Genoss Bär Sonderschutz beim alten Bundesanwalt?

Michael Lauber, der das Feld räumt, reagiert nicht auf Anzeige gegen Collardi&Co. Hoher Lauber-Mann mit Bär-Beziehung.

Michael Lauber hat den monatelangen Machtkampf um die nationale Strafverfolgung verloren. Am Freitag gab der Bundesanwalt auf.

Mit Lauber verliert der Bankenplatz einen Freund und Beschützer. Unter dem alten Bundesanwalt hatten die Banken wenig zu befürchten.

Davon profitierte insbesondere die Bank Julius Bär. Diese war unter ihrer alten Führung mit Boris Collardi an der Spitze in zahlreiche Skandale geraten.

Eine Strafanzeige von unbekannt gegen Collardi und weitere Bär-Spitzenleute landete in Bern bei der Bundesanwaltschaft im elektronischen Papierkorb. Formell ungenügend, so die Begründung.

Die gleiche Anzeige – ebenfalls anonym, ebenfalls per Email – wurde von den Zürcher Strafbehörden entgegengenommen. Man sei am Prüfen, hiess es dort vor ein paar Wochen.

Beschützer von Bankern und Banken (Bundesanwaltschaft.ch)

Im Fall Dieter Behring war Lauber noch frisch im Amt. Damals wussten die Banken, die viele Kundengelder in Behring-Produkten anlegten, nicht, wie scharf der neue Bundesanwalt ermitteln würde.

Bald konnten sie aufatmen. Lauber, der im Fürstentum Liechtenstein in der Bankenwelt Karriere gemacht hatte, zeigte wenig Interesse daran, den Fall auf die Behring-Banken auszuweiten.

Vielmehr begrenzte der oberste Strafermittler die Untersuchungen schon nach kurzer Zeit auf Behring. Mögliche Mittäter und deren Beziehungen zu weiteren Banken blieben unbeleuchtet.

Davon profitierte insbesondere die Julius Bär. Bei ihr lag ein Konto rund um das Konstrukt des Basler Finanzbetrügers, der später zu Gefängnis verurteilt wurde und danach verstarb.

In der Bank Bär fiel Beobachtern zudem auf, dass der Bundesermittler, der mit Lauber zusammen in Russland auf Einladung auf Bärenjagd gegangen war, wiederholt in der Bär-Bank auftauchte.

Ebenso sprach sich herum, dass ein hoher Mitarbeiter von Lauber ein Konto bei der Bank Bär hat. Dieses umfasste eine mittlere sechsstellige Summe. Das Geld soll aus einer Erbschaft stammen.

Die Julius Bär wurde bisher von der Bundesanwaltschaft nicht speziell drangsaliert – trotz Versagen in Gross-Geldwäscherei rund um Venezuela, Brasilien, Fifa, trotz Inland-Krimis wie Vincenz.

Dies erstaunt. Die Finma, die nicht gerne gegen wichtige Banken vorgeht, kam nicht umhin, in den Fällen Venezuela und Fifa die Bär-Bank zu sanktionieren. Derzeit läut ein zweites Finma-Verfahren gegen die Julius Bär, wie die NZZ aufdeckte.

Neben Bär blieben Lauber und seine Leute auch bei CS und UBS zurückhaltend. Diese spielen wichtige Rollen bei internationaler Grosskorruption in Malaysia und Afrika.

Wirblig wurde Laubers Bundesanwaltschaft dann, wenn statt einem einzelnen Geldinstitut die ganze Finanzindustrie kontaminiert war. So konfiszierten Lauber&Co. hohe Summen im Brasilienfall Petrobras, bei dem fast alles von Rang und Namen am Finanzplatz mitverdient hatte.

Kommentare

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  1. Frei nach Karl Lagerfeld: Wer das merkwürdige Verhalten des Herrn Bundesanwalts glaubt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren!

  2. Bekanntlich war der damalige Bundesanwalt Valentin Rorschacher und der jetzige noch amtierende Bundesanwalt sehr mit der Marbella-Sache beschäftigt. Das passte den involvierten Banken und Grosskonzerne nicht, die Resultate sind bekannt. Will heissen, wurde Herr Lauber Opfer von Intrigen?

