Die SNB weiss: Wer zahlt, befiehlt

Unsere Nationalbank, einer der grössten Hedgefonds der Welt: Mit Milliarden-Ausschüttungen macht sie die Politiker gefügig.

Der normale Aktionär der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist gedeckelt. Er bekommt 6 Prozent Dividende auf den Nominalwert der Aktie. Unabhängig davon, ob die SNB in einem Meer von Gewinn badet oder nicht.

Etwas anders sieht es beim eidgenössischen Staat aus. Genauer bei Bund und Kantonen. Wie heisst es da so schön:

„Soweit der Bilanzgewinn die Dividende überschreitet, steht er grundsätzlich für die Ausschüttung an die öffentliche Hand zur Verfügung. Die Höhe wird in einer Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) und der SNB festgehalten.“

Wichtig zu wissen ist, dass bei dieser Vereinbarung die SNB Herr der Verhandlungen ist. Denn bekanntlich ist die Notenbank nicht weisungsgebunden und faktisch keiner parlamentarischen oder bundesrätlichen Kontrolle unterstellt.

Damit sollten Begehrlichkeiten von Politikern verhindert werden. Also nimmt die öffentliche Hand, Bund und Kantone, was ihr die SNB reinschüttet.

Wie viel das ist, wird in jeweils fünf Jahre gültigen Vereinbarungen beschlossen, beziehungsweise von der SNB diktiert. Die jüngste Vereinbarung stammt aus dem Jahre 2015, womit in diesem Jahr eine neue Regelung beschlossen werden muss, die dann die nächsten fünf Jahre gilt.

Das ist insbesondere wichtig, weil sich die SNB seit der Finanzkrise eins von einer stinklangweiligen, stockseriösen und lähmend langweiligen Veranstaltung zu einem weltweit agierenden Hedgefonds verwandelt hat, der bedeutender Aktionär bei den meisten grossen Firmen der Welt und der grösste Gläubiger von deutschen Euro-Schuldpapieren geworden ist. Mit einem Bilanzvolumen, das das BIP der Schweiz massiv übersteigt.

Damit stellt die Schweiz einen einsamen Weltrekord auf, ebenfalls beim negativen Leitzins, der von der SNB auf minus 0,75 Prozent festgelegt wurde, als die Bank die Stützung der selbst festgelegten Untergrenze zum Euro aufgab. Wie weltfremd die war, belegt nicht zuletzt der aktuelle Wechselkurs, der sich wieder einmal pari nähert. Ganz im Gegensatz zur SNB-Aktie, nebenbei.

Während aber in der jüngsten Krise alle Börsenindizes nur eine Richtung kennen, nämlich nach unten, selbst Gold als normalerweise sicherer Hafen an Wert verliert, steht der Franken wieder einmal als strahlender Sieger da. Felsenfest wie das Matterhorn, er hustet und niest nicht, sondern der SNB werden weiterhin frisch hergestellte Fränkli aus der Hand gerissen.

Nun hat die SNB mit dem EFD eine Zusatzvereinbarung unterzeichnet. Sie beinhaltet, dass die Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 auf jeweils maximal 4 Milliarden Franken angehoben werden können.

Davon gehen ein Drittel an den Bund, zwei Drittel an die Kantone. Die bislang durch die Vereinbarung von 2015 mit einer Milliarde, maximal zwei Milliarden insgesamt rechnen konnten.

Also schlichtweg eine Verdoppelung. Aber Peanuts im Vergleich zum Jahresgewinn von fast 50 Milliarden im Jahr 2019.

Selbst nach dieser verdoppelten Auszahlung beträgt die sogenannte Ausschüttungsreserve der SNB noch 84 Milliarden Franken. Das ist mehr als der Börsenwert der beiden Schweizer Grossbanken UBS und CS zusammen.

Somit lautet die gute Nachricht: Unsere SNB schwimmt im Geld, zeigt mit ihren Anlagen, was möglich ist und den hochbezahlten Heerscharen von Anlagespezialisten der Grossbanken nicht gelingt. Wunderbar.

Gibt es auch schlechte Nachrichten? Allerdings. Offiziell kennt die Schweiz fünf Banken, die systemrelevant sind, also too big to fail. Deren Bedeutung für Finanzen und Wirtschaft so gross ist, dass sie spezielle Notfallpläne für Krisen bereithalten müssen und im Ernstfall damit rechnen können, wie weiland die UBS vom Staat gerettet zu werden.

Über Sinn und Zweck dieser einmaligen Sonderregelung für Privatunternehmen wird seit Jahren kontrovers debattiert, diese Staatsgarantie als Systemfehler kritisiert.

Aber dass es eine Bank gibt, die nicht nur systemrelevant ist, sondern das System selbst darstellt, darüber wird nicht gesprochen. Dass diese Bank zudem faktisch jeglicher demokratischen Kontrolle entzogen ist, darüber wird nicht gesprochen.

Dass die von ihrer Politik direkt Betroffenen, alle Steuerzahler, alle Rentenbezüger, alle in der Schweiz lebenden und arbeitenden Personen, kein Wörtchen mitzureden haben, darüber wird nicht gesprochen.

Dass die SNB alleine mit ihren Negativzinsen eine Immobilienblase aufpumpt hat und die Altersversorgung in eine fundamentale Krise stürzt, darüber wird nicht gesprochen.

