nicht ins Ausland gehen, sondern in China bleiben, der Yuan steigt von selbst, und es besteht keine Notwendigkeit, Chinas Gold- und Devisenreserven für seine Unterstützung auszugeben, und die “Finanzhaie” Europas wurden mit der Nase um den Finger gewickelt. Innerhalb weniger Minuten wurden sie für Milliarden von Dollar in Aktien aufgekauft und ohne Gewinne aus Maschinen und Chemie zurückgelassen. Eine derart brillante Operation hatte es in der Geschichte der Börse noch nie gegeben…
    Ende Zitat.

    Passen Sie bitte gut auf sich und Ihren Lieben auf….
    Herzlich

  3. Herr Zumsteg
    Danke für den interessanten Situationsbericht.
    Es freut sicher viele Leser hier, dass es Ihnen gut geht und sich die Situation in China zu bessern scheint. Allerdings wage ich zu befürchten, dass der Gipfel des Berges noch nicht ganz erreicht ist; es könnte durchaus sein, dass der Zweckoptimismus der Partei und die daraus resultierende Lockerung der Massnahmen etwas verfrüht ist. Hoffe aber, dass ich mich diesbezüglich irre. Es scheint sehr gut möglich zu sein, dass sich in der Schweiz, wie im übrigen Europa auch, die Lage ziemlich schnell drastisch verschlechtern wird. Eine interessante Situation, um die verschiedenen politischen und ökonomischen Systeme und auch die Reaktion der Bevölkerung solchen Herausforderungen gegenüber, zu vergleichen. Unsere Pharmafirmen haben aber durch aktives Auslagern der Produktion schon gezeigt, dass sie aus reinen Profitgründen bereit sind, die Bevölkerung hier grossen Risiken auszusetzen, indem sie die Versorgung mit wichtigen Basismedikamenten (fiebersenkende Mittel, Antibiotika etc., sträflich vernachlässigten und anderen überlassen.
    Weiterhin Kopf hoch bei aller immer noch angebrachten Vorsicht!

    • Vielen Dank fuer Ihre freundliche Rueckmeldung. Da stimme ich Ihnen zu: Noch sind wir nicht zurueck in der Normalitaet und ein gesundes Mass an Vorsicht ist immer noch angebracht.

      Beste Gruesse und gute Gesundheit in die Schweiz

      Raphael Zumsteg

    • Vielen Dank fuer Ihre Rueckmeldung, Nadia. Hoffentlich werde ich Ihnen schon bald berichten koennen, wie das Leben zurueck in der Normalitaet ist.

      Beste Gruesse und gute Gesundheit

      Raphael Zumsteg

  4. @ Raphael Zummsteg…….

    Wir freuen uns über ihren Bericht.
    Men Göttimädchen ging auch für 1 Jahr nach Schanghai….. ist nun nach einigen Monaten aber fluchtartig abgereist.

    Trotzdem, vergessen Sie nicht, das sie in einem Land leben welches von einer Verbrecherbande regiert wird.
    Verlässliche Auskünfte werden sie dort nie zu hören bekommen, was sie auch erfahren, es wurde gesiebt und das eben nicht im Interesse der Öffentlichkeit.
    Ein Tienanmenn Land mit einem grausigen Regime.

    Hier in der Schweiz…..

    Nun ja, gestern war ich in einer Firma um Material für meine Arbeit einzukaufen.
    Für eine bestimmte Tätigkeit benutze ich auch Staubmasken.
    Einwegmasken die ich aber oft auch 10 mal benutze.
    Da war ein Regal mit den Dingern…. also noch ein Packet dazugelegt.
    An der Kasse dann …… „wir können ihnen das nicht verkaufen, sind alle schon reserviert“

    Ich, und warum stehen sie im Laden…??? keine plausible Antwort…..

    Nächste Firma….. Farbe gekauft…. Staubmasken rationiert.
    Als alter Kunde ein Packet bekommen, nun ja reicht mir für Jahre.

