Hypo-Zins schiesst hoch

Investoren flüchten in Cash, Schulden von Firmen und Staaten werden zu Ramsch. Jetzt erhöht Marktleader ZKB den Immo-Zins.

Die Notenbanken von Amerika und England haben die Zinsen praktisch auf null gesenkt. Die EZB kauft für drei Viertel Billionen (!) Euro Schulden von Firmen und Ländern auf.

Die SNB gibt den Geschäftsbanken mehr Spielraum für Kredite. Die Angst vor einem Crash bei den Immobilien wächst.

Die Anzeichen stehen auch im grössten Risikomarkt des Alpenlandes auf Sturm. Die Zinsen für Hypotheken drehen – nach oben.

Genau das Gegenteil dessen, was beabsichtigt ist. Während alle Zentralbanken die Leitzinsen noch stärker senken, schiessen die Marktzinsen hoch.

Die Zürcher Kantonalbank, die für den Schweizer Wirtschaftskanton Zürich entscheidend ist und dort im Häusermarkt zuvorderst liegt, hat die Hypo-Zinsen erhöht.

Stress im Zins-Geschäft: Hypos hoch statt wie gewünscht runter (ZKB)

Nicht im Bereich bis 5 Jahre Fest-Kredit, dort blieb bisher alles beim Alten, sprich tief. Doch darüber zeigen die Zinsen nach oben.

Die 7jährigen Festzinsen stiegen bei der ZKB von 1,14 Prozent per Anfang März auf 1,27 Prozent aktuell. Plus 10 Prozent.

Bei den 10jährigen Fix macht der Sprung mehr aus, diese schossen von 1,15 auf 1,46 Prozent hoch. Entspricht einem Sprung um 27 Prozent, mehr als ein Viertel.

Die 15jährigen Festhypotheken der Zürcher Kantonalbank gingen von 1,31 auf 1,63 Prozent nach oben. Das ergibt einen Anstieg um 24 Prozent.

„Der Anstieg der Hypothekenrichtpreise ab einer Laufzeit von fünf Jahren ist auf die gestiegenen Absicherungskosten (Zins-Swaps) und Risikoaufschläge auf dem Kapitalmarkt zurückzuführen“, begründete gestern ein Sprecher der ZKB.

„Diese haben einen direkten Einfluss auf die Refinanzierungskosten der Bank und damit auf die Hypothekenpreise.“

Das Spiel mit supergünstigen Krediten für die immer noch grössere Vergabe von Hypotheken ist zu einem abrupten Stop gekommen. Banken, Versicherungen und Privatinvestoren nahmen kurzfristig zu Negativzinsen Geld auf und verliehen dieses langfristig fix.

Mit ultradünner Marge, weil alle mit dem Billiggeld Geschäfte machen wollten und dachten, die Welt gehe immer weiter nach oben.

Mit Corona stürzte sie zusammen. Nun heisst es, rette sich, wer kann.

Als Erste trifft es jetzt jene, welche die Wette mit kurzfristig Verschulden und langfristig Ausleihen am aggressivsten gespielt hatten.

Sie stehen nackt da in der Ebbe.

Es handelt sich um das kleine Einmaleins des Kreditgeschäfts: Fristenkongruenz. Gemeint ist, dass langfristige Hypotheken mit langfristigen Spargeldern zu finanzieren sind. Alles andere ist Risiko pur.

Die Zinserhöhungen der ZKB sind ein starkes Signal. Es deutet auf Stress im Hyper-Hypo-Markt Schweiz hin.

Der Druck nach oben bei den Zinsen könnte sich verstärken. Das zeigen die Massnahmen der grossen Zentralbanken rund um den Globus.

Deren Bazooka hat einen Grund: Panik vor einer Bond-Massenflucht. Es wäre die Mutter aller Crashes. Die Abstürze an den Aktienbörsen sind dagegen ein laues Lüftchen.

Schaffen die hoffnungslos überschuldeten Zentralbanken den Kraftakt? Stoppen sie die Massen-Flucht der Investoren aus den Schuldpapieren in Cash?

Es geht ums Ganze. Der weltweite Bond-Markt ist grösser als alles andere, an ihm hängen die ganzen Renten unserer überalterten Gesellschaften.

Die Zinsen fürs Corona-geplagte Italien explodierten. Rom musste Investoren fast 3 Prozent bieten für frisches Geld.