Dass die SNB inzwischen das grösste Klumpenrisiko seit Existenz der Eidgenossenschaft darstellt, darüber wird nicht gesprochen.

Dass eine schmale Führungscrew um den SNB-Chef Thomas Jordan Entscheidungen trifft, die für das Wohl oder Wehe der Schweiz bedeutender und gewichtiger sind als alles, was im Bundesrat und in den Kantonen beschlossen wird, darüber wird nicht gesprochen.

Um nur schon die Forderung durchsetzen zu können, dass wenigstens die Sondereinnahmen aus Negativzinsen der AHV zugeschlagen werden sollen, muss eine Volksinitiative gestartet werden, die dann in ein paar Jahren mal zur Abstimmung kommen wird.

Dabei sahen die Gründer der SNB vor, dass der Stimmbürger Mitsprache in seinen Geldangelegenheiten, also in der SNB, haben sollte. Deshalb die Konstituierung als Aktiengesellschaft mit an der Börse gehandelten Besitzpapieren.

Aber die Voraussicht der Gründer der SNB reichte nicht so weit, dass die ursprünglich ausgegebenen 100’000 Aktien einmal nicht ausreichen könnten, um eine breite Volksbeteiligung zu ermöglichen. Verständlich, denn damals zeichnete nur das schmale Besitzbürgertum, legte die Aktie als staatsbürgerliche Pflichtübung ins Portefeuille und vergass sie.

Noch weniger hätten sich die Gründer der SNB träumen lassen, dass die SNB einmal eine Bilanzsumme, ein Eigenkapital, Jahresgewinne und eine Ausschüttungsreserve im Multimilliardenbereich haben würde.

Alles Entwicklungen, die eigentlich Milliarden von Gründen beinhalten, um die Struktur der SNB, vor allem die Entscheidungsstruktur, zu überdenken.

Milliarden von Gründen, dass die eigentlich von ihrer Politik Betroffenen, der Schweizer Souverän, der über jede Renovation einer Turnhalle, über den Ausbau einer Strasse mitbestimmen und abstimmen darf, den veränderten Rahmenbedingungen entsprechend bei der wichtigsten Institution der Schweiz mitbestimmen darf.

Direkt oder allenfalls über seine Volksvertreter. Kann es in diesem Zusammenhang ein Zufall sein, dass die SNB ausgerechnet in dem Jahr, in dem der nächste Fünfjahresplan der Gewinnausschüttungen beschlossen wird, spendabel ihre Zahlungen an die öffentliche Hand verdoppelt?

Was bei den Verantwortlichen für die kantonalen Budgets Jubel und Frohlocken auslöst, da sie so ohne Steuererhöhungen Defizite auspolstern können. Und obwohl der Bund sich Jahr für Jahr verrechnet und besser abschliesst als vorhergesagt:

Wer lehnt schon ein Multimillionengeschenk ab?

Und wer winkt dann nicht beschwingt und fröhlich die nächste Vereinbarung mit der SNB durch, ohne sich gross um Details zu kümmern? Wobei gilt: Wer zahlt, befiehlt.

Eigentlich phänomenal. Mit feinem Sensorium steht der Eidgenosse der EU mehr als skeptisch gegenüber. Weil er sie zu Recht als demokratiefern empfindet, befürchtet, durch einen Beitritt ginge er vielen direktdemokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten verlustig.

Aber dass sich in seinem ureigenen Interessensfeld ein Gigant entwickelt hat, mächtig, wichtig, bedeutend, der keinerlei demokratischer Kontrolle unterworfen ist, das nimmt der Eidgenosse achselzuckend hin.

Bestärkt wird er dabei von den Mainstream-Medien, die ihm eins ums andere Mal streng raten, ja die Finger von SNB-Aktien zu lassen, ja nicht begehrlich auf das tot herumliegende Eigenkapital zu blicken. Ja nicht zum angeblichen Spekulanten zu werden und mit SNB-Aktien zu handeln.

Wie das Kantone und Kantonalbanken fröhlich tun. Merkwürdig und gefährlich: Da steht ein riesiger Elefant im Schweizer Porzellanladen, und Medien und Politik sagen: Elefant? Was für ein Elefant? Da ist kein Elefant; wer einen sieht, muss etwas Verbotenes geraucht haben.

Kommentare

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  1. Die Schweiz klagt über den starken Franken, weil er dem Tourismus und den exportintensiven Branchen schadet. Ich bin der Meinung, die Schweiz sollte den Franken nicht nur als Währung sondern auch als Produkt betrachten, das entsprechend gepflegt werden muss. Ich kann nicht nachvollziehen, daß die vielen Mrd. an ausländischen Devisen, die durch die Franken-Pflege der SNB eingenommen werden, nicht an die schweizer Bevölkerung ausgeschüttet werden um z.B. die Lebenshaltungskosten zu senken. Man könnte z.B. auch darüber nachdenken, inländische Industriezweige damit zu subventionieren und damit Arbeitsplätze und Beschäftigung im Inland zu sichern. Passiert sonst damit? Nix (sinnvolles)! Das Ganze vergammelt als Paper-Money in den Bilanzen. Nachteil wäre, wenn man das Geld in Umlauf bringt, sich noch abhängiger von Brüssel zu machen.

