Die „Republik“ eilt von einer Plan-Übererfüllung zur nächsten

Journalismus spart sich zu Tode? Gemach, Kurzarbeit schieben die „Republik“-Macher schon lange. Aber ihre Löhne sind sicher.

Was ist das? 50 Nasen pusten täglich im Schnitt drei Schreibstücke raus. Damit retten sie den Journalismus und erst noch die Demokratie. So viel verdienstvolles Tun kann natürlich nicht ohne Verdienst verrichtet werden. Also kostet das fette 6 Millionen Franken im Jahr.

Wir blenden kurz zurück. Anfang 2018 startete die „Republik“ mit dem grössten Crowdfunding-Erfolg ever für ein Online-Magazin. Die Millionen flatterten nur so in die Kasse, von Grossinvestoren und Kleinabonnenten. Damit seien die ersten zwei Jahre solide durchfinanziert, lobte sich die „Republik“.

Allerdings, wie bei Radio Eriwan, nur im Prinzip. Selbstausbeutung wollten die „Republik“-Macher auf jeden Fall vermeiden, also gönnten sie sich einen Einheitslohn von rund 100’000 Franken im Jahr. Plus hübsche Anteile an der AG, die in eine noch hübschere Holdingstruktur eingebettet wurde.

Schnell einmal schwoll die Payroll auf rund 50 Lohnempfänger an, was schon mal nach Adam Riese so alles in allem 5 Millionen im Jahr verschlang. Dazu noch dies und das und Spesen, schon war man bei 6 Millionen Jahresausgaben.

Schluck. Wenn ein Start-up aus welchen Gründen auch immer ins finanzielle Schlingern gerät, dann machen die Beteiligten, wenn sie an das Projekt glauben, normalerweise etwas Unternehmerisches. Sie schrauben stark an dem Ventil, das am einfachsten verkleinert werden kann: der Lohnsumme.

Aber doch nicht bei der „Republik“. Deshalb überraschte sie schon nach einem Jahr mit der Mitteilung, dass es nun dringlich noch eine Million brauche. Sollte die nicht flugs zusammenkommen, drohte das Magazin mit Selbstmord. Der konnte dann abgewendet werden, das Magazin bedankte sich für den Zustupf und machte weiter wie gehabt.

Im Prinzip. Leider auch mit der unseligen Erpressungsnummer. Im Dezember 2019 bescherte es der weihnachtlich gestimmten Lesergemeinde, dass am 31. März 2020 der Laden dichtgemacht und allen Mitarbeitern gekündigt werde.

Wenn, ja wenn nicht mindestens 19’000 zahlende Abonnenten der Zeitschrift bis über dieses Datum hinaus die Treue halten würden. Ach, und 2,2 Millionen Zustupf brauche es dann auch noch.

So wie bei einem Raketenstart (oder einer Hinrichtung) wurde ein Zählwerk in Betrieb gesetzt, das den aktuellen Stand der Abonnenten und der Spenden verzeichnete. Anfang März wurde der begleitende Miserere-Chor etwas schriller, als es ganz danach aussah, dass zwar möglicherweise mehr als 19’000 Zahler gefunden werden können, die bereit sind, sich im Ernstfall ihr Geld nach dem 31. März ans Bein zu streichen.

Aber das Ziel der 2,2 Millionen schien, wenn man die Entwicklung bis Anfang März extrapolierte, in weite Ferne zu rücken. Was natürlich die interessante Frage auslöste, ob es in diesem Fall – genügend Abonnenten, aber nicht genügend Almosen – zu einem halben Selbstmord kommen würde.

Zudem wurden kritische Stimmen laut, wieso man denn nicht mit Sparmassnahmen den Exitus verhindern wolle. Denen wurde entgegnet, dass man schon eine halbe Million vom Budget abgesäbelt habe, und mehr sei nicht möglich; Qualität koste halt.

Aber Simsalabim, Heureka und Wahnsinn, pünktlich zum Ende der Chronik eines angedrohten Todes vermeldet die „Republik“ stolz „Zahlen in aller Pracht“. Genau 22’778 Mitglieder oder Verleger, wie hier Abonnenten genannt werden, habe das Blatt per 31. März.

Ein Wunder? Nein, das richtige Wunder kommt erst noch. Während bis Anfang März nur gezählte 1,8 Millionen zusammenkamen, ergoss sich nun noch ein Sturzbach von 950’000 Franken von „neuen Investoren, Grossspenderinnen und Stiftungen“ in die dürstende Kasse.

Da insgesamt rund 2300 Abonnenten „mehr als den regulären Preis“ bezahlt hätten, läpperten sich nochmal 700’000 zusammen.

Wem da der Kopf schwirrt: wer auch immer, wann auch immer, wieviel auch immer abgedrückt hat, es seien nun per 31. März 2,76 Millionen Franken zusammengekommen.

Lassen wir mal die Frage beiseite, ob das 2,76 Millionen im Kässeli sind oder auch Zusagen. Die Frage ist insofern nicht ganz unwichtig, als die „Republik“ als Mitgrund für den neuen Selbstmordversuch nannte, dass leider beim letzten Mal von der geforderten Million nur 800’000 zugesagt worden seien, von denen dann nur etwas mehr als 500’000 im Kässeli klingelten.

Das war schon damals eine interessante Zahlenakrobatik. Zuerst wird der sich nach diesem Startkapital in Sicherheit wiegende „Republik“-Leser ansatzlos mit der Drohung überfallen, dass es nun dringlich nochmal eine Million brauche, sonst aus die Maus.

Dann wird davon weiter kein Aufhebens gemacht, und erst später eingestanden, dass statt der Million nur eine halbe rüberkam. Ging dann aber auch ohne Todesqualen weiter.

Bei aktuell 2,76 Millionen, wo es doch nur 2,2 brauchte, bei fast 23’000 Abos, wo doch schon mit 19’000 die „Republik“ gerettet, solide durchfinanziert wäre, da hat es doch sicher Luft nach oben und unten, oder nicht?

