Dem Niedergang des Schweizer Bankiers folgt der Aufstieg der Geldverwalter

Marcel Ospel, Rainer Gut, Oswald Grübel, Nikolaus Senn: Das waren noch Figuren. Heute dominieren Administratoren.

Es ist kein geringes Signal, dass die grossen Versicherungen auf dem Finanzplatz Schweiz wichtiger als die Banken geworden sind.

Geld ist in der Schweiz in Hülle und Fülle vorhanden, aber es liegt nicht mehr in den Händen ehrgeiziger Bankiers, sondern in denen von Finanzverwaltern, die sich mehr von Algorithmen und der „Compliance“ als von eigenen Leidenschaften oder denjenigen ihrer Klienten leiten lassen.

Der Bankenplatz Schweiz, der seit über 100 Jahren den Aufstieg der Schweizer Industrie auf Weltniveau begleitet hat, ist längst abgesunken zu einem ausgelagerten Filialplatz der globalen Finanzzentren New York City und London.

Mehr denn je ist es der US-Dollar, der die Bahnhofstrasse beherrscht, wenngleich der Yuan seit zehn Jahren auch in der Schweiz seine Position laufend verstärkt.

Das schweizerische Bankgeheimnis, das 50 Jahre Wohlstand brachte, wurde von den USA zerstört, die nun selbst zum grössten Steuerparadies der Welt geworden sind.

Wo der Bankenplatz schrumpft, braucht es auch keine grossen Bankiers mehr. Rainer E. Gut, Marcel Ospel und Oswald Grübel sind kennzeichnend für die Hybris und die Rettung der alten Zürcher Bahnhofstrasse.

Gut und Ospel wussten noch Milliarden in Bewegung zu setzen. Gut wollte mit seiner kleineren Credit Suisse die grössere SBG übernehmen, scheiterte aber am bulligen Nikolaus Senn, der die Story im Zürcher „Tages-Anzeiger“ platzen liess und damit den Volkszorn auslöste.

Beide wollten, mit wenigen Jahren Abstand, auch an der Wallstreet zur globalen Nummer 1 werden. Rainer E. Gut scheiterte an Lukas Mühlemann, den er zum CEO der Credit Suisse machte.

Marcel Ospel, der immer nur den Vorwärtsgang kannte, scheiterte an seinen US-Topmanagern, die seinen Ehrgeiz mit anfänglich hohen Gewinnen durch den Verkauf von „Gammelwürsten“ (Konrad Hummler) zufrieden stellten.

Verluste spielten in diesen Jahren, wo die Compliance nebensächlich war, keine Rolle. Lukas Mühlemann, Zigarre im Mund und den Weisswein in der Hand, sagte mir damals in der Bar des Hotels Savoy am Zürcher Paradeplatz: „Eine Milliarde Franken liegt im Bereich der Tagesschwankungen.“

Rainer E. Gut schaffte es, still zurück zu treten. Sein Versuch, die Airline Swiss der Schweiz zu erhalten, kostete die Schweizer Wirtschaftselite gegen zwei Milliarden Franken. Am Ende stand der Verkauf an den deutsche Lufthansa-Konzern.

Marcel Ospel fuhr die ganze UBS gegen die Wand. Sie wurde vom Steuerzahler gerettet.

Oswald Grübel, ein erstklassiger Händler, musste dann gleich zweimal antreten, um zuerst die Credit Suisse und dann den UBS-Konzern wieder auf Spur zu bringen.

Er war, was gerne vergessen wird, auch der „Erfinder“ jener Boni-Strukturen, die kurz darauf das Schweizer Volk zu Protesten veranlasste. Dass Grübel wegen eines 2-Milliarden-Verlustes in der Filiale London zurücktreten wollte, war Pech. Vielleicht hatte er die Nase auch nur voll. Genug ist genug.

Aber die Zeit der grossen Schweizer Bankiers war damit vorbei.

Nicht ganz, denn noch immer war der Bankenplatz Schweiz für jeden ehrgeizigen Bankier eine fette Beute.

Zwei Männer sollten wegen ihres Ehrgeizes zu Beginn dieses Jahrhunderts hervorstechen: Pierin Vincenz, der keine internen Kontrollen akzeptierte und daher vom hohen Ross herunter geholt werden musste.

Und Boris Collardi, ein Talent aus der Westschweiz, der als Jungmanager in die Zürcher Privatbank Bär einbrach und sie als CEO innert weniger Jahre in die Höhe stemmte.

Er verstiess gegen alle Spielregeln, die man herkömmlich als „Good banking“ bezeichnet, weshalb die Medien auch ihm kritisch auf der Spur waren. Collardi setzte sich, vielleicht auch deshalb, rasch als Partner zu Pictet in das ruhigere Genf ab.

Alle hatten es begriffen: Der Bankenplatz Schweiz brauchte Wachstum, sollte er nicht provinziell werden. Aber dieser Kampf war so aussichtslos wie die Rettung der Swiss vor der Lufthansa.

Die beiden Grossbanken UBS und CS sind längst die grössten Auslandbanken der Schweiz, dominierend im Besitz von Ausländern und geführt von Ausländern. Schweizer an deren Spitze sind selten und meist eher geduldet, damit das „Schweizerische“ noch glaubwürdig bleibt.

Echte Privatbanken mit Partnern, die mit dem eigenen Geld haften, sind selten und eher unbedeutend geworden. Grosse Privatbanken sind längst Aktiengesellschaften und pflegen, mehr oder weniger ehrgeizig, ihr Stammgeschäft. In der reichen Schweiz haben sie noch Luft zum Überleben.

Die Zürcher Börse, von einem Holländer geführt, bekommt meist erst nachmittags Schwung, wenn der internationale Handel wach geworden ist. Morgens, wenn die Schweizer unter sich sind, geschieht selten Bedeutendes. London und New York geben den Takt vor.

Ein halbes Dutzend grosser angelsächsischer Institute haben den Weltmarkt unter sich aufgeteilt. Der Rest der Bankenwelt tanzt im Wesentlichen nach ihrer Pfeife.

Auch im zehnmal grösseren Deutschland gibt es längst keine deutsche Bank von Weltgeltung mehr. Insofern haben wir in der Schweiz noch einen kleinen Vorsprung, der aber rasch schmilzt.