    • Mit den vielen Mrd. sollte die SNB Rückstellungen bilden um den Immobiliensektor zu stützen sobald die Zinsen anziehen. Das Risiko beim Direktbesitz erachte ich zwar nicht als zu gross, indirekt über unsere Pensionskassen allerdings schon!

      Sollten die Leerstände weiter ansteigen, und die institutionellen bei jeder unvermieteten Wohnung einer Mietzinssenkung von 100 Franken nachbeben, hätte dies bereits fatale Folgen!

      Aktuell haben wir ca. 80’000 leere Wohnungen. Rechnet man den Verlust am Ertragswert kommt man so bereits auf eine gigantische Zahl von ca. 2.1 Mrd Abschreiber!!!

  2. Be Careful meine lieben Schweizer denn die SNB mit ihrer Mega Groesse Mit einem „Bilanzvolumen, das das BIP der Schweiz massiv übersteigt“ wird der Tag kommen als die Schweiz Bankrott and die EU verscherbelt wurde. EU Beitritt geht auch so!

  3. Ich bin empört und wütend! Der Bund macht seit einigen Jahren Milliardenüberschüsse. Ein Teil davon kommt logischerweise aus
    der bizarren Situation, dass Roll over (Verlängerungen von Schulden des Bundes) den Banken auch mit Minuszinsen, aus den Händen gerissen werden. D. h. der Bund verdient an seinen Schulden viel Geld.
    So auch die SNB, deren grosse Gewinne, durch die Einnahmen der Minuszinsen noch mehr aufgebläht wird.
    Und wohin fliesst jetzt ein Bruchteil dieser Gewinne? Ja! an den Bund.
    Dabei leiden die AHV und die PKS
    unter den Minuszinsen. Dort fehlt dieses Geld und dorthin gehört es auch. Das ganze erscheint mir als eine riesige Komödie, leider ist es traurige Realität. Ich frage mich wie lange dies noch so weitergehen kann. Es wird zwar viel geschrieben über Sinn und Zweck der SNB Politik, aber konstruktive Vorschläge aus Politik, oder auch von der SNB, wie, die dabei entstehende Umverteilung des Ertrages sinnvoll kompensiert werden könnte, fehlen gänzlich. Man schiebt sich Gewinne zu, welche insbesondere den zukünftigen Rentnern fehlen werden. Ich erlaube mir diese Tatsache als Diebstahl an den zukünftigen Rentnern zu betiteln.
    Nun schon Goethe hat erkannt, dass jede Lösung eines Problems, ein neues Problem verursacht.
    Ich denke es wäre an der Zeit, auch das bei der Problemlösung des starken Frankens, verursachte, neue Problem zu lösen. Wobei das ja nicht das einzige ist, es gibt noch weiteren Kollateralschaden der SNB Politik. Welche ich damit nicht kritisieren will. Doch zwingend braucht es Kompensationen, da wir nicht voraus sagen können wie lange die Situation mit den Minuszinsen noch bestehen wird.
    Im Weiteren lasse ich mich zu einer Prognose hinreissen, ich sehe schon den Tag an welchem die Banken die Zinssätze für Hypotheken anheben, weil die Risikoprämie zu tief sind.

  4. Das Geld kann rasch ausgehen und bei den hohen Risiken der Nationalbank wirds auch bald ein Riesenverlust geben. Dieser ist garantiert. Die Bank hat sich einfach übernommen.

  5. Die Fed hat gerade die Leitzinsen gesenkt. Ekn kluger Schachzug!

    Die SNB macht einen sehr guten Job. Hoffentlich ziehen sie nach, so dass der starke Franken endlich abschwächt.

    Ich finde die Zinssenkung einen klugen Schachzug. Die Börsen werden nun ihre Erholung weiter fortsetzen. Ich und meine Kunden haben mit Implenia und allgemein mit der Erholung im SMI schon 7.5% Gewinn gemacht in weniger als 2 Wochen. Seit meinen 10 Jahren bei einer Schweizer Großbank, habe ich gelernt: Aktien steigen auf Dauer immer. Ich kaufe aktuell wie wild.

    Am besten Gold und Silber shorten!

  6. Hat die SNB ihre Hunderte von Milliarden nach den Regeln einer vor- und umsichtigen Diversifikation investiert?

    Meines Wissens nicht – die Goldposition ist seit dem unsäglichen Verkauf von 700 Tonnen zu Tiefstpreisen vor bald 20 Jahren unverändert. Also tief.

    Gemessen am gewachsenen Milliarden-Portefeuille ist das viel zu wenig.

    Da verzichtet also die SNB auf das sicherste Geld, nämlich Gold, das historisch noch alle Papiergeldwerte überlebt hat.

    Es ist zu befürchten, dass die SNB dann auch noch Gold kauft, wenn der gestiegenen Preis in aller Leute/Politiker Mund ist.

    Die SNB wird dann auch noch Gold kaufen müssen, eher zu Höchstpreisen.

    Da bleibt uns allen nur, im eigenen Depot vorzusorgen – mit einem erhöhtenAnteil von 20 Prozent in Gold/Silber/Minen.

  7. Herr Zeyer….

    und wieder einmal einiges was ich für richtig halte, aber ein wesentlicher Punkt der falsch ist.

