Die moderne monetäre Theorie ist ein Schwindel

Nach Piketty („Das Kapital im 21 Jahrhundert“) stürmt nun Stephanie Kelton die Bestsellerlisten. Ein Ausdruck der Verzweiflung unter Ökonomen.

Der Wälzer von Thomas Piketty lag auf jedem gehobenen Couchtisch. Dickes Buch, steile These: unregulierter Kapitalismus führe unweigerlich zu steigender Vermögenskonzentration. Die wiederum zu stagnierender Wirtschaft, das wiederum sei eine Gefahr für die Demokratie.

Wenn Kapitalrendite r grösser als das Wirtschaftswachstum g sei, also r > g, trete diese unheilvolle Entwicklung ein. Kapiert ja jeder, ist wie e = mc2. Weiss auch jeder, versteht aber kaum einer.

Da die meisten die 600 Seiten sowieso nicht gelesen hatten, war es ihnen auch eher egal, dass Piketty Schummeleien und Tricksereien nachgewiesen wurden. So legte er Anfangs- und Endpunkt statistischer Betrachtungen immer hübsch so, dass sie seine These zu bestätigen schienen.

Während das Vorher und das Nachher belegt, dass sie falsch sind. Aber Piketty verglühte dann langsam, sein Nachfolgewerk „Kapital und Ideologie“ interessierte nicht mehr wirklich.

Aber spätestens seit der Präsidentschaftskandidatur des Linken Bernie Sanders in den USA ist ein neuer Knaller im Gespräch. Eben die Modern Monetary Theory, abgekürzt MMT.

Galionsfigur ist hier die Ökonomin Stephanie Kelton; ihr neustes Werk, „The Deficit Myth“, stürmt bereits die Amazon-Verkaufshitparade, eine deutsche Übersetzung wird nicht lange auf sich warten lassen.

Modern ist diese Theorie nicht sonderlich, sie geistert schon in der einen oder anderen Form durch die Welt. Einer der ersten war wohl der deutsche Nationalökonom Georg Friedrich Knapp, der den sogenannten Chartalismus begründete.

Kurz zusammengefasst ist der Wesenskern der MMT der feuchte Traum aller Anhänger staatlicher Ausgaben und Umverteilungen. Denn die MMT behauptet, dass eine Notenbank in der eigenen Währung niemals Bankrott gehen könne.

Daher sei es ihr möglich, eine faktisch unbeschränkte Menge an Neugeld herzustellen; halte sie sich dabei an ein paar Rahmenbedingungen, gäbe es auch keine Gefahr einer Hyperinflation.

Sozusagen als rückwärtigen Beweis für ihre Richtigkeit führen die Vertreter dieser Theorie die aktuelle neue Geldüberflutung durch die Notenbanken an. Also die Tatsache, dass in den USA, in Europa Billionenbeträge zur Abdämpfung der Folgen des Lockdowns aufgeworfen werden.

Alleine in der Schweiz rechnet man konservativ geschätzt mit einem Schaden von über 100 Milliarden Franken, der durch die hysterische Lockdown-Reaktion angerichtet wurde.

Um flächendeckende Pleiten und Massenarbeitslosigkeit zu vermeiden, befinden sich in der Schweiz zum Beispiel sagenhafte knapp 40 Prozent aller Werktätigen in Kurzarbeit; viele Firmen überleben deswegen, weil sie von der SNB garantierte Kredite beziehen können.

Alles kein Problem, sagt da die MMT, wo das herkommt, gibt es noch mehr, jetzt ist wirklich nicht der Moment, sich Sorgen darüber zu machen, ob und wie diese Schulden wieder bezahlt oder aufgelöst werden können.

Am 9. September wird Kelton bei einer Tagung des Gottlieb-Duttweiler-Instituts per Video als Special Guest Star auftreten. Der arme Dutti, kann man da nur sagen. Denn die MMT ist von A bis Z Schwachsinn.

Sie fusst schon mal auf einem Grundlagenirrtum. Selbstverständlich können Notenbanken pleite gehen; in Europa haben sie das im Verlauf der letzten Jahrhunderte auch x-mal getan. Nur heisst das dann nicht Bankrott, sondern Staatspleite oder Währungsreform.

Alle, ausnahmslos alle europäischen Staaten, mit der seligen Ausnahme der Schweiz und Grossbritanniens, waren in den letzten 200 Jahren mehrfach und immer wieder pleite.

Das ist also kein Phänomen, das nur in der Dritten Welt auftritt, wo prinzipiell nur dort Hyperinflation herrscht, wie aktuell in Venezuela oder Simbabwe.

Zum zweiten können Notenbanken selbstverständlich nicht Geld schöpfen bis zum Abwinken. Sondern sie nehmen dafür Schuldpapiere in ihre Bilanzen. Im Fall der SNB noch einigermassen – abgesehen vom Volumen – seriös, indem Staatsschuldpapiere oder Blue-Chip-Aktien gekauft werden.

Schon echt fahrlässig im Fall der EZB oder des US-FED, wo Staatschuldpapiere in der eigenen Währung, sogar Unternehmensschuldpapiere von den Notenbanken aufgekauft werden.

Immerhin ist bislang unbestritten, dass die Geldpolitik den unabhängigen Notenbanken zu überlassen sei, und deren vornehmste Aufgabe darin bestünde, für Preisstabilität zu sorgen.

Genau das will die MMT ändern; in Krisensituationen soll das Parlament die Möglichkeit bekommen, so viele Hilfsprogramme wie nötig zu beschliessen, um Vollbeschäftigung zu garantieren. Koste, was es wolle, das sei sekundär. Gegen mögliche Inflationsgefahren könne man mit entsprechenden Gesetzen vorgehen.

Immerhin gibt Kelton in ihrem Buch zu, dass selbst Bernie Sanders ihre Theorien weder verstanden, noch geteilt habe. Von namhaften Ökonomen wird die MMT auch als „Voodoo-Ökonomie“ oder als „ökonomisch unkundigen Wahnsinn“ disqualifiziert.

Selbst in linken Kreisen ist es manchen nicht geheuer, was diese MMT behauptet.

Inhaltlich muss man sich mit ihr genauso wenig wie mit Piketty länger auseinandersetzen. Es ist aber interessant, sich zu fragen, wieso ausgerechnet in den letzten Jahren solche aberwitzigen Theorien ernsthaft debattiert werden.

Sicher, man kann sagen, wenn es tatsächlich nicht allzu wenige Menschen gibt, die an ein Orakel namens QAnon glauben und der Überzeugung sind, dass eine Weltverschwörung von reichen, natürlich jüdischen Mächtigen Kinderpornoringe betreibe und den Kindern dabei eine vitalisierende Substanz abzapfe – dagegen ist die MMT geradezu zweckrational aufgebaut.

Es gab auch eloquente Vertreter der Alchemie, die überzeugend darlegen konnten, dass es möglich sei, aus minderen Stoffen wertvolle zu gewinnen.

Aber der aktuelle Wildwest in der Wirtschaftstheorie ist natürlich darin begründet, dass tatsächlich – nach der Finanzkrise eins von 2008, der Eurokrise und nun der Pandemie-Krise – kaum mehr eine angebliche fundamentale Erkenntnis der sogenannten Wirtschaftswissenschaft Bestand hat.

Dazu gehören selbstverständlich alle konventionellen Theorien, die Inflation erklären wollen. Dazu gehören alle Theorien, die den Menschen als homo oeconomicus missverstanden, damit sie ihn in ihre idiotischen Algorithmen quetschen konnten.

Dazu gehören alle Theorien, die behaupten, Profit und Risiko endlich voneinander getrennt zu haben. Dazu gehören alle Theorien, die es als geradezu widernatürlich bezeichnen, dass ein Gläubiger einem Schuldner etwas dafür zahlt, dass er ihm Geld leihen darf.

Es zeigt sich immer deutlicher, dass das meiste, was an der HSG oder an anderen Elite-Universitäten in der Sparte Wirtschaftswissenschaft gelehrt wird, noch längst nicht die Bezeichnung Wissenschaft verdient. Dass darüber hinaus das Runterleiern von längst nicht mehr mit der Lebenswirklichkeit kongruenten Theorien absolut für die Tonne ist.

Es bedeutet aber auch, dass interessante Ökonomen von einer Statur eines Friedman, selbst eines von Hayek oder Schumpeter, schmerzlich fehlen. John Maynard Keynes war wohl der letzte wirkmächtige Ökonom, dessen Rezepte zumindest theoretisch immer noch angewendet werden.

Seither hat offensichtlich eine Verzwergung in der Wirtschaftskunde stattgefunden. Begleitet vom üblichen Phänomen, dass die Zwerge mangelnde Grösse durch ein grosses Mundwerk ersetzen wollten.

Bis dann die Fast-Kernschmelze des Finanzsystems 2008 alle ihre schönen Behauptungen zerfetzte. Bis die unablässigen Eurokrisen zeigten, dass es nicht aus Zufall in der Geschichte immer gescheitert ist, eine Währungsgemeinschaft ohne gemeinsame Fiskalpolitik zu schaffen.

Das lässt dann Platz für Irwische, die mit modischen Bedürfnissen entsprechenden Nonsense-Theorien ein grosses Hallo auslösen. Das Beunruhigende daran ist, dass die MMT so absurd ist wie die Alchemie. Aber dennoch ernsthaft diskutiert wird und sogar Anhänger findet. Wir haben offenbar wirklich jeden Kompass verloren.

Kommentare

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  1. Es scheint, dass man partout nicht will, dass die Menschen die einfachsten Dinge verstehen. Es wäre ja geradezu Pflicht der Ökonomen, aufzuklären, statt irrezuführen. Stattdessen tummeln sich solche wie Menéndez, Hardy, der ewige Student (nun angeblich, Betriebswirt), Kropp und Günter u.a. auf IP und sonstwo herum und sonnen sich in ihrer Idiotie.
    „Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.“ (Einstein)

    • Menendez
      Anständige Menschen beantworten die an sie gerichteten Fragen und stellen nicht einfach unhaltbare Behauptungen auf, die sie dann weder begründen noch belegen können…
      Nebenbei: meine Frage habe ich auch schon vor etwa 2 Jahren per Mail an Sie gerichtet. Wie könnte es auch anders sein: ohne Antwort… Auf Fakten finden Sie nur Anklagen und Behauptungen. DAS ist vielsagend und selbstentlarvend.

    • @Phiolosoph Ihr Kommentar vom 14.09.2020. 10.56 h
      Schon etwas schräg von Ihnen, die Meinungen, die Sie nicht akzeptieren als „Idiotie“ zu bezeichnen. Müssen wohl alle den gleichen Horizont und Weltsicht haben, wie Sie.

    • Auch Sie beantworten Fragen nicht! Sie wurden u.a. folgendes gefragt:
      „Sie schreiben: „Der Staat Schweiz hat die Einlösepflicht der ehemals existenten SNB-Banknoten aufgehoben.“
      Wo steht das geschrieben?“
      Sie sind nicht bereit eine fundierte und möglicherweise gar wissenschaftliche Diskussion zu führen. Offenbar haben Sie Angst, dass Ihr propagiertes Theoriegebäude (oder eher Lügengebäude?) im Laufe derer zusammenbricht.

    • Oh je, das waren ja Sie, Kropp, der ohnehin nicht zu einer sachlichen Diskussion fähig ist. Ihnen hätte ich ohnehin keine Antwort mehr gegeben, denn Sie lernen es nie!

    • @Philosoph
      Was war denn Ihre Frage? Der innere Wert des Geldes?
      Es gibt keinen.

      In der Schweiz gibt es eine Annahmepflicht für gesetzliche Zahlungsmittel (WZG) für die Bezahlung von Geldschulden.
      Ohne Geldschulden hat das gesetzliche Zahlungsmittel keinen Wert. Entsprechend ist das emittierte Geld der Nationalbank keine Schuld, sondern Resultat einer Schuldtilgung.

      Als Philosoph sollte es Ihnen keine Mühe bereiten, daraus weitere Schlüsse zu ziehen.

