Geldwäsche, made in USA

Das Geschrei um die Veröffentlichung der FinCEN Files ist gross. Wer die Story von Robert Masur kennt, kann nur müde abwinken: Es ist alles noch viel schlimmer.

„Wir wissen, dass zum Beispiel die amerikanische Grossbank Wachovia 400 Milliarden Dollar aus Mexiko über ihre Konten geschleust hat. 14 Milliarden Dollar haben die in kleinen Scheinen per Lastwagen über die Grenze gefahren. Das sind etwa 725 Tonnen Papier. Man braucht also 40 grosse Panzerwagen.“

Wie in der netten US-Serie „The X-Files“ kann man nur sagen: the truth is out there, die Wahrheit ist dort draussen. Aber das Verblüffende am Kapitalismus und seiner freien Presse ist manchmal: Die Wahrheit ist da – und keiner schaut hin.

Das Zitat über die Bank Wachovia stammt von Robert Masur, einem wirklichen Kenner der Sachlage. Sein Leben wurde sogar verfilmt („The Infiltrator“), basierend auf seinem Buch über seine Rolle als verdeckter Ermittler im Drogenkartell von Pablo Escobar.

Masur hat eine eigene Webseite, wo er für jeden sichtbar schildert, wie elend die Verbindung zwischen Drogenkartellen und US-Banken war und ist.

Es gibt die wuchtige Trilogie von Don Winslow über die mexikanischen Drogenkartelle, brutal-hautnah an der Realität erzählt, an der unkontrollierbaren Grenze zwischen Kalifornien und Mexiko.

Wo ein teuflischer Kreislauf stattfindet: In Kalifornien existiert der weltgrösste Supermarkt für Kokain, das hier generierte Geld macht die Drogenkartelle mächtiger als der mexikanische Staat, und US-Banken sorgen dafür, dass die Multimilliarden ihren Weg in die Realwirtschaft finden. Gewaschen und ohne kriminelle Herkunft.

Die desillusionierten Agenten der US-Anti-Drogen-Behörden wissen, dass sie den Krieg gegen die Drogen längst verloren haben; es geht nur noch darum, ehrenhaft kleine Siege auf dem Rückzug zu erzielen.

Nicht nur Mazur erzählt jedem, der es hören will, welche fatale Rolle US-Banken als Geldwaschmaschinen spielen. Martin Woods war bei Wachovia in London 2005 als Anti-Geldwäsche-Spezialist angestellt. Er hatte sich zuvor seine Sporen in der National Crime Squad von England abverdient.

Anfang der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts ereignete sich der Urknall der modernen Geldwäscherei-Skandale. 1991 wurde die “Bank of Credit and Commerce International” (BCCI) stillgelegt. Sie war knapp 20 Jahre zuvor in Pakistan gegründet worden und entwickelte sich schnell zu einem internationalen Finanzgiganten.

Bis nachgewiesen werden konnte, dass die BCCI in Geldwäsche, Waffenhandel, Bestechung, den Verkauf von Nukleartechnologie, Terrorismus, Steuerhinterziehung und via den damaligen panamaischen Diktator Manuel Noriega in die Finanzierung von Drogenhandel in grossem Stil verwickelt war. Als das explodierte, verschwanden noch nebenbei rund 20 Milliarden US-Dollar.

Die Ermittlungsbehörden stellten damals schon fest, dass die Bank hochqualifizierte internationale Geldexperten beschäftigt hatte, die mit allen Tricks und Kniffen ihres Metiers die eigentlichen Geschäfte versteckten. Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaften Price Waterhouse (heute PWC) und Ernst & Young (heute EY), die jahrelang die Bücher geprüft und für stubenrein testiert hatten, bekamen einen Klaps auf die Finger. Das Verfahren gegen sie wurde 1998 gegen eine Zahlung von 175 Millionen Dollar eingestellt.

Kommt einem bekannt vor, Wirecard lässt grüssen. Zum Beispiel. Zurück zu Wachovia. Dem Compliance Offizier Woods fielen schnell dubiose Zahlungen von mexikanischen casas de cambio, Wechselstuben, auf, die in ihrer Höhe völlig aus dem Rahmen fielen.

Er informierte seine Vorgesetzten darüber und machte damals schon Dutzende von SARs, Meldungen verdächtiger Aktivitäten, an die US-Behörde FinCEN, die den Fluss krimineller Geldströme eindämmen soll.