    Drittes Geschäft…… eingekauft, bezahlt und zur Verkäuferin die obligatorische Frage…. „haben sie Staubschutzmasken“? Verkäuferin, ….nein schon seit letzten Donnerstag ausverkauft. Nachschub sei nicht in Sicht, denn die würden nun andern Ortes viel teurer verkauft…..

    Boah, sind nun alle verrückt geworden ?

    Nun war ich neugierig, also Abends dann in Ebay.ch reingeschaut….

    Was finde ich da, eine 3M Staubschutzmaske „ffp2“ für 93 Euro 1 Stück.
    10 Kosten normal vielleicht 35 Franken.

    Ich habe in der Firma 1350 Stück an Lager, die stammen von der Vogelgrippe 2009 und sind lange abgelaufen.
    Aber was wird an Papier und Fasermaterial schlecht wenn sie gut gelagert wurden…?

    Nur sind die ein Modell welches ich für eben die eine Arbeit nicht gut Handhaben kann.

    Aber soll ich die nun in Ebay verkaufen…. 5 oder gar 15 Franken das Stück? ….((((-:

    Also Masken, nach einem gebrauch sind sie Theoretisch kontaminiert, müssten also entsorgt und oder desinfiziert werden.
    Mit Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis kein Problem, Einsprühen, trocknen lassen, ist aber natürlich nicht 100%-ig, sondern ein Notbehelfsverfahren.

    Ach ja, Desinfektionsmittel ist gerade ausgegangen, also neues gekauft.
    Händler sagte mir das sie jeden Tag 10 oder 20 Kanister à 10 Liter bekommen und am Abend immer alle verkauft sind.
    Nun ja ich habe einen bekommen, den letzten vom Mittwoch.

    Die Schweizer die glaubten das bei uns ja alles immer funktioniert, die reagieren nun gerade ziemlich Kopflos.

    Aber selbst Virologen wie Beda M. Stadler vertreten irgendwie die Offizielle Schweiz, nicht den Bürger.
    Was der rauslässt scheint vor allem die Ängste beruhigen zu sollen…. denn was man von Bloggern aus China hört, klingt schon etwas anders….

    • Ja lieber Herr Roth. Können sie das wirklich beurteilen, ob China von einer Verbrecherbande regiert wird ? Immerhin haben sie diese grosse Herausforderung mit dem Virus bis jetzt sehr gut gemeistert. Ein Volk von 1,3 Milliarden zu führen ist nicht so einfach. Jedenfalls hätte ich bei denen ein besseres Gefühl als bei Sommaruga, Leuthard und anderen.

    • Fachleute sagen, nur medizinisches Personal sollte und Kranke müssten Masken tragen, bei nicht Infizierten seien Masken unsinnig und brächten nichts.
      Der Bund hat bestätigt, dass er riesige Lager an effektiven Masken habe, die aber erst eingesetzt würden, wenn die Lage flächendeckend ernst sei.
      Interessanter Bericht – danke!

    • Sehr geehrter Herr Roth

      Vielen Dank fuer Ihre positive Rueckmeldung. Bedanken moechte ich mich auch fuer die detaillierte Beschreibung Ihrer Staubmasken-Odyssee.