    • Herr Günter
      Sie verwechseln Passiven mit Aktiven. Für die SNB ist Geld eine Schuld (und daher in den Passiven ausgewiesen) und für die Geschäftsbank ein Guthaben (und daher in den Aktiven ausgewiesen). Mit diesem Guthaben kann sie die Aktiven von der SNB zurückfordern. Demnach ist das Geld durch die Aktiven der SNB gedeckt. Die Geschäftsbank kann logischerweise nur ein Guthaben besitzen, wenn ihr gegenüber der Geschäftspartner – hier die SNB – eine Schuld hat. Ohne Schuld kein Guthaben.
      Das allerdings hat nichts mit der von Ihnen erwähnten Annahmepflicht zu tun – und die Normalbürger haben keine Geschäftsbeziehung zur SNB.
      Meine Frage war, wie ein Dr. der Ökonomie (als auch ein Diplom-Betriebswirt) allen Ernstes behaupten kann (und andere ihm auch noch zujubeln), das Geld komme durch die Buchung Kasse an Geldumlauf in die Wirtschaft. Das ist vergleichbar, wie wenn ein Schizophrener bucht: „Mittagessen zubereitet, Guthaben bei mir Fr. 20.-, Mittagessen gegessen, Schuld bei mir Fr. 20.-.“ Dann nimmt er das Portemonnaie aus der linken Gesässtasche, entnimmt daraus Fr. 20.- und zückt daraufhin das Portemonnaie aus der rechten Gesässtasche, wo er dann die Fr. 20.- hineintut. So ist das Geschäft mit sich selbst abgeschlossen. Noch Fragen? Das muss man sich mal genüsslich auf der Zunge zergehen lassen!
      Also ist Ihre Schlussfolgerung, das Geld der SNB sei Schuldtilgung falsch. Die SNB kauft zwar mit dem Geld irgendetwas (meist ein Aktivum), geht aber damit gleichzeitig eine Schuld ein. Sie kauft also von der Geschäftsbank beispielsweise Dollar und gibt ihr dafür Franken. Die Geschäftsbank kann dann mit diesen Franken die Dollars wieder zurückkaufen, denn die SNB hat ja eine entsprechende Schuld. So einfach und logisch ist das.
      Sie sehen also, ich kann sehr wohl logisch schlussfolgern als auch Buchhaltung…

    • @Philosoph
      Sie bieten eine Flasche El Dorado Rum für CHF 100 und ich nehme die Flasche entgegen. Somit habe ich eine Geldschuld von CHF 100 bei Ihnen. Indem ich Ihnen meine Hunderternote in die Hand drücke, tilge ich meine Geldschuld.

      Nach Ihrer Logik gehen Sie davon aus, das Geschäft jederzeit Rückgängig machen zu können. Nach meiner Logik, werde ich Ihnen den Rum nicht mehr zum Kauf anbieten, sondern selbst trinken.

      Die Rechnungslegung ist nur ein Hilfsmittel, finanzielle Vorgänge anschaulich und nachvollziehbar darzustellen. Sie können keine Rechtsverhältnisse daraus konstruieren.

    • Herr Günter
      Ich konstruiere und phantasiere – ganz im Gegensatz zu einigen anderen hier – rein gar nichts, ich zeige nur die Fakten. Man kann Fakten natürlich auch leugnen.
      Wer weiter phantasieren will, dem überlasse ich das natürlich. Und wer alles unmöglich und möglichst kompliziert machen will, der kann das natürlich, wo es doch so einfach ist… Er darf sich dann allerdings nicht wundern, wenn er schlussendlich nur noch Bahnhof versteht.
      Die SNB hat Geschäftsbedingungen, sie hat Verträge und dementsprechend eine Rechtsbeziehung mit den Banken; ebenso wie das die Banken mit dem Publikum haben, ganz einfach.
      Die Hauptsache ist im Nationalbankgesetz, insbesondere in Art. 9 lit. a, geregelt – die SNB kann:
      „für Banken und andere Finanzmarktteilnehmer verzinsliche und unverzinsliche Konten führen und Vermögenswerte in Verwahrung nehmen“.

    • Nein, Philosoph, Sie zeigen eben keine Fakten auf, sondern interpretieren die Welt, wie Sie sie verstehen. Wie Marc Meyer, versuchen Sie anhand einiger Bilanzpositionen ein Rechtsverhältnis zu konstruieren. So funktioniert das leider in der realen Welt nicht.

      Mein Beispiel wäre eigentlich sehr einfach nachzuvollziehen, wollte man sich etwas von der Ideologielinie lösen.

    • Herr Günter
      „Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.“ (Max Frisch)
      Nun, wenn Geschäftsbedingungen https://www.snb.ch/de/mmr/reference/snb_legal_gb_2019/source/snb_legal_gb_2019.de.pdf und Gesetze https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20021117/index.html nicht reichen, um eine Geschäftsbeziehung zu begründen, sollten Sie Ihren Wein in Zukunft nicht mehr bei der Bank kaufen und die Flasche dann nicht gleich austrinken, denn Wein benebelt das Hirn – und dann ist ihnen auch nicht mehr zu helfen.

    • Guten Tag Philosoph

      Versuchen Sie doch einfach einmal, einen rechtlichen Anspruch auf die Aktiven der Nationalbank zu begründen. In der BV oder dem NBG werden Sie nichts finden.

      Der gesunde Menschenverstand hilft, aber nicht immer. Sie betrachten Geld als Aktivum, weil es so in der Bilanz steht, und suchen nun verzweifelt nach einem entsprechenden inneren Wert. Es gibt ihn nicht. Mit unserem Geld können Sie nur Schulden in Schweizer Franken begleichen und sonst nichts. Das ist der Wert des Schweizer Frankens. Der Gesetzgeber kann diesen Wert mit einem Federstreich auslöschen, z.B. Einführung einer neuen gesetzlichen Währung.

      Einem Philosophen sollte diese kleine Logik-Übung schon gelingen.

    • Hilflose argumentieren immer mit dem gesunden Menschenverstand.
      Ich bin keine Bank, also bin ich nicht Vertragspartner und habe daher logischerweise auch keine Ansprüche gegen die SNB; aber das habe ich ja schon geschrieben.
      Offenbar haben Sie die extra verlinkten Geschäftsbedingungen der SNB nicht gelesen, denn dort steht: „Erfüllungsort für die vertraglichen Verpflichtungen ist der Ort der konto- oder depotführenden Nationalbank-Geschäftsstelle.“ Sie aber streiten jegliche Verpflichtungen ab.
      Offenbar haben Sie mittlerweile auch noch Ihre Flasche El Dorado Rum geleert; und da es Ihnen offenbar an Gläsern im Schrank fehlt, sicher auch noch ab Flasche und ex.

    • Guten Tag Phil
      Nein, natürlich sind Sie keine Bank und offenbar sehen Sie selbst, dass Sie keine Ahnung von der Materie haben. Die AGB, und viele zusätzliche Bestimmungen, regeln alle Geschäfte der SNB, nicht nur die Girokonti. Es behauptet auch niemand, dass die SNB keine Verpflichtungen habe. Einfach Ihre eigenwillige Vorstellung von Erfüllung in Verbindung mit den Aktiven der SNB gibt es so nicht.

      Mit etwas Lesekompetenz hätten Sie meinen Hinweis, dass der gesunde Menschenverstand gerade in dieser Thematik in die Irre führen kann, verstehen können. Die Vorgänge sind durchaus transparent auf den Seiten der SNB erklärt. Das setzt aber voraus, dass man gelesene Inhalte versteht und Vorgänge gedanklich nachvollzieht.

      Interessanterweise wählten Sie ein Pseudonym, das diametral Ihren Kommentaren entgegen steht. Selbstständiges Denken scheint für Sie so bedrohlich zu sein, dass Sie lieber auf verbale Beschimpfungen (Idiotie, etc.) ausweichen. Dabei sind es gerade solche Kommentare, wie z.B. von Herrn Menéndez, welche immer wieder spannende Anregungen und interessante Aspekte rund um das Thema Geld liefern.

      Vielleicht entspannen Sie sich erst einmal und versuchen sich als Denker, der Antworten sucht. Damit kommen Sie dem selbstgewählten Ich bestimmt etwas näher und die Welt ist schon etwas weniger bedrohlich.

      Beste Grüsse

    • Herr Günter
      Hätten die Banken keine Ansprüche auf die Aktiven der SNB, dürften sie die Girokonti und Bargeld von Gesetzes wegen NICHT in die Aktiven buchen. Und würden sie der SNB ihre Aktiven denn übergeben, wenn sie danach keinen Anspruch mehr darauf hätten? Das wäre Enteignung und die Banken wären schon von da her einfach pleite. Nein, so dumm wie Sie sind die Banken bestimmt nicht. (Es gäbe noch weiter Gründe, wie z.B. dass Ihre Behauptung, die Banken hätten kein Rechtsverhältnis mit der SNB, längst widerlegt ist, u.a. durch die allgemeinen Geschäftsbedingungen: „Formvorschriften für die VERTRAGSPARTNER der SNB – Die SNB kann Formulare abgeben oder andere Formen für den Geschäftsabschluss verlangen.“. Für Sie sind offensichtlich Verträge keine Rechtsverhältnisse.) Ich beende nun diese Diskussion, da mir die Zeit schlicht und einfach zu schade ist.

    • Ach ja, Herr Günter, damit Sie vielleicht doch noch ein bisschen klüger werden:
      Der Hauptteil der Aktiven (794 von 860 Mia.) der SNB sind Devisen.
      „Die Devisengeschäfte der Nationalbank sind IN DER REGEL Kassa oder SWAPGESCHÄFTE. Bei einem Devisenswap werden GLEICHZEITIG der KAUF (Verkauf) von Devisen zum Kassakurs und der VERKAUF (Kauf) dieser Devisen zu einem späteren Termin vereinbart.“
      Dass die Bank nicht einfach Anspruch auf irgendwelche Aktiven der SNB anmelden kann, dürfte jedem auch nur einigermassen intelligenten Menschen völlig klar sein; denn wenn ich bei einer Firma etwas zugut habe, kann ich auch nicht einfach hingehen und diese oder jene Maschine fordern.
      Aber eben, Sie behaupten ja wiederholt, die Banken hätten keine Geschäftsbeziehung mit der SNB.
      Merken Sie was? Und: Sie sind derjenige, der andere andauernd beleidigt – und merken es noch nicht einmal. Dass die Buchung Kasse an Geldumlauf Idiotie ist, habe ich ja hinreichend bewiesen.

    • @Phil
      Natürlich haben die Banken eine Geschäftsbeziehung mit der SNB, das steht nicht zur Fragen.
      Welche Ansprüche machen Sie mit einer Banknote geltend?
      Beste Grüsse

    • @Phil

      Natürlich haben die Banken eine Geschäftsbeziehung mit der SNB, das steht nicht zur Frage. Die aktuellen Anlagen (Devisenreserven) der SNB bestehen aus Staatsanleihen, sonstigen Anleihen und Aktien. Devisen Swaps gibt es nur im Zusammehang mit Repos zwischen der SNB und dem FED. Gäbe es offene Devisen Termingeschäfte mit den Banken, müssten diese eigentlich als positive und negative WBW in der Bilanz erscheinen.

      Welche Ansprüche machen Sie eigentlich mit einer Banknote geltend?

      Beste Grüsse

    • Günter
      Sie schrieben:
      „versuchen Sie anhand einiger Bilanzpositionen ein Rechtsverhältnis zu konstruieren.“
      „Sie können keine Rechtsverhältnisse daraus konstruieren.“
      Eine Geschäftsbeziehung IST ein Rechtsverhältnis. Sie widersprechen sich am laufenden Band und behaupten immer wieder längst Widerlegtes. Der Unterschied zwischen Ihnen und mir ist, dass ich nicht einfach behaupte, sondern belege!
      Devisenswaps dienen zur Versorgung der Banken mit Fremdwährung.
      „Das Europäische System der Zentralbanken nutzt Devisenswaps zum Ausgleich unerwarteter Schwankungen der Bankenliquidität und der Marktzinsen.[6] Sie kaufen (verkaufen) von (an) Geschäftsbanken Devisen im Kassageschäft und verkaufen (kaufen) diese gleichzeitig per Termingeschäft an (von) die (den) Geschäftsbanken zurück.“
      https://de.wikipedia.org/wiki/Devisenswap
      Den Rest habe ich längst erklärt, so Sie denn „etwas Lesekompetenz“ an den Tag legen…
      Diskussion für mich abgeschlossen.

    • @Phil

      Sie weichen aus. Ob ein Rechtsverhältnis existiert steht hier nicht zur Debatte, sondern welche Rechte und Pflichten sich daraus ableiten lassen.
      Sie liefern keine Belege, sondern vom Sachverhalt losgelöste Informationen aus dem Internet. Devisen Swaps werden auch zwischen Banken und deren Kunden getätigt. Ihr diesbezüglicher Wiki-Link hat für unsere Diskussion keine Relevanz (aus oben geschilderten Gründen).