Es geschah – genau nichts. Ausser, dass Woods gemobbt wurde, erkrankte und schliesslich auch in psychiatrische Behandlung überführt wurde. Erst Ende 2007 nahm FinCEN Ermittlungen gegen Wachovia auf.

Die wurden 2010 mit dem in den USA üblichen Deferred Prosecution Agreement beendet. Das ist eine sogenannte aufgeschobene Strafverfolgungsvereinbarung.

Die Bank bekannte sich schuldig, versprach, das nie wieder zu tun, und zahlte insgesamt 500 Millionen Dollar an Bussen und Entschädigungen.

Niemand, absolut niemand in der Bank verbrachte auch nur einen Tag im Knast, obwohl sich diese Vereinbarung so liest, als würde hier ein Mafia-Pate aus seinem Geschäftsleben plaudern.

„Bei BCCI kostete es mich sechs Jahre“, erinnert sich Masur, „zwei Jahre Vorbereitung, zwei Jahre under cover in der Bank, und dann zwei Jahre, um den Prozess auf den Weg zu bringen.“ Immerhin führte das zum Ende der Bank; Wachovia gäbe es noch heute, wenn es sie nicht in der Finanzkrise von 2008 auf dem falschen Fuss erwischt hätte.

Antonio Maria Costa, der bis 2010 in der UNO die Behörde zum Kampf gegen Drogen und Kriminalität leitete, erklärt, dass die Zusammenarbeit zwischen dem organisierten Verbrechen und dem Finanzsystem Ende der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts begann, „als die Mafia Teil der Globalisierung wurde“.

Woods bitteres Resumée von damals hat bis heute nichts an Richtigkeit verloren: „Was bei Wachovia geschah, war symptomatisch für das Versagen des gesamten Regulierungssystems, ein angemessenes Risikomanagement anzuwenden, was nicht nur das Waschen von Blutgeld, sondern auch die globale Krise verhindert hätte.“

Wachovia wurde 2008 zerschlagen und dann vom Konkurrenten Wells Fargo übernommen. Wells Fargo gehört bis heute zu den grössten Banken der USA und der Welt und ist systemrelevant.

2018 einigte sich die Bank mit 50 US-Staaten auf einen Vergleich. Für die „systematische Ausbeutung von Kunden“ zahlte Wells Fargo 575 Millionen Dollar – das Verfahren wurde eingestellt.

Vor diesem Hintergrund sind die geleakten 2’100 SARs mitsamt den dahinterstehenden Transaktionen, freundlich formuliert, ungefähr so spannend wie die Zeitung von gestern.

Der grosse John Le Carré beschrieb 2010 in „Verräter wie wir“ die Geldwäsche der russischen Mafia. Ein spannender Thriller ohne Happy-End – und weit von den wirklichen Abgründen entfernt, wie Le Carré selbst einräumte.

„Die FinCEN-Files bringen Banken weltweit in Erklärungsnot“, behauptet der Schweizer Teilnehmer an der Ausschlachtung dieser Unterlagen. In Wirklichkeit sind die Tagi-Mitarbeiter in Erklärungsnot, worauf genau sie eigentlich unzählige Arbeitsstunden verbraten haben.

Angesichts des wahren Ausmasses der Schweinereien, die nicht weltweit, sondern vor allem in den USA begangen werden, sind diese Warnmeldungen ein sanftes Gesäusel.

Wobei der eigentliche Skandal die anhaltend wurstige Haltung der US-Kontrollbehörde ist. Jeder einzelne potenzielle Steuerhinterzieher wird mit der ganzen Macht des Gesetzes gejagt; ihn beherbergende Banken mit Milliardenbussen überzogen. Aber gegen die im roten Bereich drehenden Geldwaschmaschinen kann kaum etwas unternommen werden?

Das ist ein Witz, aber ein schlechter. Genauso, wie das merkwürdige Phänomen, dass fast die Hälfte aller geleakten SAR-Meldungen die Deutsche Bank betreffen. Während US-Banken im Vergleich dazu Musterschüler und unschuldige Chorknaben sind? Come on, that’s a joke, wie der Ami da richtig sagt.

