Wie schlecht steht es um die NZZ?

Inflationäre Abo-Preise. Zusammenschluss mit Sonntagsausgabe, dafür Stellen für Berlin. Und Ärger mit Freiem.

Die Neue Zürcher Zeitung hat ihren freien Kolumnisten Milosz Matuschek rausgeworfen. Grund: Eine Kolumne von Matuschek erschien als Zweitpublikation auf der kruden Seite KenFM.

Die Aufregung unter den Abonnenten war riesig, von Hamburg bis Zürich. In der Szene geht man von Abokündigungen im dreistelligen Bereich aus. Die NZZ schreibt auf Anfrage: nur 17 – „vor allem Probe – oder Monatsabonnements“.

Wer’s glaubt. Die Auflage der NZZ sank von 100’421 (2018) auf 76’023 (2019). Jeden Wochentag verlor die Zeitung also über 66 Exemplare.

Wer so Federn verliert, malt die verbliebenen umso bunter an. Im Geschäftsbericht (2020)  präsentiert das Unternehmen ihre Abo-Entwicklung.

Die Kurve geht seit drei Jahren ab wie eine Rakete. 165’852 Abonnenten wurden Mitte 2019 gezählt.  „Aktuell verfügen wir übrigens über rund 193’000 Abonnenten“, schreibt die NZZ stolz.

Ab wie Rakete – als Potpourri (NZZ)

Der Clou: Die NZZ mischt sämtliche Abos in die gleiche Kennziffer. Angefangen vom Luxusabo  „Print & Digital“ (814 Franken) bis zum Studentenabo (5 Franken pro Monat).

Mit Auflagenschwund kämpfen auch andere Verlage. Ärger mit freien Journalisten gehört zum täglichen Brot.

Die richtig grossen Probleme liegen in der fast inflationären Preisentwicklung. Beispiel NZZ Folio. Das Monatsmagazin lag früher gratis in der NZZ bei. Später wurde dafür 5 Franken verlangt, dann 9.80 Franken und seit diesem Monat plötzlich 12.80 Franken (Inhalt: 74 Seiten).

Die Abonnenten erfuhren dann by the way, dass ihr Heft nur noch alle zwei Monate herauskommt. 

Dazu kommt: Die NZZ ist wahrscheinlich die einzige Zeitung auf der Welt, die von ihren ausländischen Lesern weniger Geld verlangt als von inländischen.

Wer in Deutschland wohnt, bezahlt für Print & Digital 572 Euro im Jahr. Schweizer zahlen 814 Franken.

Noch krasser ist der Unterschied, wenn man nur das Digitalabo löst: Deutsche zahlen 100 Euro pro Jahr (2 Monate geschenkt), Schweizer zahlen 220 Franken (1 Monat geschenkt).

Der NZZ geht es schlecht, das erkennt man im Grossen und im Kleinen. Im Grossen: Natürlich verschwindet eine Zeitung wie NZZ nicht über Nacht. Der Cashflow aber sinkt seit Jahren.

Die letzte grosse Akquisition war vor vier Jahren das Zurich Film Festival (ZFF). Man will nicht wissen, wie viel Geld da verbraten wird.

Der Betriebliche Gesamtertrag hat sich in nur vier Jahren fast halbiert. Die ehemaligen Klassenkameraden Tamedia (TX Group) und Ringier sind dem Konkurrenten längst enteilt. Der NZZ fehlen die grossen Kisten wie Ricardo (TX Group).  

Das Eigenkapital der NZZ ist von 426 Millionen (2010) auf 262 Millionen Franken (2019) geschrumpft.

Zum Vergleich: Tamedia verzeichnete 2010 etwa 840 Millionen Eigenkapital in seinen Büchern, 2019 stiegen die Bestände auf über 2150 Millionen. Mit dieser Kriegskasse geht man fröhlich auf die Jagd.

Bei der NZZ wird es  langsam knapp um die Eigenbestände. Das hauseigene Druckzentrum Schlieren wurde 2015 verkauft, seither wird die Zeitung von der TX Group gedruckt.

Der Hauptsitz an der Falkenstrasse, direkt neben dem Opernhaus, hat gemäss Kennern einen Wert von einer Milliarde Franken.

Im Erdgeschoss wird vermietet, was nur geht. Im November soll das Lokal „NZZ am Bellevue“ eröffnet werden. Gescheiter wäre wohl ein Verkauf der Immobilie.

Auf, ab, Stillstand: In 5 Jahren +1,8% (finanzen.ch)

Das einzig Beständige an der NZZ ist ihr Börsenverlauf. Die Aktie dümpelt seit 2011 zwischen 4’000 und 6’000 Franken.

Der Niedergang zeigt sich auch im Kleinen: Die NZZ sucht aktuell einen Datenjournalisten und einen Information Designer.

So etwas kostet locker 120’000 Franken pro Jahr und pro Stelle. Anders sieht es aber aus, wenn die beiden Cracks in Berlin arbeiten müssen („Tolle, zentrale Lage in Berlin Mitte.“).

Zum Pensum gehört die „Zusammenarbeit mit der Redaktion in Zürich“.

Und im Kleinklein: Früher standen NZZ-Verteiler an den Hauptausgängen von Uni Zürich und ETH. Zwei Wochen lang verteilten sie kostenlose Exemplare an die Leser von morgen.

Semesterbeginn war am Montag. Und, werden immer noch NZZs verteilt? „Nein, das ist länger her“, sagt die Medienstelle. Was auch beweist, wie schnell man schon gealtert ist.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Immer wenn ich mal in der Schweiz bin nehm ich eine NZZ mit. Die ist absolut nicht anders als deutsche Zeitungen. Nicht schlechter und schon gleich garnicht kritischer.
    Alle Zeitungen sind am ende. Hier der nächtliche Zeitungsbote … vor 10 Jahren kam er zu Fuß mit einem Wagen voller Zeitungen und belieferte fast jeden Haushalt. Heute kommt er mit dem Auto und beliefert noch 3 Haushalte in der Straße.
    Die Menschen wollen nicht mehr bezahlen fürs angelogen werden. Alle Zeitungen sind Lügenbolde die der Kabale näher stehen als dem Volk.
    Und wer Ken-FM als „krude Seite“ zeigt damit, dass er auf seiten der Kabale steht und folglich nehme ich den Schmierfink nicht ernst.. bye bye

  2. Tja, habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Habe ein Probeabo gelöst für digital und ePaper. Die App läuft nicht. App bleibt weiss. Userkommentare schreiben seit 3 Monaten, dass die App nicht geht.
    Aufs ePaper habe ich keinen Zugriff. Läuft nicht auf iPad.

    Aber nicht mal auf nzz.ch funktioniert mein Probeabo. Das ist einfach nur peinlich. Schätze die NZZ als Printprodukt. Aber den Umstieg auf digital haben sie total verpennt.

    Ein App Abo im Jahr 2020. Nichts geht. Zudem ist der Leserservice komplett überfordert und braucht eine Woche um zu antworten.

    So nicht.

  3. Alle MSM gekündigt – Beträge kriegen jetzt die freien (!) Medien, die gute und diverse Beiträge bringen. Selbst recherchiert. Da kann man sich noch eine Meinung bilden und dafür bezahle ich auch gerne: für alle Seiten eines Themas – für und wider. Wer nur noch einseitig berichtet und dann doch mal einen Artikel mit anderer Meinung bringt, der verliert halt auch noch den Rest von Abonnenten – gewinnt aber dank seines ‚Rufes‘ keine neuen mehr. Wenn das Vertrauen mal verloren ist…. alte Weisheit, immer noch gültig!

  4. Sämtliche Redaktionen ziehen nach Berlin um, so wie FOCUS ONLINE in 2015. Dass Merkel jetzt schwindende Zeitungsverlage massiv unter den Arm greift, sich politisches Wohlwollen erkauft ist bekannt. Angekommen, werden sie «integriert>». Und produzieren den gleichen Mist wie alle anderen.

  5. Ich möchte jetzt wirklich keine Werbung machen aber ich bin seit einer Weile ziemlich zufrieden mit der Republik. Alles Online für 22Fr.- im Monat. Die Community ist in einem einigermassen guten Zustand und regelmässig gibt es einen spannenden Artikel. Darin werden zum Beispiel auch gerne die Finanzen von NZZ und co durchleutet, dabei kommt auch hervor wie sehr sie sich die Subventionen des Bundes exklusiv sichern möchten. Mit der Qualität geht es in den meisten Medienhäusern stetig bergab und dies ist selbst verschuldet. Man hat sich Jahrelang an die Brust der Werbeindustrie geworfen und dabei das Internet komplett verpasst. Die Nutzer sind sehr wohl bereit etwas für Inhalte zu bezahlen, nur müssen diese Inhalte auch genügend hergeben.

  6. „Die NZZ ist wahrscheinlich die einzige Zeitung auf der Welt, die von ihren ausländischen Lesern weniger Geld verlangt als von inländischen.“
    Mehr als das Doppelte bei Digitalabo: Das hat mich dermassen geärgert, dass ich mein Probeabo wieder gekündigt habe.

