Non-Winning Game

Sicherheit kostet Geld. Es ist des Pudels Kern: Wer jetzt Bern kritisiert, macht es sich zu einfach.

Investiert man in die Sicherheit in guten Zeiten, so meinen oder wissen viele, dass dies unwirtschaftlich und somit unnötig ist. Während oder nach der Krise meinen oder wissen viele, man hätte mehr Geld für die Sicherheit ausgeben sollen.

Manchmal sind es in beiden Fällen die Gleichen. Eine Non-Winning Game Situation für die politische Führung in einem demokratischen Rechtsstaat.

Die politische Führung ist nicht unabhängig, darüber zu entscheiden, wie sie ihre Einnahmen verwenden will. U.a., wie viel Geld sie für die Sicherheit der Grundversorgung, wie Gesundheit, Strom oder Telekommunikation ausgeben will.

Jetzt von politischem Versagen zu schreiben, heisst, Wind des Unmuts zu sähen und damit eine Gefahr für die Rechtsordnung heraufzubeschwören; dies in einer Zeit geprägt von Existenzängsten vieler. Ein Verlust der Rechtsordnung lässt sich nicht quantifizieren, wäre jedoch für den Wirtschaftsstandort Schweiz fatal.

Ich gehe nicht so weit zu behaupten und glaube auch nicht daran. dass einige wie Herr Klaus Stöhlker nur wirtschaftliches oder politisches Kapital schlagen wollen. Oder nur gerne von sich selber lesen.

Es fehlen mir Worte der Anerkennung und des Dankes im Sinn und Geist von Winston Churchill bei einer seiner berühmten Reden. Dank an Polizisten, Gesundheitsfachkräfte, Mitarbeiter der Rettungsdienste und der Grundversorgung, an Menschen, welche sich solidarisch und sozial verhalten. Dies, obwohl in guten Zeiten der Gewinn privatisiert worden ist.

Wie wäre es, bereits heute darüber nachzudenken, wie in Zukunft ihre Arbeitsbedingungen verbessert werden können?

Lob gebührt Politikern, welche nun nicht in die Öffentlichkeit treten, um zu kritisieren und daraus politisches Kapital schlagen zu wollen.

Im Nachhinein, falls nicht bereits im Voraus, zu bemängeln und von Versagen der politischen Führung zu sprechen, ist unpassend. Zudem ist es wenig hilfreich, wenn nicht Alternativen aufgezeigt werden, die hier und jetzt umgesetzt werden können.

Es fehlen Antworten auf die Frage: Was können wir dafür tun, um die Krise mit den bestehenden Mitteln möglichst gut zu bewältigen? Zugegeben, ich habe lediglich 1 bis 2 Antworten dazu.

Kommentare

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  1. Wirklich ein guter Kommentar, inmitten all der Vielen, die nun selbstherrlich auf den Staat dreinschlagen und ihn kaputtreden. Dieser (der Staat) kann nun wirklich alles und jedes tun, IMMER hat er im Durchschnitt die Hälfte gegen sich. Umso dankbarer sollten wir sein, wie unaufgeregt und rational er handelt und einfach sein Bestes tut. NIEMAND konnte eine solche Entwicklung voraussehen, im Nachhinein ist es leicht, zu sagen, was man besser hätte machen sollen.

  2. Eigentlich ist es ganz einfach, wie man wirtschaftlich eine Krise abfedern oder sogar möglichst eliminieren könnte, wenn man denn wollte. Ich erinnere an die Worte von Parmelin zu Beginn der Krise. Er sagte da: „Ihr müsst keine Angst haben, wir lassen Euch nicht im Stich, wir helfen Euch“.

    Und nur 2 Wochen später ist schon das grosse Chaos da, weil zehntausende nicht wissen ob ihnen geholfen wird, zehntausende schon wissen dass ihnen nicht geholfen wird weil sie nicht ins Gesetz „Schema F“ passen und zehntausende zwischen allen Maschen durchfallen werden, sie wissen es einfach noch nicht.

