Gottstein tobt: CS gerät in Skandal-Strudel

Für umstrittene SoftBank verkaufte CS Wirecard-Aktien und legte SoftBank-Startups in eigene Fonds. CEO startet Untersuchung.

Thomas Gottstein wird überrollt von News rund um die japanische SoftBank. Beim Gebilde des sagenumwobenen Unternehmers Masayoshi Son leuchtet Gottsteins Credit Suisse grell auf.

Letzten Herbst platzierte die CS ein grosses Aktienpaket von SoftBank an Wirecard, der Skandal-Firma, die in Deutschland nach einem vermuteten Bilanzbetrug in freiem Fall ist.

Die Aktien liegen nun statt bei der SoftBank neu bei Schweizer Pensionskassen. Den möglichen Totalverlust mit Wirecard-Aktien tragen damit Helvetiens Versicherte.

Die Wirecard-Bombe ist die zweite Explosion innert Tagen. Kurz zuvor war die CS wegen ihren Supply-Chain-Fonds in die Headlines der Welt-Finanzpresse geraten.

Die Financial Times berichtete gross über SoftBank-Startups, die auf verschlungenen Wege in den Fonds der CS landeten. Dort liegen derzeit über 5 Milliarden US-Dollar; vor der Krise waren es über 7 Milliarden.

Ringelreihen am Paradeplatz (FT)

Eine halbe Milliarde und mehr dieser Fonds-Gelder sind investiert in eine knappe Handvoll Softbank-Startups und -Töchter. In die CS-Fonds waren diese über Greensill gelangt.

Greensill, eine bekannte Londoner Finanzfirma, die schon mit GAM-Supply-Fonds zu reden gab, hat ihrerseits viel Kapital von SoftBank erhalten.

So schliesst sich der Kreis.

SoftBank „kauft“ Greensill, die „verkauft“ Finanzpapiere der CS, darunter die 500 Millionen Plus von SoftBank-Töchtern.

Thomas Gottstein soll aufgebracht sein über die Investments, sagt eine Auskunftsperson aus dem Innern der Bank.

Der neue Chef der Credit Suisse habe eine Untersuchung rund um SoftBank, Greensill und die CS-Supply-Fonds gestartet.

Das Problem ist das Ausmass. Dass die CS-Fonds so viel ihrer Fonds-Gelder in wenige Startup-Töchtern der SoftBank investierten, wirkt befremdlich. Warum so ein Klumpenrisiko?

Ein solches liegt vor. Ein bedeutender Teil des gesamten Vermögens dieser CS-Fonds sind in ausgewählten Softbank-Firmen respektive solchen des Vision Funds investiert.

An diesem hält die SoftBank eine bedeutende Beteiligung.

Viel Chance, wenig Risiko – meint Bank (CS)

Die Supply-Chain-Fonds zählen zu den CS-Erfolgsgeschichten in Zeiten von Minuszins. Die Produkte versprachen den Investoren hohe Erträge.

Die Bank übernahm von Firmen deren offene Lieferanten- und Kundenrechnungen.

Die Debitoren und Kreditoren der Realwirtschaft wurden gebündelt und in Vehikel gelegt. Diese wurden sodann tranchiert und zu Fonds gezimmert.

Die Investments in SoftBank-Startups in stolzer Höhe schaden der CS – zunächst vor allem imagemässig.

Die Grossbank ist daran, die Engagements massiv zu reduzieren. Ob weitere Massnahmen folgen, bleibt abzuwarten.

Kommentare

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  1. Gestern berichtete IP, wie die schlauen Leute von der UBS kurz vor dem Wirecard-Crash Strukis mit Wirecard verkauften. Die unglücklichen Käufer bekommen jetzt Wirecard-Akten, die nur noch 15% des Wertes haben und am Schluss vielleicht gar nichts mehr. Am 18. Juni (!), am Tag, da der Kurssturz von Wirecard begann, sonderte die UBS eine Analystenempfehlung für Wirecard ab: Neutral!

    Und es hat sich gelohnt: gestern fiel der SMI mehr als 1% zurück, aber der Aktienkurs der UBS ging hinauf. Und heute ging er noch einmal 2.6% hinauf. Merke: Als UBS-Aktionär ist man einem Unternehmen beteiligt, das sich beim Geldverdienen wirklich engagiert. Dumm nur, bald kommt das französische Urteil und: Boing, wie gewonnen, so zerronnen. Aber als Aktionär hat man nun ein Karma, mit dem man in den nächsten zehn Leben Huhn mit 10 cm2 Bodenfläche in einer chinesischen Hühnerfarm wird.