Das wird noch einige Zeit so bleiben, denn es geht im Finanzgeschäft längst nicht mehr um den Wohlstand der Völker, sondern um die Kunst des Vermögensausbaus für die „very deep pockets“.

Die Blinkzeichen des BIP werden immer unpräziser. Ein kleiner Bankkunde ist heute, wer weniger als „30 Kisten netto“ an den Schalter bringt.

Wie geht es weiter?

Mit IT und immer weniger Mitarbeitern in der Schweiz werden die grössten Banken immer stärker. Das gilt auch für die Kantonalbanken, die mit der ZKB und der Waadtländer Kantonalbank starke Spitzenreiter haben.

Da nur 0,1% der Schweizer zur obersten Vermögensklasse zählen, werden alle anderen Bankkunden, früher oder später, der Automatisierung zum Opfer fallen. Die Chancen, damit reich zu werden, „wie es die Väter taten“, sind eher gering.

Wie unbedeutend „Mr. Normalschweiz“ geworden ist, zeigt das Beispiel des Bundes, der soeben Milliarden an Corona-Opfer auszahlen liess, damit sie nicht beruflich untergehen.

Zahlen sie nicht zurück, spielt dies eigentlich keine Rolle mehr. Nicht für die Banken und nicht für den Bund.

Deshalb braucht es in der Schweiz keine echten Bankiers mehr. Es sind Verwalter zurückgeblieben, die manches Gute tun, aber das „Big business“ läuft andernorts.

Kommentare

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  1. Grübel? Ok, auch wenn er kein gebürtiger Schweizer zu sein scheint 🙂

    Senn? Na ja. Ich bin nicht sicher, dass Sie das richtig sehen, Herr Stöhlker, aber ich lass es mal gelten.

    Ospel und Gut? Dass ich nicht lache! Haben Sie vor dem Schreiben etwas zu viel Tastenöl erwischt? Oder etwas geraucht, was zu stark eingefahren ist?

    Über Ospel wurde in den letzten Tagen hier genug geschrieben, deshalb fass ich mich kurz: Von mir aus kann man ihn Bankier nennen. Vor allem aber war er ehrgeizig. Ein Zocker. Und letztlich ging es ihm – wie wohl allen hier erwähnten – nicht primär um die Kunden, sondern vor allem um eine Person: Sich selbst.

    Rainer E. (wie Emil) Gut hat anfänglich einiges bewirkt. Was er juns aber auch beschert hat sind folgende Herrschaften:

    Josef „Joe“ (Victory Sign) Ackermann. Sein einstiger Glanz ist schon längst verblasst.

    Lukas (M-Faktor) Mühlemann, der MäkGrinsi Mann.
    Wer wollte keine Kuh kaufen um ein Glas Milch zu trinken … und hat dann die Winterthur doch noch geschnappt?
    Wer hat seinen Analysten Chandimarani aus der CS rausgeworfen, weil er für die SwissAir Group 500 Mio CHF Verluste prognostizierte, derweil Luki im SwiassAir Group VR sass und keine Probleme sehen wollte? (Ok, Chandimarani lag ziemlich daneben: Es wurden ann 2 Milliarden Verlust.)
    Wessen Idee war es, Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ) zu einem viel zu hohen Preis zu kaufen? (Der riesige Goodwill wurde ja erst vor wenigen Jahren aufgelöst.)

    Weitere Gut Zöglinge: Walter B. Kielholz. Und – Achtung! – Jacques Aigrain.

    Genug gesagt. Herr Stöhlker, träumen Sie weiter. You dreamer, Du, hä!

  2. Sie haben die fetten Jahre genossen, die Brunnen sprudelten mit Cash! Und wie immer in solchen Situationen, hat keiner Ihrer Generation Voraussicht walten lassen!

    Sie und ihresgleichen haben den Finanzplatz an die Wand gefahren! Aus Faulheit, Bequemlichkeit oder was einfach Unwissenheit. Stellen es jetzt so dar als ob unsere Zunft keine Leute mehr fördert die was können… Wo wir heute stehen, hat uns Ihre (überforderte) Managergeneration hingebracht. Obwohl Sie die einfachsten Wirtschaftlichen Jahrzehnte hatten um etwas ‚grosses‘ zu schaffen.

    Bitte, legen Sie den Stift beiseite und gehen Sie am See Enten füttern. Versuchen Sie das Versagen Ihrer Generation nicht schönzureden!

  3. Heute dominieren in den Compliance-Abteilungen Jungsters, die direkt vom Studium kommen, meist das einfachste, nämlich Jus.
    Sie führen sich auf wie Hilfspolizisten nach der Probezeit. Bei denen ist jeder, der ein Konto eröffnen will in erster Linie ein Delinquent und nicht ein Kunde.

    Die haben noch nie eine Aktie gekauft, geschweige denn ein Portfolio bewirtschaftet. Risiken beurteilen sie nach der symmetrischen Normalverteilung. Fat tails und Ausreisser sind ein Fremdwort. Den „Black Swan“ interpretieren sie falsch.

    Sie führen sich auf wie Beamte und erlassen widersinnige Regeln, die davon zeugen, dass sie keine Ahnung von Finanzmärkten haben.
    Wohl aber eine Ahnung im Schreiben von internen Weisungen, die nicht umsetzbar sind und zum Papiertiger verkommen, jenseits der Dynamik der Märkte. Delegiert an die Frontstellen, die mangels Umsetzbarkeit dauernd den Spagat machen müssen.

    Diese Compliance-Abteilungen sind die Totengräber der Marktwirtschaft!

    (Ich meine damit nicht die Verhinderung von Geldwäsche, und Insider und anderen Börsenmauscheleien etc., sondern die Verhinderung des Geld-Anlegens an der Börse für mündige Anleger, die wissen, was Portfolio-Management ist)

  4. Banken und Versicherungen zu vergleichen ist OK. Und welche dieser zwei Branchen bringt dem Normalo noch etwas? Die Banken sind doch nur noch Lachnummern, die überleben ohne ständige Gebührenerhöhungen und Staatshilfen nicht mehr. Die Bank Kader haben leider Dank vielfach überhöhter Bezahlung schlicht das innovative Denken verlernt.