    Zitat:
    Aber Peanuts im Vergleich zum Jahresgewinn von fast 50 Milliarden im Jahr 2019.
    —————————–

    Die SNB hat keinen Gewinn gemacht, denn der wäre nur entstanden wenn sie die Kursaufwertung ihrer Devisen auch durch Abverkäufe realisiert hätte. So aber sind die meist in Staatsanleihen vorhandenen Papiere zwar höher bewertet, stehen nun auch zu einem höheren Kurs in den Bilanzen, aber es ist nur ein Buchgewinn.

    Physisch ist der aber nicht vorhanden.

    Trotzdem soll die SNB nun maximal 4 Milliarden auszahlen können.
    Kann sie aber womit ?
    Und bei der ganzen Geschichte wird einmal mehr das ungeheure Verlustrisiko der SNB ausgeblendet
    Diese Staatsanleihen sind Real gesehen lauter faule Papiere, will die SNB sie in grösseren Mengen abverkaufen. werden die nur eine Richtung kennen ……nach unten.

    Der Wertverlust kann da mehrere hundert Milliarden erreichen.

    Also, warum sollte die SNB grosse Auszahlungen tätigen?

    Sie sollte vielmehr alle Gelder dazu heranziehen, ihr ungeheures Verlustrisiko abzudecken.

    Risiken minimieren wäre die Strategie der Stunde.

    Aber was tun die Herren Jordan und Co. die bestechen die Politik, damit die nur ja nicht darüber nachdenkt was in der SNB gerade schief läuft.

    So lange der Geldfluss nicht endet, kann Jordan seinen Wahnsinn weiter treiben.

    Soi einfach ist das……

    • @ Walter Roth: Mit so wenig Ahnung haben sie aber ganz viel Meinung.

  8. Die SNB ist nicht einer der grössten Hedgefonds der Welt, sondern ist mit grossem Abstand der grösste Hedgefonds der Welt mit seiner FX-Securities Long/Short Strategie auf CHF mit einer Short Position von knapp 600 Mrd (EK und Notenumlauf mal ausgenommen).
    Die „Nr. 2“ Weltweit – Bridgewater hat gerade mal 132 Mrd Assets, dann gehts schnell runter auf rund 70 Mrd.
    Ueberhaupt hat die HF Industrie (ohne SNB) gerade mal um die 3.1 Bio $ Assets.
    Na immerhin sind wir das einzige Land, welches seine Heimwährung gegen einen Verfall abgehedged hat. Sollte der CHF irgendwann aus unerklärlichen Gründen massiv an Wert verlieren, so könnte die SNB Milliardengwinne realisieren und dann könnten wir die Idee eines Staatsfonds mal ernsthaft andiskutieren, aber vorher nicht!

    • DER beste kommentar seit langem i.s. SNB. als sahnehäubchen fehlt eigentlich nur ein hammer auf die neg. zinsen, es sei verziehen, die CH scheint es wenig zu kümmern.

    • @Claire

      die unsägliche Geldpolitik der SNB hat hohe Vermögenspreise, eine wachsende,- explodierende Vermögens – und Einkommensungleichheit sowie ein geringes Wachstum begünstigt. Die Verschuldung der Privatenhaushalte ist weltweit auf Rekorsniveau in der Schweiz. Der Bankensekor ist geschwächt, dass ein Aussieg aus dem Negativzisumfeld ohne gigantische Verwerfungen kaum mehr möglich erscheint. Norwegen hat natürliche Ressourcen und ist mit der Schweiz nicht vergleichbar. Der Staatsfond ist eine Idee der Warmwasser-Verkäufer die uns in dieser misslichen Lage gebracht haben.

  9. Ich würde nicht unterschreiben, dass die SNB mit ihren Negativzinsen an der Immo-Bubble schuld ist, im Gegenteil, sie hat schon lange vor den Negativ-Zinsen vor einer Blasenbildung im Immobiliensektor gewarnt aus ganz anderen aber zwingenden Gründen.

    Die hauptsächlich Schuldigen sind die PKs und ihre Beton-Gold Strategie. Die Schweiz ist ein kleiner Markt aber mit extrem potenten und liquiden Teilnehmern. Da sind z.B. die Swiss Life oder die SwissCanto um nur zwei zu nennen, welche hautpsächlich oder mit Schwerpunkt im Schweizer Immobilien Markt investieren und diesen in gewissen Feldern quasi dominieren.

    Sie bauen aufgrund ihrer Überliquidität einen Wohnblock am nächsten auf Halde. Da sie vermeintlich ohne Fremdkapital auskommen, spielt die Höhe der Bilanzwerte der Immobilien so lange keine Rolle, wie PK erfolgreich vertuschen kann, dass die Renditen, aus welchen der Bilanzwert berechnet wird, über Jahre nicht erzielt werden konnten. Sobald das nicht mehr unter dem Deckel gehalten werden kann, dann haben wir den Immo-Crash CH. Das kann z.B. dann passieren, wenn die Bilanz abgewertet werden muss, weil der Eigendeckungsgrad sonst viel zu tief ausfallen würde – FINMA lässt grüssen. Aber in der Regel wird einfach der Umwandlungssatz gesenkt und wieder liegt für ein weiteres Jahr ein Schleier über dem schlechten Spiel, welches Hochfinanz und Politiker gleichermassen über den Köpfen der Versicherten hinweg spielen. Die eine Partei versteht das Spiel leider nur zu gut.

