Gottstein bringt Bigshot von Ami-Bank in Stellung

Frisch geholter Christian Meissner dürfte bald Philipp Wehle an Spitze von Wealth Management ablösen. Dort droht Absturz.

Christian Meissner war zu haben. Der Ex-Spitzenmann der riesigen Bank of America wollte unbedingt zurück in die Spitzenliga.

Nun bot ihm Thomas Gottstein die Chance. Der CS-Chef machte Meissner zu seinem neuen Star. Der 51jährige soll den reichsten Privatkunden der Grossbank die Produkte der Investmentbank verkaufen.

Meissner war noch so froh, den VR-Job bei der Julius Bär an den Nagel zu hängen – nach wenigen Monaten. Die Aufgabe war nur Sprungbrett für Höheres.

Bin dann mal weg (Bär)

Meissner könnte in Bälde noch weiter aufsteigen. CS-intern wird er als nächster Chef von IWM gehandelt.

Gemeint ist International Wealth Management, die Division, die unter Ex-Boss Iqbal Khan wie eine Rakete abgegangen war.

Khan gab Schub mit Krediten: Benzin fürs Trading. Und er holte Kunden mit viel Geld, aber auch Risiken und entsprechend Compliance-Aufwand.

Als Khan zur UBS sprang, übernahm sein Finanzchef. Philipp Wehle heisst er, ein Deutscher, der bei allen gut ankommt und viel von Zahlen versteht.

Doch im Business ist er laut einem Insider überfordert. Wehle muss die Kosten kürzen und gleichzeitig das IWM neu ausrichten. Daran scheitere er, heisst es.

Meissner sei nun in der Poleposition, um Wehle zu beerben. Das sei nur eine Frage der Zeit, meint eine Quelle.

Holt grossen Namen (CS)

Gottstein fordert von Wehle weiter hohe Neugelder und starke Gewinne. Weil das Geschäft im IWM aber in der Krise im Frühling unter die Räder geraten ist, wird das schwierig.

Es drohen Kreditverluste und Klagen. Die Kosten sind gleichzeitig hoch.

Das hängt mit Khans Erbe zusammen. Der Shootingstar führte sogenannte Strategic Client Partners ein, kurz SCP. Diese geniessen maximale Freiheiten bei gigantischen Salären und Boni.

Was sie der Bank wirklich bringen, ist umstritten. Eine Quelle spricht von Frühstücks-Managing-Directors.

Eine treibende Kraft rund um den Aufbau der teuren SCPs ist Babak Dastmaltschi. Das Schlachtross im internationalen CS Private Banking war für Khan der Mann, der die Berater mit den grossen Namen an Land zog.

Nun setzt Gottstein seinen neuen Hoffnungsträger Meissner neben Dastmaltschi. Die beiden agieren als Co-Leiter bei der Beratung der Super-Reichen rund um Produkte und Services der Investmentbank.

Kommentare

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  1. …..soll den reichsten Privatkunden der Grossbank die Produkte der Investmentbank verkaufen….

    Das sagt schon alles! – Ist aber typisch für die Finanzbranche.
    Man will den Kunden nichts Gutes tun, sondern ihnen etwas verkaufen um selbst möglichst viele Profite einzusacken.

  2. Jetzt war doch schon so ein Amerikaner Furtz der Dougan, und jetzt schon wieder einer. Der Gottelstein ist wohl auch nicht schlauer als die anderen!

    • Leidet ist auch Gottstein nur ein kleiner Schweizer Bankmanager mit wenig bis keine Auslanderfahrung, welche sich von den Schwätzern und Diplomen aus Deutschland und USA blenden lassen. Gut nach dem Motto: Frechheit siegt und anything flys!

  3. Ja so läuft es im Business. Bringst du es nicht, dann bist du weg. Da wird so viel Geld herumgeschoben, dass jedem Normalbürger grad schlecht werden kann. Leute kommen und gehen, sacken viel Boni ein und am Ende ist von dem Geld nix mehr übrig. Es löst sich in Luft auf. Aber macht nix, mitnehmen kann es ja niemand. Wenn es dann schlussendlich soweit ist, hat ein anderer das Sagen und das ganze Getue war umsonst. Im Sarg schläft es sich ruhig und das ganze Spektakel hat ein Ende.

  4. Alles bullshit – hat mit seriösem Privatebanking nichts zu tun. Gewinnen tun nur die Frühstücksdirektoren, Kunden und Aktionäre schauen in die Röhre. Warum schauen die Regulatoren und die FINMA da zu bzw. vertrödeln ihre Zeit im risikoarmen Retailbanking ?

    • Weil die Damen und Herren Finma-Mitglieder seit 2008 im Schweizer Immobilienmarkt stark investiert haben und im Retailbanking zuschauen müssen, dass Herr und Frau Schweizer trotz tiefer Zinsen mit möglichst hohen Regulatorien schön in ihren Kasernen zur Miete bleiben. Sonst geht deren Rendite bei Leerständen genauso futsch wie 2008 ihre Depots. Muss schliesslich jeder auf sein eigenes Portemonnaie schauen… was interessieren sie da die Auswüchse im Investment Banking? Ist ja nicht ihr Geld.

