Francisco Fernandez Milliardär

Gründer+Präsident der Avaloq macht Reibach mit Verkauf „seiner“ Avaloq nach Japan. Auch Personal der 1. Stunde wird ultrareich.

Francisco Fernandez kann ein paar neue Ferraris und McLarens bestellen. Soeben haben er und seine Mitbesitzer die IT-Firma Avaloq nach Japan an den Grosskonzern NEC verkauft.

Fernandez kassiert Hunderte von Millionen Franken, dies als seinen Anteil am Verkaufspreis von über 2 Milliarden Franken. Weitere Gewinner sind die Drittinvestoren von Warburg Pincus.

Richtig reich werden auch die langjährigen Mitarbeiter der Avaloq, darunter Ronald Strässler.

Strässler war der Erfolgsgarant hinter Fernandez, dank seinem IT-Knowhow wurde die Avaloq zur führenden Bankensoftware.

Ebenfalls die Hände reiben kann Matthias Schütz. Der Manager, der früh bei Avaloq angeheuert hatte und dann ins Joint-Venture mit Raiffeisen wechselte, ist inzwischen wieder auf der Payroll der Avaloq.

Weil Schütz auch viele Aktien der Avaloq besitzt, ist für ihn Weihnachten und Ostern zugleich.

Neu baut Japan (Google)

Viele weitere Avaloq-Mitarbeiter erleben wir Schütz, Strässler und Fernandez einen warmen Geldregen. Sie kassieren Hunderttausende von Franken – oder Millionen.

Fernandez, der zuletzt nur noch selten mit Avaloq beschäftigt war, kümmert sich fortan um seinen Leidenschaften. Die drehen sich um Häuser (Crowdhouse) und Boliden (Digital-Rennen).

Der Absprung ist günstig gewählt. Die Avaloq erlitt in Deutschland zwei grosse Debakel mit ihrer Software. Im Tessin könnte die neue Reyl-Intesa die Zürcher rausschmeissen.

Besser unterwegs ist Konkurrentin Temenos. Das ist nun nicht mehr das Problem von Fernandez&Co., sondern der neuen Besitzer aus dem fernen Osten.

Ob deren Rechnung aufgeht, bleibt abzuwarten. Falls nicht, dann könnte es bei Avaloq im Zürcher Quartier Brunau zu einem scharfen Job-Abbau kommen.

Kommentare

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  1. 2015 nach dem MA Abschluss habe ich mich von einen Headhunter überreden lassen mich bei Avaloq zu bewerben. Schon beim Eingang wusste ich, dass ich da arbeiten möchte aber ich machte den Fehler nicht sofort abzubrechen. Nach der Intro sollte ich in der Chrome Browser Console per HTML / CSS Änderungen an einer Webseite vornehmen. Das funktionierte aber nicht weil sich die HR Frau und der Fachspezialist vorher nicht schlau machten welche internen Dienste gesperrt sind. Am Schluss sagten sie dem Headhunter das sie das Gefühl hatten ich wolle gar nicht dort arbeiten. Sie hatten nicht ganz Unrecht.

  2. Hat jetzt Warburg Pincus bei der Geschichte auch etwas verdient oder draufgelegt ?

    Und was sagen jetzt wohl die Kunden insbesondere die Kantonalbanken dazu ?

    • Sie müssen nur etwas recherchieren (alles öffentlich verfügbar), dann finden Sie heraus, dass Pincus einen sehr guten Deal gemacht hat. Und Fernandez dazu, selbstverständlich.

  3. Bezos ist nicht der reichste Mensch auf dieser Welt, sondern die anonymen Mehrheitsaktionäre der grössten Banken sind es. Sie verfügen über sämtliches Geld, welches von den Nationalbanken direkt in ihre Tresoren geflossen ist sowie über das von ihnen selbst geschaffene Buchgeld. Beides schieben sie als Kredite samt Zinspflicht über die Tresen und bleiben somit Gläubiger sämtlichen umlaufendes Geldes. Via Zins und Zinseszins haben sich die Vermögen der Banken auf astronomische Summen gesteigert.