Im Prinzip ja, sagt da Radio, Pardon, sagt die „Republik“. Denn im Triumph-Newsletter formuliert sie vorsichtig ihre Antwort auf die Frage, wie lange denn das Geld diesmal reiche: „Wahrscheinlich mindestens zwei Jahre.“

Das ist eine interessante Formulierung, die etwas an die Prognosen in den Fünfjahresplänen erinnert, mit denen das verblichene sozialistische Lager seine Untertanen erfreute.

Eigentlich sollte ja ein Unternehmen dieser Grösse zu einer Finanzflussplanung in der Lage sein. Die „Republik“ scheint das aber nicht ganz verstanden zu haben und neigt eher zur fliessenden Planung.

Die sieht dann so aus. Januar 2018: Wir starten mit einem Polster für zwei Jahre. Januar 2019: Wir bräuchten dann noch schnell eine Million, dann ist aber gut. Dezember 2019: Wir bräuchten haargenau 2,2 Millionen, damit ist aber alles stabil und bestens aufgestellt.

War das das letzte Wort? Im Prinzip ja. Denn, Überraschung, während tapfer am Ziel von 19’000 Abos und 2,2 Millionen als Voraussetzung zum Weiterleben festgehalten wurde, liess man doch durchblicken, dass man da nochmal nachgerechnet habe.

Allerdings, Division und Multiplikation sind halt schon Operationen nicht ohne Tücken. Sozusagen als nächsten Zwischenschritt liess der Chefredaktor des Organs verlauten, dass genaugenommen nun nicht 19’000 Abos ausreichend seien, sondern es doch eher 24’000 brauche, damit das Blatt selbsttragend sei.

Nichtsdestotrotz gelte aber das Ziel von 19’000 Zahlern und 2,2 Millionen Cash, sonst komme es eben zur Entleibung.

Da das Magazin ja werbefrei ist, muss man eigentlich nicht Quantenphysik beherrschen, um die Frage zu beantworten, wie viele zahlende Abonnenten es bei einem Budget von 6 Millionen und einem Abopreis von 240 Franken braucht.

Wir lassen kurz den Computer bis zur Kernschmelze rechnen, und rotglühend spuckt er eine Zahl aus: 25’000. Ja Teufel auch, wieso hat das denn niemand am Anfang gewusst? Logisch, so viele Abonnenten braucht es, und keinen weniger. Kann doch jeder Depp ausrechnen. Wieso dann nicht die Cracks bei der „Republik“?

Aber auch dafür gibt es eine einfache Antwort. Hätte die „Republik“ im Dezember das einzig Vernünftige gesagt: Wir brauchen per 31. März 2020 mindestens 25’000 Abonnenten, weil wir mit weniger nicht über die Runden kommen wollen, dann wäre der Newsletter nicht voll Triumphgeheul gewesen, sondern mit einem Trauerrand dahergekommen. Wie es sich für eine Todesanzeige gehört.

Inzwischen hat die Mannschaft offenbar auch eingesehen, dass treue Abonnenten das eine sind. Neue Abonnenten das andere. Aber, auch das muss man ja erst mal lernen: Es soll doch Abonnenten geben, die abspringen.

Wie offenbar ein feines Stück Recherchier-Journalismus erwies, rechnet die „Republik“ inzwischen mit einer Erneuerungsrate von 75 Prozent. Was, das hat sie sauber ausgerechnet, bedeutet, dass jährlich 6000 Abonnenten ersetzt werden müssen, monatlich im Schnitt 500 dazukommen sollten. Was die „Republik“ noch nie kontinuierlich schaffte.

Denn das Problem der „Republik“ besteht nicht nur darin, dass dort niemand auch die banalsten Grundlagen einer Finanzrechnung beherrscht. Sondern darin, dass sie es mit einem Riesenaufwand und einem Millionenbudget nicht schafft, mehr als eine verschwindend kleine Randgruppe an sich zu binden.

Denn auch hier gilt ein marktwirtschaftliches, bewährtes Prinzip. Es gibt ein Angebot. Im Fall der „Republik“: Wir machen einen Journalismus, der 6 Millionen im Jahr kostet. Für dieses Angebot braucht es die entsprechende Nachfrage. Also mindestens 25’000 Leser, die bereit sind, dafür 240 Fr. im Jahr aufzuwerfen.

Ohne übereilt Schlussfolgerungen zu ziehen: Wenn das nach zwei Jahren immer noch in weiter Ferne steht, wenn mehrfach Millionensummen zusätzlich erbettelt werden müssen, dann funktioniert das Geschäftsmodell nicht. Ende Gelände.

Alles andere wäre Sozialismus. Das übliche Blabla von „Opfer bringen“, von „unverzichtbar“, von „unablässigen Verbesserungen“, von „haben aus Fehlern gelernt“. Hat im Sozialismus nicht funktioniert, wird bei der „Republik“ nicht funktionieren.

Während deren Macher, auch eine Ähnlichkeit mit dem Ostblock, arrogante Beratungsresistenz an den Tag legen und jede Kritik als Verrat an der Sache des Guten und Besseren abtropfen lassen, dümpelt das Magazin vor sich hin.

Wenige Primeurs, und wenn, mit Rückschlägen eingedeckt. Dazu ein Output, der nun wirklich jämmerlich ist. Und zu allem zu eine Crew, die ohne Scham und Hemmung bettelt, aber nicht im Traum daran denkt, den eigenen Gürtel enger zu schnallen.

Die Gründer des Organs haben sich einen hübschen Batzen Aktien zugehalten, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Sollte das Start-up, trotz allen Gegenmassnahmen der Macher, doch noch eine Erfolgsstory werden, kann hier zusätzlich zu den garantierten Gehältern abgesahnt werden.

Bei aller immer wieder ausgelobten „Transparenz“ wird immer wieder ein Zahlensalat präsentiert, bei dem man nur Nebel sieht. Banale Informationen, wie viel Geld ist tatsächlich schon geflossen, was davon sind Spenden, was Investitionen, und was bekommen die Investoren dafür, neu ausgegebene Aktien oder einen warmen Händedruck, solche Informationen würde die „Republik“ lautstark einfordern.