    • hässig und sein youtuber geiger, sollten kinderbücher schreiben
      der zahn der zeit macht das ehemals ehrwürdige züri ip zum lacher
      des real fintec zeitalters…

      ip’s geschäftsmodell ist so ausgelutscht wie unser bankgeheimniss

  5. Big Shots gibt nur im Tierreich, die Menschen sind alle gleich und nur kleine „Würmchen“ auf diesem Planeten! Dies gilt natürlich ebenfalls für die „Manascherli“ Kaste:-)

  6. das sprungbrett zu höherem wirkt sicherlich nur im portmoneli nach. resultate dürften mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit bei der CS laaange der dinge harren, die da dann endlich kommen mögen.

  7. Gottstein wo ist dein Profilen? Schon Ermotti liess die Finger von dem Schaumschläger Meissner. Aber lesen Sie selbst, warum Meissner in der Schweiz gelandet ist. Kein Stern, eher ein blindes Torpedo.

    Meissner gilt als draufgängerischer Investment Banker – immerhin musste er die Bank of America ja verlassen, weil seine Chefs seine Forderung nach einer aggressiveren Gangart ablehnten. Schon Orcel litt darunter, dass er nur ein Drittel des UBS-Eigenkapitals für die Investmentbank benutzen durfte, und darin lag ein wesentlicher Grund für seinen abrupten Abgang. Die Rekrutierung Meissners würde die Debatte noch verschärfen. Und auch die Referenzen aus Ermottis nahem Umfeld dürften nicht die besten gewesen sein: Orcel selbst, trotz der jüngsten Verwerfungen noch immer eng verbunden mit Ermotti, hält nicht viel von Meissner, den er aus gemeinsamer Zeit bei Merrill Lynch kennt. «Sie haben sich regelrecht bekriegt», erinnert sich ein gemeinsamer Weggefährte.

    Im Swiss Banking trinkt man ja gern Cüpli, da sind Schaumschläger gefragt.

  8. Wieder einer dieser gnadenlosen arroganten und völlig abgehobenen Lackaffen für CS.

    Passt ins Bild dieser unsäglichen Bank.

    Die DNA dieser Bank ändert sich wohl nie.

  9. This is a fantastic move on the side of CS – demonstrates the strong savviness of the CEO and ability to hire heavyweights from Anglo-Saxon banks who will finally shake the trees in Swiss banks as already required for a long time.

  10. Philipp Wehle ist ein weiterer Flop bei CS.

    Jetzt kommt der Nächste, welcher „verheizt“ wird um das Ruder mit Gewalt rumzureissen.

    Als Kunde muss man sich langsam aber sicher Gedanken machen, ob man hier noch am richtigen Ort ist. Es gibt glücklicherweise genügend gute Alternativen.

    • Wieso muss man sich „langsam aber sicher“ Gedanken machen? Der einigermassen schlaue Kunde der CS ist schon seit Jahren ein Ex-Kunde.

  11. Babak ist längst fällig. Hat seine Haut im Falle des georgischen Ministers auf Kosten der Kleinen gerettet. Schäbiger gehts nicht mehr.

  12. Ich lese nur immer „Big Shot“, „Ex Spitzenmann“, usw., alles Verherrlichungen und völlige Ueberbewertungen. Die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass auch diese hochgepreisten Persönlichkeiten plötzlich Federn lassen müssen und aus ihren hochgelobten Positionen verschwinden. Wäre da nicht ein wenig mehr Bescheidenheit angesagt und dass man diese Damen und Herren erst nach erreichter Leistung hoch lobt?

  13. Messner was fired because of his toxic appetite of risk, no news here. The fact that CS has decided to employ him is very surprising and also quite concerning.

  14. Meissner ist bei der sogenannten Ami Bank rausgeflogen. Nicht das Gelbe vom Ei. Und hat der Thomi nicht gesagt er will lending überdenken. Wohl kaum mit Meissner. Er war bei Steinhof dabei. Viel Spass!

  15. UHNWI sind meist schon in Family Offices oder eigenen Strukturen organisiert und wann sich Gelegenheit bietet an einem Deal mitmachend. Aber das Verhalten der Märkte antizipieren, mit irgendeiner Black Box, an solch Märchen glaubt kein vernünftiger Investor mehr und stellt keinen Grund für Adressenwechsel dar. Personalrochaden bringen gar nichts, ausser eine sowieso nicht qualifizierte Person wurde zuvor in ein Amt gehievt. Es gibt Zeiten von Wachstum und Stillstand begleitet von Personen In Charge.

  16. ja, Herr Gottstein arbeitet viel und erwartet von anderen ebenso viel. Das wird kein Zuckerschlecken für Herrn Meissner. Herr Gottstein setzt hier einen typisch schweizerischen Schachzug ein, indem er ein Zweier-Team formiert, wo jeder seine Stärken mitbringt und den anderen ergänzt. Und die soziale Kontrolle funktioniert auch…

  17. Arme CS. Wieder ein Unloyaler Topverdiener mehr der kaum etwas bringt ausser exorbitanten Lohnkosten.
    Und Gottstein faellt darauf rein.