    • hr. Lauber opfer..??oh je ja so sieht er sich selber gerne…dieser mann hat in der fifa Affäre bewiesen das er offenbar käuflich ist. also nix von opfer oder so.. ja klar für ein opfer von korruption und geld. ich bin gespannt wenn bekannt wird wieviel hr. lauber auf die hohe kante gelegt hat während seiner tätigkeit als Bundesanwalt.

    • @wirtschaftflüch nach Asien
      Sie möchten zum Ausdruck bringen, dass das Schweizer Justizsystem von den sogenannten Marbella-Grosskonzerne beherrscht wird und der Bundesanwalt ein williger Befehlsempfänger ist?

  3. „Ebenso sprach sich herum, dass ein hoher Mitarbeiter von Lauber ein Konto bei der Bank Bär hat. Dieses umfasste eine mittlere sechsstellige Summe. Das Geld soll aus einer Erbschaft stammen.“

    Pure Spekulation, die sich auf Null und nichts stützt. Solche Infos könnten wenn, dann nur unter massiver Verletzung des Bankgeheimnises nach aussen dringen. Und selbst wenn, was hat das mit dem eigentlichen Thema zu tun? Was hier abgeht ist kein investigativer Journalismus, sondern Hexenjagd in Reinkultur. Wo ist hier die Justiz?

  4. Zum obigen «Afrika-Link» von Lukas Hässig:

    „Die veruntreute Summe erreicht wahrscheinlich über eine Milliarde Dollar. Warum hat die Credit Suisse ihre Manager nicht angezeigt?“ (Kesselring)

    Antwort:
    Weil die Credit Suisse nicht eigenes Geld (bzw. „Aktionärs-Vermögen) in den Sand gesetzt hat, sondern nur das Geld von unbekannten Dritten gemäss deren Auftrag «investierte».

    Wie auf IP schon früher erwähnt, handelt es sich im «Fall Mosambik» mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um verdeckte Treuhandkredite, die gemäss Geldwäschereigesetz natürlich verboten sind. Verdeckter Treugeber: Vermutlich Armando Guebuza & friends, die die Kreditbeträge in Waffen und einigen Alibi-
    Thunfischbooten anlegen liessen und darauf hofften, ihr Geld später vom IWF zurückzubekommen. Da Mme Lagarde solch faule Tricks bestens kennt, klappte es nicht.

    Dass hier nach Jahren noch immer keine Transparenz durch BA und FINMA erstellt wurde, ist eine Riesensauerei.

    Es würde allerdings nicht erstaunen, wenn die FINMA den «Fall Mosambik» vor Jahren unter dem Radar der Presse (z.B. seltsamer Blick-Artikel „CS-Skandal in Afrika“; Zeitpunkt des Abgangs von Brady Dougan!) «diskret erledigt» hätte und jetzt zusammen mit der BA darauf hofft, dass nichts mehr an die Oberfläche kommt. Man will ja den schlechten Ruf der Schweizer Banken nicht noch weiter verschlechtern. Und gerade im «Fall Mosambik» wäre der Shitstorm (Entwicklungshilfe!) in der Oeffentlichkeit gewaltig.

    So blieb dem Michael Lauber und Kollege Mark Branson nichts anderes übrig, als auch die Credit Suisse weiterhin lieb zu haben, neben Bank Bär und den übrigen «usual suspects».

  5. Leider darf man den rosa farbenen Elefanten nicht benennen. Sei es bei der Lobby in Bern, der Zuwanderung, der Religion des Friedens, den korrupten CEOs, bei den Lügen zu den Abstimmungen, Corona und Masken, Mohrenköpfen usw.! Mund halten! Aber irgendwann wird es der dümmste Sklave merken.