    Und die CS. Sie füllt anvertraute Depots und die Altersversorgung der meisten Leser hier mit Mist ab. Wirecard. Auch Sie, liebe Leser, verlieren Ihr Geld. Aber Sie haben ein etwas besseres Karma. Wahrscheinlich werden Sie Emmi-Milchkuh, weil man Sie beliebig ausnehmen darf und Sie weder willens noch fähig sind, für Ihre Zukunft selbst die Verantwortung zu übernehmen.

    Übrigens Prostituierte m/w liefern für Geld ziemlich genau die Dienste, über die man sich vorher einigte – sehr ehrenwert.

  2. Hallo IP! Was ist da los! Der letzte Post von 10:53? Jetzt haben wir 21:09? Schlägt die Zensur zu oder habt ihr die T3chnik nicht im Griff?

    • Sind Sie zahlender Abonnent? Was dann gibt Ihnen das Recht, hier zu reklamieren? Sie sind ein jämmerlicher Kleinbürger.

    • Sandra hör auf… Beobachter hat recht.. Gewisse Sachen manipuliert durch IP..

  3. und die pk-fuzzis, die sich diesen müll aufschwatzen lassen? die sich mit ihren ‚alphas‘, ‚betas‘, ’sharpe ratio‘, etc. wie kugelfische aufpusten… idioten bleiben aber idioten… CFA, AZEK hin oder her…

    • Mit Verlaub, werter Hr Schmied: Kugelfische blähen sich nur auf, wenn Gefahr droht! Insofern hinkt der Verglich gewaltig – da wäre der sprichwörtliche Gockel sehr viel geeigneter, der sich aufplustert, um die Hennen zu beeindrucken (und danach von hinten zu besteigen, um sein äusserst kurzes Vergnügen zu geniessen)!

  4. Weiss jemand, ob diese Produkte auch in ETFs enthalten sind und mit welchem Anteil? Wenn die ETFs zu wanken beginnen, ist der Schlamassel perfekt.

  5. Es ist relativ einfach: Wer Geschäftsbeziehungen mit der CS oder der UBS unterhält, ist selber schuld. Die Aktienkurse beider Institute reflektieren ziemlich genau den wirtschaftlichen und moralischen Zerfall der Banken.
    Beziehungen kappen, Konti saldieren und allfällige Aktienpositionen liquidieren und in Firmen investieren, die über eine langfristig positive Perspektive verfügen.

    • Gottstein und CEO: Definitiv NEIN. Taugt ev. als Platzwart auf einem Golfplatz in der schwäbischen Alb. Zum non-valeur Rohner keine weiteren Bemerkungen.

  6. Mehrfach hat Gottstein als CEO betont, wie stolz er auf die Firmenkultur der CS ist.

    Der erbärmliche Ruf dieser Bank wird dadurch nicht besser. Im Gegenteil. Es verfestigt sich der Eindruck: Der Mann weiss nicht, wovon er spricht.

  7. Gegen solche Desaster helfen uns offensichtlich auch die Hochqualifizierten MA aus dem Ausland nicht. Die Risiken werden sichtlich unter der Prämisse „gemanaget“ „nicht nur dabei, sondern mittendrin.“

  8. Beim ersten Mal tobt Gottstein. Beim zweiten Mal wird er den Fall leise kommentieren. Und das dritte Mal wird er nur noch mit den Schultern zucken. Wie seine Vorgänger.

    CS = Constant Scandals.

  9. Immer dasselbe bei Pensionskassen und Investoren: Den Speck vor der Nase, alle Augen drauf gerichtet, Verstand ausgeschaltet und stracks über die Klippe in den Abgrund.
    Dass die CS aber einen solchen Mist anbot und mit einer solchen Nonchalance an die Sache ranging, muss endlich mal Konsequenzen haben.

  10. Wirecard ist erst der Vorspann des Super-Crashes.
    Die ganze Verschuldung-Welle (die dann in den Bilanzen noch als Eigenkapital deklariert ist) platzt demnächst.
    Da hilft unendliches Geld-drucken auch nichts.
    Wer meint, Regierungen und Banken wissen nichts davon, der irrt.