      Beste Gruesse aus Chongqing und gute Gesundheit

      Raphael Zumsteg

    • @ Walter Roth: „Nun ja, gestern war ich in einer Firma um Material für meine Arbeit einzukaufen. Für eine bestimmte Tätigkeit benutze ich auch Staubmasken. Einwegmasken die ich aber oft auch 10 mal benutze. Da war ein Regal mit den Dingern…. also noch ein Packet dazugelegt“: Hallo Herr Roth. Sorry, aber ich werde das ungute Gefühl nicht los, dass sie vielleicht Masken hamstern und diese im Internet zu Geld machen wollen. Dass Sie ausgerechnet jetzt, im Baumarkt Staubmasken paketweise erstehen wollen und sich wundern, dass die Verkäuferin stutzig wird, kommt bei mir jedenfalls nicht so gut rüber. Zumal Sie, wie sie schreiben, „in der Firma“ noch 1350 Stück an Masken an Lager haben, die von der Vogelgrippe 2009 stammen. Haben Sie die etwa damals gehamstert und nicht weggebracht? In einem Ihrer vielen Kommentare liessen sie vor längerer Zeit einmal durchblicken, dass Sie früher im Gesundheitsbereich tätig waren. Jetzt schreiben Sie, dass sie „in der Firma“ noch 1350 Masken haben. Wie das. Ist das jetzt ihre Firma, dann sind Sie also immer noch im Gesundheitsbereich tätig? Was ist das für eine „bestimmte“ Tätigkeit, in der sie „auch Staubmasken“ benutzen? Aufklärung dringend von Nöten.

    • @ …. Grosse Worte Herr Roth
      27. Februar 2020 / 19:29
      —–
      Nun ja, immerhin haben wir eine Chinesin in der Familie.
      Und ich kannte auch Chinesinnen die hier per Stipendium Deutsch lernten.
      Alleine das Thema Organhandel und „Organe auf Termin, bezeugt die schwersten Menschenrechtsprobleme Chinas.
      China hatte nie eine demokratische Tradition, noch konnte es je eine entwickeln.
      Klar, eine Sommaruga würde dort nie Karriere machen.

      ——————————

      Der Rückbauer
      28. Februar 2020 / 08:14
      —-
      An sich ist das richtig. Wenn alle Maske tragen hilft es aber schon, aber der richtige Umgang damit sollte auch eingehalten werden.
      Trotzdem sind die Atemwege das einfachste Einfallstor für Viren.
      Also „Aerosol“ und „via Körper“, oder besser, Berührungen per Hand werden Grippeviren zum weitaus grössten Teil übertragen.

      Das beste Abwehrmittel ist ständiges Händewaschen, und blockieren des Zuganges via Atemwege.
      Hände waschen, nur richtig gemacht hilft es. Also Seife aus dem Spender in die Hand und die damit einreiben wie man es mit Handcreme machen würde, erst dann die Hände waschen.
      Dire Tenside in der Seife müssen die Hände auch überall erreichen, sonst nützt es nur wenig.

      Auch das geschmeidig halten der Nasenschleimhäute ist von grossem Vorteil.
      Also fleissig mit Bepanthen Nasensalbe einfetten.

      Das sagte mir übrigens ein Arzt der auf dem Gebiet arbeitet.

      ———————————-

      Raphael Zumsteg
      28. Februar 2020 / 10:14
      —–
      Danke. Ja es ist interessant wie die Schweizer teils reagieren.
      Hier ist es sich niemand mehr gewohnt auch mal eine Krise zu erleben.
      Das sie es jetzt mal lernen müssen wird unseren Wohlstandsverwahrlosten eine Lehre sein.

    • Lieber Herr Roth

      Je nach Geräteklasse bestehen Unterschiede in der Gesamtleckage: FFP1 max. 22%, FFP2 max. 8% und FFP3 max. 2%.

      Das Influenzavirus ist hochinfektiös, nur zwei Viren werden benötigt, um eine Infektion auszulösen. Vor diesem Hintergrund bietet bei Vorliegen einer Gefährdung eine FFP3-Atemschutzmaske den bestmöglichen Schutz.

      Wenn schon, denn schon!

      https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2006/daz-7-2006/uid-15436

      Ich persönlich verwende Sundström für Staubarbeiten.

      Dort gibt es sogar ein Flu Kit:

      https://www.srsafety.com/us/products/pandemic-flu-kit-sr-100-m-l-h05-5421m.html

    • Für was hat dieser Herr Roth 1300 Masken auf Lager? Und kauft noch welche dazu? Übrigens Mr. Roth: Paket schreibt man ohne ck…

    • Herr Marte…..