  6. Betreffs „Neben Bär blieben Lauber und seine Leute auch bei CS und UBS zurückhaltend. Diese spielen wichtige Rollen bei internationaler Grosskorruption in Malaysia und Afrika“(insideparadeplatz) habe Akteneinsicht beim Chef der Finma[ im Vorzimmer hat mich seine Dame an Ihn nicht weitergeleitet] zu dem LangkawiFondFall{waren vor Ort oft} in Malaysia verlangt auf der Grundlage einer Reihe von administrativen und anderen Gesetzen und bin mit strafrechtlich relevanten Aussagen von dieser Dame[ in Malaysia gibt es hierzu scharfe Haft ] dreist gekontert worden. Auch in der Schweiz gibt es zu dieser Dame strafrechtliche Sanktionen auf lange Sicht und eventuell in Singapur und anderen Staaten. Mit einer Verhaftung auf dem Tarmac kann diese Dame fortan kalkulieren.

  7. Diese Nullnummer wird mit so vielen geschonten Bankster Freunden im Hintergrund ausgesorgt haben. Ein Loser eben.

  8. Einige der bekanntesten, aber gefährlichsten Beziehungen wurden inzwischen auf JB Luxembourg und Monaco übertragen. Schauen Sie sich einfach das Netto-Neugeld an

  9. Im Dezember 2017 erhielt die feine Bundesanwaltschaft ein (nicht anonymes) Schreiben zur Sommermärchen-/Hoeness-/Vontobel-Problematik, das u.a. mit Zitaten aus der skurrilen Urteilsbegründung des Oberlandgerichts München dokumentiert war.

    Die in den Zitaten versteckten („kriminellen“) Bedeutungen waren für (BA-)Fachleute unschwer entzifferbar, nicht aber für Finanz-Amateure.

    Ich muss nun leider annehmen, dass bei der Bundesanwaltschaft entweder

    – Finanz-Amateure arbeiten oder
    – dass neben der Bank Bär auch die Bank Vontobel unter BA-Schutz steht

    Zitatbeispiele aus der UBG bzw. dem Brief an die BA:

    «Das Geschäft wurde lediglich auf bankinternen Devisenterminkonten des Angeklagten verbucht.»

    «Zu Recht waren die vorgelegten Gesamterfolgstabellen mit einem Warnhinweis
    («Disclaimer») versehen.»

    «In der Tabelle zu Konto 001 stimmten die Jahresendvermögen 2006 bzw. 2008 nicht mit den Jahresanfangsvermögen 2007 bzw. 2009 überein, ohne dass dies erklärt oder belegt war.»

    «Mit Schreiben vom 20.02.2013 teilte die Bank A AG (gemeint: Bank Vontobel) schliesslich mit, der am 16.01.2013 übermittelte Vermögenswert könne nicht als Grundlage für die Besteuerung von positiven oder negativen Werten
    verwendet werden.»

    etc. etc.

  10. Einmal mehr zeigen wir besserwisserisch auf die Anderen, mit unserem Drang zum „Hereluege“ und men erhobenen Mahnfinger der „Vorzeigeschweiz“. Und wollen nicht wahrhaben, dass auch wir normal sind, weder besser noch schlechter.

  11. Die Berichte wären noch viel schöner und wahrheitsgetreuer, wenn endlich die Bezeichnung Geld durch Kredit und Falschgeld ersetzt würde. Die Notenbanken und Banken erzeugen nicht Geld sondern Kredite und unendliche Schuldenberge. Deshalb:

    Geld = Falschgeld

    Geldwäscherei = Falschgeldwäscherei

    Geldinstitut = Kreditinstitut oder Falschgeldinstitut

    Es wäre höchste Zeit das die Bundesanwaltschaft nicht nur Leute wie Dieter Behring auf die Anklagebank bringt sondern auch die Banken und Notenbank, den diese betreiben ein Kreditschneeball-Finanzsystem bei dem die Schuldenberge letztlich niemals zurückbezahlt werden können weil das angebliche Geld, Falschgeld (Kredit) ist, und die Kredite der Banker nicht mit Geld gedeckt sind. Die Rückzahlung all dieser Kredite ist deshalb unerfüllbar, somit sind die Kreditverträge unerfüllbar und betrügerisch.
    Die in den betrügerischen Kreditverträgen vereinbarten Zinsen, entstehen auch nur durch systematisches Wachstum und Ausweitung des Kreditschneeballsystems.
    Den Bankstern geht es immer nur um den Zins, und deshalb werden sämtliche Staaten, Unternehmen, und Privatpersonen in die Verschuldung getrieben und in der Schuldenversklavung festgenagelt.