    Mir ist schon klar, dass es eine sehr schwierige Situation ist. Aber gerade in so einer Krise sollte die Führung sehr vorsichtig sein mit was für Worten sie um sich wirft oder aber die dann auch einhalten. Wenn ich sage es werde allen geholfen, dann sollten das dann auch „Alle“ sein. Und nicht wie jetzt, wo schon wieder gestritten wird welche Firmen etwas erhalten werden und welche nicht. Dümmer gehts ja gar nicht, nur überhaupt daran zu denken,man wolle nicht alle Firmen berücksichtigen. Da haben einige in der Schule wohl bei Mathe zum Fenster raus geschaut statt zu lernen, wenn sie wollen, dass möglichst niemand entlassen wird, aber zehntausende Kleinbetriebe im Regen stehen gelassen werden. Die gehen Pleite und sind dann auch entlassen. Aber vielleicht ist es ja so, dass unsere Politiker sich darum nicht sorgen machen, weil diese Kleinbetriebe keine Lobby haben und vor allem in keiner Statistik auftauchen wenn sie verschwinden.

    Ich habe weder Wirtschaft studiert, noch ein anderes Studium abgeschlossen, bin also ein „Nichtakademiker“. Und ich sehe jetzt, das ist auch gar nicht nötig einer zu sein, um die krassen Fehler unserer Politik nicht nur zu sehen, sondern sogar in gewissem Masse voraus zu sehen. Ich habe schon ganz zu Beginn, am Tag von Parmelins Worten, „wie helfen Euch“, gesagt, das gibt ein Gemetzel und in kürzester Zeit wird man sich aus nicht nachvollziehbaren Gründen nur noch streiten, wem geholfen wird und wem nicht. Genau so ist es heute.

    Und somit stelle ich gleich eine weitere Prognose. Je grösser das Untnehmen und desse Lobby und dessen schreien nach Hilfe, je eher werden Millionen fliessen, je kleiner das Unternehmen, je weniger Hilfe kommt an und bei 1 oder 2 Mann betrieben wird es eine grosse Konkurswelle geben.

    Aber am Schluss wird sich der Bundesrat und die Wirtschaftslobby auf die Schultern klopfen und sagen, toll wie wir das gemeistert haben. Deren Glück wird sein, dass die „Kollateralschäden“ kaum eine Stimme haben. Aber eines ist auch gewiss, die „Welt danach“ wird auch für diese Leute eine Andere sein und manch einer wird sich noch wundern, was ihm so alles wiederfahren wird.

    Gerne würde ich hoffen, dass viele Politiker parteiübergreifend und länger am selben Strick ziehen, allein mir fehlt der Glaube an deren Fähigkeiten. Es sind ja Politiker, Parlamentarier, Verwaltung und die parlieren …… parlieren…… parlieren………parlieren, solange bis alles so zerredet minimiert ist, dass man schon fast nichts mehr tun muss. Und das schlimme daran ist, die denken dann auch noch sie hätten doch nun einiges getan, nur schon weil sie lange darüber gesprochen hätten. Näher besehen, sind die wenigsten Politiker ihr Geld wert. Aber das ist ja nichts neues, es nimmt dann einfach in einer Krise besonders bizarre Formen an.

  3. Chapeau! Endlich jemand der in die richtige Richtung denkt. Solche Stimmen helfen, dass endlich der Ruck durch’s Land geht.

  4. Ja genau Bern macht alles super. Zweitteuerstes Gesundheitssystem der Welt, am zweitschlechtesten bei den Infektionen. Kritisieren verboten.

  5. „Wie wäre es, bereits heute darüber nachzudenken, wie in Zukunft ihre Arbeitsbedingungen verbessert werden können?“ Bei den genannten Berufsgruppen handelt es sich hauptsächlich um Staatsangestellte. Niemand will wohl ernsthaft behaupten, dass deren Arbeitsbedingungen zu verbessern sind? Momentan müssen die Selbständigerwerbenden zittern. Mit Hilfe sieht es schlecht aus. Das Rumeiern in diesem Thema ist in den täglichen Pressekonferenzen live mitzuerleben. Die politische Führung scheint zu wollen, die Beamten mauern.