  11. Es wäre wieder einmal an der Zeit, dass sich das Management der CS zur aktuellen Situation äussern würde.

  12. Im Minus-Zinsumfeld sind diese Factoring-/Produktionsvorfinanzierungslösungen so abbildbar, dass sie für Laien -wie (auch?) gewisse GL-Mitglieder der grossen Banken- wirtschaftlich plausibel erscheinen. Unter dem Strich wird dieses Geschäftsfeld, gerade auch vor dem Hintergrund der sich manifestierenden Corona-Rezession, zu Subprime 2.0!
    Eine (nicht abschliessende) Liste der Dinge, die die CS bisher Kunden verkauft hat, die dann die Zeche zahlten:
    -Lehman Produkte mit „Kapitalschutz“ (Subprime)
    -EUROREAL Immofonds (Liquidierung zum dümmstmöglichen Zeitpunkt)
    -POINTS Zertifikate auf Versicherungsrisiken (mit „logischen Klumpen“)

    -Target Return Fonds (immerhin: alle Vergütungstargets fürs Fondsmanagement wurden erfüllt)

    Diese Liste könnte noch lange fortgeführt werden. Nachdem der Anlegerschutz aufgebaut wurde, nicht mehr gelernte Gipser Anlageberatung machen und es schwieriger wurde, den normalen Kunden mit solchen Produkten das Geld aus dem Sack zu ziehen, greifen die Kleptomanen in Nadelstreifen nun via PK-Vermögen dem Volk in die Tasche. Viele PKS hätte mit Direktanlagen noch eine halbwegs akzeptable Rendite, aber die tollen Umbrella-Konstrukte helfen, die TER weiter zu verschleiern. Ich werde nie mehr einen Franken in dieses Haus tragen!

  13. CS scheint am anschlag zu sein, wenn sie die Margins auf ihre eigenen Produkte so kurzfristig um 100% erhöht:
    UGLD
    VelocityShares™ 3x Long Gold ETNs
    NASDAQ
    USLV
    VelocityShares™ 3x Long Silver ETNs
    NASDAQ
    DGLD
    VelocityShares™ 3x Inverse Gold ETNs
    NASDAQ
    DSLV
    VelocityShares™ 3x Inverse Silver ETNs
    NASDAQ
    UGAZ
    VelocityShares™ 3x Long Natural Gas ETNs
    NYSE ARCA
    DGAZ
    VelocityShares™ 3x Inverse Natural Gas ETNs
    NYSE ARCA
    ZIV
    VelocityShares™ Daily Inverse VIX Medium Term ETNs
    NASDAQ
    VIIX
    VelocityShares™ VIX Short Term ETNs
    NASDAQ
    TVIX
    The initial margin requirement on each of these funds is currently 100%. Likewise, the maintenance margin will be increased to 100% in a series of daily increments over a three – business day period. The first increase will occur after the close of regular trading in New York on June 23, 2020 and conclude after the close on June 25, 2020.

  14. Die Zauberlehrlinge sind am Werkeln wie eh und je! Masters of the Universe wie gehabt – nichts gelernt aus der Vergangenheit und wenns dann knallt, schauen die gleichen Koryphäen dumm aus ihrer Luxuswäsche, alle zucken mit den Schultern und niemand wars. Der unbedarfte Depp von der Strasse kann dann die entstandene Sauerei ausbaden und dafür bezahlen, während die Zauberlehrlinge sich darauf vorbereiten, den nächsten Schaden anzurichten. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch! Siehe auch https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2020/07/coronavirus-banks-collapse/612247/

    • dieser Teil des Beitrages sagt wohl alles aus. Und jetzt oder besser gesagt nach der Corona Zeit wird es sich wohl zeigen was diese CLO’s noch wert sind.

      „But that AAA rating is deceiving. The credit-rating agencies grade CLOs and their underlying debt separately. You might assume that a CLO must contain AAA debt if its top layer is rated AAA. Far from it. Remember: CLOs are made up of loans to businesses that are already in trouble.“

  15. Es ist immer das Gleiche. Es werden bewusst undurchsichtige Finanzprodukte erstellt, verkauft und gehandelt. Alles ohne realen Mehrwert. Der Grossteil vom Bankensektor hat schon lange nichts mehr mit dem eigentlichen Banking am Hut.
    Es geht nur noch um irgendwelches Trading – ohne einen Mehrwert für 99.999% der Menschen.