    Wenn es schon die befangenen Hochschulen, Professoren, Medien, Justiz, und die Politik nichts machen, wäre es höchste Zeit, dass sich Insideparadepletz mit diesem Thema intensiv befasst.

  12. Die Lügner hocken meist weit oben in der Hirarchie. Siehe Arbeitgeberverband, Seco, Finma, Banken, Versicherungen etc.!

  13. Der Gute ist noch nicht ganz weg. Er hat lediglich seinen Rücktritt angeboten. Wie hoch werden wohl Abfindung oder Unterstützung oder sonst wie „goldene Netze“ sein? Wer zuletzt lacht, lacht am Besten – Das durch den Fall lädierte Schweizer Rechtssystem oder der bestens vernetzte Michael Lauber? Abwarten.

    • @Dong F. Hong
      könnte man das auch „Schweigegeld“ nennen?
      Es ist davon auszugehen, dass Lauber sehr, sehr viel über (Alt)-ParlamentarierInnen und (Alt)-Bundesräte(-innen) weiss. z.B. zum Thema FIFA etc.

  14. Erbärmlicher gehts überhaupt nicht mehr! Der Verdacht, dass Lauber alles andere als neutral und unbefangen ist, liegt auf der Hand!

    Mit der Gerechtigkeit bzw. Gleichstellung vor den schweizerischen Gerichtsbarkeiten ist es lange her- und dafür sind genau solche Zeitgenossen wie Lauber und Konsorten verantwortlich!

  15. Herr Hässig

    das ist ja starker Tobak, den sie hier inmitten der Sommerflaute, ihren Lesern vorlegen. Grundsätzlich scheinen ihre Vermutungen gegen Bär & Co zu stimmen. Der Bruder eines Bekannten von mir ist ex-Mitarbeiter der Bär. Er sagt, Collardi habe kofferweise Bargeld von Kunden entgegenommen. Grundsätzlich ist Cash in der Schweiz immer noch legal, also kein Vergehen. Aber wir haben so etwas wie ein Formular A und ein GWG. Bei hohen Summuen gilt gar eine vertiefte Abklärungspflicht, ob das Geld auch sauber sei? Nichts von alledem sei bei der Bär abgeklärt worden. Hingegen galt das Motto: „Gänd si mir doch s’Köfferli diskret under äm Tisch durä.“….

    Wie in alten Zeiten…

    • Apropos alte Zeiten: Als ich noch auf dem Flugplatz Samedan tätig war sind vor allem im Winter viele Privatjets mit bepelzten Gästen gelandet. Selten (um nicht zu sagen „nie“!) habe ich Grenzwache/Zöllner gesehen, welche sich nicht nur für die Papiere sondern fürs eine oder mehrere Aktenköfferli interessiert haben. Die Herrschaften sind jeweils direkt vom Flugzeug in den Rolls Royce eines bekannten St. Moritzer Hotelpalasts umgestiegen. Ob das heute wohl auch noch so ist???

    • Sorry…das ist Bullshi.. hoch 10! BC hat sicherlich kein Cash im Empfang genommen und dann..
      wie so typisch…Bruder eines Bekannten meiner Schwester und deren Sohn, der kennt jmd, der weiss was.

      Lassen sie doch einfach solche Unterstellungen, wenn sie es nicht selbst wissen! Schweizer Natur!