      ….sie lesen und verstehen was ich geschrieben habe.

      Bei den Herren Clemens und M. S. bin ich mir da nicht sicher.

      MS Zitat :
      2. März 2020 / 19:01
      Für was hat dieser Herr Roth 1300 Masken auf Lager? Und kauft noch welche dazu? Übrigens Mr. Roth: Paket schreibt man ohne ck…
      ——————————

      MS haben sie MS….?
      Also das „ck“ schenke ich ihnen, ich habe meist keine Lust zu korrigieren.

      Ich habe 1300 Masken, aber nicht die welche für gewisse Arbeiten geeignet sind.

      FFP 3 ist klar, dafür gibt’s aber auch andere Normen die 98% filtern können. MLP oder sie die Norm heisst

      Egal, ich hab 1300 Masken für Viren, zum Arbeiten habe ich auch ein Paket, in so einem Paket sind 10 Stück, FFP-3 dieses mal, obwohl ich die nur gegen Feinstaub benötige.

      MS, was soll ich auf ihren blöden Kommentar sonst noch sagen….. ausser eben……tja wer hat der hat….(((-:

      Und ich verkaufe ihnen keine davon….auch nicht für 100 das Stück.

  5. Am Samstag gehen wir einkaufen, zuerst beim Lidl, und dann noch im Bioladen. Dann trinken wir noch einen Kaffee. Am Nachmittag besuchen wir einen Arbeitskollegen mit seiner Familie; es sind sehr nette Leute. Dann horchen wir der Ansprache des grossen Vorsitzenden in der Halle des Volkes. Die chinesische Regierung ist sehr freundlich und kümmert sich vorbildlich um das Volk, darum braucht es auch keine sog. Demokratie ! Demokratie ist schädlich, weil es ist total ineffizient wenn immer alle meinen, sie müssten ihren Senf dazugeben ! Die Regierung ist sehr beliebt beim Volk.

    • …. und damit wir nach einem so schönen Tag auch noch wirklich süsse Träume haben, lesen wir vor dem Einschlafen alle noch im roten Büchlein von Mao Zedong, das wir zum Glück seit unserer Studienzeit in der Mottenkiste aufbewahrt und kürzlich wieder hervorgeholt haben…..

    • Rückbauer: „Die Europäer sind eigenständige Bürger, keine befehlsempfangende Soldaten….“
      .
      Und genau das könnte zum grossen Problem werden. Viele dieser Individualegoisten scheren sich einen feuchten Dreck um die Massnahmen der Behörden und verbreiten so das Virus weiter.
      Dann sind wir ja gespannt, ob ein kollektivistisches und auch totalitäres System wie China diese Coronageschichte besser in den Griff bekommt oder unser individualegoistisches System. Die nächsten Tage und Wochen werden es zeigen. Spannend wird es dann wenn doch noch das Notrecht ausgerufen wird, dann sind wir von China nicht mehr weit entfernt, allerdings ob die Eidgenossen dann auch so mitspielen wie die chin. Bevölkerung, das steht noch offen.

  6. Exzellenter Beitrag, interessant geschrieben, in perfektem Deutsch. Als Präsident des Vereins 《Rettet der Akkusativ》 wundere ich mich ja immer wieder, wie unsorgfältig hier andere Schreiber (alles Männer) mit der deutschen Sprache umgehen.

    • Vielen Dank fuer Ihre freundliche Rueckmeldung.

      Beste Gruesse aus Chongqing, auch an Ihre Vereinsmitglieder

  7. Danke für den Bericht. Das war jetzt interessant und bereichernd einmal andere Blickwinkel zu Land und Leuten zu erfahren. Danke nach China, eh Zürich:)

    • Sehr geehrter Herr Landolt

      Vielen Dank fuer Ihre positive Rueckmeldung.