  7. Leider hat die NZZ die Entwicklung komplett verschlafen. Wer zahlt schon über Fr 800 für ein Abo? Der Trend geht in billigere Digitalabos dafür ergibst dies einen breiteren Leserkreis was dann wiederum für die (online) Werbeindustrie interessant ist. Hier liegt doch die Chance – im deutschprachigen Raum ist die NZZ immer noch bliebt. Somit hat die NZZ als einziges deutschschweizer Medienhaus einen Heimmarkt über die Schweiz hinaus.
    In der App sind selbst banalste Dinge wie die Möglichkeit der Schriftgrösse zu ändern seit Jahren in „Planung“. Wie schwierig kann das sein? Leider hat der TA die NZZ komplett abgehängt. Schade, die NZZ muss sich nun radikal auf Ihre Stärken besinnen, Geld investieren und den Rest abstossen. Die Zeit für Halbheiten sind vorbei, jetzt braucht es ziemlich radikale Lösungen – ganz im Sinne des ursprünglichen Freisinns – die Radikalen

  8. -Der Matuschek brabbelt ohnehin nur irgendwelches wirres Zeugs wie der Phoenix aus der Asche und sonstiges philosophisches, tech-sozialistisches Blockchain Gesülze (obwohl das Zeugs ausser viel heisser Luft nichts Produktives bringt)
    -Das die NZZ im Business schlechte Deals macht, verwundert mich nicht, denn wer Geld verdienen will, liest nicht NZZ. Was von der NZZ gelobt wird, verkaufe ich, wenn zu Vorsicht gemahnt wird, gehe ich All-in. Hat gut funktioniert bisher.
    -Das ständige liberale NZZ Gedröhne kann ich mittlerweile nicht mehr hören. Die bösen Zentralbanken, der böse Staat, liberales Gedankengut am Ende, und dann freut man sich ganz fest wenn das Häuschen und Aktienportfolio am Ende des Jahres wieder 30% höher steht (dank dem Staat/den Zentralbanken).

  9. Interessanter Artikel… ein Blick in Apple‘s App Store wäre auch noch interessant… die NZZ App ist miserabel bewertet und funktioniert nicht… wollte zudem ein digital Abo lösen, für chf 20/monat. Da die App aber trotz des Preises überhäuft ist mit Werbung, müsste ich es wieder kündigen. Das geht einfach nicht.

  10. Der Fisch stinkt vom Kopf, NZZ bzw.Mehrheitsaktionäre VR hat letzte
    10 Jahres alles falsch gemacht was man
    falsch nachen kann. Eine Führungselite
    die keine Zeitungs- bzw. Mediamacher
    sind und den Mecano nicht kennen.
    Die Facts dazu:
    Dr. Graf Ex CEO von der CKW staatsnaher
    Monopolbetrieb.
    Jorno VR kommt vom Medikamentenverteiler
    Calenica, sowie einige andere Kaderleute
    die nicht vom Fach sind.
    Ausser Eric Gujer seit 2015 Chefredaktor
    der NZZ. Jedoch er ist überzeugter Transatlantiker und eingebunden in neokonservative Kreise mit Folgen: Project for the New american Century PNAC mit Dick Cheney.
    Die Präambel dazu: Die Regierung der USA
    soll Kapital schlagen aus ihrer Technologie
    und wirtschaftliche Überlegenheit und durch
    Einsatz aller Mittel – einschliesslich
    militärischer – unangefochten Überlegenheit
    zu erreichen. Das ist nur einer der 5 Kernaussagen von PNAC. Man muss sich dies
    Aussage auf der Zunge zergehen lassen!
    Die NZZ ist indoktriniert von dieser Geisteshaltung und widerspricht dem Redaktionsstatut der NZZ: Freisinnig-
    demokratisch. Das ist ein Vetragsbruch
    vor allem gegenüber dem abozahlenden
    NZZ Leser. Mit der neokonservativen,
    imperalistischen und gutheissenden
    Berichterstattung der ganzen Aktvitäten
    USA/NATO und deren Verbündeten, wird
    der scharfsinnig klar denkende NZZ Leser
    schon seit Jahren vor den Kopf gestossen.
    Dazu gibt es eine Studie von Swiss Policy
    Research. NZZ Studie Kernaussage: über
    80 % der Aussagen bei Konflikten sind Propaganda zu Gunsten der USA.
    Niederschmetternd für ein Blatt welches
    die freisinnig demokratischen Werte
    vertreten will. Es gibt jeden Tag, jene Menge von Themen, welche selektiv, unkritisch behandelt werden.
    Schlussfolgerung: NZZ muss aufhören
    an seinem Blatt herumzubasteln.
    Stattdesen sich ein Branding zulegen,
    Welches sich klar von den anderen
    6 Medienhäuser incl. SRF unterscheidet.
    Will heissen aufhören. Klare ausgewogene
    Berichterstattung ohne Propaganda für
    oder USA NATO EU PUTIN CHINA etc. etc.
    Der Westen sollte aufhören sich in andere
    Nationen einzumischen, insbesondere
    das imperalistische Getue in der Welt herumzuschlagen wie DT und Befehlsempfänger
    zu spielen.
    Damit meine ich Hintergründe, Facten
    aufbereiten. Der NZZ Leser ist gebildet und reif genug sich ein Urteil zu bilden.

    In unserer Firma wurde bereits vor
    5 Jahren 17 Abos abbestellt. Ohne
    Sofortige Änderung der Denkweise
    sehe rabenschwarz für die NZZ.

  11. Die Printmedien haben sich selber zerstört. Ein exzellentes Beispiel dafür ist, ChefredaktorNorbert Neininger (sel.), wie er in der NZZ darüber referierte wie sehr der Journalismus darunter leide, dass mit der Digitalisierung einfach alles kopiert werde und die Urheber- wie auch die Copyrechte verletzt würden. Er selber aber stellte in seinem Haus billige Amateuere vor die Profis. Er kopierte Publikationen anderer ohne Nennung deren Namen, ohne deren Einverständnis und ohne Bezahlung. Ich hatte vor Jahren schon genau wegen solchen Aktionen 3 Zeitungsabos abbestellt u.a. die NZZ. Heute geht’s den schweizer Medien so schlecht, dass sie, mit wenigen Ausnahmen, nur noch schreiben, was die Politik will. Das Schweizer Fernsehn ist nichts anderes, als ein staatlich geführtes Unternehmen. Billig- und Gratispresse sparen an Personal indem sie die Leser dazu auffordern ihnen Gafferfotos zuzusenden, dafür erhalten sie ein paar Franken.
    Und dann dieser ordinäre Sexkram die ganze Zeit, meist auf der selben Seite wie der Bericht über sexuell misshandelte Kinder. Dann noch ein Beispiel aus der ZHAW, dort stellte ich fest, dass ein Student nicht mal bonsoir auf Deutsch übersetzen konnte, ein Professor erklärte dann, dass dieser junge Mann momentan noch über kristallines Wissen verfüge. Kein Witz! Haben Mama und Papa einen politischen Posten, dann geht sowas. Deshalb ist der Journalismus soweit gesunken. Qualität das war einmal.

  12. Wer hat schon Lust, für ein teures Abo ständig voreingenommen Journalismus, Trump-Bashing, Bashing der Leistungsträger und Unternehmer lesen zu müssen? Mit liberalem Gedankengut hat diese Zeitung schon lange abgeschlossen. Noch schlimmer ist nur das TAmedia-Einheitsgewäsch. Wischi-waschi im Quadrat.

  13. Seit den Berichterstattungen über die sogenannte Corona Pandemie während der letzten 6 Monaten, lese ich keine Mainstream Medien mehr. Dazu zählt auch die NZZ, welche die Verbreitung von reiner Propagandapolitik unterstützte und immer noch unterstützt. Ein solches am Subventionstropf hängende Medienblatt, mit reinem Propagandajournalismus hat die Existenz nicht verdient. Ein Medienblatt lebt von Abonnenten. Die Quittung wird kommen. Alles eine Frage der Zeit! Ich persönlich freue mich über jede Kündigung eines NZZ Abonnements, durch einen wachen Bürger.

  14. Die NZZ ist für mich einer der objektivste Zeitungen die ich je gelesen habe. Eine Publikation bei KenFM ist für einen Journalisten auch keinesfalls eine Schande. Aber die Gesinnungsdiktatur und das „Culture cancelling“ hat sich inzwischen bis in die Medienlandschaft durchgefressen. Meinungsfreiheit – was ist das???

  15. Herr Frenkel: Ken FM ist keine krude Seite. KenFM ist unabhängiger Journalismus und gesunder Menschenverstand. Wie kommen Sie zu dieser Aussage?

  16. Es braucht keinen Journalismus mehr. AI’s stellen Worte zusammen welche eine möglichst breite Masse an zu Beinflussenden veranlassen es zu beachten. Das reicht um Werbeeinnahmen zu generieren.

  17. Wer billig einkauft, bleibt billig….
    Es zeigt einmal mehr, dass kosteneffiziente EU Nerds mit wenig Lebenserfahrung und keinem Bezug zu CH-Werten für solche Traditionshäuser nix sind.

    Schade, werden so starke Markenwerte – über Jahrzehnte aufgebaut und gepflegt – an die Wand gefahren.

  18. Herr Gujer schafft es tatsächlich, dass ich mir ernsthaft überlege mein im Oktober ablaufendes Abo (814 Fr.) nicht mehr zu erneuern. Dies nach 38 Jahren.

  19. Zürich’s informativste Zeitungen:

    Der Tages-Anzeiger/Sonntags-Zeitung informiert am ganzheitlichsten. Der Stiel ist weniger plakativ und platt als bei Blick und NZZ. Wie der Tagi den Mechanismus, das Spiel vom strammen „Rechtsausleger“ Philipp Kutter als „Täglich grüsst das Murmeltier“ darlegte, ist schon super. Die CVP hat ganz offensichtlich das C schon lange verloren. Und Mitte ist auch nicht zu finden. Nun also sind es Kinderabzüge für Grossverdiener, die dem Staat das Geld aus der Tasche ziehen sollen.