    • Eins ist klar: Collardi wusste nachweislich von bedeutsamen Risk Client cases. Und, er war bereit, sich physische Dossiers von Senior RMs geben zu lassen, um Geschäfte zu pushen. In letzter Instanz entschied jedenfalls Collardi freihändig und nicht Hodler (JB’s Chief Risk Officer). E-Mails werden schwer zu finden sein – allerdings Splunk ist ein mächtiges Auswertungstool… Und, wer weiss: vielleicht finden sich noch RMs mit relevanten Textnachrichten… denn der Collardi textete gerne…

    • Eins ist klar: Collardi wusste von bedeutsamen Risk Client cases, und wenn er nicht wusste, dann hat er seinen Job nicht gemacht… Und, er war bereit, sich physische Dossiers von Senior RMs geben zu lassen, um Geschäfte zu pushen. In letzter Instanz entschied jedenfalls Collardi freihändig und nicht Hodler (JB’s Chief Risk Officer). E-Mails werden schwer zu finden sein – allerdings verfügt JB über ein mächtiges Auswertungstool… Und, wer weiss: vielleicht finden sich noch RMs mit relevanten Textnachrichten… denn der Collardi textete gerne…

  16. Verfiltze Justiz ist schlimmer als eine Banane Republik, da die Menschen an die Gleichheit der Justiz glauben…aber gleich sind wir nur beim Tod…😭😤

    • Bei soviel Filz und Lug und Betrug an den Schaltstellen, kein Wunder will man anonym bleiben. Das Vertrauenn ist weg. Ok vielleicht noch bei paar Hörigen. Aber normaldenkende Mitbürger wenden sich nur noch angewidert ab.

  17. Herr Lauber lügt offenbar, ist vergesslich und selbstgefälligen wie ein Narzist. Oder gar schon Soziopat?
    Immerhin beschützt er jene jahrelang, snstatt seine zahlenden Bürger vor solchen Typen zu beschützen-
    Dass so einer straffrei wegkommt, im obersten Amt?
    In anderen Ländern vielleicht gar im Gefängnis, aber hierzulande ein Ohrfeige für alle Bürger.
    Wir sind eine Bananenrepublik, mit solch Bindesrichtern.

  18. Wir haben bekanntlich das beste Geldwäscherei-Gesetz der Welt, nur ist die praktische Anwendung dieses Gesetzes wegen seiner Kompliziertheit umständlich und bedarf einer besonderen Interpretation. Wenn wir die Geldwäscherei vom Standpunkt politischen Schweizer Interessen des Finanzplatzes anschauen, kann es uns gleichgültig sein, was Mitglieder der Machtelite von autoritären Staaten unredlich ihrem Staat abzwacken und bei Schweizer Banken in Sicherheit bringen. Solche Staaten haben nämlich das Niveau einer Räuberbande. Nur ist Geldwäscherei der gröbsten Sorte für das Nicht-EU-Mitglied Schweiz als Kleinstaat nicht mehr so einfach wie früher. Wir haben nämlich neuerdings einen strengen Sitten-Wächter, nämlich die USA, die mit dem FATCA Abkommen bestimmt, wo wir Geldwäscherei betreiben dürfen und wo nicht. Diese Schiedsrichter-Rolle wird durch die EU noch verstärkt, die natürlich mit den USA ein für sie günstigeres FATCA-Abkommen abgeschlossen hat. Nun, unsere Banken, und im besonderen die mit einer profitablen Vermögensverwaltung, müssen leben und da sorgt in der üblichen politischen Anarchie der Schweiz (Abwesenheit Bundesrat) halt die Bundesanwaltschaft, dass es Freiheiten gibt.
    Man kann vieles im Verhalten der Bundesanwaltschaft verstehen, aber ein ausgesprochener Skandal ist es, wenn sie nicht mal fähig ist, völlig inländische Geldwäscherei (Fall Behring) zu bekämpfen. Das Parlament
    soll für verständlichere Gesetze sorgen und der Bundesanwalt braucht Macht unter Aufsicht des Bundesrates und keine Pseudo-Macht, wo ihm jedes Mitglied der Schweizer Macht-Elite sagen kann, was er zu tun hat. Kein Wunder gelten wir dann im Ausland als ein ohnmächtiger Kleinstaat mit angeknackster Moral. Wir haben nicht das Prestige und die Macht von Großbritannien, die unter Umständen auch nicht jede Geldwäscherei durchziehen können, die sie gerne möchten.