      Gerne hätte ich aber noch Ihre Antwort auf die Frage, welche Forderungen Sie mit einer Banknote geltend machen möchten.

    • Herr Günter
      Meine Eingangsfeststellung lautete, dass die SNB keine Buchung Kasse an Geldumlauf kennt, denn diese wäre schizophren/idiotisch. (Auch hat die SNB kein Kassakonto, wie man unschwer aus dem Kontenplan ersieht.) Soll Herr Menéndez dieses Konto doch einmal zeigen im Kontoplan oder in der Bilanz! Wenn seine Zaubertricks dieses Konto als verschollen erklären, soll er wenigstens die Buchung erklären und sich auf eine sachliche, wissenschaftliche Diskussion einlassen. Ich denke, er tut das ganz bewusst und wohlweislich nicht, denn sonst würde seine Unfähigkeit offensichtlich werden und er müsste sich als mutmasslicher Dr. oec. in Grund und Boden schämen! Stattdessen bringt er umso vielsagendere lateinische Floskeln, welche ihn als klug erscheinen lassen sollen… Das verfängt allerdings nicht!
      Ich habe oben geschrieben, dass ich kein Vertragsverhältnis mit der SNB habe und dementsprechend keine Forderung geltend machen kann. Wieviele Male muss ich das noch schreiben? Daraufhin sind Sie mit Ihrem Abstreiten vom Rechtsverhältnisses als Argument gekommen, welches ich zerzaust habe, obwohl dies überhaupt nicht zur Diskussion stand. Es ging einzig um die Buchung Kasse an Geldumlauf. Also zielt auch diese Ihre Argumentation absolut ins Leere.
      Wenn die SNB in ihrem Geschäftsbericht schreibt:
      „Die Devisengeschäfte der Nationalbank sind IN DER REGEL Kassa oder SWAPGESCHÄFTE. Bei einem Devisenswap werden GLEICHZEITIG der KAUF (Verkauf) von Devisen zum Kassakurs und der VERKAUF (Kauf) dieser Devisen zu einem späteren Termin vereinbart.“, dann sind das für Sie nur aus dem Internet – Zitat:
      „vom Sachverhalt losgelöste Informationen. Devisen Swaps werden auch zwischen Banken und deren Kunden getätigt. Ihr diesbezüglicher Wiki-Link hat für unsere Diskussion keine Relevanz (aus oben geschilderten Gründen).“
      Hier kann sich ja jeder Interessierte selbst ein Bild machen:
      https://www.snb.ch/de/mmr/reference/annrep_2019_komplett/source/annrep_2019_komplett.de.pdf
      Siehe Seite 58!
      Herr Günter, man darf ja den Aussagen der SNB nicht glauben denn Sie sind die einzig seriöse Quelle, nicht wahr… Herr Günter, Sie werden immer mehr zur Lachnummer – und merken es noch nicht einmal!

    • @Phil
      Ihre Eingangsfeststellung war, „…tummeln sich…auf IP …und sonnen sich in ihrer Idiotie.“

      Ich sehe mich nicht als Quelle, sondern stelle einfach fest, dass Sie logische Inhalte nicht sinnvoll in Verbindung bringen. Es gibt tatsächlich kein aktives Kassakonto bei der SNB, aber da enden schon Ihre vernünftigen Argumente.

      Sollten Sie im Finanzbereich arbeiten, was ich nicht hoffe, fragen Sie doch einfach einmal Ihren CRO, was er von Bewertungen der Liquiden Mittel in Bilanzwährung hält.

      Beste Grüsse

  2. Staatsschuldpapiere seien seriös?
    Nachdem Sie 9 Zeilen weiter oben richtig festgestellt haben:

    «Alle, ausnahmslos alle europäischen Staaten, mit der seligen Ausnahme der Schweiz und Grossbritanniens, waren in den letzten 200 Jahren mehrfach und immer wieder pleite.»

    Seriös sind Staatsschuldenpapiere mit Sicherheit nicht.

    «Immerhin ist bislang unbestritten, dass die Geldpolitik den unabhängigen Notenbanken zu überlassen sei, und deren vornehmste Aufgabe darin bestünde, für Preisstabilität zu sorgen.»

    Unbestritten ist das, indes, es ist nicht die Situation. Notenbanken sind ausnahmslos staatlich und somit abhängig. Das fatale Ergebnis sehen wir.

  3. Auch der Chef unserer SNB, Herr Jordan und sogar der Bundesrat behaupten, die SNB könne in eigener Währung nicht illiquide werden.

    Auch sie vertreten also MMT.

    SNB-Beobachter
    Marc Meyer, Dr.

    • Richtig Herr Dr. Marc Meyer,

      Solange ein Grossteil der Wirtschaftswisssenschaftler und “Finanzprofessoren“ immer noch nicht den Unterschied zwischen Kredit und Geld erkennen können (wollen?), und ihre verfehlte Gehirnwäsche den nachkommenden Studenten weiterhin ein-impfen, wird es wohl keine Besserung geben. Die Kredit.- und Schuldenberge werden immer grösser, bis sich das Betrugssystem eines Tages selbst zerstört. Die einzige Ungewissheit besteht nur noch darin, wann der Zeitpunkt des Zusammenbruch eintreffen wird.

      Eigenartig ist doch, dass jetzt zwei ETH-Professoren (Hans Gersbach und Roger Wattenhofer) vorschlagen, dass die SNB eine eigene Kryptowährung namens E-Franc als gesetzliches Zahlungsmittel lancieren soll, um das Bargeld zum verschwinden zu bringen.
      Anscheinend wünschen sich diese “Professoren“ das die Währung noch leichter und beliebiger vermehrbar wird wie jetzt schon. Der Betrug und die Kaufkraft-Entwertung sollen noch einen Gang höher geschaltet werden mit Hilfe und Unterstützung von staatlich finanzierten Hochschulprofessoren.

    • Stimmt ja auch – die Potential der OF Druckerpressen ist fast unendlich und da wir mit dem 1000er die mittlerweile potenteste Banknote der Welt haben, kann die SNB diese sogar noch papierschonendes Oekogeld drucken lassen!
      .
      Gucken Sie sich doch einfach mal die FED Bilanz an. Die haben jetzt gerade die 2 Billionen $ Grenze mit dem Grünzeug in Nötliform geschafft (von mal 800 Mrd um 2007)
      https://www.federalreserve.gov/releases/h41/current/h41.htm

      Print Baby Print — die Aussage von Dr. Jordan ist durchaus korrekt, wenn er will, kann er die Druckerpresse laufen lassen bis die Maschinen glühen!

    • Aber Herr Meyer,

      Sie wissen doch, daß das stimmt. Die SNB hat das gesetzliche Recht Bargeld in Umlauf zu bringen und dazu braucht sie nur eine Emittierungsbuchung
      Kasse an Notenumlauf
      um ihre Schulden in jeder beliebigen Höhe begleichen zu können. Dieses Recht der Aktivierungsbuchung, welche aus wertlosem bedruckten Papier schuldentilgungsfähige Zahlungsmittel erzeugt, macht eben eine Zentralbank aus.

      Wenn Sie wirklich einen wunden Punkt aufgreifen möchten, dann attackieren Sie lieber die Formel aus dem WZG, wo die Verbindlichkeiten der SNB zum Zahlungsmittel definiert werden sollen. Eine Unmöglichkeit bleibt eine Unmöglichkeit, auch wenn sie im Gesetz steht. Das entspricht ja auch Ihrer Überzeugung, daß ein Zahlungsmittel immer ein Aktivum ist.

    • Es gibt keine bestehende Forderungen mit Bargeld, man kann nur Geldschulden damit begleichen. Wer Bargeld nutzen will, muss sich erst verschulden. Die Buchhaltungsregeln konservativ ausgelegt, ist Geld in Form von gesetzlichen Zahlungsmitteln also effektiv kein Aktivposten, sondern eher als „minus Passiven“ zu erfassen.

      Eigentlich sind die Girokonti das eigentliche Zahlungsmittel mit dem Bargeld als ihr Derivat, entsprechend wäre es durchaus sinnvoll (und ökologisch), konsequent auf eine Digitalwährung umzustellen.

    • Hey Buchhalter
      Dann zeig uns doch mal kurz und konkret wie die Buchungssätze lauten, wenn die SNB bei OF neues Geld drucken lässt!
      Hämische Bemerkungen anbringen und schöne Grüsse kann jetzt jeder.
      Also zeig mal konkret wie das geht

    • Hallo Claire
      Ganz einfach: die Buchhaltung der SNB (wie anderer Zentralbanken) kennt die Buchung Kasse an Notenumlauf schlicht und einfach nicht. Dass das Menéndez nicht weiss, zeugt von seiner völligen Unwissenheit. Und zeigt, dass er den Unterschied zwischen Aktiven und Passiven nicht kennt – Noten sind für die SNB eigene Schuldscheine, also Passiven, und kein Bargeld, also keine Aktiven.
      Wenn die SNB Banknoten von Banken einnimmt, bucht sie Notenumlauf (Passiven) an Konto der Bank (Kontokorrent). Wenn sie Bargeld in Umlauf setzt, kauft sie Aktiven (also bspw. Staatsanleihen) – evtl. auf Zeit mit Rückkaufvereinbarung, sog. Repos, (Kredit gibt sie m.W. ohnehin nicht – und selbst wenn, wäre die Buchung Forderung an Notenumlauf oder an ein Passivkonto) und wenn die Zentralbank Geld einnimmt, wird dieses Geld nicht der Kasse gutgeschrieben, sondern verschwindet aus dem „Umlauf“, denn die SNB hat ja sicher kein Guthaben bei sich selbst – tztztztztz.
      Also einmal mehr Käse, den Menéndez verzapt, wie meist.
      Man könnte höchsten noch argumentieren mit den Münzen, die die SNB von der Swissmint kauft, dann allerdings nimmt sie diese in ihre Kasse und schreibt im Gegenzug dem Konto der Swissmint ein Guthaben gut, also vermutlich auch keine Buchung auf das Konto Notenumlauf (ein Bargeldbezug der Swissmint würde danach die Buchung Kontokorrent Swissmint, also Passiven, an Notenumlauf, ebenfalls Passiven, auslösen).
      Wenn Menéndez solcherlei Binsenweisheiten nicht versteht, sollte er viel eher einen Einführungskurs in Buchhaltung besuchen, statt hier zu posten und die fundierten Äusserungen von Dr. Meyer in Frage zu stellen. Studieren geht nämlich weit über äusserst dumm parlieren…

    • Hallo Claire
      Ach so, wenn die SNB die Banknoten beim Drucker postet, bucht sie ganz einfach Banknotenlager an Kontokorrent Druckerei. Banknoten sind nämlich für die Zentralbank ganz einfach Papier (ihre eigenen, auf sich selbst gezogenen Schuldpapiere – so wie Sie jemandem einen Schuldschein ausstellen können, den buchen Sie ja auch nicht als Guthaben in die Kasse, sondern erst bei Übergabe an den Gläubiger als Schuld in die Passiven…).
      Also auch da kommen die Banknoten niemals in die Kasse der SNB (weil eben die Banknoten für die Zentralbank Schuldscheine sind und keine Guthaben bei sich selbst). Niemand kann ein Guthaben bei sich selbst haben – das wäre einfach nur Schwachsinn im Quadrat: ich schulde mir 100 Franken und habe bei mir selbst 100 Franken zugut? Vollkommene Idiotie!

    • Hallo Herr Guenter,

      die Geschichte mit den „minus Passiven“ ist ja das, was da wohl in dem Buch von der Frau Hirszowicz steht, wo es angeblich eine „Kasse“ als Unterkonto der Position „Notenumlauf“ auf der PASSIVseite geben soll. Von daher müßte die „Passivkasse“ ein negatives Vorzeichen aufweisen. Nun wurde mir in einer Buchhaltungsvorlesung erklärt, daß Buchhalter grundsätzlich nicht wissen, was ein negativer Buchungseintrag bedeuten soll und deswegen Buchungen in „Links“ und „Rechts“ aufgeteilt werden. Von daher halte ich diese Darstellung für eine faule Ausrede nicht erklären zu können (oder zu wollen), wie Bargeld emittiert wird. Nach Frau Hirszowicz müßte dann ein „negatives Passivum“ auf dem Flug von der SNB zur Kasse der Geschäftsbank eine Metamorphose durchmachen, wo aus dem häßlichen (passiven) Orell-Füssli-Entlein ein stolzer (aktiver) Franken-Schwan wird.

