Siegen die Jesuiten im Churer Bischofsduell?

Immer mehr Katholiken kehren ihrer Kirche den Rücken. Sie vermissen in der Messe den Bezug zu ihren irdischen Sorgen.

Wer als Katholik im Kanton Zürich lebt, zahlt mehr Kirchensteuern als jeder Protestant. Es ist exklusiv, römisch-katholisch zu sein, denn nur via Rom wird der echte Glaube vermittelt.

Die Zürcher Katholiken, darunter immer mehr Italiener, Spanier, Portugiesen und Menschen aus Mittel- und Osteuropa, zahlen jedes Jahr Millionen an Kirchensteuern.

Wohlhabende Zürcher, wie die Familie Martullo-Blocher, überweisen ihre Kirchensteuern längst direkt nach Chur.

Sie sind unzufrieden mit der Staatskirche, die ihr Geld verwaltet. Deren Spitzen sind spitzenmässig honoriert; nach Chur, an den Sitz des Bischofs, fliessen kleinstmögliche Beträge.

Diese Schweizer Staatskirche bringt dem Gläubigen wenig. Die Trennung von Kirche und Staat würde ihre Pfründen zerstören.

Die Zürcher wie die Inner- und Ostschweizer haben ein Problem: Der Vatikan gibt nach mehrjährigen Verhandlungen nicht bekannt, wer ihr oberster Kirchenfürst werden soll. In Chur sitzt ein Administrator, den kaum jemand kennt: Bischof Peter Bürcher. Nur Insider haben ihn bisher gesehen.

Alt Bischof Huonder ist in ein Kloster verschwunden, alt Bischof Haas lebt als Erzbischof im Fürstentum Liechtenstein.

Im grössten Bistum der Schweiz sind die Katholiken, zu denen auch der Autor dieser Zeilen zählt, ganz alleine. Wer sonntags predigt, ist meist über 70 Jahre alt. In den Kirchenbänken sitzen deshalb auch viele über 70jährige. Jugend ist selten.

Was gepredigt wird, hat mit der heutigen Welt wenig zu tun. Die Lebenswirklichkeit findet dort nicht statt. Deshalb ist die Zahl der Kirchenaustritte hoch.

Mit der Corona-Epidemie wird sie noch ansteigen. Mir sind keine Pfarrer bekannt, welche die Sterbenden getröstet haben.

Kommunikation ist ohnehin schwierig. Unlängst hörte ich von „Johannes dem Teufel“ von der Kanzel predigen. Teufel? Um Himmelswillen!

Der Prediger kam aus Indien und konnte kein „R“ aussprechen, weshalb er aus Johannes dem Täufer einen Teufel machte.

Arme Kirche.

Wo bleibt der neue Bischof?

Weil sich in der Kirche alles hinter dicken Damastvorhängen verbirgt, dringen nur Gerüchte an die Öffentlichkeit:

Alle bisherigen Kandidaten sind in Rom durchgefallen; alt Bischof Prof. Dr. phil. Henrici, ein prominenter Jesuit, habe sich im Vatikan durchgesetzt. Er wolle einen liberalen Kandidaten; der vatikanische Nuntius in Bern, auch ein Jesuit, hält sich extrem bedeckt.

Es heisst, mit Henrici, selber ein Jesuit, hätten sich die Jesuiten beim Papst in Rom, auch ein Jesuit, durchgesetzt.

Pater Christian Rutishauser, ein brillanter Kopf, Chef der Schweizer Jesuiten, schweigt zu allem. Er ist klug, denn jedes Wort zur Unzeit ist eine Fehlerquelle.

Derweil hat Giuseppe Gracia, Informationsbeauftragter des Bistums Chur, ein neues Buch vorgelegt: „Der letzte Feind“.

Darin beschreibt er im Stil eines Krimis, wie beim kommenden Dritten Konzil der römischen Kirche das internationale Kapital die Fundamente der Kirche zu zerstören droht.

Die Kirche verteidigt das Menschsein. Das Kapital will den Menschen total kontrollieren, sich unterwerfen.

Die katholischen Menschen in der „Greater Zurich Area“ fühlen sich ziemlich verlassen. Austreten oder nicht austreten?

Hermann Hesse, Literatur-Nobelpreisträger, schrieb vor 90 Jahren im Tessin: „Es ist gleich, was der Mensch glaubt, Hauptsache er glaubt.“

Vielleicht bleibt der Glaube in diesen wirren Zeiten die letzte Rettung. Vermutlich, denn Konsum ist endlich.

Kommentare

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  1. Ist-Problem:
    Kirche und Religion ohne Orientierung

    Soll-Lösung:
    Orientierung ohne Kirche und Religion

    Massnahmen:
    Kirchenaustritt und Vernunftorientierung

  2. Herr Stöhlker, wenn Sie behaupten, die meisten Prediger seien über 70 Jahre alt und was gepredigt werde, habe mit der Welt von heute wenig zu tun, dann frage ich mich, WO Sie den Gottesdienst besuchen. In Zürich und Umgebung gibt es durchaus Predigerinnen und Prediger unter 70 und auch solche, deren Predigt jedes Mal (!) Bezug nimmt auf die Welt und das Leben heute. Kommen Sie doch einmal vorbei! Gerne kann ich Ihnen auch meine Predigten der letzten Monate zusenden, dann können Sie sich selbst davon überzeugen, dass Ihre Aussagen aller höchstens einen Teil der Realtität von heute abbilden.

  3. Bei „irdischen Sorgen“ sind „nicht-irdische“ Produkte nutzlos. Reine Realitäts-Flucht. Die katholische Kirche hat ihre eigenen irdischen „Sorgen“ (wie Weltmacht werden?) schliesslich auch nicht mit Händefalten und Beten oder praktizierter Nächstenliebe beseitigt, sondern gnadenlos mit allen, aber wirklich allen (un-)vorstellbaren irdischen Mitteln, die den Zweck heiligen.
    Der Kirchenaustrittstrend ist kein Zeichen mangelnder Menschlichkeit in der Gesellschaft, sondern das Erkennen, das so etwas in der Kirche(-ngeschichte) hauptsächlich gepredigt, denn selbst vorgelebt worden ist.
    Nicht einmal die kantonalkirchliche Körperschaft opfert sich auf, sondern lässt es sich mit dem Steuerprivileg gut gehen. Ohne dieses Privileg, also nur mit freiwilligen Mitgliederbeiträgen, würden die Einnahmen derart drastisch einbrechen, dass die Kirchen nicht einmal ihre eigenen Kosten für Kultus und Ritus finanzieren könnten und demzufolge keinen Rappen für soziales Engagement übrig hätten.
    Diese Kirchen sind zu einem Klotz am Bein von Wirtschaft und Gesellschaft geworden. Für Zukunftsfähiges in Sachen Sinn, Werten, Integration und sozialem Engagement orientiert man sich besser ausserhalb der Kirchen.

  4. Lieber Bruder im Glauben
    Kommen Sie doch mal in den Hochschulgottesdienst Liebfrauen am Sonntagabend. Es predigen meist Jesuiten 🙂

  5. Unternehmen können / dürfen nicht einmal aus der Kirche austreten und müssen in vielen Kantonen Kirchensteuer zahlen.

    Wofür? Warum?

    Die Kirchen-Verwaltung. Dies verstösst gegen X Steuerprinzipien und die in der Verfassung garantierte Glaubensfreiheit (der Inhaber).

    Gerade zu Corona-Zeiten sollte diese Steuer mindestens in Frage gestellt und mittelfristig ganz abgeschafft werden!

  6. Nur ein Vollidiot kann für die katholishe Kirsche plädieren – Und noch stolz sein. Bemerkenswerte Taten:
    -Hexenverbrennung
    -Mörchenverbreitung und Volksversummung (Unsterblichkeit etc) während 2 Jahrtausenden
    -Verhinderung von Fortschritt über nicht weniger als 1000 Jahre (also das erste 1000 jährige Reich)
    -Das Missbrauchszeugs ist grad ein Kondergarten dagegen

  7. Der Prediger kam aus Indien und konnte kein „R“ aussprechen, weshalb er aus Johannes dem Täufer einen Teufel machte.

    Arme Kirche.

    Wo bleibt der neue Bischof?

    Es verrisst mich fascht ich muss so Lache!!!!

  8. Noch eine Bemerkung: Unsere Staatskirchen leben zu 50 bis 60 Prozent auf Kosten der juristischen Personen, nicht der Gläubigen. Gläubige können austreten, juristische Personen nicht. Die Religionsbürokratie hat somit rund 50% der eigenen Kosten für sicher, auch wenn 100% der Gläubigen austreten. Dazu verfügen diese Staatskirchen über ein enormes Immobilienvermögen, ein altbekanntes Kloster hat das grösste in der Schweiz.

  9. 1800 Jahre haben sich die Christen ans Zinsverbot gehalten. Nun treibt der kreditgetriebene Wohlstand die Leute aus den Kirchen.
    Sobald sich dieser „Wohlstand“ durch die Inflation in Rauch auflöst, strömen alle wieder in die Kirchen oder schlimmeren Religionsanbieter zu.