    • Wenn die Vermögen so unermesslich sind, weshalb machen sich denn alle Sorgen um die Solvenz der Banken? Und weshalb wäre die UBS ohne Staatshilfe untergegangen, die CS btw dazu?

  4. It knowhow. Wirklich?
    Nach studien un 2 jahre 1 monat junger Berater Ronald Strässler wurde zum Board member bei Avaloq. Kein wunder bin ich stets überqualifiziert…
    Aber ja so sieht die Bude auch. Am Schluss braucht man gute Verkaufsstrategie und Kontakte. Ende 20sten Jahrhundert wahr schon klar dass mit COBOL und neat3 nicht mehr lang geht. Unter anderem wegen teueren IT Experten. Und trotzdem läuft viel manuell in hintergrund. Einfach weil Leute den Konzept der Automatisierung nicht verstehen. Und warum auch. Verständnis macht niemanden Milionär.

  5. Ach nicht doch, Herr Hässig.
    Sie tun ja gerade so, als ob sich der Betreiber eines weltberühmten Finanzblog’s keinen Ferrari leisten könnte?!

  6. An NEC?! Nicht schlecht. Da wird auf die welsche Konkurrenz und auf die „innovativste“ Bank aber einiges zukommen werden. Die Japaner machen Nägel mit Köpfen. Fragt Tornos-Bechler…

  7. herzlichen Glückwunsch, Unternehmen aufgebaut, gross gemacht, nische ausgefüllt, zum richtigen zeitpunkt private equity aufgenommen, zum richtigen zeitpunkt an einen strategen verkauft.
    alles richtig gemacht. mag IP nicht verstehen, aber ich ziehe meinen hut.

  8. Nun ja wenn es schief geht bei einer Firma haben das alle schon von Anfang an gewusst, bei einem tollen Exit stehen dann Neider auf dem Platz. Wie man es als Gründer auch macht es ist falsch. Die geringe Risikobereitschaft der Meisten verhindert solche Erfolge auf der ganze Linie.

    Timing ist bei einem Exit wohl alles und das scheint hier ja perfekt zu passen. Hoffentlich werden ein paar der gewonnen Millionen wiederum in die „Seed Finanzierung“ von Startups im MINT Bereich in der Schweiz investiert, die Schweiz hätte dies bitter nötig.

    Mit dieser Hoffnung, Gratulation zum Exit – die NEC Leute sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen und haben sicher Ihre „Due Dilligence“ gemacht und das künftige Potenzial bewertet. Was hier anrüchig sein soll begreife ich nicht.

  9. Alle Achtung. Viel erreicht und geschaffen in 3 Jahrzehnten.

    Solche Immigranten machen mehr Freude als das „Orakel von Zollikon“

    • das orakel von zollikon)))

      bitte kennzeichnen sie dies als satire sonst fällt unser
      ip hässig plump drauf rein

    • Hallo Freunde
      (leider immer anonym, Feiglinge!)

      Seht Ihr nicht, dass ich ein Freund des Volkes bin? Aber das Volk ist nie dankbar, was schon Wilhelm Reich trefflich beschrieb. Mussolini und Ghaddafi riefen in ihren letzten Stunden nach dem Volk, ehe sie umgebracht wurden. Hat das Volk nicht immer Bretter vor den Augen? Deshalb sind es immer die Studenten, die zu Veränderungen aufrufen. Sie haben einen weiten Blick und können sich den Aufruhr leisten, während das Volk jasst.

  10. Herr Fernandez könnte sich auch überlegen seinen „personal hypercar“ bauen zu lassen. Nach seinen Ideen und Entwürfen nur unterstützt durch ein Automotive Design Team (Erfahrung in LMP1 / F1 / Bugatti) in der Einzelanfertigung. Den „FF one“ – beispielsweise. Dagegen ist eine Perlenschnur mit aufgereihten gumpenden Rösser höchstens ein „Jöjö“.

  11. Schön so kann jetzt Francisco Fernandez dem Konkursiten Zuger Ferrari Händler etwas unter die Arme greifen. Dann kann dieser seine Handwerker bezahlen, dann ist für die auch ein wenig Weihnachten.