    Der Blick/Sonntags-Blick. Wie der Blick die mögliche Fusion von UBS/CS als unmöglich und gezielte Indiskretion entlarvte. Das Ganze war und ist nur ein Spiel. Plus die Zusammenhänge dazu wie auch den Ausblick (Standort Frankfurt unmöglich). Das hätte selbst jeder IP Kommentar Schreiber verstanden. 😉 Oder wie Christoph Blocher den Gewinn der Aktionäre, seinen eigenen Gewinn, brachial über alles andere stellt. Totale Machtbesessenheit hat einen Namen.

    Die WOZ deckt Machenschaften und Zusammenhänge auf, an die sich weder der Tagi noch der Blick verständlicherweise herantrauen. Zu heiss, und zu abhängig. Die Tricks der Fianance und Pharma Industrie. Wie unverschämt sie sich bereichern und der Staat (wir) dass alles auch noch bezahlen. Und der „Otto Normalo“ immer als Ausschuss auf der Strecke bleibt. Um das Bild abzurunden immer sehr informativ.

    Die NZZ. Entlässt ihre nicht „linientreuen“ Journalisten.

    • ich will keine Zeitung mit Stiel, sondern objektiv und informativ. Mit der Meinung können die Journalisten gerne zurückhalten. Das traue ich mir zu, selbst zu bilden.

  20. Das Einzige was bei der NZZ stimmt, ist der Preis, aber nur aus der Sicht der NZZ.
    Vor Jahren sagte ein Aktionär an der GV, er fühle sich bei der NZZ wie auf der „Titanic“. Wie lange wird die Musik noch spielen? Der Eisberg rückt immer näher….

  21. Eine Zeitung ist nur so gut wie ihre Journalisten und Leser es sind. Man kann bedauern den Niedergang der NZZ, aber eine Analyse der Ursachen wäre hilfreicher. Hier einige Fakten:
    1. Die neue Generation hat eine 100%ige linksorientierte Ausbildung durchlaufen.
    2. Leser und Journalisten sind nicht mehr der deutschen Sprache mächtig! Kauderwelsch, „Denglisch“ sowie Grammatik- und Syntaxfehler sind das tägliche Brot.
    3. Subventionen (auch versteckte) sind das Grab für freie Meinungen.
    4. Fehlende Konkurrenz anderer „bürgerlichen“ Zeitungen lassen geistige Kämpfe erschlaffen.
    5. Allgemeine Dekadenz des geistigen Niveaus bei vielen Lesern: lieber Gratiszeitungen oder sog. Digitalversionen. Sie erleichtern einem das Schlagzeilenlesen. Der Rest kann man sich ja schenken. Für Hintergrundinformation hat die digitalisierte Welt sowieso keine Zeit.

    • Ich muss Ihnen leider zu 100% recht geben. Intellektuelle Dekadenz bei den jungen Leuten trifft auf gleichzeitige Indoktrinierung von links in den Universitäten. Kluge Journalisten mit Hausverstand und Objektivität haben da leider nicht mehr viel Chance . Trotzdem sollte die NZZ kämpfen bis zum letzten Buchstaben!

  22. Auch ich habe mein NZZ-Abo nach vielen treuen Jahren bereits auf nächstes Frühjahr gekündigt. Und zwar, weil die NZZ zunehmend nur noch Mainstream-Nachrichten veröffentlicht, Kommentare nicht mehr von Fakten trennt, und damit für mich auswechselbar geworden ist. Dazu kam jetzt noch der Rausschmiss des freien Journalisten Matuschek, dessen Artikel mir jeweils imponiert haben! Weiter so liebe NZZ, dann zieht an der Falkenstrasse bald moderneres ein…

  23. Sehr geehrter Herr Fraenkel
    Sind Sie mit dem ehemaligen Inlandsredaktor der NZZ Max Fraenkel verwandt?
    Max Fraenkels Briefmarkenbesprechungen mit den „Nachrichten vom Hofe des Grosskhans“ (Pascal Couchepin) waren journalistische Meisterstücke, die alleine das NZZ Abo gerechtfertigt hatten. Wer erinnert sich noch an die Highlights in der NZZ von Andreas Oplatka über den die Länder des Ostens und Hans-Jörg Abts Artikel über Werner K. Rey?
    Die Technik Beilage der NZZ, jeden Mittwoch veröffentlicht, konnte ich für mein Ingenieurstudium verwenden.
    Zu diesen Zeit was das ABO jeden Franken wert.
    Heute lese ich die NZZ nicht mehr. Die verwendete Sprache ist Grauenhaft, von der exzellenten Sprache der früheren Tage ist nichts mehr vorhanden. Wer erinnert sich noch, dass die NZZ der „neuen deutschen Rechtschreibung“ eine klare Absage erteilte und der „alten“ deutschen Rechtschreibung treu blieb?
    Diejenige Rechtschreibung, die wir alle mühsamst in der Schule erlernt hatten ist auch heute noch für mich ein unverhandelbarer Standard.
    Ich hoffe sehr, dass die NZZ wieder zu alter Güte zurückfindet; meine Hoffnungen werden leider vergebens sein. Wischi-waschi Meinungsjournalismus à la 20 Minuten ist heute angesagt. Qualität verlangt heute niemand mehr.

    • betr. „Wischi-waschi Meinungsjournalismus“

      NZZ war mal meine lieblings Zeitschrift. Vor allem wegen dem Ausland-Teil.

      Wünschte mir heute mehr sachliche Infos als deren Interpretation (eine Meinung habe ich selber). Zudem vermehrt Infos von Spezialisten als von „Schönschreibern“.

      Leider stosse ich oft auf längere Artikel zu Themen, die ich bereits zwei Tage davor online verarbeitet habe – ohne dass NZZ mehr Infos liefern würde.

      Es braucht „langsame“ Medien wie Zeitschriften noch. In den letzten Monaten habe ich aber bei den NZZ Artikeln meistens nur noch die Überschrift gelesen. NZZ hätte die Möglichkeit einzelne online News mit breiterem Kontext oder via verschiedener Fachstimmen zu ergänzen.

      Reine Meinungen von Journalisten (auch wenn schön formuliert) interessieren mich selten, weil ich eben eine eigene habe.

    • Was sind „den die Länder des Ostens“? Technik-Beilage oder Technikbeilage. „grauenhaft“ ist ein Adjektiv, deshalb Kleinschreibung. Nach „mühsamst in der Schule erlernt hatten“ fehlt ein Komma. Aber dass Ihnen das Erlernen der Rechtschreibung grösste Mühen bereitete, glaube ich gerne. Es hapert ja bis heute.

  24. Guter, sachlicher Bericht zur (selbst-herbeigeführten) Situation der NZZ.

    Man predigt ständig Wirtschaftsliberalismus, aber selbst kann man sich nichtmal der neuen Zeit (des Internets) anpassen.

    Und wirft noch liberale Stimmen raus, will gern zum Einheitsbrei gehören.

  25. Nice Artikel Herr Frenkel
    Zahlen und prüfbare Ereignisse. So mag ich es.
    Ob der Kommentar- Honeypot wahrgenommen wird oder die NZZ als Influencer unabhängig vom Geld der Abonnemente agiert, wird sich zeigen.
    Schade um die verpasste Chance und Herrn Matuschek. Medialer Einheitsbrei langweilt.
    Es lebe der Pluralismus, es lebe die Meinungsfreiheit. Es lebe ein jeder Wirrkopf mit Meinung!
    Please entertain me.

  26. Wir leben mittlerweile in einer EU Diktatur und wenn hier noch Jemand von freien Medien redet, der ist ein Realitätsverweigerer!
    Der wird dann in der Diktatur dann im schwarzen Kanal berichten!

  27. „Der NZZ fehlen die grossen Kisten wie Ricardo (TX Group).“ Das ist lächerlich. Wissen Sie wie viel Tamedia für Ricardo bezahlt hat? Die mickrigen Gewinne von Ricardo werden den Kaufpreis niemals wettmachen. Die Perle von Ringier und Tamedia ist vor allem die Jobcloud. Die NZZ-Verantwortlichen hätten sich angeblich über diesen Kauf von Ringier und Tamedia lustig gemacht. Viel zu teuer sei sie gewesen…

  28. Es ist wie es ist, also lasst uns das Unvermeidliche denken:

    Das heutige NZZ-Aktionariat wird im Zweifelsfall lieber Geld gegen Aktien lösen wollen als noch weiter auf eine Wiederkehr der guten alten Zeiten zu spekulieren. Also Verkauf.

    Wer käme nun als Käufer in Frage?

    Die TX-Group würde wollen, wird aber am Veto der Weko scheitern. Ringier indes dürfte, aber wird aus gekränkter Eitelkeit wegen früher abgewiesener Avancen nicht mehr wollen – ausserdem sammeln Michael und Ellen Ringier lieber Kunst als Zeitungen. Ich kann sie verstehen und finde das gut.

    Ein anderer wiederum, der gerne Kunst sammelt aber liebend gerne auch Zeitungen sammeln würde, ist und bleibt tabu. Auch hier spielen alte Kränkungen à la «Weichsinnige» et cetera.

    Freilich nicht ganz unlogisch ist der Gedanke, dass ein Aarauer Medienkonzern zuschlägt, schliesslich besteht bereits via «ch media» ein Joint Venture mit der NZZ Mediengruppe.