    Dann werden die Kirchenbänke wieder brechend voll sein und die Leute suchen Trost und Halt in einer Welt in der sie nicht mehr klar kommen.

    Der von „Christen“ mitgetragene latente Rassismus wird dann auch wieder hervorkriechen und man wird den Juden, Moslems und den Chinesen die Schuld geben am Disaster welches letztendlich durch unsere eigene Gier entstanden ist.

    Die Kommentare hier zeigen schon mal wie weit die christliche Nächstenliebe reicht. Ein Schuldiger wird immer gefunden um vom eigenen Versagen und der Selbstbereicherung abzulenken.

  10. Sehr gehrter Herr Stöhlker

    Wer, wie Sie, den Nuntius fälschlicherweise zu einem Jesuiten macht, bei dem wundere ich mich auch nicht, wenn er andere Tatsachen durch die gleiche faktenbefreite Optik wahrnimmt.

    Eigentlich ein Glück für Sie, dass Sie in der Coronazeit keinen Pfarrer kennengelernt haben, der Sterbende tröstet, denn die Spital- und Klinikseelsorge war in den 31 Kliniken und Spitälern im ganzen Kanton sehr präsent, zusätzlich die 19 Priester im Priesterpikett, die rund um die Uhr auf Abruf bereitstehen. Diese haben in den vergangenen Wochen in fast 40 Einsätzen teilweise bis zu drei Sterbende und deren Angehörige gleichzeitig betreut. Und die Pfarrer? Die waren oftmals mit anderen Pfarrei-Seelsorgenden in den zahlreichen Alters- und Pflegeheimen unterwegs oder haben Gläubige der Pfarrei betreut.

    Falls Sie vor einem nächsten Kommentar zur Kirche einen Faktencheck vornehmen wollen, melden Sie sich ungeniert bei mir. Ich mache Sie auch gern mit einem der Priester bekannt, der Sterbende getröstet hat und Ihnen von Seelsorge in Zeiten von Corona erzählen kann.

    Arnold Landtwing
    Informationsbeauftragter Generalvikariat Zürich-Glarus

    • Sehr geehrter Herr Anold Landtwing,

      Es ist leider mehr als müssig, sich auch nur ansatzweise heute mit den Kirchen auseinanderzusetzen. Es gibt keine Diskussion. Kein vernunftbegabter Mensch kann sie erreichen. In völliger Übereinstimmung mit den Regierenden und “Qualitätsmedien” agieren die Kirchen – eigentlich wie eh und je in der Geschichte – machtpolitisch. Das geht so lange, bis es kracht. In der Geschichte haben Leute solcher Institutionen stets wie die Fettaugen auf der Suppe oben geschwommen und bei Systemwechsel jeweils gut überlebt.
      Herzlich

    • Sehr geehrter Herr Landtwing,

      tut mir leid, wenn ich den Nuntius zum Jesuiten gemacht habe. Für viele schlimmer noch, das ist mir klar geworden, gehört er zum Opus Dei. Ob nun die Jesuiten oder der Opus Dei der Kirche mehr genutzt oder geschadet haben, will ich hier einmal offen lassen. Jede bedeutende Struktur muss sich mit dieser Frage auseinander setzen.
      Wichtiger ist mir: Die Kirche informiert schlecht. Als guter Kirchensteuerzahler im Kanton Zürich war mir nicht einmal bewusst, dass es Sie und diese Informationsstelle gibt. Sie haben eine Bringschuld, nicht ich eine Holschuld.
      Vielleicht spielt dies alles aber gar keine grosse Rolle. Die Schweizer Kirche ist, global gesehen, so unbedeutend wie unser CO2-Ausstoss. Das ist die traurigste aller Botschaften.

  11. Hier auf diesem Portal anscheinend, für Frustrierte und vom Schicksal schlecht Behandelte, eine einzigartige Gelegenheit, ihre ganzen pathologisch-mentalen Störungen in der Form von „church bashing“ abzuladen und dies ohne Psychiater Honorare. Aufgestauter Frust und Hass müssen enorm sein!

  12. Bei diesem Omnimultisupertalent in Form von Herrn Stöhlker – ob er sich da vielleicht nicht einmal dem Hamburger Sportverein annehmen könnte ? Ihm mit seinem scharfen Blick und seinen Analysefähigkeiten wäre es doch sicher ein leichtes den Knackpunkt bei diesem tollen Verein zu finden, warum es seit mittlerweilen 2 Jahren nicht mit dem Wiederaufstieg in die erste Bundesliga klappt !
    Nur der HSV !

  13. Wenn man den „Artikel“ liest möchte man Stöhlker zurufen, Schuster bleib bei deinen Leisten. Aber welches sind seine Leisten, respektive Kompetenz, da kommen die Fragezeichen. Stöhlker ist ein alter, seniler Herr der um Aufmerksamkeit bettelt, mehr nicht und LH ist der Sozialarbeiter der am Wochenende IP für den Senilen öffnet!

  14. Gut, ich bin mit mit 18 als Messdiener ausgetreten, das sind nun 40 Jährchen her.
    Die Katholische Kirche hat von 2000 Jahren mit nur einem Esel angefangen und ist dank ihrer Buy and Hold Strategie enorm gewachsen.
    Heute wird sie von ihrer eigenen Negativität eingeholt und klammert sich verzweifelt an alte Dogmen. Warum wohl? Weil sie echte Spiritualiät schon längst nicht mehr versteht. Das merkt doch der Hinterste und Zweitletzte.

  15. Informieren Sie sich einmal bei der Dienststelle der Spital- und Klinikseelsorge, da haben Theologinnen und Theologen und Priester haufenweise Sterbende begleitet.

  16. Die Aussage von Herrn K. Stöhlker vom 26. 6.2020
    «Wer als Katholik im Kanton Zürich lebt, zahlt mehr Kirchensteuern als jeder Protestant.»
    ist falsch:

    Wir sind eine Mischehe im Güterstand «Errungenschaftsbeteiligung» und haben unseren Steuer- und Wohnsitz in der Stadt Zürich. Unsere Steuerrechnung für 2018 enthält je eine römisch-katholische Kirchensteuer und eine reformierte Kirchensteuer genau desselben Betrags. Der Steuerfuss für 2018 ist für beide Kirchensteuern derselbe, nämlich 1/2 von 10% des Kantonssteuerfusses je für Mann und Frau.

    15 bis 10 Jahre vorher lag der reformierte Basissatz schon bei diesen 10%, der römisch-katholische Basissatz betrug jedoch noch 11% des Staatssteuerfusses. – Meines Erachtens hat der Autor hier einen zumindest grobfahrlässigen Fehler begangen.

    • Wir sind auch eine Mischehe, auch mit gleichem Wohnsitz. Ich habe die Steuerrechnungen der letzten 7 Jahre durchgesehen. Die katholische Kirchensteuer lag immer über der reformierten. Der Steuerfuss für Protestanten war immer 10%, für Katholiken immer 11% der einfachen Staatssteuer. Ob die auf der Gemeinde den Computer noch nicht umprogrammiert haben?
      Uebrigens: Der Güterstand hat keinen Einfluss auf die Steuern.

    • Soeben hat mir das Gemeindesteueramt bestätigt, dass der Steuerfuss für Reformierte bei 10% und der für Katholiken bei 11% liege.
      Heutzutage wird schnell irgendwas getippt….

  17. Ein guter Artikel. Die Vernunft siegt letztlich über den „Glauben“. Glauben heisst nichts wissen. Wer hier von „Leben nach dem Tod“ faselt, spekuliert. Das sei jedem gegönnt. Aber wer glaubt, dass nur eine Kirche, eine Sekte, eine hochbezahlte Person mit komischem Hut und unverständlicher Sprache den Zugang zu diesem geglaubten „Leben nach dem Tod“ garantiert, braucht dringend Hilfe.

  18. Zu Manuela Schneebergers Beitrag:
    Seit Jahren arbeitet das Umfeld, zu dem diese Dame möglicherweise gehört,
    gebetsmühlenartig mit den selben Desinformationen und Halbwahrheiten.
    Offensichtlich fühlt man sich dort besonders gut, wenn man andern Eins auswischen kann mit Gerüchten, Übertreibungen und Unterstellungen.

    Stellt sich ein Verdacht einmal als falsch heraus, so bemüht man sich kaum um Korrektur, selbst wenn ein Gerichtsurteil vorliegt.
    Ziel ist ganz einfach: Generalverdacht!

    Den Tenor von Manuela Schneebergers Text kennt man übrigens aus andern Leserbrief-Spalten! Schreibt sie etwa im Auftrag?

    Pädophilie ist ein verbreitetes Übel. Sie kommt primär im familiären Umfeld vor, in Sportvereinen, Schulen, Boy Scouts, fast überall. Leider auch in der römischen Kirche. Dort ist dies besonders ärgerlich, der hohen ethisch-moralischen Standards wegen, die man sich und andern setzt.

    Dies aber berechtigt noch lange nicht zu ständigen Diffamierungen und nachweisbaren Fakes, in der Hoffnung, es würde, dank Wiederholung, schliesslich beim Publikum schon was hängen bleiben.