  5. Konrad Hummler soll den Mund nicht zu voll nehmen!
    Er ist ein Hauptschuldiger für den Steuerkrieg mit USA + EU.
    Google: „im geiste hummlers“ (von Frank A. Meyer)

  6. Ich lese die Kommentare von Herrn Stöhlker immer wieder gern. Welcher Informationsreichtum, welcher Neuigkeitswert, welche Subtilität! Der Hinweis darauf, dass Herr Stöhlker mit den Grossen des Bankgeschäftes Weisswein trinkt: Unübertrefflich entlarvend. Jetzt weiss ich auch, dass ich – anders als Herr Stöhlker – zur B-Schweiz gehöre, also ein „Normalschweizer“ bin, ein Versager, ein Verlierer der Globalisierung, kurz: Jemand, der zu wenig auf der Bankkonto hat. Ich hoffe, der nächste Beitrag dieses Goldküstengockels wird ebenso erhellend!

  7. Ich bin immer wieder überrascht, wie sich auf IP derart viele Experten zu Wort melden. Viele dieser hochintelligenten Menschen sind in der Lage über Politik, Medizin, Banking oder Justiz zu schreiben! (Sorry, meine Aufzählung ist sicherlich nicht vollständig!) Was mir unmöglich erscheint, fällt diesen Ausgeburten an Wissen, Erfahrung und Kompetenz ganz leicht! Sie sind in der Lage die Leistungen von z.B. Exekutivpolitiker oder CEOs abschliessen und gültig zu beurteilen. Schade gelingt mir das nicht auch! Ich möchte auch einmal geliked werden, wenn ich einen Prominenten genüsslich und ohne Fakten in die Pfanne haue! So könnte ich endlich meine eigene Überlegenheit demonstrieren, ohne meine Arbeit zu versäumen und weiter die Regale im Coop auffüllen!

    • @Black: Ich empfehle Ihnen Weiterbildung. Zudem haben wir in der Schweiz das grosse Privileg der freien Meinungsäusserung!
      Aber trotzdem, ich danke Ihnen und all Ihren MitarbeiterInnen für die Versorgung des Landes und sei es mit dem Auffüllen der Regale. Sie kriegen von mir nicht nur einen Like, sondern auch eine Standing Ovation. Vielen Dank!

    • weil die börse ist gott, heilige und seelige zugleich… jordan kanns ihnen bestätigen.

  8. Wenn Sie Herr Stöhlker, Marcel Ospel (den Geschäftsmann) als grossen Bankier bezeichnen, dann haben Sie diesen Schönwetterkaptitän nie an einer Sitzung erlebt und die Talfahrt der UBS AG nach der Übernahme durch den SBV wohl schon vergessen. Die anfänglichen Milliardengewinne durch maximales Risiko endeten mit einem Verlust von fast 70 Milliarden und einer erzwungenen Rettung durch den Steuerzahler.
    An einer Sitzung Ende 1999 hat dieser Nichtskönner nach kritischen Fragen von frustrierten Mitarbeitern Reissaus genommen und folgende Worte rausgelassen:
    „Was wollt ihr denn von mir, ich kann doch auch nichts machen“
    Wenn ein CEO diese Worte sagt, dann ist er absolut unbrauchbar und hätte zu diesem Zeitpunkt entlassen werden sollen. Dies hätte uns den kläglichen Niedergang der UBS AG, mit all den nachfolgenden unfähigen Abzockern erspart.

    • Der Nettosteuerzahler, ich bin einer, hat keinen Rappen an die Rettung der UBS leisten müssen. Im Gegenteil, wir Steuerzahler erzielten sogar einen kleinen Gewinn aus dieser Uebung. Aber das Mantra der Rettung der UBS durch den Steuerzahler ist fest verankert.

    • Ja, natürlich bleibt die Pressefreiheit erhalten – Danke für den – obwohl natürlich unnötigen Hinweis. Das war auch beim Bankgeheimnis so.

  9. „Marcel Ospel, Rainer Gut, Oswald Grübel, Nikolaus Senn: Das waren noch Figuren.„

    Herr Stöhlker:

    Diese Figuren sind mittlerweile wie Sie Geschichte. Diese Zeit ist vorbei und sie kommt nicht mehr, auch wenn Sie das zig Mal hier auf IP in immer anderer Verpackung gebetsmühlenartig mit anderen Worten wiederholen.

    In der Zwischenzeit hat das weltweite Banking einen grossen Strukturwandel hinter sich, der mit der Digitalisierung noch weiter geht. Teils auferlegt und teils selbst gewollt.

    Die Ära des Easy banklagernd CH-Bankings ist endgültig vorbei.

    Die aufgeklärten jungen Kunden (Erben) von heute erwarten Performance und nicht ein Mittagessen mit mittelmässiger Schwarzgeldperformance mit vorangehender Durchsicht ihrer Banklagernd-Post.

    Die Kunden von heute sind aufgeklärt, digital versiert und vor allem bestens informiert, und zwar über verschiedene Quellen.

    Die risikoaverse Compliance erledigt sich von selbst. Auch dieser Hype geht vorbei.

    • Es ist ratsam bei verschiedenen Banken den gesicherten Schutz von 100 000 Franken zu sichern, damit man sich vor weiteren Kalbereien der Banken absichert.

  10. Das schweizerische Bankgeheimnis wurde nicht durch die USA, sondern durch den Bundesrat (Widmer-Schlumpf) zerstört.
    Grübel war lediglich ein Händlertyp, fixiert auf Boni, was der Untergang jedes Unternehmens bedeutet.
    Banken sind in der Schweiz heute völlig überflüssig, man benötigt sie nur noch für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs.
    Die zukünftige Generation wird selbständiger via Internet handeln. Vermutlich mit sogar mehr Performance als ei den Banken. Das ist die Zukunft.

    • @ Peter P. Odermatt

      Ich weiss nicht wie Sie sich informieren. Aber was Sie hier behaupten entspricht NICHT der Faktenlage, denn

      die Totengräber des CH – Bankkundengeheimnisses waren die Banken selbst: Sie haben trotz Warnschüssen aus den USA an ihren Schwarzgeldmodellen oder eleganter ausgedrückt an ihren Fiskalneutralisierungsmodellen festgehalten,

      Im Übrigen haben auch die bürgerlichen Parteien inkl. der SVP den Verrat von CH-Bankmitarbeitern gutgeheissen, denn das Parlament hat damals dem Vorschlag des Bundesrates zugestimmt. Nachzulesen in den Ratsprotokollen.