  6. Ein sehr guter, differenzierender Kommtar. Vielen Dank Herr Muster. Es ist sehr einfach, jetzt auf die Regierung zu zeigen und zu sagen, was alles falsch ist. Nur, wenn man vor 5 Jahren Millionen für Intensivstationen und Spitäler ausgegeben hätte, welche in Normalsituationen zu vielleicht 10% oder 20% ausgelastet und somit nie und nimmer kostendeckend sind, wäre der Aufschrei genau der gleiche gewesen. Siehe auch die Diskussion über neue Kampfflieger aktuell. Jetzt will kaum jemand dafür Geld ausgeben, aber vielleicht kommt irgendwann der (heute undenkbare) Fall, dass wir neue Kampfjets brauchen und dann?? Ja, ich kann mir im Moment auch kein Szenario denken, wo sie nötig wären, aber hat jemand vor 6 Monaten an ein Coronavirus gedacht?

    • Grundsätzlich richtig. Nur eine Aussage möchte ich gerne korrigieren: „… aber hat jemand vor 6 Monaten an ein Coronavirus gedacht?“

      Bill Gates hat bereits 2015 während eines Ted Talks auf ein solches Risiko / Szenario hingewiesen, und die Probleme im US Gesundheitswesen in einen Kontext gestellt. siehe Link:

      https://www.youtube.com/watch?v=6Af6b_wyiwI

      Man müsste einfach zuhören, auch wenn die Meinung unbequem ist.

  7. Sehr geehrter Herr Muster
    es tut gut, in den momentanen Zeiten solche Zeilen zu lesen! Alle diejenigen, die glauben, es besser zu wissen oder gar zu können, sollten sich Ihre Worte zu Gemüte führen.

  8. Danke, endlich mal ein besonnener Kommentar zur aktuellen Situation. Ich finde auch, wir müssen da nun einmal durch und mithelfen, dass der Schaden nicht noch grösser wird. Schuldzuweisungen sind nun nicht hilfreich. Wenn die Krise dann mal ausgestanden ist, sollten dann auch die Lehren daraus gezogen werden – wenn wir das dann auch wollen.

    • Nicht nur Lehren sind/wären zu ziehen und vor allem umzusetzen, es müssten auch die Köpfe der Verantwortlichen für diese Misere rollen… und rollen…

      Wie naiv ist man eigentlich, offensichtlich zu meinen, es gebe nie wieder Krieg und Krisen und deshalb seien von den ursprünglich 8 Militärspitälern deren 7 einzustampfen. Die hätten jetzt in der Krise gute Dienste leisten können.

      Wie von anderen schon erwähnt, lässt man im Tessin nach wie vor täglich Zehntausende Grenzgänger in die Schweiz, und dies aus dem Epizentrum der Seuche in ganz Europa. Die schleppen das Virus doch tagtäglich wieder ein.

      Diese Landesregierung und ihre Verwaltung agieren kopf- und konzeptlos, ohne Sinn und Verstand.

  9. Im Grundtenor ein richtiger und wichtiger Artikel, der eine vernunftgesteuerte Gegenpositionen zu derjenigen von Populisten zu schaffen sucht; auch wenn der Artikel in seiner Konklusion auf die wichtigen Fragen (nicht explizit dargelegt) leider offen bleibt.