    Auch das durch die PK in Immobilien angelegte Eigenkapital gehört nicht den CIOs, CFOs oder sonst einem O. Es gehört alleine den Versicherten und nur denen. Aber diese haben bei der Investmentstrategien nichts zu sagen, rein gar nichts. Sie dürfen dann nur die Zeche zahlen, logisch oder.

  10. Lieber Herr René Zeyer

    Ganz wesentlich handelt es sich um maximal schädliche Flickschusterei. Danke für Ihren Artikel.

    Ortega y Gasset hat schon in den 30er-Jahren davor gewarnt, dass die wachsende Spezialisierung die bürgerlichen Eliten nicht nur aushöhlt, sondern mit der Zeit zu ungebildeten Massenbürgern macht. Da braucht man sich dann auch nicht wundern, dass es keinen Ökonomen mehr gibt, der den ökonomischen Kreislauf denken kann, auch wenn er ein Spezialist in der Input-Ouput-Rechnung sein mag.

    In einem Land wo das möglich ist:

    https://www.luzernerzeitung.ch/news-service/inland-schweiz/firmenbussen-im-ausland-wer-sich-wie-in-der-schweiz-verhaelt-darf-strafgelder-bei-steuern-abziehen-ld.1199864

    und im Gegenzug das Eigenmietwert auf Immobilien im Ausland erhoben wird – trotz Doppelbesteuerungsabkommen – ist bald alles möglich! Haben Sie sich je gefragt, wieso Sie nahezu immer unsachlich diffamiert werden?

    Antwort: Weil das System Schweiz in einer schweren Legitimationskrise steckt, die durch Massnahmen hervorgerufen wurde, die nicht systemkompatibel sind…
    Herzlich

    P.S. Werfen Sie mal einen Blick im System 2. Säule und Immobilien-Milieu. Und schreiben Sie einen Artikel dazu und schauen was passiert. Da werden Sie behandelt als hätten Sie Jesus ans Kreuz genagelt von denjenigen die unter dieses System die grössten Kürzungen und Einbussen erlitten oder zu erwarten haben. Das ist eine verherrende Folge des Milizsystem Schweiz.

  11. Sehr geehrter Herr Zeyer

    Sie schreiben „und im Ernstfall damit rechnen können, wie weiland die UBS vom Staat gerettet zu werden.“

    Der juristische Umbau von CS und UBS mit eigenen Schweizer Unternehmen hatte doch genau das Ziel, dass nie wieder eine Bank durch die Schweizer Steuerzahler gerettet werden sollte!

    Offensichtlich ist das nicht gelungen und die Bevölkerung wurde – wie auch bei der Minderinitiative – getäuscht.

    Dies ist ein Muster, welches sich anhand etlicher Volksinitiativen erkennen lässt.

    Wie kommen Sie also darauf, dass mit einer Volksinitiative der Machtapparat SNB in die Hände des Schweizer Volkes gelangen könnte?

    Die Schweiz funktioniert – wie alle Länder – als Machtsystem und wir können gerne darüber diskutieren, wer da die Fäden in der Hand halt.

    • Lieber@Klaus

      Ich weiss, dass dies eine extrem schmerzhafte Erkenntnis ist, aber man kann nicht einfach daran vorbeigehen. Die Agitatoren in unserem Land kriechen doch schon längst aus allen Löcher hervor: Spüren Sie denn das nicht? Sie haben doch vor einiger Zeit hier geschrieben: „die Umverteilungskämpfe in der Schweiz gehen erst richt los“.

      Wenn man in liberalen Zirkeln die Sinnhaftigkeit des Negati-Nullzinssatzes verteidigen will, droht einem die Brandmarkung. Wenn man in nationalen Kreisen Ersteres und auch die Sinnhaftigkeit einer Einwanderungspolitik verteidigt, schlägt einem offen Hass entgegen. Wenn man in linken Zirkeln Banken verteidigt, wird man an den Pranger gestellt. Wir müssen das institutionelle Gefüge reformieren, sprich: echte mehr Demokratie wagen, auch wenn wir ab und zu auf die Schnauze fallen sollten. Die Schweiz kann sich vieles (noch) erlauben, aber eines sicher nicht: eine Krise seiner Institutionen…es wird eng sehr eng…
      Herzlich

    • Lieber Illusionist

      Ich bin nicht sicher ob der Satz zur Umverteilung von mir war, aber egal.

      Sie analysieren korrekt, dass praktisch jede politische Meinungsäusserung von einer Gegenseite verteufelt wird und somit gar keine richtige Debattenkultur aufkommt.

      Das ist aber so gewollt und dafür wurden sehr wahrscheinlich auch die Parteien erst erschaffen.

      Ich sehe den Grund für die Lethargie im Umstand, dass die Schweiz den allermeisten immer noch ein sehr auskömmliches Leben ermöglicht.

      Unzulänglichkeiten sind vorhanden und werden natürlich gerne kritisiert, aber um auch mal wirklich aktiv zu werden, dafür reichen die Mängel schlicht nicht aus.

      Zudem müsste man sich vermutlich auch an diejenige wenden, welche den Reichtum der Schweiz erst ermöglicht haben.