Und mit einem Megaphon ginge sie auf die Barrikaden, wenn ein Unternehmen mit Massenentlassungen drohen würde. Natürlich bei anderen, nicht bei sich selbst.

Inzwischen haben drei der vier grossen Medienhäuser der Schweiz Kurzarbeit angekündigt. Ringier denkt noch darüber nach. Auch das Management verspricht, seinen Beitrag mit Lohn- oder Bonusverzicht zu leisten. Der neuerliche Einbruch im Werbemarkt lässt keine andere Wahl.

Davon ist die werbefreie „Republik“ weniger betroffen. Aber Kurzarbeit bei vollem Lohnausgleich, das betreibt sie schon von Anfang an. Viel Wichtigtuerei, nicht so viel Leistung.

Jeder Krise begegnet die Crew des Online-Magazins, ohne die Verantwortung für eigenes Versagen zu übernehmen. Denn Leistungslohn, das ist auch so eine kapitalistische Unsitte. Schliesslich werden die Abonnenten nicht umsonst Verleger, Mitbesitzer genannt.

Nach der guten, alten sozialistischen Devise: Die Fehler machen wir selber, dafür zahlen sollen aber andere.

Ist das Ausdruck von Häme oder Schadenfreude? Gar Neid, weil ich hier und nicht dort publiziere? Keinesfalls. Im Gegenteil. Es ist Ausdruck von Wut und Trauer.

Wut darüber, dass schon wieder, nach der „TagesWoche“, Millionen durch Unfähigkeit verröstet werden.

Trauer darüber, dass jedes gescheiterte Experiment es schwieriger macht, einen neuen Versuch zu unternehmen, im heutigen Armutsjournalismus etwas qualitativ Hochstehendes auf die Rampe zu schieben.

Die Schweiz ist zwar ein reiches Land mit einer hohen Millionärsdichte. Aber so viele sind auch nicht lustig auf solche Experimente, und wer schon ein paar Millionen verlocht hat, ist sicher nicht zur Wiederholung bereit.

Kommentare

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  1. Wie jedes sozialistische Projekt muss auch die Republik so mindestens alle 1-2 Jahre mal von einem Onkel mit dicker Brieftasche gerettet werden. Nachhaltig ist sowas nicht.

  2. Zuviel der Ehre für dieses Ideologen-Blatt. Ausserhalb des Kreis 4 irrelevant. Der Limmattaler hat z.B. mehr Abonnenten und ist um einiges näher am realen Leben. Die Geschichten immer langatmig (long reads ist die Vorgabe) und öfters nur aufgewärmt. Die Mäzenen im Hintergrund sind suspekt und das dünne Blättli (sofern es gedruckt würde) alles andere als unabhängig.

  3. Grüezi Hr Zeyer. Bitte editieren Sie den Artikel nochmals, reduzieren Sie auf das wesentliche – etwa 3/4 des Textes sind nichtssagende Ausschweifungen. Z.Bsp. der letzte Absatz: was sagt das ? Oder „aber Simsalabim, Heureka und Wahnsinn“: was sagt das ? Ist das Journalismus ?

    • Herr Zeyer sollte statt über die serbelnde ,💥Republik‘ sich dem Thema Goldpreis-Manipulation annehmen.

      Hier gäbe es seitenlangen Stoff, welcher die Öffentlichkeit fürchtet . Diese makabren Handlungen der BIZ , diverser Notenbanken und einiger Marketmaker an der Wallstreet hätten massive Sprengkraft. 💥💥💥💥💥💥💥💥

      Hopp Herr Zeyer beleuchte die faulen Eier!

  4. Sowohl im Artikel, als auch in den Kommentaren überwiegt Neid. Tja, 23000 zahlende Abonnent*innen, das ist das was sich Insideparadeplatz schon lange gewünscht, aber nie erreicht hat. Weil man es gar nicht erst versucht hat. Lieber pflastert man die Seite mit Werbung für irgendwelche „luschen Buden“ voll.
    Dabei wären, ja hier unter der Redaktion und unter den Leser*innen alles ausgewiesene Fachleute in Sachen Finanzen. Ich schlage vor, dass Herr Zeyer seine Berechnungen für Insideparadeplatz machen soll.
    Mit einem guten Plan für die Finanzierung kann sich dann auch Insideparadeplatz Qualitätsjournalismus leisten.

    Oder wie sagt der Volksmund
    „ Neid ist der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude.“

  5. Ist Herr Zeyer eigentlich deshalb so boshaft, weil er selber nicht mehr ein richtiger Journalist sein darf? In seinem Text steht viel Mist drin. Der Output der Republik ergibt kumuliert ein sehr dickes Heft pro Woche. Würde man die SDA-Mitteilungen und umformulierten Press-Releases aus den Tageszeiten rausnehmen, bliebe auch nicht viel mehr übrig. Und es sind eben nicht 50 Journalist*innen, die das machen, sondern weniger als 20, wovon fast alle Teilzeit arbeiten. Lustigerweise ist die Republik derzeit das einzige private Medienunternehmen der Schweiz, das für die nächsten 12 Monate kein zusätzliches Geld braucht, um zu überleben. Im Gegensatz zur NZZ, die die ALV anzapfen muss.

  6. Immerhin, in Deutschland wäre Kritik an einem Staats(Republik)tragenden Forum eine Aufgabe der Verfassungsschützer. Haben wir in der Schweiz noch nicht. Kann aber, wie gehabt in der Energiewende, und in der EU-Begeisterung durchaus noch stattfinden. Republik wird behilflich sein. Jedenfalls wird Republik den Klimanotstand mit den Grünen überwinden: 2 Grad kühler in 50 Jahren.

  7. Ja, ja, kennen wir ehemalige Leser der Arbeiterzeitungen (AZ). Nur, diese kriegten nie Staatsgelder. Aber die Republik muss auf Teufel komm raus am Leben ………………, siehe Medienhilfe des Bundesrates.