      Ich hatte das letztes Jahr ja schon mal ausführlich dargestellt:
      https://insideparadeplatz.ch/2019/08/15/snb-sichersolvent-ja-meint-bern-und-verweist-auf-fussnote-von-fussnote/#comment-291406

      Den Gedanken, daß die Girokonti die „eigentlichen Zahlungsmittel mit dem Bargeld als ihr Derivat“ sind, sollten Sie vielleicht noch einmal überdenken. Zu dem Thema „Was ist Giralgeld?“ hatte ich kürzlich bei BTO Stelter einen Artikel veröffentlicht, der mit der Vorstellung, Giralgeld sei ein Zahlungsmittel, aufräumt:
      https://think-beyondtheobvious.com/was-ist-giralgeld/

    • Gegrüßt seien die Geldtheoretiker!

      Tragisch, Sie haben das Staatspapiergeld ja immer noch nicht verstanden.

      Der Staat Schweiz hat die Einlösepflicht der ehemals existenten SNB-Banknoten aufgehoben. Ab dem Zeitpunkt haben wir es mit Staatspapiergeld zu tun. Seitdem hat die SNB keine Schulden aus Notenemission, sondern Schulden beim Staat. Die SNB schuldet dem Staat die Rückzahlung des von ihr ausgezahlten Staatspapiergeldes.

      Franken-Geldscheine sind nichts anderes als „Münzen aus Papier“.

      Das können Sie ganz leicht überprüfen, indem Sie sich die Geldscheine wegdenken und sie durch Münzen ersetzen.
      Der Staat prägt Zehn- bis Tausend-Franken-Münzen und packt sie der SNB in den Keller. Die SNB darf per Kredit auf diese Münzen zugreifen, wenn sie zur Auszahlung von Schweizer Franken aufgefordert wird.

      Nach der Auszahlung dieser eben genannten Münzen hat die SNB Schulden bei wem?
      Natürlich beim Staat Schweiz!

      Bei dem, der die Münzen hat, hat die SNB natürlich keine Schulden.

      Münzen und Geldscheine sind direkt gegeneinander austauschbar!

      Münzen sind Schweizer Franken,
      Geldscheine sind ebenfalls Schweizer Franken.

      Ganz simples Staatsgeld.

      Warum nimmt man Geldscheine statt Münzen? Nun, Geldscheine sind im Portemonnaie praktischer und (vermutlich) leichter fälschungssicher zu machen.

      Zentralbanken sind keine Notenbanken, Zentralbanken emittieren keine Banknoten, sondern sie bringen staatliches Papiergeld in Umlauf.

      Deswegen braucht man mit einem Geldschein auch nicht zur SNB zu gehen, man bekommt nichts von der SNB, weil die SNB demjenigen nichts schuldig ist, der einen Geldschein hat.

      Unglaublich schwer zu verstehen, was?
      Nein, meine Herren, das ist kinderleicht zu verstehen.

      Freundliche Grüße
      Hardy (Diplom-Betriebswirt, ohne Doktortitel…)

    • Hallo Herr Dr. Menéndez,

      Zentralbanken wenden in ihrer Buchhaltung einen „Trick“ an.
      Die Unterkonten „Kasse“ und „Emission“.
      Diesen Trick könnten Sie als Privatmann auch anwenden.

      Beispiel:
      Ihr Schatzi gibt Ihnen eine mit mit 300.000 Franken gefüllte Geldkiste und gestattet Ihnen, darauf per Kredit zuzugreifen.
      Nun können Sie in Ihrer Buchhaltung zwei Unterkonten „Kasse (Schatzi)“ und „Emission“ einrichten.
      Sie buchen:
      Kasse (Schatzi) an Emission 300.000

      Unter welcher Bilanzposition müssen diese beiden Unterkonten angeordnet werden?
      Natürlich unter der Passivaposition „Schulden bei Schatzi“.

      Erstmal passiert gar nichts, auf Ihre Bilanz hat das noch keinen Einfluss.
      Nun kaufen Sie Assets für 150.000 Franken und bezahlen mit Geld aus Schatzis Geldkiste.

      Sie buchen:
      Assets an Kasse (Schatzi) 150.000

      Ihre Bilanz:
      Aktiva: Assets 150.000
      Passiva: Schulden bei Schatzi 150.000

      Hätten Sie diesen Buchhaltungstrick nicht angewendet, dann müssten Sie zwei Buchungen vornehmen:

      1. die Kreditaufnahme bei Schatzi
      Kasse an Schulden bei Schatzi 150.000

      Kasse ist hier Ihre ganz normale „Aktiva-Kasse“.
      Ihre Zwischenbilanz:
      Aktiva: Kasse 150.000
      Passiva: Schulden bei Schatzi 150.000

      2. Die Geldauszahlung an den Asset-Verkäufer
      Asset an Kasse 150.000

      Auch diese Variante führt zur gleichen Bilanz, nachdem die Vorgänge abgeschlossen sind:
      Aktiva: Assets 150.000
      Passiva: Schulden bei Schatzi 150.000

      Welchen netten Schatzi hat die SNB?
      Na, den Staat Schweiz, natürlich.

      Der Staat Schweiz kann Schweizer Franken in beliebiger Menge bereitstellen, egal, ob Münzen, Geldscheine oder in Zukunft immaterielle Schweizer Franken zur Anwendung kommen.

      Deswegen kann die SNB nicht nur fleißig Assets kaufen,
      die SNB kann auch bezahlen.
      Die SNB zahlt aber mit Geld, welches sie per Kredit erhalten hat.

      Bei wem hat die SNB die Schulden, die sie unter „Notenumlauf“ ausweist?
      Beim Staat Schweiz hat die SNB diese Schulden.

      Deshalb ist die SNB-Passivaposition „Notenumlauf“ falsch bezeichnet.

      Freundliche Grüße!

    • Guten Tag Herr Menéndez

      Risiken und Wertminderungen werden z.B. als Wertberichtigungen oder Abschreibungen als Korrekturposition zur jeweiligen Aktivposition in den Aktiven als Minusposition geführt. Diese Übereinkunft besteht schon seit längerem. Analog dazu können Sie sich die Verbuchung des Notenumlaufs, mit den beiden Unterkonten Kasse und Notenbestand, bei der Nationalbank vorstellen. Sie haben recht, diesbezüglich verweise ich gerne an die Ausführungen von Frau Hirszowicz.

      Mit der Einführung des WZG geschah Erstaunliches und Richtungsweisendes. Die Girokontoguthaben der inländischen Banken wurden zu gesetzlichen Zahlungsmitteln. Richtungsweisend deshalb, weil es durchaus als elektronisches Notenbankgeld für die inländischen Banken betrachtet werden kann. Guthaben können die Girokontoinhaber nur durch Überweisung von anderen Girokonti oder durch Übertragung von Aktiven an die Nationalbank schaffen. Solange jemand dazu bereit ist, kann die Nationalbank uneingeschränkt Guthaben auf den Girokonti erzeugen und entsprechend die Geldmenge M0 erhöhen. Die Minderung geht einfach den umgekehrten Weg, darum können die Aktiven der Nationalbank vereinfacht als Devisenreserven betrachtet werden.

      Die Nationalbank kann keine Banknoten direkt ausgeben, sondern nur über ein Girokonto, d.h. die Geldmenge M0 kann ausschliesslich über die Girokonti erhöht oder vermindert werden. Das Girokonto kann als Namenkonto und das Konto Notenumlauf als Sammelkonto (als Derivat der Girokonti) betrachtet werden.

      Die Banknoten sind also weder eine Forderung, noch eine Schuldverschreibung, sondern lediglich eine Saldobestätigung für einen Teil des Sammelkontos Notenumlauf, welche der jeweilige Besitzer in der Schweiz zur Tilgung von Schulden in Schweizer Franken benützen kann und vom Gläubiger entsprechend angenommen werden muss. Das gesetzliche Zahlungsmittel ist effektiv nur eine Kreditorenminderungsposition. Leider hat auch Hardy, der Diplom-Betriebswirt, die gesetzliche Regelung in der Schweiz nicht berücksichtigt.

      Dies mal in aller Kürze
      Mit freundlichen Grüssen

    • Hardy
      Sie schreiben: „Der Staat Schweiz hat die Einlösepflicht der ehemals existenten SNB-Banknoten aufgehoben.“
      Wo steht das geschrieben?
      Wenn die Banken ihre Guthaben bei der SNB (= Banknoten + Kontoguthaben) nicht mehr einlösen könnten, wären sie schön dumm, würden sie sie nicht schleunigst an der Börse gegen andere Aktiven eintauschen, denn die Banknoten und damit der Franken wären dadurch wertlos. Die Banknoten sind durch die Aktiven der SNB gedeckt. Die SNB ist die Bank der Banken. Was würden Sie wohl tun, wenn Sie Ihr Bankguthaben nicht mehr einlösen könnten???
      Sie schreiben: „Seitdem hat die SNB keine Schulden aus Notenemission, sondern Schulden beim Staat.“
      Ja, und der Staat begibt daher Staatsanleihen = Schuldscheine? Für wie dumm halten Sie eigentlich die Leser von IP?
      Suchen Sie ein Forum mit dümmeren Lesern!

    • Hallo Herr Günter,

      Sie schreiben:
      „Analog dazu können Sie sich die Verbuchung des Notenumlaufs, mit den beiden Unterkonten Kasse und Notenbestand, bei der Nationalbank vorstellen.“

      Immer schön bei der Wahrheit bleiben, die beiden Unterkonten unter „Notenumlauf“ heißen „Kasse“ und „Emission“.

      Den Trick, den die SNB hier anwendet, habe ich heute bereits hier erläutert:
      https://insideparadeplatz.ch/2020/09/08/die-moderne-monetaere-theorie-ist-ein-schwindel/#comment-384232

      Butter bei die Fische, SNB kauft Assets für 500 und bezahlt diese mit Schweizer Franken.

      Fall eins, SNB zahlt mit Geldscheinen, ergibt folgende
      Bilanz nach Kauf und entsprechender Zahlung
      Aktiva: Assets 500
      Passiva: „Notenumlauf“ 500

      Strittig ist, bei wem die SNB jetzt Schulden hat.
      Ich sage, die SNB hat jetzt Schulden beim Staat.

      Zweiter Fall, SNB zahlt diesmal mit Münzen, mit 5-Franken-Münzen.
      Ungewöhnlich, aber prinzipiell möglich.
      Um mit den 5-Franken-Münzen zahlen zu können, muss die SNB sich erstmal entsprechende Münzen beschaffen.

      Der Staat verkauft der SNB 5-Franken-Münzen im Wert von 500, das ergibt diese SNB-Zwischenbilanz:

      Aktiva: Münzbestand 500
      Passiva: Schulden beim Staat 500

      Jetzt werden die Assets gekauft und mit den Münzen bezahlt, ergibt folgende SNB-Schlussbilanz:
      Aktiva: Assets 500
      Passiva: Schulden beim Staat 500

      Na, Herr Günter, dämmert Ihnen was?
      Bei wem hat eine Zentralbank Schulden, nachdem sie Assets gekauft UND bezahlt hat?

      Eine Zentralbank hat Schulden beim Staat, nachdem sie Assets gekauft UND bezahlt hat. Das gilt auch dann, wenn die Zentralbank mit Geldscheinen bezahlt. Im Fall der Geldscheine ist die Kreditaufnahme der SNB verschleiert, siehe den von mir angegebenen „Buchhaltungstrick“, den ich sauber erläutert habe.

      Originär kommt das Geld vom Staat, egal ob Münzen oder Geldscheine.

      Wir haben es mit Staatsgeld, insbesondere mit Staatspapiergeld, zu tun.

      Ja, ein Staat kann „einfach so“ Geld produzieren, sowohl in Form von Münzen als auch in Form von Geldscheinen. Aus Gründen der Inflationsvermeidung verzichtet der Staat Schweiz aber bei den Geldscheinen darauf, diese direkt als „Haushaltsliquidität“ zu nutzen.

      Die Münzen werden direkt als „Haushaltsliquidität“ genutzt, hier wird zur Inflationsvermeidung mit einer Mengenbegrenzung gearbeitet.