    • Zum Fall Behring: „Mögliche Mittäter und deren Beziehungen zu weiteren Banken blieben unbeleuchtet.“
      Zu den möglichen MittäterIn: Soviel ich weiss, waren Alt-Ständerätin Anita Fetz und Ständerat Roberto Zanetti, beide SP, jahrelang bei Behring im Verwaltungsrat.
      Wenn Zanetti nicht Ständerat wäre, wäre es mit grosser Wahrscheinlichkeit bereits ausgesteuert.
      Es gilt die Unschuldsvermutung.

  19. Bären-Jagd ist in der Schweiz bei Polizei, Bundesanwaltschaft und Bundesgericht ein NO-GO!

    Sämtliche meiner vielen Anzeigen auch und vor allem bei der Bundesanwaltschaft wurden abgewiesen z.B. mit Begründungen die Bär-Cayman-Daten hätten keinen Bezug zur Schweiz, zu wenig ausführlich erklärt, obwohl Bundesanwaltschaft z.B. 170 Gigabyte von Daten erhielt und der Guardian UK detailliert über die Geldschwäscherei, Betrüger, interne Memos etc. berichtete siehe
    https://www.theguardian.com/business/2009/feb/13/tax-gap-cayman-islands

    ODER Justizskandale Schweiz
    https://www.rudolfelmer.com/zurich-justizskandale-judicial-scandals/

    Die Glaubwürdigkeit der Schweizer Justiz ist international massive am Abnehmen (FIFA, Petrobas etc). und das haben die ehrbaren Schweizer nicht verdient.

    • Der Guardian kennt sich in den Cayman Islands natürlich bestens aus. Seine Besitzer (GMG = Guardian Media Group) sind nämlich an folgender Adresse domiziliert: 87 Mary Street, George Town, Cayman Islands.

    • @Al Dente. Danke für Information. Na ja, das zeigt wie global das Problem „Offshore“ ist. Nachdem die Schweizer Presse nicht über die Sache berichten wollte, musste ich wohl oder übel die gegnerische Seite einsetzen, um Oeffentlichkeit zu schaffen. Verrückt, aber ja, so funktioniert tatsächlich das System! Aber immerhin die Wahrheit kam an die Oeffentlichkeit!

    • Pictet auch, nur sind die zu blöd um sofort Konsequenzen zu ziehen. Die warten bis Ihnen die Banklizenz entzogen wird.

    • @veritas; Das möchte ich auch erleben, dass diesen Pictet-Halunken die Banklizenz entzogen wird – das werden wir in dieser Filz-Bananen-Republik wohl kaum erleben!

  20. Das ist das Hinterletzte in der Schweiz. Jetzt muss ausgemistet werden. Nur noch Korrupte bei den Banken und Politik.

    • @schande:
      Banken: die CH hat schon lange ein schlechtes Image im Ausland: Schwarzgeld, Bankgeheimnis (leider immer noch in der CH), krumme Sachen welche immens viele Bussen brachten und noch bringen werden – UBS ist ja Bussenkönigin….
      Politik: Viel zu viele Politiker auf allen Ebenen. Alle schauen nur für sich, damit sie nicht abgewählt werden, denn sonst werden sie in der Wirtschaft keinen Job finden. FAZIT: 2/3 aller Politiker weg und die CH wird viel effizienter und einfacher und billiger

    • Nicht nur die Banken, schauen Sie mal auf die Versicherungen. Beispiel Swiss Life / Rentenanstalt. Ein richtiger Sumpf seit dem Jahr 2000.

  21. Ja – Boris Collardi genoss höchstwahrscheinlich Sonderschutz von Herrn Lauber.

    Diese aufgeblasenen Typen – Wichtigtuer, Schaumschläger und Lackaffen wie Boris Collardi und Iqbal Khan brauchen wir auf dem Finanzplatz Schweiz definitiv nicht mehr.

    Wir brauchen speziell in der Coronakrise eine neue Bescheidenheit und Demut.

    Der CS Stall hat leider sehr oft so Typen wie Boris Collardi und Iqbal Khan hervorgebracht.