Kommentare

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  1. Zu diesem Thema eine Buchempfehlung: „Imperium USA – Die skrupellose Weltmacht“ von D. Ganser. Nach dieser Lektüre erstaunt nichts mehr! Und genau dieser Administration kriechen wir in den Allerwertesten, indem wir denen 1. das Bankgeheimnis schenkten, 2. bei NATO-Übungen mitmachen und 3. noch deren Kriegsgeräte (Kampfflugzeuge/Bomber) abkaufen und uns so mitschuldig machen am Tod von Tausenden. Wie irre müssen unsere Bundesverräter + Parlament sein?!

  2. Die Schweiz ist auf Geldwaschen spezialisiert wie kein anderes Land. Das hat unserer Bankenwelt Ruhm und Ehre gebracht ueber 5 Jahrzehnte. Jetzt kommt die Retourkutsche. Prost Naegeli!

  3. Wir recht Sie haben. Aber eben, der Journaille geht es ja darum, den Schweizer Bankensektor zu skandalisieren. Da kann man mit dem moralischen Zeigefinger auf die Geschäftspraktiken hinweisen und lautstark Skandal schreien. Da bekommt man auch automatisch Schützenhilfe von den einschlägigen Politikern und man hat das wohlige Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen und skandalöse Missstände aufzudecken, also ein Super-Journalist zu sein. Wie wäre es denn, wenn wirklich mal jemand von der Presse analysieren und darstellen würde, was in aller Welt so abgeht, damit man das Geschehen in der Schweiz auch mal im Vergleich betrachten und bewerten kann. Dann rufen die Journalisten von der richtigen Seite natürlich sofort Relativierung, Relativierung … man wolle eigene Vergehen relativieren mit Whataboutismus. Ja, Ihr Artikel, werter René Zeyer ist genau das, Whataboutismus. Allerdings meine ich das nicht im negativen Sinn. Beim ganzen Kriegszug gegen die Schweizer Banken ging der Kontext von genauso skandalösen oder skandalöseren Praktiken in aller Welt einfach verloren. Schwer vermisst habe ich im ganzen Gezerre der letzten Jahrzehnte Artikel und auch politische Analysen, die die Heuchelei der USA aufgedeckt und nachgewiesen, und auch angeklagt hätten. Es wäre ein leichtes gewesen, wenn man nur gewollt hätte. Aber die Klischees über das Schweizer Bankensystem sitzt eben tief und wurden seit Jahrzehnten „geframet“ … z.B.: der ägyptische ExPräsidentenclan Mubarak hatte Geld in der Schweiz … natürlich! 500Mio. gestohlene Gelder, in der Schweiz! Typisch! Skandal! Aber über die Milliarden, die sie in den USA, GB, D, Hongkong verschoben und versteckt haben, las man in unseren Zeitungen nichts. Der Topos geht halt so: Schweizer Nr.Konto, versteckt beim Giftzwerg Schweiz, vollgestopft mit schmutzigen Geldern. Whataboutismus ist im Prinzip schon abzulehnen. Aber für eine richtige Einordnung der Sachlagen muss auch die ganze Wahrheit aufgedeckt werden, wenn immer möglich. Meistens ist es ja nicht möglich, oder auch ganz banal, nicht gewollt, auch von unseren Medien und den Top-Enthüllungs- und Entrüstungs-Journalisten.

  4. ….Sie werden sich die Zähne ausbeissen!
    ….Sie werden sich die Zähne ausbeissen!

    ….mit Bü…Bü…Bündnerfleisch?

    …und alle EU-Politiker und Herr Trump laufen bereits mit einer Prothese herum, nicht wahr?

    Und schon kurze Zeit nach de obigen Aussage gab’s das Bankgeheimnis aufgrund der vielen Landesverrätern/-.innen im Berner Parlament und Bundesrat nur noch ausserhalb der Schweiz.
    Erstaunlich wie man sich selbst überschätzen, täuschen und zerstören kann.
    Gibt es auf dieser Welt noch naivere Politiker/-.innen wie in Bern?

  5. Solange die Banken und damit die Aktionäre die Bussen bezahlen geht das so weiter. Erst wenn Individuals zur Verantwortung gezogen werden ändert sich etwas. Hierzu muss man sich fragen, warum das immer noch so ist.

    Ich habe in den letzten Jahren keinen Wall Street Banker, keinen aus der City und auch niemanden sonstwo gesehen, der für einen Betrug ins Gefängnis wanderte.