      Bei Staatspapiergeld steht immer auch die Inflation mit auf der Matte, es liegt am Verhalten von Staat/Zentralbank, wie stark die Inflation zur Geltung kommt. Die „Inflationsbremse Zentralbank“ kann natürlich ausgetrickst werden, insbesondere, wenn die Zentralbank Staatsanleihen des eigenen Staates kauft.

      Freundliche Grüße!

  4. „Inhaltlich muss man sich mit ihr genauso wenig wie mit Piketty länger auseinandersetzen. Es ist aber interessant, sich zu fragen, wieso ausgerechnet in den letzten Jahren solche aberwitzigen Theorien ernsthaft debattiert werden.“

    Ganz einfach: Weil das Grundproblem nicht angegangen wird.
    Phänomene wie Qanon et al. lösen das Machtproblem auch nicht. Aus eigener Ohnmacht projiziert man seinen Ärger dann auf irgendwelche Minderheiten oder einfach fassbare Gruppen. Die Macht wandert erneut extern weiter um sich erneut irgendwo zu ballen, wird aber nicht selber beansprucht geschweige denn realisiert.

    Es gibt jede Menge „Schreier“ welche die derzeitige Machtelite besser heute als morgen einfach ad acta legen möchten, dies mit viel Show. Es endet dann einfach so: Schauspieler wechseln, die Bühne allerdings nicht. Die MMT gehört auch in diesen Bereich als „Bühnendekoration“. Ich halte das für einen komplett falschen Weg.

    Finden wir eine Art des Zusammenlebens ohne Macht zu zedieren und damit ein Monster zu erschaffen? Ist das überhaupt möglich in dieser Existenz?

    Gewalt fördert Gewalt fördert Gewalt fördert Gewalt…ein echter Ouroboros der sich im Endeffekt selber frisst.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Rattenf%C3%A4nger_von_Hameln
    https://www.welt.de/kmpkt/article161728704/Schimpansen-toeten-Artgenossen-und-schaenden-Leiche.html

  5. „Dickes Buch, steile These: unregulierter Kapitalismus führe unweigerlich zu steigender Vermögenskonzentration.“

    Man muss etwas weiter ausholen: „Eigentum, Kontrakte“ generell führen zu einer Konzentration von Macht und in Folge dessen Derivat „Geld“ über Zeit. https://diemaechtigstenfamilienderwelt.ch/

    Regulierter Kapitalismus wird auch zu einer Konzentration führen…über eine noch längere Zeit. Zwischenzeitlich kann man nochmals versuchen (als Ablenkung) Sozialismus und Kommunismus einzupreisen und einige Millionen Menschen sinnlos umlegen, wobei aber die Eigentümer ganz oben interessanterweise DIE SELBEN bleiben. (Machtpyramide)

    Es ist ein Macht- und kein (Geld)Verteilungsproblem. Bitte Ursache und nicht das Derviat benennen.

    Man kann zum Beispiel festhalten: Die Typen vom schwarzen Block und der Antifa sind irgendwie komplett verpeilt ODER sie sind nicht diejenigen welche sie vorgeben…

    Monopoly endet immer mit einem „vermeintlichen“ Sieger.

    Es gibt keine Geheimnisse da draussen, alles liegt klar sichtbar da.

  6. Zum Glück haben wir jetzt Bitcoin. Guthaben in dieser globalen Internet-Währung können die Staaten nicht entwerten. Daher halte ich einen Teil meines Vermögens in Bitcoin.

    • Die Kryptos werden dann einfach mal von den Marktmachern der Krypomafia entwertet!
      .
      Die Liste wird immer länger — dann gucken Sie mal schön, dass Ihr Vermögen nicht auch eines Tages so endet!

      https://deadcoins.com/

  7. Seit 2008 reiten die Staaten und Zentralbanken doch schon unbewusst den MMT-Gaul!
    Betrugen die aggregierten Zentralbankbilanzen 2006 noch 7.7 Billionen $ oder knapp 12% des damaligen Welt-BIP sind wir mittlerweile auf über 36 Billionen $ oder gut 45% des Welt-BIP und ein Ende ist nicht abzusehen.
    2020 könnten auch noch 50% des Welt-GDP drinliegen.
    Vom Weltbruttovermögen (Staaten, HH,NGO non-fin & fin Corp. ZB) von 750-800 Bio $ sind das inzwischen schon gut 4.8%.
    Und da es mittlerweile mehr Papierliwerte (Bonds, Aktien, Derivate (Market Value), Cash, Hypotheken etc) gibt als Real Values wie Residential Estate, Commercial Estate und Landreserven von total rund 280 Bio $ (Savills UK 2018), sowie Gold, Mobilien, Produktionsanlagen, Kunst, Hausrat etc) würde eine ausgeweitete MMT dieses Ungleichgewicht, welches seit wenigen Jahren eingetreten ist noch verschärfen.
    Am Ende gäbs immer mehr Schuldpapiere und kaum mehr collaterals. Die Schuldpapiere zahlen zudem kaum mehr Zinsen und die dann auch noch in den Zentralbanken enden. Vielleicht schafft es dann g auch wieder mal höher als r zu werden – so hat sich das UK mit 1945 rund 250% Staatsverschuldung bis 1975 wieder auf 50% erholt, v.a. die Bondholder mussten bluten, die Währung auch und es gab noch Kapitalrestriktionen. Der letzte Plan von Keynes kurz vor seinem Ableben 1946.
    .
    Ob jetzt mit MMT oder offiziell ohne MMT – auf das wird es schlussendlich rauslaufen – wir feiern noch ein paar Jahre oder wenns gut kommt auch noch ein oder zwei Jahrzehnte Party mit dem Drucken von Schuldverschreibungen ohne Ende und verteilen von Geld ohne Ende, was aktuell sogar Bolsonaro in BR macht – der verteilt Geld an die Armen noch exzessiver als der linke Lula da Silva!!! Wenn man rechtsaussen nicht mehr weiterwissen, dann mutiert man nach linksaussen – der Kreis schliesst sich!
    .
    Und wenn dann die Hütte völlig am brennen ist, dann gibts gigantische Schuldenschnitte, Abschreiber und Währungsreformen!
    .
    Neues Spiel – neues (Un)Glück!

  8. „Cui bono?“ -Komisch, dass diese alte, weise Frage nicht gestellt wird. Blackrock hat z.B. 2 Billionen US-Dollar von der FED bekommen, um „Kurspflege“ an der Wallstreet zu leisten.
    Das ist in etwa so, als würde man einen Wolf damit beauftragen, die Schafsherde zu behüten.
    Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe: Der eine hat ein paar Besitztümer weniger, der andere hat sie sich einverleibt..
    Merke: Geld geht nicht verloren. Es besitzt nur jemand anders.

  9. IP sollte sich dringend wieder auf seine Kernkompetenzen besinnen. Mit solchen Themen bietet man nur dutzenden von Dummschwurblern eine Plattform.

    • @Roi Danton
      Sie möchten zum Ausdruck bringen, dass auf IP nur Meinungen aufgeschaltet werden sollten, die für Ihren geistigen Horizont ein- und beleuchtend sind?

    • @Roi Danton,
      ich finde das Thema 10x wichtiger als die Krisen, die es in CH Banken gerade gibt.
      Wenn das Geldsystem selbst von Profis nicht verstanden wird, aber alle dies als Basis nutzen, kann das nicht klappen!
      Wie ich im Blog schon schrieb: Wenn der Krieg der Vater aller Dinge ist, dann ist die Mutter das Geld! Und unser verzinstes Geldsystem mit einem exponentiellen Zins- und Zinseszins, ist die Mutter aller Dinge, die in den letzten 5000 Jahren falsch auf diesem Planeten laufen.

    • Finde ich toll, dass Herr Zeyer wieder auf seine Kernkompetenzen zurückgefunden hat und solche interessante Beiträge bringt anstatt seine langweilenden COVID-Verniedlichungen.
      Schon der Artikel über den sehr talentierten Oekonomen Dr. Ingo Sauer fand ich sehr inspirierend.
      .
      @Zeyer: Sie haben wieder auf den richtigen Weg zurückgefunden – weiter so, gefällt mir!

  10. Wie war das mit der gemeinsamen Zentralbank und der gemeinsamen Fiskalpolitik im Gründungsjahr der SNB 1907? Bekanntlich hatte da der Bund als einzige Quelle seiner Einnahmen die Zölle und nichts anderes (SBB und PTT kann man dabei vergessen). Warum ist eigentlich dann die SNB nicht „hopps“ gegangen mit dem Schweizerfranken, wie es uns unablässig mit dem € und seiner EZB eingetrichtert wird? Wie ist es eigentlich mit dem €, der gegenwärtig gegenüber dem US$ aufwertet? Unsere SNB kann ja nicht genug US$ Aktiven einsammeln, die sie mit ihrem Heiligenschein versehen hat. Werden da weiterhin riesige Gewinn erzielt und was haben wir davon, da ja diese Gewinne nicht in unsere Volkswirtschaft fließen, sondern fröhlich die Administration Trump in ihrer Defizitwirtschaft beim Budget und der Leistungsbilanz finanzieren. Am Schluss sind die Gewinn-Reserven in US$ Aktiven der SNB wieder bei 0 oder noch weniger. Wie gewonnen so zerronnen zugunsten der lieblichen Amerikaner, aber um Gottes Willen nicht für uns Schweizer. Die muss man züchtigen und die sollen sparen, bis nur noch ein Knochen-Gerippe da ist, besonders dieser überaus verwöhnte Schweizer Mittelstand, der die geringste Hauseigentümer-Quote in Europa hat.
    Wenigsten sollte Herr Zeyer zugeben, dass die EZB für Menschen in ihrer Zone sorgt und nicht wie unsere verblödeten Rechten, die Trump anbeten wie das goldene Kalb und unsere verblödeten Linken, die der Dritten Welt jegliche Eigenverantwortung wegen unserer angeblichen ständigen Bosheit
    absprechen und sie als vernachlässigte Kinder füttern wollen, obwohl diese eine schöne Menge sehr schurkischer Kinder haben.
    Was sagte Toynbee über den Vatikan: Es ist eine geheiligte Institution, die es immerhin fertig gebracht 2000 Jahre mit ihrer schurkischen Schwachheit zu überleben. Wollen wir dieses Beispiel als Schweiz nachvollziehen mit unserer Anti-EU und Anti-€ Politik? Einer Neutralität zu rühmen, die darauf abzielt, jegliche Machtstellung in der Welt zu verlieren und schlussendlich dazu führt, dass die anderen Staaten auf uns herumtrampeln und für ihre dreckigen Zwecke benützen. Sie schreiben uns unsere Nützlichkeit vor und nicht wir! Wer eine solche Schweiz will, der stimmt SVP und dies ist die Blocher-Ideologie.

  11. Die Annahme, dass steigende Differenzen bei Einkommen und Vermögen die Demokratie unterhöhlen wird seit Jahrzehnten von der Wirklichkeit widerlegt – Differenzen stiegen trendartig, aber auch Lebenserwartung, Realeinkommen und Bildung der unteren Schichten. Und alle Versuche des realen Sozialismus mündeten zwangsläufig in der Pleite… Tschernobyl explodierte, weil sich die armen Sowjets die notwendigen Kontrollen einer Risiko-Technologie schlichtweg nicht leisten konnten, nachdem sie sich beim Versuch mit Reagans „star wars“ mitzuhalten, übernommen hatten. Und irgendwann wird die Inflation angesichts der Geldschwemme der Notenbanken kommen und so schnell nicht mehnr zu bändigen sein

    • „Wir können Demokratie in diesem Land haben, oder wir können großen Reichtum in den Händen einiger weniger haben, aber wir können nicht beides haben.“ (Louis Dembitz Brandeis). Das scheint mir auch heute noch unbestritten, wenn man sieht wer die Regeln für Wirtschaft und Gesellschaft macht. Da braucht es auch keinen Lobbyismus mehr, wenn die Macht einseitig verteilt ist.

  12. Tja Herr Zeyer…..

    Ich möchte ihnen mal einen Denkanstoss geben.
    Was passiert gerade in den USA und wann wird es die Schweiz ihr gleichtun ?
    Und gleichtun, das machen wir oft, denn die Schweizer Wähler sind Schlafschaffe und unsere Politiker Karakterschwach.

    Warum lassen wir massenhaft einwandern, wem gefällt es …..das wir das tun ? Um nur mal eine Frage aufzuwerfen.