    Nach Sichtung der letzten Beiträge zu diesem Thema zähle ich zu den vorgenannten Populisten im Übrigen insbesondere die Herren Stöhlker, Geiger und Eichenberger. Mit ihren „Beiträgen“ fördern sie strukturelle Gewalt mit Ihren simplistischen Verlautbarungen, oder billigen diese zumindest. Sie demonstrieren eklatante Mängel darin, eine holistische Betrachtungsweise herzustellen, um auf deren Basis eine informierte Aussage zu machen – oder zumindest eine informierte öffentliche Meinungsbildung zu ermöglichen. Auch wenn sie es für sich wohl in Anspruch nehmen: In dieser Form sind das keine Vertreter demokratischer Werte, sondern verfolgen offenbar klientelpolitische Ziele durch die tendenziöse und/oder verzerrter Darstellung von Fakten, Geschehnissen und Zusammenhängen. Schade. Aufgrund des Alters, Bildungshintergrunds und Erfahrungsschatzes wären gerade diese Personen eigentlich bestens aufgestellt, um diese Plattform durch wirklich qualitativ hochwertige und objektive – und dabei durchaus auch kontroverse – Meinungsstücke zu bereichern…

    • Mag sein, dass Sie recht haben mit Ihrer (fundierten) Kritik. Trotzdem scheint mir Ihr Beitrag recht akademischer Natur zu sein.

      Am Ende dieses Weges erwarten uns – auch Sie – gigantische ökonomische, soziale und gesellschaftliche Verwerfungen eventuell nie gekannten Ausmasses, europa- und weltweit.

    • Leider bin ich mit Ihnen einverstanden, dass das Risiko von Verwerfungen lange Zeit nicht mehr so hoch waren. Und wir wissen aus der Vergangenheit, wozu das führen kann.

      Umso wichtiger scheint es mir, so viele Menschen wie möglich zu erreichen und davon zu überzeugen, dass wir kritische Distanz wahren und als Kollektiv jederzeit fakten- und vernunftsgesteuert bleiben sollten – gegenüber Jedem und Allem. Denn wenn wir das nicht tun, streuen wir die wahre Saat für das, wovor Sie und ich zu Recht Angst haben.

      Wissen Sie, es ist einfach, den eigenen Ängsten zu erliegen und die Hoffnung in diejenigen zu setzen, die uns das Blaue vom Himmel versprechen. Es ist einfach, die Anderen für das eigene Leid verantwortlich zu machen. Aber diese Haltung treibt uns nur auseinander. Sie bringt uns individuell und kollektiv keinen Schritt weiter.

      Unser Anspruch an uns selbst sollte höher sein. Wir sollten die Meinungsführer etwaiger Coleur in Frage stellen. Ein klare Darlegung von Problem, Optionen und deren Bewertung einfordern. Wer auf diese Fragen nicht sachlich eingehen kann oder will, bietet keine Antworten, sondern lediglich Meinungen – und verfolgt höchstwahrscheinlich andere Ziele.

  10. Ich gehe nicht so weit zu behaupten und glaube auch nicht daran. dass einige wie Herr Klaus Stöhlker nur wirtschaftliches oder politisches Kapital schlagen wollen. Oder nur gerne von sich selber lesen.

    Aber doch fast? und das sehr! berechtigt.

  11. Die Physik zeigt und offenbart, die Grenzen des
    möglichen und machbaren! Die Gesetze der Physik sind absolut und werteneutral! Ohne Reserven und Puffer
    keine Sicherheit!Vorausdenker und Warner als nicht,
    ganz ,,dicht,, diffamieren,Mass und rationale Vernunft
    viel zu anstrengend? Hinterher Beten und auf Wunder hoffen? Physik und Wunder schliessen sich aus!
    Abschluss: Die etwas abgewandelten Worte eines
    gefeierten Politikers der jüngeren Geschichte.
    ( Aus der, viel zu wenig gelernt wird,die viel zu
    oft zur durchsetzung zeitgenösssischer Ziele missbracht wird.) Das leicht abgewandelte Zitat:
    Wer zu spät denkt und handelt, den bestrafen die elenden Fakten, die elende Realität.

    • Selten auf IP einen treffenderen und somit besseren Kommentar gesehen. Gratuliere!