    • Aber alle diese nebulösen Konstrukte werden über Investment Grade eingestuft, damit man sie den Pensionskassen unterjubeln kann. Tolle Analysten in den Ratingagenturen und „Hirsche“ bei Bilanzprüfungen!

    • @Bernie, „„Hirsche“ bei Bilanzprüfungen ?, das sind die gleichen Vollidioten die damals wie heutenicht in der Lage sind CDO’s zu prüfen oder auseinander zu nehmen, geschweife denn dass sie heutige CLO’s auseinander nehmen können oder sie überhaupt prüfen können. Wir sind heute wieder am gleichen Punkt wie bei der Tupenmanie, der einzige Unterschied dazu ist, dass ich die wertlose Tulpe wenigstens noch in die Erde stecken konnte und mich an der Blüte erfreuen durfte. Mit den damaligen CDO’s 2008 und 2009 sowie den heutigen CLO’s kann ich mir nicht mal den Allerwertesten putzen weil die Dinger sind ja nur digital.

  16. Warum tobt Herr Gottstein? Er sollte seine Firma doch langsam kennen und wissen, dass die CS mit grosser Sicherheit in JEDES Fettnäpfchen tritt und bei JEDEM Finanzskandal vorne mit dabei ist. Die Firmenkultur ist sozusagen darauf ausgelegt.

    • eigentlich

      – zu den (thun)fischigen CS-„Darlehen“ von USD 2 Milliarden an Mosambik?
      – zu den CS-„Geschäften“ mit Dolder-Statthalter Urs Schwarzenbach?
      – zur Dakota-Access-Pipeline-„Finanzierung“ der CS?
      – etc. etc.

      Hat er da auch getobt oder ist er noch immer am Toben?

      Was meint die FINMA eigentlich zur CS? Ist sie auch am Toben? Oder träumt sie von ruhigen Zeiten?

    • CS tritt in jeden Fettnapf voll rein.

      Jeder Fettnapf der auf dem Weg liegt aber auch jeder Fettnapf der neben dem Weg liegt.

      CS ist eine Skandalbank, welche besser rasch aufgelöst resp uebernommen werden sollte um weiteren Schaden für die Schweiz zu verhindern.

    • Das Mass ist jetzt endgultig voll bei Credit Suisse.

      Ein Debakel nach dem anderen und keinerlei Einsicht erkennbar.

      Gleiche unerträgliche Arroganz und Selbstgefälligkeit dieser unguten und unsäglichen Bank.

      Glücklicherweise muss kein Kunde freiwillig mit dieser CS arbeiten.

  17. Wir haben die besten Analysten, die besten Berater, die besten Risikomanager, die besten Quants, die besten Monitoringsysteme, die beste Compliance, die besten Prozesse, die besten Mitarbeiteranreize und selbstverständlich die besten Produkte. Alles was wir tun, ist zum Wohl unserer Kunden.

    Klar doch.

    • Das ist amerikanische Superlativ-Mentalität, die zu jedem Blender-Geschwätz gehört. Diese Risiko-Einsteiger verlieren ja nichts, wie man sieht, nicht mal ihren Job.

    • …und bitte, bitte „most admired bank“ (fortune) nicht vergessen! Ooooooh creeedit suuuuissse!

    • sie vergassen…wir haben auch die besten ’soft brains‘

      beim nächst gekünstelten anglo wallstreet crashtheater wird
      switzerland mit ihren sogennanten ?schweizer? grossbanken inkl.
      hildebrands snb, gewaltig tauchen.
      soviel steht schon mal fest….treffen sie ihre vorkehrungen.

  18. Hallo
    ein interessanter Artikel. Fällt von der Thematik in die Nähe des sog. Naked Short Selling. (cf Youtube Robert David Steele). Mit Naked Short Selling habe die Wall Street zwischen USD 100 – 200 Trillionen ergaunert.

    Its all one big club of gangsters running around in suits an ties…

    • @rgs

      they are no gansters…they are peaces of slimy scumbags…

      gansters have honor gangsters have souls

    • Also ist short selling „gaunern“ und long sein nicht? Wo ist der Sinn von diesem Kommentar?

    • Bei allem Respekt, aber Robert David Steele scheint so wenig Ahnung aber dafür ganz viel Meinung betreffend Short Selling bzw. Short / Long generell zu haben wie sie.
      Aber auf IP scheint in jüngster Zeit nicht Wissen relevant zu sein.