      Beste Gruesse aus China und – schon sehr bald – ein schoenes Wochenende

      Raphael Zumsteg

  8. Sehr schön. Nur: die gleiche chinesische Regierung ist ja auch für den Ausbruch der Epidemie verantwortlich. Vorsorgen ist allemal besser als Heilen.

  9. ip verkommt mit ihren makeup berichten mehr und mehr zu einer altweiber coiffeurplattform…

    nichts für ungut aber dieser zürcher oberländer soll bei blick anheuern und gut ist’s…wenn interessiert dieser „geschichtle narzis“ mit seinem butterhirn.

    • ihre kultur fängt offensichtlich bei ihrer hellblonden anrede an…..
      rückbauer passt hier wohl im doppelten sinn.

      das mit dem butterhirn ist jetzt nicht so einfach zu translate’en )))

  10. Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schweiz

    Eigentlich darf ich mich nicht äussern, Befehl von ganz oben, direkt von Uschi… sie hat das so abgesprochen in Davos, am WEF, mit Eurer Bundespräsidentin. Darum schreibe ich hier anonym. Habe gerade Zeit, es dauert noch etwas bis zur Mittagspause. Lasst mich meine Gedanken teilen:

    1. BEGRENZUNGSINITIATIVE: unbedingt ablehnen! Sie führt euch in die Isolation und Armut. 25% Ausländeranteil ist zwar der Spitzenwert in Europa, aber trotzdem, eure 2 Millionen Ausländer würden sofort auswandern, weil sie sich eine solche Diskriminierung nicht gefallen lassen! Wer schneidet Euch dann die Haare? Massenhafte Entlassungen bei Polizei, Gerichten, im Strafvollzug, im Gesundheitswesen und in der ganze Sozialindustrie wären die Folge! Auf Strassen und in Zügen würde es gespenstig ruhig. Wollt ihr das tatsächlich? Eben!

    2. INSTA: eure weitsichtigen Politiker unterzeichnen nach der Ablehnung zügig das InstA. Somit kann die Schweiz endlich richtig in die EU integriert werden. Das Nischendasein im Heidiland hat ein Ende. Die Schweiz tritt aus dem Schatten ins Licht! Kein schlechtes Gewissen mehr wegen Rosinenpickens. Kein Zweifel mehr am unanständig hohen Einkommen und Vermögen. Die Finanzgnomen mutieren zu stolzen und aufrechten Europäern.

    3. KOSTEN: das Ganze hat seinen Preis. Vor allem seit sich die feigen Engländer verdrückt haben. Doch, bedenkt, Geld alleine macht nicht glücklich, es verdirbt lediglich den Charakter. Die edelste Aufgabe des Menschen ist, Geld an die Armen zu verteilen, vor allem das Geld der Anderen. Weniger Einkommen und Vermögen bedeutet auch gleichzeitig einen kleineren, ökologischen Fussabdruck. Das Klima wird dies erkennen, den Schweizern danken und sich nicht mehr weiter erwärmen.

    4. ARBEITSMARKT: in weiser Voraussicht hat die deutsche Kanzlerin, wir nennen sie liebevoll Mutti, 1.5 Millionen Fachkräfte ins Land geholt. Selbstlos wie die Deutschen sind, behalten sie diese nicht für sich alleine! Spezialisten aus allen Kulturkreisen kommandieren wir ab zu euch. Diese arbeiten für fast kein Geld und Fragen stellen sie auch keine, zumindest keine verständlichen.

    5. ENERGIEWENDE: das hervorragende Konzept von Deutschland wird auf die EU und somit auch auf die Schweiz ausgedehnt. Uschi hat sich bei der Antrittsrede im EU-Parlament klar dazu bekannt. Von den über 200 Milliarden Euro, welche Deutschland investiert hat, profitiert die Schweiz also direkt. Allenfalls ein kleiner Obolus wäre angebracht. Die viel zu niedrigen Energiepreise der Schweiz werden sich endlich dem EU-Niveau anpassen. Der Energieverbrauch nimmt damit ab, was gemäss Greta gut ist.