Das 750 Milliarden-Rettungspaket der EZB hat den fieberhaften Anstieg gebremst und umgedreht. Gestern lagen die Renditen für 10jährige Italo-Staats-Bonds wieder unter 2 Prozent.

Die grosse Frage lautet: Kann ein Crash der Bonds abgewendet werden? Wenn nicht, drohen rasche Zinsaufschläge auch im Hypo-Markt Schweiz.

Kommentare

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  1. Hyperinflation? Bis jetzt abgewendet…aber, man denke es geht nun gemäss Schulbuch in Richtung (Hyper-)Inflation, denn eine wahre Angebotsknappheit steht uns bevor….WENIG WARE TRIFFT AUF EINE RIESEN MENGE AN KOHLE (QE, ESM, etc.)
    Wie schützt man sich?===? Das ist hier die einzige wichtige Frage.

    GOD BLESS YOU

  2. Wo ist das Problem? Wenn über dem Jordan beliebig künstlich Geld aufgetürmt wird, wusste jeder dass auch dieser Turm schon rein physikalisch an seine endgültige Grenze kommen wird. Nun sucht man im Theoriebüchlein nach der Perpeetuummobileformel und akademische Schlaumeier, die evtl. einen Rechentrick kennen um noch ein paar cm höher zu komme. Die Lösung wäre aber schon immer sehr einfach gewesen indem man für solche Posten einfach einen Intelligenztest verlangt.

  3. überschuldete Zentralbanken?
    Geht nicht. Logische Unmöglichkeit.
    Vielleicht ultraschlampig formuliert.
    Vielleicht bewusste Irreführung.
    Vielleicht auch Ahnungslosigkeit.
    Ausgerechnet von jemand, der diese Dinge Anderen genüsslich vorhält.
    Peinlich? Mehr als peinlich.

  4. Die Frage ist wann der dumme Michel sich endlich zu blöd vorkommt sein Leben lang zu arbeiten für im Schnitt 2.5 Mio Franken während dem auf anderer Eben ganz andere Summen einfach von heute auf morgen erstellt und überwiesen werden, die
    Meisten müssen 40 Jahre und mehr arbeiten um 2’500’000zu verdienen während anderere jede Nacht JEDE NACHT 100‘000‘000‘000 erstellen und dennen schenken die es dringend Nötig haben…Jede Nacht 1000x Lebensarbeitszeit….Jede Nacht…wann wacht die Masse auf? Das die Papiefötzel für die Sie ihr ganzes Leben Ihre
    gesundheit usw opfern nichts wert sind, nicht mehr als wenn was aus meinem Titenstrahldrucker kommt….und dann kommen ein paar Clowns und reden von Bitcoin und der grössten Tulpomanie ever…ja mal sollte mal die Augen auf und das Maul zu machen, und nicht umgekehrt…

  5. Und was macht Hans, wenn die Bank ihm das Schliessfach kündet oder die Miete für das Schliessfach, „wegen veränderter Marktsituation“, auf Fr. 2`000 im Jahr erhöht?

  6. So sind Banken früher reich geworden: 1. Spekulieren an den Börsen. Die guten Deals gingen auf Rechnung der Bank, die schlechten wurden den Kunden belastet. Wer konnte das schon nachweisen? 2. Hypothkenkunden wurden, sobald sich eine Gelegenheit ergab, in den Ruin getrieben und ihre Liegenschaften zu Spottpreisen aus der Zwangsverwertung ersteigert. 3. Dank Beziehungen zu den richtigen Politikern, haben die ihnen diese aus der Hand gefressen. 4. Schwarzgeldkunden wurden auf subtile Art erspresst.

  7. Genau! wie oben beschrieben, noch was zum c-Virus;
    Bisher sind meistens nur erwachsene ü 80 gestorben, Kinder praktisch keine,in den Todesanzeigen steht bei jüngeren Menschen: er / sie hat den Kampf gegen den Krebs verloren, hier etwas für das Wochenende.
    Es ist gleich wie bei einer Grippe, immer genug Abstand halten

    https://youtu.be/NxSOx-ro35s

  8. Unter Anbetracht der Entwicklung des Zins für 10Y Eidgenossen war damit zu rechnen… Das Ausfallrisiko wird höher. Die Raiffeisen hat ebenfalls erhöht. Schade nur, dass dort die internen Prozesse zur Verlängerung die Geschwindigkeit eines Oldtimers haben. Die Frage ist: Wird es sich aufgrund der Interventionen beruhigen? Wie gross wird der Druck auf die Währung?…

    • Der Anstieg der 10Y Eidgenossen ist auf Margin Calls zurückzuführen, welches zusätzlich einen Abwärtstrudel auslöste. Das ist nur ein vorübergehendes Phänomen. Bereits heute sinken die Renditen wieder. Die Nationalbank überschwemmt gerade den Markt mit Gel und die Banken werden sicher ab sofort grosszügig Kredite sprechen, da sie sich sonst ins eigene Fleisch (Kreditausfälle) schneiden. Eidgenossen sind immer noch eine der sichersten Anlagen dieser Welt.