    • S. Rominger: leider ist es so, dass man nirgends Karriere macht mit Demut und Bescheidenheit, weder in Firmen und nicht mal beim Staat. Typen, die so tun wie wenn es für sie keine Probleme gebe, selbstsicher, ja arrogant, die beindrucken und machen das Rennen. Oft ist dann die Ergebnisrealität eine ganz andere und stimmt nicht mit dem Getue überein. Es wäre Aufgabe eines guten Chefs, hinter der Bescheidenheit (oder besser: Unaufdringlichkeit) eines Mitarbeiters die Substanz zu erkennen und den gezielt zu fördern. Das passiert leider eher selten.

    • Finma muss hier endlich einmal ganz klare Kante zeigen.

      Ein Wake Up Call for Finma

  22. Wenn das stimmt, dass die Bundesanwaltschaft einen Fall, wegen einer formell ungenügenden Anzeige nicht annimmt ist das mehr als nur bedenklich. Falls es sich dabei mutmasslich um ein Offizialdelikt handeln würde, macht sich die Bundesanwaltschaft, resp. deren Verantwortliche aus meiner Sicht (bin kein Jurist) selbst strafbar.
    Welche Instanz nimmt sich dieser Angelegenheit an?
    Falls das wegen der Anzeige stimmt und niemand dafür zuständig ist, dann soll die Bundesanwaltschaft einfach aufgelöst werden. Wenn sie nichts tun müssen wir sie dafür nicht bezahlen. Die ordentlichen Staatsanwaltschaften sollen sich dann um die verschiedenen Fälle kümmern.

    • Es fehlen einem langsam aber sicher die Worte für diese Machenschaften um diese Ex-CS Bande – B. Collardi und I. Khan.

      Finma muss wohl oder übel in diesem Stall ausmisten.

    • Sie meinen Strafbefehle schreiben und daran Geld verdienden. Damit ist die Gerechtigkeit nicht weiter, nur das Portemonnaie des Staates grösser und es hat den Vorteil, dass man sich jeh länger jeh mehr „freikaufen“ kann im Stile von: ich wurde nicht gebüsst vom Blitzer, ich habe mir einfach eine andere Geschwindigkeit gekauft.

      Bedenklich finde ich die „Gedächtnislücken“ des obersten Anklägers und das hat schon was von einer Bananenrepublik.

      Als jüngeres Beispiel die Konversation zwischen der Tochter von König Juan Carlos dem I und dem Richter in einem Falle von Diebstahl von Steuergeldern in Millionenhöhe und Urkundenfälschung, weil man als Burbonin sooo arm ist.

      -Juez: ¿Tiene usted conocimientos jurídicos?

      -Cristina: No.
      -Juez: ¿Tiene usted conocimientos tributarios?
      -Cristina: No.
      -Juez: ¿Sabe usted lo que es el programa PADRE?
      -Cristina: Me suena, pero no.
      -Juez: ¿Tiene usted conocimientos económicos?
      -Cristina: No, muy básicos, pero no.
      Conversación entre el juez y la infanta Cristina durante la instrucción del caso

      Hier noch der Bildungshintergrund:
      Studium der Politikwissenschaften, Master in Internationalen Beziehungen, Aktuell Stiftungspräsidentin der Sozialstiftung „la caixa“.
      (das ist so eine spanische „Provinzbank“.

    • dass eine formell ungenügende Anzeige nicht angenommen wird, ist nicht bedenklich, sondern Grundlage unseres Rechtssystems. Bevor eine materielle Prüfung statt findet, muss formell alles in Ordnung sein. Anders wäre ein Rechtssystem nicht finanzierbar und der Willkür Tür und Tor geöffnet.
      Darum wer keine Ahnung hat, sollte lieber schweigen.

      Was Lukas hier macht, ist in höchstem Masse strafbar und ich hoffe, dass Herr Lauber durchgreift.

    • @Rechtssystem. Ich rede von Offizialdelikten. Da erwarte ich, dass die Staatsanwaltschaft der Sache nachgeht und bei begründetem Verdacht eine formell korrekte Anklageschrift dem zuständigen Gericht vorlegt.