  8. … besteht darin, dass es dort praktisch keine Verschwörungstheoretiker hat wie z.B. die erstaunliche Salome Marsch und keine Narren, welche noch heute glauben, die Welt durch die dümmliche Links-Rechts-Brille betrachten und verstehen zu können. In den Artikeln habe ich nichts so Dämliches gelesen und in den Kommentaren auch nicht.

    Aber, das kann man sagen, IP ist viel bunter. Also was sich da alles tummelt: huereluschtig.

  9. Die „Republik“ sei „links“, eine elektronische WoZ sozusagen? Selten so gelacht! Ist doch eher eine publizistische Spielweise für ein paar globalisierte „Anywheres“, die sich an den Honigtöpfen einiger scheinbar progressiver Heritiers in der Finanzmetropole Zürich (ZRH) zusammengerauft haben. Da ventilieren sie nun elektronisch ihre ewiggestrige, linksfreisinnige bis rechtssozialdemokratische (aber stets stramm transnationale) Überzeugung in endlosen „Analyse“-Texten. Und haben noch nicht einmal die dekadente (caduc) Finanz-, Wachstums- und Deregulierungs-EU durchschaut. Dafür poltern sie primitivstens gegen den durchaus respektablen Jeremy Corbyn (wörtlich: „das übelste, mieseste, verkommenste Arschloch“) und packen dazu gegen ihn auch noch die dümmliche Antisemitismus-Keule aus. Dass nicht der linke Corbyn am Niedergang Labours schuld sein könnte, sondern der rechte Lügenbaron und Kriegstreiber (aber halt EU-Freund) Tony Blair, kommt ihnen nicht in den Sinn – oder sie verschweigen es. Nein: Das ist alles weder links noch rechts, sondern irgendwo zwischen unnötig und ärgerlich. War anfangs ein halbes Jahr lang ja auch „Verleger“. Dann wollten die Zürcher „Republikaner“ mir (ihrem „Verleger“!) meine kritischen Kommentare verbieten (sperren). Das war’s dann. N. Ramseyer, Bern.

  10. Der linke Populismus, der dieses Blatt und seine elitär denkenden Macher vertritt, besteht darin, das sie unsere Demokratie auch ohne Kapitalismus für möglich, ja sogar für besser hält.

    • Was soll daran Populismus sein?
      Das Versagen der neoliberale Marktwirtschaft ist ja nun wirklich offensichtlich.

      Sie behaupten nun das jetzige Wirtschaftssystem alternativlos ist? Wie kommen Sie denn darauf?
      Es existiert seit 1945 also noch nicht mal 100 Jahre.

      In den 70er wurde es gerettet (Nixon-Schock) in den 80er wurde es gerettet, in den 90er wurde es gerettet (Dotcomblase, extreme Kreditausweitung) 2008 wurde es gerettet und 2019 (FED pumpt wieder massenhaft Geld in den Repro Markt) 2020 wieder gerettet durch die Zentralbanken.

      -Die Inflation steigt
      -Die Löhne sinken
      -Die Mieten steigen
      -Wohneigentum ist nicht mehr erschwinglich
      -Die Selbstmordrate ist extrem hoch
      -Die Abzocker kassieren nach wie vor
      -Whistleblower werden nach wie vor gejagt
      -Die Rüstungsaugaben steigen, relevante Abrüstungsverträge wurden gekündigt.
      -Die Umwelt wird nach wie vor ausgebeutet

      Also ich sehe da schon Verbesserungspotential und bewundere Ihren Optimismus.

  11. Immer intellektuell, abgehoben, theoretisch ist die Republik. Ein Übermaß and Binswanger und Sybille Berg. Uff – gescheite Weltverbesserer, stets moralisierend den Zeigefinger hebend, recht habend, porträtieren sie ihre Ponyhof-Welt des solidarischen Sozialismus‘. Derweil sie nicht merken wollen, dass diese Zeitung fast niemand abonniert (sorry: verlegt) . Solidarisch braucht sodann die Mannschaft das Geld auf, alle gleichviel. Oh Gott, das ist doch alles kindisch.

  12. Das Thema hätte überhaupt nur dann Relevanz, wenn die Republik noch Covid Kredite aufnehmen und diese nicht zurückzahlen würde. Solange die Repulik keine öffentlichen Gelder verprasst, ist die Republik reine Privatsache ihrer Unterstützer. Öffentlich geäusserte Schadenfreude ist komplett fehl am Platz und nur stillos. Höchstwahrscheinlich nur ein laues Lüftlein, gegen die Pleitewelle, die demnächst auf uns alle zubrausen wird…

    • Dem könnte man anfügen, dass die Republik auch das miese Spiel nicht betreibt, fette Dividenden auszuzahlen und sich diese via Kurzarbeitsentschädigung subventionieren zu lassen.

  13. Dass es sich bei der Republik um ein Täuschungsprojekt handelt konnte man am Wahlnavigator erkennen.

    Bereits im Amt befindliche Kandidaten wurden vom Sortieralgorithmus nach oben gebracht.

    Kritische Kommentare diesbezüglich wurden nicht veröffentlicht.

  14. Meine persönlichen Erfahrungen, elektronisch aber auch persönlich mit der Republik bzw. deren Vertreter waren durchwegs positiv. Natürlich sind sie Menschen und sie machen Fehler und sie lernen daraus. Beim hier publizierten Artikel von Herrn Zeyer spüre ich viel Boshaftigkeit und Frustration. Woher kommt die? Ich würde die Vertreter von Republik auch kritische Fragen stellen wenn sich die Möglichkeit bietet aber auf diesem Weg verbaut man sich diese Möglichkeit. Schade! Ich wünsche Republik jedenfalls weiterhin viel Erfolg beim Aufbau einer Alternative zu NZZ und Tagesanzeiger die ebenfalls versuchen unter schwierigen Bedingungen eine guten Job zu machen. Als Leser schätze ich kritische Vielfalt. Für die Schweizer Medienlandschaft ist Konkurrenz gut. Wohin das führt, wenn man das nicht macht, sieht man in den USA, UK, Brasilien, und, und, und.