  9. Ihr Schweizer seid COOOOOL

    Erst zahlt ihr keine Amortisation, dann mega niedrige Zinsen fur euer ImmoModel a la Suisse und lebt dazu vom Verkauf und der Preissteigerung von einem zum nächsten Haus und der BackBone eurer ganzen Volkswirtschaft – die Banken – schiessen euch (den Bürgern, die ihnen die Treue durch alle Unwetter halten #warumauchimmer) von hinten in den Rücken und erhöhen in schwersten Krisenzeiten die Zinsen….sie könnten ja Verluste einfahren. 🙂

    Für die Milliarden an Strafen weltweit im Private Banking und wegen ihrer ausländischen Kunden, hätten sie der ganzen Schweiz die nächsten 50 Jahre die Zinsen freiwillig stunden können. :-)))

    Tiptop – viva la Suisse Banking – viel Glück damit. Auf euch kann man sich verlassen!

  10. Ein Bond-Crash müsste kommen, um die Blase zu bereinigen. Die Zinsen sind, wie im Artikel korrekt bemerkt, vorerst angestiegen, jedoch durch die noch nie dagewesene, immense Flut von Geld in Staatsanleihen wieder gedrückt worden. Es scheint aber, dass die bisherigen Käufe weitergeführt und sogar noch verstärkt werden müssen, damit die Zinsen nicht sofort wieder ansteigen. Das Vertrauen des Marktes scheint nun definitiv hinüber. Meine Meinung: Es wird düster, die Hyperinflation wird kommen.

    Ich decke mich aktuell mit kanadischen Explorern ein, da ich durch das ganze gratis-Geld (USA wird in Kürze Checks mit 1-2’000 USD an alle Haushalte verteilen, dies mal als Start) eine starke Inflation erwarte, deren Gewinner Gold und Silber sein werden. Silber steht zu Gold in einem noch nie dagewesenen Verhältnis von 1:122! Physisch gibt es ohne 50-100% Aufschlag keine einzige Unze mehr zu kaufen! Ich kaufe daher aktuell digital…

    Meine Lieblings-Titel (grosser Hebeleffekt) sind (zu Handeln an der kanadischen Heimatbörse, da dort das Volumen grösser und die Spreads kleiner sind!):

    – Silver Spruce Resources (SSE) – 2 Gute Projekte: Besonders spannend: Pino de Plata – hier wartet man noch auf einen in Kürze eintreffenden Bescheid der mexikanischen Behörde. Wenn ok (man geht davon aus), dann wird ein Mexikaner ein direktes Investment tätigen, und kriegt dann 5% der künftigen Einnahmen der Liegenschaft. Sobald das OK eingeht, wird gebohrt. Pino de Plata ist von Coeur-Mining umgeben, welche hunderte Millionen für die umliegenden Gebiete bezahlt haben. Ein verdammt spannendes Projekt, das noch nie gebohrt wurde. Es befinden sich historische Minen drauf.

    – Colibri Resource Corp. (CBI) – Diverse gute Projekte (aktuell werden bei Evelyn die Bohrergebnisse ausgewertet) – gutes Management, Teils im Joint Venture mit Agnico Eagle!

    – Bayhorse Silver (BHS) – auf dem Weg vom Explorer zum Produzent. Davon gibt es wenige. Der Weg ist lang, der Kurs aktuell tief… die Chancen riesig… Der Boss persönlich wirft hier massiv eigenes Geld rein.

    – TMR, EAS, …

    In den USA wäre noch Golden Minerals (AUMN) spannend..
    Euch viel Glück und alles Gute.

  11. Bei der CS stieg der Zins für 4 jährige Festhypothek von Montag auf Donnerstag um 0,3% an.
    Es scheint, dass die Bank ihre Marge im Zuge der Coronakrise massiv verbessert um von der Panik zu profitieren.