  12. Sorry, lieber Daniel Muster.
    Das klingt wie der Kommentar eines etwas unbeholfenen bezahlten Schreibers, dem die Aufgabe gestellt wurde („Daniel Muster“), den Bundesrat und das BAG zu verteidigen. Im Unterschied zu Ihnen gebe ich Antworten, die sich auf Ereignisse beziehen, die sich täglich in unserem Land abspielen. Ich erfinde nicht, ich berichte.
    Den Bundesrat zu verteidigen, weil er der Bundesrat ist, erinnert an Praktiken in Ungarn, Polen und China. Ich bin ein Schweizer Demokrat. Wer sind Sie?

    • Herr Stöhlker, mit Verlaub, Sie können momentan keine demokratischen Werte für sich in Anspruch nehmen, wenn Sie Dinge äussern wie das Nachfolgende:

      Zitat aus Ihrem Artikel vom 16.3.2020 unter dem Titel „Bundesrat und Medien in Corona-Panik – das Volk bleibt ruhig“:

      ZITAT ANFANG
      „Jetzt erreichte das Misstrauen gegen die ‚allesfressenden Chinesen‘ seinen Höhepunkt. Ich habe dafür Verständnis. … Als wir frühstückten, gerieten wir zwischen eine Gruppe Chinesen, die sich rücksichtslos vordrängten. … aus Gesundheitsgründen wollten wir nicht mehr an dieses Buffet. Wer derlei erlebt hat, traut den Chinesen im Hinblick auf Hygiene nur noch wenig zu. Bekannt sind auch ihre Spuckanfälle … Wir sind misstrauisch, seien sie nun schuld an dieser Viruswelle oder nicht.“
      ZITAT ENDE

      Sowas schreibt kein Demokrat und hat auch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Es wäre ein Zeichen von Minimalanstand, wenn Sie sich für diese Aussage entschuldigen würden und besagten Artikel vom Netz nehmen lassen. DANN können wir beginnen, uns über Demokratie zu unterhalten.

    • Vielen Dank Herr Stöhlker für Ihren Kommentar! Mit Verlaub, wer jetzt noch nicht begriffen hat, was hier (bezgl. Corona-Krise) abgeht, dem ist nicht mehr zu helfen! Zwei von sieben Bundesräten betätigen sich noch immer als Gebehtsmühlen mit nichts anderem als der Message, man soll doch zu Hause bleiben und Kontakte vermeiden. Kein Plan weit und breit, wie man wieder aus diesem beispiellosen Desaster heraus kommen wird. Ein Dritter lässt sich feiern mit einem Rettungsschirm, dessen Wirkung mehr als fragwürdig ist. Und der Rest des Bundesrates, auf Tauchstation. Gerade von einem Herrn Cassis hätte man sich doch mehr erwarten dürfen. Er als Arzt und Tessiner! Bloss, wieso wohl ist der gute Mann auf Tauchstation? Ganz einfach, er weiss was hier abgeht und kann so oder so nicht gewinnen! Schliesst er sich dieser fatalen Informationspolitik und Panikmache des Bundesrates an und kommt heraus, was für ein Schwindel das alles war, hat er die schlechtesten Karten als Arzt der es „hätte wissen“ müssen. Stellt er sich jetzt gegen diese Kampagne und versucht damit, die Menschen aufzuklären, wird er „niedergebuht“ und öffentlich diffamiert, genau wie all die Aerzte, Immunologen, Virologen, welche hier die Wahrheit erzählen. Diesem Bundesrat noch ein gutes Zeugnis für das komplette Versagen in diesen Zeiten auszustellen, das müssen schon diejenigen tun, welche immer noch an das leider furchtbare Märchen des Killervirus sars-cov-2 glauben.