      Wer dies genau ist und wie dies organisiert wurde, weiss ich leider auch nicht, aber nur der Fleiss der Bevölkerung ist jedenfalls nicht die für diesen enormen Wohlstand hier verantwortlich.

      Ergo, wer etwas tut, sägt den Ast ab, auf dem er sitzt.

      Andererseits habe auch ich den Eindruck, dass sich das „Schweizer Glück“ langsam dem Ende neigt und man sich hierauf vorbereiten sollte.

    • @ Klaus Marte

      Ihr Kommentar zum Kommentar von Illusionen platzen, so auch die der B Schweiz, das nenne ich einen analytischen Volltreffer! Sei es politisch, wirtschaftlich, sozial und alles was noch dazu gehört….., ist leider schlicht und ergreifend ein Zustand, welcher erst durch einen „gröbere“ Zäsur sich verändern lässt. Aber es geht auch anders und damit meine ich: Paradigmenwechsel ist eine harte geistige und intellektuelle „Arbeit“, zu welcher auch viel Mut, wenn nicht sogar sehr viel Mut gehört. Denn man(n) wird auf einmal „der Schreier in der Wüste“ und fühlt man sich denn in dieser Position wirklich wohl? Eben dieser der den Mut aufbringt und auch hat, selbständig zu denken und als Konsequenz auch so zu leben. Not easy, but definitely closer to reality as living in a illusion…..
      à bientôt et meilleures salutations depuis Thailand…..

    • Sprachen schon die alten Griechen, taten schon die Römer und tun es heute die meisten(rühmliche Ausnahmen, Orban, Putin…, viel mehr fallen mir spontan nicht ein. Gegenteil EUdSSR, Germoney, und der restliche dekadente Westen, allen voran das „land of the free“. Habe gestern „Fahrenheit 11/9“ gesehen. Über Trump stänkern kommt gut an, doch viel besser macht es keiner. Ob Sanders der „Wunderheiler“ ist, tue ich bezweifeln. Ich habe 28 Jahre Sozialismus am eigenen Leibe erfahren…. Vielleicht wäre aber dieser doch die richtige Medizin für unsere realitätsverlorene Wohlstandsvernichtung.
      Übrigens „… wo kein Kläger, kein Richter!“ Das wussten die alten Griechen auch schon.

    • Lieber@Klaus

      Natürlch: Partei (lateinisch pars, Genitiv partis ‚Teil‘, ‚Richtung‘) – Wikipedia.

      Der Schweizer Föderalismus und die sprachliche Besonderheit unseres Landes, lassen aber m.E. einen begrenzten Spielraum in Richtung „Teil“ zu. Wir haben auch ein anderes Problem mit unserer Wirtschaftsstruktur. Dieses Problem hat ein noch grösseres Promlem (Dilema) erschaffen und nennt sich: LEBENSRAUM! Ein „Tabuthema“ der von den rechtsnationalen Seilschaften in unserem Land undifferenziert in Anspruch genommen wird.

      SNB: Noch vor 10 Jahren konnte die SNB politische Forderungen mit dem Argument abwehren, ihre „Mrd.-Gewinne“ seien alleine das Ergebnis flüchtiger Buchgewinne. Dies nimmt ihnen heute niemand mehr ab. Das bringt andere Probleme mit sich. das löst kein einziges Problem und verlängert weiterhin die Risikoliste.

      Ohne diese Problembewältigung dürfte auch die Entwicklung einer neuen Strategie, die auf die gegenwärtige globale Situation antwortet, auch schwierig sein.

      Lieber@ArsVivendi57

      Das Paradoxe und das „schöne“ in unserem kleinen Land ist die Form der Systemkritik, bei der jemand das System bekämpfen und gleichzeitig von ihm akzeptiert und bestens versorgt sein kann. Frei nach dem Motto: Gleichzeitig in der Landesregierung und an der „Opposition“ sein. Wie ich schon der Kommentarschreiberin@Nemesis schrieb hinsichtlich Lebensraum: Wenn wir uns nicht jetzt darum kümmern, werden wir unser Land verlieren und in 50 Jahren unsere Nachkommen die Minderheit sein und ein Reservatsleben führen.

      Lesen Sie die Antwort:

      „Haben Sie, der ziemlich naiv und eindimensional argumentiert, nicht einmal gemerkt, dass jedes einzelne Wort, das Sie in Ihrem letzten Kommentar wählen, aus dem Parteiprogramm der SVP stammt? Seien Sie so ehrlich, loben Sie die SVP für ihren einsamen, dreissig Jahre andauernden Kampf für eine souveräne Schweiz, motivieren Sie andere sich der einzigen, die Verfassung in ihrem Kern respektierenden, Partei anzuschliessen, anstatt hier auf post-marxistischen Schlaumeier, wie Ihr Alter Ego Stöhlker, zu machen.“

      https://insideparadeplatz.ch/2020/02/27/der-schweizer-igel-vor-der-eu-schlange-der-bundesrat-als-operettenregierung/

      Und diese Denkschule führt zu einem unkalkulierbarem Gesamtergebnis für uns alle und unser Land. Es wird von Rechtsnationalen gezielt zu Nebenkriegsschauplätzen postuliert, die vom eigentlichen Thema ablenken und in fehlenden Handlungsoptionen enden.
      Herzlich