    Etwas anders, aber in die selbe „Kiste“ gehört, wenn heute SRF, in einer Reportage über italienische Politik, Victor Orban und Ronald Trump zum Rechts-Katholizismus zählt. Beide sind Protestanten, so getauft und so lebend. So produziert man eben Fakes!

    PS: Eine neuere US-amerikanische Erhebung ergab übrigens, dass es im kirchlich- protestantischen Umfeld zu weit mehr pädophilen Grenzüberschreitungen kommt als im katholischen, orthodoxen oder jüdischen; hier allerdings vorwiegend mit Hetero Ausrichtung. Für manche vielleicht eine Entschuldigung?

  19. Der faktische Inhalt des Stöhlker-Beitrags muss hinterfragt werden, Beispiele sind:
    Die Aussage, dass Katholiken im Kt. ZH mehr Steuern zahlen als die Reformierten ist nicht nachvollziehbar. Meine Frau und ich bezahlen je 10% Kirchensteuern, einmal auf der reformierten und einmal auf der katholischen Seite.
    Die ,spitzen‘ Löhne der kirchlichen Verwaltung lehnt sich eng an die Lohnstrukturen der öffentlichen Verwaltung an. Das scheint ein geeigneter Entlohnungsansatz zu sein.
    Beiträge an Chur sind seit je geregelt. Konflikte wegen der Höhe der Zürcher Beiträge zwischen Chur und Zürich gibt es deswegen nicht (Ausnahme der damalige Zahlungsstopp wegen Bischof Haas). Dass diese Beiträge ,klein‘ sind, hat durchaus seine Berechtigung, sollen primär doch Bedürfnisse im Kanton ZH gedeckt werden und nicht diejenigen der Churer Verwaltung.
    Unzufriedenheit bei der Verwaltung der Steuergelder? Ist nicht wirklich auszumachen. Kann nur auf die Lektüre des unabhängigen Berichtes der Widmerstudie (Uni Zürich) verweisen, die vor 2 Jahren erstellt wurde. Darin wird detailliert dargestellt, wie die Kirchen mit den Steuergeldern umgehen, welche Aufgaben die Kirchen erfüllen, die der Staat nicht kann oder erfüllen will. Der Bericht diente dem Kantonsrat als Basis zur Diskussion, wie viel Geld des Kantons direkt an die offiziellen Kirchen fliessen soll.
    Überdies zeigt der Bericht auf, dass die Freiwilligen-Arbeit einen hohen Prozentsatz erreicht. Kein Mensch wird freiwillig Gemeinschafts-Aktivitäten entfalten und dem Gemeinwesen dienen wollen, wenn der der Ansicht ist, dass die Kirchen nur Humbug sind.
    Leider passiert in den Kirchen auch Unschönes, das darf man auch nicht verschweigen, schliesslich sind es Menschen, die die Kirche führen und ausmachen. Aber eine differenzierte Betrachtung der Leistung der Kirchen ist dennoch notwendig und fair.
    Max Raemy

    • Ob die katholischen Kichensteuern höher sind als die protestantischen ist im Kanton Zürich auf jeden Fall von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Der Steuerfuss der katholischen Kirchgemeinde wird von denjenigen beschlossen, die als Mitglied der katholischen Gemeinde registriert sind, genau so wie die protestantische Kirchensteuer durch Beschluss der als Protestanten registrierten Einwohner festgelegt wird.

      Was unbedingt abgeschafft werden sollte, ist die Kirchensteuer für Firmen, die ja in den wenigsten Fällen rein katholische oder oder rein protestantische Eigentümer /Aktionäre haben. Wie das Steuersubstrat der Firmen auf die verschiedenen Konfessionen aufgeteilt wird, ist mir nicht bekannt.

      Übrigens verfügen auch die altkatholische Kirche seit jeher und – wenn ich richtig orientiert bin – seit Einführung der Steuerhoheit der katholische Kirchgemeinden auch gewisse jüdische Gemeinden über die Steuerhoheit.

      Früher waren die katholischen Kirchgemeinden rechtlich gesehen Vereine. Und der Churer Generalvikar, damals zuständig für den Kanton Zürich hat sich an einer diesbezüglichen Tagung der FdP stark gegen die Steuerhoheit der katholischen Gemeinden ausgesprochen, da damit die Wahl der Kirchenoberen und der Priester an das Volk ging, und das Vermögen der Kirchvereine an die Kirchgemeinden fiel. Die Steuerhoheit wollte er akzepieren, die Aufsicht durch den Bezirksrat jedoch nicht.

      Die meisten katholischen Kirchgemeinden haben dann vor in Kraft treten des neuen Gesetzes ihren Grundbesitz aus ihrer Rechnung ausgegliedert und in Kirchen- resp Immobilen-vereinen in Sicherheit gebracht, und damit auch der Aufsicht durch die Bezirksräte entzogen! Die Kirchgemeinde hat dann die Kirche vom Kirchenverein gemietet …

      Über dies ganze komplizierte Angelegenheit müsste einmal ein Doktorand eine Dissertation schreiben! Aber da wehrt sich wohl auch die protestantische Staatskirche, da noch immer ein Teil der Pfarrgehälter durch den Kanton bezahlt wird.

  20. Unsachliche Kritik und persönlicher Angriff auf emotionaler Ebene bringen niemanden weiter. Wenn Sie genervt sind, zappen Sie einfach weiter!

  21. Kein Wunder. Ich wollte von der Reformierten in die Katholische übertreten. Nach einen Jahr und mehreren Telefonaten und Emails an Rückfragen, ja sogar persönlichen Vorsprechen – NICHTS! Kein Übertritt, Kein Pieps, NICHTS! Also es ist 10x einfacher und schneller eine Greencard zu kriegen, als in die Katholische Kirche als Getaufter (und katholischen Prinzipien Erzogener) aufgenommen werden. Standardantwort war immer: Bitte gedulden Sie sich noch ein wenig. Ja, wozu denn? Glauben kann ich auch ohne Kirche, selber schuld, dann kriegt ihr halt nichts von mir.

    • Vermutlich würde auch im Kanton Schwyz ein Brief and die Gemeinde und Kpie an die katholische Kirchgemeinde, beide per EINSCREIBEN mit RÜCKSCHEIN rasch helfen.

  22. was haben jesuiten, der schweizer bundesrat und billig glasschwäne
    aus vietnam…gemeinsam…

    genau….nichts, bis gar nichts.

    und genau soviel, wenn nicht weniger bringt dieser preussen, laketop, fett, quadratschädel unserm hässig, seinem ip und seinen lesern.

  23. Was hat das mit der Hochfinanz zu tun? Inside Paradeplatz wird am Wochenende zur Müllhalde von Meinung alter Ewiggestriger.

  24. Der Vatikan mit all seinen Ablegern weltweit ist die einzige Firma der es über 2000 Jahre lang gelang deren „Aktionäre“ übers Ohr zu hauen und aber Billionen den „Aktionären“ ab zu pressen und in Verbund mit Königen als aber auch Diktatoren wie Hitler und anderen Despoten zusammen zu arbeiten. Nichts anderes als eine geldgierige Bande die nur eines im Sinne hat nämlich weitere 2000 Jahre sich zu bereichern und deren goldiges Business aufrecht zu erhalten.

  25. Typisch Stöhlker!
    Uninformiert stellt er Behauptungen auf und verkauft sie den noch Uninfomierteren als Tatsachen und Wahrheiten. Kein Wunder, dass für Herrn Stöhlker in der Liga der wirklich guten Beraterinnen und Beratern nur ein müdes Lächeln übrig ist.

  26. Steuer-Pirivilegien Institution.

    Kirchenaustritt.ch
    2-3 Minuten und das Mittel-Alter ist vorbei.

    Was Du bist noch Funktionär im „Fischer Verein“ (Generalvikar, PräsidentIN, Synodaler?
    Bleib es – wo verdient man so leicht 150.000 bis 220.000 Franken + 14 Monatsgehalt (Weihnachtsgeld äh)

  27. Leute, die sich als Vertreter Gottes oder als Sprachrohr Gottes ausgeben, sind mir suspekt. Das ist eine Anmassung sondergleichen.Zu solchem ist niemand legitimiert. In keinster Weise.
    Andererseits stellt sich die Frage: Was und wo wären wir ohne die christliche Religion? Vermutlich Muslime. Da stellen sich mir alle Haare zu Berge. Andersgläubige kennt der Koran nicht, nur Gläubige und Ungläubige.Alle, die nicht nach dem Koran leben sind Ungläubige. Völlig inakzeptabel.
    Was ist wahr,was richtig, was ist gut, was falsch? Wahr und richtig ist die Bibel kaum und der Koran noch viel weniger. Aber die Bibel (und da meine ich vor allem das Neue Testament – das Alte Testament dient bloss zum Verständnis) vermittelt immerhin Werte wie Nächstenliebe, du sollst nicht töten, nicht betrügen etc. und dabei spielt die Religion des Gegenübers keine Rolle.Im Koran undenkbar.Also vermittelt die Bibel doch viel Gutes. Im Koran ist gegenüber Andersgläubige vieles erlaubt.Das ist definitiv schlecht, falsch und völlig inakzeptabel. Wir im Westen müssen zu unseren Werten stehen und sie verteidigen. Die römisch-katholische Kirche ist mir nicht sympathisch, aber Protestant möchte ich auch nicht sein. Wesentlich ist, dass man selbst nach einem Kirchenaustritt sehr gut Christ sein kann.Mehr braucht’s nicht.

