Panik bei Moneypark: 100 Züri-Leute ins Heimbüro

Finanzberaterin soll zuerst zögerlich auf mehrere Corona-Fälle reagiert haben. Gestern dann schickte sie alle nach Hause.

Moneypark erfuhr diese Woche von mehreren positiv getesteten Mitarbeitern. Die Tochter der grossen Helvetia-Versicherung habe darauf Maskenpflicht im Büro verordnet, meinte eine Quelle.

Ansonsten lautete der Befehl von der Brücke: Weitermachen wie bisher. Gestern dann erfolgte die scharfe Umkehr.

Die Moneypark-Spitze schickte das ganze Büro Zürich ins Heimbüro.

Damit arbeiten für die nächsten 10 Tage rund 100 der total 300 Angestellten des aufstrebenden Finanz-Dienstleisters von Zuhause aus.

Discounter macht kurz dicht (Moneypark)

Dass bei Moneypark ein Hüst-und-hott herrsche, wollte eine Sprecherin nicht stehenlassen.

Es habe „einzelne bestätigte Fälle von Corona-Erkrankungen in der Niederlassung in Zürich“ gegeben, und zwar „in Teams ohne physischen Kundenkontakt“.

„Die Betroffenen sind unverzüglich in Isolation geschickt worden. Mitarbeitende, welche in Kontakt zu den Infizierten standen, wurden umgehend identifiziert, informiert und sofort ins Home Office geschickt.“

Man habe die Mitarbeiter „gebeten, sich testen zu lassen, auch wenn sie keine Symptome haben. MoneyPark kommt selbstverständlich für die Kosten solcher Tests auf.“

Mit der verordneten Zwangs-Heimarbeit wolle man auf Nummer sicher gehen.

„Als reine Vorsichtsmassnahme haben wir zusätzlich entschieden, die Filiale Zürich für 10 Tage ins Home Office zu verlegen. Wir setzen damit nicht nur alle BAG Empfehlungen um, sondern gehen über die Vorgaben des BAG hinaus.“

Die Aktion zeigt, wie Firmen rund um die hochschnellenden Infektionszahlen am Rudern sind.

Bei Moneypark hätten die Leute bis gestern eng nebeneinander gearbeitet. „Es gab nie genug Platz für Distanz“, so ein Insider.

Als dann wegen den Positiv-Tests bei Mitarbeitern Aufregung ausbrach, machte die Firma ihren zentralen Zürich-Sitz gleich zu.

Firmen-Stresstest im Corona-Herbst.

Kommentare

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  1. Man sollte meinen eine Versicherung hätte gelernt Risiken zu bewerten und zu managen.
    Dass man bei MP keinen Kundenkontakt hat, gehört zum Geschäftsmodell.
    Man vermittelt Hypothekenanfragen online.
    Am ehesten brauchts Gespräche mit Partnern und IT.
    Die Story ist Zum Einschlafen.

  2. Mich erstaunt wie die grossen Medien mit Ihrer Berichterstattung ungehen…ah Sorry habe vergessen das es ja nur um Geld geht anstatt um Journalistische Pflichten. Als im Frühjahr 10 bei Webasto krank waren, war dies fast Weltweit ein Thema…wenn 100 in Quarantäne müssen und ein Betrieb eine Filiale komplett schliessen muss hört man davon NICHTS….Warum?

    TA-Media direkt Beteiligt an Moneypark
    Blick als Tochter der Mobiliar, grösster Lebenvermittler der Mobiliar
    SRF als grosser Werbeeinnehmer der Helvetia….

    Die Hand die einem Füttert die beisst man nicht….Journalismus sieht anders aus…

  3. Die angesprochene Zeiten von „eng nebeneinander arbeiten“ sind vorbei. Da brauchen sich die Personaler nicht vormachen oder heulen, diese Zeiten werden auch nie wiederkommen. Die Leute werden und wollen in zukunft alle entweder von Zuhause aus oder von einem Einzelbüro arbeiten. Ich werden mich niemals mehr in einem Grossraumbüro bewerben, unsägliche Zustände auch mit dem
    Durcheinander-Geplärre und ständigen nervenden Nebengeräuschen.
    Homeoffice oder Einzelbüro, gibt keine Alternative.

  4. War doch ganz klar, dass sowas passiert.

    Eine Führungscrew welche den Mitarbeitern nicht mal erlaubt sich beschweren zu dürfen, da ansonsten direkt Kündigungsandrohungen kommen. Solch einen Laden sollten man doch direkt schliessen und nicht auf IP erwähnen.

    MONEYgeil(Park) ein AWD in schönerer Verpackung, die Mitarbeiter ausbeutet und sich nicht an das Arbeitsgesetz hält.

    Kann so aber nicht mehr und werde alles öffentlich machen! Viel spass liebe Führung. Soll die Öffentlichkeit erfahren was ihr euren Mitarbeitern antut! P.S. bin „noch“ angestellt bei euch.

    • da bin ich sehr gespannt was sie an das Tageslicht befördern! Das ganze Park ja auch sehr nach einer brutalen Drückerkolonne aus. Kunden sollen schnellstmöglich dazu genötigt werden abschlüsse zu machen zu überhöhten Kosten. Wahrscheinlich ohne korrekte Risiko Aufklärung.

  5. Moneypark, Hypoplus die Aufangbecken für Berater, die auf der Bank nicht (mehr) zu gebrauchen sind. Die meisten sind knapp aus dem Ei geschlüpft und der Senior knappe Dreissig. De facto Hypotheken AWD.