  13. Will man uns jetzt noch einen Maulkorb verpassen? Nachdem es zu wenig Masken gibt. Die Frage ist: Was hätten Südkorea, Taiwan oder Hongkong an unserer Stelle getan? Mit Sicherheit sofort die Grenzen abgeriegelt, statt abzuwarten, zu beobachten und Brüssel zu fragen. Und dann hätten sie im grossen Stil getestet. Beispiel Deutschland: noch vor drei Wochen eine Runde in der Bundesliga mit vollen Stadien. In Nordrhein-Westfalen das Rheinderby vor 54’000 Zuschauern. Und heute plustert sich der NRW-Ministerpräsident Laschet als grosser Krisenmanager auf. –
    „Pour savoir qui vous dirige vraiment, il suffit de regarder ceux que vous ne pouvez pas critiquer.“ Voltaire

  14. Text wirkt auf mich zu pädagogisch.

    Hätte gerne mehr zum Thema Sicherheit gelesen.

    Ich sehe keinen Grund die Diskussion „abzuwürgen“ und durch absolute Obrigkeitsgläubigkeit zu ersetzen.

    Selbstverständlich gilt es Gesundheitsvorschriften einzuhalten.

    PS: Ich bin all unter anderen all dem Logistik- und Gesundheitspersonal wirklich dankbar, aber z.B. die orchestrierte Klatschaktion vor dem Fenster erinnerte mich an extreme Diktaturen und war mir auch aus anderen Gründen zu wider.

  15. Leider fehlt dem Stimmvolk die Möglichkeit in relevanten Fragen tatsächlich Einfluss auf die eigene Zukunft zu nehmen. Dennoch ist jeder von uns gefordert für sich zu prüfen, ob er unmittelbare Ersparnis doch nicht vor Sicherheiten stellt.

    Und dennoch erwarte ich von allen Menschen in Führungspositionen den allgemein herrschenden Konsens und Opportunismus in Frage und sich auch dagegen zu stellen. Privatisierung, Outsourcing, Just-in time, Automation ohne gesellschaftliche Antworten … führen langfristig nicht zum Wohlstand aller.

    Und da halte ich es wie Stöhlker: Man darf kritisieren auch ohne konkreten Lösungsvorschlag aufzuzeigen.

  16. In Zeiten der Krise ist Mittelmass nicht genügend und unsere Landesregierung definiert sich per se durch Mittelmass! Also ja, unsere mittelmässigen Politiker taugen nicht zur Krisenbewältigung! Ich will meine Freiheit zurück-Eigenverantwortung statt Solidarität mit 90 jährigen! Ihr ruiniert unser Land!

    • „Eigenverantwortung statt Solidarität mit 90-jährigen“ brüllt er, der in ein gemachtes Nest geboren worden ist, das von eben jenen heute 90-jährigen kuschelwarm auch für ihn vorbereitet worden ist. Ich frage mich, wie alt Sie sind. Ich frage mich, wie alt Ihre Eltern oder Grosseltern sind? Ich frage mich, ob Sie das denen auch so in’s Gesicht sagen würden, wenn sie heute 90 Jahre alt wären. Ich frage mich, ob Ihr Trieb nach Eigenverantwortung Sie in die Selbständigkeit geführt hat, wo Sie sich als self-made man vervollkommnet haben. Fragen über Fragen…

    • Sie sind schon sehr simpel und einfach gestrickt. Haben sie von Solidarität noch nie was gehört? Vielleicht werden sie im Alter auch mal froh sein, wenn sie durch junge Leute/Gesunde unterstützt werden und sie nicht einfach auf den unnützen „Haufen“ geworfen werden. Sie sind wirklich zum Kotzen!

  17. Wir haben eine Vollkaskomentalität und gleichzeitig wehren wir uns gegen jegliche Versicherungsprämie. Aber wir glauben ja immer noch, dass die Wirtschaftsführer und die Unternehmer wichtig für unseren Wohlstand sind. Und genau diese sind die ersten, die wieder unter den rettenden Schirm der Gesellschaft rennen. Was wiederum zeigt, da ist nichts, die können nicht mehr als andere, die wissen nicht mehr als wir, die führen nicht. Sie meinen Erfolg zu haben und hatten doch nur Glück.