  28. Seit wann ist der Nuntius Jesuit! Er ist doch ein Opus Dei orientierter Kleriker, der dem bischöflichen Administrator Peter Bürcher geholfen (befohlen) hat, Dr. Martin Kopp, Generalvikar Innerschweiz, ein paar Monate vor seinem Dienstende, nach über 20 Dienstjahren, fristlos zu entlassen.
    Wäre der Nuntius ein Jesuit, wäre dies eine noch fatalere Fehlbesetzung der Nuntiusstelle, als es ohnehin schon ist.
    Der Nuntius T. Gullickson ist totaler Bremsklotz für eine gute Bischofswahl im Bistum Chur.
    (PS: Administator Bürcher beruft sich auf die Zustimmung des heiligen Stuhls (Hompage Bistum Chur) zu der Absetzung Dr. Martin Kopp. In der Schweiz ist erstes Stuhlbein des heiligen Stuhls der Nuntius, derzeit Gullickson, Bern)

  29. Oh, Herr Stoehlker macht auf Religion. Ich bin zwar evangelisch aber erlaube mir hier jetzt trotzdem was zu schreiben. Ja, die Kirche ist eine Macht. War mal die Macht die zeitweise über der Staatsmacht stand. Jetzt ist ihre Macht nur noch klein. Macht hat sie über die Leute welche glauben und meinen die Kirche oder diejenigen welche die Kirche vertreten seien für ihr Seelenheil zuständig. Die Kirche ist einfach eine Institution. Man könnte auch sagen ein Verein. Gott ist etwas anderes. Eine Beziehung zu Gott kann Menschen im Leben viel geben. Ein Gebet und die Erhörung eines Gebetes sind sehr erbauend, machen Mut und geben Hoffnung. Lesen in der Bibel kann Trost geben. Ich denke mir Gott kann man auch ausserhalb des „Vereins Kirche“ finden. Die kirchlichen Rituale (Taufe, Hochzeit und Beerdigung) kann man auch kaufen. Wenigstens in der evangelischen Kirche. Bei den Katholiken wird es wohl auch möglich sein. Die soziale Arbeit welche die Kirche leistet könnte auch der Staat übernehmen. Ist ja auch nicht viel und wird eh meist von Freiwilligen ehrenamtlich getätigt. Ich bin noch nicht ausgetreten, habe aber auch schon mit dem Gedanken gespielt, obwohl ich viel Freiwilligenarbeit für die Kirche geleistet habe und mehr oder weniger gläubig bin, d.h. ich glaube an die Existenz Gottes. Mit dem galoppierenden Mitgliederschwund sind die beiden grossen Kirchen (katholisch und evangelisch) eh ein Auslaufmodell. Kirchenaustritt heisst nicht Abkehr vom Glauben, nur Abkehr von den überholten Strukturen.

  30. Carlo Sfondrati – Hochwürden?
    Stur. Eigensinnig. Rückwärtsgewandt. Sektiererisch. Piusbruder.
    Wenn Sie mit Ihren
    Gleichgesinnten tatsächlich einen „wahren Glauben“ vertreten würden, der mit Toleranz und höherer Einsicht umgehen könnte mit all unserem Menschsein (ich zitiere) „weltanschaulicher Linksdrall mit befreiungstheologischen, marxistischen, ökologischen, LGBT und sogar feministischen und freimaurerischen Komponenten“, dann hätten Sie meinen Respekt verdient.
    So aber nicht.

  31. Warum sind hier säkular ein gestellte Kommentatoren, Protestanten und Atheisten so primitiv, dass sie ständig wieder die längst vielfach abgespielte und recht zerkratzte Schallplatte von den pädophilen Pfaffen abspielen müssen. Es gab und gibt solche, zweifelsohne und leider!
    Aber dies ist eine absolut kleine Minderheit, etwa so wie es brutale Machos unter Polizisten gibt. Die grosse Mehrheit aber sind höchst anständige Menschen, die einen sehr schwierigen Job super-gut ausfüllen.
    Höchst dumme Verallgemeinerungen von Seiten psychisch unausgewogener Kommentatoren tragen kaum Gutes zu einer interessanten Diskussion bei!

  32. der nächste der uns wie trump die bibel gegenüberhält…

    stöhlker ist so versifft dass er schon wieder gut ist (dachte sich hässig)

  33. Ich finde Klaus Stöhlker wirklich gut. Er versteht es, aktuelle, tiefgreifende, relevante Themen anzustossen. Das Interessante sind dann die Kommentare – da kann man viel lernen. (Das ist nicht ironisch gemeint!)

    • das glaub ich ihnen aufs wort, die frage aber die ich mir stelle ist, was haben sie denn für ein kraut geraucht dass dermassen gut einfährt dass man die wirklichkeit nicht mehr erkennt.

  34. Das Trauerspiel um Martin Kopp wurde ja eingehend in der Presse (NZZ) beleuchet, natürlich einmal mehr ohne verständliche Stellungnahme der „hochheiligen Kurie zu Chur.“ Gäbe es nur diese frömmelnden korrupten Kirchenoberen, die uns wie die Pharisäer autoritär regieren wollen, wäre ich sicher nicht mehr dabei.
    „Die organisierte Religion ist der gefrorene Gedanke des Menschen, aus dem heraus er Tempel und Kirchen baut; sie ist zu einem Trost für die Ängstlichen, zu einem Opiat für die Trauernden geworden. Aber Gott oder die Wahrheit ist weit jenseits von Gedanken und emotionalen Anforderungen.“ (J.K.)
    https://www.youtube.com/watch?v=V-ayih1IZO4

  35. Die Zeiten sind vorbei, wo man den Leuten mit dem Teufel und der Hölle drohen konnte. Heutzutage glaubt kein gebildeter Mensch mehr an einen solchen Schwachsinn!
    Die kath. Kirche träumt immer noch von ihrer Macht im Mittelalter als sie mit der Inquisition die Leute beherrschen konnte. Die Inquisitoren der Kirche kannten im Mittelalter keine Gnade und verfolgten Andersdenkende auf grausamste Art. Andersdenkende wurden damals verhört, gefoltert und wurden gar auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Mehr als 500 Jahre ging die kath. Kirche so gegen Häretiker vor.
    An die Stelle der „Heiligen Römischen und Universalen Inquisition“ trat die Glaubenskongregation, die heute über die innere Ordnung der Kirche wacht.

    • Die katholische Kirche ist eine ausserordentlich männliche und hierarchisch ausgebaute und frauenfeindliche Institution.

      Sie kennt eigentlich drei Stufen von Menschen: Priester, Laien und Frauen.

      Die Priester sind eine Art „höhere“ Wesen, zu Gehorsam gegenüber Bischöfen, Erzbischöfen, Kardinälen und dem Papst verpflichtet.

      Frauen sind fast wie im Islam nur Dienerinnen der Priester!

      Die Reformation durch Luther, Zwingli und Calvin hat vor 500 Jahren Die Aufklärung erst möglich gemacht und uns als Untertanen der Priesterkaste befreit.

      Ich habe einmal in der Mittelschule den Kirchengeschichtler Prof. B., der sich um eine Definiton der „Sekten“ bemühte, gefragt wie er denn Sekten (im Gegensatz zu sog. „Freikirchen“) definiere. Sekten seien „Kirchen“, die neben der Bibel noch andere Schriften als „gleichwertig“ neben oder gar über die Bibel stellten. Und ich fragte ihn ob denn – angesichts der „Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubensfragen“ – die katholische Kirche nicht auch eine Sekte sei. Die Antwort war diplomatisch (nach dem römischen Sprichwort „Si tacuisses, philosophus mansisses“): „Das hast jetzt Du gesagt“.

  36. Es lohnt sich, einmal die Geschichte der Philosopie von Precht zu lesen. Da stand am Anfang des Christentums ein Jesus, der die Menschen von der Sünde erlöste, und der übrigens auch keine Heiligen und dergleichen Götzen erlaubte.

    Aber was will man noch, wenn die Leute schon erlöst sind? Man erfindet die Erbsünde. Und dann schaltet man sich selbst zwischen den Erlöser und die zu Erlösenden. Und schon braucht es eine Kirche. Und weil man mit Schuld und Ent-Schuldung so gut herrschen kann, schuf Papst Gregor, der dadurch zum „Grossen“ wurde, das passende Regelwerk.

    Ist es nicht genial, ein menschliches Urbedürfnis strickt zu regulieren und jede Abweichung (Gedanken genügen) zur Schuld zu machen? Und ist es nicht eine geradezu grandiose Idee, den Leuten diese Schuld wieder abzunehmen, wenn sie sich durch Beichte zu ihrer meist fiktiven Schuld bekennen und so total unterwerfen?