    Also AZ Medien AG?

    Nein, dagegen sprchen dann doch einige Gründe. Ausserdem hat die weltläufige NZZ im Verbund mit schweizzentrierten Provinzmedien ja bereits NZZ-intern nicht recht funktioniert.

    Man überlege sich überdies, wo denn nur schon die Nennung «Neue Zürcher Zeitung» noch Bewunderung und Ehrfurcht auslöst. Nicht in der Schweiz, aber sehr wohl im Ausland.

    Und was heisst das nun? Ganz einfach:

    Axel Springer SE wird bei der NZZ einsteigen und die «Alte Tante» mit der hauseigenen «Die Welt» verheiraten. Beide Redaktionen werden im filmreifen «Axel Springer Campus», entworfen vom grossartigen holländischen Architekten Rem Koolhaas, in Berlin domiziliert.

    «Tolle, zentrale Lage in Berlin Mitte» eben…

    Die Redaktionsleitung übernimmt das Duo Rosenfeld/Poschardt, wobei Dagmar Rosenfeld – übrigens die Ex von FDP-Chef Christian Lindner –, «Die Welt» leiten und Ulf Poschardt die NZZ übernehmen wird. Und als Schmankerl obendrauf darf «Don Alphonso» in beiden Zeitungen kolumnieren.

    😉

    • Die Eidgenossenschaft hat zur Zeit die Spendierhosen an. Da liegen bestimmt noch ein paar Millionen drin, um auch die NZZ zu finanzieren. Gegen ein paar Berichte, die das BAG und Berset loben, versteht sich.

  29. Eine Elite-Zeitung mit hervorragender Qualität hat sicher ihre Grundhaltung, aber sie muss auch für die ganze Elite in Politik, Wirtschaft und Kultur gelesen werden, damit sich diese informieren können, wie sie in ihren täglichen Entscheidungen vorgehen. Die NZZ war immer eine liberal-konservative Zeitung, vor allem im politischen und wirtschaftlichen Bereich und wurde nach 1945 vor allem in der Bundesrepublik sehr bewundert. Auch bereits unter Bretscher war sie ein Blatt, dass mehr auf die Weltanschauungen ihrer Elite-Leser achtete als darauf ihren Horizont zu erweitern. Ihr endgültiges politisches Grab hat sie sich geschaufelt, als sie unseren angeblichen Nationalhelden von H.
    zu 100 % unterstützte in seiner Ablehnung des EWR und sich gegen den Bundesrat stellte. Seitdem schwankt sie zwischen der Zustimmung zur EU in halbbatziger Art oder in strikter Ablehnung, so wie die Freisinnige Partei. Sie könnte eigentlich direkt ihre Artikel von der Kommunikations-Abteilungen der SNB und der Economiesuisse abdrucken lassen und müsste sie nicht noch einmal abschreiben lassen von ihren eigenen Journalisten.
    Ich wage sehr zu bezweifeln, ob unsere heutigen Chefs der Banken und Versicherungen überhaupt den Bergier-Bericht gelesen haben und über die Schweizer-Geschichte zwischen 1848 und 1945 etwas wissen und auch was danach war. Dies ist nicht das Ideal ihrer Bildung und wenn sie überhaupt lesen, sind sie stolz darauf sich keine Wirtschaftsbücher zu Gemüte zu führen und nur höchstens Artikel der angelsächsischen Elite-Presse in Kurzform als Information aufzunehmen.
    Viele Leser in der Schweiz, vor allem die EU-Gegner, wünschen sich keine Presse, die sie umfassend informiert, ihre vorgefasste Meinung muss zu 100 % bestätigt werden und muss eine reine Wohlfühl-Oase sein. Deshalb braucht es kein teures Abo der NZZ mehr, sondern ein billigeres der Weltwoche genügt und oder noch besser ist die Schwyzer Zeitung der SVP, die wird gratis ins Haus geliefert.
    Abgesehen davon, in der Schweiz ist investigativer Journalismus strengstens verpönt, man hängt doch die dreckige Wäsche nicht nach außen.
    Unsere Elite wünscht solche Dinge nicht und die NZZ hat dies zu 100 %
    verinnerlicht, alle anderen Medien auch, aber nicht zu 100 %.

  30. Wollte gerade ein digitales Abo der NZZ bestellen, auf der angezeigten Webpage: „Leider ist das Angebot in Ihrem Land nicht verfügbar“.

    Tolles Marketing!

  31. Wer hat denn Heute schon die Zeit, täglich eine Zeitung ganz zu lesen. Wohl nur die Rentner. Und nichts ist so alt wie eine Zeitung von gestern.

    Tageszeitungen im Printdruck werden früher oder später eingestellt werden. Was auch sein Gutes hat. Der Verschleiss von Ressourcen welches in‘s Altpapier wandert ist enorm und weder ökologisch noch zeitgemäss bei der heutigen Digitalisierung.

    Wochenmagazine (z.B Weltwoche) liegen nicht nur in der Hand angenehmer wie die übergrossen Salatblätter, sie lassen sich auch während mehrerer Tage lesen ohne täglich bombardiert zu werden mit Lesestoff.

    Wenn die NZZ schon täglich erscheinen will als Salatblatt, so sollte sie sich für jeden Tag einem Kernbereich widmen welcher 80% des Inhalts einnimmt. An einem Tag Kultur und Sport, an zwei Tagen jeweils Wirtschaft und an zwei Tagen Politik. So könnte der Interessierte die Zeitung auch nur an den Tagen abonnieren die ihn besonders interessieren und die Kernbereiche könnten dem Leser umfassend und vertieft näher gebracht werden. Für das übrige tägliche Neuigkeiten-Blah-Blah sollten 20% ausreichen. Denn das kriegt man auch problemlos kostenlos über 20 Minuten, Internet oder über‘s Fernsehen.

  32. Was hier über die NZZ gelästert wird, gilt zum grossen Teil auch für den TA (bin nicht mehr Abonnent) und SRF. Diese Medien diktieren uns die Themen und dazu auch noch die Meinungen, die wir übernehmen sollen. Wer die Diskussionen im ARD/ZDF verfolgt kann feststellen, dass es dort gleich aussieht. Dieselben Themen, dieselben Ansichten und Verunglimpfungen von abweichenden Ansichten, alles wie bei uns. Initiiert von der EU oder den USA (Black Lives Matter, #metoo, Asylpolitik, Sexismus etc) Die Schweiz schwimmt nur noch mit, sie ‘n’existe plus’. Uns fehlen politische Zugpferde (nicht Blocher) die von Grund auf CH-Themen vorantreiben, die endlich gelöst werden sollen. Leider kann ich auch nicht ansatzweise eine Partei erkennen, die dazu fähige Leute hat. Leider.

  33. Und wie steht es eigentlich um Inside Paradeplatz? Hat lh auch eine Milliardenimmobilie, von der er notfalls leben kann? Ohne die vielen Gratismitarbeiter, gemeint sind nicht nur Stöhlke und Co., sondern vor allem die Kommentatoren, die IP lesenswert machen, könnte lh wohl auf Dauer nicht bestehen. Es sei denn, er hat Medienpartnerschaften, die dafür bezahlen, dass lh über sie wohlwollend berichtet. Wie wärs mit UBS oder gar Kahn? Eigentlich müssten alle Medien in der Schweiz verpflichtet sein, ihre Medienpartnerschaften aufzudecken.

    • IP ist seit einiger Zeit (oder vielleicht auch von Anfang an?) definitiv korrumpiert, Hässig nimmt Cash (für Rechtsstreitigkeiten oder nur für Fun?), um dies festzustellen braucht es keinen Professor, ich denke es ist weniger UBS aber mehr gewisse Staaten (siehe Deutschland / Stöhlker).

  34. …ob eine Publikation (oder was sonst auch immer) „krude Seite KenFM“ sei, will ich nicht gesagt bekommen sondern möchte ich mit Vorteil selber herausfinden. Von daher reicht eine Namensnennung und/oder ein Link völlig aus…

  35. Niveaulosigkeit und Voreingenommenheit der Tamedia/Coninx Medien schleichen sich langsam in die NZZ ein. Will man wohl mit diesen und deren populistischem Schmarren durch Anpassung nach unten konkurrieren?
    Herr Gujer, so gewinnt man bestimmt keine neue Leserschaft!

    Der qualitätsmässige Abwärtstrend scheint nicht auf die Schweiz beschränkt. Auch NYTimes, Monde und Figaro sind längst nicht mehr das, was sie eimal waren. Besonders schlimm die Süddeutsche und FAZ. Einst Top-Blätter. Heute reine Hetzjournaillen gegen Trump, Johnson, Orban , Polen, Russland und last but not least gegen die Kirche. Und natürlich pro Merkels Einwanderungspolitik !
    Man scheint still und leise am „neuen Menschen“ nach Soros Vorgaben zu arbeiten.