    Sie wissen was gerade in den USA abgeht ?
    Die Demokratie wird mit Füssen getreten und das von den Dems. Die sehen mit Trump ihre bereits erreichten Ziele ( siehe unten ) davonschwimmen und dafür hassen sie ihn.

    TTIP, sagt ihn der Verein etwas ?
    Dort werden gerade Planspiele durchexerziert wie die Wahl auch bei einem Sieg Trumps an Biden gehen könnte.

    Und wissen sie wer Saul Alinsky ist ?
    Der Mann wird von Clinton, Obama, Sorros, den Personen in der Ford-Stiftung und vielen anderen verehrt.
    —————
    Er hat das Buch „Rules for Radicals“ geschrieben.
    —————
    In den USA versucht man mit dem Leitfaden im Kopf das Land zu verändern. Wer genau hinschaut erkennt das sehr gut.

    Wenn sie wissen wollen warum man „MMT“ nun propagiert…… dann müssen sie die Politik Weltweit im Auge behalten und die USA im ganz besonderen, denn deren Wohl ist entscheidend für unseren weiteren schweizerischen Werdegang.

    Hier übrigens die „Rules“ von Alinsky.

    ————————————————-

    „Rules for Radicals“

    Es gibt acht Ebenen der Kontrolle, die laut Alinsky erreicht werden müssen, bevor man in der Lage ist, einen kontrollierten Staat zu erschaffen. Die erste ist die wichtigste.

    1.Gesundheitswesen – Kontrollieren Sie die Gesundheitsversorgung und Sie kontrollieren die Menschen.

    2.Armut – Erhöhen Sie die Armutsgrenze so hoch wie möglich. Arme Menschen sind leichter zu kontrollieren und werden nicht zurückschlagen, wenn Sie für alles sorgen, was sie zum Leben brauchen.

    3.Schulden – Erhöhen Sie die Schulden auf ein unerträgliches Niveau…. so sind Sie in der Lage, die Steuern zu erhöhen, und damit mehr Armut produzieren.

    4.Waffenkontrolle – Nehmen Sie den Bürgern die Möglichkeit, sich selbst vor der Regierung zu verteidigen. So erhalten Sie einen Polizeistaat.

    5.Wohlfahrt – Übernehmen Sie die Kontrolle über jeden Aspekt des Lebens der Menschen…..(Essen, Wohnen und Einkommen)

    6.Bildung – Übernehmen Sie die Kontrolle darüber, was Menschen lesen und und wem sie zuhören – übernehmen die Kontrolle darüber, was die Kinder in der Schule lernen.

    7.Religion – Entfernen Sie den Glauben an Gott aus den Schulen und den Schulen und der Regierung.

    8.Klassenkampf – Teilen Sie die Menschen in Reiche und Arme. Dies wird zu mehr Unzufriedenheit führen und es wird einfacher sein, die Reichen mit der Unterstützung der Armen zu besteuern.

    ——————-
    Wie sieht es damit in den USA aus, und wie in der Schweiz ?
    Z.B. beim Waffenbesitz.
    ——————-

    1. Die Krankenversicherung ist derzeit staatlich kontrolliert – Trump möchte das ändern. Er möchte privatisierten Wettbewerb, damit die Preise sinken.

    Schweiz….???

    2. Unter Obama stieg die Armut enorm, mehr Menschen mussten die Wohlfahrt in Anspruch nehmen – Trump schaffte es in kurzer Zeit vor Corona, dass Millionen Menschen weniger stempeln gehen müssen.

    Schweiz….??? ( Obama hat den Wegzug der produktiven Unternehmen nach China toleriert )

    3. Der Schuldenberg der USA stieg unter Obama um nahezu 100% auf fast 20 Billionen Dollar. Trump versucht, ihn abzubauen. Z.B. indem er Verträge mit anderen Ländern nachverhandelt, bei denen die USA benachteiligt wurden. So wurden die Zölle erhöht, USMCA ersetzt NAFTA und viele Menschen fanden neue Arbeit.
    Im Wahlkampf der Demokraten hört, man, dass sie die Steuern wieder erhöhen wollen. Trump hat sie massiv gesenkt.

    Schweiz….??? ( SNB ) ( USA unter Corona natürlich ein massiver Schuldenaufbau. Warum sind die Dems bereit mit BLM und Corona das Land herunterzufahren ? )

    4. Die Demokraten verlangen ganz offen die Herausgabe der Waffen und verletzen damit den zweiten Verfassungszusatz ( Ammendment ), der den Waffenbesitz erlaubt. Trump verspricht, dass das nicht passieren wird.

    Schweiz….??? ( Schweizer Waffengesetz und EU Gunbann )

    5. Siehe Punkt 2

    Schweiz….???

    6. Die Amerikaner sagen, dass ihre Geschichtsbücher umgeschrieben werden und die Kinder und Jugendlichen die Ideologie des Sozialismus übergestülpt bekommen. Studenten demonstrieren auf der Straße ganz offen für ein sozialistisches und kommunistisches Amerika. Fast alle Universitäten vertreten diese Agenda. Trump weiß das. Aber seine Macht reicht noch nicht, um viel daran zu ändern. Er wiederholt den Satz: Amerika wird niemals sozialistisch werden.

    Schweiz….??? ( UNI Zürich, Affaire Mörgeli, Schulunterricht bei uns, Gender )

    7. Dieser Prozess ist bereits im Gange.

    Schweiz….??? ( Abtreibung, Kirche und Linke )

    8. Nicht nur in den USA, sondern weltweit wird die Schere zwischen Arm und Reich seit Jahren wieder größer und die Mittelschicht schmilzt. Trump will das ändern. Er unterstützt insbesondere die Mittelschicht durch Steuersenkungen, die daraufhin mehr Mitarbeiter einstellen kann und somit die Arbeitslosigkeit senkt. Eine win-win-Situation.

    Schweiz….??? ( Zuwanderung und Ü-50 Problem )

    —————————————–

    Herr Zeyer…… es ist nicht möglich nur die Schweiz zu betrachten und Sie müssen erkennen das die MMT nur ein Bauer auf dem Schachbrett ist.

    • Das geht leider schwer in diese Richtung.
      Nebel- und Blendpetarden wurden ja bisher genügend abgeworfen.
      Je ärmer die Familie, je grösser die Bildschirmdiagonale am heimischen Farbfernsehgerät, oder warum die Beruhigungssendungen erst ab 0900 anfangen.

    • Tja, Herr Walter Roth … Sind Sie auch einer dieser Querdenker?
      Ihr Auftreten auf dem hohen Ross ist angesichts Ihrer verzergten ökonomischen Kenntnisse nicht gerechtfertigt.

    • Jä Grüezi Walterli auf Planet Roth
      Trump hat die Schulden massiv erhöht – auf aktuell 26.7 Billionen von 20.244 Bio seit seinem ersten Budgetam 1.10.2017 – also schon 6.5 Bio $ und dies mit 2.5 Jahren Hochkonjunktur! Sowas bring ja jeder Halbdepp zustande und sie versuchen da noch irgend was positives dabei rauszufinden bei den zerrütteten Finanzen – mein Gott Walter wie realitätsfremd lebts sich denn so auf dem Planeten Roth???
      https://www.treasurydirect.gov/govt/reports/pd/pd_debttothepenny.htm
      .
      Im übrigen sind unter Obama die Schulden vom 1.10.2009 von 11.9 Bio $ bis 30.9.2017 auf 20.244 Bio und nur um 70% erhöht und Obama hatte 6 Jahre lang beide Kammern gegen sich – das ist bei Budgets und Ausgaben ziemlich matchentscheidend!!!
      .
      Also strengen Sie sich bitte etwas mehr an Walterli – wenn Sie schon meinen so ellenlange Ergüsse schreiben zu müssen!!!
      Danke!

    • Zitat:

      verzwergtes Wissen
      8. September 2020 / 12:59
      Tja, Herr Walter Roth … Sind Sie auch einer dieser Querdenker?
      Ihr Auftreten auf dem hohen Ross ist angesichts Ihrer verzergten ökonomischen Kenntnisse nicht gerechtfertigt.

      —————————–
      Nun ja, sie „Zerg“ ….sie reden irgendwas daher ohne auch nur ein klein wenig was zu zu begründen. Einfach mal was dahergeflötet………. super Leistung.

      Also um mein Ökonomisches Wissen scheinen Sie sich Sorgen zu machen….. so viel kann man aus ihrem rudimentären Kommentar herauslesen.
      Wie dem auch sei, ich habe mich mit 24 Jahren selbständig gemacht auf einem sehr schwierigen Gebiet.
      Ich habe dabei erkannt was Geld ist und noch eine ganze Menge anderer Prinzipien des Marktes erlernt.

      Uns Sie als Zerg ?

    • Wow. Es muss nicht leicht sein soviel Blödsinn zu schreiben. Gehen wir mal Punkt für Punkt durch.

      1. Die Gesundheitsversorgung ist nicht staatlich kontrolliert. Es gibt staatliche, wie auch private Angebote. Die Amerikaner können immer noch gleich wählen. Die Behandlungskosten explodieren jedoch und die Prämien müssen entsprechend erhöht werden. Kaiser Trump hat seit 2017 keinen Plan vorgebracht. Er wollte den ACA (Affordable Care Act) annulieren und erst irgendwann danach seinen viel besseren, günstigeren Plan aufzeigen.

      2. Die Armutsgrenze stieg aufgrund der Rezession 2007 bis 2009 von ca. 12 auf 15%. Bis 2017 sank sie wieder auf 12%, was dem Niveau vor Amtsantritt Obamas und der globalen Rezession entsprach (https://www.census.gov/library/publications/2019/demo/p60-266.html). Ihre Aussage stimmt schon wieder nicht.

      3. Durch die supertolle Steuersenkung für Millionäre und co., hat sich der Schuldenberg der U.S. um mehr als USD 1.5 Billionen (Schweizer Billionen, wohlgemerkt) erhöht durch die Steuerausfälle. Zudem hat Kaiser Trump die Steuerreduktion nur für Firmen permanent gemacht. Für Privathaushalte wird der Steuersatz ab 2025 wieder auf die alten Werte angehoben. Für die Staatsschulden haben Sie andere Leser bereits auf Ihre Falschinformationen hingewiesen.

      4. Es wäre schön, wenn man ganz Amerika die Waffen wegnehmen würde. Wäre wahrscheinlich viel ruhiger auf der Welt. Apropos Waffen wegnehmen; Die Demokraten möchten eine universelle Kontrollstelle, damit abgelehnte Anträge nicht beim nächsten Waffenladen neu gestellt und bewilligt werden. Die Amerikaner können ganz klar nicht mit Waffen umgehen. Aber nein, Kaiser Trump und die Republikaner denken, dass die Gründerväter mit dem 2. Verfassungsartikel gemeint haben, dass hunderte von Menschen innert Minuten von einer einzigen Person verletzt / getötet werden können und dieses Recht beschützt werden muss (Siehe Las Vegas Massaker).

      5. Fast 40% der Amerikaner sind Fettleibig. Sie haben einen teuren Lifestyle, fahren überall mit dem Auto hin und kaufen sich die neuesten Sachen. Es gibt natürlich Amerikaner, die sich nichts leisten können, jedoch geht es den meisten zu Gut. Die sind nachdem die Maskenpflicht veröffentlicht wurde, durchgedreht und heulten hysterisch. Schlecht geht es denen nicht.

      6. Erwachsene haben keine Einschränkungen, wenn es um Informationen geht. Die können dort sogar Hitlers „Mein Kampf“ ohne Probleme bestellen und lesen. Durch den 1. Verfassungsartikel ist es sehr schwer die Meinung einer Zeitung, eines Individuums oder einer Gruppe zu unterbinden. Was die Kinder in der Schule lernen, soll ja kontrolliert werden. Sonst gibt es Kinder, die schon viel Fortgeschrittener sind und andere die kaum lesen können. Ein Standard ist notwendig, damit es keine zu grossen Unterschiede zwischen den States / Bezirke etc. gibt. Und Jugendliche haben zum Trotz der Eltern gegenüber immer oppositionelle Meinungen.

      7. Religion ist Privatsache und hat in den Schulen nichts verloren. Fantasiegeschichten müssen nicht gelehrt werdenund wer zu viel Freizeit hat, kann sich Privat dem Christentum, Islam, Harry Potter, Star Wars etc. widmen.