  15. Purer Neid-Beitrag. Der Journalismus auf Inside-Paradeplatz ist eine Mischung aus Klatschspalte, Verschwörungstheorie, Rentnerdelirium, Aktionärs-Klagemauer, SVP-Frust und Jekami. Da hat man bei der Republik doch Qualität. Ich habe dafür zwei Abos gekauft. Insideparadeplatz lese ich gerne gratis, aber es wäre mir keinen Rappen wert. Ihr Artikel Herr Zeyer ist ausserdem miserabel geschrieben. Wenn auch der Inhalt in der Stossrichtigung nicht unberechtig ist (das heisst nicht, dass er glaubwürdig ist), so wären gemessen am wirklich informativen Teil 15-20 Zeilen vollkommen ausreichend gewesen.

    • Merke mir ihre Umschreibung „Rentnerdelirium“.

      Sagt diese Wortwahl aus, dass die durchschnittliche IP-Leserschaft im Greisenalter ist?

      Sagt sie gar aus, dass die werten Leser dieses Blogs bekifft und höchst betrunken sind?

      Ihre Diagnose aus dem Ärmel bestärkt die Wichtigkeit dieses Blogs im Gegensatz zum hier besprochenen selbstverliebten Gegenstück.

  16. Praktisch wöchentlich oder monatlich kann man über dieses S****** Zeug lesen. Was soll diese Story? Was hat das mit dem Thema Banking oder Finanzen in Zürich für ein Zusammenhang?

    Diese Plattform wird immer mehr eine Mülldeponie mit überflüssiger Story’s.

    Es wäre also in Zukunft besser interessante Story’s zu veröffentlichen, die Mainstream Medien absichtlich nicht bringen anstatt dieses nutzlosen ETH-Studenten Links-Grün Misthaufen Zeugs! Das interessiert kein Mensch…

  17. das unsägliche geschwurbel der republik-macher ist eine echte anmassung für erwachsene menschen. der output eine frechheit, ja eine eigentliche publikumsbeschimpfung.

    die republik ist nur noch am leben, weil linke und grüne nostalgiker für den republik-dünnpfiff gerne spenden, solange sie mit „damen und herren verlegerinnen“ angeschwurbelt werden.

    klar, die medienlandschaft ist in grosser bedrängnis. die anzeigen fehlen, redaktionen werden zusammengespart. doch nie möchten wir auf die vielseitigkeit der kommerziellen medien verzichten, angesichts der eindimensionalen themenselektion und der bemühten „schreibe“ dieser züri-zentrierten republik.

    gehöre zu den zahlreichen startsymphatisanten. ich bin ausgestiegen. diese selbstinszenierten groover beuten spender aus, die republik wird es in 3 jahren nicht mehr geben…

  18. Ausgezeichnete Recherche. Hier kann man en détail studieren, was menschliche Verdrängung alles vermag. Der Mensch ist unglaublich flexibel. Realitätsprinzip, wo bleibst Du? So ähnlich läuft das wohl im grössten Teil der Presselandschaft, insbesondere in Zeiten einer Revolution von oben mittels einer Pandemie, die sich bei kritischer Betrachtungsweise vom virologischen Standpunkt in nichts von den jährlichen Grippepandemien unterscheidet.

    • Nein, das ist keine Recherche. Aufgeblasene verbale Ausschweifungen; die aufgeführten faktischen Informationen sind schon an verschiedenen Orten kolportiert worden. Märssi.

  19. Ein gekaufter Artikel nach dem anderen….der Hohn da von freiem Journalismus zu sprechen…aber was wissen linke wie die Republik schon von Freiheit und Individualismus? Einheitslohn…am besten noch Grundlohn …

  20. Was dem einen seine Airline (Ebners Helvetic), dem anderen sein Fussballclub (Constantins FC Sion), ist den anderen ihr Papier- (Tettamantis Weltwoche) oder Online-Medium (Gebrüder Meilis Republik). Ist doch schön, dass unsere Reichen ihr mühsam vor der Steuer gerettetes Geld in allerhand Feuerwerken abbrennen. Wir schauen gern zu.

    Besten Dank Herr Zeyer für den amüsanten Beschrieb.

  21. Auch ich war auch für ein Jahr „Verleger“. Aber das Verhältnis Input zu Output ist einfach indiskutabel schlecht.
    Darum mein Geld geht an ein Tierheim. Ja wenn man so sieht
    was dort mit einem kleinen Budget aber viel Einsatz geleistet
    wird ……

  22. Herr Hässig

    Bitte überlegen Sie sich wen Sie als Co-Schreiber zulassen.
    Bestsellerautoren sind fehl am Platz.

  23. Offenbar kann sich diese „Republik“ nur noch mit finanztechnischen Winkelzügen über Wasser halten. Die Erfahrung zeigt, dass solche Objekte so oder so bald von der Bildfläche verschwinden!

  24. Erkenntnistheorie des Strip-tease
    Virtuose Machart! Der sezierende Voyeur René Zeyer erinnert mich hier
    an die „Erkenntnistheorie des Strip-tease“ des kreativen polnischen Philosophen Leszek Kolakowski, erschienen in dessen „Traktat über die Sterblichkeit der Vernunft“ (1967). Die Dialektik zwischen dem bekleideten und dem nackten Zustand ist ein wahrer Lesegenuss.

    Dölf Köpfli, Baden

    • Danke für den Tipp. Ich kannte zwar Adam Schaff, aber den hier nicht. Sofort antiquarisch bestellt.