  36. Wenn ich informiert sein wollte, habe ich früher den Tagi und die NZZ gelesen.
    Dann wusste ich, was die beiden verdreht oder weggelassen haben und hatte das vollständige Bild. Die NZZ hat sich schon vor Jahren von einem Konservativen zu einem linken progressiven Blatt gewandelt. Quer durch die ganze Presse inkl. SRG gab es eine massive Verschiebung nach Links. Die Presse in der Schweiz ist nicht mehr frei und unabhängig. Das ist eine grosse Gefahr für die Demokratie und wir sind dabei sie zu verlieren. Danach kommt die Inquisition.
    Die Schweizer Presse ist am Anfang einer Entwicklung, die in englischsprachigen Raum schon viel weiter fortgeschritten ist.
    Das Internet hat zu einem massiven Abbau von Stellen in der Branche geführt. Die Verlage sind viel stärker auf Werbeeinnahmen angewiesen und damit viel einfache zu beeinflussen oder manipulieren. Die Kosten werden gesenkt und statt aufwendiger Recherchen, werden die mit Propaganda gespickten Beiträge von Agenturen wie AP oder der NATO Propagandastelle Bellingcat einfach abgedruckt.
    Gleichzeitig findet ein Generationenwechsel statt unter den Journalisten. Eine junge von linken Lehrern indoktrinierte Generation von Aktivisten übernimmt jetzt das Zepter. Gut recherchierte Artikel werden mit Meinungskolumnen ersetzt. Am besten sichtbar ist dieser Niedergang bei der New York Times. „The paper of record“, das nie etwas publiziert hat, das nicht von mindestens 2 unabhängigen Quellen bestätigt worden ist, verwendet jetzt anonyme quellen. Unter den Chefredakteuren finden sich nur noch linke progressive Aktivisten und neuerdings auch Rassisten, die gegen die weissen Männer hetzen.
    Die Folgen für die USA sind klar ersichtlich. Die durch die Presse aufgestachelten Aktivisten brennen die Städte nieder, während ihre Gewalt verleumdet und politisch ausgebeutet wird. Auch von der NZZ erfahren wir, dass ausschliesslich der Dorftrottel im Weissen-Haus an Allem schuld ist.

    • Sehr intelligenter Beitrag ! Zu klug, um von einem von 68er Lehrern und deren Nachkommen verblödeten Publikum überhaupt verstanden zu werden.

  37. Bei mir war schon vor zehn Jahren Schluss mit der NZZ. Man liest mehr oder minder dasselbe wie auf SRF.CH. Das wäre vor allem SVP-Bashing ohne Ende und elitäre Schlagzeilen wie „Aufstand der Zivilbevölkerung“ nach der Ausschaffungs-Initiative. Kurzum, Mainstream Einerlei. Wenn sie untergeht, fehlt nichts was jetzt auch schon fehlt. Eine Tageszeitung die für „normale“ Menschen schreibt und davon ausgeht, dass ihre Leser schon selber denken können.

  38. Wer liest heute noch solche unattraktiven Wälzer. Dazu fehlt heute die Zeit und online ist man aktueller und schneller. Und zudem soviel Kohle für ein veraltetes Blatt auf den Tisch zu legen ist definitiv passé.

  39. Sososo Herr Frenkel. Ablästern über die NZZ. Und selber sind Sie persönlich in der Provinz gelandet (Brugg). Noch Fragen?

  40. Seit Jahren verstehe ich nicht, weshalb die NZZ nicht 8 Seiten täglich online auf Englisch herausgibt. Sie braucht bloss die guten Artikel zu übersetzen und könnte das Abo für 10-15€ im Monat weltweit mit dem Swissness Brand als NZZ International verkaufen. Die Investitionskosten für so etwas lassen sich ja fast im 5-stelligen Bereich halten. Die NZZ sitzt da auf einem Schatz und macht nichts draus. Unverständlich!

  41. Fast alle Zeitungen. egal ob links oder rechts, verlieren Leser, inkl. Köppel’s Weltwoche. Warum sollte man für etwas bezahlen, das man im Internet umsonst bekommt? Die Jungen wollen keine Printmedien mehr, sondern Online – Watson, Nau, Blick online, 20 Minuten etc etc. Die Qualität bleibt dabei allerdings auf der Strecke.

  42. Ach ja, die Kreativität habe ich noch vergessen: Dass man zwei Sonntagsbünde zu einem zusammenfasst macht ja durchaus Sinn. Wenn einem dann aber für den neuen kein besserer Name einfällt als „Magazin am Sonntag“ – der TA hat seit Jahren ein „Magazin“ – dann scheint es bei der NZZ auch mit der Kreativität zu hapern…

  43. Den Niedergang erkennt man schon seit langem auch im ganz Kleinen: still und heimlich verschwinden die Zahlenrätsel (Sudoku u.ä.) aus der täglichen Print-Ausgabe, dann verschwindet das samstägliche Kreuzworträtsl aus dem Wochenend-Bund…alles Dinge die wahsinnig viel kosten (???) die aber viel über die Denkweise im Management aussagen. Was aber viel wichtiger ist: Die NZZ ist noch immer nicht im digitalen Zeitalter anglangt. So ist die NZZ z.B. nicht in der Lage, die verschiedenen Abos im Kundenprofil online so zu bennenn dass der Kunde weiss welches gemeint ist, sondern benutzt einen nur für NZZ internen Gebrauch interessantes Abo-Kürzel. Anstatt „NZZ“ und „NZZ am Sonntag“ (so wie die Titelseite daher kommt) steht dann da „Print und Digital“ und „Kombi Print & Digital“ – nicht wirklich kundenfreundlich…Und wie bitte soll ich in der online-Version der NZZ am Sonntag“ das Kreuzworträtsel lösen? Etwa mit Tipp-Ex auf dem Bildschirm? Klar sind das nicht die entscheidenden Inhalte, aber sie zeigen was da schief läuft…

  44. Um den Wirtschaftsteil, v.a. Unternehmensabschlüsse, kommt man nicht herum aber der Rest ist NEF. Auch der Wirtschaftsteil ist schwach.

    Habe während vielen Jahren das Agefi für Fr. 700 abonniert. Bis es der FDP-Dressman FD an die Wand fuhr. Kenne die heutige Auflage nicht aber es werden so gegen 800 bezahlte Exemplare sein (höchtens!).

    Der NZZ wird es ähnlich ergehen. Habe auch schon mehrere faktuelle Fehler entdeckt. Und die früher so schönen Schachtelsätze fehlen gänzlich. Kein Wunder, wenn das „Lektorat“ im Ostblock ist.

  45. Laut NZZ braucht die Schweiz auch das Rahmenabkommen. Wie kann man sich an den Lesern so vorbei ins Abseits manövrieren?

    Habe nun nach diesem M. Matuschek Debakel, auch mein Moneyhouse ABO (NZZ) gekündigt!

    • Mann kann ja als Medium meinetwegen noch solche Meinungen vertreten, daß die Schweiz ein Rahmenabkommen braucht.

      Aber dann bitte auch andere Stimmen zulassen, wenn man liberal (also freiheitlich) als Medium sein will.

      Sonst kann man gleich mit SRF-TX-Ringier-Wanner-Lebrument fusionieren.

  46. nicht nur die NZZ ist schuld: vielmehr der TREND zu Links! wie schrieb Niall Ferguson (in der NZZ): als Rechter bist du ein potentieller Neonazi, Kommunisten hingegen sind einwandfreie Sozialdemokraten“; bei der Kultur an unseren (vom Steuerzahler) Universitaeten darf kein Student mehr sagen ehre abonniere die NZZ – deshalb kein Wunder geht’s dem Tagi so gut!

  47. ein vergleich: stellen sie sich vor, für jeden fernsehsender einzeln ein abo für 200.- eingehen zu müssen. das könnte doch niemand bezahlen.

    ich lese jede woche dutzende von zeitungen im internet, in diversen sprachen aus aller welt, und alle wollen im prinzip ein abo von mir…so gehts nicht, liebe zeitungsmacher!

    wie heisst es so treffend: wer nicht mit der zeit geht, geht mit der zeit.

    • Vielleicht geht es so nicht, wenn allerdings niemand mehr ein Abo löst, ist die triste Welt ein Copy/Paste-Journalismus von Life-Style-Agenturmeldungen à la 20min. Da können sie noch Sprüche klopfen soviel sie wollen.

  48. Nun ja, dieses „Kampfblatt“ der FDP weiss genau wie ihre Mutter-Partei nicht mehr so recht wo sie stehen möchte.

    Der heute herrschende Zeitgeist bringt ideologische Gesinnungsstandards mit sich die man einzuhalten hat, Fakten sind da Zweitrangig, gesunder Geist ebenso.

    Ich las sie früher neben der Zeit, dem Spiegel, der Weltwoche usw. Nur letztere ist übrig geblieben, denn sie weiss was sie will und wo sie steht, sie hat eine Identität.

    Natürlich findet man in der NZZ immer noch echte Journalisten die gute Artikel schreiben, aber die Linie eines Blattes geben die wenigen „guten“ trotzdem nicht vor.
    SVP-bashing ….. klar, die NZZ ist ja FDP…..

    Und immer wieder dieses EU-Phyle verhalten…… die würden unsere direkte Demokratie für das mitmachen im Klub opfern….. so wie unsere Wirtschaftsverbände auch.

    Nun ja, besieht man sich die Macht-Allüren unseres panischen und miserabel informierten Berner Corona-Rates, kein Wunder.
    Erst aufgrund eines bedenklichen Pandemiegesetzes illegale Entscheide treffen …..und die dann hinterher absegnen lassen.

    Die NZZ bohrt da kaum nach, hätte sie vor 30 Jahren aber bestimmt getan.

    Eben, sie gehört zum Establishment ….das sich natürlich auch mal zankt, aber sie gehört eben zur Gruppe ausnahmslos aller anderen ………links der SVP.

    Auch nur ein 1% Wähler an die SVP…… das wäre ja schön gruselig, dann doch lieber mit den anderen.

