UBS-Spitzenmann predigt Abstand, sucht Nähe

Alain Conte lässt Team zum Foto-Shooting im Karrierezentrum Wolfsberg eng zusammenstehen. Für Crew Fiebermessen.

Alain Conte gehört zur Elite der Schweizer UBS. Als Firmenchef sitzt er in der Geschäftsleitung von Schweiz-Chef Axel Lehmann.

Kürzlich lud Conte ins Schulungszentrum der Bank auf den Wolfsberg, zum grossen Kaderanlass. Die Teilnehmer machten Purzelbäume vor Lob.

„Cool hoch 3 (Team, Content, Location)“, meinte einer in den Sozialen Medien. Weitere bedankten sich beim grossen Chef.

Dieser zeigte sich auf LinkedIn stolz. Und betonte die Einhaltung aller Vorsichtsmassnahmen.

„Genügend Sicherheitsabstand“: Conte (LinkedIn)

„Mit genügend Sicherheitsabstand und unter Einhaltung der Hygienebestimmungen“ habe man zusammen einen „spannenden und diskussionsreichen“ Tag verbracht, meinte der hohe UBS-Manager letzte Woche.

Auf dem publizierten Bild die versammelte Teilnehmerschaft. Diese lässt es mit den Abständen gut sein.

Das soll niemanden stören. Was aber zu reden gibt, ist der Kontrast zu den scharfen Kontrollen am UBS-Hauptsitz in Zürich. Diese treffen die vielen normalen Mitarbeiter.

Sie werden mehrfach auf Fieber untersucht: im unterirdischen Parkhaus, in den Gebäuden, bei der Rückkehr von der Rauchpause, beim Gang von einem Bürohaus ins nächste.

Das Foto-Shooting habe nur wenige Minuten gedauert, heisst es aus der UBS, entsprechend hätten sich Conte und seine Leute auch auf dem Wolfsberg an die internen Regeln gehalten.

Silber-Star preist Startups (Twitter)

Neben dem Kontrast von Nähe auf dem Wolfsberg und Härte an der Bahnhofstrasse gibt Conte wegen seinem Führungsstil zu reden.

Typisch französisch, nennt eine Auskunftsperson diesen, und meint damit: wie Napoleon.

Conte würde nach aussen zu Kritik auffordern. Wer es dann aber wage, ihn oder seine Entscheide zu hinterfragen, der müsse mit Konsequenzen rechnen.

„Lieber Alain“: Schmeicheln im Netz (LinkedIn)

Das habe dazu geführt, dass sich ein Heer von Ja-Sagern um Conte geschart habe. Der UBS-Manager führe mit „riesigem Stab“; der stelle den Kunden-Bereich, wo das Geld verdient würde, in den Schatten.

Schein und Sein? Jedenfalls pflege Conte aus dem Heimbüro heraus die Bedeutung der Corona-Regeln hervorzuheben, lasse es dann aber auf dem Wolfsberg gut sein mit einer allzu wortgetreuen Auslegung der Vorgaben.

Kommentare

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  1. Die Franzosenmanager sind meist arrogant und falsch. Die werden so in ihren zentralistischen Schulen herangezüchtet und verhalten sich dann das ganze Leben in diesem Stil, egal in welchem Konzern.

  2. Gegen hinten stimmt der Abstand perfekt und sonst ist er nur für die ansteckend, die eine zweite ähnlich starke Welle (grins) erwarten. Nicht verzagen, unsere Medien werden wieder wie gewohnt neu objektiv und neu ausgewogen darüber berichten.

  3. Dr. Martha Boeckenfeld schmeichelt nicht nur, sondern sie schreibt auch schlechtes Deutsch („Danke, dass ich unsere Vision zu Key4 TEILEN durfte.“). „Teilen“ hat zwar mehrere Bedeutungen, aber sicher nicht „mitteilen“ (eben nicht wie „to share“). Hier eine Uebung für Fremdsprachige: https://www.youtube.com/watch?v=3pjK7sH3lkk

  4. „Ein richtiger Mann kriegt kein Corona“. Dieser Spruch von Conte hatte sich davor schon in den Gehirnwindungen von Trump und Bolsonaro verbreitet.

    Zur Info: alle Nennungen in diesem Beitrag sind rein zufällig, und bedeuten nicht, dass die genannten Personen irgendwelche Gemeinsamkeiten hätten.

  5. Dummes Zeug
    1. CB hat NIE darauf verzichtet; in allen Interviews hatte er klar gesagt, dass er NICHT auf den Rechtsanspruch verzichtet, klar oder?
    2. Die Rente steht vor allem auch CB zu und zwar zu 100%
    3. Es gibt sehr gute Gründe die Rente im heutigen Corona-Cabaret zu beziehen, nicht zuletzt weil in Bern nur so mit dem Geld herumgeschmissen wird
    4. Auf die SVP etc. abzuwälzen ist mehr als dumm und plump
    Danke

    • guter kommentar … falscher aufhänger – beim nächsten mal klappt’s dann.

    • Erstens kommentieren Sie den falschen Beitrag. Hier steht CB höchstens für „Corona Brothers“.
      Zweitens sollte Ihnen auffallen, dass die SVP vehement gegen die Überbrückungsrente für alte Arbeitslose ist. Der „Anspruch“ von CB hat sich damit erledigt.

  6. Ein klassisches Beispiel von Simping. Musste „Simp“ zuerst googeln, konnte mir aber denken, was es bedeutet. Scheint ein neues Synonym der TikTok Generation für Lutscher zu sein.
    So nun gehe ich wieder in meinen Maschinenraum…

  7. Was ist los Herr Hässig. Haben wir keine anderen Probleme, dass über die UBS bereits zum zweiten mal, seit letzten Freitag, ein sinnloser Beitrag auf IP zu lesen ist! Letzte Woche zu grosse Kontrollen – diese Woche zu wenig Abstand…!

  8. Conte – nochmals so ein kleiner Regent im Ozean der UBS. Hamers muss da einiges korrigieren, sonst naht das Ende von UBS in der heutigen Form, schneller als uns lieb ist. Die Dinosaurierer haben es auch zu spät gemerkt, und weg waren sie. Ich für meinen Teil war konsequent, habe gekündigt (Ü50) und meine Konten geschlossen.

  9. Dieser Mann hat recht ! Schon in den 1980er-Jahren wurde uns im Kaderseminar auf Wolfsberg bestätigt, dass Team-Events der Zusammengehörigkeitsgefühl, der sog. Team-Spirtit stärckt und dann sind die Leute aufgestellt und motiviert und geben ihr bestes die Unterschicht zum Höchstleistung zum antreiben und dann steigt der Gewinn und es gibt mehr Bonuss !!! Prafoo !!