    6. DEMOKRATIE: obwohl die Schweiz die älteste Demokratie der Welt ist, kann sie noch viel von der EU und speziell von Deutschland lernen. Wie heisst es so schön? Man ist nie zu alt, um was Neues zu lernen. Wirklich wichtige Entscheide müssen von nichtgewählten Spezialisten in Brüssel getroffen werden. Das gemeine Volk wäre da heillos überfordert. Hat man soeben schön in Thüringen gesehen. Nur dank einer starken Kanzlerin konnte dieser krasse Fehlentscheid rückgängig gemacht werden. In der Schweiz seid ihr zwar auf dem richtigen Weg, die Politik setzt nicht mehr jeden Blödsinn um. Aber so richtig Abstimmen bis das Resultat passt, das geht erst mit dem InstA.

    7. STEUERN: die sind viel zu tief in der Schweiz. Das lockt reiche Ausländer und Konzerne an. Das muss aufhören. Wir in Brüssel können diese Steuersubjekte viel effizienter belangen. Darum ist eine Steuerharmonisierung dringend notwendig. Als erstes erhöhen wir in der Schweiz die MWSt. Der Mindestsatz der EU liegt bei 15%, alles darunter ist unlauterer Wettbewerb. Einige fehlgeleitete Politiker werden sich dagegen sträuben, aber keine Sorge, der EuGH wird schon richtig entscheiden.

    8. PARTEIEN: jedes Land leidet unter rechtsextremen Parteien, da seid ihr nicht alleine. Wir in der EU wissen aber, wie man diese erfolgreich bekämpft. Deutschland hat hier Vorbildfunktion. Wir zeigen euch, wie man Brandmauern errichtet und unbequeme Parteien effizient ausgrenzt. Also keine Sorge, wir schaffen das.

    9. WIRTSCHAFTSPOLITIK: kriminelle Wirtschafsbereiche müssen trockengelegt werden. Wir anerkennen zwar die Bemühungen der Schweiz zur Abschaffung des Finanzplatzes, aber die Massnahmen greifen noch zu wenig und zu langsam. Wie man das richtig macht, könnt ihr am Beispiel der Deutschen Automobilindustrie sehen. Gerne teilen wir unsere Konzepte mit Euch und helfen bei der Umsetzung.

    10. SCHWEIZER FRANKEN: der ist ein Relikt aus der Nachkriegs- und Steuergeheimniszeit. Harte Währungen sind total out. Eure SNB ist auf dem richtigen Weg, bunkert schon massenweise Aktien und Anleihen in Euro. Das ewige Gedöns um den Wechselkurs geht Euch doch schon lange auf den Kecks. Die Lösung ist ganz einfach: führt den Euro ein. Habe auf meinen Notizblock schon eine neue 2 Euro Münze gezeichnet, mit Wilhelm Tell drauf, sieht echt hübsch aus.

    So, die Kaffeepause ruft, ich muss los. Hoffe sehr, dass meine Gedanken euch helfen, RICHTIG zu entscheiden. Im Zweifelsfalle auch auf eure Politiker – von links-grün bis Mitte hören, die wissen genau, was für euch das RICHTIGE ist.

    • insid€satire im out$idemodus

      die fed lenkt der sklave denkt))))
      und die kaffeepause ist schon wieder vorbei. 11. zurück in deinen käfig mr.x

    • @ asylrasta…

      Bitte überlasse das denken den Pferden, denn die haben grössere Köpfe.

    • Denkst du wirklich, irgend jemand liest das? Und ändert seine Meinung? Soviel Aufwand für nichts.

    • Zu Beginn Ihres Aufsatzes „dauert es noch etwas bis zur Mittagspause“, am Ende Ihres Aufsatzes „ruft die Kaffeepause“.

      Vor leiter Schreibeifer scheinen Sie die Mittagspause verpasst zu haben.