  12. Mit den Anti-Corona-Aktionen wird die Axt an
    der Basissubstanz der Realwirtschaft angesetzt.
    Das gibt der Misere den Rest.
    Das Geld und Finanzsystem nur noch ,,Nebengeräusch,,.

  13. Cash is King. Die Aktienmärkte könnten bald wieder günstige Einstiegsniveaus bieten, daher ist die Umschichtung möglich. Eigentlich ein Schritt, der längst hätte in kontrollierterem Mass stattfinden können, als wie die Börsenkurse weiter anzuheizen. Den Politikern, Trump insbesondere, und den Zentralbanken sei Dank, dass nun der Absturz wesentlich heftiger ausfallen darf.

    • Andererseits, cash in Zeiten einer derartigen Krise.. Cash ist ja nichts weiter als eine Forderung ggüber der Bank. Was, wenn die Bank Probleme bekommt? Und man eventuell mehr als 100k am Konto hat?

  14. Die Massnahme ist verständlich. Die Zinsen waren zu tief und alle haben konsumiert statt amortisiert. Ergo stiegen die Risiken. Das wollte aber niemand hören – ausser ein paar wenige, die schlafen jetzt noch ruhig und müssen auch keine Raviolibüchsen horten.

    • Ja, es hat mehr als genug Klopapier für alle.

      Ausser, wenn panische Fluchtiere gleichzeitig alles leerräumen wollen, dann könnte es logischerweise zu Lieferengpässen kommen.

      P.S: nicht vergessen das Bargeld zu desinfiszieren

    • Cash wird früher oder später verboten…dann wird über Nacht der Schalter umgelegt und alle Vermögen auf der Bank ab einer gewissen Höhe vom Staat als Solidaritätsbeitrag zur Tilgung der Staatsschulden resp. Bankenrettung verstanden. Wurde alles in Zypern durchexerziert (2013). Und weil Europa bitzeli grösser ist als Zypern, hat man unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung dem Volk die Waffen weggenommen. Ach ja, neuster Stand übrigens noch, der Bunderat diskutiert über die Nutzung der Handydaten zur Ortung von einzelnen Personen…do I need to say more?

    • @Jay Lennox: Nein sagen Sie nicht mehr. Sagen Sie lieber gar nichts! Was für eine Niederfrequenz, die sie da verbreiten. Ich weiss es ist zwecklos, aber verfolgen sie wenigstens die Minutes der BR-Pressekonferenz zur Handy-Ortung.

  15. Soviel zur Solidarität der ZKB mit der Bevölkerung, der sie letztendlich noch immer gehört!!!

    Wenn hier die SNB kein Machtwort ausspricht, ist das schlicht Versagen auf allerhöchsten Stufe!

    • Stammtischgesülze! Wieso sollte die ZKB sich nicht wie eine Bank verhalten, sondern wie eine geschützte Werkstatt wie viele staatsnahe Betriebe und der Staat selbst.

      Die ZKB steht in Konkurrenz zu anderen Banken und muss sich daher auch so verhalten. Im Gegenteil, die ZKB macht genau das richtige. Sie lässt die sich ändernden Rahmenbedingungen und Marktverhältnisse in ihre Risikomarge einfliessen. Nicht mehr und nicht weniger. Das erwarte ich von allen Banken.

      Und nein, ich bin kein Banker. Im Gegenteil, ich halte von dieser Gilde nicht mal sonderlich viel. Aber hier handelt die ZKB verantwortungsbewusst. Ihren Mitarbeitern gegenüber und auch – und das sehen Sie offenbar nicht – den Eignern, nämlich dem Steuerzahler gegenüber.

    • @Pedrovic:
      Pseudo-Intellektuellen-Gelaber!
      Wo bitteschön verorten Sie denn bei der ZKB das verantwortungsbewusste Verhalten ggü Eignern in Sachen Ü50-Entlassungen, Boni für die Teppichetage und der expliziten Staatsgarantie?
      Geben Sie mir eine Bürgschaft für einen Kredit, wenn Sie sehen, dass ich damit nicht meine Schulden begleiche, sondern ein tolles Auto lease? Und für die Bürgschaft wollen Sie bestimmt auch nichts zurück, oder??