  12. blackrock mit fed und squaremile kontrolliert nicht nur die wallstreet
    sie kontrollieren das kapitalistische system innen und aussenrum.

    wozu natürlich auch eure smarte snb gehört ihr eid.dip. rübenköpfe

  13. Wie sinnvoll die Subventionierung des Tourismus mittels CHF-Schwächung war und ist, sieht man gerade jetzt in Zeiten des C-Virus. Der Deep State, also Politik, Verwaltung, Economiesuisse, Schweiz Tourismus im Schulterschluss mit der SNB, ist mit dem Fokus auf Asien, besonders China, verantwortlich für gewaltige Überkapazitäten in Hotellerie/Gastronomie, bei Airlines, Bergbahnen, Carunternehmen, Souvenir- und Uhrenläden etc. Als ob die Schweiz vom Tourismus abhängig wäre. Resultate sind Pleiten, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit zu Lasten der Steuerzahler und der Angestellten anderer Sektoren. Und bei den Zinsen hat der vom Medien-Mainstream getriebene Jordan schon längst keinen Spielraum mehr. Nicht nur ein Lowperformer, sondern vielmehr ein Totalversager.

    • @Avanti dilettanti!

      „Nicht nur ein Lowperformer, sondern vielmehr ein Totalversager.“

      Oh Nein! Keine „dilettanti“ schon eher hartgesottene Profis! Sinngemäss, ist Prof. Dr. Jordan für die Systembetreiber ein Spitzen-Performer. Vor ihn Prof. Dr. Hildebrandt. Verfolgen Sie genau wie und von wem Hildebrandt&.Jordan installiert wurden. Das Hildebrandt heute bei Blackrock tätig ist sollte nicht täuschen. In der Schweiz liegt der Hund begraben. Wenn Sie wollen; ist es eine Angelegenheit für das „Innere“.

  14. Jetzt ist auch unser umtriebiger Herr Zeyer in die Gilde der Verschwörungstheoretiker übergetreten, die zur Zeit auf IP Hochkonjunktur haben.
    Sie alle wittern dunkle Mächte über all dem unerklärbaren Pseudofaktenwissen.

    • Dunkle Mächte?

      Richtig!

      Sie sind bei weitem noch nicht paranoid genug, Herr M.

  15. Dieses ewige SNB-Bashing! So viel hat die SNB nicht falsch gemacht in den letzten Jahren. Der Zeitpunkt für die Aufhebung der EURO-Anbindung war unglücklich gewählt und hätte mindestens einen Monat früher passieren müssen. Dass Privatpersonen sich mit SNB-Aktien eindecken können und dann auch noch eine solche Dividende kassieren ist ebenfalls fragwürdig…, aber sonst macht die SNB einen super Job – und viele Alternativen hat Sie nicht! Man darf nicht vergessen dass die SNB nicht wie ein gewöhnlicher Vermögensverwalter vorgeht…, sie macht langfristige Investments und hat zudem auch noch eine soziale Verantwortung.

    Und ja, die so heftig kritisierten Minus-Zinsen… Durch die anhaltend tiefe Inflation und Aufwertung des Frankens wirkt sich zwar die „Sache“ nicht für alle Unternehmen positiv aus (Export), aber dafür umso mehr für die Importeure welche teilweise immer noch mit einem Kurs von 1.50 rechnen…, und somit geht die Rechnung für die Mehrheit der CH-Bevölkerung bestens auf.

    • Es geht nicht um Bashing der SNB sondern um Tatsache, dass die SNB allein bestimmt, ohne richtige Kontrolle, auf einer sehr schmalen Entscheidungsbasis, die eigentlich der Schweiz fremd sein sollte. Dass die SNB nie glaubhaft erklärt hat, warum sie den fixen Kurs zum Euro verlassen hat, wurde von vielen nicht vergessen. Aber so schlecht muss die SNB nicht sein, da soviele Bürger immer noch glauben, sie mache alles richtig und solle gar nicht in Frage gestellt werden… auch von Ihnen

    • @Richtigstellen:

      Wenn die Politik die Anlagepolitik der SNB bestimmen würde, wären die Ergebnisse verheerend, da zu viele Partialinteressen bekanntlich zu Minderperformance führen.
      Überall dort, wo der Staat in die Notenbankpolitik eingriff führte dies zu mehr Staatsverschuldung und Verlusten. Zahlreiche Beispiele können Sie südamerikanischen Staaten entnehmen!

      Sie müssen daher nicht die Fakten richtigstellen, sondern Ihre Denke!

    • Lieber@Lorenz

      „da zu viele Partialinteressen bekanntlich zu Minderperformance führen.“

      Wie Franken-Rüttli? Aufklärung ist ein zweischneidiges Schwert, denn konsequent zu Ende gedacht, führt sie in eine Herrenideologie.

      „Überall dort, wo der Staat in die Notenbankpolitik eingriff führte dies zu mehr Staatsverschuldung und Verlusten.“

      Meinen Sie UBS und CS? Sie müssen lernen zu verstehen, dass unsere eigenen Mehrheitsentscheidungen nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, weil die Eigentumskonzentration an die Grenzen der Demokratie gestossen ist. Auf diese sachliche Art müssen Sie denken. Von da aus können Sie sich dann weitere Impulse erwarten.