    Und was machen wir denn da mit einem Pfäfflein, das vom Sexus gequält wird? Wir lassen es natürlich schuldig werden. Dafür verlangen wir dann die vollkommene Unterwerfung. Ein solcher Priester wird zwar weiterhin Frauen und Kinder missbrauchen, aber davon hat es ja genug. Dafür wird er wie ein Sklave nur noch gehorchen, denn ein Mucks ….

    Analog wäre: ein bisschen Mord ist nicht so schlimm, wenn du der Kirche spendest. Bis endlich ein Papst kam, der anfing diesem Zynismus Grenzen zu setzen.

    • „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!“
      Auf der Höhe des Elms (zwischen Königslutter und Schöppenstedt) soll Tetzel der Legende nach von einem Ritter „von Hagen“ überfallen worden sein, als er von Königslutter kam. Es wird erzählt, dieser Ritter habe bei Tetzel zuvor einen Ablassbrief „für noch zu begehende Sünden“ gekauft, ihm diesen nun unter die Nase gehalten und dann unter Hinweis darauf die Ablasskasse geraubt. Die mutmaßliche Stelle des Überfalls ist mit dem sogenannten Tetzelstein markiert.
      Johann Tetzel https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Tetzel

  37. „Im grössten Bistum der Schweiz sind die Katholiken, zu denen auch der Autor dieser Zeilen zählt, ganz alleine. Wer sonntags predigt, ist meist über 70 Jahre alt. In den Kirchenbänken sitzen deshalb auch viele über 70jährige. Jugend ist selten.“

    Wie Ihnen bekannt ist, hat der lokale katholische Pfarrer und die Kirchenpflege in Zollikon. ihrer Wohngemeinde, es geschafft eines der erfolgreichsten Jugendseelsorgeprogramme der Schweiz trotz grossem Widerstand der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu zerstören. Nota bene 90% der getauften Kinder der Gemeinde nahmen bis vor kurzem am freiwilligen Religionsuntericht teil. Der narzistische Pfarrer hat die zuständige Katechetin und den Jugendarbeiter systematisch schlecht geredet und gemobbt, was schriftlich belegt ist. Die Kirchenpflege hat mit offenen Augen und in voller Kenntnis des Sachverhalts das schlechte Treiben gedeckt. Besorgte Eltern versuchten erfolglos zu vermitteln. Der Geist Christi blieb an den Stufen des Pfarrhauses und der Kirchenpflege aussen vor. Der verantwortliche Pfarrer, der durch sein Verhalten jegliche Legitimation als moralische Instanz in der Gemeinde verloren hat, wurde kürzlich mit Lobesreden in den „verdienten“ Ruhestand entlassen.

    24 Monate später ist die Jugendseelsorge vollständig am Boden zerstört und inexistent. Die viel besuchten Familiengottesdienste mit Kirchenband und Kindertheateraufführungen sind Geschichte. Die allseits beliebten Jugendlager an Auffahrt und im Sommer finden seit 2018 nicht mehr statt. Die vielen freiwilligen jugendlichen Helfer (und Ihre Eltern) haben die Konsequenzen gezogen und haben die katholische Kirche Zollikon verlassen. Dies ist ein Paradebeispiel wie man seine eigene Zukunft zugrunde richten kann.

    Die über 70jährigen Kirchgemeindemitglieder sind wie sie korrekt schreiben wieder unter sich. Wo waren sie Herr Stöhlker als sich dieses Desaster abzeichnete?

    • Danke für diesen substantiellen Beitrag, der in der zentralen Frage mündet: „Wo waren Sie, Herr Stöhlker?“ – Herr Hässig, es reicht mit Stöhlkers Maulheldentum!

  38. Fraglos befindet sich die Kirche auf stürmischer See. Der aktuelle Pontifex in Rom ist kein zuverlässiger Steuermann. Ein Teil der Mannschaft will nach links, ein anderer nach rechts.
    Nicht zu Unrecht entsteht der Eindruck, dass derzeit, nicht zuletzt unter jesuitischem Einfluss, ein weltanschaulicher Linksdrall mit befreiungstheologischen, marxistischen, ökologischen, LGBT und sogar feministischen und freimaurerischen Komponenten vorherrscht. Auch der Atheist Soros mit seinen „One World“ und „Open Society“ Ideen soll im Vatikan Gehör finden. Zumindest wurde er dort mit herzlicher Aufmerksamkeit empfangen.

    Vereinfachend lässt sich auch sagen, dass dahinter die Verfechter des letzten Konzils und deren Nachfolger stehen, darunter viele von den 68 Ideen geprägte Priester, die mittlerweile selbst in die Jahre gekommen sind.

    Kritiker bemängeln, dass sich diese nach-konziliare Kirche zu viel mit Themen befasst, die eigentlich Aufgaben der Staaten, des Roten Kreuzes, der Caritas oder der Vereinigten Nationen sind. Dies reflektiert sich in Predigten und Seminaren. Aber dafür muss man ja nicht in den Gottesdienst, besonders wenn einem das Geheimnis der Transsubstantion und die biblischen Inhalte noch nie tiefer nahe gebracht wurden.

    Viele treten aus, weil ihnen dieser ausgehöhlte Neo-Katholizismus nichts bietet, was es anderswo nicht auch gibt; keine Beziehung zum Transzendentalen, zu überirdischen Dimensionen, zum wirklich Essentiellen, um welches am Ende wirklich geht.

    Weltweit aber ist in den letzten Jahren eine Kehrtwende, besonders bei jungen Menschen, erkennbar, eine Rückbesinnung auf tradierte, d.h. sog. ewige, Werte. Eine Suche nach dem übergeordneten Mystischen, eine Alternative zur absolut verrückt gewordenen Welt.

    Überall sind tridentinische Messen mit lateinischer Liturgie überfüllt, grossenteils mit jungen Menschen. Davon profitieren auch die lefebvristischen Piusbrüder, die überhaupt nicht über leere Kirchen klagen.

    Der aufmerksame Beobachter erkennt einen retrograden frischen Gegenwind, der einer Geistlichkeit, die kein Latein mehr gelernt hat, gar nicht gefällt. Noch ist dies eine, zwar rasch wachsende, Minderheit. Sie lehnt sich gegen den verwässerten mainstream-Katholizismus auf.

    Auch diese tritt aus der offiziellen Kirche aus. Man will keine Steuern zahlen an eine Institution, die ganz andere Ansichten und Ideale vertritt und deren Geistliche wie Staatsbeamte oder protestantische Pastoren agieren. Dafür bezahlt man nicht!

    Diese spürbar divergierenden Trends mögen zur Verunsicherung bei der Besetzung des Churer Sitzes beitragen. Wie soll man einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss finden. Kompromisse sind leider oftmals faul!

    Trotz ärgerlicher Missstände und einem nicht unbedingt vertrauenserweckenden Papst scheint das katholische Christentum noch immer eine gewisse Attraktivität auf Menschen auszuüben, die sich nicht nur oberflächlich mit der Materie befassen.
    Vor Kurzem ist u.a. einer der einflussreichsten schwedischen Theologen, Ulf Eklund mit Gattin, und auch die Präsidentin des deutschen Evangelischen Kirchentages und Tochter des seinerzeitigen Staatspräsidenten, Beatrice von Weizsäcker, in die Kirche eingetreten; sicher nicht ohne gründliches Nachdenken!

    • Lieber Carlo Sfondrati, ich lese:

      „Nicht zu Unrecht entsteht der Eindruck, dass … unter jesuitischem Einfluss … weltanschaulicher Linksdrall … befreiungstheologischen, marxistischen, ökologischen, LGBT und sogar feministischen und freimaurerischen Komponenten vorherrscht. Auch der Atheist Soros mit seinen „One World“ und „Open Society“ Ideen soll im Vatikan Gehör finden..“

      Irgendwie fehlen da doch noch die jüdische Weltverschwörung, die Iluminaten, natürlich die Bilderberger und nicht zuletzt Byron.

    • falls es ihren gott gibt verkaufen sie ihm ruhig ihre seele
      und bereiten sie sich auf das ewige licht und die kleinen süssen jungs vor

      aber gehen sie nicht davon aus dass alles und jeder ihren knietiefen
      geistfreien dünnschiss für bare münze hernimmt @ kapter carlo

    • Carlo Sfondrati – Hochwürden?
      Stur. Eigensinnig. Rückwärtsgewandt. Sektiererisch. Piusbruder.
      Wenn Sie mit Ihren
      Gleichgesinnten tatsächlich einen „wahren Glauben“ vertreten würden, der mit Toleranz und höherer Einsicht umgehen könnte mit all unserem Menschsein (ich zitiere) „weltanschaulicher Linksdrall mit befreiungstheologischen, marxistischen, ökologischen, LGBT und sogar feministischen und freimaurerischen Komponenten“, dann hätten Sie meinen Respekt verdient.
      So aber nicht.

    • Man kann auch spirituell sein ohne den absolutistischen Ansatz der katholischen Kirche und weiter Teile des Christentums zu teilen. Diese Ansichten und Dogmen sind von gestern und junge Leute fallen zum Glück nur noch vereinzelt darauf herein. Die Zukunft ist bunt und vielfältig. Kommt damit klar.