      EWS hier als Prügelknabe und Blitzableiter zu benützen ist billig und dient nur der Ablenkung.

    • Jetzt kommt wieder einer, der am EWS-Trauma leidet. Hallo, Psychotherapeuten haben den Laden wieder offen. – Aber die drei nächsten Sätze kann ich auch unterschreiben.

  11. Gut geschrieben. Aber nicht weit genug gedacht. Die Digitalisierung ändert die Welt und auch das Banking.
    Immer mehr Menschen investieren ihr Geld über Discountbroker. Herr und Frau Normalschweizer und Herr / Frau Millionenerbe ohne Ahnung nutzen Robo Advisor. Oder unabhängige Verwalter, und die brauchen kein Filialnetz weil die Klienten auch weitere Anreise in Kauf nehmen.

    „Das schweizerische Bankgeheimnis, das 50 Jahre Wohlstand brachte, wurde von den USA zerstört, die nun selbst zum grössten Steuerparadies der Welt geworden sind.“

    Yap so ist es.
    Aber anders als die Schweiz seinerzeit, betreiben die USA keinen offensichtlichen Raubbau am Steuersubstrat anderer Länder. Die USA gehen cleverer vor.

  12. Die Herren Ospel, Gut, Grübeln und Senn haben sich in die Marbella-Sache verbissen, dadurch den Über- und Durchblick verloren, weil die den Intrigenspielen von Uelius dem Chefdaigler, Sevenus dem Unterdaigler und Moritzus dem Sturzpiloten intellektuell nicht gewachsen waren. Das Daigler-Trio wolle den Zürcher Flug- und Finanzplatz platt machen, damit Basel die Flug- und Finanzdrehscheibe auf dem Kontinent wird. Das Resultat: Global-Finanz-Nomaden sahnen in der Schweiz ab. Der Finanzplatz wurde geschwächt. Das Daig-Trio hatte ein neues Ziel, Basel zum wichtigstes Messeplatz der Welt zu machen, auch das Endete im Flop. Wie man hört, hat das Erfolgstrio die Basler Pharmakonzerne im Auge und will die Aufpumpen, damit die Fit sind für die Weltherrschaft.
    Gunther Kropp, Basel

    • @Homer Geröllheimer
      Herr Geröllheimer, bleiben Sie sachlich und unterlassen Sie rufschädigend Unterstellungen, die zu juristischen Konsequenzen führen können. Wir sind hier in der Schweiz und nicht in einer Bananenrepublik.

  13. Gut und übersichtlich formuliert. Was ich vermisse ist die Idee, dass die Schweiz als neutraler Standort zwischen den neuen „Big Ones“ USA und China zum westlichen Brückenpfeiler Chinas werden könnte. Schliesslich war die neutrale Schweiz im kalten Krieg ja auch der Standort der von CIA und BND beherrschten Krypto AG…

  14. Das Schweizer Banking, anderswo übrigens auch, ist zu einem Stelldichein von Wichtigtuern, Egomanen und Narzissten verkommen.

    Diese Zeitgenossen sind nicht unbedingt prädestiniert nachhaltig und weitsichtig zu Geschäften. Vielmehr pimpen sie die eigene Aura mit satten Boni auf.

    Das muss schwer sein zu ertragen. Kein Wunder werfen sie sich alles mögliche rein und ziehen eine Linie nach der anderen, um diese Misere zu ertragen.

  15. Bei Banken sind mir Verwalter wesentlich lieber. Man sieht ja wohin die sogenannten Figuren ihre Finanzhäuser geführt haben: Ins Elend!

    • Der Begriff Verwalter ist mir zu milde, er gibt die Gier nicht wieder, eher den Ueli von Hinwil. Und der macht seinen Job ja nicht schlecht, auch wenn er nicht immer Luscht hat. Die Gehirne der Wichtigtuer, Egomanen und Narzissten (oben Gluboli) dagegen sind von Gier zerfressen.

  16. Das Problem hier sind nicht die Banker, gut oder schlecht…sonder die Schweiz per se. Durch ihre “ Wohlstand- Mentalität“ und “ no risk tolerance“ man will keine Risiko mehr nehmen. Man liebt und unterstützt nur die “ Normalität“ ( Median Burger…) sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik. Gut, Ospel und Grubel waren eben noch “ Risk takers“, Kurt Furgler auch….
    Nun, diesen Virus zeigt uns, dass das Leben per se riskant ist, und diejenige die ein bisschen über Universum und cosmologische Physik wissen wie das Universum als ganzes sehr riskant ist!
    Vergessen? So let’s take risks, but only good risks!

    • „good risks“ sind die, bei denen man nicht erwischt wird: Grösste Gefahr ist, die Anderen für dümmer als sich selbst zu halten

  17. Schwach und inhaltslos…. was bringt ihre Geschichte? Wer sind dann die großen Verwalter, die das Geschäft machen und wo werden die Vermögenswerte aufbewahrt??
    Die Herren Stöhlker und Hässig können am Tag der Arbeit ruhig die Schreibfeder mal fallen lassen und sich inhaltlich fundiertere und interessantere Geschichten ausdenken…

  18. Stöhlker hat nur teilweise recht. Die Generation um Nik Senn, das waren eben noch Bankiers, nicht Banker, die haben den Leuten noch vertraut und gescheite Fragen gestellt. Heute wird nur noch auf Zahlen geschaut und das ist die Krux. Die Zahlen müssen in die Modelle passen, sonst geht gar nichts mehr. Es gibt nur noch wenige Bankangestellte die wirklich wissen, dass Vertrauen höher zu gewichten ist als die Zahlen. Im übrigen, Papier nimmt alles an. Wer fragt der führt heisst es, gilt auch im Banking, das m.E. vor allem intern zu stark reguliert wurde, besonders im Kreditgeschäft.

    • Nein! Consultants sind nur dort am werkeln, wo das Management und die Eigentümervertreter (VR) totale Versager sind. Sie können es immer schlechter als die eigenen Mitarbeiter, sie kriechen jedoch besser den Entscheiden in der Allerwertesten.