  18. Es ist neoliberales Versagen. Die EU hat Italien zu drastischen Spramassnahmen und zum Abbau von 1/3 aller Spitalbetten gezwungen.

    Im Gegenzug wird ständig gefordert die Armeeausgaben zu erhöhen. In Spanien und Griechenland das gleiche Problem. Die Schweizer haben das in Deutschland gescheiterte System von Fallpauschalen sogar noch übernommen.

    Zudem sind die Zustände in privatisiereten Alters- und Pflegeheimen auch ohne Pandemie prekär. Die Leute werden mit einem Betrag von 2 Euro ernährt. Die privaten Aktionäre verdienen sich dann dumm und dämlich. Dafür holen wir Sklaven aus dem Ausland, damit wir selber dieses Leid nicht ertragen müssen.

    Vor allem neoliberale Stiftungen wie Bertelsmann sind für diese Zustände verantwortlich.

    Staatliche Gelder zur Pflege der Alten oder zum Unterhalt der Infrastruktur wie Bahn oder Strassen werden von (halb)privatisierten Konzernen in die Taschen der Aktionäre abgezweit.

    PS: Sie sollten sich etwas tiefer mit Churchill befassen. Er hat das Friedensangebot von Rudolf Hess abgelehnt und dafür gesorgt das noch viele Jahre Millionen Menschen sterben.
    Er hat sich dafür bedankt, das sein Volk den Kopf hingehalten hat und die USA sich auf deren Kosten sanieren konnte.

    • Alles o.k. – Aber die Churchill- Rudolf-Hess-Story passt da nicht hinein.

  19. Ja, ja. Die typisch schweizerische Haltung zu allem. Vorher weiss man immer alles ganz genau, nachher hat es niemand kommen sehen und Schuld ist natürlich niemand, weil ja sowieso jemand anders zuständig ist, wer genau weiss man auch nicht.
    Man braucht kein Hochschulabsolvent zu sein um zu wissen, dass Systeme, die mit null Reserven und null Redundanzen gebaut wurden, nur im Idealfall funktionieren und schon bei kleinen Abweichungen zusammenbrechen können.
    COVID19 ist nicht mal ein starker Killervirus und weit vom Armageddon entfernt, trotzdem werden über Nacht Grund- und Menschenrechte ausser Kraft gesetzt und gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Strukturen fallen in sich zusammen.
    Man muss schon ziemlich bescheuert sein um so ein System zu bauen oder auch nur gut zu finden.

    • Es stimmt: Es braucht keinen Hochschulabschluss dafür. Jemand wie Sie stämmt das auch ohne Vorbildung, einfach weil Sie sowas halt können. Ich bin leider nicht so gewieft wie Sie. Folglich bitte ich Sie um Hilfe: Können Sie mir kurz ein paar Fragen für mein besseres Verständnis ?

      a) Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit dieses Ereignis, und von welchen quantitativen Auswirkungen kann man (ohne Intervention) grundsätzlich im Ereignisfalle ausgehen? D.h. wie viele Personen werden krank, wie viel werden sterben? Wie hoch ist die Auswirkung auf die Wirtschaft?

      b) Was genau an „Reserven und … Redundanzen“ benötigt es, um diese Auswirkungen zu minimieren? Wie hoch müssten diese sein? Wie viel würden diese Kosten? Um wie viel könnten sie den Erwartungswert (ermittelt unter a) reduzieren?

      c) Wer müsste diese „Reserven und Redundanzen“ im System aufbauen? Im Auftrag von wem? Auf Kosten von wem? Folglich: Wer genau hat versagt? Inwiefern?

      Ich freue mich bereits jetzt auf Ihre Antworten. Sobald wir diese drei einführenden Themenbereiche geklärt haben, können wir uns dann komplexeren Problemstellungen wie pfadabhängigen Optimierungsentscheidungen widmen, im Spannungsfeld zwischen Kosten-/Nutzenüberlegungen und Wirtschaftsethik. Für Sie ein Klacks!