    • Solange die Kirche der Devise verpflichtet ist, immer Recht zu haben, wird Sie biegsam bleiben und sehr wenig verändern.

  39. Die Vermischung von Tatsachen, Halbwahrheiten, schlechter Recherche und Grundhaltungen, die nicht transparent gemacht werden, sind leider in diesem Beitrag von Herrn Stöhlker so zahlreich, dass es mir schwerfällt, seine Aussagen zu würdigen und damit auch ernst zu nehmen.
    Man mag – emotional oder auch aus Erfahrung oder äusserer Wahrnehmung – der Institution Kirche gegenüberstehen, wie man will. Eine einigermassen vernünftige Auseinandersetzung mit Vorgängen in dieser Organisation verlangt trotz allem eine saubere Analyse. Diese fehlt hier. Die Folgen sind, dass wir hier eine verschriftlicht Form von Stammtischmeinungen finden, die weder der Sache noch letztlich auch den Autorinnen dienen. Am Schluss werfen sich alle gegenseitig Unwissen und Vorurteile vor. Die Kernfragen bleiben dann weder gestellt geschweige denn bearbeitet.
    Kein Wunder müssen wir dann waghalsige Annahmen machen, weshalb Herr Stöhlker schreibt, was er schreibt…
    Kurz und gut: solche Artikel, ob sie nun die Kirche, ein Unternehmen, die sog „Wirtschaft“ oder den Bundesrat betreffen, helfen wenig, sich zu orientieren. Schade für ein demokratische Gesprächskultur und Wissensbildung.

    • hier findet doch keine wissensbildung statt lieber @ thomas
      dafür gibts ringier, reuters oder pa und ähnlichen atlantikmurx

      falls sie sich hier mit stöhlkerischer breitbart philosophie
      weiterbilden wollen, oder sich von ip prof. weber in zinszionismus
      nachsitzen wollen ist nun wirklich ihr bier…

      aber zum öffentlichen affen sollten sie sich deswegen nicht machen *!*

  40. Stölker der Stänkerer beweist einmal mehr sein tiefes journalistisches Niveau. Einfach über Alles und Jeden lästern ist keine Kunst. Die Frage ist, was soll dieser Artikel? Wollen Sie zum Kirchenaustritt aufrufen? Sie können als „Papierlischwizer“ ja eine Abstimmungsinitiative ergreifen für die Trennung Kirche und Staat. Es gibt genügend Medien, wo Sie Ihre persönliche Weltanschauung verbreiten können, die Frage ist nur, wenn interssiert’s? Bestimmt nicht die Leserinnen und Leser von Inside Paradeplatz.

    • Ich gehe wohl richtig in der Annahme, dass viele Artikel bei IP lediglich die Meinung des Artikelverfassers repräsentieren. Als Leser kann man sich selber eine Meinung bilden, egal ob die nun mit dem des Artikelverfassers übereinstimmt oder nicht. Herr Stöhlker wird kaum vor Ort rechechieren und seine Tätigkeit für IP wohl auch nicht als Journalismus bezeichnen.Also, was soll’s? Ich find’s trotzdem interessant.

  41. Nach dem Opus Dei Desaster unter Bischof emeritus Haas und den durch die Kirche zugedeckten notorischen sexuellen Übergriffe durch Priester und andere Würdenträger ist die Zeit überflüssig für die Jesuiten. Diese sind noch die Einzigen, die die Katholische Kirche souverän und glaubwürdig repräsentieren.

    • Die Jesuiten sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Heute, eine Mischung von Rotem Kreuz und Entwicklungshilfe plus etwas Befreiungstheologie und Sozialneurose à la Karl Marx
      Frau Simonetta Sommaruga, wäre sie ein Mann, würde da gut dazu passen. Ignatius von Loyola würde sich im Grabe umdrehen!

    • Ja, was ist denn daran unehrlich?
      Wenigstens stehen sie zu ihrer Moral und leben nicht die verquerte Doppelmoral der miefen Würdenträger:

      Und unter den Talaren Muff von Tausend Jahren!

  42. Sehr geehrter Herr Dr. Stöhlker

    der Zustand der heutigen Kirche ist ein Trauerspiel, sie sagen es. Ein Bekannter von mir ist Sigrist und bestätigt dasselbe.

    Austritt oder nicht? – Sie stellen diese Frage. Im Folgenden einige Bücher, die ihnen helfen könnten, eine „educated decision“ zu machen.

    Das Kenntnisbuch von Bülent Corak (kenntnisbuch.com.de)
    The Vatican Empire von Nino Lo Bello (Amazon)
    Saving Jesus von Miceal Ledwith (Amazon)

    Happy reading.

    Roland Studer

    • …und überzeugende Erkenntnisse epochaler Persönlichkeiten dazu zeigt der Schweizer Schriftsteller Claude Cueni in „die Bibel der Atheisten“ auf.

  43. In einigen Jahrzehnten ist Zürich ohnehin mehrheitlich islamisch, wenn die Immigration von Muslimen so weiter geht.

    • wieso zürich…@ rasputin

      berlin, brüssel, amsterdam, wien, paris, london….you name them

      und egal wie die migration weitergeht…geburtenstatistik genügt

    • Wie man hört, wird man nächstens wieder viele herzige muslimische Kinder aus dem Lager auf Samos importieren, so mindestens verkündet es der Bundesrat. Ganz liebe Kinder mit dunklen Kirschäuglein, sollen es sein!

      Dass diese süssen Kinderlein möglicherweise in zwanzig Jahren stramme Islamisten sein werden, daran denkt in Bern wohl niemand. Damit müssen dann spätere Generationen umgehen können. Auch mit dem automatischen Familenzusammenzug. Nur weiter so, Genossen!
      Aus dem, was in Frankreich, Belgien und im UK abgeht , habt Ihr wohl nichts gelernt, liebe Totengräber der Schweiz.

    • Der Untergang vom Abendland hat schon lange begonnen und wird weiter gehen. Jemand hat mal dazu gesagt: „Wir schaffen das schon“

    • Ich weiss nicht, woher Herr Stöhlker die Information hat, Inder könnten kein „R“ aussprechen. Alle Inder, die ich bei meinen zahlreichen Besuchen in Indien getroffen haben, konnten es sehr wohl, natürlich rollend!

    • Der nördliche Nachbar war uns Eidgenossen schon immer ein tolles Vorbild!

      Im Land der Opportunisten und Mitläufer tat man schon immer das, was gerade im nutzversprechenden Trend lag.

      Nach dem Konzil von 1870 traten Deutsch-Nazionale in Massen aus der Kirche aus und gründeten unter Ignaz Döllinger die alt-katholische Kirche. Man wollte unter Bismarck und Wilhelm, mit der reichsdeutschen Euphorie, nicht als ultramontan und romhörig gelten.
      Später kehrten die meisten wieder zurück.

      Während dem III.Reich sprangen wiederum viele ab. Es war nicht gut, katholisch zu sein. Man ging, wie etwa der Philosoph Martin Heidegger, um einen Uni-Lehrstuhl zu sichern, zu den NS-freundlichen Protestanten über oder wurde sog. „gottgläubig“, resp. man nannte sich konfessionslos, was der Partei am besten gefiel.
      In der Adenauer-Republik kehrte man schnell zurück, denn dies konnte vielleicht nützlich sein.
      Heute ist dies kaum mehr der Fall und kostet zudem noch Kirchensteuern. Also geht man wieder weg. Man ist nördlich des Rheins sehr pragmatisch. Dies entspricht dem deutschen Volkschakter.

  44. Die Kirchenoberen sind finanziell gut abgesichert und leben wir reiche Adelige im 18 Jahrhundert. Kirchenaustritte sind denen egal, denn das riesige Kirchenvermögen bleibt bei ihnen. Bei sinkenden Kirchensteuern wird bei den unteren Chargen gekürzt. Die Versorgung der Gläubigen ist nicht wichtig. Man erinnere sich an den Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, der sich für 30 Mio € eine Residenz bauen liess. Daraus wurde ein Skandal, der arme Bischof gezwungen in ein Penthouse in zentraler Lage in Rom umzuziehen. Seit Dezember 2014 ist er Kurienbischof in Rom und Apostolischer Delegat im Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung mit Zuständigkeit für die Katechese. Ein Job mit viel Zeit für schöne Reisen.

    • Besagter Luxus-Bischof reiste ja dazumals auch First Class nach Indien, um sich einen Slum anzuschauen. Vielleicht hat das einen indischen Priester dazu animiert, in die Schweiz zu kommen. Und genau in dessen Predigt hat unser Autor gesessen. Hol‘s der Täufer! Das kommt einem schon recht übersinnlich vor!