      Übrigens: Der Wechsel vom Consultant direkt zum Manager in hoher Verantwortung funktioniert seltenst, zu verschieden sind die Jobs. Über Zwischenstufen kann es evtl. funktionieren, da muss der Einzelfall betrachtet werden.
      Bei Publikumsfirmen ist der Einsatz von Consultants immer ein Verkaufssignal!

  19. Werter Herr Stöhlker, und wieder haben Sie recht und diesmal habe ich kein „Aber“. Höchstens könnte man noch anfügen: ….und dem Aufstieg der Geldverwalter folgt der Abstieg der kleinen Bürger. Ich lese gerne Bücher, weil ich davon ausgehe, dass ein Autor (wenn er Firmen- u. Personennamen veröffentlicht) bemüht ist der Wahrheit über einen Sachverhalt ans Tageslicht zu verhelfen, andernfalls riskiert er einen Prozess. Unter diesem „Wahrheits-Gesichtspunkt“ und um Ihre Aussage zu untermauern, empfehle ich dazu zwei aufschlussreiche und informative Bücher:
    – „Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts“ Gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure. Autor: Werner Rügemer
    – „Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen?“ Die heimlichen Herrscher und ihre Gehilfen. Autor: Jens Berger

    Beide Werke illustrieren den erschreckenden, mit Ausweitung von Einfluss und Macht einhergehenden, Aufstieg von Finanzkonzernen – wie z.B. BlackRock und vielen anderen – welche in ihrer Radikalität mit jeglichem bisherigen Demokratieverständnis absolut unvereinbar sind. Der grosse Verlierer dieser Entwicklung wird der im Hamsterrad gefangen Bürger sein der immer noch glaubt, seine „Lebenspflichten“ an einen Ammenstaat und Finanzverwalter abtreten zu können.

  20. „…in diesen Jahren, wo die Compliance nebensächlich war…“ Darum und nur darum ging es. Und welche Rolle spielte der Autor in jenen Zeiten der beggar thy neighbour Gloria?

  21. Die drei Säulen des „Erfolgs“ unserer Banken war: Bankgeheimnis (und damit verbundene Potentatengelder), Kick-Backs und der ewig steigende Schweizer Franken.
    Die Beratungsleistung unserer Banken war und ist bestenfalls „me too“ gegenüber Banken in anderen Ländern.
    Im Vergleich dazu hat unsere Industrie (Pharma, Maschinen, Uhren, ….) in der Schweiz eine enorme Leistung vollbracht.

    • Volle Zustimmung. Ich hab all meine Anlagen im USD, und oh Wunder, der Franken hat sich in dieser Krise gar nicht mehr aufgewertet. Auf gut Deutsch eine richtige Scheisswährung ist dieser Franken, keine Zinsen ganz im Gegensatz zum Dollar, bei gleichbleibendem Wechselkurs seit 10 Jahren.

    • @Fränkli Furzer: Ich hoffe, dass Sie der amerikanischen Steuerbehörde IRS all Ihre tollen USA Anlagen (Aktien) zur Versteuerung auch schön angeben. Und ganz so toll ist die US Währung nun ja auch nicht …

  22. Gut geschrieben Herr Stöhlker.
    Aber die Schweiz mit Ihren lahmarschigen SP-Bundesräten, der Puppe KKS und einem durchsichtigen Aussenminister an der Spitze hat die Corona-Entwicklung verschlafen. Was haben der Geheimdienst und die Offiziellen drei Monate lang in China gemacht, dass der BR auch heute noch die Entwicklung beobachtet?

    Sie ist nur ein Zeichen an der Wand! Weil der Abschwung ist perfekt.

    Einen Silberstreif gibt es, auf den die meisten hier gar nicht setzen. Die SNB und die Schweiz ist nur zu retten, wenn sich die Europäer mit den Russen und den Chinesen zusammen tun und den € retten.

    Alles Andere ist zur Zeit ein entgegenkommender Zug am anderen Ende des Tunnels.

  23. Vielleicht sollte Herr Stöhlker sich darauf konzentrieren, zu Themen zu schreiben, von denen er auch wirklich etwas versteht. Man wird den Eindruck nicht los, dass auch seine Zeit abgelaufen ist…

    • Seine Zeit ist schon lange abgelaufen, nur selber merkt er es nicht, er fühlt sich als Grösster, der die Kuhschweizer belehren will.

  24. Die spannendsten Biographien handeln von Psychopathen, Kriminellen und grössenwahnsinnigen Egomanen! Der korrekte, anständige „Normalo“ gibt nicht soviel her! Der zuverlässige Verwalter regt die Phantasie kaum an. Es müssen schon Hasardeure und Selbstdarsteller her! Was schreibt Stöhlker wieder für einen unglaublichen Blödsinn!

  25. Die hier genannten „Banker“ waren keine Bankiers im Sinne des Wortes, sondern ganz einfach „Angestellte“ mit höherer Verantwortung. Sie mussten nie mit ihrem eigenen Vermögen gerade stehen, sondern sie verzockten das Geld ihrer Kunden!!
    Nicht vergessen sollte man Robert Holzach von der ehemaligen Schweiz. Bankgesellschaft. Er zählte zu den herausragenden Persönlichkeiten der Schweizer Bankengeschichte. Er war zu seiner Zeit schon visionär und hat vor den Exzessen wie wir sie durch Ospel und Konsorten erlebt haben und noch erleben, gewarnt.
    Nachzulesen im Buch von Claude Baumann im Verlag NZZ.

    • Banken und Versicherungen zu vergleichen ist OK. Und welche dieser zwei Branchen bringt dem Normalo noch etwas? Die Banken sind doch nur noch Lachnummern, die überleben ohne ständige Gebührenerhöhungen und Staatshilfen nicht mehr. Die Bank Kader haben leider Dank vielfach überhöhter Bezahlung schlicht das innovative Denken verlernt.

  26. Wurden die Väter mit einer schweizer Bankverbindung tatsächlich reich?

    Der amerikanische Nasdaq 100 – Index hat sich in den letzten 11 Jahren verachtfacht:

    https://www.boerse.de/indizes/Nasdaq-100/US6311011026

    Viele der Einzelwerte darin stiegen seit 2009 noch viel stärker an:

    https://www.boerse.de/rendite/Nasdaq-100-Aktien/US6311011026

    (klicke auf „10 Jahre“)

    Welche schweizer Banken haben seither eine Investition in einen Nasdaq – ETF oder – Einzelwerte empfohlen?