    Nehmen wir nur 2 Leuchttürme heraus: 1) 1MDB 2) Danske …

  6. Tja, die große Moral der USA (und ihrer Wirtschaft, Banken).

    Schön, daß es hier einmal erwähnt wird.

    Sie zeigen mit dem Finger auf die Schweiz weil sie ein Steuerparadies sei.

    Und selbst bestreiben sie in Delaware das größte Steuerparadies.

    Wo man heute noch – völlig anders als in der Schweiz – anonym Konten eröffnen kann.

  7. Um die Dimensionen aufzuzeigen in dieser US-Waschanstalt:

    Die jetzige Börsenkapitalisierung der Supermarktkette Walmart ist mit US$ 388 Milliarden geringer, als all das gewaschene Kokaingeld der damaligen Wachovia-Bank.
    Wie sähen die Grössenverhältnisse heute aus, nachdem die Aufsichtsbehörden den Überblick verloren haben?

  8. Immerhin wurden amerikanische Banken in vielen Fällen zur Rechenschaft gezogen.
    siehe Google: „100 most penalized parent companies“

    Bussen seit Jahr 2000:
    Bank of America 83 Mrd
    JP Morgan 35 Mrd
    Citigroup 25 Mrd
    Wells Fargo 22 Mrd
    Deutsche Bank 18 Mrd
    UBS 17 Mrd

  9. Drogen gehören legalisiert, und zwar alle. Der „War on Drugs“, dessen Folge auch das hier ist, wird in der Zukunft als eines der grössten Desaster der Geschichte gelten. Man wird sich fragen, wie man so dumm sein konnte, zuzuschauen wie die gesamte Wirtschaft von Schwerstkriminellen unterwandert wurde, wie die Mafia immer mächtiger wurde, immer neue Geschäftszweige eröffnete und immer mehr Menschen auf dem Gewissen hatte – wahrscheinlich ist Mexiko nur geplänkel, wenn es so weiter geht drohen uns noch richtige Kriege – und das alles anstatt dass die Steuereinnahmen sprudeln. Und die Drogen, die werden sowieso konsumiert, wurden sie schon immer. Kontrollieren, selber produzieren, eine gute Prävention und Information und alles legal, ich hoffe irgendwann schnallen es unsere Politiker.

    • Ja. Und die Politik hat mit der Drogenkriminalität einen Vorwand, die Rechte der Bürger immer weiter einzuschränken.

  10. „Welt“ 27.01.2014 „Nach Lehman-Pleite – Wie Drogengeld die Weltwirtschaft rettete“ von Peter Praschl

    Man kann wohl davon ausgehen, dass 2008 die Grossfinanz-Drogenkartelle das globale Finanzsystem in Abhängigkeiten gebracht haben und Regierungen müssen sich fügen.
    Möglich, dass ein New Yorker Immobilienhändler und Politiker seine Geschäftsbeziehungen mit der Deutschen Bank offenlegen und Auskunft geben muss über den „Nabila-Deal“ der in Marbella eingefädelt wurde.
    Gunther Kropp, Basel

  11. Herr Zeyer, es ist zu einfach, mit den Fingern auf andere zu zeigen. Geldwäsche spielt sich global ab und die Schweiz ist der grösste Vermögensverwalter der Welt mit den meisten Zollfreilagern pro Kopf, mit einer dubiosen Zahlungszentrum in Diessenhofen, aber auch mit Schweizer Banken in den USA etc. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit werden die Anzeigen auf Geldströme hinweisen, die sehr viele wichtige Schweizer Banken betreffen, welche unter dem Schutzmantel des Schweizer Bankgeheimnis und Geschäftsgeheimnisses weiterhin Gelder und Vermögenswerte mit Hilfe Schweizer Anwälte in Offshore-Gesellschaften verwalten.

    • Herr Elmer, werden Sie eigentlich bezahlt für Ihre ständigen Anklagen? Oder haben Sie einfach nichts anderes zu tun?

  12. Irgendwo müssen ja die existierenden Milliarden der Kriminellen durch. Das Geld verschwindet ja nicht einfach. Deuschland aber auch die USA gehören zu den grössten Geldwaschplätzen in der Welt.

  13. Geld, das bei amerikanischen Banken landet, stinkt eben immer noch nicht.Die USA und Trump wollen und können sich keine weitere Bankenkrise leisten.Da wird nichts passieren bzw. es kommt zu lächerlichen Vergleichen. Bei den Amis steht Eigenutz in Geldsachen eh zuvorderst – und das nicht erst seit Trump.