  45. Wenn der äusserst progressive Rutishauser SJ – seine grobfahrlässig liberale und beschönigende Haltung gegenüber dem Islam etwa ist schier unerträglich – neuer Bischof von Chur werden sollte, wird es Kirchenaustritte von konservativen Katholiken hageln…

  46. Die Verlogenheit innerhalb der römisch-katholischen Kirche – insbesondere durch die Fädenzieher in Chur – ist dermassen abstrus geworden, dass man sich nicht wundern muss, wenn die (gläubigen) Kirchengänger weitgehend ausbleiben! Die zunehmend „politisch“ agierenden Strippenzieher sind wirklich ein Graus!

    • Und schon wieder copy/paste ihrer immer gleichen Kritik 🥱. Ein bisschen mehr Fantasie, bitte, Herr Berger. Z. B. auf Lateinisch » Ceterum censeo: Claudius Stoelcerus delendum esse. » (Copyright by Cato)

  47. Aber natürlich ist es exklusiv, römisch-katholisch zu sein. Schliesslich ist die römisch-katholische Religion der Rolls-Royce unter den Religionen. Die Kreativität dieser römischen Kirche lässt sich in Kunst, Philosophie und ihrer Religion wahrnehmen. Wer Augen hat zu sehen, der sehe! Wer Ohren hat, zu hören, der höre!

    • So ist es, Futterneid auf der ganzen Linie. auch immer wieder in der NZZ, gepredigt von Redaktor Simon Hehli!

  48. Wann hört das Gequassel des Besserwisser Klaus Stöhlker endlich auf, dass ist ja schon lange nicht mehr ertragbar.

  49. Soll die katholische Kirche sich reformieren? Dann wird sie reformiert. Und dort treten die Gläubigen ebenfalls mal mehr mal weniger in Scharen aus. Für viele Gläubige macht das Feierliche einer katholischen Messe eben gerade den Unterschied aus. Aber die vielen Austritte geschehen praktisch alle aus finanziellen Gründen : wieso soll ich zahlen wenn ich nichts davon habe? Manche gehen sogar zur Kirche ohne zu zahlen. Wieso auch. Es gibt ja keine Eingangskontrolle. Aber was geschieht wenn diese säkularisierte Egoistengesellschaft so weitermacht? Dort sollte die Kirche beim Staat ansetzen und der Bevölkerung klarmachen was mit dem jährlichen Obolus alles bewirkt werden kann. Und sollen die Kirchen geschlossen und anderweitig genutzt werden? Wer das denkt ist auch noch nie werktags in einer Kirche gewesen : es gibt (auch) immer mehr Junge und Junggebliebene, die in der heutigen Zeit in der Hektik für ein paar Minuten eine stille Oase mit übersinnlicher (göttlicher) Gestaltung suchen. Es wäre doch vermessen zukünftig in jeder 2. ehemaligen katholischen Kirche eine Bar, Restaurant, Galerie oder sonstiger Konsumtempel finden zu müssen, da ja gerade der Konsum unsere Gesellschaft zu Egoisten gemacht hat. Ein paar Ansichten zum Nachdenken!!!

    • Sehr geehrter Herr Nussbaumer

      Als frischausgetretener darf ich Ihnen mitteilen, dass nicht alle, die aus der Kirche austreten, Egoisten sind.
      Ich komme aus einem Elternhaus, wo christliche Werte vermittelt wurden.
      Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Schritt gehe.
      Da aber mitlerweile auch meine hochbetagte Mutter mit dem Kurs der Kirche, nicht mehr einverstanden ist, habe ich den Austritt vollzogen.
      Die Kirche und der Staat sollte getrennt sein. Dies ist nicht mehr der Fall. Solange es Kirchen gibt, die sich über Auslieferungsverfahren der Behörden hinwegsetzten und medial Ihr Gutmenschentum zur Schau stellen, werde ich dies mit dem jährlichen Obolus, nicht mehr unterstützen.

      Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag.

  50. Schon zur Zeit Jesu sind viele weggelaufen. Da fragte Jesus seine Jünger: Wollt auch ihr gehen? Petrus antwortete: Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.

  51. der reichste karnevalsverein der welt:
    umsatz in deutschland an die 82 milliarden € pro jahr, wahrlich ein gigantisches firmen imperium, nur so nebenbei 3700 missbrauchsfälle der katholen und an die 700 hundert der evangelen, mit gigantischer dunkelziffer, kinder traumatisiert ihr leben lang, sich vergangen an schutzbefohlenen, beiderlei geschlechts, von pädophilen priestern im sex wahn, wo bleibt da der aufschrei, wiedergutmachungzahlungen werden nicht geleistet, die weltlichen krämerseelen, man windet sich, will nichts bezahlen alles unter den tisch kehren. millionenfache schuld auf sich geladen in den jahrhunderten, aber in gold und seide gewandet. so geht firma.

  52. Natalie Rickli bezahlt auch nach Chur, ehrlicher wäre es aus diesem Verein auszutreten, aber da braucht es ein Quentchen Charakter.

    • Man ist bei dem „Verein“ nicht wegen dem Bodenpersonal, nicht wegen dem Papst, nicht wegen den Bischöfen oder Pfarrherren. Viele von diesen könnten einem wirklich den Garaus geben.
      Man bleibt bei dieser Kirch nur der Inhalte wegen und diese sind ewig. Die haben schon Luther und Zwingli überstanden. Auch die franz. Revolution, die Commune, Bismarck, Stalin und Hitler, etc. und so wird es weiter gehen, auch nach der aktuellen Talfahrt!

  53. Logisch, dass sich Klausi auch damit beschäftigt. Wer heute noch Mitglied der kath. Kirche ist, tut mir irgendwie leid. Diese Jahrhunderte langen Missbräuche von Kindern und Schutzbefohlenen nimmt kein Ende, das schlimmste Verbrechen auf der Welt. Da geht es nicht nur um das Geld, sondern um die Moral, aber das merkt KS nicht mehr.

  54. Es ist erstaunlich, wie sich Klaus Stöhlker im hohen Alter – als Autodidakt – zu einem wahrhaften Universalgelehrten entwickelt! Es gibt wohl kaum ein Thema oder einen Lebensbereich, der vor seiner Feder sicher ist! Seine Elaborate lesen sich wie notiertes Geplauder: teilweise witzig, oft altbacken, aber immer flüssig bis überflüssig! Er recherchiert schludrig und bedient seine Anhänger in immer kürzeren Abständen mit polemischen Traktaten, die in keinem Provinzblatt veröffentlicht würden! Er soll doch endlich seine Biografie schreiben: „Erinnerungen eines Marketingschreiberlings in der von sprachlichen Minderwertigkeitskomplexen gebeutelten Schweiz!“ Alternativtitel: „Mein Leben zwischen Eloquenz und geistiger Einöde“.

  55. Herrlich was für Themen in Zeiten von Corona in der Presse so erscheinen.
    75-jähriger Schwindel nenn ich das und die Riege der Geldeinsammler scheint das auch langsam zu realisieren.

  56. Die SVP-Nationalrätin und Unternehmerin Magdalena Martullo-Blocher ist aus der reformierten Kirche ausgetreten – wegen der Kirchensteuer.
    Und dennoch;
    „Wohlhabende Zürcher, wie die Familie Martullo-Blocher, überweisen ihre Kirchensteuern längst direkt nach Chur.“
    Gütertrennung?

  57. „Zürcher Katholiken, darunter immer mehr Italiener, Spanier, Portugiesen und Menschen aus Mittel- und Osteuropa“ So sieht es aus. In wenigen Jahrzehnten ist Zürich nämlich katholisch.

  58. Herr Stöhlker; Sie vergessen bei Ihrem ‚Club‘ die unzähligen Verfehlungen gegenüber Schutzbefohlenen, sie vergessen die Reichtümer der katholischen Kirche bei höchsten Clubgebühren, sie vergessen die ideologische Kruste gegenüber Andersgläubigen wie der Ökumene.

  59. @Klaus Stöhlker

    Lieber Herr Stöhlker

    Die Kirche zu kritisieren ist „in“. Die Presse lässt keine Möglichkeit aus, die Kirche zu „bashen“.

    Wollen wir einmal das Positive der katholischen Kirche in Zürich betrachten:

    Jeden Tag finden drei Heilige Messen in der Liebfrauenkirche Zürich, oberhalb des Central statt.

    Es sind immer gute Predigten. Ich mag mich an keine schlechte erinnern.

    Es sind immer junge Leute dort – glückliche aufgestellte junge Menschen. Auch alte Menschen.

    Es ist auch täglich Beichtgelegenheit – die Menschen können dort anonym (wenn sie wollen) Ihre seelischen Nöte aussprechen und seelischen Hilfe bekommen. Gratis.

    ALs letztes Jahr der „Alt-Pfarrer“ von Liebfrauen – Pfarrer Peter Husi – im Alter von 91 Jahren starb, war die Kirche bei seiner Beerdigung zum Bersten voll. Hunderte, wenn nicht tausend und mehr Menschen gaben ihm die letzte Ehre.

    Das zeugte von der grossen Beliebtheit dieses Geistlichen in der Bevölkerung.ER war 25 Jahre Pfarrer in Liebfrauen, Zürich.

    Natürlich berichtet die Presse nicht darüber.

    Auch in Basel hat sich gerade in der Corona-Zeit gezeigt, dass viele Katholiken zur Kirche wollten – man hielt sich aber an die Vorschriften des BAG.