      8. Trickle down economics oder Reaganomics. Half schon in den 80-er Jahren nicht und ist jetzt genau gleich ineffizient. Nach der Steuersenkung der Firmen wurde der grösste Teil in Aktienrückkäufe investiert (https://apnews.com/438fae12f9204b1fbd8e8b1985ae554f). Kaise r Trump interssiert sich keinen Deut für die Unter- und Mittelschicht. Die Obersicht ist sein Publikum. Und die Armutsschere ist ein naturales Phänomen unserer Marktwirtschaft. Wer die verringern oder ganz weghaben will, ist ein Sozialist oder Kommunist, da er das Vermögen komplett umschichten möchte. Falls Kaiser Trump also etwas gegen die Armutsschere unternehmen möchte, dann ist er selber Sozialist / Kommunist.

      So. 8 von 8 Aussagen sind kompletter Irrsinn. Ich verlor 15 Minuten meines Lebens mit dieser Antwort, aber das war es mir Wert, weil Leute wie Sie mit komplett falschen Informationen oder Halbwahrheiten sehr gefährlich sind.

      Ihre Aufzählung hätte auf Twitter wahrscheinlich mehr Zuspruch erhalten.

  13. Die Notenbanken produzieren Kohle und so neue Vermögenswerte geschaffen, die das System stärken, weil dadurch die alten Vermögeswerte gesichert werden. Will heissen, wenn gesamthaft die Vermögenswerte grösser sind, als die Staatschulden, dann ist die Stabilität der Kohle gesichert, weil die Vermögenswerte für die Deckung des Währungssystems sorgen.
    Gunther Kropp, Basel

    • Ihrer Theorie entsprechend kann der Staat Art. 26 BV aushebeln und Sie enteignen. Toll!
      Oder bin ich etwa kreditwürdig, weil mein Nachbar Millionär ist?
      Massgebend ist, was auf der Aktivseite der Bilanz des Schuldners steht.

    • @Philosoph
      Sie machen einen egoistischen Denkfehler, weil Sie glauben, die Vermögenswerte, die Sie in einem sicheren und stabilen Land geschaffen haben und deren Wert erhalten bleiben, gehören Ihnen alleine. In einen zerrütteten Staat würden sich Ihre Vermögenswerte sehr schnell in Luft auflösen. Wer in einen sicheren und stabilen Land leben will, der muss auch geben und nicht nur nehmen können. Alter Spruch: Eigentum verpflichtet

    • Oh je, Herr Kropp
      Es reicht, wenn der Staat die Hälfte des Einkommens abzwackt: MWSt, EKSt, VSt, VermSt, Benzinsteuer Alkoholsteuer usw. usf.. Und mit der Pensionskasse zwackt er auch viel Geld ab, indem er den Pensionskassen befiehlt so und so viel Geld in Staatsanleihen zu investieren, welches Geld er dann verbrät und in die halbe Welt verschickt während er die Arbeiter bevormundet unter dem Vorwand doch ach so gut für sie zu sorgen. Dann kassiert er noch Minuszinsen auf den Pensionsgeldern und verwässert die Währung. Die Liste könnte noch lange weitergeführt werden. Und jetzt zerstört er auch noch die Wirtschaft mit dem Coronascheiss. Ich glaube, Sie leben hinter dem Mond. Träumen Sie weiter den Schlaf des Gutmenschen! Erlauben Sie mir die Frage: Leben Sie auf Kosten des Staates, dass Sie sich derart Sorgen um die Staatseinnahmen machen?
      Also gehen Sie mit gutem Beispiel voran und schenken Sie Ihr Erspartes, falls Sie den welches haben, dem Staat! Aber schreiben Sie mir nicht vor, was ich zu denken habe und achten Sie die Verfassung die NOCH nicht ganz ausgehebelt ist.

    • @Philosoph
      Könnte es sein, dass in Ihrem möglichen begrenzten Horizont die Vorteile, die eine gut funktionierende Infrastruktur hat, die der Staat seinen Mitbürgern zur Verfügung stellt, damit alle ein sicheres und einfacheres Leben haben, nicht vorkommt, weil Sie keine Steuern zahlen möchten und ein Leben, wie vor einigen hundert Jahren führen möchten, als Leibeigener, dessen Herr sein Tageswerk und seine Essensrationen bestimmt, oder haben Sie Mitleid mit dem Blocher-Clan, der laut Medienberechtigten nach der ersten Corona-Virus-Welle, über 3,8 Milliarden Franken reicher wurde und nun wohl höhere Steuern entrichten muss und der Clanchef gezwungen ist, seine Renten-Ansprüche in Bundesbern einbetteln muss, oder möchten Sie, dass der Staat auf die Instandhaltung der Infrastruktur verzichtet, damit die Super-Reichen ein steuerfreies Leben haben dürfen und Sie in die Geschichte, als Sozialromantiker eingehen werden?

    • Herr Kropp
      Wer von uns beiden einen begrenzten Horizont hat, müsste erst noch aufgezeigt werden.
      Tatsache ist, dass die Freiheit uns den Wohlstand gebracht hat und einzig Freiheit Wohlstand bringen kann, den Sie nun so hochjubeln. Sozialismus und Umverteilung haben immer und überall die Bevölkerungen verarmen lassen, wie Geschichte und Gegenwart beweisen, sofern man sich keine Scheuklappen anbindet.
      Was Sie mir unterstellen ist einfach nur lächerlich und ein weiterer Kommentar meinerseits überflüssig.

    • @Philosoph
      Möglich, dass Sie noch nicht realisiert haben, dass wir uns mitten in einer gigantischen Umverteilungs-Phase befinden. Der untere und obere Mittelstand wird vernichtet, damit eine kleine fresssüchtige Neofeudal-Oberschicht mit einer egoistischen Masslosigkeit und Gier die Ernte alleine verschlingen kann. Die Masse der Bevölkerung verarmt, verslumt und verelendet, weil die Löhne zu niedrig sind. Das ist der Nährboden für eine Revolution, dann wird es die Umverteilung geben von der Sie schreiben und warnen

    • Herr Kropp
      Im Unterstellen sind Sie Spitze!
      Ich habe auf Ihren Eingangskommentar hin festgestellt: „Massgebend ist, was auf der Aktivseite der Bilanz des Schuldners steht.“
      Das haben Sie immer noch nicht widerlegt, weil offensichtlich richtig, was bezeichnend ist für Ihre Diskussions“kultur“…
      Und tschüss!

    • @Philosoph
      Wie es scheint, gibt es philosophische Zeitgenossen die Tatsachen nicht richtig einschätzen und bewerten können und so aus dem Gleichgewicht geraten, darum wohl Ihre etwas trotzige und muffige Antwort.
      In meinem Kommentar habe ich geschrieben, dass die privaten Vermögenswerte grösser sind, als die Staatsschulden und somit das System gesichert ist.Und auch Sie, mit Ihrem möglich prall-gefüllten Sparschweinchen ruhig und selig Schlafen und Träumen können.

    • Kropp
      Und ich habe geschrieben, dass die Schulden der SNB einzig durch deren Aktiven gedeckt sind und die Vermögen der Bürger gemäss Art. 26 BV nicht zur Deckung beigezogen werden dürfen. Ist das so schwer zu verstehen?

    • @Philosoph
      Die SNB ist ein Teil des Staates, somit auch deren Verbindlichkeiten. Der Staat und die SNB müssen dafür sorgen, dass sich die privaten Vermögen aller Schichten ständig vermehren und immer einen höheren Wert haben, als alle Staatsschulden zusammen,dann bleibt das System und die Währung stabil, wenn der Souverän und alle Bewohner des Landes, als Anteilseigner des Staates mit dem privaten Vermögen haftet. Der Souverän muss nur seine PolitikerInnen und Grossmanager besser kontrollieren, damit seine Kohle erhalten bleibt.

    • @Philosoph
      Eine Hyper-Inflation kann nur entstehen, wenn das System instabil wird. Das heisst, wenn die Währungshüter, die Politiker und die Grossmanager der Wirtschaft die Nerven verlieren und Panik bestimmt das Handeln. Der Souverän muss dafür sorgen, dass seine Lakaien keinen Mist produzieren, sondern ertragsreiche Kohle. Es ist eine Sache der Kontrolle und nicht der Hoffnung.

    • Kropp
      Eine Hyperinflation entsteht a priori dann, wenn eine Zentralbank die eigene Währung nicht mehr zurückkaufen kann (d.h., wenn die Währung am Markt abverkauft wird), weil ihre Passiven nicht mehr durch ihre Aktiven gedeckt sind. Das ist einfachstes Buchhaltungswissen, das jeder KV-Lehrling im letzten Lehrjahr verstehen sollte (Stichwort: Unterbilanz), und dafür braucht es kein Politikstudium und keine dummen VWL-Theorien. Zudem kann sie entstehen, wenn Produktion und/oder Import zusammenbrechen, weil dann keine Ware mehr angeboten wird: „Wüstenverirrte zahlen ein Vermögen für ein Glas Wasser.“

    • @Philosoph
      Weil irgendwelche kurzsichtige Onkels oder Tanten Regeln festgelegt haben, wie was verbucht und bewertet wird. Und in den Bildungsanstalten der zukünftigen Eliten gelehrt wird und einer mit dogmatischen Verbissen- und Sturheit daran festgeklammert wird und Erneuerungen abgewürgt werden, weil sonst die beigebrachte Ordnung zusammenbrechen würde und Sie die Orientierung verlieren würden, kann man Ihren Standpunkt verstehen.

    • Eben, Sie sind zu einer sachlichen Diskussion nicht fähig, Kropp, weil Ihnen die Argumente fehlen. Sabbern kann jeder.

    • @Philosoph
      Verständliche Aussage von Ihnen, Sie klammern sich an das alte und überholte Wertesystem, so wie die Top-Entscheidungsträger der UBS und Credit Suisse, in der Hoffnung die zusammengebastelte Lehrbücherwelt-Welt wirds richten. Jede Erneuerung des Systems wird sabotiert, in der Hoffnung, so die eigenen Felle retten zu können.

  14. Nun, Theorien müssen sich an der Wirklichkeit überprüfen lassen. Wer vor 100 Jahren Nationalökonomie lernte, ist heute ein Held und wer es heute lernt, ist entweder für die einen ein Scharlatan und für seine Fans ein absolutes Wunderkind. Eines bleibt aber bestehen, entweder gibt es Vertrauen in eine Währung und sein Finanzsystem oder es gibt es nicht und dann haben wir die Krise. So etwa formulierte es Max Weber und dies hat auf alle Fälle Beständigkeit.
    Ich erlaube mir ein wenig Geschichte zu erwähnen. Schumpeter mag ja mit seiner Theorie des schöpferischen Kapitalismus in manchen Dingen Recht haben, aber wie der von Herr Zeyer erwähnte Held der Wirtschaftslehre Hayek waren beide Theoretiker der österreichischen Schule. Eine Schule übrigens, die die Wiener Kinder im 1. Weltkrieg verhungern ließ, als diese Herren damals in leitenden Positionen waren. Dies hat sie nicht daran gehindert, weiterhin bis an ihr Lebensende von den freien Märkten zu quatschen. Hätten Churchill und Roosevelt ihnen im 2. Weltkrieg geglaubt, sie hätten bestimmt den Krieg verloren. Speer war da als bekennender Nazi und Antisemit großzügiger in seiner Planwirtschaft und das Resultat kennen wir. Die USA und Großbritannien hatten Keynes und das wir ihr Glück. Man sollte die kubanische Wirtschaft nicht mit der unsrigen Verwechseln, die ist für die Seele anhimmelnd, nur fehlt dann das entscheidende Medikament im Alter. Aber auch durch Nichtstun und in der tropischen Sonne liegend, wo die Pflanzen nur so sprießen, kann ein schönes Alter bedeuten.

  15. „….dass eine Weltverschwörung von reichen, natürlich jüdischen Mächtigen Kinderpornoringe betreibe und den Kindern dabei eine vitalisierende Substanz abzapfe…“

    sicher, alles nur Verschwörungen, wie Epstein&Co und Weinstein&Co auch…

  16. Diesmal hat die Schweiz beste Chancen, dass sie pleite geht. Der Lockdown ist allerdings nur ein kleiner Teil des Grundes. Viel grösseren Anteil haben die Exportlobbyisten,die durch Panikmache und Profitsucht die SNB in eine Situation drängten, aus der es keinen Auweg mehr gibt. Globalismus, auf Teufel komm raus. Exportwirtschaft kombiniert mit Links/Grün – das sind die Schweizvernichter.