  16. War voraus zu sehen und das ist gut so, es ist der Anfang vom Ende der Immobilienhausse. Mit dem Atomknall für das gescheiterte Wirtschaftssystem werden die Zinsen sich nun langsam aber stetig in Richtung 2-3% bewegen und die Immobilienpreise werden sinken. Bis in 5-7 Jahren wieder alles beim alten ist ;-).

    • Preise sinken, aber das Vermögen der Sparer ist auch nichts mehr wert bei der Inflation.

    • Unsinn. Immopreise sind längerfristig noch nie gesunken, nicht mal nach Subprime in den US. Das Land ist knapp, erst recht in der Schweiz, und die Bevölkerung resp. Nachfrage nimmt zu. Es ist wie immer eine Frage von Angebot und Bedarf. Zudem hierzulande mit grundsolider Finanzierung, Tragbarkeiten mit 5% gerechnet. Von einer Blase kann nicht ansatzweise die Rede sein. Die Risiken lauern ganz woanders.

  17. Eine Bank lebt von den schlechten Geschäften, die sie unterläßt.

    Dr. Hermann Josef Abs

    Bankier, 1957 – 1967 Vorstandsvorsitzender der „Deutschen Bank“, zählte in den Nachkriegsjahren zu den engsten Beratern von Bundeskanzler Konrad Adenauer (Deutschland, 1901 – 1994)

  18. Dass die Hypozinsen irgendwann mal wieder nach oben gehen war für mich so sicher wie das Amen in der Kirche. Deshalb habe ich auch meine Hypothek amortisiert und nicht wie andere für das freie Geld (geliehenes Geld) Aktien oder andere Papiere gekauft. Leid tun mir alle die deswegen ihre Immobilie verlieren. Leid deswegen weil sie den Banken vertrauten und auf die schönen Worte der Bankberater herein-
    fielen. Was lernt man aus dem ganzen: Traue deinem Bankberater nicht. Schalte dein Gehirn ein, es ist fähig zu denken.

  19. Genau diese Signale benötigen nun die von Existenzängsten geplagten Familien des Mittelstandes die in ihren eigenen oder gemieteten vier Wänden gefangen sind. Sind die bei ZKB eigentlich noch bei Sinnen, immerhin eine Staatsbank, im gleichen Moment wo der Staat grosszügig erklärt der schon arg gebeutelten Bevölkerung zu helfen, solche Signale auszusenden die letztlich jeden treffen, Mieter wie Eigentümer. So entstehen Revolutionen und Aufstände, siehe Gelbwesten in Frankreich und das Image der Banken richten sie selbst zugrunde. Etwas Feingefühl wäre angebracht.

  20. Was nicht ewig weitergehen konnte, kommt jetzt zum Ende.
    Wir haben jetzt folgende Situation:
    1. Viele ältere Leute werden in den kommenden Monaten sterben. Diese sind häufig Eigentümer ihrer Immobilien. In einer stark alternde Gesellschaft, haben viele ältere Leute keine Kinder. In vielen Fällen besitzen die Kinder schon eine Immobilie oder sie können sich das nicht leisten und wohnen zur Miete. -> Viele Häuser werden sehr schwer zu verkaufen sein, Preise werden fallen.
    2. Viele eingewanderten Arbeitskräfte werden mit der Krise nicht mehr nötig sein. Viele werden dann die Schweiz verlassen und dabei Immobilien verkaufen oder Mietwohnungen verlassen. -> Tiefere Immobilienpreise und Mieten!
    3. Die Zinsen steigen wegen der Krise (ausser bei Staatsanleihen der solidsten Staaten). Das macht den Immobilienkauf weniger attraktiv und reduziert den Pool der Leute, die sich eine Immobilie leisten können. -> Tiefere Immobilienpreise.
    4. Die Schweizer haben die höchste Privatverschuldung gemessen an den Bruttoinlandsprodukt der Welt, meistens wegen exorbitante Hypotheken. -> Was nicht ewig dauern kann kommt irgendwann zum Ende. Eine tiefere Verschuldung bedeutet Sculdendeflation und tiefere Immobilienpreise.
    Zusammengefasst: Subprime in der Schweiz!