  19. Imagemässig kann man der CS keinen Schaden mehr zufügen, der ist schon lange angerichtet! Seit VRP Rohner im Amt ist hat die CS Aktie 80% verloren, Wirecard lässt grüssen…….

  20. Wenn ich das Wort Untersuchung höre,wird in den meisten Fällen sowieso nichts untersucht und alles unter den Tisch gekehrt. Den Mitgliedern der Geschäftsleitung passiert nichts,Mitarbeiter und auch Kader,die das Alter von Jahren 40 Jahren erreicht haben, werden auf die Strasse verbannt.

  21. Da wurde unter TT der ostasiatische Markt als das zukünftige Paradies für die Gewinne der CS verkauft. Haut den Esel Schweizer Markt mit seinen Gewinnen und steckt das meiste davon in diesen Paradies-Markt Ostasien. Nun Herr G. ist sicher ein sehr kluger Herr, er wusste sicher schon zu den Zeiten von TT, wohin dieser Fantasie-Zug fährt. Warum sich jetzt so sehr aufregen? In „Money Game“ von Adam Smith alias George Goodman wurden die Schweizer Banker beschrieben, als Leute, die die Kristallkugel der Börse am besten lesen konnten und immer wussten, wie man erfolgreiche Geschäfte macht. Nun, diesen Ruf der absoluten Professionalität sind sie am verlieren und trotz ihrer vielen Angelsachsen in der obersten Führung
    gelten sie als naiv und leicht zu übertölpeln. Ein gerissener und unbeliebter Banker hat eine Reputation, ein dummer und naiver keine.

  22. „Die Lieferketten der Fond-Truppe“
    Werden nun eine um die andere katastrophale Abschreiber und Totalverluste zementieren.

    Negativzinsen und Gelddrucken rund um die Uhr haben Ponzi-Systeme hervorgebracht welche astronomische Crash verursachen werden.

    Die Banken als Vermittler von Zombie-Anlagen haben in den letzten 20 Jahren Milliarden verdient, Boni und starsaläre ausgeschüttet. Käufer dieser stinkenden Eiterbeulen waren primär Pensionskassen und institutionelle Investoren.

    Nun ist definitiv Schicht im Schacht! Haltet Euch fest der Abgrund ist grauenvoll.

  23. …und wenn nun der globale Steuerzahler auch noch für Softbank gerade stehen muss, dann wird es dann schwierig dass der Bevölkerung zu verkaufen…

  24. Es ist doch beruhigend für Thomas Gottschalk zu wissen, dass alle krummen Geschäfte, die jetzt passieren, erst von seinem Nachfolger aufgeräumt werden müssen.

    • Jetzt kann Gottschalk den Dreck von Thiam mit Luckin aufräumen. Rohner trägt ja keine Verantwortung, der will Nur Millionen Bonus auch auf Malus. Ekelhaft.

  25. Die üblen Gerüche bei der Credit Suisse scheinen sich zu vermehren. Hat CS seinen moralischen Kompass verloren, um Einnahmen und Gewinne zu erzielen?

    Allein die Beziehung zum umstrittenen Finanzier Lex Greensill wirft nach dem GAM-Skandal ernsthafte Fragen des institutionellen Urteils auf.

  26. In diesem Zusammenhang fragt sich wie viele weitere zukünftige Flops die SoftBank in ihrem Portfolio hat.

  27. The very same story: So wie die Fleischindustrie in Deutschland von mafiösen Strukturen durchsetzt ist, zum Vorteil von ein paar ganz wenigen, so ist es auch die globale Finanzindustrie.

    Wie Joe Ackermann der Deutschen Bank mal in einem Interview sagte: Die Meisten von uns Bankern verstehen das eigene Geschäft nicht mehr.

    Und das beflügelt natürlich die wenigen klugen und gerissenen Köpfe, sich zu bereichern.

  28. Weisswesten-Urseli und der Ivorianer wussten leider von Nichts Der Gottstein sieht seinen exorbitanten Bonus schon schmelzen, darum tobt er wahrscheinlich.