    • @Richtigstellen: Ja, für wen denn richtigstellen? Fakt ist und war, dass immer dann wenn die Politiker ins Steuerrad griffen es dann auch Entscheide waren die gründlich in die Hosen gingen: Exemplarisch aufgezeigt wo die SNB gezwungen wurde, Gold zu Tiefstpreisen zu verhöckern um sachfremd die AHV teilzusanieren (zu ca. einem Drittel des heutigen Marktpreises). Ebendiese Politiker/innen wollen sich heute natürlich partout nicht mehr daran erinnern. Einmal mehr profiliert sich der Autor als SNB-Basher erster Güte, die positiven Aspekte der Tiefzinspolitik (welche notabene von der EZB und nicht von der SNB ausgelöst wurden) werden entweder negiert oder weggewischt. Natürlich ist es nicht so dass wir begeistert sind von den durchaus auch negativen Aspekten von Negativzinsen, ein ausgewogener Artikel würde jedoch alle pros und cons auflisten. Auf der Pro-Seite würde dann u.a. stehen, dass Mieter und Hausbesitzer auch davon profitieren in Form von tieferen Referenzzinsen (wie gerade die gestern publizierte Zinssenkung), es praktisch keine Teuerung mehr gibt, Herr und Frau Schweizer im Ausland Ferien zu Superpreisen machen und auch Bund/Kantone/Gemeinden sich teilweise mit Minuszinsen refinanzieren können.
      Es kommt im Weiteren nicht auf die absolute Höhe des Zinssatzes an sondern ob der erhaltene Zins nach Berücksichtigung der Inflation; Statistiken zeigen klar auf, dass wir in der Schweiz zwar nie längerfristig nominale Negativzinsen hatten aber nach Berücksichtigung der Inflation einen effektiv tieferen Zins als heute hatten.
      Im Weiteren: Der bis Mitte Januar 2015 gültige Mindestkurs von 1.20 CHF/EURO war schlicht und ergreifend nicht mehr haltbar durch die SNB, der effektive Kursverlauf spricht Bände.
      Und noch als Letztes: Ja, ich gehöre zu der Mehrzahl der Bürger die immer noch glauben dass die SNB gesamthaft einen guten Job macht und auch weiterhin aufgrund von volkswirtschaftlichen Gründen eine Zins- und Geldpolitik haben soll – insofern dies aufgrund ihrer Grösse im Vergleich zu FED und EZB bedingt möglich ist; von all den SNB Kritikern in IP Foren habe ich mehrheitlich und unfundierte Kritik und Weltuntergangsszenarien gehört, aber kaum konstruktive Vorschläge wie man es besser machen könnte.

  16. Wenn ein Bestsellerautor tiefgründig schreiben soll wird es schwierig. Das ist wie wenn der Schlagersänger Wendler philosophieren sollte…

    Dass die SNB den Interessen der eigennützigen Interessen der Politiker und der schweizerischen Oligarchenkaste entzogen ist erscheint eine gute Fügung der Geschichte zu sein.

    Dass man die Devisenresereven viel vorsichtiger bewirtschaftet als das der norwegische Ölfonds macht zeigt die Professionalität und Vorsichtigkeit der SNB.

    Die Schreiber wie der Bestsellerautor und seine Kollegen haben bisher nie glaubhaft darlegen können warum die SNB ein Risiko darstellt. Sorry guys

    • Nun, da Sie ja auf dem intellektuellen Niveau eines Schlagertextes polemisieren, ein kleines Theorem: Der Inhalt eines Kommentars ist umgekehrt proportional zu seiner Faktenferne. Sorry, Kurt, da raucht dann der kleine Kopf.

    • @René Zeyer

      Ihr Artikel ist bemerkenswert und dass die CHler nichts, aber auch gar nichts gegen die Politik der SNB tut und „wagt“, liegt an diversesten Gründen, die sehr wohl zu kritisieren sind, aber im Moment einfach nur an der Oberfläche ergründlich sind……. Wake up, ja, diese „Message“ haben Sie sehr wohl vermittelt. Steter Tropfen höhlt den Stein….!Dazu meinen Respekt.
      Aber mit Ihrem Niveau verstehe ich nicht ganz und um ganz direkt zu sein, ist es mir unverständlich, dass Sie einen Kommentar auf den Kommentar von @Kurt verfasst haben. Schade, denn das haben Sie wahrlich nicht nötig….

      @Illusionen platzen, auch die der B Schweiz

      Einfach immer ein „geistiger Leckerbissen“, was sie kommentieren und zu diversen Kommentaristen noch zusätzlich kommentiert haben! Meiner „Meinung“ nach, trifft die Sentenz es sehr wohl den Nagel auf den Kopf, nämlich: Es kann nicht sein, was nicht sein darf….. Hoffnungsvoll schaue ich in die Zukunft, denn Ignoranz ist heilbar, dies im Gegensatz zur Dummheit. Und da erlaube ich mir als CHler die Behauptung aufzustellen, dass wir mehr heilen können als konsterniert in den Himmel „gucken“ zu müssen und das Unabwendbare einfach zähneknirschend zu akzeptieren….

      Cordialement depuis Hua Hin……

  17. gescheitert wäre es, wenn die snb einen teil
    ihres buchgewinns der ahv überweisen würde,
    statt den kantonen.
    die politiker bestechen damit nur ihre wöhler,
    wieder, via subventionen!