  17. Eine Theorie, die alles erklärt, gibt es nicht. Sie scheitert zuverlässig an der Unberechenbarkeit der antizipativ handelnden Akteure. Ökonomen arbeiten mit dynamischen Systemen, nur Journalisten, wie Zeyer, scheitern erstaunlicherweise immer wieder an der Idee einer neuen vermuteten Weltformel. Ökonomische Theorien sind lediglich kontemporäre Modelle, je genereller gestaltet desto länger aktuell.

    • Kontemporär verstehen wir noch, aber bei Ihren DYNAMISCHEN Modellen bekommen wir einen Brechreiz, speziell wenn wir an die SNB und ihren Zauberlehring Jordan denken.

    • Ja, das ist manchmal unangenehm. Die zur Dynamik gehörenden Differenzialgleichungssysteme werden nicht so geliebt. Die befreite Exegese ist die bevorzugte Methode auf diesen Seiten.

    • Wir Mathematiker sind die wahren Dichter, nur müssen wir das, was unsere Fantasie schafft, auch beweisen können…

  18. Tja, ich halte nichts von diese Theorie, aber ich habe Respekt: wer eine neue Theorie enwickeln und propagieren kann, gewinnt mein Respekt!
    Die Welt ist am scheitern und es gibt mehr hinweisen, trotzdem können sie weiterhin an ihre “ Fabeln“ glauben…
    Trotzdem würde ich die mehr als 1000 Seiten ( wer kann heute noch lesen und verstehen soviele Seiten?) Von Piketty lesen: wahrscheinlich stimmt nicht alles, aber viele der Statistiken sind ganz klar und unmissverständlich!
    Am Ende wüssten schon meine Vorfahren: “ höhere Ungleichheiten sind eine Katalisator für grossere Gessellschaftliche veränderungen“ , aber ihr könnt immer noch an “ this time is different“ glauben. Vielen Dank.

  19. Selbstverständlich geht die MMT in die richtige Richtung, daher auch die Nervosität der Milchbüechlifundis.

    Wenn rechts nix steht, kann auch links nix stehen. Und so dominiert ein Dogma seit dem 14. Jahrhundert (Pest, Hölle, Schuld und Paradies) bis heute unsere Volkswirtschaften. Der Glaube, dass man nicht mehr ausgeben kann, als man hat, zeugt zwar von moralischer Tugendhaftigkeit des Einzelnen, ist für die Allgemeinheit (in deren Dienst die Zentralbanken stehen) aber völlig falsch. Mickey Mouse-Ökonomie at its best.

    Buchhaltung ist nicht Volkswirtschaft.

    Geldbemessenes Wachstum (wir kennen kein anderes) entsteht gerade WEIL man mehr ausgibt, als man hat. Kredit und so. Und der entsteht IMMER aus dem Nichts. Das ist der Unterschied zur Ausleihe. Geld leihen kann ich nur, wenn`s schon da ist, Kredit hingegen entsteht einzig aus einem Versprechen und dem Glauben, dass der Schuldner seinen Verpflichtungen nachkommt.

    Da ändert auch ein Papierli mit drei „A“`s drauf nichts.

    Die Geschäftsbanken haben das selbstverständlich schon längst gemerkt und schöpfen Geld, bis der Arzt kommt. Damit`s auch mit dem Nachbarn auf der rechten Seite der Bilanz klappt, verkaufen sie sich gegenseitig topgeratete
    „Sicherheiten“ oder pumpen den Immobilienmarkt und die Aktienmärkte auf. Grazie Monsignore Pacioli!

    Deshalb ist der Vergleich von MMT mit mittelalterlicher Alchemie so witzig: Denn was nachweislich mittelalterlich ist, ist unsere Buchführung bis zum heutigen Tag….

    …und unser fester Glaube, dass wir in die Hölle kommen, wenn rechts „nichts“ steht.

  20. Lieber Herr Zeyer

    MMT ist schon Realität!

    Ob alte Helden der Nationalökonomie aus dieser Situation einen Ausweg kennen?

    Fakt ist auch, dass die Bevölkerung sämtliche Absurditäten akzeptiert wie die Scheinheiligkeit der Politik, der Betrug durch Gross- und Kleinunternehmen, die Disfunktionalität der Gerichte usw usf.

    Solange der Mensch nicht hungert und nur sehr langsam vergiftet wird, passiert nichts.

    Es wäre auch eine Herkulesaufgabe, eine derartige Menge an neuem integren Personal zu finden, die dann noch einer Meinung sein müssten.

    Vielleicht hat QAnon ja doch Recht: Trust the Plan!

    Wäre doch schön?!?

  21. Einmal mehr, einfach nur brilliant geschrieben. Inhaltlich sensationell. Vielen Dank Herr Zeyer. Ich hoffe einfach, das verwöhnte Volk (westliche Länder) erwacht trotzdem irgendwann einmal, niicht wenn es schöns zu kspät ist.

    • würde sagen bei Ihnen „wunderschöner Tag“ muss man weiterklicken, erstens weil Sie ein Feigling sind weil Sie sich namentlich nicht zu erkennen geben und zweites aufgrund
      Ihres kurzen, nichtssagendem Kommentar keine Intelligenz rauszumerken ist.

  22. Ansonsten eher kein Fan von RZ, aber das ist eine gute Zusammenfassung der aktuellen Lage der Wirtschaftswissenschaften.

    • ich glaube nicht dass Zeyer die beiden Bücher von Piketty gelesen hat. Die Kritik an Piketty kann man von der FT und anderen Quellen leicht nachlesen und sofern nötig auch nachplaudern.

      Kurz :Zeyer bringt wie immer nichts Neues…

  23. Wenn eine Situation aussichtslos ist, klammert man sich halt an jeden Strohhalm. Die Wahrheit allerdings hat in dieser Welt keinen Platz und wird daher gemieden wie der Teufel das Weihwasser meidet. Die Macht labt sich dann am Unwissen der Ohnmächtigen.
    Der Staat muss sich zur Erlangung der Macht verschulden, was Gläubiger voraussetzt, welche naturgemäss über Werte verfügen, die der Staat nicht hat. Am Anfang steht die Schuld und nicht das Geld. Diese Tatsache wird in den meisten Wirtschaftstheorien schlichtweg ausgeklammert.
    Derjenige, der das zu Recht festgestellt hat, wird diffamiert und als „umstritten“ bezeichnet.
    Die Folgen aus dieser banalen Feststellung lassen sich bei Paul C. Martin nachlesen.

  24. Ich steh‘ auf dem Schlauch.

    Was will mir der Bestsellerautor sagen?

    Alle Ökonomie sei Fake, alle leiern nichts über viel herunter, abgesehen von drei Erleuchteten auf dem ganzen Erdball.

    Was ich als einfach Gestrickter bisher begriffen habe:

    Dass sich das globale Vermögen weltweit auf immer weniger Menschen konzentriert und dass dafür das Zins- und Zinseszins-Prinzip hauptverantwortlich ist.

    Und dass um die Verelendung der grossen Mehrheit zu verhindern, irgendwie immer wieder Gelder geschaffen und unter die Leute gebracht werden müssen.

    Oder aber man inszeniert einen GAU und startet danach das ganze Finanz-Rösslispiel von Neuem.

    Punkt.

  25. In dem Artikel trifft mal jeder Absatz zu.

    Zur Kenntnis nehmen muss man auch, Piketty gehört zur WEF Gang. Hier meinen ein paar Auserwählte, sie wüssten Bescheid, wie wir unser Leben in Zukunft sinnvoll führen sollen und propagieren „The Great Reset“.

    Empfehle Martin Armstrong’s – „Manipulating the World Economy“, um QMT, MMT, etc zu vertiefen wie es wirklich ist.

    • PS: Bei der Tour de France fährt man heute auch wieder sagenhafte 47,5 km/h Durchschnitt auf 170 km bei 2600 Höhenmeter. Selbstverständlich ist das ganz sauber.

      Das ist in etwa vergleichbar mit dem was in der FinWelt läuft.

  26. Die MMT funktioniert schon, so lange die Herden daran glauben, dass der Staat u/o die Wirtschaft die Karren jeweils aus dem Dreck ziehen kann/können – wenn es nicht mehr funktioniert, hat sich dann auch die MMT erledigt.
    Das System versucht sich am Leben zu erhalten und da werden noch viele Nebelpetarden in den Ring geworfen, dass die Lichter gelöscht wurden ist unter dem dicken Nebel wenigen aufgefallen, der spielenden Musik sind die meisten noch verfallen.

    • @ sparschwein

      ……Es scheint zu sein wie auf der sinkenden Titanic, sie spielten Musik und tanzten bis kurz vor dem Untergang.

  27. Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, und es ist mir gleichgültig, wer die Gesetze macht!

    Für den Zeitraum von 1828 bis 1836 erzielte China jedoch ein Handelsdefizit von 38 Millionen US-Dollar. Diese Verluste flossen in Form von Silberwährungen ab, mit denen der Außenhandel und auch der zunehmende Opiumimport bezahlt wurden. Unabhängig vom Opiumhandel kam es durch die Unabhängigkeitsbestrebungen lateinamerikanischer Staaten zu einer Silberverknappung auf dem Weltmarkt. Durch die politische Instabilität in den mHauptförderländern Mexiko und Peru, zu dem damals die bolivianische Silbermine von Potosí gehörte, ging der weltweite Silberabbau in den 1810er-Jahren um etwa die Hälfte zurück. Diese Verknappung von Silber trieb die Importpreise in die Höhe und wirkte sich negativ auf das chinesische Währungssystem aus.

    Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Erster_Opiumkrieg

  28. Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat Pleite, sondern seine Bürger.

    Carl Fürstenberg

    (1850 – 1933), deutscher Bankier, Inhaber der Berliner Handelsgesellschaft

  29. Tja, die gute Tante gehört ins Fabelreich der Finanzalchemisten, Sie versucht verzweifelt aus Schulden Guthaben zu machen und verwendet dabei eine Formel die keiner realen Prüfung standhält. Gold hat schon einen ersten run erfahren, wenn nun die Leute wie bei der Geschichte vom König ohne Kleider realisieren das sie der Generation „Bschiss“ aufgessen sind wird es einen noch grösseren run auf Gold geben. Früher wurde Geld durch eine Hyperinflation vernichtet, heute hat man das Pferd beim Schwanz aufgezäumt und vernichtet es mit Negativzinsen in kleinen, langsamen Schritten.

    • Und wenn sie Gold sagen, sprechen sie von Papier-Gold, das auch täglich manipuliert wird (von BIS, zum Beispiel) und von physisches Gold nicht völlig gedeckt ist oder mehrmals leveraged ist.

    • Guter Kommentar.

      In diesem interessanten Diskussionspapier der Indischen Zentralbank analysiert die selbige die indischen Goldimports.

      http://www.gata.org/files/ReserveBankOfIndiaGoldReport-01-2013.pdf

      In Abschnitt 5 „Dematerialisation of Gold“ spielt die Musik (Seite 58). Aus Zahlungsbilanzgründen möchte die Zentralbank die Nachfrage nach physischem Gold reduzieren und betrachtet Papierprodukte auf Gold… Soweit so gut. In Abschnitt 5.2 stellt Sie dann etwas erstaunt fest:

      „Interestingly, in the Financial Markets, the traded amount of ‘paper linked to gold’ exceeds by far the actual supply of physical gold: the volume on the London Bullion Market Association (LBMA) OTC market and the major Futures and Options Exchanges was over 92 times that of the underlying Physical Market (Table 5.1)”

      92 mal mehr Papier Gold als physisches Gold… (in 2010…)

      Wir haben also auch ein fraktionales Gold-System. Vorsicht vor dem Papier-Gold…

      Hier noch ein interessanter Artikel welcher feststellt, dass die Bank of England einem ETF-Servicer Gold ausleiht…
      https://www.zerohedge.com/markets/amid-gold-market-turmoil-hsbc-taps-bank-england-gld-bars

      Ev. Wäre es eine gute Gelegenheit mal bei der SNB-Nachzufragen, ob sie Ihre Goldbestände ausleiht und wenn ja an wen (und an wen dieser sie wieder ausleiht…).

      He who sells what isn’t his’n, must buy it back or go to prison. (Daniel Drew)

      Disclosure: Rudolf Havenstein is long Gold…