    Dabei erreicht der Nasdaq 100 heute mit einer Marktkapitalisierung um US$ 10,0 Bio. die des Stoxx Europe 600 oder viermal jene des EuroStoxx 50 bzw. sechsmal die des SMI.

    • Ach nein! Der Gurki Harnvolt … oder so ähnlich …
      (Er kann ja das Wort „Pozilei“ auch nicht stuchbabieren, gell …

  27. Also so ganz stimmt das nicht, im Moment sehe ich die selbst optimierenden Absahner auf dem Vormarsch. Die wissen sehr wohl was sie wollen. Aber in Zeiten wo der Staat mehr Transparenz fordert und in einer Gesellschaft die grossen Umwälzungen Abhold ist werden keine grossen Vermögen mehr gemacht. Das hat nichts mit einer neuen Bescheidenheit zu tun, sondern einem Sättigungseffekt. die Schweiz sollte ihre Stärken ausspielen wo sie wirklich sind.

  28. Guter Artikel – Selber bin und war ich seit 37 Jahren bei CS und UBS im Kader tätig, mit Einsätzen auf dem ganzen Globus. Es war ein Freude mit den Herren zu arbeiten, da diese Herren noch Bankiers waren. Nicht immer einfach im Umgang, aber klar in der Kommunikation und Ausrichtung im Geschäft. Heute ist das leider ganz anders, viel Geschwätz und keinen Verantwortung. Einfach nach unten treten und nach oben blenden. Wenn es eng wird, mal schnell den Job wechseln. Trotzdem freue ich mich auf die nächsten Jahre, da die Kunden der Grund sind, wieso wir Vollgas geben und sicherlich nicht die Manager von heute.

    • @Kader
      quote
      Es war ein Freude mit den Herren zu arbeiten, da diese Herren noch Bankiers waren…
      unquote
      Gab es damals keine Damen in Ihrem Team?
      Ich weiblich,(heute in Pension) arbeitete während vielen Jahren im internationalen Kreditbereich (vorwiegend im Sector Trade Finance)dies in Kader Stellung in der Schweiz und ebenfalls während ca. 15 Jahren Jahren im Ausland.
      Ihre Glorifizierung ausschliesslich der Herren Bankiers ist entwürdigend und spricht der Menschenwürde Hohn.

    • @mb

      Entschuldige bitte, selbstverständlich habe ich tolle weibliche Kolleginnen und Vorgesetzte. Heute sind die Damen alle viel zu empfindlich mit dem Gender Thema. Es gibt Männer die das Thema seit Geburt ernst nehmen. Meine Mutter war die beste Managerin auf dem Planeten. Hört endlich auf mit dem Geschrei, wir werden nicht wahrgenommen und so. Macht euch nicht kleiner als ihr Damen seit. Zeigt Einsatz und Leistung, dann kommt das schon gut. Seit Jahren werden mindestens 50% Frauen befördert, was proportional höher als der Anteil der Mitarbeiter ist.

      Der Artikel hat sich spezifisch auf genannte Herren bezogen.

    • Je dümmer der Kommentar, desto grösser der Beifall! IP hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einer Plattform für mutlose Verschwörungstheoretiker entwickelt! Sie sollten das Denken den Elefanten überlassen, die haben ein grösseres Gehirn!

    • Einmal mehr peinlich der Vielschreiber, Chlaus J. Lobt Ospel der abzocken als erster salonfähig gemacht hat. Lobt Grübel der bei CS mit der One Bank-Strategie einen untauglichen und nicht nachhaltigen Weg wählte und bei der UBS nach dem Betrugsfall in London den Schwanz eingezogen hat. Leadership ist etwas anderes.

    • Axiom sagt alles: vor sich hin schwadronieren ohne den Beweis antreten zu müssen! Aber möglicherweise haben Sie keine Ahnung, was ein Axiom ist !

  29. Der Bankenplatz Schweiz weist nur noch Verwalter und Frontleute auf, die Vermögen lediglich mit Derivativen Produkten abspitzen, die durchschnittlich performen, jedoch mit hohen Margen unterlegt sind. Diese Tätigkeit kann ein Lehrling zu einem 1/3 des Lohnes eines Frontmitarbeiters auch ausüben. Das Spiegelbild dieser Beschreibung ist, dass der Bankplatz Schweiz noch 4.9 % gegenüber von 10 % in 2004 des GDP ausmacht, bzw. 33 mrd chf zu 67 mrd chf in 2004. Aufgrund der unausweichlichen Geldgier der obersten 5-10%, will man sich nicht dem Kunden und dem Markt anpassen, der Weg ist gezeichnet, so dass von den 240 Banken noch 70-80 aufgelöst werden und der MA Bestand von 103000 Vollbeschäftigten um bestimmt 25000 abgebaut wird. Dies kommt unausweichlich, weil der Anteil der Teilzeitbeschäftigten bereits,wie z.b. Bei der ZKB bei 20 %, ausgeschöpft ist.

    • was kann ein 15jähriger lehrling oder ein albanischer hütchenspieler nicht
      was unsere zinskasten uns so vorleben….
      ok, letzterer hatte vielleicht eine zu gute erziehung für gängigen kunden und sozialstaat beschiss

      den rest ihrer säuberlich angeordenten zahlenreihen in ehren @mm
      aber das eintretende digitalzeitalter wird diese jobs allesamt dahinraffen.

    • Und vor den Verwaltern waren Manager am Werk die nur mit Schwarzgeldern und untauglichen Investitionen in den USA Geld machen konnten! Wer diese Leute bejubelt hat ein kleineres Hirn als Spatzen!

  30. Das Schweizerische Bankgeheimnis wurde nicht von den Amerikanern zerstört, sondern von den Machenschaften der UBS in den USA. Das war eine unmittelbare Folge der Finanzkrise!

    Die USA, leider sehr mächtig, haben es sich nicht gefallen lassen, dass so ein kleiner Zwerg in ihren Gärten herumstöbert.