    Dieser Opportunismus ekelt eben so manchen Leser an….. und wenn nun noch die letzten „Guten“ rausgeekelt werden….. warum das Blatt noch lesen ?

    • sehr löblich, daß Sie die hamburger merkelanbetungsblätter zeit und spiegel abbestellt haben!!!

    • Bei der Weltwoche bin ich mir inzwischen nicht mehr so sicher. Sieht danach aus, dass Köppel neuerdings einen Schmusekurs gegenüber der FDP und den Linken fahren will. Seit seinem traumatischen Taucher in der vorletzten Session in der Halle in Bern. Ein verzweifelter Versuch, sich bei der FDP als valabler Bundesratskandidat anzudienen? Man muss sich nur die jüngste Ausgabe von Weltwoche daily auf You Tube ansehen. Lobende Worte für die beiden FDP Bundesräte. Cassis Departementsumstellung findet er grossartig. Menschenrechte für Gorillas: durchaus überlegenswert. Biden als Präsident: gute Lösung. Von Stimm- und Wahlrecht für 16 Jährige, soeben im Parlament beschlossen, kein Wort. Zur Begrenzungsinitiative, ein belangloser Halbsatz. Eine Woche der für das Land wichtigen Weichenstellung.

    • Die Weltwoche hat eine Identität? Welche denn? Deshalb ist sie wohl auf die Hälfte der Auflage geschrumpft, welche sie in besseren Zeiten hatte. Köppel soll doch mal seine Finanzquellen offenlegen, dann sieht man die Identität sehr schnell…..

    • Die NZZ und die FDP sind nur scheinbar links, sie werben im linken
      Feld um nuetzliche Idioten, aber das Ziel ist die
      Anpassung an die NWO, diese ist nicht links sondern
      ULTRARAECHTS.

  49. Die Transformation der Medienlandschaft aktiv zu gestalten ist eine schwierige Aufgabe. Mir scheint, die NZZ reagiert seit Jahren und ist ständig in der Defensive. Akquisition ZFF ist ein Witz und wohl eher als Hoffnungs- und Verzweiflungstat zu sehen-hat man dabei wirklich an den Kunden gedacht…?

    Die Preisgestaltung ist gelinde gesagt eine bodenlose Frechheit. Höhere Preise bei rückläufiger Qualität, das kommt nicht gut liebe NZZ. Ich habe euch bereits als 18jähriger Abogebühren bezahlt, nun will ich mir diese hohen Beträge seit ein paar Jahren nicht mehr leisten, der Gegenwert ist zu klein.

    Vielleicht wäre es einfach richtig, deutlich zu redimensionieren, Ideologien zu hinterfragen und mutig einen Neustart zu wagen? Ohne Erfolgsgarantie. Wenn sie so weitermacht geht sie aber garantiert ein…

  50. Als ich vor 10 Jahren die NZZ abonniert hatte. Bekam ich einen Anruf von einem Callcenter sie würden mir gerne die NZZ als Abo zum 50% Tarif anbieten! Ich sagte toll habe sie schon, das einfachste währe sie erstatten mit 50% meines erst kurz vorher abgeschlossenem Abonnement zurück …. Ne das geht nicht! Dann habe ich die NZZ angerufen und dies erzählt, die Antwort; gibt nichts zurück, und meine Intervention „Stammkunden werden schlechter behandelt als Neukunden!“ NZZ blieb hart. Nach Ablauf meines Abos habe ich nicht mehr erneuert, und jedem von der NZZ wo mich anrief habe ich die Geschichte erzählt und gesagt wenn ich weg bin komme ich auch nie mehr zurück. Selbst mein Brief an Herr Spielmann wurde nie beantwortet. Die waren einfach auf einem zu hohen Pferd inkl. der FDP
    mit ihrer jetzigen Präsidentin Petra Gössi. Alle steigen nun etwas runter und die FDP legt sich noch mit den Grünen ins Bett um kurzfristig vom Klimahype noch ein paar stimmen zu erhalten. Zürich war Bürgerlich und wird jetzt immer Linker und Grüner, wenn wir dort definitiv angekommen sind merken die Politiker das Geld fehlt und es muss wider Bürgerlicher werden, die sind aber dann weg. Schlussendlich muss man nicht übers Milchverteilen verhandeln, bevor man eine Milchkuh hat.

    • Sorry Trudi. Das Angebot war haöt um Neukunden zu gewinnen.

      Das läuft überall so. Sonst könnte man ja gleich die Abopreise halbieren.

    • @ Albert Kohler: Danke vielmal, jetzt weiss ich wieso Herr Spillmann meinen Brief nicht beantworten konnte. Die NZZ fand einfach keinen Herr Spielmann, und da haben sie meinen Brief halt weggeworfen. Schade Herr Kohler das ich Sie nicht schon zehn Jahre früher kannte, mir wäre dann der ungeheure Schreibfehler nie passiert. Und die NZZ hätte nach Beantwortung bei mir eine zweite Chance erhalten. Sie müssen unbedingt bei der NZZ arbeiten, sie wären deren Juwel!

  51. Das ist leider so, inflationäre Abopreise bei negativer Inflation und immer weniger Inhalt. Während Corona wurde einfach das Fernsehprogramm entfernt und jetzt immer 3-4 Seiten „Meinung“ um günstig zu füllen. Neu wird noch versucht mit NZZ Global Pro für die Internationale Hintergrund-Berichterstattung zusätzlich Geld zu generieren: Exklusiv für Abonnenten „nur für kurze Zeit kostenloser Zugung“. Dann verschwindet der eigene redaktionale Internationale Tei dann wohl bald und man wird extra zahlen müssen.
    Mein digitales NZZ Abo (e-Paper) in der Chronologie:
    2016 498.00
    2017 504.00 +1.2%
    2018 528.00 +4.7%
    2019 550.00 +4.1%
    2020 559.00 +1.6% (fast schon günstig…)
    Vor Jahrenzehnten habe ich mal von TA auf NZZ gewechselt. Ende Jahr gehe ich den umgekehrten Weg, Preis/Leistung/Inhalt stimmt nicht mehr. Habe oft beide Blätter parallel gelsen und TA bietet nun mehr.

    • „…und TA bietet nun mehr…“? Der TA ist definitiv zum absoluten Käseblatt verkommen – unter der Führung „vom Sohn von Beruf“ – Conninx-Junior – und nun „vom Schwiegersohn von Beruf“ – Suppenhuhn äh Supino – wurde die Verblödung noch stetig weiter getrieben – und auch bei diesen Herrschaften gilt bezüglich Abopreisen genau dasselbe Prinzip wie bei der NZZ! Dagegen ist der „Blick“ direkt eine „Qualitätszeitung“!

    • Der Tagi….

      Neiaberau…. Linker Schwachsinnn in Rheinform.

      Wer sich in seiner linken Verblödung einigeln will, der lese den Tagi.

    • Wenn Ihnender ABO-Preis
      – auch nur EINE gute Idee im Jahr gibt –
      – sie vom SOZIALISTISCHEN Gedankengut des Tagi abhaelt – Ihre Moral gestaerkt

    • Watchdoggo: Gut geschrieben. Die Supino-Brühe ist echt Schund. 20min-Printausgabe ist gut um sie in die nassen Fretz Man-Schuhe hineinzustopfen oder als Unterlage für Schuhe oder Waldbänkli-Sitz zu verwenden.

      Und doch hat Tamedia eine rechte Fangemeinschaft. Repräsentativ für die Verblödung der Schweiz.

    • watchdog: schade haben Sie nicht auch erwähnt, dass die Leserbriefe im Blick ein bedeutend höheres Leser-Niveau zeigen als in …………..honi soit qui mal y pense

  52. Ein Symptom der beschriebenen Entwicklung ist dieser Einleitungssatz zu einem Artikel:

    „Sie lesen einen Auszug aus dem Newsletter «Der andere Blick» von NZZ-Chefredaktor Eric Gujer – heute vertreten durch Marc Felix Serrao – speziell für Leserinnen und Leser in Deutschland. Abonnieren Sie den Newsletter kostenlos. Nicht in Deutschland wohnhaft? Hier profitieren.“

    Narzissmus der Autoren, Zielmarktbeschreibung des Artikels und Werbung.

    Der Rest ist dann schon gut. Aber die Einleitung zeigt woher der wind weht.

  53. Selbstgebasteltes Elend?
    Die Ex-McGrinsis, die sich bei NZZ mit ihren Kumpels als (pseudo) Digitalexperten breitgemacht haben, und mittlerweile bei anderen Firmen ihr Unwesen treiben, dürften ihren Anteil an der ganzen Misere haben. Wie man bei anderen Verlagen sieht, kanns funktionieren. Vorausgesetzt man setzt auf richtige Profis und nicht Dampfplauderer.

  54. Die NZZ-Leute sitzen immer NOCH auf dem hohen Ross und glauben, sie werden ewig so weiter reiten.

    Die Verantwortlichen sind nicht mit der Zeit gegangen und schaffen es nicht, neue jüngere Leser für die Zeitung zu begeistern. Sie wollen besser als die SZ und FAZ sein aber dort geht wenigstens die Post ab.

    Im Grunde genommen ist die NZZ noch für die kleine Elite im Land lesbar, quasi wie wenn ein Star kein Star mehr ist aber noch ein paar Fans um sich scharen kann.