  14. Lustig….die grossen Verbrecher finden in den Banken willfährige Helfer während wir kleinen hier von den Banken misstrauisch beäugt und überwacht werden wenn wir mal 20’000 abheben wollen. Mich hat die UBS sogar einmal angerufen und wollte den Hintergrund einer Überweisung über 3000 wissen. Meine Antwort war: Das geht die Bank nichts an. Sämtliche Konten wurden in der Folge von mir aufgelöst.

    Ich würde wetten, dass auch diesmal niemand von den Banken strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wird.

    • Na und? wird wohl eine Ueberweisung in den Iran oder so ähnlich gewesen sein … Kann passieren, dass man da angerufen wird. Kommt aber selten vor.

    • @ Treuhänder

      Was für FAKES Sie da erzählen! Das glauben Sie ja selbst nicht. Wohin haben Sie denn das Geld überwiesen? — Afrika, Russland, Iran, Paraguay….oder einfach zur Grossmutter im Nimmersland???

    • Wegen der 3000.– Stutz.

      Glaube ich.

      Weil es auch bei Banken- wie überall – einfach blöde Mitarbeiter gibt.

    • Nachtrag Geldüberweisung

      Mir selber wurden auch einmal sehr, wirklich sehr intime Fragen gestellt, als ich via Western Union 1000.– nach Afrika überweisen wollte.

      Ich habe die Aussagen verweigert – aber mir wurde gesagt, dass das Formular unbedingt ausgefüllt werden müsse.
      Die Fragen betrafen mein Verhältnis zum Empfänger, woher ich Empfänger kenne, der Grund der Überweisung, etc.

      Dann habe ich ganz allgemeine Aussagen gemacht.

  15. Geldwäsche der USA-Art ist eine hervorragendes Mittel die US$ Stabilität zu gewährleisten. Da die USA seit Reagan der grösste Schuldner der Welt sind und diese Entwicklung immer weiter geht und nun unter Trump auch rücksichtslos die Steuern für seine Reichen erheblich vermindert wurden und es völlig gleichgültig ist, wie hoch das US-Budget-Defizit anwächst, ist eine solche Art der US$ Geldwäsche dringend notwendig.
    Die USA produzieren gegenwärtig mit ihrem riesigen Leistungsbilanz-Defizit zuviel ihrer Dollars, die für den Gang der Weltwirtschaft mit ihrer US$ Reservewährung notwendig sind. Jeder US$ der Geldwäsche, der zurückfließt, ist absolut notwendig um die Weltfinanzen in Ordnung zu halten und dies wird durch die FED bewerkstelligt. Was wäre der US-Immobilienmarkt mit seinen schwindelerregenden Preisen in New York
    ohne diese kriminellen und korrupten Ausländer mit ihrer Geldwäsche.
    Die Strafen für die beteiligten Banken sind nicht eine Busse, um zu verhindern, dass diese Banken es nicht wieder tun, sondern sind eine Art Steuer mit den geringsten Sätzen für US-Banken, höhere für europäische Banken wie die Deutsche Bank und die höchsten Sätze haben wir Schweizer, weil unsere politische Stellung international gleich O ist.
    Überhaupt ist es fraglich, ob die US-Behörden den amerikanischen Drogen-Missbrauch gewillt sind zu bekämpfen. Nach Marx würde man brutal sagen, es ist da viel Klassenkampf und Außenpolitik der US-Machtelite dabei.
    Interessant ist, dass diese Gründe der verlogenen US-Geldwäscherei Ausführung nur selten von den renommierten US-Wirtschaftskolumnisten wie Krugman angetönt wird. Wäre die Welt voller Demokratien und Rechtsstaaten müsste niemand ein sicheres Schlupfloch, wie die USA suchen und Euro und SFr. wurden sofort gegenüber dem US$ aufgewertet.

  16. Unglaubliche Geschichte aus den USA mit den unbeschränkten Möglichkeiten.

    Der umstrittene Whistleblower Bradley Birkenfeld hätte bei der damaligen Wachovia Narco-Bank für viele Jahre viel zu tun gehabt. Stattdessen brachte der US-Amerikaner das legendäre Schweizer Bankgeheimnisses zu Fall.