    Was übrigens das Big Business den Schweizern Banken gekostet hat, muss man wohl nicht nachrechnen. De facto hat man mit dem US Business keinen Franken verdient.

    Nimmt das einen wunder? Wohl kaum, jeder schützt seinen Markt und wenn ein kleiner Zwerg kommt, der einem die Rosinen wegpicken möchte, dann wird man kaum noch zusehen und klatschen.

    Bald wird man sehen, dass auch in China das gleiche ablaufen wird. In 20 bis 30 Jahren werden die Chinesen die Amerikaner wirtschaftlich überholen, dann werden sie mit allen gleich umgehen wie die USA es heute tut. Das ist der Gang der Geschichte! Der Stärkere schreibt die Geschichte, das war immer so und wird immer so bleiben.

    Herr Stöhlker, das hat mit Business gar nichts zu tun!

    • „Das Schweizerische Bankgeheimnis wurde nicht von den Amerikanern zerstört, sondern von den Machenschaften der UBS in den USA.“

    • in 20 bis 30 jahren wird china…..@hm

      ihrer zeitrechnung nach sind sie vor mindestens 30 jahren,
      schon eingeäschert worden…its happening right now.

    • Der Untergang des Bankgeheimnisses hat mit den sogenannten Holocaust Geldern begonnen. Alles andere kam spaeter. Damals liess man fremde „Inspektoren“ ungehindert in allen Konten herumschnueffeln. Die haben dabei natuerlich auch Material fuer das spaetere Vorgehen gesammelt. So bloed wie die offizielle Schweiz damals kann man nur einmal sein. Wir haetten zu jenem Zeitpunkt noch genug Insider Wissen ueber schmutzige Konten und Transaktionen der CIA und anderen Diensten gehabt, um die gravierendsten Folgen zu mindern oder um ebenfalls etwas Schlamm aufzuwerfen.

    • @Tofa Tula: Sehr richtig.

      Noch zuvor wurde das Internet u.a. als Kriegsinstrument erfunden. Zuerst, um Strategien zu planen, dann, um das Verhalten der Leute vor dem Bildschirm zu beeinflussen und sie später mit abgezogenen Daten zu erpressen. Wir sind darauf hereingefallen: jeder Tubel schreit heute nach Digitalisierung – und benutzt das von Fremden überwachte System. Wir kaufen mit Unsummen fremde Software, die zugrunde liegende Programmierung, mit der man Wissen und Macht absaugen kann, steuern andere. Wir versuchen das jetzt mit Gesetzen einzudämmen. – Was kann ein Gesetz gegen Satelliten ausrichten?

      Wir geben Geld für diese „Spielzeuge“ aus, weil wir gerne spielen. Andere geben Geld aus, um herauszufinden, wie sie uns Pipelines und Firmen wegkaufen können inkl. know-how. Wir sind diesbezüglich blauäugig, weil es uns nach dem Krieg zu gut ging und „nettsein“ einfacher ist, als stur gewisse Prinzipien einzuhalten und durchzuziehen.

    • … die UBS und ihre Machenschaften. Ich, in den Nullerjahren noch bei UBS tätig, erinnere mich, wie uns eingebleut wurde, ja nicht gegen die USRegeln /UBS war „qualified intermediary“/ zu verstossen. Und ich war nicht im Bereich USA tätig. Aber offensichtlich wurde genau in den USA-Abteilungen systematisch den USRegeln zuwider gearbeitet. Im CH Banking wurden dabei auch gravierendste juristische Fehler begangen: Die Banken sind den Amis ganz schön auf dem Leim gekrochen. Offshore-Firmen wurden damals als DAS Ausweichvehikel für US-amerikanische BOs gepriesen und die Kundengelder für US-Investitionen massiv da hineingepumpt, da die US-Regelungen bei Offshore-Konstrukten ein Schlupfloch offen liessen. Und dann, nach der Finanzkrise wurden genau diese Konstrukte von den Amis gebrandmarkt und kriminalisiert. Eine bewusst gelegte Falle, mMn. Verurteilung im Nachhinein für damals legal eingehaltene Regeln, die im Nachhinein geändert wurden.

    • an das virologisches institut

      Ihnen empfehle ich, bevor Sie in Unwissen Ihr Maul gross aufmachen, sich in Geschichte weiter und fort zu bilden. Die USA hat Great Britain seit der Jahrtausendwende (1900) wirtschaftlich überholt, aber erst nach dem 2. Weltkrieg, also 40 Jahre später, den Rang Nummer 1 erhalten!

      Die Chinesen sind meines Erachtens heute schon weiter als die Amerikaner. Sie sind eigentlich, so paradox es klingen mag, der letzte richtig kapitalistische Staat. Kommunistisch ist nur die Ideologie, die Wirtschaft ist 100% kapitalistisch ausgerichtet.

    • @hm

      legen sie ihre kommentare vom 1.5.2020 mez.06.15 und 17.45
      übereinander und googeln sie senilität oder trump wiederspricht sich.

    • @Bürofröilein
      Ob das Internet dazu erfunden wurde lassen wir mal offen. Auf jeden Fall wurde es zu den von Ihnen erwähnten Zwecken benutzt, kaum war es weit genug verbreitet. Eine der ersten dazu sehr gut geeignete Anwendung war wegen dem damaligen Quasimonopol von Microsoft deren Microsoft Outlook. Wer trifft wen, wann, wo und wozu. Wer ist wann abwesend, wann und mit wem finden Konferenzen statt, was für Reisen sind geplant etc.. Später kamen dann noch die Voice- und Video Konferenzzentren dazu, zum Teil an Orten wie Singapore und Hong Kong betrieben. Richtig interessant wurde es mit den automatischen Online Updates und den enorm schnellen Datentransfers. Zu was für Daten die USA via Zusammenarbeit mit „Privaten“ Firmen offiziell Zugang hatte (von den Nachrichtendiensten mal abgesehen) konnte unter anderem schon in 2005 in „No Place to Hide“ lesen, lange vor Snowden.