  29. Die Pensionskassen sollten das Geld ihrer Versicherten sicher anlegen und nicht in so undurchsichtige Anlagevehikel investieren. Wenn das Geld dann verloren ist wird wieder gejammert. Dann sind wieder die „Alten“ schuld wenn eine Unterdeckung da ist. Dann heisst es wieder dass ein Teil der einbezahlten Beiträge der Jungen für die Renten der Alten verwendet werden müssen. Weil die Alten zu hohe Renten haben und zu lange leben. Die Pensionskassen sollte man alle auflösen und das Geld in die AHV integrieren. Mit ein bisschen Wille wäre das möglich. Aber eben, dann könnten etliche Pensionskassen-Manager nicht mehr hohe Löhne und eventuel noch Bni einkassieren und man könnte auch kein Geld mehr auf die Seite scheffeln um es irgendwann unter sich zu aufzuteilen.

  30. Gottstein wird noch lange toben, da kommt weiter Schmutz raus und Rohner ist immer noch im Amt. Der VR ist nur noch inkompetent.

  31. Man muß der Unehrlichkeit oder Unvorsichtigkeit seines Bedienten immer ein wenig Spielraum lassen.

    Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

    • Umgekehrt:
      Sei nett zu deinem Knecht und er wird dir in den Hintern treten.
      Saudisches Sprichwort

    • „Es stehen jeden Tag ein paar Dumme auf, man muss sie nur finden!“

      Spruch meines Chefs, ca 1987!

      (PS: ist eigentlich jemand gezwungen, bei CS Kunde zu sein?!?!? Oder einen Lada zu fahren?!?)

  32. „Ertragsorientiert und kurzes Laufprofil“ – alleine bei diesem Slogan sollte jedem, bei dem die Gier nicht Oberhand hat, die Alarmglocken leuchten. Gottstein räumt hoffentlich endlich auf, sofern das überhaupt noch möglich ist bei diesen vielen Tretminen in den Grossbanken.

  33. Ohje, so viele und teure Risk-takers und keiner soll das Risiko gesehen haben?
    Gebünderte Rechnungen sind Schulden.
    Erscheint mir eher ein Vehikel wie ein CDO, od. CMBS.

  34. Das wundert mich aber jetzt nicht wirklich. Von einem Skandal zum nächsten.

    Gefragt sind nämlich heute Manager aus den besten Schulen. Eloquent in Charme und Sprache. Die machen keine Fehler. Denn Fehler sind ganz schlecht. Fehler macht man oben nicht und darum wird auch Verantwortung ausgelagert. Sei es das Assessment für einen potenziellen Mitarbeiter, die Beratungsfirma für Umstrukturierungen oder Agenturen für Kampagnen. Selbst die Public Relations übernimmt ein Fremder, wenn es wieder einmal brennt im Haus. Bei so viel Auslagerung stellt sich mir immer nur eine Frage: Wo doch die Allerbesten oben sind und nur die Besten genommen werden, warum sind denn die Besten so schlecht, dass sie’s nicht selber machen? Nun, die Lösung liegt ganz nah, die Kohle eines Unternehmens zu verbraten ist halt viel einfacher als selber einmal Verantwortung zu tragen. Und so strudeln die Verantwortlichen von einem Skandal zum nächsten. Sie denken schliesslich alle gleich. Sie sind schliesslich die Besten und die Allerbesten.

    Die Alten die vieles hinterfragen, die Sperrigen mit Visionen, die queren Köpfe mit den Ideen und alle die stillen Arbeiter dank deren Fleiss, Treue und Loyalität Schweizer Unternehmen einmal grossgemacht wurden, die haben heute so gut wie keine Chancen mehr nach oben zu kommen. Zu unbequem, zu dumm und zu schwierig im Umgang in den Augen der Besten. Man ist schliesslich heute international aufgestellt und globales Denken das können sowieso nur die Allerbesten. Doch wenn die Allerbesten und Besten alle gleichgeschaltet denken, kann Innovation schlecht entstehen und Fehlentwicklungen werden allzu oft zu spät entdeckt.

    • Zowie, danke für Ihre treffsichere und wohlformulierte Diagnose des Dilemmas schweizerischer Grosskonzerne: „Sperrige mit Visionen, quere Köpfe mit Ideen, stille Arbeiter“, dieses lebendige Biotop ist am Aussterben, die gleichgeschalteten stromlinienförmigen McKinsey-Knaben übernehmen überall das Szepter. Fleiss, Treue und Loyalität verabschieden sich. Wie sagte doch W.B. Yeats in seinem Gedicht ‚The Second Coming‘: „The best lack all conviction, while the worst are full of passionate intensity.“ Es kommt der Punkt, wo es keine Rettung mehr gibt. Bei der CS liegt er über 20 Jahre in der Vergangenheit.