    Die Zeitung, davon gehe ich aus, wird weiter abbauen, weil die Journalisten dort dermassen unkritisch publizieren und wenig neugierig sind, dass das Lesevergnügen stark eingeschränkt ist. Viele begreifen das nicht aber das liegt primär an Gujer, der so konservativ ist, dass es kaum auszuhalten ist. Aber er muss ja keine 15 Jahre mehr CR bleiben und sein Nachfolger kann den Laden dann aufräumen, wenn es nicht zu spät ist.

  55. Spätestens bei der sonntäglichen Lektüre der redaktionell schwachen NZZ am Sonntag wird rasch klar, dass dieses einst stramme Blatt eine reine Zeitverschwendung bedeutet!

    • Leider wahr. hab vor einiger Zeit die NZZ Print-Ausgabe gekündigt (wegen immer mehr nur noch Meinungsjournalismus, was mich überhaupt nicht interessiert), die NZZ am Sonntag aber behalten, weil ich die gut fand. Aber heute mach ich mir jeden Sonntag Gedanken, wenn ich die genauso schnell durchgelesen wie werktags die ‚5 Minuten‘.

  56. Zeitungen welche zu offensichtlich einseitig Partei nehmen verlieren Leser. Die NZZ ist seit Jahren absolut EU-unkritisch, basht die SVP und hat glaub noch kein gutes Haar am BREXIT gefunden. Das rächt sich nun. Leser wollen neutral informiert nicht indoktriniert werden. Schade um das einst gute Blatt.

    • Bin seit Jahren Abonnent der NZZ, stimme voll und ganz mit Ihren Beobachtungen überein.
      Ich wünschte mir dass vermögende, verantwortungsvolle „Schweizer“ eine Tageszeitung auf die Beine stellen, die neutralen und ungefärbten Journalismus unterstützen.
      Was nützt es wohlhabend zu sein, wenn unser Land vor die Hunde geht ?
      Auch in der Romandie sieht es ähnlich aus, nur noch gesteuerte „Journaille“.

      „Schweizer“ erwacht, bevor der Wohlstand allen die Sinne vernebelt hat.

    • Auf den Punkt getroffen. Und die Entlassung Matuscheks war für mich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Bin demnach einer der „17“ Abonnenten, welche daraufhin gekündigt haben. Nur ein kleiner Fisch, und man macht sich ja offenbar keine Sorgen…

    • Ganz meine Meinung; die Preispolitik tut ein Übriges.
      Schade, diese einst international angesehene Blatt ist auf ein bedenkliches Niveau abgesunken.

    • Dann tut sie ihre vaterländische Pflicht. SVP, Brexit und Trump müssen von jedem, dem Wirtschaft und Demokratie wichtig sind, bekämpft werden.

    • Ach? Ich habe zwar kein NZZ Abo hätte die Zeitung aber nicht im eher linken Spektrum verortet. Meine Partnerin die dort arbeitet sagt auch eher gegenteiliges. Ich selbst habe immer gedacht bzw. den Eindruck gehabt das sich der Tagi eher links bewegt. IMO haben die einfach mehr oder weniger die NYT kopiert. Hat offensichtlich funktioniert. Ansonsten kenne ich fähige Leute bei der NZZ wie viel diese aber zu sagen habe weiss ich nicht.

    • In meinen Augen ist die NZZ erst seit 20 Jahren lesbar, vorher war die Texte konservativ-ideologisch gefärbt und für einen Stadtzürcher eine echte Zumutung. Die Berichterstattung über die Zürcher Jugendunruhen war extrem tendenziös, dafür war die Armee heilig. Aber seit der Jahrtausendwende sind die Texte meines Erachtens ideologiefrei, liberal und pragmatisch und nicht mehr ideologisch. Dass einige SVP-Anhänger sich mit dem Blatt nicht mehr wohl fühlen, erstaunt mich nicht.

  57. Gerade haben wir beschlossen, unsere 3 Firmenabos bei der NZZ (nach über 45 Jahren!) ersatzlos zu kündigen. Diese tolldreiste NZZ-Preispolitik machen wir nicht mehr mit, nachdem wir bereits etliche Jahre die Faust im Sack machten!

    • Wir überlegen uns das auch gerade, ob wir alle Abos, bis netterweise auf ein letztes, kündigen. Etwas Mitleid haben wir mit den erfolglosen Machern.

      Der Mehrwert für den Preis ist schlichtweg nicht mehr erkennbar. Die Löhne dort sind viel zu hoch und das bin ich auch nicht mehr bereit zu zahlen. Die Zeitung muss jünger, moderner, innovativer und unendlich viel schneller werden. Momentan eher ein Laden voller starrköpfiger und verbohrter „Beamter“.

      Zudem völlig überteuert aber die Journalisten sind oft nicht auf dem neuesten Stand des Wissens, was mich persönlich stark stört. Alles, was ich dort lese, kann ich unendlich viel schneller im Netz recherchieren und ich bin in 99% der Fälle schneller als diese Leute. Sie sind sehr sehr träge und viel zu stur und verpassen deshalb laufend gute Inhalte.

    • Ken-FM war oft Antisemitisch….. vor Jahren zumindest.
      Seitdem tue ich mir den nicht mehr an.
      Nein mir sind Realisten lieber.

      Trotzdem ist das überhaupt kein Grund jemanden wegen einer Veröffentlichung dort anzuschwärzen.

      Meinungsfreiheit ist immer die Freiheit der anderen.

  58. Da werden die Klingen gekreuzt! 💪

    Danke für den tollen Bericht zwischen den Zeilen…

    Wo sind die guten alten Zeiten bloss geblieben?
    Es zeigt einmal mehr, dass Marketing mit europäischen, jungen Digital Natives, viel Papier im Dossier und keinem Bezug zu den CH-Werten für solche Traditions-häuser nix sind.
    Wer billig einkauft, bleibt billig….

    Schade, werden so starke Markenwerte, über Jahrzehnte aufgebaut und gepflegt, an die Wand gefahren.

  59. Heute wartet die – ansonsten eher müde – NZZ mit einem Glanzstück auf: Interview mit dem ehemaligen UN Botschafter der Schweiz, Jenö Stähelin

  60. NZZ und ZFF
    ——————————————————

    Dieser finanzielle Missgriff ist unentschuldbar und grenzt an hochgradigen Verhöltnis-Blödsinn.

    Daraus folgert, die NZZ-Macher und der VR kämpfen auf „verlorenem Boden.“ Alle Insignien gehen den Bach runter und die FDP verliert ihr Organ.

    Ein insgesamt sehr tragisches Beispiel wie die „ alte Tante“ an Gebrechlichkeit
    zerbricht.

  61. Leider ist es mit der NZZ so, wie mit den meisten grossen Medien. Die Erkenntniss der Leser, dass viele Medien zu reinen Sprachrohren der Regierungen und/oder den transatlantischen Bündnissen verkommen sind, greift immer rascher um sich. Den freien Medien sei Dank, auch wenn in diesem Bereich einiges mit Vorsicht zu geniessen ist. Bei den freien Medien ist die (teilweise konträre) Meinungsvielfalt noch vorhanden. Der denkende Mensch kann sich dadurch breit Informieren und seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.
    Bei den grossen Medienhäuser entsteht (leider) ständig der Eindruck, dass vorgegebene Meinungsbilder in die Köpfe der Leute, durch ständiges Wiederholen,“gehämmert“ werden sollen.
    Vielleicht merken das die Menschen und mögen das nicht mehr lesen,… könnte ja sein.

    • @ Peter Eberhard : Leider gibt es fast keine freien Medien. Vielleicht IP, Welt Woche, hoffentlich die geplante Onlinezeitung von Somm. Der grosse Haufen der Medien gehört wohl einem Besitzer. Der will die tägliche Hetze gegen Trump, SVP, Kurz, Putin, China und vor allem gegen alle die sich wehren gegen die masslose Zuwanderung aus Mittelost und Afrika.

  62. Aber nun mal ehrlich: Wer erträgt diesen Gujer, genannt Chefredakteur? Der Typ ist sowas von unerträglich. Eine NATO-Sprechpuppe.

    • NZZ-Chefredaktor ist ein guter Mann, der sich redlich bemüht, in der Schweiz einige vernünftige Kontrapunkte gegen das Sozialdemokratische Radio und Fernsehen (SRF) zu setzen. Aber er hat’s nicht einfach. Die Riege seiner eigenen Auslandsredaktoren ist strikt auf SRF-Kurs. Statt über andere Länder zu berichten, werden täglich alle Akteure dieser Welt kritisiert, die – horrible dictu – nicht strikt sozialdemokratisch agieren. Beispiel USA-Korrespondent Peter Winkler: Haben Sie jemals einen Bericht von Herrn Winkler gelesen, der nicht so ausschaut, als stamme er direkt aus der Medienabteilung der Demokratischen Partei?

    • Ausgezeichnet formuliert, das abgesunkene Niveau der einst geachteten NZZ ist auf Blick Niveau.
      Lügen zusammen, käme doch billiger!

  63. In DE bezahlt (fast) niemand CH-Preise. Die Einkommen sind dort viel tiefer. Ohne die DE-Abos sähe es für die NZZ viel schlechter aus. Die NZZ gilt als „Westfernsehen“ unter den gleichgeschalteten, politisch korrekten, Merkel-hörigen Medien.
    Das Problem der NZZ in der Schweiz sind die bis 50-Jährigen, die nur noch am Smartphone hängen. Dafür sind die NZZ-Artikel zu lang und zu anspruchsvoll. Der Abopreis wäre tragbar, wenn daneben nicht noch die Zwangsabgabe für die Staatsmedien anfiele.