    Seit der Lockerung des „Lockdowns“ finden wieder täglich Messen statt, die gut besucht sind: In der zentralen Clarakirche sind meist ältere Menschen, welche Ihre Verbindung mit Gott aufrechterhalten möchten.

    Auch in der St. Anton Kirche, der grössten Pfarrei der Schweiz, gibt es jeden Tag einen gut besuchten Gottesdienst etwas früher am Morgen für die Berufstätigen.

    Natürlich alles unter strenger Einhaltung der BAG-Regeln.

    Ich denke, wir sollten auch wieder den Mut haben, die positiven Aspekte der Kirche zu betrachten, und dazu stehen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  60. Keine Frage: Austreten.

    Schreibt eine katholisch erzogene und an einer Jesuiten-Uni geformte Person.

    Franziskus, der Papst aus Buenos Aires tanzt gerade den letzten Tango der Kirchengeschichte. Game over.

    • den jesuiten papst franziskus hat die St.Gallen Truppe produziert, an dessen spitze der jesuit martini stand, erzbischof von mailand.

  61. Herr Stöhlker, sie haben mE nicht richtig recherchiert.
    Ob die Familie Blocher Katholische Kirchensteuern bezahlt, wage ich zu bezweifeln. So viel ich weiss, war der Vater von Christof Blocher, Pfarrer in der reformierten Kirchgemeinde Laufen – Uhwiesen und sein Bruder war Pfarrer der reformierten Kirche Hallau.
    Wenn die Familie Blocher das Bistum Chur mit Geld unterstützt hat das wohl nichts mit Steuern zu tun, sondern vielmehr mit Wohlwollen ggü. gläubigen Menschen, ungeachtet der Religion.

  62. Mit Corona haben sich die Kirchen, reformierte und katholische, Null-Komma-Sofort selbst ausgeklinkt.

    Seither ist Kirchgang erst recht zum Erliegen gekommen. Die Hirten selbst, meistens über 75 Jahre alt, treten ins Altersheim ein und die Kirchenhäuser werden eines um das andere umfunktioniert.

    als 5.Klässler erinnere ich mich noch gut, wie ich in einer armen Luzerner Pfarrei Bettel-Prediger von der Zürcher Goldküste erlebte. Die Pfarrherren aus Stäfa, Meilen, Herrliberg u.A. jammerten über die Diaspora der armen Katholiken am Zürichsee, welche dringend ein Gotteshaus bedürften, bzw. benötigten. Wenn ich heute eine dieser Kirchen besuche, ist alles und jedes dank den hohen Kirchensteuern doppelt vorhanden.

    Aber die Kirchen stehen meistens leer ; Corona-Tote konnten nicht zur letzten Ruhe gebettet werden. Die Urnen warten überall nur nicht auf dem Friedhof.

    Und die Reformierten entsetzen sich gerade über ihren Alt-Vorderen Herrn Locher, welcher wegen wiederholten Affären gerade als persona non grata abgesetzt worden ist. Die Frauen-Liga ist dort ausser sich.

    Kirchenräte sind nicht zu beneiden. Die Umstände sind alles andere als irgendwann überwindbar.

    A M E N

  63. Die katholische Kirche ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Kultur. Gerade in Corona-Zeiten gab sie halt und Trost. Wenn Rom die heikle Frage der Bischofswahl für das Bistum Chur erfolgreich lösen will, gibt es nur einen Namen; Abt Urban Federer. Er könnte für viele ein Brückenbauer und Hoffnungsträger sein.

    • Die Frage ist, ob sich ein weltoffener, moderner Mensch wie der Abt für so eine Aufgabe hingeben würde. Pardon, habe ausser Acht gelassen, dass sowas in der katholischen Kirche sicher „angeordnet“ wird…

    • Bordell wäre angebracht aber Missbrauch von Kindern und keiner wird verurteilt. Wenn einer erwischt wird, versetzt man ihn und dann kann er sich wieder an neuen Kindern vergehen. Scheinbar im Namen Gottes.

  64. Die Kirche zu verlassen, wäre auch gescheiter, als hier frustriert herumzustänkern.

    Aber der hyperintelligente Klausi (er ist der einzige, der das denkt) wandert auch noch dorthin aus, wo er endlos meckern kann, dass es hier am schlimmsten wäre, z.B. in die Schweiz, dort meckert er dann bis zur Vergasung.

    • Das Hirn ist so konstruiert, dass das fehlen von Hirnzellen vom Besitzer nicht bemerkt werden kann.

  65. Die unzähligen, grausamen Missbrauchsfälle der Priester die Jahrelang verdeckt und schöngeredet- oder als Verschwörungstheorie deklariert wurden, sind unverzeihlich! Die katholische Kirche hat nichts daraus gelernt! Noch immer besteht das Zölibat und daran wird festgehalten. Diese heuchlerische Art und Weise nach all dem was da geschehen ist und noch geschieht ist unbegreiflich und grotesk! Die katholische Kirche liebt das Geld und die Macht, sie ist auch eine Firma, die wahrscheinlich niemals Konkurs gehen wird. Religion ist etwas sehr indivuduelles. Man kann Glauben auch ohne in die Kirche zu gehen. Jedem das Seine. Zürich jedoch, sollte zwingend ein eigenes Bistum werden und Rom muss das endlich einmal akzeptieren.

    • Die Missbrauchsfälle sind ein Skandal und unverzeihlich. Vieles aber wurde besonders von den in der Schweiz monopolartig dominierenden Coninx/Tagesanzeiger Medien aufgebauscht. Gerüchte wurden als Fakt präsentiert. Erwiesen sich diese schliesslich als falsch, erfolgte die Korrektur kaum erkennbar oder gar nicht.
      Fälle aus der hintersten Pampa, aus Alaska bis Feuerland wurden von der Coninx/TA-Presse sogar herbei gezogen; offensichtlich nur um eine Berufsgruppe kaputt zu machen. Jeder aus dieser sollte sich schämen. Keiner sollte mehr dahin wollen! Dies war die Absicht. Gleiches aus Fussballklubs, Pfadfindern, CEVI und evangelischen Internaten wurde mit System verschwiegen. Dies durfte einfach nicht sein!

      So, wie es aktuell mit der Polizei geschieht, wurde eine ganze Berufsgruppe gezielt stigmatisiert, wegen wenigen Einzelfällen. Fraglos war jeder davon einer zu viel!
      Niemand aus unserem weit verzweigten Bekanntenkreis ist je einen pädophilen Pfaffen getroffen. Ich auch nicht. Sicher gibt es solche, wie es brutale Polizisten gibt! Aber eben sind es Ausnahmefälle, sehr geehrte Frau Schneeberger!
      Man erkennt die Absicht und ist verstimmt.

  66. Herr Stöhlker als Universalgenie? Der Mann weiss Alles über Alles. Oder eben vielleicht doch sehr wenig? Auf jeden Fall nervt der Mann. Ein abgehalfteter PR-Mann mit seinerzeit mehr als fragwürdiger Kundschaft verkauft sich nun als Beeserwisser.

    • Ich finde Klaus Stöhlker super und kann mittlerweile auch seinen Namen endlich richtig schreiben. Man muss wie er, die Dinge zuerst auf den Punkt bringen können, bevor man kleinkariert herummäkelt. Ich freue mich schon auf seinen nächsten Artikel.

    • An den Besserwisser: Seit wann ist die Familie Blocher katholischen Glaubens und bezahlt ihre Kirchensteuer direkt nach Chur!!! Weiss Stöhlker nicht, dass katolische Pfarrer nicht verheiraten sein dürfen. Aber der Vater und der Bruder von Herr Blocher waren Pfarrherren. Stöhlker Geplauder.

    • Unsachliche Kritik und persönlicher Angriff auf emotionaler Ebene bringen niemanden weiter. Wenn Sie genervt sind, zappen Sie einfach weiter!

    • Der Glaube ist und bleibt nunmal eine ordnende Potent der Gesellschaft. Ob Karma in eine Institution wie der Kirche oder fūr sich selbst ausgelebt wird, ist zweitrangig. Wir Menschen sind Gruppentierchen und wo keine Kirchen sind, finden wir schnell mal Sekten. Fakt ist, dass Autosuggestion funktioniert und eine Sippe von Gleichgesinnten positives bewirken kann.

    • Klausi als kluger Mensch zu bezeichnnen ist etwas abwegig. Der ist ein seniler Plauderi und merkt nicht mehr, dass er schweigen sollte.

    • vielleicht ist ihr stöhlker gar nicht so klug wie sie glauben
      meinen zu müssen…@ müller

      alter schützt vor dummheit jedenfalls nicht…wenn wir hier
      geiger, zeyer, heini, stöhlker etc. als beispiele hernehmen wollen.

    • @Chills Mal: Vielleicht mal daran denken, dass es auch ein Leben danach gibt!

    • @Rentner: Gibts die römisch-pädophile Kirche auch noch im Jenseits? Au wei!

    • @Rentner: ein Leben danach? Echt jetzt? Selber schuld wer so einen Stuss glaubt!