  25. Jeder Kapitalgeber, der nicht 10 knallharte Regeln dezidiert verfolgt und durchsetzt, hat verloren- bevor er es überhaupt realisiert!
    1.
    Wer steht dahinter bzw. welchen Leistungsnachweis können diese vorlegen und, sind diese prüfbar und bleiben diese nachvollziehbar.
    2.
    Investiere nur in ein Start-up, wenn das Geschäftsmodell a), Sinn macht, nachvollziehbar und skalierbar ist und nicht zuletzt c), sind die competitors einschätzbar;
    3.
    Welche Assets (Patente, qualifizierte Forschungsergebnisse etc. etc.) existieren und insbesondere, wer hält diese.
    4.
    Investiere nur dann in ein Start-up, welches mindestens 12 Monate auf Salär Zahlungen dezidiert verzichtet;
    5.
    Investiere nur dann in ein Start-up, wenn keine Vorleistungen o.ä. als Eigenleistungen / bzw. als Aktiven in der Bilanz aufgeführt werden und du völlige Transparenz besitzt;
    6.
    Monatliche Kapitalverbrennung;
    7.
    Risikoanalyse;
    8.
    Financial Summary;
    9.
    Risikoaversion;
    10.
    ……wer sind die anderen Kapitalgeber…

    Von 100 Start-up Gesellschaften erfüllen 100 Start-up’s diese Ansprüche nicht. Von 1‘000 lediglich 3 bis 5 Start-up Gesellschaften. Und in diese investiere, und dass aber richtig!

    Kenne das Gegenüber- und kommt dir nur ein Zweifel auf, lass es bleiben, behalte deine Mittel zusammen und geniesse weiter den Tag denn, der nächste Tag kommt bestimmt und damit verbunden, auch neue Opportunities….

    Solata.

    • Genau aus diesen dilletantischen Ansichten werden alle erfolgsversprechenden Start-ups von PROFESSIONELLEN ausländischen Investoren für ein Apfel und ein Ei übernommen.

      Gratuliere, Beraterli Viktor.

    • Viktor Falkenschweif.
      Topp: Beitrag zusammengefasst auf den Kern.
      Anmerkung:
      Der Grundartikel ist etwas zu langatmig abgefasst.
      Beim Kommentar V.Falkenscheweif ist das Problem,
      das viele mangels entsprechendem Materiekenntnis
      nur Bahnhof verstehen.

    • Guten Tag Herr Falkenschweif,

      Ich habe zwei Startups 2016 gegründet und führe diese nach wie vor erfolgreich weiter.

      Ihre verkürzte Darstellung ist sehr einseitig.
      Transparenz ist ja nicht das Problem.
      Das Problem ist heute abzuschätzen wie die Welt morgen aussehen könnte.

      Ihre 10-Punkte Strategie kann genauso scheitern wie alle anderen Strategien.

      Viele ältere Herren in noch älteren Anzügen versuchen Ihre Rente aufzubessern in dem sie Startups „unterstützen“.

      Die vielen Unternehmensberater die sich von den Startups ernähren sind mehr Blutegel denn eine Hilfe.

    • Es ist nicht so gut, wenn man beim Lesen eines Textes nur auf ein Stichwort wartet und dann einen schon lange quälenden Erguss rauslässt. Hier, beim Artikel über die ‚Republik‘, geht es nicht um Erfolg oder Misserfolg von Investments.

  26. Implizit Kauf Presse vom Corona-Geldern

    Mit der Aussicht auf „Subventionen“ / Corona-Geldern, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass in der Presse kritische, insbesondere nicht regierungs-konforme, Ansichten publiziert werden.

  27. Zeyer’s Zeilen zeitigen seinen Frust, als „Bestsellerautor“ offenbar zu wenig zu verdienen. Als Hobby-Autor verdiene ich mit meinem Schreiben kein Geld, bin aber den Republik-Autoren dankbar für deren wohlrecherchierte und fundierte Schreibarbeit.

  28. So ist es! Erstaunlich nur, dass es offenbar ca 20‘000 Idioten gibt, die für solchen Mist ein Abo lösen.

    • Und was ist mit allen denen, die immer noch Kirchensteuer zahlen, weil da doch „irgendwas“ dran sein muss am Leben-nach-dem Tode-Geraune der Kirchen und man letztendlich blöd dasteht, wenn man ohne Ticket an der Petruspforte steht? Gegen die Religionsprofis kommen mir die Demokratie-und-Journalismus-Retter von der Republik eher wie Anfänger vor. Dann doch lieber IP, wo man ab und zu von Werbung belästigt wird („Mollige Ladies suchen Sugardaddy“) und nichts zahlen muss. Denn am Tag, wo bei IP die Bezahlschranke runtergeht, werden wir Geizkrägen uns verabschieden. Denn so sind wir halt…

  29. Sozialisten konnten noch nie gut rechnen. Das sind man auch bei unserer SP und der Grünen Partei. Für die ist Geld einfach da woher es kommt haben sie eigentlich keine Ahnung.

    • Falsch. Mit ihrem eigenen Geld sind die Sozis knausrig bis zum geht nicht mehr. Aber sie verteilen gerne das Geld der andern und leben auf deren Kosten.

    • Sozialistisch bzw. sozial ist, wenn ein anderer zahlt. Ganz einfach…

  30. Es gibt alternative Plattformen, die viel günstiger ein viel reichhaltigeres und vielfältiges journalistisches Angebot bieten. Ich denke vor allem an https://www.infosperber.ch/. Auch wenn Infosperber sehr oft nicht auf meiner politischen Linie liegt, empfehle ich allen, denen ein unabhängiges und alternatives journalistisches Angebot am Herzen liegt, Infosperber bei der Beschaffung eines neuen Redaktionssystems finanziell zu unterstützen. Da kann man sein Geld wirkungsvoll investieren.

    • Die ‚Republik‘ kam im Artikel viel zu schlecht weg. Aber was Sie zum Infosperber schreiben, finde ich völlig richtig. Der Infosperber ist zudem so ehrlich, von sich zu sagen, dass er die grossen Medien nur ergänze. Mit seiner Lektüre bekommt man kein ganzes Bild, aber doch einen völlig anderen und zudem unabhängigen Blick aufs Thema. Und das ist sehr verdienstvoll.