  64. Tja, der Rauswurf lässt halt tief blicken. Problem sind auch nicht Abopreise, sondern unter anderem etwa fehlende Recherche und blindes Drucken von AP/Reuters Artikel.

    • Tja, das war schon zu Lech Walesas Zeiten so: täglich Berichte ihres Korrespondenten aus Danzig, der in Wahrheit ein REUTERS-Journalist war.

  65. Komisch, ich hätte gerade wegen der Zweitpublikation und gerade auf diesem Medium mein NZZaS Abo behalten und die Tageszeitung sogar noch dazu abonniert. Die Gleichschaltung der Berichterstattung, an der sich auch die NZZ leider beteiligt, ist schlicht unerträglich geworden.
    Man kann sich auch durchaus die Frage stellen, woher der Cashflow bei sinkenden Abonnentenzahlen und rückläufigen Werbeeinnahmen kommen soll und was das mit der inhaltlichen Qualität wohl macht.
    Mr. Gates winkt schon grinsend um die Ecke…

  66. Oft sind die meisten Artikel online gratis aufgeschaltet – warum soll ich also noch ein Abo bezahlen? Nur für das Archiv?

    • Diese Zeiten sind schon länger vorbei. Vor allem die NZZ betreibt eine rigide Bezahlschranke; es gibt nur noch Snippets als Vorschau – für Zugang zum gesamten Artikel heisst es jeweils «Zahlen bitte!».

      Bei den TX-Bezahlmedien indes war man lange Zeit nachsichtig: Mit einem AdBlocker konnte man tatsächlich die übrigens sehr wenigen als ABO+ gekennzeichneten Artikel gratis lesen. Nun aber sind 3/4 der Beiträge hinter der bis jetzt gut gesicherten und quasi unbestechlichen Bezahlschranke.

      Und 2021 soll, was heute noch freiwillig ist, für alle obligatorisch werden: die Nutzerregistrierung. Darauf haben sich alle Medienkonzerne geeinigt, weil sie die Identität aller Nutzer erfassen möchten. Auch jener, die nicht zahlen, nicht kommentieren usw., sondern nur mal rumstöbern wollen.

      Das wird ein Fiasko. Aber die mir bekannten Insider sind überzeugt davon, ja komplett angefixt. Ihr Argument ist, dass man sich auf Plattformen wie Facebook oder Twitter ja auch registrieren müsse.

      Nun denn, vielleicht muss erst mal alles bachab, damit etwas Neues und hoffentlich Besseres entstehen kann.

    • Ja, aber dafür brauchen Sie mindestens ein Online Abo. Die haben eine Paywall. Bin auch Luxusabonnent, allerdings frage ich mich im Home Office, wieso ich die Printausgabe noch brauche. Pendle nicht mehr oft. Sonntags ist ja ok, aber sonst…

  67. Ich habe alle Abos der MSM schon lange gekündigt. Zeitungen sollten ja schliesslich Informatios-, Orientierungs- und Lebenshilfen sein, mit etwas Unterhaltung vermischt. Heute dienen sie lediglich noch der Unterhaltung, der Ablenkung und der Verschleierung der treibenden Motive der internationalen Politik, Hintergrundinfos sind selten. Bei wichtigen Themen, wie der Staatsführung, der Geldpolitik oder aktuell der Corona-Situation, werden die staatlichen Massnahmen – als wären sie in Stein gemeisselt – unterstützt. Kritische und abweichende Gesichtspunkte sind rar. Darum: wozu braucht ich das?

  68. Zeitungs-Abos habe ich schon lange abbestellt. Ich zahle nicht für irgendwelchen zensurierten links gerichteten Mist soviel. Was mich interessiert steht im Internet. That’s it.

    Aber es ist langsam überall so. Weniger Leistung aber sicher Jahr für Jahr teurer. SBB, Swiss, Swisscom usw.

    • Urschweizerli: Kek, Ihr Post erinnert mich an Suhr(listan). Billettautomaten gnadenlos durch Selecta-Automaten ersetzt.

      All going downhill.

      Wiederum: Keine Grüsse.

    • Man merkt es leider Ihrem Text an, dass Sie keine anständigen Zeitungen mehr lesen. Solche Veränderungen nimmt die Umgebung meist besser war als man selbst. Kaufen Sie sich ein 220er Abo und lesen Sie wieder was Gescheites.

  69. Wieso sind Zeitungen, Zeitschriften und Bücher in der Schweiz teurer als z.B. in Deutschland? In Deutschland gedruckte Zeitschrift kostet in Deutschland 1,80 € in der Schweiz 3,70 Fr.

    Eigentlich müsste die Zeitschrift günstiger sein. Die MwSt ist statt 19% hier 7,7%. Die Umsatzsteuer für die Unternehmen ist ebenso viel geringer in der CH als in D. Somit müssten die Print-Waren günstiger sein. Das Gegenteil ist der Fall.

    Da kann man nur sagen, Abzocke im grossen Stiel.

    • Die Mehrwertsteuer in Deutschland beträgt für Zeitungen und Zeitschriften 7%, aktuell bis Ende Jahr sogar nur 5%.

      Das ist es aber nicht, was den Preis ausmacht. Wichtiger sind die Produktionskosten. Nur: Auch die können nicht einfach „weiterverrechnet“ werden. Das Lohn- und Preisniveau in DE ist einfach tiefer. Zentral ist der Deckungsbeitrag. Und der scheint bei den Abopreisen in Deutschland noch immer positiv zu sein…

      Wir Schweizer werden übrigens bei so ziemlich allen handelbaren Gütern schamlos abgezockt.

    • Auf Zeitungen, Zeitschriften und Bücher gilt in beiden Ländern der reduzierte MwSt-Satz von 2,5% in CH und 7% in D.

      Und ja, es ist Abzocke. Ein grosser Verlag aus Hamburg bestätigte auch, dass man die höhere Kaufkraft der Schweizer abschöpft – im Gegenzug würden wir aber von einer «exklusiven Schweiz-Beilage profitieren».

      Ich habe die Konsequenzen daraus schon vor bald 10 Jahren gezogen. Also zu einer Zeit, als überregionale Printerzeugnisse aus Hamburg den linksliberalen Anstrich hatten, aber dennoch pluralistisch und deshalb lesbar waren.

      Die heutige, von «woken» Praktikanten und ewigstudierten Moraleiferern gemachten Ausgaben würde ich indes nicht einmal geschenkt haben wollen. So alles in allem habe ich so schon manchen Baum vor der Abholzung gerettet.

      😉

    • Eisbär. Zahlen Sie deutsche Mieten oder Hypotheken? Verdienen Sie hier einen deutschen Lohn? Macht sich mal jemand darüber Gedanken, dass wir hier wesentlich höhere Preise für alles zahlen, weil wir u.a. auch mehr verdienen? Denken Sie daran, wenn Sie nächstes Mal mit dem Auto nach D einkaufen gehen. Und studieren Sie dort mal die Automarken mit CH-Nummernschild.

    • So ist es!
      Fernseher und Computer sind in der Schweiz typischerweise billiger als in Deutschland, trotz der hohen Mieten und Löhne der Schweiz.
      Die Verkäufer von Media Markt verhungern aber nicht.

  70. Frankfurter Allgemeine Zeitung:
    „NZZ – Eine Frage der Glaubwürdigkeit. 8 Millionen Franken für die Aktionäre trotz oeffentlicher Hilfe hohe Dividenden ausgeschüttet von Johannes Ritter 02.05.2020. 14:14

    Tja, wenn die Fresssucht über allem steht, dann ist wohl der Niedergang eingeläutet.
    Gunther Kropp, Basel

  71. Ringer und TA haben, was die NZZ nicht hat und auch nicht mehr haben wird: Digitale Marktplätze.

    Für Investitionen fehlt das Geld. Ausser vielleicht, die Stammimmobilie wird an die Kollegen der SwissLife verkauft.

    Geschichte wiederholt sich: NZZ, FDP und SED – im Gestern leben.

  72. Die machen alles falsch, was man falsch machen kann. Mitschwimmen im seichten Mainstream statt eigenständig recherchierte, faktengestützte Artikel, Ausrichtung auf den grossen Kanton mit oh Schreck teutonischem Chef mit der Ausstrahlung einer sauren Grapefrut. Verschwendung von Millionen für Kauf eines Filmfestivals wo niemand mehr hingeht. Ausdünnung der Redaktionen statt Kompetenzverstärkung. Preiserhöhungen für immer dünneres und seichteres Produkt. Wird nicht mehr lang gehen.

    • Ihre Einschätzung teile ich so weit, aber welchen «teutonischen Chef» meinen Sie? Eric Gujer?

      Er mag in Deutschland studiert und Volontariate geschmissen haben und nicht zuletzt lange Jahre Korrespondent in Berlin gewesen sein, aber er ist astreiner Schweizer.

      Gujer (bzw. Guyer) ist ein Geschlecht aus dem Zürcher Unterland, also ist da auch nichts mit «Ur-Opa» aus Königreich Württemberg oder Mark Brandenburg eingewandert.

      Nebenbei: Er hat ja, im Gegensatz zu SRF-Chefin Wappler, nicht einmal die deutsche Staatsangehörigkeit erworben…

      Nein, der offensichtliche Niedergang der NZZ ist, analog Swissair, mit allen freien Sinnen hausgemacht.

      There are plenty of other reasons to blame ze Germans!

      😉