  12. Wie alt ist Francisco Fernandez schon wieder?
    Egal, wenn Jemand 2 Mrd. zahlt für diese Bude dann weg damit und das Leben geniessen…..

    Meinen Segen hat er!

  13. Der Ausverkauf geht weiter. Das hat sehr viel mit dem von der SNB künstlich geschwächten CHF zu tun. Immerhin ists bei Avaloq nicht China. Mal sehen, wer als nächster dran ist.

  14. Avaloq gibts in 10 Jahren in der Schweiz de facto nicht mehr, oder noch ein kleines Verkaufsbüro mit etwas Kundenbetreuung. Die Entwicklung und die Technologie ist weg nach Asien (wo in den MINT die Post abgeht, der Schweiz bleiben noch ein paar pensionierte Vermögensmillionäre).

    • Ich versteh den Kommentar wirklich nicht so ganz. Einerseits seit ihr ja mehrheitlich der Meinung, die Avaloq-Technik sei veraltet und andererseits ist es dann auch wieder nicht recht, wenn die Japaner 2 Mrd. dafür aufwerfen? Was jetzt?

  15. hässig, geiger und stöhlker eine echte bank auf der rühtlibühni

    die drei greisenclowns sind zwar schon leicht benommen rühren einem aber immer wieder zu lachfalten und satiretränen…ein danke an züri ip

  16. Post verliert Pakete, und weigert sich dann die Kosten zu zahlen.
    Finde ich mis…. immer wieder gibt es Fehler bei der Post… auch Zahlungen.
    Post sollte ein Staatsbetrieb bleiben…. aber nicht so.
    So ist es nur eine Räuberhöhle…… ein Betrieb wie in Italien und nicht wie wir
    es in der Schweiz kennen…..
    Arme Schweiz… wo landen wir hin, wenn wir so weiter machen?

    • Geanu, ziemlich armselig wenn man nicht mal bemerkt, dass man seinen Hasskommentar im falschen Kino platziert!

  17. ….kann sich ein paar neue ferraris und mc klarens bestellen…

    traurig wie simpel und proletarisch mr.hässig in wirklikchkeit tickt.

  18. … peinlich, wirklich peinlich, ein solcher Artikel … wie sagte doch meine Grossmutter jeweils: „Neid, mein Junge, muss hart erarbeitet werden …“.

    • Als Unternehmen oder als Marke/System???
      Beim Unternehmen weiss ich es nicht und es spielt schlussendlich auch keine Rolle. Wette hingegen stark dagegen, dass das System auch in fünf Jahren noch läuft; mit welcher Performance auch immer!

    • Was hat das jetzt mit dem Artikel zu tun?

      Interessant für Sumitomu (Nec), sehr viel Risiko für Avaloq und Kunden, die Konkurrenz kann lachen (Finnova etc…)

    • Und was ist daran veräppelt? Die haben etwas aufgebaut und gewinnbringend weiterverkauft. Ihr gutes Recht und alles ok, oder? Und was sie mit der gewonnenen Kohle machen ist ihre eigene, private Angelegenheit. Spricht da vielleicht der Neid aus Ihrem Kommentar?

  19. Somit hat Warburg Pincus ihren Job sehr gut erledigt. Viele Steuern werden seitens der Schweizer Aktionaere und Belegschaft im 2021 in der Schweiz bezahlt.
    Hoffen wir, dass NEC die Avaloq Qualitaet steigern kann und die Preise der Avaloq Pakete guenstiger werden, sodass rund um auch bei den heutigen Avaloq Benutzern Freude herrscht.

    • @eiei

      gewinne sind verzerrbar…aber solche tools brauchen sie mit ihrem 2m horizont und ihren wahrscheinlich umsätzen sicherlich nicht…

    • So viele Steuern werden es wohl auch wieder nicht sein, wenn es richtig (d.h. als steuerfreier Kapitalgewinn) strukturiert wurde. Und die Vermögenssteuer fällt nicht so richtig ins Gewicht.