  31. Hier muss man eigentlich ja nichts mehr hinzufügen.

    Zu den Abonnenten – Pardon! – Verlegern gehören ja ausschliesslich rot-grüne Abzocker, die selber noch nie ausserhalb einer staatlich geschützten Werkstätte beschäftigt waren.

    Das sind Leute die täglich gerne „sozial“ und „solidarisch“ den grosszügige Gutmenschen spielen und vollmundige Versprechen machen, die dann andere (also der Netto-Steuerzahler, zu denen die rot-grüne Wählerschaft bekanntlich nicht zählt) zu finanzieren haben.

    Schlimm ist nur dass diese Leute sich täglich im Spiegel sehen und nicht die Spur von Scham, Moral oder Ethik zeigen. Der Griff ins Portemonnaie der Netto-Steuerzahler ist ganz selbstverständlich auch wenn man selber noch nie etwas nachhaltiges ausser Schuldenwirtschaft auf die Reihe brachte.

    • Spricht hier ein Rechter, der keine Steuern zahlt und sich an der Gesellschaft bereichert? Keine Scham und Ethik! Oft wird die Steuerhinterziehung verharmlost und sozial engagierte Leute werden gleichzeitig als „Gutmenschen“ verunglimpft.

      Schade, dass die Aufklärungsquote bei diesen Verbrechen so klein ist, aber in der Regel holt die Strafe diese Leute ein. Echt verachtenswert!

      Das letzte Hemd hat keine Taschen.

    • Ich hatte mal Kontakt mit zwei dieser selbsternannten Wirtschaftjournalisten: Sachverhalt nicht verstanden und im Artikel falsch dargestellt, zudem Wort im Mund herumgedreht. Kompetenz und Seriösität zweifelhaft. Überflüssige Gazette

    • Sehe ich auch so. Habe auch in einem solchen Haus gearbeitet. Was fuer eine Vetternwirtschaft! Dort erhielt ein Arbeitsloser einen Job, weil seine Frau Redaktorin dort war oder ein Freund vom einem Leitenden. Vom Job hatten die keine Ahnung kein Zeugnis, nichts war vorhanden. Die Arbeiten waren oefters ungenuegend und nicht fuer den Druck geeignet, so dass andere dann Ueberstunden machen mussten. Seither kaufe ich keine Zeitung mehr in der Schweiz, und lese auch keine Gratiszeitungen. Ich unterstuetze keine Schmarotzer.

    • @Peter Müller

      Abzocken tun primär mal alle Bildungsfernen von Rot-Grün und den pseudobürgerlichen Möchte-gerne-„Liberalen“, die in irgend einer staatlich geschützten Werkstätte untergebracht sind; also völlig ethik- und moralfrei bis ans Lebensende auf Kosten der NETTO-Steuerzahler schmarotzen.

      Eine annähernde Auflistung dazu finden Sie hier: https://www.bazonline.ch/schweiz/der-mittelstand-haengt-am-tropf-des-staates/story/14135710
      Es fehlen noch die Subventionskünstler und Kulturschmarotzer sowie die SRG „abzockeridée suisse“ Hetzpropagandisten, die der Autor scheinbar vergessen hat.

      Steuern, Gebühren und Abgaben sind und bleiben Diebstahl an Privateigentum. Insofern kann man gar nicht ein „Verbrecher“ sein wenn man sich vor Dieben, Wegelagerern und Heuchlern schützt.

  32. Wegen den wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona Shutdows werden viele Menschen sparen müssen; und wo spart man als erstes? Bei Abonnements, wie z.b. das Abonnement der „Republik“…

    Herr Hässig, binden Sie doch eine Bitcoin Spenden Public Key bei InsideParadeplatz.ch ein. Das erstellen eines Public Key kostet Sie nichts und alles was reinkommt ist demnach Reingewinn – kein Downs Site Risk, aber Huge Upside Potential.

  33. Wow, Journalisten Beef auf einen „Finanz“Blog……
    Spannende Zeiten voraus. Lasst dieses Battle doch von RedBull inszenieren und sponsern. Dank RedBulletin können beide , dann auch mal an der immer erträumten aber nie erreichbaren Reichweite , schnuppern. Ich freue mich in jedem Fall auf einen unterhaltsamen Verlauf hier auf IP.

  34. Die Republik ist kein ernst gemeintes journalistisches Projekt. Der Zweck der Republik war nur der, zu beweisen, dass Leser bereit sind, für die Artikel zu bezahlen und wieviel. Seit man das festgestellt hat, sind ca 80% der Artikel auf den Corporate Media Portalen hinter der Paywall verschwunden.
    Natürlich erhält man die Republik am Leben, es gibt für einige „Journalisten“ eine schöne Einnahmequelle zusätzlich.
    Man ist heute eben nicht in erster Linie Journalistin sonder Geschäftsfrau.

  35. Lieber Herr René Zeyer,

    ein atemberaubend untergliedertes Leckerbissen! Danke! Sie waren lange auf Cuba als Journalist tätig. Ich habe aus Quellen in Italien gehört, dass die Ärzte und die mitgebrachte Infrastruktur (einschliesslich Medikamente) 1A sind! Könnten Sie in Zukunft mal auch diesen Aspekt in einem Artikel beleuchten. Die Medizin eines sozialistisches Landes erfolgreich im Kampf gegen COVID19 in Europa und EBOLA in Afrika. Dazu habe ich folgendes Video gefunden:

    https://www.youtube.com/watch?v=j7jFYy1gJiA

    Herzlich und bleiben Sie uns erhalten….

  36. Die Ironie! Da schwafelt der Kommunikationsberater Zeyer von Armutsjournalismus – und beschreibt damit genau sein Metier und den Grund warum es fuer ihn immer schwieriger wird, Abnehmer zu finden (ein Zeichen dafuer, dass es immer noch etwas Qualitaetskontrolle bei den Medien gibt).