  17. Es ist seit langem bekannt, dass London das Epizentrum der globalen Geldwäsche und des Betrugs ist.
    Hoffentlich bietet BREXIT Europa einen Katalysator für mehr Transparenz, Regulierung und Sanktionen.

  18. Danke für diesen Bericht. Interessant. Ich habe diese Netflix Produktion des Infiltrators angeschaut. Vielleicht ist es nur eine Facette aber man muss sich schon bewusst sein, wenn man in diesen kriminellen Kreisen verkehrt sollte man besser keine Familie haben und im besten Fall ein Eunuch sein, Einzelgänger, kein Privatleben haben oder Priester sein.

  19. Herr Zeyer, sehr gut das über diese Skandale, Betrügereien und Schweinereien geschrieben wird.
    Hätten wir nicht ein Finanzsystem mit beliebig vermehrbaren Krediten (Falschgeld), sondern ein sauberes, nachhaltiges, werthaltiges Geldsystem, wäre vermutlich auch der grösste Teil all dieser Verbrechen gar nicht mehr möglich. Das jetzige Finanzsystem (und Staatensystem) beruht in seiner Grundkonstruktion schon auf Unehrlichkeit, Betrug, Skandalen und Schweinereien. Da kann es eigentlich gar nicht überraschen, dass wir es auf dieser Erdkugel ständig mit Kriminalität, Finanzierung von Rüstung, Kriegen, Drogenkartellen, Falschgeldwäsche usw… zu tun haben. Ein immer grösseres Problem sind die Superreichen, die durch dieses beliebig vermehrbare Falschgeld dann zu viel Macht erhalten, politisch tätig werden, Politiker, sowie politische Organisationen (bis zu WHO und UNO!) unterwandern, beeinflussen, schmieren, um dann zu versuchen der Erdenbevölkerung auch noch mittels Medien-Monopolen und Angstverbreitung mittels angeblich hochgefährlicher Grippeepidemien, Impfzwänge mit Hilfe von leichtbeeinflussbaren Politikern/-.innen aufzwingen wollen, um dann nochmals ungerechtfertigte Profite abzukassieren.
    Solange die grossen Menschenmassen sich nicht kritischer verhalten, sich nicht besser informieren, leichtgläubig bleiben und sich herum schupsen lassen, wird sich leider kaum etwas possitiv verändern.
    Bereits in den Schulen müsste eine Veränderung im Lehrplan stattfinden.
    Den Jungen müsste schon in den Schulen der Unterschied zwischen Geld und beliebig vermehrbarem Falschgeld (und dessen Auswirkungen) erklärt werden.

  20. America first! Die eignen Steuerzahler werden hart angepackt und global gejagt. Lusche Gelder aber noch so gerne akzeptiert, obschon das transferieren von nicht versteuerten Geldern in die USA ein Verbrechen ist und sogar der ausführende Banker und die sendende Bank sich strafbar machen.
    Beim Reinemachen vor ein paar Jahren rieben sich nicht wenige Private Banker die Augen, als unwillige Kunden ihre Millionen nicht nachdeklarieren wollten, sondern einfach in die USA transferierten. Gleichzeitig strampelten die sich einen ab und stellten die ganze Bank auf den Kopf um jedes noch so kleine, geschlossene Konto auf einen US-Conex abzuklopfen. Und natürlich Millionen an Strafe zu zahlen.

  21. Sehr erstaunlich, dass dieser Fall Wachovia Bank in Europa anno 2008 keine grossen Wellen warf. Die unterwürfigen Europäischen Medien mit Ausnahme des britischen „Guardian“, haben damals geschlafen.

    Dieser Fall ist exemplarisch für die bewusste Einäugigkeit der US-Justiz. Wie oft mussten Europäische Banken für eher geringfügige Vergehen Milliardenbussen bezahlen? Die Wachovia Bank kam gemäss Wikipedia mit einer Busse von bloss US$ 50 Millionen davon für immense Narco-Geldwäscherei.