    Der welcher nur das Billigste sucht sollte von Wohneigentum eher die Finger lassen.

  6. Money-Park und auch das Vermögenszentrum gauckeln den Kunden (leider) sehr erfolgreich vor, wie unabhängig sie angeblich sind. Kratzt Mann/Frau nur ganz wenig am Lack der beiden Firmen wird schnell klar, dass beide wie die Banken nur eins wollen. Unanständig viel Geld verdienen und dies auf Kosten ihrer Kunden. Kein Zoll besser als Grossbanken also!

  7. Was soll man von einem Unternehmen halten das nicht mal die Anzahl Ihrer Filialen zählen kann?

    Gemäss Website Beratung in ÜBER 25 Filialen, auf der Website aber nur 24 aufgeführt…..

    Ich meine auf 25 Zählen scheint zu kompliziert zu sein für Moneypark, und so jemanden der entweder nicht auf 25 zählen kann oder es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, so jemanden wollen Sie ihre Eigenheim finanzierung anvertrauen?

    Viel Glück!

  8. Man kann es Schönreden oder eben nicht. Fakt ist einfach, dass Risikopersonen im schlimmsten Fall den Schwarzen Peter ziehen. Das Verhalten verschiedener Firmen nach der sogenannten Besserung ist/war fatal. Viele sind zurück zum Normalbetrieb. Wieder gemeinsame Gross-Sitzungen, wieder eng sitzen und und und. Es gibt viele Manager-Haudegen, denen die Sensibilität für solche Situationen absolut abgeht. Die haben solche Angst von einem Kontrollverlust, dass sie die Leute lieber im Büro rumsitzen sehen. Klar: es gibt immmer Mitarbeiter, die das Homeoffice ausnutzen und einfach vor dem PC weiterschlafen. Aber die schlafen auch im Büro. In dieser Zeit wirkt eine gute auf Vertrauen basierende Unternehmenskultur Wunder. Die Firmen, die eine solche pflegen, haben mit Homeoffice kein Problem und könnten es eigentlich auch beibehalten. Die Streu trennt sich immer in Krisen vom Weizen. Bleibt gesund!

  9. Und wie bringt uns der Inhalt / die Message dieses Artikel in irgendeiner Form in irgendeinem Bereich unseres Lebens weiter?!

    • Lebensberatung gabs bei Mike Shiva, hier gehts um interessante Informationen, die haben meist keinen praktischen Nutzen im Alltag….

  10. Panik? Doch wohl eher eine vernünftige Reaktion auf die dramatisch steigenden Fallzahlen!
    Sollen die Firma etwa auf eine Durchseuchung in den eigenen Reihen setzen und Menschenleben riskieren?

    • @Martin: Ach Herr Martin. Es herbstelet und die Leute bekommen halt den Pfnüsel. Der Hässig wollte wohl aufzeigen, wie hysterisch die Leute geworden sind.

      Und hier noch ein paar sorgfältig zusammengestellte Infos, extra für Sie, Herr Martin.

      https://archive.is/lUJGq

      BTW: Die Entlebucher durchseuchen schon seit Jahrhunderten und leben immer noch. (Die Aargauer bald auch, kek.)

  11. Moneypsrk hat noch kein Infark :
    Wer das schreibt ist ein Quark.

    Im Homeoffice wird vorgesorgt:
    Dass der Kunde Geld besorgt!

    Holt bei uns billige Finanzien :
    Packt Immobilien in den Ranzen.

    ORF

  12. Und wer denkt Money Park sei ein Einzelfall, soll doch mal bei der Safra in Genf vorbeischauen. Fast alle positiv und keinen kümmerts… Aber nachhaltig ist man, gell!

  13. Menschen, die Symptome zeigen sollen sich den Vorgaben entsprechend verhalten. Alles andere ist Hysterie.
    Die grössten Hysteriker sitzen in der Politik, leider an Schaltstellen. Leiden müssen diese Politiker nicht, der Steuerzahler richtet’s schon.

  14. Beratung bei Moneyparj in Anspruch genommen….14 Tage Quarantäne als Dank vom BAG bekommen….dafür noch 490 bezahlt…damit am Schluss Helvetia Produkte auf dem Tisch liegen….

    • Eine rasche, verantwortungsvolle Reaktion, zum Schutz aller. Alle, die Risikopersonen unter ihren Liebsten haben und alle, die in der Intensiv-Pflege arbeiten, können nur applaudieren. Vorbildlich!

  15. Die Looser wieder, das die es mit Ihrer Fürsorgepflicht nicht ernst nehmen und den Gwsundheitsschutz mit Füssen treten ist nichts neues. Einzelne Teams? Wers glaubt, bei Moneypark ist das einzige was grosszügig dimensioniert ist die Kundenzone, hinten sitzen die Mitarbeiter dicht an dicht wie Legehennen.

    Das die Bestimmungen des ArG nicht eingehalten werden war schon immer so, Mit den Maximalen Arbeitszeiten nimmt man es auch nicht genau, ganz im Gegenteil erwartet man das die Leute 45 Stunden Plus Präsenz sind…Überzeit? Fehlanzeige….

    Das sind genau die Folgen wenn auf Umsatz gepusht wird & die Leute „Leistungsanreize“ haben….dann leidet die Beratungsqualität & die Gesundheit der Mitarbeiter….

    Das nun gerade MOneyGeil erwischt ist alles anderes als erstaunlich….