  37. Das grosse Problem von «Republik» ist nicht das Geld. Gerne bezahle ich einen angemessenen Betrag für gute Geschichten. Doch die «Republik»-Stories sind in der ganz grossen Regel nichts als langfädig und langweilig. So wie auch der Beitrag von René Zeyer besser gewesen wäre, wenn er nach einem Drittel des Umfangs den Schlusspunkt gesetzt hätte.

  38. Ach der Rene Zeyer, reibt sich einmal mehr an den MacherInnen der REPUBLIK die das Koma um ein weiteres Jahr aufschieben konnten. RZ hatte auf den baldigen Exitus gehofft der nicht eingetroffen ist und nun versucht er mit seinem Zahlensalat zu erklären was da vor sich gegangen ist. Als „Verleger“, 1 Jahr, war mir immer klar dass bei R von Anfang an „Kurzarbeit“ bei vollem Lohn angesagt war, dass das Rothaus mehr intellektuelles Therapiezentrum den Arbeitsort war. Dass all die Binswangers aus den Wellnessstuben des TA und anderen geschützten Werkstätten nur minimalen Output, 3 Artikel / Tag, sicherstellen konnten. Dafür haben sie die Artikel wortreich aufgeblasen bis kurz vor dem Platzen. Was RZ nicht verstanden hat, im Rothaus haben sich Gaukler eingenistet, die verstehen es meisterhaft Intellektuelle, oder solche die es sein wollen, in den Bann oder über den Tisch zu ziehen, sie zu fesseln. Die sind bereit dafür zu bezahlen und fühlen sich gut. Sie tun das freiwillig, oder geben den regelmässigen Voraustotengesängen der R MacherInnen nach! Schade, RZ hat es verpasst einen qualitativ hochstehenden Artikel über die Inhalte der R auf die Rampe zu schieben. Er ist nicht ehrlich, es ist purer Neid, er würde gerne einmal einen Artikel in der R publizieren und zu der Nomenklatura des Rothauses gehören, an der Bar sitzen, eine Havanna geniessen und dem Sandmännchen Roger de Weck bei seinen Schlafmonologen zuhören!

  39. Machen Sie sich keine Sorgen, Herr Zeyer. Denen wird weder der Lohn noch die Kaffeepause gekürzt. Es gibt immer noch genug Erb-Linke und Wohlstandssozis im Millionen-Zürich. Und Genossin Simonetta wartet doch nur darauf, das Pflänzchen mit Steuermillionen am Leben zu erhalten, „um die Demokratie zu retten“.

    • Besser informieren, die Verlagshäuser betteln um Unterstützung. Sie sind auf Sommaruga zugegangen. Aber wenn Dummheit Wissen ersetzt entstehen solche Kommentare!

    • Sehe das auch so. IP ist eine Art therapeutisches Auffangbecken für alte weisse (nicht weise) Männer wie RZ oder KJS! Jetzt wo sie zuhause bleiben sollten wichtig!

  40. Apropos: „50 Nasen pusten täglich im Schnitt drei Schreibstücke raus.“
    Den Eindruck hatte ich auch während meiner Schnupperzeit – und es war mir tatsächlich zu wenig.

  41. Sie dürfen wohl nicht alle Nasen als Vollzeitstellen rechnen, aber sonst haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Alle Verantwortlichen, die rechnen konnten und etwas weniger borniert an die Sache gingen, haben sich rechtzeitig wieder abgeseilt. Ich habe mein Abo nach dem ersten Jahr nicht mehr erneuert, da die Republik nichts mehr mit Rettung des Journalismus, sondern nur noch mit journalistischer Selbstbefriedigung zu tun hat.

  42. Wenn das Publikum so dumm ist, sich von denen dauernd über den Tisch ziehen zu lassen, dann ist das Publikum selber schuld. Die Enkeltrickbetrüger legen eher die Alten rein. Bei den Alten irgendwie verständlich, das es funktioniert. Es gibt andere, die legen auch ein jüngeres Publikum rein. So macht jeder was er kann.

    • Über den Tisch gezogen…
      Dazu Stanislaw Jerzy Lec:
      Leute, die über den Tisch gezogen
      werden, halten die Reibungswärme für Nächstenliebe…!

  43. Mit fremden Geld lässt es sich gut leben. Startups, die von Anfang an eigentlich nur fremdfinanziert sind, leben von der Vision. Strategie, Kunden, Betrieb, Umsatz, Kosten, Gewinn sind da nur störend. Leider…

    • „Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen!

      Helmut Schmidt, Altbundeskanzler

  44. Republik hat dem „NZZ gestrandeten“ Oliver Fuchs Asyl gewährt. Da wusste ich, das Abo wird nicht erneuert.

    Die 240 Franken gehen seither jährlich an das lokale Tierheim: die Mitarbeitenden haben Charakter Rückgrad.

    Selbstoptimierer bei Republik. Parallelen zum Kosmos unverkennbar. Beide Pseudolinke. Oder in Neudeutsch: Grünliberal asozial.

    • Hervorragendes Fazit zu einem schon lange gescheiterten Projekt

      Man muss kein Ökonom sein, um festzustellen, dass hier frustrierte Dilettanten am Werk sind. Ein Grossteil von diesen Edelfedern stammen ja aus den Stuben der Grossverlage. Da ging es Ihnen nicht genug links zu und her. Und dass ein Teil des Geschäfts noch mit Werbung finanziert wird… pfui, wie widerlich.
      Nun müssen sie sich selbst beweisen, das ist nicht machbar und nur eine Frage der Zeit, bis die letzten Idioten begreifen, dass wenn sie mit dem gleichen Geld einen Tierpark unterstützen, sie wenigstens sehen, wohin das Geld fliesst und sie können sich bei einem Besuch an ihrem Investment freuen.
      Fehlt nur noch das diese Dilettanten Kurzarbeit beantragen und diese noch bewilligt wird. Dann haben sie plötzlich 8 Millionen Verleger – uns als Steuerzahler – obwohl keiner den produzierten Schrott liest….

      Letztes Aufzucken marxistisch Verblendeter vor dem Mauerfall…