    Interessant, dass der damalige CEO und Präsident der Wachovia Bank G. Kennedy „Ken“ Thompson vom Jahre 2000 bis 2008, eine vorhergehende Präsidentschaft des „Federal Reserve Board’s“ innehatte. Ist schlichtwegs nicht zu glauben sowas. Nachdem dieser Ken Thompson am 2. Juni 2008 aus der Wachovia Bank geworfen wurde, hatte die SEC (Securities and Exchange Commission) mit ihm eine Abgangsentschädigung ausgehandelt. Er bekam für das Jahr 2008 keinerlei Bonuszahlungen. Stattdessen wurde erwähntem CEO eine Abfindung von US$ 1.45 Millionen für seine 32 Jahre Arbeit bei dieser Bank ausbezahlt. Grotesk, ein Verantwortlicher einer angeklagten US-Bank bekam eine stolze Abgangsentschädigung.

    Zur Wiederholung: Es ging hier um eine Drogen-Geldwäscherei von horrenden US$ 378.4 Milliarden in den Jahren 2004 bis 2007. Wir Europäer staunen mit offenem Munde.

  22. Geldwäschereiabklärungen sind nicht dazu da, die Wahrheit herauszufinden sondern dienen als Munition im Wirtschaftskrieg. Wenn ein Land oder ein Unternehmen den Mächtigen nicht mehr genehm ist, werden die Geldwäschereiabklärungen genauer angeschaut, sonst nicht.

  23. Bei der US Geldwäscherei bleiben unsere moralsierenden selbsternannten Geldwäschereiexperten stumm. Lieber trashen sie die Schweiz.

    • Das weiss höchstens 20% der CH-Bänker, sonst würden sie sich in der Öffentlichkeit schämen, und den Job wechseln.
      Für 10-40% Mehrverdienst die Drogenmafia unterstützen, kann keine ehrenwerte Beschäftigung sein.

  24. Guter Artikel, Herr Zeyer und mutig dieses Thema anzusprechen. Die „böse“ Mafia und die Drogengelder haben sich schon lange ins System „gefressen“. Nichts mehr mit bärtigen, finster dreinblickenden Personen. Diese Bilder kommen nur noch in der Systempresse. Mit weissen Hemden sitzt man jetzt im Umfeld der Finanzzentren und ist, wie Sie richtig schreiben Teil oder sogar Motor der Globalisierung.
    Nicht nur die Banken der USA sind da kräftig am werkeln.
    Die Schweiz ist, meiner Meinung nach, nicht durch Wagemut und Freiheitsdrang entstanden, sondern wurde installiert um als ein etwas zu gross geratener Geldtresor der Finanz-, Adelselite und des Vatikans zu nutzen. Praktisch und sicher, so mitten in Europa. Dadurch hat die Schweiz alle Stürme gut überstanden und nicht durch „die beste Armee“.

    • Finde Herrn Zeyer auch sehr fundiert und mutig.
      Schade lesen seine Zeilen nur so wenig Leute, denn meist lesen die Banker nur IP, wenn ihr Arbeitgeber auf IP erscheint.

  25. Was kannman dazu nur sagen?! Höchste Zeit, dass auch einmal die Verstecke in Übersee ausgeräuchert und via Justiz gnadenlos verfolgt und medial geächtet werden – die ganze Welt soll von den Delaware Docs, Reno Secrets, Miami Hot Info, Mexico Scandals etc. wissen!

  26. Wer etwas zwischen den Zeilen lesen kann wird es erkennen. Die USA jagen, zerstören, andere, … nicht die eigenen Banken. Siehe BCCI. Es werden nur ausländische Banken wie UBS, CS, HSBC mit Milliarden-Bussen bestraft, aber nur 500m die eigenen. Aber das ist US Politik, nicht nur was dieses Thema angeht. Die USA führen Sanktionen gegen RUssland, Iran, etc. ein, erwarten das alle anderen Staaten sich dem US Gesetzt auf eigenem Terretorium unterwerfen, und die Sanktionen gegen Russland einhalten, aber die USA halten sich selbst nicht dran und kaufen z.B. Öl und Gas, und verkaufen es z.B. nach Deutschland mit Aufschlag weiter. Daran erkennt man was die USA sind, … sie sind niemandes Verbündete oder Freunde, sonder sehen alle als Knechte, Vasallen und sogar Sklaven an, und agieren maximal egoistisch um nur ihre eigenen Interessen durchzusetzten egal zu welchem Preis. Albright sage ja das 500.000 tote Irakische Kinder es wert waren bzgl. der Sanktionen, und das nur weil HUssein kein USD mehr für sein Öl haben wollte, und er 9 Jahre Krieg gegen den Iran geführt hat für die Amis. Die Beispiele sind endlos. Fazit: Scheiss auf die USA und deren USD, … boykottieren und es findet sich was anderes.