  31. Oswald Grübel war wohl von den Genannten meiner Meinung nach mit Abstand der intelligenteste und fähigste Banker. Der Rest waren Schönwetterbanker mit einem Hang zum Grössenwahnsinn (z.B. Vincenz, Collardi) und Selbstüberschätzung (Dougan, Rohner). Ich frage mich auch, wieso haben/hatten die Banken immer so eine schwache Lobby in Bundesbern? Eveline Widmer-Schlumpf viel dazu beigetragen, dass die USA die Schweiz über den Tisch gezogen hat (Delaware, Florida oder neuerdings auch South Dakota als Tax Heaven lassen grüssen). Ach ja, die USA machen ja als eines der wenigen Länder auch am AIA Programm nicht mit. The winner takes it all!

    • Schade war bei den Verhandlungen mit den Amis Widmer – Schlumpf Bundesrätin. Blocher, dem sie in den Rücken gefallen war, hätte sich niemals so über dein Tisch ziehen lassen wie die EWS.

    • Seit der Abwahl von Blocher sind durchs Band nur noch profillose und arbeitsfaule Politiker an der Macht, denen es nur ums eigene Ego, das Image in der Politwelt und um das Portemonnaie geht.

      Besser wird es nicht mehr- in 10 Jahren werden 50% der Bevölkerung, die direkt oder indirekt Steuergelder kassieren, von den anderen 50% durch gefüttert.

    • Es war u.a. die SVP, die dem Deal mit den USA zugestimmt hat. Zum Glück war er nicht in Verhandlungen mit den Amis, denn auf diese machen Polteris keinen Eindruck!

  32. Der Niedergang der UBS wurde mit dem Kauf von Investmentbanken
    in den USA eingeläutet. Investmentbanker in America zockten die
    Bank mit hohen Salären ab, auch wenn sie arge Verluste einfuhren.

    Mit Marktmanipulationen aller Art betrogen sie Marktteilnehmer, besonders auch Anlageberater und ihre Kunden am Hauptsitz Zürich.

    Die amerikanische Börsenaufsicht und der Attorney General des Bundesstaates NY zogen die UBS in vielen Fällen zur Rechenschaft.
    Google: „so viele Bussen zahlte die ubs“
    Seit dem Jahr 2000 sind es gegen 15 Milliarden.

    Mit dem Kauf von Subprime-CDOs brockte die Investmentbank unter
    Führung von John Costas der Bank 70 Milliarden Verluste ein.

    Die Herren Ospel, Haeringer, Wuffli, Kurer, Marcel Rohner
    hatten schon längst den Ueberblick verloren.

    • Sie waren offenbar beim durch Herrn Ospel und Co. auf Bankrottniveau heruntergewirtschafteten, völlig unterkapitalisierten SBV als Archivar in Diensten. Dieser hat damals die Gamblingbude Warburg Dillon Read und das Derivathaus O‘Connor, Zocker inklusive, in den Reverse Takeover mit der grundsoliden SBG eingebracht. UBS Warburg Investment Bank Chef John Costa forcierte die 20 Mia. Mega-Fehlaquisition des VERMÖGENS- Verwalters Paine Webber und Costas Hedgefonds Dillon Read Capital Management hat der UBS 2007 schliesslich das Genick gebrochen und den Aktienkurs pulverisiert.

  33. Erstaunt es mich, dass Klaus Stöhlker die Herren Ospel, Grübel, Gut und Collardi bewundert. Diese Herren hatten nur die Millionenboni im Kopf und waren charakterlose Egomanen. Niklaus Senn war der Einzige mit Anstand und Würde. Und Collardi als Talent zu bezeichnen ist gelinde gesagt eine Frechheit. Einfach schade für das IP, diese Beiträge von Klausi sind überfällig und haltlos.

    • alles hat zwei seiten, so auch unser herr hässig.
      der angeheuerte deutsche gulaschbomber deckt das schonungslos auf,
      gutes auge @trauriges kapitel

    • Voll und ganz mit ihnen einig. Wer Ospel, Grübel und Gut mit Nikolaus Senn in einen Topf wirft hat wohl (zu) wenig recherchiert. Senn war wohl einer der letzten CH-Banker mit Charisma und beruflichem Weitblick.

  34. Sorry Herr Stöhlker. Diese Lobhudelei auf DEN einstigen Schweizer Bankenplatz ist deplatziert. Die sog. Hochphase Schweizerischer Bankenkunst (mir dreht sich der Magen) basierte auf dem unglückseligen Geschäftsmodell “Bankgeheimnis”. Die Carte Blanche schlechthin für den in- und ausländischen Finanzadel und die Schweizer Bankgehülfen. Es braucht noch etwa eine halbe Generation, bis fähige, jüngere Schweizer Bankerinnen und Banker soweit sind, der von Ihnen zitierten Uraltgarde zu beweisen, dass sie global gesehen wettbewerbsfähiger sind. Und das ohne dem großen Makel des illegalen Bankgeheimnisses.

    • Das glaube ich kaum. Hatte verschiedentlich mit Bankern zu tun die sich hinter Weisungen und Ihren Chefs verstecken, nicht mal 1 und 1 zusammenzählen können und garantiert mehr als 100 K p.a. verdienen. Banker von früher waren Vertrauensleute, die konnten auch mitbestimmen, wer Kredit kriegt, nicht nur aufgrund von Modellen, sondern man hat an den Businessplan geglaubt, vor allem aber dem Gesuchsteller vertraut, dass er das auch umzusetzen im Stande ist. So ist es mal, heute sind alle zahlengläubig aber Vertrauen in den Menschen ging verloren. So sehe ich das.

    • Heute morgen in den eigenen Fuss geschossen, Revolver-Peti?

      Dream on & get a life!

    • @ pistolpete)))

      kann ihnen hier nur zu 20% zustimmen die fäden im swissbanking zogen bis zum angekündigten brexit die squaremile and the bank of england.
      dies als kleine deep info für sie frei haus; dass stöhlker das nicht chekkt ist sowieso klar…oder die beiden (inkl. hässig) stehen auch auf anderen gehaltslisten, a.a.s. swiss peddycash.
      wer jetzt die bundesrätlichen cashflows über die snb digits kontrolliert fragen sie am besten jordan oder seinen vorbereiter hildebrand der ja jetzt für b,b,b………shit, habs leider vergessen, tätig isch

      und der kleine @ zorro soll uns ein bericht über ‚dreams and get a life‘ zukommen lassen(inkl. zahlenreihen) falls mathematisch begabt))
      oder sich einfach verkriechen.