    • Die Schweizer haben die höchste Verschuldung…..Richtig.Aber das wird seit Jahrzehnten gesteuert.Und der Staat tut immer noch das Gegenteil dessen, was für den Europäer mit dem tiefsten Immobilienbesitz richtig wäre.Er bleibt hoch attraktiv für ausl. Geldschwemmen (Fluchtkapital und sehr harte Währung) und er lügt uns an und fördert die Personenfreizügigkeit und die Attraktivität für ausl. Unternehmen.Alles Gift für potentielle Käufer.Boden ist nicht vermehrbar, ausser mit dem Trick der Verdichtung.Wenn auf dem Gelände einer alten Villa nachher 22 Wohnungen stehen, so ist die Verdichtung 22fach.Aber die närrischen Schweizer wollen es nicht merken, dass die Annahme der BI ihnen Nachfrage für sie selbst schafft (Jobs) und Ausländer eher draussen hält. (Schön wär’s.)für die 5 Mio Schweizer bzw. 70% die Eigentum wünschen hätte es für jeden für ein Häuschen gereicht.Mehr denken ist gefragt. Gut es wäre dann nicht so „urban“.

    • Das stimmt zwar alles. Was mir schon seit ein paar Jahren viel mehr Sorgen macht: Sehr viele Privatimmobilien wurden mit Tragbarkeitsrechnungen „auf dem letzten Zacken“ gekauft. Sportliche Finanzierung nennen das die Banker. Die Käufer rechnen nach wie vor mit dem aktuellen Zinssatz: 2 Autos, 3 mal Malediven pro Jahr (gut, ist aktuell etwas schwierig). Man gönnt sich ja sonst nichts. Wenn nun die Hypo-Zinsen auch nur auf 3% steigen, läuft das nicht mehr. Scheidungen, etc. Man rechnet in dem Fall mit bis zu 30% Verkäufen. Preise der Immo fallen. Nachschusspflicht auf Eigenkapital. Nicht möglich. Angebot steigt, Nachfrage sinkt weiter……
      Konsequenzen machen mir grösste Bedenken.

  21. Was man noch zu SNB wissen muss. Die Aenderung des Faktors von 25 auf 30 ist wesentlich. Bisher waren ca. 500 Mia. CHF vom Negativzins befreit. Jetzt sind es ca. 600 Mia. Bei einer Geldmenge von CHF 603 Mia. per 13.3.2020 ist es einfach zu erklären, dass praktisch alle Banken bis an ihr Limit gehen können mit Geldaufnahmen im Geld- und Kapitalmarkt und das führt zu höheren Zinsen. Die Zinsen werden erst wieder fallen, wenn die SNB mit 30-50 Mia interveniert. De Facto war es also eine indirekte Zinserhöhung, und da wundert man sich, dass dass der EUR/CHF Wechselkurs sinkt. Medietiert Mal bitte am Bürkliplatz.

    • Alpha Man: Fast richtig. Es wird die dreissigfache durchschnittliche Mindestreserve bei der SNB genommen, dieser beträgt aktuell kanpp 18 Mrd mal 30 gibt rund 540 Mrd oder knapp 90% der Giroeinlagen von CH-Banken sowie übrige Guthaben von Bund, ausländ. Banken, AHV etc.
      .
      Der Negativzinssatz ist eigentlich nur noch ein potemkinsches Dorf um den weiteren Zufluss ausländischer Kapitalien zu bremsen.
      Da die Banken jetzt bald mal praktisch keinen Negativzins mehr bezahlen müssen, ist es eine ziemliche Frechheit, dass die diesen an immer kleinere Kunden weitergeben wollen!

  22. „Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten.“

    Wladimir I. Lenin
    * 22. April 1870 † 21. Januar 1924

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    https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11678682-hypothek-negativzins-gibt-s-sowas

    https://www.finanzen.net/devisen/schweizer_franken-schwedische_krone-kurs

    https://www.finanzen.net/devisen/schweizer_franken-norwegische_krone-kurs

  23. Schmierblätter traditioneller Schweizer Medienhäuser in dieser Woche: «Kleinsparer können aufatmen – Geschäftsbanken bezahlen weniger Negativzinsen».

    Sparer sollen sich nun zügig Gedanken machen, ob sie ihre Gelder weiterhin ohne Risikoprämie (Null-Habenzins) den Geschäftsbanken ausleihen.

    • @R. Todd – Schwachsinn! Und Gemeinheit! – Erstens ist die NZZ die FDP. Ausser Ihnen weiss das wohl schon jeder. Sozialistische und bürgerlicher Politik ist weltweit das Gegenüber. Zweitens missbrauchen Sie die Corona Pandemie für ihre verblendeten Grabenkämpfe aus dem kalten Krieg. Schämen Sie sich gar nicht? Sie ewig gestriger!