    • Solange kein einziger „geschmierter“ Politiker da mitmacht sehe ich leider schwarz. Alle im Westen sind parasitär und lassen sich vom FED unterjochen. Solange es den USD gibt bleiben die USA auf dem Thron.

    • @ Franz Walter

      zB EUR,CHF,GBP,JPY,NOK,SEK,DKK,ISK,CZK,HRK,RSD,RON,BGN,HUF,PLN,PLS,RUB,ILS,MXP,AU$,NZ$,SG$,HK$,RMB,THB,TRY,SAR,AED,QAR,ZAR, etc

      um ein paar zu erwaehnen

  27. Sie könnte einen Basket aus diversen stabilen Währungen bilden (exklusive den US$) als neue Handelswährung. Damit wären internationale Bankentransaktionen, insbesondere die Commodities, nicht mehr vom US$ abhängig. Die USA könnten danach nur noch ihren eigenen Geldhäusern Millarden US$ an Strafen aufbrummen und weiterhin ihre fast schon Monopolstellung in der Geldwäscherei, im Glücksspiel, im Waffenhandel, in der Pornoindustrie wie auch im Drogenhandel Im Inland ausbauen. Eine neue internationale Handelswährung als US$ Ersatz würde die USA brutal schwächen. Es bleibt ihr danach nur noch die Cash US$, die weltweit, insbesondere in den Emerging Markets, in bar gehortet werden. Die Welt den USA gratis sprich ohne Zins Kredit erteilt. Lösungen gibt es. Nur ist die Weltgemeinschaft noch zu USA hörig. Es ist schon lange an der Zeit etwas gegen die US$ Abhängigkeit und deren kriminelles „Amercia First“ inklusive „Double Standards“ Gehabe zu unternehmen.

    • Traurig aber wahr!!! EU ist eine Lachnummer und eine fremdgesteuerte Diktatur, die über allen Staaten steht (siehe Lagarde Kommentar zu dem Urteil in Karlsruhe etc.).
      Die CH ist noch lächerlicher (ex Bundesgnom H.R. Merz) lässt grüssen….and so on and on.

      Gruss und Kuss Julius

    • Wer soll da drin sein? Der Euro ist ein Fehlkonstrukt, der Renmimbi ist ein Trittbrett von China und der Rubel von Russland – alle ungeeignet. Yen, Pfund, CHF? Kaum.

    • @ Die Weltgemeinschaft ist selber schuld

      Aufgrund dessen, dass sich die Regierungen leider überwiegend aus denkschwachen, leichtgläubigen, desinformierten gehirngewaschenen, käuflichen, korrupten, ideenlosen und unfähigen Politikern/-.innen zusammensetzen haben wir leider kein besseres Sytem. Für gute Lösungsvorschläge hat die Politik leider kein Gehör, sind die Vasallen mal gewählt, krallen sie sich in erster Linie an ihren Ämtern fest, um sich dort einzunisten und alle Gegner auszumisten. Gleichzeitig schielen sie bereits auf den zukünftigen Urnengang, denn das weitere wichtige Ziel ist jeweils die nächste Wiederwahl. Der Rest ist für die eher unbedeutend.

  28. Der Schweizer Bankenplatz wurde von unseren eigenen Politikern kastriert und in den USA knallen die Korken. Wenn man heute in der Schweiz eine Bank betritt wird man als eine suspekte Person wahrgenommen, und wenn man mit seinem hartverdienten Geld eine Investition tätigt oder eine Überweisung macht, die Missfallen findet, überbordet der administrative Wahn. Und dies weil die volksgewählten Apparatschiks in vorauseilendem Gehorsam die Guillotine fallen liessen.
    Das neue Spiel, wir lassen uns von Klimafanatikern und Gesundheitspsychosen gesteuerten Wirrlingen tagtäglich auf der Nase herumtanzen und uns in allen Grundrechten beschneiden. Wilhelm Tell dreht sich im Grab um.

  29. Derweil sich der einfache Büezbürger für jede noch so kleine Spesenabrechnung rechtfertigen muss und für ein paar Stutz Lohnerhöhung vor Dankbarkeit auf die Knie geht.

    Wenn schummeln, dann im Milliardenbereich.
    Damit man als „systemrelevant“ erachtet und in Ruhe gelassen wird.
    Simple as that.